Leiden bringt Liebe

16. März 1954

Mein Kind, verzweifle nicht! Ich werde dir helfen, wie immer werde nicht irre an Meinen Fügungen!

(Maresa: Warum sind diese Menschen so?)

Sie sind jung und du weißt, daß sie ständig in der Sünde leben – wie soll das gute Früchte zeitigen? Ich weiß, wie sehr Meine Getreuen heute unter diesen Menschen leiden. Aber denke daran, was es erst für Mein liebevolles Herz bedeutet, diese Christen zu ertragen! Auch der Heilige Vater leidet wie du. Aber überlasse das Gericht Mir! Ihr dürft nicht mutlos werden. Wisse: Das Leid allein bringt dir die Süßigkeit Meiner Liebe in ihrer ganzen Fülle.

 

Lächelnd bitten

4. Mai 1954 – Nächtliches Gebet

Wie wenig versteht ihr Mich doch! Ich will nicht die düstere Aszese! Ich will euer Lächeln und freiwilliges Verzichten in der Freude!

(Betr. Wohnung) Gewiß, Ich kann alles machen, was Ich will. Bitte Mich nur einmal fortwährend darum. Wenn du wüßtest, welch ein Entzücken es für Mich ist, von einem Kinderherzen gebeten zu werden. Wieviel mehr noch von dir, die du Meine kleine Braut bist, – Mir angetraut für Zeit und Ewigkeit.

Sei lieb, gut und freundlich zu allen und vergiß dein Leid dabei.

 

Die große Verheißung

21. Juni 1954

Erinnerst du dich nicht mehr Meiner früheren Worte: Am Schluß (des Lebens) werde das Allerheiligste ganz nahe bei dir sein! Willst du Mir versprechen, diese Nähe dann auch wirklich zu nützen? Es ist ja dein wahres Glück. Alles andere ist für dich nicht das Leben. Hier ist dein Glück und dein Ziel!

 

18. Juli 1954

Mein liebes Kind, du mußt bei der Jugend bleiben. Du sollst noch Großes darin wirken. Das ist noch deine Aufgabe.

(Maresa: Dann werde ich noch nicht sterben?)

Habe keine Angst. Man kann in wenig Zeit sehr viel tun. Und ehe das Strafgericht ergeht, werde Ich dich und Vater heimholen! – Durch Meine Gnade und Vater's Mühe bist du gewachsen im Vertrauen – aber es ist nie genug!

 

Für die kommende Zeit

8. August 1954

Es ist alles Prüfung, Seelchen, spürst du nicht, wie der Böse Fallstrick um Fallstrick dir legt, um dich von Mir und deiner Berufung abzubringen? Mein armes Kind fällt oft, aber ich bin gut und abermal bereit es aufzunehmen an Mein Herz.

Führe auch wieder gewissenhaft dein Heft über Meine Worte, denn Meine Stimme ist kostbar und du sollst alles bewahren für die armen Menschen der kommenden Zeit, – daß ihnen kund werde, daß Ich auch heute noch und zu allen Zeiten über jedem Einzelnen wache mit unendlicher Liebe und Sorgfalt.

 

14. September 1954

(Maresa: O Jesus, die Welt!)

Sie liegt im argen, gewiß, – aber eine einzige Opferseele kann in ihrer stillen Kammer das Weltgeschehen bestimmen. Willst du nicht zum Ende noch Mir helfen?

 

1. Oktober 1954

Eröffnet einen Kreuzzug der Barmherzigkeit für diese Welt und die Welt kann noch einmal gerettet werden.

 

Geheimnis der Heiligkeit

24. September 1954

Es ist eine große Versuchung, dieser Überdruß und Ekel an den Menschen, die dich für Mein Werk unbrauchbar machen will. Du kannst sie nur überwinden, indem du allein auf Mich schaust und aus Liebe zu Mir da sein willst. Immer wieder muß Ich es dir sagen: Das Geheimnis der Heiligkeit ist das immerwährende Gebet um Gnade. Versuche es immer wieder!

 

8. Dezember 1954

Scheue nicht Mühe und Trockenheit und Gleichgültigkeit, – bitte wirklich ohne aufzuhören, und du wirst sehen: Ich lasse dich nicht!

 

Opfer notwendig

21. Dezember 1954

Trage diesen armen Priester mit. Trage sie alle, sie sind arme schwache Menschen, die unendlich viel Hilfe brauchen. – Ja, hier war schon viel Schuld und Sünde, Kind. Ich brauche auch Sühne dafür. Ich habe dich nicht umsonst an diesen Platz gestellt, Mein Kleines. So vieles erwarte Ich von Dir. Ich brauche dich ganz, opfere dich ganz ohne Einschränkung zur Sühne.

 

Keine Kompromisse

8. Februar 1955 – Heimweg nach Kommunion

Es ist so, wie Ich dir schon früher gesagt habe: auch unsere Priester sind zum Teil verweichlicht und glauben der Welt und Mir dienen zu können. Ich aber fordere alles. Die Welt von heute wird nur durch heilige Menschen gerettet werden, vor allem aber durch heilige Priester, die ernst machen und Meine Nachfolge ganz leben in vollem bewußten Verzicht. Auch die Träger der Kirche sind heute in Gefahr, von den Krankheiten der Zeit angesteckt zu werden. Deshalb muß Ich die Wunden der Kirche aufdecken, um sie zur Besinnung zurückzurufen.

Die Maß- und Zügellosigkeit der heutigen Zeit bringt nur Verfall. Dann muß Ich die Menschen durch Not wieder zwingen zur Einfachheit zurückzukehren.

 

Nach oben brennen

6. März 1955

Siehst du an dir, daß das geistige Leben viel Zeit braucht, daß man Geduld haben muß und warten können? "In der Geduld werdet ihr eure Seelen besitzen." Ich bin der weiseste Seelenführer.

Du kennst Meine Wünsche. Ihr sollt die neuen Wege gehen und ein Beispiel geben (Wege der Barmherzigkeit). Es ist noch vieles zu tun in eurer Gemeinde für das Reich Gottes. Aber ein Herz muß zu brennen anfangen, wenn irgendwelche Mißstände behoben werden sollen. Dann wird nämlich dieses Herz im stillen beten und opfern und so dazu beitragen, eine Seele zu bessern. Solange alles schläft und blind ist, bleiben alle Dinge beim alten. Wenn aber einer erwacht und sehend wird, kann sich vieles ändern.

 

19. Juni 1955

Zweifle nicht! Was Ich versprochen habe, gilt immer. Auch wenn du kleine – ja sogar auch große Umwege machst, ändert sich nichts, was Meine Vorsehung von Ewigkeit her beschlossen. Fürchte dich also nicht! – Um Geld nicht sorgen! Arm bleiben!

 

Juli 1955

Vertraue! Du wirst nicht krank werden, wie du denkst! Noch mußt du beim Vater sein und dem Himmel entgegenreifen.

 

Helfende Liebe

(Maresa: O Jesus, wenn ich an eine heilige Gertrud oder Hedwig denke – wie kann das sein?)

Deine Demut vermag die Edelsteine und das Geschmeide dieser Heiligen zu ersetzen. Fühle dich nur als ganz armseliges, unwürdiges Kind, – dann kann Meine Liebe dich erheben und schmücken. Und glaube Mir: Alles, was du diesen Heiligen nachzuahmen versuchst, wird dir durch Mein Entgegenkommen erleichtert werden. Noch ehe du dich abmühst, werde Ich dir mit unendlich gütigem Lächeln Meine Arme entgegenhalten, Mein Kleines.

 

Nie aufhören zu bitten

19. Oktober 1955 – Heimweg nach Kommunion

Sei nicht unglücklich über deine scheinbaren Rückschritte und Fehler. Du bist dazu da, immer wieder zu fallen und aufzustehen, um Dich für Mich zu bereiten.

Ich habe gewünscht, daß sich in diesem Monat alles für dich lösen möge. Ich habe auch die Macht, alles zu wirken, aber gegen den Willen der Menschen wirke Ich nicht. Auch hast du selbst manchmal Schuld, indem du zu bitten aufhörst, wenn etwas sich nicht erfüllt. Du mußt in festem Vertrauen solange beten, solange etwas noch nicht verloren ist. Nicht müde werden. Ich habe dir immer gesagt: dein Vertrauen könnte Mein Herz besiegen.

 

In meine Hand geschrieben

13. November 1955

Fürchte dich nicht, du bist Mein auf ewig. In Meine Hände habe Ich dich gezeichnet. Du bist Meine Braut und wirst es bleiben. Ich sorge wunderbar für dich. Glaube, wenn es dunkel ist um dich, bin Ich dir am nächsten. Mein Mitleid ist über dir und Meine Liebe. Laß Mich deine Liebe sein.

 

30. November 1955

Vertraue Mir blind. Mache dich frei von Sorgen um irdische Dinge. Nur eine Sorge kenne: Dein Weg zu Mir! Ertrage die Angst, ohne dich an sie zu verlieren. Vertraue! Säume nicht mehr die heiligen Gelübde abzulegen. Überspringe diese letzten Mauern deiner Schwachheit; Ich werde es dir hundertfach vergelten.

Abends

Mein Kind, wenn die Angst dich überfällt und du einsam bist und voll Grauen – wie eben – dann fliehe zu Mir und spreche: Ich vertraue Dir! Dann setze deinen Glauben ein, daß Ich allmächtig bin und den Menschen liebe. Das wird dich trösten!

 

Wachsamkeit Jesu

27. November 1955 – In der Kirche

Mein Kind fürchte dich nicht! Sei geduldig! Ich mußte deine Gesundheit von dir nehmen, um dich aus der Betriebsamkeit und vor allem (aus der Arbeit) vom Rathaus zu lösen, wo deine Seele in Gefahr. Du empfindest es selbst, wie dich die 8 Tage Einsamkeit der Gnade wiederum geöffnet. Einmal mußte Ich wieder laut und deutlich sprechen, damit Mein Wille geschehe.

Deine Unruhe und Nervosität kommt von deinem Kranksein. Ertrage es.

Hinfallen und Aufstehen – das ist ein Gesetz im geistlichen Leben, auf das es ankommt. Wenn du es gelassen erträgst voll Flecken und Fehler zu sein und Dummheiten über Dummheiten zu machen, dann bist du auf dem Weg der Vollkommenheit.

Nachts

Ich bin bei dir, Mein Kind. Laß dich nicht verwirren. Du bist in diesen Tagen aufs neue zu Mir hin aufgebrochen – nun setzt der Böse alles daran, es zu verhindern. Wenn du trotzdem – gegen deine Angst und dein Verzagen – auf Mich vertraust, dann vollbringst du das, was Ich von dir erwarte und bist Mein vielgeliebtes Kind.

Gewiß, Vater hat dich nun monatelang quälen und martern müssen, jedoch nicht ohne Meine Fügung. Aber du solltest ja reifen daran und geprüft werden. Ehe du zerbrochen wärest, habe Ich ja eingegriffen.

Es wird alles gut. Du mußt nur ernst machen, sehr ernst mit allem. Glaube Mir doch: Wer sich Mir ganz überläßt, den verlasse Ich nicht. Jesus und Maresa vermögen alles.

(Maresa: O, daß Du wiedergekommen bist!)

Ich bin nicht wiedergekommen – Ich war immer bei dir! Ich war dir so nahe wie deine Hand. Ich war in deinem Herzen. In der Welt und zu Hause bist du in Gefahr. Ich will, daß du unter der Obhut von Vater für Mich allein aufblühen kannst.

 

Schwerste Prüfung

28. November 1955 – Nachts

Schäme dich deiner Tränen nicht. Deine Seelenangst ist eine der schwersten Prüfungen, die über dich verhängt wurden. Ich weiß es wohl. Aber Vater ist da, dich aufzufangen. Er bedenke, daß du trotz deiner Jahre ein Kind bist und daß Kinder ihre Schmerzen haben, an denen sie leiden können bis zum Kranksein, so ernst und schwer. Du bist wieder schwer krank, daher deine Not. .. Aber in Vaters Pflege wirst du dich wieder erholen.

Wärest du ohne Vater und seinen Schutz, ach, die Welt hätte dich längst zu Tode getrampelt.

Habe deine Krankheit lieb, sie hat dich heimgeholt an Mein Herz. 2 Jahre haben dich Mir entfremdet und genommen – in 2 Tagen habe Ich dich heimgeführt. Und es ist alles gut!

 

29. November 1955 – Kirche

Sorge dich nicht um die Zukunft. Fürchte dich nicht. Ich will keine Gemma Galgani aus dir machen. Ich will nur deine Kinderleiden. Ich gebe dir nicht mehr als deine zarten Schultern tragen.

 

1. Dezember 1955 – In der Kirche

Ich ziehe dich an – o folge Mir! Nur eines ist wichtig: Dein Weg zu Mir. Nur darum sorge! Das andere betrachte gelassen und mit übernatürlicher Bewertung. Nur an Mich denke und daß Ich in allem auf dich warte.

 

Ehre um Liebe

3. Dezember 1955

Es schmerzt dich immer von neuem (Trennung von ihrer Freundin). Ich habe diese Bande zerrissen um deines Heiles willen. Eine große Gefahr habe ich damit von dir genommen.

Wenn sie nun ungut von dir denkt – willst du es nicht um Meinetwillen auf dich nehmen?

Ich war der Sohn Gottes und sie haben nicht an Mich geglaubt. Du aber bist nur ein armes Menschenkind. Kannst du deine Ehre nicht opfern? Wenn du dafür Meine Liebe empfängst? Es sind nur kleine Leiden, die ich dir aussuche. Ertrage sie still.

Diese plötzlichen Einladungen von allen Seiten sind auch ein Fallstrick des Bösen, dich nicht zur Ruhe kommen zu lassen. – Je mehr du unter Menschen weilst, umso unsicherer und unruhiger wirst du, weil sie das Kind in dir verletzen und deine Arglosigkeit mißverstehen. Nur beim Vater kannst du dich entfalten, alle anderen Hände zerstören nur. Bleibe für dich, du sollst unter dichten Schleiern verborgen dein Leben führen.

 

Das Erlebnis

Wundere dich nicht über deine gesundheitlichen Rückschläge und angegriffenen Nerven. Du fällst ja nun immer wieder vom Himmel auf die Erde. Das Erlebnis Meiner Stimme ist eine große Erschütterung auch für deine körperliche Konstitution. Aber es wird niemals so sein, daß andere es merken.

 

6. Dezember 1955 – Bei der Heiligen Kommunion

Wenn es wieder Nacht wird (in dir), dann glaube, daß ich mitten in deinem Herzen bin. Ich will dich heilig machen und selig!

Du wirst nicht ernstlich krank. Es sind dies deine früheren Leiden, die nur ein paar Stunden, oder eine Nacht dauern und am Morgen ist es wieder gut. Sei geduldig aus Liebe zu Mir! Ich habe es dir auferlegt, damit du Mir Opfer zum Darbringen hast.

 

Retten!

22. Dezember 1955 – In der Kirche, abends

(Maresa: O Jesus, zeig mir einen Weg die Menschen zu retten!)

Ich werde bald auf den Kreuzzug der Barmherzigkeit zurückkommen. Du sollst das Werkzeug sein und das Opfer. Fürchte dich nicht. Vertraue! Ich brauche Menschen, die freiwillig (dem gewöhnlichen Leben) entsagen.

(Maresa: O Jesus, das werden nur wenige sein!)

Es ist besser nur 10 Getreue, als 50 Schwankende. Ein einziger Heiliger vermag das Weltbild zu ändern!

 

29. Dezember 1955

Was dir Leid verursacht bei Vater, das kommt von Mir: Damit du Gelegenheit hast, Opfer zu bringen und dich zu überwinden. Damit lege ich die Axt an dein Ich, Kind, das fallen muß, willst du Mir ähnlich werden und für Mich tauglich.

 

30. Dezember 1955

Mein Mitleid mit deiner Schwäche und Zartheit ist immer um dich. Immer werde ich alles für dich fügen zu deinem Heil. Ich lasse dich nicht mehr los! Sei getrost!

 

Erste Gehversuche

1. Januar 1956 – Heilige Kommunion

(Maresa: O Jesus, ich schäme mich so!)

Du sollst nur demütig sein, Kind! Es wird niemals so sein, daß du mit ganz reinem fleckenlosen Gewande vor Mir stehst, wenn Ich es dir nicht zuvor gegeben habe. Du sollst Mich nur lieben.

Du bist ein Kind, ein kleines Kind, das die ersten Gehversuche macht und naturgemäß immer wieder hinfallen muß und sich beschmutzen und wehtun. – Dieses Kind aber versucht aus eigener Kraft ein fröhliches "Immer-wieder-aufstehen", weil nur ein paar Schritte entfernt Jesus steht mit ausgebreiteten Armen. Ich habe dich in Mein Herz eingeschlossen – Mein bist du auf ewig!

(Maresa: Jesus, warum bist Du so gut zu mir?)

Das ist das Geheimnis der Erwählung, Kind, das du erst im Himmel einmal ganz begreifen wirst. Gib dir jetzt nur eine Antwort darauf: Weil Jesus mich liebt mit unendlicher heiliger Liebe.

 

Immer aufopfern

10. Januar 1956 – Heimweg

Du leidest, Kind, daß Vater morgen verreist! O, du bist ja zum Leiden geboren, Seelchen, damit deine Hände niemals leer sind für Mich, deinen Bräutigam.

Wenn du auch nicht daran denkst, Mir immer alles aufzuopfern – seit deiner Weihe habe ich immerfort Gaben von dir zum Heile vieler Seelen und zum Heil der Welt. – Deshalb bist du so mimosenhaft erschaffen, um an allem leiden zu können. Bleibe deinem Wege treu und werde ein Werkzeug Meiner Barmherzigkeit für die arme verblendete Welt.

 

Von oben geführt

17. Januar 1956 – Heimweg

Liebes Kind! Noch einmal will Ich es dir eindringlich sagen, daß es für dich nur diesen einen Weg zur Heiligkeit gibt, nämlich diesen einen Weg in der Verborgenheit beim Vater.

Wenn es Satan gelingen würde dich mürbe zu machen, sodaß du einen selbstgewählten Weg gehen wolltest, wärest du für Meine Aufgabe verloren.

Über dein fortwährendes Ungeschick sei nicht traurig. Du weißt nun, daß Ich viele Meiner Auserwählten damit belaste. Es hütet dich vor Stolz und Überhebung. Dieser Stachel muß sein als Ausgleich für die erhabenen Dinge, die dich bedrängen. Nur so kannst du im Verborgenen blühen nach Meinem Willen.

 

Sich Jesus überlassen

3. Februar 1956

Das ist eine menschliche Begierde: Viel und immer mehr zu wissen. Daß es dem Aufstieg zu Mir hinderlich ist, das weißt du längst. Bleibe also in Ruhe und schaue nur auf Mich.

Ich frage dich: was ist größer und Meinem Herzen angenehmer – wenn du um deine Zukunft dich sorgst und Versicherungen eingehen willst – oder wenn du es Mir allein überläßt für dich zu sorgen?

Gewiß, du mußt dabei einen Sprung tun, einen Sprung, der dir gefährlich erscheint – aber nur so überwindest du den Graben, der dich von Mir trennt.

Glaube Mir: Du brauchst für deine Anliegen keine langen Gebete zu sprechen. Dein liebendes, kindliches Gedenken genügt. Denn die Liebe vermag alles, nicht die Leistung irgendwelcher Art. – Es genügt ein Gedanke, um Mein Herz zu rühren.

 

18. März 1956

Du mußt wieder beichten, Seelchen, du solltest alle 8 Tage beichten!

(Maresa: O daß Du wieder zu mir redest, obwohl ich so zerstreut bin!)

Du bist zerstreut – auch das lasse ich zu. Denn deine Bemühungen, dich trotzdem zu sammeln, sind Mir wertvoll. Nur so ist das Gebet ein Verdienst.

Daß du so unter den gewöhnlichen Menschen leidest, ist notwendig für Mein Werk, Kind. Ertrage es still!

 

Für andere ertragen

24. März 1956

Die Versuchungen und Prüfungen sind groß – aber Meine Hilfe ist mächtiger. Ich helfe Dir. Bring Mir nur kleine Opfer und Abtötungen dar, so wirst du Mir helfen Seelen zu retten, nach deren Rettung ich dürste.

 

28. März 1956

Was du gegenwärtig spürst an Unpäßlichkeit, das ist dir auferlegt für Meine Diener in diesen Tagen, von denen manche am Ende ihrer Kräfte sind. Auch Vater sollst du damit helfen.

 

Der Himmel sorgt

21. April 1956

Fürchte dich nicht, Kind! Es ist nur Prüfung! Du sollst dabei an dein Armutsgelübde erinnert werden, gegen das du zur Zeit so heftige Versuchungen spürst. Du sollst verzichten lernen, und das Irdische für gering achten. Und wenn du nur einen Mantel besäßest, Kind, du bräuchtest dir keine Gedanken machen, wo der neue herkäme. Alles Irdische soll für dich unwichtig sein. Gerade heute, wo die Menschen bereit sind, ihre Seelen und die Seelen ihrer Kinder zu verkaufen um einer Mode, eines Vergnügens, einer Leidenschaft willen, sollst du mitten in der Welt sein, als wärest du nicht von dieser Welt.

Und Vater! Willst du ihn nicht Verdienste erwerben lassen? Wenn Vater die Anstaltsseelsorge trotz allem gewissenhaft und treu versieht, – ohne Gedanken an das Geld, Kind, dann sühnt er mit die ungeheure Verblendung Meiner Verwalter der Kirche, die ihr Vertrauen nur mehr auf Geld und Macht gebaut. Ich aber sage euch: Die neuen Herren stehen schon bereit, auf Meine Zulassung hin der Kirche zu rauben, was sie nicht in Meinem Geiste freiwillig geben mag. Mein Herz wird unaufhörlich beleidigt von Meinen Auserwählten. Nur Meine unendliche Liebe vermag sie zu retten.

Liebe deshalb die Armut, Kind, und schäme dich ihrer nicht aus Sühne und zur Rettung vieler.

O zeigt Mir, daß ihr Meinen Dienst um Meinetwillen liebt! Und Ich stelle euch die Güter Meines Reiches zur Verfügung!

 

Immer auf dem Weg

1. Mai 1956 – Heimweg

Ich bin bei dir! Ja, deine Fehler und Schwächen sind groß, aber sie müssen sein. Wie stolz wärest du ohne sie! Ich will nur deine Liebe. Gerade darin sollst du wahre Liebe lernen, daß du dich immer wieder vor Mir verdemütigst. Das Wesentliche ist: dein Weg zu Mir! Daß du ein verborgenes, gottgeweihtes Leben führst an deinem Platz, in deinen Verhältnissen trotz aller äußeren Schwierigkeiten.

Um deine Verborgenheit und Geborgenheit sicherzustellen, habe Ich dir Vater gegeben.

Welches Menschenkind ist so innig bei Mir wie du? O komm doch in Meine Arme und überlaß dich Mir ganz.

(Maresa: O Jesus, trotzdem fürchte ich mich und bin voll Sorgen!)

Du bist ein Kind des Atomzeitalters und der Technik. Dir fällt es schwer an übernatürliche Kräfte und Weltführung zu glauben. – Was dich zittern macht, ist eine Scheinwelt, Kind. Die Wahrheit bin Ich. Meine Welt sollst du in dir hegen und ihr vertrauen.

(Was Maresa an einem Tag an Vertrauen und Glauben gewonnen, kann schon am nächsten Tag nicht mehr da sein. Mit einer übernatürlichen, eben göttlichen Geduld, führt Jesus Maresa bei fast jeder Einsprechung wieder zum Glauben und Vertrauen. Ein Mensch könnte diese Schwachheit auf diese Dauer nicht aushalten. Fünf oder noch mehr aufeinanderfolgende Einsprechungen haben deshalb manchmal immer den gleichen Inhalt, wenn auch mit anderen Worten.)

 

Eile in Meine Welt

27. Mai 1956

Löse dich von dieser Welt und eile in Meine Welt, die dich allein erfüllen kann. Horche nach innen!

Ich war innig bei dir, auch wenn du es nicht fühltest. Deine Anstrengungen im Gebet sind Mir köstlich. Traue niemals dem Gefühl, traue Mir!

Wundere dich nicht über deine Unfähigkeit. Du bist sehr elend Kind, und krank, – beinahe zu elend, Meine Stimme zu vernehmen.

Strenge dich nicht an heroisch sein zu wollen, weil es andere gewesen. Nur jedem das seine! Dein Weg wird so klein sein, so klein deine schwachen Füße sind. Und dennoch wird er dich zu Mir bringen. Wenn du selbst etwas tun willst, wird es dich nur irreführen. Du hast dich Mir überlassen: Ich führe dich – auch wenn du es nicht fühlst.

Verwende die Zeit, die du übrig hast für deine Seele und es wird dir genügen. Wie töricht, Romane zu lesen und Filme zu besuchen. Wie getäuscht seid ihr doch, Meine armen Kinder, daß ihr diese Welt so wichtig nehmt.

 

3. August 1956

Wenn du mit Menschen verhandeln mußt, sei dir der Verantwortung bewußt, die jedes Gespräch mit sich bringt. Du wirst auch das nicht von heute auf morgen fertig bringen, ja es werden immer wieder empfindliche Rückschläge kommen. Aber bin Ich nicht dazu da, allen Schaden gutzumachen? Warum rufst du Mich nicht dazu auf? Ich werde immer deine Fehler gutmachen!

 

7. August 1956

Fürchte dich nicht! Niemand soll es wagen dürfen, das Kind in dir zu töten, das ich Mir ausersehen habe. Gehe ruhig deinen Weg, Ich führe dich!

 

Der andere Weg

19. Oktober 1956

Fürchte dich nicht! Du sollst deinen Weg gehen und nicht davon abweichen. Was dich ängstigt unter den andern, ist nur das Gefühl eben deines anderen Weges. Aber Ich will es so. Du sollst nicht vergleichen und sollst dich auch nicht anfüllen mit Wissen und Lernbegierigkeit. Du sollst nur eine Wissenschaft lernen: Die Wissenschaft der Heiligen und der Heiligkeit. Auch wenn du vor den andern als beschränkt giltst! Es nützt dir nur und schützt dich vor Überheblichkeit und Geltung. Sei nicht traurig! Denke nur an deinen Weg und Meine Macht, dich zu führen.

 

29. Oktober 1956

Du sollst wieder auf Meine Stimme hören, Kind. Ich brauche dich für Meine Missionen. Erschrecke nicht, Ich verlange nicht zuviel von dir. Nur in kleinen Schritten führe ich dich.

Fürs erste übe dich nur in der Sammlung. Halte dich wieder offen für Mich. Das andere werde ich dir langsam beibringen. Erfülle Mir nur diesen einen Wunsch!

 

Bitten, bitten

7. November 1956 – Friedensbetstunde, abends

Fürchte dich nicht, Kind! In Meinem Erbarmen suche ich Mein Volk, die Welt heim und versuche sie an Mein Herz zu ziehen. Wieviel Zeit die Menschen auf einmal für Mich haben! Mein Volk findet zu Mir. Und Ich lasse Mich bitten. Ich halte die Welt auf in ihrem rasenden Taumel in den Abgrund – wenn sie Mich darum bittet.

 

11. November 1956 – Abendandacht

Wenn du wüßtest, wie gut Ich es trotzdem mit den Menschen meine! Ich bin wahrhaft der Vater der Erbarmungen und der Gott allen Trostes. Aber die Gerechtigkeit verlangt Sühne. Betet, betet ohne Unterlaß.

 

13. November 1956 – Nachts

Fürchte dich nicht und quäle dich nicht! Ich habe dir versprochen dich und die Deinen hinwegzunehmen, ehe der Sturm über die Erde rast. Noch ist es nicht so weit. Ängstige dich also nicht. Vertraue Mir! Ich werde euch helfen und euch retten in Meiner Liebe.

(Diese Angst vor der kommenden Weltkatastrophe kommt oft in Maresa hoch und wird immer von Jesus wieder beschwichtigt!)

 

Prüfungen

3. Januar 1957

(Maresa: Jesus schweigt gänzlich und Vater auch. O wie sehr hätte ich Vaters Zuspruch nötig. Der Böse strengt sich ja so sehr an, das Werk Gottes zu zerstören, mich zu überlisten und so zu Fall zu bringen. Dabei verdiente ich es sogar, wenn der Heiland mich in diesen gräßlichen Versuchungen unterliegen ließe. Ob es Jesus ist, der Vater eine Binde vor die Augen und einen eisernen Ring ums Herz gelegt, um ihn blind und gefühllos zu machen für das, was in Seelchen vorgeht? – Dann müßte ich es annehmen. – Nicht Müdigkeit, die Seelenqual hat meinem Gesicht jede Farbe genommen: Inneres Leiden, das die Seele in Todesangst versetzt und für das es keine Worte gibt. Dabei läßt es Jesus zu, daß man in Trockenheit und Überdruß ist und am heftigsten angegriffen wird vom Bösen. – Und doch betete ich mehr als in früheren Tagen und konnte ich Jesus sagen, daß ich Ihm vertraue und Ihm danken für die Gnade, daß er mich so leiden läßt. Es ist für Oma und für meinen armen Sünder; ich weiß es wohl. Und heute Abend quält mich ein brennender Durst nach Wiederholung dieser Leiden, – ja nach mehr! Wie ist das möglich? – O Heiland, Du hast mir Vater gegeben – Du nimmst ihn mir nun stückweise fort – ich liebe Dich trotzdem. Nun habe ich nur noch Dich allein. O verlaß Du mich nicht, Jesus, und schone mich nicht, führe Du mich und zeig mir auch in allem Leid den Weg der Demut und des Gehorsams. Wenn er nun auch bittere Opfer kostet – ich will sie nicht ausschlagen. Jetzt nicht mehr. Ich will folgen – ohne Trost und Hoffnung – nur laß mich nicht verzweifeln, Jesus und Dich dadurch beleidigen. Stärke mich!)

 

Gegen die eigene Natur

10. Januar 1957 – Hochamt

Stehe schnell auf, Kind, ohne Zögern, damit dein Sünder sich anhaltend bekehrt. Siehst du, mit solchen Opfern fängt man an. Folge sofort – in Windeseile gehorchen. Wenn du es einmal nicht getan, dann demütige dich sofort, damit Ich bei dir bleiben kann.

(Maresa: O Jesus, warum ist das mit Vater über mich gekommen?)

Ich habe es dir auferlegt, daß dein Ich geläutert werde. Es ist sehr schmerzlich, aber Meine Liebe verlangt es. Es fordert deine Demut und deinen guten Willen. Immerwährende Verdemütigung vor Vater, so schwer es dir auch fällt. Das muß dir zur zweiten Natur werden. Sei darin streng und unerbittlich gegen dich selbst.

Der bittere, tägliche Tropfen Wermut und Myrrhe (der Vereinsamung), den du trinken sollst, ist für Mich! Vergiß das nicht, Seelchen. Ich gebe dir dafür köstlichen Trunk.

Ich habe das Leid für dich längst in unendlicher Weisheit und Güte abgewogen und bestimmt, deiner Schwäche entsprechend. Vertraue Mir und du brauchst dich nicht zu fürchten. Wenn Ich schweige, bin Ich mitten in deinem Herzen, höre alles, was du Mir sagst, – auch wenn du dann nur stammeln kannst und dich verlassen glaubst. Präge dir ein: Jesus ist immer und in allen Augenblicken bei mir!

 

Opferung

24. Mai 1957

Fürchte dich nicht! Du wirst niemals mit solchen (?) Menschen zu tun haben. Es wird dir nichts geschehen. Fürchte dich nicht! Dafür bin Ich am Kreuz gestorben, Kind, und habe Ich Mich solchen Menschen ausgeliefert, damit du ruhig sterben kannst.

Du mußt nur beten, Kind, viel beten – auch wenn du glaubst, Ich würde es nicht hören und es sei ohne Sinn, weil es kalt und arm ist. Du willst ja Mir Freude machen, nicht dir! Für Mich ist es wertvoll, wenn du betest ohne Erhebung. – Ich bin bei Dir!

 

Vaterschutz

23. Juli 1957 – Abendbesuchung in der Kirche

(Maresa: Ich bat um Verzeihung für vorgestern. – Zusammenstoß mit N.)

Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir. Ja Ich bin es wirklich und habe dir bereits verziehen. Es war die große Unsicherheit, die dich bewog, am Sonntag so zu handeln. – Es ist aber so, wie Ich zu dir sagte, Kind: Vater muß dich auch vor Angriffen und Ausfälligkeiten von N. beschützen, wenn du so hilflos bist und verängstigt. Er kann nicht verlangen, daß du allein fertig wirst. Deine Seelsorgsarbeit darf nicht darunter leiden, auch wenn du vieles ertragen mußt. Vater muß es sich vorstellen: Ein kleines weißes Lamm und eine Tigerkatze (N.) in einem Haus! Das Lamm braucht einen starken Beschützer. N. ist ein armer Mensch; aber sie braucht einen Willen, der dem ihren mit eiserner Konsequenz entgegensteht. Das braucht deshalb nicht gegen die Liebe sein. Betet viel für sie!

 

Verkannt!

1. Oktober 1957 – 22.30 Uhr

Am Sonntag wird es dir wieder besser gehen, Kind, da wirst du wieder gesund sein. Nur noch 4 kurze Tage, an denen du tapfer sein mußt. Dafür werden Vater und deine Angehörigen die Grippe nicht bekommen. Jesus hat dafür dir diesen Anteil aufgebürdet.

(Maresa: O Mutter, meine himmlische Mutter!)

Maria: Ja, Ich bin Deine Mutter und helfe dir. Der Himmel allein weiß ja, welch furchtbarer Kampf sich fortwährend in deinem zarten Körper abspielt und wie schwer es für dich ist. Niemand glaubt dir; alle verkleinern die Tatsache, daß schon lange Zeitböse Bazillen deinen Organismus stören und deine Kräfte schwächen. Ich rechtfertige dich heute schon, damit du nicht an dir selbst verzweifelst! Ruhe nun in Frieden.

 

Selig

20. Dezember 1957

Fürchte dich nicht, Ich bin fortwährend in inniger Weise bei dir. Ich muß dich nur durch das Dunkel des Glaubens führen, weil du einmal sehr selig werden sollst: Meinen Himmel will Ich dir schenken. Warum Ich heute zu dir spreche? Ich habe deine Sehnsucht gesehen, – und ich wollte dir danken, daß du diese Kleinen zu Mir geführt.

Sage Vater, er hat vor seinem Gewissen recht getan und gehe seinen Weg unbeirrt weiter. Ich habe gewußt, daß Vater Meinem Anruf folgen wird, deshalb habe Ich es ihm ins Herz gegeben.

 

Wehe!

Nur wenige Priester sind es, die Meinem Anruf furchtlos folgen. Wehe Deutschland, das Mir die Unschuld seiner Kinder vorenthält. Vater durfte es heute erleben und hat es verstanden, was Mein Heilandsherz will.

Ich werde die Bischöfe und Priester zur Rechenschaft ziehen, die das Dekret eines heiligen Papstes, das nicht widerrufen ist, mißachten. Sie werden sehen und bereuen, wenn es zu spät ist, wenn sie keine Möglichkeit mehr haben, es gutzumachen. Nur Meine Barmherzigkeit wird sie retten.

 

Ernst einer Weihe

4. Februar 1958

Fürchte dich nicht und sei nicht verzagt – traurig. Es war alles ein großer Teufelsspuk heute, um deine Weiheerneuerung zu verhindern. Daran siehst du, wie ernst und wichtig und echt deine Weihe Mir ist. Wie gut, daß ihr heute trotzdem die Erneuerung vorgenommen.

Ich bin bei dir, wie am 1. Tag. Was Ich von dir erwarte, ist Vertrauen, Glaube und blinder Gehorsam. Das ist alles, Kind.

 

16. März 1958

Fürchte dich nicht! Denke niemals, daß etwas in deinem Leben nur Zufall oder von Menschenhänden gefügt sei. Alles kommt von Mir allein. Sei getrost: Ich werde dich vollenden!

Glaube nicht, du müßtest dich anders zeigen oder anders sein. Sei so, wie Ich es dir eingebe und wie du bist. Die Menschen laß reden und glauben, was sie wollen.

Heute ist Sonntag Laetare, Rosensonntag. Auch ich schenke dir eine goldene Rose – die Rose Meiner Liebe und Zuneigung. Sie leuchtet dir immer auf im Edelstein deines Ringes, auf daß du sie nie vergißt.

 

Preisgegeben

Ohne Datum, abends 20.30 Uhr

(Maresa: Wie schwer war mir heute Abend; eine Zentnerlast lag auf meinen Schultern. Ich schleppte sie mühsam in die Liebfrauenkirche ganz nahe zum Tabernakel. Aber auch Er war unnahbar ferne. Da schüttelte das Seelchen Angst und Entsetzen.

Meine so selige, kindliche Freude war zusammengeschlagen von einem Gesicht, das ich glaubte, zu kennen. Ob es ausgeschickt war zu meiner Beschattung, mich packte so der Ekel und ich bäumte mich auf gegen die Ohnmacht, die dem Guten gegen alle Niedertracht die Hände bindet. Warum kein Schutz mehr? Warum diese üppigen Auswüchse der Bosheit und Gemeinheit? – Muß ich denn dauernd verfolgt sein von diesen Krämerseelen, die etwas aus mir machen wollen, was ich gar nicht bin? So fing der Tag an – und so hörte er auf. Und ich bin dazwischen gepreßt wie eine Zitrone und kann mich nicht wehren. Werde verfolgt von Bildern und Zwiegesprächen, die mich an den Rand der Selbstaufgabe und Verzweiflung treiben. Und nichts verscheucht sie, ihr unverschämtes Grinsen wird nur umso höhnischer. Mein hilfloses Beten dagegen verliert sich in tödlicher Stille. Und wieder packt mich Angst und Ekel. Was habe ich verschuldet – was mache ich falsch? Warum hält sich Jesus verborgen hinter dichtesten Schleiern? Es ist grauenvoll – bin wie ein verlorenes Blatt im Winde ...)

 

9. Juni 1958 – Segensandacht

Fürchte dich nicht! Versenke dich in Mein heiligstes Herz! Ja, die Sünde ist furchtbar in den Augen Gottes – aber größer ist die Liebe und Barmherzigkeit Meines Herzens. Wenn die Menschen daran glaubten und Meiner Liebe Antwort geben würden – wie glücklich könnte ich sie machen!

Glaube du an Mein Herz, das dich so sehr liebt und versenke dich ganz darin!

 

14. Juni 1958 – Heimweg

Verwende weiterhin große Sorgfalt auf Mein allerheiligstes Altarsakrament. Ich bin ein Gefangener in allen Tabernakeln – der Gefangene der Liebe – und Mein Herz ist unvergleichlich empfindsamer als das deine. Hilflos bin Ich Menschenhand und -laune preisgegeben. Naht Mir voll Vertrauen – Ich enttäusche euch nicht!

 

Nur klein sein

24. August 1958

Du nimmst dir immer zuviel vor, Mein Kind, glaubst immer noch, vor Mir etwas leisten zu können! Immer noch bist du nicht ganz zerknirscht vor Mir und klein. – Du kannst nichts – ohne Mich!

Daraus folgert: Daß du demütig und beständig bittest um alles und nicht selbst etwas vollbringen willst.

Auch habe Ich dich immer gewarnt, von dir aus große Verzichte leisten zu wollen. Alles hat seine Zeit – und Ich allein weiß, wann es Zeit ist. Nie soll der Mensch größer sein wollen, als er ist und allein, ohne inständiges Flehen zu Mir, Entsagung üben zu wollen. Das geht nur mit Meiner Gnade, Kind! – Das ist die Antwort auf deine Zweifel. Ich will dich klein machen, immer kleiner.

 

Einheit

21. November 1958

Fürchte dich nicht! Du wirst bis zuletzt in der Geborgenheit bleiben. Siehe Mein Herz! Laufe hinein in Mein Herz – und alles ist gut!

 

17. Dezember 1958

Fürchte dich nicht! Wisse, gerade, wenn etwas schwer ist, stärke ich Dich. Nicht du leidest – Ich leide in dir! Vertraue Mir also und Meiner Liebe.

 

3. April 1959

Sei getrost. Fürchte dich nicht! Du hast Mich schmerzlich gesucht. Aber siehe, Ich war mitten in dir!

 

Die Hilfe: Barmherzigkeit

19. April 1959

Du hast nun von der Gnade getrieben, das immerwährende Gebet gefunden zur Anrufung Meiner Barmherzigkeit und es will dich wundern, daß Ich es dich erst jetzt nach 9 Jahren gelehrt habe. Du mußt mit Meiner Zeit rechnen, Kind. Jahre sind für Mich wie ein Tag. Im Leben der Gnade will alles organisch wachsen, nicht stürmisch.

Dieses Gebet ist das einzige Mittel, gegen Versuchungen der bösen Gedanken anzugehen. Benütze es treu. Diese Gedanken sind nicht dein Wesen. Es sind Anfechtungen, die sein müssen.

 

Vertrauen gewagt

24. April 1959

Fürchte dich nicht! Da du Meine Stimme wieder vernimmst, kehrt auch die Qual der Zweifel wieder, ob du richtig vernommen und keiner Täuschung unterlegen bist. Immer gilt: Wenn du dich Vaters Urteil unterwirfst, ist kein Trug möglich. – Ich liebe das Vertrauen, das ein Wagnis verlangt.

Mein Herz liebt dich unaussprechlich. Würdest du es sehen, – wahrlich: du könntest es nicht ertragen.

 

Leben mit der Kirche

3. Mai 1959 – Maiandacht

(Maresa: Ich betete, Gott möge mich keiner Täuschung anheimfallen lassen und dem Bösen unterliegen.)

Jesus: Ja, auch um diese Dinge sollst du beten. Doch wisse, wenn du unaufhörlich Meine Barmherzigkeit anrufst, ist dieses Bitten eingeschlossen. Es genügt ein Gedanke daran.

Ja, hier (in der Kirche) hast du immer deine glücklichsten Stunden verlebt. Das Leben mit der Kirche ist die Welt, in der du von jeher Erfüllung gefunden. Laß es dir niemals rauben. Das ist die Wirklichkeit – das Leben der andern ist nur Schein und wie eine Seifenblase gering.

 

Nie sich suchen

Bete viel, bete noch viel mehr und du wirst auch Meine Stimme wieder öfters vernehmen. – Aber laß dir von Vater Demutsübungen aufgeben in dieser Zeit, auf daß du nicht dich selbst suchest in deinen stürmischen Bitten. Sage Mir auch aus dem Grund deines Herzens, daß Du mit allem einverstanden bist, was Ich tue, und Mir überläßt, ob die Prüfung zu Ende sein soll oder nicht. Ich sage das zu deinem Heil, Mein Kind! Vergiß nicht, der Teufel hat wenig Freude am fortwährenden Gebet.

 

Störungen

16. Mai 1959

Bete, Mein armes Kind, um das Dunkel zu erhellen. Der Böse setzt alles daran, das Gute, welches dieses (Barmherzigkeits-)Gebet bewirken will zunichte zu machen. Er will nicht zulassen, daß Ich ihn in seinen Werken, die er bisher kraft der Willigkeit von N. ungestört vollbringen konnte, störe und beschneide. Doch vertraue Mir. Nichts erschüttere deinen kindlichen Glauben an Mich und Meine Liebe.

 

Fehler machen

22. Mai 1959

(Maresa: Ich grübelte über meine Fehler nach.)

Kniee nieder und küsse dreimal den Boden. Bete ein Ave Maria mit ausgebreiteten Armen. – Und nun bleibe nicht mehr hängen an deinen Fehlern. Laß die Vergangenheit ruhen. Du mußt Fehler machen, um einzusehen und zu erkennen, daß du Staub bist und aus dir selbst nichts vermagst. Erwarte jedoch alles von Mir. Du bist ein Nichts – wohl aber ein vielgeliebtes, für das Ich Mein Leben dahingegeben.

Deine Beunruhigungen sind Versuchung des Bösen, um dir das "Jesusgebet" zu rauben.

Ich brauche dein kleines Leid, das für dich so groß; denn alle Erlösung setzt Opfer voraus, Opfer bis aufs Blut. – Schenke Mir also deinen Schmerz und Kummer, auf daß Ich wirken kann.

 

Im Goldofen der Läuterung

23. Mai 1959

Fürchte dich nicht! Kind. Ich bin die Weisheit und auch die Barmherzigkeit. Höre nicht auf zu beten, Mein Kind.

Muß ich dich nicht so hart prüfen im Goldofen der Läuterung, um deinen Glauben zu stärken – denn es ist der Glaube, der durch deinen Mangel an Vertrauen jeweils schwach wird und klein. – Vertraue und bete, ohne Nebengedanken. Kämpfe – es geht um dein Heil! Um das Kostbarste, das du besitzest: Deine Liebe zu Mir.

 

Kostbare Akte

28. Mai 1959 – Fronleichnam

Fürchte dich nicht! Es wird alles gut! Wenn du wüßtest, wie süß Mir deine Vertrauensakte sind und wie sehr sie Mein Herz anrühren, wärest du bereit, noch Monate in diesem Zustand zu verbringen. Bete also weiter und vertraue vollkommen, wie Vater es tut. Ich will dich vollenden – doch das geschieht unter Schmerzen, die dir keine geringere als Meine Hand bietet. Halte also tapfer aus und zweifle nicht! Laß das Gebet auf deinen Lippen nicht mehr verstummen.

Später

(Maresa: O Jesus, ich will alles, was Du willst!)

Ja, Mein Kind, dieses Gebet fehlte noch bisher in deinem Leben. Bete es nun oft! Es wird deinen Verstand und deinen Willen Mir gefügig machen. Dieses Gebet ist ein Mittel, sich Mir ganz zu überlassen. Wende es oft an – und dein Wesen wird Mir ganz angehören.

Beim Nachtgebet

Maria: Vertraue Meinem Sohn ohne Vorbehalt. Beleidige Ihn nicht durch Zweifel und Mißtrauen, die Seinem heiligsten Herzen solch tiefes Weh bereiten. Vertraue und glaube Ihm.

Grüble nicht. Aber rufe Meine Barmherzigkeit unaufhörlich an. Ja, auch in der Sache mit A. Je öfter du betest: Herr erbarme dich ihrer – umso schneller werde Ich dich erhören können. Es ist Mein Wille, daß Schluß werde.

 

Alles zum Sieg

27. Oktober 1960

Fürchte dich nicht! Du bist Mein. Ich werde nun wieder zu dir sprechen. Tue von dir aus alles, Meiner Stimme zu gehorchen. Komme ganz in Mein Herz.

Du hast ganz richtig gesehen, daß diese beiden Krankheitszeiten dieses Jahr nur Vorübung sind für ein glückliches Sterben in Mir. So sehr liebe Ich dich!

Fürchtet euch nicht vor dem Bösen. Auch die Bösen müssen Meinen Plänen gefügig sein. Sie vermögen euch kein Jota zu schaden, ohne daß Ich es weiß und zum Guten lenke. All die Bosheit des Teufels und seiner willigen Werkzeuge, die euch umkreisen, müssen sein, um das Gute umso herrlicher und reiner erstehen zu lassen. Auf daß eure Himmelskrone umso leuchtender erstrahle, habe Ich Verfolgung und Anfechtung um euch erstehen lassen – nicht zum Untergang – einzig zum Sieg. Betet und vertrauet.

 

Vergessener Vater

31. Oktober 1960

Sei Mein geliebtes Kind, das sich ganz seinem liebreichen Vater anheimgibt. Fast niemand will vor Mir ein hilfloses, schwaches Kind sein. Sie alle trachten danach, zu leisten und zu wirken aus eigener Kraft. Sie vergessen, daß sie einen Vater haben, der so gerne für sie sorgen würde. Sie ziehen es vor, selbst zu sorgen. Bleibe du Mein schwaches Kind, dem Ich tun darf nach Meiner milden Liebe. Du wirst es nie bereuen.

 

18. November 1960 – Nach der Heiligen Kommunion

(Maresa: Ich empfahl die Schule ganz fest Jesus. – Maresa ist jetzt Hilfslehrerin.)

Fürchtet euch nicht! Es werden ganz andere Dinge geschehen und sich vorbereiten, sodaß man weder an Schulbauten noch an Fabriken wird denken können. Aber durch Armut und Not hole Ich Mein Volk zurück an Mein Herz und rette es.

 

Kleine Maresa

9. Dezember 1960 – Nachts

(Maresa: Jesus, daß Du wieder zu mir sprichst!)

Ich habe dich heute allein gelassen, damit du siehst, wie klein du bist. Ich habe dir angekündigt, daß Ich dich klein machen will; so wehre dich nicht dagegen und werde nicht mutlos. Ich muß dir nur zeigen, was Maresa ist und was Jesus mit Maresa ist. Maresa allein ist klein, arm und hilflos und manchmal abscheulich; – aber Jesus liebt diese Maresa so sehr, daß Er eine andere aus ihr machen will. Damit du nicht stolz wirst, muß Ich dich manchmal allein lassen. Je schmerzlicher und beschämender solch ein Fall für dich ist, umso schneller kann Ich dich aufheben.

 

Harter Prüfstein

12. Januar 1961

Ja, Mein Kind, A. ist der Prüfstein in deinem Leben. Noch schlägst du dich wund an ihm. Nur das Gebet vermag dich darüber hinwegzuführen. Wenn du von ihrverletzt bist, sag doch einfach wie ein Kind vor dich hin: "Ich verzeihe ihr, ich verzeihe ihr!" Dies wird deiner wunden Seele gut tun.

 

29. Juli 1961 – Disentis, vor dem Tabernakel

(Maresa: O bitte sei mir nicht böse, wenn ich auf die Stimme wartete.)

Ist es nicht verständlich, daß du hier, an diesem Gnadenheiligtum Meiner vielgeliebten Mutter Meiner Stimme harrtest? Es ist wahrlich ein Gnadenort hier Mein Kind, und du sollst dich ganz in die Hände Meiner Mutter geben, denn nur an Ihrer Hand vermagst du den Weg zu gehen, der dir vorgezeichnet ist. Gleich wie Ich der Mittler zum Vater bin, so ist Maria Mittlerin zu Mir.

Wenn dein Herz trocken – nun, du hast so viele Gebetbücher; warum benützest du sie nicht?

 

30. Juli 1961 – Disentis

Maria: Fürchte dich nicht! Ich werde dich stets führen und leiten. Jesus wird nie vergessen, daß du dich im zarten Kindesalter Ihm bereits geweiht hast. Und wenn du auch auf Umwegen gehst – Ich führe dich ans Ziel.

 

5. August 1961

Fürchte dich nicht! Nur weil ihr diese Wallfahrt gemacht, mußtest du die Schläge (von Seiten der Hölle) aushalten. Doch weil du treu betetest, konnte nichts dir zum Schaden gereichen.

 

Der Schmuck Jesu

10. August 1961 – Königstein

Fürchte dich nicht. Es wird noch kein Krieg kommen. Es ist noch nicht soweit. Ich bin unendlich langmütig, denn es gilt so viele Seelen zu retten vor dem ewigen Tode. Auch du sollst Anteil daran haben.

Lege nicht zu viel Schmuck an, Mein Kind, denke daran, daß Mein einziger Schmuck die Dornenkrone war. Doch sonst freue dich an allem, nur denke daran, daß alles dich zu Mir führen soll.

 

13. August 1961 – Königstein; nach der Heiligen Kommunion

... weil heute Sonntag ist, hast du dich geschmückt; doch denke daran, daß Ich arm und entblößt war. (Doch) alles Schöne, das du erlebst, sei dir Stufe zu Mir. Ich hole Mir deine zarte Seele durch Freuden heim, weil das Leid sie allzu schnell zerschlägt.

 

Ertragen – schwer wie Gold

26. August 1961 – Auf dem Heimweg

(Maresa: Jesus, ich fürchte mich vor A.)

Fürchte dich nicht! Siehe ein einfaches Bild: Hier die kleine Maresa an der Hand des großen Jesus – und dort jene Frau A. – geblendet vom Spiel des Bösen! Wer hat Grund sich zu fürchten? Niemals die kleine Maresa, denn sie hält die Hand Jesu fest.

Vater ist nun wieder im Hause mit dieser Frau, die das Priestertum haßt und ein williges Werkzeug des Gegenspielers ist. Mit seiner Hilfe gelingen Störungen.

Da Vater sich nicht im Glanze seiner Jahre sonnt, da ihm das Ganze (mit A.) eine Last ist – wiegt die Duldung und das Ertragen unvermeidlicher Dinge in Meinen Augen schwer wie Gold.

 

27. August 1961 – Beim Abendgebet

(Maresa: Jesus, hilf mir für die Zukunft!)

Ich sehe wohl, wie deine Seele hungert und dürstet nach Einsamkeit und Zweisamkeit mit Mir, nach Stille und Ordnung. Deshalb soll es hier auch ein Ende nehmen und ein neues Leben beginnen für dich und Vater.

 

Zukünftige Rettung

8. November 1961

Fürchte dich nicht, Ich bin unverändert bei dir. Satan tobte gegen dich, weil du zu den Kleinen gehörst, die mitwirken sollen an der Rettung der Welt.

Fürchte dich nicht! Die Angst ist die Tochter Satans, die dich lähmen will für Mich. Ich bin dein Heiland nach wie vor. Du hast noch eine Aufgabe zu erfüllen.

 

12. November 1961 – Hochamt

Ich werde die Meinen retten, so wunderbar, wie Ich es noch nie getan habe. Du mußt nur an Mich denken. und Mir alles schenken! Dann ist alles gut. Die kommende Katastrophe wird die ganze Weisheit, Güte und Barmherzigkeit göttlicher Allmacht offenbaren. Ich werde die Welt retten. Das Unbefleckte Herz Meiner geliebten Mutter wird triumphieren und Rußland wird sich bekehren. Ich habe alles vorbereitet. – Nein, du bildest dir diese Dinge nicht ein, Mein Kind! Ich lasse dich vielmehr teilhaben an der glücklichen Gewißheit und Ahnung einer kommenden Zeit. Christsein bedeutet ja glauben an den Sieg des Gottesreiches ohne Wanken.

 

Frühling der Kirche

Dezember 1961

O Mein Kind, ein ganz anderer Frühling bricht an in der Kirche, als bestimmte Kreise sich erwarten. Nicht die Masse wird es sein, die sich bekehrt, die scheinbar mittut in Eile – nein: Meine armen Kinder, die verachtet werden und leiden, bitter leiden – sie sind es, die den neuen Frühling einleiten.

 

6. Januar 1962 – Heiliges Amt

Beten, Kind, um alles beten ohne Zweifel am Erfolg! Nur so wirst du abhängig von Mir, selbst im Kleinsten. Das ist notwendig, um derartig zu werden und Mir näher zu kommen.

Ich schaffe dir und Vater ein Plätzchen – ein Häuschen, in dem ihr ein gott- und naturverbundenes Leben führen könnt, wie ich es tat zu Nazareth.

 

9. Januar 1962

Was schadet es, wenn ihr verleumdet werdet und verfolgt? Nehmt es als Buße für alle eure eigenen Sünden und als Sühne für die Sünden anderer. Diese Dinge sind eine Auszeichnung, Kind; denn Ich lade sie nur solchen auf, die Ich für wert empfinde dafür und die Kraft haben, sie zu tragen.

 

Edler Vater

Das zweite Mal wurde jetzt Vater für dich die Entscheidung. Ihm habe Ich es hundertfältig vergolten.

Beide Male ist der edle Priester so sehr Meinem Willen entgegengekommen, daß er für dich identisch wurde mit Mir selbst. Und dies alles, um deine Seele zu retten, deine glühende, leidenschaftliche, ungestüme Kleine, ja so kleine und hilflose.

Warum Ich sie rettete? – Weil du als Kind dich Mir anheimgegeben und anvertraut.

 

Hemmende Lasten

11. Februar 1962

Es wird alles gut werden. Nur eine kleine Verzögerung jetzt, damit du einmal nur deinem Jesus blindes Vertrauen entgegenbringen lernst. Es kommt alles wieder, Kind! Dein wahres Leben ist nur eingeschlossen wie der Kern in der Schale, durch die allzu schweren Lasten der Arbeit und Zerstreuung. Ihr werdet in Ruhe nach G. umziehen können.

 

Wohnungswechsel! Nun in Grafertshofen.

Mai 1962

Ich habe dir eine Kirche wiedergegeben, die ganz dir gehört und wo du Meinen Altar schmücken darfst. Die Unannehmlichkeiten und das Mangelhafte im Haus wiegt diesen Glanz nicht auf! Um den Armen näher zu sein, habe Ich euch hierher geführt; denn die Armut ist Meine geliebte Tochter. Das Haus wird nicht einstürzen! Deutschland wird nicht kommunistisch!

 

16. September 1962

Wenn ihr hier eure Mission erfüllt habt (gegenseitige Heiligung, der Ort G. soll nicht mehr in frühere Finsternis zurückfallen), kann Ich euch auch wieder wegführen von hier – wenn ihr Mich darum bittet! Ich gehe an keiner Not vorbei.

 

Vorbereiteter Sieg

20. Oktober 1962

Es wird noch mehr Angst kommen, Kind, denn ich brauche Opferseelen. Gewiß: Der Sieg ist vorbereitet, der Sieg Meiner Unbefleckten Mutter. Aber vorher wird die Welt geschüttelt werden. Doch keine Angst: Ich schütze die Meinen. Vergeßt nur das Beten nicht!

Nimm als Opfer an, das du Mir zuliebe bringst, deine Aufgabe nun: deinen alten Eltern alles zu sein in Geduld und Selbstlosigkeit. Im Frühjahr wird sich dann das endgültige Plätzchen finden, das dir wieder Zeit läßt zum geistigen Leben mit Vater.

 

21. Oktober 1962

Opfere alle deine Verdienste Meinem Herzen auf zu Meiner Verfügung. Du wirst froh werden dabei.

Es kommen schwere Seelenleiden für dich – doch, wenn Ich ein Leid anbiete, gebe Ich dir zugleich eine liebevolle Gabe.

 

Das Kinderherz

5. Mai 1963

Deine Aufgabe ist es still und verborgen im Kleinen zu wirken und immer mehr Kind zu sein. Übe dich im Kindsein und in der Liebe in deinem kleinen Kreis; denn unsagbar süß ist es für Mich, das Kinderherz eines erwachsenen Menschen zu besitzen. Das ist deine Aufgabe, deine Selbstheiligung im Verborgenen.

 

Heiligung

18. August 1963

G. wird auch einmal gerichtet werden, weil es die Stunde seiner Gnade nicht erkannt hat. Ihr habt eure Mission hier erfüllt. Du darfst getrost sein: Ihr werdet ernten dürfen, was ihr gesät habt: das heißt, ihr werdet Ruhe finden und Stille schon in 4 Wochen.

Warum ihr so viel mitmachen mußtet? – Weil ich eure Seelen heiligen will, um euch in der Ewigkeit all das schenken zu können, was euch von jeher zugedacht war. Deshalb müssen Prüfungen kommen. Alles, was ihr mitgemacht habt, sollt ihr gemeinsam aufopfern für G., dann ist auch der bittere Stachel weg.

(Am 6. Oktober 1963 starb die Mutter von Maresa. Sie wußte nichts vom Geheimnis ihrer Tochter.)

 

18. Oktober 1963

Ich bin dir näher denn je in deinem Kummer. Grüße von Mutti, sie ist im Licht!

(Maresa: Jesus will uns so selig machen wie sie!)

 

10. Dezember 1963 – In Ulm

(Ihre verstorbene Mutter: Nicht weinen, Muschi. Mutti ist doch immer bei dir, – vielmehr als vorher, weil ich jetzt überall mit dabei sein kann. Vorher mußte ich mir immer Sorgen machen, wenn du fortgingst. In der Ewigkeit sind wir bald so verbunden, wie nie im Leben. Das Sterben war nur schwer wegen euch, vor allem wegen dir. Aber du warst tapfer und das hat mir geholfen.)

 

Für den Himmel reifen

12. Juli 1964 – Heilige Kommunion

(Maresa: Ich danke Dir so sehr für alles.)

Du sollst Mir nur zulächeln dafür, Mein Kind, sollst Mein Kind des Lächelns sein – so wie du es einmal für eine Ewigkeit lang sein sollst, – und wie deine Mutti es jetzt ist, – die Ich mit unendlicher Liebe umfange und alles, alles lohne. Ihr Menschenkinder könnt einander nur spärlich lieben, habt nur ein Tröpfchen Liebe zum Verschenken, Ich aber bin das Meer der Liebe ... und durchdringe alles.

(Maresa: Jesus, wo warst Du all die lange Zeit?)

Ich war immer bei dir. Ich stand immer bereit mit offenen Armen, um dich aufzufangen, wenn du strauchelst. Nur reden konnte Ich nicht zu dir, weil du für den Himmel reifen mußt und dazu muß Ich dich kämpfen lassen – auch einmal allein. – Wenn du auch Kind bleiben sollst, so mußt du doch jene andere Reife für den Himmel erlangen.

Heute sollst du es wieder einmal verkosten, wie süß Ich bin und auch, welchen Anteil deine Mutter nun hat durch Meine Gegenwart. Dein Wesen kann nicht erfassen, was es heißt, Mich zu genießen in alle Ewigkeit. Was du heute verspürst, ist ja nur ein Staubkörnlein davon, deinem kleinen menschlichen Wesen angepaßt.

Du Meine kleine Blume, Mein armes zerzaustes Vögelchen, so lächle Mich doch an und fürchte dich nicht. All deine schreckhaften Gedanken flößt dir der Böse ein, um dir deinen kleinen, großen Kinderglauben zu rauben und dich unglücklich zu machen. Aber der Sieg ist Mein. Halte Mich ganz fest und es kann dir nichts geschehen.

 

6. August 1965 – Andacht (Monstranz)

(Maresa: Dachte an Mutti, daß sie all das Gute jetzt nicht mehr erleben darf.)

Sie hat es nun in reichem Maße. Du wünschtest dir immer eine heilige Mutter – nun hast du sie. Sie wird viel beitragen zu deiner eigenen Heiligung.

 

Ungeist in der Kirche

Mein heiligstes Herz wird beleidigt und mißachtet, Kind, – du fühlst es richtig. Es geht ein Ungeist durch die Welt und leider auch durch Meine Kirche. Nicht ihr, Meine Getreuen, seid die Wölfe im Schafspelz, sondern vielmehr jene, die das Maß verloren haben. Ihr dürft kämpfen für die gerechte Sache, ja ihr sollt gar nicht die Hände in den Schoß legen. Werde also nicht irr, Mein Kind! Doch wie sehr tröstet Eure Sehnsucht nach Mir und euer Opfer Mein Herz.

 

23. Oktober 1966 – Vor der Monstranz

Du wunderst dich, daß Ich dich anspreche, Kind. Ich wartete darauf, daß du es wieder einmal erbitten würdest, nach so langer Zeit. Du hast ja auch keine Gelegenheit mehr dich in Meinen Anblick in der Monstranz zu versenken. Nicht als ob es davon abhängig wäre – aber für dich habe ich von Anfang an Meine Gegenwart im Altarsakrament spürbar gemacht. Der Anblick der Monstranz ist für dich die mühelose Erhebung deines Herzens zu Mir. (Maresa sagte einmal: "Die Hostie ist für mich nicht eine Brotsgestalt, sondern etwas Lebendiges.)

Fürchtet euch nicht vor Krieg oder Not oder Schmerz. Laßt euch nicht verwirren! Es fegt ein Sturm durch Meine Kirche – und viele morsche Äste bricht er ab – auch unter Meinen Freunden.

 

Vertrauen und Leiden

28. März 1968

(Maresa: Jesus, ich vertraue Dir.)

Du kannst Mir kaum Schöneres sagen. Es tut Mir weh, wenn ihr euch so wenig im Vertrauen übt und in Ängsten euch quält! Ich habe dich fest in der Hand – auch wenn du Mir davonlaufen willst –. Ich habe die Macht, für dich alles zu tun. Deine einmalige Weihe gibt Mir die Möglichkeit dazu.

Eure Leiden um die Kirche sind Mir kostbar. Danket Mir, daß ihr auf der rechten Seite steht. Es ist Gnade. Auch die Kirche geht ihrem schweren Gericht entgegen. Sie richtet sich selbst.

 

11. April 1968

Du bist daran, dich zu verzehren. Du wirst auch aufgezehrt werden für den Himmel, Mein Liebes. Fürchte dich deshalb nicht vor Tod und Sterben.

 

Fegfeuer

Angst vor dem Fegfeuer ist nicht gut, Mein Kind. Bete doch: O, Jesus, ich lege mein Fegfeuer in Deine Hand! – Wenn Ich weh tun muß, tue Ich es in Liebe. Im Fegfeuer wirkt sich ja nur Meine unendliche Liebe aus. Was ich dort an den Seelen wirke, ist verbunden mit unendlichem Trost. Führt es doch die Seele ohne Hindernisse zur seligen Vereinigung mit Mir.

 

Einheit

5. November 1969 – Vor dem Tabernakel

Ich muß es dir wieder sagen: Komme hierher. Hier ist dein Platz. Komme mit Vater!

Ihr seid Menschen. Deshalb die Reibung mit anderen. Sei du die Betende, Schweigende, Liebende. Erst sei jeder eins mit Mir, dann erst gelingt menschliche Einheit.

 

6. November 1969

Du mußt es wieder lernen, nach innen, auf Mich zu lauschen. Es ist eine verzehrende Sache. Es fordert dich ganz. Doch wieviel unnützen Gedankenballast wirft es ab! – Die Spitze der Seele muß ruhen, auch wenn es unten brodelt und kocht.

Du bist traurig, hängst vergangenen Jahren nach, wo du so mühelos Meine Sprache aufgenommen! Tue es nicht! Ich erwarte nur Deine Demut!

 

Liebe üben

9. November 1969

Christsein vollzieht sich vor allem im Kampf um die Liebe. Erst jetzt ist es euch gegeben, sie radikal zu üben und immer wieder anzufangen. Du spürst, in welche Tiefen das geht und wie ungeheuer schwer es ist und wie sehr ihr am Rande bisher gelebt.

Daß es euch verzehrt und eure Bequemlichkeit stört – was tut es? Wollt ihr über Mir sein, der Ich diesen Weg bis ans Kreuz gegangen?

 

10. November 1969

Das ständige bei Mir Verweilen, soll keine Anstrengung sein. Vielmehr sollen deine Gedanken wie eine Magnetnadel mühelos zurückschwingen zu Mir, ihrem Pol!

 

11. November 1969

Ja, du hast einen großen, schönen Engel zur Seite. Wie wenig denkst du an ihn. Doch getrost – er denkt immer an dich!

 

Moderne Kirchen

12. November 1969 – In D. vor einem modernen Tabernakel

So geht man heute mir Mir um. Ich bin den Menschen ausgeliefert. Sie tun mit Mir nach ihrem Willen. Ich aber schweige.

Störe dich nicht an dem Grauen über solche Kirchen. Sie sind mehr des Satans als Gottes. Es ist kein guter Geist in ihnen. Der Mensch steht in der Mitte – nicht Gott!

Was sprichst du von 7 verlorenen Jahren? Warum diese Traurigkeit? Diese Jahre waren ein einziger Spaziergang mit Mir – Hand in Hand. Wir waren nur beide sehr schweigsam, doch niemals getrennt.

 

Herzenswärme

2. Dezember 1969

Ich war dir immer hautnah – nur dein Köpfchen war zur Seite gebogen. Wenn du wüßtest, wie sehr es Mich entzückt, daß der Anblick der großen weißen Hostie dir so viel bedeutet. Dein Glaube, Deine Gemütsbewegung und dein kindliches Entzücken treffen Mich jedesmal ins Herz. Bewahre dir dieses Kindheitserlebnis unerschütterlich! Mich schauert ob der Kälte und Gleichgültigkeit vieler Priester und Gläubigen!

 

Der Augenblick

4. Dezember 1969

Du sollst nicht in der Zukunft leben und sorgen. Jetzt im Augenblick sollst du das Deine tun. Im Augenblick – wörtlich – verstehst du? Das ist das ganze Geheimnis der Heiligkeit. Nur so stehst du im Willen Gottes und verzichtest auf deinen eigenen.

 

Besonderer Gnadentag

5. August 1970

Glaube und vertraue (betr. Halsgeschwulst bei Vater). Es sind kleine Prüfungen, Zeichen dafür, daß Ich vor der Türe stehe und anklopfe.

(Maresa: Auch bei mir oder nur bei Vater?)

Auch bei dir! Ihr seid ja eine Einheit: Du und Vater! Ihr sollt euch vorbereiten auf Meine Ankunft und euch gegenseitig helfen. Wenn es Zeit ist, findet ihr auch den Platz, um euch zurückzuziehen, – damit du Gelegenheit hast, dich noch ganz zu verzehren.

 

Jesusbegegnung

9. August 1970

Du spürst heute eine Kraft, die dir fremd ist, die du bisher nicht besessen. Ihr habt Mich, den Verlassenen, erwählt – deshalb ist euch Meine Liebe am nächsten, wenn Ich euch als Gekreuzigter, verlassener Jesus begegnen kann. Als solchen sollt ihr Mich lieben, nicht nur annehmen. Dann kommt die Kraft.

 

27. Oktober 1970 – Rosenkranzandacht/Dom Innsbruck

(Maresa: Bitte, nimm mich nun ganz, läutere mich, zieh mich und mache mich heilig, wie es in deinem Plane ist.)

Du mußt alles hingeben, dich selbst ganz und gar. – Ich will dich nun weiterführen, näher zu Mir!

Heute ist ein besonderer Gnadentag (Wohl Engelweihe) für euch, du hast esja spüren dürfen, wie machtvoll die Hand deines Engels sich auf dich legte.

 

Tagebuch-Notizen

9. August 1972

(Maresa: Ich soll ein Tagebuch führen! Es ist Dein Wille, Jesus! Es fällt mir schwer, denn ich bin so gebunden. Du weißt alles. Du weißt Dinge, die ich nie aussprechen kann, weil ich die Ausdruckskraft dafür nicht habe. Du weißt, wie sehr sie mich quälen. Deshalb: Bitte, bitte, löse mich von meinen Fesseln – wenn Du willst, Herr! Gib mir noch eine Chance. Vollende mich rasch!

So viele Jahre meines Lebens habe ich mich nun bemüht und nichts oder sehr wenig nur ist geschehen. So begreife ich endlich, daß ich Dich bitten soll, mir zu helfen – daß ich Dir vertrauen soll – daß Du alles kannst, weil Du die Liebe bist. Erhalte mir den Glauben an die Liebe. In ihm allein kann ich geborgen sein.

Ich muß nun gehen, Herr. Gib mir, daß ich den Augenblick lebe, auch wenn es so sehr anstrengend ist. Gib mir, daß ich nur liebe, den ganzen Tag. Nein, nicht nur liebe, gib, daß ich Liebe bin!

Herr, ich will zu dir kommen vor den Tabernakel. Wievielmal hast Du schon auf mich gewartet und ich habe Dich allein gelassen. Herr, ich schaue Dich nur an und halte Dir meine Hände hin, darin der Schmerz liegt: Der Schmerz über Versäumnisse, der Schmerz, daß ich so wenig geliebt habe und auch andere Schmerzen, Du weißt es! Ich fühle die Verlassenheit, die Unsicherheit, die Trockenheit: Alles liegt auf mir und bedrängt mich sehr. Doch der Schmerz bist Du! Dich kann man nur lieben, Herr!)

 

Mit Christus am Kreuz

15. August 1972

(Maresa: Herr, ich bin müde, lustlos und ohne Kraft. Es fällt mir schwer etwas zu tun. Ich versage sehr. Aber ich will meine Ohnmacht annehmen und tragen – durchtragen mit Dir am Kreuz! Ich muß bei Dir innehalten und mein Ja sagen! Für Dich, Herr, und für die andern.)

 

16. August 1972

(Maresa: Herr, in einigen Minuten bin ich bei Dir, bei Deinem Opfer und Kreuz. Ich gebe mich ganz hinein. Es ist die einzige Möglichkeit, den Tag zu bestehen: Mit Dir am Kreuz, mit Dir im Opfer!

Herr, meine Müdigkeit ist so groß, daß es mir schwer fällt, sie zu ertragen. Du weißt es, wie viele Mittel ich schon ausprobiert habe, sie zu bekämpfen. Vergebens. Es gibt nur noch ein Mittel, Dich, Dich zu lieben in dieser Krankheit. (Und doch:) Mein Charakter ist so schlecht. Ich bin mir selbst zum Hindernis auf dem Weg zu Dir. Doch, – ich will zu Dir – auch über mich selbst hinweg. Nimm meinen Willen, – er ist Dein. Nimm mein Leid, meine Not, meinen Schmerz, meine übergroße Müdigkeit, um darin Dich allein zu finden.)

 

9. Oktober 1973

(Maresa: Ich habe starke Schmerzen, aber unwillkürlich denke ich daran, daß sie viel zu gering sind, um sich das Paradies zu verdienen. Nur noch einen einzigen Willen haben: Den Willen Gottes. O, daß er sich mir deutlich kundtun würde! Ich kann ihn nur im Augenblick leben.)

 

Verkennung

10. Oktober 1973

(Maresa: Jesus, du rufst mich und lädst mich ein zu reden! Ich will meinen allergrößten Kummer nur Dir unterbreiten. Du weißt, wie einem zu Mute ist, wenn man verstoßen wurde. Du hast es selbst mitgemacht, verkannt zu sein. Auch Dir wurden die besten Absichten verdreht. Du weißt, wie weh das tut und wie sich die Hölle darüber freut. Du warst heilig, ich bin es nicht.)

 

Ausgleich

15. März 1975 – Heilige Messe

Du wirst das Fegfeuer durcheilen, Mein Kind, in brennendem Verlangen nach Mir.

(Maresa: Dachte an alles was ich versäumt!)

Keine Sorge: Du hast dich Mir geweiht und hingegeben, seit deiner Erstkommunion und seitdem springe Ich für dich ein und mache deine Versäumnisse gut. Deine Weihe galt für immer!

Beim Rosenkranz

Denke daran, daß du Meiner lieben Mutter Rosen schenken willst. Überreiche sie Ihr durch Mich, das ist Ihr besonders wohlgefällig.

 

Im Dunkel glauben

31. März 1976

Es ist dir viel – alles genommen worden im geistigen Leben: Alles Gefühl, alles Wissen, auch der Trost vom Vater her. Das ist Prüfung, nur Prüfung. Ich arbeite an dir, auch wenn du glaubst, alles sei verloren. Bleibe ruhig. Wenn du Mich, wie jetzt, nur einen Augenblick spürst, weißt du, wem du geglaubt hast und bist glücklich und sicher. Bleib so auch im Dunkel.

Du bist geschädigt durch die Einstrahlung des Bösen. Doch habe keine Angst. Ich sorge für Alles.

 

24. Juli 1976

Du bist viele kleine Schritte auf Mich zugegangen, spürst du es? Doch nur, weil Meine Anziehungskraft wirkte. So kannst du Mich wieder hören. Auch weil du gelernt hast, dein Ich auszuschalten und jede Art von Geltung. Du bist anders geworden. Spürst du es?

 

29. Januar 1977

Mein Kind, du mußt dich befreien von dem Gedanken, daß ein Schnitt durch dein Leben geht mit dem Tode. Dem ist nicht so. Auch in der Ewigkeit wirst du wirken, – ja noch mehr als hier wirst du Mir dort helfen, Seelen zu retten. Weißt du nicht, daß die glorreiche Kirche mit der streitenden eng verbunden ist? Also Mut, Mein Töchterchen, und Freude.

Bei allen Versäumnissen und Nachläßigkeiten nimm Mein Herz, das Ich dir zum Tausch gegen das deine angeboten und halte es dem Himmlischen Vater hin – so biete Ich Ersatz für deine Schwäche. (Herzklopfen) Ja, für einen Augenblick hast du den Tausch physisch erfahren, – damit du glaubst!

 

Die Kleinste der Kleinen

31. Januar 1977 – Kommunion

Beginne langsam wieder mit kleinen Abtötungen. Sie tun Meinem Herzen so wohl. Quäle dich nicht ab mit vorgefaßten Gebeten. Ich weiß, daß du zu klein dafür bist. Du bist die Kleinste der Kleinen, die Ärmste der Armen, die Armseligste unter den Armseligen. Wenn du dich sehen könntest, du würdest es nicht ertragen. Deshalb verberge Ich dich gnädig vor dir selbst. Und dennoch liebe Ich dich so sehr. Kannst du es begreifen, daß Ich dich liebe?

Wie gut, daß du es verstanden hast, daß du nicht warten kannst auf Tugenden und Vollkommenheit, um Mich zu lieben. – Daß du begriffen hast, daß ich erst bei deinem letzten Atemzug dich als heilige Gabe dem himmlischen Vater darbieten werde, bekleidet mit Meiner Heiligkeit, Meinen Tugenden. Deine Größe besteht einzig darin, in Demut das Meine anzunehmen. Fliehe nicht im Bewußtsein deiner Schwäche – halte dich eng an Meiner Seite, dann ist alles gut.

 

Anbetung

31. Januar 1977 – Ewige Anbetung

Heute ist dir der Ort hier wie eine Heimat, vor allem dieser Lichterglanz der Kirche. Er erinnert dich an unvergessene Gottesdienste deiner Kindheit.

Du glaubst dich zurückversetzt – und dennoch ist es nicht mehr, was war. Höre nur auf die Worte der Priester; wie unpersönlich ist die Art ihrer Gebete. Verdiene Ich es nicht mehr, mit Meinem Namen als ein lebendiges "Du" angesprochen zu werden? Welche Kälte weht Mich an von solchen Andachten. Dein Herz fühlt es und tröstet Mich dadurch.

Trotzdem, Mein Töchterchen, neige ich Mich liebevoll herab und höre, – höre auf sie alle, die verlernt haben, mit Mir zu sprechen als Ihrem Herrn und Meister.

(Maresa: Ich empfahl Ihm Vater.)

Ja, Mein Kind, er ist einer Meiner Priester nach Meinem Herzen. Er steht in Sühne stellvertretend für seine Brüder, die sich in Aktivitäten leerlaufen und nichts vorzuweisen haben. Dafür lebt Vater in Vergessenheit und Ohnmacht. Sag ihm, das ist schon Demut!

 

Wirf deine Sorgen auf Mich

2. Februar 1977

Daß du gestern und heute krank bist, ist Prüfung, ob du von nun an ohne Angst bist, geborgen unter Meinen Flügeln der Liebe. Es wird morgen besser sein. Ja, noch greifen dich diese Dinge an. Aber getrost: Du wirst dich wieder daran gewöhnen.

Du bist erschüttert in deinem Wesen, weil Ich Mich wieder dir zugeneigt. Das beunruhigt dich noch und versetzt dich in Anspannung und deine Leber registriert dies. Bemühe dich wieder um Gelassenheit und alles wird gut!

 

3. Februar 1977 – Heilige Messe

(Maresa: Ich dachte an unerledigte Arbeiten.)

Ich will nicht deine Arbeit, Ich will Dich! Ich bin es, der dich (in deinen Arbeiten) hemmt und zurückhält, damit du lernst bei Mir zu bleiben und Maß zu halten. Sei gelassen, wirf deine Sorgen auf Mich. Werde klein, daß Ich dich tragen kann!

 

Auch das ist Sühne

5. Februar 1977

(Maresa: Jesus, verwunde mich mit einem Pfeil Deiner Liebe!)

Ja, nicht wahr, du würdest dich Mir nicht mehr verweigern, wenn Ich Mich dir ganz zuneigen würde in ständiger Vereinigung. Du fliehst nur, weil du Mich nicht fühlst und dich allein glaubst.

Verstehst du nun auch deine Lebensumstände, Kind, die dir so zu schaffen machen? Meine Liebe hat sie ausgesucht, um dich klein zu machen und klein zu halten; denn du wärest so gerne groß geworden. Aber deine Kleinheit allein zieht Meine Barmherzigkeit an.

Maresa: (Vaters Husten bei der Heiligen Messe – ich bat Jesus, ihn mir zu geben.)

Mein Kind, Vater bat Mich um Demut. Das ist sie. Es ist Sühne für den Stolz so vieler seiner Mitbrüder. Damit kann er ihre Herzen erweichen. – Für dich ist das Knieen beschwerlich; es verursacht dir Schmerzen und Beklemmung. Auch das ist Sühne.

 

Fürchte dich nicht!

6. Februar 1977

Dein kleines Nichts muß ganz ausgelöscht sein, wenn es Meine Stimme hören soll. Verstehst du das? Die Müdigkeit ist es, die ich heute den Meinen zumuten muß als tägliches Kreuz. Habe ich dir heute Nacht zuviel zugemutet, daß Ich schwieg? O wie rührten Mich deine kleinen Angstgebete! Vertraue Mir nur, es ist alles gut.

 

7. Februar 1977

Ich bin bei euch – wie versprochen – alle Tage bis ans Ende der Welt. Fürchtet euch also nicht. Ich habe euch zu nichts Außergewöhnlichem ausersehen. Euer Kreuz besteht im Alltag, in dem Leben, das Ich euch geschaffen habe. Nur eine "Margherite" braucht ihr zu sein. Nur euer Innenleiden wird gefordert und eure äußerste Liebe.

(Maresa: Warum trifft es die Focolare auf einmal so hart?)

Sie haben Mich als den Gekreuzigten erwählt, Kind. Und dieses Mein Kreuz ist es, das die Welt erlöst. Sie opfern sich für die andern, für das Werk in Deutschland. Doch sei getrost, sie werden nicht weniger sondern mehr!

(Maresa: Ich fürchtete um Vater, wenn er bei der Marianischen Priesterbewegung ist.)

Fürchte dich nicht! Von Vater wird nicht das Martyrium verlangt. Meine Mutter ruft ihn in den Dienst des Betens und Sühnens in den Gebrechen und Beschwerden des Alters. Er soll wissen, daß er nicht unnütz ist.

 

Geborgen in Gott

9. Februar 1977

Mein Kind! Ich muß dich in scheinbar ausweglose Situationen führen, um dein Vertrauen zu festigen. Wenn du ohnmächtig stehst, eine kleine Desolata, erst dann kann Ich eingreifen und für dich handeln. Begreifst du das? Je uneingeschränkter du dich Mir vertraust, umso uneingeschränkter kann Ich dir helfen. Es ist schwer für dich, dies zu lernen – denn gerade hier setzt der Kampf Meines Gegenspielers ein.

Doch: Du bist überall geborgen in Mir.

(Maresa: ... ich bin nicht würdig!)

Nein niemals bist du der Gnade Meiner Nähe würdig und kannst es nie werden – nur klein kannst du sein. Einzig dein Nichts zieht Mich an.

Bei der Heiligen Kommunion

Ich sehe wohl deine rührenden Versuche gegen all das Dunkel und die Finsternis, die dich umgeben will, anzugehen. Immer, wenn du einen Akt des Vertrauens dagegen ansetzt, rufst du Mich sofort zurück, wenn du Mich scheinbar verloren glaubst. Ich bin immer bei dir. Ich umgebe dich wie die Luft die du atmest.

Wisse, immer wenn Ich Mich dir nähere, nähert sich auch der Widersacher. Das ist deine Bestimmung vom Mutterleibe an, von dem Augenblicke an, da du Meiner Mutter geweiht wurdest. – Das ist der Schlüssel zu all den Rätselhaftigkeiten deines Lebens. Doch kannst du es mit Händen greifen, daß Ich immer der Sieger geblieben bin. Ich lasse dich nicht untergehen.

Daß du dich schwach fühlst und unfähig und ständig am Versagen, ist notwendig. Nur so lernst du demütig sein und alles Gute Mir zuzuschreiben.

 

Durst nach Seelen

10. Februar 1977

(Maresa: Ich sah Vaters geweihte Hände.)

Ja, Kind, welch ungeheurer Frevel geschieht mit Meinem heiligsten Leib! Sie häufen Sakrileg auf Sakrileg. O wie Ich leide ...

(Maresa: Jesus, wie kann ich Dir helfen?)

Indem du Mich in dir leiden läßt. Deine zarte Empfindsamkeit ist Balsam für Meine Wunden. Gehe mit äußerster Sorgfalt um mit den heiligen Geräten, ich bitte dich. Ich dürste nach Seelen.

(Maresa: Jesus, gib mir Deinen Durst!)

Du würdest ihn nicht ertragen können.

(Maresa: Dann gib mir einen Tropfen davon!)

Kniee dich, wie gestern, immer wieder nieder vor Meiner Gegenwart und bitte Mich um Seelen. Damit stillst Du meinen Durst.

 

Alle Angst kommt vom Bösen

11. Februar 1977

(Maresa: Ich hatte einen schrecklichen Traum.)

Fürchte dich nicht. Der Widersacher ist es der dich schrecken will und verwirren. Der Traum wird niemals eintreffen. Feiere die Heilige Messe und bete den Rosenkranz. Das sind die Waffen gegen die Ränke des Bösen. Alle Angst kommt von ihm.

Bei der Heiligen Kommunion

Wenn du die Weihe (an das Unbefleckte Herz Mariens) vollzogen hast, wird die Angst schwinden. Der Böse flößt die Angst ein, um in letzter Sekunde dein Ja zu verhindern. Er ahnt, daß es um etwas Entscheidendes geht. Sei mutig! Wo anders als in Meinem Herzen und im Unbefleckten Herzen Meiner Mutter könntest du Geborgenheit finden und Schutz vor schlimmen Zeiten?

 

14. Februar 1977

(Maresa: O Jesus, ich bin so armselig und bringe nichts fertig!)

Du wirst es nie fertig bringen. Ich werde dir diese Schwäche belassen, die deinem Temperament entspringt. Sie ist Grund zur Demut und Kleinheit. Du sollst immer wissen, daß du allein versagen mußt.

 

Der Schmerz

21. Februar 1977

(Maresa: O Jesus, ich habe keine Phantasie mehr!)

Wie gut, Mein Kind, dann habe Ich Raum in dir. Deine Phantasie verdrängt Mich. Weine ihr nicht nach. Freue dich Meiner! Wenn Ich dir entschwunden bin, dann suche Mich. Das Gebet ist die Brücke und der Wegweiser, Mich zu finden.

Mein Kind, wenn dein Schmerz um die Einsprechungen nicht wäre, würdest du dein Leben nicht ändern. Wie ein Schmetterling würdest du von Blume zu Blume flattern als glückliches Kind der Welt. – So aber teilst du Meinen Schmerz und zitterst um diese heillose Welt. Und das ist es, was Ich dir auferlege.

 

Wie ein stiller See

22. Februar 1977

Deine Seele muß sich ausbreiten vor Mir, wie ein stiller See im Gold der Abendsonne sich breitet. Die Leiden des Rückens (sie hat auf der linken Seite des Rückens einen Muskelbauch) ist besonderer Gnadenerweis meinerseits. Ich ziehe dich dadurch sanft ans Kreuz zu Mir.

 

23. Februar 1977

Maria: Du empfindest es, daß es Meine Stimme ist, nicht wahr? Sie ist leiser und einfacher als die Stimme Meines Sohnes. Du wirst Mich nun öfters vernehmen. Es ist dies die Frucht eurer Weihe (an das Unbefleckte Herz Mariens), die ihr diesmal bewußt vollzogen habt. Ihr habt euch schon öfters Mir geweiht, doch noch nie so wie jetzt. Nun kann Ich wirken. Es wird sich nun Manches ändern. Du wirst Mir noch nicht gleich aufs Wort folgen können, doch je besser du es lernst, umso öfter kann Ich zu dir sprechen.

 

Geheimer Kreuzträger

24. Februar 1977

Jesus: Mein Kind, Ich sehe deine inneren Leiden. Ich würde sie dir nehmen, wenn es einen anderen Weg ins Himmelreich gäbe. – Willst du Mir nicht zugestehen, daß Ich mittrage? Siehe: Ich trage den größeren Teil. Deshalb geh nicht weg von Mir!

Diese inneren Leiden – Preis für die Gnaden – sind Anteil an den Leiden Meines verschmähten Herzens. Es ist dies das empfindsamste Herz, das jemals in einem Menschenkind gewohnt. Tröste es durch dein Leiden.

 

Geheimnis der Seelenrettung

25. Februar 1977

Du bist im Begriff, das Geheimnis der Seelenrettung zu erahnen. Es ist dies ein Liebesgeheimnis.

Nicht deine Gebete und Worte nur vermögen etwas zu bewirken. Die Liebe ist es, die Mein Herz rührt. In dem Maße, in dem du an Meiner Erlöserliebe teilnimmst, vermagst du zu retten. Dein Herz muß dürsten, wie das Meine, es muß lieben und verzeihen und in Stellvertretung sühnen.

Bei der Abendmesse

Du bist glücklich, nicht wahr? Weil du arbeiten konntest. Ich habe dich nicht gehindert, weil du oftmals aufblicktest zu Mir. Deine innere Freude kommt von Mir.

 

26. Februar 1977

Ihr seid auf Erden einzig und allein um eure Brüder zu retten. Mit euch, ihr Allerkleinsten, will Ich die Welt retten. O seid klein, immer kleiner. Versteht, daß ihr nichts seid.

 

27. Februar 1977

(Maresa: Ich dachte an meinen Tod.)

Ich selbst werde dich abholen. Glaubst du nicht? Ich werde ebenso glücklich sein, wenn dein Angstweg zu Ende ist. Ich werde dich umhüllen mit Meiner Liebe.

 

9. März 1977

Durch einen Menschen wie R. kann die heillose Welt heil werden. Sie nimmt ihre Umgebung ganz auf sich. Das ist Anteil an Meinem Erlöserleiden. In euch will ich Mein Leiden um die Seelen zu vollenden.

 

Wie die Perlen einer Kette

13. März 1977

(Maresa: Ich verspürte den Wunsch ganz Kind, ganz klein zu werden für Ihn.)

Ich brauche dich nicht dazu zu machen, – du bist es geblieben. Ich habe dich dazu angehalten. Spürst du es nicht schmerzlich, wenn du mit Erwachsenen zu tun hast? – Hier liegt der Grund für dein Leid, dich in einer Gemeinschaft nicht geborgen zu fühlen, die so sehr auf Aktivität ausgerichtet ist.

(Maresa: Ich dachte über Buße nach.)

Mein Kind, du bist in den Geist der Buße eingedrungen. Je öfter du Abtötung übst, umso leichter erscheint es dir. Je mehr du schwach wirkst und zurückfällst, umso fordernder wird der Trieb nach Bequemlichkeit und Naschhaftigkeit. Abtötung jedoch ist unerläßlich für eine Seele, die Mir nahekommen will.

(Maresa: Ich dachte, das was Er mir sagt, sollte ich sofort ausführen.)

Das sollst du lernen: Gehörtes nicht überdenken, sondern üben, – tun! Vollbringer des Wortes sein.

 

Retten! Retten!

17. März 1977

(Maresa: Ich dachte: Wieviel versäumt, vertan!)

Mein Kind, höre Mir gut zu: Wenn ihr einmal erkannt habt, was ihr verkehrt gemacht habt, so genügt es, Mir euer vergangenes Leben anheim zu geben. Ich vermag etwas daraus zu machen. Nur nicht hängen bleiben an irgendwelchen Grübeleien und Mutlosigkeit. Das wäre ungesunde Eigenliebe.

(Maresa: Ich dachte: ich möchte noch lange leben, um zu helfen, Seelen zu retten!)

Auf dieses Angebot habe Ich gewartet, Mein Kind. Das zeigt, daß Du reif bist. Doch du wirst Mir im Himmel helfen, Seelen zu retten.

Jetzt: Lebe nur den Augenblick, den ich dir biete, wie die Perlen einer kostbaren Kette. Dafür erhältst du Kraft, nur für den jeweiligen Augenblick – immer soviel, daß du ihn bewältigst.

 

26. März 1977

Heute – dein Erstkommuniontag. Ich komme im Licht wie damals. Ich hole dich bald! Gib alles aus den Händen! Nur eines ist wichtig: Jesus und du! Deine Vertrautheit mit Mir! Damit du am Ende deines Lebens gleichsam nur über die Schwelle trittst von einem Zimmer ins andere – an Meiner Hand.

Ich weiß, daß du noch etwas leisten möchtest für das Reich Gottes. Doch, wenn du lebst, wie Ich es wünsche, hast du weit Größeres getan. Du bist dann wie der unterste Teil eines Brückenpfeilers, den man nicht sieht, der aber doch die größten Lasten trägt. Ich kenne deine Sehnsucht nach den Brüdern, nach Gemeinschaft! Dein Opfer bringt dir die Gemeinschaft der Heiligen ein!

 

Umkehr

6. Mai 1979

Lege die Sühneweihe ab. Dann kann ich dein ganzes Leben annehmen. Du bereust ja und hast den Vorsatz neu anzufangen. Wirf dich in Meine Arme, die weit geöffnet sind. Ich wartete Tag und Nacht auf diesen Augenblick. Das ist die Treue Gottes.

Diese Krankheit von Vater dient dazu, euch zurückzuholen zu jenem Leben, das du so begeistert und hingebungsvoll einmal begonnen – mit Vater. Ihr seid Umwege gegangen – doch du bist die Gleiche geblieben, – nur reifer bist du geworden. Doch immer noch bist du Mein vielgeliebtes Kind. Auch wenn du keine fühlbare Änderung verspürst, so hat sich doch alles in deinem Leben geändert – hin zu Mir!

Wenn erst die Mutter (bestellte Fatimamadonna) bei dir sein wird – wie gut wird das für dich sein!

 

Schlußbemerkung zum 1. Teil

Am 4. September 1979 starb nach kurzem, schwerem Leiden Maresas Seelenführer Pfarrer Otto Timme, der sie 31 Jahre hindurch in Liebe und Geduld betreut hat. Er hat sein Sterben für Maresa aufgeopfert. Gott hat ihn durch Maria noch in der Sterbewoche in den Himmel aufgenommen. Kurz vor seinem Sterben fragte ihn Maresa: "Was soll jetzt aus mir werden?" Ohne eine Sekunde zu zögern, sagte ihr Pfr. Timme: "Du hast Pfr. Rudrof." So ging an diesen die Verantwortung.