Samstag, 1. April 1950. Um 19.00 Uhr gingen sämtliche Kinder außer Irma mit Schlötzer zum Berg. Die Kinder sahen einen Schein und kurz darauf das Jesukind. Dieses sagte zu Kuni, sie und Betti sollen graben, die übrigen Kinder sollen zum Baum. Das Jesukind gab den Segen. Schlötzer ging mit den Kindern zum Baum. Dabei waren noch Frau Gügel, Schleicher und Müller. Unterwegs zum Baum sagte das Jesukind zu Gretel, Irma soll auch kommen. Etwa zwei Minuten später sagte das Jesukind, zuerst zu Gretel, dann zu Betti: "Irma soll alle Tage zur heiligen Messe gehen!" Ferner zu Gretel: "Ich habe doch gesagt, ihr sollt nicht allein fortgehen. Warum ist heute Erika Müller allein fort?" Erika erzählte Herrn Schlötzer, sie war heute allein mit dem Rad in Röttenbach. Unterwegs hielt eine ältere Frau ihr Hinterrad an und sie fiel herunter. Sie hatte Angst und weinte. Plötzlich sah sie die Frau nicht mehr. Maria Heilmann fragte das Jesukind, wer diese Frau war. Es sagte: "In dieser Frau steckt der böse Geist." Bevor wir zum Baum kamen, sah Betti den Kelchengel zum Baum kommen. Das Jesukind schwebte am Birkenwald entlang nach Westen bis gegenüber dem Baum und sagte: "Antonie und Kuni sollen auch kommen, die heilige Kommunion zu empfangen." Frau Schleicher holte sie. Das Jesukind sagte zu Erika und Gretel: "Rutscht hin zum Baum!" Es waren noch keine 50 Meter, die Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Der Engel verschwand wieder. Das Jesukind gab den Segen, segnete das ganze Volk und verschwand um 19.30 Uhr ebenfalls, nachdem es noch gesagt hatte, dass die Kinder, je zwei, noch zehn Minuten graben sollen. Wir gingen zum Berg, die Kinder gruben bis 20.00 Uhr. Dann ging Herr Schlötzer mit Antonie nach Thurn, die übrigen Kinder beteten noch den Rosenkranz des Herrn Baron. Das Jesukind gab keinen Auftrag etwas zu sagen, deshalb teilte Herr Schlötzer den Anwesenden auch nichts mit.
Sonntag, 2. April 1950. Um 19.00 Uhr abends sind alle Kinder vor dem Podium. Sie sehen gleich einen kleinen Schein und dann das Jesukind über dem Birkenwald. Es segnete. Zu Antonie sagte es: "Kuni und du sollen graben und die anderen zum Baum hinübergehen." (Das Jesukind sagte: "Ich will jetzt Herrn Pfarrer Bierfelder segnen.") Auf dem Weg dorthin segnete es mehrmals. Am Baum angekommen, sagte das Jesukind zu Gretel: "Jetzt will ich die segnen, die für mich kämpfen." Darauf zu Erika: "Jetzt sollen Betti, Gretel und du graben gehen!" Und zu Maria anschließend: "Die anderen Kinder sollen zum Baum kommen!" In der Zwischenzeit ließ Schmitt durch Maria fragen: "Dürfen die Kinder wieder in den Wald gehen?" Das Jesukind sagte darauf: "Nein, Antonie hat mich falsch verstanden." Weiter sagte, das Jesukind zu Maria: "Antonie und Kuni sollen auch kommen!" (Sie blieben so lange beim Grabloch zurück.) Die Kinder waren aber bereits unterwegs. Als sie beim Baum waren, mussten Maria und Irmgard graben gehen. Kaum waren sie fort, sagte Antonie: "Jetzt kommt der Kelchengel." Die Kinder wurden zurückgeholt und empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann gingen Maria und Irmgard zum Graben fort und die anderen drei Kinder mussten kommen. Der Kelchengel wartete auf sie. Inzwischen durfte Herr Schmitt die heilige Kommunion empfangen. Bald darauf kamen die drei Kinder und empfingen sie ebenfalls. Danach schwebte der Kelchengel zum Himmel. Zu Antonie sagte das Jesukind: "Geht jetzt zum Mast hinüber! Ich werde herunterkommen, zum Podium gehen und dort meinen besonderen Segen geben. Dann werde ich gleich wieder fortgehen." Die Kinder gingen querfeldein zum Mast. Sie sahen bereits, wie das Jesukind vom Birkenwald herüberschwebte. Das Jesukind wartete beim ersten Lichtmast auf die Kinder. Die Kinder begrüßten es mit den Worten: "Sei gegrüßt, du holder Knabe, du" und "Gelobt sei Jesus Christus!" Sie geben dem Jesukind die Hand. Antwort: "In Ewigkeit." Nach der Begrüßung ging das Jesukind mit den Kindern zum Berg hinauf. Unterwegs sagte es zu Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen: 'Jesuskindlein, komm zu mir.' Nach dem Lied sagte es: "Singt meiner Mutter zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen: 'O Maria, lieb und traut.' Danach sagte das Jesukind zu Gretel: "Herr Schmitt soll den Leuten sagen, dass ich am Podium den Leuten meinen besonderen Segen geben werde." Am Podium segnete dann auch das Jesukind und ging zum Mast zurück. Unterwegs sagte es: "Jetzt will ich Pfarrer Gailer, Professor Walz, Geistlichen Rat Heer und Dr. Heil segnen." Am Lichtmast dann durften die Kinder das Kleid und dessen Saum berühren. Dann segnete es die hingereichten Rosenkränze. Danach fragte das Jesukind durch Gretel: "Ich will jetzt eure Kreuze sehen." Nur drei Kinder hatten es umhängen. (Gretel, Betti, Kuni.) Danach die zweite Frage: "Habt ihr euren Bußgürtel um?" Die Kinder sagten: "Ja, dir zu liebe wollen wir ihn immer tragen." Das Jesukind: "Es freut mich sehr." Zu Gretel sagte das Jesukind noch: "Herr Schmitt soll verkünden, dass ich extra zum Berg hinaufgehen werde, um dem Volk meinen besonderen Segen zu geben." Schmitt verkündete dies zum Schluss der Andacht. Zu Antonie sagte das Jesukind: "Gebt mir die Hand, berührt meine Krone, das Kleid und den Saum. Ich will in den Himmel auffahren." Danach schwebte es vom Mast aus in den Himmel hinauf. Gleich darauf sah die Muttergottes vom Himmel herab, segnete ebenfalls alle und verschwand. – Nachtrag: Bei der Litanei... 'O du Lamm Gottes', kniete sich das Jesukind auf dem Weg zwischen Mast und Berg-Podium nieder, deutet an seine Brust und sprach: "Ich bin das Lamm Gottes." Diese Worte hörte Gretel ganz deutlich.
Montag, 3. April 1950, abends 19.00 Uhr. Schlötzer und sechs Kinder, außer Antonie, waren um 19.00 Uhr auf dem Berg. Die Kinder sahen sofort das Jesukind über den Birken. Kurz danach kam auch Antonie. Schlötzer ging ihr einige Schritte entgegen, um von ihr allein zu hören, was sie sieht. Er frug sie, ob sie etwas sieht. Sie sagte: "Das Jesukind über dem Birkenwald." Erika und Kuni mussten graben. Die übrigen Kinder gingen zum Baum. Unterwegs sagte das Jesukind: "Jetzt will ich die segnen, die für mich kämpfen." Etwa 30 Meter vor dem Baum sehen die Kinder den Kelchengel kommen. Er reichte ihnen die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Das Jesukind sagte zu Betti: "Wenn Antonie und du das heilige Blut und die heilige Kommunion empfangen habt, dann gehet zum Graben! Die anderen Kinder sollen auch kommen!" Zur Gretel: "Jetzt will ich eure Eltern segnen." Dann zu Kuni: "Auch die Eltern sollen die heilige Kommunion empfangen." Schlötzer ließ auch Frau Saam kommen, die oben am Grabloch war. Doch bevor sie kam, war der Kelchengel schon wieder fort. Das Jesukind sagte: "Die Eltern, die heute nicht da sind, sollen morgen kommen, dann werden sie auch die heilige Kommunion empfangen." Zu Kuni sagte das Jesukind: "Herr Schmitt und Schlötzer dürfen morgen auch die heilige Kommunion empfangen." Schlötzer sagte zu Kuni: "Sagt dem Jesukind, ich kann morgen nicht kommen." Das Jesukind sagte: "Es freut mich, dass sich Herr Schlötzer entschuldigt." Weiterhin sagte das Jesukind zu Kuni: "Liebe Kinder, ihr sollt nicht auf den Erzbischof und die Kommission eine Wut haben, betet für sie." Dann ließ Schlötzer durch Kuni dem Jesukind sagen: "Herr Schmitt und Schlötzer sollen künftighin nur das bekannt geben, was du oder die Muttergottes befiehlst zu sagen. Handeln wir so recht?" Antwort zur Kuni: "Was ihr sagen sollt, werde ich euch sagen." Wir hörten gerade von der Menge oben beten: 'O du Lamm Gottes...' Darauf sagte das Jesukind zu Kuni: "Ich bin das Lamm Gottes." Als die Menge oben das Lied 'Maria zu lieben' sang, sahen die Kinder am Baum die Muttergottes. Betti und Antonie sahen dazu noch die Heiligste Dreifaltigkeit: Zwei Personen, den Heiligen Geist in Gestalt einer Taube. Dazu sahen sie noch über dem Birkenwald das Jesukind, während Kuni das Jesukind nicht mehr sah, wohl aber die Heiligste Dreifaltigkeit, darunter das Jesukind. Das Jesukind sagte noch zu Kuni: "Betet auch für den Pfarrer von Kersbach ein 'Vater unser', dann will ich ihm verzeihen, was er dir angetan hat." Die Muttergottes mit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit verschwand. Wir gingen zum Berg hinab. Schlötzer sagte einige Worte über das Geschehen.
Berichtigung zum Montag, 3. April 1950. Gegen Schluss: Betti und Antonie sahen dazu noch die Heiligste Dreifaltigkeit, Gott Vater und den Heiligen Geist in Gestalt einer Taube. Dazu sahen sie noch über dem Wald das Jesukind. Während Kuni das Jesukind nicht mehr sah, sah sie wohl die Heiligste Dreifaltigkeit; Vater, Heiligen Geist (etwas erhöht) und Sohn als Jesuskind. Das Jesukind sagte noch zu Kuni: "Betet auch für den Pfarrer von Kersbach."
Dienstag, 4. April 1950. Um 19.05 Uhr sind Gretel, Betti, Kuni auf dem Berg vor dem Podium. Sie sehen das Jesukind über dem Birkenwald – es segnete. Zu Gretel sagte das Jesukind: "Die anderen Kinder sollen auch auf den Berg kommen." Kurz darauf kamen Erika, Maria und Irmgard. Zu Betti sagte das Jesukind: "Wenn Antonie da ist, dann geht zum Baum hinüber. Dort empfangt ihr die heilige Kommunion."
Kuni und Gretel hörten das Jesukind sagen: "Antonie soll gleich kommen." Das Jesukind sagte noch zu Betti: "Wenn ihr die heilige Kommunion empfangen habt, dann sollen Antonie, Irmgard und du graben gehen!" Inzwischen kam Antonie. Die Kinder gingen alle zum Baum hinüber. Auf dem Wege dorthin segnete das Jesukind vom Birkenwald aus mehrmals. Gretel sagte: "Der Kelchengel kommt vom Himmel heruntergeschwebt." Auf dem Wege zum Baum sieht Gretel die Muttergottes, wie sie aus dem Himmel schaut und segnet. Dann verschwand sie wieder. Am Baum dann empfingen die Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten, ebenso die Eltern die heilige Kommunion, zuletzt Herr Schmitt. Erika sagte nach der heiligen Kommunion: "Ich sehe das Jesukind nicht mehr." Auch Kuni sagte es nachher. Die drei Kinder: Antonie, Betti und Irmgard gehen nun graben. Zu Maria sagte das Jesukind: "Es sollen anschließend Gretel, Erika und du graben gehen." Gretel musste sagen, dass sie zu Ehren des Jesukind ein Lied singen sollen. Nach dem Lied 'Jesukindlein, komm zu mir', sagte das Jesukind: "Nun singt auch meiner Mutter zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'O Maria, lieb und traut.' Nach dem Lied beteten die Kinder den Wundenrosenkranz weiter. Zu Erika sagte das Jesukind während des Gebetes: "Betet die Gebete der drei anderen Kinder mit." Nun gehen Gretel, Erika und Maria graben. Zu Gretel sagte das Jesukind vor dem Weggehen: "Jetzt will ich die segnen, die für mich kämpfen." Kuni blieb allein am Baum zurück. Sie hörte eine Stimme sagen: "Bleibe nicht allein hier, sondern gehe auch zum Berg zurück." Auf dem Weg zum Berg sagte Gretel: "Das Jesukind will jetzt alle segnen und dann in den Himmel auffahren." Was es auch tat. Nach der Auffahrt des Jesukind blieb der Himmel auf. Vier Engel traten vor das Himmelstor. Zwei mit Posaunen und zwei mit Geigen. Sie spielten und sangen das Lied 'Ehre sei Gott'. Das Jesukind trat in die Mitte der vier Engel und blieb eine Zeit lang dort stehen. Dann war das Jesukind auf einmal nicht mehr da und gleich darauf auch die vier Engel. Ungefähr eine Minute später sah Gretel die Heiligste Dreifaltigkeit im Himmel und zwar: Gott Vater als Brustbild, dann der Heilige Geist und Christus am Kreuz. Auch Erika und Kuni sahen sie. Gretel sagte: "Der Mann mit dem Bart segnet. (Gott Vater.) Der Heilige Geist flog in Kreuzform, um die Segensform darzustellen. Dies sieht auch Kuni. Darauf gibt der Mann mit dem Bart den Krankensegen. Die Kinder sangen mit ihren Eltern auf Anregung von Herrn Schmitt 'Sei gelobt und hochgepriesen' und zwar drei Strophen. Der Mann mit dem Bart sagte: "Euer Lied freut uns." Das Volk sang oben auf dem Berg zwei Strophen des Liedes mit. Kuni hörte den Heiland sagen: "Ihr braucht jetzt nicht mehr graben. Die drei Kinder am Grabloch sollen das Loch zumachen." Dann verschwand die Heiligste Dreifaltigkeit. Am Grabloch angekommen, sieht Gretel, wie das Jesukind aus dem Himmel herausschaut, und hörte sagen: "Liebe Kinder, geht jetzt heim und kommt morgen wieder." Daraufhin verschwand das Jesukind, die Muttergottes erscheint und sagt zu Gretel: "Herr Schmitt soll verkünden, dass mein Sohn über dem Birkenwald erschienen war, dass ihr durch den Engel die heilige Kommunion empfangen habt, dass ich erschienen bin und dass ihr die Heiligste Dreifaltigkeit gesehen habt." Herr Schmitt verkündete dies auch sogleich.
Nachtrag: Auf dem Weg zum Baum sahen Betti und Antonie bereits die Heiligste Dreifaltigkeit. Gott Vater saß auf dem Thron in Menschengestalt, in rot-braunem Mantel, das Kleid in blau umgetan wie eine Schärpe und an den Füßen war das Kleid weiß. In der Hand hielt er ein Zepter und trug einen langen weißgrauen Bart. Daneben in Haupthöhe schwebte der Heilige Geist als weiße Taube, von der Strahlenhelle ausging, und der Thron neben Gott Vater war leer, denn Betti und Antonie sahen auch über dem Birkenwald das Jesukind schweben. Neben dem leeren Thron saß die Muttergottes auf einem Thron: Weißes Kleid, blauer Mantel, mit einer Krone auf dem Haupt.
Mittwoch, 5. April 1950. Maria, Antonie, Irma, Kuni und Gretel gehen mit Schlötzer zum Berg und sehen kurz nach 19.00 Uhr über dem Birkenwald das Jesuskind. Zu Gretel sagte es: "Hildegard Lang soll auch einmal wieder kommen." Betti, kommt hinzu, sieht das Jesukind aber nicht. Das Jesukind sagt zu Kuni: "Geht zum Baum." Es schwebt den Birkenwald entlang nach Westen zum Föhrenwald, dem Baum gegenüber. Die Kinder gehen mit Schlötzer in Richtung zum Baum. Unterwegs nach dort sieht Antonie Gott Vater, den Heiligen Geist als Taube und drüben am Wald das Jesukind, etwa zehn Minuten lang. Gretel sagt, der Kelchengel kommt. Am Baum angelangt, empfingen die Kinder und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Zu Kuni sagte das Jesukind: "Antonie, Betti und Irmgard sollen graben." Sie gehen zum Berg. Das Jesukind fragt zweimal: "Wo bleibt Erika Müller?" Ihre Mutter sagte, Erika war heute beim Zahnarzt und blieb deshalb daheim. Der Kelchengel entschwindet wieder. Gretel sagt: "Jetzt geht das Himmelstor auf und die Muttergottes steht in ganzer Größe davor." Dann sieht Gretel einen Thron, auf den sich die Muttergottes setzt. Jetzt kam ein kleiner Engel zur Muttergottes, den sie auf den Schoss nahm. Gretel sagte: "Jetzt streichelt der Engel ganz lieb das Gesicht der Muttergottes." Die drei Kinder sehen die Muttergottes und den Engel. Alle drei sagen gemeinsam: "Jetzt kommt der Engel herunter auf uns zu." Die Kinder gaben dem Engel die Hand und berührten den Saum seines Kleidchens. Er sagte, er heiße Georg. Nach etwa fünf Minuten kamen zwei weitere kleine Engel zur Muttergottes. Gleich darauf sagten alle drei Kinder, jetzt kommen die zwei kleinen auch herunter. Das Jesukind sagte, holt sie ab. Wir gingen etwa zehn Meter entgegen, die Kinder sagten, jetzt sind sie da. Einer stellte sich rechts, der andere links vom oben genannten schon anwesenden Engel. Das Jesukind sagte zu Gretel: "Geht ihr drei Kinder jetzt mit den drei Engelchen spazieren." Jedes Kind führte einen Engel an der Hand. Am Baum ist ein Bild der heiligen Familie angebracht. Die Kinder sagten, jetzt schweben die Engel hoch und deuten mit dem Finger auf das Jesukind, das auf dem Bilde dargestellt ist. Dann kommen die Engel wieder herunter und gingen mit den. Kindern etwa 15 Minuten spazieren. Jedes Kind war meist weit getrennt von den anderen. Herr Schlötzer sagt: Ich habe noch nie in meinem Leben Kinder so freudig spielen gesehen, wie an diesem Abend. Er berichtet, ich selbst war überglücklich und überzeugt von der Echtheit, was hier die Kinder sehen. Mein Wunsch war nur der, wenn das doch die verantwortlichen Männer aus Bamberg sehen würden, dann könnten sie niemals in so verantwortungsloser Art der Presse und den Gläubigen Mitteilung machen, die meines Erachtens nicht auf Wahrheit beruhen. Nach etwa 15 Minuten sagte das Jesukind, die Engel werden jetzt wieder in den Himmel kommen. Der Engel, den Kuni führte, hatte ein blaues Kleid an. Der Engel der Gretel war weiß, der der Maria war rosa. Nun schwebten die Engel wieder zum Himmel. Anschließend sagten die drei Kinder: "Jetzt kommt das Jesukind." Es kam herunter zu den Kindern und segnete. Wir alle gaben dem Jesukind die Hand. Auf dessen Wunsch sangen sie seiner Mutter zu Ehren ein Lied. Nachdem das Jesukind bei den drei Kindern am Baum war, holten wir auch die übrigen drei von oben herunter, die zum Graben gegangen waren. Das Jesukind verlangte von den Kindern, das Kreuzchen vorzuzeigen und fragte, ob sie auch den Bußgürtel tragen. Dann sagte das Jesukind: "Jetzt gehe ich mit zum Berg, dort werde ich dem Volk einen besonderen Segen geben und anschließend in den Himmel auffahren. Meine Mutter wird dann kurz aus dem Himmel schauen." Unterwegs zum Berg sagte es: "Ich will Herrn Pfarrer Gailer einen besonderen Segen geben." 'Besonderen Segen' betonte das Jesukind ganz scharf, wie Gretel sagte. Es segnete. Dann sagte das Jesukind zu Gretel: "Jetzt segne ich alle, die für mich kämpfen." Das Jesukind sagte zu Gretel, was Schlötzer den Leuten sagen soll und dass es morgen wieder komme. Es war ein ganz kurzer Bericht von den Visionen. Am Berg angekommen, segnete das Jesukind mehrmals das Volk und fuhr von dort in den Himmel auf. Die Kinder sahen die Muttergottes aus dem Himmel schauen, sahen, wie sie segnete und dann verschwand.
Gründonnerstag, 6. April 1950. Um 19.05 Uhr abends gehen die Kinder, Gretel, Kuni, Maria und Irmgard zum Berg. Beim Hinaufgehen sieht Gretel das Jesukind über dem Wald – es segnete. Zu Gretel sagte das Jesukind: "Die anderen sollen auch kommen!" Es fehlten noch Betti, Erika und Antonie. Danach sagte es: "Antonie soll geholt werden!" Gretel sagte, das Jesukind schwebt zum Lichtmast herüber. Es kam bis zum zweiten Lichtmast und sagte dann: "Holt mich ab!" Die Kinder gingen vom Berg herunter und begrüßten am Mast das Jesukind. Danach sagte Gretel, das Jesukind will jetzt die mitgebrachten Fatimabilder segnen. Bei Maria Heilmann fange ich an, sagte das Jesukind. Es segnete jedes Bild einzeln, langte das Bild an und küsste es. Zu Gretel sagte das Jesukind: "Antonie soll auch kommen!" Danach segnete das Jesukind jedes Kind einzeln, auch Dr. Heil und Schmitt. Nach dem Segen gingen die Kinder mit dem Jesukind zum Podium. Das Jesukind sagte zu Gretel: "Ich will auf dem Berg meinen besonderen Segen geben." Schon beim Hinaufgehen segnete es mehrmals, oben am Berg sagte das Jesukind: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen und werde dann in den Himmel auffahren." Zuvor sagte das Jesukind zur Gretel: "Es freut mich nicht, dass Antonie nicht gekommen ist." Herr Schmitt wies hin auf die derzeitigen großen Schwierigkeiten Bambergs (Veröffentlichung in der Presse gegen Heroldsbach) und fragte, was wir tun sollen. Das Jesukind antwortete: "Betet, betet, betet!" Gleich darauf sagte es dann zur Erika: "Betet, nur, betet nur, das Unheil ist nicht mehr ferne von euch." Schmitt ließ dann fragen: "Liebes Jesukind, meinst du mit euch uns Kinder oder das ganze Volk?" Darauf erwiderte das Jesukind: "Das ganze Volk." Daraufhin segnete das Jesukind nochmals und fuhr gleich darauf in den Himmel auf. Zu den Kindern sagte es noch: "Geht jetzt hinüber zum Baum. Dort empfangt ihr die heilige Kommunion." Auf dem Weg zum Baum sieht Gretel die Muttergottes, wie sie aus dem Himmel herausschaut und segnet. Danach verschwand sie wieder. Dann kam der Kelchengel. Zu Gretel sagte der Engel während des Gehens noch: "Auch Dr. Heil und Schmitt dürfen die heilige Kommunion empfangen." Vor dem Baum stand der Kelchengel und die Kinder empfingen die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Auch Schmitt und Dr. Heil empfingen die heilige Kommunion. Kurz nach der heilige Kommunion sah Gretel Gügel die Heiligste Dreifaltigkeit. Der Mann mit dem Bart sagte zu Gretel: "Singt uns zu Ehren ein Lied!" Wir sangen: 'Sei gelobt und hochgepriesen...' Die Gretel sah Gott Vater bis zur Brust. Dann unterhalb eine Wolke, etwa einen halben Meter tiefer der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Er bewegte sich in Kreuzform von oben nach unten und von rechts nach links. (Später erklärte die Muttergottes: "Das ist der Segen der Heiligsten Dreifaltigkeit!") Wieder einen halben Meter unter der Taube war Christus am Kreuz. Unter dem Kreuz kniete eine Frau mit herabhängenden Haaren (wohl Magdalena). Rechts und links vom Kreuz die Muttergottes und der heilige Johannes. Aus den Wunden tropfte das Blut auf diese drei Personen. Nach etwa drei Minuten verschwand das Gesamtbild. Das Jesukind sah aus dem Himmel heraus, forderte die Kinder auf heimzugehen und morgen wiederzukommen.
Karfreitag, 7. April 1950, vormittags 10.00 Uhr. Um 10.00 Uhr gingen die sieben Mädchen mit Dr. Heil zum Berg. Beim Hinaufgehen sah Antonie über den Birken einen Schein; er verschwand wieder. Am Baum begann Dr. Heil den Kindern die Wunden Christi zu erklären nach den Geschichten der Äbtissin Cäcilia Baij, die er bei sich hatte. Wir lasen, wie Christus entkleidet wurde. Gretel sagte: "Das Jesukind ist da." Das Jesukind sagte: "Es freut mich, dass Dr. Heil euch die Wunden erklärt." Es segnet einige Male und verschwand wieder. Nachdem die Wunde der rechten Hand erklärt war und Maria Heilmann diese Wunde vertrat und ihr ganz energisch ins Gewissen geredet wurde, kniete sie sich einige Meter von uns nieder und betete für sich. Wir erklärten die Wunden weiter. Nach einiger Zeit sagte Maria Heilmann, dass das Jesukind von den Birken herunterschwebt und sich auf den Weg zum Baum befindet. Wir gingen ihm entgegen. Dann sahen auch Antonie, Gretel und Erika beim Heruntergehen das Jesukind. Das Jesukind führte uns in den Wald hinunter zum Kreuz. Kurz vor dem Kreuz sagten Antonie und Gretel: "Wir sehen einen großen Schein hinter dem Kreuz." Das Jesukind segnete beim Gehen zu diesem Schein hin. Ein Mädchen in der Ferne sah das und kniete nieder. Das Jesukind sagte: "Es freut mich, dass sich das Mädchen niederkniet." Am Ort der Erscheinung angekommen, sagte das Jesukind: "Es freut mich, dass die Leute mir dort einen Altar errichtet haben." Antonie, Erika, Gretel und Maria sahen jetzt die Muttergottes am Erscheinungsort stehen. Wir beteten den Wundenrosenkranz weiter. Das Jesukind segnete und ging zur Muttergottes hin. Gretel und Antonie sehen die Muttergottes nicht mehr. Das Jesukind sagte: Alle Kinder sollen ihm die Hand geben, dann den Kranz (golden), das Haar berühren und die goldenen Rosen küssen. "Jetzt will ich die Statue (Muttergottes) segnen. Jetzt will ich die Blumen segnen." Die Muttergottes war nicht mehr da. Das Jesukind sagte: "Jetzt will ich den ganzen Platz segnen." Es ging mit den Kindern im Umkreis hinter den Baum und setzte den Weg zunächst nach Osten fort, bog dann auf einen kleinen Fahrweg nach Süden ab. Maria und Gretel sagen: "Dort oben kommt etwas. Das sieht aus wie ein Engel (auf die linke Seite deutend). Er macht Abwehrbewegungen." Dann verschwand er wieder. Antonie sagte jetzt: "Dort vorne auf dem Weg sehe ich einen Mann, der wie der Baron aussieht." Bald verschwand er wieder. Wir gingen bergauf mit dem Jesukind weiter nach Süden durch den Wald auf die Staatsstraße. Kurz vor der Straße sagte das Jesukind: "Singt mir ein Lied!" Die Kinder sangen ein Lied. Wir gingen ein kleines Stück die Straße bergauf. Dann bog das Jesukind in einen Fußweg, der rechtwinklig nach Norden führt. "Jetzt singt ein Lied zu Ehren der Muttergottes!" Wir sangen das Lied: 'Sei gegrüßet, hohe Frau.' Auf der Straße oben sagte das Jesukind: "Jetzt will ich das Kreuz von Dr. Heil segnen." Auf der linken Seite des Waldes sah Maria, Antonie und Gretel eine schwarze Gestalt. Sie beteten den Exorzismus, worauf die Gestalt verschwand. Das Jesukind sagte: "Wenn ich dabei bin, braucht ihr euch nicht zu fürchten." Aufs neue kam die Gestalt und verschwand auf obige Weise wieder durch den Exorzismus. Das Jesukind sagte: "Ich will den Platz einsegnen (ein Feld, das im Wald lag zur linken Seite), damit der Schwarze nicht mehr kommen kann." Wir gingen auf das Feld zu und kamen aus dem Wald. Das Jesukind ging über das Feld und segnete. Wir gingen am Feldrand entlang. Das Jesukind wartete am anderen Ende. Wir gingen mit dem Jesukind südwestlich weiter durch den Wald bis zum südlichen Waldrand. Diesen Waldrand gingen wir nun nach Norden (in Richtung nach Norden) den Erscheinungshügel entlang. An der Ecke des nördlichen Waldrandes, der zum Erscheinungshügel blickt, angekommen, sagten Erika und Antonie: "Der Himmel geht auf. Die Muttergottes sieht zum Himmel heraus und sagt: Ich will meinen Sohn abholen." Das Jesukind sagt zur Gretel: "Ich will meine Mutter abholen." Das Jesukind schwebt in die Höhe und kommt mit der Muttergottes zurück. Wir gingen den Waldrand entlang, Richtung Grotte. Das Jesukind sagte: "Die Kinder, die mich nicht sehen, sollen auch in einer Reihe hinter den Kindern gehen." Gretel fragte: "Dürfen wir in den Wald gehen?" Das Jesukind sagte: "Wenn ich und meine Mutter dabei sind." Wir bogen ein kleines Stück durch einen gepflügten Acker ein. Das Jesukind sagte: "Lasst euch nicht von den Leuten aufhalten, die im Auto sitzen." Es stand weiter vorne von uns in der Nähe der Birkenwaldgrotte. Ein junger Herr saß dort am Steuer. Wir gingen zur Grotte. Das Jesukind sagte: "Jetzt will ich diese Grotte segnen." Wir sangen das Lied: 'Am Ölberg in nächtlicher Stille', mit allen Strophen und beteten den schmerzhaften Rosenkranz zu Ende. Die Muttergottes und das Jesukind knieten während unserer Andacht auf den Stufen des Altars ungefähr zehn Minuten lang. Das Jesukind sagte: "Dr. Heil soll verkünden, dass die Muttergottes und das Jesukind hier gekniet sind." Die Muttergottes und das Jesukind sagten: "Wir gehen jetzt dorthin, wo ihr am 9. Oktober gesessen seid." Das Jesukind sagte: "Ich will diesen Platz segnen." Die Kinder legten den Rosenkranz auf den Boden hin wie am 9. Oktober 1949. Das Jesukind segnete ihn, dann sagte es: "Jetzt gehen wir in den Wald zum Baum, wo ihr am 9. Oktober geschaukelt habt." Es sagte weiter: "Dr. Heil soll verkünden, was am 9. Oktober hier war." Plötzlich waren die Muttergottes und das Jesukind verschwunden. Die Leute sammelten sich um Dr. Heil und stellten Fragen. Eine Frau sagte: "Ich möchte bitten, dass sie für meinen Sohn beten lassen." Dr. Heil fragte: "Gehören Sie zu dem Auto?" Die Frau sagte: "Ja, und fügte weiter bei: "Mein Sohn glaubt nichts, lassen Sie doch für ihn beten." Dr. Heil erwiderte: "Das Jesukind sagte, bevor wir am Auto vorbeikamen: Lasst euch nicht von den Leuten aufhalten, die im Auto sitzen." Die Frau erschrak sehr. Dr. Heil sagte: "Ich werde für ihren Sohn beten lassen."
Karfreitag, Nachmittag drei Uhr. Schmitt ging mit Kuni, Maria, Antonie und Gretel zum Berg. Bald darauf sahen die Kinder einen großen und einen kleinen Schein und darin die Muttergottes und das Jesukind. Diese gaben den Segen. Das Jesukind forderte die Kinder auf, zum Baum hinüber zu gehen. Die Kinder gingen mit Schmitt hinüber. Das Jesukind und die Muttergottes zogen ebenfalls über dem Birkenwald entlang und schwebten dann zum Baum hinüber. Als die Kinder beim Baum ankamen, standen die Muttergottes und das Jesukind bereits davor. Die Kinder begrüßten das Jesukind und die Muttergottes. Sie durften die Krone, das Haar, das Kleid berühren und die Rosen auf den Füßen küssen. Das Jesukind sagte: "Die anderen Kinder sollen auch kommen!" Diese wurden herbeigerufen. Das Jesukind und die Muttergottes gingen nun vom Baum weg und einen Fuhrweg zum Wald hinüber. Während des Gehens beteten die Kinder den Wundenrosenkranz. Das Jesukind machte immer Halt. Dabei durften die Kinder einmal das Jesukind auf den Arm nehmen und sangen das Lied 'Schlaf' wohl, du Himmelsknabe du'. Dann ging das Jesukind wieder weiter. Nach etwa fünf Metern blieb das Jesukind wieder stehen und die Kinder durften das Jesukind umarmen. Die Muttergottes ist in der Zwischenzeit entschwunden. Nun kommt Irmgard und anschließend Betti. Kuni und Irmgard gingen wieder fort und holten Erika herbei. Nach dem Wundenrosenkranz fingen die Kinder an, den schmerzhaften Rosenkranz zu beten. Etwa 20 Meter vor dem Wald drehte sich das Jesukind um und ging weg zum Baum zurück. Erika kommt mit Kuni und Irmgard entgegen. Das Jesukind bog etwa 20 Meter vor dem Baum ab nach Westen. Es ging über Feld und Wiese zum Waldrand. Dort angekommen, bog es wieder nach Norden zum Baum. Während des Gehens segnete das Jesukind mehrmals. Zu Antonie sagte das Jesukind: "Wenn ihr Kinder nicht braver werdet, komme ich nicht mehr." (Vgl. Bericht vom 23. April 1950!) Die Muttergottes sieht aus dem Himmel heraus und segnet. Sie entschwindet wieder und aus dem Himmel schwebt der Kelchengel hernieder. Die Kinder empfangen die heilige Kommunion unter beiden Gestalten – auch Herr Schmitt. Den Kelchengel sahen nur Antonie und Gretel. Nach der Kommunion segnete das Jesukind alle und fuhr in den Himmel auf. Zu Antonie sagte das Jesukind noch: "Ich komme heute nicht mehr, denn ich war schon zweimal bei euch." Ferner: "Herr Schmitt soll den Leuten nichts sagen, denn die Leute verdrehen alles."
Karfreitag, abends 19.00 Uhr gehen die Kinder mit Schlötzer auf den Berg. Um 19.30 Uhr sagte Antonie: "Ich höre eine Stimme, die sagt: Geht zum Baum!" Gesehen haben sie nichts. Die Kinder gehen hinunter zum Baum. Unterwegs sagte Gretel, sie habe bereits auf dem Berg den Heiland am Kreuz gesehen in der Luft am Himmel. (Unterwegs ereignete sich ein kleiner Zwischenfall: Vier Personen waren sehr aufdringlich und wollten mit zum Baum gehen. Die Eltern wehrten dieses Verlangen energisch ab; dies nutzte nichts. Auch Schlötzer und Dr. Heil sagten ihnen das in aller Form nochmals, sie möchten zurückbleiben. Es entstand ein Wortgefecht, in dessen Verlauf eine Anzahl von Männern herbeikamen und die Störenfriede entfernten.) Antonie sieht ebenfalls den Heiland am Kreuz. Sie hörte das Wort: "Mich dürstet!" Ein Mann reichte Christus einen Schwamm. Christus sagte: "Es ist vollbracht." Kurz darauf sahen die Kinder nichts mehr. Erika, Kuni, Antonie und Maria sahen die Muttergottes. Sie segnete und sprach: "Streitet heute am Karfreitag nicht!" Die Muttergottes verschwand wieder. Anschließend sahen die Kinder das Jesukind im Himmel. Es segnete und verschwand wieder. Antonie sagte: "Ich habe eine Stimme gehört, die sagt: Geht wieder auf den Berg!" Auf dem Rückweg zum Berg sahen Erika und Gretel am Himmel die Wundmale: Hände, Füße, Haupt und Herz Christi mit Dornenkrone. Vom Haupt rann Blut herab. Nach etwa zwei Minuten sahen die Kinder die Wundmale nicht mehr. Gretel sieht die Muttergottes. Sie sagt: "Kinder, geht jetzt heim und kommt morgen wieder!" Alle gingen dann nach Hause.
Karsamstag, 8. April 1950, abends um 19.00 Uhr waren Kuni und Betti am Hügel. Sie sahen erst einen Schein. Daraufhin das Jesukind in dem Schein in kleinem Format. Kurz nach 19.00 Uhr kam Dr. Heil mit Erika und Gretel. Diese sahen auch den Schein und gleich darauf das Jesukind. Es segnete öfters. Es sagte: "Gehet zum Baum!" Unterwegs ermahnte Dr. Heil die Kinder in Zusammenhang mit der Wundenbetrachtung, sie sollen andächtig sein, auf die Betrachtung wirklich hören und brav sein. Das Jesukind sagte: "Es freut mich, dass es euch Dr. Heil sagt." Dann sagte es: "Die anderen Kinder sollen auch kommen!" Nun kamen Maria und Antonie. Irmgard kam nicht. Alle Kinder sahen das Jesuskind. Unterwegs segnete das Jesukind sehr häufig. Die Kinder waren ausnehmend brav und gesammelt. Kurz vor dem Baum schwebte das Jesukind in Lebensgröße herüber. Antonie sagte kurz vor dem Baum, sie sieht ein Kreuz am Himmel. Es verschwand gleich wieder. Das Jesukind steht am Rande des Ackers, vor dem die Kinder knieten. Die Kinder berührten von sich aus das Haupt, gaben die Hand, und küssten die Rosen auf den Füßen des Jesuskindes. Das Jesukind sagte: "Es wird ein Kelchengel kommen, um euch das heilige Blut zu geben." Die Kinder empfingen darauf auch die heilige Hostie vom Engel. Betti sah den Engel nicht. Das Jesukind sagte: "Geht wieder zum Baum!" Es fragte: "Warum sind heute Herr Schlötzer und Schmitt nicht gekommen?" Die Kinder sagten: "Herr Schlötzer wird morgen kommen." Das Jesukind sagte: "Dann ist es gut; ich wollte nur fragen. Am Berg sollen Betti und Antonie graben. Die anderen Kinder sollen zum Podium gehen! Nach Betti und Antonie sollen Gretel und Erika graben. Jetzt gehen wir zum Kapellchen und holen Kerzen", sagte das Jesukind unterwegs. "Dr. Heil soll es sagen, dass das Jesukind kommt!" Betti sieht das Jesukind nicht mehr seit dem Weggehen vom Baum. Auf dem Weg zum Podium sagt das Jesukind: "Beim Hinaufgehen erteile ich meinen besonderen Segen." Am Podium sagte das Jesukind: "In fünf Minuten sollen Gretel und Erika graben!" Gretel sagte: "Jetzt sagt das Jesukind, alle sollen jetzt den Stirnstreifen, das Haar, den Saum des Jesukind berühren, die Hand ihm geben und die Rosen auf seinen Füßen küssen!" Das Jesukind sagte: "Es freut mich, dass Messbacher die Lieder laut singt und so fest vorbetet." Das Jesukind sagte: "Die Kinder sollen mich einzeln auf den Arm nehmen und das Lied singen: 'Schlaf' wohl, du Himmelsknabe, du.'" Ein Kind nach dem anderen vollzog den Wunsch des Jesukind. Es war eine sehr andächtige Stimmung, so dass alle Anwesenden sehr beeindruckt waren. Betti sieht nichts und fühlt auch nicht das Jesukind auf den Armen. Das Jesukind sagte jetzt: "Wenn alle Kinder mich auf den Arm genommen haben, sollen Erika und Maria graben gehen!"
Antonie sieht nichts mehr. Gretel sagte, das Jesukind sagt: "Jetzt erteile ich einen besonderen Segen." Gretel sagt danach: "Jetzt sehe ich nichts mehr." Zu Kuni sagte das Jesukind: "Nach fünf Minuten sollen Kuni und Betti graben." Kuni sagte: "Die Muttergottes schaut aus dem Himmel heraus." Blauer Mantel, Krone. Die Muttergottes war nur im Brustbild da und segnete zweimal. Kuni sieht dann das Jesukind und die Muttergottes nicht mehr. Maria kommt vom Graben und sagte: "Ich sehe das Jesukind noch – es segnet." Es war dann auf einmal weg.
Ostersonntag, 9. April 1950, nachmittags um 15.10 Uhr kamen Betti und Antonie und Dr. Heil zum Waldkreuz. Wir beteten den Wundenrosenkranz und etwa in der Mitte des Rosenkranzes war die Muttergottes da in Lebensgröße vor dem Waldkreuz. Die Muttergottes sagte zu Antonie: "Was am Ostermontag zum Schluss verzeichnet ist, das darf nicht gesagt werden." Anschließend wurde die Lauretanische Litanei gebetet. Antonie sah nochmals kurz die Muttergottes, die ihr sagte: wir sollen dann zum Hügel gehen. Wir beteten den Rosenkranz und gingen hinauf. Dort beteten ungefähr 150 Menschen den Rosenkranz. Die übrigen Kinder standen bei der betenden Menge, die den Immaculata-Rosenkranz betete. Gretel Gügel sah etwa in der Mitte des Rosenkranzes kurz das Jesukind über den Birken. Das Jesukind sagte: "Es freut mich, dass ihr gekommen seid, ohne dass ich es gesagt habe." Es gibt den besonderen Segen und fährt in den Himmel auf. Dauer etwa fünf Minuten. Antonie sah kurz nach dem Herauskommen das Jesukind über den Birken etwa 30 Sekunden lang.
Ostersonntag, 9. April, abends 19.00 Uhr. Dr. Heil und Schlötzer gingen mit allen Kindern auf den Berg. Antonie sagte: "Ich sehe das Jesukindlein über den Birken." Weiter sagte sie, das Jesukind sagt: "Geht zum Baum, dort bekommt ihr die heilige Kommunion." Gretel sah das Jesukind über dem Birkenwald, wie es hinüberschwebt nach Westen. Unterwegs sagt Antonie und kurz darauf auch gleich Gretel: "Wir sehen das Jesukind nicht mehr." Nur Maria und Erika sehen das Jesukind weiterhin. Etwa 50 Meter vor dem Baum sieht Antonie den Kelchengel. Gretel und Maria sehen jetzt wieder das Jesukind. Antonie reicht allen Kindern den Kelch und sah, wie der Kelchengel den Kindern die heilige Hostie reichte, und teilte dies den Kindern mit. Das Jesukind sagte zu Gretel: "Jetzt will ich das ganze Volk segnen." Und zur Kuni sagte es: "Irmgard und du sollen graben gehen!" Zu Maria sagte das Jesukind: "Jetzt werden die Rosenkränze geweiht." Dann sagte die Gretel, das Jesukind habe gesagt: "Jetzt will ich das ganze Volk segnen." Dabei machte das Jesukind dreimal den Segen und fuhr in den Himmel auf. Gretel hörte eine Stimme, die sagte: "Geht auf den Berg!" Vorher sagte Kuni, das Jesukind habe ihr gesagt, dass sie den Wundenrosenkranz fertig beten und dann zum Berg gehen sollen. Nachdem das Wundenrosenkranz-Gesätz beendet war, gingen wir wieder zum Berg. Unterwegs sagte Erika: "Die Muttergottes schaut aus dem Himmel und segnet." Sie verschwand wieder. Wir gingen dann zu den zwei Kindern, die den Auftrag hatten, am Loch zu graben. Dort sieht Gretel die Heiligste Dreifaltigkeit, ebenso Erika und Kuni. Gretel sieht die Heiligste Dreifaltigkeit wie folgt: Oben auf einer Wolke Gott Vater, unter ihm eine Taube, von der Strahlen ausgingen, unter der Taube sieht Gretel ein Kreuz, an dem Christus hängt. Am Fuß des Kreuzes sieht Gretel eine Frau, die sie als Magdalena bezeichnet. Rechts vom Kreuz die Muttergottes. Links eine Gestalt, die sie nicht erkennt. Dr. Heil betet das Preisgebet der Engel zu Ehren der Heiligsten Dreifaltigkeit von Pfaffenhofen vor. Darauf sagt Kuni, die am Grabloch kniet: Gott Vater sagt: "Es freut uns, dass Dr. Heil dies Gebet betet." Gott Vater gab den Segen. Daraufhin sagt die Muttergottes zu Gretel: "Wenn die Taube ein Kreuz fliegt, das bedeutet den Segen." Und kurz darauf sah Gretel, dass die Taube ein Kreuz geflogen hat. Gretel fragt die Muttergottes, was wir sagen sollen und wie? Da sagte die Muttergottes zu Gretel: "Dass mein Sohn, der hier am Kreuz hängt, als Kind über dem Birkenwald war und dass ihr die heilige Kommunion empfangen habt. Dr. Heil soll das verkünden." Dann sangen die Kinder das Lied 'Sei gelobt und hochgepriesen'. Während des Liedes hat Gott Vater mehrmals gesegnet. Dann verschwand die Heiligste Dreifaltigkeit. Während des obigen Gebetes zur Heiligsten Dreifaltigkeit sagte ein Kind zu Dr. Heil: "Die Muttergottes weint." Schlötzer sagt zu Dr. Heil: "Jetzt haben wir vergessen zu fragen, wann morgen das Jesukind kommt." Als wir heimgehen wollten, sagte Maria: "Das Jesukind schaut vom Himmel heraus." Schlötzer sagte sofort zu Maria: "Frage das Jesukind, wann es morgen kommt." Das Jesukind sagte: "Um drei Uhr und um sieben Uhr." Dann ließ ich Maria fragen: "Kommt auch die Muttergottes mit?" Das Jesukind sagte: "Das braucht ihr nicht zu wissen!"
Ostermontag, 10. April 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Drei Kinder waren bereits 15.10 Uhr auf dem Berg. Anschließend kamen Gretel und Erika und gingen ebenfalls zum Podium. Kurz nach der Ankunft sagte Gretel: "Das Jesukind ist über dem Birkenwald – es segnet." Das Jesukind sagte darauf zu Gretel: "Schmitt soll verkünden, dass ich meinen besonderen Segen gebe. Danach fahre ich wieder in den Himmel auf." Nach der Verkündigung segnete es und fuhr in den Himmel auf, der sich öffnete und sich dann wieder schloss. Das Jesukind hatte ein blaues Kleid und einen rosaroten Rosenkranz. Die Erscheinung dauerte zwei Minuten.
Ostermontag, 10. April 1950, abends 19.00 Uhr sind Gretel und Rosa (Bradl) auf dem Berg. Gretel sieht einen Schein. Die anderen Kinder kommen nach. Darauf sieht Gretel das Jesukind. Es segnet vom Birkenwald aus. Durch Kuni fordert es die Kinder auf, jetzt zum Baum hinüber zu gehen. Unterwegs dorthin sagte es: "Erika und Antonie sollen auch kommen!" Es segnete mehrmals. Zu Gretel sagte es: "Das gefällt mir, dass Dr. Heil euch den Wundenrosenkranz erklärt hat und dass Herr Schlötzer euch sagte, wie ihr euch benehmen sollt." Anschließend sah Gretel den Kelchengel kommen. Das Jesukind sagte zu Gretel: "Auch die Rosa Bradl darf heute die heilige Kommunion und das heilige Blut empfangen." Die Kinder empfingen am Baum die heilige Kommunion. Nur Gretel sieht den Kelchengel und reicht sämtlichen Kindern den Kelch herum. Der Engel verschwand anschließend wieder. Daraufhin sagte Schlötzer zur Gretel: "Sagt dem Jesukind, die Männer hier würden auch gerne heute die heilige Kommunion empfangen." Das Jesukind sagte: "Sie bekommen morgen die heilige Kommunion." Daraufhin sagte Gretel: "Dr. Heil ist ja morgen nicht mehr da." Schlötzer sagte noch zur Gretel: "Sagt dem Jesukind, es möchte halt noch einmal den Kelchengel schicken." Das Jesukind sagte dann zur Gretel: "Ich werde ihn noch einmal schicken." Und Gretel sah den Kelchengel und die heilige Hostie herunterschweben. Dr. Heil, Schmitt und Schlötzer empfingen die heilige Kommunion.
(Nach der Andacht bemerkten die Kinder, dass die Herren beim Empfang des heiligen Blutes die Zunge herausstreckten, wodurch das heilige Blut auf den Boden heruntertropfte. Alle Herren mussten feststellen, dass die Kinder selbst beim Trinken des Kelches niemals die Zunge herausgestreckt haben. Es sei bemerkt, dass Rosa Bradl den Kelchengel nicht sah, wohl aber spürte, wie sie das heilige Blut trank und die heilige Hostie genossen hat.) Antonie sagte: "Die Muttergottes steht neben dem Jesukind über den Birken und Föhren." Die Muttergottes sagte zu Antonie: "Jetzt dürft ihr die Auferstehung meines Sohnes sehen." Antonie sagt, sie sieht ein Grab. Daraus entschwebt eine schöne Lichtgestalt, das ist der Heiland. Jetzt sieht sie drei Soldaten vor dem Grab liegen. Ein Engel kommt und rückt den Stein weg und legt die Leinentücher zusammen. Kurz darauf verschwand das Auferstehungsbild, die Muttergottes schwebt vom Wald herunter und sagt: "Holt mich ab!" Die Kinder gehen der Muttergottes zum Wald entgegen. Auf halbem Weg steht die Muttergottes vor den Kindern und sagt zu Antonie: "Ich gehe mit euch dorthin, wo ich am Karfreitag war." Die Kinder begrüßten die Muttergottes. Obwohl sie diese nicht sahen, spürten alle Kinder den Händedruck und den Saum des Kleides. Nur Antonie sah die Muttergottes. Nun ging die Muttergottes zum Wald hinüber mit den Kindern. Als die Muttergottes in den Wald hineinging, sahen Kuni, Maria und Gretel ebenfalls die Muttergottes. Die Muttergottes ging den Weg entlang zum Kreuz. Unterwegs blieb sie wiederholt stehen und segnete alle. Am Kreuz angekommen, kniete sie nieder, schaute zum Kreuz auf und weinte. Auf die Frage von Gretel: "Warum weinst du, liebe Muttergottes?" sagte sie: "Weil mein Sohn soviel leiden muss." Danach stand sie auf und ging 50 Meter südlich in den Wald hinein hinter das Kreuz, wo sie einmal erschienen ist. Von dort aus ging sie dann durchs Gebüsch zur Straße hin, in schnellem Tempo. Dort blieb sie stehen und segnete die dargereichten Rosenkränze. Bei dem Immaculata-Rosenkranz hörten Gretel und Antonie, wie die Muttergottes das 'Ehre sei dem Vater...' mitsprach. Darauf ging die Muttergottes weiter von der Straße ab, einen Fußpfad entlang, zum Erscheinungsgelände. Beim Gehen durch den Wald sagte die Muttergottes zu Gretel: "Dr. Heil, Schlötzer und Schmitt sollen neben euch gehen, damit euch niemand etwas tun kann." Als wir aus dem Wald herauskamen, sagte die Muttergottes: "Jetzt gehen wir zur kleinen Grotte und dann hinauf zum Berg." Beim zweiten Lichtmast machte die Muttergottes halt. Antonie sieht die Muttergottes auf einmal nicht mehr. Die Muttergottes sagte zu Gretel: "Schlötzer soll den Leuten sagen, dass ich mit euch in den Wald gegangen bin, um den Platz zu segnen, wo Luzifer immer war, damit er nicht mehr kommen kann." Dies wurde den Leuten bekannt gegeben. Vom zweiten Lichtmast aus ging die Muttergottes zum Podium. Dort gab sie ihren besonderen Segen und schwebt zum Himmel hinauf. Der Himmel öffnet sich und schloss sich danach.
Dienstag, 11. April 1950. Kuni, Maria und Schlötzer gingen um 19.00 Uhr auf den Berg. Gretel, Erika und Irmgard sind bereits oben, auch Hildegard Lang mit ihrer Schwester. Betti kommt nach. Die Kinder sehen das Jesukind über dem Wald. Betti und Irmgard sehen nichts. Das Jesukind segnete und sagte zu Kuni: "Betti und du gehen zum Graben, die übrigen sollen zum Baum!" Dann sagte es zur Maria: "Die Kinder sollen geschlossen zum Berg kommen." Unterwegs sagte das Jesukind zu Gretel: "Weil Hildegard da ist und ihr brav gewesen seid, komme ich heute zu euch hinunter." Antonie kommt nun auch nach. Die Kinder sehen, wie das Jesukind herunterschwebt auf sie zu. In der Nähe des Baumes kam der Kelchengel, reichte den Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Auch Kuni und Betti werden herbeigeholt auf Wunsch des Jesukind und empfangen die heilige Kommunion. Zu Gretel sagte das Jesukind: "Es freut mich, dass der Geistliche Rat euch belehrt hat, wie ihr euch benehmen sollt. Die Kinder sollen nun zum Berg." Die Kinder begleiteten das Jesukind zum Berg und beteten und sangen abwechselnd. Das Jesukind sagte zu Gretel: "Wenn ihr weiter brav bleibt, komme ich alle Tage zu euch." Ferner: "Auch die Schwester der Hildegard soll zu den Kindern herkommen, weil heute ihr Vater nicht dabei ist. Zur Hildegard kommen ich und meine Mutter in die Wohnung." Vorher berichtete Hildegard Herrn Schlötzer, dass am Ostermontag um 22.15 Uhr die Muttergottes und das Jesukind in ihr Zimmer kamen und ein Engel ihr die heilige Kommunion brachte. Das Jesukind sagte zu Gretel: "Es freut mich, dass heute Gretel und Maria daheim den Wundenrosenkranz gebetet haben." Frau Heilmann bestätigte mir, dass beide Kinder dreimal den Wundenrosenkranz beteten. Vor dem Podium musste Schlötzer den Leuten sagen, dass das Jesukind einen besonderen Segen gibt. Es segnete. Danach sagte Erika: "Jetzt dürfen wir das Jesukind in die Arme nehmen." Sämtliche Kinder taten dies und sangen dabei das Lied: 'Schlaf' wohl, du Himmelsknabe, du.' Zu Gretel sagte darauf das Jesukind am Podium: "Es freut mich nicht, dass ihr gar keine Blumen gestreut habt." Maria, Erika und Gretel gehen zum Graben auf Einladung des Jesuskindes. Zu Antonie sagte das Jesukind: "Holt sieben Kerzen aus der Kapelle zu meiner Ehre!" Das Jesukind sagt: "Ich segne das ganze Volk und gehe hinunter zum zweiten Lichtmast und fahre in den Himmel." Zu Gretel sagte das Jesukind noch: "Sie sollen aufhören zu graben und dann heimgehen." Alle Kinder begleiten das Jesukind zum Mast hinunter. Unterwegs sehen Gretel, Maria und Erika, wie die Muttergottes vom Himmel heruntergeschwebt kommt. Das Jesukind eilt der Mutter entgegen und verschwand dann. Die Muttergottes segnete und fuhr dann in den Himmel auf. Auf dem Berg sah die Muttergottes mehrmals aus dem Himmel. Gretel sagt, sie segnet, und anschließend verschwand die Muttergottes wieder.
Mittwoch, 12. April 1950, abends um 19.00 Uhr beim Hinaufgehen auf den Berg sehen die Kinder bereits das Jesukind über dem Birkenwald. Betti war bereits auf dem Berg, sah aber das Jesukind nicht. Antonie kam kurz darauf. Zu Kuni sagte das Jesukind: "Wenn Antonie da ist, dann soll diese, Gretel, und du, graben gehen." Dann sagte es zu Erika: "Geht zum Baum hinüber, dort empfangt ihr die heilige Kommunion. Die drei Kinder am Grabloch sollen auch mitgehen und nach dem Empfang der heiligen Kommunion wieder zum Graben zurückgehen." Auf dem Wege zum Baum segnete das Jesukind vom Birkenwald aus mehrmals. Es sagte zu Kuni: "Singt meiner Mutter zu Ehren ein Lied. Dann betet den Wundenrosenkranz! Nach jedem Gesätz singt immer eine Strophe!" Beim Baum angekommen wartete der Engel schon auf die Kinder. Diese empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Antonie, Maria und Gretel nur sahen den Kelchengel. Nach der Kommunion sagte das Jesukind zu Gretel: "Ich will jetzt dem ganzen Volk meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Es segnete und verschwand. Die Kinder gingen daraufhin zum Grabloch zurück. Auf dem Weg dorthin sieht Gretel die Muttergottes, wie sie aus dem Himmel heraussieht. Die Muttergottes segnete und sagte zur Gretel: "Ich war heute Mittag mit meinem süßen Kind bei Antonie im Wald. Ich habe aber nicht den Ort bezeichnet für eine Kapelle. Die Kapelle soll auf den Berg kommen!" Die Muttergottes sagte dies auf eine Frage hin, die Herr Schmitt beim Baum durch Gretel an das Jesukind richten ließ. Diese Frage hieß: "Liebes Jesukind, warst du heute bei Antonie im Wald und zeigtest du dieser den Grundriss für eine Kapelle?" Das Jesukind gab der Gretel keine Antwort darauf. Etwa 20 Meter vor dem Grabloch sehen Gretel, Erika und Antonie die Heiligste Dreifaltigkeit: Gott Vater bis zur Brust, wie früher (Gnadenstuhl!), Heilige Geist und Gott Sohn am Kreuz. Unter dem Kreuz die Muttergottes, Magdalena kniend und eine Gestalt stehend. (Johannes?) Die Menge sang das Lied 'Sei gelobt und hochgepriesen, Heiligste Dreifaltigkeit'. Am Grabloch angekommen, verschwand dieses Bild. Antonie, Gretel und Kuni graben weiter. Maria sagte: "Das Jesukind sieht aus dem Himmel heraus und sagt: Nach kurzer Zeit sollen Betti, Erika und ich graben gehen! Irmgard soll nach kurzer Zeit eine von uns drei ablösen!" Während diese drei Kinder graben, sehen Antonie, Kuni und Gretel den Himmel offen und die Muttergottes auf einem Thron sitzen. Sie hatte weißes Kleid an, blauen Mantel und auf dem Haupte eine Krone. Antonie sah auch, dass die Muttergottes ein Zepter in der Hand hat. Nun kam ein kleiner Engel zur Muttergottes. Diese nahm ihn auf ihren Schoss. Es kamen noch einige Engel hinzu und immer mehr bis auf sieben. Die Kinder sahen, dass die Engel den Kindern immer näher kommen. Auf einmal riefen sie aus: "Sie schweben auf die Erde nieder!" Kurz darauf sehen sie, dass sie schon auf dem Boden sind, etwa 20 Meter von ihnen entfernt und auf sie zugehen. Die Engel kamen paarweise: 1 und 2, 3 und 4, 5, 6 und 7. Hinter den Engeln kam das Jesukind. Dann sagten die Kinder: "Jetzt geht die Muttergottes vom Thron herunter und schwebt ebenfalls hernieder." Die Kinder waren voller Freude und konnten sich kaum fassen. Bevor die Engel herunterschwebten, sah Antonie neben der Muttergottes, die auf dem Thron saß, das Zepter in der Hand hatte, die Heiligste Dreifaltigkeit. Neben der Muttergottes saß ihr göttlicher Sohn auf dem Thron, dann etwa in Schulterhöhe der Heilige Geist in Gestalt einer Taube und anschließend ein Thron, auf dem Gott Vater saß mit wallendem Bart. Der Heiland hatte die Weltkugel auf der Hand, Gott Vater hatte das Zepter. Antonie sah dieses Bild etwa eine Minute lang. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie abzuholen. Diese gingen der Muttergottes entgegen, knieten sich nieder, mussten ihr die Hand geben und den Saum ihres Kleides berühren. Sie sagte zu Gretel: "Auch die drei Kinder, die mich nicht sehen, sollen herkommen und mir die Hand geben!" Die Kinder hatten vom Graben her sehr beschmutzte Hände, weil es viel geregnet hatte. Die sieben Engel standen um die Muttergottes und das Jesukind herum. Das Jesukind sagte: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben und Herr Schmitt soll das den Leuten sagen." Das Jesukind und die Muttergottes segneten daraufhin, dann fuhren die Engel in den Himmel auf. Gleich darauf auch das Jesukind und dann die Muttergottes. Der Himmel schloss sich nun. Die Kinder blieben noch eine Zeit lang auf dem Berg und beteten mit dem Volk. Das Jesukind sah aus dem Himmel heraus und forderte die Kinder durch Gretel auf, sie sollen jetzt heimgehen und morgen wieder kommen. Schmitt blieb noch einige Zeit mit den Kindern am Berg, bis plötzlich das Jesukind wieder zum Heimgehen auforderte.
Donnerstag, 13. April 1950, Fatimatag. Um 15.00 Uhr waren auf dem Podium Gretel, Erika, Kuni, Maria, Betti und Irmgard. Gleich beim Hinaufgehen, als sie dort standen, sahen sie das Jesukind über den Birken mit blauem Kleid, rosafarbenem Rosenkranz in den Händen, mit blonden Locken, mit silbernem Haarband und einem Kreuz darauf. Das Jesukind segnete vom Birkenwald aus. Wir beteten den glorreichen Rosenkranz. Zu Erika sagte das Jesukind: "Gretel, Kuni und du sollen graben." Diese drei taten es. Während des Grabens schauten wir manchmal hinüber zum Birkenwald. Das Jesukind segnete. Danach kamen Betti, Irmgard und Mariä zum Graben. Das Jesukind hatte ihnen dies durch Maria befohlen. Die anderen drei Kinder, die gegraben hatten, blieben stehen. Das Jesukind sagte zu Gretel "Die nicht graben, sollen zum Podium gehen." Wir gingen dann zum Podium. Das Jesukind gab dann den anwesenden Leuten einen besonderen Segen. Gretel gab dies allen Leuten bekannt. (Es war kein begleitender Herr dabei.) Danach segnete das Jesukind noch einmal. Dann sprach es zu Erika: " Jetzt will ich noch einmal einen besonderen Segen geben, dann fahre ich in den Himmel auf." Es segnete und fuhr auf. Bevor es in den Himmel hineinging, segnete es noch einmal. Dann schaute die Muttergottes heraus und segnete auch alle. Maria Heilmann sah das Segnen nicht. Bevor die Muttergottes in den Himmel hineingegangen ist, sagte sie: "Geht jetzt ins Pfarrhaus!" Die Kinder beteten den Rosenkranz zu Ende. Die Muttergottes segnete noch einmal, dann verschwand sie. Am Ende des Rosenkranzes, beim Lied 'Segne du, Maria' schaut die Muttergottes noch einmal zum Himmel heraus und segnete. Wir gingen heim bzw. ins Pfarrhaus.
Donnerstag, 13. April 1950, abends 19.00 Uhr. Um 19.05 Uhr ging Schmitt mit Gretel, Kuni, Hildegard, Betti und Irmgard zum Berg. Etwa 50 Meter vor dem Podium sehen die Kinder mit Ausnahme von Irmgard einen Schein und gleich darauf das Jesukind drinnen über dem Birkenwald. Es segnete. Zur Kuni sagte das Jesukind: "Gretel und du sollen in fünf Minuten graben gehen." Zu Maria sagte anschließend das Jesukind: "Erika und du sollen nachher graben gehen." Zu Erika sagte das Jesukind am Podium: "Geht jetzt zum Baum hinüber, es kommt der Kelchengel und reicht euch die heilige Kommunion. Die zwei Kinder, die kurz vorher zum Grabloch gingen, sollen auch mitgehen." Beim Hinübergehen zum Baum kommt Antonie dazu. Auf dem Weg dorthin segnete das Jesukind mehrmals. Zur Kuni sagte es unterwegs: "Betet wiederholt das Vorbereitungsgebet: 'Jesu, Jesu, komm zu mir.'" Schmitt betete die letzten beiden Verse, die die Kinder noch nicht kennen, weiter. Das Jesukind drückt darüber seine Freude aus, was Kuni und Gretel hörten. Durch Gretel forderte das Jesukind die Kinder auf, sie sollen schneller gehen, denn der Engel warte bereits auf sie. Beim Baum dann empfingen die Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten – auch Dr. Schöls und Herr Schmitt. Das Jesukind sagte das zu Erika. Zu Maria sagte das Jesukind, welches über dem Birkenwald gegenüber dem Baum stand: "Herr Schmitt soll verkünden, dass ich über dem Birkenwald bin, dass ihr die heilige Kommunion empfangen habt und was noch alles heute folgen wird. Dies alles soll er am Schluss der Andacht den Leuten sagen." Nach dem Empfang der heiligen Kommunion sagte Erika: "Das Jesukind kommt immer näher." Auch die anderen Kinder sehen kurz danach, ohne etwas von Erikas Aussage zu wissen, dass das Jesukind herunterkommt und etwa 50 Meter entfernt vom Baume stehen blieb. Durch Gretel forderte es die Kinder auf, zu ihm zu kommen. Die Kinder gingen hin und begrüßten das Jesukind, indem sie ihm die Hand gaben mit den Worten: "Wir grüßen dich, du holder Knabe du" und sagten: "Gelobt sei Jesus Christus." Kuni hatte ein Bild von der Muttergottes bei sich. Dieses reichte sie dem Jesukind hin zum Segnen. Das Jesukind segnete und sagte zu Kuni: "Reicht das Bild meiner Mutter herum, damit alle Kinder es küssen können." Daraufhin reicht Gretel ein Kreuz zum Segnen hin. Das Jesukind segnete es und forderte ebenfalls Gretel auf, es herumzureichen, damit die Kinder die fünf Wunden küssen können. Dann forderte das Jesukind auf: "Gebt mir eure Hand und berührt meinen Saum!" Zu Gretel sagte es noch. "Auch eure Eltern dürfen mir die Hand geben." Nun gingen Erika, Kuni und Gretel zum Graben. Zu Maria sagte das Jesukind noch: "Auch Herr Schöls und Schmitt sollen mir die Hand reichen." Zu Maria sagte das Jesukind dann: "Nun sollen Antonie und du graben gehen." Sie gaben dem Jesukind die Hand, wobei Antonie und Betti das Jesukind nicht sahen. Nachdem Maria die Hand dem Jesukind gegeben hatte, sagte sie: das Jesukind ist verschwunden, ich sehe es nicht mehr. Auch Hildegard Lang sagte gleich darauf, dass sie das Jesukind nicht mehr sieht. Danach gingen alle Kinder und Eltern zum Berg zurück. Auf dem Weg zum Berg, etwa 50 Meter nördlich des Baumes, kniete sich Antonie auf einmal und bekreuzte sich. Sie sagte: "Die Muttergottes sieht vom Himmel heraus und segnet." Gleich darauf verschwand sie wieder. Am Grabloch angekommen, lösten Antonie, Betti und Maria die drei Kinder: Gretel, Kuni und Erika ab. Gretel und Erika sagten zu Schmitt, dass sie während des Grabens auch die Muttergottes gesehen haben, wie sie aus dem Himmel herausschaute und segnete. (Ebenso wie Antonie drüben 50 Meter nördlich des Baumes.) Gretel und Erika sahen nun die Heiligste Dreifaltigkeit: (Gnadenstuhl:) Gott Vater oben; unterhalb die Taube; unterhalb derselben der gekreuzigte Heiland mit Magdalena und Muttergottes und Johannes, beide Kinder übereinstimmend. Gretel sagte: "Aus den Augen dieser drei Personen rinnen Tränen." Während diese zwei Kinder die Heiligste Dreifaltigkeit sahen, sahen Hildegard und Kuni die Muttergottes, wie sie auf dem Thron im offenen Himmel sitzt: Weißes Kleid, blauer Mantel und goldene Krone auf dem Haupt, die Muttergottes sagt zu Gretel: "Die drei Kinder sollen jetzt aufhören zu graben." Zu Kuni sagte die Muttergottes: "Jetzt sollen Gretel, Erika und du graben." Gretel und Erika sahen die Heiligste Dreifaltigkeit noch während des Grabens – wenigstens fünf Minuten – dann verschwand sie. Das Jesukind sieht danach zum Himmel heraus und sagt zu Maria: "Betti, Maria und Antonie sollen graben." Sie gehen ablösen. Danach sehen Gretel und Erika die Muttergottes. Sie sagen: "Die Muttergottes kommt immer näher, ja sie schwebt zum zweiten Lichtmast herunter und sagt zu den Kindern, sie sollen herkommen." Unterwegs forderte sie Gretel auf, sie solle Schmitt sagen, dass er verkündige: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen." Während des Verkündens segnete die Muttergottes das ganze Volk. Darauf fuhr sie wieder in den Himmel auf, so dass nicht alle Kinder ihr am Mast die Hand geben konnten. Die Kinder griffen nach dem Saum des Kleides der Muttergottes, als wollten sie dieselbe festhalten, und riefen: Muttergottes, bleibe bei uns! Es war ein großes Geschrei der Kinder! Gretel Gügel bemerkte noch, dass die Muttergottes einen schwarzen Flecken auf ihrem Gewand hatte, als wenn eines der Kinder mit beschmutzten Händen danach gegriffen hätte. Schmitt forderte die Gretel auf, gut hinzuschauen, ob dies tatsächlich stimme. Sie wiederholte die Aussage. Kuni sagte daraufhin, sie hätte dorthin gelangt und Schmitt stellte fest, dass sie tatsächlich schmutzige Hände durch das Graben hatte. Die Kinder sahen der Muttergottes nach, wie sie hinaufschwebte und dann sich der Himmel schloss. Sie gingen zum Grabloch zurück. Dort sieht das Jesukind aus dem Himmel heraus und sagte zu Gretel: "Herr Schmitt soll verkünden, dass ich über dem Birkenwald erschienen bin, dass ein Engel euch die heilige Kommunion brachte, dass ich zu euch gekommen bin, dass meine Mutter zu euch hinab kam und den besonderen Segen gab." Dann verschwand das Jesukind wieder. Durch Antonie forderte die Muttergottes auf, die Kinder sollen das Loch zumachen. Kurz darauf sieht das Jesukind nochmals aus dem Himmel heraus und sagt: "Geht nun nach Hause und kommt morgen wieder!"
Freitag, 14. April 1950. Die Kinder waren um 19.00 Uhr mit Hildegard und Schlötzer auf dem Berg. Antonie ging auf einige Tage fort. Die Kinder sahen, außer Irma, über dem Birkenwald das Jesuskind. Zu Erika sagte das Jesukind: "Du und Gretel sollen graben, nach fünf Minuten Kuni und Hildegard." Etwas später sagte das Jesukind zu Betti: "Die Kinder sollen zum Baum. Auch die Kinder, die graben, sollen mitgehen, dort werdet ihr die heilige Kommunion empfangen." Gretel sagte zu Schlötzer, sie habe das Jesukind gefragt, ob Günter Kühnlein (ein Junge von etwa 15 Jahren) mitgehen darf. Das Jesukind sagte: "Ja, auch er darf die heilige Kommunion empfangen." Wir gehen alle zum Baum, das Jesukind schwebt gegen Westen mit. Unterwegs sehen die Kinder den Kelchengel. Die Kinder beten das Gebet: 'Jesu, Jesu, komm zu mir...' Das Jesukind sagt: "Betet dieses Gebet bis zum Baum." Zu Maria sagt das Jesukind: "Nur die Kinder und die Eltern sollen mitkommen, Günter soll auch mitkommen." Daraufhin schickte ich (Schlötzer) die Schwester der Hildegard und Franzl weg. Hierzu ist zu bemerken: Vor einigen Tagen war der Vater der Hildegard nicht anwesend. Da sagte das Jesukind: "Die Schwester der Hildegard soll mitkommen, da ihr Vater nicht dabei ist." Heute war der Vater dabei, die Schwester musste zurückbleiben. (Ist das eidetische Veranlagung?) Am Baum erhielten die Kinder, Günter und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Schlötzer sagte zu Gretel: "Sag' dem Jesukind tausend Dank für die erhaltenen Gnaden." Das Jesukind sagte: "Das Wort 'Dank' gefällt mir nicht, 'Vergelts Gott' ist mir lieber." Der Engel verschwand wieder. Die Kinder waren alle sehr erfreut, als sie auf einmal das Jesukind vom Wald herunter auf den Boden schweben sehen. Wir gingen dem Jesukind etwa 30 Meter entgegen. Die Kinder sagten: "Gelobt sei Jesus Christus" und gaben dem Jesukind die Hand und berührten den Saum des Kleides. Hildegard und Kuni gingen inzwischen zum Graben. Das Jesukind sagte zu Erika: "Jetzt gehen wir zum Berg. Schlötzer soll den Leuten sagen, dass ich mich gefreut habe, als ich hier segnete, und einige Leute haben sich dabei oben am Berg gekniet. Auch die Kinder, die graben, sollen kommen und mich begleiten." Die Kinder wurden geholt. Zu Gretel und Erika sagte das Jesukind: "Schlötzer soll auf dem Berg das Geheimnis verkünden. Wenn ich durch das Volk gehe, werde ich das ganze Volk segnen." Bevor wir zum Podium kommen, sagte das Jesukind ebenfalls zu Gretel: "Jetzt will ich Antonie (verreist) segnen." Es war um 19.30 Uhr. Die Kinder sangen 'O Maria, lieb und traut...' Am Podium angekommen, sagte das Jesukind: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen, dann weihe ich die Rosenkränze. Ihr dürft mich auf den Arm nehmen. Herr Schlötzer soll das Geheimnis verkünden." Die Kinder sangen 'Schlaf' wohl, du Himmelsknabe, du...' Betti Büttner übergab Schlötzer am Berg zu Beginn des Gesätzes zwei verschlossene Briefumschläge, den Inhalt, sagte Betti, soll Schlötzer bekannt geben. Während die Kinder das Lied sangen, öffnete Schlötzer die beiden Umschläge und gab den Inhalt anschließend bekannt. Dem Inhalt nach erhielten Betti und Antonie von der Muttergottes die Mitteilung, was aus dem Loch werden soll. Gretel fragte das Jesukind, ob den Leuten gesagt werden soll, was aus dem Loch wird. Diese Frage wurde mit "Nein" beantwortet. (Wie ich von H. Pfarrer Gailer erfuhr, soll um das Loch als Art Grundstein die spätere Wallfahrtskirche erbaut werden. Gnadenquelle?) Das Jesukind gab auffallend oft den Segen und sagte zu Gretel: "Jetzt gehen wir zum Loch, dort werde ich in den Himmel auffahren." Wir gingen zum Loch, dort segnete das Jesukind und fuhr in den Himmel, sagte Gretel. Auch die Muttergottes sah aus dem Himmel heraus und segnete. Anschließend sahen Maria, Gretel und Erika die Heiligste Dreifaltigkeit. Gretel sah die drei göttlichen Personen untereinander, die übrigen Kinder nebeneinander. Gretel sah oben Gott Vater, darunter die Taube, den Heiligen Geist, darunter Christus am Kreuz mit Magdalena, Maria und Johannes. Die Gottesmutter weinte. Gretel fragte, warum sie weine. Die Muttergottes sagte: "Weil mein Sohn soviel leiden muss." Der Heilige Geist flog den Segen, wie bereits früher angegeben. Gretel sagt: "Der Mann mit dem Bart sagt: Singt mir das Lied von der Dreifaltigkeit." Schlötzer gab dies bekannt. Nach Beendigung der ersten Strophe sagte Gretel: "Gott Vater sagte: Die Leute sollen nicht so schreien!" Die nächste Strophe wurde andächtiger gesungen. Zu Gretel sagt Gott Vater: "Das Lied hat uns erfreut." Nach etwa zehn Minuten verschwand die Heiligste Dreifaltigkeit. Die Kinder gingen heim. Schlötzer bemerkt noch: Am Baum sagte das Jesukind: "Es freut mich, dass oben am Berg Blumen gestreut sind." Die Kinder fragten untereinander, wer wohl Blumen gestreut hat. Erst am Berg konnten wir uns überzeugen, dass etwa ein 1,5 Meter großes Kreuz aus Blumen am Boden war, das vermutlich von Bamberger Freunden gemacht wurde. Anwesend waren etwa sechs bis achttausend Menschen.
Samstag, 15. April 1950, abends um 19.00 Uhr gehen alle Kinder, mit Ausnahme von Antonie und Irmgard, mit Schmitt zum Berg. Beim Hinaufgehen sieht Gretel über dem Birkenwald einen Schein und kurz darauf das Jesukind. Es segnete schon mehrmals, bevor die Kinder zum Podium kamen. Zu Erika sagte das Jesukind: "Geht zum Baum hinüber, dort empfangt ihr die heilige Kommunion." Während des Gehens zum Baum sagte das Jesukind zu Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied und dann meiner Mutter zu Ehren ein Lied." Darauf sagte das Jesukind zu Erika: "Ich will jetzt meinen besonderen Segen geben, dann fahre ich in den Himmel auf." Am Baum wartet schon der Kelchengel auf die Kinder, die nach ihrer Ankunft die heilige Kommunion in beiden Gestalten erhielten. Beim Hinaufschweben des Kelchengels sah die Muttergottes aus dem Himmel heraus und segnete, sagt Gretel. Darauf sah das Jesukind zum Himmel heraus und sagt zu Gretel: "Jetzt will ich den kleinen Altar am Baum segnen." (Erika Müller hatte dortselbst ein kleines Altärchen hergerichtet.) Es segnete und spritzte etwas. Darauf sieht auch die Muttergottes zum Himmel heraus, segnete den Altar und spritzte etwas herab. Dann ging der Himmel wieder zu. Zurückgekommen auf den Berg, hörte Maria eine Stimme, die sagte: "Geht jetzt nach Hause und kommt morgen wieder." Die Kinder gingen auf Bitten des Herrn Schmitt nicht gleich vom Berg herunter, weil der 'Engel des Herrn' gebetet wurde. Nach dem Gebet schaute das Jesukind zum Himmel heraus und forderte durch Gretel noch einmal die Kinder auf, jetzt heimzugehen und morgen wiederzukommen.
Sonntag, 16. April 1950, nachmittags 15.00 Uhr, Weißer Sonntag. Um 15.20 Uhr ging Schmitt mit Kuni, Gretel und Betti zum Berg. Bald kamen auch Erika und Maria hinzu. Während des ersten Rosenkranzgesätzes erschien das Jesukind über dem Birkenwald. Nur Gretel allein sieht es. Gretel sagt, das Jesukind segnet. Beim zweiten Rosenkranzgesätz sagte das Jesukind zu Gretel: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben und dann fahre ich in den Himmel auf. Meine liebe Mutter wird aus dem Himmel schauen und auch einen besonderen Segen geben." Und so geschah es auch. Schmitt musste das dem Volk mitteilen, dann verschwand das Jesukind und die Muttergottes.
Sonntag, 16. April 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder kamen zum Berg, außer Antonie, die bereits am Podium stand. Das Jesukind sagte zu Antonie: "Geht jetzt zum Baum hinüber!" Auf dem Weg dorthin segnete das Jesukind mehrmals. Antonie sagte: "Jetzt kommt der Kelchengel vom Himmel herunter." Etwa 50 Meter vor dem Baum sagte Antonie noch: Sie sieht einen Schein über dem Föhrenwald neben dem Jesuskind und bald darauf sieht die Antonie, dass die Muttergottes darin ist. Die Muttergottes kommt mit dem Jesukind zum Baum herübergeschwebt. Während die Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten empfingen, kamen die Muttergottes und das Jesukind immer näher herauf. Nachdem das letzte Kind kommuniziert hatte, war die Muttergottes bei den Kindern und ging gleich weiter zum Berg, da sie vorher zu Antonie gesagt hatte: "Nach der heiligen Kommunion geht gleich zum Berg, ich gehe mit, gebe dort meinen besonderen Segen und fahre dann in den Himmel auf." Kaum hatte das letzte Kind kommuniziert, schwebte die Muttergottes weiter und Antonie folgte ihr, da sie allein nur die Muttergottes sah. Die übrigen Kinder gingen mit. Diese sahen nur das Jesukind, das mit der Muttergottes ging. Auf dem Weg zum Berg sagte Gretel: "Jetzt sehe ich auch die Muttergottes." Zu Maria sagte das Jesukind auf dem Weg: "Schmitt soll verkünden, dass ich auf dem Berge die Kommunionkinder der Pfarrei segne." Und zu Antonie sagte die Muttergottes: "Schmitt soll verkünden, dass ich alle Kommunionkinder auf dem Berge segne." Die Kinder blieben auf dem Berg stehen und beteten den Wundenrosenkranz zu Ende. Nach dem Wundenrosenkranz sagte die Muttergottes zu Gretel: "Berührt jetzt mein Kleid, meine Krone, mein Haar, meinen Rosenkranz und gebt mir die Hand." Nur Antonie und Gretel sahen die Muttergottes, während Erika, Kuni und Maria nur das Jesukind sahen, Betti sieht nichts. Zu Gretel sagte die Muttergottes: "Auch Schmitt und eure Eltern sollen mir die Hand geben und alles berühren, was ihr berühren durftet." Zu Maria sagte das Jesukind dasselbe. Schmitt und die Eltern taten dies, merkten (spürten) aber nichts davon. Zu Antonie sagte darauf die Muttergottes: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Nach dem Lied schwebt die Muttergottes weiter, mit dem Jesukind, zum Berg. Die Kinder folgten. Auf dem Weg zum Podium verkündete Schmitt, dass die Kommunionkinder den besonderen Segen des Jesukind und der Muttergottes empfingen. Am Podium angelangt, sagte das Jesukind zu Erika: "Die Kommunionkinder, die da sind (auf dem Berg) sollen kommen und mir die Hand geben!" Diese kamen herbei. Es waren zehn Mädchen und zwölf Knaben. Nachdem die Kommunionkinder der Muttergottes und dem Jesukind die Hand gegeben hatten, sagten Gretel und Antonie: "Die Muttergottes schwebt jetzt zum Birkenwald hinüber und fährt von dort aus in den Himmel auf." Der Himmel öffnet sich, die Muttergottes segnet noch einmal vor dem Eintritt in den Himmel. Darauf schloss sich der Himmel wieder. Von den Kommunionkindern, die der Muttergottes die Hand gaben und ihr Haar, die Krone und ihr Kleid berührten, spürte Angela (Heroldsbach 7, Flüchtlingskind) dies alles. Hilde Herpich (Thurn) sagte, dass sie eine weiche und warme Hand gespürt hat. Antonie und Betti gingen jetzt fünf Minuten graben, wie das Jesukind ihnen befahl. Die Seherkinder dürfen nun das Jesukind auf die Arme nehmen und singen dabei das Lied 'Schlaf' wohl...' Maria sagt: "Das Jesukind wünscht, dass auch die Kommunionkinder es auf die Arme nehmen." Bevor die Kommunionkinder das Jesukind auf die Arme nahmen, wurden Antonie und Betti vom Grabloch weggeholt, damit sie das Jesukind ebenfalls auf die Arme nehmen. Nach diesen durften auch die Kommunionkinder dieses auf die Arme nehmen, wobei die Seherkinder sprechen mussten: "Liebes Jesuskind, schlaf' du auf den Armen der Kommunionkinder ein!" Diesen Ausspruch sagte das Jesukind zur Kuni, Gretel und Maria; denn sonst dauert es den Leuten zu lange, wenn ihr es singt. Es sind wieder zehn Mädchen und zwölf Buben, die das Jesukind auf die Arme nehmen durften. Während die Buben das Jesukind auf die Arme nahmen, sah Gretel Gügel das Jesukind nicht mehr. Nachdem die Muttergottes über dem Birkenwald in den Himmel aufgefahren war, sah Gretel erst das Jesuskind. Zu Kuni sagte es: "Wenn ich auf den Armen des letzten Kindes war, will ich meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Zu Erika sagte es noch: "Herr Schmitt soll morgen mit seinen Kommunionkindern (von Reuth) kommen, sie dürfen mich dann auf die Arme nehmen." Das Jesukind segnete nun und fuhr in den Himmel auf. Es schaute noch einmal vom Himmel herunter und sagte zur Kuni: "Nach dem Lied geht, liebe Kinder, nach Hause, kommt morgen wieder!"
Montag, 17. April 1950, nachmittags um 15.00 Uhr ging Schmitt mit Gretel, Kuni und Antonie zum Berg. Kaum beim Podium angekommen, sagt Antonie: "Das Jesukind und die Muttergottes sind über dem Birkenwald." Auch Gretel bestätigte dies gleichzeitig. Zu Antonie sagt das Jesukind: "Geht zum Baum hinüber!" Das Jesukind segnete. Während des Gehens zum Baum sagt Gretel, dass der Kelchengel kommt. Zu Kuni sagt das Jesukind während des Gehens: "Ich habe deswegen nicht gesagt, dass ihr heute Nachmittag um drei Uhr kommen sollt, weil ich euch prüfen wollte, ob ihr kommt." Zu Gretel sagte das Jesukind weiter: "Die anderen Kinder sollen auch kommen." (Es fehlten noch Erika, Maria, Betti und Irmgard.) Diese kamen aber kurz darauf. Etwa 60 Meter vor dem Baum wartet der Kelchengel auf die Kinder. Die Kinder empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Zu Gretel sagte das Jesukind: "Auch Herr Schmitt darf mich heute empfangen." Die Muttergottes forderte Antonie auf, mit Gretel zum Grabloch zu gehen, um weiterzugraben. Kuni und Maria hörten das Jesukind sagen: "Die Kommunionkinder, die auf dem Berg sind, sollen herkommen. Sie dürfen mir die Hand geben und mich auf ihre Arme nehmen." Irmgard ging zurück zum Podium und holt dort die Kommunionskinder. Es kamen zwölf Mädchen und dreizehn Knaben. Die Kinder gingen mit Herrn Schmitt zum Baum hinunter, denn das Jesukind kam mit der Muttergottes vom Wald zum Baum herübergeschwebt. Die Kommunionkinder kamen inzwischen eilends nach. Beim Baum dann durften diese dem Jesukind und der Muttergottes die Hand geben und den Saum ihres Kleides berühren. Das Jesukind sagte zu Maria: "Die Kinder sollen sich im Kreis um euch stellen." Danach durften die Kinder das Jesukind auf ihre Arme nehmen und die Seherkinder mussten das Gebet sprechen: "Liebes Jesulein, schlaf' auf den Armen des Kommunionskindes ein." Einige Kommunionkinder kamen nach – auch diese rief das Jesukind durch Maria Heilmann zu sich, damit sie der Muttergottes die Hand geben und das Jesukind auf die Arme nehmen. Antonie sagte: "Ich sehe jetzt die Muttergottes nicht mehr." Auch Gretel Gügel sagte dasselbe. Nachdem die Kommunionkinder das Jesukind auf ihren Arm genommen hatten, durften die Seherkinder das Jesukind auf den Arm nehmen, wobei wieder das Lied gesungen werden musste – alle Kommunionkinder mussten mitsingen. Zu Kuni sagte das Jesukind: "Wenn Betti mich auf den Armen gehabt hat, gebe ich den Kommunionkindern und den Müttern meinen besonderen Segen und fahre dann in den Himmel auf." Es segnete und fuhr danach auf, wie Maria, Kuni und Hildegard bestätigten. Danach gingen die Kinder und die Kommunionkinder zum Berg zurück. Auf dem Rückweg sagte Hildegard zu Schmitt, dass die Muttergottes, während die Kommunionkinder das Jesukind auf den Armen halten durften, aus dem Himmel sah und mehrmals segnete. Das Jesukind sah während des Gehens zum Berg aus dem Himmel und sagt zu Maria: "Geht jetzt mit den Kommunionkindern zum zweiten Lichtmast, dann zur Grotte (Birkenwaldaltärchen) und von da aus zum Kreuz. Macht es in Form einer Prozession!" Bei dieser Prozession wurde kurz gebetet und gesungen. Auf dem Wege von der Grotte zum Kreuz hörte Gretel Gügel eine Stimme, die zu ihr sagte: "Auch die Eltern der Kommunionkinder sollen mitkommen." – "Nach dem Gebet am Kreuz geht ihr dann heim und kommt um sieben Uhr wieder."
Montag, 17. April 1950, abends um 19.00 Uhr gehen alle Kinder mit Herrn Schmitt zum Berg. Auf dem Podium angekommen, sagt Antonie, sie sieht das Jesukind und die Muttergottes über den Birken. Die anderen Kinder, außer Irmgard, sehen nur das Jesuskind. Kuni sagt, das Jesukind fordert uns auf, zum Baum hinüber zu kommen. Etwa 30 Meter vom Podium entfernt, Richtung Baum, sagt das Jesukind zu Kuni: "Auch die Kommunionkinder sollen mitkommen." Die Kinder kamen. Auch Erwachsene gingen mit. Das Jesukind sagte daraufhin zu Gretel: "Ich habe gesagt, nur die Kommunionkinder und nicht ihre Eltern." Unterwegs sagte Antonie, das Jesukind wünscht, dass ich und Betti graben gehen. Sie gingen zum Grabloch zurück. Gretel und Maria, auf dem Weg zum Baum, sagen: "Das Jesukind schwebt zum Baum herüber." Es blieb etwa 30 Meter vor dem Baum stehen und sagte dann: "Die Kinder sollen es mit den Kommunionkindern gemeinsam abholen!" Die Seherkinder begrüßten das Jesukind und gingen daraufhin zum Baum zurück. Zu Kuni sagte nämlich das Jesukind: "Die Kommunionkinder sollen mir am Baum die Hand geben." Die Kinder gingen eines nach dem anderen in einem Kreis, der um das Jesukind gebildet war, gaben ihm die Hand und berührten den Saum des Kleides. Zu Gretel sagte das Jesukind: "Auch das Töchterchen von Herrn Schmitt soll mir die Hand geben." (Gretel wusste nicht, dass dieses auf dem Berge ist: Christl Schmitt. Dies sagte Gretel ausdrücklich zu mir, Professor Walz.) Zu Erika sagte das Jesukind: "Die Kinder sollen jetzt einen großen Kreis um mich bilden!" Zu Gretel sagte es daraufhin: "Jetzt will ich eure Rosenkränze weihen." Zu Maria sagt das Jesukind noch: "Alle Leute, die hier sind, sollen mir die Hand geben!" Zu Kuni sagte es noch: "Auch die Frau, die heute Nachmittag meine liebe Mutter sehen durfte, soll herkommen und mir die Hand geben!" Schmitt stellte fest, dass es sich hier um eine Frau Waha aus Forchheim handelt. (Waltraud Waha aus Forchheim, Zweibrückenstrasse 4, sah heute Nachmittag die Muttergottes beim Baum: Weißes Kleid und blauer Mantel, eine Krone, obenauf Strahlen und einen weißen Rosenkranz. Sie sah die Muttergottes etwa fünf bis zehn Minuten lang. Mit freundlichem Gesicht. Ihre Mutter sah ebenfalls die Muttergottes.) Die Kinder sangen jetzt ein Lied: 'Jesukindlein, komm zu mir.' Nach diesem Lied sagte das Jesukind: "Singt jetzt meiner Mutter zu Ehren ein Lied!" Sie sangen: 'Sei gegrüßet... Mutter mein, meine Lust bist du allein.' Nach dem Lied sagte das Jesukind: "Jetzt will ich den Kleinen am Baum segnen." Kurz darauf sagte es noch zu Gretel: "Betet jetzt einmal den 'Engel des Herrn' miteinander." Zu Kuni sagte das Jesukind noch: "Die beiden Frauen, die ganz nahe kommen, sollen zum Berg zurückgehen." Durch Gretel wünscht das Jesukind jetzt, die Kinder sollen ihr Kreuz herzeigen. Es will jedes einzeln segnen. Kurz danach sagt es noch zu Kuni: "Steckt euer Kreuz jetzt wieder ein, ich wollte euch nur prüfen, ob ihr euer Kreuz bei euch habt. Ich habe sie gesegnet." Nun kommen Antonie und Betti vom Grabloch zum Baum hinüber. Antonie sagt zu Schmitt: Ich hörte eine Stimme, die zu mir sagte: "Macht das Grabloch zu und geht zu den anderen Kindern hinüber!" Kurz darauf sagte das Jesukind zur Gretel: "Ich will jetzt allen meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Das Jesukind tat es. Die Kinder gingen zum Berg zurück. Unterwegs schaute das Jesukind aus dem Himmel heraus und sagte zu Maria Heilmann: "Die Kommunionkinder sollen bei euch bleiben, bis die Gebete zu Ende sind." Am Podium angekommen, sang das Volk das Lied 'Sei gelobt und hochgepriesen'. Gretel sieht dabei die Heiligste Dreifaltigkeit. (Gnadenstuhl.) Kuni sieht, wie die Muttergottes aus dem Himmel schaut und segnet. Schmitt ließ fragen, ob wir nun ungefähr 80 Fragen an sie richten dürfen. (Von Lehrer Ott von Teuschnitz – ganz absurde Fragen!) Die Muttergottes antwortete: "Nein, denn ich bin keine Wahrsagerin." Sie segnete und verschwand. Auch die Heiligste Dreifaltigkeit verschwand. Die Muttergottes sagte zu Kuni: "Herr Schmitt soll verkünden, dass morgen die Kommunionkinder wieder kommen sollen, wenn die Auswärtigen nicht kommen können, dann die von hier."
Dienstag, 18. April 1950. Etwa 1.500 Personen anwesend und 400 Kommunionkinder. Um 19.00 Uhr abends gingen Schmitt, Maria, Gretel, Irmgard und Kuni zum Berg; auch Hildegard. Hildegard ging etwas voraus und stieß zu Erika, die bereits auf dem Berg war. Antonie kam gleichzeitig von der Grotte (Birkenwald) her zu uns. Zu Kuni sagte das Jesukind: "Geht jetzt zum Baum! Auch die Kommunionkinder sollen mitkommen, ohne ihre Eltern." (Über 400 Kommunionkinder.) Auf dem Weg zum Baum segnete das Jesukind mehrmals. Es stand von Anfang an über dem Birkenwald und zog über den Wald hin zum Baum. Es kam der Kelchengel und wartete an der Ecke, wo der Weg südlich zum Baum abbiegt. Nur die Seherkinder empfingen die heilige Kommunion. Dann gingen die Kinder zum Baum. Das Jesukind kam vom Baum heruntergeschwebt bis zum Kelchengel und die Muttergottes gleichzeitig vom Himmel mit dem Kelchengel. Zu Antonie sagte das Jesukind: "Die Kommunionmädchen sollen vor euch gehen und die Kommunionknaben hinter euch!" Die Kinder gingen in dieser Reihenfolge zum Baum. Nach Ankunft der ersten Kommunionmädchen am Baum blieben diese stehen. Die Seherkinder zogen mit der Muttergottes und dem Jesukind zum Baum hin und bildeten dort um die Muttergottes und das Jesukind einen Kreis. Zu Antonie sagte das Jesukind: "Die Kommunionkinder sollen jetzt einen großen Kreis um euch bilden!" Die Seherkinder durften jetzt das Jesukind auf die Arme nehmen und mussten das Lied singen: 'Schlaf' wohl, du Himmelsknabe, du.' Auch die Kommunionkinder mussten mitsingen. Nachdem etwa vier Kinder das Jesukind auf den Armen hatten, sagte das Jesukind zu Antonie und Kuni: "Ich gehe jetzt in die Mitte des großen Kreises und die Kommunionkinder sollen mir die Hand geben." Mit der Muttergottes gingen Antonie, Kuni und Gretel. Die Kommunionkinder kamen zuerst an die Reihe, gaben der Muttergottes die Hand und durften den Saum ihres Kleides berühren. Zu Maria sagte das Jesukind: "Geh auch du hin und hilf den Kindern die Hand führen!" Das Jesukind sagte zu Erika: "Das Kommunionkind (Waha), das gestern Nachmittag meine liebe Mutter gesehen hat, soll auch herkommen und mich auf die Arme nehmen!" Auch Maria Schlötzer durfte das Jesukind auf die Arme nehmen. Die Kinder, die der Muttergottes die Hand gegeben hatten, wurden vom Jesukind aufgefordert, wie Erika sagte, ihm die Hand zu geben und den Saum seines Kleides zu berühren. Nachdem die meisten Mädchen daran (fertig) waren, holte Herr Schmitt auch die Knaben herbei. Diese gaben der Muttergottes ebenfalls die Hand und gingen anschließend zum Jesukind, gaben ihm auch die Hand. Diese Handlung dauerte etwa eine dreiviertel Stunde. (408 Kinder.) Die Kinder geraten öfters in Unordnung. Schmitt musste immer wieder die Ordnung aufrecht halten, da die Muttergottes und das Jesukind mehrmals es verlangten. Zum Schluss gaben die Muttergottes und das Jesukind den Segen und fuhren vom Baum aus gleich in den Himmel auf. Hernach gingen die Seherkinder mit den Kommunionkindern zum Podium zurück. Auf dem Weg dorthin, sah die Muttergottes noch einmal aus dem Himmel heraus, wie Erika und Maria sagten. Zu Maria sagte die Muttergottes: "Trage die Blumen in die kleine Kapelle!" Zu Erika sagte sie: "Es würde mich freuen, wenn morgen die Kommunionkinder noch einmal kommen würden. Herr Schmitt soll dies verkünden." Die Muttergottes segnete noch einmal und verschwand.
Mittwoch, 19. April 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder, einschließlich Hildegard, sind mit Schlötzer am Berg. Die Kinder, außer Irma und Betti, sehen den Schein und kurz darauf das Jesukind über den Birken. Erika sagt, wir sollen zum Baum, die Kommunionkinder sollen auch mit. Schlötzer gab bekannt, wer von den Kommunionkindern freiwillig zum Baum will, kann mitgehen. Daraufhin schlossen sich etwa zwei- bis dreihundert Mädchen und Buben an. Die Seherkinder sahen unterwegs zum Baum den Kelchengel kommen, dieser reichte ihnen die heilige Kommunion in beiden Gestalten, auch das Mädchen aus Forchheim, Waltraud Waha, erhielt die heilige Kommunion. Das heilige Blut spürte sie nicht, dafür aber die heilige Hostie. Unterwegs sehen die Kinder auch die Muttergottes. Kurz vor dem Baum kamen die Muttergottes und das Jesukind herüber zum Baum. Die Kinder durften der Muttergottes und dem Jesukind die Hand geben und den Saum berühren. Zu Antonie sagte die Muttergottes: "Die Kinder dürfen auch meine Krone und das Haar berühren." Daraufhin hob Herr Schlötzer vier bis fünf Mädchen empor, damit diese die Krone berühren konnten. Da ich allein für Ordnung bei den vielen Kindern aufkommen musste, war ich sehr müde, ich sagte zu Antonie: "Sag' der Muttergottes, ich kann die vielen Kinder nicht hinaufheben, die Muttergottes soll so gut sein und soll sich hinknien." Antonie sagte mir: "Die Muttergottes kniet jetzt." Die Kinder konnten jetzt bequem die Krone berühren. Etwa dreißig Mädchen und Buben kamen zu mir und erzählten mir, sie haben die Hand, den Saum und die Krone gespürt. Ich fragte Gretel Gügel: "Wie siehst du jetzt die Muttergottes?" Sie sagte: "Jetzt kniet sie." Gretel wusste nichts von meiner Bitte an die Muttergottes durch Antonie. Nachdem alle Kinder die befohlene Handlung ausgeführt hatten, gingen die Muttergottes und das Jesukind mit den Kindern, und zwar allen, zum Berg. Dort gab die Muttergottes nochmals den Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Seherkinder und Waltraud Waha durften das Jesukind in die Arme nehmen, sie sangen jeweils das Lied 'Schlaf' wohl...' – Danach segnete das Jesukind nochmals das ganze Volk und fuhr ebenfalls in den Himmel.
Donnerstag, 20. April 1950, abends 19.00 Uhr. Die Kinder, mit Herrn Schlötzer und Hildegard, waren um 19.00 Uhr am Berg. Sie sahen sofort einen Schein und kurz darauf das Jesuskind. Antonie sieht auch die Muttergottes, sie sagt: "Die Komunionkinder sollen mit zum Baum!" Etwa 40 Kinder waren anwesend und gingen mit. Die Kinder sahen anschließend sofort den Kelchengel, der die heilige Kommunion reichte und wieder verschwand. Die Muttergottes und das Jesukind kamen herüber zum Baum, die Kinder durften von der Muttergottes und dem Jesukind die Hand und den Saum berühren. Um 19.30 Uhr sieht Antonie die Muttergottes nicht mehr. Die übrigen Kinder sahen die Muttergottes nicht. Das Jesukind sagte zu Gretel: "Singt mir und meiner Mutter zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen 'Jesukindlein, komm zu mir!' und 'Sei gegrüßet, Mutter mein'. Während des letzten Liedes sah auch Antonie die Muttergottes aus dem Himmel schauen und segnen. Die Gretel sagt: "Das Jesukind sagt, das Lied hat mich und meine Mutter erfreut." Antonie sieht die Heiligste Dreifaltigkeit ohne Jesus, da ja das Jesukind noch bei den Kindern stand. "Die Taube flog ein Kreuz", sagt Antonie. Nach etwa fünf Minuten verschwand wieder die Heiligste Dreifaltigkeit und damit auch das Jesuskind.
Freitag, 21. April 1950. Herr Schmitt ging mit allen Kindern, außer Antonie, um 19.00 Uhr auf den Berg. Antonie wartet bereits beim dritten Lichtmast auf uns. Am Podium angekommen, sehen bald darauf Gretel und Antonie das Jesukind über dem Birkenwald. Zu Antonie sagt das Jesukind: "Geht jetzt hinüber zum Baum!" Auf dem Weg segnet das Jesukind mehrmals. Der Himmel geht auf und die Muttergottes kommt mit dem Kelchengel heruntergeschwebt, etwa 20 Meter vor dem Baum. Die Kinder empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Nach der heilige Kommunion sieht Antonie die Muttergottes nicht mehr. Auch der Kelchengel ist plötzlich verschwunden. Das Jesukind ist über dem Birkenwald und über den Kindern, den Wald entlang, geschwebt und kommt vom Wald zum Baum herunter. Es wartet bereits auf die Kinder. Zu Gretel sagte es: "Tut die Blumen auf dem Boden etwas weiter vom Altärchen weg, weiter in die Mitte!" Nach der Begrüßung sagt das Jesukind zu Antonie: "Betti und du sollen jetzt graben gehen!" Nach weiteren drei Minuten sagte es zu Erika: "Nun sollen Gretel, Kuni und du graben gehen!" Bevor die drei Kinder weggingen, sagte das Jesukind noch zu Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied und dann meiner Mutter eines!" Nach Abschluss der Lieder wurde der Wundenrosenkranz zu Ende gebetet von den Kindern. Das Jesukind blieb weiter bei den vier Kindern zurück und Schmitt ließ mehrere 'Vater unser' beten für verschiedene Anliegen, für den Heiligen Vater, für die Kommission und den Erzbischof, für die Priester, die nicht auf den Berg gehen dürfen, und noch andere Anliegen. In der Zwischenzeit kamen Antonie und Betti vom Grabloch zurück, zum Baum. Nach etwa zwei Minuten sagte Hildegard: "Das Jesukind geht jetzt zum Berg." Auf dem Weg dorthin sagte es zu Hildegard: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Das Jesukind tat so. Die Kinder gingen daraufhin zum Grabloch weiter. Dort angekommen, sagte Hildegard nach kurzer Zeit: "Die Muttergottes sieht zum Himmel heraus und segnet und verschwindet wieder." Nach fünf Minuten sagte Antonie: "Die Muttergottes sieht zum Himmel heraus und sagt zu mir: Macht das Loch wieder zu." Nach weiteren vier Minuten sieht Gretel Gügel am Himmel die Heiligste Dreifaltigkeit. (Gnadenstuhl.) Herr Schmitt ließ das Lied singen: 'Sei gelobt und hochgepriesen...' Während der ersten Strophe sagte Gott Vater zu Gretel: "Das Lied erfreut uns." Während der zweiten Strophe entschwindet die Erscheinung. Gott Vater segnete zweimal und der Heilige Geist flog den Segen.
Samstag, 22. April 1950, abends 19.00 Uhr. Dr. Heil ging mit den sieben Kindern zum Hügel. Antonie, Gretel, Erika sehen einen Schein über dem Birkenwald. Darinnen das Jesukind in blauem Kleid, kurz darauf auch Maria. Antonie sagte: "Wir sollen zum Baum gehen, Erika und ich sollen graben gehen." Unterwegs zum Baum sehen die Kinder den Kelchengel. Das Jesuskind sagt zu Gretel: "Warum ist Hildegard Lang heute nicht gekommen?" Am Baum reichte Gretel den übrigen Kindern den Kelch. Auch Maria sah den Kelchengel. Das Jesukind sagte weiterhin vom Birkenwald herüber zu Gretel: "Erika und Antonie sollen auch kommen." Sie wurden geholt. Die beiden Kinder gingen ziemlich langsam vom Grabloch zum Baum. Das Jesukind sagte zu Gretel: "Antonie und Erika sollen sich schicken, weil der Kelchengel nicht so lange warten kann." Dann sagte das Jesukind zu Gretel: "Du und Betti sollen weitergraben!" Nachdem Erika und Antonie die heilige Kommunion empfangen haben, verschwindet der Engel wieder. Dann sagte das Jesukind zu Maria: "Du und Kuni sollen zum Graben gehen, die anderen sollen wieder zum Baum kommen." Das Jesukind sagte: "Ich gebe meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel." Es segnete und fuhr in den Himmel auf. Dies sieht Erika und Gretel, die inzwischen zurückgekommen waren. Beide zugleich sehen dies. Erika sieht die Muttergottes aus dem Himmel schauen, wie sie segnet und bald verschwindet. Danach gehen die Kinder wieder auf den Berg, machen das Loch zu und gehen heim.
Sonntag, 23. April 1950, nachmittags 15.00 Uhr. ca 200 Personen. Um 15.10 Uhr ging Dr. Heil mit Gretel, Maria und Erika zum Berg und mit Herrn Hölz. Wir beteten den glorreichen Rosenkranz. Beim ersten Gesätz sagte Gretel: "Ich sehe einen Schein." Dann sah sie in dem Schein das Jesukind. Darauf sagte auch Erika, sie sieht das Jesukind, während es Maria nicht sah. Das Jesukind segnete und sagte zu Gretel: "Holt die anderen Kinder ab!" Maria soll Antonie holen, Gretel die Kuni, Erika soll Irmgard und Betti holen!" Mittlerweile kam Antonie allein. Sie sah nichts. Dann kam Maria; danach Gretel mit Kuni. Wir beteten den Wundenrosenkranz. Jedes Mädchen betete seine Wunde vor. Dann kamen Erika, Irmgard und Betti. Irmgard betete den linken Fuß vor. Da sagte Kuni: "Sie sieht das Jesukind über den Birken und hört, wie das Jesukind sagte: Geht zum Baum!" Beim Hinuntergehen sieht auch Gretel das Jesukind, welches zu Kuni sagt: "Es freut mich, dass Herr Hölz da ist. Auch Herr Hölz soll zum Baum kommen!" Dr. Heil ging zurück und sagte dies Herrn Hölz. Zu Kuni sagte das Jesukind: "Es gefällt mir nicht, dass ihr lacht, wenn ich da bin." Das Jesukind segnete. Nahe dem Baum angekommen, sieht auch Maria das Jesukind. Die Kinder sagen, das Jesukind geht von den Bäumen herunter. Erika sieht den Kelchengel kommen. Das Jesukind sagte: "Holt mich ab! Singt ein Lied mir zu Ehren!" Wir gingen am Baum vorbei, an dem der Kelchengel stand, zum Jesuskind hin. Die Kinder sangen ein Lied. Danach sagte das Jesukind zu Kuni: "Singt meiner Mutter ein Lied." Sie sangen: 'O Maria, lieb und traut.' Bei der Ankunft beim Jesukind sagten die Kinder: "Wir grüßen dich, du holder Knabe." Das Jesukind sagte noch einmal: "Singt meiner Mutter zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen ein Marienlied. Währenddessen berührten die Kinder den Reif, das Haar, die Hand, den Saum des Kleides vom Jesuskind. Zu Gretel sagte es: "Bringt heute noch eure schönen Rosenkränze mit, dann werde ich sie weihen und küssen!" Zu Gretel: "Wenn ihr nicht brav seid, werde ich jetzt weggehen." (Maria und Erika lachen ungebührlich.) Dr. Heil ermahnt sie, darauf lachen Maria und Erika immer noch weiter und grad erst recht. Dann sagte das Jesukind noch einmal dasselbe: "Dann gehe ich jetzt weg." Dr. Heil ermahnte die Kinder noch einmal sehr, dann waren sie ruhig. Das Lied war zu Ende. Dr. Heil ließ das Gebet vor der heiligen Kommunion beten: Jesukindlein, komm zu mir. Da schwebte der Kelchengel vom Baum zu den Kindern. Nun sagte Kuni: "Auch Herr Dr. Heil und Herr Hölz dürfen das heilige Blut und den heiligen Leib empfangen." Erika reichte Maria den Kelch, die den Engel nicht sah, und lachte dabei. Maria weigerte sich, den Mund zu öffnen, weil sie den Engel nicht sah. Sie war verärgert darüber. Es bedurfte ganz ernster Mahnung des Dr. Heil, bis sie endlich folgte. Nachdem der Kelchengel fort war, sagte das Jesukind: "Jetzt will ich die Rosenkränze weihen." Zu Gretel sagte das Jesukind: "Die Rosenkränze, die ihr schon irgendwo berührt habt, haltet in Ehren." Dann sagte es weiter: "Haltet, was ihr mir versprochen habt!" (Bravsein, gehorchen usw.) Dann sagte das Jesukind: "Die Kinder sollen meinen Rosenkranz berühren!" Die Kinder taten es. Das Jesukind sagte nun: "Berührt jetzt noch einmal den Stirnreif, das Haar, die Hand und den Saum! Dann fahre ich in den Himmel auf. Auch Dr. Heil und Hölz sollen mir die Hand geben und den Saum berühren." Dann verschwand das Jesukind und fuhr in den Himmel auf.
Samstag, 23. April 1950, abends 19.00 Uhr. Um 19.05 Uhr gehen alle Kinder zum Berg. Antonie war bereits oben. Antonie und Betti sehen zuerst das Jesukind. Bald darauf auch Kuni, Erika, Maria und Gretel. Zu Antonie sagte es: "Jetzt will ich die Rosenkränze weihen." Zu Gretel danach: "Es freut mich, dass Dr. Heil euch gesagt hat, wie ihr euch benehmen sollt. Jetzt benehmt euch auch so!" Zu Gretel sagte es: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen erteilen. Herr Schmitt soll das verkünden!" Nachher sieht Gretel Gügel das Jesukind nicht mehr, wohl aber sehen es Antonie und Betti. Beim fünften Gesätz des Rosenkranzes sagte Antonie: "Das Jesukind schwebt herüber zum Mast." Betti sieht nur einen Schein, die anderen Kinder nichts. Beim zweiten Mast blieb das Jesukind stehen und forderte durch Antonie die Kinder auf, hinzukommen. Die Kinder gingen zum zweiten Lichtmast und begrüßten dort das Jesukind, das bereits auf die Kinder wartete. Auf dem Weg dorthin sagen Gretel, Maria und Kuni, dass sie jetzt das Jesukind am Mast stehen sehen. Maria und Gretel sagen noch hinzu: "Das Jesukind schaut das Bild an, das am Mast angeheftet ist." Die Kinder begrüßen das Jesukind mit dem Gruß: "Wir grüßen dich, du holder Knabe! Gelobt sei Jesus Christus." Zu Antonie sagt dann das Jesukind: "Jetzt will ich euch meinen besonderen Segen geben." Zu Maria sagte das Jesukind dann: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Jesukind, komm zu mir.' Danach segnete das Jesukind noch einmal und fuhr in den Himmel auf. Außer Betti sehen alle Kinder, wie das Jesukind auffährt. Während seines Eingehens in den Himmel sah die Muttergottes vom Himmel heraus und segnete. Danach schloss sich der Himmel. Die Kinder gingen zum Podium zurück. Nach etwa fünf Minuten sagte Kuni: "Ich höre eine Stimme, die sagt: Die Rosenkränze, die heute nicht gesegnet wurden, sollen morgen Abend mitgebracht werden!" Kurz darauf kam Dr. Heil mit den restlichen Rosenkränzen für die Kinder, die sie heute aus Amerika geschenkt bekamen. Kaum war Dr. Heil mit den Rosenkränzen angekommen, sagten Gretel, Maria, Kuni und Antonie: "Das Jesukind schaut aus dem Himmel heraus und sagt, es will die Rosenkränze segnen, die Dr. Heil eben aus dem Pfarramt holte." (Die Kinder wussten nicht, dass Dr. Heil im Pfarrhaus sie holte.) Das Jesukind segnete dieselben und spritzte Weihwasser, wie Maria und Gretel sagen. Daraufhin schloss sich der Himmel.
Nachtrag: Die Kinder sahen heute Abend das Jesukind mit neuem, weißem Kleid, mit silbernen Sternen darauf übersät; weiße Schuhe und goldene Rosen darauf. Um die Stirne ein Band, golden glänzend, 2 bis 3 cm breit. Alle Kinder sehen das Jesukind in diesem ganz auffallenden neuen Kleid.
Montag, 24. April 1950, abends 19.00 Uhr. Um 19.05 Uhr gehen Gretel und Erika zum Berg. Antonie war bereits oben auf dem Podium. Kaum waren die drei Kinder beisammen, sagte Antonie: "Ich sehe das Jesukind über dem Birkenwald." Auch Gretel sagt: "Ich sehe den Schein." Gleich darauf sieht sie auch das Jesukind. Es segnet und sagt zu Antonie: "Geht jetzt zum Baum hinüber! Auch die anderen Kinder sollen kommen!" Es fehlen Betti, Kuni, Maria und Irmgard. Diese kamen bereits den Berg herauf, wie Schmitt feststellte. Die drei Kinder gingen zum Baum hinüber. Auf dem Weg dorthin segnete das Jesukind mehrmals vom Birkenwald aus. Das Jesukind ging parallel mit den Kindern über dem Wald entlang. Auf halbem Weg sagt Gretel: "Der Kelchengel kommt." Dies bestätigt auch Antonie. Das Jesukind forderte die Kinder auf: "Betet jetzt das Vorbereitungsgebet solange, bis ihr beim Engel angekommen seid." Die fehlenden Kinder kamen nach. Etwa 50 Meter vor dem Baum sagen Antonie und Gretel: "Das Jesukind kommt immer näher. Es schwebt vom Wald zum Baum herüber." Als die Kinder beim Baum angekommen waren, stand das Jesukind bereits dort auf dem bereitliegenden (kleinen) Blumenteppich. Die Kinder empfingen die heilige Kommunion. Außer Kuni, Irmgard und Betti sahen alle den Kelchengel. Nach der heiligen Kommunion verschwand dann der Kelchengel und das Jesukind sagt dann zu Antonie: "Berührt meine Krone, mein Haar, meine Hand, das Kleid, den Saum und meine Füße!" Betti sagte auf die Frage, wie das Jesukind aussieht, folgendes: "Das Jesukind hat dasselbe Kleid wie gestern an; weiße Schuhe mit goldenen Rosen darauf, einen blauen Rosenkranz an der Seite und ein goldig glänzendes Band um die Stirne." Die Kinder beten jetzt den Wundenrosenkranz. Während des Rosenkranzes ließ Schmitt durch Gretel fragen: "Soll Dr. Heil eine Veröffentlichung über Heroldsbach für den Monat Mai schreiben?" Das Jesukind sagte: "Ja, damit auch die Ungläubigen daran glauben." Weiter wurde gefragt: "Wo soll der Bericht gedruckt werden, im 'Ruf Mariens'?" Das Jesukind antwortet zu Gretel Gügel: "Ja." Dritte Frage: "Soll der 'Ruf Mariens' am alten Ort oder in Heroldsbach erscheinen?" Darauf sagte das Jesukind zu Gretel: "In Heroldsbach." Durch Antonie wurde gefragt: "Soll Herr Hölz hier bleiben?" – Keine Antwort. Danach sagt Antonie: "Das Jesukind sagt, wir sollen jetzt zum Berg gehen." Auf dem Weg zum Berg sagt das Jesukind zu Gretel: "Jetzt will ich Pfarrer Gailer, Bauer und Bierfelder, Professor Walz und Schlötzer besonders segnen." Diese Äußerung des Jesukind geschah ohne Anfrage und Bitte. Zu Erika sagt das Jesukind darauf: "Wenn ihr auf dem Berg seid, dürft ihr mich auf die Arme nehmen. Herr Schmitt soll das den Kindern sagen!" Zu Maria sagt das Jesukind noch: "Geht zum Podium – wenn ich durch die Reihen der Leute gehe, gebe ich meinen besonderen Segen." Etwa 30 Meter vor dem Podium sagte das Jesukind zu Kuni: "Warum ist Herr Hölz nicht mitgegangen? Er soll immer mitgehen, so lange er hier ist!" Schmitt ließ durch Kuni fragen: "Wie lange soll Herr Hölz hier bleiben?" Darauf antwortete das Jesukind: "Es würde mich freuen, wenn er bis Ende des Monats hier bleiben würde." Kurz vor dem Podium segnete das Jesukind, als es durch die Reihen der Leute ging, wiederholt. Vor dem Podium angekommen, nahmen die Kinder der Reihe nach das Jesukind auf den Arm und sangen das Lied: 'Schlaf' wohl...!' Jedes Kind, welches das Jesukind auf den Arm nahm, bekam von ihm den Segen. Währenddessen sagte Erika: "Dr. Heil und Schmitt dürfen auch das Jesukind auf die Arme nehmen." Auf die Frage des Herrn Schmitt: "Hast du das Jesukind darum gebeten?", sagte Erika: "Nein, das Jesukind sagte dies aus sich selber heraus." Betti sieht das Jesukind nicht mehr, als sie beim Podium angekommen war. Antonie und Kuni hören das Jesukind gleichzeitig sagen, obwohl sie räumlich durch drei Kinder getrennt sind: "Berührt jetzt meine Krone, mein Haar, mein Kleid, gebt mir die Hand, küsst die Rosen auf meinen Füßen, danach will ich meinen besonderen Segen geben und weggehen." Die Kinder taten es. Nach dem besonderen Segen ging das Jesukind zum Mast hinunter und forderte die Kinder auf, es zu begleiten. Auf dem Weg dorthin sagte Gretel zum Jesukind, liebes Jesuskind, ich bin nicht würdig, dass ich dich sehen darf. Darauf wendet sich das Jesukind zur Gretel hin und sagt: "Es freut mich, dass du das zu mir sagst." Schmitt sagte darauf zur Gretel: Sag' dem Jesukind: "Liebes Jesuskind, mach' mich doch immer würdiger!" Darauf sagte das Jesukind zu Gretel: "Ja, das werde ich tun. Es würde mich freuen, wenn die anderen Kinder dies auch sagen würden." Schmitt sagte dies zu jedem Kind einzeln. Am Mast angekommen, nochmals allen Kindern laut. Zu Antonie sagte das Jesukind: "Habt ihr euer Kreuzchen bei euch? Ich will es segnen." Außer Erika haben alle Kinder das Kreuzchen umhängen. Das Jesukind segnete jedes Kreuz einzeln. Erika hat das Kreuz von Dr. Heil hingereicht. Das Jesukind küsste alle Wunden, das Haupt und die Schulterwunde und sagt: "Alle Kinder sollen das Kreuz und alle Wunden küssen!" Sie küssten die sieben Wunden. Dann reichten die Kinder noch einmal ihr Kreuz hin und das Jesukind küsste alle sieben Wunden bei jedem Kreuz. Dann reichte Herr Schmitt durch Kuni sein Kreuz .hin. Alle Kinder, außer Betti und Irmgard sehen, wie das Jesukind die fünf Wunden und auch das Haupt und die Schulterwunde küsste. Danach sagte Maria: "Ich habe das Jesukind gebeten, es soll mir die Gnade geben, dass ich nicht mehr lachen muss, und habe versprochen brav zu werden." Das Jesukind sagte darauf: "Ja, ich will dir helfen, dass dir der Teufel nicht schaden kann." Erika forderte Schmitt auf, das Jesukind um Verzeihung zu bitten, dass sie ihr Kreuzchen nicht bei sich hatte. Das Jesukind sagte: "Ich verzeihe dir." Darauf forderte das Jesukind durch Gretel die Kinder auf, jetzt immer ihre Kreuze bei sich zu tragen, da der Teufel wieder kommen wird. Durch Gretel ließ das Jesukind weiterhin fragen: "Habt ihr euren Bußgürtel um?" Die Kinder bejahten es. Zu Erika sagte das Jesukind: "Morgen geht ihr alle mit der Wallfahrt." (Markusprozession.) Zu Antonie sagte dann das Jesukind: "Berührt jetzt meine Krone, mein Haar, mein Kleid, den Saum, dann will ich in den Himmel hinauffahren." Die Kinder machten das. Das Jesukind segnete und fuhr dann in den Himmel auf. Beim Hinaufschweben standen die Kinder auf und berührten noch einmal den Saum des emporschwebenden Jesuskindes. Sie wollten es festhalten. Als das Jesukind in den Himmel einging, sah die Muttergottes heraus, lächelte und segnete. Dann schloss sich der Himmel. Die Kinder gingen nun gemeinsam mit Schmitt und Dr. Heil zum Berg zurück. Sie blieben abseits vom Podium stehen und sangen den Engel des Herrn mit. Während des Singens geht der Himmel auf und die Muttergottes schaut heraus; dies sagen Maria, Antonie, Gretel und Erika. Auch Kuni, die etwa sechs Meter vor den anderen Kindern stand und die Schmitt getrennt fragte. Die Muttergottes lächelte, es kam das Jesukind hinzu und lächelte auch. Das Jesukind streichelte die Wangen der Muttergottes und sagte dazu, wie Gretel deutlich verstand: "Meine liebe Mutter!" Auf die Frage von Schmitt, ob das Jesukind sich strecken musste, um seine Mutter zu streicheln, sagten die Kinder: "Nein, das Jesukind ist in Schulterhöhe der Muttergottes." (Nicht auf den Arm, sondern neben ihr schwebend.) Auf einmal kam auch ein kleiner Engel hinzu. Die Kinder erkannten ihn als den kleinen Peter, von Forchheim. Er setzte sich auf den Schoss der Muttergottes. Auf einmal war er wieder verschwunden. Die Muttergottes und das Jesukind segneten. Antonie, Gretel, Erika und Maria sahen das Jesukind und die Muttergottes und den kleinen Engel. Kuni sah nur die Muttergottes. Betti und Irmgard sehen oben nichts. Das Jesukind forderte die Kinder auf, morgen wieder zu kommen und zwar um zwölf Uhr. Auf die Entgegnung, dass um zwölf Uhr Unterricht ist, sagte das Jesukind: "Kommt nur um zwölf Uhr!" und fügte noch hinzu: "Bei der Wallfahrt geht ihr sieben Kinder zusammen!" Darauf verschwanden die Muttergottes und das Jesukind. NB: Während die Kinder am vorhergehenden Tag, vor allem Maria Heilmann und Erika Müller, nicht besonders brav waren und diese beiden lachten während der heiligen Handlungen (siehe Bericht), waren die Kinder am heutigen Tag (Montag, 24. April 1950) besonders brav, auf besondere Ermahnungen von Schmitt und Professor Walz hin, der bei Familie Saam nachmittags über drei Stunden über diesen Punkt gesprochen und eindringlich gemahnt hat: Wenn die Kinder nicht braver werden, werden das Jesukind und die Muttergottes ihr Gnadenangebot von Heroldsbach zurückziehen. Die Eltern möchten ihre Kinder streng anhalten, beim Beten am Berg ganz rein und makellos sich zu benehmen und es möchten alle, Kinder und Leute, täglich andächtig und fromm beten und leben. Nur so könnten wir, wo jetzt alles gegen Heroldsbach eingestellt sei, hoffen, dass die Muttergottes bei uns bleibt und ihre Gnaden uns weiterhin gibt. Weil die Kinder heute so brav waren und andächtig, war es ein besonderer Gnadentag, und auch die anwesenden Beter waren hochbeglückt und erfreut. Die Handlungen an diesem Abend zeigen deutlich, dass sie nicht eidetisch zu erklären sind! An die Erscheinung des kleinen Peter-Engels hatten die Kinder nicht im geringsten gedacht. Auffallend waren einzelne neue Handlungen, auch die Bestellung um 12.00 Uhr, wo doch die Kinder Schule hatten!
Dienstag, 25. April 1950. Um 12.00 Uhr mittags waren auf dem Berg, auf dem Brett vor dem Podium, Antonie und Erika allein. Erika sah zuerst einen Schein, dann die Muttergottes und das Jesukind. Antonie sah sofort die Muttergottes in Lebensgröße mit dem Jesukind auf dem Arm. Die Muttergottes sagte: "Die anderen Kinder sollen auch kommen." Erika und Antonie hörten von der Muttergottes, dass sie zwei graben gehen sollen. Inzwischen kamen die anderen Kinder: Maria, Kuni, Gretel, Irmgard, ohne Betti, an. Die Muttergottes sagte, wir sollen zum Baum gehen. Wir gingen dann alle hin. Auf dem Weg zum Baum empfingen wir durch den Kelchengel die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Der Kelchengel hatte ein weißes Kleid mit einem goldgelben Band um das Haupt herum. Vor der heiligen Kommunion schwebten die Muttergottes und das Jesukind vom Birkenwald herunter bis etwa 40 Meter südlich des Baumes. Dann verschwand der Kelchengel und die Kinder gingen weiter hinüber zum Baum hin. Auch Betti kam an. Die Muttergottes sagt: "Ich werde den Kelchengel noch einmal schicken, damit Betti auch die heilige Kommunion empfangen kann." Darauf kam der Engel und Betti kommuniziert in beiden Gestalten. Dies sahen Antonie und Maria. Nach der heiligen Kommunion sah Betti die Muttergottes ohne das Jesuskind. Alle Kinder geben der Muttergottes und dem Jesukind aus eigenem Antrieb die Hand, berührten den Saum des Kleides, die Krone, das Haar und den Rosenkranz und küssten die Rosen auf den Füßen. Dasselbe taten sie auch beim Jesuskind. Das Jesukind sagte: "Nehmt das Kreuz von Herrn Hölz, macht es auf, dann werde ich es küssen – dann küsst es ihr alle." Antonie hat von der Muttergottes gehört, dass sie und die Erika wieder zum Graben gehen sollen. Sie gehen hin und graben. Als sie auf dem Weg zum Grabloch waren, sehen die übrigen Kinder das Jesukind nicht mehr. Erika hört, als sie auf dem Weg zum Grabloch waren, eine Stimme, die sagt: Wir sollen ein Muttergotteslied singen. Sie sangen es. Die anderen Kinder sangen dann von sich aus das Lied 'O Maria, lieb und traut'. Während des Singens sagte die Muttergottes: "Nun will ich euch nochmals meinen besonderen Segen geben." Ferner sagte sie: "Es freut mich, dass ihr heute mit der Wallfahrt nach Poppendorf gegangen seid." Dann segnete sie. Nach kurzer Zeit sagte die Muttergottes: "Reicht mir eure Hand, berührt den Saum meines Kleides, küsst meine Rosen und berührt sie, berührt auch meine Krone, mein Haar und meinen Rosenkranz. Dann fahre ich in den Himmel auf." Die Kinder taten dies. Danach fuhr die Muttergottes in den Himmel hinauf. Bevor sie einging, segnete sie. Die Wolken teilten sich, das große Himmelstor ging auf. Die Muttergottes ging in den Himmel hinein. Das Himmelstor schloss sich und die Wolken gingen wieder zusammen. Wir gingen dann weiter auf den Berg. Bevor wir an dem Baum waren, hörte Gretel eine Stimme: Antonie und Erika sollen aufhören zu graben. Beim Heraufgehen beteten wir den Rosenkranz mit: Süßes Herz Mariä, sei meine Rettung. Wir gingen noch einmal zur kleinen Kapelle auf den Berg, beteten und sangen das Lied 'Segne du, Maria'. Dann gingen wir heim. Anwesend waren Herr Hölz, die Mutter der Antonie und die Mutter der Maria.
Dienstag, 25. April 1950, abends um 19.00 Uhr gehen die Kinder mit Herrn Schlötzer zum Berg. Antonie kommt bald darauf nach. Die Kinder sehen den Schein und anschließend das Jesukind über dem Birkenwald. Es sagt zu Maria: "Geht zum Baum! Betti und Antonie sollen graben!" Unterwegs sehen die Kinder den Kelchengel kommen. Schlötzer empfängt den Kelch und den heiligen Leib, sonst niemand. Der Kelchengel fährt in den Himmel auf. (Bemerkung: Schlötzer wusste nichts davon, dass die Kinder schon um 12.00 Uhr kommuniziert hatten.) Zu Maria sagte das Jesukind: "Ich habe deshalb den Kelchengel geschickt, weil Herr Schlötzer die heilige Kommunion noch nicht empfangen hat." Die Kinder sehen das Jesukind vom Wald herunter kommen. Es wartet nun bei der Kurve und sagt zur Gretel: "Holt mich ab!" Auf dem Weg dorthin sagte das Jesukind zur Gretel: "Richtet manchmal den Hochaltar in der Kirche her!" Zur Kuni sagte es: "Es freut mich, dass Herr Hölz meine Worte befolgt." Erika sieht die Muttergottes und das Jesukind herunterkommen. An der Wegkurve bleibt das Jesukind stehen und die Muttergottes verschwindet wieder. Die Kinder gehen zum Jesukind und dürfen alles wie immer berühren. Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Wir gehen jetzt zum Baum, dort werde ich meinen besonderen Segen geben und ihr dürft mich in die Arme nehmen. Herr Hölz und Herr Schlötzer dürfen mich schon eher in die Arme nehmen." Weiterhin sagte das Jesukind zur Gretel: "Es freut mich, dass sich die Leute auf dem Berg hinknien, wenn ich ihnen den Segen gebe. Herr Schlötzer soll es den Leuten oben sagen." Dann sagte es: "Es freut mich, dass ihr manchmal in der Kapelle das Kreuz herumtragt; das ist Buße für euch." Als wir beim Baum vorbeigingen, sagte das Jesukind zur Gretel: "Die Blumen, welche die Leute hier gestreut haben, habe ich gesegnet." Die Kinder gehen zum Berg. Dort dürfen sie das Jesukind auf die Arme nehmen. Dabei singen sie das Lied: 'Schlaf wohl...' Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Schlötzer soll es bekannt geben, was ich unten gesagt habe." Zu Antonie sagte das Jesukind: "Berührt noch einmal den Saum meines Kleides und küsst die Rosen auf meinen Füßen!" Anschließend sagte das Jesukind zu Antonie: "Jetzt gehen wir zum Mast. Dort betet still ein 'Gegrüßet seist du, Maria' für Dr. Heil, Schmitt und Schlötzer." Am Mast angekommen, schwebt das Jesukind direkt zum Mast hin in Höhe des Bildes. Dann sagte es: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben und fahre dann in den Himmel." Es segnete und fuhr auf. Dabei sah die Muttergottes aus dem Himmel heraus und segnete ebenfalls. Die Kinder zupften sehr lebhaft an dem Kleid des Jesuskindes, bis sie es nicht mehr erreichen konnten, und waren dann sehr betrübt, nachdem es entschwunden war. Plötzlich sagte Maria: "Das Jesuskind kommt noch einmal." Alle Kinder, bis auf Irma und Betti, sehen das Jesukind noch einmal vom Himmel zu den Kindern herunterschweben. Ihre Freude kannte keine Grenze. Das Jesukind sagte zu Maria: "Weil ihr mich so gerne berührt, komme ich noch einmal heruntergeschwebt zu euch." Durch Gretel ließ Schlötzer fragen: "Liebes Jesuskind, warum dürfen die Kinder so oft dich berühren?" Antwort: "Weil ich euch so lieb habe." Zu Gretel sagte das Jesukind: "Singt mir noch, ein Lied!" Die Kinder sangen: 'Jesus, dir leb ich.' Nachdem die Kinder noch einmal alles berührt hatten, stieg das Jesukind in den Himmel auf und sagte: "Euer Lied hat mich sehr erfreut. Wenn der 'Engel des Herrn' zu Ende ist, geht dann heim!" Dies taten die Kinder.
Mittwoch, 26. April 1950, abends. Beim Hinaufgehen um 19.15 Uhr sehen Hildegard, Gretel und Erika das Jesukind bereits über dem Birkenwald. Bis zum Podium hin segnete das Jesukind mehrmals vom Birkenwald aus. Antonie kam über die Felder herbei. Beim Segen kniete sie nicht nieder, obwohl sie die Kinder von ferne sah, wie sie sich niederknieten. Das Jesukind sagte zu Erika: "Es gefällt mir nicht, dass Antonie sich nicht niederkniet, wenn ich segne." Gretel und Erika hörten das Jesukind sprechen: "Wenn Antonie da ist, dann geht zum Baum hinüber!" Auf dem Weg dorthin segnete das Jesukind sehr oft. Gretel, Erika und Maria sagen: "Der Kelchengel kommt. Wir sollen auf dem Weg zum Baum die Vorbereitungsgebete zur heiligen Kommunion solange sprechen und wiederholen, bis wir beim Kelchengel angelangt sind." Auf dem Weg zum Baum sagte das Jesukind vom Birkenwald aus zu Gretel: "Auch die Waltraud (Waha) darf mich heute empfangen." Herr Schmitt sagte es nicht gleich dem Kind. Er wurde durch Gretel aufgefordert, es ihm gleich zu sagen. Nach der heiligen Kommunion sagte das Jesukind zu Erika: "Gretel und du sollen jetzt graben gehen." Kurz darauf sagte es zu Maria: "Wenn die zwei Kinder etwas gegraben haben, dann sollen Antonie und du graben gehen." "Jetzt will ich die Rosenkränze segnen", sagte es zu Antonie, bevor sie wegging. Das Jesukind segnete. Darauf gingen die Kinder zum Grabloch. Nach einer kurzen Pause sagte das Jesukind zu Hildegard: "Jetzt will ich Herrn Pfarrer Gailer, Bauer, Bierfelder, Professor Walz, Schlötzer und Dr. Heil segnen." Dann sagte das Jesukind noch zu Maria, bevor diese wegging: "Ich will die segnen, die für mich kämpfen." Zu Hildegard sagte darauf das Jesukind: "Jetzt will ich Marianne Schlötzer meinen besonderen Segen geben." Die Kinder beten den Wundenrosenkranz zu Ende; es wird die Litanei gebetet. Das Jesukind schwebt immer noch über dem Birkenwald. Gretel und Erika kommen vom Grabloch zurück. Kurz darauf sagt das Jesukind zu Hildegard: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen und fahre dann in den Himmel auf. Geht dann zum Berg zurück!" Wir taten es. Auf dem Weg dorthin sagten Erika und Gretel zu Schmitt: Als wir vom Grabloch zum Baum zurückgingen, sagte das Jesukind folgendes zu uns: "Kommt morgen um halb eins auf den Berg, bringt ein Blatt Papier mit, damit ihr aufschreiben könnt! Meine Mutter wird kommen und euch ein Lied lernen und vorsingen. Wenn ihr es nachsingen könnt, dann sollt ihr es immer auf dem Berg singen!" Auf dem Weg zum Baum sah die Muttergottes zum Himmel heraus, segnete und sagte dann zu Erika: "Mein lieber Sohn wird morgen Mittag auch mitkommen. Sagt niemand etwas davon!" Am Grabloch angekommen, sagte eine Stimme zu Gretel: "Jetzt sollen Kuni und Hildegard etwas graben!" Diese gruben fünf Minuten. Dann sah die Muttergottes zum Himmel heraus und sagte zu Antonie: "Macht nur wieder das Loch zu!" Sie segnete und verschwand. Die Kinder gingen dann vom Berg herunter.
Wir fügen hier die Melodie des Liedes, das die Muttergottes die Kinder lehrte, bei. NB! Von der Stelle des Liedes: 'Liebes Jesulein... in alle Ewigkeit' erklärte ein Generalmusikdirektor von Darmstadt und Musikprofessor M. Sch. Bamberg, dass die Melodie dazu sehr schwer sei und von Kindern nicht erdichtet werden könnte.
Donnerstag, 27. April 1950, mittags 12.30 Uhr. Um 12.30 Uhr gingen Gretel und Erika auf den Berg, wie es gestern die Muttergottes verlangt hatte. Beim Hinaufgehen sehen sie einen großen und einen kleinen Schein über dem Birkenwald. Als sie beim Podium waren, merkten sie in dem Schein die Muttergottes und das Jesukind. Beide segneten plötzlich. Die Muttergottes und das Jesukind schwebten auf den Bäumen in Richtung Apfelbaum. Wir gingen vom Podium zum Baum hinüber. Auf halbem Wege kam der Kelchengel, schwebte gleichfalls zum Baum hin wie auch die Muttergottes und das Jesukind. Auf dem Weg zum Baum beteten wir das Vorbereitungsgebet: 'Jesu, Jesu, komm zu mir!' Als wir am Baum anlangten, reichte uns der Kelchengel die heilige Kommunion in beiden Gestalten und fuhr dann wieder in den Himmel auf. Dann sagte die Muttergottes zu uns: "Singt mir jetzt ein Lied vor, dann werde ich euch das Lied von meinem süßen Kind sagen." Wir sangen: 'O Maria, lieb und traut.' Dann sagte die Muttergottes die erste Strophe: "Liebes Jesulein, ich habe Dich so lieb. Dich will ich loben und preisen in alle Ewigkeit." Wir schrieben diese Strophe auf. Dann sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich es euch vorsingen." Sie sang mit wunderschöner Stimme die erste Strophe. Als wir das Lied wiederholt hatten, sagte die Muttergottes: "Ihr habt die richtige Melodie nicht." Dann verschwand das Jesukind in den Himmel. Wir gingen mit der Muttergottes zur zweiten Kapelle hinauf. Die Muttergottes sagte zu Erika: "Wenn ich beim Kapellchen bin, werde ich die Blumen segnen." Nach einigen Schritten sagte die Muttergottes die zweite Strophe: "Ich danke Dir, o Jesulein, ich schließ Dich in mein Herz hinein, o mein liebes Jesulein." Auf dem Weg gehend, schrieben wir die zweite Strophe auf. Als die Muttergottes das kleine Kapellchen betrat, machte sie eine Kniebeuge, wir taten dies auch. Dann sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich euch nochmals das ganze Lied vorsingen." Sie sang das Lied vor in der kleinen Kapelle und blickte dabei auf das Holzkreuz, das vor ihrer Statue steht. Wir sangen mit. Dann sang die Muttergottes zweimal das Lied vor. Wir sangen es ungefähr drei- bis viermal nach. Dann sagte die Muttergottes zu Erika, als Gretel allein sang: "Das ist die richtige Melodie." Hierauf sagt die Muttergottes zu Erika: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben." Dann fuhr sie in den Himmel auf. Vorher sagte sie noch zu Erika: "Wenn ich in den Himmel aufgefahren bin, dann geht ins Pfarrhaus und sagt es dem Herrn Pfarrer."
Donnerstag, 27. April 1950, abends 19.00 Uhr. Um 19.05 Uhr gehen die Kinder zum Berg getrennt. Antonie war bereits oben und sah über dem Birkenwald das Jesukind. Kuni, Maria, Gretel und Betti sehen das Jesukind und Erika sieht nur die Muttergottes. Das Jesukind segnete. Zu Antonie sagte es dann: "Betti und du sollen jetzt graben gehen und die anderen sollen zum Baum hinüber." Unterwegs sagen Maria und Gretel: "Der Kelchengel kommt." Die Kinder beten das Vorbereitungsgebet. Sie sehen dabei immer zum Birkenwald hinüber und sagen, dass das Jesukind mit ihnen parallel über dem Wald schwebt. Erika sagt: "Auch die Muttergottes ist beim Jesukind." Beim Baum angekommen, empfingen die Kinder die heilige Kommunion. Das Jesukind stand etwa 50 Meter südlich des Baumes. Erika sagt, sie sieht die Muttergottes auch in dieser Entfernung stehen. Zu Gretel sagte das Jesukind: "Auch Antonie und Betti sollen herkommen und die heilige Kommunion empfangen. Was sie nachher tun sollen, werde ich noch angeben." Gretel und Betti hatten zuerst die heilige Kommunion empfangen und gingen zum Jesukind und seiner Mutter. Nachdem die anderen Kinder kommuniziert hatten, gingen auch sie hin. Betti und Antonie kommen nach. Sie sehen am Baum den Kelchengel nicht mehr. Als sie zum Jesukind und der Muttergottes hinkamen, stand der Kelchengel dort und wartete auf sie. Antonie empfing zuerst die heilige Kommunion und reichte dann den Kelch der Betti. Nach Empfang der heiligen Kommunion sagte Betti: "Ich sehe auch die Muttergottes." Antonie sah sie nicht, sondern nur das Jesukind. Sie begrüßten das Jesukind und die Muttergottes. Danach sagte das Jesukind zu Maria: "Singt mir jetzt das neue Lied vor!" Gretel sang zuerst allein die erste Strophe, da Erika die Melodie noch nicht gut konnte. Die zweite Strophe sang Erika mit. Währenddessen sagte das Jesukind zu Maria: "Es freut mich, dass Gretel die erste Strophe allein gesungen hat." Durch Kuni forderte das Jesukind die Kinder auf, das Lied zu lernen. Danach sagte Antonie: "Betti und ich sollen graben gehen." Als sie beim Baum vorbeigingen, wurden sie zurückgeholt, denn das Jesukind forderte durch Maria die Gretel, Erika und Maria auf, zum Grabloch zu gehen. Die übrigen Kinder gingen mit dem Jesukind zum Berg. Bevor das Jesukind wegging, segnete es noch zwei Kreuze, die die Kinder mitgebracht haben. Zu Kuni sagte es: "Eine Kerze stellt im kleinen Kapellchen auf und die andere in der Kirche." Unterwegs zum Podium sagte das Jesukind wieder zu Kuni: "Ich und meine Mutter würden eine große Freude haben, wenn ihr zum ersten Mal den Hochaltar und die Seitenaltäre schmücken würdet. Schmückt die Kirche auch weiterhin." Am Podium dann sagte das Jesukind zu Kuni: "Die drei Kinder am Grabloch sollen auch heraufkommen und mich auf die Arme nehmen!" Später sagte es zu Erika: "Wenn ihr mich auf die .Arme genommen habt, dann geht wieder zum Graben!" Während Gretel das Jesukind auf dem Arm hielt, sagte dieses zu Antonie: "Am 1. Mai werde ich mit meiner Mutter, mit dem heiligen Josef und vielen Engeln zu euch kommen auf den Berg." Auf die Frage: "Wann kommst du, liebes Jesukind?" sagte es: "Abends um sieben Uhr." Auf die Bitte von Schmitt, ob es nicht um halb acht kommen wolle, antwortete das Jesukind der Antonie: "Am 1. Mai komme ich um sieben Uhr und an den anderen Tagen um halb acht." Es forderte Betti und Antonie auf, weiter zu graben. Als alle Kinder das Jesukind auf die Arme genommen hatten, sagte es zu Kuni: "Ich will jetzt meinen besonderen Segen erteilen und dann in den Himmel auffahren." Das Jesukind tat so. Kurze Zeit, nachdem es aufgefahren war, sahen Gretel und Maria am Himmel die Heiligste Dreifaltigkeit als Gnadenstuhl. Die Muttergottes und der heilige Johannes standen unter dem Kreuz und Maria Magdalena kniete unter dem Kreuz. Der Heilige Geist flog das Kreuz. Gretel sah den Heiland am Kreuz, wie er sein Haupt neigte und sprach: "Es ist vollbracht." Magdalena wendet den Kopf weg vom Kreuz und sagte zur Gretel: "Singt das Lied von der Heiligsten Dreifaltigkeit." Nach der ersten Strophe verschwand der Gnadenstuhl. Das Jesukind sah aus dem Himmel und sagte zur Kuni: "Nach dem Lied geht heim!" Auch Maria Heilmann hörte dies.
Nachtrag zum 27. April 1950. Heute, 27. April 1950 waren die Kinder (alle acht mit Ausnahme der Rosa Bradl), außerdem noch Waltraud Waha und Anita, welche bei Gretel Gügel auf Besuch ist, also zehn Kinder, in Frensdorf bei Professor Walz. Schon am Vortage, in der Abendandacht, hatte die Muttergottes die Kinder zweimal für ihre Reise nach Frensdorf gesegnet und zu ihnen gesagt, dass sie auch Englein mitschicken werde. Am 27. April 1950 nachmittags um 13.30 Uhr bis 17.15 Uhr waren die Kinder in Frensdorf. Sie hatten sich alle sehr gefreut, waren munter und sangen ihre Lieder vom Berg der Erscheinung. Um 15.00 Uhr hält Professor Walz im Kloster eine Segensandacht (bei der die Litanei der Muttergottes gesungen wurde), bei welcher die Kinder verschiedene Lieder der Erscheinung sangen. Auf der Heimfahrt waren im Auto des Herrn Pfarrer Bauer (Burk bei Forchheim) vier Englein von Sassanfahrt bis Neuses. Sie waren ca. 60 cm groß, hatten rosafarbene Kleidchen an. Sie sassen im Wagen auf den Armpolstern und sprachen auch mit den Kindern, dass sie so gerne bei ihnen seien. In diesem Wagen waren die vier Kinder: Gretel Gügel, Antonie Saam, Anita Müller und Kuni Schleicher. Herr Pfarrer Bauer hatte bemerkt, dass die Kinder unruhig waren und sagte zu ihnen: Sie sollten doch ruhig sitzen bleiben. Die Straße ist doch rutschig – es regnete – sonst könnte der Wagen rutschen! Die Kinder sagten: "Gelt, Herr Pfarrer, sie merken nicht, dass Engelchen da sind?" Das war bei der Brücke vor Hirschaid.
Freitag, 28. April 1950, abends 19.00 Uhr war Schlötzer mit sechs Kindern außer Irmgard auf dem Berg. Bereits beim Hinaufgehen sehen die Kinder einen Schein und kurz darauf das Jesukind. Das Jesukind sagte zur Kuni: "Liebe Kinder, geht zum Baum!" und zur Antonie: "Am 1. Mai sollen viele Leute kommen, da werden ich und meine Mutter mit meinem Pflegevater kommen." Unterwegs zum Baum sehen die Kinder den Kelchengel kommen. Sie empfingen anschließend die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die Kinder sahen das Jesukind vom Wald herunterkommen. Es sagte: "Holt mich ab!" Weiterhin sagte das Jesukind zur Kuni: "Führt den Kelch langsam an den Mund!" Die Kinder gehen dem Jesukind entgegen und dürfen es wie sonst berühren. Zur Gretel sagte es: "Ich oder meine Mutter werden alle Tage um viertel vor acht Marianne Schlötzer den besonderen Segen geben. Sie soll sich daheim hinknien um diese Zeit." Zur Kuni sagte das Jesukind: "Es freut mich nicht, dass ihr den Altar am Baum nicht hergerichtet habt." Dann sagte es zu Kuni und Gretel: "Wir gehen jetzt auf den Berg. Dort dürft ihr mich in die Arme nehmen und auch Herr Hölz und Herr Schlötzer." Unterwegs gibt das Jesukind wiederholt seinen Segen und sagt: "Es freut mich, dass sich die Leute hinknien." Nachdem Gretel und Antonie das Jesukind in den Armen gehalten hatten, mussten sie zum Graben gehen. Nach etwa fünf Minuten wechselten Erika und Maria die vorgenannten Kinder ab. Zur Gretel sagte das Jesukind: "Wenn ihr brav seid, komme ich alle Tage zu euch." Zur Antonie sagte es: "Jetzt gehen wir zum Baum. Dort werde ich in den Himmel auffahren." Unterwegs zum Mast knien sich die Kinder beim Grabloch hin und das Jesukind sagte zur Gretel: "Erika und Maria sollen auch mitkommen! Macht das Loch zu! In der Zwischenzeit dürft ihr mir die Hand geben." Nun gab Maria Heilmann dem Jesukind die Hand. Maria hielt etwa fünf Minuten die Hand und sagte: "Das Jesukind lässt mich nicht mehr los." Zur Gretel sagte das Jesukind: "Maria soll zu mir sagen: Ich grüße dich, du holder Knabe, und Gelobt sei Jesus Christus! Dann werde ich ihre Hand los lassen." Maria sprach dies und hatte ihre Hand wieder frei. Unten am Mast sagte das Jesukind zur Gretel: "Ich habe die Hand der Maria solange gehalten, damit sie braver wird. Sie soll jetzt zu Ehren meiner Mutter ein 'Ave Maria' beten." Sie tat dies. Plötzlich sehen die Kinder an der Hand des Jesukind einen Ring: Golden, mit einem roten Stein. Das Jesukind nahm den Ring von seinem Finger ab und gab den Kindern den Ring einzeln in die Hand. Die Kinder hielten den Ring mit dem Zeigefinger und Daumen und sagten zu Schlötzer: "Wir haben den Ring zwischen den Fingern. Er leuchtet sehr stark." Da nahm ihn das Jesukind wieder an den Finger und sagte: "Auch Herr Hölz und Schlötzer dürfen meinen Ring küssen." Gretel gibt den Ring mit der Hand des Jesukind zum Küssen hin zu den beiden Herren. Kurz darauf segnete das Jesukind und fuhr in den Himmel auf. Dann schaute die Muttergottes zum Himmel heraus und segnete.
Samstag, 29. April 1950, abends 19.00 Uhr. (Herrlicher Bericht!) Um 19.00 Uhr abends gingen die Kinder zum Berg, alle außer Irma Mehl. Als alle Kinder da waren, erschien das Jesukind über dem Birkenwald – es segnete. Zur Antonie sagte es: "Geht jetzt zum Baum hinüber!" Zur Erika: "Gretel, Maria und du sollen graben gehen." Die Kinder taten es. Auf dem Weg zum Baum sagte das Jesukind zur Antonie: "Lernt das neue Lied bis zum 1. Mai gut." Die Kinder beten auf dem Weg zum Baum den Wundenrosenkranz. Am Baum angekommen, versuchten die Kinder die Kerzen auf dem dort errichteten kleinen Altar anzuzünden. Es gelang ihnen wegen des Windes nicht. Antonie sagt: "Der Kelchengel kommt." Schmitt forderte Kuni und Betti auf, das Anbrennen sein zu lassen und sich auf die heilige Kommunion vorzubereiten. Der Kelchengel sagte aber zu Antonie: "Die Kinder sollen dem Jesukind zu Ehren die Kerzen anzünden." Schmitt half ihnen dann. Die Kinder empfingen die heilige Kommunion, auch Schmitt und Hölz. Die drei Kinder beim Grabloch mussten geholt werden, die eilends kamen und auch die heilige Kommunion empfingen. Das Jesukind kommt vom Wald herübergeschwebt und blieb etwa 50 Meter südlich vom Baum entfernt auf dem Wege stehen. Es forderte durch Antonie die Kinder auf, nach der heiligen Kommunion zu ihm zu kommen, es abzuholen. Die Kinder taten es; sie begrüßen das Jesuskind. Auf dem Weg zum Jesukind sagte dieses zu Gretel: "Es freut mich, dass ihr in der Kirche den Hochaltar und den Altar meiner lieben Mutter so schön geschmückt habt." Nach der Begrüßung forderte das Jesukind die Kinder auf, das neue Lied zu singen. Währenddessen berührte Kuni am Jesukind die mitgebrachten Bildchen und eine Kerze. Das Singen ging dadurch schlecht und die Kinder mussten es deshalb nochmals singen. Dann sagte das Jesukind zu Antonie: "Betti und du, geht jetzt graben!" Sie gingen fort. Darauf forderte das Jesukind die übrigen Kinder auf, zum Baum zu gehen. Es ging mit. Beim Baum sagte es zu Gretel: "Auf dem Berg vor dem Podium dürft ihr mich auf den Arm nehmen. Herr Hölz und Schmitt dürfen es jetzt schon hier. Ihr dürft mich jetzt berühren." Danach ging das Jesukind weiter zum Berg. Zu Maria sagte es: "Kuni soll den beiden Kindern beim Graben helfen." Kuni ging weg. Dann sagte das Jesukind wieder zu Maria: "Am Mast baut ein kleines Altärchen auf zum 1. Mai und schmückt es." Danach sagte es zu Gretel: "Wenn eure Vorgesetzten euch etwas befehlen, so tut es gleich, denn ihr Befehl ist gleich dem, als wenn ich es euch befehlen würde!" Kurz vor dem Podium hörte Maria das Jesukind sprechen: "Wenn ich durch die Reihen der Leute gehe, dann gebe ich meinen besonderen Segen. Herr Schmitt soll das verkünden." Am Podium durften die Kinder das Jesukind auf die Arme nehmen und sangen dabei das Lied: 'Schlaf' wohl...' Die Kinder am Grabloch mussten geholt werden. Als mehrere Kinder das Jesukind auf den Arm genommen hatten, sagte es zu Maria: "Wenn Erika mich auf den Arm genommen hat, sollen Gretel, du und Erika graben gehen." Es geschah so. Als Betti als letzte das Jesukind auf den Arm nahm, sagte Antonie: "Die Muttergottes kommt zum Mast und wir sollen hingehen." Antonie ging hin und nahm am Grabloch die Gretel, Maria und Erika mit. Eilends gingen sie dann zum Mast, wo die Muttergottes bereits wartete. Schmitt ging ebenfalls hinunter, während Kuni und Herr Hölz beim Jesukind am Podium blieben. Beim Mast angekommen, begrüßten die Kinder die Muttergottes und durften dann ihr Haar, Krone, Kleid, Saum und Rosen berühren und die Rosen küssen. Dann forderte die Muttergottes Antonie und Gretel auf, auf den Berg zu gehen und ihr süßes Kind abzuholen. Diese gingen eilends fort. Als die zwei Kinder beim Grabloch waren, forderte das Jesukind sie auf, das Grabloch zuzumachen, es wird noch so lange warten. Die Kinder taten so und kamen dann mit dem Jesukind zum Mast zurück. Währenddessen musste Maria und Erika, die bei der Muttergottes am Mast geblieben waren, ihr zu Ehren ein Lied singen. Die Muttergottes lächelte und sah auch die Bilder an, die am Mast angebracht sind. Als das Jesukind etwa 20 Meter herangekommen war, sagte die Muttergottes: "Jetzt gehen wir mein süßes Kind abholen." Danach gingen alle zum Mast zurück. Dort durften die Kinder alles vom Jesukind und der Muttergottes berühren, die dann in den Himmel auffuhren. Bei der Auffahrt sagte das Jesukind: "Wenn die Litanei gebetet ist, dann geht ihr nach Hause." Die Kinder gingen aber nicht gleich fort zum Berg und dann heim, sondern sie blieben, diesmal aus unbekannten Gründen, beim Mast, obwohl Schmitt aufforderte, zum Berg zu gehen. Nach einer Minute sagte Antonie: "Ich sehe die Heiligste Dreifaltigkeit." Die Kinder fingen das Lied an: Sei gelobt und hochgepriesen. Gleich darauf verbesserte sich aber Antonie und sagte: "Nein, es ist die heilige Familie, die jetzt herunterschwebt." Sie stand auch gleich darauf im Kreise der Kinder. Während Antonie Jesus und Maria und Josef sah, sahen Gretel und Maria nur das Jesukind und Erika nur die Muttergottes. Kuni und Betti sahen gar nichts. Antonie begrüßte auch den heiligen Josef, indem sie sagte: "Sei gegrüßt, du Pflegevater des lieben Jesuskindes." Gleich darauf schwebten der heilige Josef und die Muttergottes wieder hinauf, so dass die übrigen Kinder dem heiligen Josef nicht die Hand geben konnten, die Antonie ihnen führen wollte. Das Jesukind blieb allein zurück. Nun sahen die Kinder, dass das Jesuskind an der Hand einen Ring hatte, aber nicht mit einem Edelstein, sondern mit einer Platte, worauf stand: "Liebet mich!" Das Jesukind nahm ihn von der Hand und gab ihn den Kindern zum Küssen. Als Maria gerade den Ring zwischen den Fingern hatte, schwebte das Jesukind zum Himmel ohne den Ring. Die Kinder sprachen im Moment vor Staunen kein Wort. Aber dann freuten sie sich sehr, dass sie den Ring hatten und dadurch das Jesukind gezwungen ist, nochmals zu kommen. Der Himmel ging auch bald auf und das Jesukind kam heruntergeschwebt. Noch mehr erstaunten die Kinder, dass das Jesukind nun einen anderen Ring an der Hand hatte, worauf: "Jesus" stand. Auch diesen zog das Jesukind vom Finger und reichte ihn den Kindern. Als Gretel den Ring in den Fingern hatte, schwebte das Jesukind wieder zum Himmel empor. Nun hatten die Kinder zwei Ringe. Maria Heilmann hielt den ersten noch immer in der Hand und ließ ihn nicht aus. Sie sagte: "Den kriegt das Jesukind nicht mehr, ich stecke ihn ein!" Nur ein ernstes Wort von Schmitt konnte sie abhalten. Bald darauf kam das Jesukind wieder herunter vom Himmel und hatte diesmal ein schönes Schmuckkästchen in der Hand. Die Kinder sagten, dass dieses außen ganz mit vielen Edelsteinen besetzt sei, nämlich mit roten, weißen, gelben, grünen und blauen. Einen schwarzen sehen sie nicht, wie sie eigens bemerkten. Gretel sagte: "Ich schau' gleich einmal hinein, was das Jesukind im Kästchen hat." Auch Maria und Antonie sahen hinein und Antonie sagt: "Es sind Ringe drin. Dann ein Kettchen mit einem Kreuzchen daran." Und Gretel sagte: "Auch ein goldener Rosenkranz ist drinnen und ein kleines eingerahmtes Bildchen." Sie nahm das heraus und betrachtete es. Es war ein Muttergottesbild. Sie reichte dieses allen zum Küssen herum. Maria nahm den Rosenkranz heraus und zeigte ihn herum. Betti und Kuni und die zwei Herren sahen von all dem nichts. Auf einmal sagten Maria, Antonie, Gretel und Erika: "Die Muttergottes kommt vom Himmel herunter. Sie hat einen Blumenkorb in der Hand." Als sie angekommen war, sahen die Kinder, dass rote, weiße und gelbe Rosen darinnen sind, ja ein ganzer Haufen, und sie duften so stark. Auch die zwei Kinder, die nichts sahen, vernahmen den Duft. Danach sagte das Jesukind: "Jetzt gehen wir zum Baum hinüber." Es geschah so. Als der Acker der bösen Frau kam, gingen das Jesukind und die Muttergottes darüber. Doch die Kinder zögerten. Schmitt sagte, bittet das Jesukind, dass es einen anderen Weg gehen möge, denn sonst wird wieder geschimpft. Das Jesukind ging auf diese Bitte der Kinder ein und ging unterhalb des Ackers zum Baum hinüber. Auf dem Weg half Gretel der Muttergottes den Blumenkorb tragen. Maria wollte dem Jesukind das Kästchen abnehmen, um es zu tragen. Nur auf die Bitte von Schmitt unterließ sie es, sonst hätte sie dem Jesukind das Schmuckkästchen vom Arm genommen. Auf einmal sagte Antonie, es kommt ein Engel vom Himmel, der etwas auf dem Arm hat. Als er bei den Kindern war, (die Kinder waren etwa 40 Meter westlich vom Mast zum Baum hingegangen) sagt Antonie: "Er hat ein Kästchen in den Händen." Es war ein Bild darin, sie nahm es heraus und sagte, dass die heilige Familie darauf ist und ein Kettchen mit einem Kreuz daran. Darauf steht: "Mutter Anna." Die übrigen Kinder sahen diesen Engel nicht. Antonie legte das Bild wieder hinein und die Kinder gingen weiter. Kaum waren sie zehn Meter gegangen, sagen Gretel, Maria, Erika und Antonie, der Himmel geht auf und es fällt etwas herunter. Als sie dies besser erkennen konnten, sagen sie, dass es Rosen sind. Diese fielen auf die Kinder herunter, auch auf das Jesukind und die Muttergottes. Die Kinder spürten, wie ihnen die Rosen auf den Kopf und auf die Arme fielen. Sie knieten sich hin und hoben die Rosen auf und ließen die zwei Kinder, die nichts sahen, daran riechen. Alle zwei vernahmen den Duft. Auch Herrn Schmitt und Herrn Hölz hielten sie Rosen unter die Nase, die aber nichts vernahmen. Das Jesukind und die Muttergottes gingen weiter. Vor dem Baum ist die Wiese, worüber die Kinder schritten, durch einen Drahtzaun abgeschlossen. Das Jesukind und die Muttergottes schwebten darüber. Die Muttergottes hat immer noch den Blumenkorb in der Hand und das Jesukind das Kästchen. Am Baum angekommen, sagte das Jesukind: "Singt jetzt mir zu Ehren ein Lied und dann eines meiner Mutter zu Ehren." Die Kinder sangen das neue Lied. Doch sie konnten die Melodie nicht recht. Da sagte die Muttergottes: "Ich singe es euch nochmals vor." Die Kinder passten gut auf und nichts durfte sich rühren. Die Maria rief dabei aus: "O wie schön singt die Muttergottes", denn diese hatte bisher noch nie die Muttergottes singen hören, aber sie konnte nachher das Lied noch nicht. Das Jesukind sagte: "Wer es nicht kann, soll nicht mitsingen." Die Kinder sangen es dann nach. Am Schluss ging es wieder daneben, so dass die Muttergottes zu Gretel sagte: "Es war alles richtig, bis auf den Schluss." Dann fuhr das Jesukind in den Himmel auf. Zuvor gab es noch seinen besonderen Segen. Daraufhin sangen die Kinder 'Maria zu lieben'. Die Muttergottes sagte: "Ihr müsst schöner und andächtiger singen." Zwei Kinder sangen nicht erbaulich. Danach segnete sie alle mit einem besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Sie schwebte durch die Äste, so dass ihr Kleid diese berührten, wie Gretel sagte. Zu Maria sagte die Muttergottes noch: "Herr Schmitt soll verkünden, dass ich mit meinem lieben Sohn hier war und ihr die heilige Kommunion empfangen habt." Dann schloss sich der Himmel. NB: Als das Jesukind am Mast drüben das dritte Mal kam mit dem Schmuckkästchen in der Hand, hatte es auf einmal eine goldene Krone auf. Das Band, das es sonst trug, schwebte in den Himmel auf, die Muttergottes nahm es dort in Empfang.
Sonntag, 30. April 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Schlötzer und Schmitt gehen mit den Kindern außer Irma und Gretel zum Berg. Kurz darauf sah Antonie das Jesukind, ebenfalls Betti. Antonie sägt, dass das Jesukind sagte, sie sollen zum Baum hinübergehen. Unterwegs sagen Erika und Maria, sie sehen auch das Jesukind. Etwa 50 Meter vor dem Baum sagt Erika, dass der Kelchengel komme und gleichzeitig mit ihm auch die Muttergottes. Das Jesukind kommt vom Wald herüber. Die Kinder und die drei Herren, Schlötzer, Schmitt und Hölz, empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Antonie sagte nach Empfang der heiligen Kommunion, dass das Jesukind sagte: "Wer die heilige Kommunion empfangen hat, soll mit meiner Mutter kommen und mich abholen." Das Jesukind stand etwa 30 Meter vom Baum südlich entfernt. Antonie und Erika gingen hin mit der Muttergottes und später folgten Kuni, Betti und Maria. Die Kinder begrüßten das Jesukind und dieses ging mit ihnen zum Baum zurück. Am Baum angekommen, durften die Kinder und die drei Herren der Muttergottes und dem Jesukind die Hand geben und die Rosen auf den Füßen der Muttergottes und des Jesukind küssen. Das Jesukind fuhr danach in den Himmel auf und kam mit einem Kästchen wieder, worin sich nach Aussagen der Kinder drei Ringe befanden. Auf dem einen stand 'Liebet mich', auf dem zweiten 'Ich bin der Himmelsknabe'. Außerdem war noch ein goldener Rosenkranz und ein goldenes Kettchen mit einem Kreuzchen daran. Erika fragte das Jesukind, warum es ihnen diese Ringe zeige. Das Jesukind sagte: "Das werde ich euch später sagen." Maria nahm den Rosenkranz aus dem Kästchen und zeigte ihn den übrigen Kindern herum. Die Maria ließ auf einmal den Rosenkranz fallen und er schwebte in der Luft. Dies sahen Erika und auch Antonie. Die Kinder nahmen die Ringe aus dem Kästchen und reichten sie zum Kusse herum. Dann kam auf einmal der Rosenkorb herunter. Es fielen einige Rosen aus dem Korb. Die Kinder hoben sie auf und legten diese auf Wunsch der Muttergottes wieder in den Korb. Dann gingen alle zum Berg. Als die Kinder etwa zehn Meter vom Baum entfernt waren, sah Antonie zurück, darauf auch die anderen Mädchen. Sie sahen beim Baum noch eine Rose liegen. Antonie lief eilends zurück und holte sie. Es fiel auch ein Sternchen vom Kleide des Jesuskindes. Antonie hob es auf und legte es ins Körbchen. Zu Maria sagte das Jesukind: "Richtet auch ein kleines Altärchen her beim Lichtmast!" Dies hörte auch Erika. Zu Antonie und Erika sagte das Jesukind: "Am Berg streut Rosen aus, die im Korb sind." Am Berg angekommen, taten die Kinder, was das Jesukind gesagt hatte. Erika sagte gleich darauf, dass ein kleiner Engel vom Himmel kommt. Sie sollen ihn abholen. Antonie und Erika gingen daraufhin zum Grabloch und holten den Engel ab. Er hatte auch in einem Körbchen Rosen. Zu Erika sagte dann das Jesukind: "Sammelt jetzt die Rosen ein!" Maria, Antonie und Erika taten dies. Darauf sagte das Jesukind zu Antonie: "Jetzt gehen wir zum Mast hinunter." Die Muttergottes, das Jesukind und zwei Engel gingen mit den Kindern dorthin. Unterwegs sagte Erika, oben am Berg haben wir den Stern vom Jesukind seinem Kleid liegen gelassen. Sie ging mit Schlötzer zurück, holte diesen Stern und legte ihn dann ins Körbchen. Am Mast angekommen, fuhren die Muttergottes und ein größerer Engel in den Himmel auf. Die Muttergottes segnete vom Himmel aus noch einmal. Kurz darauf fuhr das Jesukind in den Himmel auf und segnete nochmals. Der kleine Engel blieb allein zurück mit seinem Rosenkorb. Erika sagte zu diesem: "Liebes Peterchen, sag' dem lieben Jesuskind, es möge noch einmal zu uns herunterkommen, weil noch ein Stern da ist." Das Peterchen fuhr daraufhin in den Himmel und gleich darauf kam das Jesukind zum Mast herunter. Schmitt sagte zu den Kindern: "Bittet jetzt das Jesukind, es soll euch viele Gnaden geben, damit ihr im Monat Mai seiner Mutter viele Freuden bereitet." Das Jesukind sagte darauf: "Ja, ich werde das tun." Es gab nochmals einen Segen und fuhr in den Himmel auf.
Bemerkung: Gretel Gügel war mit ihrer Mutter auf einer Erstkommunionfeier in Heroldsberg. (Heroldsberg gehört zur Pfarrei St. Georg; Nbg., ist von dort, Bierweg 39, 7,5 km entfernt, hat 900 Katholiken und 2.850 Akatholiken und gehört zum Landkreis Erlangen.) Es war auf der Rückfahrt, es war um 17.30 Uhr, kurz vor Erlangen, sah Gretel vom Auto aus die Muttergottes aus dem Himmel schauen. Sie segnete und sagte: "Ich werde euch bis Heroldsbach beschützen. Ich habe euch schon beschützt. Bei euch ist ein Schutzengel." Gretel sah sich um und sah durch das hintere Fenster während der Fahrt einen Engel etwa fünf Minuten lang schweben.
Sonntag, 30. April 1950, abends 19.00 Uhr. (Ebenfalls herrlicher Bericht!) Die Kinder gehen abends 19.00 Uhr getrennt zum Berg. Antonie war bereits am Berg und sah das Jesukind über dem Birkenwald. Gretel, Kuni, Maria und Irmgard kamen hinzu. Kuni sagte, wir sollen zum Baum hinübergehen – das Jesukind forderte sie dazu auf. Auf dem Wege beteten die Kinder den Wundenrosenkranz. Ungefähr 50 Meter vor dem Baum sagt Gretel, der Kelchengel kommt. Die Kinder beteten das Vorbereitungsgebet. Ferner sagt das Jesukind zu Gretel: "Auch der kleine Labrenz (von Heroldsbach, Erstkommunikant, Kind der Frau, welche ihren ganzen Goldschmuck für Heroldsbach gegeben hat) darf mich empfangen. Zu Antonie sagt das Jesukind: "Die übrigen Kinder, die die heilige Kommunion empfangen haben, sollen gleich zu mir kommen und mich abholen." Inzwischen sagte das Jesukind zu Maria: "Auch Irmgard und Dr. Heil dürfen mich empfangen." Etwa 50 Meter südlich des Baumes stand das Jesukind. Die Kinder begrüßten es. Dann brachten verschiedene Kinder Rosenkränze und Kreuze hervor und ließen diese durch das Jesukind segnen. Bevor die Kinder zum Jesukind kamen, hörte Maria das Jesukind fragen: "Warum kommt Erika und Betti nicht? Ich habe doch gesagt, sie sollen geschlossen zum Berg kommen." Nach der Segnung der Kreuze und Rosenkränze sagte das Jesukind zu Antonie: "Geht jetzt zum Baum!" Die Kinder gingen in Prozessionsform dahin. Am Baum angekommen, sagt Kuni: "Das Jesukind sagt, es will diesen Altar hier segnen." Das Jesukind tat dies und ging dann weiter. Etwa 15 Meter nördlich des Baumes sagten Antonie und Maria: "Eben ist eine Rose vom Himmel gefallen und liegt hier auf der Erde." Antonie hob diese auf. Doch gleich darauf bückte sich Maria und hob ebenfalls eine Rose auf. Antonie sagte: "Es fallen mehr Rosen vom Himmel." Die Kinder bückten sich und sammelten die Rosen und gaben den Umstehenden, auch den mit folgenden Erwachsenen Rosen in die Hände. Zu Gretel sagte das Jesukind: "Herr Schlötzer soll den Leuten bekannt geben, dass die Kinder Rosen in den Händen tragen." Maria gab Schmitt zwei Rosen. Dieser steckte dieselben in seine Manteltasche, da er sonst am Schreiben gehindert wäre. Antonie wollte ihm auch einige Rosen geben. Schmitt sagte zu ihr: "Ich kann sie nicht brauchen, weil ich schreiben muss." Antonie schaute Schmitt kurz an und sah, dass aus seiner Manteltasche zwei Rosen herausschauten. Gretel gab ebenfalls Schlötzer eine Rose in die rechte Hand. Die Kinder knieten sich hin, da das Jesukind segnete. Unbewusst machte Schlötzer mit der rechten Hand das Kreuz. Gretel sah sich um und sagte: "Sie haben ihre Rose verloren." Sie hob die Rose auf und gab sie ihm wieder. Dr. Heil erhielt von Maria drei Rosen. Er steckte sie in die rechte Rocktasche. Es war eine rote, rosarote und weiße Rose, nach Angabe der Maria. Ohne etwas dabei zu denken, kam er nach der Erscheinung in den Hof der Gretel. Es war Nacht. Herr Schlötzer zeigte die erhaltenen für ihn unsichtbaren Rosen. Dr. Heil ließ nun Gretel in die linke Rocktasche sehen, und fragte sie, ob sie bei ihm auch etwas sieht. Sie sagte: "Nein." Dann zeigte er die rechte Rocktasche her. Dann rief sie: "Oh, drei Rosen sind drinnen." Ich fragte: "Welche Farbe haben denn die Rosen?" Es war Nacht. Sie sagte: "Es leuchtet eine weiße Rose hervor. Die anderen zwei kann ich nicht genau unterscheiden." Beim Anknipsen einer Taschenlampe sagte sie: "Es ist eine rote und eine rosarote Rose." Gretel hatte nicht gesehen, dass Maria dem Dr. Heil diese Rosen in die Tasche steckte, die also auch in der Farbe mit der Angabe der Maria stimmten. Herr Schlötzer langte in die Tasche von Dr. Heil und wollte eine Rose herausnehmen. Gretel sagte: "Sie haben ja ein Blatt in der Hand!" Er zog weiter und hatte die Hand aus der Tasche herausgenommen. Gretel sagte: "Jetzt haben sie ein Blatt abgerissen, das sie in der Hand halten." Vor dem Podium sagte das Jesukind zu Kuni: "Es freut mich, dass so viele Blumen gestreut sind." Die Kinder legten die gesammelten Rosen auf die um das Podium aufgestellten Hortensien-Blumen. Zu Antonie sagte das Jesukind: "Jetzt gehe ich zum Mast und dort dürft ihr mich auf den Arm nehmen." Auf dem Weg dorthin sehen Erika, Maria, Antonie, Gretel und Kuni, wie aus dem Himmel ein leerer, großer runder Korb sich niedersenkte mit einem Durchmesser von etwa eineinhalb Metern. Das Jesukind forderte die Kinder auf, sie sollen die Rosen sammeln, die auf die Erde niedergefallen sind und in den Korb tun. Der Korb schwebte in ein Meter Höhe vom Boden vor dem Jesukind auf den Mast zu. Die Kinder sammelten eiligst die Rosen. Zu Kuni sagte das Jesukind: "Ihr sollt die Rosen ruhiger sammeln." (Die Kinder machten zweimal Lärm in ihrem Eifer.) Am Mast angekommen, sagte das Jesukind zu Antonie: "Es sollen ein paar Kinder die immer noch am Boden liegenden Rosen sammeln." Erika und Maria gingen sammeln. Die anderen Kinder durften das Jesukind auf den Arm nehmen und sangen das Lied: 'Schlaf' wohl...' Nach etwa drei Minuten sagte das Jesukind wieder zu Antonie: "Jetzt sollen auch Gretel und du sammeln helfen!" Zu Kuni sagte es: "Erika und Maria sollen zum Mast zurückkommen, damit sie mich auch noch auf den Arm nehmen können, und danach gehst du mit sammeln." Zu Erika sagte das Jesukind: "Wenn Maria und du mich auf den Arm genommen haben, dann geht ihr mithelfen sammeln." Die zwei Kinder machten dies. Am Mast blieb jetzt nur Betti und Irmgard zurück, die das Jesukind nicht sahen und auch die Rosen nicht bemerkten. Gretel, Maria, Antonie, Kuni und Erika sammelten, etwa auf 40 Meter lang dem Berg zu, die Rosen auf und legten sie in den mitschwebenden Korb. Die Kinder mussten sich sehr anstrengen und konnten kaum den Korb in der Höhe erreichen. Die Kinder baten das Jesuskind: "Liebes Jesuskind, sei so gut und lass den Korb doch tiefer herunterkommen." – Der Korb schwebte bis dicht über dem Boden und die Kinder konnten bequem die Rosen in den Korb werfen. Zuweilen verschwand der Korb und war sofort wieder leer da. Das Jesukind sagte zu Gretel: "Das lasse ich euch zur Buße machen. Ich will sehen, ob ihr mir folgt." Die Kinder holten einzeln verstreute Rosen in etwa zehn Meter Entfernung herbei. Nach etwa zehn Minuten sagte das Jesukind zu Erika: "Hört jetzt auf, die Rosen einzulegen." Die Rosen aus dem Himmelsgarten fahren jetzt selbst in den Himmel auf. Plötzlich sahen die Rosen einsammelnden Kinder, von ihrem Standort bis hinauf zum Berg und hinüber zum Baum, die ganze Luft voller glänzender Rosen zum Himmel schweben. Die Kinder waren überglücklich vor Freude. Zu Gretel sagte das Jesukind: "Geht zum Baum hinüber, dort steht noch ein Korb voller Rosen." Die Kinder gehen mit Schlötzer zum Baum. Dort hören die Kinder die Stimme vom Jesuskind, das drüben am Mast steht: "Schmückt den Platz unten, wo ich immer stehe." (Gemeint ist der etwa 50 Meter südlich vom Baum entfernt liegende Platz.) Die Kinder nehmen die Rosen aus dem Korb beim Baum mit und schmücken unten den Platz. Das Jesukind sagte zu den Kindern: "Nehmt eine Rose mit!" Die Kinder baten das Jesukind, mehr Rosen mitnehmen zu dürfen. Das Jesukind sagte: "Jedes Kind darf drei Rosen mitnehmen." Auch Schlötzer bekam von Gretel drei Rosen in die Tasche gesteckt. Dann sagte das Jesukind zu den Kindern: "Meine Mutter kommt heute noch einmal zu euch." Die Kinder sahen die Muttergottes mit einem Korb voll Rosen herunterschweben. Schlötzer sagte zu den Kindern: "Bittet die liebe Muttergottes, dass sie euch das Lied vorsingt." Daraufhin sang die Muttergottes den Kindern einmal das Lied vor. Die Kinder sangen es nach. Die Muttergottes sagte: "Der Schlusssatz ist nicht richtig." Sie sang es ihnen noch einmal vor. Die Muttergottes sagt: "Die anderen Kinder sollen auch kommen!" Kurz darauf kamen Betti und Irmgard, die das Jesukind nicht sahen, mit den anwesenden Erwachsenen herüber zur Muttergottes. Das Jesukind schwebte vor Betti und Irmgard her. Dies sagen die fünf Kinder, die bei der Muttergottes knieten. Als die zwei Kinder bei den anderen ankamen, sang die Muttergottes noch einmal das Lied vor und sagte, sie sollen nur eine Strophe singen. Schmitt forderte die Kinder auf, sie mögen die Muttergottes bitten, dass sie die Melodie des Liedes sich merken können. Die Muttergottes sagte: "Ja, ich will es tun." Sie sang den Kindern noch einmal das Lied vor und sagte dann, sie sollen die erste Strophe noch einmal nachsingen. Die Kinder taten es. Sie sangen diesmal richtig, wie die Muttergottes bestätigte. Das Jesukind sagte: "Ich gebe euch meinen besonderen Segen und fahre dann in den Himmel auf." Kurz darauf sagte auch die Muttergottes, sie gibt jetzt ihren besonderen Segen und fährt dann in den Himmel auf. Die Kinder sahen, wie sich der Himmel schloss. Alle Anwesenden bekamen je drei Rosen, bevor das Jesukind in den Himmel auffuhr.
(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 1)
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