Mittwoch, 1. Februar 1950.
Gretel Gügel: "Mit Erika Müller und Betti Büttner ging ich nachmittags 16.30 Uhr auf den Berg in die Blockhütte. Dort haben wir gesungen und gebetet. Wir schauten zum Birkenwald hinüber, sahen aber nichts. Dann gingen wir zur kleinen Kapelle, beteten dort 'Ave Maria' und 'O Maria hilf doch mir...' und sahen beim Blick durch die südlichen Fenster einen Schein auf den Spitzen der Birken. Ich, Gretel Gügel, ging heraus und schaute richtig (ganz genau) in den Schein. Die Muttergottes stand in Lebensgröße im Schein ohne Jesuskind. Sie hatte eine goldene, glänzende, zackige Krone mit einem Kreuz oben darauf, blonde Haare, einen blauen Mantel, der vorne am Halse mit einem Häkel zusammengebunden war, weißes Kleid, schwarzen Rosenkranz an der rechten Seite, einen weißen Gürtel, das Haar hing bis zu den Schultern herunter. Ich sah sie so ca. fünf Minuten lang. Sie schwebte immer weiter herunter, zuletzt war sie auf dem Boden vor den Birken und schwebte auf den Herrengarten herauf zu. Ich ging immer näher hin. Zuletzt war ich einen Meter von ihr entfernt. Die Hände der Muttergottes waren nach oben gefaltet. So sah ich die Muttergottes ca. zehn Minuten bei der zweiten Grünfläche. Dann wurde die Erscheinung dunkler und verschwand. Ebenso der Schein. Ich ging dann zum Birkenwäldchen, weil es in Heroldsbach den 'Engel des Herrn' geläutet hat, betete ich ihn. Dann ging ich weg zum Waldkreuz. Hier habe ich mich niedergekniet und betete: 'O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden' und: 'Ich danke dir, Herr Jesu Christ.' Dann ging ich weg. Erika lief tiefer in den Wald hinauf und sagte, sie sieht die Muttergottes auf dem Zweige eines Baumes. Ich sah rechts hinüber, sah aber nur einen weißen Schein. Eine laute Stimme sprach: "Ihr seid in Gefahr!" Dann sind wir im größten Trab aus dem Wald hinaus gerannt. Als wir umschauten, sahen wir im Wald unten einen Schein. Wir gingen immer weiter her. Die Muttergottes ging immer nach. Sie sagte: "Bleibt da, ihr lieben Kinder, und fürchtet euch nicht, ich bin die Magd des Herrn." Wir blieben stehen, die Muttergottes ging immer näher her. Nun kam die Mutter der Kuni Schleicher und fragte, was wir haben. Die Kinder sagten: "Die Muttergottes steht dort daneben." Dann sind alle Leute gerennt gekommen nach dem Rosenkranz. Die Muttergottes sagte: "Kommt näher her zu mir!" Wir standen am Schluss nur einen halben Meter vor der Muttergottes. Sie hatte eine goldene Krone, blauen Mantel, weißes Kleid, schwarzen Rosenkranz an der rechten Seite, blaue Augen, schwarze Augenbrauen und machte ein freundliches Gesicht; ich sah auch die Bewegung der Lippen. Etwa eine Viertelstunde standen wir in unmittelbarer Nähe der Muttergottes und verlangten den Segen."
Abends um 20.30 Uhr ging Gretel Gügel nochmals zur (kleinen) Kapelle. Gretel Gügel: "Wir sangen 'Ach Sünder schläfst du noch'. Ich sah dann Antonie Saam. An der kleinen Kapelle in der Nähe des Podiums standen wir. Dann sah ich vorne auf den Spitzen der Birken einen Schein. Nach einigen Minuten war in dem Schein die Muttergottes in Lebensgröße Sie schwebte herunter auf den Boden und zum Herrengarten und sprach: "Kommt näher zu mir." Ich traute mich nicht hin. Zwei- bis dreimal wiederholte die Muttergottes diesen Wunsch. Dann bin ich mit meiner Mutter wieder weiter hinunter bis fünf Meter vor die Muttergottes hin. Wir blieben stehen und beteten. Die Muttergottes sagte: "Kommt noch näher!" Wir – Gretel Gügel und Antonie Saam – waren hierauf nur noch einen Meter von der Muttergottes entfernt. Wir baten um den Segen, welchen wir erhielten. Die Muttergottes hatte eine Krone, blondes Haar, blaue Augen, schwarzen Rosenkranz an der rechten Seite, einen Gürtel, blauen Mantel. Wir sahen die Muttergottes ca. eine Viertelstunde lang. Bevor sie wegging, sagte sie: "Kommt alle Tage um diese Zeit hierher!"
Erika Müller: "Um 16.45 Uhr nachmittags gingen wir auf den Berg – Grete Gügel, Betti Büttner und ich. Zuerst waren wir in der Blockhütte, dann gingen wir zur kleinen Kapelle. Als ich durch die Fenster schaute, sahen wir die Muttergottes über den Birken vorne, wie im Oktober 1949. Wir gingen aus der Kapelle heraus und sahen die Muttergottes von den Birken herunterschweben, immer größer werdend und in einer Entfernung von eineinhalb Meter bei dem Ackergelände. Auf einmal war sie weg. Wir gingen zum Birkenaltar und beteten dort, dann zum Waldkreuz hinter, wo wir auch beteten. Beim Weitergehen sahen alle die Muttergottes in Lebensgröße Sie hatte blauen Mantel und einen roten glänzenden Schein um sich herum, ohne Jesukind. Sie stand auf einem Eichbäumchen von ca. 2,5 Meter Höhe auf einem Aste. Ich fragte: "Was sollen wir tun?" – Antwort: Wir sollen Buße tun und Opfer bringen für die anderen Menschen und Ungläubigen. (Beachte diese Antwort gegen Einwendungen!) Dann fragte ich: "Muttergottes, sollen wir einen Bußgürtel tragen?" – Antwort: "Nein." Dann: "Liebe Muttergottes, kommst Du morgen wieder?" – "Ja." Hierauf sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, ihr seid in Gefahren!" Dann verschwand sie. Wir liefen vom Wald heraus. Ich dachte, wir sollten nicht so schnell laufen und gingen langsamer. Hinter uns ging durch die Fichten hindurch ein Schein so groß wie die Muttergottes. Wir gingen an das Birkenaltärchen, wir gingen den Herrengarten hinauf und in der Nähe des Lichtmastes stand die Muttergottes in ca. 13 Meter Entfernung. Die Muttergottes ging immer näher her. Wir wollten immer weg von ihr. Sie sagte: "Fürchtet euch nicht, ich bin die Magd des Herrn. Kommt doch näher!" Wir waren dann höchstens einen halben Meter von ihr weg. Sie hatte eine Krone, diese hatte mehrere Zapfen, blauen Mantel, weißes Kleid, schwarzen Rosenkranz. Sie blickte freundlich drein. Wir baten um den Segen. Dreimal erhielten wir ihn in der gewöhnlichen Weise. Dann ging Herr Pfarrer hin. Erika Müller erschrak, schrie laut, als Herr Pfarrer hin kam. Herr Pfarrer sagte: "Ich bin es doch!" Die Muttergottes stand im Scheine auf und verschwand plötzlich. (Nach dem Bericht des Amtsblattes B der Erzdiözese Bamberg vom 20. März 1950 habe die Muttergottes zu Erika gesagt: "Ich weiß nicht einmal, was ein Bußgürtel ist." Dieser Bericht des Amtsblattes stammt vom 2. Februar. Der Originalbericht vom 1. Februar ist hier zu beachten und dieser erwähnt nichts davon. Erika Müller sagte dem Verfasser und Herrn Pfarrer Gailer im März auf Betragen, dass die selbst (Erika) der Kommission am 2. Februar gesagt habe: "Ich weiß nicht einmal, was ein Bußgürtel ist, nicht aber die Muttergottes.") NB! Dieselbe Aussage machte E. Müller vor dem Amtsgericht Staufen in Forchheim am 5. Februar 1957.
Maria Heilmann: (Und Betti Büttner ist noch nachgekommen.) "Um 17.00 Uhr nachmittags ging ich auf den Berg allein, sah die Gretel Gügel, Betti Büttner und die Erika Müller. Diese waren unter der kleinen Kapelle im schneebedeckten Acker. Während diese Kinder die Muttergottes sahen, merkte ich nur einen Schein. Wir gingen dann weiter runter und kamen bis zum Birkenwaldaltärchen. Dort unten sahen die Kinder die Muttergottes nicht mehr. Wir sahen einen Schein. Wir gingen vom Altärchen weg, und dann durch die Fuhr (Weg) zum Waldkreuz. Dort sah ich nur einen hellen Schein. Die Muttergottes sagte zu allen: "Liebe Kinder, ihr seid in Gefahren. Aber fürchtet euch nicht, ich werde euch beschützen." Wir sahen die Muttergottes nicht, aber hörten sie. Wir sahen nur den Schein, Erika Müller sah die. Muttergottes. Wir fürchteten uns sehr, gingen aus dem Walde, weil die Muttergottes sagte: "Ihr sollt aus dem Wald herausgehen." Wir sahen vorne vor dem Wald immer einen hellen Schein, in der Mitte der Bäume, wir gingen an den Birkenwaldaltar hin. Wir sind hinterisch (rückwärts) gelaufen. Ich sah die Muttergottes fünf bis sechs Meter vor mir. Sie hatte weißes Kleid, weißen Schleier, eine goldene Krone mit drei Zacken vorne. Die Hände waren oben gefaltet. Die Muttergottes stand auf dem Schnee. Sie sagte: "Liebe Kinder, bleibt da." Wir blieben dann stehen. Ich sah die Muttergottes dann nicht mehr. Als der Herr Pfarrer dann hinkam, sah ich die Muttergottes auch nicht mehr. Als die Leute oben runter kamen, sah ich nur einen Schein mit kleinen Sternlein. Als die Muttergottes sagte, wir sollen näher hingehen, sah ich sie nicht, aber hörte sie. Wir fragten: "Liebe Muttergottes, kommst du morgen wieder?" – Antwort: "Ja."
Betti Büttner: "Nachmittags 17.00 Uhr ging ich mit Erika Müller und Gretel Gügel in die Blockhütte. Da haben wir ein paar 'Ave Maria' gebetet. Erika Müller sah die Muttergottes über den Birken, dann gingen wir heraus. Wir gingen zur kleinen Kapelle und schauten die Muttergottes an. Dann schauten wir hinüber auf die Birken. Ich sah später dort vorne an den Birken die Muttergottes in Lebensgröße, sie hatte blauen Mantel, Krone, diese war ringsum zackig. Erika Müller fragte die Muttergottes, ob wir näher kommen sollen. – "Ja, bis zu den Birken." Wir gingen nicht ganz nahe zu den Birken, die Muttergottes schwebte von den Birken herunter auf den Boden. Wir haben gehört: "Ihr sollt näher kommen!" Wir gingen bis zu den Geländern (zu den Querstangen) am Weg, es war einige Meter von der Muttergottes weg. Ich sah dort nur einen Schein, Gretel Gügel zeigte mir dann den Platz, wo die Muttergottes vier Meter vor ihr stand. Wir ließen die Erika Müller fragen: was wir tun sollen. Die Muttergottes sagte, wir sollen beten und Opfer bringen für die Ungläubigen! Erika Müller fragte, ob wir einen Bußgürtel tragen sollen. Die Muttergottes sagte: "Nein." Erika fragte, ob wir in das Kloster gehen sollen. – Antwort: "Das wäre schön von euch, wenn ihr betet und Opfer bringt, für die Ungläubigen." Hierauf sagte die Muttergottes: "Ihr steht in Gefahren!" Dann verschwand die Erscheinung. Wir rannten im Trapp aus dem Walde, weil wir uns sehr fürchteten. Dann wollten wir den Berg herauf zum Rosenkranzbeten. Ein Schein ging immer hinter uns nach, auf einmal stand die Muttergottes in dem Schein in Lebensgröße. Die Muttergottes sagte: "Kommt näher und fürchtet euch nicht." Sie hatte weißes Kleid, blauen Mantel, Krone, blaue Augen und hellblondes Haar, einen weißen Gürtel, in dem ein schwarzer Rosenkranz hing. Wir gingen weiter den Berg herauf, die Muttergottes ging uns immer nach und sagte, wir sollen doch stehen bleiben. Wir standen dann vor der Muttergottes, welche sagte: "Bleibt stehen und fürchtet euch nicht! Kommt näher her zu mir!" Die Muttergottes stand nur noch ein bis eineinhalb Meter von uns weg. Wir baten wiederholt um den Segen. Wir fragten dann, ob sie morgen wieder kommt. – Antwort "Ja." Dann verschwand sie. (Bericht: Unmittelbares Verhör der einzelnen Kinder getrennt voneinander im Pfarrhof durch den Pfarrer.)
2. Februar 1950, Fest Mariä Lichtmess. 50.000 Personen waren anwesend. Zusammenhängender Bericht des anwesenden Verfassers.
1. Nachmittags 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr war die erste Andacht auf dem Erscheinungshügel. Zuerst wurde die Andacht der Muttergottes gebetet und es wurde gesungen: Gegrüßet seist du, Königin. Dann ging die Prozession zum Kreuz im Birkenwald. Da aber die riesige Menge sich nicht vorwärts bewegen konnte, sagte die Muttergottes, die Leute sollen jetzt oben bleiben, und so blieben die Kinder oben auf ihrem erhöhten Platz und auch die sie umgehenden Menschen. Es wurde gebetet und gesungen, eine riesige Menschenmenge hatte sich eingefunden mit Sonderzügen und mehr als 50 Autobussen, sehr viele zu Fuß und mit Fahrrädern, wurden auf 50.000 bis 70.000 Menschen geschätzt. Die Muttergottes war über dem Birkenwald erschienen, wurde von den Kindern gesehen in Lebensgröße mit goldener Krone, weißem Kleid und von Rosa Bradl mit schwarzem Mantel.
Um etwa 15.30 Uhr wurde die Rotation der Sonne beobachtet, ich sah sie auch sehr genau, aber sie war bei weitem nicht so stark wie am 8. Dezember. Die Rotation war langsamer, dauerte ca. zehn Minuten, der Kern der Sonne war vollständig grün, dann blau, dann rot. Ich sah oberhalb des Birkenwaldes von der Erscheinungsstelle dauernd gelbe Lichtkugeln ausgehend nach oben, und außerdem sah ich, als ich ca. zehn Minuten bis eine halbe Stunde die Sonne überhaupt nicht sehen konnte, weil sie mir durch voranstehende Leute verdeckt war, plötzlich wieder gelbe Lichtkugeln oberhalb des Birkenwaldes ausgehend, und sehr merkwürdig von allen Seiten ringsum jeweils vom äußersten Ende der horizontalen Erdoberfläche bis herauf zu uns an der Berghöhe, zentral auf unseren Standort zulaufende gelbe Lichtstraßen von ca. drei bis vier Meter Breite. Dann kam wieder die gewöhnliche Farbe der Erdoberfläche ca. 12 bis 15 Meter breit, dann wieder gelbe Lichtstraßen von der gleichen Breite drei bis vier Meter, so ganz rings um unseren Bergkegel (Standort der Erscheinungskinder und einiger Personen, auch ich) in regelmäßig abwechselnder Weise. Das habe ich noch nie gesehen und hielt dies für ganz auffallend und für übernatürlich. Die Muttergottes sagte auch zu den Kindern, dass dies ein übernatürliches Zeichen sei. (Siehe unten die Einzelberichte!) Es dauerte ungefähr sechs Minuten. Fragen habe ich keine gestellt.
2. Nachmittags 17.30 Uhr war wieder Andacht auf dem Hügel mit Lichterprozession durch den Birkenwald bis zum Kreuz und zurück bis zum Hügel. Gebetet wurde der freudenreiche Rosenkranz auf dem Wege bis zum Kreuz, dann am Kreuz die heiligen fünf Wunden, dann der schmerzhafte Rosenkranz usw., dazwischen Lieder gesungen.
3. Abends 21.00 Uhr gingen die drei Kinder, Antonie Saam, Gretel Gügel und Betti Büttner abermals mit Herrn Schlötzer (Stadtrat der CSU in Forchheim) und Pater Matthäus von Münsterschwarzach auf den Hügel. Dort wurde der Rosenkranz gebetet. Die Muttergottes erschien zuerst über den Birken, schwebte dann herunter auf den Boden, kam näher und sagte, die Kinder sollen auch näher kommen. Sie gingen näher, die Muttergottes ging heran bis auf 50 Meter, dann sagte sie wieder, die Kinder sollen näher kommen. Sie gingen dann hin bis auf ca. 30 Meter. Schlötzer ließ fragen, ob er mit den Kindern noch näher kommen solle. Die Muttergottes sagte: "Ja." Sie gingen dann bis zu einem halben Meter hin und knieten nieder. Herr Schlötzer weinte, so tief ergriffen war er, sagte er zu mir. Die Muttergottes war weiß gekleidet in Lebensgröße, hatte blauen Mantel und goldene Krone. Sie sagte zu ihnen, ohne gefragt zu sein: "Wenn die Leute meinen Willen nicht erfüllen, wird viel Blut fließen." Antonie Saam fragte: "Liebe Muttergottes, wir möchten Dich bitten, wie das gemeint sei." Sie sagte: "Die Russen werden kommen und euch erschlagen!" Wir baten sie, wie wir dies verhindern könnten. Sie sagte: "Das liegt an euch. Ich sag' es noch einmal, wenn ihr fest betet!" Die Kinder fragten dann: "Sollen wir eine Gemeinschaft hier gründen zur Ehre der Muttergottes?" Sie sagte: "Ja." Weiter fragten die Kinder, wer die Leitung übernehmen solle. Sie sagte: "Die Vorbeter von nachmittags und abends (Schlötzer und Herr Pfarrer) und Dr. Heil." Sie sollten dies jetzt nur Herrn Pfarrer sagen und beim nächsten Marienfest den Leuten öffentlich verkünden. Sie fragten weiter, was sie tun sollten, dass die Erzbischöfliche Kommission gläubig wird. Die Muttergottes sagte: "Ich habe es schon gesagt: Wenn sie nicht glauben, werde ich sie schon einmal bestrafen." Die Muttergottes sagte auch zu den Kindern, sie sollen jeden Tag um diese Zeit (abends 21.00 Uhr) hierher kommen.
Der Bericht von Herrn Stadtrat Schlötzer, welcher selbst bei den Kindern während der Erscheinungen zugegen war und die Kinder leitete. Kurz nach 20.30 Uhr beteten ca. 100 Personen oben am Hügel 'O Maria hilf...', und sangen Lieder. Nach zehn Minuten sahen die Kinder die Muttergottes über dem Birkenwäldchen in Lebensgröße, blauem Mantel, weißem Kleid und mit einer Krone auf dem Haupte. Drei Mädchen, Antonie Saam, (und ihre Mutter), Gretel Gügel, Betti Büttner. Frau Saam und Antonie sagten: Die Muttergottes hat ohne Fragestellung folgendes gesagt: "Wenn die Leute meinen Wunsch nicht erfüllen, wird viel Blut fließen." Antonie fragte: "Wie meinst du das, liebe Muttergottes?" – Antwort: "Dann werden die Russen kommen und euch erschlagen." Antonie fragte: "Liebe Muttergottes, wende dieses Furchtbare von uns ab." – Antwort: "Das könnt ihr selbst durch euer Gebet." Herr Schlötzer sagte zu den Kindern, sie sollen die Muttergottes fragen, ob sie das den Leuten sagen dürfen. Antonie sagte, die Muttergottes hat gesagt: "Ja." Herr Schlötzer gab dies den Leuten bekannt und hierbei merkte Schlötzer bei den Leuten eine große Ergriffenheit. Nach zehn Minuten sagten die Kinder: "Jetzt schwebt die Muttergottes herunter auf den Boden." Wir fingen den Rosenkranz an zu beten. Da sagten die Kinder: "Jetzt kommt die Muttergottes auf uns zu." Nach den Schilderungen der Kinder war die Muttergottes etwa 60 Meter noch von uns entfernt. Noch bevor wir den Rosenkranz anfingen zu beten, sagten die Kinder: "Die Muttergottes hat gesagt: Sie wünscht den freudenreichen Rosenkranz." Kurz darauf sagten die Kinder: "Die Muttergottes sagt, wir sollen näher kommen." Wir gingen mit den Leuten etwa 20 bis 30 Meter näher hin. Hierauf forderte die Muttergottes die drei Kinder noch einmal auf, wir sollen näher kommen. So schritten wir etwa auf zehn Meter hin zur Muttergottes. Nach dem 1. Gesätz ging Herr Schlötzer mit den Kindern bis 1,50 Meter hin zur Muttergottes und knieten hin. Antonie fragte: "Liebe Muttergottes, was sollen wir tun, dass die Kommission an deine Erscheinung glaubt?" – Antwort: "Ich habe es schon gesagt, wenn sie nicht an mich glauben, werde ich sie bestrafen. Betet für sie!" (Letzteres besonders betont!) Herr Schlötzer ließ fragen: "Sollen wir einen Bund in Heroldsbach gründen zur Verteidigung deiner Ehre?" Antwort durch Antonie: "Ja, es sollen nur solche sein, die an mich glauben." Dann fragte ich: "Wer soll die Leitung des Bundes übernehmen?" Antwort: "Der Mann, der heute vorgebetet hat." Frage, ob der Herr, welcher nachmittags oder der abends vorgebetet hat? Antwort: "Der Mann, der heute Nachmittag und der jetzt vorgebetet hat." (Schlötzer) Frage: "Wäre nicht Dr. Heil besser?" Muttergottes sagte: "Dr. Heil und die beiden Männer." (Schlötzer und Lindenberger.) Frage: "Sollen wir das den Leuten sagen?" Antwort durch Antonie: "Sagt es erst Herrn Pfarrer, und an einem Marientag könnt ihr es auch den Leuten sagen." Gretel Gügel verstand nur: "Ihr könnt es auch den Leuten sagen." Gretel Gügel fragte, ob Antonie die Worte von der Muttergottes richtig verstanden hat wegen des Blutvergießens und wegen der Russen? Antwort: "Ja." Anschließend sagten die Kinder: "Die Muttergottes sagte: Ich danke für euer Gebet. Ich sage es noch einmal, betet abends an diesem Ort um die gleiche Zeit." Kurz darauf verschwand sie.
Das Verhör der Kinder, einzeln und getrennt voneinander, unmittelbar nach den Erscheinungsvorgängen, im Pfarrhof durch Pfarrer Gailer, Herrn Schlötzer und den Verfasser.
Antonie Saam: "Abends um 20.30 Uhr hat Herr Schlötzer durch Antonie Saam, Gretel Gügel und Betti Büttner folgende zehn Fragen stellen lassen."
1. "Liebe Muttergottes, was sollen wir tun, damit die Kommission an deine Erscheinung glaubt?" Antwort: "Ich habe es schon gesagt, wenn sie nicht an mich glauben, werde ich sie bestrafen. Betet für sie." (Letzteres besonders betont!)
2. "Ob wir noch näher kommen sollen, um einige Fragen zu stellen?" – "Ja."
3. Die Muttergottes sagte zu Antonie: "Wenn die Leute meinen Wunsch nicht erfüllen, wird viel Blut fließen." Antonie fragte: "Wie meinst du das?" Antwort: "Die Russen werden kommen und werden euch erschlagen."
4. Antonie bat die Muttergottes: "Liebe Muttergottes, wende dieses Furchtbare von uns ab!" Antwort: "Das könnt ihr selbst durch euer Gebet."
5. "Liebe Muttergottes, sollen wir einen Bund gründen zur Verteidigung Deiner Ehre?" – "Ja, es sollen nur solche sein, die an mich glauben."
6. "Wer soll den Bund leiten?" – "Der Mann, der heute vorgebetet hat." (Schlötzer)
7. "Wer, der Mann, der droben vorgebetet hat (Kirchenpfleger Lindenberger), oder...?" – "Beide." (Schlötzer und Lindenberger.)
8. "Ob es nicht Dr. Heil machen soll?" – Antwort: "Dr. Heil und die beiden Männer."
9. "Sollen wir das den Leuten sagen?" – "Sagt es erst dem Herrn Pfarrer und an einem Marientag auch den Leuten." Weiter sagte die Muttergottes: "Ich danke für euer Gebet. Ich sag es noch einmal: Betet abends an diesem Ort um die gleiche Zeit."
10. "Dürfen wir Dir heute noch einen Wunsch erfüllen?" – Antwort: "Erfüllt mir den Wunsch, dass ihr fest betet!"
Gretel Gügel:
a) "Ich ging nachmittags 14.15 Uhr auf den Berg, auf das Podium. Nach kurzer Zeit sah ich über den Birken, vorne auf den Spitzen einen Schein. Nach einiger Zeit stand die Muttergottes in Lebensgröße über den Birken im Scheine mit Jesuskind. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, einen Gürtel und eine Krone, blondes Haar. Während der Andacht baten wir laut um den Segen der Muttergottes. Das Jesuskind segnete in gewohnter Weise. Herr Schlötzer ließ die Frage stellen: "Liebe Muttergottes, sollen wir mit der Prozession mitgehen oder hier bleiben?" – Antwort: "Bleibt hier!" Beim 'Vater unser' für eine Frau aus München verschwand die Erscheinung. Dann gingen wir ins Pfarrhaus zur Erzbischöflichen Kommission." (Die H. H. Kapitulare Meixner und Mann mit Sekretär Kupfer und Direktor Kraus vom Aufseesianum.)
b) "Abends 17.30 Uhr bin ich mit der Lichterprozession und nach derselben wieder auf das Podium gegangen. Nach einiger Zeit sah ich über den Birken, vorne an den Spitzen einen hellen Schein und in dem Schein die Muttergottes in der Größe wie nachmittags, aber ohne Jesuskind. Ich verlangte den Segen, den die Muttergottes gab."
c) "Abends 20.30 Uhr bin ich wieder auf den Berg gegangen und zwischen den Leuten gestanden. Meine Mutter sagte: Wollen wir zur Antonie gehen, die drüben ist! Da bin ich zur Antonie hinüber, sah auf die Birken und in dem Schein die Muttergottes in Lebensgröße Sie war ca. fünf Minuten über den Birken! Dann schwebte sie herunter auf den Boden und hierauf bis zum mittleren Schneehaufen. (Dieser war in der Mitte zwischen Herrengarten und Birkenwald.) Die Muttergottes blieb zuerst vier Meter von uns weg. Dann sagte sie: "Kommt näher!" Wir gingen zu ihr hin bis auf einen halben Meter! Nun haben wir die oben aufgeschriebenen zehn Fragen an die Muttergottes gestellt! Wir haben weiter gebetet, etwa eine Viertelstunde lang. Im ganzen haben wir die Muttergottes eine Dreiviertelstunde lang gesehen. Wir baten um den Segen. Die Muttergottes gab ihn wie gewohnt. Dann wurde sie immer dunkler und verschwand."
Erika Müller: "Um 14.15 Uhr ging ich mit Gretel Gügel auf das Podium. Als ich zum Berg hinauf ging, sah ich schon einen Schein über den Birken. Auf dem Podium sah ich sofort die Muttergottes mit dem Jesukind in Lebensgröße Sie hatte blauen Mantel, Krone, blondes lockiges Haar. Ich sah die Muttergottes bis zum Schluss der Andacht zur allerseligsten Jungfrau Maria. Wir blieben stehen bei der Prozession. Später sah ich die Muttergottes wieder in Lebensgröße vorne über den Birken an den Spitzen. Wir baten um den Segen. Das Jesukind gab den Segen. (Die Kommission war oben und machte kein Kreuz beim Segen und auch keine Kniebeuge.) Herr Prälat Meixner fragte uns, wie die Muttergottes ausgeschaut hat und wo sie steht. Wir sahen die Muttergottes nicht mehr beim 'Vater unser' für eine Frau aus München. Die Erscheinung wurde dunkler und verschwand. Abends 17.30 Uhr war ich auf dem Podium neben Rosa Bradl, sah aber gar nichts. Abends um 20.30 Uhr war ich nicht mehr oben!"
Maria Heilmann: "Ich ging nachmittags 14.00 Uhr auf den Berg und begab mich auf das Podium. Sogleich sah ich die Muttergottes in Lebensgröße mit dem Jesukind über den Spitzen des Birkenwaldes. Die Muttergottes hatte weißes Kleid, ein langes blondes Haar und eine goldene Krone mit drei Zacken und sie hielt das Jesukind auf dem rechten Arm. Dieses hatte ein weißes Kleid und ein blondes Lockenköpfchen. Zweimal sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen andächtiger beten." Ich sagte: Liebe Muttergottes, wirk ein Wunder, dass es die Ungläubigen glauben! – Keine Antwort. Ich sah die Muttergottes bis zum Schluss der Andacht. Auf einmal war sie weg. Ich sah nicht, wie die Muttergottes segnete bzw. das Jesukind. Wir gingen zur Kommission ins Pfarrhaus. Abends 18.30 Uhr war ich wohl auf dem Podium, sah aber gar nichts."
Kuni Schleicher: "14.30 Uhr nachmittags war ich auf dem Podium und sah sofort die Muttergottes mit goldener Krone, weißem Kleid, blauem Mantel und mit dem Jesukind. Dieses hatte weißes Kleid und Locken. 17.30 Uhr sah ich nichts. 20.30 Uhr sah ich die Muttergottes in Lebensgröße unten auf dem Boden in der Mitte zwischen Birkenwäldchen und Herrengarten stehen. Sie sagte zu den Kindern, wir sollen näher kommen. Wir gingen hin bis zum mittleren Lichtmast, blieben dort stehen und sahen auf einmal nicht mehr die Muttergottes. Dann vor 20.30 Uhr abends sah ich bei der kleinen Kapelle stehend die Muttergottes oben über den Birken in Lebensgröße ohne Jesukind. Sie hatte Krone, blauen Mantel und weißes Kleid. Ich sah die Erscheinung ca. eine viertel Stunde lang."
Irma Mehl: "Um 14.30 Uhr nachmittags, als ich auf das Podium ging, sah ich die Muttergottes über den Birken wie im Oktober 1949. Sie hatte weißes Kleid, weißen Schleier, schwarzen Rosenkranz an der rechten Seite. (NB! Irma Mehl hat die Muttergottes seit 31. Oktober 1949 nicht mehr gesehen.) Die Muttergottes hatte die Hände oben gefaltet und gab den Segen wie immer, den ich auch sah. Auf die Frage nach Vermissten und nach Gesundung einer Frau erhielt ich keine Antwort."
Nochmals Betti Büttner: "Ich ging zehn Minuten vor 14.30 Uhr nachmittags auf den Berg. Gleich bei meiner Ankunft auf dem Podium sah ich die Muttergottes über den Birken auf den Spitzen in Lebensgröße ohne Jesukind. Sie hatte weißes Kleid, goldene Krone auf dem Haupte, blauen Mantel. Ich sah sie bis zum Schluss der Segensandacht und sah sie auch den Segen geben. Ich war um 17.30 Uhr abends auch bei der Feier, sah aber nichts. Um 20.30 Uhr abends sah ich die Muttergottes in Lebensgröße vorne auf den Spitzen der Birken ohne Jesukind. Sie schwebte nach einiger Zeit herunter von den Birken auf den Boden, schwebte langsam zu uns und stand bei dem zweiten Lichtmast von unten herauf. Sie sagte, wir sollen näher kommen. Wir standen auf dem Herrengarten bei der kleinen Kapelle Da sind wir hinuntergegangen bis zur Mitte zwischen zweiten und dritten Lichtmast, Standort der Muttergottes. Herr Schlötzer ließ uns Fragen stellen. (Gretel Gügel, Antonie Saam und Betti Büttner, siehe oben bei dem Verhör.) Zum Schluss baten wir um den Segen. Die Muttergottes gab ihn und ging weg mit dem Gruß: Gelobt sei Jesus Christus! Wir sprachen darauf: In Ewigkeit, Amen."
Freitag, den 3. Februar 1950.
Gretel Gügel: "Ich ging um 20.30 Uhr abends auf den Berg, habe mich vor das Podium gestellt und sah sofort den Schein vorne auf den Spitzen der Birken. Nach einer Minute war die Muttergottes in Lebensgröße oben ohne Jesukind. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, Krone auf dem Kopfe, blondes gelocktes Haar, Hände nach oben gefaltet, weißen Gürtel. Die Erscheinung stand fünf Minuten über den Birken. Dann schwebte die Muttergottes auf den Boden, stand am Boden, schwebte dreißig Meter nach Norden, ging an den Betern von Thurn vorbei, blieb nach zwanzig Metern stehen und schwebte wieder herauf, ungefähr zwanzig Meter unter dem Podium stehen bleibend. Sie sagte, kommt näher! Da kamen die Leute den Berg hinauf. Die Leute sind an der Muttergottes vorbei. Wir sagten: "Gebt doch obacht! Ihr dersappt (zertretet) doch die Muttergottes." Wir haben dann gebetet und gesungen. Die Muttergottes sagte zu Erika Müller: "Kommt noch näher!" Wir sind zaghaft hingegangen und haben uns in einer Entfernung von ungefähr 30 Meter vor ihr niedergekniet. Die Muttergottes sagte dann zu Gretel Gügel: "Berühre mit deiner Hand meinen Mantel!" Ich berührte ihn und er fühlte sich an wie Seide, dann tat ich meine Hand weg. Hierauf sagte die Muttergottes: "Gelt, du hast heute meine Statue zum Herrn Pfarrer getragen." Ich antwortete: "Ja." Die Muttergottes hat dabei ein bisschen gelächelt. Auf Verlangen der Kuni Schleicher fragte ich:
1. "Nach wessen Namen soll der Bund genannt werden?" – Antwort: "Nach Dr. Heil."
2. "Warum darf die Kuni Schleicher die Muttergottes nicht sehen?" – Antwort: Keine! Ich sah die Erscheinung noch lange, etwa eine viertel Stunde. Dann bat ich um den Segen, die Muttergottes gab ihn. Als sie wegging, sagte sie: Gelobt sei Jesus Christus. Ich sagte: "In Ewigkeit, Amen."
Erika Müller: "Wir gingen nachts 20.30 Uhr auf den Berg. (Siehe alles, wie oben bei Gretel Gügel!) Dann ging ich hin und berührte ihren Mantel, der blau war, wie Seide sich anfühlte und ganz dünn, sodass man fast durchlangen (durchgreifen) konnte. Ich ging zurück und sagte zu Maria Heilmann: "Maria, geh hin", aber diese traute sich nicht. Dann sagte die Muttergottes: "Kommt doch näher!" Wir haben uns dann hingekniet und gebetet. Ich sah die Muttergottes bald weggehen, Gretel sah sie noch länger."
Maria Heilmann: "Abends 20.15 Uhr ging ich mit meiner Mutter auf den Berg. Nach fünf bis zehn Minuten begann der Rosenkranz. Nun kamen Erika Müller, Betti Büttner und Gretel Gügel. Später kam noch Antonie Saam. Ich sah die Muttergottes in Lebensgröße. (Wie oben angegeben bei Gretel Gügel.) Ich fragte dann die Muttergottes: "Muttergottes, darf ich den Saum Deines Kleides berühren?" Sie sagte: "Ja", aber ich hab mich nicht hingetraut. Dann war die Muttergottes noch eine viertel Stunde dort und verschwand plötzlich."
Betti Büttner: "Ich ging mit Gretel Gügel abends 20.30 Uhr auf den Berg. Gleich anfangs sah ich einen Schein über den Birken und ungefähr nach fünf Minuten sah ich in dem Schein die Muttergottes ohne Jesukind. Die Mutter Sophie Gügel bat uns, die Muttergottes zu bitten, dass sie auf den Berg heraufkomme. Wir baten darum. Die Muttergottes schwebte herunter von den Birken und ging bis ungefähr 20 Meter unterhalb des Podiums. Ich sah die Muttergottes in weißem Kleid, mit schwarzem Rosenkranz, blauem Mantel, Krone, gefalteten Händen. Die Muttergottes sagte: "Kommt näher und berührt den Saum meines Kleides!" Wir getrauten uns nicht hin und gingen auch nicht hin. Die Leute sangen Lieder und beteten weiter. Dann sah ich die Muttergottes nicht mehr, blieb aber oben bis zum Schluss." – (Bericht nach den privaten Aufzeichnungen von Pfarrer Gailer. Das Verhör wurde unmittelbar nach dem Schluss der Andacht im Pfarrhof durch die bei den Erscheinungen anwesenden Herren Schlötzer, Schmitt und Herrn Pfarrer Gailer abgenommen.)
Samstag, 4. Februar 1950.
I. Kurzer Überblick. Bei der Abendandacht um 21.00 Uhr stand die Muttergottes in Lebensgröße am Hügel zwischen Pflock und Hügel. (fünf Meter weiter unten als am Abend des folgenden Februar!) Die Muttergottes sagte zu den Kindern Gügel, Heilmann und Büttner: "Gebt mir eure Hand", worauf diese einzeln der Muttergottes die rechte Hand reichten. Sie fühlten einen leichten, weichen Händedruck.
II. Einzelverhör der Kinder.
Gretel Gügel: "Ich ging um 20.30 Uhr abends auf den Berg, und stellte mich vorne beim Podium auf den Boden. Nach zwei Minuten sah ich über den Birken auf den Spitzen einen Schein ca. fünf Sekunden. Drinnen war auf einmal die Muttergottes in Lebensgröße Sie hatte goldene Krone, blauen Mantel, blondes Haar, weißes Kleid, weißen Gürtel. Die Hände waren nach oben gefaltet. Sie stand in dieser Stellung ca. fünf Minuten über den Birken. Sie schwebte dann herunter auf den Boden vor den Birken, blieb unten stehen und ging dann weiter bis zur ersten Lampe von unten (Süden) herauf, (Erster Lichtmast), blieb stehen, ging dann weiter bis zur zweiten Lampe (Zweiter Lichtmast), blieb wieder stehen, ging wieder weiter fast bis zur kleinen Kapelle. Dann hat die Muttergottes gesagt: "Kommt näher." Wir sind hingegangen und, als wir dort waren, sprach sie: "Berührt meine Hände mit eurer Hand!" Wir haben das getan. Hierauf sprach sie: "Berührt auch mein Kleid mit eurer Hand!" Wir taten auch das. Dann baten wir um ihren Segen, den sie uns gab. – (Nun Frage durch Hölz, Schriftleiter der Zeitschrift: 'Der Ruf Mariens', Weidental, Pfalz. Gretel gab diese Frage nicht näher an.) Dann blieb die Muttergottes noch eine halbe Stunde, in dieser Zeit haben wir gebetet und gesungen. Da sagte die Muttergottes wieder: "Berühre noch einmal mein Kleid unten am Saum!" Wir taten dies. Hierauf sagte sie noch: "Gelobt sei Jesus Christus." Ich antwortete: "In Ewigkeit, Amen!" Dann gab sie noch einmal den Segen, ohne darum gebeten zu sein. Dann wurde sie immer dunkler und auf einmal war sie weg."
Maria Heilmann: "Ich ging um 20.15 Uhr hinauf auf den Berg. Wir beteten einen Teil vom Rosenkranz noch mit. Nach diesem kamen Gretel Gügel, Erika Müller und Betti Büttner; Kuni Schleicher und Irma Mehl waren schon dort. Dann sahen Betti Büttner und Gretel Gügel einen Schein und dann die Muttergottes. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, goldene Krone mit drei Zacken vorne und langes blondes Haar. Ich sah nur einen Schein über den Birkenspitzen. Nach ca. fünf Minuten war die Muttergottes da, mit einem Schein umgeben. Die Muttergottes sagte: "Liebe Kinder, kommt näher zu mir her." Wir gingen hin zu ihr. Da sagte sie: "Liebe Kinder, gebt mir eure Hand!" Ich fragte: "Liebe Muttergottes, darf ich den Saum Deines Mantels berühren?" – "Ja." Und ich tat es. Ich fragte wieder: "Liebe Muttergottes, gib noch einmal ein Zeichen, dass es die Ungläubigen glauben." – Keine Antwort. Ich fragte nun: "Liebe Mutter Gottes, willst Du uns auch Kranke heilen?" – Keine Antwort. Meine nochmalige Frage, ob ich nochmals den Saum ihres Kleides berühren darf, bekam ich mit "Ja" beantwortet, worauf ich den Saum ihres Kleides wieder berührte. Dann Fragen von Hölz. Zum Schluss bat ich um den Segen. Die Muttergottes segnete wie immer. Nun verneigte sie sich und ging mit dem Wechselgruß: "Gelobt sei Jesus Christus." – "In Ewigkeit, Amen", fort."
Kuni Schleicher: "Abends 20.30 Uhr sah ich die Muttergottes mit goldener Krone, weißem Kleid und blauem Mantel von den Birken herunterschweben und auf uns zu. Wir standen oben vor dem Podium (auf der Südseite) am Boden. Sie schwebte her. Dann sah ich sie nicht mehr bis zuletzt. Beim Weggang sah ich noch den Rücken der Muttergottes, den blauen Mantel und die Krone. Sie schwebte auf den Birkenwald zu, dann war sie weg. Irma Mehl sah heute nichts."
Sonntag, 5. Februar 1950. Es waren ca. 4.000 bis 5.000 Menschen anwesend. Die Erscheinungen werden intensiver, der Verkehr mit den Kindern wird inniger und deutlicher. Verfasser war selbst anwesend. Berichte vom Verfasser.
I. Bemerkungen: Heute wichtige Ereignisse. Besonders eingehende und erschütternde Berichte von den Naherscheinungen der Muttergottes. Einzelbegrüßung der Kinder durch Handgeben, Berühren des Saumes, des Kleides und des Mantels der Erscheinung durch die Kinder. Einzelsegnung. Bedeutsame Worte der Erscheinung an die Betenden.
II. Übersicht der Ereignisse durch den bei den Erscheinungen anwesenden Verfasser, abgefasst nach Befragen des weltlichen Leiters Schlötzer, der die Seherkinder betreute.
1. Die erste Andacht begann um 15.00 Uhr nachmittags. Zuerst wurde der freudenreiche Rosenkranz gebetet, zwischen den einzelnen Gesätzen wurde ein Lied gesungen (Maria, wir dich grüßen), nachher war Prozession zum Waldkreuz (kunstvoll geschnitztes Oberammergauer Holzkreuz, an welchem der Baron von Sturmfeder-Horneck, Friedrich Karl, alle Abend den Rosenkranz laut betete), ca. 200 Meter hinter dem Birkenwald-Altar, etwas westlich. Die Kinder gingen hier ca. 50 Meter südwestlich hinter das Waldkreuz. Plötzlich stand die Muttergottes einen Meter vor ihnen auf dem Boden vor einer jungen Eiche von 8 bis 10 cm Stärke und ca. 2,50 Meter Höhe. Die Muttergottes sagte zu den Kindern, sie sollten den Saum ihres Kleides berühren. Gretel Gügel und Erika Müller berührten den Saum des weißen Kleides der Muttergottes. Diese hatte weißes Kleid, blauen Mantel, weißen Gürtel und eine Krone. Nach dem Berühren des Kleides sagten die Kinder, es fühlt sich wie weiche feine Seide. Die Leute knieten ringsum im Kreis um die Erscheinung. Die Muttergottes verabschiedete sich an der Eiche mit dem Gruß: 'Gelobt sei Jesus Christus', worauf alle erwiderten: In Ewigkeit, Amen. Nachher brachen die Leute an der Eiche Zweige und Blätter ab. Der Schlossverwalter Dr. Sitzmann musste energisch dagegen einschreiten, sonst wäre sie völlig abgebrochen worden. Dann ging der Zug wieder zum Hügel. Es wurde der glorreiche Rosenkranz gebetet, oben die Lauretanische Litanei usw. Die Kinder sahen die Muttergottes wieder über dem Birkenwald in Lebensgröße
2. Die zweite Andacht fand um 17.30 Uhr abends statt. Es wurde der glorreiche Rosenkranz gebetet. Die Muttergottes war wieder in Lebensgröße über dem Birkenwald. Sie bedankte sich gegen Schluss eigens für das schöne Gebet.
3. Den Höhepunkt der bisherigen Erscheinungen bildeten die Ereignisse während der Abendandacht um 20.30 Uhr. Die Muttergottes war schon am Hügel oben am Boden stehend, diesmal fünf Meter weiter oben auf die Kapelle zu (gegen Norden) als am vorausgehenden Abend des 4. Februar. Die Leute (ca. 400 Menschen) hatten sich in U-Form um die Erscheinung gestellt. Zuerst wurde der glorreiche Rosenkranz gebetet. Nach dem ersten Gesätz wurde gesungen: 'Segne du, Maria', wobei sofort die Muttergottes segnete. Dann rief die Muttergottes die Kinder näher zu sich, worauf der Laienführer Schlötzer, ferner Dr. Heil, Dr. Hölz mit den Kindern bis auf ca. 1,5 Meter vor die Erscheinung hingingen und niederknieten. Herr Schlötzer teilte den Leuten bald darauf mit, dass die Muttergottes gesagt hat: "Euer Beten hat mich sehr erfreut." Nach einiger Zeit unterbrach Herr Schlötzer wieder das Beten und teilte mit als Worte der Muttergottes: "Ich werde alle Gebete derer erhören, die an mich glauben." Nach wieder einiger Zeit sagte die Muttergottes zu den Kindern, sie möchten den Saum ihres Kleides berühren. Die Kinder durften zweimal den Saum ihres Kleides berühren und einmal ihren Mantel. Sie knieten einzeln nieder und berührten der Reihe nach von rechts nach links zuerst das Kleid, dann den Mantel der Muttergottes, letzteren etwas höher vom Boden weg. Dann sagte die Muttergottes zu den Kindern: "Gebt mir eure Hand!" Die Kinder reichten alle die rechte Hand hin, nacheinander, von rechts nach links, mit Ausnahme der Irma Mehl, welche seit 31. Oktober die Muttergottes nicht mehr gesehen hatte bis Maria-Lichtmess, wo sie diese wieder sah, und seitdem nicht mehr. Irma Mehl weinte sehr, weil sie nichts sah. Die Kinder erklärten nachher, dass das Kleid der Muttergottes sich wie weiche, feine Seide anfühlte, sie fühlten auch einen leichten, weichen Händedruck. Nach wieder einiger kurzer Zeit sagte die Muttergottes zu Gretel Gügel: "Ich will euch einzeln segnen." Dann knieten die Kinder nieder, jedes Kind einzeln, und empfingen einzeln und nacheinander den Segen der Muttergottes, die zu diesem Zweck zu jedem Kind hinschwebte. Danach sagte die Muttergottes zu den Kindern: "Der Segen wird euch in eurem späteren Leben von großem Nutzen sein." Bald nachher sagte sie zu den Kindern: "Die Kinder sollen nicht allein den Wald betreten und nicht zum Fürstberg gehen. (An die Birken anschließend weiter hinten im Wald.) Es droht euch dort Gefahr." (Schon am 1. Februar abends um 21.00 Uhr hatte die Muttergottes den Kindern, welche im Birkenwald in der Nähe des Kreuzes waren, gesagt: "Ihr seid in Gefahr, aber ich werde euch beschützen, geht aus dem Wald heraus!" Die Kinder glaubten Tritte von Menschen zu hören und fürchteten sich sehr.) Herr Dr. Heil und Herr Schlötzer stellten verschiedene Fragen durch die Kinder an die Muttergottes, die ich nicht weiter hier notiert habe. Dann verschwand die Muttergottes. Es wurde noch 'der Engel des Herrn' gebetet und gesungen, worauf die Leute nach dem christlichen Gruß den Berg verließen, aufs tiefste von den Ereignissen heute beeindruckt.
III. Einzelverhör der Kinder durch den bei den Ereignissen anwesenden Verfasser, ferner die anwesenden Laienleiter Schlötzer und Schmitt, sowie Herrn Pfarrer Gailer.
Kuni Schleicher: "Ich ging um 14.30 Uhr auf den Berg und betete dort eine Viertelstunde, dann gingen wir auf das Podium. Dort sah ich sofort über den Birken die Muttergottes ohne Jesukind in Lebensgröße Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid und goldene Krone. Als wir vom Podium heruntergingen zur Prozession, sah ich sie nicht mehr. Beim Waldkreuz sah ich die Muttergottes auch nicht. Beim Wiederaufstieg zum Podium sah ich die Muttergottes wieder in Lebensgröße ohne Jesukind wie oben. Während des letzten Gesätzes des Rosenkranzes bat ich um den Segen. Die Muttergottes segnete wie immer mit den drei mittleren gestreckten Fingern. Herr Pfarrer Bauer ließ uns fragen: "Willst Du Kranke heilen?" – Keine Antwort. Beim letzten Gesätz des glorreichen Rosenkranzes, beim 8. Ave sah ich die Muttergottes nicht mehr.
Um 17.30 Uhr nachmittags war ich auch auf dem Berg, sah aber nichts. Abends um 20.30 Uhr war ich mit meiner Mutter vor dem Podium. (Südlich) Es kamen dann noch die anderen Kinder. Wir sahen dann sofort die Muttergottes über den Birken in Lebensgröße Sie hatte goldene Krone, blauen Mantel, weißes Kleid, ich sah keinen Rosenkranz. Sie schwebte herunter auf den Boden und kam auf uns zu, bis auf eineinhalb Meter. Nach einiger Zeit gingen die anderen Kinder hin zur Muttergottes, berührten den Saum ihres Kleides und gaben ihr die Hand. So sah ich es. Betti Büttner und ich gingen nicht gleich hin. Die Muttergottes sprach: "Warum geht ihr nicht her?" Ich sprach: "Wir trauen uns nicht." Die Muttergottes sagte: "Ihr braucht euch nicht zu fürchten. Kommt ruhig her zu mir!" Nach einigem Warten gingen wir hin (die anderen Kinder gingen auch noch einmal mit) und gaben der Muttergottes die Hand und berührten den Saum ihres Mantels. Als ich den Saum ihres Kleides berührte, ging es mir ganz durch und durch! Es fühlte sich wie Seide. Wir gingen zurück vor Angst und Schrecken. Die Muttergottes sagte: "Der Herr Schlötzer ist gut, er verehrt mich sehr." Sie sagte auch: "Die Männer, die hinter dir stehen, sind fromm." (Dr. Heil, Schlötzer, Schmitt, Hölz.) Wir sangen dann: 'Segne du, Maria.' Die Muttergottes gab nun ihren Segen. Nach dem weiteren Gesätze des Rosenkranzes baten wir noch einmal um den Segen. Die Muttergottes gab den Segen und war auf einmal fort."
Maria Heilmann: "Ich ging um 14.30 Uhr nachmittags auf das Podium und sah sofort die Muttergottes über dem Birkenwäldchen vorne an den Spitzen in Lebensgröße ohne Jesukind. Sie hatte weißes Kleid, langes blondes Haar und eine Krone mit drei Zacken vorne, die Hände nach oben gefaltet. Die Muttergottes sagte zweimal: "Die Leute sollen schöner beten." Gleich beim ersten Gesätz des Rosenkranzes baten wir die Muttergottes um den Segen. Sie hat gesegnet. Dann sind wir bis zum Birkenwäldchen gewallt und zum Waldkreuz. Ich sah in einer Entfernung von 20 Metern von dem Kreuz weg einen Schein in der Mitte zwischen zwei Bäumen. Nach dem schmerzhaften Rosenkranz gingen wir wieder auf das Podium, und sah dortselbst nach fünf Minuten über den Spitzen von den Birken die Muttergottes wie anfangs. Beim ersten Gesätz des glorreichen Rosenkranzes baten wir sie um den Segen. Die Muttergottes gab denselben. Pfarrer Bauer von Burk ließ fragen: "Liebe Muttergottes, willst du auch Kranke heilen?" – Keine Antwort. Nach dem Rosenkranz sprach die Muttergottes: "Gelobt sei Jesus Christus", ich sprach darauf: "In Ewigkeit, Amen." Die Muttergottes war auf einmal weg.
Nachmittags 17.30 Uhr ging ich auf das Podium. Nach fünf Minuten sah ich über den Birkenspitzen die Muttergottes mit Jesukind in Lebensgröße Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, blondes langes Haar und eine goldene Krone mit drei Zacken vorne. Jesukind hatte weißes Kleid, Lockenkopf, blondes Haar, Hände nach oben gefaltet. Ich sah auch die Füße vom Jesukind. Die Kniee waren mit dem Kleid zugedeckt. Die Hände waren frei bis zum Handgelenk. Das Jesukind lächelte und hat zweimal gesegnet. Einmal sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen schöner beten." Ich sah die Muttergottes bis zum Schluss der Andacht. Die Muttergottes sagte: "Euer Gebet, das ihr heute Nachmittag gebetet habt, erfreut mich."
20.30 Uhr abends. Ich stand vor dem Podium, etwa südlich. Nach zehn Minuten kam die Muttergottes von den Birken heruntergeschwebt und kam bis ganz nahe zu uns her. Sie war fünf Meter vor uns. Die Muttergottes sagte: "Liebe Kinder, kommt näher zu mir her!" Wir sind dann auf zwei Meter Entfernung hingegangen. Die Muttergottes hatte blauen Mantel, weißes Kleid, langes blondes Haar, Hände nach oben gefaltet. Dann sagte sie: "Liebe Kinder, gebt mir eure Hand und ich gebe euch meine Hand." Wir taten das. Ich fühlte die Hand weich, zart, warm, aber ganz warm war sie nicht. Ich fragte: "Liebe Muttergottes, kommst du morgen wieder?" – "Ja, um dieselbe Zeit." Dann habe ich gefragt: "Liebe Muttergottes, darf ich den Saum deines Kleides berühren?" – "Ja." Dann habe ich den Saum ihres Kleides berührt. Nun fragte ich: "Liebe Muttergottes darf ich dir die Hand geben?" – "Ja." Ich gab ihr die Hand. Die Muttergottes sagte: "Euer Gebet erfreut mich." Weiter sagte sie: "Liebe Kinder, geht nicht mehr allein in den Park, denn ihr steht in Gefahr." Wir baten um den Segen. Die Muttergottes hat im ganzen zweimal gesegnet. Dann sagte die Muttergottes etwas, was ich nicht sagen darf, bis es da ist. (Geheimnis!) Ich sah die Muttergottes bis zum Schluss des Rosenkranzes. Irma Mehl sah heute nichts."
Betti Büttner: "Ich ging um 14.30 Uhr nachmittags mit Herrn Schlötzer auf das Podium. Ich sah die Muttergottes über den Birken in Lebensgröße ohne Jesukind. Sie hatte weißes Kleid, blauen Mantel, goldene Krone, schwarzen Rosenkranz. Ich sah die Erscheinung bis zum Beginn der Prozession. Ich ging mit der Prozession. Beim Waldkreuz, zehn Meter rechts, sah ich die Muttergottes auf dem Boden stehen, sah sie aber nur kurz. Bei Ankunft auf dem Podium nach der Prozession sah ich die Muttergottes über den Birken in Lebensgröße, bis zum Ende der Andacht. Die Muttergottes war plötzlich weg.
Abends 17.30 Uhr war ich auf dem Berg – Podium – sah aber nichts. Abends 20.30 Uhr stand ich an demselben Platz wie am Samstag, 4. Februar, sah besonders genau wie am Samstag. Die Muttergottes sprach: "Reich' mir deine Hand!" Die anderen Kinder hörten das auch und standen neben mir. Ich gab der Muttergottes die Hand. Die Muttergottes sagte: "Berühre den Saum meines Kleides!" Ich tat dann dieses. Die anderen Kinder sagten, dass sie die Muttergottes nicht mehr sehen, und gingen hin zum Herrn Schlötzer. Gretel Gügel und ich sahen sie aber, noch ca. zehn Minuten. Gretel Gügel sagte zu mir, dass die Muttergottes gesagt hat, ihr sollt mein Kleid berühren. Wir berührten zu gleicher Zeit das Kleid der Muttergottes unten an den Füßen. Die Muttergottes gab dann von sich aus den Segen und ging weg mit dem christlichen Gruß. Bei uns waren noch alle anderen Leute dort."
Antonie Saam: "Um 20.30 Uhr abends: Wir standen unten (südlich) am Podium, die Leute waren ringsherum. Zuerst sah ich einen Schein, in dem die Muttergottes war, drei Stationen machte sie (Schweben mit dreimaligem Absetzen), dann schwebte sie noch ganz herauf, und nachdem der Kreis der Leute geöffnet war, ging sie zu uns her. Sie sprach: "Kommt näher her!" Wir standen einen Meter vor ihr. Wir baten gleich um den Segen. Sie segnete. Nach dem Lied 'Segne du Maria...' gab sie gleich wieder den Segen. Dr. Heil gab einige Fragen: "Ob jedes Kind eine Wunde übernehmen soll?" – Antwort: "Die Kinder sollen die Wunden unter sich verteilen. Die Wundenrosenkränze können dort gebetet werden." Frage: "Ob die Muttergottes die Fahne des Wehner will?" – Antwort: "Nein." (Eine Fahne war von diesem Herrn auf dem Podium aufgestellt worden.) "Was sollen wir dem Herrn W. mitteilen?" – Antwort: "Er soll die Fahne nicht mehr zum Berg bringen!" Die Muttergottes sagte dann: "Ich will jedes Kind einzeln segnen." Sie segnete jedes Kind einzeln und drehte sich dementsprechend zu jedem Kinde hin, von ihrem Platze aus. Sie sagte dann: "Liebe Kinder, gehet nicht mehr auf den Fürstberg! Dort steht ihr in Gefahr!" Ferner sagte sie: "Euer Gebet hat mich erfreut." Die Muttergottes lächelte dabei. Dann sagte sie: "Ich werde jedes Gebet erhören von denen, die an mich glauben. Dieser Segen wird den Kindern einmal im Leben von Nutzen sein. Geht her und berührt den Saum meines Kleides." Dies taten wir und gaben ihr noch die Hand. Wir spürten ihre rechte Hand, sie war ein bisschen warm. Dann verschwand sie."
Gretel Gügel: "Ich ging um 14.30 Uhr nachmittags auf den Berg mit Herrn Schlötzer, Schmitt, Antonie Saam, Heilmann, Büttner und Mehl. Wir betraten das Podium. Nach einiger Zeit sah ich über den Birken die Muttergottes in Lebensgröße Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, weißen Gürtel, goldene Krone, blondes Haar, Hände gefaltet. Dann ging ich mit der Prozession zum Waldkreuz, sah dort rechts vom Waldkreuz an einem Eichbäumchen in Höhe von ca. zwei Meter die Muttergottes in Lebensgröße, 1,5 Meter vor uns. Die Muttergottes sagte zu Erika und zu mir: "Berührt mein Kleid mit eurer Hand!" Wir gingen zu ihr und berührten unten ihr Kleid. Es rührte sich wie Seide an. Nach zehn Minuten verschwand die Muttergottes. Wir baten um den Segen und sie segnete. Zuvor hatte sie gesagt: "Ich komme wieder oben auf den Birken." Die Muttergottes wurde immer dunkler und verschwand. Dann ging ich durch den Wald schräg hindurch, hinauf zum Podium. Gleich darauf sah ich die Muttergottes wieder wie um 14.30 Uhr. Wir baten um den Segen und erhielten ihn auch. Die Muttergottes wurde dunkler und verschwand.
Um 17.30 Uhr abends sah ich beim Hinaufsteigen auf das Podium nichts. Nach einiger Zeit sah ich über den Birken vorne einen Schein. Nach ca. zwei Minuten erschien die Muttergottes in dem Schein in Lebensgröße mit Jesuskind. Ein Mann gab mir die Frage auf, ob sein Sohn im Himmel ist. Die Muttergottes sagte: "Bereits." Wir baten um den Segen und das Jesukind gab in gewohnter Weise den Segen. Das Jesukind hatte weißes Kleid, Silberstreifen im Kleid, auf dem Kopf einen silbernen Ring. Die Muttergottes verschwand vor der Litanei.
Um 20.30 Uhr abends beim Aufstieg auf den Berg sah ich schon den Schein vorne auf den Birkenspitzen, und sah immer hinüber zum Schein. Als ich unten am Podium stand, sah ich die Muttergottes im Schein in Lebensgröße ohne Jesukind. Nach einigen Minuten schwebte sie auf den Boden und kam bis zum ersten Lichtmast herauf, blieb stehen, ging dann weiter bis zum zweiten Lichtmast, dann ging sie wieder herauf. Die Leute drängten her und bildeten einen Kreis. Die Muttergottes konnte nicht herein. Dann ging Schlötzer hinter und machte den Kreis frei. Die Muttergottes ging herein und wir gingen bis auf einen Meter hin zu ihr. Dann knieten wir uns nieder. Die Muttergottes sagte: "Gebt mir eure Hand und berührt mein Kleid!" Wir taten das, ich spürte ihre Hand. Wir gingen etwas zurück. Die Muttergottes war länger da. Ich hörte von den Gesprächen, die die Muttergottes hatte, sah auch ihre Lippen sich bewegen. Sie sagte dann: "Kommt morgen wieder um diese Zeit hierher!" und "Berührt noch einmal mein Kleid!" Wir baten um den Segen. Die Muttergottes gab den Segen für alle und dann sagte sie zu Erika Müller, dass sie die Kinder einzeln segnen will. Dann segnete die Muttergottes einzeln alle sieben Kinder, zu den einzelnen Kindern sich jedes Mal drehend. Ich hörte nichts Weiteres. Zuletzt sagte sie noch einmal: "Gebt mir nochmals alle die Hand und berührt nochmals mein Kleid!" Gleich darauf segnete sie nochmals, sagte den christlichen Gruß und verschwand."
Montag, 6. Februar 1950. Es waren ca. 1.800 Menschen anwesend.
Antonie Saam: "Um 20.30 Uhr abends, als alle Kinder ankamen, bemerkte ich die Muttergottes vom Birkenwald herüber in Lebensgröße Sie hatte weißes Kleid, weißen Mantel, weißen Schleier, mit Jesuskind. (Alle anderen Kinder: blauen Mantel, ohne Jesukind.) Von den Birken schwebte sie herunter auf den Herrengarten rasch herüber, ohne halt zu machen. Sie stand am Hang gegen Westen. Sie sagte: "Wenn ihr so weiter macht, wie ihr es bisher getan habt, dann könnte ich vielleicht das Unglück aufhalten." Dann gab sie den Segen, ohne gebeten zu sein. Die Muttergottes sagte dann: "Tut Buße und betet für die Bekehrung Russlands!"
Die Kinder gingen nun auf das Podium. Vorher berührten die Kinder den Mantel und die Hände der Muttergottes nach Aufforderung.
Antonie Saam: "Als wir auf dem Podium waren, sagte die Muttergottes: "Du darfst das bloß dem Pfarrer und Dr. Heil sagen." (Wie es scheint, war von einer Vereinigung aller Anhänger von Heroldsbach die Rede, besondere Frage von Dr. Heil.) Die Muttergottes sprach weiter: "Ihr sollt bloß mit großen Leuten in den Wald gehen." – "Der Rosenkranz, den Dr. Heil euch gelehrt hat, hat meinen Sohn erfreut." (Wundenrosenkranz) Beim Heraufgehen von unten nach oben vor das Podium gaben die Muttergottes und das Jesukind den Segen. Die Muttergottes sagte dann: "Der Segen, den ich erteilt habe (beim Heraufgehen), wird den Menschen einmal von Nutzen sein." Zweimal gingen wir vom Podium herunter zur Muttergottes hin, die vor dem Podium auf einer Wolke stand, und berührten ihren Mantel, Saum des Kleides und ihre Hand. Die Muttergottes hat den Rosenkranz der Kinder berührt. Dann ist sie zurück zum Birkenwald und von dort zum Himmel hinauf geschwebt. Die Wolken teilten sich und der Himmel war hell. Am Schluss sah ich den schwarzen Mann (dieser erschien Ende Dezember wiederholt den Kindern, was Herr Pfarrer Welsch von der Diözese Würzburg näher untersucht hat), der sagte: "Was ihr bis jetzt gesehen habt, das habe ich schon drei Jahre vor meinem Tode gewusst." (1933; 1936 starb der Baron Friedrich Karl von Sturmfeder-Horneck, Schloss Thurn.) Dann sprach er: "Ich werde weiter beten für mein Vaterland." Dann verschwand der schwarze Mann, der in Lebensgröße über den Birken gestanden war, und als wir am Podium standen, sprach die Muttergottes: "Ich will jedem einzelnen Kind den Segen geben."
Dr. Heil sagte, die Kinder sollen alle hinknien, und sie erhielten den Segen.
Erika Müller: "Um 20.30 Uhr abends ging ich auf den Berg zu den anderen Kindern links vom Podium. Wir gingen dann nach Süden herunter. Ich sah die Muttergottes über den Birken in Lebensgröße ohne Jesukind. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, weißen Gürtel und schwebte herauf, wobei sie beim ersten Lichtmast und beim zweiten etwas anhielt. Die Muttergottes sagte: "Kommt näher!" Dann gingen wir näher vor sie hin bis auf zwei Meter. Wir berührten dann nach Aufforderung ihr Kleid und ihre Hände. Die Muttergottes sagte: "Geht auf das Podium!" Wir gingen rückwärts auf das Podium. Die Muttergottes schwebte uns segnend nach und blieb am Podium stehen. Zuerst gab sie den Segen. Dann sagte sie: "Ihr Kinder müsst noch viel leiden, bis ihr zu mir in den Himmel kommt." – "Wenn die Thurner und Heroldsbacher nicht mehr streiten, dann beschütze ich Heroldsbach und Thurn und das ganze Frankenland." Dann fragte ich die Muttergottes: "Was ist dein Begehren?" Die Muttergottes sagte: "Ihr sollt Buße tun und Opfer bringen für andere Menschen und Ungläubige." – "Am kommenden Sonntag sollt ihr in den Wald kommen, dorthin, wo ihr am 9. Oktober auf dem Baumstamm geschaukelt habt." Die Muttergottes sagte dann: "Ich will euch Kinder einmal allein haben." Ich hielt meinen Rosenkranz der Muttergottes hin und dachte, sie solle ihn anlegen. Die Muttergottes nahm meinen Rosenkranz in ihre Hand, ich holte ihn dann aus ihrer hohlen Hand wieder heraus. Ich bat: "Liebe Muttergottes, segne unsere Priester!" Die Muttergottes gab den Segen. Dann ist sie zum Birkenwald zurückgeschwebt und von dort aus in den Himmel hinauf. Die Wolken teilten sich und dann verschwand sie. Alles war glockenhell. – Als wir auf dem Podium waren, sagte die Muttergottes: "Wenn die Leute fest weiterbeten, dann werde ich ein Zeichen geben, damit es auch die Ungläubigen glauben." Dann stellte ich noch zwei Fragen von mir aus:
1. "Liebe Muttergottes, glaubt es der Herr Erzbischof?" Sie sagte: "Er soll es auch glauben!"
2. "Liebe Muttergottes, kommt der Herr Erzbischof auch einmal her?" Sie sagte: "An einem meiner großen Feste soll er kommen!"
Maria Heilmann: "Um 20.30 Uhr abends bin ich auf den Berg gegangen, stellte mich in den Kreis zu den anderen Kindern hin. Unten am Podium stehend sah ich nach fünf Minuten einen Schein und über den Birkenspitzen, gleich darauf, sah ich die Muttergottes in dem Schein, sie hatte weißes Kleid, blauen Mantel, lange, blonde Haare, Krone mit drei Zacken, Hände nach oben gefaltet. Die Muttergottes schwebte von den Birken herunter und stand drei Meter vor uns. Sie sagte: "Liebe Kinder, kommt näher zu mir her!" Wir gingen hin und baten um den Segen, den sie erteilte. Wir berührten ihr Kleid und gaben ihr die Hand. Die Muttergottes ging noch näher und sagte: "Wir wollen zum Podium hinauf gehen." Wir gingen rückwärts und die Muttergottes schwebte uns nach, drehte sich herum und gab nach allen Seiten den Segen. Wir gingen hinauf auf das Podium, wir baten nochmals um den Segen. Dann fragte ich: "Liebe Muttergottes, soll Herr Hölz zum Herrn Erzbischof gehen?" Die Muttergottes antwortete: "Nein, er glaubt es doch nicht." Die Muttergottes sagte: "Wenn die Leute so weiter beten, werde ich Heroldsbach und Thurn und ganz Bayern beschützen." Sie sagte: "Herr Pfarrer Gailer wird einmal belohnt werden und Herr Dr. Heil wird einmal belohnt werden." "Der Schriftleiter Hölz soll nach Heroldsbach gehen und sich eine Wohnung suchen. Der 'Ruf Mariens' soll in Heroldsbach erscheinen." Ich fragte: "Soll der 'Ruf Mariens' an den Heiligen Vater geschickt werden?" – "Ja." – "Liebe Muttergottes, soll Herr Hölz heute Abend von Dir sprechen?" – "Ja." – "Soll der 'Ruf Mariens' jetzt das veröffentlichen, was Du gesagt hast?" – "Ja." – Die Gretel Gügel hörte die Antworten mit. Die Muttergottes sagte dann: "Die Leute, die jetzt gebetet haben, werde ich beschützen."
Ich fragte weiter: "Liebe Muttergottes, darf ich mit meinem Rosenkranz jetzt Dein Kleid berühren?" – Antwort: "Ja." Die Muttergottes sagte dann: "Liebe Kinder, ihr müsst noch vieles leiden, bis ihr zu mir in den Himmel kommt." Wir gaben der Muttergottes zweimal die Hand. Die Muttergottes schwebte hinüber zu dem Birkenwäldchen, von dort aus schwebte sie zum Himmel hinauf. Eine Wolke teilte sich, die Muttergottes schwebte hinein, drehte sich herum, gab den Segen, dann verschwand sie. Ich sagte: "Das ist schön!" (Ebenso sagten die anderen Kinder!) Die Wolken schlossen sich wieder."
Kuni Schleicher: "Um 20.30 Uhr abends gingen wir auf die Südseite des Podiums. Eine Zeit lang sah ich nichts, unten stehend. Ich ging mit Betti Büttner auf das Podium und ich sah eine Viertelstunde lang auf dem Podium auch noch nichts. Ich fragte Betti Büttner, wo die Muttergottes sei. Sie sagte: Da, und zeigte hin. Ich bin erschrocken und sah die Muttergottes auch: Sie hatte goldene Krone, blauen Mantel, weißes Kleid, die Hände nach oben gefaltet. Beim ersten Abstieg vom Podium zur Muttergottes hin ging ich nicht mit hinunter. Ich fragte nichts und hörte nichts. Beim zweiten Abstieg vom Podium zur Muttergottes hin gab ich dann der Muttergottes die Hand und berührte den Saum ihres Kleides, der wie Seide sich anfühlte. Ich sah hinten über dem Birkenwald die Muttergottes hineinschweben in die Wolken, rechts und links von ihr waren zwei Gestalten, die Wolken schlossen sich wieder."
Gretel Gügel: "Als ich um 20.30 Uhr auf den Berg kam, sah ich schon über den Birken vorne an den Spitzen einen Schein. Als ich oben vor den Leuten stand, wurden die Leute auf die Seite hingestellt, damit wir freie Sicht haben. Ich sah die Muttergottes im Schein über den Birken. Sie hatte ein weißes Kleid, blauen Mantel, goldene Krone und blondes Haar, weißen Gürtel und die Hände nach oben gefaltet. Die Muttergottes schwebte auf den Boden herunter und schwebte weiter auf den Berg hinauf. Als sie oben war, sagte sie: "Kommt näher!" Wir gingen näher hin und standen ca. 1,5 Meter vor ihr. Wir baten um den Segen und erhielten ihn. Die Muttergottes sagte: "Gebt mir eure Hand und berührt mein Kleid!" Wir taten es. Wir gingen wieder zurück. Die Muttergottes sagte zu Erika Müller: "Die Kinder sollen auf das Podium gehen." Wir gingen rückwärts zum Podium hin und die Muttergottes ging uns nach. Als wir auf dem Podium standen, stand die Muttergottes einen Meter vor dem Podium und gab uns ihren Segen. Ich hörte die Antwort an ein anderes Kind: "Ja." Dann sagte die Muttergottes: "Wenn die Leute so weiter beten, so werde ich Heroldsbach und Thurn beschützen und das ganze Bayernland." Dann sagte sie: "Hölz soll nach Heroldsbach und soll sich um ein Zimmer umsehen und dableiben." Dann sagte sie: "Der Herr Pfarrer wird im Himmel viel Glück haben und einmal belohnt werden. Der Herr Dr. Heil und Hölz glauben fest an mich." Dann sagte sie noch: "Die Leute, die nicht glauben, sollen zu Hause bleiben!" – Als die Muttergottes unten am Podium stand und ich ihr das zweite Mal die Hand gab, gab die Muttergottes mir die Hand. Mein Rosenkranz war doppelt um meine rechte Hand gewunden, die Muttergottes legte ihre Hand in die meine, nahm meinen Rosenkranz in ihre Hand, faltete ihre Hände und schlang den Rosenkranz um ihre linke Hand und faltete dann ihre Hände. Dann gab sie mir den Rosenkranz wieder in meine rechte Hand. Nach dem Rückwärtsschweben auf die Birken schwebte sie in den Himmel hinauf. Als sie oben war, ging der Himmel auf, gelbes helles Licht war dort. Als die Muttergottes in dem Himmel stand, segnete sie nochmals, drehte sich herum und ging in den Himmel hinein."
Betti Büttner: "Um 20.30 Uhr abends ging ich auf den Berg in die Nähe vom Podium. Als die anderen Kinder auch da waren, sah ich über den Birken einen Schein, später sah ich in demselben die Muttergottes in Lebensgröße Sie hatte weißes Kleid, blauen Mantel, goldene Krone, ohne Jesuskind. Dann schwebte die Muttergottes, ohne abzusetzen, herauf und stand ca. zehn Meter vor uns. Die Muttergottes sagte, wir sollen näher zu ihr hinkommen. Wir gingen hin. Erika Müller sagte, dass wir rückwärts auf das Podium gehen sollen. Wir gingen rückwärts. Die Muttergottes folgte. Wir waren auf dem Podium und die Muttergottes stand unten eineinhalb Meter vor dem Podium. Die Muttergottes sagte zu uns: "Wir sollen den Saum ihres Kleides berühren!" Wir gingen herunter und taten es. Wir gingen zum zweiten Mal auf das Podium. Die Muttergottes war dann unten weg und ich sah sie über den Birken schweben. Dann öffnete sich der Himmel und die Muttergottes schwebte hoch hinauf in den Himmel und verschwand.
Nachtrag: Als wir zum Podium anfangs zurückgingen, schwebte die Muttergottes uns nach und segnete nach beiden Seiten. Irma Mehl: Ich sah gar nichts, war aber überall dabei. Sie weinte, weil sie nichts sah."
Dienstag, 7. Februar 1950.
I. Nachmittags 13.30 Uhr. Die Teufelserscheinung an Gretel Gügel, Erika Müller und Maria Heilmann. Der Teufel als schwarze Gestalt. (Bericht vom Verfasser nach dem Verhör der Kinder am 7. Februar.) Nachmittags 13.30 Uhr waren Erika Müller, Gretel Gügel und Maria Heilmann auf dem Berg bei der kleinen Kapelle. Sie sahen die Muttergottes vorne auf den Spitzen des Birkenwaldes in Lebensgröße. Sie hatte weißes Kleid in Glockenform, weißen Mantel, weißen Gürtel, ohne Krone, war ohne Jesuskind. Die Muttergottes sagte: "Liebe Kinder, ihr steht in Gefahr." Dann stand vor der Muttergottes ein bisschen auf der linken Seite etwas Schwarzes.
Kinder: "Wir haben die Muttergottes gefragt: "Liebe Muttergottes, wer ist das?" – Keine Antwort. Die schwarze Gestalt hatte Arme. Dann ist die Muttergottes vor den Mann hingegangen und hat sich vor ihn hingestellt, so dass man ihn nur wenig sehen konnte. Auf einmal war er bei der Muttergottes oben verschwunden und stand unten am Boden des Birkenwaldes. Er sagte: "Liebe Kinder, kommt in den Wald herein!" Wir wollten hineingehen. Wir machten ein Kreuz und dann hat er sich hinter einen Baum gestellt. Erika Müller und Gretel Gügel zogen ihren, von der Muttergottes berührten Rosenkranz heraus. Dann versteckte sich die Gestalt hinter den Baum. Sobald sie den Rosenkranz eingesteckt hatten, schaute die Gestalt wieder hinter dem Baume hervor. Der Mann sagte dann wieder gleich: "Liebe Kinder, kommt in den Wald herein!" Wir gingen von der kleinen Kapelle etwas weg gegen Norden. Die Muttergottes war noch da. Maria Heilmann fragte: "Muttergottes, zeige ein Zeichen!" Die Muttergottes sagte: "Bald." Dann sind Erika Müller und Maria Heilmann etwa 10 bis 20 Meter weiter gegangen. Gretel Gügel erhielt drei kräftige Schläge auf die Brust. Sie konnte nicht mehr schnaufen (atmen) und nicht mehr von der Stelle gehen. Gretel Gügel schrie nach ihrer Mutter. Schon vor der Gretel Gügel konnte Erika Müller auch nicht mehr gehen. Dann konnte sie doch wieder laufen. Dann sagte eine Stimme zu Gretel Gügel, die dem Verfasser sagte: "Zu mir sagt fort (immerfort) eins: Ich soll dableiben! Die Stimme war sonderbar. Der schwarze Mann hat seine Stimme der Muttergottes ihrer Stimme gleichmachen wollen." Aber die Gretel Gügel lief doch mit den zwei Kindern, welche sie packten und mitschleppten. Wir sind dann zum Berg herunter gegangen. Sobald wir 'Gelobt sei Jesus Christus' gesagt haben, hat sich der schwarze Mann hinter einen Baum versteckt und spitzte etwas hervor. Sobald wir das Kreuz gemacht haben, hat er sich wieder versteckt und spitzte hinter einem Baume hervor. Solange wir mit der Muttergottes geredet haben, sagte der schwarze Mann: "Geht doch in den Wald!" Der schwarze Mann wollte immer die Muttergottes nicht zu uns herlassen, stellte sich sogar einmal ganz vor die Muttergottes hin, sonst ging er auf die Seite neben der Muttergottes hin."
Die Kinder liefen dann heim und fürchteten sich sehr. (Bericht dieser Kinder vor dem Verfasser im Pfarrhof am 7. Februar.)
II. Bericht der Erscheinungsvorgänge am Abend um 20.30 Uhr. Es waren 4.000 bis 5.000 Menschen anwesend. (Verfasser war hier selbst anwesend, stand auf dem Podium, auf welchem die sieben Kinder waren.) Um 20.30 Uhr abends war Andacht auf dem Hügel. Gegen 4.000 bis 5.000 Menschen hatten sich mit Autobus, Sonderzug eingefunden. Es war eine herrliche, unvergessliche Abendandacht. Die sieben Kinder hatten sich vor dem Podium eingefunden. Auch wir Priester: Pfarrer Gailer, Pfarrer Bierfelder, Bauer und ich, außerdem Herr Schlötzer und Herr Hölz waren mit droben auf dem Podium. Vor mir stand Erika Müller, Gretel Gügel und Antonie Saam. Diese sagte: "Die Muttergottes habe gesagt, die Leute sollen auf das Birkenwäldchen schauen." Erika Müller sagte mir gleich zu Beginn der Andacht, dass die Muttergottes schon über dem Birkenwald in Lebensgröße steht, ohne Jesukind, weißes Kleid, blauer Mantel, goldene Krone, weißer Gürtel, schwarzer Rosenkranz. Sie (Erika) sah, wie die Muttergottes vom Birkenwald aus schwebte, auf uns zu.
Erika Müller sagte zu mir: "Jetzt ist sie beim ersten Lichtmast", worauf dies Herr Pfarrer verkündete. Dann: "Jetzt ist sie beim zweiten Lichtmast", und dann kam sie her zu uns bis auf fünf Meter Entfernung, dann auf 1,5 bis 2 Meter' bis vor das Podium, auf welchem die sieben Kinder standen. "Beim Herkommen auf uns hat schon die Muttergottes wiederholt nach allen Seiten hin den heiligen Segen gegeben", sagte Erika Müller zu mir, was ich dem Herrn Pfarrer mitteilte, dieser der betenden Menge, welche sich niederkniete und andächtig den Segen empfing. Bald darauf, nachdem die Menge den freudenreichen Rosenkranz anfing, sagte Erika Müller zu mir: "Die Muttergottes hat zu mir gesagt, wir sollen ihr die Hand geben." Erika Müller sagte zu mir: "Ich getraue nicht hinunter." – Ich sagte darauf Herrn Pfarrer Bauer und Bierfelder, die vorne rechts am Abstieg des Podiums standen, sie möchten mit Erika hinunter gehen. Auch diese gingen nicht mit. Ich redete nun Erika Müller zu, sie solle sich nicht fürchten, die Muttergottes tue ihr nichts. "Geh' hinunter, Erika!" Erst nach minutenlangem Zureden ging Erika Müller direkt zum Podium unter der Stange abspringend hinunter und trat vor die Muttergottes hin, kniete sich nieder und reichte ihr die rechte Hand. Es folgten sofort anschließend die übrigen fünf Kinder der Reihe nach von rechts nach links einzeln nacheinander, also Gretel Gügel, dann Antonie Saam und die übrigen. Nur Irma Mehl blieb auf dem Podium stehen, da sie die Muttergottes nicht sah. (NB! Auch dieses Erlebnis bestätigte in mir den Gedanken an die Echtheit der Erscheinungen.)
Die Muttergottes sagte bald darauf, nach etwa einigen Minuten, zu Erika Müller: "Ich will jedes einzelne Kind segnen." Die Kinder blieben auf dem Podium und knieten nacheinander nieder und empfingen jedes einzeln den Segen der Muttergottes, auch Irma Mehl, obwohl sie die Muttergottes nicht sehen konnte, nach ausdrücklicher bei der Handlung sofort gemachten Aussage der die Muttergottes sehenden Kinder. Die Kinder sahen dies und sagten es ihr, worauf diese auch niederkniete und den Segen der Muttergottes empfing. Beim Segen der einzelnen Kinder trat die Muttergottes näher an diese heran. Dann schwebte sie zurück auf ihren Platz und segnete das ganze Volk, wie Erika Müller zu mir sagte, und ich teilte es Herrn Pfarrer Gailer mit, der es den Leuten sagte. Die Leute knieten nieder, die Muttergottes segnete das ganze Volk, drehte sich dabei nach allen Seiten und machte dreimal das Kreuz. Nach wieder einigen Minuten sagte die Muttergottes zu Erika Müller, die mir dies sofort sagte: "Die Leute sollen nur so weiterbeten, dann gibt sie bald ein Zeichen!"
Schon nach dem ersten Gesätz des Rosenkranzes sagte die Muttergottes zu Erika Müller: "Die sieben Kinder sollen morgen (8. Februar 1950), mittags zwölf Uhr, auf den Berg allein kommen." Ich sagte dies Herrn Pfarrer, welcher es der betenden Menge mitteilte. Gegen Schluss der Andacht sagte die Muttergottes zu Erika Müller, sie wolle uns noch einmal die Hand geben und uns ein Kreuz auf die Stirne machen. Dann wolle sie fortgehen. Die Kinder gingen daraufhin vom Podium hinunter und reichten der Muttergottes die Hand. Die Muttergottes machte auf der Stirne eines jeden einzelnen Kindes das Kreuzzeichen und verschwand. Sie sagte: "Gelobt sei Jesus Christus" und schwebte zurück zu den Birken, wo sie noch länger blieb. Erika Müller sah sie fast bis zum Schluss der Andacht, während Antonie Saam sie beim letzten Gesätz des Rosenkranzes nicht mehr sah, auch die übrigen Kinder sahen sie nicht so lange. Gretel Gügel stellte (auf meine Veranlassung hin) an die Muttergottes die Frage: "Liebe Muttergottes, wir bitten Dich, willst Du uns ein Zeichen geben und es vorher sagen, wie in Fatima, damit die Ungläubigen und die Kommission an Deine Erscheinung glauben?" – Antwort: "Ja." (Von Gretel Gügel die Antwort am 7. Februar 1950 um 20.30 Uhr abends erhalten.)
III. Verhör der Kinder.
Grete Gügel: "Ich war um 20.30 Uhr abends auf dem Berg. Auf halbem Wege dorthin sah ich einen hellen Schein. Nach einiger Zeit habe ich über den Birken die Muttergottes gesehen, sie hatte goldene Krone, blondes Haar, weißes Kleid und blauen Mantel, weißen Gürtel. Sie schwebte in Lebensgröße bis auf zwei Meter vor das Podium. Wir baten um den Segen und erhielten ihn auch. Beim Heraufgehen segnete die Muttergottes die Leute rechts und links. Gleich darauf sprach sie: "Gebt mir eure Hand und berührt den Saum meines Kleides!" Wir gingen zum Podium hinunter und taten das. Ich hatte den Rosenkranz um meine Hände herum. Die Muttergottes nahm das Kreuz vom Rosenkranz mit ihrer hohlen Hand. Dann ließ die Muttergottes den Rosenkranz aus und ich berührte den Saum ihres Kleides. Ich habe immer die Bewegung der Lippen gesehen, wusste aber nicht, was sie sagte. Ich fragte, ob die Muttergottes der Frau Kühnlein von Forchheim verziehen hat? – "Ja." – Ich sagte: "Liebe Muttergottes, einen schönen Gruß von Herrn Schlötzer." Die Muttergottes lächelte. Dann segnete die Muttergottes jedes Kind einzeln, wobei sich jedes Kind der Reihe nach hinkniete. Nach weiterem Beten gingen wir wieder vom Podium herunter und die Muttergottes machte jedem Kind ein Kreuz auf die Stirne. Als wir wieder auf dem Podium waren, verschwand die Muttergottes. Wir fragten sie noch einmal unten beim Podium, da gaben wir ihr die Hand und berührten ihr Kleid. Die Muttergottes sagte: "Liebe Kinder, kommt und gebt mir eure Hand, denn ich gehe jetzt fort."
Irma Mehl: "Um 20.30 Uhr ging ich auf den Berg und dann auf das Podium. Ich sah gar nichts. Maria Heilmann und Kuni Schleicher sagten zu mir, ich solle mich hinknien: "Die Muttergottes gibt den Segen." Ich kniete mich nieder und ließ mich segnen."
Antonie Saam: "Um 20.30 Uhr war ich auf dem Podium. Ich sah gleich die Muttergottes über den Birken und sah sie herüberschweben. Sie hatte blauen Mantel und weißes Kleid, weißen Schleier ohne Krone. Sie war ohne Jesuskind. Die Muttergottes sagte zu mir: "Die Leute sollen zum Birkenwäldchen schauen." Ich ging dann vom Podium hinunter und gab der Muttergottes die Hand und berührte den Saum ihres Kleides. Später ging ich wieder hinunter. Wir berührten wieder die Hand und den Saum ihres Kleides. Dann gingen wir wieder hinauf auf das Podium. Dann segnete die Muttergottes jedes Kind einzeln, wobei wir uns hinknieten. Die Muttergottes verschwand beim 'Engel des Herrn'."
Erika Müller: "Um 20.30 Uhr, als wir auf den Berg gingen, sah ich einen Schein. Auf dem Podium sah ich die Muttergottes im Scheine bereits beim ersten Lichtmast stehen. Die Muttergottes ging näher, bis zwei Meter vor das Podium und sagte: "Kommt und berührt meine Hände und den Saum meines Kleides!" Da sind wir hinuntergegangen und haben das getan. Als wir wieder oben auf dem Podium waren, sagte die Muttergottes: "Morgen um zwölf Uhr sollt ihr allein auf den Berg kommen!" Dann segnete sie uns einzeln, wobei wir uns auf dem Podium der Reihe nach hingekniet haben. Dann sagte sie: "Wenn die Leute so weiter beten, dann gebe ich bald ein Zeichen." Dann sagte Antonie Saam zu Herrn Pfarrer Gailer: "Alle Mädchen sollen wieder zur Muttergottes gehen, ihr die Hand geben und ihr Kleid berühren." Das haben wir auch getan. Dann sagte die Muttergottes zu mir, sie wolle uns nochmals die Hand geben und ein Kreuz auf die Stirne machen und dann wolle sie fortgehen. Der Muttergottes gaben wir zuerst die Hand. Und dann berührten wir ihr Kleid. Dann gab die Muttergottes mir in Kreuzform über dem Gesichte den Segen. Dann ging ich wieder auf das Podium. Die Muttergottes schwebte weg über die Birken und verschwand."
Betti Büttner: "Als ich auf das Podium kam, waren schon alle Kinder mit Ausnahme der Erika Müller oben. Ich sah die Muttergottes über den Birken in Lebensgröße. Da schwebte sie herunter von den Birken, blieb einmal beim zweiten Lichtmast stehen, und sagte, die Leute sollen auseinander gehen, sie wolle herauf zu den Kindern. Dann schwebte sie ungefähr zwei Meter vor das Podium und sagte: "Geht herunter und reicht mir die Hand!" Wir gingen hinunter, reichten ihr die Hand und berührten den Saum ihres Kleides. Beim Heraufgehen segnete die Muttergottes rechts und links das Volk. Dann gingen wir wieder herauf und beteten weiter. Wir baten um den Segen und erhielten ihn. Die Erika sagte zu mir: "Die Muttergottes hat gesegnet, wir sollen ihr noch einmal die Hand geben und den Saum ihres Kleides berühren." Da gingen wir zum zweiten Mal hinunter, taten dies und gingen wieder hinauf. Dann knieten wir uns einzeln hin und empfingen den Segen nacheinander. Erika Müller sagte zu mir: "Wir sollen heruntergehen und den Saum ihres Kleides berühren, weil die Muttergottes fortgehen will." Wir gingen herunter, gaben der Muttergottes die Hand und berührten den Saum. Dann gab mir die Muttergottes den Segen mit den drei Fingern und machte mit ihrem Daumen das Kreuz auf die Stirne. Als ich wieder zum Podium zurückkehrte, war die Muttergottes verschwunden. Die Muttergottes hatte weißes Kleid, blauen Mantel, weißen Gürtel, schwarzen Rosenkranz, goldene Krone."
Kuni Schleicher: "Um 20.30 Uhr abends sah ich über den Birken einen Schein. Ich stand auf dem Podium. Die Muttergottes war im Schein, dann war sie auf einmal weg. Ich sah sie wieder beim zweiten Mast. Sie ging näher und stand dann zwei Meter vor uns. Sie hatte weißes Kleid, hellbraunen Mantel, goldene Krone, Hände nach oben gefaltet. Ich fragte: "Soll Herr Hölz diese Woche noch hier bleiben?" – "Ja, ich freue mich, wenn er hier bleibt." Frage: "Hast Du dem Herrn Hölz etwas Besonderes zu sagen?" – "Ja, er soll nach dem Rosenkranz ein paar Worte sprechen, soll es kurz machen, damit es die Leute nicht so friert." Frage: "Welche Wunde soll Herr Hölz übernehmen?" – "Die Seitenwunde." Dann sprach die Muttergottes: "Euer Gebet erfreut mich." Ich ging mit den Kindern vom Podium herunter und gab der Muttergottes die Hand und berührte den Saum ihres Kleides, dreimal im ganzen. Beim Händegeben hatte ich den Rosenkranz in der Hand. Die Muttergottes rückte den Rosenkranz ein Stück vor. Dann sah ich die Muttergottes, wie sie uns alle gesegnet hat und wie sie mir das Kreuz auf die Stirne machte. Ich sah auch, wie sie die einzelnen Kinder gesegnet hat. Dann verschwand sie beim Gebet 'Bitt, Maria, für die Seelen.' Nach fünf Minuten sah ich wieder die Muttergottes. Die Muttergottes sagte: "Geht herunter. Ich will jetzt fortgehen. Gebt mir die Hand und berührt den Saum meines Kleides." Ich tat das. Dann machte sie mir noch einmal das Kreuz auf die Stirne und verschwand."
Maria Heilmann: "Um 20.30 Uhr war ich auf dem Berg, ging in den Kreis der Kinder. Nach fünf Minuten sah ich einen Schein über den Birkenspitzen. Nach fünf weiteren Minuten stand die Muttergottes in dem Schein. Sie schwebte herunter und war schon beim zweiten Mast. Wir gingen immer weiter zurück auf das Podium hinauf. Die Muttergottes ging näher her und stand bereits unten bei den Leuten. Da kam sie herauf bis auf 1,5 Meter vor das Podium. Heraufzu gab die Muttergottes den Segen für alle Leute. Die Muttergottes segnete uns. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, langes, blondes Haar, weißen Gürtel, goldene Krone mit drei Zacken. Dann sagte die Muttergottes: Wir sollen ihr die Hand geben. Ich hatte meinen Rosenkranz dabei. Die Muttergottes fasste den Rosenkranz an. Wir standen unten vor ihr. Ich fragte: "Liebe Muttergottes, darf ich den Saum Deines Kleides berühren?" – "Ja." – Dann gingen wir auf das Podium. Die Muttergottes sagte: "Die Leute sollen zum Birkenwald hinüber schauen!" Ich fragte: "Liebe Muttergottes, kommst Du morgen wieder?" Sie sagte: "Ja, um diese Zeit." Dann sagte die Muttergottes: "Der Herr Pfarrer Gailer wird einmal im Himmel belohnt werden. – Es freut mich, dass so viele Leute gekommen sind." Die Muttergottes sagte: "Wenn die Leute so weiter beten, werde ich bald ein Zeichen geben." Die Muttergottes sagte: "Ich will jedes Kind einzeln segnen." Sie segnete jedes Kind, das auf dem Podium stand. Die Muttergottes sagte, wir dürfen ihr die Hand geben und den Saum ihres Kleides berühren. Wir gingen vom Podium herunter und taten dies. Da gingen wir zum dritten Mal hinunter und die Muttergottes sagte: "Reicht mir die Hand!" Da machte die Muttergottes mir auf die Stirne mit dem Daumen ein Kreuz. Dann sagte sie: "Berührt meinen Saum!" Wir taten das. Sie sagte: Die Kinder sollen morgen zwölf Uhr allein auf den Berg kommen! (Beachte, dass die Reihenfolge der Berichte nicht mehr genau stimmt, weil die Kinder sehr ermüdet waren und erst am nächsten Tag, 8. Februar, vom Pfarrer verhört wurden. Mein Gesamtbericht vom 7. Februar selbst gibt genauer die Reihenfolge der Ereignisse.)
Mittwoch, 8. Februar 1950.
I. Einzelverhör der Kinder über die Erscheinungen mittags 12.00 Uhr.
Betti Büttner: "Mittags 12.00 Uhr. Wir standen auf dem Podium und sahen die Muttergottes über den Birken in Lebensgröße Sie hatte weißes Kleid, blauen Mantel, goldene Krone, schwarzen Rosenkranz. Wir beteten dann. Die Muttergottes schwebte von den Birken herunter, bis einen Meter vor das Podium. Erika Müller sagte: "Wir sollen hinuntergehen, ihr die Hand geben und den Saum ihres Kleides berühren!" Wir taten das. Dann gingen wir wieder auf das Podium. Wir beteten weiter. Erika Müller sagte: "Wir sollen ihre Krone berühren." Wir taten das. Die Krone fühlte sich ganz hart und glatt an. Wir fassten die Krone oben an einer Spitze an. Dann segnete die Muttergottes jede einzeln und machte jeder ein Kreuz auf die Stirne. Die Muttergottes sagte: "Von dem Platz, an dem wir stehen, sollen wir eine Erde aufheben, diese in ein Kästchen graben und aufheben." Dann sah ich ihre Füße. Die Muttergottes war barfuß. Auf jedem Fuß lag eine rote Rose, die aus fünf grünen Kelchblättchen hervorgeht. Ich blieb auf dem Podium stehen und betete weiter. Die Muttergottes stand auf einer Wolke, sie sagte: Wir sollen ihren Rosenkranz berühren. Wir taten das und berührten den Rosenkranz oben, der am Gürtel hing. Die Muttergottes sagte, bevor sie fortging: "Liebe Kinder, geht nicht allein in den Wald und auch nicht an den Rand." Dann sagte sie: "Gelobt sei Jesus Christus" und verschwand. Als die Muttergottes fort war, sahen wir im Wald einen ganz schwarzen Mann unter den Birken. Der sagte zu uns: "Liebe Kinder, kommt zu mir! Ich will euch etwas Schönes zeigen und geben." Wir fürchteten uns sehr. So oft Maria Heilmann einen Kreuzpartikel entgegen hielt, versteckte er sich hinter einem Baum. Der Bürgermeister von Thurn wollte uns hinunter begleiten zum Birkenwald, wir gingen aber nicht mit."
Gretel Gügel: "Mittags um 12.00 Uhr war ich auf dem Berg. Es waren schon Leute oben. Sie wurden weggeschickt. Als ich auf dem Podium war, sah ich die Muttergottes. Sie hatte goldene Krone, blauen Mantel, weißes Kleid, blondes Haar. Unten an ihrem Mantel meinte man eine Wolke zu sehen. Sie war barfuß, am ersten Lichtmast von unten herauf hielt sie ein wenig an, dann schwebte sie so herauf bis zum Podium, bis zwei Meter vor uns. Wir erhielten jetzt von ihr den Segen. Wir knieten am Podium nieder. Dann sagte die Muttergottes: "Gebt mir eure Hand und berührt mein Kleid." Wir gingen dann zum Podium hinunter und taten das. Dann gingen wir wieder auf das Podium. Dann beteten wir wieder für uns. Da sagte die Muttergottes: "Langt einmal meine Krone an (berührt)!" Ich berührte die Krone vom Podium aus an ihrer oberen Spitze. Die Krone war rutschig und war nicht ganz hart und nicht ganz weich. Dann stellten wir uns wieder hin und beteten. Dann sagte die Muttergottes: "Gebt mir das Kreuzchen (Kreuzpartikel), das du in der Hand hast!" Ich ging vom Podium herab und reichte ihr das Kreuz hin. Die Muttergottes rührte den unteren Teil des Kreuzes mit ihrer Hand an und segnete mit der rechten Hand das Kreuz. Sie gab mir dann das Kreuz zurück. Ich nahm es und ging wieder auf das Podium. Dann sagte die Muttergottes: "Mache das Kreuzchen auf und küsse es!" Ich konnte es nicht aufmachen. Dann haben die Kinder zu mir gesagt: Ich solle sagen, liebe Muttergottes, gib mir die Kraft dazu. Ich sagte zur Muttergottes: "Gib mir Kraft dazu." Dann probierte ich das Kreuz aufzumachen und brachte es auf. (Öffnen einer Reliquienkapsel.) Dann küssten wir alle das Kreuz. Ich machte das Kreuz wieder zu. Nach längerem Beten sagte die Muttergottes: "Küsst auch außen das Kreuz!" Wir machten es. Dann stellten wir uns wieder hin. Nun segnete die Muttergottes vom Boden aus jedes einzelne Kind, das auf dem Podium stand. Später ging sie ganz nahe her zum Podium und machte jedem Kind mit dem Daumen ein Kreuz auf die Stirne, wobei sie zu jedem Kinde hinschwebte. Zuletzt, bevor sie wegging, sagte die Muttergottes: "Kinder, ich sag' es noch einmal: "Geht nicht allein in den Wald und auch nicht an den Rand des Waldes!" Die Muttergottes stand dann noch eine Zeit lang unten vor dem Podium und segnete zuletzt alle. Dann machten wir das Kreuz. Die Muttergottes wurde immer dunkler, wir sahen nur noch einen Schein und dann wurde auch dieser dunkler und verschwand.
Unten am Birkenwald hüpfte immer eine schwarze Gestalt herum. Heilmann sagte, indem sie ihr einen Kreuzpartikel entgegenhielt: "Satan, weiche von uns im Namen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit!" Dann ging er immer schneller hinter einen Baum. Der Bürgermeister von Thurn sagte dann, wir sollen mit ihm hinunter in den Birkenwald. Wir aber trauten uns nicht, gingen wohl ein Stück mit, dann sagte Herr Hölz: "Halt!" Wir blieben stehen. Herr Hölz sagte etwas und segnete mit dem Kreuze dreimal. Dann verschwand der schwarze Mann. Wir gingen auf den Berg hinauf und beteten drei 'Vater unser' und 'Ave Maria' und 'Ehre sei...' und gingen heim."
Maria Heilmann: "Um 12.00 Uhr mittags gingen wir (bestellt von gestern) auf das Podium hinauf. Wir sahen gleich die Muttergottes über den Birkenspitzen. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, langes blondes Haar, Krone mit drei Zacken, Hände nach oben gefaltet. Sie war in Lebensgröße. Dann schwebte die Muttergottes herauf bis einen halben Meter vor das Podium. Die Muttergottes sagte: "Reicht mir die Hand!" Wir gingen hinunter und gaben der Muttergottes die Hand und berührten den Saum ihres Kleides, da gab sie uns ein Kreuz auf die Stirne. Dann gingen wir wieder hinauf auf das Podium. Ich sagte: "Liebe Muttergottes, zeige uns ein Zeichen, dass es auch die Ungläubigen glauben." Antwort: "Bald." Dann sagte sie wieder: "Reicht mir die Hand und berührt den Saum meines Kleides!" Wir gingen zum zweiten Mal und taten dies. Wir gingen wieder hinauf. Erika Müller und ich fragten dann: "Liebe Muttergottes, dürfen wir deine Füße küssen?" (Die Muttergottes stand auf einer Wolke und war barfuß) – Antwort: "Ja." Wir gingen herunter und küssten ihre Füße. Erika Müller fragte: "Liebe Muttergottes, friert es Dich?" (Weil sie barfuß war und es war kalt) – Antwort: "Nein." Da gingen wir wieder hinauf auf das Podium. Ich fragte: "Liebe Muttergottes, kommst du heute Abend wieder?" – Antwort: "Ja, um dieselbe Zeit." (Wie sonst.) Dann fragte ich: "Liebe Muttergottes, darf ich deinen Rosenkranz anlangen?" – "Ja." Ich ging hinunter und berührte ihn. Wir gingen wieder hinauf auf das Podium und ich fragte: "Liebe Muttergottes, darf ich Deine Krone anlangen?" – "Ja." – Wir blieben auf dem Podium stehen und langten die Krone an. Die Krone war glatt. Ich berührte sie vorne an den Zacken. Dann ist die Muttergottes in die Höhe hinauf (ca. einen halben Meter) – wir standen auf dem Podium – und hat jedem Kind ein Kreuz auf die Stirne gemacht. Dann schwebte sie wieder auf den Boden. hinab und sprach: "Liebe Kinder, geht nicht mehr allein in den Wald, auch nicht an den Rand." Vorher sagte sie: "Am Sonntag sollen viele Leute kommen." Dann ging die Muttergottes fort und war auf einmal weg.
Da war der Teufel im Birkenwald unten gestanden, war bekleidet wie ein Mann; ganz schwarz. Ich nahm einen Kreuzpartikel, machte ein Kreuz und sprach: "Satan, weiche von mir im Namen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit." Da hat er sich versteckt hinter einen Baum. Dann gingen die Leute auf unser Rufen her. Da sagte der Teufel immer: "Liebe Kinder, kommt in das Birkenwäldchen herein!" Er sagte das immerfort. Einmal sagte er dann: "Liebe Kinder, kommt in das Birkenwäldchen herein, da werde ich euch etwas Schönes zeigen und geben!" Er sagte dies ein paarmal. Der Bürgermeister von Thurn sagte, wir sollen mit in den Birkenwald gehen. Fünfzehn Meter gingen wir mit ihm. Dann gingen wir mit Herrn Hölz. Ich tat meinen Rosenkranz heraus, den die Muttergottes angerührt hatte. Da versteckte sich der Teufel hinter einen Baum. Er spitzte hinter dem Baum vor. Ich habe dann gesagt: "Gelobt sei Jesus Christus." Da verschwand der Teufel. Da betete Herr Hölz. Der Teufel war auf einmal weg."
Irma Mehl: "Um 12.00 Uhr ging ich auf das Podium, sah gar nichts. Einige Kinder sagten zu mir, ich solle mit vom Podium herunter gehen und den Saum des Kleides der Muttergottes berühren. Ich ging mit hinunter. Da haben Betti und Antonie mir die Hand zum Saum des Kleides hingeführt. Ich fühlte das Kleid wie Seide an. Dann sagten oben auf dem Podium Antonie und Betti, ich soll mich hinknien, damit ich den Segen der Muttergottes empfange. Ich tat das. Nach einiger Zeit nahm Betti mir die Hand zum Berühren der Krone. Ich spürte, dass die Krone oben ganz glatt war. Betti sagte, ich soll mich hinknien, bis die Muttergottes mir das Kreuz auf die Stirne gemacht hat. Ich kniete mich hin, und spürte das Berühren der Hand der Muttergottes an meiner Stirne."
Antonie Saam: "Ich sah um 12.00 Uhr auf dem Podium die Muttergottes. Sie hatte weißes Kleid, schwarzen Rosenkranz, Krone. Sie war ohne Jesuskind. Die Muttergottes sagte zu mir: "Die Leute von Heroldsbach und Thurn sollen eine Wunde vertreten, wie es Herr Dr. Heil aus Bad Kissingen gelehrt hat." Die Muttergottes sagte noch: "Wer es tun will, soll bald von dort, wo ich gestanden bin, Erde mitnehmen." Weiter sagte die Muttergottes: "Am Sonntag sollen wieder viel Leute kommen. Da teile ich besonderen Segen aus." Zweimal ging ich vom Podium und gab der Muttergottes die Hand und berührte den Saum ihres Kleides. Zweimal machte mir die Muttergottes ein Kreuzlein auf die Stirn mit ihrem Daumen. Ich berührte auch die Krone an ihrer rechten Seite. Sie war glatt und glitzerte. Die Krone war etwas härter wie Papier. Ich berührte auch den schwarzen Rosenkranz an ihrer rechten Seite. Im Birkenwald stand der Teufel. Er sagte mit lauter Stimme: "Geht herunter zum Birkenwäldchen!" Er war schwarz angezogen wie ein Mann. Wenn Maria Heilmann den Kreuzpartikel hingehalten hat, versteckte er sich hinter einen Baum. Als Hölz den Rosenkranz hinhielt, ging er fort."
Kuni Schleicher: "Ich war um 12.00 Uhr auf dem Podium. Ich sah eine halbe Stunde lang die Muttergottes nicht. Da auf einmal stand sie vor uns – eineinhalb Meter. Sie hatte goldene Krone auf, blauen Mantel und weißes Kleid an. Die Muttergottes sagte: "Gebt mir die Hand und berührt den Saum meines Kleides." Wir gingen hinunter und machten dies. Irma Mehl ging auch mit. Wir gingen rückwärts auf das Podium. Als wir auf dem Podium waren, gab uns die Muttergottes den Segen und machte jedem das Kreuz auf die Stirn. Sie ging zu jedem einzelnen hin. Sie machte mir mit drei Fingern das Kreuz auf die Stirne. Dann ging sie wieder zurück auf ihren Platz und sagte, wir sollen ihre Krone berühren und ihr die Hand geben. Ich tat es. Ich berührte auch die Krone. Sie war glatt und rutschig. Eine Zeit lang war die Muttergottes noch da, dann verschwand sie nach einer Viertelstunde. – Vom Teufel im Birkenwald sah ich nichts."
Erika Müller: "Um 12.00 Uhr ging ich auf den Berg. Beim Hinaufgehen sah ich schon einen Schein über den Birken. Auf dem Podium sah ich die Muttergottes im Schein über den Birken. Dann kam sie näher bis einen Meter vom Podium weg. Wir gingen zu ihr herunter, nahmen sie bei ihrer Hand und berührten den Saum ihres Kleides. Die Muttergottes hatte goldene Krone, blondes Haar, weißes Kleid, blauen Mantel, auch die Füße konnte man sehen. Sie stand auf einer Wolke, war barfuß Die Muttergottes gab dann den Segen. Vorher fragte ich: "Liebe Muttergottes, gibst Du uns ein Zeichen?" – "Ja." – Die Muttergottes sagte: "Ich sage es euch zum letzten Mal, geht nicht zum Birkenwald und auch nicht zum Rand des Birkenwaldes!" Zu mir sagte die Muttergottes: "Weil ihr meinen Willen getan habt, werde ich Heroldsbach und Thurn beschützen." Dann sagte sie, wir sollen einen Bund schließen Wir berührten ihre Krone, welche rutschig war. Die Muttergottes sagte noch einmal, wir sollen nicht zum Birkenwald gehen. Dann verschwand sie. Dann kam bei den Birken unten ein schwarzer Mann. Er sagte: "Kommt herunter zum Birkenwäldchen! Ich zeige euch etwas Schönes." Maria Heilmann segnete mit dem Kreuzpartikel. Da hüpfte er und versteckte sich hinter den Bäumen. Als Herr Hölz mit dem Kreuz segnete, verschwand er. Der Teufel hatte einen Gaulsfuß. Ich habe mich verrecket gelacht. Zuerst war er schöner, dann hat er eine garstige Gestalt gemacht mit Gaulsfuß."
II. Allgemeiner Bericht vom 8. Februar 1950, abends 20.30 Uhr. Nach den privaten Aufzeichnungen von Pfarrer Gailer, der bei den Erscheinungen anwesend war, vom Verfasser mit aufgenommen. Es waren ungefähr 1.500 Menschen anwesend.
Als Herr Pfarrer hinauf ging, war die Muttergottes bereits vor dem Podium, einen Meter entfernt. Die Kinder standen bei der Muttergottes. Diese sagte: "Die Kinder sollen unten bleiben." Später gingen die Kinder auf das Podium. Der Rosenkranz wurde gebetet. Die Muttergottes sagte: "Die Kinder dürfen jetzt einen Blick in die Hölle tun." Beim zweiten Gesätz gehen die Kinder vom Podium herunter und geben der Muttergottes die Hand. Die Muttergottes segnete dann die von den Leuten hingehaltenen Rosenkränze. Der Andrang war sehr groß, weil jeder seinen Rosenkranz gesegnet haben wollte. Das Gebet war unterbrochen. Die Muttergottes sagte: "Wenn die Leute nicht weg gehen, gehe ich fort." Beim vierten Gesätz gingen die Kinder wieder auf das Podium. Beim fünften Ave des vierten Gesätzes hat die Muttergottes alle gesegnet. Beim fünften Gesätz sagte Erika Müller: "Wir dürfen jetzt der Muttergottes ihre Füße anrühren." Die Kinder gingen vom Podium wieder herab. Beim dritten Ave berühren Erika, Maria und Betti die Füße der Muttergottes, die auf einer Wolke unten stand am Boden. Dann gehen sie wieder auf das Podium. Bei Beginn der Litanei gehen die Kinder wieder vom Podium herunter und erhalten von der Muttergottes ein Kreuz auf die Stirne. Zu Antonie Saam sagte die Muttergottes: "Wenn ihr nicht so weiter betet, ist das Unglück nicht mehr fern." Beim 'O du Lamm Gottes...' sagte die Muttergottes, sie will nach beiden Seiten einen besonderen Segen geben. Dann sagte sie: "Nach der Litanei dürfen die Kinder die Hölle sehen." Die Muttergottes breitete dann die Arme aus nach rechts und links. (In Orantenstellung.) Die Kinder sehen dann über dem Birkenwäldchen ein großes Flammenmeer. (Höllenvision.) Es wurde gebetet: 'Unter deinen Schutz und Schirm...' In dem Flammenmeer war der Teufel und machte Sprünge. Er hatte einen Pferdefuß. Andere Teufel sausten in dem Flammenmeer herum. Menschen mit Gesichtern von Tieren krabbelten herum in dem Flammenmeer. Entsetzen erfüllte die Kinder. Maria Heilmann drehte sich auf dem Podium um und sagte: "Das kann ich nicht anschauen." Ebenso bat Gretel Gügel die Muttergottes: "Liebe Muttergottes, nimm das weg, ich kann es nicht mehr anschauen." Sie drehte sich herum und hielt ihr Gesicht zu. Maria schaute dann aber wieder hin. Die Muttergottes breitete dann wieder ihre Arme aus über das Flammenmeer, das dann verschwand. Die Muttergottes sagte: "Lasst euch ja nicht verführen von dem bösen Feind!" Beim Singen der Strophe 'Und das Wort ist Fleisch geworden' segnete Maria die Priester. Bei dem 'Vater unser' für die armen Seelen hörten die Kinder eine Stimme vom Teufel: "Die Muttergottes ist im Birkenwald." Beim zweiten 'Vater unser' ging die Muttergottes weg. Der Teufel hüpfte im Birkenwald herum. Beim Hinhalten des Rosenkranzes versteckte er sich. Die Kinder beteten: Gelobt sei Jesus Christus, dann verschwand der Teufel.
Donnerstag, 9. Februar 1950, abends 20.30 Uhr. (Ungefähr 4.500 Menschen waren auf dem Berge.) Schon um 20.10 Uhr abends kam die Muttergottes von Birkenwald herunter und stand 1,5 Meter vor dem Podium. Die Kinder gingen beim Beginn des Rosenkranzes vom Podium herunter, gaben der Muttergottes die Hand und berührten ihr Kleid. Dann gingen die Kinder zurück auf das Podium. Da sagte die Muttergottes: "Kinder, heute dürft ihr einen Blick in den Himmel tun. Dann will ich die Kinder, die auf dem Podium sind, einzeln segnen." Die Kinder knieten sich einzeln nieder und empfingen den Segen. Beim ersten Gesätz des Rosenkranzes sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen alle zum Birkenwäldchen schauen." Sodann: "Liebe Kinder, ich gebe bald ein Zeichen, es dauert nicht mehr lange." Diese Worte haben drei Kinder gehört: Antonie Saam, Erika Müller und Maria Heilmann. Gegen Mitte des ersten Gesätzes hat die Muttergottes gesegnet. Die Muttergottes sagte: "Geht nicht mehr zum Birkenwäldchen, dort seid ihr in Gefahr! Der Böse handelt mit euch. Liebe Kinder, lasst euch ja nicht vom Teufel fangen!" (Bei diesen Worten der Muttergottes sahen die Kinder den Teufel am Ende des Birkenwaldes.) Beim zweiten Gesätz sagte der Teufel: Wir sollen nicht mehr beten, das nützt euch nichts. Diese Worte des Teufels dröhnten vom Birkenwald herüber. Die Muttergottes sagte: "Wenn ihr in Gefahr seid, ruft mich an! Wenn der Teufel sagt: Ihr sollt nicht mehr beten, glaubt es nicht, er will euch nur verführen!" Beim dritten Gesätz verschwand beim sechsten 'Ave Maria' die Teufelsgestalt. Dann sagte die Muttergottes: "Ich will euch Kinder beschützen, solange ihr lebt. Liebe Kinder, ihr müsst noch viel leiden, bis ihr zu mir in den Himmel kommt." Beim vierten Gesätz sagte die Muttergottes: "Glaubt nur nicht dem Teufel!" Beim dritten 'Ave Maria' sagte die Muttergottes: "Kinder, kommt herunter und gebt mir die Hand und berührt den Saum meines Kleides, ich werde euch ein Kreuz auf die Stirne machen, das soll ein besonderer Segen sein." "Am Ende des Rosenkranzes dürft ihr in den Himmel sehen." Dann sagte die Muttergottes: "Die Irma Mehl soll heruntergehen, sie bekommt auch den Segen." Sie ging herunter und erhielt den Segen. Bei Beginn des fünften Gesätzes sagte die Muttergottes: die Leute sollen zurückgehen, sonst geht sie fort. Weiter sagte sie: "Es freut mich, dass der Herr Schmitt ein wenig Platz gemacht hat." Kuni Schleicher sagte zur Muttergottes: "Ich freue mich, dass ich in den Himmel schauen darf." Die Muttergottes sagte: "Im Himmel ist es viel schöner als hier auf Erden. Jetzt dürft ihr bald in den Himmel schauen."
Die Muttergottes breitete ihre Hände aus nach rechts und nach links. Bei Beginn der Litanei sahen sie den Himmel aufgeben. Die Wolken gingen auseinander. Die Muttergottes geht in den Himmel hinauf und gibt den Segen. Die Kinder sehen einen Thron. Die Muttergottes sitzt darauf. Drei Gestalten stehen neben dem Thron. (Später sagte eine Stimme: "Das sind drei Engel.") Die Kinder sind voll Erstaunen und Entzücken. Sie sehen dann die Heiligste Dreifaltigkeit. Die Muttergottes sitzt neben der Heiligsten Dreifaltigkeit und hat in der Hand ein Zepter. Dann stand in Menschengestalt Jesus in Lebensgröße auf und ging an der Muttergottes vorüber. Die Muttergottes gab den Segen. Der Himmel ist zu. (Himmelsvision) – Nach der Litanei am Schluss: Die Muttergottes hat vom Himmel noch einmal hergeschaut und gesagt: "Gelobt sei Jesus Christus." Dann hat sich der Himmel geschlossen. Vor dem 'Engel des Herrn' war Schluss. (Bericht von Pfarrer Gailer, der am Erscheinungshügel anwesend war, nach seinen privaten Aufzeichnungen.)
Bericht des Verfassers über die Höllen- und Himmelsvisionen nach eigenem Verhör der Kinder am Donnerstag, 16. Februar 1950.
Erste Höllenvision: Kuni Schleicher sah die brennenden Flammen über dem Birkenwäldchen, häuserhoch und ganz rot. Dieses Flammenmeer sahen auch Erika und Gretel, auch Maria. In dem Flammenmeer waren scheußliche Tiere, der Teufel trieb die Tiere im Kreise herum. Gretel konnte es nicht lange ansehen, es war zu schrecklich, so sagte sie zu mir: "Beim Zusehen stand mir das Wasser in den Augen." Antonie hielt sich den Muff vor die Augen. Maria Heilmann drehte sich herum und sagte: "Ich kann es nicht anschauen." Gretel sagte: "Liebe Muttergottes, lass dieses Feuer verschwinden, dass ich es nicht mehr sehe." Gretel sah die Vision ca. zwei bis drei Sekunden, da sie nicht mehr hinüber schaute. Die anderen Kinder sahen sie ca. eine Minute.
Zweite Die Himmelsvision: "Sie war das Schönste, das wir in unserem Leben gesehen haben." Gretel, Kuni, Erika, Maria, Betti und Antonie sagen dies zu mir gleich zu Beginn des Verhörs. Der Himmel öffnete sich, Wolken taten sich auseinander. Drei Gestalten (Engel) holten die Muttergottes am Himmelstor ab und geleiteten sie auf einen Thron. Sie saß auf dem Thron, hatte da ein Zepter in der Hand. Als die Muttergottes auf dem Throne saß, ist der Heiland vorbeigegangen und hat eine Handbewegung gemacht. (Gretel Gügel)
Antonie: "Ich sah drei Gestalten auf einem großen Thron sitzen und die Muttergottes setzte sich neben diese auf denselben Thron. Die Gestalt in der Mitte hatte einen goldenen Stab. Die Engel sind im Kreise herum und ich sah sie mit Posaunen im Mund."
Erika: "Ich sah die Muttergottes, wie sie in den Himmel ging, drei Engel holten sie ab. Sie setzte sich auf einem langen Thron. Rechts draußen war die Muttergottes. Ich sah zwei Gestalten und in der Mitte von diesen zwei Gestalten eine Taube." (Dreifaltigkeit.)
Betti: "Ich sah das Gleiche wie Antonie."
Kuni: "Ich sah, wie die Muttergottes nach Öffnen eines großen Tores in den Himmel ging. Drei große Gestalten kamen. Ich wusste nicht, was dies ist, fragte die Muttergottes, wer diese seien. Sie sagte: "Es sind drei Engel." Diese begleiteten die Muttergottes in den Himmel. Auch kleine Engel waren dabei. Die Zahl kann ich nicht angeben. Weiter sah ich nichts."
Nach der Aussage der Kinder war der Himmel so hell, dass es ein solches Licht überhaupt nicht auf der Welt gibt. Es war so herrlich, dass man es nicht beschreiben kann, dass es auf Erden nichts so Schönes gibt. Die Kinder staunen vor Freude. Wir sahen den Himmel ca. zehn Minuten, er war sehr schön, wir hätten am liebsten viel länger hineingesehen. Kuni Schleicher sagte: "Jetzt gehe ich mit. Am liebsten wären wir alle gleich mit in den Himmel gegangen."
Freitag, 10. Februar 1950. Erika Müller und Gretel Gügel erhalten von der Muttergottes ein Geheimnis.
Allgemeiner Bericht: Schon um 20.00 Uhr abends war die Muttergottes vor dem Podium. Sie hatte goldene Krone, weißes Kleid, blauen Mantel, auf den Füßen rote Rosen (je eine). Sie stand auf einer rundlich weißen Wolke und hat mehrmals gesegnet. In der Mitte des ersten Gesätzes des Rosenkranzes sagte die Muttergottes, die Kinder sollen heruntergehen, ihr die Hand geben und den Saum ihres Kleides berühren. Zu Gretel Gügel sagte sie: "Es gefällt mir, dass du nur einige Rosenkränze mitgebracht und die anderen zu Hause gelassen hast." (Weil die Leute gestritten haben und großes Gedränge war. Die Rosenkränze wurden vertauscht und verloren.) Am Schluss des zweiten Gesätzes segnete die Muttergottes. Beim dritten Gesätz sagte sie, dass sie morgen in acht Tagen das letzte Mal kommt. (Samstag, 18. Februar 1950, Oktavtag von Apparitio B.M.V.) Sie kommt dann erst im März wieder. Beim Beginn des vierten Gesätzes sagte die Muttergottes: Die Kinder sollen herunter kommen und ihr die Hand geben. Nach einiger Zeit sagte sie: Irma Mehl soll auch herunter kommen und ihr die Hand geben. Gegen Ende des vierten Gesätzes gingen die Kinder wieder auf das Podium. Beim fünften Gesätz segnete die Muttergottes das Volk nach beiden Seiten. Die Muttergottes sagte: "Die Leute sollen Platz machen. Ich werde das Zeichen recht bald geben. Am Sonntag sollen viele Leute kommen. Dann erteile ich einen besonderen Segen." Bei der Litanei sagte die Muttergottes, dass sie den Segen am Sonntagnachmittag- und Abend austeilen werde. Bei 'Du weiseste Jungfrau' erteilte die Muttergottes den Segen und sagte dann: "Wenn es die Leute nicht glauben, sollen sie zu Hause bleiben." Bei 'O du Lamm Gottes' hat sich die Muttergottes auf beide Knie gekniet und auf die Brust geklopft. Sie hat gesagt: "Auch morgen sollen viele Leute kommen. Die Kinder dürfen meine Füße und die Rosen auf den Füßen küssen." Bei 'Du reinste Jungfrau' breitete die Muttergottes die Hände aus und sagte: "Euer Gebet hat mich erfreut." Vor dem 'Engel des Herrn' sagte die Muttergottes: "Ich habe den Teufel kommen lassen, um die Kinder zu prüfen." Bei 'Und das Wort ist Fleisch geworden' hat sich die Muttergottes niedergekniet und an die Brust geklopft. Sie sagte: "Liebe Kinder, darf ich euch ein Geheimnis anvertrauen?" Herr Schmitt sagte zu den Kindern: "Sagt Ja! Und bittet um die Gnade, dass ihr es bewahrt!" Während eines 'Vater unser' darf jedes Kind die Hand der Muttergottes küssen. Die Muttergottes blieb immer noch da. Wir beteten drei 'Ave Maria' und 'Glaube an Gott Vater'. Plötzlich steigt sie während der drei Ave zum Himmel hinauf. Engel begleiten sie. Sie segnet noch einmal. Dann ging sie in den Himmel. Die Muttergottes sagte das Geheimnis zuerst der Erika Müller und dann der Gretel Gügel. Diese schrieben es auf (3/4 Seite hat jedes geschrieben) und haben es im verschlossenen Kuvert Herrn Pfarrer am Sonntag, 12. Februar, abgegeben. Er soll nach den Worten der Muttergottes es in einem eisernen Schrank aufbewahren, und erst dann soll es geöffnet werden, wenn die Kinder es Herrn Pfarrer sagen. (Bericht vom 10. Februar nach den privaten Aufzeichnungen von Herrn Pfarrer Gailer und Herrn Schmitt; die Bemerkungen bezüglich der Geheimnisse vom Verfasser, nach dem, was er hierüber gehört hat.)
Samstag, 11. Februar 1950. Fest Apparitio B.M.V. Bericht des Verfassers, der selbst anwesend war. Um 20.15 Uhr abends Andacht. Seit 20.00 Uhr abends stand die Muttergottes vor dem Podium. Sie kam vom Birkenwald herunter. Dann mussten die Leute Platz machen und sie hat gleich verlangt, dass die Kinder ihr die Hand geben. Sie sagte zu Antonie Saam: Die Kinder sollen einzeln heruntergehen, sie will sie segnen und ihnen die Hand geben. Sie hat jedes Kind einzeln gesegnet. Dann segnete sie das ganze Volk. Die Muttergottes sagte: Die Leute sollen den Weg freimachen, sonst würde sie weggehen. Dann sagte die Muttergottes. "Die Leute sollen zum Birkenwald hinübersehen." Die Kinder sollen einzeln der Muttergottes die Hand geben. (Antonie Saam) Die Muttergottes machte jedem Kind ein Kreuz auf die Stirne. Sie hat dann zweimal gesagt: Die Leute sollen mehr auseinander gehen und die Kinder nicht so drücken, dass diese besser zur Muttergottes gehen können. Die Muttergottes segnete die Leute. Sie sagte dann, die Kinder sollen die Rosen an ihren Füßen berühren. (Es waren zwei wirkliche, rote Rosen, je eine auf einem Fuß.) Die Muttergottes hat gesagt, wir sollen auf das Podium. Die Leute sollen Platz machen. Jedes Kind soll einzeln ihre Krone berühren. Sie taten dies. Die Muttergottes sagte: Die Kinder sollen vom Podium herunter gehen, damit sie mehr Platz haben. Die Kinder wurden dann einzeln von der Muttergottes gesegnet. Ferner: Es sollen ein paar Leute vom Podium hinunter gehen, damit die Kinder mehr Platz haben. Ich möchte nicht, dass ihr da sehr bedrängt werdet. Die Kinder sollen ihren Rosenkranz berühren. Sie sagte, sie möchte den Kindern ein Kreuz auf die Stirne machen, bevor sie weggeht. Sie sagte weiter: Jedes Kind soll einzeln heruntergehen und der Muttergottes ein Kreuz auf einen Fuß machen. Beim Gebet 'O du Lamm Gottes' kniete die Muttergottes nieder. Die Muttergottes sagte vier bis fünfmal: "Alle Leute sollen vom Podium herunter gehen außer Herr Pfarrer und Professor Walz." Die Muttergottes segnete alle Rosenkränze auf ausdrückliche Bitten und hat Weihwasser ausgespritzt. Die Muttergottes sagte: "Ich werde alle diejenigen, welche für mich kämpfen, durch etwas anderes Besonderes segnen." (Kuni Schleicher) Die Muttergottes sagte dann, die Kinder sollen ihr Haar berühren. Sie berührten es von oben (Podium) aus. Nach Angabe der Kinder ist das Haar wellig, reicht bis zum Ellbogen, fühlt sich weich. Die Muttergottes sagt weiter: "Euer Gebet hat mich heute gefreut. Wenn die Leute so fest weiter beten, werde ich Heroldsbach-Thurn und das ganze Bayernland beschützen."
Die Muttergottes hat beim Beten der 'Vater unser' für verschiedene Kranke und Anliegen gesegnet. Sie sagte dann zu Erika Müller: "Wenn der Inhalt des Geheimnisses eingetreten ist, sollen sie den Brief öffnen." Sie sagte ferner: "Gebt mir noch einmal die Hand, berührt meine Krone, Haar, Hände, Kleid, Füße und Rosen." Beim letzten 'Ave Maria' sagte sie: Wir sollen die Füße noch einmal berühren. Die Leute sollen zum Birkenwald hinüber schauen. Sie segnete oben im Himmel noch einmal, ist jetzt weg, schwebt zum Birkenwald und ist in den Himmel aufgefahren. Kleine Engel haben sie geholt. "Morgen um halb drei Uhr sollen die Leute wieder herkommen", hatte sie vorher noch gesagt. "Morgen werden die Leute einen besonderen Segen erhalten." Die Kinder riefen beim Himmelöffnen: "Oh, oh!" Rufe des Erstaunens über die Schönheit des Himmels. Verfasser ließ durch Kuni Schleicher zweimal die Muttergottes bitten: "Liebe Muttergottes, ich bitte Dich, segne unseren Herrn Erzbischof und die Erzbischöfliche Kommission, damit sie erleuchtet werden und an Deine Erscheinung hier glauben." Beide Male auch nach längerem Warten keine Antwort. Die Muttergottes hat meinen Rosenkranz (Verfasser) besonders gesegnet. Kuni Schleicher hat ihn um ihre rechte Hand geschlungen und der Muttergottes hingereicht zum Segen. Die Muttergottes hat den Rosenkranz angefasst und an der Hand der Schleicher vorgeschoben, dann etwas hochgehoben und wieder zurückgeschoben, nach Angabe der Kuni Schleicher. Herr Messbacher von Thurn kann eidlich bezeugen, dass er den Rosenkranz in der Luft schweben sah. Rosa Bradl hat gespürt, wie die Muttergottes das Kreuz ihr auf die Stirne gemacht hat. "Ich habe auch das Kleid gespürt." (Hat sich fein gefühlt.) "Habe die Muttergottes nicht gesehen."
Sonntag, 12. Februar 1950. Es waren 12.000 Menschen anwesend. Verfasser war selbst anwesend und hat das Verhör der Kinder mit Herrn Pfarrer Gailer durchgeführt, Bericht vom Verfasser.
I. Nachmittags 14.30 Uhr.
a) Allgemeiner Bericht. (Vom Verfasser.) Die Kinder sehen unten über dem Birkenwald die Muttergottes mit Jesuskind. Die Muttergottes hatte goldene Krone, das Jesukind kleine Krone, sonst alles wie gewöhnlich. Sie schwebte herauf bis auf 1,5 Meter vor dem Podium. Beim Heraufgehen segnete sie das Volk nach allen Seiten. Die Muttergottes steht nach wenigen Minuten vor uns. "Die Leute sollen auseinander gehen." Sie gibt einen besonderen Segen den Leuten und besprengt das Volk mit Weihwasser nach Aussage der Kinder. Das Jesuskind hat nachher gesegnet. "Die Kinder sollen herunter gehen und ihrem süßen Kinde die Hand geben." Die Kinder geben einzeln die Hand. Die Muttergottes will die Rosenkränze segnen. (Sagt Kuni Schleicher.) Sie segnet und besprengt sie mit Weihwasser. Aufforderung: Zum Birkenwald zu sehen. (Nochmalige Aufforderung.) Sie sollen der Muttergottes und dem Jesukind ein Kreuzzeichen auf die Stirne machen. Die Kinder taten dies, und machten auch das Kreuz auf einen Fuß der Muttergottes. Sie knieten dabei nieder, wenn sie den Fuß bekreuzten. "Wenn das Volk in Not ist, dann soll es mich anrufen", sagte dann die Muttergottes. Um 15.00 Uhr schwebte sie zum Birkenwald. Vorher sagte sie, die Kinder sollen auf das Podium gehen. Die Muttergottes will uns das Kreuz auf die Stirne machen. Sie tat dies. Über dem Birkenwald blieb sie noch kurz. Sie segnete nochmals das Volk und schwebte in den sich öffnenden Himmel.
b) Einzelverhör der Kinder.
Maria Heilmann: "Um 14.30 Uhr nachmittags sah ich auf dem Podium nach ca. fünf Minuten die Muttergottes über den Birkenspitzen mit Jesukind, in Lebensgröße Sie hatte weißes Kleid, blauen Mantel, langes blondes Haar, herabhängend, eine Krone. Jesukind hatte rosa Kleid, blonde Locken, kleine Krone. Sie schwebte mit dem Jesukind herunter auf das Podium zu. Bei den Leuten angekommen, gab sie den Segen nach beiden Seiten an die Leute. Sie sagte dann: Die Leute sollen zum Birkenwäldchen hinüber schauen. Dann: "Gebt meinem Kinde die Hand und berührt mein Gewand!" Wir taten dies unten. Dann gingen wir auf das Podium. Die Muttergottes sprach: "Ich möchte nicht, dass ihr getrennt werdet." Sie sagte dann: "Ich sage es noch einmal, die Leute sollen zum Birkenwäldchen hinüber schauen." Hierauf: "Liebe Kinder, kommt vom Podium herunter und gebt mir eure Hand und berührt mein Gewand." Wir taten dies. Dann gingen wir wieder auf das Podium. Nun sprach die Muttergottes zu mir: "Liebe Kinder, kommt herunter und berührt meine Füße und die Rosen!" Wir taten auch dies und blieben dann unten. Sie sagte dann: "Die Leute sollen zurückgehen", dann: "Liebe Kinder, berührt meinen Rosenkranz und meine Krone, mein Gewand und die Krone meines Kindes und die Hände des Jesuskindes." Wir taten dies. Sie sagte dann: Wir sollen ihr Haar berühren. (Haar war wellig, hing nach hinten herunter, etwas nach vorne.) Dann gab sie dem Volke den Segen. Hierauf sagte sie: "Ich will jedes Kind einzeln segnen." Sie tat dies. "Ich danke den Leuten, dass so viele gekommen sind." Dann gab sie noch einmal den Segen. Nach dem Schluss des Rosenkranzes schwebte sie empor, zum Birkenwäldchen hinauf, dann zum Himmel, eine Wolke öffnete sich, drei kleine Engel standen dort. Die Muttergottes drehte sich herum und gab nochmals den Segen und verschwand. Die weiße Wolke schloss sich wieder. – Die Muttergottes stand vor dem Podium auf einer weiß-rosa Wolke, 80 cm Durchmesser und ca. 25 cm Höhe. Die Engel hatten weißes Kleid und blondes Haar."
Gretel Gügel: "Um 14.30 Uhr ging ich auf den Berg, ging auf das Podium, sah bald oberhalb der Birken einen Schein, gleich darauf die Muttergottes mit Jesukind. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, Krone, blondes Haar, war barfuß, hatte zwei Rosen auf den Füßen. Das Jesukind hatte kleine Krone, war barfuß, hatte weißes Kleid, blondes Haar mit schönen Locken. Dann schwebte sie von den Birken herunter auf den Boden, blieb stehen, schwebte weiter bis zum zweiten Lichtmast, blieb stehen, schwebte dann herauf zum Anfang der Leute (südliche Grenze der aufgestellten Menschenmenge), ist wieder stehen geblieben, konnte nicht herein. Die Leute mussten Platz machen, dann kam sie herauf bis 1,5 Meter vor das Podium. Bald sagte sie: "Gebt meinem süßen Kinde die Hand!" Wir gingen hinunter und taten dies. Dann blieben wir unten stehen. Sie sagte: "Berührt mein Kleid, meine Haare und meine Krone!" Wir beteten weiter. Nun sagte sie: "Berührt auch meinem süßen Kinde das Haar und gebt ihm die Hand!" Wir machten dies. Dann beteten wir weiter. Die Muttergottes sagte: "Macht auf unseren Füßen ein Kreuzchen, so wie ich immer segne!" Wir taten dies, auf je einen Fuß ein Kreuzchen. Wir beteten weiter. Sie segnete alle, drehte sich dabei herum. Wir beteten weiter. Dann sagte sie: "Berührt auch meine Krone und auch die Krone meines Kindes!" Wir machten dies. Wir gingen wieder auf das Podium und beteten. Nun hat sie gesagt: "Jetzt gebe ich euch meinen besonderen Segen." (Gestern angekündigt.) Dann hat sie gesegnet, langte unter ihren Mantel, tat etwas heraus und spritzte es aus. (Wahrscheinlich Weihwasser.) Wir beteten weiter. Sie sagte: "Gebt mir noch einmal eure Hand, berührt mein Kleid, meine Krone und mein Haar und auch bei meinem süßen Kinde die Krone und das Haar." Wir machten dies. Dann beteten wir wieder weiter. Zuletzt vor dem Weggang segnete sie noch einmal alle und sagte: "Jetzt gehe ich fort." Sie schwebte dann hinüber zu den Birken. Dort oben blieb sie noch eine Zeit lang, segnete wieder das Volk und schwebte in den Himmel. Der Himmel ging auf, Englein holten die Muttergottes ab. Als die Muttergottes im Himmel war, sind die weißen Wolken wieder zusammen.
Nachtrag: Beim Heraufgehen durch die Leute hat die Muttergottes nach links und rechts gesegnet. (NB: Das Jesukind segnete immer, nur beim besonderen Segen segnete die Muttergottes mit der rechten Hand, hatte das Jesukind zuvor auf die linke Hand getan, nach dem Segen wieder auf die rechte Hand.) Die Muttergottes sagte zu mir: Um halb sechs kommt sie nicht, erst um halb neun.
Kuni Schleicher: "Um 14.30 Uhr gingen wir auf das Podium. Nach kurzer Zeit kam die Muttergottes zuerst über den Birken, mit Jesukind, dann schwebte sie herauf. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, goldene Krone. Das Jesukind weißes Kleid, goldenes Krönlein. Beim Heraufkommen gab das Jesukind nach rechts und links den Segen. Sie kam bis 1,5 Meter vor das Podium; stand auf einer hellen Wolke. Sie sagte: Wir sollen dem Jesukind die Hand geben und der Muttergottes, und wir berührten den Saum des Kleides der Muttergottes und auch die roten Rosen auf ihren Füßen. Wir blieben unten stehen. Nach einiger Zeit berührten wir wieder die Krone, den Saum und das Haar und die Rosen. Dann gingen wir wieder zurück und blieben unten stehen. Dann sagte sie: "Ich will jetzt den Leuten ihren Rosenkranz weihen." Dann wurde dieser geweiht. Das Jesukind segnete die Rosenkränze und besprengte sie mit Weihwasser. Dann beteten wir weiter. Die Muttergottes machte mir das Kreuz auf die Stirne. Ich reichte ihr einen Bündel Rosenkränze. Sie hat sie aufgehoben. Dann sagte Erika: "Die Muttergottes will jetzt zum Birkenwäldchen gehen. Wir sollen jetzt auf das Podium, damit wir die Muttergottes besser sehen." Wir stiegen dann hinauf. Als ich auf dem Podium war, stand die Muttergottes über den Birken, wie immer, in Lebensgröße, mit Jesukind. Genauso gekleidet wie oben beim Podium. Gegen Schluss der Andacht war sie auf einmal weg. Die Muttergottes sagte zu ihr: "Heute Abend darf Rosa Bradl mich sehen."
Irma Mehl: "Ich sah heute gar nichts, war auf dem Podium. Ich durfte wiederholt die Krone usw. berühren, spürte aber nichts." (Gestern spürte sie etwas.)
Erika Müller: "Um 14.30 Uhr auf dem Podium sah ich die Muttergottes über den Birken mit Jesukind. Aussehen wie sonst. Jesukind: Blonde Locken, goldener Reif über dem Haupt, weißes Kleid, Rosen auf den Füßen. Sie schwebte herunter auf den Boden, dann herauf bis einen halben Meter vor uns, beim Heraufgehen segnete das Jesukind. Sie sagte dann: Wir sollen herunter gehen und von ihrem Kind die Hand berühren. Wir taten dies. Wir rührten die Rosen, die Füße von der Muttergottes und Jesukind an, die Haare von Muttergottes und Jesukind. Sie teilte den besonderen Segen aus. (Muttergottes, nicht das Jesukind.) Ich glaubte, die Muttergottes segnete mit der rechten Hand und hatte das Jesukind etwas zurückgehalten. Sie sagte auch, wir sollen ihr nochmals die Hand geben, weil sie zu den Birken geht. Sie hat mir vorher auch ein Kreuz auf die Stirne gemacht. Auf den Birken blieb sie mit Jesukind noch eine Zeit lang, gab nochmals (Jesukind) den Segen und verschwand. In den Himmel fahren sah ich sie nicht."
Betti Büttner: "Um 14.30 Uhr war ich auf dem Podium, sah die Muttergottes und Jesukind über den Birken. Sie schwebte herunter und kam herauf bis 1,5 Meter vor unser Podium. Sie stand vor uns mit Jesukind, gekleidet wie immer. Jesukind war weiß und hatte eine kleine Krone. Sie sagte: Wir sollen heruntergehen und ihr und ihrem Kinde die Hand reichen. Wir taten dies. Dann ging ich wieder aufs Podium. Bald sagte sie: "Ich möchte haben, dass kein Gedränge ist und die Leute sollen auseinander gehen – ich möchte jedes Kind einzeln segnen." Später sagte die Muttergottes zu Erika, wir sollen nochmals hinunter gehen und ihr und dem Jesukind die Hand reichen, weil sie weg will. Wir taten dies. Dann ging ich auf das Podium und sah, wie sie hinüber zu den Birken schwebte. Drüben segnete nochmals das Jesukind. Dann war sie auf einmal weg."
Antonie Saam: "Um 14.30 Uhr war ich auf dem Podium. Ich sah gleich die Muttergottes über den Birken mit Jesukind. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid und Krone. Jesukind hatte weißes Kleid, nichts auf dem Haupte. Die Muttergottes sagte: Die Leute sollen auf Seiten gehen, damit sie herauf kann. Sie schwebte herauf, beim Durchgehen durch die Leute segnete das Jesukind nach beiden Seiten. Während des ersten Rosenkranzgesätzes sagte die Muttergottes, sie will den Leuten den besonderen Segen geben und ein hochheiliges Wasser ausspritzen. (Das Jesukind hat den Segen gegeben, die Muttergottes das Weihwasser ausgespritzt. Die anderen Kinder sagten: "Die Muttergottes hat den besonderen Segen gegeben.") Wir berührten zuerst die Hand der Muttergottes und dann des Jesukind, reichten links und rechts die Hand. Wir berührten auch den Saum des Kleides. Ich sah auch die Rosen. Gretel, Erika und Kuni durften der Muttergottes und dem Jesukind ein Kreuzzeichen auf die Füße machen. Die drei genannten Kinder standen unten. Die Muttergottes sagte zu mir: Wir sollen auf das Podium gehen, sie wolle uns ein Kreuzchen auf die Stirne geben. Sie tat dies. Sie segnete zuletzt das Volk noch einmal. Sie sagte zu mir: "Wenn das Volk in Not ist, soll es mich anrufen." Zuletzt schwebte sie auf die Birken, segnete nochmals und verschwand."
Rosa Bradl war auch da, hat aber nichts gesehen. (Die Privatoffenbarung machte eine Wandlung und Entwicklung durch: Anfangs war Antonie Saam eine Hauptperson, dann Rosa Bradl, jetzt Gretel Gügel, Erika Müller und neuestens Kuni Schleicher. Entwicklung: Fernerscheinungen, 8. Dezember mit Sonnenwunder, Weihnachtsvisionen, Naherscheinungen und inniger Verkehr mit der Muttergottes.)
II. Abends 20.30 Uhr.
a) Allgemeiner Bericht von Herrn Pfarrer Gailer. Sechs Minuten über 20.00 Uhr schwebte die Muttergottes vom Birkenwald herunter und sagte, die Leute sollen vernünftig sein. Sie geht unten herein und segnet nach rechts und nach links und blieb 1,5 Meter vom Podium entfernt stehen. Bei den 'Ave Maria' sagte die Muttergottes: Die Kinder sollen ihr die Hand geben, und den Saum ihres Kleides berühren. – Dann sagte sie: Die Kinder sollen ihr die Hand geben und den Saum ihres Kleides berühren. Es ist schön, dass die Leute so Platz gemacht haben. – Die Muttergottes lässt sagen: Wenn Herr Erzbischof und die Kommission noch nicht glauben, so werde ich sie strafen (ohne Aufforderung gesprochen), das sollt ihr dem Pfarrer, Dr. Heil und Schlötzer sagen. – Dann sagte die Muttergottes: Die Leute mögen noch etwas zurückgehen, damit die Kinder Bewegungsfreiheit haben. – Dann sagte sie: Sie kommt morgen wieder. Auf die Frage, ob Herr Hölz nochmals die Kinder verhören soll, sagte sie: "Nein." Dann sagte sie: "Die Leute sollen zum Birkenwäldchen hinschauen. (Damit sie mehr gesammelt bleiben.) Die Kinder sollen näher kommen. Kommt, berührt die Rosen und meine Füße!" Beim 'Glaube an Gott Vater' hat sie gesagt: "Die Rosa Bradl darf einen Blick auf die Muttergottes werfen. (Zu Erika Müller.) Die Leute sollen noch etwas mehr auf die Seite gehen." Dann sagte die Muttergottes: Die Kinder sollen ihren Rosenkranz, ihre Haare und ihre Krone berühren." Während des ersten Gesätzes sagte die Muttergottes: "Kinder, geht auf das Podium hinauf, dann werde ich näher zu euch hintreten. Ich danke für euer Gebet." Die Kinder gingen hinauf. Die Muttergottes kommt näher und steht vor dem Podium. Die Kinder sollen ihre Krone, ihr Haar und ihre Hände berühren. Kuni Schleicher hat auch ihren Rosenkranz berührt. Die Muttergottes sagte: Die Kinder sollen ihre Hand küssen. Während des zweiten Gesätzes: Beim Lied machte die Muttergottes den Kindern ein Kreuz auf die Stirne und sagte: Sie will jedes Kind einzeln segnen. Die Muttergottes sagte, dem Pfarrer soll gesagt werden: Sie gibt jetzt allen Leuten den Segen mit hochgeweihtem Wasser. Ebenso segnet sie die Rosenkränze. Die Kinder spüren das Weihwasser. Die Muttergottes sagte noch einmal: "Die Leute sollen zum Birkenwäldchen schauen." Dann sagte sie: Wenn die Leute so weiter beten, werde sie Heroldsbach und Thurn und das ganze Bayernland beschützen. "Der Segen, um den mich die Leute gebeten haben, wird ihnen von ganz besonderem Nutzen sein. Was ich gesagt habe, soll Herr Pfarrer den Leuten verkünden." Die Muttergottes will den Kindern ein Kreuz auf die Stirne machen. Deshalb befahl sie, die Kinder sollen beim dritten Gesätz von dem Podium herunter und die Muttergottes machte ihnen ein Kreuz auf die Stirne. Dann hat sie gesagt: "Ich sage es noch einmal, die Leute sollen zur Seite gehen." Die Kinder sind dann wieder hinaufgegangen auf das Podium, nachdem die Muttergottes ihnen das Kreuz auf die Stirne gemacht hatte. Beim Lied vor dem vierten Gesätz spielte die Musik mit. "Die Kinder sollen die Krone der Muttergottes auf dem Podium berühren." Die Kinder neigten sich vor und berührten die Hände, den Rosenkranz und die Krone. In der Mitte des vierten Gesätzes machte die Muttergottes jedem Kinde ein Kreuz auf die Stirne. Die Muttergottes sagte zur Antonie, sie möchte dem Herrn Pfarrer, Herrn Schlötzer und Herrn Schmitt einen besonderen Segen geben. Sie tat dies dann, nachdem sie sich nieder gekniet hatten. Dann sagte sie: Sie möchte alle anwesenden Priester segnen und Herrn Professor Walz. Während des fünften Gesätzes: "Euer Gebet dringt zum Himmel hinauf." Dann sagte sie: "Herr Pfarrer soll das Geheimnis in seinen Schrank tun. – Die vier Kinder sollen jetzt die Rosen, die Füße und das Kleid berühren. Dann sollen die anderen vier herunterkommen!" Dann segnete sie das ganze Volk. Sie sagte dann: "Euer Gebet erfreut mich und meinen Sohn." Bei der Litanei baten die Kinder um den Segen der Mutter Gottes für die Kranken. Sie segnete dann. Bei der Anrufung: 'Du Heil der Kranken' sagte die Muttergottes: "Ich komme im März an einem meiner Feste." Bei der Anrufung 'Du Königin aller Heiligen' segnete die Muttergottes alle Leute. Bei 'O Du Lamm Gottes' kniete die Muttergottes nieder. Dann beim Gebet 'Unter Deinen Schutz und Schirm' bis zum Gebet zum heiligen Josef ging die Muttergottes hinauf in den Himmel. Englein geleiteten sie, sie gibt noch einmal den Segen und dann war der Himmel zu.
b) Einzelverhör der Gretel Gügel. (Durch den Verfasser am Sonntagabend gleich nach der Rückkehr derselben vom Berg.)
"Abends um 20.30 Uhr Andacht. Um 20.00 Uhr ging ich auf den Berg, und als ich zum Hang hinaufkam durch die Leute, sahen die Kinder schon die Muttergottes. Als ich auf dem Brett vor dem Podium stand, sah ich ebenfalls die Muttergottes vor uns auf einer Wolke. Sie hatte blauen Mantel, weißes Kleid, Krone, blondes Haar, war barfuß und hatte Rosen auf den Füßen. Dann ging ich aufs Podium. Die Muttergottes hat uns gesegnet, dann betete ich weiter. Dann sagte sie: "Gebt mir eure Hand und berührt mein Kleid!" Wir machten dies. Wir beteten weiter. Hierauf hat die Muttergottes gesagt: "Berührt meine Krone, mein Haar, mein Kleid und meinen Rosenkranz!" Wir machten dies und gingen vom Podium herunter, und beteten weiter. Dann hat die Muttergottes wieder gesegnet. Dann haben wir weiter gebetet. Die Muttergottes sagte: "Ich möchte euch jetzt gerne ein Kreuzchen auf die Stirne machen." Sie ging bis zum Podium her und machte jedem ein Kreuzchen auf die Stirne. Dann haben wir wieder weiter gebetet. Sie sagte dann: Jetzt weiht sie die Rosenkränze. Sie segnete sie. Dann langte sie unter ihren Mantel und teilte Weihwasser aus. Die Kinder riefen: Wir spüren das. Dann beteten wir weiter. Nun sagte die Muttergottes: Jetzt möchte ich dem Herrn Schlötzer, Herrn Schmitt und Herrn Pfarrer einen besonderen Segen geben. Dann hat sie gesegnet. Wir beteten weiter. Die Muttergottes sagte dann: "Jetzt möchte ich alle anwesenden Priester und den Professor segnen." Dann hat sie gesegnet, nachdem es verkündet war. Dann sagte sie nochmals: "Berührt meine Krone und mein Haar und mein Kleid! Dann gehe ich fort." Wir machten dies. Hernach ging die Muttergottes in den Himmel. Der Himmel öffnete sich, Engel holten die Muttergottes ab. Bevor sie in den Himmel ging, segnete sie nochmals und der Himmel schloss sich. Rosa Bradl: Hat einen Blick machen dürfen auf die Muttergottes." (Weitere Kinder wurden vom Verfasser nicht verhört.)
Montag, 13. Februar 1950. (Nach Bericht des Herrn Pfarrer Gailer.)
I. Um 20.00 Uhr abends kommt die Muttergottes mit Jesukind zum Birkenwald her. Das Jesukind segnet das Volk nach rechts und links. Die Muttergottes sagt, die Kinder sollen ihr die Hand geben. Die Kinder gehen hinunter vom Podium, tun es und gehen wieder hinauf. Die Kinder haben auch dem Jesukind die Hand gegeben. Die Muttergottes sagte: "Wenn ihr so weiter betet wie bisher, dann könnt ihr vielleicht das Unheil aufhalten." Dann weiht die Muttergottes die Rosenkränze. Das Jesukind spritzt Weihwasser hin. Die Muttergottes sagt: "Liebe Kinder, ich will euch einzeln segnen. – Die Leute sollen alle zum Birkenwäldchen sehen. – Ich gebe bald ein Zeichen." Das Jesukind sagt: "Ich möchte euch ein Kreuz auf die Stirne machen." Die Muttergottes sagt: "Es gibt viele Ungläubige. Darum sollt ihr eure Gebete für sie aufopfern." Zu Antonie Saam sagt sie: "Ich will alle kranken Priester und alle Priester und Herrn Professor (Walz) segnen."
II. Beim 'Glauben an Gott Vater' sagte die Muttergottes: "Es freut mich, dass heute so viele gekommen sind." Die Muttergottes segnete Herrn Pfarrer Gailer und Herrn Schmitt. Diese knieten nieder. Die Muttergottes sagt: "Das Gebet des Volkes dringt zum Himmel." Die Kinder sollen ihre Hand, den Saum ihres Kleides und ihren schwarzen Rosenkranz berühren. Die Kinder gingen vom Podium herunter. Die Muttergottes sagte: "Auch Mehl und Betti Büttner und Rosa Bradl sollen hinunter gehen." Beim ersten Gesätz des Rosenkranzes sagt die Muttergottes: "Die Kinder sollen auf das Podium gehen, dann komme ich näher her." Die Kinder gehen auf das Podium. Die Muttergottes kommt näher her. Sie sagt: Die Kinder sollen ihre Krone, die Krone des Jesukind und dessen Haar berühren. Das Jesukind hat die Stirne zweier Kinder angelangt (berührt), ebenso hat es den Rosenkranz von Maria Heilmann berührt. Die Muttergottes sagte: "Euer Gebet dringt bis zum Himmel. Euer Gebet freut mich und meinen Sohn." Das Jesukind und die Muttergottes haben gelächelt. Die Kinder sagen: "Das Jesuskind will den Rosenkranz des Herrn Pfarrer anrühren." Die Muttergottes hat ihn auch berührt. Die Muttergottes sagt: "Liebe Kinder, es freut mich, dass ihr schon so viele gewonnen habt für das Rosenkranzbeten." Dann hat sie der Erika Müller und der Gretel Gügel lächelnd die Hand gegeben. Dann sagte sie: "Kinder, ihr werdet noch viel leiden müssen." Das Jesukind hat gesagt: "Kinder, ich hab euch so lieb." Die Kinder sollen auf den Fuß des Jesukind und Muttergottes ein Kreuz machen, wie sie es immer macht. Die Kinder sagen: "Die Rosen haben geduftet." Betti Büttner und Irma Mehl sollen hinuntergehen! Während des zweiten Gesätzes: Die Kinder sollen hinunter gehen und die Füße des Jesukind küssen. Das Jesukind sagte mit über der Brust gefalteten Händen: "Ihr dürft meine Füße küssen." Es hat andauernd gelächelt. Da gibt das Jesukind den Segen mit drei Fingern: Daumen, Zeige- und Mittelfinger. (Neu!) Die Muttergottes sagte, sie will auch den Kirchenpfleger segnen. (M. Lindenberger) Sie tut es. Muttergottes: "Jetzt will ich das ganze Volk segnen." Das Jesukind sagt: "Wenn ihr so weiter betet, werdet ihr einmal den schönen Himmel gewinnen. Liebe Kinder, ihr dürft meine Haare berühren." Die Muttergottes segnet die, welche nicht da sind und die nicht kommen können, und die, für die wir um ihren Segen bitten. Die Muttergottes sagte: "Liebe Kinder, rührt meine Rosen an!" Während des dritten Gesätzes: Das Jesukind hat der Maria Heilmann ein Kreuz auf ihre Hand gemacht. Das Jesukind lächelt, mit über der Brust gefalteten Händen. Die Muttergottes sagte: "Der Segen, den jetzt mein Kind austeilt, der gehört den Kranken." Das Jesukind segnet die Kranken und sagt: "Das ist jetzt der Krankensegen." Dann hat das Jesukind mit seinem rechten Arm die Muttergottes umarmt und seinen Kopf an den Kopf der Muttergottes angeschmiegt. Die Muttergottes sagte, die Kinder sollen ihren Mantel berühren. Während des vierten Gesätzes: Die Muttergottes sagt: "Die Leute sollen schöner singen!" Das Jesukind gleitet von der Hand der Muttergottes herunter und steht auf dem Boden vor der Muttergottes allein. Es hat der Gretel Gügel ihren Rosenkranz genommen und gesegnet. Es hat das Handgelenk der Erika Müller umfasst. Das Jesukind hat ein rosafarbenes Gewand an und ein kleines blaues Rosenkränzchen. Es sagt zu den Kindern: "Kniet vor mir nieder." Die Kinder haben den Rosenkranz des Jesukind berührt, weil das Jesukind sie dazu aufgefordert hat. Das Jesukind ging dann nach rechts neben dem Herrn Schmitt hin. Die Muttergottes gab dem anwesenden Pfarrer, Herrn Schlötzer und Schmitt den Segen und hat ihnen ein Kreuz auf die Stirne gemacht.
Während der Litanei: Die Muttergottes will die Eltern der Kinder segnen. (Erika sagte: "Das Jesukind ist fast so groß wie ich.") Die Muttergottes sagt: Die Kinder sollen dem Jesukind die Füße küssen und ihr die Hand geben. Die Muttergottes ist auf einmal weg und das Jesukind ist allein dageblieben. Bei 'O Du Lamm Gottes' hat sich das Jesukind niedergekniet. Dann ist es wieder aufgestanden. Das Jesukind hat der Erika Müller seinen Rosenkranz an die Fingerspitzen gelegt. Der Maria Heilmann hat es seinen Rosenkranz gegeben und wieder an sieh genommen. Das Jesukind sagt: "Die Leute sollen zum Birkenwald hinschauen." Beim Lied 'Reinste Jungfrau, o betrachte' sagte das Jesukind: Die Kinder sollen ihm seine Krone, Haare und seine Hände berühren! Sie taten es. Dann sagte das Jesukind: Die Kinder sollen jetzt seiner Mutter ein Lied singen und zwar allein. Die Kinder singen unten vor dem Podium 'Dich will ich freudig grüßen'. Das Jesukind sagte: "Das hat meine Mutter gefreut." Bei 'Und das Wort ist Fleisch geworden' hat sich das Jesukind hingekniet. Dann sagte es: "Kinder, ich will euch noch ein Kreuz auf die Stirne machen, dann gehe ich zum Himmel hinauf." Es hat der Erika seinen blauen Rosenkranz auf die Hand gelegt und wieder weggenommen und ist verschwunden. Die anderen Kinder sehen das Jesukind in den Himmel schweben. Der Himmel ging auf. Das Jesukind segnet, Engel empfangen es. Die Muttergottes segnet vom Himmel aus und Engel sind oben bei ihr. Der Himmel schließt sich wieder zu mit dem Gruß 'Gelobt sei Jesus Christus' ist die Muttergottes verschwunden. Erika Müller sah den Teufel im Birkenwald. Erika sagte: Gelobt sei Jesus Christus. Der Teufel verschwand. Saam und Büttner sahen die Muttergottes noch länger.
Dienstag, 14. Februar 1950. (5.000 bis 6.000 Menschen sind anwesend.) Um 19.45 Uhr abends sehen die Kinder die Muttergottes vom Birkenwäldchen herüber schweben mit dem Jesukind. (Müller, Gügel, Heilmann, Bradl.) Die Muttergottes ging bis zum zweiten Lichtmast und blieb stehen. Sie sagte: Die Kinder sollen ihr entgegen gehen. Sie gaben der Muttergottes und dem Jesukind die Hand, nahmen das Jesukind bei der Hand und führten es hinauf. Die Muttergottes ging hinten nach bis dorthin, wo die Volksmenge von unten hinauf Stellung genommen hatte. Dann nahm die Muttergottes das Jesukind bei der Hand und führte es herauf. Die Kinder gingen rückwärts bis zum Podium unten herauf. Die Kinder durften das Jesukind berühren. Dieses forderte sie auf, ihm zu Ehren ein Lied zu singen. Die Kinder sangen: 'Jesukindlein komm' zu mir.' Das Jesuskind sagte: "Dieses Lied hat mich sehr gefreut." Dann sangen die Kinder der Muttergottes ein Lied: 'Dich will ich freudig grüßen.' Das Jesukind hatte keine Krone, sondern ein goldenes Kränzchen auf. Dann segnete die Muttergottes auf Verlangen die Rosenkränze. Dann wurde dem anwesenden Herrn Pfarrer und Herrn Schmitt und Schlötzer ein Kreuzlein auf die Stirne gemacht. Die Muttergottes sagte: Die Kinder sollen ihre Krone und ihr Haar berühren und ebenso alles das vom Jesukind. Nun sagte die Muttergottes: Die Kinder sollen dem Jesukind die Hand küssen und ihm ein Kreuzlein auf die Stirne machen, so wie es das Jesukind den Kindern gemacht hat. Die Muttergottes sagt: Die Leute sollen hinter die Stange gehen! Das Jesukind sagt: Die Kinder sollen der Muttergottes ein Lied singen! Sie singen: 'Segne du, Maria.' Daraufhin hat die Muttergottes gesegnet und das Jesukind und beide lächeln. Die Muttergottes sagte: "Die Leute sollen zurückgehen, sonst werde ich sie strafen."
Bei Beginn des Rosenkranzes ging das Jesukind mit sechs Kindern allein nach dem Süden bis 20 Meter von den Leuten entfernt. Die Kinder sangen ein Lied: 'Jesukindlein komm zu mir' und 'Dich will ich freudig grüßen.' Gretel Gügel, Maria Heilmann, Rosa Bradl, Irma Mehl, Erika Müller, haben ihre Arme nach dem Jesuskind ausgestreckt und haben es auf ihren Arm genommen. Die Muttergottes blieb während des Auszuges von dem Jesukind unter dem Podium stehen. Sie sagte: "Antonie und Betti sollen auf das Podium gehen." Antonie und Betti berührten vom Podium aus die Krone der Muttergottes.
Während des ersten Gesätzes des Rosenkranzes. Die Muttergottes sagte: "Ich will jetzt die Rosenkränze segnen." Während dieses Segens ist das Jesukind, geführt von den Kindern, zum Podium gegangen. Die Muttergottes sagte: Die Kinder sollen die Krone und das Haar von ihr und dem Jesukind berühren. Das Jesukind ist barfuß mit rosa Gewand und einem goldenen Streifen auf der Brust. Maria Heilmann hat das Jesukind umarmt. Die Muttergottes sagte zu Antonie: "Die Gläubigen sind gekommen, um meinen Segen zu empfangen. Wenn auch Ungläubige darunter sind, werde ich sie doch segnen."
Beim zweiten Gesätz: Die Muttergottes gab den Segen. Das Jesukind sagte: "Das Gebet des Volkes dringt zum Himmel." Die Muttergottes sagte: "Das Jesuskind will auch die Eltern der Kinder segnen. Die Kinder sollen nach unten gehen und dem Jesuskind und der Muttergottes die Hand geben." Das Jesukind sagte noch einmal: "Die Leute sollen hinter die Stange hingehen." Die Muttergottes sagte: "Die Leute müssen weggehen, sonst werde ich sie sehr strafen." Das Jesukind sagte dasselbe. Die Muttergottes segnete die Eltern der Kinder. Gretel Gügel sagte: "Jetzt segnet sie gerade meine Mutter."
Während des dritten Gesätzes: Das Jesukind will heute noch einmal die Kranken segnen. Das Jesukind ist mit den Kindern allein hinunter gegangen und zurück auf dieselbe Stelle hin, wo sie waren. Die Muttergottes blieb einstweilen oben, ging aber dann später hinunter und führte das Jesukind an das Podium heran. Die Kinder gingen seitwärts. Als Saam, Betti und Irma Mehl oben waren, spritzte Antonie Weihwasser an die Muttergottes hin. Sie lächelte. Die Muttergottes sagte: "Kinder, geht hinauf auf das Podium. Dann sollt ihr die Krone usw., berühren!" – "Die vier Mädchen, die beim Jesukind waren, sollen auch auf das Podium gehen." Das Jesukind hat die Rosenkränze von drei Kindern an seine Hand genommen und gesegnet. Die Muttergottes segnete noch alle anwesenden Priester und den Professor Walz. (Letzterer war nicht in Heroldsbach.)
Beim fünften Gesätz sagte das Jesukind zur Muttergottes: "Ich gehe jetzt voraus in den Himmel. Die Kinder sollen auch heimgehen, damit es die Kinder nicht so friert." Die Muttergottes blieb da, da tat sich der Himmel auf, das Jesukind ging hinein; Engel haben es abgeholt. Der Himmel blieb offen. Die Muttergottes hat jedem Kind noch ein Kreuz auf die Stirne gemacht. Die Muttergottes sagte: "Jetzt gehe ich in den Himmel." Da ist sie in den Himmel aufgefahren. Sie wurde von den Engeln abgeholt. Und segnete vom Himmel aus noch alle. Dann hat sich der Himmel geschlossen. Zu Erika Müller sagte das Jesukind: "Am Samstag komme ich wieder und mache etwas." Irma Mehl hat den Saum des Kleides vom Jesukind gespürt, als sie beim zweiten Mal unten war. (Bericht nach den Aufzeichnungen des Herrn Pfarrer Gailer, der bei den Erscheinungen anwesend war.)
Mittwoch, 15. Februar 1950, 3.500 Personen anwesend. Abends 20.30 Uhr Andacht. Um 20.00 Uhr abends sahen die Kinder einen Schein über den Birken. Kurz darauf war im Schein in Lebensgröße die Muttergottes mit Jesuskind. Muttergottes und Jesukind kommen herunter von dem Birkenwald und bleiben beim ersten Lichtmast unten stehen. Die Muttergottes sagte: Die Kinder sollen sie und das Jesukind abholen! Die Kinder gehen vom Podium aus hinunter und holen die Muttergottes und das Jesukind ab.
Beim ersten und zweiten Gesätz des Rosenkranzes: Es kommen die Kinder durch den freien Platz zwischen den Stangen, seitwärts Spalier bildend, gehen nach rückwärts hinauf auf den Hügel und bleiben vor dem Podium stehen. Die Muttergottes hat das Jesukind heraufgeführt und gesagt: "Es freut mich, dass die Leute so viel Platz gemacht haben, sie sollen alle zum Birkenwald hinschauen!" Die Muttergottes und das Jesukind haben dann beim Heraufgehen nach rechts und links die Anwesenden gesegnet, wie sonst der Bischof segnet. Die Muttergottes hat gesagt: "Der Herr Pfarrer, Herr Schlötzer und Herr Schmitt sollen heraufkommen!" Sie taten es und wurden von der Muttergottes und dem Jesukind gesegnet und mit einem Kreuz auf der Stirne bezeichnet. Dann sagte die Muttergottes: "Alle Pfarrer sollen herunterkommen, sie werden besonders gesegnet und erhalten ein Kreuz auf die Stirne." Es geschah dann so.
Die Muttergottes sagte: "Morgen (16. Februar) sollen alle Kinder mittags zwölf Uhr ganz allein auf den Berg herauf kommen!" – "Das von Forchheim (Hildegard Lang, welche Lichtmess die Muttergottes gesehen hatte) soll auch herkommen und alles mitmachen, wie die hiesigen Kinder!" (Dieses Mädchen hat nachher geäußert: Bevor der Herr Pfarrer es verkündet hat, hat sie bereits jenen Ruf verspürt und wäre selber gekommen, aber ein Mann vorne hat ihr keinen Platz gemacht.) Jetzt werden die Eltern der Kinder von der Muttergottes und dem Jesukind gesegnet. Sie segnen. Die Muttergottes sagte: "Alle sollen nach dem Birkenwäldchen kommen!" Die Muttergottes segnete die Rosenkränze und das Jesukind spritzt nach zwei Seiten hin Weihwasser auf die Rosenkränze und segnet dabei.
Während des dritten Gesätzes: Wenn die Kinder morgen Mittag heraufkommen, soll kein Pfarrer mitgehen. Sie wolle den Kindern etwas sagen. Die Muttergottes sagte: "Die Kinder sollen jetzt das Jesukind aufheben. Mein Kind ist nicht schwer." Das Mädchen von Forchheim hat das Jesukind auch aufgehoben.
Beim vierten Gesätz: Die Muttergottes sagt: "Ich habe die Hildegard (Lang von Forchheim) ebenso lieb wie die hiesigen Kinder." Das Jesukind hat der Gretel Gügel, Maria Heilmann und dann allen Kindern drei Kreuze auf die Hand obendrauf gemacht.
Beim fünften Gesätz: Die Kinder gehen mit der Muttergottes und dem Jesukind zwischen den betenden Menschen hindurch nach Süden. (Gegen Birkenwäldchen.) Die Kinder sangen dort mehrere Lieder.
Bei der Litanei: Es kommt die Muttergottes allein herauf, (auf das Podium zu) und führte die Antonie Saam und Betti Büttner an der Hand herauf. Sie bleiben unten vor dem Podium stehen. Kurz darauf schickt die Muttergottes Antonie Saam hinunter und sagt, sie soll die Rosa Bradl holen, damit sie deren Hand berühren kann. Gleich darauf kommt Rosa Bradl und hält der Muttergottes ihre Hand entgegen. (Rosa sagt, sie hat wirklich gespürt, wie ihre Hand in der Hand der Muttergottes war.) Bei 'O du Lamm Gottes' kniete sich die Muttergottes nieder. Die Muttergottes will beim Gebet 'Unter deinen Schutz und Schirm' ihren besonderen Segen geben. Der Herr Pfarrer gab dies bekannt. Alle Leute knieten nieder. Die Muttergottes sagte dann: "Die Kinder sollen jeden Tag die Muttergottes am Lichtmast abholen."
Beim Angelus-Beten: Beim 'Gottes Wille war der deine' ist die Muttergottes mit den Kindern, die oben unter dem Podium standen, hinunter gegangen zu den Kindern, die unten beim Jesukind waren. Bei der Liedstrophe 'Und das Wort ist Fleisch geworden' kamen alle Kinder herauf. Das Jesukind hat alle gesegnet und gesagt: "Dieser Segen, den ich beim Heraufgehen gegeben habe, ist ein ganz besonderer Segen." Dann sollen alle Kinder auf die Füße der Muttergottes und des Jesukind ein Kreuz machen. Das Jesukind sagt: "Ich will den Kindern ein Kreuz auf die Stirne machen."
Nach dem Angelus sagte die Muttergottes: Die Kinder sollen das Lied singen 'Die Schönste von allen'. Die Kinder sangen die drei Strophen dieses Liedes. Darauf sagte das Jesuskind: "Das Lied hat meine Mutter und mich erfreut." Die Muttergottes sagte, weil es ihr so gefallen hat, sollen die Kinder noch ein Lied singen. Die Kinder singen 'Segne du, Maria'. Das Jesukind hat gesagt: "Ihr werdet sicher einmal zu mir in den Himmel kommen!" Dann hat es gesagt: Die Kinder sollen es noch einmal berühren. Die Muttergottes sagte: "Die Kinder sollen morgen Mittag zwölf Uhr alle ihr Gebetbuch mitbringen, damit sie Lieder singen können." Die Muttergottes will jetzt das ganze Volk segnen. Sie drehte sich beim Segengeben nach allen Seiten. Das Jesukind fährt jetzt hinauf in den Himmel. Vorher soll noch die Gretel Gügel zum Schluss die Füße der Muttergottes und des Jesukind küssen. Engel holen das Jesukind ab. Die Kinder sollen ihre Krone berühren. "Dann will ich die Kinder segnen und in den Himmel hinauf gehen." Die Muttergottes sagt: Die Kinder sollen die Muttergottes bis zum ersten Lichtmast begleiten. Bei diesem Zuge haben die Kinder das Lied gesungen 'Ave, Maria, klare'. Beim Durchschreiten der Volksmenge segnet die Muttergottes die Leute. Unten, am ersten Lichtmast im Süden, stieg die Muttergottes in den Himmel hinauf. Nach der Auffahrt der Muttergottes in den Himmel sehen die Kinder im Birkenwald die schwarze Gestalt des Teufels wieder. Die Kinder, umgeben von einer großen Menge Leute, fangen an zu schreien, ganz erschüttert und erschreckt und rannten den Berg hinauf und wurden von Herrn Schlötzer und Schmitt nach Hause geführt. Die Kinder waren zu Hause noch voll Schrecken. (Bericht nach den Aufzeichnungen von Pfarrer Gailer.)
Donnerstag, 16. Februar 1950.
I. Mittags 12.00 Uhr. Die Kinder waren am Vortag zu dieser Zeit allein auf den Berg von der Muttergottes bestellt! Es gingen alle Kinder (einschließlich Hildegard Lang, Forchheim, 19 Jahre alt. Müller war noch nicht dabei) vor das Podium hin. Sie sahen sofort die Muttergottes in Lebensgröße mit Jesukind über den Birken. (Wie bereits geschildert.) Das Jesukind hatte rosafarbenes Kleid, blauen Rosenkranz und ein goldenes Kränzchen auf dem Kopf und einen goldenen Streifen um die Brust herum. Die Muttergottes schwebte herunter auf den Boden bis zum ersten Lichtmast (neben Birkenwäldchen, von Süden an gerechnet) heran. Kuni Schleicher sah die Muttergottes über den Birken – beim Herunterkommen nicht mehr. Irma Mehl sah die Muttergottes nicht, ebenso nicht Rosa Bradl. Zu Gretel Gügel sagte die Muttergottes: Die Kinder sollen zu ihr hinunter kommen. Sie gingen hinunter, alle acht. (Ohne Erika, die noch nicht da war.) Die Muttergottes ging mit Jesukind den Kindern entgegen. Kurz vor dem ersten Lichtmast blieben wir stehen, eineinhalb Meter vor der Muttergottes. Wir sangen das Lied 'Maria zu lieben'. Dann gab die Muttergottes uns den Segen. Wir begleiteten in Spalier die Muttergottes, sangen dabei die folgenden Strophen von 'Maria zu lieben'. Die Muttergottes führte das Jesukind an der rechten Hand. Das Jesuskind war so groß wie die Rosa Bradl. Wir hatten die Muttergottes in der Mitte. Die Muttergottes sagte zur Antonie: Wir sollen stehen bleiben, die Muttergottes will uns etwas sagen. Dann sagte die Muttergottes zu Antonie und Betti: Wir sollen einen Bund schließen und Muttergotteslieder singen. Wir sangen alle Strophen des Liedes 'Maria zu lieben' durch. Da kam Erika Müller hinzu, kurz bevor wir am Podium ankamen. Wir blieben vor dem Podium stehen. Dann läutete es 12.00 Uhr, wir sangen den 'Engel des Herrn'. Die Muttergottes sagte: Drei Kinder, welche gestern droben waren: Betti, Antonie und Rosa, sollen bei der Muttergottes stehen bleiben, während die übrigen sechs mit dem Jesukind bis zum zweiten Lichtmast gehen sollen. (So bildeten sich zwei Gruppen von Kindern, die einen bei der Muttergottes, die anderen beim Jesukind.) Wir nahmen das Jesukind in die Mitte, Gretel und Erika führten es, Gretel rechts, Erika links, die Hand fühlte sich lauwarm, ganz zart. Das Jesukind lächelte, war barfuß, beim Gehen über Schmutz ging es 10 cm über dem Boden schwebend, sonst auf dem Boden, barfuß. Das Jesukind hatte blonde Locken, Lockenköpfchen, die Locken waren am Kopf, hingen nicht herunter. (Gretel und Erika zogen die Locken etwas an.) Wir gingen mit dem Jesukind bis zum zweiten Lichtmast. Unterwegs sangen wir. Das Jesuskindlein lächelte. Wir sangen auch 'Segne du, Maria'. Unten umarmten Gretel und Erika und Maria das Jesukind. Das Jesukind setzte sich von selbst auf den rechten Arm von Gretel Gügel. Maria Heilmann und Hildegard von Forchheim sahen dies auch, außer Erika. Das Tragen des Jesukind fühlte ich nicht so schwer. (Etwa 12 Pfund.) "Ich (Gretel) streichelte es an den Wangen, das sich zart anfühlte. Es lächelte dabei. Dann ging das Jesukind herunter von meinem Arm und setzte sich auf den rechten Arm von der Erika Müller." Diese streichelte ebenfalls das Jesuskind. Es lächelte da auch. Es blieb ein paar Sekunden. Dann ging es zu Hildegard auf deren Arm und dann auf den Arm der Maria Heilmann. Diese streichelten es auch, ein paar Sekunden blieb es, dann stellte sich das Jesukind wieder in die Mitte und sagte: "Liebe Kinder, ihr seid in Gefahr!" Dann sahen wir den Teufel rechts vom Birkenwald unten im schwarzen, finsteren Wald (Schustersreuth). Er sah aus wie ein anderer schwarzer Mann in Lebensgröße, hatte schwarzes Gesicht, lange Haare, die über das Gesicht herabhingen, beim Lachen zeigte er seine weißen Zähne, er hüpfte immer unter den Bäumen herum. Beim christlichen Gruß und beim Aussprechen: "Satan! Weiche im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit" war er nicht mehr sichtbar. Er hatte nur einen Fuß, einen Gaulfuß, an einem Knie. Gretel, Erika, Maria und Hildegard sehen ihn. Dann sagte das Jesukind: "Jetzt gehen wir wieder zu meiner Mutter." Dann gingen wir alle sechs (Gretel, Erika, Maria, Kuni, Irma und Hildegard) hinauf zur Muttergottes, wir stimmten in das Lied 'Sei gegrüßt, o Jungfrau, rein' mit ein. Das Jesukind ging in der Mitte. Gretel und Erika, dann abwechselnd Erika und Hildegard, führten das Jesukind.
Die zweite Gruppe der Kinder, war bei der Muttergottes. Oben am Podium, vor dem Podium, war die Muttergottes, bei ihr die Betti, Rosa und Antonie Saam. Wir gaben der Muttergottes die Hand und erhielten ihren Segen. Wir sangen 'Sei gegrüßt, o Jungfrau, rein' und beteten dazwischen mehrere 'Gegrüßet seist du, Maria'. Erika kam zu uns herauf und sagte: Wir sollen dem Jesukind entgegen gehen. Wir drei, Antonie, Rosa und Betti gingen mit der Muttergottes den Abhang hinunter, dem Jesukind entgegen. Die Muttergottes schwebte auf einer Wolke am Boden, 20 cm über dem Boden, mit hinunter. Die Muttergottes nahm das Jesukind und führte es herauf bis zum Podium. Das Jesukind schwebte auf der Wolke mit herauf. Die Muttergottes sagte: "Jetzt sollen die drei Kinder, welche oben bei ihr waren (Rosa, Antonie, Betti), mit dem Jesukind hinunter gehen!" Das Jesukind schwebte auf einer Wolke, zwischen uns mit hinunter. Wir sangen dabei 'Segne du, Maria'. Da segnete das Jesukind uns drei und die oberen. Wir knieten nieder. Kurz vor dem zweiten Lichtmast angekommen, sahen wir den Teufel rechts vom Birkenwald unten am Boden in gleicher Gestalt wie immer. Auch Rosa Bradl sah den Teufel. Rosa schaute nicht mehr hin, "weil ich diese scheußliche Gestalt nicht sehen wollte." Antonie sagte zur Betti: "Spritze dein Weihwasser aus!" Diese tat es. Es war ihr ausgegangen. (Das Fläschchen war leer.) Wir liefen nach Weihwasser. Wir hatten alles verspritzt. Die oberen Kinder hatten auch kein Weihwasser. Maria Heilmann sagte: "Teufel, haust ab! Teufel, mach' dass du fortkommst!" Maria sagte: "Jetzt lacht er noch recht drecket." Die Muttergottes kam auch von oben herunter und ging zum Jesukind hin. Wir beteten 'Vater unser' und dreimal 'Gelobt sei Jesus Christus'. Antonie machte dreimal das Kreuz auf ihre Stirne und sagte: "Jesus von Nazareth, König der Juden." (Von Dr. Sitzmann angelernt.) Dann schwebte das Jesukind in den Himmel hinauf, es hatte uns vorher ein Kreuzlein auf die Stirne gegeben. Dann öffnete sich der Himmel und Engel holten das Jesukind ab. Dann schloss sich der Himmel wieder zu. Die Muttergottes war noch unten. Sie segnete uns noch einmal. Nach dem Segen war der Teufel schon wieder hinten unten am Wald. Ich suchte nachher die Muttergottes wieder, sie stand aber nicht mehr da. Hildegard sprach: "Im Namen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, Satan, weiche von hier!" Da verschwand der Teufel wieder hinter einen Baum. Wir sagten: "Da bei dem Teufel bleiben wir nicht, da gehen wir wieder heim." Wir gingen alle auf den Berg, von dort heim, Gretel und Erika gingen allein miteinander auf einem anderen Wege heim, schauten nochmals um oben auf der Höhe, und sahen an der Stelle, wo der Teufel war, lauter Engel, einen großen und vier kleine. Sie hatten ganz weiße Kleider, ein Engel in Lebensgröße, die anderen vier etwas größer als die Kinder. Die Engel standen unten am Wald und gingen hinüber und herüber. Wir ließen die Engel stehen und gingen heim: Gretel und Erika. Die übrigen Kinder sahen die Engel nicht, gingen auf einer anderen Stelle heim. (Bericht nach dem Verhör der Kinder am gleichen Tag durch Pfarrer Gailer.)
II. Abends 20.30 Uhr Andacht. Um 19.50 Uhr abends war Antonie Saam bereits am Podium. Sie sah die Muttergottes beim ersten Lichtmast und erhielt den Ruf, zur Muttergottes hinunter zu gehen, um sie abzuholen. Nach 20.00 Uhr kamen die übrigen Kinder. Nach ihrer Ankunft am Podium gingen sie gleich hinunter, um die Muttergottes und das Jesukind abzuholen.
Beim ersten Gesätz des Rosenkranzes kommen die Kinder herauf zum Podium. Die Muttergottes und das Jesukind haben hierauf gesegnet. Die Muttergottes sagte: "Es hat mich gefreut, dass die Leute Platz gemacht haben. Aber es hat mich nicht gefreut, dass die Leute hinten nachgelaufen sind." Die Muttergottes sagte: Die Kinder sollen der Muttergottes ihre Krone, das Haar und die Hände berühren, ebenso beim Jesukind. Die Muttergottes blieb oben mit den drei Kindern, Bradl, Saam und Mehl. Die anderen Kinder gingen mit dem Jesukind zum ersten Lichtmast in der Nähe zum Birkenwäldchen herunter. Die Kinder knieten um das Jesukind herum und durften es umarmen. Die Kinder sangen 'Jesukindlein, komm zu mir'.
Beim zweiten Gesätz: Die Muttergottes sagt oben: Die Rosa soll die Hand der Muttergottes berühren. Sie tat es. Die Muttergottes sagt: "Liebe Kinder, berührt meine Hände und den Saum meines Kleides. Liebe Kinder, geht mit mir hinab (den Hügel abwärts), um meinen Sohn herauf zu begleiten." Die Muttergottes führte das Jesukind an ihrer Hand. Die Kinder gingen rechts und links und bildeten Spalier.
Beim dritten Gesätz: Oben merkten wir nichts.
Beim vierten Gesätz: Nach dem dritten 'Ave Maria' gab es eine Pause: Die Kinder unten singen 'Maria zu lieben' und zogen langsam den Berg herauf. Sie sangen dann 'Ave, Maria, klare', dann 'Die Schönste von allen'. Dann kamen alle zum Podium herauf. Wir beteten die 'Ave' weiter. Die Muttergottes sagte: "An euren Liedern habe ich eine große Freude. Berührt meine Füße und meinen Rosenkranz!" Das Jesukind will jedem Kind einzeln ein Kreuzlein auf die Stirne machen. Die Muttergottes sagte noch einmal: Die Leute sollen zum Birkenwäldchen hinüber schauen. Dann "Euer Gebet dringt bis zum Himmel hinauf." – "Mein Sohn freut sich, wenn ihr bei ihm im Himmel seid." Die Muttergottes sagte dann weiter: Die drei Kinder, die oben bei ihr waren, (Saam, Bradl und Büttner) sollen mit dem Jesukind hinunter gehen. Die Kinder zogen mit dem Jesukind bis zum ersten Lichtmast am Birkenwäldchen. Die Kinder beteten und sangen. Die Kinder und Herr Schmitt durften das Kleid vom Jesukind berühren. Oben hat die Muttergottes alle Rosenkränze gesegnet und mit Weihwasser bespritzt. Die Muttergottes segnete den Herrn Pfarrer und alle Geistlichen und dann segnete sie die Eltern der Kinder. Immer wieder mahnte die Muttergottes das Volk, einen geraden Weg frei zu lassen, damit alle schön einziehen können.
Beim fünften Gesätz: Die Muttergottes sagt zu den Kindern: "Kommt mit mir und holt mein Kind ab!" Herr Schlötzer ging mit den Kindern und der Muttergottes hinab. Die Kinder sangen auf diesem Weg ein Lied. Das Jesukind ging seiner Mutter ca. zehn Meter entgegen.
Fragen: "Liebe Muttergottes, sage uns, ob Du eine Kapelle oder eine Kirche haben willst?" – "Eine große Kapelle auf dem Herrengarten."
"Liebe Muttergottes, wo soll die große Kapelle hinkommen?" – "Auf den Herrengarten."
"Was sollen wir dagegen tun, da die Kommission gegen die Erscheinung ist?" – "Beten."
"Liebe Muttergottes, Bamberg lässt es nicht zu, dass die Kirche gebaut wird." – "Es soll angefangen werden!"
Herr Schmitt sagt auch: "Die weltliche Behörde ist dagegen." – (Sinngemäß) "Trotzdem soll angefangen werden."
Schmitt: "Was sollen wir tun, damit alle an Dich glauben?" – "Beten." "Liebe Muttergottes, wirst Du im Monat März noch ein Zeichen geben?" – Antwort: "Das braucht ihr nicht zu wissen."
"Liebe Muttergottes, was wird das Jesuskind am Samstag machen?" (Es hatte früher gesagt, dass es am Samstag etwas machen wolle.) – Keine Antwort.
Die Muttergottes sagt zu den Kindern: "Ihr kommt im April oder Mai in die Irrenanstalt." Herr Schmitt sagte: "Muttergottes, wir bringen das Opfer, aber gib uns die Kraft dazu, dass wir aushalten!" Die Muttergottes sagte: "Deswegen segne ich euch so oft." Sie sagte weiter: "Die Leute sollen schöner singen." Herr Schmitt sagte zur Muttergottes: "Verzeihe den Leuten, denn sie wollen es gut machen." Die Muttergottes sagte: "Ja, ich verzeihe ihnen."
Die Muttergottes segnet die Kinder. Herr Schlötzer berührte den Saum ihres Kleides und den Saum des Kleides vom Jesuskind. Da schwebte die Muttergottes in den Himmel hinauf. Drei Engel holten die Muttergottes ab. Sie gab noch einmal den Segen. Bevor sie den Segen gab, hörten die Kinder eine Stimme (Teufel) und erkannten sie als die Stimme des Teufels. Die Kinder ergriffen die Flucht! Herr Schlötzer und Schmitt hielten die Kinder zurück. Schmitt sagte: "Kinder, kommt her, und lasst die Muttergottes und das Jesukind nicht im Stiche." Sie kamen näher ohne Zögern. Das Jesukind blieb allein bei den Kindern am Boden. Schmitt bat: Das Jesukind möchte mit auf den Berg hinauf gehen, weil sich die Kinder fürchten! Das Jesuskind ging noch zehn Meter mit und sagte: "Nein, ich gehe nicht mit auf den Berg." Plötzlich ist das Jesukind nach oben geschwebt in den Himmel und hat nochmals gesegnet. Dann sprach der Satan: "Kommt zu mir in den Wald herüber!" "Ich will euch schöne Schätze zeigen!" Die Kinder gingen mit den zwei Herren Schlötzer und Schmitt zum Podium zurück. Unterwegs hörten sie die verlockende, freundliche Stimme des Satans: "Kinder, kommt in den Birkenwald! Die Muttergottes ist drüben." Wir gingen aber weiter zum Podium. Beim 'Engel des Herrn' sahen die Kinder immer noch den Teufel und versteckten sich aus Furcht vor dem Teufel hinter Herrn Schlötzer und Schmitt. Der Satan hat sich in einen Engel verkleidet und war weiß angezogen, hatte aber keine Flügel. Die Kinder beteten laut: "Im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit, weiche, Satan!" und sie hielten ihren Rosenkranz hoch. Da hat sich der Teufel wieder versteckt. (Bericht nach den Aufzeichnungen von Herrn Schlötzer und Schmitt, welche sie im Pfarrhof vorgelesen haben.)
Freitag, 17. Februar 1950, 5.000 Menschen waren anwesend. 20.30 Uhr abends Andacht. Fünf Minuten vor 20.00 Uhr sahen die Kinder über dem Birkenwald einen großen und einen kleinen Schein.. Im großen Schein erschien kurz darauf die Muttergottes, im kleinen das Jesukind. Die Muttergottes und das Jesukind gehen vom Birkenwäldchen oben herunter. Die Kinder holen die Muttergottes und das Jesukind ab. Bei Ankunft dort sagte die Muttergottes: Wir sollen einen Bund schließen. Auf die Frage: "Wer?" – Antwort: "Die Kinder." Gretel Gügel hat der Muttergottes und dem Jesukind ein Kreuz auf die Füße gemacht. Dann sagte die Muttergottes: "Herr Dr. Heil soll gleich kommen." Oben auf dem Podium beteten wir das erste Gesätz zu Ende. Bei Beginn des zweiten Gesätzes verließ Dr. Heil seinen Platz unten am Podium. Er ging mit Messbacher sen. rasch hinunter, musste sich hinknien Das Jesukind hat ihm ein Kreuz auf die Stirne gemacht und ihn gesegnet. Dann stellte Dr. Heil Fragen an die Muttergottes:
1. Sollen wir einen Plan für die Kapelle machen lassen? – "Ja."
2. Sollen in die Kapelle sieben Altäre kommen? (Wegen der sieben apokalyptischen Gemeinden.) – "Ja."
3. Soll eine Baufirma mit dem Bau beauftragt werden? – "Ja."
4. Hast du bezüglich der Baufirma und des Architekten einen besonderen Wunsch? – "Es soll bald begonnen werden."
5. Sollen in den Bund zu deiner Ehre Laien und Geistliche zusammenwirken? – "Ja."
6. Sollen sie die Sklavenschaft Mariens annehmen? – "Ja."
Nach den Fragen des Dr. Heil fragte Herr Schlötzer: "Können wir die übrigen Fragen jetzt vorlegen oder wenn wir wieder herunterkommen?" – "Wenn wir wieder herunterkommen." Herr Schmitt, Antonie, Betti, Rosa blieben mit dem Jesukind allein unten. Die Muttergottes ging mit Herrn Dr. Heil, Schlötzer und den übrigen Kindern nach oben zum Podium. Während des Hinaufgehens zum Berg gab die Muttergottes einen besonderen Segen. Dr. Heil gab das laut dem ganzen Volk bekannt. Die Kinder hielten beim Heraufgehen den Mantel der Muttergottes rechts und links. Die Muttergottes sagte: "Es freut mich, dass die Leute gehorchen und einen breiten Weg gemacht haben." Nachdem alle oben waren, gab die Muttergottes den Krankensegen. Die Muttergottes sagte: "Ich will einem kranken Kind den Segen geben." Die Kinder riefen: "Gunda." (Kupfer von Nackendorf bei Höchstadt. Sie hatte einen Wolfsrachen und verstelltes, rechtes Auge, konnte kaum sprechen.) Sie ging zur Muttergottes und empfing von ihr den Segen. (Siehe Akte Gunda Kupfer.)
Die Muttergottes sagte: "Die Kinder sollen ein Lied singen." Die Kinder sangen: 'Maria, wir dich grüßen.' Die Muttergottes sagte: "Euer Lied hat mir gefallen. Wenn ihr so weiter betet, kann ich das Unglück aufhalten." Da sagte die Muttergottes: "Ich will meinen Sohn abholen." Dr. Heil und Schlötzer gingen mit der Muttergottes und den übrigen Kindern etwa 20 Meter weit hinunter und trafen dort Herrn Schmitt, wie er mit den drei Kindern und dem Jesukind entgegenkam. Alle gingen herauf. Unten wünschte das Jesukind ein Lied. Die Kinder sangen: 'Jesu, Jesu komm zu mir.' Das Jesukind sagte: "Ihr habt zu meiner Mutter gesagt, sie soll mich abholen kommen." Alle kamen mit der Muttergottes und dem Jesukind unten beim Podium an. Die Muttergottes sagte: "Die Leute sollen hinter die Stange gehen, damit ihr Kinder Platz habt." Dann sagte die Muttergottes: "Lasst euch nicht vom Teufel verführen, wenn er euch sagt: ihr sollt hinter gehen!" Die Muttergottes hieß Gunda Kupfer hergehen, damit sie den Saum ihres Kleides berühre. Die Mutter der Gunda Kupfer hielt laut und schreiend auf dem Berge eine Dankrede und flehte die Muttergottes laut um den Segen an. Die Muttergottes segnete die Frau Kupfer. Die Muttergottes sagte nun: "Die anderen Kinder sollen mit dem Jesukind hinuntergehen." Die Kinder riefen: "Der Teufel ist drunten, wir trauen uns nicht hinunter." Dann ging Dr. Heil und Schlötzer mit den Kindern Gügel, Müller, Heilmann, Mehl und Hildegard Lang bis zum südlichsten Lichtmast. Dort unten knieten sich alle um das Jesukind herum und bildeten einen Kreis. Das Jesukind sagte: "Die Kinder sollen mich in den Arm nehmen!" Das taten die Kinder der Reihe nach. Das Jesukind sagte dann: "Auch Herr Schlötzer und Dr. Heil sollen das Jesukind in den Arm nehmen!" Sie taten es. Inzwischen kam Herr Schmitt mit der Muttergottes und Antonie, Betti und Rosa an. (Als diese drei Kinder am Podium oben waren mit der Muttergottes, bevor sie heruntergingen, sah nur Antonie allein die Muttergottes.) Die sechs Kinder, die beim Jesukind unten waren, sagten: "Die Muttergottes kommt jetzt." Das Jesukind geht seiner Mutter etwa zehn Meter entgegen. Als alle beisammen waren, sagten die Kinder: "Der Teufel ist drüben im Birkenwald." Die Kinder wollten schnell fort, wollten ausreißen, sie beteten: "Im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit, weiche, Satan!" Als Dr. Heil die Kinder fragte: "Seht ihr ihn noch?" sagten die Kinder: "Er ist hinter einem Baum und schaut hervor." Dr. Heil sagt zu den Kindern: "Bleibt nur hier, ich spreche einen Exorzismus." Er sagte: "Im Namen Jesu, Maria und Josef befehle ich dir von diesem Ort und von dieser Stelle zu weichen!" Dreimal sagte er diese Worte und machte dabei mit seinem geweihtem Kreuz das Kreuzzeichen. Dann sagten die Kinder: "Er ist nicht mehr da." Sie sahen ihn nicht mehr. Kurz darauf kam er wieder. Dies wiederholte sich etwa viermal. Nach wiederholt gesprochenem Exorzismus ging er endlich weg. Dann sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, ihr braucht euch nicht zu fürchten. Ihr steht unter meinem Schutz." Darauf hörten die Kinder die Stimme des Teufels aus dem Birkenwald: "Kommt in den Birkenwald! Ich zeige euch meine schönen Schätze!" Darauf sagte die Muttergottes: "Ich will jedem Kind das Kreuz auf die Stirne machen." Dann berührten die Kinder bei der Muttergottes und dem Jesuskind: Hand, Krone, Haar, Kleider, Saum und Rosenkranz. Auch die anwesenden Herren Schlötzer und Schmitt und Gunda Kupfer durften die genannten Teile berühren. Herr Schlötzer ließ fragen:
1. Warum hast du am 14. Oktober 1949 gesagt: Es hat keinen Wert für die Ungläubigen zu beten? – Keine Antwort. Bevor die Muttergottes in den Himmel aufgefahren ist, fragte die Kuni Schleicher die Muttergottes: "Liebe Muttergottes, sag' es mir doch noch einmal, wegen des 14. Oktober 1949!" Die Muttergottes sagte: "Ein Kind verstand mich falsch. Ich meinte ein paar Unbußfertige."
2. Weiter fragte Schlötzer: "Wie sollen wir nach dem Druckverbot in der Öffentlichkeit wirken?" – Keine Antwort.
3. "Waren die Weihnachtsbilder Eidetik oder übernatürlich?" – Keine Antwort.
Bevor das Jesukind und die Muttergottes in den Himmel aufgefahren sind, hat das Jesukind gesagt: "Euer Gebet hat mich und meine Mutter gefreut." Wir baten um den Segen für die Gebets- und Opferfront. Sie segnete. Der Himmel öffnete sich. Das Jesukind fährt in den Himmel auf. Die Sterne, die am Himmel waren, gehen auseinander. Als die Muttergottes hinauf fuhr, sagten die Kinder: Sie sehen ein großes Tor mit sechs Engeln. Die Muttergottes segnete noch einmal. Der Himmel hat sich geschlossen. Während wir oben auf dem Podium die verschiedenen 'Vater unser' beteten, sagte die Muttergottes zu Antonie: Wir sollen für den kranken Pfarrer von Burk ein 'Vater unser' beten. Wir sangen das Lied 'Maria zu lieben' und beteten noch nach jeder Strophe ein 'Ave Maria'. Dann kamen die Herren von unten herauf und meldeten den Schluss.
Nachtrag: Als wir das erste Mal das Jesukind und die Muttergottes abgeholt haben, gingen beim ersten Lichtmast unten einige Personen vorbei. Eine davon lächelte spöttisch. Darauf schaute das Jesukind diese Personen an, deutete mit dem Finger auf diese Person und sagte: "Diese wird es noch einmal bereuen." (Bericht am gleichen Abend im Pfarrhof von den beteiligten leitenden Laien: Schlötzer, Schmitt und Dr. Heil gefertigt.)
Samstag, 18. Februar 1950.
I. Nachmittags 14.30 Uhr. Der Rosenkranz beginnt. Als Herr Pfarrer oben auf dem Podium ankommt, ging er zu Antonie Saam hin, die allein unten stand mit Rosa und betete eine Zeit lang. Dann sagte Antonie, dass sie die Muttergottes und das Jesukind auf dem Birkenwald sieht, dass sie herunter gehen. Herr Pfarrer ging mit den zwei Kindern nach Süden bis zum untersten Lichtmast. Die Muttergottes und das Jesukind segneten. Wir gingen dann mit der Muttergottes und dem Jesukind bergauf. Auf der Hälfte des Weges kamen die Herren Schlötzer, Schmitt und Heil und die anderen Kinder dazu und begleiteten uns hinauf.
Beim zweiten Gesätz sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen einen geraden Weg machen und zum Birkenwäldchen hinschauen." Das Jesukind betet mit. Dann sagte die Muttergottes noch einmal: "Die Leute sollen zum Birkenwald hinschauen!" Als wir oben waren, sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, kommt her. Ich will euch ein Kreuz auf die Stirne machen." Dann sagte die Muttergottes: "Antonie, Betti und Rosa mit Herrn Schmitt sollen hier oben bleiben. Die anderen Kinder sollen mit meinem Kinde mitgehen bis zum zweiten Lichtmast." (Von unten herauf.)
Beim dritten Gesätz: Die Muttergottes ist oben vor dem Podium. Das Jesukind mit den Herren Dr. Heil und Schlötzer und den übrigen Kindern gehen zum zweiten Lichtmast hinunter. Oben hat die Muttergottes gesagt: "Ich erteile jetzt meinen Krankensegen." Dann sagte die Muttergottes: Die Kinder sollen der Muttergottes die Hand geben und den Saum ihres Kleides berühren. Die Kinder taten es.
Beim vierten Gesätz sagte die Muttergottes: "Ich möchte meinen Sohn holen." Die Sonne schien ganz hell. Herr Schmitt und zwei Mädchen gingen mit. – Zwischenakt beim Jesuskind unten: Beim Hinuntergehen sagte das Jesukind: "Es freut mich, dass sich die Leute vor mir verbeugen." Unten beim zweiten Lichtmast angekommen, berührten wir die Krone, das Haar und den Saum des Kleides vom Jesukind. Das Jesukind stand am Boden auf einer Wolke und machte der Gretel Gügel drei Kreuze auf die Oberfläche ihrer rechten Hand. Das Jesukind sagte dann: "Nehmt ein wenig Erde mit! – Jetzt kommt meine Mutter." Dann ging das Jesukind seiner Mutter entgegen.
Bei der Litanei: Beim Heraufgehen sagte die Muttergottes: "Es freut mich, dass die Leute freie Bahn machen." Das Jesukind sagt: "Ich werde ganz hinauf segnen." Dann sagte es: "Die Kinder sollen nicht hinknien beim Segen der Leute. Dieser ist ein besonderer Segen." Das Jesukind sagte weiter: "Wenn ich oben bei Marianne Schlötzer vorbei gehe, will ich sie besonders segnen." Es geschah so. Dann, oben angekommen, sagte die Muttergottes: "Ich will alle Rosenkränze segnen." Sie wendet sich nach allen Seiten, segnet und spritzt Weihwasser.
Es ist gerade nachmittags 15.00 Uhr. Das Jesukind sagt: "Ich will das ganze Volk segnen." Als gebetet wurde 'Du Königin der Patriarchen' knien sich die Muttergottes und das Jesuskind hin. Das Jesukind lächelte. Sie knien bis zum 'O du Lamm Gottes'. Das Jesukind und die Muttergottes beten mit. Da macht das Jesukind ein Kreuz auf die Stirne und sagt: Später sollen die drei Kinder, die oben waren, das Jesukind nach unten begleiten, nämlich Betti, Rosa und Antonie. Kurz darauf gehen diese drei Kinder mit dem Jesukind fort. Beim Hinuntergehen hat das Jesukind das ganze Volk gesegnet. – Oben sagt die Muttergottes: Die Kinder sollen ihre Krone, ihre Hand und den Saum ihres Kleides berühren und ein Lied singen. Die Kinder singen 'Dich will ich freudig grüßen'. Es waren: Kuni Schleicher, Maria Heilmann, Gretel Gügel und Irma Mehl. Die Muttergottes sagt: "Die Leute sollen zum Birkenwald hinüber schauen." Dann sagte sie: "Jetzt hole ich mein Kind ab." Die vier Kinder gehen mit ihr hinunter. Die Muttergottes segnet auf dem Wege hinunter und sagt: "Das ist ein besonderer Segen." Es war gerade 15.10 Uhr nachmittags. (Oben wurden für fast sechzig Anliegen 'Vater unser' gebetet.) Auf einmal sagte die Muttergottes: "Jetzt kommt mir mein Kind entgegen." Die drei Kinder: Saam, Bradl und Büttner mussten unten dem Jesukind ein Lied singen. Sie sangen 'Jesu, Jesu, komm zu mir'. Das Jesukind sagt: "Die Leute sollen weiter gehen. Bevor ich gehe, dürft ihr mich umarmen." Dann sagt das Jesukind: "Meine Mutter möge kommen", und es ging ihr entgegen. Herr Schlötzer fragte: "Muttergottes, kommst du um halb sechs?" Antwort: "Ja. Ich bleibe nicht lange da."
Um 15.15 Uhr am Lichtmast angekommen: Antonie, Betti und Kuni sahen das Jesukind mit weißen Schuhen, aber Gretel Gügel und Maria Heilmann sahen das Jesukind barfuß Dann umarmten die Kinder das Jesukind, ebenso Dr. Heil, Schmitt und Schlötzer. Herr Schlötzer drückte das Jesukind beim Umarmen ganz nahe zu sich hin, darüber waren die Kinder sehr entrüstet und schrien: Sie erdrücken das Jesuskind! Das Jesukind lächelte dabei. 15.20 Uhr öffnete sich der Himmel. Das Jesukind schwebt nach oben. Drei Engel holen es ab. Vor dem Eintritt in den Himmel segnet das Jesukind. (Mit den vorderen drei Fingern.) Wir fragten die Muttergottes: "Dürfen wir heute Abend einige Fragen stellen?" – "Ja."
Um 15.23 Uhr. Der Himmel öffnet sich, die Muttergottes fährt in den Himmel auf, drei Engel begleiteten sie, die Muttergottes gibt ihren Segen. Der Himmel ist geschlossen.
II. Um 17.30 Uhr abends Andacht. (20.000 Menschen sind anwesend.) Um 17.15 Uhr ist die Muttergottes mit Jesukind über den Birken, geht herunter, und wurde von Antonie, Rosa und dem Herrn Expositus von Heng (Lehner) abgeholt und bis zum Podium hinauf begleitet. Um 17.30 Uhr kamen die übrigen Kinder mit Dr. Heil und Schlötzer am Podium an. Dann sagte das Jesukind: "Heute Abend komme ich mit meiner Mutter." Die Frau Bradl ließ durch Antonie fragen: "Wann soll Rosa wiederkommen?" – Antwort: "Am 25. März." Dann sagte Antonie: "Am 25. März soll Herr Schlötzer den Leuten preisgeben, was ich gesagt habe zu den Kindern (2. Februar)." Die Muttergottes sagte: "Das, was ich gesagt habe, an einem meiner Marienfeste könnt ihr es den Leuten sagen." (Siehe frühere Berichte vom 2. Februar.) Das Jesukind ging dann mit Rosa, Saam und Schmitt zum ersten Lichtmast hinunter. Zwei Kinder aus dem Volk streuten Blumen. (Lebende Blumen.) Das Jesukind sagte: "Ich habe große Freude darüber"; dann: "Die Leute sollen hier bleiben, ich will mit den Kindern allein sein." Die Kinder und Herr Schmitt durften das Jesukind in den Arm nehmen. Das Jesukind sagte: "Die Leute sollen stehen bleiben und, eine gerade Bahn machen, meine Mutter will kommen." Weiter sagte es: "Gerade Bahn sollen die Leute machen. – Wenn sie auf mich nicht hören, werde ich sie strafen."
Um 17.35 Uhr sagte die Muttergottes oben zu Antonie: "Ich möchte meinen Sohn abholen." Antonie, Rosa, Schlötzer und Dr. Heil gingen mit der Muttergottes nach unten. Die Muttergottes sagte: "Ich möchte eine gerade Bahn, die Bahn ist noch nicht gerade. Wenn die Leute nicht hören, werde ich sie strafen." Die ganze Prozession geht herauf zum Podium, das Jesukind segnet beim Gehen, gab einen besonderen Segen und sagte: "Die Leute sollen sich hinknien." Weiter sagte es: "Die Bahn soll frei gemacht werden." Das Jesukind und die Muttergottes nehmen ihren Weg über die gestreuten Blumen. (Die etwas abseits liegen.) Das Jesukind sagte: "Ich freue mich, weil die Leute Kerzen angezündet haben." Die Muttergottes sagte: "Ich will die Rosenkränze weihen und segnen." Sie segnete mit Weihwasser. 17.50 Uhr ging die Muttergottes und das Jesukind mit den Kindern und drei Herren (Heil, Schlötzer und Schmitt) zum ersten Lichtmast herauf. Als die Prozession an den brennenden Kerzen vorbei ging, segnete das Jesukind die Kerzen. Es sagte dann: "Ich habe die Blumen so gern" und "Ich will allein sein mit den Kindern." Die Leute gingen weg. Das Jesukind sagte: "Das freut mich, dass die Leute meinen Wunsch erfüllt haben." Beim Heruntergehen führte die Muttergottes das Jesukind an der Hand. Das Jesukind sagte zu den Kindern: "Ihr müsst noch sehr viel leiden, bis ihr in den Himmel kommt." Dann fuhr das Jesukind in den Himmel hinauf. Der Himmel ging auf und das Jesukind trat ein und segnete noch einmal und der Himmel schloss sich. Dann fragten wir die Muttergottes: "Liebe Muttergottes, dürfen wir dich fragen?" – "Ja."
1. Liebe Muttergottes, wünschest du, dass wir den Bund zu deiner Ehre hier organisieren? – Keine Antwort.
2. Wünschest du, dass Priester und Laien im Gesetz der heiligen Familie, wie es Dr. Heil meint, in deinem Bund zusammenarbeiten? – "Ja."
3. Soll die Organisation auf die sieben Wunden, wie es Dr. Heil meint, aufgebaut werden? – "Ja."
4. Soll der heilige Josef der Vertreter, Schützer und Leiter des Rechtes und der Verantwortung sein, die wir in deinem Bund vertreten? – "Ja."
5. Was meinst du, als du sagtest: Dr. Heil, Schlötzer und Schmitt sollen deinen Bund leiten? Sollen wir mit dem Herrn Pfarrer zusammen den anderen Richtlinien geben? – "Ja."
6. Liebe Muttergottes, willst du diese Weihe, die auf diesem Andachtzettel steht? – "Ja." (Uralte Weihe von einem Mystiker.)
Die Muttergottes sagte: "Ich habe heute Mittag gesagt, dass ich um halb sechs nur kurz bleiben werde. Stellt die anderen Fragen heute Abend" – und brach plötzlich ab. Die Muttergottes fuhr in den Himmel hinauf. Das Himmelstor bestand aus zwei Flügeln. Drei Engel kamen in weißem Gewand. Die Muttergottes segnete. Der Himmel schloss sich und die Türen schlossen sich.
III. Abends 20.30 Uhr Andacht – es waren über 50.000 Menschen sicher da. Um 20.05 Uhr stand die Muttergottes über dem Birkenwald mit dem Jesukind. Die Kinder sollen sie abholen. Alle Kinder mit den drei Herren gingen hinunter zum ersten Lichtmast. Die Leute standen um den Lichtmast herum. Die Muttergottes sagte: "Die Leute sollen entweder hinauf oder hinunter gehen!" Die Kinder begrüßen die Muttergottes und das Jesukind. Erika Müller weinte sehr, weil sie die Muttergottes und das Jesukind nicht sah. Die Muttergottes sagte zu einem anderen Kind: "Die Erika bekommt oben einen besonderen Segen." Beim dritten Gesätz ging die Prozession herauf zum Podium. Zuerst sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen hinter die Stange gehen. Nur die Eltern der Kinder sollen dableiben. Ich sage es noch einmal, die Leute sollen hinter die Stange gehen." Das Jesukind sagte dann: "Ich sage es noch einmal, die Leute sollen hinter die Stange gehen, sonst werde ich sie bestrafen." Als alle oben waren und die Bahn frei war, sagte die Muttergottes: Die Kinder sollen der Muttergottes und dem Jesukind die Hand geben. Die Muttergottes segnete dann die Rosenkränze. Die Muttergottes sagte: "Die Kinder sollen mit dem Jesukind hinuntergehen. Nur Antonie und Rosa mit Herrn Schmitt bleiben oben." Alle übrigen gingen mit hinunter. Die Muttergottes segnete dann das ganze Volk oben vor dem Podium. Die Muttergottes sagte dann: "Die zwei Kinder sollen ihre Krone, Haar und ihre Füße berühren." Sie taten es. Dann sagte die Muttergottes: Sie sollen ihren Sohn mit abholen. Schmitt, Antonie und Rosa gehen mit der Muttergottes hin. Auf dem Wege hinunter sagte die Muttergottes: "Ich werde dazwischen erscheinen (zwischen heute und dem 25. März, siehe im folgenden Bericht), dass euch der Böse (Feind) nichts tut. Liebe Kinder, wenn ihr in Not seid, ruft mich an! Hört nicht auf das Geflüster des Bösen, der aus dem Wald zu euch spricht!" – Nach dem Gebet (Litanei) zum heiligen Josef kommt die Prozession herauf auf den Berg zum Podium. Die Muttergottes segnet. Sie sagt: "Der Segen, den ich gebe, ist ein besonderer Segen." Das Jesukind segnet auch, und die Muttergottes sagt: "Der Segen, den das Jesukind gibt, ist ein besonderer Segen." Dr. Heil gibt dies laut bekannt beim Heraufgehen der Prozession. Um 20.45 Uhr abends kommt die Muttergottes und das Jesukind herauf und segnet nach rechts und links das Volk. Beim Heraufgehen hat die Muttergottes das Jesukind geführt. Die Muttergottes sagte: "Heute komme ich zum letzten Mal. Im März komme ich wieder an einem meiner Feste." (Vergleiche aber auch oben: "Dazwischen werde ich erscheinen zur Stärkung der Kinder.") Dies sagte die Muttergottes zu Erika Müller, welche die Muttergottes wieder sah. Das Jesukind sagte: "Die Leute sollen alle zum Birkenwäldchen hinschauen!" Die Muttergottes will die Kinder noch einmal segnen, damit sie bis zum März aushalten: "Die Kinder müssen noch viel aushalten, bis sie in den Himmel kommen." Beim 'Engel des Herrn', 'Und das Wort ist Fleisch geworden' hat sich die Muttergottes und das Jesukind niedergekniet. Die Muttergottes hat gesagt: "Bevor das Jesukind in den Himmel auffährt, sollen die Kinder zum Danke ein Lied singen." Bevor die Muttergottes in den Himmel auffährt, will sie haben, dass die Kinder die Muttergottes hinunterbegleiten. Die Kinder singen: 'Segne du, Maria.' Die Muttergottes und das Jesukind haben gesegnet. Dann ist das Jesukind zuerst in den Himmel aufgefahren und hat von oben den Segen gegeben. Bevor die Muttergottes wegging, fragten die drei Herren durch ein Kind: "Dürfen wir dir jetzt Fragen stellen?" Die Muttergottes sagte: "Zwei Fragen sollt ihr stellen." Sie fragten:
1. Soll jemand persönlich wegen Heroldsbach beim Heiligen Vater in Rom vorsprechen? – Antwort: "Ja."
2. Soll der 'Ruf Mariens' deine Bundeszeitschrift sein? – "Ja." (Dr. Heil) Herr Höcht stellte noch eine Frage: "Ist die Botschaft von Pfaffenhofen, wie sie Pfarrer Kumpf aufgeschrieben hat, von dir?" – "Ja."
Dann fuhr die Muttergottes in den Himmel auf. Sie gab ebenfalls nochmals den Segen und Engel holten sie ab. Zum Schluss sangen über fünfzigtausend Menschen das 'Großer Gott, wir loben dich'. – Als wir heimkamen, war die Erzbischöfliche Kommission da, machte Vorwürfe, erhielt Antwort und ging fort. – Nachdem die Muttergottes in den Himmel aufgefahren, und der Himmel zu war, fing Gretel Gügel bitterlich zu weinen an, und sagte auf die Frage, warum sie weine: "Weil die Muttergottes fort ist." (Bericht am gleichen Abend von den die Kinder begleitenden und leitenden Herren: Dr. Heil, Schlötzer, Schmitt, im Pfarrhaus abgefasst und von dem anwesenden Pfarrer und Verfasser mit aufgezeichnet.)
Sonntag, 19. Februar 1950. Um 17.30 Uhr abends beim Rosenkranz waren ca. 50 bis 100 Personen bei der kleinen Kapelle. Gleich bei Beginn des Rosenkranzes sagte Gretel Gügel: "Ich höre eine Stimme aus dem Birkenwald: Liebe Kinder, kommt jetzt in den Birkenwald, da ist die Muttergottes!" Der Teufel sprach zu Maria Heilmann: "Liebe Kinder, kniet euch nieder und betet mich an!" Dann sprach er weiter zu Maria Heilmann: "Das ist nicht schön von euch, dass ihr da betet." Zu Gretel Gügel sagte der Teufel: "Wenn ihr euch hinkniet und betet mich an, will ich euch alles schenken." Zu Maria Heilmann sagte der Teufel: "Kommt in das Birkenwäldchen! Da dürft ihr mich anrühren!" Zu Erika sagte der Teufel: "Kommt doch näher und hört auf meine Worte! Wenn ihr mich nicht anbetet, mag ich euch nicht mehr." Zu Maria Heilmann sagte dann der Teufel: "Kommt doch in das Birkenwäldchen! Die Muttergottes wartet auf euch." Erika Müller sagte: Sie hat den Teufel gesehen, wie er die Zähne gebleckt hat. Zu einem anderen Kinde sagte der Teufel: "Ich bin schöner wie die Muttergottes!" (Bemerkung: Am Montag, 20. Februar 1950, um 19.00 Uhr bei der kleinen Kapelle, wurde der Rosenkranz gebetet. Mehrere Leute sahen um 19.45 Uhr einen langen, purpurroten Streifen am Himmel, von Hausen (Osten) herkommend, am Weinberg vorbei bis Poppendorf, ca. fünf Minuten. Nordlicht?) – Nach den Aufzeichnungen von Pfarrer Gailer auf Grund des Diktates von Schlötzer und Schmitt.
Dienstag, 21. Februar 1950, Fastnacht. Mittags 12.00 Uhr haben Gretel Gügel und Erika Müller in der kleinen Kapelle auf dem Berge gesungen. Wir schauten durch die Fenster der kleinen Kapelle. Wir sahen die Muttergottes in Lebensgröße über den Birken ohne Jesuskind. Sie hatte blauen Mantel, goldene Krone, weißes Kleid, blondes Haar und schwarzen Rosenkranz, Hände nach oben gefaltet, barfuß, rote Rosen auf den Füßen, stehend auf einer Wolke. Sie blieb ein bisschen über den Birken, schwebte herunter auf den Boden des Birkenwaldes. Dann ging sie von unten herauf bis zum zweiten Lichtmast. Wir holten sie ab. Dann gingen wir bis zur Kapelle hin, zwischen Kapelle und Stangengerüst neben der Kapelle. Sie stand einen Meter vor uns auf dem Boden auf einer Wolke. Die Muttergottes sagte zu Erika Müller: Die Muttergottes gibt kein Zeichen mehr, weil sie das Mädchen geheilt hat, und das soll ein Zeichen für die Ungläubigen sein. (Bericht von Schlötzer, dass die Kinder das falsch berichtet haben! Am Samstag wird dies von Schlötzer berichtet.) Die Muttergottes sagte zu Erika: "Maskiert euch nicht! Zieht bloß ein schwarzes Kleid an und hängt einen Rosenkranz hin und zieht euren Mantel darüber!"
Auch die Gretel Gügel hörte diese Worte. Dann sagte die Muttergottes: "Ich sage es euch zum letzten Mal, geht nicht in den Birkenwald und auch nicht an den Rand der Birken, sonst könnte es euer Unglück sein!" Wir haben dann weitergebetet und gesungen. Die Muttergottes sagte: "Euer Lied hat mich sehr gefreut." Dann ging die Muttergottes, nachdem sie fast eine Stunde hier war, hinüber auf die Birken. Über den Birken sagte sie: "Jetzt geb ich euch noch einmal meinen besonderen Segen, damit ihr gar aushalten könnt, bis ich wiederkomme." Dann gab sie uns den Segen. Plötzlich verschwand sie. Wir gingen dann wieder in die Kapelle hinein. Erika sah durch die Fenster der Kapelle den Teufel und sagte zu Gretel: "Geh' heraus, da ist der Teufel!" Wir gingen aus der Kapelle. Gügel ging aber gleich wieder in die Kapelle hinein, damit sie ihn nicht mehr sehen muss. Dann erschien der Teufel wieder auf dem Boden des Birkenwaldes und sagte: "Ihr sollt zu dem Birkenwäldchen gehen, da drüben ist die Muttergottes!" Wir sagten: "Die ist nicht drüben! Die ist schon lange in den Himmel hinaufgefahren." Dann hat der Teufel recht laut gelacht und bleckte mit den Zähnen. Wir beteten "Gelobt sei Jesus Christus. Im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit, Satan, weiche von mir! Gelobt und gebenedeit sei das Allerheiligste Sakrament des Altars!" Dann verschwand der Teufel. (Bericht nach den Aufzeichnungen von Pfarrer Gailer.)
Mittwoch, 22. Februar 1950, Aschermittwoch. Um 19.00 Uhr abends wurde oben wieder gebetet wie sonst. Nichts erschienen. Auffallendes:
1. Am Freitag, 17. Februar, sagte die Muttergottes: "Ich will jetzt hinunter gehen zu meinem Kinde." Zu gleicher Zeit sagte das Jesuskind unten: "Ich will zu meiner Mutter gehen." Sie trafen sich unterwegs, obwohl finster, und die Kinder und die begleitenden Herren oben und unten nichts von dem wussten.
2. Das Jesukind sagte zu Gretel Gügel: "Wenn ich oben bin bei Marianne Schlötzer, will ich sie besonders segnen." Gretel wusste aber nicht, wo sie steht.
Samstag, 25. Februar 1950. (Bericht von dem Leiter der Andacht, Herrn Schmitt. Herrn Pfarrer Gailer wurde am 24. Februar 1950 vom Herrn Erzbischof streng verboten, an den Andachten teilzunehmen.)
1. Nachmittags 12.30 Uhr sahen Kuni Schleicher, Erika Müller, Maria Heilmann und Gretel Gügel einen Schein über dem Birkenwald und dann die Muttergottes. Müller und Schleicher (Schleicher war die Angeberin) wollen in das Birkenwäldchen. Gretel sagte: "Ich gehe nicht hin, weil die Muttergottes es verboten hat." Die zwei Kinder gingen bis zum Lichtmast, trauten sich aber nicht weiter. Eine alte, unbekannte Frau ging vorbei und sagte: Sie nimmt die beiden Kinder mit zum Birkenwald. Die Kinder gingen aber nicht mit. Da kam die Muttergottes und das Jesukind. Die Kinder gingen hin und grüßten die Muttergottes und das Jesukind. Kuni Schleicher sah nichts. (Strafe, weil sie in den verbotenen Birkenwald wollte.) Zu Gretel sagte das Jesuskind: "Legt eure Rosenkränze hin. Ich werde mich daraufstellen." Das Jesukind stand auf einer Wolke und unter dieser waren die Rosenkränze. Die Kinder sehen die Rosenkränze nicht, nur Kuni Schleicher. (Weil sie das Jesukind nicht sah.) Dann ging das Jesukind weg von den Rosenkränzen und die Kinder sahen die Rosenkränze wieder. Dann gingen die Kinder aufs Podium und berührten alles, Krone, Haar, Hände, Saum der Muttergottes und des Jesukind. Dann gingen sie vom Podium herunter und berührten auch die Füße und Rosen. Bevor die Kinder die Rosenkränze hinlegten, sah Maria Heilmann, Erika Müller und Gretel Gügel über dem Birkenwald einen Kelch mit einer darüberschwebenden Hostie. Bald darauf stand ein Engel daneben. (Siehe Fatima, Wegener, S. 16 f. Bemerkung des Verfassers.) Nach der Berührung der Muttergottes und des Jesukind durch die Kinder schwebte der Engel mit dem Kelch und Hostie herüber zur Muttergottes und blieb hinter ihr stehen. Das Jesukind sagte auf die Fragen von Maria Heilmann, was der Engel im Kelche habe? – "Das ist mein Blut und mein Leib." Die Muttergottes sagte zu Gretel Gügel und Maria Heilmann: "Liebe Kinder, wenn ihr jetzt in den Birkenwald gegangen wäret, wäre es euer Unglück gewesen." Das Jesukind sagte: "Jetzt verwandle ich den Wein in mein heiliges Blut und das Brot in meinen heiligen Leib." Dann sahen die Kinder in den Kelch hinein: Maria Heilmann, Gretel Gügel und Erika Müller, und sehen, dass es Blut war und drinnen kleine, ganz kleine, ganz weiße Bröckelchen, Kuni Schleicher sah nichts von alldem! Die Hostie schwebte über dem Kelch. Die Kinder gingen dann zur Muttergottes und dem Jesukind zurück. Der Engel verschwand mit dem Kelch und Hostie und fuhr in den Himmel hinauf. Dann reichte Erika Müller ihren Rosenkranz dem Jesukind hin. Dieses nahm ihn in die Hände und behielt ihn einige Sekunden. Dann sagte das Jesukind zu Gretel Gügel: "Gib mir deine Hand!" Gretel gab dem Jesukind die Hand. Darauf nahm das Jesukind von ihrer Hand den Rosenkranz und segnete ihn dreimal und gab ihn wieder zurück. Dann küssten Maria, Gretel und Erika die Füße vom Jesukind und von der Muttergottes. Wir knieten uns darauf hin. Wo das Jesukind stand, lagen zwei blaue Rosenkranzperlen. Gretel und Maria nahmen je eine Perle und Kuni und Erika nahmen den Draht, an dem sie steckten. Die Kinder fragten dann: "Liebes Jesuskind, sind die Perlen von deinem Rosenkranz?" – Antwort: "Ja." Nachher gingen alle vier Kinder vor das Podium. Das Jesukind und die Muttergottes machten ihnen ein Kreuz auf die Stirne. Die Kinder gaben dem Jesukind und der Muttergottes die Hand und dann ging das Jesukind in den Himmel und gab von dort aus den Segen. Daraufhin fuhr die Muttergottes in den Himmel auf und segnete ebenfalls.
2. Abends 19.00 Uhr. Bericht von dem Leiter der Andacht, Herrn Schmitt: 19.00 Uhr gingen Dr. Heil und Schmitt und Antonie und Gretel Gügel mit auf den Berg. Beim dritten Gesätz sahen die Kinder einen Schein und die Muttergottes in der Größe wie im Oktober im Schein. Die Muttergottes sagte zu den Kindern: "Ich will euch segnen und gehe dann wieder." Sie segnete und verschwand darauf. Ende des dritten Gesätzes sahen die Kinder über dem Birkenwald einen neuen Schein und darin das Jesuskind. Das Jesukind forderte Antonie und Gretel auf, sie sollen die übrigen Kinder herbeirufen. Schmitt machte das unter den Leuten bekannt. Irma und Betti kamen herbei. Auch Kuni Schleicher und Erika Müller wurden geholt. Daraufhin erschien die Muttergottes auch. Sie forderte die Kinder auf, vor das Podium zu treten. Die Muttergottes schwebte mit Jesukind in Begleitung von zwei Engeln herüber, ungefähr dreißig Meter von den Kindern entfernt. Sie forderte die Kinder auf, zu ihr und ihrem göttlichen Kinde zu kommen. Die Kinder gingen hin, mit Dr. Heil und Schmitt. Sie gaben der Muttergottes und dem Jesukind die Hand. Daraufhin sagte die Muttergottes: "Berührt auch das Kleid und das Haar der zwei Engel!" Das Jesukind hatte ein rosa Kleid an und einen blauen Mantel um, einen drei cm breiten Stirnstreifen über dem Kopf. Die Muttergottes sagte daraufhin: "Sagt den Leuten gar nichts von dem, denn es sind Ungläubige dabei." Um 19.30 Uhr abends kam ein dritter Engel – war ganz klein. Die Muttergottes sagte: "Merkt nicht auf den bösen Feind!" Sie sagte dann: "Am 13. März soll auch Rosa Bradl und Hildegard Lang kommen." Daraufhin sagte das Jesukind zu den Kindern: "Ihr müsst noch viel, viel leiden, bis ihr in den Himmel kommt!" Die Muttergottes sagte dann: "Es werden noch viele Ungläubige zu dem Glauben an mich und mein Kind zurückfinden." Während des 'Agnus Dei' knieten sich die Muttergottes, das Jesukind und die drei Engel nieder und klopften an ihre Brust. Die Engel waren weiß gekleidet, und hatten um den Hals und die Arme goldene Borten. Um die Stirne hatten sie ein schmales silbernes Band. Aus dem Himmel herunter kam ein Engel. Kuni Schleicher und Erika Müller kamen jetzt zu den Kindern. Dann kam ein Engel mit Spruchband aus dem Himmel. Es stand darauf: 'Gloria in Excelsis Deo.' Und darauf kam noch ein Engel mit dem Spruchband: 'Ehre sei Gott in der Höhe.' Es kam dann ein Engel mit Kelch und Hostie. Das Jesukind sagte zu Maria Heilmann: "Es ist mein Blut. Jeden Tag opfere ich in der heiligen Messe mein Blut für die Sünden der Menschen auf." Die Kinder durften die Engel, die in einer Reihe standen, berühren. Die Engel breiteten die Arme aus, dann kam noch ein Engel vom Himmel mit einem Spruchband. Darauf stand: 'Gelobt sei Jesus Christus!' Dann wieder ein Engel mit dem Spruchband: 'Lobet den Herrn!' Dann stiegen die Engel in den Himmel wieder auf, um bald darauf wieder zu erscheinen, und viele, unzählige Engel, kamen dann aus dem Himmel, der geöffnet war, zur Erde hernieder. Es waren die Engel mit den Spruchbändern wieder dabei. Neue Spruchbänder kamen und zwar: 'Singet einen Bund (Strauß) von Marienliedern!' Auf einem Spruchband stand: 'Lobet Gott im Himmel!' Auf einem weiteren stand: 'Jesus-Heiland-Seligmacher!' Daraufhin sagte das Jesukind zu den Kindern: "Gebet meinen lieben Engelein im Himmel droben, die bei euch sind, die Hand!" Die Engel standen alle im Kreise herum. Die Kinder gingen dann im Kreise herum und gaben jedem Engel die Hand. (Es dauerte etwa sechs bis acht Minuten.) Die Engel hatten verschiedene Größen, Mannesgröße bis zu einem kleinen Kind, hatten verschiedene Kleider. Die kleinen Engel hatten weiße Kleider, die großen Engel je nach ihren Aufgaben blaues oder rotes Gewand mit roter oder blauer Schärpe. (Blaues Gewand mit roter Schärpe, rotes Gewand mit blauer Schärpe.) Dann kam ein Engel mit Spruchband. Darauf stand: 'Ave Maria, klare.' Das Jesukind forderte die Kinder auf, mit den Engeln eine Prozession hinunter an den Mast zu machen. Es gingen von den Kindern Erika Müller, Kuni Schleicher, Betti Büttner und Irma Mehl mit Dr. Heil mit. Vor den Kindern gingen die kleinen Engel. Wie die Prozession am Maste ankam, gingen die letzten Engel von den zurückgebliebenen von der Stelle weg. Die Engel gingen zwei zu zwei. In der Mitte der kleinen und großen Engel gingen die Kinder und Dr. Heil. Die Prozession machte einen großen Bogen. Unterwegs machte sie mehrmals Halt, denn es stießen weitere Engel hinzu. Darunter waren drei Engel mit langen Posaunen, drei Engel mit Geigen und drei Engel sangen. Die Kinder hörten das Spiel und den Gesang. ("Es war wunderbar!" sagten die Kinder.) Dann kam vor den Kindern ein Engel, rotes Kleid und in der Hand ein Kreuz (30 cm hoch) tragend. Hinter dem ging ein Engel. Hinter diesem zwei weitere Engel, die in der Hand einen Kelch mit Hostie trugen, frei nach außen haltend, mit der anderen inneren Hand einander führend. Die Prozession kam an den Ausgangspunkt zurück. Während der Prozession blieben die Muttergottes und das Jesukind und zwei Engel bei Gretel Gügel und Maria Heilmann und Schmitt zurück. Wir sangen jetzt das Lied 'Ave, Maria, klare'. Das Jesukind sagte: "Euer Lied klingt durch die Wolken." Darauf sagte es: "Nehmt mich in eure Hand. Ich will einschlafen." Gretel Gügel und Maria Heilmann streckten ihre Hände aus und das Jesukind legte sich darauf, ca. 15 Sekunden auf die Arme dieser beiden Kinder. Die Gretel Gügel sang das Lied 'Schlaf ein, liebes Jesulein', und das Jesukind drückte die Augen zu und schlief. Darauf sagte die Muttergottes: "Ich will das ganze Volk segnen." Die Muttergottes und das Jesukind segneten das ganze Volk. Darauf sagte das Jesukind: "Hier will ich den Krankensegen geben." Auf die Bitte, die Muttergottes soll unsere Angehörigen zu Hause segnen, tat sie dasselbe. Das Jesukind sagte: "Jetzt will ich die segnen, die für mich kämpfen." Zu Gretel Gügel sagte die Muttergottes: "Ich möchte euch gerne jetzt mit in den Himmel nehmen, aber ich kann noch nicht." Die Engel kamen von der Prozession zurück. Es kamen neun Engel mit Spruchbändern hinzu. Auf einem Spruchband stand: 'Liebet die Muttergottes des Weltalls!' Ein Engel hatte auf dem Spruchband: 'XP = ChR = Christus.' (Gruß) Ein weiterer Engel (die Kinder sahen gemeinsam das Gleiche) mit Spruchband: 'Liebet die Königin des Friedens.' Beim Zurückgehen ans Podium (bisher waren wir bei diesen Ereignissen dreißig Meter südlich vom Podium) kamen zwei Engel hinzu mit einer Geige, zwei Engel mit Posaunen und zwei Engel sangen und forderten die Kinder auf, mitzusingen. Beim Podium angekommen, dürfen die Kinder die Füße und die Hände des Jesukind und der Muttergottes küssen. Daraufhin trat ein Engel mit Kelch und Hostie hervor. Das Jesukind sagte zu den Kindern: "Ihr dürft mein Blut trinken und mein Fleisch empfangen, damit ihr gestärkt werdet." Die Kinder tranken aus dem Kelch, auch Betti Büttner und Irma Mehl, die nichts sahen und hörten. Das Blut war lauwarm, und die Hostie, als sie den Kindern auf die Zunge gelegt wurde, verschwand sofort, ebenso das Blut nach dem Genießen. Darauf forderte das Jesukind die Kinder auf, die zwei Engel in den Arm zu nehmen, ebenso Herrn Schmitt und Dr. Heil. Darauf sagte das Jesukind: "Singet mir ein Lied", und verlangte das Lied: 'Jesukindlein komm zu mir!' – "Denn ich komme ja so gerne zu euch. Singt auch meiner Mutter ein Lied!" Sie sangen ein Marienlied. Die Muttergottes sagte: "Wenn ihr in Not seid, ruft mich an! Merkt nicht auf die Worte des bösen Feindes, sondern auf meine Worte! Lasst euch ja nicht vom bösen Feind verführen!" – Viele Engel sind währenddessen in den Himmel aufgestiegen. Daraufhin sagte das Jesukind: Maria Heilmann, Gretel Gügel und Schmitt sollen mit den Engeln nach unten gehen! Es gingen zwölf Engel mit. Kaum zehn Meter entfernt, kam das Jesukind und die Muttergottes nach. Die Kinder blieben stehen und bildeten um das Jesukind und die Muttergottes einen Kreis. Die Engel waren innerhalb des Kreises der Kinder. (Die Kinder nahmen sich an der Hand mit Schmitt und Dr. Heil und machten einen Kreis.) Daraufhin stiegen die Engel in den Himmel auf. Der Himmel war während der Erscheinung der Engel immer offen. Um den Mond war ein großer heller Kranz: Die Kinder sagten: Auf diesem hellen Kranz steigen die Engel auf und nieder. Diesen hellen Kranz sahen die Kinder und alle Leute, auch Herr Schmitt, nachdem die Kinder die Leute darauf aufmerksam machten. (Auch in Pinzberg nach dem Bericht von Hans Zametzer und Reta Bierfelder.) Der Mond hatte ca. 50 cm, es war Halbmond, der Lichtkreis hatte zehn Meter Durchmesser. Die Muttergottes sagte: "Morgen komme ich wieder mit viel, viel Engeln, mehr Engeln als heute!" Die Kinder sahen in den Himmel hinein und darin den Thron der Muttergottes aus Gold und Edelsteinen. Daneben stand ein kleiner Thron. Die Muttergottes segnete und stieg in den Himmel hinauf und setzte sich auf den großen Thron. Sie hatte in der Hand ein goldenes Zepter und auf dem Haupte eine goldene Krone. Daraufhin stieg das Jesukind auf und setzte sich auf den kleinen Thron. (Der seiner Größe entsprach.) Es hatte in der Hand eine rote Weltkugel und darauf ein goldenes Kreuzchen. Sie segneten nochmals und der Himmel schloss sich. (Bericht von dem Laienleiter Schmitt.)
NB: Herr Dr. Heil und Herr Schmitt erzählten mir, am gleichen Abend gefragt, dass an diesem Samstag, 25. Februar 1950, das Jesukind zwei Perlen von seinem blauen Rosenkranz auf die Erde fallen ließ. Die Kinder hoben diese Perlen auf und haben sie mit nach Hause genommen. Die beiden Herren haben diese Perlen auch gesehen.
Sonntag, 26. Februar 1950. Abends 19.00 Uhr Andacht. (Bericht von Schlötzer und Schmitt, am gleichen Tag angefertigt, nach der Andacht im Pfarrhof.) Die Herren Schlötzer und Schmitt gingen um 19.00 Uhr abends mit den Kindern zum Berg hinauf vor das Podium. Dort angekommen, sagte Erika Müller: "Ich sehe zwei Scheine." Kurz darauf sagten Antonie Saam und Erika Müller: "Drinnen ist die Muttergottes und das Jesukind." Dann sagte Antonie Saam: "Die Muttergottes mit Jesukind und zwei Engeln kommt vom Birkenwald herunter." Antonie sagte: "Die Muttergottes sagt zu den Kindern: Wir sollen sie abholen." Gleich darauf sagte Saam: Sie sieht einen großen Engel vom Himmel herunter mit einem Spruchband: 'Lobet den Herrn!' Alle Kinder mit Ausnahme der Mehl sehen den Engel mit dem Spruchband. Er stand vor dem Podium. Die Muttergottes schwebte zum zweiten Lichtmast. Dann gingen wir herunter bis zum zweiten Lichtmast. Alles ging herunter. Der Engel hatte ein rotes Kleid. Beim Heruntergehen sagte die Muttergottes: Wir sollen sie abholen. Bei der Muttergottes auf dem Birkenwald waren zwei Engel in Kindesgröße, weiß angezogen, hatten zwei Flügel und standen mit gekreuzten Armen über der Brust. Beim Weg zur Muttergottes kam ein Engel vom Himmel herunter, er war groß, sein Kleid rosa, der Gürtel blau, mit Spruchband: Lobet den Herrn! Die Kinder begrüßten die Muttergottes und das Jesukind, das neben ihr stand, und gaben beiden die Hände. Die Kinder sprachen: "Gelobt sei Jesus Christus." Das Jesukind sagte: "In Ewigkeit." Daraufhin gingen Schlötzer, Gretel Gügel, Maria Heilmann mit der Muttergottes und dem Jesukind und zwei Engeln zurück zum Podium. Das Jesukind sagte: "Dieser Segen, den ich gebe, ist ein besonderer." Das Jesukind wurde geführt von Gretel Gügel und Maria Heilmann. Wir gingen zum Podium hinauf. Das Jesukind sagte: "Ich freue mich, dass die Leute beim schlechten Wetter gekommen sind. Ich habe sie ausprobiert, ob sie bei dem schlechten Wetter auch kommen." Dann gaben sie der Muttergottes, dem Jesuskind und den zwei Engeln die Hand. Dann küssten sie die Füße der Muttergottes, des Jesukind und berührten das Kleid. Dann nahmen Gügel und Heilmann das Jesukind in ihre Arme nacheinander. Die Gügel sagte zum Jesukind: "Liebes Jesuskind, schlaf in meinen Armen ein!" Dann machte das Jesukind die Augen zu, etwa eine halbe Minute. Dasselbe machte auch die Maria Heilmann. Das Jesukind hatte goldene Rosen auf den Füßen. Die Muttergottes hatte rote Rosen auf den Füßen. Dann fragte Gügel die Muttergottes: "Wann kommst du wieder?" Antwort: "Am 5., 13. und 25. März." Jetzt sagten die Kinder: "Es kommen zwei große Engel mit Spruchband 'Gloria in Excelsis Deo' und das andere 'Lobet den Herrn'." Um 19.30 Uhr kamen zwei weitere Engel mit Posaunen. Die Kinder hörten die Musik. Sie stellten sich vor die Kinder, hatten weißes Kleid, blauen Gürtel und glitzernde Streifen. Da sagte das Jesukind: "Jetzt gehen wir zu den Engeln." Wir gingen zu den anderen Engeln hinunter und zu den Kindern. Die Muttergottes, das Jesukind, die Engel und die zwei Kinder Heilmann und Gügel gingen zu den anderen Engeln hinüber.
Während der ersten Abholung kamen vom Himmel dauernd viele Engel herunter und blieben unten und formierten sich zu einer Prozession. Vorne eine Unzahl kleiner Engel in weißen Kleidern in Doppelreihen zu zwei und zwei. Nach den kleinen Engeln gingen zwei Engel mit Kelch und Hostie. Ein Glorienengel kam vom Himmel herunter und reihte sich zwischen den zwei Kelchengeln ein. Dann schwebte über uns ein Kelch in der Luft allein. Ein Strahlenschein war in der Luft um den Kelch herum. Hinter den Kelchengeln kamen fünf Kinder und Dr. Heil und Herr Schmitt. (Zwei Kinder waren am Podium.) Hinter diesen kamen viele große Engel. Dann kam vom Himmel herab ein Kerzenengel und reihte sich vor dem Gloriaengel ein. Die Prozession bog rechtwinkelig in die Felder gegen Westen ein, dann wiederum rechtwinkelig gegen Norden zum Hügel herauf zur kleinen Kapelle. Einige Engel lösten sich von der Prozession los und schauten von Süden her durch die Fenster in die Kapelle. Während der Prozession kam ein Engel mit blauem Kleid und goldenem Gürtel und mit einem silbernen Stirnstreifen vom Himmel herunter und reihte sich ein, hinter die Kindergruppe. Vier große Engel mit blauen Kleidern und goldenen Reifen auf der Brust und Silberreifen auf dem Kopf bildeten den Schluss der Prozession. Dann bogen wir von der Kapelle nach Westen ab und gingen mit der großen Prozession nach Süden zum untersten Lichtmast. Auf dem Wege dorthin kam ein kleiner Engel mit einer Schachtel im Arm. Drinnen waren Kerzen. Er teilte die Kerzen aus an die Engel hinter den Kindern. Die Kerzen wurden von einem kleinen Engel (Porzela) angezündet. Die Kerzen brannten in verschiedenen Farben.
Um 19.17 Uhr kamen Engel mit Musik. Die Engel sangen: 'Ehre sei Gott in...' Sie sangen so hoch, dass die Kinder nicht mitkommen konnten. Ein Kerzenengel kommt. Kleine Engel kommen mit Flöten. An dem Geländer machten die großen Engel Halt, während die kleinen Engel zum Birkenaltärchen weiter gingen, sich dort vereinigten und wieder zurückkamen. Als die kleinen Engel beim ersten Mast vorbeigingen, machten sie einen kleinen Knicks an der Stelle, wo die Muttergottes sonst zu stehen pflegte. Die Prozession ging weiter. Es kamen jetzt vom Himmel zehn Engel mit roten Kleidern.
Inzwischen kam vom Podium her die Muttergottes mit dem Jesukind und den übrigen Kindern und Herrn Schlötzer. Die Engel bildeten einen Kreis um die Muttergottes und das Jesukind und die Kinder. Das Jesukind sagte: "Jetzt mache ich mit meiner Mutter eine Lichterprozession." Ein Engel teilte an die Muttergottes und das Jesukind Kerzen aus, aus einer Schachtel. Die ganze Lichterprozession zog zum Podium hinauf. Oben am Podium sagte das Jesukind zu den Kindern: "Singt mir, meiner lieben Mutter und den lieben Englein ein Lied vor!" Dann sangen die Kinder: "Schlaf wohl, du Himmelsknabe du!" Daraufhin kam das Jesukind auf Gretel zu, legte sich in den Arm der Gügel, tat dasselbe bei Heilmann und Müller. Anschließend sangen die Kinder: 'O himmlische Frau Königin.' Dann hörten die Kinder die Posaunenengel blasen. Andere Engel spielten Geige und kleine Engel sangen: 'Ehre sei Gott in der Höhe.' Die Muttergottes sagte: "Dr. Heil soll verkünden, was sich ereignet hat." (Während gestern nichts verkündet wurde, da so viele Ungläubige da waren.) Dann sagte die Muttergottes: "Ich will mit dem Jesukind und mit den Engeln zum Lichtmast, um dort in den Himmel aufzufahren." Auf dem Wege zum Lichtmast segnete die Muttergottes und das Jesukind das Volk. Auf dem Wege dorthin liefen die Engel so schnell, so dass die Kinder und die Herren (Dr. Heil, Schlötzer, Schmitt) sehr schnell laufen mussten. Die Engel stiegen sogleich in den Himmel hinauf. Die Muttergottes und das Jesukind folgten. Mehrere kleine Engel blieben zurück und spielten mit den Kindern ca. fünf Minuten. Die Kinder und die drei Herren durften ein besonderes kleines Englein auf den Arm nehmen. Es lief davon. Sie gingen nach. Dann stiegen die anderen Engel in den Himmel auf. Der ganz kleine Engel (Porzela) blieb allein zurück. Sie spielten noch etwas mit ihm. Wir schlossen einen Kreis um ihn, der etwas geöffnet war. Da wischte er hinaus und flog in den Himmel auf. Beim Hinauffliegen dieses kleinen Engels schaute das Jesukind vom Himmel herab und segnete. Das Jesukind verschwand wieder und herabschaute noch einmal das kleine Porzele.
(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 1)
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