Worte des Heilands in der Nacht zum 6. März 1970.

Habe Ich nicht gesagt, dass ihr noch gemeinsame Aufgaben zu erfüllen habt, – Aufgaben, die ihre Zeit benötigen? Erste Aufgabe bleibt das Werk, das ihr zur Verherrlichung Meiner jungfräulichen Mutter Maria unternommen habt, – das durch die Vorsehung Meines Himmlischen Vaters einen großen Helfer bekommen hat, – einen Helfer, der so der besonderen Liebe der Königin des Himmels und der Erde würdig geworden ist.

Es geschah auch zu Meinem Wohlgefallen, – dass ihr um ein würdiges Kleid für dieses Werk besorgt wart. Ein besonderer Segen wird über diesem Werk und seiner Verbreitung und seiner Wirkung unter den Gläubigen Meiner einen und einzigen Kirche walten und sich mehren. (Anmerkung des Herausgebers: Hinweis zu A. Drexels Neuausgabe des Werkes 'Leben der jungfräulichen Gottesmutter' von Maria von Agreda.)

Schwere Prüfungen stehen Meiner Kirche bevor; doch werde Ich Meinen sichtbaren Stellvertreter in Rom stärken und ihn selbst gegen Bischöfe mit Weisheit und Festigkeit wappnen.

Nicht nur Priester, sondern auch Bischöfe fallen dem Zeitgeist anheim, indem sie ihre Pflichten versäumen und verletzen, ja sich anmaßen, in ihrem Bereich ähnliche Gewalt zu besitzen, wie sie allein dem Nachfolger des heiligen Apostels Petrus zukommt.

Darum ist es notwendig, dass Kämpfer und Beter, Männer und Frauen, unermüdlich und unerschütterlich am Glauben festhalten, für den Glauben eintreten, für den Glauben Opfer bringen und so die Hoffnung, das Vertrauen und die Zuversicht unter den Gläubigen und dem Volke wachhalten!

Habe Ich nicht jene 'selig' gepriesen, "die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen"? – Habe Ich nicht gesagt: "Wer Mich vor den Menschen bekennt, den werde auch Ich vor dem Vater bekennen, der im Himmel ist."

Jetzt ist die Zeit, die Bekenner braucht! Jetzt ist die Zeit, die Feuerseelen braucht, Schüler und Schülerinnen der Heiligen Kirche, die stark und klar und rein durch die Welt und die Masse der Lauen, der Satten, der Trägen, der Feigen, der Morschen und Dürren, der Betrüger und Betrogenen, dem Lamme folgen und unter der Führung der heiligen Engel dem Siege der apokalyptischen Frau entgegenschreiten.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 3. Juli 1970.

Seid also guten Mutes und lasst euch nicht entmutigen von der Unruhe und der Zerstörung in Meiner Kirche und von der Umkehr der Ordnung in der Welt! Wohl sind Satan und alle dämonischen Mächte am Werke wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit und der Kirche! Aber ist nicht durch das Eingreifen Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes ein Werk entstanden, das mehr als jedes andere Werk die Engel, die übernatürlichen Mächte und die guten Geister, auf den Plan ruft!

Dieses Werk ist göttlichen Ursprungs! Alle Getreuen Meiner Kirche mögen in Ruhe und Festigkeit in die Zukunft schauen und in die Zukunft gehen! Satan wird wüten, und seine größten Helfer sind die innerlich und äußerlich vom Glauben und ihrer Weihe abgefallenen Priester.

Maria, die Unbefleckt Empfangene, die nie von Sünde berührt wurde, wird siegen. Mag auch die Schar derer, – die standhaft sind und Mir, Meinem Kreuz und dem Geheimnis Meiner Gegenwart im Leib und Blut die Treue und die Liebe bewahren, – kleiner werden; der Glaube und das Gebet, das Bekenntnis und die Hoffnung, die Liebe in Wahrheit, werden am Ende triumphieren.

Die Stürme mögen toben! In der sichtbaren Natur können Felsen barsten und Dämme brechen: Gott ist größer; die Wahrheit ist stärker; die Gnade ist reicher; darum wird der Fels, den Ich gegründet habe, bis ans Ende bestehen!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 7. August 1970.

Ich habe zu dir von den heiligen Engeln gesprochen und sage dir: Dieses Werk ist ein Werk der Vorsehung Meines Himmlischen Vaters und ein Werk für die Rettung der Kirche Roms in der gegenwärtigen und kommenden schweren Verwirrung, Unruhe und Zerstörung.

Von Priestern, den geweihten Dienern und Hirten der Kirche, ist das Unheil in der Kirche ausgegangen; durch Priester, die diesem Werke ausdrücklich oder innerlich angehören, wird die Kirche gerettet. Dieses Werk hat seinen Ursprung im Himmel!

Weil dieser Himmel und die Übernatur, das Wunder und die Gnade geleugnet und die Natur vergöttert wird, ist es Mein ausgesprochener Wille, dass jene Schrift, die du wider die größte Irrlehre der Gegenwart und gegen den Urheber der Irrlehre geschrieben hast, bald neu erscheinen soll und überall verbreitet werde. (Anmerkung des Herausgebers: Hinweis auf A. Drexels Schrift gegen Teilhard de Chardin 'Ein neuer Prophet?')

Das Werk der Zerstörung Meiner einen und wahren Kirche ist noch nicht zu Ende, es nimmt seinen Fortgang; und seine Gefahr und sein Verderben steigern sich bis zu dem Tage, an dem Mein sichtbarer Stellvertreter in Rom das Wort der Entscheidung spricht! Bis zu diesem Tage kann das Gift der Zersetzung und Verwirrung ungehemmt wirken.

Darum fahret fort, im Vertrauen auf die fürbittende Macht Meiner jungfräulichen Mutter Maria zu beten; denn sie ist die vom Vater und vom Sohne und vom Geiste bestellte und begnadete Überwinderin Satans und seiner dämonischen und menschlichen Knechte und Helfer.

Dass so viele Gläubige unter dem Einflusse von unglückseligen Priestern und abtrünnigen Dienern Gottes zu treulosen Kindern dieser wunderbaren Mutter werden, ist nicht nur ihr eigener Untergang, sondern der Untergang der Tugenden der Demut, der Reinheit und der Ehrfurcht. Dieselben betrogenen und betrügenden Unglücklichen verlassen und vergessen in ihrem Innern ja auch offen den Vater, zu dem Ich die Welt und die Menschen beten gelehrt habe.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 4. September 1970.

Immer mehr Priester wenden sich zwar von Meiner jungfräulichen Mutter Maria ab, und ungezählte Gläubige folgen dem Beispiele und der Verführung dieser treulosen Söhne der Kirche und kommen so in Gefahr, für eine Ewigkeit verloren zu gehen.

Ist es aber nicht ein Zeichen des geheimnisvollen Wirkens des Heiligen Geistes, dass zur gleichen Zeit ungezählte Gläubige, Andersgläubige, sich Maria zuwenden und zu ihrer Verherrlichung beitragen?

Heiße Gebete steigen stündlich von Gnadenstätten der heiligsten Jungfrau und Mutter zum Himmel auf, ja selbst Gebete jener, die an Orten vermeintlicher Erscheinungen im Geiste der Sühne und des Vertrauens verrichtet werden, sind vor Gott wohlgefällig. Ja, es kann geschehen, dass Beter an solchen Stätten in einer besonderen Weise erhört werden und Hilfe finden; denn der Vater im Himmel schaut in die Herzen, und der Geist Gottes weht, wo er will!

Bedenket auch, dass die Wunder, die im Innern der Seelen geschehen, größer sind als die Wunder, die am Leibe sich vollziehen und den Menschen sichtbar werden.

Noch nie waren Gebet, Opfer und Sühne so notwendig wie in der jetzigen und in der kommenden Zeit. Noch nie, seit der Zeit Meiner Apostel und Jünger war die Kirche in solcher Gefahr, weil die Feinde der Kirche von innen kommen, und ihr Werk der Zerstörung unter dem Schein und Namen des Guten ausführen.

Unter Meinen Aposteln befand sich ein Verräter. Nun sind der Verräter viele geworden. Das Gift der Irrlehre wird sogar in die Herzen jener geträufelt, die sich auf das Priesteramt vorbereiten. Wehe der Zeit, in der Unwürdige sich am Heiligsten vergreifen und sich furchtbarer Sakrilegien schuldig machen!

Wohl werden auch sie im Dienste der Hölle die Kirche nicht überwältigen, weil es Meine Kirche ist, und Satan bis ans Ende unterliegen wird; aber eine große Verwirrung wird in der Kirche entstehen und die Getreuen werden Verfolgung erleiden.

Die Zahl der Getreuen wird kleiner werden, doch ihr Bekenntnis wird leuchten vor der Welt und gesegnet werden von der Macht und der Gnade und der Liebe des Dreieinigen Gottes.

Das Eucharistische Opfer wird in den menschlichen Wohnungen gefeiert werden, – dort, wo der Tempel Gottes entweiht ist.

Wisse, wisset: Maria, die von den Treulosen geschmäht und verlassen wird, führt die Getreuen unter ihrem besonderen Schutz zum Siege. Betet! Betet auch im Vertrauen auf die Macht der heiligen Engel, die nunmehr allenthalben den Werken und Plänen Satans und seiner Helfer lichtvoll begegnen!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 2. Oktober 1970.

… Habe Ich dir nicht in jener ersten Nacht der Gnade und Meines Kommens gesagt: "Du wirst nicht allein sein?" Zwar lag damals die Aufgabe, von der Ich sprach, noch in der Ferne, aber steht nicht in der Schrift geschrieben: "Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag."

Jetzt, da Meine Kirche von innen bedrängt und bekämpft wird, und so viele Gläubige unter einer gefahrvollen Verwirrung leiden, ist die Zeit gekommen, in der in Wort und Schrift ein Kampf zu führen ist, in der auch ungezähltes seelisches Leid, nagender Zweifel und Verbitterung der Guten gemildert, aufgehellt und geheilt werden soll.

Die größte Gefahr droht der Kirche von seiten jener Meiner Diener, also Priestern, die nach außen den Namen Meiner Kirche beibehalten wollen, inwendig jedoch von dem Glauben abgefallen sind und einer falschen, trügerischen und sinnlichen Liebe huldigen. Da ihr Werk und ihr Wort Lüge ist, sind sie Knechte Satans, welcher der Vater der Lüge ist. Da alle Lüge von kurzer Dauer ist, wird auch ihre Sünde aufgedeckt und von der göttlichen Gerechtigkeit an ihrem Leib und Leben furchtbar geahndet werden!

Alle aber, die im Glauben und in der Liebe zu Meinem Kreuz und zu Meiner Eucharistischen Gegenwart treu und standhaft sind, mögen in der Stunde ihrer Unruhe und Vereinsamung sich erinnern, dass sie einen unsichtbaren Helfer haben, – den ihnen vom Himmlischen Vater bestimmten Engel. Er ist stärker als der böse Geist; er ist nicht bloß Beschützer, sondern auch Führer und mächtiger als der Verführer, ob dieser ein abgefallener Engel oder ein treulos gewordener Priester ist.

Darum ist es nicht Zufall, dass in der Zeit, in der die höllischen Geister auf Erden umgehen und selbst in geweihten Dienern Gottes ihre sichtbaren und größten Helfer finden, – den Menschen die Welt der Engel vom Heiligen Geist eröffnet wurde. Wunderbar ist Gott in Seinen Heiligen, wunderbarer noch ist Er in Seinen Engeln.

Der von Gott bestimmt war, den Urverführer Luzifer und seinen Anhang zu stürzen, – Sankt Michael – er ist der besondere Schutzgeist, der Schutzengel Meiner Kirche. Wie Sankt Josef, dem Mein irdisches Leben anvertraut war, Schutzherr auch Meiner Kirche, Meines mystischen Leibes ist, so ist Sankt Michael aus dem Reiche der unsichtbaren Geister der Schutzengel dieser Meiner Kirche. Es war darum nicht gut, das Gebet zu ihm zu unterlassen!

Wer die Engel und die Heiligen verehrt, verherrlicht Gott; denn sie sind Gottes Freunde und begnadet. Wer immer die Welt der unsichtbaren Schöpfung leugnet, widerspricht der Offenbarung Gottes, liefert sich der Gewalt der Dämonen aus und geht der Hilfe und Macht der heiligen Engel verlustig.

Sind die Engel und die Heiligen durch die Allmacht des Dreifaltigen Gottes mächtig, so steht doch über allen ein Geschöpf, das zwar Mensch ist, aber ohne Makel und der Seele und dem Leibe nach das vollkommenste Geschöpf und Wesen, das erhabenste Abbild göttlicher Schönheit.

Dieses Geschöpf ist Meine jungfräuliche Mutter Maria. Wer diese Mutter liebt, wird unfehlbar gerettet! An der Liebe zu dieser Mutter misst sich das Maß Meiner Liebe! Darum segne Ich euch aus der Liebe Meines Herzens!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 6. November 1970.

Mein Göttlicher Segen komme über das Haus eures gemeinsamen Apostolates. Dass dieses Apostolat vor allem der Verherrlichung und Anerkennung Meiner jungfräulichen Mutter Maria dient, erobert Meine Liebe in besonderem Maße, – in einer solchen Zeit!

Es ist die Zeit, in der ungezählte Christen, Glieder Meiner einen und wahren Kirche, ihre Himmlische Mutter vergessen, verleugnen, ja verwerfen und damit abtrünnig werden; denn niemals gehört dieser Meiner Kirche an, wer in schuldbarer Weise ihrer Mutter untreu wird!

Unter diesen Abtrünnigen befinden sich immer mehr geweihte Diener des Allerheiligsten. Sie machen sich der Sünde des Judas schuldig, der Mir in seinem Kusse nicht Liebe gab, sondern den größten Schmerz bereitete.

Da nicht wenige von denen, die zu Hirten über viele bestimmt sind und bestellt wurden, schwach geworden sind, haben die wahrhaft Getreuen des Gottesvolkes eine gar große Aufgabe: Sie werden durch Beten, Kämpfen und Leiden ersetzen, was viele und auch manche Bestellte und Berufene tun und geben sollten! Darum schaue Ich mit so großem Wohlgefallen auf das betende Volk und auf die sühnenden Seelen.

Schwer leiden sie zwar in ihrem Innern, aber überaus herrlich wird die beglückende Liebe sein, die ihrer an der Schwelle der Ewigkeit wartet! Ihre Zahl ist nicht gering, ja sie wächst mit jedem neuen Tage. Unter ihnen gibt es solche, die sich durch außerordentlichen Eifer auszeichnen und die guten Werke höher schätzen, als ihren Besitz und Genuss...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 4. Dezember 1970.

Empfanget Meinen Segen, um der Hingabe willen, mit der ihr euch dem Werke Meiner jungfräulichen Mutter Maria und Mir in doppelter Liebe opfervoll widmet!

Schwer und ernst ist die Gegenwart geworden, weil sich die Menschen von der Ehrfurcht der Vergangenheit abwenden und sich die Zukunft ohne Gott aufbauen wollen; weil sie alle Gnade nicht mehr schätzen und die Gunst der Welt suchen; weil sie der Sündelosen die Ehre weigern und der Sünde der Unreinheit huldigen; weil sie den Engeln untreu werden und den Dämonen verfallen.

Wohl hat es zu allen Zeiten solche Menschen gegeben! Dass aber geweihte Diener des Altares den Weg des Verderbens gehen, ja die ihnen anvertrauten Seelen mit in das Verderben reißen, ist das sichere Anzeichen und der Beginn einer furchtbaren Heimsuchung und Prüfung, die über Meine Kirche hereingebrochen sind.

Am Ende dieser Prüfung wird der Abfall vieler offenbar, sodass die Getreuen die Gefahr erkennen und sich zusammenschließen. Alsdann wird Meine Kirche neu erstehen. Von den Altären her und von Meiner Gegenwart wird ein neues Feuer ausgehen, und Meine Gegenwart in der weißen Hostie wird wieder ganz das Herz der Kirche, des Glaubens und der einen wahren Religion sein.

Vorher aber werden alle, die standhaft geblieben sind, aufs neue und in neuem Lichte erkennen, dass der Weg zu den Altären und zu Meinem Herzen durch Maria, die Mutter der Kirche und Meine Mutter, führt. Darum war die Vorsehung des Himmlischen Vaters am Werke, als sie die Bücher der Offenbarungen an Meine heilige Tochter Maria zu Agreda zur Verherrlichung der heiligsten Jungfrau neu erstehen ließ und dazu Menschen als Helfer wählte. Sie segne Ich mit dem Segen, der fortdauern und jenseits dieser Welt seine ewige Erfüllung und Vollendung finden wird; denn Mein Wort und Mein Segen sind untrüglich.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 1. Januar 1971.

Ich segne euch im Hause eures gemeinsamen Apostolats! Dieser Segen begleite euch in dem Jahre, das beginnt bei euren Arbeiten und Aufgaben! Eine besondere Aufgabe ist, dem Werke der Verherrlichung Meiner jungfräulichen Mutter Maria den Weg zu den Menschen zu bereiten und zu öffnen; nicht im Übereifer, sondern in der Ruhe und mit Vertrauen; ist es doch ein Werk, das Bestand hat...

Eine dunkle Wolke liegt über Meiner heiligen Kirche. Immer mehr wächst die Verwirrung; immer mehr Priester werden ihrer Berufung, ihrer Sendung und ihrer Gnade untreu. Darum werden viele Gemeinden ohne Hirten sein; darum werden Kirchen ohne das Heiligste sein; darum werden Einsame ohne Tröstung sein; darum werden ungezählte Seelen hungern; darum werden Ehen ohne Treue sein; darum werden Völker ohne Frieden sein.

Die aber glauben und aus dem Glauben lieben, werden nicht wanken noch verzagen; denn je größer die Gefahren sind, desto größer werden die Gnaden sein; je mehr die bösen Geister auf der Erde wüten, desto mehr wird die Macht der Engel offenbar werden; je mehr Abfall und Verwirrung drohen, desto mehr werden die Kraft und die Tat der Treugebliebenen leuchten; je mehr Meine jungfräuliche Mutter Maria vergessen und verlassen wird, desto mehr wird sie als Jungfrau und Mutter ihre Macht offenbaren; je mehr das Heiligste, Meine Gegenwart in der Eucharistie, missachtet, ja geschändet und verunehrt wird, desto mehr wird von dieser Meiner Gegenwart ein heiliges Feuer in die Gläubigen kommen und sie reinigen und stärken. Es wird eine Zeit der Finsternis und zugleich eine Zeit der Leuchten sein.

Während die Saat der Bösen und der Gottlosen in Verderbnis enden wird, wird die Saat der Gläubigen zu einer reineren und schöneren Kirche erblühen. Wohl denen, die die Stunde verstehen, in Meiner Liebe bleiben, Meine Mutter bekennen, den Spuren der Heiligen folgen und der Führung durch die Engel vertrauen: Sie werden im Dunkel leuchten, im Sturm nicht wanken und in der Prüfung nicht zerbrechen!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 5. Februar 1971.

Die Not Meiner einen und wahren Kirche ist groß geworden. Der Satan, der Urheber des Bösen, versucht und missbraucht immer mehr geweihte Diener der Kirche zu lebendigen Werkzeugen der Zerstörung und Verwirrung. Die Zahl der Priester, die offen oder im Inneren den Glauben und die Ehrfurcht vor der heiligen Liturgie bewahren, wird geringer, und viele von denen, die berufen sind, werden mit dem Gift der Irrlehre gespeist. An vielen geweihten Stätten herrscht der Gräuel der Verwüstung, und der Geist einer kalten, leeren und stolzen Vernunft raubt dem Heiligtum die Schönheit und dem Herzen und Gemüt die Wärme.

Wehe denen, die durch falsche Lehren dem Volke den Glauben zerstören, die Heiligen und die Altäre verlassen und an Gottes Stelle den Götzen 'Mensch' setzen! Gar viele Meiner Getreuen wollen ob der schweren Heimsuchung, die über Meine Kirche hereingebrochen ist, verzagen und kleinmütig und schwach werden. Ihnen sage Ich: Ist es nicht etwas Großes und eine Gnade, um Meines Namens willen zu leiden, für die Ehre Meiner jungfräulichen Mutter Maria kämpfen und über die Feinde des Glaubens siegen zu dürfen? Wer ging mit Mir den Weg nach Golgotha? Wohl war es ein Weg der Schmach, aber zugleich der Weg zum Siege über den Tod und zum Triumph über die Hölle und das Reich der Dämonen. Ein Triumph Satans wäre es, würden die Guten und Getreuen ängstlich, mutlos und verzagt!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 5. März 1971.

Nochmals sage Ich euch: Lasst euch nicht beirren durch die gegenwärtige Bedrohung Meiner Kirche von innen und außen!

Von innen sind es die ihrer Berufung und der Gnade untreu gewordenen Diener Gottes. – Einmal sprach Ich zu Pilatus: "Die Mich dir überliefert haben, haben die größere Schuld."

Wenn heute so viele Gläubige an ihrem katholischen Glauben irre werden und sich von dem Wort und der Wahrheit der biblischen Offenbarung abkehren, auf falsche Lehren horchen und falschen Propheten anhangen, dann gilt auch für diese Unglücklichen und Irregeführten dasselbe Wort: Die euch dem Unglauben und Irrglauben überliefert haben, haben die größere Schuld!

Es sind die Priester und die Theologen, wie sie sich nennen; Priester, die Mich verlassen, Mich verraten, Mich verfolgen. Ihre Zahl mehrt sich; immer mehr Gläubige halten vergebens Ausschau nach einem wahren Diener Gottes. In der Schrift steht das Wort: "Schrecklich ist es, in die Hände des Lebendigen Gottes zu fallen." Ja, schrecklich wird das Gericht dieses Gottes sein über jene Priester und falschen Lehrer, die aus Führern zu Verführern geworden sind und noch werden!

Nie, seitdem Ich sichtbar unter den Menschen gewandelt bin, war die Not Meiner einen und wahren Kirche so groß wie in der Gegenwart und diese Not wächst.

Doch verzaget nicht! Mag auch die Herde, von der Ich als der Göttliche Gute Hirte sprach, klein werden: Die Kirche, die Ich gegründet und in Petrus mit einem Felsen verglichen habe, werden weder äußere, noch innere Feinde zu zerstören vermögen.

Ihr aber und alle, die dir vom Vater geschenkt wurden, fahret fort im Schaffen für die Kirche, für den Glauben und für die Seelen! Die euch zu Helfern geworden sind, werden von ihrem Wohltun Segen ernten, einen Segen, mit dem nichts in der Welt in Vergleich kommt...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 2. April 1971.

Da in der gegenwärtigen Zeit, so auch in der kommenden Zeit, die Kräfte des Hasses, die Mächte der Lüge und der Finsternis am Werke sind, die Ordnung Gottes und den Glauben der Offenbarung, die Gebote des Schöpfers und die Wege der Wahrheit, das Geheimnis Meiner Liebe und das Gnadenwirken des Heiligen Geistes zu verlassen, ja zu leugnen und sogar zu bekämpfen, möget ihr mit allen Kindern Gottes erkennen, dass die Zeit des Antichrist angebrochen ist.

Wie lange diese Zeit dauert, soll nach dem Willen des Vaters und gemäß Seiner ewigen Weisheit den Menschen verborgen bleiben.

Aber alle Gutgesinnten und im heiligen Glauben Treuen sollen wissen, dass über allem Geschehen Gott steht, dass dem wunderbarsten aller Geschöpfe, Meiner jungfräulichen Mutter Maria, Macht gegeben ist, und dass sich die Getreuen Gottes bewusst sein mögen, wie Sankt Michael in der Kraft Gottes Luzifer und seinen Anhang in den ewigen Abgrund stürzte, und dass seitdem die Engel als die himmlischen Mächte den Menschen zur Seite stehen und unsichtbar in der Zeit und Welt wirken!

Die Zeit des Antichrist ist auch die Zeit der größten Entfaltung der Macht der himmlischen Geister.

Über allen himmlischen Geistern aber steht die apokalyptische Frau. Niemand vermag zu ermessen, wie sehr der Sohn Gottes Seine makellose Mutter liebt, – aber auch, wie sehr Ich jene Menschen liebe, die zur Verherrlichung dieser Meiner Mutter beitragen!

Wenn Ich also über bestimmte Menschen einen besonderen Segen ausspreche und verheiße, – geschieht es um der Liebe und Werke willen, die diese Menschen ihrer Himmlischen Mutter entgegenbringen.

Dieser besondere Segen wirkt fort bis in die Ewigkeit des Jenseits. Daraus magst du erkennen, – was es Großes ist in den Augen Gottes um die Liebe und um die Treue zu Maria, der Jungfrau und Mutter.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 7. Mai 1971.

… Lasst euch nicht von den Wirren der Zeit beunruhigen und nicht von dem Abfall in Meiner Kirche entmutigen, auch wenn dieser Abfall ein ganzes Land bedroht! Noch einmal sage Ich dir: Die Zeit des Antichrist ist angebrochen. Der Antichrist ist nicht der Satan, – auch nicht irgendein Mensch, ein einzelner. Der Antichrist ist die Kirche der Welt, die von Gott und Meinem Evangelium losgelöste Gesellschaft, – es ist die Gegenkirche derjenigen, die sich der Welt verschrieben haben und von dem Kreuz und der Gnade nichts wissen wollen. Wie die wahren Christen Mich als Gott und Heiland kennen und verehren und lieben, so huldigen die Gottlosen sich, – der Welt – und dem Menschen. Ihr Götze ist nicht Satan, an den sie nicht glauben, sondern der Mensch, der sich selber zu Gott macht. Die von Gott losgelöste Welt ist der Antichrist!

Dass so viele, die sich Christen nennen, von Mir, Christus, weggehen, dass immer mehr Priester dem Evangelium untreu werden und nicht nur ihr Gewand, sondern auch ihre Weihe wegwerfen, ist Mein großer Schmerz. – Anstatt die Kinder zu Mir zu führen, träufeln diese Treulosen schon das Gift des Unglaubens in die Kinderherzen. Anstatt die jungen Menschen, die sich auf das Priestertum vorbereiten, in der Lehre des Kreuzes, der Gnade und des Gebetes zu unterrichten, heranzubilden und zu erwärmen, füllen sie ihren Geist und ihr Herz mit gottlosen Lehren und dem Unkraut einer falschen Freiheit und des sündigen Genusses an. Anstatt das Evangelium zu predigen und die Christen auf den Weg der Gebote Gottes und Meiner Erlösergnade zu weisen, reden sie vor dem Volke von der hohlen Weisheit falscher Propheten und von dem Blendwerk ihres Stolzes und ihrer Selbstüberhebung. Dies alles ist der lebendige Antichrist, der sich Mir, Christus, Meiner Kirche und ihrem sichtbaren Oberhaupt in Rom entgegenstellt, aber zuletzt wie Luzifer und sein Anhang im ewigen Abgrund enden wird.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 4. Juni 1971.

In der Stunde Meiner besonderen Gnade habe Ich schon mehrfach über den Antichrist gesprochen; vernimm, was Ich dir jetzt sage! Ungezählte Menschen werden sich von Meiner einen und wahren Kirche abwenden, weil sie den Glauben an den Dreieinigen Gott verloren haben, verführt durch schlechte Priester und verblendet von falschen Lehrern.

Immer reden diese Stolzen und Abtrünnigen von einer Religion ohne Übernatur, ohne Wunder und ohne Gebet. Sie reden vom Menschen und nicht mehr von Gott! Sie kehren die Ordnung um und geben nicht nur der Liebe zum Nächsten Vorrang, sondern vergessen, verlieren und verleugnen die Gottesliebe – in frevlerischer Anmaßung. Sie gehen damit um, eine Kirche zu gründen, in der die Erde und der Mensch alles, – Gott und der Himmel nichts mehr bedeuten.

Diese menschliche Kirche kennt weder die Engel, noch den Satan, weil sie die Wahrheit von den reinen Geistern geleugnet hat, und dadurch des Schutzes der guten Geister verlustig geht, doch den Plänen und Werken der bösen Geister zum Opfer fällt. Diese menschliche Kirche steht im Widerspruch zu der von Mir gestifteten Kirche, die in den Aposteln ihren Anfang genommen hat und vom Nachfolger des heiligen Petrus rechtmäßig geleitet wird.

Jene menschliche Kirche, die keine Religion mehr ist, ist der Antichrist. In dieser Kirche herrschen Sünde und Genuss. In dieser Kirche werden Himmel und Hölle geleugnet. In dieser Kirche wird der Stolz auf den Thron erhoben, die Demut aber verworfen. In dieser Kirche wird die Göttliche Ordnung umgestoßen und dem Chaos der Weg geöffnet. In dieser Kirche wird an Gottes Statt der Götze 'Mensch' gesetzt. In dieser Kirche werden die Bilder der Heiligen verbannt und zerstört und falsche Propheten an ihre Stelle gesetzt. An die Stelle der Immaculata tritt die Babylonische Hure.

In dieser Kirche wird das Haus Gottes zum Tempel der Sakrilegien. Die Getreuen Gottes und wahren Christen aber folgen dem Rufe der Königin des Himmels, die Mich, Christus, der Welt gebracht hat und die Menschen zu Mir, Christus, führt. Darum bleiben gesegnet, die Ich gesegnet habe ob ihres Eifers und ihrer Liebe für Maria, die apokalyptische Frau.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 2. Juli 1971.

Segen komme über euch, im Heim der Liebe Meines Herzens! Segen, – inmitten einer Zeit, die die schwerste ist seit der Gründung Meiner Kirche und den Tagen Meiner Apostel und Jünger!

Im Schoße dieser Meiner Kirche sind die eigenen Söhne, geweihte Priester, aufgestanden und zu Feinden dieser Kirche geworden, ja, nicht nur zu Feinden, sondern zu Verrätern, wie Mein sichtbarer Stellvertreter in Rom es ausgesprochen hat.

Diese Abtrünnigen haben den Weg des Glaubens verlassen und haben an die Stelle der Offenbarung Gottes in menschlichem Stolz und in frevlerischem Missbrauch des Geschenkes der Freiheit die Gedanken und Gebilde ihres Geistes gesetzt, um dadurch von der Welt gelobt und geliebt zu werden.

Oh, die Toren, die nicht bloß die Seele, – ihre Seele an den Satan verkaufen, sondern an der Seele ihrer Gläubigen zu Verführern werden und wider den Heiligen Geist sündigen! Diese Irrenden und Verführer reden und schreiben von einer 'neuen Kirche', – von einer Kirche, die nicht mehr Religion ist, sondern eine rein menschliche Gründung. Ich sage: Die Kirche des Antichrist! Ja, diese Kirche ist der Antichrist, der lebendige Antichrist!

Die Gründer und Anhänger dieser falschen Kirche arbeiten im Dienste Satans. In dieser neuen Kirche ist der Glaube an Mich, den Sohn Gottes, abgebrochen. In dieser neuen Kirche ist nicht mehr Meine Eucharistische Gegenwart das Herz und das Zentrum. In dieser neuen Kirche ist nicht mehr die geschriebene Offenbarung Gottes das Heilige Buch, sondern die Schriften einer falschen menschlichen Wissenschaft werden angepriesen und den um die Wahrheit betrogenen Christen in die Hände gegeben.

In dieser neuen Kirche ist nicht mehr Maria, Meine jungfräuliche Mutter, die Mutter der Gläubigen. Diese neue Kirche ist vaterlos und mutterlos; denn selbst der Himmlische Vater wird von den Irrlehrern geleugnet und, wie sie sagen, durch den irdischen Fortschritt ersetzt.

In dieser neuen Kirche werden die Heiligen Meiner einen und wahren Kirche vergessen und ihre Bilder weggeworfen, ja zerstört. In dieser neuen Kirche leuchtet und wärmt und wirkt nicht mehr der Heilige Geist; sondern der gebrechliche und sterbliche Geist des Menschen wird zum Götzen.

In dieser neuen Kirche gilt nicht mehr die Gnade; sondern an ihre Stelle tritt die sogenannte Technik, der Traum und Wahn und die Lüge einer neuen Erde. In dieser neuen Kirche reden ihre Propheten nicht mehr von der Sünde und dem Gericht, von der Hölle und denn Himmel, sondern von einem kommenden Paradies auf Erden. In dieser neuen Kirche ist nicht mehr das Kreuz Meiner Erlösung das Heil; sondern ihr Heil suchen sie im Genuss. Diese neue Kirche ist der lebendige Antichrist, die wirkliche Hure Babylons, – wie Mein Jünger und Apostel Johannes in der Geheimen Offenbarung geschrieben hat.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 6. August 1971.

Mein besonderer Segen und Meine Gnade komme über euch um der Aufgaben willen, die euer gemeinsam warten. Diese Aufgaben sind mehrfach!

Eine zweite große Aufgabe des Apostolates... ist, in der seelischen Not der Gläubigen und in der Verwirrung des Glaubens durch falsche Propheten und abtrünnige Theologen in Wort und Tat Trost und Licht und Rat für die innerlich und von außen Bedrängten und Suchenden zu werden.

Noch nehmen geistige Not und Unsicherheit in der Kirche, in Meiner einen und wahren Kirche, zu. Darum ist es Mein Wille, dass du, Mein Sohn, fortfahrest, Verteidiger des Glaubens und der Kirche zu sein; denn noch wächst die Gefahr und die Bedrohung durch die inneren Feinde. Nie wird Meine eine wahre Kirche zerstört werden; aber in ungezählten Menschen und gläubigen Christen wird der Glaube zerstört!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 3. September 1971.

Mein Segen werde euch zuteil um eures Wirkens und eurer Aufgabe willen! Jetzt, da das Werk, das ihr vor vielen Jahren zur Veröffentlichung übernommen und zur Verherrlichung Meiner jungfräulichen Mutter Maria herausgebracht habt, … zu neuen und noch anderen Menschen gelangt, lass diese... wissen: Dieses größte und schönste Marienwerk wird nur von tiefgläubigen und marianischen Menschen verstanden; aber von diesen Seelen aus wird sich der Geist der Liebe und des Eifers und der Verehrung für Maria wie ein Strom der Gnade in die Herzen und das Leben der jetzigen und der kommenden Mitwelt ergießen. Hat nicht Meine Tochter Theresia, eine Lehrerin der Kirche, gesagt: "Ich wäre glücklich in dem Bewusstsein, auch nur einen Menschen Gott näher gebracht zu haben!"

Jetzt, da die Not und Unsicherheit in Meiner einen und wahren Kirche und ihres sichtbaren Oberhauptes immer größer wird, bewahret die heilige Zuversicht und den ungebrochenen Willen, für den Sieg dieser Kirche zu beten, zu opfern und zu schaffen!

Das Zeichen und die himmlische Beglaubigung für diesen Sieg ist die apokalyptische Frau, das auserwählte Geschöpf des Himmlischen Vaters, Meine jungfräuliche Mutter, die makellose Braut des Heiligen Geistes. Die vielen aber, die am Ruin der Kirche arbeiten, sind Täuschende und Getäuschte.

Am Ruin Meiner Kirche zu arbeiten, ist vergebliche Mühe, ja ein Wahnwitz und eine furchtbare Sünde. Die das tun, arbeiten in Wahrheit an ihrem eigenen Ruin und gehen ihrer ewigen Verdammnis entgegen.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 1. Oktober 1971.

Mein Segen komme über euch um eurer gemeinsamen Aufgabe willen! Es ist gut, dass ihr in den täglichen Anliegen mit einem besonderen Gebet zum heiligen Michael um die glückliche Vollendung eines Vorhabens fleht. Die Verehrung dieses Führers der guten Geister ist in der jetzigen und kommenden Zeit der Bedrohung der Kirche und der Verwirrung der Gläubigen von besonderer Wirkung!

Es ist die Zeit, in der sich die Religion an vielen Orten in die Häuser und Wohnungen und in den Schoß der Familien zurückzieht, und der Glaube der Guten und der Getreuen mit dem Mut der Märtyrer öffentlich und furchtlos bekannt werden muss. Denn immer mehr wird wahre und echte katholische Frömmigkeit dem Unverstand und der Verfolgung der Welt, ja der lau und kalt gewordenen Priester ausgesetzt.

Immer mehr vollzieht sich die Scheidung der Geister; in unheimlichem Maße wird die Spreu vom Weizen geschieden. Viele sind innerlich abgefallen von Meiner Kirche und dem Glauben der Offenbarung, – und noch mehr werden abfallen. Die Zeit wird kommen, in der an vielen Orten die Herde ohne Hirten sein wird, oder schlechte Hirten das Heiligtum verwüsten.

In der Stunde der Erlösung auf Golgotha habe Ich das Wort gesprochen: "Siehe da deine Mutter!" Dieses Wort hat nicht nur für die Stunde Meines blutigen Erlösersterbens und für Meinen Jünger Johannes Bedeutung, sondern es war gesprochen für die Menschen bis ans Ende der Zeit; denn diese Meine jungfräuliche Mutter sollte als Mutter für alle jene wirken, die Meinen Namen tragen, damit sie von dem Geiste Meiner Nachfolge erfüllt werden.

Dass geweihte Priester der einen wahren Kirche diese Mutter verleugnen und verwerfen, ist ihr entsetzlicher Fluch und der Beginn ihrer eigenen ewigen Verwerfung. Groß und unauslöschlich ist dagegen Meine Gnade für jene, die für die Liebe zu dieser Mutter eifern und dazu beitragen, dass sie auch von anderen geliebt werde...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 5. November 1971.

Wohin gehen aber viele, ach so viele geweihte Diener! Sie haben das Kreuz verworfen, sie haben die Ehrfurcht des Glaubens an Meine Gegenwart im Tabernakel verloren und sie gehen den Weg fort von Meiner jungfräulichen Mutter Maria, der Mutter der Priester und der Mutter der Kirche.

Dies ist der dreifache Abfall, der dreifache Irrweg, das dreifache Unheil, das wie eine unheimliche Last auf ihr Inneres drückt. Eine Schuld, von der sie nicht loskommen. Wehe der Verhärtung ihres Herzens! Nur das Gebet von Opferseelen vermag sie von dem Weg in das ewige Verderben abzubringen, sofern nicht ihr eigener Wille der Verstocktheit anheimfällt.

Das ist die Heimsuchung Meiner Kirche, dass ihre Hirten, die noch Hirten sind, immer weniger werden. Nicht wenige von denen, die berufen waren, lassen sich irremachen von falschen Lehrern und werden schwach im Glauben, dem Glauben in der Demut, die immer und überall das Fundament im Leben der Heiligen war.

Nur betende, leidende, opfernde, kämpfende Seelen sind die Werkzeuge für das Walten und Wirken des Heiligen Geistes! Ich segne alle, für die du in dieser Gnadenstunde zu Mir gefleht hast...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 3. Dezember 1971.

Meinen Segen über euch um der besonderen Gnade willen! Dieses Werk hat eine Sendung für die Welt, die krank ist und von Fiebern geschüttelt wird, weil böse Geister und Dämonen gegen Christus und die Kirche wüten, und weil Satan mitten in der Kirche Helfer gefunden hat, sogar geweihte Diener des Altars, die ihren Dienst in den Dienst für die Pläne Satans gewandelt haben.

Was Meinem Herzen aber noch größeren Schmerz bereitet, ist, dass viele Hirten, die Oberhirten sein sollen, schweigen und gleichgültig oder feige geworden sind. Nicht wenige von ihnen haben Menschenfurcht und sind von der Gottesfurcht abgewichen. Darum können die Wölfe, die in die Herde eingebrochen sind, solche Verwirrung anrichten und Verwüstung und Zerstörung über die Kirche bringen.

Zwar werden sie an dem Felsen Meiner Kirche scheitern und zerbrechen, aber Millionen von Seelen, von unsterblichen Seelen, gehen verloren: Für sie müssen abtrünnige Hirten und laue Oberhirten vor Meinem Ewigen Gericht Rechenschaft ablegen!

Einst habe Ich über Jerusalem geweint und über die Menschen dieser Stadt, über ihre Priester und Hohenpriester; und doch war die Sünde dieser nicht so groß wie die Sünde derer, die heute in der Kirche anstatt Führer Verführer, anstatt Hirten Mietlinge, anstatt Berater Verräter sind. Wohl gibt es noch wahre Seelenhirten und gibt es noch wache Oberhirten, die in Festigkeit und Klarheit zum Nachfolger Petri stehen; aber dieser Mein Sohn Paulus sieht und fühlt mit Schmerz und Sorge, wie täglich mehr Berufene das Heiligtum verlassen und sich der Welt, ihrer Lust und ihrem Genuss zukehren.

Viele Bräute Christi haben sich in ihrem Inneren von Mir, dem Bräutigam, abgewandt und haben den Weg der Demut verlassen, um sich von der Sünde des Stolzes beherrschen zu lassen... Ihr aber, … hütet in eurer Seele und in diesem Hause die Gnade des Glaubens und kämpft für diesen Glauben!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 7. Januar 1972.

Euch gilt Mein Segen in der Stunde einer besonderen Gnade und um deiner Aufgaben willen! Vertrauet in der Liebe Meines Herzens; denn Mein besonderer Segen und das Licht des Heiligen Geistes werden in diesem Jahre über euch walten.

Darum lasst euch nicht niederdrücken durch den Abfall und die Irrlehren vieler. Sie alle werden an ihrer Sünde zerbrechen und – in ihrem Innern unglücklich entweder zurückkehren oder auf ewig verderben.

Groß ist ihre Sünde! Sie machen die Tempel Gottes zu Steinwüsten. Sie verbannen Meine Eucharistische Gegenwart aus den Augen des Volkes und fort aus der Mitte des Heiligtums. Das Licht vor dem Tabernakel ist für sie nicht mehr das Symbol der Liebe zu Meinem geheimnisvollen Wohnen unter den Menschen. Sie beugen nicht mehr ihr Knie vor dem Allmächtigen und vor dem Allerheiligsten. Sie laufen zum heiligen Mahle wie zu den Tischen ihrer irdischen Genüsse.

Die Zeiten des Gebetes kennen sie nicht mehr, wohl aber laufen sie voller Begier dem Tand und den Darbietungen einer gottlos gewordenen Welt nach. Die Bildnisse der Heiligen und Freunde Gottes haben sie verworfen und den Geist der Heiligen wollen sie im Herzen des Volkes vergessen machen. Das heiligste Geschöpf des Vaters, Maria, nennen und ehren sie nicht mehr, darum sind sie als Christen mutterlos geworden.

Die Gesinnung des Opfers ist ihnen fremd geworden, und von Sühne und Buße wollen sie nichts mehr wissen. Sie leben, als ob es keine Sünde gäbe, und sinken immer tiefer in den Abgrund ihrer Gottesferne und ihrer Laster. Sie verdrehen und verfälschen das Wort Gottes, wie es in den heiligen Büchern unter der Eingebung des Heiligen Geistes aufgezeichnet wurde und überliefert wird. Damit machen sie sich einer furchtbaren Lüge schuldig und werden zu Mördern an unsterblichen Seelen. – So lautet Meine Klage; sie ist eine unheimliche Anklage!

Doch es mögen die Guten nicht zagen und niemals verzagen! Sie wachsen in Meiner Liebe und in der Gnade des inneren Friedens. Darum hast du nicht umsonst gefleht in der Stunde Meiner Gnade!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 4. Februar 1972.

Ich segne euch um dieser Gnadenstunde und des Werkes willen, für das ihr von dem Vater der Vorsehung bestimmt worden seid. … Höre Meinen Willen: Das Buch, das du zu schreiben unternommen hast, das dem Glauben und der einen wahren Kirche dienen und den von Verwirrung bedrohten Gläubigen zu einem Halt und Licht werden soll, ist im Augenblick deine Aufgabe und Meine Freude.

Mein Segen wird den Weg dieses Buches zu den Menschen begleiten. ... Darum halte die vielen Ablenkungen von außen von dir fern, nicht aber jene Seelen, die in großer Not, in innerer Not zu dir kommen! Die Bedrängnis der Gläubigen ist groß. – Wie nie in der Geschichte Meiner heiligen Kirche ist diese innere Not groß!

Dass Satan und seine unsichtbaren Dämonen immer mehr Werkzeuge in den abfallenden und ihrer Weihe untreu werdenden Priestern finden, ist der Schmerz der Guten. Mönche verlassen ihre Zellen, um öffentlich vor allem Volke gegen den Glauben, gegen die Kirche und gegen Meinen sichtbaren Stellvertreter in Rom zu sprechen.

Ihr Werk ist Seelenmord, – furchtbarer und unheimlicher als der Mord am Leib und Leben, von dem die gottlos gewordene Welt täglich mehr Zeuge wird. Dies sage Ich dir nicht, damit die Guten und Getreuen im Volke Gottes furchtsam werden und den Mut und die Freude verlieren. Nein, je mehr die Feinde Gottes und die Verwirrer und Zerstörer ihr Haupt erheben und ihre Zunge schärfen, desto mehr sollen alle, die Mich lieben, die Mir und Meiner jungfräulichen Mutter Maria die Treue und das Vertrauen bewahrt haben und bewahren, zu Bekennern werden, ohne Furcht und ohne Halbheit, als Zeugen des Glaubens und der Wahrheit; wissend, dass über allem Gott steht; wissend, dass Ich im heiligsten Sakramente mitten unter euch wohne und gegenwärtig bleibe; wissend, dass die Immaculata, die fürbittende Allmacht und Überwinderin Satans und seines Anhanges ist; wissend, dass Myriaden von Engeln unsichtbar auf der ganzen Erde am Werke sind; wissend, dass es ungezählte Menschen gibt, Getreue Gottes, Söhne und Töchter der Himmlischen Mutter, die beten, opfern, leiden und kämpfen.

Ihr Anteil auf Erden sind, – der innere Friede, das gute Gewissen und die Freude an der Verherrlichung Gottes. Darum ist ihnen die Liebe Meines Herzens gewiss. Darum schaut Maria, die heiligste Jungfrau und Mutter, schützend und segnend auf sie herab...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 3. März 1972.

Durch die Vorsehung des Himmlischen Vaters komme Segen über dich, Mein Sohn, um des Werkes und Apostolates willen, das dir aufgetragen ist...

Jetzt, da dein Werk vom 'Glauben' … zum Druck kommt, achtet auf alles, was der Verbreitung dieser beiden Werke dienen kann. Denn beide Werke haben in ihrer Art eine Sendung zu erfüllen, in einer Zeit, die wie keine andere Zeit zuvor nahe an den Abgrund führt.

Der Kampf Satans und seiner Helfer, der unsichtbaren und der sichtbaren, richtet sich gegen den Dreimal Heiligen Gott, – ein Kampf, an dem treulos gewordene und vom Glauben abgefallene Priester die tauglichsten Helfer Satans werden. Sie erkennen nicht mehr den Vater und Seine Schöpfung, sondern rühmen sich in frevlerischem Stolz, aus eigener Kraft eine vollkommenere Welt zu schaffen, und nehmen das furchtbarste Wort, das je gedacht und ausgesprochen worden ist, in den Mund: "Gott ist tot!" Dieselben Abtrünnigen wollen Christus, den Sohn Gottes, Seiner Gottheit entkleiden und ihn zu einem bloßen Menschen, zu einem 'Reformer', ja gar 'Revolutionär' herabwürdigen. Die größte Lüge, die je ausgesprochen und niedergeschrieben worden ist!

Diese Abtrünnigen setzen in ihrem Wahnwitz an die Stelle des Heiligen Geistes ihren Geist und machen die Wissenschaft, – ihre Wissenschaft – zu einem Abgott, indem sie ihre Seele dem 'Fürsten dieser Welt' verschreiben, der ihrer lacht. Was jedoch entsetzlicher ist: "Gott lacht ihrer", wie es in der Schrift steht.

Ob aller dieser Frevel glauben viele Gutgesinnte, dass eine Katastrophe über die Welt und Menschheit hereinbreche, und sie sprechen davon. In der Schrift aber steht: "Niemand, kein Sterblicher, weiß den Tag noch die Stunde."

Ehe dieses geschieht, werden die Mächte der Hölle und die Pläne der Gottlosen und die Werke der Abtrünnigen vor aller Augen zunichte werden. In ihrer Ohnmacht und auf den Trümmern ihrer Sünde und ihres Abfalls werden sie zu spät erkennen müssen und schreien: "Weh uns, die wir wie Gott sein wollten!"

Ihr aber, … sollt wissen, dass Gottes Gericht noch in der Ferne liegt, und dass die Gottlosen und Abtrünnigen, falsche Propheten, noch vor der Katastrophe sich ihre eigene Katastrophe bereiten. Dies sage auch jenen guten Menschen, die von der Heiligen Vorsehung euch und dem Apostolat... als auserwählte Freunde und Helfer zugeführt worden sind.

Auch sollt ihr wissen, dass die Verehrung der heiligen Engel vor Gott dem Dreieinigen, etwas Großes ist. Sie sind das unsichtbare Heer, das vom Himmel her den Kampf der Getreuen Gottes mitkämpft. Die Weihe an sie ist eine große Gnade. Vergesset keinen Tag, euch eurer himmlischen Helfer und Begleiter zu erinnern!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 7. April 1972.

Meinen Segen für dich, Mein Sohn, mit dem Segen einer besonderen Gnade, um des Werkes willen, zu dem dich die Vorsehung des Vaters berufen hat... Schwer ist die Stunde und groß die Bedrängnis Meiner einen und wahren Kirche. Verleitet von einem falschen Eifer und hingerissen von einem trügerischen 'Fortschritt' haben sich ungezählte geweihte Diener dieser Meiner Kirche der Welt zugewandt. Aus Hirten sind Wölfe geworden. Groß ist die Zahl der Priester, die nicht mehr an Meine Gegenwart in den gewandelten Gestalten von Brot und Wein glauben und das Heiligste wie gewöhnliches Brot behandeln.

In ihrem Unglauben schänden sie die Altäre. In ihrem Stolz fühlen sie sich erhaben über die Heiligen der Kirche. In ihrer Freude an der bösen Lust leugnen sie die Sünde. In ihrer Geschäftigkeit verlieren sie den Geist des Gebetes. In ihrem Hang zum Genuss der irdischen Güter verlassen sie den Weg des Kreuzes. In ihrer Bequemlichkeit verachten sie das Opfer. In ihrer Verblendung wollen sie nichts mehr wissen vom Ewigen Gericht und von einer Hölle. In ihrer Verstocktheit töten sie ihr Gewissen. In ihrem Hass kehren sie sich gegen die Frommen und verfolgen sie!

Wiederum sind es Priester, die zu Dienern Satans werden und an der Zerstörung der Kirche arbeiten. Könnte Ich noch menschlich leiden in der Verklärung, wäre der Schmerz darüber größer als der Schmerz, den Ich in den Stunden Meiner Kreuzigung gelitten habe! Meiner Allwissenheit ist die Zahl der äußerlich und innerlich abgefallenen Priester offenbar, was dem Auge und Geist der Menschen verborgen bleibt.

Wohl gibt es noch gute Priester, aber ihre Zahl wird kleiner, und es naht die Zeit, in der viele Getreue Christi weinend nach einem Hirten Ausschau halten. Viele Bischöfe schweigen, und der Nachfolger des hl. Petrus wird einsamer; die aber in Treue zu ihm stehen, sind der Verfolgung ausgesetzt...

Wisse auch, dass es Mein Wille ist, dass alle in Wahrheit Gläubigen, Söhne und Töchter Meiner einen und heiligen Kirche, in allen äußeren Stürmen die innere Ruhe bewahren mögen! Habe Ich nicht vormals den Aposteln bei dem Sturm auf dem Meere die Frage gestellt: "Ihr Kleingläubigen, wusstet ihr nicht, dass Ich bei euch bin?"

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 5. Mai 1972.

Ich segne dich, Mein Sohn, in der Nacht und Stunde Meiner besonderen Gnade um deiner Aufgabe willen... Diese deine Aufgabe war vorgesehen von dem Allwissenden Gott für die Zeit, in der Meine heilige Kirche der schwersten Heimsuchung und Prüfung aller Zeiten ausgesetzt sein würde. Diese Zeit ist jetzt da!

Vormals, in früheren Jahrhunderten, haben äußere Feinde Meine Kirche bedroht, oder es waren von der Kirche Abgefallene, welche die Kirche offen verlassen hatten; jetzt aber sind es wahrlich 'Wölfe im Schafspelz' von denen Ich im Evangelium gesprochen habe. Es sind die Irrlehrer, Priester und Theologen, durch ein Sakrament geweihte Diener der Kirche, die irrige und verderbliche Lehren verkünden und dabei mit dem Lächeln Satans sich rühmen, in der Kirche zu sein, – und zu bleiben. Wehe diesen Erbärmlichen, die Gott ins Gesicht lügen und nicht bedenken, dass sie die gefährlichsten Helfer und Werkzeuge dessen sind, der in seinem Stolze sich wider den Schöpfer erhoben hat und gesagt hat: "Ich diene nicht!"

Mehr als die jüdischen Pharisäer und die heidnischen Henkersknechte haben Mich in Meinem Erlöserleiden jene Berufenen geschmerzt, die wie Judas zu Verrätern und Apostaten werden würden.

In Meiner Allwissenheit sah Ich sie, – sah Ich sie alle – bis ans Ende der Zeit. Wenn Ich auf Golgotha über Meine Lästerer und Peiniger das Wort gesprochen habe: "Verzeih ihnen, Vater; sie wissen nicht, was sie tun", kann Ich jetzt eine solche Entschuldigung nicht auf sie anwenden, auf jene, die das Evangelium kennen, über die Gnade Meiner Erlösung unterrichtet worden sind und gemäß ihrem freien Willen die Weihe für den Dienst in der Kirche und für die unsterblichen Seelen empfangen haben. Dass sie mit Wissen und Willen Meine Gottheit leugnen, Meine Botschaft verfälschen und sich von der Gnade der Erlösung abwenden, ist ihre große Sünde; größer aber ist die Schuld und ihre Sünde wider den Heiligen Geist, da sie mit Lächeln erklären, Glieder Meiner heiligen Kirche zu sein. In Büchern und Reden, in Versammlungen und Schriften streuen diese Judasse ihr Gift, das Gift der Irrlehre, aus – unter das Volk, in die Köpfe und Herzen der Gläubigen und täuschen und belügen sie.

Für diese böseste, gefährlichste und verworrenste Zeit war dein Leben und deine Aufgabe vorgesehen... Vergesset nicht der übernatürlichen Helfer, Meiner jungfräulichen Mutter Maria, der heiligen Engel und der besonderen Patrone, der Heiligen eures Namens!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 2. Juni 1972.

Mein Segen komme über dich, Mein Sohn, in der Stunde einer besonderen Gnade. Diese Gnade wurde dir gewährt um der Aufgabe willen, für die du von der Vorsehung des Himmlischen Vaters bestimmt warst.

Du aber wisse, dass das Buch des 'Glaubens' nicht weniger beschleunigt werden soll; denn immer mehr und größer wird die seelische Not von vielen, die nach der klaren Lehre hungern. In Wahrheit wird die Zahl derer immer kleiner, die Mich, den Erlöser, Mein Kreuz und das Wunder Meiner Gegenwart im Tabernakel lieben und bekennen. Es werden Bücher unter dem Namen 'Katechismus' verbreitet, die nicht mehr die ganze und die wahre Lehre des Evangeliums enthalten und darum Verwirrung stiften. Doch sollen die Guten nicht darüber verzagen!

Als Ich sichtbar unter den Menschen weilte, haben wohl manche an Meine Gottheit geglaubt und Meine Lehre und Gnade angenommen; doch war es in Wirklichkeit eine kleine Schar. Und auch die Gemeinden, die Meine Apostel in weiten Teilen der Erde gegründet haben, waren klein und einer grausamen Verfolgung ausgesetzt. Diese Verfolgung wiederholt sich heute, teils in blutiger, teils in unblutiger Weise. Dass an der unblutigen Verfolgung viele Meiner geweihten Diener teilnehmen, ist das Furchtbare und eine Wunde für Mein Herz, die mehr und tiefer schmerzen würde als die Kreuzigung, wenn Ich in der Verklärung noch leiden könnte.

Allen aber, die in der Treue und Liebe zum ganzen und wahren Glauben stark bleiben, gilt das Wort der Schrift: "Denen, die Gott lieben, gereichen alle Dinge zum Besten." Wie wollte Ich selber vielmals im Lande Israel alle an Mich ziehen und sie um Mich sammeln, doch musste Ich am Ende die Klage über das Volk ausrufen: "Nun aber ist es verborgen vor deinen Augen!"

Wenn einst Gericht gehalten wird, wird die Torheit, aber auch die unheimliche Sünde und Schuld derer offenbar werden, die sich in ihrer Einbildung gefallen und viele zum Unglauben verführt haben. Diese jetzt so Stolzen freveln dreifach: Sie zerstören die Ehrfurcht vor dem Geheimnis und Wunder der heiligen Eucharistie; sie verlassen, verleugnen und verwerfen Meine heiligste, jungfräuliche Mutter Maria, die auch die Mutter der Kirche ist; sie verweigern Meinem sichtbaren Stellvertreter, dem Nachfolger des heiligen Apostel Petrus, den Gehorsam und die Ehrfurcht. So nehmen sie Ungezählten die seelische Heimat, die ihnen das Leben in Meiner einen und wahren Kirche und das Gotteshaus waren. Aus der ganzen Liebe Meines Göttlichen Herzens aber segne Ich die Getreuen...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 7. Juli 1972.

Ich segne in dieser heiligen Nacht dich, Mein Sohn... Dass du, Mein Sohn, dem Buche des 'Glaubens' deine volle Aufmerksamkeit und Kraft zuwendest, ist gut; denn dieses Buch ist notwendig, und Tausende hungern nach ihm. Es ist das notwendigste Buch für jetzt und die Zukunft; denn die eigenen Söhne der Kirche sind unter Satans Eingebung daran, den Geist des großen Konzils zu verfälschen, den Glauben auszulöschen und die Kirche von Grund auf zu zerstören. Wisse aber, dass alle diese Treulosen in Wahrheit nicht mehr Söhne der Kirche sind, sondern Judasse und leibhaftige Helfer Satans. Aus geweihten Dienern Gottes werden sie Knechte des höllischen Versuchers.

Einmal habe Ich von Judas gesagt: "Es wäre für ihn besser, er wäre nicht geboren!" Von ihnen, diesen Hörigen Satans, möchte Ich ausrufen: Hätte nie eine Mutter sie geboren! Wohl, noch ist es Tag, noch wartet die Gnade der Umkehr auf sie; doch je größer die Gnade ist, die sie in der sakramentalen Weihe empfangen haben, desto tiefer ist der Fall. Viele beten für die Unglücklichen, und es ist gut so! Da aber viele der Gefallenen nicht mehr an die Gnade, das Gebet und das heilige Opfer glauben, ja lachend sich der Welt verkauft haben, werden sie in der Sünde sterben.

Sollen die im Glauben und mit der Gnade Getreuen darüber traurig sein? Zwar habe Ich Selbst vormals über Jerusalem geweint, weil seine Bewohner Meine Gnade verworfen haben; doch ist es Mein und der Wille des Vaters, dass die Kinder des Glaubens frohe Kinder sind, froh wie einst Franziskus, der den Sonnengesang zum Himmel gejubelt hat, froh wie die jugendliche heilige Theresia, die von der Liebe zu Mir glücklich, lächelnd durch den Garten der Schöpfung wandelte...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 4. August 1972.

Mein Segen komme über dich, Mein Sohn, kraft der Gnade, die dir in der schwersten Stunde deines Lebens von Mir verheißen wurde... Die Zeit, in der Meine eine und heilige Kirche die größte Prüfung und Bedrohung erlebt, verlangt die äußerste Anstrengung der Getreuen. Mein Stellvertreter in Rom ist von vielen verlassen, auch von solchen, die als Hirten berufen wären, dem Nachfolger Petri in Treue und mit aller Kraft beizustehen. Während Mein Sohn Paulus in Tränen und mit Schweiß um die Rettung der Kirche ringt und in unsagbarem Schmerz täglich Kenntnis von den Priestern bekommt, die ihre Herde, ihre Weihe und ihr Amt verlassen, beschwört er die Flüchtenden und Schwachen.

Noch mehr schmerzt ihn, dass manche Hirten, die kraft ihres Amtes und ihrer Berufung verpflichtet sind, dem obersten Leiter der Kirche und Vater der Gläubigen in Klarheit und mit Festigkeit Beistand zu sein, seinen Anweisungen Achtung zu verschaffen, ein gemächliches Leben führen und es aus Bequemlichkeit und Feigheit unterlassen, in ihrem Bereich über die Bewahrung des Glaubens zu wachen und für die Aufrechterhaltung der Ordnung in aller Strenge Sorge zu tragen.

Unzählige Priester tragen die Schuld und Verantwortung dafür, dass Meine sakramentale Gegenwart entehrt, zertreten und verhöhnt wird. Die Sakrilegien häufen sich zu Tausenden. Immer mehr erstirbt die Ehrfurcht in den Herzen des gläubigen Volkes. Kostbar aber ist das Gebet der Sühne, das Opfer der Anbetung des Allerheiligsten, die betende Verherrlichung und Anrufung Meiner jungfräulichen Mutter Maria, die Liebe zu den Heiligen der Kirche und das wachsende Vertrauen auf die Engel, die das unsichtbare Heer der Gottesstreiter und der Menschenfreunde bilden. Je mehr die Masse des Kirchenvolkes in Gleichgültigkeit und Ehrfurchtslosigkeit versinkt und auf der breiten Straße des Verderbens wandelt, desto leuchtender wirken die Gesinnung und die Tat derer, die in Liebe für alles Heilige entbrennen, in Treue vor Meiner wahren Gegenwart in der Eucharistie knien und für die Verherrlichung des heiligsten aller Geschöpfe, Maria, die Jungfrau und Mutter, eifern...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 1. September 1972.

Ich segne dich, Mein Sohn, in dieser Gnadenstunde Meines Göttlichen Herzens um deiner Aufgabe willen. Das Geheimnis und Opfer Meiner sakramentalen Gegenwart wird zum Prüfstein des allein wahren Christseins, und die Verehrung Meines Eucharistischen Geheimnisses und Wunders, des Allerheiligsten, wird zum Zeugnis der Liebe, der Ehrfurcht und der Treue Mir, dem einzigen und wahren Erlöser gegenüber. Einst habe Ich gesagt: "Meine Freude ist es, bei den Menschenkindern zu sein!" Aus dieser Freude heraus hat Meine Liebe das Eucharistische Wunder geboren und es zum Vollzuge den Priestern anvertraut, es zugleich aber allen Gläubigen zum Empfange und zur Anbetung angeboten.

Nun aber haben manche Priester und – von ihnen verführt – viele Gläubige, Söhne und Töchter Meiner einen und wahren Kirche, das Heiligtum entweiht und das geheimnisvolle Opfer Meiner Liebe durch Unglauben und Ehrfurchtslosigkeit zu einer gewöhnlichen Sache herabgewürdigt. Ja, wehe dieser Sünde!

Für immer mehr Priester wird der Gottesdienst zum Satansdienst. Weil sie die Sünde nicht mehr achten, glauben sie, die Erlösung nicht nötig zu haben. In Wahrheit aber nimmt die Sünde unter den Menschen in unheimlichem Maße zu. Die furchtbarste aller Sünden ist die Sünde jener, die – zum heiligen Dienste geweiht – an ihrer Gnade und an den unsterblichen Seelen zu Verrätern werden.

Wisse: Das Maß der Liebe zu Gott misst sich an dem Maße der Ehrfurcht vor dem Geheimnisse Meiner Eucharistischen Gegenwart und an der Art und dem Grade der Liebe zu dem heiligen Opfer, das die geheimnisvolle, aber wirkliche unblutige Wiederholung und sakramentale Wiedererinnerung an das einzige und einmalige blutige Opfer am Kreuze ist. Höre Meine Klage: Es mehren sich die Sakrilegien unter den Gläubigen, die das Heiligste wie gewöhnliches Brot in die Hand nehmen und dabei sich nicht bewusst sind, dass dieses Brot nicht mehr Brot, sondern Mein Leib mit Fleisch und Blut, Meine unblutige Gegenwart ist. Mein Wehe auch dieser Sünde!

Mein großer Apostel Paulus hat gesagt: "Wer den Leib des Herrn nicht von der gewöhnlichen Speise unterscheidet, der isst und trinkt sich das Gericht!" Warum haben Ungezählte mit dem Empfangen Meines Leibes in die Hand die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten verloren?

Bei allem jedoch vergesset nicht Meine heiligste Mutter. Sie ist das unerreichbare Vorbild der Ehrfurcht und der Liebe zu Meiner Gottheit und Menschheit und zu Meinem Wohnen unter den Menschen!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 6. Oktober 1972.

Ich segne dich, Mein Sohn, in der Liebe Meines Herzens und in der Treue zu Meinem Versprechen, das Ich dir in der Nacht deiner größten Not als Gnade gegeben habe... Meine eine und wahre Kirche leidet unter einer inneren Verfolgung. Viele ihrer geweihten Söhne und Töchter verlassen die Gnade ihrer Berufung und verschreiben sich der Welt, in der sie keine Ruhe finden für ihr Gewissen.

Es ist die Zeit, in der sich erfüllt, was Ich in der Bergpredigt als Anteil der Guten vorausgesagt und als himmlische Vergeltung gepriesen habe: "Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und euch fälschlich alles Böse nachsagt um Meinetwillen. Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß im Himmel! So haben sie auch die Propheten verfolgt, die vor euch waren."

Ich habe zu dir gesprochen von untreuen Hirten, die als 'Mietlinge' die Herde verlassen, ja zu Feinden des Kreuzes und selbst zu Verrätern werden. Darüber mögen die Guten und Getreuen traurig sein, ja sich empören; doch in Wahrheit dürfen sie sich freuen, wie Ich mit göttlicher Macht und Gewissheit verkündet habe! In der Welt und Zeit wird Kampf sein, da Luzifer und die gefallenen Engel wider Gott streiten; da unter den Menschen die Bösen wider die Guten kämpfen, ja sie verfolgen. Niemals aber dürfen die Guten und Getreuen in Wirklichkeit unglücklich sein, da sie Mich und Mein Wort haben: "Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich!" Und habe Ich nicht Meinen Aposteln, da sie ob eines Sturmes unruhig wurden, gesagt: "Ich bin ja bei euch!" Und Ich habe euch zum Zeugnis dafür das Geheimnis und Wunder Meiner Gegenwart und Meiner Liebe als Vermächtnis hinterlassen! Alsdann gab Ich euch eine Mutter in dem Augenblick, da Johannes unter dem Kreuze die Menschheit vertrat und Ich in der dunkelsten, aber gnadenvollsten Stunde der Geschichte, zu ihm sprach: "Siehe da deine Mutter!" Sie ist die Mutter aller Gläubigen, die Mutter der Kirche. An ungezählten Gnadenstätten beten ungezählte Menschen; und von diesen Stätten dringen die Stimmen der Beter auf zum Vater und zum Sohne und zum Geiste. Diese Meine Mutter ist eure Führerin in Kampf und Not. Sie ist die Überwinderin Satans und aller bösen Mächte.

Endlich sollen sich alle Guten und Getreuen bewusst sein, dass sie unsichtbare Geister, Engel, zur Seite haben, und dass die Heiligen Gottes ihre Freunde und Licht auf dem Wege sind. Dass neue Irrlehrer, Abtrünnige und Abgefallene des wahren Glaubens und der einen Kirche, das Dasein und Wirken der Engel leugnen, ist ihr Unheil; denn zu ihrem Heile und als Gnade sind die Engel als Geist-Geschöpfe den Menschen vom Vater bestimmt und gegeben. Diesen Engeln ist große Macht verliehen, und sie sind unter der Führung des heiligen Erzengels Michael das unsichtbare Heer Gottes. Darum ist das 'Werk der heiligen Engel' zu Großem bestimmt in der jetzigen und in der kommenden Zeit...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 3. November 1972.

Mein Segen komme über dich, Mein Sohn, in dieser heiligen Stunde, – heilig, weil sie von Meiner Gnade kommt... Einst habe Ich ausgerufen: "Mich erbarmt des Volkes!" Diese Klage ist auch heute in Meinem Göttlichen Herzen lebendig; denn es sind Verführer am Werk, – Ungezählte von dem gläubigen Volk im Glauben und in der Tugend irre zu machen. Schmerzlich ist, dass zu den Verführern gerade Priester gehören, zum heiligen Dienst Geweihte, die den Altar und das Gebet verlassen und verloren und die Gnade der Weihe und des Sakramentes an die Welt und ihre Reize preisgegeben haben.

Ihnen und den Verführten gilt der Leib mehr als die Seele. Sie wollen eine weltliche Kirche aufbauen und die Welt genießen, ohne Gott. Alle ihre Reden und Veranstaltungen und Einrichtungen sind äußerlich, indessen der innere Mensch verkümmert und im Getriebe des Irdischen und im Trubel der Welt untergeht.

Vormals haben die Propheten und Gesandten Gottes die Hinkehr zu Gott und Seinen heiligen Geboten gepredigt; heute sind falsche Propheten und Prediger am Werk, um Mich, den Erlöser und Retter, zu verraten. Darum finden viele, die nach Gott und der Gnade hungern, keine Priester und keine Hirten mehr.

Dazu kommt eine andere schwere Verirrung und Sünde: Nicht mehr Gott, sondern der Mensch ist für die Verführer und die Verführten wichtig. Da sie Gott verlassen und vergessen haben, ist ihnen der Mensch zum Götzen geworden. So nimmt an vielen Orten der Gottesdienst weltliche Formen an. Ja, manche haben in unheimlichem Frevel das heilige Opfer zu einer unheiligen Versammlung und Schau oder gar zu einem Gelage gemacht. Sie haben die Ehrfurcht vor dem Heiligen und Allerheiligsten in den Herzen des Volkes gemordet.

Endlich haben die Abtrünnigen sich der Zeit verschrieben und achten nicht mehr des Geheimnisses der Ewigkeit, die für jeden Menschen und für jede Seele entscheidend ist. Diese Unglücklichen suchen krankhaft alles zu vermeiden und zu fliehen, was sie an die Ewigkeit erinnert. Darum tust du, Mein Sohn, gut daran, das Büchlein vom 'Geheimnis der Ewigkeit' zu schreiben. Die Zeit ist trügerisch, nur die Ewigkeit ist wahr!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 1. Dezember 1972.

Ich segne dich, Mein Sohn, in der Nacht einer großen Gnade um des Werkes willen, das dir... vom Vater der Vorsehung anvertraut ist... Eine große Prüfung und Heimsuchung ist über Meine eine und wahre Kirche hereingebrochen. Unruhige und ungute Geister haben in der Kirche und unter den Gläubigen Verwüstung angerichtet. An vielen Orten ist das Gotteshaus leer und kahl geworden, so dass das Verlangen der Herzen nach Wärme nicht mehr gestillt wird. Das Herz von Geweihten, Priestern, Dienern im Heiligtum, ist leer und kalt geworden; so kalt und leer wie die Stätten, die das Geheimnis und Wunder Meiner Gegenwart bergen sollen. Leichtsinnig haben sie die Weihe und Liebe zu Meinem Göttlichen Herzen vergessen, ja abgebrochen. Ihr Herz haben sie an die Welt verkauft. Darum haben sie auch Meine heiligste Mutter verlassen, und die Weihe an ihr Herz sagt ihnen nichts mehr. Dagegen verlangen sie nach einem irdischen Weib.

Der Gottesdienst wird in ihren Händen und Herzen zu einer weltlichen Schau voller Lärm und Unruhe. So betäuben sie ihr Gewissen, hören nicht mehr auf den Anruf von oben und fühlen nicht mehr das geheimnisvolle Wehen des Heiligen Geistes. Sie haben dem Gottesdienst die übernatürliche Weihe genommen. Sie haben die Ehrfurcht vor dem Heiligsten in ihren Herzen absterben lassen und sind daran gegangen, die Ehrfurcht, das Fundament aller Religion, in den Herzen des Volkes auszulöschen. Ihre Knie beugen sie nicht mehr vor Meiner Eucharistischen Gegenwart; denn in ihrem Herzen sind sie von sich selber voll, und der Glaube bedeutet ihnen nichts mehr.

Dieser von Gott, von Meinem Erlöserblut und dem Tabernakel abgewandte Weltgeist nimmt zu. Darum hungern so viele Gläubige nach einem Hirten. Zu Hirten waren sie bestimmt und berufen. Nun sind sie zu Mietlingen und Wölfen geworden, indem sie von dem Wege der Treue abgewichen sind. Die Seelen ihrer Anvertrauten werden einst beim Gericht Gottes gegen sie zeugen.

Allen aber im Glauben und in der Liebe Getreuen möchte Ich als der Göttliche Gute Hirte zurufen: Lasst euch die Freude und das Glück des guten Gewissens nicht stören durch den Abfall vieler und die Verwirrung in Meiner einen und heiligen Kirche! Die Allmacht des Vaters wacht über eurem Leben; die Liebe des Sohnes wohnt in euren Herzen und Stuben; die Kraft des Heiligen Geistes macht euch stark wider die Anstürme der Hölle und wider die Sünde des Unglaubens und des Abfalls...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 5. Januar 1973.

Ich segne dich, Mein Sohn, in der Nacht Meiner besonderen Gnade – um des Werkes willen, für das du von der Vorsehung des Himmlischen Vaters bestimmt wurdest... War es nicht die Vorsehung des Himmlischen Vaters, die euch... die Möglichkeit gegeben hat, das erhabenste, größte und schönste Werk (Anmerkung des Herausgebers: Hinweis auf 'Leben der jungfräulichen Gottesmutter Maria' von Maria von Agreda), das je über die Erlösung und die Mutter der Erlösung vom Himmel eingegeben und von Menschenhand niedergeschrieben worden ist, der Welt und den Menschen zugänglich zu machen? Jetzt, da in Meiner einen und wahren Kirche ein unheimlicher Kampf gegen ihren Bestand und ihr Wirken entbrannt ist, bewahret die Waffenrüstung Gottes zur Verteidigung des Glaubens, für die Rettung der Seelen und für die Stärkung der Schwachen, der Verwirrten und der Bedrohten. Wisse, wisset: Der Geist der Zerstörung – Satan mit seinen unsichtbaren Helfern – ist, wie nie zuvor, bemüht, seine Pläne zu verwirklichen. Alle diese Dämonen stürmen an gegen die Ordnung in der Kirche und gegen die Göttlichen Gebote.

Zuerst haben sie das hohe Gut und die Gnade des Glaubens schon in den Seelen der Kinder zu ersticken versucht. Alsdann vergiften sie die Jugend mit den Lehren von einer falschen und gefährlichen Freiheit. Endlich suchen sie im Volke das Gefühl des Heiligen, den Glauben an Gott und die Ehrfurcht vor dem Wunder und Geheimnis Meiner wahren Eucharistischen Gegenwart auszulöschen. So wird Religion abgebrochen. So wird der Weltgeist gezüchtet. So werden die irdischen Pläne, Güter und Errungenschaften des Wohlstandes zum Abgott. Es ist die Versuchung Satans, der am Beginne Meines Erlöserleidens auf die Welt und ihr Blendwerk gezeigt und zu Mir gesagt hat: "Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest!"

Nicht mehr der Himmel und die Gnade, sondern die Welt und der Mensch sollen gelten! Das ist der Gedanke und Wille, die große Versuchung Satans. Dass es Priester, ja vor allem auch Priester sind, die dabei zu Werkzeugen Satans und dadurch zu Verrätern an Mir, an der Gnade und Weihe ihrer Berufung werden, ist die furchtbare Klage der Guten und die noch furchtbarere Anklage vor dem Ewigen Gericht, vor dem für eine Ewigkeit geltenden Urteil, vor dem Allrichtenden Gott, der Ich Bin; hat doch der Vater dem Sohne das Gericht übertragen.

In dieser Not des Glaubens und der Kirche mögen alle Getreuen dieses Dreifache vor Augen haben und in ihrem Innersten lebendig bewahren: Die Ehrfurcht vor dem Wunder und Geheimnis Meiner Gegenwart, die innige und kindliche Liebe zu Meiner jungfräulichen Mutter Maria und das nie nachlassende vertrauensvolle Gebet zu den heiligen Engeln, die im Gotteskampf wider die Satansmacht aus der Kraft Gottes in der Zeit siegen und ewig triumphieren werden.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 2. Februar 1973.

Mein Segen, der Segen einer besonderen Gnade, komme über dich... Eine Zeit der Prüfung ist über Meine Kirche hereingebrochen. Noch nie haben so viele, die dem Altar und Gott in einer heiligen Stunde Treue gelobt hatten, den Weg der Treue verlassen. Noch nie war der Abfall vom Glauben und der Abbruch der Sittlichkeit so groß und so allgemein wie heute. An ungezählten Orten ist das Gotteshaus zu einem Marktplatz des Teufels und seiner Helfer geworden, indem Priester nicht mehr das Wort Gottes, sondern die Welt und den Abfall vom Evangelium predigen. Schon in die Seelen der Kinder wird das Gift der Häresie durch falsche Katechismen und von abtrünnigen, ja gottlosen Religionslehrern hineingeträufelt.

Groß ist der Schmerz der Guten und der im heiligen Glauben treu Gebliebenen. Aber dieser Schmerz darf nicht den Mut und die Freude und das Vertrauen in den Gutgesinnten und Glaubensstarken lähmen und zerstören. Darum vernimm jetzt, von welcher Gesinnung alle, die Meinem Herzen und Meiner Kirche und Meinem Evangelium treu sind, beseelt sein sollen: Fürs erste sind sie Kinder des Himmlischen Vaters – an jedem Ort, zu jeder Stunde, in jeder Lage. Dieses Bewusstsein bewirkt ein unerschütterliches Vertrauen. Alsdann sind alle Meine Getreuen Meinem Göttlichen Herzen eingeschrieben und Meiner unendlichen Liebe gewiss. Muss dies nicht eine unzerstörbare Freude im Herzen und Leben eines jeden einzelnen bewirken? Und habe Ich nicht endlich vor Meinem sichtbaren Weggang von dieser Erde in die Herrlichkeit des Vaters Meinen Getreuen bis ans Ende der Zeit den Göttlichen Heiligen Geist verheißen? Dieser Heilige Geist ist der Geist des Lichtes, der Geist des Trostes, der Geist des Mutes – des Mutes zu bekennen, des Mutes zu kämpfen, des Mutes zu leiden um Meines Namens willen. Darum habe Ich gesagt: "Selig, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen!"

Alle Guten, alle Getreuen, alle Glaubenden mögen bedenken: Sie haben eine Mutter, das wunderbarste Geschöpf unter allen Wesen der Schöpfung. Sie haben die Engel in ihrer Vielfalt, in ihren Chören, in ihrer Macht und Sendung. Sie haben die Heiligen der Kirche in ihrer Tugendgröße. Steht nicht in der Schrift: "Wunderbar ist Gott in seinen Heiligen!" Also sollt ihr inmitten einer Welt von Sünde und Versuchung frohe Kinder Gottes sein, die immer und überall Zeugnis ablegen von dem guten Gewissen und von der Gnade und von der Berufung zu einem ewigen Himmel...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 2. März 1973.

Ich segne dich, Mein Sohn, für die Aufgabe, die du nach dem Willen des Himmlischen Vaters erfüllst... Ich weiß, wie so sehr auf eurem Leben die Verwirrung und Zerstörung in Meiner einen und wahren Kirche lastet. Ungezählte Menschen sind davon betroffen.

Einstmals, da Ich noch sichtbar auf der Erde weilte, riefen die Apostel bei dem Sturm auf dem Meere: "Herr, hilf uns, wir gehen zugrunde!" Das Boot drohte zu sinken. Ich aber sprach zu ihnen: "Ihr Kleingläubigen!" Und Ich gebot dem Sturm und den Wassern. Sie hatten im Angesichte der Gefahr und des Augenblicks vergessen, dass Ich, der Herr, bei ihnen war.

Nun ist ein anderer Sturm über die Kirche hereingebrochen, und das 'Schiff Petri' wird von den Wogen der Zeitströmungen hin- und hergetrieben, so dass die Gläubigen unruhig werden und in ihrer Bangnis nach Hilfe Ausschau halten. Doch Ich bin auch heute und bis ans Ende der Zeiten inmitten der Gläubigen und Getreuen.

Die inneren und äußeren Feinde können wohl am Gebäude Meiner Kirche rütteln, aber sie werden sie nicht zerstören; habe Ich doch gesagt, dass sie auf einem 'Felsen' ruht. Die sie bedrohen, sind sterbliche Menschen, und ihr Helfer, Satan, ist am Ende der Macht der apokalyptischen Frau unterworfen. Diese Frau, Meine jungfräuliche Mutter, hat in der Nacht der Finsternis auf Golgotha unter dem Kreuze gestanden, und nur einer hat in ungebrochenem Glauben bei ihr ausgeharrt. Diese Frau und Jungfrau ist die 'Mutter der Kirche'. Auf sie sollen alle Gläubigen und Getreuen achten, auf ihre Macht vertrauen und sie verherrlichen...

Dass du über das 'Geheimnis der Ewigkeit' geschrieben und darin die großen Wahrheiten der Vier Letzten Dinge gelehrt hast, ist zu Meinem großen Wohlgefallen geschehen! Denn das Vergessen, ja die Leugnung des Jenseits und der Ewigkeit und des Gerichtes ist wie eine Pest in die Kirche eingebrochen, indem die Masse auf der breiten Straße des Verderbens geht und den Pfad Meiner Nachfolge verloren und verlassen hat.

Noch einmal sage Ich: Die heiligste Jungfrau und Mutter Maria wird durch die Macht, die sie von Gott dem Dreifaltigen empfangen hat, zur Heerführerin der Guten, der Gläubigen, der Getreuen. Sie ist die von Gott bestimmte und begnadete Überwinderin Satans.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 6. April 1973.

Ich segne dich, Mein Sohn... Viele, ja Ungezählte leiden unter der Verwüstung der Kirche, in die Wölfe und Füchse eingebrochen sind. Aber nicht alle leiden in demselben Maße und in derselben Art. Dennoch sollen alle aus dem Glauben heraus die Hoffnung bewahren; denn die Kirche wird nicht untergehen.

Wohl sind viele von ihr abgefallen, und noch viele, noch mehr werden von ihr abfallen, weil sie ihr Heil in der Welt, nicht in der Religion des Kreuzes und der Auferstehung suchen. Sie wähnen, dass diese Welt sie glücklich mache. Und wenn die wenigen Jahre ihres Erdenlebens abgelaufen sind, werde Ich, der Weltenrichter, von ihnen die Seele fordern, ihre Seele, die zu heiligen und zu retten sie berufen waren. Alsdann werden sie erfahren müssen, wie schrecklich es ist, "in die Hände des Lebendigen Gottes zu fallen".

Dann werden sie Zeugen davon, wie beglückend die Heimkehr der Kinder Gottes zum Vater für jede einzelne Seele ist. Hat nicht der Apostel, vom Heiligen Geiste erleuchtet, ausgerufen: "Kein Auge hat es gesehen, und kein Ohr hat es vernommen, in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben!"

Die Menschen für dieses Glück zu retten und in die Liebe des Vaters heimzuholen, bin Ich gekommen, wollte Ich alle an Mein Herz ziehen, dass sie an diesem Herzen Ruhe und Frieden in der Unrast der Welt finden. Und hat nicht der Himmlische Vater ihnen, den Menschen, eine Mutter gegeben, die allen ihr Herz schenken möchte? Aber ach, so viele gehen an Meiner Liebe und an der Liebe dieser Mutter vorbei, weil die Welt sie blendet, und weil sie ihre Seele mit der Sünde beflecken. Segen aber und Frieden allen, die im Glauben, im Gebet und in der Liebe zu Mir und zu Meiner heiligsten Mutter ihre Erdenjahre verbringen!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 4. Mai 1973.

Mein Segen, der Segen Meiner besonderen Gnade, komme über dich, Mein Sohn... In einer schweren Sorge hast du Mich Tag und Nacht angefleht und auf die fürbittende Macht Meiner jungfräulichen Mutter Maria gehofft. Auch geschah es zu Meinem Wohlgefallen, dass du Vertrauen gefasst hast auf die Fürbitte Meines großen Dieners Pius XII. Habe Ich dir nicht gesagt, dass du voller Hoffnung beten sollst?

Eine schwere Prüfung ist durch die Schuld von Priestern und Hirten über Meine eine und wahre Kirche hereingebrochen. Noch mehren sich Abfall und Zerstörung in dieser Meiner Kirche. Gleich einer mächtigen Flut überschwemmt ein unheiliges und gottloses Schrifttum das Volk und richtet immer mehr Verwirrung unter den Gläubigen an. Der Glaube, der die erste Forderung Gottes ist, leidet Not. Die Irrlehren und eine anmaßende Wissenschaft wüten wie eine geistige Pest in der Christenheit, und schon die Kinder sind dem Unheil dieser Gefahr ausgesetzt. Nur wenige sind es, die in Wort und Schrift für den Glauben und die Kirche kämpfen, und nur wenige von den Gläubigen öffnen ihr Herz und ihre Hand zur Hilfe für die wahrhaft katholische Presse. Und doch ruht auf solcher Hilfe der Segen des Allmächtigen, weil diese Presse Bekenntnis ablegt für die Wahrheit, für den Glauben, für die Kirche, für Mich und das Werk Meiner Erlösung.

Ungezählte in der Kirche, deren Name im Taufbuch steht, haben keinen Sinn mehr für das Heilige und kein Gefühl mehr für die Heiligen. Priester, Geweihte zum Dienst am Altar und für die Seelen, kehren sich der Welt zu, vergessen und verachten Gottes Gebot und huldigen einem gefährlichen Weltgeist. Immer mehr Menschen verfallen dem Reiz und der sittlichen Verderbnis, die der heilige Johannes in der Geheimen Offenbarung der 'Hure Babylons' zuschreibt. Das Wort Meines sichtbaren Stellvertreters in Rom, sein Wort von der Zersetzung und Auflösung des Glaubens und der Kirche ist Klage und Anklage.

Und doch wird die Kirche, Meine Kirche, die Religion des Kreuzes und der Auferstehung, triumphieren; denn sie ruht auf dem Felsengrund, und allen, die ihr die Treue bewahren, gehört die Ewigkeit der Verherrlichung, des unverlierbaren Friedens und der gemeinsamen Beglückung. Die aber die Gnade und den Glauben verlassen, werden durch eine ganze Ewigkeit umsonst nach Erlösung aus der Verdammnis rufen. Ihr Schrei wird verhallen wie die Wehklage des reichen Prassers im Evangelium am Ort der Verwerfung.

Allen aber, die ob der Verderbnis, ob des Abfalls, ob der Gottlosigkeit mutlos werden möchten, werde Mein Wille und Mein Wort kund: Bewahret den Mut, bewahret die Freude, bewahret die Gnade! Wohl mögen euch der Abfall vieler und der Weltgeist der Masse bedrücken, – nie darf dies alles eurem Leben und eurer Seele das Glück trüben, Kinder des Himmlischen Vaters, Erlöste des Göttlichen Sohnes und Beschenkte des Heiligen Geistes zu sein. Je mehr Christen, Söhne und Töchter der einen und wahren Kirche, Meine heiligste Mutter Maria verlassen und verwerfen, desto inniger werden sich die wahrhaft Gläubigen um sie scharen und ihrer Gnadenvermittlung würdig werden...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 1. Juni 1973.

Ich segne dich, Mein Sohn, in dieser gnadenvollen Stunde... Wohl ist die Zeit für alle Getreuen im Glauben, in der Ehrfurcht und in der Liebe zu Gott dem Dreifaltigen, dem Schöpfer, dem Erlöser und dem Begnader, schwer. Der Satan scheint Macht zu haben, und seine Helfer unter den Menschen, zu denen auch Priester zählen, reden die Sprache des Hochmutes, des Leichtsinns und der Anmaßung. Sie sind zu Verfolgern der Getreuen Gottes geworden. Sie sprechen mit den Gottlosen: "Lasst uns das Leben genießen!" Sie reden viel und verwirren mit ihren Schriften manche von den Gläubigen. Sie brüsten sich mit ihrer Weisheit, die keine ist, – diese Toren!

Doch wie Worte im Winde verhallen, und Buchstaben auf dem Papier vermodern, wird Weisheit der Toren und wird der Atem der Gottlosen gleich wie Rauch und Nebel vergehen. Was bleibt, sind die Trümmer ihrer Sünde und das Gericht, von dem in der Schrift das Wort geschrieben steht: "Furchtbar ist es, in die Hände des Lebendigen Gottes zu fallen!" Dieses Wort ist gegen jene gerichtet, die der Gnade widerstehen und anstatt Seelen zu retten, Seelen verführen.

Die Not, die auf Meine eine und wahre Kirche zukommt, ist eine dreifache: Die Glaubensnot, die Priesternot und die Seelennot. Die Wurzel aller jetzigen und aller kommenden Not ist der schwindende Glaube. In der Schrift steht: "Anfang der Weisheit ist die Gottesfurcht." Anfang des Unheils ist der Abfall von Gott, der Abfall vom Glauben an Gott. Und Sankt Paulus verkündet: "Wer zu Gott", zur Anschauung Gottes, "kommen will, muss glauben, dass Er ist und dass Er das Gute belohnt und das Böse bestraft."

Der Priester ist berufen und von der Stunde seiner Weihe an begnadet, die Menschen zum Glauben zu führen. Wehe aber dem Priester, der sich von Gott abkehrt und das Menschenwort an die Stelle des Wortes Gottes setzt! Davon kommt als ein Fluch die Priesternot. Die Zahl der wahrhaft guten Priester nimmt ab. Das aber führt zur Seelennot. An immer mehr Orten finden die Gläubigen keinen Hirten mehr, weil jene, die Hirten sein sollten, Meine heilige und jungfräuliche Mutter verlassen haben, die doch in besonderer Weise Mutter der Priester ist. Gesegnet seien, die im Glauben feststehen! Ihnen gehört Meine Liebe, die sich im Jenseits der Ewigkeit unaussprechlich vollenden wird...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 6. Juli 1973.

Der Segen Meiner Gnade komme über dich, Mein Sohn... Die Zeit, der Meine Kirche entgegengeht, wird eine schwere sein, weil geweihte, unwürdige Diener des Altars und Unberufene aus dem Volke das Heiligste des Glaubens und der Kirche vermenschlicht und verweltlicht haben. Tausende von Priestern begehen täglich Sakrilegien, nicht nur in Europa. Die Sünde wird geleugnet oder für harmlos erklärt. Das heilige Sakrament der Buße wird missachtet und entgegen der Lehre der Kirche für unnötig gehalten. In Millionen von Kinderherzen wird die Ehrfurcht vor dem Wort der Heiligen Schrift ertötet und das Gift des Unglaubens von Religionslehrern, ja auch von Schwestern, eingepflanzt, die innerlich vom Glauben abgefallen sind. Darum wächst eine Jugend heran ohne Gott und ohne Achtung vor Gottes Gebot.

Der Gottesdienst gleicht an ungezählten Orten einer weltlichen Versammlung oder Kundgebung. Der Tag des Herrn hat in ungezählten Herzen und Häusern seine Würde und seinen Sinn verloren. Irrlehrer rühmen sich, der Kirche anzugehören und belügen sich und andere, da diese Meine Kirche nicht mehr ihre Kirche ist.

Immer mehr Gläubige verlieren das Vertrauen auf die Hirten, weil sie schweigen und, wie die Schrift sagt, 'stummen Hunden' gleich geworden sind. Nie seit den Tagen Meines Erdenwandels und Meines Erlösersterbens war die religiöse Gleichgültigkeit und Kälte so groß und so allgemein.

Die wahrhaft Gläubigen ziehen sich an vielen Orten in ihre Häuser zurück und kommen zu gemeinsamen Stunden des Gebets und der Sühne zusammen. Sie nehmen in ihrem Schmerz und in ihrem Kummer und ihrer Not Zuflucht zu Meiner jungfräulichen Mutter Maria. Ich bin mit Meiner Gnade und mit Meiner Liebe mitten unter ihnen. Von der heiligsten Mutter aber empfangen sie Trost, Licht und Kraft. Darum werden die Stätten der Verehrung dieser heiligsten Mutter zum Ausgangspunkt einer mächtigen inneren Erneuerung. Dieser Meiner Mutter sind alle Gnaden in die Hände gelegt. Wer diese Mutter liebt und verherrlicht, ist auf ewig Meinem Herzen eingeschrieben...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 3. August 1973.

Ich segne dich, Mein Sohn, mit dem Segen einer besonderen Gnade... Erstes aber bleibt das Geheimnis und Wunder Meiner Gegenwart, das Allerheiligste. Das Unheil, das jetzt über Meine eine und wahre Kirche hereingebrochen ist, hat seine tiefste Ursache darin, dass immer mehr Priester das Allerheiligste verlassen und verlieren, dass sie diese größte Gnade nicht mehr schätzen und dadurch zu Verrätern werden. Zuerst verweigern sie den Glauben an Meine Gegenwart, alsdann verlieren sie die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten und endlich werden sie kalt in ihrer Seele gegenüber der heiligen Opferfeier. Darum reden sie vom 'Mahl', nicht mehr vom 'Opfer'; darum werden sie bar jeglicher Ehrfurcht und beugen ihre Knie nicht mehr; darum ist ihnen das heilige Opfer zur Last und zum Geschäft geworden, und ohne Liebe zu Mir treten sie an den Altar oder bleiben ihm fern.

Fürwahr: "Mich erbarmt des Volkes!" Furchtbar aber, unheimlich, ja unausdenkbar ist die Verantwortung, die solche Priester auf sich laden! Segen aber, der Segen Meiner Liebe über jene, die in Wahrheit Diener Gottes und Hüter der heiligen Geheimnisse sind. Segen allen wahrhaft Gläubigen, denen Mein Sakrament der Liebe heilig ist!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 7. September 1973.

Mein Segen komme in dieser Stunde über dich, Mein Sohn... Undank ist ein Unglück für die, welche ihn verschulden; Friede aber ist ein kostbares Gut und die Grundlage für das Wirken der Gnade im Menschen und in allem Zusammenleben. Friede ist auch die Grundlage für das Gedeihen der Arbeit im Dienst Gottes, der Kirche und des Glaubens. Darum haben diejenigen, die in Meiner einen und wahren Kirche, – seien sie Priester oder Laien, – durch falsche Lehren eine schlechte Moral und durch groben Ungehorsam gegen den Willen und das Wort des Nachfolgers Petri den Frieden und die Einheit stören, eine ungeheure, ja unheimliche Verantwortung vor Meinem Ewigen Gericht. Was aber bei diesem Gericht am schwersten wiegt, ist die Sünde wider das Allerheiligste, die Sünde wider die Würde, die Heiligkeit und die Gnade des Eucharistischen Opfers.

Vielen Priestern ist das heilige Messopfer zu einer bloßen Gewohnheit geworden. Ohne inneren Glauben, ohne Ehrfurcht und ohne Liebe zu Mir, dem Erlöser, gehen sie an den Altar. Andere legen keinen Wert mehr darauf, ob sie das heilige Opfer feiern oder unterlassen, obwohl dies ihre erste und wichtigste Aufgabe ihrer Berufung zum Priestertum wäre!

Die größte Sünde, der furchtbarste Frevel in der gegenwärtigen Krise und Verwirrung in der Kirche ist, dass diese Priester und irregeleiteten Laien das geheimnisvolle Opfer am Altar zu einer bloßen Mahlfeier herabwürdigen, indem sie so gewissenlos und gleichsam durch einen Verrat den vom wahren Glauben abgefallenen Reformatoren entgegenkommen. Und dieser Geist der Entwürdigung und des Verrats geht auf viele Gläubige über, die ihrerseits ohne Ehrfurcht und wie zu einem irdischen Geschäft zum Empfang der heiligen Kommunion hinzutreten und sich so des Gerichtes schuldig machen.

Würden sie an Meine heilige, jungfräuliche Mutter Maria denken, an die reine und tiefe und innige Ehrfurcht, in der sie Mich, den Sohn Gottes, in der Stunde der Menschwerdung vom Heiligen Geist empfangen hat, dann möchte ihnen Reue zur Umkehr werden. Bedenke, mit welch unaussprechlicher Ehrfurcht Meine Dienerin Maria von Jesus zu Agreda in dem Werke ihrer Offenbarungen davon geschrieben hat! Daraus magst du ermessen, wie sehr Ich jene liebe, ja ewig beglücken werde, denen Meine Gegenwart auf dem Altare das Heiligste ist, und die nächst Mir Meiner heiligsten Mutter ihre Liebe schenken.

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 5. Oktober 1973.

Ich segne dich, Mein Sohn, mit dem Segen Meiner Liebe und Meiner Gnade... betet in besonderer Weise zu Meiner jungfräulichen Mutter Maria. Zu Meiner großen Freude haben ungezählte Menschen zum Rosenkranz gegriffen. Eine große Kraft wohnt diesem Gebet inne. Andere aber, darunter viele Priester, haben den Rosenkranz beiseite gelegt und sind lau und kalt geworden in ihrem Inneren. Darum der Abfall, darum der Weltgeist, darum die Abkehr vom Kreuz, darum der frevlerische Stolz, darum die Sakrilegien wider das Geheimnis und Wunder Meiner Eucharistischen Gegenwart. Denn alle Verehrung Mariae, der Jungfrau und Mutter, führt zu Mir, ihrem Sohne; und alle Gnaden fließen von Mir durch das Herz und die Hände Meiner Mutter den Menschen zu. Darum wird sie die große Mittlerin genannt, obwohl Ich es bin, der Ich durch das blutige Opfer auf Golgotha allein zum Göttlichen Mittler vor dem Ewigen Vater geworden bin.

Aber ist es nicht eine furchtbare Fälschung und ein Betrug an Meinem blutigen Erlöserwerk, wenn immer mehr Priester nur mehr vom Mahle, aber nicht mehr vom Opfer reden, indessen es ohne das mystische Opfer am Altare kein heiliges Mahl gäbe. Die so handeln und das Opfer am Altare nicht mehr in Verbindung mit Meinem Opfer auf Golgotha sehen, ja, obwohl Priester, nicht mehr an das Wunder der Wandlung von Brot und Wein glauben, machen sich der Sünde Meines unglücklichen Apostels Judas schuldig. Sie belügen sich selbst und werden zu Betrügern an den Seelen und am gläubigen Volk.

Doch es hat in Meiner einen und wahren Kirche immer auch heilige Priester gegeben. Ein solcher war Mein Sohn Julius Schuh, der das Werk 'Jesus, der göttliche Arbeiter' gegründet hat und die Gnade der Ansprache von Meiner jungfräulichen Mutter Maria besaß. Zu ihm hast du... in der bitteren Not und Sorge deines Herzens um seine Fürbitte gerungen. Er ist einer von den unausgesprochenen Heiligen, von denen schon der große Lehrer Augustinus geschrieben hat. Es ist Mein Wille, dass sein Leben offenbar werde!

Aber es gibt in dieser Zeit der Glaubenslosigkeit und Glaubensverwirrung auch Laien von tiefer Frömmigkeit und stiller Tugend, die Meinem Herzen nahe sind und in reiner Absicht für die Ehre und Verherrlichung Meiner heiligsten Mutter eifern...

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 2. November 1973.

In dieser Nacht Meiner besonderen Gnade segne Ich dieses Haus um des Werkes willen... Es ist ein Werk im Dienste des Glaubens und der Kirche, ein Werk zugleich zur Verherrlichung Meiner jungfräulichen Mutter Maria, der Heiligsten von allen Heiligen. Es ist etwas Großes um die Heiligen Meiner einen und wahren Kirche. Darum ist ein fluchwürdiger Frevel, wenn nicht nur Laien, sondern geweihte Diener des Altares und des Gotteshauses die Bildnisse der Heiligen entfernen. Diese Heiligen sind Meine Freunde, weil sie in ihrem Leben Mir nachgefolgt sind und die Menschen zu Mir geführt haben. Ihre Seele ist in den Himmel eingegangen, von dem Ich gesagt habe: "Im Hause Meines Vaters sind viele Wohnungen."

Diese Auserwählten Gottes sind nicht nur Meine Freunde und nun ewig glücklich, sie sind auch Fürbitter in den leiblichen und seelischen Nöten der noch Lebenden. Ihre Lehren und ihr Leben sind Beispiel und Wegweiser zu einem wahrhaft christlichen Leben.

Ein Fluch ist, dass so viele Christen, darunter ungezählte Priester, nicht nur die Bildnisse der Heiligen aus ihrem Leben verbannt und an ihrer Statt den Götzen dieser Welt Einlass in ihrer Seele gewährt haben, – ein dreifacher Fluch! Wer immer die Heiligen Gottes vergisst, verlässt oder gar verwirft, verliert Mich und ladet schwere Verantwortung auf sich.

Wehe aber jenen, die sich von der Liebe zu Meiner heiligsten Mutter, dem schönsten Geschöpf Meines Vaters und der erhabenen Braut des Heiligen Geistes abwenden! Dreifacher Fluch jenen, die auch nur in der Seele eines Menschen das Bild Meiner Mutter auslöschen und die Liebe zu ihr erkalten lassen; ist diese Mutter doch die Mittlerin der Gnaden. Dieser Meiner jungfräulichen Mutter ist von Gott dem Dreifaltigen die Macht gegeben, die inneren und die äußeren Feinde der Kirche zu besiegen und ihre Häresien zu überwinden...

In der Heiligen Schrift steht: "Selig, die im Herrn sterben." Ich aber sage: Wer immer Meine heiligste Mutter ehrt und zu ihrer Verherrlichung in den Seelen beiträgt, ist der unvergänglichen Beseligung im Himmel gewiss!

 

Worte des Heilands in der Nacht zum 7. Dezember 1973.

Ich segne dich, Mein Sohn, inmitten deiner Schmerzen... Meine eine und heilige Kirche leidet Not wie nie zuvor. Viele haben sich von Mir abgewandt, allzuviele von denen, die Mir in einer heiligen Stunde Treue gelobt haben. Sie sind von Mir weggegangen und haben den Glauben an Meine Gegenwart im Tabernakel weggeworfen.

Mein sichtbarer Stellvertreter auf Erden, der Nachfolger des heiligen Apostel Petrus ist, ist einsam geworden. Eine gar schwere Prüfung ist über Meine Kirche hereingebrochen. Der Seelsorger werden immer weniger. Sie reden von der Einheit der Kirche; indessen sie die innere und äußere Einheit Meiner einzigen Kirche zerstören. Sie verfälschen das Wort der göttlichen Offenbarung und setzen an seine Stelle die scheinbare Weisheit ihres Stolzes in der Verblendung ihres Ichs.

Viele Bischöfe lassen die Irrlehrer gewähren und nehmen nicht die Pflicht ihres Amtes wahr, – ehe sie mit Erschütterung, zu spät wahrnehmen müssen, dass sie den Glauben verraten und das Volk der Gläubigen nicht vor den Wölfen geschützt haben.

Wohl aber, sie werden Meine eine und wahre Kirche nicht zu stürzen vermögen; denn diese Kirche wird über dem Moder der Bücher von Unglauben und Sittenlosigkeit und über den Gräbern der Irrlehrer neu erstehen.

Das Gebet der Gläubigen wird über das Gerede und die Versammlung der im Glauben kalt Gewordenen triumphieren. Noch leiden die Getreuen Gottes; doch sie mögen wissen und bedenken, dass die Opfer ihres Leidens den Segen auf die Kirche herabbringen. Die aber so leiden, werden auf ewig Anteil haben an Meiner Verherrlichung und an der Liebe Meines Herzens.