• Engel und Heilige von jedem Tag
  • Bücher der Liebe, Bd. 1
  • Bücher der Liebe, Bd. 2
  • Bücher der Liebe, Bd. 3
  • Bücher der Liebe, Bd. 4
  • Bücher der Liebe, Bd. 5

Der Engel vom 1. April heißt St. Pashael

und gehört zum V. Chor der Gewalten. "Ich trage den Willen Gottes zum Frieden und zur Versöhnung. Wo ein Kind des Friedens ist, da bin ich der stille Begleiter. Wer den Frieden liebt, wird alles, was entzweit ist, zu versöhnen helfen. Die Menschheit läge nicht so in Weh und Wunden, wenn alle den Frieden liebten." Ein Engel der Gewalt ist Hüter des Friedens. Dadurch wird deutlich, wie umstritten der Frieden immer ist, zwischen den Völkern und zwischen den einzelnen Menschen. Das Lamm Gottes musste geschlachtet werden, um den Frieden zu erwirken.

Die Seligen und Heiligen des 1. April heißen St. Irene von Thessalonike und Gefährtinnen (304), Märtyrerinnen, wurde zusammen mit ihren Schwestern Agape und Chionia unter Kaiser Maximian verbrannt, St. Venantius Fortunatus (605), Bischof, St. Walarich (Valery, 619), Priester, Einsiedler, Patron der Normandie, St. Cäsarius (um 1239), Provinzial der Franziskaner, St. Hugo von Grenoble (1132), Bischof, Patron von Grenoble, St. Hugo von Bonneveaux (1194), Abt der Zisterzienser, St. Nonius Alvares Pereira (1431), Karmelitenbruder, Adeliger und hoher Offizier.

"Herr und Gott, Du bist der Urheber des Friedens. Du schlägst oft mit dem Schwert, aber Du heilst auch die Wunden. Lass uns auf Bitten Deines heiligen Engels in Frieden leben und vereint in der Liebe. Amen."

 

Der Engel vom 2. April heißt St. Bergamin

und gehört zum V. Chor der versiegelten Gewalten. "Ich bin auch ein Engel der Endzeit, der Engel der Barmherzigkeit und des Schweigens. Sein Symbol ist eine Honigwabe. Er ist auch der Engel der Beharrlichkeit. Wenn die Endzeit beginnt und seine Siegel gelöst werden, wird er die Menschen sammeln, die in Maria geborgen sind und beharrlich im Glauben blieben trotz der Stürme der Endzeit.

Die Seligen und Heiligen des 2. April heißen St. Maria von Ägypten (um 430), Einsiedlerin, Eustasius von Luxeuil (629), Abt OSB, St. Ebba die Jüngere von Coldingham (870), Äbtissin, Märtyrerin, St. Franz de Paula (1507), Gründer des Bettelorden der Minderen Brüder, wurde durch viele Wunder schon zu Lebzeiten berühmt, Franz Coll (1875), Gründer der Frauenkongregation der Dominikaner, Missionar und Prediger in Spanien, St. Leopold von Gaiche (1815), Provinzial OFM.

"Bitte, heiliger Engel, den Herrn, dass Er durch Maria, durch die Engel und Heiligen mir auf meinem Weg zu Ihm die Gnade der Beharrlichkeit schenken möge. Bitte, dass ich feststehe im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Bitte, dass ich bestehe, wenn der Herr mit Seinen Engeln kommt. Amen."

 

Der Engel vom 3. April heißt St. Chesim

und gehört zum V. Chor der versiegelten Gewalten. "Ich bin der Engel des Heiligen Geistes mit St. Diolim und St. Pharim. Ich trage das Wort: Weiche!" Zu Maria Magdalena sagte jener Engel an diesem Tag – es war ihr 68. Geburtstag: "Seit deiner Geburt bin ich dein besonderer Schutzgeist. Darum war deine Kraft so groß und ist noch mehr geworden. Seit der Taufe schon bist du ein Kind des Heiligen Geistes ..." St. Chesim ist ein Engel der Endzeit und der Gewalt des Wortes: Weiche! St. Chesim trägt die Gewalt der göttlichen Gerechtigkeit. Das erste 'Weiche!' vollzog sich im Sturz der ungetreuen Engel, das letzte 'Weiche!' gilt dem Sturz der von Gott abgefallenen Menschen.

Die Seligen und Heiligen des 3. April heißen St. Luitbirga (Lutberga, um 880), Nonne, Einsiedlerin, lebte bei Magdeburg, St. Thjiento von Wessobrunn (995), Abt OSB, Märtyrer, wurde beim Einfall der Ungarn zusammen mit sechs Ordensbrüdern ermordet, St. Josef der Hymnenschreiber (886), Basilianer, Bekenner, gründete in Konstantinopel ein Kloster, in dem er seine berühmt gewordenen Hymnen dichtete, St. Richard von Chichester (1253), Bischof, St. Gandolf von Binasco (1260), Mönch OFM, Einsiedler.

"Heiliger Engel, erwirke uns die Gnade, niemals das Wort, das du trägst, aus deinem Munde zu hören und hilf uns zu erkennen, wenn es nötig wird zu sagen: 'Weiche, Satan!' Amen."

 

Der Engel vom 4. April heißt St. Basamed

und gehört zum IX. Chor der Engel. "Ich trage das Symbol des Brotes, der Liebe des Vaters im Mannah, das Brot des Lebens und der Nahrung des Leibes. Ich trage das Symbol der Liebe des Sohnes im heiligen Brote als ewiges Leben der Seele. Ich trage das Symbol der Liebe des Heiligen Geistes im Brot der Engel als siebenfache Fülle. Ich stehe für die letzte Ähre auf den Feldern und bin gesetzt über Alter und Krankheit." Sein Titel ist 'Engel mit der letzten Kornähre'.

Die Seligen und Heiligen des 4. April heißen St. Isidor von Sevilla (636), Erzbischof, Kirchenlehrer, eine der größten Gestalten des christlichen Spanien, dessen Schriften für Jahrhunderte gültig waren, drei seiner Geschwister wurden später ebenfalls heiliggesprochen, weit verbreitet wurde sein Buch über die Wunder der Natur, Heinrich Richter (1945), Priester, Märtyrer, war Präses der Kolpingfamilie in Köln, kam im KZ Ohrdruf ums Leben.

"Barmherziger Gott, stelle unser Leben unter die behütenden Augen Deiner Engel, damit wir nicht verloren gehen. Amen."

 

Der Engel vom 5. April heißt St. Eliguel

und gehört zum IX. Chor der Engel. "Der Geringste bin ich, der die Schätze der Reichen zählt. Siehe, mich umkleidet ein dunkler Regenbogen. Ich höre alle Töne der Erde und beseitige das Wertlose in der Seele." Seine Symbole sind die Wurfschaufel und das leere Scheffelmaß. St. Eliguel hört besonders die Töne der verirrten Menschenherzen, die am Reichtum, an Erfolg und Besitz hängen. Wenn die Stunde des Sterbens kommt, erkennen die Besitzenden, dass die Schaufel des Engels in ihrem Falle leer ist.

Die Seligen und Heiligen des 5. April heißen St. Nikephoros I. (828), Patriarch von Konstantinopel, St. Juliana von Lüttich (Cornillon, 1258), Priorin, Mystikern, gilt zusammen mit Eva von Lüttich als Stifterin des Fronleichnamsfestes, das sie 1209 in einer Vision sah, das Fest wurde von Papst Urban IV. – vorher Erzdiakon in Lüttich – 1264 für die ganze Kirche eingeführt, St. Eva von Lüttich, Mystikerin, befreundet mit Juliana, St. Gerhard von Sauve-Majeure (1095), Abt OSB, St. Vinzenz Ferrer (1419), Mönch OP, Prediger, Patron von Valenzia und Vannes, großer Bußprediger des 15. Jh., Beichtvater von Gegenpapst Benedikt VIII., St. Katharina Thomas (1574), Augustinerin, Mystikerin, die Heilige der Insel Mallorca, St. Maria Magdalena Bengy (1858), Gründerin des Ordens der Treuen Gefährtinnen Jesu, St. Creszentia Höß (1744), Oberin OFM, Mystikerin, litt von Jugend an, wurde im Kloster unterdrückt, später rehabilitiert, gilt als die Heilige des Allgäu.

"Großer, heiliger Engel, schaffe alles vor Gott Wertlose von unserer Seele weg. Hilf uns zu bewahren, was wir empfangen haben, damit wir, geschmückt im Gnadenkleid, vor Gott hintreten dürfen. Amen."

 

Der Engel vom 6. April heißt St. Edraim

und gehört zum IX. Chor der Engel. Sein Titel ist: Der ringsum abschneidet. Er sagt uns: "Wie ein Arzt schneide ich ringsum alles ab, was die Seele hindert zu Gott. Wie durch ein Brennglas schaut Gott auf mein Werk, ob die Seele Ihm in Schönheit entgegenleuchtet. Die Seele kann auch durch dieses Glas auf Gott schauen und in Seiner Liebe immer mehr erglühen." St. Edrain steht bei St. Sederim, der in der Mitte aller Gewalten steht. Die vier Engel an der linken Hand St. Sederims sind die 'Rächer', die vier Engel an der rechten Hand sind die 'Brüder'. Sie holen die Seelen, die sich Gott ausgeliefert haben. Einer davon ist St. Edrain.

Die Seligen und Heiligen des 6. April heißen St. Sixtus I. (125), 6. Papst nach Petrus, Märtyrer, St. Marcellinus von Carthago (413), Märtyrer, St. Irenäus von Sirmium (304), Bischof und Märtyrer, St. Notker der Stammler (912), Mönch OSB, wegen eines Sprachfehlers der 'Stammler' genannt, brachte die Klosterschule der Benediktiner zu großer Blüte, beeinflußte mit seinen Kompositionen und dichterischen Werken die Kultur seiner Zeit, St. Petrus Martyr (von Verona, 1252), Dominikaner, Prediger, Märtyrer, Volksheiliger Oberitaliens, hatte als Mönch viele hohe Ämter, päpstlicher Gesandter, steht für zahlreiche Wunder, wurde in der Nähe von Mailand von bezahlten Mördern erstochen, St. Wilhelm von Aebelholt (1203), Abt der Augustiner-Chorherren in Dänemark, verwirklichte die Ordenszucht, verteidigte die Ehe und wurde deswegen von König Philipp August von Frankreich, der seine Frau verstoßen hatte, für zwei Jahre in den Kerker geworfen.

"Heiliger Engel, wenn du auch brennst und schneidest, so zeigst du uns doch groß und gewaltig das Ziel, nach dem wir uns alle sehnen: Gott! Gehe weiter mit uns und lass uns oft durch das Brennglas schauen, damit wir uns ganz in der Liebesglut Gottes verzehren können. Amen."

 

Der Engel vom 7. April heißt St. Diloim

und gehört zum V. Chor der Gewalten. "Ich bin der erste der drei, die den Namen Gottesgewalt tragen. Als mächtiger Fürsprecher rühre ich an den Seelen, dass sie die Gnade erlangen, alles in Christus zu erneuern." Er ist der Engel der Gewalt des Gotteswortes 'Werde!' Die Engel der Worte 'Werde!', 'Komme!' und 'Weiche!' haben eine bedeutende Aufgabe im Heilsgeschehen. Dies soll durch weitere Schriften besser dargestellt werden. Wir hören die Stimme St. Diolims in den wenigen Predigten von Volksmissionaren, die uns die Schlafmützen vom Kopf reißen, mitsamt den Masken der 'Frommen'.

Die Seligen und Heiligen des 7. April heißen St. Ursula Venerii (1410), Mystikerin, versuchte als junges Mädchen im Abendländischen Schisma zu vermitteln, besuchte zweimal den Gegenpapst in Avignon und dreimal den Papst in Rom, Heilige der Verhinderung von Kirchenspaltungen, St. Johannes Baptist de La Salle (1719), Gründer des Ordens der Brüder der christlichen Schule in Frankreich, in seiner Chronik heißt es: "Adelig war er von Geburt, höher noch stand der Adel der Tugenden." – St. Maria Assunta Pallotta (1905), Laienschwester in China, St. Hermann Joseph (1241).

"Heiliger Engel Gottes, rühre an den Seelen, du mächtiger Fürsprecher, dass sie zu neuem Leben erwachen. Lass sie das Wort des Herrn aufnehmen wie ein Acker das Samenkorn. Hilf uns zu wachen, damit wir das 'Werde!' zum ewigen Leben erwarten dürfen. Amen."

 

Der Engel vom 8. April heißt St. Rahuel

und gehört zum IX. Chor der Engel. "Ich trage einen kostbaren Schatz: die Perle. Wer sie findet, der verkauft alles und geht den Weg der Vollkommenheit." St. Rahuel ist der Engel, der die Perle trägt, von der im Evangelium die Rede ist. Die Perle ist das Wort Gottes, das in die Ewigkeit führt. Das Wort Gottes ist wie ein Schatz in der Erde, den wir finden müssen. Wie die Perle ist auch das Wort Gottes etwas Lebendiges, das wir am Leben erhalten müssen.

Die Seligen und Heiligen des 8. April heißen St. Beata (1399), Klarissin im Kloster Ribnitz, Tochter des Herzogs Heinrich von Mecklenburg, St. Walter, St. Dionysius von Korinth (2. Jh.), Bischof, Maria Rosa Julia Billiart (1816), Gründerin des Ordens der Schwestern Unserer Lieben Frau.

"Herr, gib Dich mir noch mehr zu erkennen! Lieben will ich Dich mit Deinen Engeln. Du bist die kostbarste Perle, mein größter Schatz! Amen."

 

Der Engel vom 9. April heißt St. Eliael

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Ich bin der Engel der Selbstüberwindung. Ich stehe zwischen Gott und dem Drachen. Ich bin der Vernichter der Eigenliebe. Sie ist der hindernde Weg zu Gott. Ein großer Helfer bin ich jenen Seelen, die dieses große Übel verhindern wollen." Der Engel der Selbstüberwindung ist einer der sieben Schutzengel der Menschheit, unter dessen Füßen ein Drachen liegt, das Symbol des Egoismus, der Eigenliebe, der Selbstverwirklichung.

Die Seligen und Heiligen des 9. April heißen St. Prochorus (1. Jh.), Bischof und Märtyrer, St. Waltraud (Waldetrudis, 688), Äbtissin OSB, Mitglied der merowingischen Königsfamilie, Schwester der heiligen Adelgundis, in Frankreich St. Wandru genannt, ihr Mann, ihre vier Kinder und ihre Schwestern werden ebenfalls als Heilige verehrt, St. Hugo von Rouen (730), Erzbischof, St. Casilda von Toledo (11. Jh.), Einsiedlerin, St. Konrad I. von Salzburg (1147), Erzbischof, entstammte dem Grafengeschlecht von Abensberg, St. Thomas von Tolentino und Gefährten (1321), Missionare OFM, Märtyrer, wurden von Moslem öffentlich enthauptet.

"Mein Herr und mein Gott, sende mir weiter diesen heiligen Engel zu Hilfe! Noch mehr will ich in allem absterben, um ganz Dein göttliches Leben zu leben. Amen."

 

Der Engel vom 10. April heißt St. Thaama

und gehört zum IX. Chor der Engel. "Weil ich alles Verborgene sehe, heiße ich auch Auge Gottes. Ich bin auch der Engel für das Lob Mariens." Im Evangelium heißt es: "Nichts ist verborgen, was nicht offenbar wird ..." St. Thaama ist zwar aus dem letzten Chor der Engel, dient aber im Chor der Gewalten im Sinne der Barmherzigkeit Gottes und der Mutter der Barmherzigkeit.

Die Seligen und Heiligen des 10. April heißen St. Gerold von Großwalsertal (um 978), Einsiedler, verschenkte seine Güter an das Kloster Einsiedeln, St. Notker von Lüttich (1008), Bischof, St. Fulbert von Chartres (1028), Bischof, St. Engelbert von Admont (um 1250), Abt OSB, St. Marcus Fantuzzi von Bologna, Generalvikar, Prediger OFM, St. Michael de Sanctis (1625), Mönch, Mystiker, erlebt seine Ekstasen in Flügen, St. Magdalena von Canossa (1835), Gründerin des Ordens der Töchter von der Liebe in Verona.

"Heiliger Engel Gottes, du siehst in die Herzen der Menschen hinein. Hilf uns, dass wir immer das Lob Mariens singen, zusammen mit den himmlischen Engelchören. Amen."

 

Der Engel vom 11. April heißt St. Iriel

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer und ist der Fürst des Öls und der Heilung. "Ich trage das Mütterliche von Maria. Ein Helfer bin ich in Krankheiten. Das deutet der Ölkrug an, als Zeichen der Heilung. Die Lampe ist das Zeichen der Bereitschaft für die Wiederkunft des Herrn. Die Langmut des Herrn ist bald zu Ende."

Die Seligen und Heiligen des 11. April heißen St. Leo der Große (461), Papst und Kirchenlehrer, St. Godeberta von Noyon (um 690), Klostergründerin, Äbtissin, St. Stanislaus von Krakau (1079), Bischof Märtyrer, Patron von Polen, ermahnte den König zur ehelichen Treue und exkommunizierte ihn wegen Unmoral, der König erschlug den Bischof am Altar, St. Rainer (Reiner) von Osnabrück (1233), Einsiedler, stammt aus Friesland, klemmte seinen Körper in eiserne Ringe, weil Christus an allen Gliedern gelitten hat, St. Gemma Galgani (1903), Mystikerin, litt ihr ganzes Leben lang an verschiedenen Krankheiten, auf ihrem Grabstein steht: "Sie wurde mehr durch die Glut der Gottesliebe als durch ihre Krankheit dahingerafft." St. Helena Guerra (1914), Gründerin des Ordens der Schwestern der heiligen Zita.

"Heiliger, mildreicher Engel, lass uns alle deine Kraft und Milde erfahren, auf dass wir alle gereinigt und geheiligt werden, ehe die Flammen des Strafgerichts über die Erde kommen. Bringe den Kranken Hilfe und Licht den Verblendeten. Amen."

 

Der Engel vom 12. April heißt St. Heli

und gehört zum IX. Chor der Engel. Er ist der Engel der Witwen. In einer Hand trägt er Glocken, die er mit den Fingern der rechten Hand berührt. "Weil ich ein Engel Mariens bin, bin ich auch dir zur Seite gestellt. Ich trage die Willenskraft zur Einsamkeit. So bestärke ich dich, die Einsamkeit zu suchen und zu lieben. Ich war auch zugegen beim Tode des heiligen Joseph." St. Heli trägt auch die Witwenschaft Mariens als heiliges Vorbild der gottgewollten Einsamkeit.

Die Seligen und Heiligen des 12. April heißen St. Herta (Hertula, um 303), Märtyrerin, St. Julius I. (352), Papst, sein Lebenswerk war die Bekämpfung des Arianismus, St. Zeno (371), Bischof von Verona, missionierte in Oberitalien, verdiente seinen Lebensunterhalt mit Fischfang, St. Heinrich von Grünenwörth (1396), Mystiker, St. Teresa von Jesus (de los Andes, 1920), Nonne OCD, St. Josef Moscati (1927), Arzt, Wohltäter und Betreuer der Armen und Kranken.

"Heiliger Engel, lass deine Glocken auch in unseren Herzen klingen als das neue Lied des Herrn. Lass es erklingen für Maria, dass es wie ein Echo erschalle und hinausklinge über die Grenzen der Erde bis zum Himmel. Amen."

 

Der Engel vom 13. April heißt St. Namah

und gehört zum IV. Chor der Herrschaften. "Ein Engel der Blumen bin ich. Die Rosenknospe trage ich zu jenen Kindern, die den Geist Mariens tragen. Sie soll aufblühen zum Spiegel der Jungfrau von Nazareth." In erster Linie ist St. Namah aber ein Engel der Gnadenblumen, der sich um das Aufblühen der Seelen unter der Sonne der Liebe Gottes bemüht. Der Engel der Blumen sorgt auch dafür, dass alle Blütenpracht auch mit der Schönheit Mariens verbunden ist, besonders die der Rosen.

Die Seligen und Heiligen des 13. April heißen St. Hermenegild (Ermengild, 585), König, Märtyrer, Sohn des Westgotenkönigs Leovigild, wurde durch seine Frau Ingundis bekehrt, sein Vater inhaftierte ihn und ließ ihn in Tarragona öffentlich enthaupten, St. Martin I. (655), Papst und Märtyrer, wurde von Kaiser Konstans II. wegen seines Festhaltens am Glauben zum Tode verurteilt, begnadigt und im Kerker umgebracht, St. Hardward von Minden (853), Bischof, St. Paternus von Abdinghof (1058), schottischer Mönch, lebte als Einsiedler in Paderborn, St. Ida von Boulogne (1113), verschenkte ihren ganzen Besitz an Klöster und Kirchen, St. Ida von Löwen (1290), Nonne, Mystikerin, trug als Zisterzienserin die Wundmale Christi.

"Heiliger Engel der Gnaden, der du dich Engel der Blumen nennst, lass meine Seele wetteifern mit den Blumen draußen. Blühen will ich wie sie vor den Augen Gottes. Lass die aufbauenden und stärkenden Gnaden in der rechten Weise in mir wirksam werden, damit Gott Freude an mir hat. Amen."

 

Der Engel vom 14. April heißt St. Elim

und gehört zum V. Chor der versiegelten Gewalten. "Ich binde das Samenkorn. In der Unbegreiflichkeit Gottes binde ich die Seele an die heilige Hostie. Der Herr lässt sich mitbinden an die Seele. So wird diese Brot Gottes. Die Seele genießt Gott und Gott genießt die Seele. Es ist ein großes Geheimnis, das sich vollzieht in dauernder Sehnsucht und Liebe vom Schöpfer zum Geschöpf und vom Geschöpf zum Schöpfer."

Die Seligen und Heiligen des 14. April heißen St. Justin (165), Märtyrer, St. Tiburtius und Gefährten Valerianus und Maximus, Märtyrer, Valerianus war der Bräutigam der heiligen Cäcilla, St. Lambert von Lyon (688), Bischof, St. Hadwig von Meer (12. Jh.), Nonne, St. Eberhard von Salem (1245), Abt O'Cist, St. Johannes von Litauen und Gefährten (1342), Märtyrer, wurden gefoltert und ermordet, weil sie sich weigerten, an heidnischen Kulthandlungen teilzunehmen, St. Lidwina (Lidia, 1433), Mystikerin aus Schiedam, Niederlande, lag 38 Jahre lang krank im Bett, lebte am Ende nur noch von der heiligen Kommunion, St. Petrus Gonzales (1246), Mönch OP, Einsiedler, Beichtvater des Königs von Kastilien.

"Mein Herr und mein Gott, auch in mich wurde das göttliche Samenkorn gesenkt. Von der harten Schale hast Du es entkleidet. Nun kann es wachsen und die Gnade dringt ein. Es kann Frucht bringen und reifen für die Ewigkeit. An Dich wird es gebunden sein, um zu leben und zu sterben für Dich. Amen."

 

Der Engel vom 15. April heißt St. Manaim

und gehört zum IX. Chor der Engel. "Ich bin der erste der vier Brüder vom breiten, schneidenden Schwert. Siehe, wie das reinste Herz dadurch vom Schwert der Schmerzen durchbohrt wurde." St. Manaim ist der Engel, der mit dem Schwert das Herz öffnet. Wenn verschiedene Engel mit einer Aufgabe betraut sind, nennen sie sich 'Brüder'. In diesem Falle ist es ihre Aufgabe, die Seelen aufzubrechen oder aufzuschneiden, damit sie für Gott erobert werden können.

Die Seligen und Heiligen des 15. April heißen St. Hunna (Huna, um 687), Wohltäterin im Elsass, St. Nidgar von Augsburg (831), Bischof OSB, Vorgänger des großen Ulrich von Augsburg, soll vorher Abt der Benediktiner in Ottobeuren gewesen sein, St. Waltmann (1138), Abt OPraem, Antwerpen, St. Cäsar von Bus (1607), Priester, Gründer der Kongregation 'Von der christlichen Lehre', Vereinigung von Weltpriestern.

"Heiliger Engel, ich freue mich, ein kleines Spiegelbild Mariens zu sein. Wie ihr Herz durchbohrt wurde, so muss auch das meinige durchbohrt werden. Tue an mir, was Gott will, alles in Liebe. Amen."

 

Der Engel vom 16. April heißt St. Arathim

und gehört zum VII. Chor der Mächte. Er ist der Engel der Macht der Gottesgesetze. "Ich bin ein Engel der Kirche. Ich stehe zum Kreuz der Kirche wie zum Namen Maria und zu ihrem Kreuz. Das Leben der Kirche steht unter meinem Schutz." St. Arathim ist einer der zwölf Engel der Macht der heiligen Kirche und ist verantwortlich für ihre Gesetze und Ordnungen, für Traditionen und Feste, auch für das Leben in den Pfarrgemeinden.

Die Seligen und Heiligen des 16. April heißen St. Paternus von Avranches (um 562), Bischof, Missionar, St. Magnus von Schottland (um 1105), war vor seiner Bekehrung Räuber, wurde von Verwandten ermordet, St. Benedikt Josef Labre (1783), Pilger, Mystiker, wanderte als Bettler und Pilger durch Europa, lebte in Selbstverleugnung und Armut, St. Bernadette Soubirous (1879), Seherin, Nonne, erlebte die Erscheinungen der Gottesmutter in Lourdes in der Zeit vom 11. Februar 1858 bis zum 16. Juli 1858, die heilige Jungfrau stellte sich vor mit: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis" und sagte ernst: "Bete für die armen Sünder, bete für die kranke Welt." Bei der 8. Erscheinung sagte sie nur: "Buße, Buße, Buße!" Am 25.2.1858 entstand die Heilquelle. Die Gottesmutter betete mit Bernadette stets den Rosenkranz.

"Heiliger Engel, allzeit werde ich ein Kind der Kirche sein und sie lieben, wie ein Kind die Mutter liebt. Im Hause Gottes will ich daheim sein. Mit der Heiligen Kirche will ich leben und durch sie einst eingehen in das Reich der ewigen Herrlichkeit. Amen."

 

Der Engel vom 17. April heißt St. Riberiel

und gehört zum IX. Chor der Engel. "Ich bin der Engel der Klosterzellen und der Klausur. Mein weißes Kleid zeigt die Reinheit in den Zellen an. Das schwarze Gewand bedeutet die Abkehr von aller Lust der Welt. Siehe, ich trage das Vöglein 'Lobe Gott!' O Seele, jubele Tag und Nacht Deinem Gott zu! Lob gefällt dem Herrn!" St. Riberiel ist auch der Engel der Barmherzigkeit für die Häftlinge in den Gefängnissen.

Die Seligen und Heiligen des 17. April heißen St. Anicetus (166), Papst, vermutlich auch Märtyrer, St. Landrich (um 730), Abt von Soignies und Hautmont, St. Gerwin von Aldenburg (1107), Abt OSB, Einsiedler, St. Eberhard von Wolfegg (1183), erster Probst von Obermarchtal OSB, St. Hermann der Deutsche (13. Jh.), Mönch OP, St. Katharina Tekakwitha (1680), Büßerin, erste Indianerin, die seliggesprochen wurde, lebte in der Jesuitenmission bei Montreal am St. Lorenz-Strom, legte das Gelübde der ewigen Jungfräulichkeit ab, nach ihrem Tode ereigneten sich viele Wunder, St. Rudolf von Bern (1294), Kind, wurde in Bern ermordet, die Tat wurde den Juden zugeschrieben, am Grab Rudolfs ereigneten sich Wunder, Max Josef Metzger (1944), Priester, Gründer, Divisionspfarrer im ersten Weltkrieg, wurde wegen eines Friedensmemorandums von der Gestapo verhaftet und als 'Hochverräter' hingerichtet.

"Heiliger, starker Engel, ich bitte dich, behüte auch meine kleine Zelle, dass nur Engel darin wohnen mögen, dass alles Böse fernbleibe. Amen."

 

Der Engel vom 18. April heißt St. Parim

und gehört zum V. Chor der Gewalten. "Ich bin der Engel, der die Assyrer schlug. Die drei Jünglinge im Feuerofen tröstete ich und vernichtete die Flammen. Siehe, ich trage das Siegel des Widerspruchs. So bin ich der Rächer der Gefangenen und Unterdrückten." St. Parim ist ein Engel des Gerichts. Auf Gottes Befehl schlug er in einer Nacht 185.000 Assyrer, nachzulesen bei Dan 3,25.

Die Seligen und Heiligen des 18. April heißen St. Apollonius (186), Märtyrer, St. Alexander von Alexandria (328), Patriarch, Bekämpfer des Arianismus, St. Ursmar (713), Abt OSB, Missionar, St. Aya vom Hennegau (um 708), Nonne OSB, St. Wikterp von Augsburg (um 771), erster Bischof von Augsburg, Missionar des Allgäus, St. Herluka von Bernried (1127), Klausnerin, St. Idesbald von Dünen (1167), Abt von Dünen OCist, Patron der Seefahrer und Schiffer, St. Maria von der Menschwerdung (1618), Nonne O'Carm, Mystikerin.

"Hilf, heiliger Engel, im Kampf gegen die Gottlosigkeit! Sei unser Schützer vor Elend, Hunger und Krieg! Führe mich, dass ich im Gericht zur Rechten gestellt werde. Amen."

 

Der Engel vom 19. April heißt St. Helachiel

und gehört zum IX. Chor der Engel. "Ich bin der Engel der Kirche und des Dankes. Dem Herrn gefällt dein Lob und dein Dankgebet. Siehe, ich trage den Schlüssel zur Schatzkammer Gottes. Wenn Maria die Schätze austeilt, schließe ich die Schatzkammer auf. Eine große Ehre ist es für uns Engel, im Dienste unserer und eurer Königin zu stehen. Darum bleibe Maria treu ergeben!"

Die Seligen und Heiligen des 19. April heißen St. Gerold (978), Adeliger, schenkte seinen ganzen Besitz dem Kloster Einsiedeln und lebte als Eremit, St. Timon (1. Jh.), Diakon, Märtyrer, starb während der Missionierung in Korinth den Kreuzestod, St. Elphege (1012), Bischof und Märtyrer, St. Leo IX. (1054), Papst, Reformer, bedeutendster deutscher Papst des Mittelalters, Gegner der Priesterehe und der Käuflichkeit von Ämtern, St. Konrad Miliani (1289), Mönch OFM, Missionar, St. Werner von Oberwesel (1287), Arbeiter, verdiente sich seinen Lebensunterhalt bei einem Weinbauern in Oberwesel, wurde im Alter von 16 Jahren auf dem Feld ermordet.

"Heiliger Engel bitte, dass ich immer Dank sage dem Herrn. Bitte, dass ich alles noch besser hören und verstehen kann. Bringe auch meinen Dank zu Maria, die so viel für mich getan hat. Amen."

 

Der Engel vom 20. April heißt St. Amiriel

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Der Garbenbinder Gottes bin ich und der Schutz der Sterbenden. Ich scheide die Spreu vom Weizen. Die nüchterne Liebe Gottes trage ich dem menschlichen Leben entgegen. Ich schirme es gegen die Angriffe des Feindes." St. Amiriel weist nicht nur die Angriffe der Hölle gegen die Menschen zurück, er steht auch den Sterbenden als liebevoller Helfer vor dem Richterstuhl bei.

Die Seligen und Heiligen des 20. April heißen St. Marcellinus (374), Bischof, St. Hugo von Poitiers (930), Prior OSB, St. Hildegund (1188), kehrte zwölfjährig nach einer Reise mit ihrem Vater nach Palästina, der dort starb, auf seinen Rat in Männerkleidung und unter dem Namen Joseph nach Deutschland zurück und trat in das Zisterzienserkloster zu Schönau bei Heidelberg ein, St. Wilhelm der Pilger von Windberg (1145), Einsiedler, Mystiker, besaß die Gabe der Weissagung und der Krankenheilung, St. Odetta (Oda, 1158), Priorin OPraem, St. Agnes von Montepulciano (1317), Nonne.

"Heiliger Engel, schirme uns ab gegen alle Angriffe des Feindes! Du scheidest die Spreu vom Weizen, lass dir meine Werke empfohlen sein, die ich als Garbe des Lebens Gott darbringen will. Amen."

 

Der Engel vom 21. April heißt St. Eheie

und gehört zum I. Chor der Seraphim. Er spiegelt die Geheimnisse Gottes wider und ist selbst Geheimnis. Er nennt sich die Wesenhaftigkeit Gottes. In seinem Inneren ist ein Kreuz. Es ist so groß, als stehe es in der Tiefe der Erde und reiche bis ins Herz des Vaters hinein. Die Liebe des Vaters hüllt das ganze Kreuz ein. Die Liebe des Heiligen Geistes taucht es in Feuersglut. So ist das Kreuz mitten in der Wesenhaftigkeit Gottes verankert, in einem nicht fassbaren Lichtring.

Die Seligen und Heiligen des 21. April heißen St. Honorius von Brescia (586), Bischof, St. Wolbodo (1021), Bischof von Lüttich, St. Anselm von Canterbury (1109), Erzbischof, Kirchenlehrer, nach Augustinus bedeutendster Kirchenlehrer, war vorher Abt des Benediktinerklosters Le Bec in der Normandie, St. Konrad von Parzham (1894), Mönch OFM Cap, Klosterpförtner, betreute im Kapuzinerkloster St. Anna von Altötting als 'der ewige Pförtner' unzählige Pilger, Patron der Pförtner und der Burschenvereine.

"Herr, allmächtiger Gott, mit allen Seraphim will ich Dich loben und preisen. Lass mich alle Tage in Deiner Liebe geborgen sein. Amen."

 

Der Engel vom 22. April heißt St. Taumatim

und gehört um IV. Chor der Herrschaften. "Ich bin der Engel der Ordnung, der Harmonie und der Allmacht Gottes. Ich trage das Opfer Jesu Christi auf Golgotha. Darin sind die Opfer aller Blutzeugen des Herrn eingeschlossen. Auch trage ich die Zahl aller Messopfer, die durch Jesus dem himmlischen Vater dargebracht werden. Siehe, das gebrochene Schwert in meiner Hand deutet an, dass der Eigenwille des Menschen geopfert werden muss."

Die Seligen und Heiligen des 22. April heißen St. Soter (um 175), Papst und Märtyrer, St. Caius (Kajus, 296), Papst, St. Epipodius und St. Alexander (326), St. Opportuna (um 770), Äbtissin von Almeneches, St. Wolfhelm (1091), Abt OSB, Abt in Brauweiler bei Köln, wirkte zu Lebzeiten zahlreiche Wunder, St. Franz von Fabriano (1322), Mönch OFM.

"Heiliger Engel des Blutopfers, nimm auch mein Blut und Leben auf deine Opferschale zur Verherrlichung Gottes. Lass mich brennen vor Liebe. Lieber will ich die Dornenkrone der Leiden tragen, als irdische Macht besitzen. Zerbrich meinen Eigenwillen ganz und bringe mich Gott als reines Opfer dar. Amen."

 

Der Engel vom 23. April heißt St. Hariel

und gehört zum V. Chor der Gewalten. "Ich bin der Engel der Endzeit. Ich bin der Türöffner zum Herzen Jesu und zum Hause Gottes. Wer unter meinem Schutz steht, verfehlt den Weg nicht. Ich bin wie eine Leuchte und durchdringe den Menschen, dass er Gewalt anwendet." Das bedeutet: Das Himmelreich leidet Gewalt und Gott will bezwungen werden. Das geht nicht ohne Gewalt. Die Tür zum Herzen Gottes ist nur mit jener Gewalt aufzustoßen, die von Menschen ausgeht, die sich selbst bezwungen und den Versuchungen der Welt widerstanden haben.

Die Seligen und Heiligen des 23. April heißen St. Georg (um 305), Märtyrer, legendärer Heiliger, Patron von England, von Genua, des Bistums Limburg, der Pfadfinder, der Ritterorden, Besieger des Drachens, Soldat aus Kappadokien, der später im römischen Heer diente, tötete einen Drachen, der das Land tyrannisierte, worauf sich 15.000 Heiden taufen ließen, St. Pusinna (6. Jh.), Jungfrau, Patronin von Herford, St. Adalbert von Prag, Gnesen, (997), Bischof OSB, Märtyrer, missionierte in Polen und wurde bei Tenkitten ermordet, St. Gerhard von Toul (994), Bischof, geboren in Köln, von Kaiser Otto I. zum Bischof von Toul ernannt, St. Jon Ögmundsson (1121), erster Bischof von Holar, Island, St. Helena de Valentinis (1458), Nonne OESA, Mystikerin aus Udine.

"Heiliger, großer Engel, hilf auch mir weiter auf dem Wege zu Gott. Lass das Licht, das aus dir bricht, für mich nicht verloren gehen. Hilf, dass ich die Gewalt anwende, das Leben mit Gott auszufüllen. Hilf mir, dass ich alle Prüfungen siegreich bestehe, dass du mir die Tür zum Vaterhause öffnest. Amen."

 

Der Engel vom 24. April heißt St. Misael

und gehört zum VII. Chor der Mächte. "Ich stehe für die Bereitschaft im Guten. Bleibe in Gott!" St. Misael ist der Engel der Glaubensbereitschaft und nennt sich 'der Wachende'. Er begleitet die Gottsuchenden. Er ist der Engel des nüchternen Glaubens, der sich am Göttlichen Wort orientiert. Sein Symbol ist der Widerhaken, mit dem Gott die Fernstehenden zu sich holt.

Die Seligen und Heiligen des 24. April heißen St. Mellitus (624), Erzbischof von Canterbury OSB, St. Egbert von Irland (729), Mönch OSB, St. Wilfried von York (710), Bischof OSB, führte in der Kirche Englands die römische Liturgie ein, wurde verhaftet, des Landes verwiesen und wieder aufgenommen, St. Marianus von Regensburg (um 1083), Mönch, Inkluse, gründete in Regensburg eine Mönchsgemeinschaft, St. Fidelis von Sigmaringen (1622), Mönch OFM Cap, Priester, Märtyrer, schloß in Verbitterung über die Mängel der Justiz seine Kanzlei und wurde Priester, trat in Freiburg in den Kapuzinerorden ein, St. Maria Euphrasier Pelletier (1868), gründete die Genossenschaft der Magdalenen, ein Orden der Büßerinnen.

"Herr, Dein bin ich! Wenn Du willst, dass ich sei, dann bin ich! Wenn Du willst, dass ich rufe, so rufe ich! Wenn Du willst, dass ich schweige, so schweige ich! Wenn Du willst, dass ich kämpfe, so kämpfe ich! Amen."

 

Der Engel vom 25. April heißt St. Ara

und gehört zum II. Chor der Cherubim. St. Ara ist Engel des Evangeliums und ein großes Viergespann. In einem großen Bogen kreist ein ungeheures Feuerrad um den Thron Gottes. Es kreist dreifach, als umkreise es die ganze Schöpfung, den Ring der Anbetung, der Allmacht und der heiligen Menschwerdung Jesu. Ara ist Licht und leuchtet wie vier Feuerräder. In diesem Licht sieht man den 3. Torbogen des neuen Jerusalem, darüber den Engel Athasiel.

Die Seligen und Heiligen des 25. April heißen St. Markus (68), Evangelist, Märtyrer, begleitete den heiligen Paulus auf seiner ersten Missionsreise und war für den heiligen Petrus als Dolmetscher tätig, wurde in Alexandrien von den Heiden am Boden durch die Stadt zu Tode geschleift, St. Ermin von Lobbes (737), Bischof, St. Heribald von Auxerre (um 875), Bischof, St. Hermann von Baden (1074), Markgraf, Mönch OSB, St. Bernhard von Tiron (1117), Abt OSB, Einsiedler und Wanderprediger, lehnte Kardinalswürde ab, gründete im Wald von Tiron ein Kloster, St. Franca (1218), Äbtissin des Zisterzienserklosters Plectoli, St. Euphrasier Pelletier (1868).

"Herr, Du zeigst mir die Größe Deiner Geschöpfe, damit ich an ihnen ermessen kann, bis in welche Tiefe Du Dich zu uns neigst. Ich bin nicht würdig zu schauen, was Du mir zeigst. Amen."

 

Der Engel vom 26. April heißt St. Vedad

und gehört zum II. Chor der Cherubim. "Ich bin das dunkle Licht der Liebe Gottes. Je größer deine Liebe zu Gott, umso dunkler wird sie." St. Vedad ist der Cherub des Vaters, dessen Aufgabe lautet: Verbindendes Wort zwischen Schöpfer und Geschöpf. Das Wort steht im Evangelium und wird von St. Vedad hervorgeholt wie von jenem Hausvater, von dem im Evangelium die Rede ist. Er verkündet die Größe Gottes und legt das Wort wie ein Samenkorn in die Herzen der Menschen.

Die Seligen und Heiligen des 26. April heißen St. Anakletus I. (88), Papst und Märtyrer, St. Trudpert (607), Missionar, Märtyrer, irischer oder schottischer Missionar, der in Baden wirkte, wurde von zwei Knechten erschlagen, St. Richarius (645), Priester, Einsiedler, über seinem Grab entstand die berühmte Abtei, die später nach ihm St. Riquier genannt wurde, St. Paschasius Ratbertus (um 859), Abt OSB von Corbie, theologischer Schriftsteller, St. Alda (1309), Witwe, St. Petrus de Betancur (1667), Gründer des Ordens der Bethlehemiten in Guatemala.

"Mein Herr und mein Gott, lass mich alle Worte, die Du durch Deinen heiligen Engel zu mir sprichst, wie Maria in meinem Herzen bewahren, auf dass sie Frucht bringen. Folgen will ich der Stimme des Engels, der Dein verbindendes Wort trägt. Amen."

 

Der Engel vom 27. April heißt St. Viguel

und gehört zum V. Chor der Gewalten. "Ich trage das Wort für die Ordensregeln der Gottgeweihten. Mein Wort heißt ,Gott'. Darin ist alles enthalten." St. Viguel trägt das Wort Gottes für den heiligen Apostel Johannes, alle Ordensstifter und alle Propheten. Er trägt auch das Geheimnis der Apokalypse und den Katechismus des Volkes. Seine Kraftquelle ist der Cherub St. Jesod.

Die Seligen und Heiligen des 27. April heißen St. Anastasius L(401), Papst, St. Tutilo von St. Gallen (um 912), Mönch OSB, St. Zita (1272), Magd, diente in der toskanischen Stadt Lucca 50 Jahre lang als Dienstmagd, St. Ozana von Cattaro (1565), Reklusin OP, St. Petrus Canisius (1597), Mönch SJ, Priester, Kirchenlehrer, zweiter Apostel Deutschlands nach Bonifatius, päpstlicher Theologe beim Konzil von Trient, lehnte dreimal die Bischofswürde ab, Verfasser des bekannten dreifachen Katechismus, wichtiger Theologe der Gegenreformation, Grab in Freiburg.

"Du großer und heiliger Engel, der du hinter Johannes und allen Propheten und Ordensstiftern stehst, der du ein Buch trägst, in dem nur ein Wort – Gott – steht, lass dieses Wort auch unseres sein. Denn haben wir Gott, haben wir alles. Amen."

 

Der Engel vom 28. April heißt St. Tiphered

und kommt aus dem II. Chor der Cherubim. "Ich bin der Hüter der Wunden des Herrn. Wenn du auch alles verlassen hast und kein Ruheplätzchen mehr hast, so kannst du doch immer ruhen in den Wunden des Herrn."

Die Seligen und Heiligen des 28. April heißen St. Adalbero von Augsburg (909), Bischof von Augsburg, St. Adaldag (988), Bischof, St. Gerfried von St. Maur (9. Jh.), Mönch OSB, Einsiedler, Hugo von Cluny (1109), Abt OSB, St. Ludwig Maria Grignon de Montfort (1716), Gründer der Orden 'Gesellschaft Mariens' und 'Töchter der Weisheit', Priester- und Laienbrüder schlossen sich später zu der 'Montfortanischen Gesellschaft Mariens' (SMM) zusammen, vollkommene Hingabe an die Gottesmutter, bedeutender marianischer Theologe, St. Peter Chandel (1841), Missionar SM, Märtyrer, verlor sein Leben auf einer Fidschi-Insel, Versuche, auf den Inseln Tahiti und Tonga zu missionieren, wurden von ev. Predigern vereitelt; als sich der Sohn des Häuptlings taufen ließ, wurde er umgebracht.

"Herr Jesus Christus, Du Leuchtender in Deinen Wunden! Mit den Cherubim will ich die Schönheit Deiner Majestät anbeten! Amen."

 

Der Engel vom 29. April heißt St. Siloel

und gehört zum VI. Chor der versiegelten Fürsten. "Ich bin der Engel der Endzeit und der Stoffe. Auch habe ich die Gewalt, Seelen zu wandeln in reine Opferseelen. Den Mund ätze ich, dass nichts Unreines ein- oder ausgehen kann."

Die Seligen und Heiligen des 29. April heißen St. Roswitha (9. Jh. in Liesborn), Äbtissin, St. Robert von Molesme (1111), Ordensgründer der OSB/OCist in Frankreich, St. Robert von Brügge (1157), Abt OCist, Gefährte von Bernhard von Clairvaux und dessen Nachfolger, St. Katharina von Siena (1380 in Rom), Nonne, Mystikerin, Kirchenlehrerin OP, empfing am 1. April 1375 die Wundmale Christi, sorgte für die Opfer einer Pestepidemie und wurde selbst krank, war Ratgeberin von Päpsten und Bischöfen, holte Gregor XI. aus dem Exil in Avignon zurück, stellte sich beim Schisma von 1378 an die Seite des rechtmäßigen Papstes Urban VI., lebte zuletzt nur noch von der heiligen Kommunion, starb mit 33, ihr Leib liegt unversehrt in S. Maria sopra Minerva in Rom.

"Dank sei dir, du großer Engel, du Freund meiner Seele! Du wirst mit allen Gottverbundenen ein Helfer sein im Grauen der kommenden Zeiten. Amen."

 

Der Engel vom 30. April heißt St. Assalim

und gehört zum III. Chor der Throne. "Der erste bin ich von den 7 Säulen der Wesenhaftigkeit Gottes. (Zu Maria:) In deinem Herzen thront der Dreifaltige Gott. Wo immer ein Thron im Menschenherzen sich findet, da umgeben Engel anbetend diesen Thron." Einundzwanzig solcher Engel stehen um den Thron Gottes. St. Assalim trägt den Willen Gottes in die Schöpfung und ist – gleich einem Berg, der den Thron Gottes trägt – verantwortlich für die Tragfestigkeit der ganzen Schöpfung und ihrer Gesetze.

Die Seligen und Heiligen des 30. April heißen St. Quirinius von Rom (130), Märtyrer, soll in Neuß römischer Tribun gewesen sein, wurde zusammen mit seiner Tochter Balbina getauft und dann ermordet, St. Hulda (Hilda, 5. Jh.), Nonne, Frankreich, St. Erkonwald (693), Bischof OSB von London, St. Hildegard (783), Kaiserin, Stifterin, St. Heimo von Landecop, Mönch OCist, Frankreich, St. Suitbert von Verden (um 800), erster Bischof von Verden, St. Rudolf der Schweiger (1130), Mönch OSB, Belgien, St. Pius V., Papst OP (1572), St. Josef Benedikt Cottolengo (1842), Priester, gründete in Turin ein Haus für Kranke, Arme und Hilflose, seliger Pauline von Mallinckroth (1881 in Paderborn), Gründerin des Ordens der Schwestern der christlichen Liebe, gründete Waisenhäuser mit eigenen Schulen, als durch den Kulturkampf 1871 ihr Werk nahezu vernichtet wurde, gründete sie Niederlassungen in anderen Ländern.

"Heiliger Herr und Gott, Du hast in meinem Herzen, das voll ist von Armseligkeit, Deinen Thron aufgeschlagen. Mit Deinem großen Engel, mit Maria und allen Engeln und Heiligen bete ich Dich an! Amen."