• Engel und Heilige von jedem Tag
  • Bücher der Liebe, Bd. 1
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  • Bücher der Liebe, Bd. 3
  • Bücher der Liebe, Bd. 4
  • Bücher der Liebe, Bd. 5

Der Engel vom 1. August heißt St. Bathael

und gehört zum IV. Chor der versiegelten Herrschaften. "Ein Engel der Liebesreue bin ich. Wo bei einer Seele die Barmherzigkeit Gottes anfängt, da führe ich Herz und Sinn zur Liebesreue." Die versiegelten Engel gehören in die Endzeit. Sieben von ihnen gehen aus, um die Getreuen zu siegeln für die Endzeit. Sieben andere gießen die Zornschalen Gottes über die Erde. Drei rufen zum Gericht und drei holen die Ernte ein. St. Bathael ist einer der drei Engel, die uns zum Gericht rufen werden. In der Apokalypse (14,7) hören wir ihn rufen: "Fürchtet Gott und lobpreiset Ihn, denn die Stunde Seines Gerichtes ist da! Betet Ihn an, der Himmel und Erde, Meer und Wasserquellen geschaffen hat!"

Die Seligen und Heiligen des 1. August heißen St. Haziga von Scheyern (1103), Gräfin, Klosterförderin in Bayern, seliger Petrus Faber (1546), Priester, Mönch SJ, Gründer der ersten Jesuitenniederlassung in Deutschland, gehörte zu den Gefährten des heiligen Ignatius, St. Alfons Maria di Ligouri (1787), Bischof, Ordensgründer CSSR, Kirchenlehrer, Gründer des Redemptoristenordens, bedeutendster Moraltheologe aller Zeiten, von Papst Pius IX. zum Kirchenlehrer ernannt, zog als Volksmissionar mit seinen Brüdern predigend durch Italien, 1762 Bischof von S. Agata de Goti, im Zentrum seiner Schriften steht die Erlöserliebe, verzichtete 1775 auf sein Amt und zog sich in ein Kloster zurück, St. Petrus Julianis Eymard (1868), Priester, Gründer des Ordens der Eucharistiner (SSS) und der Kongregation der Dienerinnen des allerheiligsten Altarssakramentes.

"Heiliger Engel, schenke uns die Gnade der Liebesreue, die der Schlüssel zum Herzen Gottes ist. Dränge uns, wiedergutzumachen, wo wir gefehlt, und lass uns sühnen für unsere Sünden. Amen."

 

Die Engel am 2. August heißen St. Chamael und St. Thaamim

und gehören zum II. Chor der Cherubim bzw. zum V. Chor der versiegelten Gewalten. Zuerst erscheint St. Tiphered aus dem Chor der Cherubim: "Eine Freude schenkt dir Jesus Christus, dein göttlicher Bräutigam zu Seinem bevorstehenden Feste. Du darfst einen Augenblick St. Chamael sehen, den Cherub des Sohnes." Wie alle Cherubim entzieht sich auch St. Chamael der menschlichen Beschreibung. St. Tiphered, der ihn ankündigte, ist der Cherub des Vaters. St. Chamael weckt im Menschen die Sehnsucht nach Jesus Christus, er ist der Engel der Anziehungskraft Gottes. St. Thaamim ist der Engel des Eifers für Gott. Er ist einer der sieben Brüder der Seele und der Kämpfer gegen den Dämon der Süchte.

Die Seligen und Heiligen des 2. August heißen St. Stephan I. (257), Papst, wird dargestellt, wie er ein Götzenbild zerschmettert, St. Eusebius von Vercelli (371), Bischof, Märtyrer, verteidigte die Gottheit Christi gegen die Irrlehre des Arius, wurde verfolgt und verbannt, führte in Italien als erster Bischof das gemeinsame Leben (vita communis) ein, soll von den Arianern zu Tode gesteinigt worden sein, St. Gundekar II. von Eichstätt (1075), Hofkaplan der Kaiserin Agnes, Domherr in Eichstätt, Nachfolger von Bischof Gebhard, der als Viktor II. Papst wurde.

"Allmächtiger Gott, wie wunderbar spiegelst Du Dich in Deinen Engeln wider! O dass meine Kraft ausreichte, eine Widerspiegelung Deiner unendlichen Barmherzigkeit zu werden. Amen."

 

Der Engel vom 3. August heißt St. Hanai

und gehört zum IX. Chor der Schutzengel. "Ich bin ein Engel der Kirche. Mit St. Hajim senke ich die Macht des Glaubens in alle Herzen, die wahrhaft und treu glauben." St. Hanai ist der Engel, der an jeder Wegbiegung auf uns wartet, an jedem entscheidenden Punkt unseres Lebens. Wie eine Symbolgestalt aller Engel lässt er uns wissen, dass überall Engel bereit stehen, die uns behüten vor den Anschlägen des Versuchers. Die Seligen und Heiligen des 3. August heißen St. Lydia (1. Jh.), Christin, Purpurhändlerin aus Thyatira in Lydien, bekehrte sich erst vom Heidentum zum jüdischen Glauben, hörte den heiligen Paulus predigen und ließ sich von ihm in Philippi taufen, versorgte Paulus und seine Gefährten, St. Petrus von Anagni (1105), Bischof in Italien, St. Burchard (1140), erster Propst des Prämonstratenserklosters im württembergischen Rot, St. Augustinus Kazotic (1323), Mönch OP, Bischof von Agram.

"Heiliger Engel, wir bitten dich für die Ungläubigen! Wecke sie auf vom Schlaf der Sünde! Möge doch der Haß verschwinden und das Licht des Glaubens leuchten in allen Herzen. Amen."

 

Der Engel vom 4. August heißt St. Jehusalim

und gehört zum III. Chor der Throne. "Ich bin Jehusalim, der Träger des ausgesäten göttlichen Wortes mit dem Engel Aralim. Der zweite bin ich der sieben Träger. Ich bewirke, die Größe des Wortes Gottes zu erkennen. Arbeite, o Menschenkind, mit jedem Gotteswort wie mit einem Pfund. Es soll ja reiche Ernte bringen und zu Gott zurückkehren." St. Aralim Enneth ist der Thron, an den der Wille Gottes über das ganze Reich Satans gebunden ist.

Die Seligen und Heiligen des 4. August heißen St. Rainer von Spalato (1180), Mönch OSBCam, Bischof von Split, St. Dominic (1221), Priester, St. Johannes Maria Vianney, Pfarrer von Ars (1859), Jugendzeit unter dem Eindruck der franz. Revolution, 1815 Priester und Vikar in Ecully, drei Jahre später Pfarrer von Ars, 16 bis 18 Stunden täglich im Beichtstuhl, begnadeter Prediger, ging in einer Zeit der Vergnügungssucht von Haus zu Haus, weil die Leute nicht in die Kirche kamen, seine Demut und Bedürfnislosigkeit beeindruckte, schließlich kamen die Gläubigen aus ganz Frankreich und aus dem Ausland, zahlreiche Bekehrungen und Heilungen.

"Bittet, ihr heiligen Engel, dass wir noch mehr die Größe des Wortes Gottes erkennen. Ja, wie mit einem Pfund wollen wir mit dem Wort Gottes arbeiten, damit es reiche Ernte bringe und dann zurückkehrt zu Gott. Amen."

 

Die Engel vom 5. August (Maria Schnee) heißen St. Hamasim und St. Medad

und gehören dem V. Chor der vers. Gewalten bzw. dem IX. Chor der Schutzengel an. "Ich bin Hamasim aus dem Chor der Gewalten. Ich trage die Stärke und Verborgenheit unserer Königin Maria. Ein Engel der Liebe Mariens bin ich und der Gewalt Jesu. Denke wie Maria stets an das, was Gott denen bereitet, die ihn lieben." Maria Magdalena: "Dann umgeben mich drei Engel von großer Gewalt. Der erste Engel grüßt: 'Wir sind die Ecksäulen des Glaubens. Ich, Medad, bin der vierte der Brüder des Lebens, der Treue, des Starkmuts und der Demut.'"

Die Seligen und Heiligen des 5. Mai heißen St. Emygdius (304), Bischof, Märtyrer, St. Nonna (374), Nonne, Ehefrau des berühmten Gregor von Nazianz dem Älteren, Mutter von Gregor von Nazianz dem Jüngeren, lebte später als Basilianernonne, St. Oswald (642), König von England, Königssohn, floh bei einem Aufstand nach Schottland, eroberte 634 sein Land zurück und führte es zum Christentum, gründete mit Mönchsbischof Aidan das Benediktinerkloster Lindisfarne, starb in der Schlacht gegen den heidnischen König von Mercia, St. Dominika (1553), Mystikerin, lebte in Paradiso bei Florenz gelebt, förderte das Dominikanerkloster von Santa Cruce, trug seit 1496 die Wundmale Christi, St. Stanislaus Hosius (1579), Kardinal, Bischof von Kulm, 1551 Bischof vom Ermland, später Kardinal und päpstlicher Delegat, kämpfte für die Erhaltung des Glaubens in Polen und die Erneuerung des Glaubens in Sachsen.

"Ihr heiligen Engel, treu will ich zu meinem Glauben stehen bis zum Tode. Bittet, dass ich meinen Brüdern und Schwestern stets ein Vorbild bin. Geleitet uns dereinst zu den ewigen Freuden des Himmels, um mit euch Gott zu schauen von Angesicht zu Angesicht. Amen."

 

Die Engel vom 6. August heißen St. Jessi und St. Hod

vom I. Chor der Seraphim bzw. vom IV. Chor der Herrschaften. St. Hod: "Der letzte bin ich von den 12 Engeln vom Wort auch in der Schöpfung. Ich erflehe Kraft den Kreuzträgern. Als Engel der Liebe werde ich auch den Siegeszug der Kreuzträger begleiten. Nun schaue die Freude, vom Herrn bereitet am Fest der Verklärung." Maria Magdalena: "Drei leuchtende Gesichter, wie Feuer, sieht meine Seele. Sie sind umgeben von sechs feurigen Fackeln, die sich wie ein Rad drehen. Was war das, heiliger Engel?" – St. Hod: "Du darfst sehen den Seraph Jessi. Er ist dreifach und doch nur einer. Er ist das Feuerrad der Endzeit. Die Völker werden zittern bei seinem Anblick; und doch ist er ein Engel der Liebe. Er trägt ja die Liebe des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Liebe auch du ihn. Er ist durch Maria ein großer Mittler bei Gott dem Dreieinen. Bewahre meine Worte in deinem Herzen."

Die Seligen und Heiligen des 6. August heißen St. Sixtus II. (258), Papst, Märtyrer, St. Felicissimus und St. Agapitus (258), Diakone, Märtyrer, starben mit Papst Sixtus, St. Justus und St. Pastor von Madrid, Kinder, Märtyrer, Brüder, die unter Diokletian in Spanien hingerichtet wurden, St. Gezelinus (um 1149), Zisterzienserbruder, Hirte auf dem Abteigut in Altenberg (Westfalen).

"Heiliger, großer Engel, hilf allen Kreuzträgern, damit sie Kraft und Stärke erhalten, um auszuharren bis ans Ende, damit sie einst im Siegeszug dem Herrn entgegengehen. Amen."

 

Der Engel vom 7. August heißt St. Ophel

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Fürst bin ich, über alle Macht gesetzt! Mahnen möchte ich die Völker, aber sie hören ja nicht auf Maria und folgen nicht ihrem Bitten und Flehen. Das Ende wird furchtbar!" St. Ophel ist der Fürst der magnetischen Kraft der Gestirne. Er verwaltet nicht nur ganze Sternengruppen, sondern alle magnetischen Baustoffe der Erde. Furchtbar wird seine Macht in der Endzeit, wenn die Fesseln der magnetischen Kraft gesprengt werden: Dann wird ein Stern von einem anderen angezogen werden und an ihm zerschellen. Dies ist die Erklärung für etliche mystische Offenbarungen über den nicht vorhersehbaren Zusammenstoß von Planeten.

Die Seligen und Heiligen des 7. August heißen St. Afra (304), Märtyrerin, Patronin der Diözese Augsburg, nach der Überlieferung wegen ihres Glaubens unter Kaiser Diokletian hingerichtet, St. Sixtus II. (258), Papst, Märtyrer, wurde nach wenigen Monaten seines Pontifikates von Kaiser Valerian verhaftet und enthauptet, St. Donatus von Arezzo (362), Bischof, Märtyrer, St. Ulrich von Passau (1121), Bischof, St. Jordanus Forzate (1248), Prior des Ordens der Kamaldulenser (OSBCam), übte großen Einfluss auf das politische Geschehen Paduas aus, Gründer des ostlombardischen Städtebundes, St. Albert von Trapani (1307), Mönch OCarm, Prediger, St. Kajetan von Tiene (1547), Gründer des Ordens der Regulierten Kleriker (OTheat), Sekretär von Papst Julius II., St. Friedrich Spee (1635), Mönch SJ, Priester, Schriftsteller, holte viele Protestanten zum katholischen Glauben zurück, St. Agathangelus und St. Cassian (1607), Mönche OFMCap, Märtyrer, missionierten in Äthiopien, wurden in Addis Abeba an ihren Gürteln erhängt.

"Großer, heiliger Engelfürst, rühre auch mein Herz an, dass es nicht mehr aufhört, für Gott zu schlagen. Nur nach Ihm soll es sich sehnen, nur in Ihm Ruhe finden und Trost. Amen."

 

Der Engel vom 8. August heißt St. Nahimphar

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Ich bin der Fürst des Sommers und der Fülle. Mir entgegen arbeiten die gestürzten Engel Raaban, Sirax und Herabanel. Sie verursachen alle Schäden in der Natur." Zum ersten Male werden hier die Gegenkräfte beim Namen genannt. Wenn die Engel der Endzeit ihre ganze Macht entfalten, wird der Kampf um die gesamte Natur toben. Außerdem ist St. Nahimphar der Engel des Aufnehmens der Seele, denn es gibt nicht nur Früchte in der Natur. Die Seele reift in der Sonne der Gerechtigkeit Gottes.

Die Seligen und Heiligen des 8. August heißen St. Cyriacus (um 304), Erzdiakon, Märtyrer, starb vermutlich mit Largus und Smaragdus während der Christenverfolgung unter Kaiser Maximian, einer der 14 Nothelfer, St. Rathardus von Andechs (9. Jh.), Graf, Priester, Klosterstifter in Dießen, Bayern, St. Altmann von Passau (1091), Bischof, entstammte einem westfälischen Adelsgeschlecht, Hofkaplan von Kaiser Heinrich III., als Bischof von Passau sorgte er sich um eine bessere Moral des Klerus und bekämpfte die Idee der Priesterehe, St. Wardo (1150), Einsiedler, Mönch OCist in Italien, St. Dominikus (1221), Gründer des Ordens der Dominikaner (OP), der in Spanien geborene Priester wurde 1206 zusammen mit seinem Freund, Diego de Azevedo, von Papst Innozenz III. nach Südfrankreich in die Mission geschickt, zogen wie Bettler von Ort zu Ort und holten viele Abgefallene zum katholischen Glauben zurück, 1215 Gründung einer Predigergemeinschaft in Toulouse, 1216 bestätigte Papst Honorius III, den Orden der Dominikaner.

"Heiliger, großer Engelfürst, bewahre uns vor den dämonisch gesteuerten Katastrophen! Bringe die Menschen durch die Naturgewalten zur Umkehr, und lass unsere Seelen reifen in der Sonne Gottes. Amen."

 

Der Engel vom 9. August heißt St. Sorel

und kommt aus dem IV. Chor der Hohen Herrschaften. "Ich bin Sorel, aus dem Chor der Herrschaften der siebente. Wein Gottes bin ich, der Engel des Starkmutes. Ich helfe tapfer und getreu, ohne Murren und Klagen die Alltagspflichten zu erfüllen." St. Sorel ist der Engel des Starkmutes, der eine Gabe des Heiligen Geistes ist. Zum Starkmut gehören Treue und Glauben, Ausdauer und Heldentum. Die Gaben des Heiligen Geistes fließen über den Chor der Herrschaften zu den Menschen herab.

Die Seligen und Heiligen des 9. August heißen St. Romanus (258), Märtyrer, St. Marcellinus, Priester und St. Peter, Exorzist (304), Märtyrer, St. Hathumar von Paderborn (815), erster Bischof von Paderborn, St. Edith Stein (1942), Konvertitin, Nonne OCarm, Märtyrerin, die in Breslau geborene Jüdin löste sich von ihrem jüdischen Glauben und wurde Atheistin, Studium und Lazarettdienst, verzweifelte Suche nach Gott, nach der Taufe und weiterem Studium Lehrerin in Speyer, Dozentin in Münster. Im Oktober 1933 Eintritt in den Kölner Karmel, 1938 Wechsel in den Karmel nach Echt (Niederlande), am 2.8.1942 verhaftet, starb zusammen mit ihrer Schwester am 9. August in der Gaskammer des KZ Auschwitz, St. Franz Jägerstätter (1943), Bauer, Mesner, Märtyrer, der gebürtige Österreicher verweigerte die Militärpflicht und wurde von den Nazis verhaftet und am 9. August 1943 in Brandenburg enthauptet. Seligsprechung noch nicht erfolgt.

"Heiliger, großer Engel, schenke doch allen den Wein des Starkmutes! Hilf uns, dass wir stark bleiben in den kleinen und großen Prüfungen unseres Lebens, dass wir einst als treu befunden werden von unserem Herrn. Amen."

 

Die Engel vom 10. August heißen St. Jachim, St. Barim, St. Messigim, St. Menigim

und gehören zum VI. Chor der Fürstentümer. "Wir sind die Ecksäulen der versiegelten Fürsten.” Der erste: „Ich bin Jachim, der Fürst des Feuers. Ich trage das 'Rex Gloria'." Der zweite: "Ich bin Barim, der Fürst des Wassers. Ich trage das 'Agnus Dei'." Der dritte: "Ich bin Messigim, der Fürst des Sturmes. Ich trage das Signum 'Filius Patris'." Der vierte: "Ich bin Menigim, der Fürst des Stoffes. Ich trage das Signum 'Deus Judex'. Betet viel, dass sich der Herr noch erbarme, dass Er dem Sturm, dem Feuer, dem Wasser noch Halt gebiete. Wenn wir entsiegelt werden, wird es ein großes Wehgeschrei auf Erden geben."

Die Seligen und Heiligen des 10. August heißen St. Laurentius (Lorenz, 258), Erzdiakon, Märtyrer, gehört zu den am meisten verehrten Heiligen der Kirche, in Rom tragen 30 Kirchen seinen Namen, soll aus Spanien nach Rom gekommen sein, wo er Erzdiakon von Papst Sixtus II. wurde, 258 ließ Kaiser Valerian Papst Sixtus II. enthaupten, auf den Weg zur Hinrichtung begleitete ihn Laurentius, der vom Papst den Auftrag erhielt, den Kirchenschatz an die Armen zu verteilen, danach führte er alle Beschenkten zum Kaiser und sagte, diese seien der Schatz der Kirche, Laurentius wurde schwer gefoltert und auf einem Rost verbrannt, St. Plektrudis (725), Königin, Stifterin, Gattin Pipins des Mittleren, stifteten ihren Besitz für Kirchen und Klöster, wurde nach dem Tod ihres Mannes aus der Kölner Residenz vertrieben.

"Oh, ihr heiligen Engelfürsten, bewahrt uns vor allen Angriffen der finsteren Mächte! Möge in allen Herzen das Feuer der Liebe durch den Sturm entfacht werden zum Brand der Liebe. Amen."

 

Der Engel vom 11. August heißt St. Sim

und kommt aus dem V. Chor der Gewalten. "Ich bin der Engel der Herzen, der geheime Gedanken sieht. Den mir anvertrauten Seelen übertrage ich geistige Kräfte für die Umwandlung durch Jesus Christus und Maria." Die Engel der Gewalten sind dem Menschen kaum verständlich, weil sie die geheimen, übersinnlichen Kräfte in der Schöpfung verwalten. Früher waren es sieben Engel, aber vier sind mit Luzifer in den Abgrund gestürzt und nutzen nun ihre Fähigkeiten zum Missbrauch der Naturgewalten, der Strahlungen, der Süchte und der sinnlichen Verführung. St. Sim und zwei seiner Brüder kämpfen gegen den verderblichen Einfluss dieser gefallenen Engel. Doch die Menschheit entfernt sich immer weiter von Gott und fällt den Dämonen zum Opfer.

Die Seligen und Heiligen des 11. August heißen St. Susanna von Rom (um 304), Stifterin, vermutlich auch Märtyrerin, soll Stifterin der Kirche bei den Thermen in Rom gewesen sein, wurde ermordet, weil sie sich weigerte, den Sohn von Kaiser Diokletian zu heiraten, St. Taurinus von Evreux (5. Jh.), Bischof in Frankreich, St. Gaugerich von Cambrai (625), Bischof in Frankreich, St. Schetzel von Luxemburg (1138), Einsiedler, lebte in einer Höhle im Grünnenwald bei Luxemburg, St. Klara von Assisi, Verehrerin des 12 Jahre älteren heiligen Franz, floh aus dem reichen Elternhaus und wurde aufgenommen in die Gemeinschaft der Minderbrüder des Heiligen, ließ sich mit ihrer Schwester Agnes in San Damiano nieder und gründeten den Klarissenorden, leitete vom Krankenlager aus den Aufbau weiterer Klöster, kurz vor ihrem Tod erhielt sie von Papst Innozenz IV. die Bestätigung ihrer Ordensregel.

"Heiliger Engel, du schaust in jeden Winkel meines Herzens. Hilf, dass meine Gedanken immer lauter und klar sind, damit ich in Jesus Christus gewandelt werde. Steh mir bei, dass der Vater Seinen Sohn immer vollkommener in mir findet. Schenke mir von deiner geistlichen Kraft, dass ich nur im Willen Gottes lebe. Amen."

 

Der Engel vom 12. August heißt St. Jephtha

und gehört zum IV. Chor der Herrschaften. "Der Träger der Reinheit bin ich. Durch leisen Gehorsam und täglich gewährt durch die heilige Eucharistie, weise ich meine Anbefohlenen hin auf das herrliche Ziel, ganz mit Gott vereint zu werden." Er ist der Engel der Gelübde des Gehorsams. Seit dem Engelsturz hat es nie wieder einen fehlerhaften Engel gegeben. Sie alle haben Gott Gehorsam gelobt bis in alle Ewigkeit. Auch der Mensch kann sich für die Zeit seines Lebens durch ein Gelübde der Treue und des Gehorsams an Gott binden. Der Engel, der ihm dabei hilft, nennt sich 'Knecht' und trägt ein Symbol der Unterwerfung.

Die Seligen und Heiligen des 12. August heißen St. Quiriacus von Augsburg und Gefährten (304), Märtyrer, zusammen mit 25 Gefährten wurde Quiriacus in Augsburg an der Stelle enthauptet, wo heute die Basilika steht, St. Hilaria von Augsburg (304), Märtyrerin, war die Mutter von Afra, wurde zusammen mit ihren Dienerinnen verbrannt, St. Eusebius von Mailand (462), Bischof, St. Andreas Abellon (1450), Mönch OP, Priester, Prediger in Frankreich, St. Innozenz XI. (1689), Papst, bedeutender Reformpapst des 17. Jh., St. Leo Dehon (1925), Gründer der Kongregation der Herz-Jesu-Priester in Frankreich, besondere Seelsorge für die Arbeiter, Karl Leisner (1945), Priester, wurde wegen einer Bemerkung über das missglückte Attentat auf Hitler inhaftiert, erkrankte erneut an Tuberkulose, litt in Sachsenhausen und Dachau, erlebte das Kriegsende und starb an den Folgen der KZ-Zeit; Kardinal von Galen schrieb an die Eltern: "Sie haben dem Himmel einen Heiligen geschenkt."

"Mein Herr und Mein Gott, Du stellst uns Deine heiligen Engel als leuchtende Vorbilder auf. Gib uns, o Herr, die Gnade, den Mahnungen der heiligen Engel Folge zu leisten. Sie eifern ja um die Seelen zu Deiner Ehre und Verherrlichung. Gib uns durch die Engel die Gnade, so in Reinheit zu leben, dass wir Dein Wohlgefallen finden. Amen."

 

Der Engel vom 13. August heißt St. Ombael

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. Er ist der Engel der Mission der Mütter. "Ich trage die Opferbereitschaft der Mütter und Gottgeweihten. Der Behüter der Länder bin ich auch. Warum ist ein so großer Kampf um den Frieden? Ich sage es dir: Weil Satan seine letzte Macht aufbietet." Er ist der Hüter der Missionare in den fernen Ländern, von denen sich auch heute nicht wenige opfern und verbluten. Er ist der Engel der Heidenländer in Afrika. Gleichzeitig ist er einer der zwölf Stillen Fürsten im besonderen Dienst der Königin, der alle jene anzieht, die auf der Suche nach Gott sind.

Die Seligen und Heiligen des 13. August heißen St. Pontianus (236), Papst, Märtyrer, St. Hippolyt von Rom (236), Kirchenschriftsteller, Märtyrer, ließ sich 217 zum Gegenpapst ausrufen, als der Sklave Calixtus Papst wurde, St. Concordia und Gefährten (258), Amme, Märtyrerin, wurde unter Kaiser Valerian zu Tode gegeißelt, St. Cassianus (um 305), Märtyrer, soll Bischof von Brixen gewesen sein, nach anderer Überlieferung war er Lehrer heidnischer Schüler, die ihn umbrachten, St. Radegundis von Thüringen (587), Königstochter, wurde vom fränkischen König Chlotar I. als Geisel genommen und zur Heirat gezwungen, floh zum heiligen Bischof Medardus nach Noyon und wurde Nonne, gründete bei Poitier ein Frauenkloster, St. Maximus Confessor (662), Mönch und Theologe, wurde in Konstantinopel wegen seines Glaubens gefoltert und verstümmelt, St. Ludolf von Korvey (983), Abt OSB in Westfalen, St. Sigbert von Fritzlar (737), Abt OSB, St. Radegundis von Wellenburg (1290?), Magd, pflegte die Aussätzigen, St. Gertrud von Altenburg (1297), Mystikerin OPraem, St. Johannes Berchmanns (1621), Mönch SJ in Rom, St. Markus von Aviano (1699), Mönch OFMCap, Prediger, Wunderheiler, St. Benildus, Mönch FSC, Lehrer in Frankreich.

"O du stiller, verborgener Engelfürst, stärke die Kraft der Mütter, damit sie ihre Familien retten, stärke die Kraft der Missionare in Afrika und schenke uns Nachwuchs für das Priestertum. Amen."

 

Der Engel vom 14. August heißt St. Saddim

und gehört zum IV. Chor der Herrschaften. "Ich bin Saddim, genannt 'Die vier Wasser', die schweigende Weisheit. Noch bin ich gefesselt. Die Weisheit gibt dir Nahrung und Licht. Schöpfe von ihr!" Er trägt die Weisheit der Liebe Gottes als gefesseltes Geheimnis. Er trägt ein Spruchband mit den Worten: "Wunderbar, Herr, sind Deine Wege und voll Weisheit Deine Taten."

Die Seligen und Heiligen des 14. August heißen St. Eusebius von Rom (3./4. Jh.), Priester in Rom, St. Eberhard von Einsiedeln (958), Gründer und erster Abt von Einsiedeln, St. Maximilian Kolbe (1941), Mönch OFMConv, Priester, Märtyrer, in Polen geboren, studierte er in Lemberg und trat zusammen mit seinem Bruder 1911 dem Franziskanerorden bei, studierte sieben Jahre in Rom und wurde dort zum Priester geweiht, gründete in Rom die 'Militia Immaculatae' zur Bekehrung der Sünder und Ungläubigen, baute in der Nähe von Warschau ein Kloster aus und gründete die Zeitschrift 'Ritter der Unbefleckten Jungfrau', ging auf Wunsch von Pius XI. nach Japan, wo er mit vier Ordensbrüdern eine Missionsstation bei Nagasaki gründete, kehrte nach Polen zurück und half Flüchtlingen und Kriegsopfern, besonders den Juden, wurde am 17.2.1941 verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Dort starb er stellvertretend für einen polnischen Familienvater durch eine Giftspritze.

"Großer, heiliger Engel, mit deinen spiegelklaren Augen schuf dich die Weisheit Gottes. Bitte für mich, dass ich immer schöpfen darf aus dem Gnadenquell der ewigen Weisheit. Amen."

 

Die Engel vom 15. August heißen St. Muriel, St. Hanael, St. Phael, St. Jesod und St. Malachiel

und gehören verschiedenen Chören an. St. Muriel ist der Cherub des Heiligen Geistes. Der Schutzengel sagt: "Er ist die Kraft der göttlichen Sendung. In dieser Sendung trug er auch Maria als Ancilla Domini zur Erde. Nach ihrer Sendung trug er sie zurück vor Gottes Thron als Königin des Himmels und der Erde." Viele Engel umgeben Maria bei ihrer Himmelfahrt und bilden eine Taube. Die Flügelspitzen sind St. Hanael und St. Phael. St. Phael ist der 3. der sieben aus dem Chor der Hohen Herrschaften, die die 7 Gaben des Heiligen Geistes tragen. Er war Begleiter Mariens in ihrer Mutterwürde. St. Hanael ist der Cherub des Geistes, der sich 'Lob Gottes' nennt. Sechs Cherubim des Heiligen Geistes sind es mit St. Hanael. "Wundere dich nicht, dass Maria die 13. in der Zahl dieser sie umgebenden Engel ist. Sie hat die Zahl 13 aus der dämonischen Ächtung befreit." St. Jesod, der Cherub des Vaters, trägt die Klarsicht auf das Wort, das am Anfang war. St. Malachiel ist der Cherub des Sohnes. Er trägt das Wort als Fundament der Erlösung, die Klarsicht auf den Dreieinigen Gott.

Die Seligen und Heiligen des 15. August heißen St. Tarsicius (3. Jh.?), Diakon, Märtyrer, soll in Rom von Heiden erschlagen worden sein, als er Kranken die heilige Kommunion bringen wollte, St. Altfrid von Hildesheim (874), Bischof, wichtiger Ratgeber von König Ludwig dem Deutschen, St. Arnulf von Soissons (1087), Bischof OSB, Gründer der Benediktinerabtei Oudenburg bei Brüssel, St. Rupert von Ottobeuren (1145), Abt OSB, St. Hyacinthus von Polen (1257), Mönch OP, Prediger, Gründer zahlreicher Niederlassungen der Dominikaner in Osteuropa, St. Mechthild von Magdeburg (um 1285), lebte als Begine (Angehörige einer halbklösterlichen Frauengemeinschaft), verfasste ihre mystischen Erlebnisse unter dem Titel 'Das fließende Licht der Gottheit' und zog sich vor Anfeindungen ins Zisterzienserinnenkloster in Helfta zurück, wo sie in der Äbtissin Gertrud von Hackeborn und den Mitschwestern Gertrud und Mechthild gleichgesinnte Frauen fand.

"Allmächtiger Gott, der Du den Leib und die Seele der allerreinsten Jungfrau und Gottesmutter Maria durch Deine Engel in den Himmel aufgenommen hast, wir danken Dir. Lass uns erkennen die Größe und Würde Mariens, unserer liebsten Mutter. Auf ihre Fürbitte hin hole auch uns einmal heim durch unsere himmlischen Beschützer, Deine heiligen Engel. Amen."

 

Der Engel vom 16. August heißt St. Sammariel

und gehört zum IV. Chor der versiegelten Herrschaften. Er ist der Engel, der die Frucht bringt. "Ich bin der Gerichtsengel Sammariel aus dem Chor der versiegelten Herrschaften. Seid bereit, möchte ich der Welt zurufen! Der Tag des Herrn geht bald zur Neige. Bevor die Dunkelheit kommt, müssen wir Engel die Ernte heimholen. Gut ist, wer hundertfältige Frucht bringt." Jeder Mensch muss sofort nach seinem Tode Rechenschaft über seine Ernte geben – und noch einmal beim Jüngsten Gericht. Da werden die Gerichtsengel ausziehen wie der Knecht im Evangelium, der den Weizen vom Unkraut trennt.

Die Seligen und Heiligen des 16. August heißen St. Asarchius (328), Bischof, St. Theodor (4./5. Jh.), erster Bischof im Wallis, St. Splicianus von Mailand (400), Bischof, Nachfolger von St. Ambrosius, St. Stephan von Ungarn (1038), König, Patron und Nationalheiliger von Ungarn, Träger der berühmten Stephanskrone, seine bis heute unverweste rechte Hand befindet sich in der Basilika von Budapest, St. Rochus von Montpellier (1327), Pilger, Patron von Venedig, verschenkte sein Vermögen und ging nach Rom, pflegte die Pestkranken und wurde selbst krank, verbarg sich im Wald und kehrte nach Piacenza zurück, wurde als Spion verhaftet und starb im Gefängnis, St. Beatrix da Silva Meneses (1490), Gründerin des Ordens der Konzeptionistinnen von der Unbefleckten Empfängnis.

"Heiliger Engel des Letzten Gerichts, du wirst mit einer großen Schar von Engeln kommen, um die Frucht zu ernten. Lass mich unter dem Weizen sein und nicht unter dem Unkraut. Hilf mir, dem Herrn hundertfältige Frucht zu bringen, in der Bereitschaft, im Gehorsam, in der Treue, Liebe und Hingabe an den heiligen Willen Gottes. Amen."

 

Der Engel vom 17. August heißt St. Elornim

und gehört zum V. versiegelten Chor der Gewalten. "Ich bin ein Engel der Tiefe und trage das Wort: 'Gott ist!' Bewahre dieses Wort in deinem Herzen und du sündigst nicht!" Er ist die Gewalt der sühnenden Verlassenheit und einer der sieben Brüder der Tiefe. Die Gottverlassenheit ist ein furchtbares Geheimnis. Menschen ohne Gott stehen oft am Rand der Verzweiflung. Aber nicht Gott hat sie verlassen, sondern sie haben Gott verlassen.

Die Seligen und Heiligen des 17. August heißen St. Mammas (270/275), Hirte, Märtyrer, soll im Alter von 15 Jahren während der Christenverfolgung unter Kaiser Aurelian ermordet worden sein, St. Eusebius (3. Jh.), Papst, vermutlich Märtyrer, St. Amor (um 777), Missionar OSB, schloss sich dem im Odenwald missionierenden Pirmin an, gründete 734 das Kloster Amorbach, St. Hieron (um 856), Missionar, Märtyrer, wurde als Glaubensbote in Friesland ermordet, St. Clara von Montefalco (1308), Äbtissin OESA, Mystikerin in Italien, St. Johanna vom Kreuz (1736), Gründerin des Instituts der Schwestern der heiligen Anna von der Vorsehung in Frankreich, St. Franz Sales Handwercher (1853), Priester, 'Segenspfarrer', erschloss den Gläubigen in Niederbayern den eucharistischen Segen, heilte viele nach dem Prinzip: "Wenn der Priester segnet, dann segnet der Heiland."

"Heiliger Engel, es ist wahr: Wenn wir uns andauernd der Gegenwart Gottes bewusst wären, würden wir nicht sündigen. Tag und Nach will ich in schweigender Andacht vor Gott sein. Sei du mir Helfer. Amen."

 

Der Engel vom 18. August heißt St. Merari

und gehört zum IX. Chor der Schutzengel. Er ist der Engel mit dem Tränenkrüglein. "Du kennst mich seit dem Tag deiner vollkommenen Hingabe an Maria, da ward ich als Marienengel an deine Seite gestellt. Ich bin der Träger der Tränen der Mütter und der Tränen der Schmerzensreichen, denn diese Tränen sind geheiligt. Das Übel ist der Eigenwille, der unumschränkter Herrscher sein will." Diese Felswand, die Gott uns zeigt, ist die Seele des Menschen. Nur die Tränen einer Mutter können diesen Felsen zum Einsturz bringen. Alle Tränen Mariens haben die größte Kraft vor Gott. Nicht nur ihre Tränen während der Leidenszeit des Herrn, sondern auch ihre Tränen heute an Statuen und Bildern bezwingen das Herz Gottes in aussichtslosen Fällen menschlicher Verstocktheit.

Die Seligen und Heiligen des 18. August heißen St. Florus und St. Laurus (2. Jh.), Märtyrer, Zwillingsbrüder aus dem heutigen Bosnien, St. Massa Candida (2./3. Jh.), mehrere hundert Christen, die nahe Karthago umgebracht wurden, St. Agapitus von Praeneste (um 270), Märtyrer, wurde unter Aurelian bei Rom umgebracht, St. Helena (330), Kaiserin, Mutter von Konstantin dem Großen, bemühte sich nach ihrer Bekehrung und Taufe im Jahr 312 um die Verbreitung des Christentums und baute mit Hilfe ihres Sohne viele Kirchen, St. Rainald von Ravenna (1321), Erzbischof, Beschützer des Templerordens.

"Bitte, o heiliger Engel, dass die Menschheit von der großen Blindheit befreit werde, die durch den Eigenwillen entstanden ist. Hilf uns, dass wir durch die Tränen der himmlischen Mutter dem ewigen Leben wiedergegeben werden. Amen."

 

Der Engel vom 19. August heißt St. Rachiel

und gehört zum VII. Chor der Mächte. "Ich bin Rachiel, ein Engel Mariens und der Träger der geordneten Liebe. Ich helfe, das Maß der Liebe zu Gott zu entfachen, wie Gott Seine Gnade dazu gibt und wie Maria die Seele führt und die Seele sich von ihr führen lässt. Das liegt wiederum im Vertrauen und in der Liebe zu Maria." Gott schuf das Maß und die Ordnung. Durch den Aufstand der gefallenen Engel kam die Unordnung in das Leben des Menschen. Heute triumphieren Unordnung und Ungehorsam in der ganzen Menschheit. Maria leidet und weint auch heute wegen der Sünden der Menschen. Der Engel aber trägt die Macht der geordneten Liebe, die in Maria ihren größten Gipfel erreicht.

Die Seligen und Heiligen des 19. August heißen St. Sixtus III. (440), Papst, St. Sebaldus (8. Jh.?), Einsiedler, keine historischen Quellen, Stadtpatron Nürnbergs, dänischer Königssohn, Prediger in Frankreich, St. Ludwig von Toulouse (1297), Erzbischof OFM, seliger Charitas Pirckheimer (1532), Äbtissin OSCI des Nürnberger Klarissenklosters, wehrte sich standhaft, das Kloster aufzugeben, nachdem Nürnberg der Lehre Luthers zum Opfer gefallen war, St. Johannes Eudes (1680), Gründer der Kongregation von Jesus und Maria, die sich um die Ausbildung von Priestern kümmert, Kämpfer gegen den Jansenismus, größter Missionar Frankreichs, St. Ezechiel Moreno y Dias (1906), Bischof OESA, trug zum Ende des Bürgerkriegs in Spanien bei.

"Heiliger Engel der Macht der Ordnung in der Liebe, erbitte uns von Gott das Maß, nach dem wir unser Leben und unsere Liebe richten müssen; ein Maß, das unserer Schwäche angepaßt ist. Hilf uns, heiliger Engel, dass wir bestehen können, wenn Gott uns richten wird nach diesem Maß. Amen."

 

Der Engel vom 20. August heißt St. Sephar

und gehört zum IV. Chor der Herrschaften. "Ich bin Sephar, der Engel der sieben Opferschalen. Ich trage das Lob-, Dank-, Blut-, Sühne- und Versöhnungsopfer. Das Dankopfer trage ich im Namen des Alten und Neuen Bundes. Ich trage die Gehorsamstat von Jesus und Abraham. Abrahams Opfer auf einem Holzscheit, Jesus als Lamm am Holze des Kreuzes. In beiden Opfern liegt der Gehorsam als Erfüllung des Willens Gottes. Am Ungehorsam scheitert heute die Menschheit."

Die Seligen und Heiligen des 20. August heißen St. Oswin (651), König von England, festigte das junge Christentum, St. Bernhard von Clairvaux (1153), Abt OCist, Kirchenlehrer, Sohn adeliger Eltern, trat in das strenge Reformkloster Citeaux ein, mit 25 Abt des neuen Klosters Clairvaux, von dem 26 Filialgründungen ausgingen, kämpfte für die innere und äußere Einheit der Kirche, kritisierte die päpstliche Prachtentfaltung, bekämpfte Irrlehren, wurde durch seine Predigten vielen zum Vorbild, seine Christus- und Braut-Mystik beeinflusste das ganze Mittelalter, zahlreiche Berichte über Christus- und Marienerscheinungen, einer seiner Schüler wurde Papst: Eugen III., den die Römer wegen seines strengen Regimentes vertrieben. St. Maria de Mattias (1866), Gründerin des Ordens der Anbeterinnen des Kostbaren Blutes zur Erziehung von Mädchen in Italien, Georg Häfner (1942), Priester, Märtyrer, wurde von der Gestapo wegen 'Volksverhetzung' verhaftet und nach Dachau deportiert, wo er verhungerte.

"Heiliger Engel der Opferschalen, hilf uns, dass wir noch mehr opfern, leiden, beten, sühnen und danken. Alles soll ja aus Liebe zu Gott geschehen. Hilf auch, dass wir uns selbst besiegen. Amen."

 

Der Engel vom 21. August heißt St. Jerumiel

und gehört zum IV. Chor der versiegelten Herrschaften. "Ich bin Jerumiel, ein Engel der Endzeit. Der Engel der Liebe und Gerechtigkeit bin ich. Ich versiegele die Herzen der Menschen, dass sie die Treue bewahren und ihre Pflicht erfüllen. Das Siegel ist der Stempel der Liebe." Es gibt sieben Engel mit dem Siegel der Endzeit, sieben Engel mit den Schalen voller Flammen und sieben Engel mit den Opferschalen. St. Jerumiel versiegelt die Getreuen und die der Pflicht Gehorchenden in den Gemeinden. Gott gilt unsere erste Treuepflicht.

Die Seligen und Heiligen des 21. August heißen St. Balduin von Rieti (1140), Abt OCist in Italien, St. Bernhard Tolomei (1348), Gründer der Benediktinerkongregation der Olivetaner, diese entwickelte sich aus seinem Kloster 'Unserer Lieben Frau vom Ölberg', die Olivetaner bewirkten die Erneuerung des klösterlichen Lebens in Italien im 14. und 15. Jh., St. Pius X. (1914), Papst, ging als Reformpapst in die Geschichte ein, erneuerte den Gregorianischen Choral, das Messbuch, den Kalender und das Stufengebet, förderte die frühe Erstkommunion, verbesserte die Priesterausbildung, erneuerte das religiöse Leben des Volkes und des Klerus, ist heute das Leitbild der glaubenstreuen Katholiken, Franz Reinisch (1942), Mönch SAC, Priester, Märtyrer, der Tiroler Pallottiner verweigerte den Fahneneid auf Adolf Hitler und wurde in Berlin zum Tode verurteilt, am 21. August 1942 wurde er hingerichtet.

"O heiliger Engel, siegele mein Herz mit dem unvergänglichen Stempel der Liebe Gottes, damit ich vom Herrn, von Maria, den Engeln und Heiligen erkannt werde, wenn die Heimholung beginnt. Amen."

 

Die Engel vom 22. August heißen St. Chochabiah und St. Bina

und gehören zum II. Chor der Cherubim bzw. zum IV. Chor der Herrschaften. Der Geist Gottes spricht: "Das ist der große Engel Chochabiah. Auf ihm flog der Vater dahin. Er trägt das Wort zur Erde. Er trägt zwei Gesichter. Das dritte Gesicht war Ismaeel, der in die Hölle stürzte. Das rechte Wort wurde der Welt durch Maria gegeben. Dieses ging in gleicher Weise zum Dreieinigen Gott und war Ihm genehm." Maria Magdalena sah Maria und hörte: "Heute an meinem Fest (Unbeflecktes Herz Mariens) empfange mit deinem Seelenführer und Bruder meinen besonderen Segen durch die Dreieinige Liebe ... Verehrt auch den heiligen Joseph mehr, als Hüter der heiligen Quelle." St. Bina trägt das Maß Gottes, das niemand begreifen kann. Darum heißt es auch: "Selig sind die Armen im Geiste ..." Drei Engel tragen Maß, Gesetz und Wahrheit in die Welt aller Dinge. Ein jeder Mensch erhält ein Maß, das gefüllt werden muss. "Das gefüllte Maß ist die Antwort, die wir Engel zu Gott tragen."

Die Seligen und Heiligen des 22. August heißen St. Symphorianus von Autun (um 180), Märtyrer, verweigerte als junger Mann vor dem Prokonsul von Autun (Frankreich), seinem Glauben abzuschwören und wurde enthauptet, St. Philippus Benitius (1285), Mitbegründer des Ordens der Serviten (OSM) in Italien, begründete auch den weiblichen Zweig der Servitinnen, erst durch ihn wurde der Orden bedeutend, kümmerte sich zeitlebens um Arme und Kranke, soll die Wahl zum Papst abgelehnt haben.

"O heiliger Engel, durch den Heiligen Geist, den Gott der Liebe, durfte ich von dir hören. Mit dir will ich anbeten und preisen den Dreieinigen Gott, den Vater, Sohn und Heiligen Geist. Heiliger Engel mit dem Maß, hilf mir dabei, mein Lebensmaß richtig zu füllen, damit ich vor Gott bestehen kann. Amen."

 

Der Engel vom 23. August heißt St. Aljochim

und gehört zum V. Chor der Gewalten. "Ich bin ein Engel des Schweigens, der Gottsucher und der Sühneseelen. Ich trage das in Glut zerriebene Samenkorn als Hostie auf der Patene. Die Liebe heißt dich, aus dem Samenkorn Brot Gottes zu machen. Sieh hinauf! Du siehst St. Roboel, St. Hanaliel und St. Anael, die Ecksäulen der Endzeit. Sie tragen die letzten Posaunen des Gerichtes. Sie rufen herbei die Gnade vor Gott."

Die Seligen und Heiligen des 23. August heißen St. Richildis (Richilt, 1100), Nonne in Bayern, soll als Reklusin (freiwillig Eingemauerte) beim Benediktkloster in Hohenwart heiligmäßig gelebt haben, nach dem Tode ereigneten sich zahlreiche Wunder, St. Rosa von Lima (Isabella Flores, 1617), Terziarin OSD, Mystikerin, erste Heilige und Patronin Südamerikas, der Andrang bei ihrer Beerdigung war so groß, dass sie dreimal verschoben werden musste, wurde in Lima als Tochter spanischer Eltern geboren, bei ihrer Geburt schwebte eine Rose über ihrer Wiege, wurde wegen ihres Wunsches, Nonne zu werden, von ihrer Mutter geschlagen, 1606 wurde sie Dominikanerterziarin, baute sich im Garten eine Bretterhütte, um allein zu sein und zu beten, ertrug schwere seelische und körperliche Leiden, viele mystische Gnadenerweise, an ihrem Grab ereigneten sich zahlreiche Wunder.

"Heiliger, großer Engel der Sühneseelen, schenke der Menschheit noch einige Sühneseelen, die uns durch ihre Leiden vor den Strafgerichten bewahren. Erhalte uns in der Gnade, wenn die letzten Posaunen ertönen. Amen."

 

Die Engel vom 24. August heißen St. Roboel, St. Hamaliel und St. Anael

und gehören verschiedenen Chören an. Sie sind die Ecksäulen der Endzeit. St. Roboel gehört zum IV. Chor der Hohen Herrschaften. Er steht über dem Tor des Neuen Jerusalem, durch das die von fern her Kommenden einziehen werden. Das ist auch das Tor des Apostels Bartholomäus und seiner Scharen. Zu ihm gehört das Wort aus der Apok 21,2: "Siehe, ich mache alles neu ..." Durch sein Tor werden die Scharen der alten Völker einziehen, die Joseph anführt, der Sohn Jakobs, was Israel bedeutet. St. Hamaliel und St. Anael sind die beiden Engelfürsten der Endzeit. St. Anael trägt die letzte Posaune des Gerichts. St. Roboel wird rufen: "Kommet alle ..." Und alle Menschen, die Gnade gefunden haben, werden von allen Enden der Welt herbeikommen.

Die Seligen und Heiligen des 24. August heißen St. Bartholomäus (1. Jh.), Apostel, Märtyrer, hieß vermutlich Nathanael und kam aus Kana in Galiläa, Christus soll ihn im Kreis der Apostel mit den Worten begrüßt haben: "Seht, ein wahrer Israelit, an dem kein Falsch ist!" Nach Christi Auferstehung zog Batholomäus als Wanderprediger durch Armenien, Indien und Mesopotamien, wurde vermutlich in Syrien auf persische Art gefoltert und getötet, St. Johanna Antida Thouret (1826), Gründerin des Ordens der Töchter der Liebe von Besancon in Frankreich, der sich um die Erziehung von Mädchen kümmert, St. Emilie Vialar (1856), Gründerin der Kongregation 'St. Joseph von der Erscheinung' in Frankreich, die sich der Armen und Kranken annimmt, St. Maria Michaela Desmaisieres (1865), Gründerin des Ordens der Dienerinnen des heiligsten Sakramentes und der Liebe in Spanien.

"Ihr heiligen Engel, wieviel Liebe erweist ihr den Menschen. Erbittet uns die Gnade, dass auch wir durch eines der Tore des Neuen Jerusalem einziehen dürfen in die Herrlichkeit Gottes. Amen."

 

Der Engel vom 25. August heißt St. Amphiel

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Ich trage die Unbegreiflichkeit Gottes. Auch bin ich ein Engel vom Dienst und der Schutzengel der Kirche. Die direkten Befehle Gottes vollziehe ich an den Herzen der Menschen." Jeder Engel blickt ständig in das Angesicht Gottes und wartet auf die für ihn bestimmten Weisungen. St. Amphiel trägt die Unbegreiflichkeit Gottes in die Schöpfung und hört die unzähligen Fragen des Menschen, warum Gott dieses oder jenes tut oder zulässt. Zu ihm gehört das Wort: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben." Die Engel vom Dienst haben alle Befehle Gottes sofort auszuführen. In der Endzeit wird St. Amphiel die vierte Posaune ergreifen und die Schöpfung wird im Dunkel versinken.

Die Seligen und Heiligen des 25. August heißen St. Patricia (um 665), Jungfrau, Verwandte von Kaiser Constans II., St. Hunegundis (7. Jh.), Nonne OSB in Frankreich, St. Gaudentius von Gnesen (um 1008), erster Erzbischof von Gnesen, OSB, St. Ludwig IX., der Heilige (1270), König von Frankreich, wurde mit 11 Jahren König und entwickelte sich zum bedeutendsten Herrscher des Abendlandes, führte den 7. Kreuzzug an, starb bei einem weiteren Kreuzzug nach der Eroberung von Karthago, St. Joseph von Calasanza (1648), Gründer des Ordens der Piaristen in Spanien, verschenkte sein ganzes Erbe und zog nach Rom, betreute verwahrloste Kinder, gründete die erste öffentliche und kostenlose Schule Europas, in der er täglich mehr als 1000 Kinder unterrichtete, gründete das 'Scholarum Piarum', woraus sich der Name Piaristen ergab, St. Mariam Baouardy, Maria vom gekreuzigten Jesus (1878), Nonne OCarm, Mystikerin, wurde von den Josephsschwestern entlassen wegen ihrer mystischen Erlebnisse und der Wundmale Jesu, kam in den Karmel von Pau in Frankreich, dann in den Karmel von Mangalore in Indien, wurde wieder weggeschickt und gründete 1875 in Bethlehem einen neuen Karmel.

"Heiliger Engel, führe uns besonders da, wo Gottes Wege dunkel und unbegreiflich sind. Bewahre die von fern her Kommenden vor den teuflischen Angriffen und leite sie zum rettenden Tor im Neuen Jerusalem. Amen."

 

Der Engel vom 26. August heißt St. Rhima

und gehört zum IX. Chor der Schutzengel. Er ist ein Zimmermann und sagt: "Ich will Nazareth-Häuschen bauen in den Herzen der Menschen. Gäben sie mir alle Herzen, ich würde überall das rechte Maß anlegen, das Gott gefällt." Der Engel mit dem Winkelmaß, der heute vor dem Thron Gottes steht, beugt seinen Kopf vor dem Geheimnis, dass der Herr ihn ein Heim bauen lässt in den Herzen, in das Er einzieht in der heiligen Kommunion. Bedenken die Gläubigen heute noch, dass sie sich das Gericht essen, wenn sie ohne Beichte, nur weil es alle machen, zum Tisch des Herrn gehen? Eine Schändung der heiligen Kommunion ist für die Engel untragbar.

Die Seligen und Heiligen des 26. August heißen St. Zephyrinus (217), Papst, St. Cäsarius von Arles (543), Bischof, St. Gregor von Utrecht (um 776), Abt OSB, Schüler des heiligen Bonifatius, übernahm dessen Friesenmission, wurde Abt des Benediktinerklosters in Utrecht und Administrator des Bistums Utrecht, St. Johanna Elisabeth Bichier des Ages (1838), Gründerin des Ordens der Kreuztöchter vom heiligen Andreas in Frankreich, St. Theresia von Jesus (1897), Gründerin des Instituts der Kleinen Schwestern für die verlassenen Greise in Spanien.

"Heiliger Engel, richte auch in meinem Herzen alles nach dem Maß und der Ordnung aus, die Gott gefällt. Sei du der Zimmermann meiner Seele, dass der Thron Gottes in mir immer schöner werde für den Dreieinen. Amen."

 

Der Engel vom 27. August heißt St. Nezech

und gehört zum IV. Chor der Herrschaften. "Ich bin Nezech, der dritte der vier Ecksäulenkronen. Die Kraft im Glauben bin ich und der Engel des Stark- und Bekennermutes. Ich trage das Wort: 'Ich bin, der Ich bin'. Aus lauter Alltagen verdiene deinen Tag im Himmel." Die vier Ecksäulen ragen mit ihren Häuptern bis in den obersten Bereich der Anbetung Gottes. Sie heißen 'Kronen', weil sie die schönsten Kronen aller Engel tragen als Ecksäulen an den vier Enden der Schöpfung. St. Nezech ist die Ecksäule 'Allmächtiger Gott' und trägt die Kraft des Glaubens und der Treue.

Die Seligen und Heiligen des 27. August heißen St. Monika (387), Mutter des heiligen Augustinus, in Tagaste in Afrika geboren, von den Eltern mit dem heidnischen Beamten Patritius verheiratet, den sie zum Glauben bekehrte, litt unter dem Lebenswandel ihres Sohnes, der sich kurz vor dem Tode seiner Mutter bekehrte, St. Gebhard II. von Konstanz (995), Bischof, St. Amadeus von Lausanne (1159), Bischof OCist, St. Margareta von Bayern (1434), Herzogin, Tochter von Ruprecht von der Pfalz, des späteren deutschen Königs, wurde 20-jährig mit Herzog Karl II. von Lothringen verheiratet, half unentwegt den Armen und Kranken, verbrachte ihr Leben in den Krankenhäusern, um die Leidenden und Sterbenden zu trösten, St. Dominikus a Matre Dei (1849), Provinzial CP, Apostel Englands im 19. Jahrhundert, gründete das erste Passionistenkloster in England.

"Heiliger Engel, erflehe mir die Gnade zum Starkmut und Bekennermut. Lass aus allen meinen Alltagen den Sonntag im Himmel werden. Amen."

 

Die Engel vom 28. August heißen St. Chochmah, St. Chajoth, St. Nezach und St. Geburah

und gehören dem IV. Chor der Herrschaften an. "Wir sind Träger und Ecksäulen des Hauses Gottes. Ein jeder von uns trägt eine Wesenheit Gottes. Ich, Chochmah, trage den Begriff Weisheit und Allwissenheit Gottes. Ich trage das Symbol der Dornenkrone. Sie ist geheimnisvoll verbunden mit der Weisheit Gottes. Sie ist der Ausdruck zum Willen Gottes, zum Schweigen in der Schöpfung, zur Ruhe in Gott, zum Dienen für Gott und zur Torheit des Kreuzes. Ich, Chajoth, trage die Heiligkeit und Ewigkeit Gottes. Ich, Nezach, trage die Allmacht, Stärke und Treue Gottes. Ich, Geburah, trage die Gerechtigkeit und Liebe Gottes. Mein Signum ist die Christkönigskrone."

Die Seligen und Heiligen des 28. August heißen St. Hermes von Rom (132), Märtyrer, war nach der Legende Stadtpräfekt von Rom und wurde wegen seines Glaubens ermordet, St. Augustinus (430), Bischof, Kirchenlehrer, bedeutendster theologischer Schriftsteller der Kirche, Wegbereiter des Augustinerordens, stammt aus Algerien, genoss sein Leben als Lehrer der Künste, änderte durch Predigten des heiligen Ambrosius sein Leben und empfing zusammen mit seinem Sohn Deodatus die Taufe, ein Verdienst seiner Mutter Monika, 394 Priesterweihe, 396 Bischof von Hippo in Nordafrika, berühmter Prediger und Kämpfer gegen Irrlehren, bestimmte die Theologie und die Philosophie der Jahrhunderte bis heute, St. Joachima Vendura (1854), Gründerin der Kongregation der Karmelitinnen von der Liebe in Spanien, St. Ghebre Michael (1855), Priester, Märtyrer, Kopte in Äthiopien, der Katholik wurde, schrieb Katechismus in äthiopischer Sprache, nach Verleumdung durch koptische Mönche, gefangengenommen und umgebracht.

"Ihr großen, heiligen Engel, helft uns siegen in der Torheit des Kreuzes. Bittet Jesus, das Lamm Gottes, uns weiter Weisheit zu lehren, die Armut des Geistes, die Gnade des Friedens und den Mut zum Schweigen. Amen."

 

Der Engel vom 29. August heißt St. Usatim

und gehört zum V. Chor der Gewalten. "Ich bin ein Engel der Folge der Ursachen. Aus dem Angesicht Gottes lese ich das Schweigen, die Torheit des Kreuzes und das Dunkel der Ratschlüsse Gottes. Ich weiß um die Tücke, die Schliche und den Machthunger der Dämonen. Mit Jesim trage ich die verborgene Hingabe und das Ja zum Willen Gottes. Wir sind Engel, die immer den Dämonen gegenüberstehen." St. Jesim ist der 7. der Brüder der Seele, die alle im schwersten Kampf gegen die Mächte der Hölle stehen. Hier steht im wahren Sinne des Wortes Gewalt gegen Gewalt.

Die Seligen und Heiligen des 29. August heißen St. Sabina (127), Märtyrerin, nach der Legende eine wohlhabende Witwe heidnischen Glaubens, die durch ihre Sklavin Seraphia zum Glauben fand, beide wurden gefoltert und ermordet, St. Candida (3./4. Jh.), Märtyrerin, St. Adelphus von Metz (5. Jh.), Bischof, St. Medericus (700), Abt, St. Theodora (892), Nonne, Stadtheilige von Saloniki, St. Verona (um 900), Nonne, Tochter des Karolingers Ludwig des Deutschen, St. Bronislawa (1259), Nonne OPraem, polnische Patronin gegen Pest und Cholera.

"Heilige Engel Gottes, packt doch das Übel aller Sündhaftigkeit und Schwäche – besonders in der Familie – bei der Wurzel. Schlagt, brennt, schneidet alles Böse aus! Bittet, dass alle wahre Kinder Gottes werden, und dass die Barmherzigkeit des Herrn uns gnädig sei. Amen."

 

Der Engel vom 30. August heißt St. Nariel

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Ich bin der Fürst Nariel. Ich bin der Bruder des Erzengelfürsten Raphael. Das Symbol der gebändigten Schlange (die er trägt) hat eine große Bedeutung. Seit dem Sturz des Engels Orphiel aus dem Chor der Fürsten bekämpfe und besiege ich ihn dauernd. Er ist es, der Wahrsagerei, Zauberei, Spiritismus, Atheismus und Verwünschungen auf die Erde schleudert. Vor solchen höllischen Angriffen verbergen sich die lauteren Seelen unter dem Schutzmantel Mariens, unserer und eurer Königin."

Die Seligen und Heiligen des 30. August heißen St. Felix und St. Adauctus (um 300), Märtyrer, Felix wurde als Priester in Rom gefangengenommen und sollte in einem Tempel den Götzen opfern, durch einen Hauch blies er die Statue um und entwurzelte einen den Göttern geweihten Baum, auf den Weg zur Hinrichtung küsste ihn ein Zuschauer, der ebenfalls getötet wurde, da er unbekannt war, nannte man ihn 'Adauctus', der Hinzugekommene, St. Fiacrius (um 670), Mönch, Einsiedler, ließ sich als irischer Mönch in der Nähe von Paris als Einsiedler nieder und lebte dort bis zu seinem Tod, als er ein von Bischof Faro geschenktes Waldstück mit seinem Stab berührte, verwandelte es sich in einen blühenden Garten, St. Guarinus von Stitten (1150), Bischof.

"Heiliger, großer Fürst, lass uns in den Kämpfen unserer Tage deine Hilfe zuteilwerden! Hilf uns siegen in den höllischen Angriffen! Berge uns sicher unter dem Schutzmantel Mariens, die eure und unsere Königin ist. Amen."

 

Der Engel vom 31. August heißt St. Gerudiel

und gehört zum VI. Chor der hohen Fürsten. "Ich bin der Fürst Gerudiel. Als Fürst stehe ich in der Strombahn des Lebens. Gesetzt bin ich über alle Machtbereiche. Mein Bruder Azariel ist die 'Hilfe Gottes'. Wir sind auch Marienengel. Der Schemel Gottes ist die Liebe Mariens. Geschmückt wie eine Braut, so kniet sie vor Gottes Thron. Maria löst alle Übel. Sie öffnet die geballte Hand Gottes. Sie öffnet die versiegelten Menschenherzen. Sie löst den verschlossenen Mund des Sünders. Sie bettet alles in das Gleichmaß ihrer Liebe." St. Gerudiel erhält seinen Gnadenstrom vom 3. der Throne, St. Ophajim, 'der alle Siegel löst'. Zu St. Gerudiel gehört sein Bruder St. Azariel, der den Schleier Mariens mit den 12 Doppelsternen trägt.

Die Seligen und Heiligen des 31. August heißen St. Paulinus von Trier (358), Bischof, Märtyrer, kam aus vornehmen aquitanischem Geschlecht und wurde Nachfolger des heiligen Bischofs Maximinus, da er den Arianismus bekämpfte und den heiligen Kirchenlehrer Anthanasius verteidigte, verbannte ihn Kaiser Konstantinus II. nach Phrygien (Kleinasien), St. Wala (836), Abt OSB, Vetter von Karl dem Großen, trat als älterer Mann dem Benediktinerorden bei und gründete 822 das Kloster Korvey bei Höxter, geriet als Kirchenreformer in Konflikt mit Ludwig dem Frommen, der ihn für drei Jahre verbannte, danach Abt des berühmten Klosters in Bobbio, Italien, St. Raimundus Nonnatus (1240), Mönch OdeM, Nonnatus (der Ungeborene) wurde aus dem Leib seiner bereits toten Mutter herausgeschnitten, trat in Barcelona in den Orden der Mercedarier ein, die sich dem Freikauf von christlichen Gefangenen in Afrika widmeten, verbrachte anstelle eines anderen mehrere Monate im Kerker, seliger Johannes Juvenal Ancina (1604), Bischof von Saluzzo, Italien.

"Großer, heiliger Engel, nimm mein Herz mit hinein in den gleichmäßigen Wellenschlag der Liebe Mariens, damit es im Strom der Liebe zu Gott geführt werde. Amen."