• Engel und Heilige von jedem Tag
  • Bücher der Liebe, Bd. 1
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  • Bücher der Liebe, Bd. 3
  • Bücher der Liebe, Bd. 4
  • Bücher der Liebe, Bd. 5

Der Engel vom 1. Oktober heißt St. Mirachiel

und gehört zum VII. Chor der Mächte. Sein Symbol ist ein leuchtender Turm. "Ich bin Mirachiel aus dem Chor der Mächte. Rufe mich an, wenn es um das Gut des heiligen Glaubens geht. Ich bin ein Engel der Glaubenskraft. So verdunkelt und verworren ist eure Zeit. Hilf allen, die schwach im Glauben sind. Sei ihnen ein leuchtender Turm, dass sie glaubensstark eingehen können ins Gotteshaus, um neues Leben zu empfangen." St. Mirachiel stellt die Macht des Glaubens gegen den Zweifel. Wie alle Engel dieses Chores gleicht auch St. Mirachiel einem vielfach geschliffenen Kristall, welcher das Licht Gottes nach allen Seiten ausstrahlt.

Die Seligen und Heiligen des 1. Oktober heißen St. Remigius (533), Bischof, St. Bavo (um 590), Mönch OSB, Patron der Diözesen Gent und Haarlem, St. Giselbert von Zusmarshausen (11. Jh.), Hirte, schottischer Königssohn, der in Bayern als Hirte lebte, St. Emanuel von Cremona (1298), Bischof, St. Angelus des Scarpettis (1306), Mönch OESA, Augustinereremit in England, St. Werner von Wilten (1332), Abt OPraem, St. Franz de Borja y Aragon (1572), Herzog, Ordensgeneral SJ.

"Großer heiliger Engel der Glaubenskraft, stehe uns bei in diesen Zeiten der Dunkelheit und Verworrenheit. Hilf uns, dass wir durch unseren Glauben und unser Bekenntnis Seelen gewinnen für den Herrn. Amen."

 

Der Engel vom 2. Oktober heißt St. Ezechiel

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Ich bin Ezechiel, der Fürst der Sehnsucht nach Gott. Heute stehe ich im Namen aller Schutzengel vor Gott. Ich bin ja auch der Engel der Buße und der Sühne. Ich habe auch deine Bitten vor Gott getragen, die du an viele Schutzengel der dir nahestehenden Seelen gerichtet hast." Nach dem Amt des Schutzengels sehnen sich alle Engel, da sie dadurch am Erlösungswerk Christi beteiligt sind und an der Seite Mariens stehen, die darin die größte Rolle spielt. St. Ezechiel zeigte sich Maria Magdalena im roten Gewand der Hingabe, in der Hand den einen Denar haltend, das Symbol des Samenkorns, der göttliche Lohn für alle Schutzengel, ob sie zum 1. oder zum 9. Chor gehören. Der 2. Oktober ist das Fest der Schutzengel.

Die Seligen und Heiligen des 2. Oktober heißen St. Leodegar von Autun (Ludger, 679), Bischof, Märtyrer, Sohn einer fränkischen Adelsfamilie, 653 Abt von St. Aixent in Poitiers, Berater der Königin Balthild, die ihn zum Bischof von Autun ernannte, geriet in Konflikte wegen seiner Bemühungen, die Kirchenordnung wiederherzustellen, vom König verbannt, gefoltert durch Blenden und Abschneiden der Zunge, drei Jahre später enthauptet, St. Warin von Poitou (679), Statthalter, Märtyrer, Bruder des Bischofs Leodegar von Autun, wurde zur gleichen Zeit ermordet wie sein Bruder, St. Thomas von Hereford (1282), Bischof in England.

"Ihr heiligen Schutzengel aus allen Chören, an eurem Festtag bitten wir flehentlich um eure Hilfe gegen die immer bösartiger werdenden Angriffe der Dämonen! Beschützt unsere Familien, besonders unsere Kinder. Unser Dank gilt heute dem barmherzigen Gott für unsere Schutzengel. Amen."

 

Die Engel vom 3. Oktober heißen St. Schemmajim und St. Alphareth

und gehören zum IV. Chor der Herrschaften. Maria Magdalena: "Zwei wunderbaren Engel umgeben mich ... mit der heiligen Theresia vom Kinde Jesu ... St. Theresia sagt: 'Sei gesegnet, meine Schwester. Wir bringen dir die Freude in Gott. Siehe, zu meiner Rechten ist der große Marienengel Schemmajim. Er ist aus dem Chor der Herrschaften. Auch ist er ein Engel des Friedens. Darum steht er auch im Dienste Mariens, der Friedenskönigin. Zu meiner Linken ist Alphareth. Er ist ein Engel der Antwort mit dem Regenbogen über Maria. Über sie führt er die Seelen, die Maria ihm anvertraut, auf den Weg der Gnade. Ist eine Seele wie Maria Magd des Herrn, erfüllt es diesen Engel mit unsagbar großem Jubel, weil er Maria in der Seele findet. Unsagbar groß ist die Liebe aller Himmlischen zu Maria, unserer und eurer Königin. Gehe weiter den großen und schönen Weg der Liebe. Du wirst Rosen streuen mit deinem Seelenführer und Bruder auf dornige Lebenspfade. Die selbstlose Liebe vermag die Welt in einen Rosengarten Gottes zu wandeln. Wenn die Segensrosen erblühen in den gläubigen Herzen, wandeln sie sich in Rosen der Liebe, die blühen für den Dreifaltigen Gott.'"

Die Seligen und Heiligen des 3. Oktober heißen St. Niketius von Trier (um 565), Bischof, St. Ewald-Brüder (um 695), Missionare, Märtyrer, die Brüder missionierten die heidnischen Sachsen, wurden bei einer Predigt überfallen und ermordet, St. Utto von Metten (829), Abt OSB, St. Odilo von Stablo (954), Abt OSB, St. Gerhard von Brogne (959), Abt OSB, St. Adelgott von Chur (1160), Bischof OCist, St. Theresia vom Kinde Jesu (1897), Nonne OCD, Mystikerin, Patronin von Frankreich und der Missionen, Kirchenlehrerin, wird 'Kleine heilige Theresia' genannt, schrieb auf Weisung der Oberin ihre Erinnerungen: 'Geschichte einer Seele', erlitt in Demut und kindlicher Hingabe alle Demütigungen im Orden, wurde von Christus durch besondere Zeichen der Liebe (Schneeflocken, Rosen) getröstet. Rosen sind das Symbol der Gnade.

"Ihr heiligen Engel des Regenbogens über Maria, der Gnade bedeutet, helft uns, den kleinen Weg der Demut und der Hingabe zu gehen wie die heilige Theresia vom Kinde Jesu. Lasst uns wie sie erkennen, dass alles Gnade ist und wir in unserer Armseligkeit und Hilflosigkeit unsere Hoffnung nur auf Maria, die Magd des Herrn, richten können. Amen."

 

Der Engel vom 4. Oktober heißt St. Aralim Enneth

und gehört zum III. Chor derThrone. "Ich trage den zerbrochenen Stirnreif Luzifers. Die Flammen bedeuten: das höllische Reich hält keine Ruhe, bis die Flammen sich auf die ganze Erde ausgebreitet haben. Ich trage den Willen Gottes über Luzifers Reich. Während des Gerichts bin ich zum Thron Mariens bestimmt. Heute denke besonders an den seraphischen Vater Franziskus. Wie er habe immer den glühenden Willen Gottes zu Seinem Wort, Seinem Leben, Seiner Liebe." St. Aralim ist ein gewaltiger apokalyptischer Engel mit Löwenpranken, der wie Donner grollt und Feuer spuckt.

Die Seligen und Heiligen des 4. Oktober heißen St. Jovianus von Trier (um 304), Märtyrer, St. Petronius von Bologna (450), Bischof, St. Marsus (4. Jh.), Priester, Missionar in Gallien, St. Quintinus von Villeparisis (um 500), Märtyrer, wurde wegen der Zurückweisung der Schwiegertochter Chlodwigs I. ermordet, St. Franz von Assisi (1226), Ordensgründer OFM, Sohn des Kaufmanns Bernadone, lebte im Wohlstand, mit 20 Soldat im Städtekrieg Assisi und Perugia, Gefangenschaft im Kerker von Perugia, änderte sein Leben, Pilgerfahrt nach Rom, Christus ruft ihn in der Kirche von San Damiano auf: "Franz, stelle Mein verfallenes Haus wieder her!", verzichtete auf sein Erbe und lief nackt aus der Stadt, wurde zum 'Poverello' und sammelte Gleichgesinnte für die Idee des Bettlerordens, Papst Innozenz III. bestätigte 1210 die erste Franziskanerregel, 1224 Empfang der Wundmale Christi, nahm wie kaum ein anderer Heiliger Einfluss auf Kirche und Gesellschaft des Abendlandes.

"Herr und Gott, Du hast diesen Engel zum Thron Mariens bestimmt und zum Träger des göttlichen Willens gegen Luzifer, bewahre uns vor den Flammen der Hölle und stehe uns bei im Gericht. Amen."

 

Der Engel vom 5. Oktober heißt St. Zurael

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Ich bin der Fürst Zurael, der Engel des Alltags und des Großmutes in der Liebe. Ich helfe, die Sorgen des Alltags großmütig zu ertragen, großmütig zu sein gegenüber den Forderungen Gottes. Ist der Mensch so, wird Gott auch immer großmütig vergeben."

Die Seligen und Heiligen des 5. Oktober heißen St. Galla von Rom (um 560), Witwe, lebte nach dem Tode ihres Mannes in einer Zelle bei St. Peter in Rom als Wohltäterin, St. Placidus von Subiaco (6. Jh.), Mönch OSB in Italien, St. Meinolf von Paderborn (857), Priester, Taufkind Karls des Großen, Archidiakon des Erzbistums Paderborn, St. Attila von Zvomora (915), Bischof, St. Gerwich (1133), Mönch OCist in Bayern, St. Raimund von Capua (1399), Provinzial OP.

"Heiliger Fürst der kleinen Dinge, gib uns die Kraft, die Mühen des Tages zu bewältigen, hilf uns allen, das Kreuz anzunehmen aus Gottes Hand. Amen."

 

Der Engel vom 6. Oktober heißt St. Pachad

und gehört zum II. Chor der Cherubim. "In der Schale mit dem Salz trage ich das Symbol der Gottesfurcht. Salzig sollen die Tränen der Liebesreue sein, damit die Erbarmungen des Herrn über die Menschheit kommen." Bis zum Ende gibt es für den Menschen die Möglichkeit, durch Reuetränen und tätige Sühne die Gerechtigkeit Gottes in Liebe und Barmherzigkeit umzuwandeln.

Die Seligen und Heiligen des 6. Oktober heißen St. Renatus von Sorrent (5. Jh.), Bischof, St. Tutto von Regensburg (9. Jh.), Bischof, St. Adalbero von Würzburg (1090), Bischof, St. Bruno der Kartäuser (1101), Gründer des Ordens der Kartäuser OCarth, geboren in Köln, Priesterweihe in Reims, Leiter der Domschule, legte 1083 alle Ämter nieder und zog mit sechs Gefährten nach Grenoble, wo ihm Bischof Hugo, ein früherer Schüler, ein Grundstück namens Cartusia schenkte, Gründung des Ordens der Kartäuser, strengste von allen Regeln mit ewigem Schweigen und Einsamkeit, St. Konrad von Hildesheim, Provinzial OFM, St. Maria Franziska von den fünf Wunden (1791), Terziarin OFM, Mystikerin in Neapel.

"Trage, heiliger Engel, meine Gottesfurcht zum Herrn. Mit dir bete ich Ihn an aus der Tiefe meines Herzens. Bringe auch meine Tränen der Liebesreue vor das Angesicht Gottes, damit ich einst zur Rechten stehen werde. Amen."

 

Der Engel vom 7. Oktober (Rosenkranzfest) heißt St. Scheadar

und gehört zum VI. Chor der Versiegelten Fürsten. "Ich bin der Fürst Scheadar, der allezeit den Stern Sirius behütet. Mir ist große Macht gegeben. So kann ich besonderer Fürsprecher sein. Die Menschenfreundlichkeit Gottes hat sich herabgelassen, dir – Kind Gottes – besondere Huld zu gewähren. Du bist geführt von Gottes Engeln und geborgen im reinsten Herzen Mariens. Dort umgeben dich die Träger der Liebe Gottes, der Seraph des Vaters, St. Elchai, der Seraph des Sohnes, St. Jah, und der Seraph des Heiligen Geistes, St. Akaba." St. Scheadar ist auch der Fürst der Ernte und des Herbstes.

Die Seligen und Heiligen des 7. Oktober heißen St. Justina von Padua (um 300), Märtyrerin in Padua, St. Sergius und St. Bacchus (um 305), Märtyrer in Syrien, St. Marcus (336), Papst, St. Ernst von Neresheim (1148), Abt OSB, Märtyrer, erster Abt von Neresheim bei Augsburg, wurde während eines Kreuzzuges von den Sarazenen gefangengenommen und nach schwerer Folter in Mekka ermordet, St. Georg von Pfronten-Kreuzegg (1762), Laienbruder OFMCap, 'Bruder Jörg' war in Rom als Kapuziner der Liebling des Volkes.

"Wie gut ist Mein Gott zu mir. Ich sage Dir tausendmal Dank für diese neue Liebe. Mein Dreifaltiger Gott ist ein Meer der Liebe, das nicht auszuschöpfen ist. Mit den Engeln will ich loben und preisen den Herrn, der so viel Großes an mir tut. Amen."

 

Der Engel vom 8. Oktober heißt St. Orel

und gehört zum IV. Chor der Herrschaften. "Ich bin der 5. der sieben Engel, die die Gemeinden siegeln. Auch bin ich für die Kinder Gottes der Engel der versiegelten Liebe Gottes. Ich führe die Kinder Gottes zusammen und verschließe sie." St. Orel ist der Engel der Barmherzigkeit in der Endzeit. Seine Aufgabe ist es, die Menschen der Endzeit durch ein Siegel zu schützen und zu bewahren. Verschiedene Siegelengel verschließen die klein gewordenen Gruppen und Gemeinden der Getreuen, während draußen in der Welt alles aufhört und abstirbt. St. Orel arbeitet wie ein Fischer, der das Netz auswirft und die Glaubenstreuen als Beute Gottes einfängt. Wer nicht zu den Versiegelten gehört, geht unter.

Die Seligen und Heiligen des 8. Oktober heißen St. Simeon (1. Jh.), Patron für Kindersegen, nahm bei der Darstellung Jesu im Tempel das Kind auf den Arm und sagte ihn als Messias voraus, St. Demetrius (306), Märtyrer, stammte vermutlich aus Sirmium in Slowenien, soll Prokonsul von Achaja gewesen sein, St. Benedicta (um 360), Märtyrerin in Frankreich, St. Thaais (4. Jh.), Büßerin in Ägypten, nach der Legende eine Kurtisane, die der Mönch Paphnutius bekehrte, St. Hugo der Malteser (1230), Mönch, Priester, Mitglied des Malteserordens in Italien, St. Birgitta von Schweden (1373), Gründerin des Birgittenordens OSSalv, Mystikerin, hatte schon in der Kindheit Visionen des Gekreuzigten, verheiratet, acht Kinder, nach einer Wallfahrt zog sich ihr Mann in einen Orden zurück, zahlreiche Visionen, empfing die Gebete über Christi Wunden, die mit großen Verheißungen verbunden sind, ging 1349 mit ihrer Tochter Katharina, die später auch heiliggesprochen wurde, nach Rom, wo sie sich energisch für Reformen einsetzte.

"Heiliger Engel, nur in Bildern und Gleichnissen wissen wir um die Zeichen der Endzeit. Lass uns immer bereit sein, da wir nicht wissen, wann diese Zeit beginnt. Versiegele unsere Herzen, Lippen und Augen, damit wir in der Liebe Gottes bleiben. Amen."

 

Der Engel vom 9. Oktober heißt St. Lechitiel

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. Er ist der Engel der Trennung und trägt ein Schwert. "Ich bin der Fürst Lechitiel. Ich bin der Verwalter der dunklen Stunden und der Schmerzen. Ich trenne mit meinem Schwert den Sohn vom Vater, die Tochter von der Mutter. Ich trenne die Gott liebende Seele von allem Irdischen." Die Unterscheidung der Geister ist für den Menschen lebensnotwendig. Der Teufel versucht ständig, die Gabe der Unterscheidung zu trüben. Ein klassisches Beispiel dafür steht in der Heiligen Schrift: "Der isst und trinkt sich das Gericht, der den Leib des Herrn nicht von den anderen Speisen unterscheidet." Die Engel stärken uns in der Fähigkeit der Unterscheidung, wenn wir sie denn anrufen würden! St. Lechitiel, der heute vor Gottes Thron steht, ist einer der Versiegelten Fürsten des Aufbaus der Erde. Er ist verantwortlich für die Baustoffe der Erde, die voneinander getrennt werden müssen, z. B. das Wasser von der Erde oder von der Luft.

Die Seligen und Heiligen des 9. Oktober heißen St. Sarah und St. Abraham, Stammeseltern im Alten Testament, St. Dionysius von Paris (3. Jh.), Bischof, Missionar, Märtyrer, bedeutender Missionar Galliens, wurde zusammen mit vielen Gefährten gefoltert und ermordet, Nationalheiliger Frankreichs und einer der 14 Nothelfer, St. Gislenus (um 690), Abt, St. Gunther von Niederaltaich (1045), Laienbruder OSB, Einsiedler, entschied sich nach Enttäuschungen für ein Leben als Einsiedler, zunächst bei Niederaltaich, später zusammen mit Gefährten im Bayerischen Wald, wo das Kloster Rinchnach entstand, St. Goswin von Anchin (1165), Abt, St. Johannes Lobedau (1264), Mönch OFM, Polen, St. Ludwig Beltran (1581), Prior OP, Missionar, bekehrte in Kolumbien Zehntausende von Indianern, St. Johannes Leonardi (1609), Gründer des Ordens der Regularkleriker der Mutter Gottes, förderte das Schul- und Krankenhauswesen in Rom und reformierte verschiedene Orden, St. Emanuela Theresia (1750), Nonne OSCI, Tochter des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel, Klarissin im Münchner Angerkloster.

"Heiliger Engel, trenne uns mit deinem Schwert von allem, was uns hindert, unser Heil zu erlangen. Trenne uns von allem Irdischen, damit wir Gott finden und Ihm angehören. Amen."

 

Der Engel vom 10. Oktober heißt St. Beroel

und gehört zum V. Chor der Gewalten. Maria Magdalena sieht einen Engel im Königsgewand und gekrönt. "Ich bin Beroel aus dem Chor der Gewalten. Der Engel des Hauses Israel bin ich und aller Könige Israels. Engel der Freude, der Lobdichtung und der heiligen Liturgie bin ich. Weil Gott dadurch besonders verehrt wird, trage ich als Engel der Freude dieses Lob vor Seinen Thron." St. Beroel ist der Engel des Bundes Gottes mit David. Als David den Tempel bauen wollte, hörte er die Weissagung, dass ein Sohn aus seinem Geschlecht als König in Ewigkeit herrschen würde. St. Beroel gegenüber steht der gefallene Engel des Hauses Israel, Ahasver, der beteiligt war am Gottesmord durch sein Volk. Und darum betet David bis zum Ende der Zeiten den Bußpsalm 'Miserere'.

Die Seligen und Heiligen des 10. Oktober heißen St. Gereon von Köln und Gefährten (um 304), Märtyrer, Soldaten der Thebäischen Legion, wurden in der Nähe von Köln enthauptet, St. Kassius und St. Florentius (3. Jh.), Märtyrer, nach der Legende römische Soldaten, die in Bonn ermordet wurden, St. Viktor und Gefährten (4. Jh.), Märtyrer, der Dom von Xanten ist diesen Soldaten derThebäischen Legion geweiht, St. Paulinus von York (644), Bischof OSB, Daniel Comboni (1881), Gründer der nach ihm benannten Missionare, die auch Veronapatres genannt werden, gründete in Verona auch eine Schwesterngemeinschaft, aktivierte die fast erloschene Mission in Zentralafrika, 1877 Bischof von Khartum, große Missionserfolge in 24 Ländern Afrikas, besonders im Südsudan, wo sie 1956 von der islamischen Regierung ausgewiesen wurden.

"Heiliger Engel des Hauses Israel, führe das Volk Davids zur Erkenntnis, dass der Messias, Jesus Christus, der Sohn Gottes, schon gekommen ist und auf die Umkehr Seines Volkes wartet. Amen."

 

Die Engel vom 11. Oktober (Mutterschaft Mariens) heißen St. Jehove, St. Juditiel und St. Jesirach

und gehören zum I. Chor der Seraphim, zum IX. Chor der Schutzengel und zum IV. Chor der Herrschaften. "Wir sind die Engel Juditiel und Jesirach. Die heilige Jungfrau und Königin Maria ist dir heute ganz nahe. Du darfst sie sehen. Den Willen der mit Gott vereinten Seele tragen wir hin zum heiligen Willen Gottes. Nun schaue die Freude, die kommt von Deinem Herrn." Maria Magdalena: "Ich sehe einen wunderbaren Lichtengel mit wohl tausend Augen (St. Jehove), die auf die Gottesmutter schauen in der Zeit ihrer Mutterschaft. Er schaut auch auf den Sohn im Schoß Mariens, der ja seinen Thron als Gott und Mensch errichtet hat. Ich höre weiter: 'Der Schöpfergott macht in und durch Maria alles neu. Als Mensch lässt er sich bilden.'" Bei jedem Festtag Mariens erscheint ein hoher Engel, meistens aus den ersten Chören. St. Juditiel ist der Engel, der uns lehrt, den Willen Gottes zu tun zur rechten Zeit. Er führt uns auch hin zum Geheimnis Mariens, das im größten Maß dessen besteht, was ein Geschöpf aufnehmen kann. Auch St. Jesirach ist ein Engel Mariens, der die Stärke Gottes in die Frucht aller Schöpfung trägt.

Die Seligen und Heiligen des 11. Oktober heißen St. Quirinus von Malmedy (4. Jh.), Missionar, Märtyrer, wurde nach der Legende in der Gegend von Rouen zusammen mit Bischof Nicasius enthauptet, St. Firminus (543), Bischof, St. Ethelburga von Barking (um 670), Äbtissin, St. Gummar von Nivesdonck (um 775), Ritter, Einsiedler, St. Brun von Köln (965), Erzbischof, Sohn von König Heinrich I., Herzog von Lothringen, leitete mehrere Abteien, St. Jakob Griesinger von Ulm (1491), Laienbruder OP, Künstler, Patron der Glasmaler, St. Alexander Sauli (1534), Ordensgeneral CRSP, Bischof, mit 17 Eintritt in den Orden der Barnabiten (Paulaner), Theologe, berühmter Prediger in Mailand und Pavia, St. Maria Soledad (1887), Gründerin des Ordens 'Mägde Mariens, Dienerinnen der Kranken'.

"Dank saget dem Herrn, ihr heiligen Engel! Wieviele Gnaden und Freuden schenkt uns der Herr. Wie groß ist unsere himmlische Mutter und Königin, die so geliebt und gepriesen wird. Mit allen himmlischen Chören wollen wir bitten, dass Gott in Maria alles neu macht. Amen."

 

Der Engel vom 12. Oktober heißt St. Nubiel

und gehört zum IX. Chor der Schutzengel. Er ist der Engel der Kranken. "Ich bin Nubiel aus dem IX. Chor. Ich bin der Engel der Kranken und Sterbenden. Rufe mich an für dich und andere in den dunklen Stunden des Leides. Ist es Gottes Wille, darf ich Heilung bringen." St. Nubiel ist der Engel, der alle Heilkräuter behütet, weil er allen Kranken helfen will, den Sterbenden öffnet er den Blick auf den geöffneten Himmel, in die Trostlosigkeit der Krankenzimmer bringt er Trost, den Schwerkranken schenkt er Schlaf. St. Nubiel ist immer da, wenn es dem Ende zugeht und niemand dankt ihm, weil die Menschen ihn nicht kennen. Er hält ein Krüglein mit Balsam in der Hand und ein Bündel mit Kräutern, das würzig duftet. So ist er nicht nur ein Engel der Kranken, sondern auch der natürlichen Heilkunde. Alle Kranken und deren Angehörigen sollten ihn täglich anrufen.

Die Seligen und Heiligen des 12. Oktober heißen St. Maximilian von Pongau (um 284), Bischof, Patron der Diözesen Passau und Linz, von Papst Sixtus II. als Wanderbischof eingesetzt, soll Bischof von Lorch in Österreich gewesen sein, soll nach der Legende 284 bei einer Christenverfolgung ermordet worden sein, St. Pantalus von Basel (um 304), Bischof, nach der Legende schloss er sich Ursula und ihren Gefährtinnen nach Rom an und soll später mit 11.000 Jungfrauen in Köln das Martyrium erlitten haben, St. Edwin (633), König, Märtyrer, ließ sich als König von Northhumbrien in England taufen, wurde in der Schlacht gegen die Heiden 633 getötet, St. Herlinde (750), Äbtissin OSB des Klosters Aldeneyk in Belgien, St. Jakob Rem (1618), Mönch SJ, Mystiker, Gründer der ersten Marianischen Kongregation in Deutschland, gründete in Ingolstadt das Colloquium Marianum, empfing zahlreiche mystische Gnaden, St. Serafin von Montegranaro (1604), Laienbruder OFMCap, Mystiker, Italien.

"Heiliger Engel, behüte uns gnädig, wenn es dunkel wird um uns. Führe uns in den Stunden der Schmerzen, heile uns, wenn es der Wille Gottes ist. Amen."

 

Der Engel vom 13. Oktober heißt St. Senachar

und gehört zum IX. Chor der Engel. "Ich trage die Opferschalen der Opferseelen. Seele sei wie Wachs in meinen Händen. Bleibe wie eine lebende Kerze, von Liebe angezündet, die nur für Gott brennt." St. Senachar gehört zu den sieben Opferschalenengeln und trägt das Weiheopfer zweifach: einmal das des ersten Hohenpriesters Melchisedech und zweitens des mit dem Schwert durchbohrten Herzens Mariens, die Jesus im Tempel aufopferte. Das Wachs in seiner Schale symbolisiert den Willen der Gläubigen zur Weihe an Gott.

Die Seligen und Heiligen des 13. Oktober heißen St. Theophilus von Antiochia (um 186), Bischof, Schriftsteller, St. Lubentius (4. Jh.), Priester in Kobern an der Mosel, St. Simpert von Augsburg (um 807), Bischof, baute den Augsburger Dom, St. Gerald von Aurilacc (909), Graf, Gründer einer Abtei, St. Koloman (1012), Pilger, Märtyrer, Landespatron von Österreich, kam als irischer Pilger auf einer Wallfahrt ins Heilige Land nach Österreich und wurde in der Nähe von Wien ermordet, St. Reginald (1039), Bischof OSB von Speyer, baute den Kaiserdom, St. Edward der Bekenner (1066), König von England.

"Ja, heiliger Engel, ich will brennen wie eine Kerze vor Gott. Zünde sie immer wieder an mit deiner Liebe, dass sie ganz verzehrt wird für die Ehre Gottes. Amen."

 

Der Engel vom 14. Oktober heißt St. Josuel

und gehört zum IV. Chor der Herrschaften. "Ein Engel der Endzeit bin ich und Führer der Menschen zu Gott. Auch bin ich der Engel des Schweigens. Ich lege die Sicht auf Gott frei und erflehe die Kraft, ohne Wanken den Weg zu gehen, der eins mit dem Willen Gottes ist." Bei seiner Aufgabe, die Seelen zu Gott zu führen, braucht er die Hilfe der Gläubigen. Jeder ist verpflichtet, des anderen Last zu tragen und alles zu tun, damit die Seinen und die Menschen in seiner Nähe den Weg des Heils finden.

Die Seligen und Heiligen des 14. Oktober heißen St. Kalistus I. (222), Papst, war Sklave eines Christen, wurde Diakon von Papst Zephyrinus und Verwalter der Gräber an der Via Appia, 217 zum Papst gewählt, der römische Klerus wählte als Gegenpapst Hippolyt, der Zephyrinus noch mehr bekämpfte, als dieser die Ehe zwischen Frauen der Gesellschaft und Sklaven akzeptierte, St. Justus von Lyon (um 390), Bischof, legte sein Amt nieder, als die Menge einen Kranken lynchte, der in seine Kirche geflüchtet war, zog sich in die Wüste zurück, St. Hildegundis von Münchaurach (1129), Jungfrau, wurde von ihrem Vater, dem Grafen Goswin, zur Heirat gezwungen, obwohl sie das Gelübde der Jungfräulichkeit abgelegt hatte, starb am Tag der Hochzeit, Vater gründete am Sterbeort ein Benediktinerkloster.

"Heiliger Engel, du Führer der Menschen zu Gott, lehre uns das heilige Schweigen in einer Zeit des endlosen Geschwätzes, erflehe uns die Kraft, ohne Wanken den Weg zu Gott zu gehen. Amen."

 

Der Engel vom 15. Oktober heißt St. Aralim

und gehört zum III. Chor derThrone. St. Aralim ist einer der sieben Throne, die das 'Es werde!' tragen. Er trägt den Bau der Schöpfung und der Kirche. Das Kreuz ist die alles tragende Säule der Schöpfung und der Kirche. Die Kraft des 'Es werde!' geht vom Herrn aus zu Seinen heiligen Engeln und Seiner Kirche mit den Heiligen. Die Heilige dieses Tages, Theresia von Avila, hat im Lichte dieser Kraft das Leben in der Kirche erneuert.

Die Seligen und Heiligen des 15. Oktober heißen St. Aurelia (3. Jh.), Reklusin, lebte im Kloster St. Emmeran in Regensburg, ihr Seelenführer war Bischof Wolfgang, nach der Legende soll sie als Begleiterin von St. Ursula das Martyrium erlitten haben, St. Thekla von Kitzingen (um 790), Äbtissin OSB, kam aus England und folgte dem Ruf von Bonifatius, um in Deutschland den Glauben zu verkünden, St. Theresia von Avila (1582), Ordensgründerin OCD, Kirchenlehrerin, größte Mystikerin aller Zeiten, nach frühem Tod der Mutter von Augustinerinnen erzogen, mit 20 im Karmelitenkloster, nach schwerer Krankheit 1539 erste mystische Erlebnisse, wurde im Orden als unglaubwürdig angegriffen, nach Vision der Hölle Wunsch nach Reform des Ordens, Gründung der Unbeschuhten Karmelitinnen 1562, Unterstützung von Johannes vom Kreuz, der sich dem Reformwerk anschloss, gegen schwerste Hindernisse gründeten Theresia und Johannes 17 Frauen- und 15 Männerklöster, angesehene Predigerin und Missionarin in ganz Spanien, erlangte große Bedeutung durch ihre Schriften über die Mystik, wird in Spanien als 'seraphische Mutter' und 'Doctora mystica' verehrt.

"Heiliger Engel der Kirche, du stehst um Gottes Thron mit anderen Engeln wie eine Säule. Inmitten unserer Armseligkeit hat sich Gott Seinen Thron aufgeschlagen. Erbitte für uns, dass wir nicht im Kampf mit den Mächten der Finsternis erliegen. Amen."

 

Der Engel vom 16. Oktober heißt St. Rasdael

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Ich bin der Fürst Rasdael und trage den Großmut Gottes. Ich bin ein Engel der Endzeit. Bleibe weiter geöffnet wie eine Blume für deinen Gott. Wachse weiter hinein im Verborgenen in den Großmut Gottes." Wie alle Fürsten hat St. Rasdael eine dreifache Aufgabe: die Verwaltung eines fernen Teils der Schöpfung, eines Baustoffes der Erde (Kohle) und als geistige Aufgabe die Betreuung des großmütigen Menschen, der wenig Beachtung findet. In den Wirren der Endzeit, wenn die Siegel gelöst werden, wird dieser Engel ein Netz über die Erde werfen, und alle Engel Mariens werden es hochziehen. Und wenn die verkannten und verborgenen Menschen, die schwer gearbeitet, getragen und gelitten haben, dann fragen, warum sie gerettet wurden, wird St. Rasdael alle ihre Werke vor Gottes Augen neu erstehen lassen.

Die Seligen und Heiligen des 16. Oktober heißen St. Florentius von Trier (3. Jh.), Bischof, St. Gallus (640), Einsiedler, St. Lullus (786), erster Erzbischof von Mainz, wurde von Bonifatius mit nach Germanien genommen, St. Heriburg von Nottuln (835), erste Äbtissin OSB von Nottuln, St. Gauderich von Languedoc (10. Jh.), Hirte, St. Hedwig von Schlesien (1243), Herzogin, auf Schloss Andechs als Tochter von Graf Berthod IV. geboren, erzogen von Benediktinerinnen, aus politischen Gründen mit dem späteren Herzog Heinrich I. verheiratet, glückliche Ehe mit sieben Kindern, arbeitete unentwegt zum Wohl des Volkes, gründete viele Spitäler, Patronin von Polen und Schlesien, St. Luitgard von Wittichen (1348), Nonne, Mystikerin in Baden-Württemberg, St. Margareta Maria Alacoque (1647), Nonne OVM, Mystikerin, trat 1671 in den Orden der Salesianerinnen in Paray-le-Monial ein, wo sich ihre Visionen fortsetzten, wurde deswegen gedemütigt, empfing die Botschaft von der Einführung des Herz-Jesu-Freitags sowie bedeutende Prophetien über die Endzeit, St. Gerhard Majella (1755), Laienbruder CSSR, Mystiker, Klosterpförtner und Sakristan in Süditalien, außergewöhnliche Gnaden der Wunder und Weissagung.

"Großer, heiliger Engel, hilf, dass ich weiter wachse im Verborgenen und blühe für den Dreifaltigen Gott. Oh, dass mich ganz die Liebe Gottes einhüllt, dass ich nur Sein Gut und Eigen bin und Er mein Ein und Alles für Zeit und Ewigkeit. Amen."

 

Der Engel vom 17. Oktober heißt St. Malachim

und gehört zum III. Chor der Throne. Er ist der Thron des Sohnes in der Schöpfung. "Ich bin die liebende Kraft Gottes und auch Thron der Familie. Oh, Menschenkind, du trägst die Fülle und die Leere, die Weite und die Enge, das Werden und Vergehen in dir. Doch sollst du Thron Gottes sein. Danke immerfort für diese Liebe und Herablassung Gottes. Betrachte oft meine Worte, so wirst du dich immer mehr selbst erkennen."

Die Seligen und Heiligen des 17. Oktober heißen St. Ignatius von Antiochien (1. Jh.), Bischof, Märtyrer, traf noch mit Christus zusammen, Schüler des Apostels Johannes, war 40 Jahre lang Bischof, wurde von Kaiser Trajan im hohen Alter zum Tode verurteilt, diktierte auf der Fahrt nach Rom mit gefesselten Händen seine berühmten 'Sieben heiligen Briefe', wurde im Kolosseum den Löwen zum Fraß vorgeworfen und rief vor seinem Tod: "Ich bin der Weizen Christi, ich muss durch die Zähne der Tiere gemahlen werden, um als reines Brot gefunden zu werden." St. Rudolf von Gubbio (1064), Bischof, seliger Contardo Ferrini (1902), Professor für römisches Recht in Italien, Apostolat für Jungen und Männer, bedeutender Gelehrter und Wissenschaftler, stand vor seinem Tod im Rufe der Heiligkeit.

"Heiliger Engel, du bist die lebende Kraft Gottes und auch Thron der Familie, hilf uns im Ringen um unsere gefährdeten Familien. Amen."

 

Der Engel vom 18. Oktober heißt St. Pari

und gehört zum II. Chor der Cherubim. Er ist der Engel des Evangeliums von St. Lukas. Maria Magdalena erhielt durch St. Lukas die Gnade, das 'Viergespann der Heimholung' zu erleben, das sie als Geheimnis bewahrte. Gemeint sind die Vier Lebenden Wesen, die den Thron Gottes umkreisen. Der Himmel weist heute hin auf St. Lukas, den heiligen Arzt und Verehrer der Gottesmutter. Die Vier Lebenden Wesen haben durch den Cherubim St. Pari das Wort Gottes an den Evangelisten vermittelt.

Die Seligen und Heiligen des 18. Oktober heißen St. Lukas, Evangelist, Verfasser des 3. Evangeliums und der Apostelgeschichte, Heide und Arzt aus Antiochia, der Hauptstadt Syriens, nach seiner Bekehrung begleitete er oft St. Paulus, soll nach der Legende auch ein Bild von der seligen Jungfrau Maria gemalt haben, wird dargestellt mit der Buchrolle und einem Stier, also einem der Vier Lebendigen Wesen, St. Petrus von Alcantara (1562), Ordensgründer, Mystiker, Patron von Brasilien, mit 16 in den Franziskanerorden eingetreten, gründete 1555 mit Billigung des Papstes eine der strengsten Reformkongregationen, nach ihrem Gründer Alcantariner genannt (OFMDisc), lebten in Kleinzellen auf dem Boden und gingen barfuß, der Gründer gehörte zu den großen Persönlichkeiten seiner Zeit und war ein geachteter Mystiker und Schriftsteller.

"Heiliger Cherubim St. Pari, du bist der Engel des Evangelisten Lukas, lehre uns das Wort Gottes in diesem und den anderen Evangelien zu achten und zu befolgen. Amen."

 

Der Engel vom 19. Oktober heißt St. Aljaim

und gehört zum V. Chor der Gewalten. Er ist der Sämann. "Ich habe die Aufgabe, das göttliche Samenkorn in die Seele zu legen. So bleibe ich auch der Hüter des göttlichen Samenkorns und wirke auf die Seelen ein, dass dieses Samenkorn wächst, dass die Seele ganz vergöttlicht wird. Die Verlassenheit ist ein großes Gut. Als solche wird sie von den Menschen nicht erkannt. Stärke und Trost bin ich allen Verlassenen."

Die Seligen und Heiligen des 19. September heißen St. Frideswida (um 735), Äbtissin in Oxford, St. Isaac Jogues (1646), Missionar SJ, Märtyrer, mit 17 Jesuit, 12 Jahre später Missionar in Kanada, von heidnischen Irokesen gefoltert, taufte im Gefängnis weiter, kehrte unter abenteuerlichen Bedingungen nach Frankreich zurück, fuhr erneut nach Kanada und wurde ermordet, St. Jean de Brebeuf und Gefährten (1649), Mönch SJ, Priester, Märtyrer, Missionar der Huronen (wie St. Isaac) in Kanada, verfasste Katechismus und andere Bücher in der Huronensprache, wurde zusammen mit seinen Freunden von den Irokesen ermordet, St. Paul vom Kreuz (1775), Ordensgründer, Mystiker, erster von sechzehn Kindern in Ovada, Piemont, nach einer Vision Christi verfasste er in 40-tätiger Einsamkeit die Ordensregel des späteren Passionistenordens, mit 30 Gründung des Ordens, eine Mischung aus Jesuiten und Kartäusern, zog predigend durchs Land oder verharrte in völliger Einsamkeit, wird zu den größten Predigern seines Jahrhunderts gezählt.

"Dank bringe ich meinem Herrn, der mich so weise führt und belehrt durch Seine heiligen Engel. Hilf mir weiter, du Sämann Gottes, dass ich ganz Sein eigen werde. Amen."

 

Die Engel vom 20. Oktober heißen St. Geburah und St. Maria

und gehören zu verschiedenen Chören. Maria Magdalena sieht zwei Engel, von denen der eine wie Maria aussieht. Der erste spricht: "Erschrecke nicht, Maria, der Friede sei mit dir! Ich bin Geburah, mir zur Seite steht der Engel Maria. Er ist besonders erwählt für die Unbefleckt Empfangene. Sie trägt ja als Braut die ganze Kirche. Du darfst ihn sehen, weil du von Jugend auf die Unbefleckt Empfangene besonders verehrst. Die Liebe, die er zu Maria trägt, werden alle tragen, die ihn lieben und verehren. Ich trage den Gnadenstrom des göttlichen Gerichts. Ich lehre dich, die göttliche Gerechtigkeit zu lieben. Nicht, weil Gott die Liebe ist, sollst du Ihn lieben, auch weil Er vollkommen gerecht ist. Furcht und Schrecken überfällt die Menschen ob des Waltens der göttlichen Gerechtigkeit. Wunderbar groß ist aber Gott der Gerechte. Das ist wieder eine andere Form der Liebe, wenn du Ihn als den Gerechten liebst. Die Schrecken des Gerichts werden dich nicht beängstigen, vielmehr wirst du Ihn bewundern, Deinen gerechten Gott."

"Dann spricht Jesus, indem Er hervortritt aus meinem Seelentempel: 'Maria, meine Braut, Ich segne dich! Gott will es, dass du Ihn verherrlichst in den Kranken, Hilflosen, Schwachen und Suchenden. Ich werde wirken durch dich. Überlasse dich ganz dem Willen Gottes. Kraft und Ausdauer wird dir gegeben und die Gnade besitzt du, zu wirken, dass Gott erkannt, verherrlicht und geliebt wird.'"

Die Seligen und Heiligen des 20. Oktober heißen St. Wendelin (15. Jh.), Einsiedler, nach der Legende ein schottischer Königssohn, der auf den Titel verzichtete, Pilgerreise nach Rom endete in Trier, wo er sich als Hirte verdingte, baute sich in der Nähe des Klosters Tholey eine Klause, nach dem Tod ihres Abtes wählten die Mönche Wendelin zum Nachfolger, St. Vitalis von Salzburg (um 730), bedeutender Bischof von Salzburg, Schüler von Abt-Bischof Rupert, St. Maria Bertilla Boscardin (1922), Nonne SSD, mit 17 Dorotheenschwester, pflegte – selbst schwer krank – Kranke und Sterbende in den Lazaretten des ersten Weltkrieges, an ihrem Grab haben sich zahlreiche Wunder ereignet.

"Allmächtiger Gott, Du hast einem Engel den Namen Maria gegeben, um die Unbefleckt Empfange besonders zu ehren. Lass uns erkennen, dass wir uns an Maria wenden müssen, um zu Deinem Sohn Jesus Christus zu kommen. Amen."

 

Der Engel vom 21. Oktober heißt St. Georah

und gehört zum V. Chor der Gewalten. "Ich trage die Schönheit der göttlichen Liebe. Magst du, o Menschenkind, im Bettlerkleid auf Erden umhergehen, was schadet es! Wenn du Gott allein liebst, kleidet Er dich in die ganze Schönheit Seiner Liebe. Dann trägst du das verklärte Gewand des Gottliebenden. Es macht dich so schön, dass du ganz angezogen wirst von der höchsten Liebe, die dein Brautkleid ist."

Die Seligen und Heiligen des 21. Oktober heißen St. Hilarion von Gaza (um 370), Einsiedler in Palästina, Schüler des Vaters Antonius, vollbrachte viele Wunder, floh vor den Menschen nach Sizilien und Dalmatien, starb auf der Insel Zypern, St. Ursula und Gefährtinnen (4. Jh.), Märtyrerinnen, Patronin von Köln, englische Königstochter, soll mit dem Prinzen Aetherius verlobt gewesen sein, der vom Kaiser die heutige Bretagne geschenkt bekam und sich dort mit christlichen Soldaten niederlassen wollte, Ursula und die Bräute der Soldaten sollten folgen, ihr Schiff geriet in einen Sturm, trieb in die Rheinmündung und gelangte nach Köln, das von den Hunnen besetzt war. Als sie sich dem Hunnenkönig verweigerte, wurde sie ermordet, St. Malchos (4. Jh.), Einsiedler, floh in die türkische Wüste, wurde von Sarazenen gefangen, die ihn zur Ehe mit einer jungen Christin zwangen, beide konnten fliehen, Malchos kehrte als Einsiedler in die Wüste zurück, seine Frau trat in ein Kloster ein, St. Wulflaik (um 600), Einsiedler, Gründer eines Klosters in Nordfrankreich.

"Großer, heiliger Engel, bitte den Herrn, dass er mich ganz umgebe mit der Schönheit Seiner Liebe. Bitte Ihn, mich ganz in dieses Hochzeitskleid einzuhüllen, damit ich Seiner Liebe für immer verbunden bin. Amen."

 

Der Engel vom 22. Oktober heißt St. Ammiel

und gehört zum IX. Chor der Engel. Er trägt das 'gerüttelte Maß'. "Der Türhüter der Herzen bin ich. Das Maß, das ich trage, bedeutet, dass ich das volle Maß der Barmherzigkeit Gottes trage. So stehe ich auch zu Diensten Mariens, der Mutter der Barmherzigkeit." Gäbe es dieses Maß Gottes nicht, hätte niemand eine Chance, in die Ewigkeit zu kommen. Aber Gottes Barmherzigkeit ist größer. An jeder Seele klebt ein Blutstropfen des Herrn. Und das Unbefleckte Herz Mariens ist immer auf der Seite der armen Sünder. Der Mensch muss aber reumütig zurückkehren wie der verlorene Sohn.

Die Seligen und Heiligen des 22. Oktober heißen St. Salome von Galiläa (1. Jh.), Frau von Zebedäus und Mutter der Apostel Johannes und Jakobus des Älteren, gehörte zu den Jesus und die Apostel betreuenden Frauen, St. Cordula (um 304), Märtyrerin, war eine der Gefährtinnen von Ursula, soll sich vor den Hunnen im Schilf versteckt haben, schämte sich am nächsten Tag ihrer Feigheit und ging ins Lager der Soldaten, St. Ingbert (7. Jh.), gab der saarländischen Stadt ihren Namen, St. Bertharius (884), Abt OSB, Märtyrer, einer der großen Äbte von Montecassino, bedeutender Schriftsteller, wurde bei einem Überfall der Sarazenen im Kloster ermordet.

"O heiliger Engel, erflehe uns Gnade und Barmherzigkeit im Gericht durch Maria, die Mutter der Barmherzigkeit. Mit Maria und allen Engeln und Heiligen will ich Gottes Barmherzigkeit immer loben und preisen. Amen."

 

Der Engel vom 23. Oktober heißt St. Onophriel

und gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. "Ich bin der Versiegelte Fürst Onophriel. Einer von den 12 Engeln der Kinder bin ich. Die Zeit ist da, wo viele Kinder dahinwelken, weil alles Süße genommen wird. Mir ist auch Macht gegeben, Pflanzen und Tiere zu beschädigen, auch zu zerstören. Wehe der Welt um der Ärgernisse willen." Er ist der Engel des Zuckers und der Stärke als Baustoff. Zucker ist nicht nur ein Aufbaustoff des Körpers, ohne das Süße im geistigen Bereich verkümmern die Seelen der Kinder. Auf der anderen Seite ist der Genuss von zuviel Zucker schädlich. Wenn sein Siegel gelöst wird, wird sein Baustoff die Ursache für die Zerstörung von Mensch, Tier und Pflanze sein.

Die Seligen und Heiligen des 23. Oktober heißen St. Oda von Vomay (634), Wohltäterin in Belgien, St. Severin von Köln (5. Jh.), Bischof, St. Romanus von Rouen (640), Bischof, St. Heinrich von Köln (1229), Prior OP, St. Johannes Bonus (1249), Einsiedler, Gründer von mehr als 20 Klöstern in der Lombardei und Emilia Romangna, St. Johannes von Capestrano (1456), Mönch OFM, Prediger, bedeutender Franziskaner, genannt 'Apostel Europas', mit 26 Bürgermeister, im Städtekampf verhaftet und verurteilt, Bekehrung im Kerker, Eintritt in den Orden, begleitete Bernhardin von Siena auf Missionsreisen, zog als Wanderprediger die Massen an, Friedensstifter, 1456 führte er das Herr des Abendlandes zum Sieg gegen die Türken, reformierten den Orden.

"Du gütiger Engelfürst und Kinderfreund, bitte auch für mich, dass ich vor Gott immer ein Kind bleibe, damit wir die himmlische Süßigkeit, Maria, nicht verlieren, die liebevolle, süße Mutter des Herrn. Amen."

 

Der Engel vom 24. Oktober heißt St. Raphael

und gehört zum VIII. Chor der Erzengel. "Als Diener unserer Königin überbringe ich allen ihren Kindern ihren königlichen Segen, den der Dreieinigen Liebe. Darum wird dieser Machtbereich in der Endzeit die größte Bedeutung erlangen. Der Geist spiegelt die Klarsicht aus Liebe. Der Sohn spiegelt das Wachsein und den dunklen Glauben. Der Vater spiegelt die Gewaltigkeit hinein. Der Gnadenstrom der Liebe und aller Gaben des Heiligen Geistes ist hier vom stärksten. Der Engel spielt in diesem Machtbereich und in der Endzeit für die Menschen die größte Rolle. Aus diesem Machtbereich strahlt zurück als Antwort: Die Klarsicht aus Liebe, die Bereitschaft zur Scheidung und Entscheidung, die Bereitschaft zum Trösten, Helfen und Heilen, die Bereitschaft zum Gericht. Die Auswirkung auf die Menschen führt zum Wachsein, zur flammenden, kämpferischen Liebe, zum Helfen und zum Heilen und zur Überwindung aller Hindernisse aus Liebe. Erwäge oft, was dir heute gegeben ist. Es wird dir nicht schwer, ganz Kind zu sein, weil Gottes Engel dich umgeben und mit dir sind."

Die Seligen und Heiligen des 24. Oktober heißen St. Evergisil (um 593), Bischof Märtyrer, der aus Belgien stammende Priester wurde in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts Bischof von Köln, seine Reliquien liegen in der Basilika St. Peter in Köln, St. Thaddäus McCarthy (1492), Bischof von Ross in Südirland, dann von Cork und Cloyne, St. Antonius Maria Claret (1870), Ordensgründer CMF, Erzbischof, Gründer des Missionsordens der Söhne des Unbefleckten Herzens Mariens, der sogenannte Claretiner, später folgten die Claretinerinnen, Erzbischof von Santiago auf Cuba, Beichtvater von Königin Isabella, Präsident des Escorial, des Königsschlosses bei Madrid, St. Aloisius Guanella (1915), Gründer der Kongregation 'Töchter Mariens von der Vorsehung' und der Diener der Liebe, gründete viele Häuser für geistig und körperlich Behinderte.

"Heiliger Erzengel Raphael, Liebespfeil Gottes, verwunde auch mein Herz mit dem Pfeil der Liebesglut. Nur für Gott allein soll mein Herz brennen, und für Seine Liebe möchte ich leben, mich nie von ihr trennen und in ihr selig sterben. Hilf mir, auch andere zu dieser Liebe zu führen. Amen."

 

Die Engel vom 25. Oktober heißen St. Henim, St. Michajim, St. Parim und St. Phasim

und gehören zum IX. Chor der Engel. "Wir werden genannt die vier Rächer." St. Henim: "Ich stürzte einst den aufrührerischen Erzengel Haziel, jetzt Ahasver, in die Tiefe. Er ist jener, der jeden vorsätzlichen Mörder in Unrast treibt, von Ort zu Ort. Ich schicke die Mörder dem Ahasver nach. Seit dem Tode Abels bin ich der Rächer solcher Bluttaten." St. Michajim: "Ich bin der Rächer aller Sünden des Blutes. Meine Macht ist groß. Bis zu den Schultern gehe ich in jener Erde, aus der der Mensch gemacht ist." St. Parim: "Auch ich bin ein Engel der Rache. Ich führe das Schwert und schlage zu, so Gott es befiehlt. Ich war es, der die Unterdrücker schlug mit den Wogen des Roten Meeres. Ich war es, der mit der Kraft St. Sederims in einer Nacht 185.000 Mann schlug. Wo ich räche und schlage mit der Schärfe meines Schwertes, da ist Krieg, Hunger, Not, Krankheit und Seuche." St. Phasim: "Ich bin der dunkle Engel der Phase. Wenn Gottes Zeichen an den Stirnen der Menschen, an Häusern und Türen sichtbar sind, gehe ich vorbei. Ich bin jener Engel, der alle Erstgeburt in Ägypten schlug. Ich schlage Reiche, die gegeneinander uneins sind. Die Hand Gottes hole ich auf alle herab, die immer noch das Goldene Kalb anbeten. Solange lastet Gottes Hand auf jenen, bis Genugtuung geleistet ist. Ein dreifaches Wehe geht über die Erde – und die meisten schlafen, erkennen nicht die Gefahr, die sie umgibt und in den Abgrund führt."

Die Seligen und Heiligen des 25. Oktober heißen St. Krispin und St. Krispinian (um 287), Märtyrer, die beiden Lockenköpfe (lat. crispus) stammten aus einer Adelsfamilie und kamen mit dem Sohn eines römischen Senators nach Nordfrankreich, um den Heiden das Evangelium zu verkünden, wurden unter Kaiser Maximian verfolgt und gefoltert, nachdem sie alles überlebten, wurden sie enthauptet, St. Minias (3. Jh.), Märtyrer, die Legende berichtet, dass er nach seiner Enthauptung in Florenz den Kopf genommen habe, um ihn auf die andere Seite des Flußes Arno zu bringen, wo heute die Basilika St. Miniato steht, St. Chrysanthus und St. Daria (um 304), Märtyrer, nach der Legende Ägypter, kamen nach Rom, wurden dort gesteinigt und lebendig begraben, St. Markianos und St. Maryrios (385), Märtyrer in Konstantinopel, St. Margareta von Roskilde (12. Jh.), Märtyrerin, wurde von ihrem Mann ermordet, zahlreiche Wunder an ihrem Grab, St. Ludwig III. von Arnstein, Graf, Laienbruder OPraem, wandelte sein Stammschloss in ein Kloster der Prämonstratenser um, in das er selbst eintrat, seine Frau lebte dort als Reklusin, gründete mehrere Frauenklöster.

"Ihr heiligen Engel, seid uns nicht Rächer, die wir durch das kostbare Blut Christi so teuer erkauft sind. Seid uns vielmehr Verteidiger und Retter. Amen."

 

Die Engel vom 26. Oktober sind St. Sefanim, St. Edraim, St. Machirim und St. Manaim

und gehören dem IX. Chor der Engel an. "Wir sind die Vier Brüder. Die Liebe unserer Königin führt uns zu dir. Wo ein Kind Gottes ist, das so liebt, wie wir Gott lieben, da kommen wir gern hin und offenbaren uns, weil Gott es will." St. Sefanim: "Ich wirke auf die Seele ein, dass ihr Sinnen und Trachten nur auf Gott gerichtet ist. Wenn sie nur in der Süßigkeit der göttlichen Liebe verweilt, werden für sie alle Freuden der Welt schwinden." St. Edraim: "Ich räume alles fort, was sich als Hindernis zwischen Gott und die Seele stellt. Hat sie alle Hindernisse durch mich beseitigt, ist sie ganz frei für Gott allein." St. Machirim: "Ich führe die Seele über jene Brücke, die der Seele die rechte Schau und Werteinschätzung gibt über das Himmlische und das Irdische." St. Manaim: "Ich öffne mit Schwert und Fackel das Herz der Seelen, dass sie glühen und brennen. Den Brand kann niemand mehr auslöschen, außer wenn die Liebe der Seele erkaltet. Wo das geschieht, da rächen wir die Schmach, die Gott angetan wird."

Die Seligen und Heiligen des 26. Oktober heißen St. Evaristus (1. Jh.), Papst bis 105, St. Demetrius von Saloniki (um 304), Märtyrer, wurde in Sirmium in Serbien ermordet, St. Vomandus von Straßburg (um 355), erster Bischof im Elsass, St. Sigebald von Metz (741), Bischof, St. Witta (Albuin), um 760, Bischof, gestorben in Hessen.

"Heilige Engel, bittet für uns, dass wir doch Gott nie aus unserer Seele vertreiben, dass Er alle Tage neu einkehrt mit Seiner Liebe und Gnade. Möge der Herr gerne bei uns wohnen. Amen."

 

Der Engel vom 27. Oktober heißt St. Hiberiel

und gehört zum IV. Chor der Herrschaften. "Ich bin Hiberiel, der elfte der zwölf von den Goldenen Toren. Ich bin der Schutzengel des heiligen Judas Thaddäus. Sei auch so gütig und barmherzig wie er war, aber auch so stahlhart gegen dich selbst wie er. Dann wirst du durch die Goldenen Tore einziehen in das Neue Jerusalem, das Gott errichtet hat." Er ist der Engel vom Tor der Schwerter. Wer harten Prüfungen ausgesetzt ist, gehört zu diesem Torengel. Der Apostel Judas Thaddäus ist das Vorbild der Kämpfer, der den Pflug gegen das Schwert eintauschte. Es ist das Schwert der Selbstzucht und der Kraft gegen die höllischen Feinde. Neben ihm stehen der Hohe Fürst St. Ohriel, der Engel der Geduld, und der Fürst Aduachiel, der Engel mit dem gebündelten Blitz. In der Geheimen Offenbarung des Johannes (21,10-20) steht die Vision vom Neuen Jerusalem mit den 12 Toren, durch die einst die Erlösten einziehen werden. Gott hat den Menschen Engel zur Seite gestellt, damit sie uns führen, begleiten und schützen. Aber Gott verlangt von uns, dass wir den Engeln auch gehorchen. Im Alten Testament heißt es: "Glaube nicht, ihn, den Engel, missachten zu können; denn Mein Name ist in ihm!" (Ex. 23, 21)

Christus zu Maria Magdalena: "Ich segne dich Maria, Meine Braut, im Vater und im Heiligen Geiste! Du führst ja mit Mir ein Hostienleben. Vergiss nie und denke immer daran, dass sich dieses Leben aus immerwährenden Akten liebender Unterwerfung zusammensetzt. Die höchste Unterwerfung ist ja die des menschlichen Willens unter den göttlichen Willen. Siehe, welch ein Hass, welche eine Lieblosigkeit, Kälte und Verachtung und Gleichgültigkeit frommer Seelen auf mich einstürmt. O die ihr noch getreu seid, klopft an Meines Herzens Pforte. Weit werde ich Mein Herz öffnen und alle Bitten darin verschließen, damit der Vater die ganze Gottesfamilie segne und einhülle in Liebe. Wenn Er sie einhüllt in Dreieiniger Liebe, durch Maria, dann muss sich auch jedes Herz erschließen für diese Liebe. Werbe weiter für diese Liebe, Maria, wie du es getan hast bisher. Siehe, wo die wahre Liebe ist, da steht auch der Hass der finsteren Macht, die nicht lieben kann. Sie wollten dich wieder vernichten. Luzifer hat den Plan noch nicht aufgegeben, dich unter ein Auto zu bringen. Ich ließ den Fall vom Sonntag zu, weil er für dich zum Opfer wurde, weil Liebe dich umgab und die Engelschar dich schützte. Luzifer hat wieder versagt und wütet vor Bosheit. Du hast nichts zu fürchten, weil Gott dir das Maß der Gnade gegeben hat, im Kampf zu bestehen."

Anmerkung: Vom 23. Oktober 1966, also vier Tage vor dieser Vision, wollte Maria Magdalena die Straße überqueren, um zur Bushaltestelle zu kommen. Sie kam zu Fall und war nur einen Meter von einem Auto entfernt, das vorüberfuhr. Die Leute stiegen aus und hoben sie auf. Obwohl verletzt, stieg sie in den Bus, um zur Kirche zu kommen. Ihre Schmerzen opferte sie für jene auf, die den Sonntag 'so entheiligen'.

Die Seligen und Heiligen des 27. Oktober heißen St. Frumentius (360), Bischof, Apostel von Abessinien, St. Wolfhard (1127), Sattler aus Augsburg, wanderte nach Verona, sorgte nach der Arbeitszeit für die Armen, danach 20 Jahre Einsiedler im Eschtal, trat in Verona in das Kamaldulenserkloster ein, lebte als Rekluse in einer verschlossenen Zelle, vom Volk schon zu Lebzeiten als Heiliger verehrt, seine Reliquien wurden nach Augsburg gebracht, St. Klara Isabella Gherzi (1800), Äbtissin OSCI, Mystikerin in Italien.

"Heiliger Engel, hilf uns, deinem Rat zu folgen, damit wir so gütig und barmherzig werden wie St. Judas Thaddäus, aber auch so hart gegen uns selbst wie er. Das wird einst eine Freude sein, wenn wir einziehen dürfen durch das Goldene Tor in das Neue Jerusalem. Hilf uns, dass wir unserem Gott treu bleiben und nur Seinen Willen erfüllen. Amen."

 

Die Engel vom 28. Oktober heißen St. Chasel, St. Hassiel und St. Vomiriel

und gehören dem IX. Chor der Engel an. Es sind die Engel, die auf das Tor der Lastträger hinweisen. Über dem Tor steht geschrieben: "Sehet eure Mutter!" Die Engel sagen: "Wir sind die Engel der Mutter und der Kinder. Verzage nicht ob des Leidens, das dir von deinem Ehemann bereitet wird. Du gleichst der Schmerzensreichen, weil dein Herz auch von den sieben Schwertern durchbohrt wird. Ein jeder aber, der dir das Schwert bereitet hat, wird die Schärfe des Schwertes in seinen eigenen Gliedern spüren. Die himmlische Mutter wird dich nie verlassen und mit vielen Müttern, die Lastträger sind wie du, werdet ihr einziehen durch dieses Tor, das zu der heiligsten Mutter führt, die je die Erde trug."

Die Seligen und Heiligen des 28. Oktober heißen St. Simon Zelotes (1. Jh.), Apostel und Märtyrer, gehörte vor seiner Berufung durch Jesus der religiösen Gruppe der Zeloten an, wirkte vermutlich als Missionar unter den Juden und erlitt zu einem unbekannten Zeitpunkt das Martyrium, St. Faro von Meaux (um 600), Bischof in Frankreich, St. Alfred der Große (900), König von England, bedeutender angelsächsicher Herrscher, kämpfte gegen die heidnischen Dänen, die Teile Angelsachsens besetzt hielten, baute die erste britische Flotte auf, gründete Klöster und Schulen, förderte die Wissenschaften und ließ viele wichtige Werke aus dem Lateinischen übersetzen.

"Allmächtiger Gott, über dem Tor der Lastträger im Neuen Jerusalem steht geschrieben. 'Sehet eure Mutter!' Wir bitten Dich, lass uns durch die heiligste Jungfrau und Gottesmutter, durch alle Engel und Heiligen, das Tor der Ewigkeit erreichen. Amen."

 

Die Engel vom 29. Oktober heißen St. Ridanael und St. Zephiriel

und gehören zum VII. Chor der Mächte. "Wir sind die Engel des langmütigen und barmherzigen Gottes. Den Seelen, die Gott über alles lieben, erbitten wir die Kraft dieser Liebe und Ihm immerdar freudig zu dienen und Seine Güte zu erkennen." St. Ridanael trägt die Freude vom Dienst Gottes und vertreibt die Dämonen aus den Herzen der Menschen. St. Zephiriel trägt die nüchterne und konsequente Liebe Gottes. An diesem Engel zeigt sich, welche Folgen die Auslieferung an den Willen Gottes hat. Das ist kein romantisches und schwätzerisches Getue, denn Gott verlangt von den auserwählten Seelen alles. Der Preis Seiner Liebe ist hoch, wie das Leben von Maria Magdalena beweist. Christus hat ihr – und vielen anderen Heiligen und Sühneopferseelen – größte Leiden, Belastungen, Demütigungen und Enttäuschungen zugemutet, um daraus – Geheimnis Seiner Erlösung – die Rettung vieler Seelen zu erwirken.

Die Seligen und Heiligen des 29. Oktober heißen St. Narkissos von Jerusalem (um 100), Bischof, hat nach der Legende Wasser in Öl verwandelt und soll 116 Jahre alt geworden sein, St. Ferrutius (4. Jh.), Märtyrer, nach einer Grabinschrift römischer Soldat um 300 in Mainz, gläubiger Christ, wurde verraten und verurteilt, erlitt das Martyrium zu Beginn des 4. Jh. in Mainz, St. Ermelindis (um 590), Einsiedlerin, Büßerin, Adelstochter in Brabant, flüchtete vor Freiern in die Einsamkeit, lebte bis zum Tode als Büßerin, St. Berengar (1108), Abt OSB von Formbach in Bayern.

"Ihr heiligen Engel, vermittelt uns die Freude vom Dienst Gottes und die Erkenntnis, dass Gott von den Glaubenstreuen Leiden, Opfer, Demütigungen und Selbstverleugnung verlangt. Amen."

 

Der Engel vom 30. Oktober heißt St. Habejah

und gehört zum IX. Chor der Engel. "Weil ich ein Engel der Sendung bin, durfte ich dir Gruß und Frieden im Herrn entbieten. Vom Tabernakel aus habe ich eine besondere Sendung für jene Seelen, die den verborgenen Gott und Heiland besonders lieben. Die Stirne dieser Seelen werde ich zeichnen mit dem unauslöschlichen Zeichen des Kreuzes. Durch dieses Zeichen werden sie eingebettet und geborgen sein und bleiben in der Liebe des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Seid bereit, der Herr kommt bald!"

Die Seligen und Heiligen des 30. Oktober heißen St. Theonestos von Philippi (425), Märtyrer, kam als Pilger aus Griechenland nach Rom, wurde in Oberitalien um seines Glaubens willen ermordet, St. Foillan (655), Mönch OSB, Märtyrer, gebürtiger Ire, Missionar in Frankreich, von Papst Martin I. zum Regionalbischof ernannt, erhielt von der Äbtissin Gertrud von Nivelles ein Grundstück, auf dem Foillan das Kloster Fosses baute, wurde auf einer Reise zu diesem Kloster von Heiden überfallen und ermordet, St. Thöger von Thüringen (um 1065), Missionar, nach Theologiestudium in England Missionar in Norwegen, Kaplan von König Olaf II., nach dessen Tod drei Jahrzehnte Missionar in Dänemark, St. Berengar (1108), Abt OSB von Formbach in Bayern.

"Heiliger Engel der Sendung vom Tabernakel, zeichne uns mit dem unauslöschlichen Zeichen des Kreuzes, damit wir geborgen sind in der Liebe des Dreifaltigen Gottes. Amen."

 

Der Engel vom 31. Oktober heißt St. Gedulah

und gehört zum IV. Chor der Herrschaften. "Ich bin Gedulah, der vierte von zwölf Engeln von Wort und Antwort. Ich trage die Liebe Gottes in so wunderbarer, einfacher Form, dass jede Seele in diese Liebe hineinwachsen kann. Würden doch die Menschen mehr auf die Stimme der Engel hören." Diese zwölf Engel tragen die Grundelemente der Schöpfung von der Wurzel bis zur Frucht, nehmen aber gleichzeitig die Antwort der Schöpfung, also auch des Menschen, entgegen, damit dieser mit Hilfe der Engel seinen Beitrag an der Vollendung der Schöpfung leisten kann.

Die Seligen und Heiligen des 31. Oktober heißen St. Quintinius (um 300), Märtyrer, nach der Legende wirkte der vermutlich aus Rom stammende Christ als Missionar in der Gegend von Amiens im damaligen Gallien, ermordet unter Kaiser Maximin, seine Leiche wurde 40 Jahre später von einer Christin gefunden, die eine Kapelle baute und die Gebeine beisetzte, dort entwickelte sich die Stadt Saint Quentin, in der Krypta der Stiftskirche befindet sich das Grab von Quintinius, St. Notburga von Köln (um 700), Nonne, lebte nach der Legende in dem von ihrer Tante gegründeten Kanonissenstift St. Maria im Kapitol in Köln, St. Wolfgang von Regensburg (994), Bischof OSB, Patron von Bayern, einer der volkstümlichsten Heiligen Deutschlands, erzogen in der Klosterschule auf der Bodenseeinsel Reichenau, Lehrer an der Domschule in Trier, Benediktiner im Kloster Einsiedeln in der Schweiz, Priesterweihe durch Bischof Ulrich von Augsburg, Missionar in Österreich, von Kaiser Otto II. zum Bischof von Regensburg ernannt, Reformer der Klöster, Gründer mehrerer Stifte, St. Christopherus von Romandiola (1272), Mönch OFM, kam aus Italien und wirkte in Frankreich, St. Elisabeth von Ungarn (1336), Königstochter, Nonne OP, Tochter von Andreas III., wurde als Kind mit einem böhmischen König verlobt, trat in Töß in der Schweiz in den Orden der Dominikanerinnen ein, wo sie 25 Jahre blieb und schwerste seelische und körperliche Leiden ertrug, St. Thomas Bellaci (1447), Mönch OFM in Rieti, Italien.

"Herr, Jesus Christus, hilf uns, dass wir Deine Engel und ihre Weisungen endlich erkennen, dass wir uns dem Schutzengel und dem Geburtstagsengel jeden Tag zuwenden und ihre Hilfe erbitten. Amen."