Gesteigertes Martyrium

21. Februar 1984 – Vor der Heiligen Messe

Maria: Kleine Desolata, wundere dich nicht über die Steigerung deines Martyriums. Es ist einzig deshalb, weil der Himmlische Vater so große Erwartungen in dich stellt – weil Er dich schult und prüft, bis aufs Äußerste –, da Er Freude hat zu sehen, wie du zu kämpfen beginnst und aufzuwachen für den einmaligen Kampf, in den du gestellt bist.

Vertraut Meinem Licht ... Ich bin es, die nun immer mehr die Irrtümer in der Kirche vor eurem inneren Auge aufblitzen lasse, um euch aufmerksam zu machen; denn Ich allein bin es, die auch heute dieser mehrköpfigen Schlange der Häresie sicher den Kopf zertrete im Willen des Himmlischen Vaters. Meine Kinder, die Mein Zeichen tragen, kämpfen mit Mir und durch Mich.

(Anmerkung 26. April 1984: Desolata hat ein unbeschreibliches Martyrium: Schwäche im Rückgrat, wodurch es ihr schwer fällt zu sitzen. Um nicht nach vorne zu fallen, stützt sie sich mit dem rechten Bein gegen einen andern Stuhl ab. Nach links und rechts muß sich sich durch Balancieren ausgleichen. Zusammen: Dauerverkrampfung! Alles macht unsagbare Schmerzen. Sie meint immer wieder, am Ende zu sein mit dem Ertragen.)

 

Ströme des Erbarmens

4. Mai 1984 – Herz Jesu Freitag, Heilige Messe

Maria: Kleine Desolata, du mußt nun versuchen, nicht mehr allein zu leiden, sondern durch einen Willensakt vereint mit Gott, mit Jesus und mit Mir – weil daraus unermeßliche Gnaden- und Kraftströme dir zufließen. – Stelle dir vor, wie Jesus und Ich auf Erden gelitten haben, und lege dein Leid dazu aus Liebe zu Uns. Schaue auch immer mehr auf Mein Bild vor dir, um glauben zu lernen, und sprich: "Mutter Maria, ich glaube, daß mein Aufblick zu Dir mir neue Kraft gibt." Das vermag dich wieder einen Schritt vorwärtszubringen.

 

5. Mai 1984 – Herz-Mariä-Samstag, Heilige Messe

Jesus: Ich werde euch wunderbar ernähren, werde euch wunderbar hindurchführen, Ich werde voll Erbarmens für euch sein, weil ihr Barmherzigkeit an Mir übt; denn wahrlich: Wer heute sich Meiner erbarmt, den werde Ich erheben in alle Ewigkeit.

So stehe Ich als Jesus der Barmherzigkeit dargestellt in eurer Kapelle, um die Ströme Meines Erbarmens aus Meinem Herzen über euch, euer Haus und diesen Ort fließen zu lassen; denn Ich bin an Großmut nicht zu übertreffen. Weil ihr an Mich denkt, zu Mir und über Mich sprecht, Mir Ehrfurcht und Zartheit, ja nur Liebe erweist, antworte Ich mit Meinem göttlichen Erbarmen.

Ich sage es noch einmal: Euer Erbarmen mit Mir ist es, das Mich anzieht und Mir Heimat gibt in eurer Kapelle und in euren Herzen. Wird Mein Herz doch zurückgestoßen, mißachtet, beleidigt und verwundet in einem Ausmaß, das jede Grenze überschritten hat, vor allem von den Mir Geweihten und mir angehörenden Personen.

 

Meer von Schmerzen

7. Mai 1984 – Ganz plötzlich, untertags

Jesus: Du wirst jetzt versinken in einem Meer von Schmerzen; doch dann wird es zu Ende sein!

(Anmerkung 3. Juni 1984: Zentner von Blei an meinen Beinen. Oberschenkel verkrampft. Sitzen schmerzt furchtbar. Steißbein ist ein Schmerz (siehe Schlußschilderung!), Rücken verkrampft, er ist Schmerzzentrum. Im Nacken wie eine schwere Faust. Die Arme haben kein Gewicht mehr, hängen schwerelos in der Luft – ein nicht zu beschreibender Zustand. "Ich bin ein Schmerz von unten bis oben; und das ohne Unterbrechung, ca. 20 Stunden hindurch. Dazu die geistigen Qualen! "Ich halt das nicht mehr aus! Der Himmel ist mir vollständig verrammelt."

Hinsitzen mit Hilfe des Vaters. "Nein so geht es nicht!" Aufstehen 3-4 Mal nacheinander. Endgültiges Sitzen nur kurz. Dann wieder von vorne. So auch während der Beichte, während der Heiligen Messe.

Dabei wird ihr pausenlos von den dunklen Mächten eingehämmert: "Das bleibt jetzt immer so. Du siehst ja, du kannst betteln und bitten, der Himmel hilft dir nicht. Du bist von Gott verlassen. Du hättest früher etwas für deinen Körper tun sollen; jetzt ist es zu spät. Du hast MS. Siehe deinen Muskelschwund. Bald kannst du dich gar nicht mehr bewegen. Du hast so gesündigt; jetzt straft dich Gott erbarmungslos. Du bist verloren ... usw." Vater muß das alles auffangen, Stunde um Stunde, Tag und Nacht immer das Gleiche wieder sagen, ihr Gedächtnis ist von unten ganz verdunkelt.

Nur die vollständige Erschöpfung bringt sie unter der spürbaren Hilfe von oben unter kaum noch auszuhaltenden Schmerzen in den Schlaf. Doch dauert es 1 Stunde, bis sie im wirklichen Schlaf ist. Sie liegt bewegungslos auf dem Rücken, (kann sich auch im wachen Zustand selbst nicht bewegen). Ca. 1 Stunde vor dem Erwachen wird sie dann schon wieder unruhig. Dann braucht sie bis 1 1/2 Stunden Massage, um Schmerzen zu lindern. Vater ist jede Nacht bei ihr. Diese Zeit, wie auch seine Tagesdienstzeiten bei Desolata, sind gesteigerte Leidenszeiten. Beim Betreten des Krankenzimmers durch den Vater, setzen bei Desolata oft schlagartig noch furchtbarere Schmerzen ein. Siehe Jesu Bitte vom 8. Januar 1980.)

 

Kampf um alles

26. Juli 1984 – Heilige Messe

Maria: Kleine Desolata: Kampf auf Leben und Tod! Kampf um das ewige Leben, Kampf gegen den ewigen Tod! In diesen Kampf seid ihr alle hereingenommen, die ihr in diesen Zeiten lebt und unter Meinem Zeichen steht. Ein Kampf von größter Tragweite. Es ist dies der Kampf Meiner Bestimmungen als apokalyptische Frau gegen den roten Drachen, der jetzt auf dem Höhepunkt steht. Alle Rätsel und Unbegreiflichkeiten, alles Dunkel und Erschreckende, das euer Leben euch aufgibt, hat seine Wurzel in diesem Kampf.

Diese Meine Statue hier wird eine besondere Bedeutung erlangen, wenn die Stunde gekommen ist, und jeder, der sich ihr anvertraut, steht unter ihrem besonderen Schutz und Beistand.

Du weißt es, kleine Desolata, daß ich zur Stärkung Meiner Guten gewillt bin, sie zusammenzuführen zu kleinen Zellen. Dazu gilt es manchmal, Berge zu versetzen. Doch seid getrost: Sie müssen weichen, wenn ihr Mir gänzlich vertraut.

 

"Jesus, ich vertraue auf Dich"

29. Juni 1984 – Herz-Jesu-Fest, Heilige Messe

Maria: Kleine Desolata! In eurer kleinen Kapelle ist es mit goldenen Lettern eingeschrieben: "Jesus, ich vertraue auf Dich!"

Möge dies euer Wahlspruch, euer Herzensgebet sein in dieser Zeit des äußersten Kampfes. Möge es aus allen Herzen der Gläubigen emporsteigen zum Himmel! Denn immer noch ist der Vater der Erbarmung bereit, Ströme der Barmherzigkeit und Rettung auszuschütten auf Kirche und Welt – vor allem auf jene, die sich im Vertrauen hingegeben haben.

Ein einziges "Jesus, ich vertraue auf Dich!" – Aus wirklich gläubigem Herzen gesprochen, vermag Schleußen des Himmels zu öffnen, die sonst geschlossen bleiben; denn nichts vermag Gottes Herz mehr zu rühren und zu öffnen, als das unbegrenzte, vorbehaltlose Vertrauen Meiner Kinder.

Ist doch das verderbliche Mißtrauen der heutigen Welt für Gottes Herz ein Schwert der Verneinung Seiner liebsten Geschöpfe, für die Er Blut und Leben hingegeben hat in überströmender Liebe und Barmherzigkeit.

Aus diesem Grunde wiegt heute ein einziges "Jesus, ich vertraue auf Dich!" so schwer und entscheidend. Dieses Vertrauen beinhaltet völlige Selbstaufgabe und Hinopferung des eigenen Ich, der eigenen Gedanken, der eigenen Meinung und aller eigenen Wünsche und Pläne. So führt es zur vollkommenen Hingabe des Menschen an Gottes Herz, und Gott vermag Seine Wunder der Allmacht und Güte, seiner unbegreiflichen, überströmenden Liebe und Barmherzigkeit zu wirken.

Kleine Desolata! Die kommende Zeit braucht Menschen des unbegrenzten Vertrauens in Gott – Menschen, die in diesem Vertrauen nicht zu erschüttern sind, was auch kommen mag –, Menschen, die durch dieses blinde Vertrauen befähigt werden, den Himmel zu öffnen und seine Wunder zu wirken, die für diese Zeit notwendig und vorbehalten sind. Deshalb habe ich euch nach dem Willen Gottes in diese schwere, anhaltende Schule genommen, und ewig werdet ihr dafür Dank sagen.

 

1. Juli 1984 – Fest des Kostbaren Blutes, Heilige Messe

Maria: Kleine Desolata, wenn ihr immer etwas tut für eure kleine, heilige Kapelle, so bedeutet dies Kampf, Mühsal, äußerste Kraftanstrengung; denn die Hölle tobt gegen alles, was Gott die Ehre geben will. Und gerade heute, da ihr in eurer Kapelle das Fest des Kostbaren Blutes feiert, das in der Kirche gestrichen ist, tobt sich die Hölle besonders aus. Sie kann sich bis an Mein Bildnis heranwagen!

 

Glaubensstärkung

2. Juli 1984 – Mariä Heimsuchung

Maria: Wenn immer du im geistigen Leben – im Verkehr mit Gott, mit Mir, mit den Engeln und Heiligen – etwas aussprichst – wie z. B. ein Gebet, eine Bitte, eine Feststellung, eine Aussage – so wird und ist das eine reale Wirklichkeit. Darüber mußt du dir ganz klar sein; denn das annehmen bedeutet: im Übernatürlichen beheimatet zu sein. Das stützt und stärkt den Glauben.

 

15. Juli 1984 – Heilige Messe

Maria: Kleine Desolata! Manches lasse ich dich innerlich spüren, was ich nicht sogleich in Worten ausspreche – vor allem in Zeiten, wo du schwach und angegriffen bist. Du fühlst es dann wie ein inneres Drängen und Wissen, das sich wiederholt wie das sanfte Wehen des Windes. Sei ganz beruhigt über diesen Zustand, der vor allem deiner großen Schwäche entgegenkommen soll.

Du bist nicht umsonst erschrocken über die Züchtigung, die über Kirche, Kloster und Ort Ottobeuren so plötzlich hereinbrach durch das Unwetter, das die Dämonen der Lüfte entfesselten.

(Anmerkung zum 15. Juli 1984, um 18.30 Uhr kam schwerster Hagel mit Ei-großen Körnern. Obwohl wir Fenster nach allen 4 Himmelsrichtungen haben, wurde kein Fenster bei uns beschädigt, während die Fenster der andern Hausbewohner beschädigt und zertrümmert wurden. Überall Schäden, auch an Basilika und Kloster.)

Es ist dies das große Geheimnis der Liebe und Heimholung Gottes, daß nicht nur ihr gereinigt und geläutert werden müßt, sondern auch das Kloster, der Ort Ottobeuren mit euch und durch euch, um in kommenden Zeiten bestehen zu können.

Doch wie die Glockenblumen eures Gartens, die für die Kapelle bestimmt waren, vom Schutz des Himmels ausgespart wurden, so werdet ihr immer auf eure Bitten hin Schaden und Unheil der Mächte der Finsternis zurückdämmen können, wenn eure Reinigung und Läuterung vollendet ist.

 

Nur Gebet und Opfer nötig

22. Juli 1984 – Heilige Messe

Maria: Legt alles voll Hingabe in Meine Hände und glaubt nicht, selbst etwas ändern zu können. Nur eures Gebets und Opferlebens, bedarf es, daß Ich machtvoll wirken kann. – So werde Ich den von Mir erwählten Priestersöhnen – wenn die Stunde da ist – Kraft und Macht verleihen gegen jeglichen Irrtum und die Wirrnis dieser Zeit. Jetzt heißt das Gebot der Stunde noch: Geduld, Demut, Zurückhaltung und eigene Läuterung.

 

5. August 1984

Maria: Alles ist Prüfung, ist Gnade, unbeschreibliche Gnade und führt ins Herz Gottes hinein. Vertrauet, vertrauet! – Ich bin die Mutter euerer Seelen geworden. Glaubt allen Meinen Worten und richtet euch an ihnen auf. Die Prüfung, die der Huld Gottes vorausgeht, führt bis an den Rand eines scheinbaren Abgrundes; doch niemals darüber hinaus. Deshalb jetzt nicht wanken, sondern Schritt für Schritt weitergehen an Meiner Hand.

Das Dunkel in Welt und Kirche steigt, so auch das Dunkel in euch und um euch. Deshalb neige Ich Mich in Zärtlichkeit über euch. Meine Gegenwart unter euch ist das große Zeichen für die Gegenwart Gottes, auch in diesen schrecklichen Zeiten und für das Kommen Seines Reiches.

Daß ihr nun eure Sorgen auch Meinem Bräutigam, dem Heiligen Josef, übergeben habt, ehrt Mich sehr; Er ist wirklich ein mächtiger Beschützer und liebevoller Vater und wird euch überall helfen.

(Anmerkung am 9. September 1984: Bei Desolata eine laufende Steigerung der Schmerzen, obwohl man meint, daß eine Zunahme nicht mehr möglich wäre. Die Schmerzen wechseln. Schmerzpausen, wie früher gibt es keine mehr. Ihr Rückgrat, jetzt ja gebogen, gibt ihr zu wenig Halt. So kommt es, daß sie bei kurzem Stehen plötzlich zusammensackt. Gehen wird von Tag zu Tag mühsamer. Auch 1 Meter nur ist für sie eine ganz bedeutende Anstrengung. Doch versucht sie die volle Ergebenheit zu leben. Maresa leidet unsagbare Qualen. Sie sagte: "Ich bin am ganzen Körper geschunden, von den Füßen bis zum Kopf."

Nacht vom 20, auf 21. September 1984: Nacht der Qualen, am Rand des Wahnsinns. Wie ein Maschinengewehrgeknatter kommt es pausenlos in größtem Tempo von ihren Lippen: "Erbarme dich, erbarme dich, erbarme dich" und "Ich will alles tun, was du willst, ich will alles tun, was du willst ... wie gefoltert.)

 

Zeit der Scheidung und der ununterbrochenen Nachtwache

14. Februar 1985 – Heilige Messe

Maria: Kleine Desolata, die Erde ist ausgehöhlt und entleert von allem Guten, Schönen und Reinen, vor allem vom echt Religiösem, Christlichem. – Sie ist geschwängert und eingenebelt vom Gifthauch der Dämonen, den ihr buchstäblich einatmet mit jedem Atemzug.

Es schafft dies eine drückende Erdenschwere und Niedergehaltenheit, die euch schwer bedrängt und die volle Auswirkung der Erbschuld ist und euch so stetig niederziehen will in die unteren Regionen und Sphären. Ihr seid wie Gefangene einer überwältigenden Macht und Gewalt, der ihr hilflos gegenüberstehen möchtet, weil es früher niemals so war.

Doch fürchtet euch nicht! Die Zeit der Scheidung von Gut und Böse ist gekommen für die ganze Christenheit, die Zeit der ununterbrochenen Nachtwache für alle Guten, die Zeit des entscheidenden Kampfes, an dessen Ende der Sieg des Himmels, der Sieg der heiligsten Herzen unverrückbar steht.

 

15. Februar 1985 – Heilige Messe

Jesus: Es ist so: Nur durch Schmerz und Tränen, Leiden, Opfern und Verzicht entsteht ein Werk Gottes. Die Häufung der Opfer prägt die Kennmarke der Echtheit. So auch hier!

 

17. Februar 1985 – Nach der Heiligen Messe

Jesus: Mein Widersacher, die Schlange, versucht stets, sich in euer "Ich" einzunisten, um Mir daraus ihr "Non Serviam" (ich will nicht dienen) entgegenzuschleudern voll Haß, Kälte und Vorwürfen.

Ihr begreift so spät, daß euer Leben auf Erden ein einziger Prüfungstag und Wachestehen ist für die Ewigkeit und daß ihr kämpfen sollt bis zum Ende. Ihr möchtet so gern ausruhen von euren Mühen in diesem Kampf; denn die Fesseln der Erbschuld machen euch träge und schlaff. Das Himmelreich jedoch leidet Gewalt: "Die Gewalt brauchen, die reißen es an sich." Deshalb kämpfe weiter, liebe kleine Desolata.

 

Gott wartet auf unsere Demut

9. Juni 1985 – Heilige Messe

Maria: Kleine Desolata! Weißt du, warum die Armseligkeit und Schwäche des Menschen das Kostbarste ist, was man Gott schenken kann? Weil es eine Demutsgabe ist –, weil der Mensch damit eingesteht, daß er nichts ist und nichts aus sich selbst vermag ohne die Gnade Gottes, weil er damit der Gnade freien Lauf läßt. Schenkt Gott oft eure Armseligkeit und bereitet so dem Gnadenwirken Gottes freiwillig den Weg.

 

19. Juni 1985

Jesus: Es ist dies die Zeit der Drangsal, sodaß vielen Meiner Kinder durch Meine geliebte Mutter schwere Kreuze aufgeladen werden müssen, um Meinen Rettungsplan sicher zu stellen.

 

Angriff über Angriff

2. Juli 1985 – Mariä Heimsuchung, Heilige Messe

Maria: Kleine Desolata! Nur Willensakte setzen, mehr ist euch jetzt in diesen beispiellosen Großangriffen der finsteren Mächte nicht möglich. Es ist Kampf, Kampf, Kampf! Doch mit dem heutigen Tag trete Ich in diesen Kampf ein als das für die Hölle furchtbar geordnete Kriegsheer des Himmels und als die alleinige Siegerin. – Ab heute ist jeder Tag für euch "Maria Heimsuchung"! – Jeder Marienfesttag ist für die Hölle ein schwarzer Tag; für die Kirche aber und Meine Mir ergebenen Kinder Tag großer Gnadenhilfe und Siege.

(Anmerkung 25. August 1985: Die Qualen von Desolata sind nicht zu beschreiben. Sie meint, die ganze Wirbelsäule, besonders die Halswirbelsäule, wäre defekt; Sie ist überaus schmerzhaft. Desolata macht ja nur wenige Schrittchen; doch: "Ich gehe nicht mit meinen Beinen, sondern mit meiner Halswirbelsäule!" Das Gehen schmerzt ihr im Hals mehr wie in den Beinen. Das schwerste ist immer das Bettgehen. Nachts nahe der Verzweiflung. Sie leidet unbeschreiblich.)

 

Der Ruf

27. September 1985 – Heilige Messe (zum Kommen von M. Sch. und A. Sch.)

Maria: Kleine Desolata! Ich rufe nun Meine Kinder in allen Teilen der Welt, um sie zu stärken, zu trösten und zu heilen. Ich sammle sie nun aus allen Ecken und Enden. Ich will sie in besonderer Weise an Mein Herz nehmen mit mütterlicher Liebe, Zärtlichkeit und Besorgnis. So will Ich auch in dieser Gnadenstatue hier Mich verströmen in Gnadenwundern aller Art.

Nehmt sie deshalb alle auf und laßt sie herein, die Ich rufe und zu euch sende, damit Mein Gnadenblick sie treffe. Laßt sie aufschauen zu Mir, zum Heil der Kranken, zur Trösterin der Betrübten, zur Helferin der Christen und vor allem zur Bezwingerin der Schlange, die euch alle heute umzingelt mit bösesten Absichten. – Nur Ich kann euch schützen und hindurchführen. Doch dazu bedarf es besonderer Gnade und Meiner besonderen Nähe, und dies ist hier gegeben, in dieser kleinen verborgenen Kapelle. Deshalb tobt der Kampf um sie und um euch in so gigantischer Weise.

 

18. Oktober 1985

Maria: Steige über die Umtriebe des Bösen ... mit deinem kleinen, nun schon viel gefestigteren Glauben und vertreibe so die Schatten der Finsternis und die Stimmen der Nacht. Lerne so immer mehr kämpfen. Der Sieg ist unser! Die Schwere der jetzigen Phase darf dich nicht irremachen. Sie ist notwendig und nur Station auf deinem Wege, auf diesem einmaligen Weg einer Menschenseele zu Gott.

(Anmerkung 8. Februar 1986: Täglich sagt Desolata: Heute noch schlimmer als gestern. Ihr Körper ist nun gekrümmt: in den Halswirbeln so nach vorne geneigt, daß sie die Gesichter ihrer Helfer nicht mehr sieht. Hüfte ist jetzt seitlich verschoben. Beine werden durch Wasser immer dicker.

Durch die Vorneigung des Kopfes kann sie schlecht schlucken. Ruft auch immer wieder nach Luft!

Bettgehen ist immer die größte Qual.

Ein Ekzem mit zwei Wunden in der Gesäßfalte (das wird ihre Todeswunde!) macht auch das Sitzen zu einer vermehrten Qual. Desolata ist sehr bemüht um die völlige Hingabe und ruft immer wieder in ihrer so schweren Glaubensnacht: "Himmelmamma, wo bist Du denn?" Ihre Sehnsucht wäre, nebenan in die Kapelle gehen zu dürfen, was ihr aber nicht möglich ist. Über das Mikrophon lebt sie die Heilige Messe und den Rosenkranz mit. Sobald Vater eines der Bücher der Einsprechungen in die Hand nimmt, ruft sie: "O die greifen wieder furchtbar an." Während des Vorlesens: "Furchtbar, die zerquetschen mich!")

 

26. Februar 1986

Maria: Es mag euch scheinen, als ob Ich Mich zurückgezogen hätte, als ob es für euch weder Meine Wunderkraft noch Gnade gäbe, als ob Ich sie nur an andere verteilen würde: Dies ist der schmerzlichste Kern der Prüfung, den ihr genauso bestehen werdet, wie alles andere.

(Anmerkung 1. März 1986: Die Angriffe der Hölle werden immer noch furchtbarer und gehen pausenlos weiter: "Ich werde zerquetscht, wie wenn ich zwischen zwei aufeinander fahrenden Lastwagen wäre." – "Ich kann es nicht schildern!" – Daneben der gezielte Spott der Hölle: "Da siehst du, der Himmel hilft dir nicht! – Du bist vom ganzen Himmel verlassen! – Du bist fallengelassen!" Solcher Hohn und Spott kommt auch pausenlos.)

 

Gefahr

6. März 1986 – 2.00 Uhr nachts, Priesterdonnerstag

(Vater ist übermüdet. Es kommen Wellen, die seinen Kopf wie dumpf zusammenpressen möchten zu plötzlichem Schlaf.)

Maria: Vater Johannes! Gefahr! Die greifen an! Bleibe in Bewegung mit deinem Kind und glaube unerschütterlich, daß Ich die Herrin bin. Stelle dein Kind immer wieder auf die Füße; denn so ist die Angriffsfläche geringer! Betet Kinder! Es ist der Endkampf, der so grauenhaft ist, daß ihr sterben würdet, wenn ihr ihn sehen müßtet. Doch ich bin mitten im Kampf und siege!

4.20 Uhr

Johannes, Johannes Gefahr! Zünde die Kerze (Votivkerze) deines Kindes an; bezeuget dadurch einen unerschütterlichen Glauben! Mache die Kapelle hell wie den Tag. Läute auch mit den Glöckchen. All das dient dazu, die dunklen Mächte in Schrecken zu versetzen. Anders kommt ihr jetzt nicht durch.

Johannes, Johannes, dein Kind glaubt, es sei jetzt ganz weit weg und nichts mehr könnte stimmen! – Hier aber ist größte Wahrheit des Himmels verborgen. Deshalb tröste dein Kind! Dein Kind ist in der Sterbephase. Aber fürchte dich nicht, Ich bin euch so nahe wie noch nie! Dein Glaubenslicht, kleine Desolata, Goldkind, halte ich fest in Meinen kampfgewohnten Mutterhänden und bleibe Siegerin. Überlaß dich nur ganz Mir und deinem Vater.

5.25 Uhr

Hab keine Angst! Nur den Glauben festhalten!

5.55 Uhr

Alles ist übernatürlich; darum muß man auch mit übernatürlichen Mitteln kämpfen, sonst kommt man nicht durch! Tu, was geht! Im Augenblick Gottes fällst du, Desolata, nur in die Liebe.

17.05 Uhr

Johannes, Johannes, du darfst dein Kind heute nie lange allein lassen. – Auch bei der heiligen Messe mußt du immer wieder zu Hilfe eilen. Es geht nicht anders. Du weißt: Dein Kind ist im letzten Stadium und braucht Hilfe, die nur du ihr geben kannst. Die Hölle greift mit Wucht an; deshalb Wachsamkeit!

23.00 Uhr

Kleine Desolata! Laß dir ja nicht das Vertrauen nehmen, als ob es bei Gott gegen Satan keine Hilfe mehr gäbe. Das ist falsch. Der Kampf ist nur spürbarer geworden als früher, weil die Zeit Gottes angebrochen ist. Ich lenke und führe auch in dieser Nacht. Es wird dies die schwerste Nacht in eurem Leben sein.

24.00 Uhr

Johannes, Johannes! Gefahr! Nehmt frische Luft und Helligkeit zu Hilfe, damit du wach bleibst. Dein Kind ist in großer Gefahr zu zweifeln, Johannes, das darf nicht sein! Hilf durch deine Stärke und deinen Glauben, der euch sicher durchtragen muß. Sei auf der Hut, Johannes, sei auf der Hut; denn die Bösen greifen versteckt an; doch Ich decke alles auf!

 

7. März 1986 – Herz-Jesu-Freitag, 1.50 Uhr

Maria: Johannes, Johannes, es ist immer Gefahr! – Wenn du dich mit deinem Kind beschäftigst und Mich aus dir wirken lässest, kannst du viel zurückdrängen. Dein Kind ist wahrlich mehr als in Todesnot befangen. Helfen, wo es geht. Daß das Kind nur nicht den Glauben verliert, ist wichtig.

4.15 Uhr

Maria: Johannes, geliebter Johannes, Ich verlange viel von dir und deinem Durchhaltevermögen. Doch denk daran, daß es dir immer noch besser geht, als deinem Kind. Du kannst noch stehen, dich bewegen und nach freiem Willen tun. Dein Kind aber ist noch hilfloser als ein Säugling und in schrecklicher Not. Johannes! Ich bitte dich: Tue alles und werde nicht müde. Es hilft auch dir eher, wach zu bleiben. Immer ist Gefahr!

5.00 Uhr

Geliebter Johannes, es ist immer noch Gefahr; darum dein Kind nicht allein lassen (nicht kurz weggehen). Es ist nur momentan, diese Anordnung, und deshalb: Erschrick nicht, du mußt auch dadurch im Ablauf der Dinge stehen. Desolata ist nur in Gefahr, wenn sie allein ist, da sie so bedrängt ist, daß sie nicht mehr standhält und ihr alles passieren kann.

 

Steigerung der Krämpfe

8. März 1986 – Herz-Mariä-Samstag, 3.00 Uhr

Maria: Kleine Desolata! Fürchte dich nicht! Die Krämpfe steigern sich nun und erfassen den ganzen Körper bis zum Herz. Du erkennst nun, wieviel Mut es braucht, absolut zu glauben. Wie ist dein Glaube groß geworden ...

 

9. März 1986 – 3.40 Uhr

Maresa: Vater im Himmel, endlich finde ich Dich! Dir übergebe ich meinen Geist. Wie gut bist Du!

4.00 Uhr

Maria: Kleine Desolata, Goldkind! Die Familie versammelt sich um ein Sterbebett; so soll es auch hier sein. Die Familie hilft dem Sterbenden durch Gebet, Glaube, Zuversicht und Anwesenheit. Deshalb darf auch R. kommen und am Schluß auch E. Auch das verlangt Glauben. (Beten bis in den Tag hinein. Desolata hält durch, erholt sich.)

 

Ausgespanntes Hängen am Kreuz

10. März 1986

Maria: Geliebter Johannes! Du mußt wissen: Keine Stigmatisierte litt den Anteil an Jesu Kreuzesleiden, den die kleine Desolata leiden muß, – nämlich: das totale ausgespannte Hängen am Kreuz. Es ist dies das schrecklichste, namenlose Leiden Jesu, wo auch sein Haupt keinen Platz fand.

Niemand kann ermessen, was das bedeutet. Ihr müßt deshalb Desolata beistehen soviel wie möglich, sonst kann sie es nicht ertragen. Mit zarter Mutterhand habe Ich sie bis hierher geführt, daß sie es überhaupt aushalten konnte. Damit ist der Becher des Leidens randvoll gefüllt.

(Anmerkung zum 10. März 1986: Bei jedem Hinlegen hörte man immer "Mein Kopf, mein Kopf!" "Ich hab keinen Platz für meinen Kopf!" (obwohl gut gebettet!) – In den letzten Liegetagen trat dieser Ausspruch in den Vordergrund: "Ich falle!" – Wegen der nicht mehr zu ertragenden Schmerzen beim Liegen bringt Desolata seit 8 Tagen die Nacht in ihrem Sessel sitzend zu – und das bleibt so Tag und Nacht bis zu ihrem Tod.)

 

13. März 1986 – 2.40 Uhr

Maria: Geliebter Johannes, Desolata leidet unsäglich in dieser Nacht, und du kannst ihr nur helfen durch Bewegung und immer wiederkehrende Versuche, sie neu zu setzen. Damit linderst du ihre Todesnot, die sie befallen hat. Tröstet euch an Meiner Gegenwart!

 

14. März 1986 – Schmerzensfreitag, 4.40 Uhr (nach 2 Stunden vergeblicher Sitzversuche)

Maria: Kleine Desolata, nicht den Mut verlieren! Glauben und vertrauen. – Das, was du jetzt leidest, ist wieder Anteil an Jesu Kreuzesleiden. Die ganze Macht der Hölle ist es, die sich zwischen dich und Mich wirft, sodaß du dich ganz verlassen fühlst. – Oh, wenn ihr wüßtet, wie umsorgt Ihr seid trotz allem – es würde euch leichter ums Herz sein. Mit deinem geliebten Vater Johannes wirst du noch durchhalten können, wenn auch äußerst schwer und mühsam.

 

16. März 1986 – Passionssonntag, 0.30 Uhr

Maria: Noch bist du befangen im Nebelhauch der Hölle, die dein Kreuz, dein Kreuzesleiden umtost, wie bei Jesus am Kreuz. Es ist dir unmöglich, richtig zu fühlen. Du gehst unter in Schmerzen und Schrecken. Doch das ist nicht die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit strahlt auf in dem Augenblick, in dem Ich komme und Meinen Fuß zwischen dich und die Macht der Hölle stelle und Mein "Genug!" spreche.

Kleine Desolata! Jesus in der Kapelle wartet auf dich in der großen Hostie, die für dich immer das Glück deines Lebens war – die für dich immer lebendig war durch den Herzschlag des Herzens Jesu immer für dich. So wartet Jesus auch jetzt wieder auf dich wie damals (bei der Erstkommunion). Auch jetzt wird die heilige Hostie wieder das Glück deines Lebens sein. Der Himmel tut sich wieder über dir auf, weiter, größer, empfindsamer als damals. – Deshalb fürchte dich jetzt nicht, diese letzte Station zu durcheilen, und das Sterben –, um ins Glück einzutreten. – Verbinde dich mit Mir!

 

Wieder in Todesnot

18. März 1986 – 0.10 Uhr

Maria: Johannes, Johannes, dein Kind ist wirklich in Todesnot. Darum darfst du nicht ungeduldig werden, sie hochzunehmen. Es lebt In ihr eine furchtbare Vorstellung und Empfindung. Darum halte dein Kind hoch, so oft es dir möglich ist. Darum verschaff ihm immer Luft und nimm ihm das furchtbare Empfinden "kopfüber" zu sein und nie mehr hochzukommen. Es ist dauernde Gefahr!

0.40 Uhr

Johannes, schenk deinem Kind deine ganze Liebe, um ihr hinwegzuhelfen über diese dunkle Schwelle, die für dein Kind ein einziger Schrecken ist.

1.00 Uhr

Versuch mit deinem Kind jetzt auch wieder (im Gehen) die "kleine Runde" zu machen. Das vermag ihm viel zu helfen.

 

19. März 1986 – Josefstag, 1.10 Uhr

Maria: Geliebter Johannes, Mein Kind leidet heute unermeßlich mehr als gestern. Sie wird von Krämpfen geschüttelt und taucht unter in einem Feuermeer der Schmerzen und unerklärlicher Leiden. Bei allem Einfühlungsvermögen kannst du dir es nicht vorstellen, was das bedeutet. – Hilf deinem Kind durch noch mehr Liebe und Erfindungsgabe. Erleichtere es ihm fortwährend, wo es geht, damit dein Kind nicht in Panik und Verzweiflung geraten muß. Setze dein Kind immer wieder neu hin. Das ist das einzige, was ihr ein bißchen Erleichterung zu bringen vermag.

 

Hilfe durch den Heiligen Josef

Bitte diese Nacht ganz besonders auch Meinen geliebten Bräutigam Josef, daß er flehen möge und seine ganze Kraft einsetzen darf, die er besitzt für die Leidenden und Sterbenden, vor allem gegen die Mächte der Hölle. Er wird euch beistehen und helfen. Vertraut ihm ganz. Das besiegt Mein Herz. – Denn auch er ist beinahe vergessen in der Kirche Meines Sohnes, und das schmerzt Mich sehr; er war Mir doch der treueste Helfer. Ich bin bei euch wie immer, bei Desolata, die so in die Nacht der Gottverlassenheit getaucht ist, daß sie alle Kraft braucht, um ihren Glauben aufrecht zu halten.

Abends

Kleine Desolata, fürchte dich nicht so sehr vor der Nacht! Du wirst sogar etwas schlafen, damit auch dein Vater etwas zu Ruhe kommt. Dies verdankst du heute den Gebeten zum Heiligen Josef. – Es ist immer tröstlich für Mich, wenn ihr ihn immer einbezieht in euer Beten und Hilferufe; er ist doch die große Schutzmacht für die ganze Christenheit.

 

Opferung

24. März 1986 – Karmontag

Maria: Geliebter Johannes! Desolata erleidet einen furchtbaren Todeskampf, den du nur äußerlich wahrnehmen kannst wie am Rand. Sie erleidet furchtbare Augenblicke, weil das Leben entschwinden will. Es ist nicht so, als ob ihr das alles nur vorgegaukelt würde; sie erleidet es wirklich. Du bist dazu bestimmt, ihr beizustehen in all diesen furchtbaren Phasen.

Eine große Qual bedeuten für sie die eingewickelten Füße (die jetzt vom Wasser dick aufgeschwollenen Unterschenkel haben schon etwa 20 aufgebrochene, nässende Stellen). Sie vermehren ihr Gefühl, ständig im Feuer zu stehen. Sei so liebevoll zu ihr, wie du nur kannst. Ich weiß um deine eigene Schwäche und um die Grenzen deiner Kraft und deines Zustandes.

Geliebter Johannes! Ihr seid ein auserlesenes Kampffeld dieser furchtbaren Zeit, die es kaum seinesgleichen hat. Deshalb die Zuspitzung eurer Situation. Haltet jetzt in Liebe durch. Vertrauen in dieser furchtbaren Lage ehrt Gott unendlich und läßt ihn liebevoll auf euch blicken.

 

25. März 1986 – Kardienstag

Maria: Johannes, dein Kind leidet unermeßlich. Bleibe liebevoll. (Auf Klagen von Desolata:) Sie müßte nur höher gesetzt werden; so wie jetzt, hängt sie in furchtbaren Qualen. Hilf ihr, so gut es geht, Johannes.

 

26. März 1986 – Karmittwoch

Maria: Ich habe euch geopfert auf dem Altar Meines Sohnes. Der Himmlische Vater hat euer Opfer angenommen. Verzagt jetzt nicht in diesen letzten furchtbaren Stunden des Kampfes. Das ist der Anteil an Jesu entsetzlichem Leiden. Fürchtet euch nicht! Ihr werdet noch durchkommen, auch wenn es euch fast unmöglich erscheint. Vergeßt nicht, Mich anzurufen.

 

27. März 1986 – Gründonnerstag

Maria: Geliebter Johannes ... du weißt, es geht um die Spitze des Kampfes, um den Sieg. Die andere Seite ist listig und machtvoll und will nicht übergeben, und so ist ständig Gefahr. Du allein bist der Priester, der einen Schutzwall bildet um sein Kind durch deine Standesgnade.

 

29. März 1986 – Karsamstag

Maria: Kleine Desolata, es ändert sich nichts am Fluß der Zeit. Du stehst in tiefster Nacht, und kein Licht mehr möchte dir scheinen. Doch das Licht, das dir die ewige Sonne bringen wird, bin nach wie vor Ich.

 

Sturm auf den Glauben

30. März 1986 – Ostersonntag

Maria: Kleine Desolata! Halte an deinem Glauben fest; er wird nicht getäuscht; auch wenn alles auf Sturm steht und das Gegenteil einzutreffen scheint. Dein Glaube, Kind, ist kostbarer als das Osterlicht vor Gott!

 

31. März 1986 – Ostermontag

Maria: Kleine Desolata, fürchte dich nicht ob dieser neuen Prüfung, die dich überfallen hat wie ein Dieb in der Nacht, die euch beansprucht beinahe bis zur Erschöpfung eurer letzten Kräfte und letzte Auslastung erpreßt.

Du kleine Desolata, lerne nun, ganz Kind sein. Wenn ein Kind so leidet, ruft und bettelt es: "Hilf mir!" ohne zu überlegen, ob die Mutter übermüdet ist oder selbst Schmerzen hat. Das Kind hat Vertrauen in die Kraft der Mutter. So tue auch du. Wenn man dir auch nicht durchgreifend helfen kann, so lindert doch jede Bewegung und Veränderung deine Qual. Haltet jetzt im Glauben fest. Es ist nicht zu Ende für dich!

 

7. April 1986

Kleine Desolata, du leidest heute wieder Jesu Kreuzesleiden und brauchst Hilfestellungen, wie Hingabe. – Werde niemals irre. Bleibe im Willen Gottes verankert. Alles wird gut! (Desolata spricht jetzt oft: "Dein Wille geschehe", aber auch oft: "Ich falle!" – "Die zerquetschen mich!")

 

Toben der Hölle

13. April 1986

Maria: Kleine Desolata, geliebter Johannes! Macht euch keine Sorgen wegen vorhin (Hereinfunken der Hölle: Desolata fletschte mit den Zähnen und tobte gegen ihren Zustand). Ich habe euch einmal gesagt: Nichts kann die Stunde Gottes verzögern! Also auch dieses Geschehen nicht, das sich wiederholen kann. Es ist letzter Versuch der Hölle, von Desolata Besitz zu ergreifen, um Mich zu hindern, ihr sich zu nähern. Desolata selbst hat nichts damit zu tun.

Geliebter Johannes, bleibe deshalb so liebevoll und einfühlend wie gestern; denn Desolata leidet namenlos. Sie steht in tiefster Nacht und wie vor dem Ausgelöscht-werden.

(Anmerkung 8. Mai 1986: Um die Knöchel herum sind die Beine von Desolata rechts mehrmals links aufgebrochen und sondern erheblich Wasser ab. Die Wunde in der Gesäßfalte hat sich nach außen verbreitert, ist größer und schmerzvoller geworden, etwa 5 cm groß. Die Kranke sagt, daß von hier aus alle Krämpfe und Schmerzen im Körper kämen. Die Wunde ist äußerst schmerzhaft.)

 

Feuer

10. Mai 1986

(Anmerkung: Wegen Erschöpfung hat sich Vater ausnahmsweise vor seinem Nachtdienst 1 Stunde schlafen gelegt. In der Kapelle brannte die Votivkerze. Durch sie entstand ein Brand, den Vater nicht mehr löschen konnte. In wenigen Minuten war die Kapelle ein Feuermeer. Vater konnte sich noch retten und holte Helfer, um Desolata aus ihrem Zimmer, dessen eine Türe ja in die Kapelle ging, hinauszutragen.

In der Kapelle entstand Totalschaden. Nur die Monstranz, Versehpatene und Kreuzpartikel wurden gerettet. Trotz der etwas offenen Türe aus Desolatas Zimmer zur Kapelle brannte nur die Türseite zur Kapelle; sie verkohlte von oben bis unten, während sie auf der Seite zu Desolatas Zimmer in ihrer weißen Lackfarbe vollständig unversehrt blieb. Neben der Türe stand in der Kapelle die Figur des heiligen Michael.)

 

Türe geöffnet

13. Mai 1986

Jesus: Satan hat eure Klausur gesprengt – mit Gewalt! Haltet die Klausur nun offen. Daß Satan die Gnadenstatue zerstören durfte, liegt daran, daß die Zeit für ein Wunder hier noch nicht reif war. Aber die Gnadenstatue wird wiederkehren in neuer Herrlichkeit und Frische. Wehe Satan, dreimal Wehe Satan für seine ruchlose Tat. Euer Leben zu retten war die große Tat Gottes. Seid euch dessen stets bewußt, und glaubet nach wie vorher an die Liebe Gottes, die euch umfängt.

 

Nacht vor dem Pfingstsonntag

Maria: Kleine Desolata, geliebtes Goldkind, Kind Meines Herzens, laß den Kopf nicht hängen! Wisset, daß in jedem der noch vorhandenen Bilder (Fotos der Gnadenstatue) Ich genau so gegenwärtig bin, wie in der Gnadenstatue (bisher). Fürchtet euch also nicht! Ich bin euch nahe wie eh und je.

 

St. Michaelshilfe

Pfingstmontag

Maria: Kleine Desolata! Der lebhafte Wunsch, so schnell wie möglich wieder eine Michaelstatue zu bekommen und ebenso Gnadenwasser von San Damiano, so viel wie möglich – ist dir eingegeben worden. Die für euer Auge mögliche Sichtbarmachung des heiligen Engelfürsten tut euch not, gibt euch Abwehrkraft, Mut und bedeutet Schrecken und Abscheu für eure Feinde. Vermögen sie doch nicht zu ertragen, an ihre Niederlage erinnert zu werden. Verehrt den heiligen Michael sehr. Er ist auch heute wieder stark im Kampf und kämpfte auch für euer Leben bei dem Höllenbrand. Sein Schwert stand vor deiner Zimmertür und gebot Halt in Meinem Namen. Danket ihm also sehr.

 

Pfingstdienstag

Maria: Kleine Desolata! Tretet immer wieder in Verbindung mit dem Himmel und all seinen Bewohnern. Ich kann euch nichts Wichtigeres sagen. Es macht euch starkmütiger und gelassener, wenn ihr unentwegt daran glaubt, daß wir stets um euch sind, euch schützen wollen und euch ohne Ende lieben. O glaubt an diese Liebe.

Daß du es nicht fertig bringst, liebe kleine Desolata, kommt daher, daß Satan dir die Vorstellungskraft geraubt hat und die kindliche Frömmigkeit, die dazu notwendig ist – stets verdunkelt und zudeckt. Mache trotzdem immer wieder den Versuch. Es wird dir helfen in deiner großen Not.

 

Letzte, schwerste Station

12. Oktober 1986 – 22.30 Uhr

Maria: Kleine Desolata! Meine Hand liegt nun fest und spürbar fast auf dir und deinem Vater, damit Ich euch hindurchführen kann durch diese letzte, schwerste Station. Fürchte dich nicht, du wirst vielfach vor Schwäche dahindämmern, sodaß du nicht alles verspürst.

Laß dich durch nichts vom Glauben abbringen – im Gegenteil, erwarte jetzt alles von mir. Ihr müßt es Mir sagen, daß ihr Mich erwartet. Denn so ist es der Wille des Himmels! – Wenn du, kleine Desolata, Mich immer unter dem Einfluß der Bösen in weite Ferne schiebst, bindest du Mir die Hände. Bitte hör nicht hin, sondern glaube Mir.

 

19. November 1986 – Rosenkranz

Maria: Kleine Desolata! Heute ist ein besonderer Tag: Die kleine Gebetsgemeinschaft O. hat angefangen zu bestehen. Der ganze Himmel jubelt, und es freuen sich die Engel und die Heiligen.

Liebe, gute Fr. R. Ich danke dir für deinen Mut und dein tapferes Herz: Du hast heute (mit deinem Kommen) den Grundstein gelegt für eine Gebetsgemeinschaft, die einen besonderen Auftrag Gottes erfüllen soll. Bald wird deine Familie dir hierher nachfolgen. – Wohl möchte dieser kleine Same euch phantastisch vorkommen; doch dem ist nicht so.

Ihr Menschen des 20. Jahrhunderts habt verlernt, an die Macht des Gebetes zu glauben. Ich werde euch lehren, in der rechten Weise zu beten, um zu empfangen. Eure Gebete können O. verwandeln.

 

29. November 1986 – Samstag, 23.00 Uhr

(Anmerkung: Satan donnerte Desolata an: Ich bin der Herr der Finsternis. Ich werde vollkommene Finsternis über euer Haus schütten und alle im Haus töten, zuerst den schwarzen Pfaffen. Ich hasse euch! Immer wieder wird Desolata von gemeinen Ausdrücken und Anreden von Seiten der Hölle überschüttet. Sie ist ja trotz aller Schmerzen Tag und Nacht ihr ausgesetzt. Sühneleiden!)

 

Das Leiden

(Anmerkung 7. Januar 1987: Desolata lebt jetzt zutiefst ihr spezifisches Leiden: Ausgespanntsein am Kreuz. Immer wiederkehrende Worte von Desolata: "Ich werde lebendigen Leibes auseinandergerissen!" "Ein entsetzlicher Zug ist an meinen Beinen nach unten!" "Ich kann es nicht mehr aushalten."

Ihre Wirbelsäule ist nach zwei Richtungen so gekrümmt, daß sie nur mit eingeknickten Beinen, gestützt und gehoben vom Vater, ein paar kleine Schrittchen mühsam gehen kann, wobei das rechte Bein von einer anderen Person bewegt werden muß. Das linke Bein kann sie mühsam selbst noch bewegen. Diese kleinen Schrittchen sind jetzt ihre größte Marter. Das Schmerzvollste ist ihre Wunde in der Gesäßfalte.

Ihre Füße und Beine, bis zum Knie, sind vom Wasser unförmig aufgetrieben, vielfach offen, einzelne Stellen eitrig, nässen teilweise stark. Besuche können diese unförmigen, wunden Beine nur mit Erschütterung sehen. Bandagen an den Beinen kann sie nicht aushalten vor Qualen. Auch der lockerste Verband ist schon sehr schmerzhaft. Darum kann das Wasser in den Beinen nicht zurückgedämmt werden. Medikamente helfen nicht. Der Rücken ist ganz gekrümmt, darum seitliche Kopfauflage.

Die Nächte sind die schwerste Zeit. Krämpfe um Krämpfe. Zu deren Lösung hebt der Vater sie an den Armen haltend und stemmend, den Oberkörper empor. Nach kurzer Zeit sagt sie dann: Wieder hinsetzen! Aber jetzt, in dieser Nacht, war schwerster Kampf: Kaum hatte der Vater sie hochgestemmt, schlief sie in dieser Halterung ein. Aber nur kurze Zeit reichten Vaters Kräfte. Er versuchte mit größter Behutsamkeit sie überlangsam auf den Sessel wieder hinzusetzen, aber sie war sofort wach und bat: Bitte hochziehen. So ging es drei Stunden hindurch ohne Unterbrechung. Ohne die Hilfe der Mutter wäre das unmöglich!

Desolata ist seit dem Herbstbeginn 1986 fast ganz gelähmt. Das Essen wird ihr in den Mund gegeben. Sie kann sich selbst nicht mehr mit dem Körper bewegen, ihre Lage des Sitzens nicht selbst verändern. Sie sitzt Tag und Nacht auf einem Daunenkissen, das auf einem 15 cm dicken Schaumgummi liegt. Trotzdem kam es einmal von ihrem Mund: "Ich sitze auf lauter Kugeln!" Und das eben Tag und Nacht. Nur ihre Arme kann sie noch ein wenig hochheben; doch ist es nicht mehr möglich, die Finger zu bewegen.)

(Anmerkung 10. Januar 1987: Immer mehr leidet sie unter dem Hängen am Kreuz. Schmerzen, Qualen Tag und Nacht ohne Pausen, ohne Entspannung! "Ich kann nicht mehr." "Ich möchte sterben." "Mutter, komm, erlöse mich!" "Meine Arme werden auseinandergerissen wie mit Zentnergewichten, meine Füße nach unten gezogen; Zentner hängen daran." – Wie oft fragt sie den Vater in einer Stunde: "Kommt die Mutter wirklich?" "Es geht mit mir zu Ende!" "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" – "Muffer, hilf mir doch!" Sie schreit das manchmal unter dem Übermaß der Qualen.)

 

Heroldsbach

20. Januar 1987 – 0.30 Uhr

Maria: Kleine Desolata! Fast möchte Ich immer noch sagen: Ich stehe vor den Toren Deutschlands und weine. Doch die Tore haben sich gelockert; die eisernen Sperrketten sind gefallen, und mit der unendlichen Barmherzigkeit Gottes vermag ich die Türklinke niederzudrücken und einzutreten. – Sammelt euch alle, ihr Menschenkinder, die ihr gut und fromm seid, zur Wiedergutmachung von Heroldsbach. Deutschland muß gerettet werden, und dies ist eine Bedingung! Fürchtet euch nicht: Eure Mutter hat euch nicht vergessen.

(Anmerkung 20. Januar 1987: Täglich werden die Qualen größer, sodaß Desolata selbst sagt: "Das ist wirklich Hängen am Kreuz!" "Sterben dürfen!" Immer wiederkommt es: "Ich kann nicht mehr!" – Tränen. Hilferuf zu Jesus und Maria!)

 

21. Februar 1987 – Heilige Messe

Maria: Kleine Desolata! Wenn der Engel des Ortes Ottobeuren beherrschen kann, wird auch die Natur sich wieder erholen, und vieles wird sich schlagartig verändern. Das mag dir jetzt fantastisch erscheinen; doch dem ist nicht so.

Glaube, Kind, glaube! Alles muß "erglaubt" werden. Laßt euch von Mir zu jenem Glauben führen, den Gott in Zukunft so notwendig braucht, um zu retten und zu erhalten. – Bemüht euch nur um den Glauben, der Berge versetzen kann. Dazu brauche ich eine größere Gemeinschaft von betenden und opfernden Seelen in O., um zu retten, was Gott noch retten will.

(Anmerkung 21. Februar 1987: Als die Mutter von der Beherrschung von Ottobeuren sprach, lachte Satan und sagte: Es nützt euch nichts; denn ihr wißt meinen Namen nicht! Darauf Desolata: Du brauchst dich nicht zu verstellen, du bist A. Wutgeheul von A. Gemeine Schimpfnamen für Desolata. Satan: Ich könnte dich umbringen, aber ich darf nicht. Die hohe Frau, wegen der ich in die Hölle gestürzt bin, erlaubt es nicht. Ihr Fuß rückt immer näher: den fürchte ich, denn er beherrscht uns.)

 

Unbeschreiblicher Endkampf

23. Februar 1987 – Beim so schmerzlichen Verbandwechsel

Maria: Kleine Desolata! Immer wieder möchte Ich liebevoll zu dir sagen: Halte aus, o halte aus! Mein süßes, einzig geliebtes Kind! Siehe, Ich halte dich in Meinen Armen innig an Mein Herz gedrückt, deine Seele in Mein Herz eingeschlossen. Da hüte Ich sie vor dem Abfall vom Glauben und Vertrauen. Daß du Mir immer noch vertraust, ist das Größte, was du tust.

Der Endkampf jetzt ist unbeschreiblich; denn Satan will nicht aufgeben. Er kann nicht glauben, daß ein schwaches Mädchen wie du nicht winselnd zu ihm kommt. – Das wird nie der Fall sein. Das macht ihn rasend. Fürchte dich nicht. Ich bin immer bei dir und auch dein Vater Johannes. Du bist in bester Hut!

 

Macht des Gebetes

25. Februar 1987 – Beim Rosenkranz

Maria: Kleine, geliebte Desolata. Der ganze Himmel freut sich heute über die erweiterte Gebetsgemeinschaft, von hellen Kinderstimmen durchdrungen. O die Menschen glauben nicht mehr an die Macht des Gebetes! Hat doch das Gebet himmlische Kraft und vermag viel, ja alles!

Du kannst dir kaum vorstellen, kleine Desolata, welch ein Segen von eurem Gebet über den Ort O. sich ausbreitet. So rettet man Familien, Hausgemeinschaften, Dörfer und sogar Städte.

Der Himmel kann heute kaum mehr Wunder wirken, weil die Menschen darüber lächeln und spötteln. Sie glauben lieber an ihre Erfindungen und Errungenschaften und klammern sich daran. Dem Himmel trauen sie kaum mehr etwas zu.

Diese kleine Kapelle, die dein Vater Johannes unter großen Mühen wieder geschaffen hat, duftet von Gebet, Glauben und Vertrauen in süßen Intervallen zum Himmel und bewirkt vieles. O behaltet diese Übung (Rosenkranz mit Lesung) bei; mag sie auch Opfer kosten. Ruft alle herbei, die beten wollen, und scheut keine Anstrengung dazu.

 

Heroldsbach: Die guten Pilger

27. Februar 1987 – 21.30 Uhr

Maria: Kleine Desolata! Sicher, die Angelegenheit mit Heroldsbach verläuft zäh und wenig Erfolg versprechend. Es war nicht anders zu erwarten. Doch das einfache, gläubige Volk erfüllt die Bedingungen des Himmels, wenn es zu Meinem Erscheinungsort pilgert zu Gebet und Opfer. Dieses gute Volk hat sich Meiner erinnert und versucht gutzumachen. Möge sich die Zahl ständig mehren und ruhig bleiben ohne Kritik und Murren gegen die Amtskirche. Mögen sich die Leute durch diese Wallfahrten immer mehr bekehren und läutern, um so zu bezeugen, daß Ich wirklich auf diesen Ort Deutschlands Meinen Fuß gesetzt habe, um Deutschland zu retten, vor allem vor dem inneren Verfall, der heute sich überall kundtut.

 

Gebetskraft

29. Februar 1987

Maria: Kleine Desolata! Rufe die liebe, kleine G. herbei zum Rosenkranzbeten als Unterstützung für euer Gebet; denn der Dämon schleicht heute Abend umher mit bösen Absichten. Deshalb verstärkt euer Gebet.

Fürchtet euch nicht: Dies bringt euch die himmlische Heerführerin von Gottes Gnade ganz nahe. Ich kann den Dämon mit einer einzigen Bewegung bezwingen. Haltet euch deswegen eng an Mich und glaubt an Meinen Sieg.

Der Dämon fürchtet vor allem das Rosenkranzgebet, besonders wenn es von jungen Menschen gebetet wird. Das macht ihn rasend. So könnt ihr ihn fernhalten von eurem Haus.

Desolata: Jesus, du rufst viele Menschen!

Jesus: Ja viele, viele – nein alle! Ihr werdet staunen über eure kleine Wunderkapelle, was daraus werden wird. Mit deinem furchtbaren Leiden hast du viel dazu beigetragen, kleine Geliebte.

O nur dieses winzige Stückchen Zeit halte noch aus, damit dem Himmlischen Vater restlos alle Ehre angetan wird – und du wirst versinken im Glück.

 

Heroldsbach/Gebetsgemeinschaften

28. März 1987 – Beim Rosenkranz

Liebe kleine Desolata! Keine Sorge wegen Heroldsbach. Die Unterwelt ist aufgewacht und hat ... Mir allein die Kampfansage gemacht, der Mutter und Retterin Deutschlands. Wer für Mich und Meine Ehre kämpft, steht unter Meinem Siegesgesetz. Ich werde Satan den Fehdehandschuh im geeigneten Augenblick zuwerfen und zurückschlagen. Blickt deswegen nicht zu sehr in den Kampf, sondern auf den Sieg Meines Unbefleckten Herzens. Es müssen für Heroldsbach Gebetsgemeinschaften gegründet werden wie hier in Ottobeuren.

 

Zur Eile gedrängt

5. April 1987 – Sonntag, 5.30 Uhr

Maria: Kleine Desolata! Nun haben alle, die bisher zu eurer Gebetsgemeinschaft gerufen wurden, ihr "Ja" gesagt und sind bereits in Funktion getreten. Das tröstet Mein Mutterherz, das nun so drängt und euch zur Eile aufruft, da es um die alles überwiegende Kraft des Gebetes weiß, das retten soll, was zu retten ist; denn der Widersacher schläft nicht, wenn ihr schläft, sondern geht umher wie das fürchterlichste Raubtier. Die Gebetskraft soll ihn zurückdrängen, vor allem das Rosenkranzgebet, das heute Gottes furchtbarste Waffe ist gegen Seinen Feind –, die eine Wirkkraft hat, die für euch nicht schaubar und meßbar ist.

Das ist das Netz der Rettung, das ich nicht nur über Deutschland – nein, über die ganze Welt gespannt habe mit Hilfe Meiner guten und getreuen Kinder, Meiner schwächsten und kleinsten, aber gehorsamsten –, denen heute so große Kreuze aufgeladen sind, daß sie manchmal nicht mehr weiterwissen. Doch sie sind niemals allein. Sie stehen alle im Zeichen Meines Sieges Meines Unbefleckten Herzens.

 

Mariens Schweigen

24. April 1987

Maria: Mein Schweigen ist notwendige und zugelassene Prüfung! Denn mit jedem Tag des Glaubensdunkels wächst die Gottesgabe der Verdienste! – Werdet also nicht irre an eurer Mutter. Sie steht nach wie vor an eurer Seite und wendet Ihre barmherzigen Augen ständig euren Schmerzen zu in innigem Mitleid und getreuester Mutterliebe.

(Anmerkung 13. Juni 1987: Situation Desolatas, die in der Zwischenzeit immer wieder Einsprechungen erhält für bestimmte Einzelpersonen. Immer mehr wird der Kranken ihr Hängen am Kreuz bewußt. "Es ist schrecklich, ich falle immer nach vorne runter!" Sie sitzt ja Tag und Nacht in ihrem Sessel mit ihrem verbogenen Rückgrat, nach vorne geneigt. "Ihr glaubt nicht, was für eine Wucht in meinem Körper ist! Dabei werden mir Arme und Beine wie herausgerissen." "Mir ist als ob mein Körper in der Mitte auseinanderbreche.""Macht die Fenster auf, ich bekomme keine Luft!" "Helft mir, ich kann nicht mehr!" "Wenn ich doch sterben dürfte!" Immer und immer wieder kommt sie in Todesnot.)

(Anmerkung 7. Juli 1987: Die Leiden nehmen immer zu, bringen Desolata immer wieder an den Rand der Verzweiflung. Die Nächte sind ein Meer von Qualen. Untertags kommt der Schlaf.

Der rechte Fußknöchel hat jetzt durch das Wasser einen Umfang von ca. 80 cm und hat keine Haut mehr. Verband ist so durchnäßt, daß er täglich zweimal gewechselt werden muß.

Heute Nacht kam unerwartet ein "Donnerschlag" direkt vor dem Haus. Es war kein Donner, sondern wie ein metallener Schlag gegen Blech, ein furchtbarer Krach, der an eine Explosion erinnerte. Dieser Schlag war auch in 20 km Entfernung zuhören. Der Schlag war nicht oben in der Luft, sondern an der Hausfront. Das Haus erzitterte. Desolata sagte: Das war A. (Satan). Er hat den Kampf angesagt. Vater hatte dann schwersten Kampf gegen den Schlaf, ganz ungewöhnlich. Die laufende Beanspruchung durch notwendige Bewegungen bei Desolata half ihm, wach zu bleiben. Noch um 8.00 Uhr morgens sagte Desolata: A. ist immer noch da!)

18. Juli 1987 – Aussagen von Desolata: "Mir ist furchtbar schlecht!" "Mein Körper geht auseinander!" "Mein Körper zerfällt!" "Mein Körper löst sich auf!" "Ich zergehe!" "Helft mir, ich sterbe!" "Mir ist schrecklich schlecht. Ich halte es kaum mehr aus." Jede Bewegung, ob mit den Armen oder Beinen oder Körper, bringt intensiven Schmerz in der sich immer mehr vergrößernden und vertiefenden Wunden bei der Gesäßfalte. Es kommt aber schon seit etwa 3 Jahren kein Stöhnen oder Schmerzensschrei über ihre Lippen.

1. August 1987 – Desolata hört das Wort: "Jesu Schlußleiden!" Gesteigerte Qualen. "Ich bin schon halb tot!"

3. August 1987 – Morgens, 4.00 Uhr: "Hilf mir, ich sterbe!" "Bitte hochnehmen, ich ersticke sonst." Alle 2-3 Minuten hochheben. "Hilf mir, ich habe Angst. Ich vergehe schier!" "Ich bin furchtbar ausgespannt." "Sterben dürfen!"

 

Glauben an den Siegesplan

23. August 1987 – 20.00 Uhr

Maria: Kleine Desolata! Es war ein raffinierter Schachzug des Bösen, dich heute so in einen Dämmerzustand zu versetzen, daß du Mich nicht wahrnehmen konntest. An der ganzen Gewalt des Kampfes siehst du, worum es geht. Es geht um einen Plan Meinerseits, den der Böse verhindern will ... (private Weisung)

Die drei Familienrosenkränze (es waren drei Gruppen nacheinander gekommen) in der Kapelle haben vieles bewirkt. Jetzt braucht es euren ganzen Glauben an Mich. Aber von wem sollte Ich einen solchen Glauben verlangen können, wenn nicht von euch, die ihr schon so viele Beweise der Echtheit erfahren durftet?

 

7. September 1987 – 4.30 Uhr

Maria: Kleine Desolata! Alle dableiben. Betet. Vertraut!

(Anmerkung: Desolata wieder in Todesnot. Der Zustand der in den letzten Tagen plötzlich bis auf Haut und Kochen abgemagerten Desolata ist tatsächlich so wie die Augenblicke vor dem Sterben. Vormittags kommen M. und A. zu Besuch. Miteinander beten wir bis mittags. Auch während der folgenden Tage gleicher Zustand.)

 

8. September 1987 – Mariä Geburt

Desolata von Zeit zu Zeit: "Ich kann nicht mehr – ich halte es nicht mehr aus." – Vater hilft ihr.

 

12. September 1987 – Maria Namen

Schwäche nimmt immer mehr zu. Auch wenn man das Ohr an ihre Lippen bringt, kann man nicht immer, ja selten, verstehen, was sie sagt. Während des Rosenkranzes sagt die Mutter zu Desolata: "Nimm Belladona D6." (Medikament, das Vater zu Hause hat.)

 

18. September 1987

Immer häufiger flüstert sie: "Ich kann nicht mehr schlucken." Seit 14 Tagen trinkt sie nur mehr aus einem Strohhalm Astronautennahrung. Andere Speisen kann sie nicht mehr zu sich nehmen. Immer häufiger sagt sie: "Ich ersticke!" – "Mein Körper ist eine einzige Wunde."

 

20. September 1987 – Sonntag

M. N. und A. F. zu Besuch. (Sie fotographieren Desolata.) Um 16.00 Uhr, als die Besucherinnen gehen wollten, sagte Desolata: "Dableiben." Um 18.00 Uhr: "Mutter sagt: Über Nacht dableiben!" (Desolata wieder in Todesnot.)

Bis 12.00 Uhr nachts bleiben die beiden den Rosenkranz betend bei Desolata und teilen mit dem Vater die Nachtwache.

Die Gesäßwunde ist fast Handflächengroß. Von der Außenseite her beginnt eine Nekrose. Weder Haut noch Fleisch ist mehr über dem Sitzbein. Desolata muß auf dem blanken Sitzbein sitzen. Der Verband darüber erleichtert es nicht.

Vater sagt ihr: "Jetzt ganz still dulden, ganz Opferlamm sein."

(Anmerkung 1. Oktober 1987: Desolata hat dies Wort des Vaters sofort befolgt und nicht mehr versucht zu sagen, welche Qualen sie jetzt erduldet. Deswegen sagt jetzt der Vater zu ihr, kommt es aus seinem Munde, ohne sich bewußt zu sein, was diese Worte bedeuten: "Jetzt bist du ganz das Schlachtopferlamm Jesu! Jetzt hast du dein Ziel erreicht." Der Mund ist jetzt gelähmt. Sie verstummt. Kann nicht mehr reden. Totale Verlassenheit!)

(Anmerkung 15. Oktober 1987: In erschütternder Geduld hat sie die letzten 14 Tage durchgelitten. Vor etwa 3-4 Wochen sagte sie: "Herr, laß auch mein Sterben noch ein Opfer sein." Jesus nahm ihre Bitte an.)

Heute während des Abendrosenkranzes begann ihr Sterben. Nach dem Rosenkranz und sakramentalen Segen übernahm Vater die Nachtwache bei der jetzt röchelnden Desolata. Obwohl der Vater der festen Überzeugung war, daß sie auch diesmal nicht sterben werde, hat er doch ununterbrochen für sie gebetet, die wie schlafend, röchelnd dasaß; – hat ihr zwischen hinein immer soviel Güte und Liebe geschenkt, als er konnte.

Etwa um 22.45 Uhr bat er Gott und Maria, daß Desolata doch jetzt bald einschlafen dürfe, damit sie ihre Qualen nicht mehr spüre. Kurz darauf wurde ihr Röcheln leiser. Doch statt des Einschlafens kam um 23.15 Uhr der Tod.)

Weg, schwerster Weg einer Menschenseele zu Gott!

Desolata, bitt für uns!

 

Nachtrag

13. Juni 1991

Desolata hat etwa 1/4 Jahr vor ihrem Tode zu ihrem Priester gesagt: "Ich habe Jesus gebeten mich nach dem Tode noch im Fegfeuer zu belassen, um durch das Leiden noch Seelen zu retten!"

Dieser Wunsch wurde – nach Aussagen einer Begnadeten – angenommen. Doch jetzt (13. Juni 1991) ist sie im Himmel.

 

Nachwort

Das Leben von Maresa-Desolata war schweres und schwerstes Durchkämpfen.

"Das Gute zu tun", sagt Maria zu ihr, "fällt dir unendlichmal schwerer als anderen ... darin kreuzigst du deine Natur ... doch das gewährt dir unabsehbar mehr Verdienste und Gnaden." So wurde sie fähig zu der ihr bestimmten Passion – nicht kraft ihres Willens, sondern allein kraft der Gnade. Das stellte die Himmlische Mutter klar, als sie am 30. Dezember 1980, während der Heiligen Messe, zu Desolata sprach:

"Die Gnade vermagst du nur durch Ergebenheit, Fügsamkeit und Demut zu erlangen und bei dir zu halten, wenn Gott sie dir zugedacht hat. Das ist wichtig für dein weiteres Leben; denn die Kämpfe werden bleiben und sich oft steigern – doch du wirst darüber stehen in der Gnade und deshalb siegen. Die Gnade löst dich dabei aus den Fangarmen der negativen Kräfte und hält dich im Positiven, Bejahenden, sodaß dir alles leichter fällt und deine Seele sich über die Dunkelheit emporzurichten und sich hinzuwenden vermag zu Dem, Den sie sich ersehnt und liebt.

Du mußt es mit voller Klarheit wissen, Geliebtes, daß niemals du selbst dich befreien und deine Lage ändern kannst. – Einzig und allein ein Wunder der Gnade vermag es zu wirken.

So wie du dir selbst alles vergangene und gegenwärtige, geheimnisvolle, für dich rätselhafte Geschehen nicht geben und herbeiführen konntest aus eigenem Ermessen –, genausowenig vermagst du es zu ändern und von dir zu nehmen. Du vermagst nur, deinem Beichtvater absolut zu glauben und ebenso den Einsprechungen und, als Folgerung daraus, vollkommen zu gehorchen und dich widerstandslos hinzugeben.

Alles Geschehen an dir und in dir ist die wunderbarste, weiseste und von himmlischem Licht erleuchtete Führung und Schulung einer armen, kleinen Menschenseele, die Gott in seinem unfaßbaren und unerforschlichen Ratschluß erwählt hat für seine Pläne und Wünsche.

Daß du dieser deiner Erwählung bewußt und gerecht werdest, dazu bin ich dir in so besonderer Weise gegeben und zugetan, daß du lernest von mir, die sich selbst auslöschende, demütigste Magd und Sklavin des göttlichen Willens und damit vollkommenes Kind göttlicher Vaterliebe zu sein.

Dazu allein und für die Erfüllung deines Lebens, das nun im Höhepunkt steht, ist dir dein Vater gegeben worden als sichtbare, für dich stets greifbare und wirksame Hilfe. Wenn du nur versuchst, ihm zu glauben und dich unterzuordnen, schreitest du unweigerlich voran, trotz völliger Überlagerung von der Hölle und ihrer Kraft." – Soweit die Worte Mariens.

Dazu war auch eine Hilfe und Unterstützung die tägliche Weihe, gelebte Weihe, an das heiligste Herz Jesu, die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens und die Weihe an die Engel, durch die ihr Leben zur Vollendung kam.

Seit dem letzten Weihnachtsfest bat Maresa jeden zweiten oder dritten Tag – manchmal auch täglich: "Bitte die Kassette: Stille Nacht!" (Gesungen von Fr. R. Niemann, Köln mit Chor nach schlesischer Melodie.) Es wurde ihr Sterbelied.

Maresa-Desolatas Worte, die sie in ihr Tagebuch geschrieben: Wenn meine Stimme einst verklungen ist, so nimm und lies und denke mein! Und glaube, daß du nicht vergessen bist.