Die Erscheinungen von Heroldsbach: Mai 1950.
Montag, 1. Mai 1950, nachmittags 15.00 Uhr – anwesend 8.000 bis 10.000 Menschen. Die Kinder gehen um 15.00 Uhr mit Schmitt und Schlötzer zum Berg. Antonie sagt am Podium: "Die Muttergottes und das Jesukind sind über dem Birkenwald." Weiterhin sagt Antonie kurz darauf: "Es soll bekannt gegeben werden, sie weiht und segnet jetzt die Rosenkränze und die Kerzen." Anschließend sagte die Muttergottes zu Antonie: "Holt mich ab!" Das Jesukind sagte zu Gretel: "Es soll eine breite Bahn gemacht werden!" Die Kinder gingen zum zweiten Lichtmast. Dort begrüßten sie das Jesukind und die Muttergottes. Antonie sagt: "Die Muttergottes kommt mit einem Korb Rosen." Das Jesukind sagt zu Kuni: "Geht mit mir zum Berg!" Bevor die Kinder vom Mast weggingen, teilte Antonie Rosen aus, die die Muttergottes in einem Korb mitbrachte. Danach gingen die Kinder mit dem Jesukind und der Muttergottes zum Berg. Unterwegs dahin sagte die Muttergottes zu Antonie: "Heute werdet ihr die heilige Kommunion am Podium empfangen." Die Kinder sahen den Kelchengel bereits kommen. Zu Maria sagte der Kelchengel: "Nehmt den Kelch recht andächtig!" Während der heiligen Kommunion der Kinder sagte das Jesukind zu Antonie: "Ihr dürft jetzt alles an mir berühren: meine Krone, das Haar, meine Kleider und den Saum." Die Kinder taten es. Danach sagte noch einmal das Jesukind zu Antonie: "Geht jetzt zum Baum hinüber! Dort sind Rosen vom Himmel gefallen, legt sie in den leeren Korb, der vom Himmel herunterschwebt." Gleich darauf sagt das Jesukind zu Antonie: "Die Kinder, die mich berührt haben, sollen jetzt mit meiner Mutter zum Baum hinüber." Daraufhin gingen Schlötzer, Schmitt, Erika, Antonie, Rosa Bradl und Maria zum Baum. Unterwegs dorthin sagt die Muttergottes zu Antonie: "Seid andächtig, es sind viele Gesandte des Teufels da. Heute Abend um sieben Uhr komme ich mit vielen Engeln. Bringt heute Abend Kerzen mit. Da dürft ihr eine Lichterprozession durch den Birkenwald machen, wo ich immer mit euch gegangen bin." Kaum war die Muttergottes etwa 50 Meter vom Podium mit den Kindern entfernt, sagte das Jesukind zur Kuni: "Geht mit mir zum Baum!" Auf halbem Weg zum Baum ließ das Jesukind dort die Kuni fragen: "Könnt ihr das neue Lied?" Schmitt sagte zur Kuni: "Sagt dem Jesukind: Mit deiner und deiner Mutter Hilfe werden wir es schon können." Das Jesukind lächelte. Anschließend sagte das Jesukind zur Hildegard: "Es freut mich, dass heute so viele Leute da sind." Am Baum hörte Kuni die Muttergottes sagen: "Jetzt ist mein süßes Kind hier." Unterwegs zum Baum sagte Antonie zu Schlötzer: "Unten am Baum regnet es Rosen." Es standen einige fremde Kinder am Altärchen. Antonie sagte: "Die Rosen fallen auf den Rücken der Kinder und beim Aufstehen derselben fallen die Rosen zum Boden." Zur Kuni sagte das Jesukind: "Jetzt wird der Kelchengel kommen und dem Josef (ein etwa dreizehnjähriger Knabe aus Straubing, der Priester werden will, von Dr. Sigl hergeschickt) die heilige Kommunion bringen, damit er brav bleibt und Priester wird." Währenddessen sammelten Antonie, Maria und Erika die Rosen ein in den Korb. Kuni sagte, das Jesukind wünscht, es sollen nur Antonie und Gretel die Rosen einsammeln, die anderen nicht. Als die Kinder fertig waren, sagte das Jesukind: "Wir gehen jetzt zum Baum." Antonie und Gretel tragen voraus den Korb mit Rosen. Nach etwa 50 Metern sagte Gretel: "Der Korb ist schwer", und Antonie pflichtet bei. Dann folgt das Jesukind, das Maria und Kuni führen mussten, hinter dem Jesukind die Muttergottes und anschließend die übrigen Kinder. Auf halbem Weg sagte das Jesukind zur Kuni: "Es soll verkündet werden, dass heute Abend eine Lichterprozession ist zu dem Birkenwald und wieder zum Berg."

Vor dem Podium angekommen, mussten Antonie und Gretel aus dem mitgebrachten Korb auf Befehl der Muttergottes Rosen auf die Stelle hinlegen, wo das Jesukind steht. Die beiden machten es. Zur Kuni sagte dann das Jesukind: "Es soll nicht mehr verkündet werden, als was ich sage, denn es sind viele Spötter und Ungläubige hier." Durch Antonie forderte das Jesukind die Kinder auf, sie sollen seine Krone, sein Haupt, sein Haar, das Kleid und den Saum berühren. Antonie und Gretel sammelten Rosen auf einer Strecke von 30 Metern ein. Der Korb schwebte in der Luft. Gretel sagte, die Rosen fallen jetzt alle wieder vom Korb herunter, weil er voll ist. Was sollen wir jetzt tun? Die Kinder baten das Jesukind um Rat, was sie machen sollen. Das Jesukind sagte: "Tragt den Korb voll Rosen hinauf zum Podium und leert sie dort aus." Inzwischen kamen Maria und Erika auch herunter zum Einlesen der Rosen. Sie warteten, bis Antonie und Gretel mit dem leeren Korb zurückkommen, und haben anschließend weiterhin Rosen aufgelesen. Zur Kuni sagte das Jesukind: "Antonie und Gretel sollen mit dem Korb heraufkommen! Auch Erika und Maria sollen kommen!" Sie wurden geholt. Dann sagte das Jesukind zur Kuni: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen, gehe mit meiner Mutter zum Mast und fahre in den Himmel auf." Dies musste verkündet werden. Auf dem Weg zum Mast segneten das Jesukind und die Muttergottes wiederholt. Am Mast angekommen, sagte Erika: "Ein Engel kommt mit einem Korb Rosen vom Himmel herunter." Sie und noch einige Kinder nahmen von den Rosen, rochen daran und legten sie in den Korb zurück. Dann hörte Erika das Jesukind sagen: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Dasselbe sagte auch die Muttergottes. Zur Antonie sagte sie: "Dr. Heil soll es widerrufen, dass die Leute mit der Lichterprozession gehen sollen. Nur ihr und die immer dabei sind, sowie viele Engel, gehen mit zur Lichterprozession!" Als die Kinder vom Lichtmast weggingen, hörte Kuni eine Stimme, die sagte: "Geht jetzt heim und kommt um sieben Uhr wieder."

Montag, 1. Mai 1950, abends 19.00 Uhr. Etwa 10.000 Menschen anwesend. Beim Hinaufgehen sieht Gretel zwei Scheine über dem Birkenwald. Um 19.05 Uhr sagt Antonie: "Die Muttergottes und das Jesukind sind über dem Birkenwald." Das Jesukind sagt: "Holt mich ab!" Etwa zehn Meter vom Podium entfernt sagt das Jesukind: "Geht gleich zum Baum, weil am Mast so viele Leute stehen." (Die Kinder waren auf dem halben Weg zum Mast.) Zur Gretel sagte das Jesukind: "Dr. Heil, Schmitt und Schlötzer dürfen mich empfangen." Auf halbem Weg sagte das Jesukind zur Kuni: "Es freut mich, dass auch Josef dabei ist." (Der Bub aus Straubing.) Weiterhin sagte es zur Kuni: "Es freut mich, dass Herr Koch die Bilder (Fatimabilder) einrahmen ließ." Zur Antonie sagte das Jesukind: "Der Mann, der das Bild eingerahmt hat, soll auch kommen." (Koch aus Worms.) Die Kinder sehen den Kelchengel kommen. Dr. Heil mit Schlötzer und Koch dürfen die heilige Kommunion in beiden Gestalten empfangen. Am Baum angekommen, sagte das Jesukind zur Antonie: "Jetzt beginnt die Prozession!" Kurz vorher segnete das Jesukind die mitgebrachten Kreuze. Antonie, Maria, Gretel, Erika sehen kleine und große Engel in verschiedenfarbigen Gewändern vom Himmel herunterschweben. Ein Engel trug ein Spruchband mit der Aufschrift: "Liebet das Jesuskind!" Ein anderer Engel: "Ehre sei Gott in der Höhe." Schlötzer fragte Antonie, wie viele Engel ungefähr da sind. Wir waren etwa noch 150 Meter vom Waldrand entfernt. Die ersten Engel gingen bereits in den Wald. Hinter den Kindern kamen ebenso viele Engel nach. Die Engel trugen verschiedenfarbige Lichter. Vor den Kindern schwebt die Muttergottes, vor der Muttergottes das Jesuskind, vor dem Jesuskind streute ein mittelgroßer Engel Rosen. Nach Aussage der Antonie trugen die kleinen Engel meist blaue, einige auch rosa Kleider. Die großen trugen, wie sie sagt, weiße Kleider. Vor den Kindern sind kleinere Engel. Auf Geheiß des Jesuskindes nehmen sie aus einem von einem Engel getragenen Rosenkorb Rosen und tragen sie in den Händen. Zur Kuni sagte das Jesuskind: "Benehmt euch recht andächtig, denn es sind viele Ungläubige dabei!" Zur Gretel sagte dann das Jesuskind: "Liebe Kinder, lasst euch von keinem ausfragen, außer von denen, die ihr kennt." Dann forderte es die Kinder durch Gretel auf, sie sollen ihre Kreuze zeigen und sichtbar auf der Brust tragen. Am Waldrand sah Antonie einen Mann kommen, der ausgesehen hat wie an Weihnachten der heilige Josef. Antonie sagte: "Der Mann nimmt jetzt das Jesukind an der Hand und führt das Jesukind mit der Muttergottes in den Wald." (Nur allein Antonie sah den heiligen Josef.) Am Kreuz angekommen segneten das Jesukind und die Muttergottes. Vor dem Kreuz sagte das Jesukind: "Singt mir zu Ehren das Lied, das meine Mutter euch gelehrt hat, und dann meiner Mutter zu Ehren ein Lied." Zur Kuni sagte das Jesukind: "Ihr habt es schon wieder verlernt." Zur Gretel sagte es kurz vor dem Waldkreuz: "Ich habe es doch gesagt, ich will mit euch und euren Eltern allein sein!" Am Kreuz angekommen segnete das Jesukind und die Muttergottes. Kurz darauf zogen die Kinder weiter zum Altärchen. Dort angekommen, singen die Kinder eine Strophe "Maria zu lieben." Nach Beendigung dieser Strophe sagt Antonie: "Ich sehe jetzt den heiligen Josef nicht mehr." Nachdem der heilige Josef weg war, zogen die Kinder weiter durch den Wald, südwestlich auf die Straße zu. Zur Antonie sagte das Jesukind: "Ich hätte mich gefreut, wenn ihr eure Kränzchen aufgelassen hättet." Zur Kuni sagte das Jesukind: "Ich gehe jetzt zur Straße, dann etwas entlang die Straße und dann den schmalen Weg entlang zum Berg zurück. – Schmitt soll das verkünden, damit alle wissen, wohin ich gehe." Als wir auf dem schmalen Weg zum Berg gingen, schwebten die Muttergottes und das Jesukind nicht mehr zwischen den Kinderreihen, sondern sie gingen den Kindern voraus. Nach etwa 10 bis 20 Metern segneten jeweils die Muttergottes und das Jesukind. Beim Segnen drehte sich die Muttergottes und das Jesukind herum. Nach dem Segen stand sie wieder in Richtung des Baumes. Zur Kuni sagte das Jesukind: "Ihr sollt sehr aufpassen, wenn ich und meine Mutter segnen. Wer das Segnen sieht, soll es den anderen sagen!" Zur Antonie sagte das Jesukind: "Der Teufel kann jetzt nichts mehr machen. Jetzt schickt er Menschen, die euch fangen sollen." Zur Kuni sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, tragt immer euer Kreuzchen bei euch, dann kann der Böse nicht auf euch eindringen. Es kommen Menschen zu euch, die so tun, als glauben sie an Heroldsbach. Gebt ihnen auf ihre Fragen keine Antwort!" Zur Antonie sagte das Jesukind: "Es freut mich, dass Dr. Heil, Schlötzer und Schmitt heute hier sind." Zur Gretel sagt das Jesukind: "Es freut mich nicht, dass manche Leute mir und meiner Mutter gefolgt sind." Zur Antonie sagt das Jesukind: "Wenn Herr Schlötzer und Schmitt und Dr. Heil in Not sind, dann sollen sie mich anrufen, ich werde sie erhören. Ich werde dies tun, weil Herr Schlötzer, Schmitt und Dr. Heil für mich und meine Mutter kämpfen." Als die Kinder aus dem Wald kamen, sagte das Jesukind: "Steckt eure Kreuzchen wieder ein!" Als wir aus dem Wald kamen, sagte Hildegard: "Die Leute, die jetzt hinter uns gelaufen sind, sind vom Teufel besessen." Die Kinder gingen auf einem schmalen Ackerweg auf den Baum zu. Zur Erika sagte auf diesem Wege das Jesukind: "Geht durch den Acker der bösen Frau." Dann sagte es zur Kuni: "Ich weiß, dass es euch peinlich ist, durch den Acker zu laufen. Ich gehe durch den Acker. Ihr aber geht außen herum!" Dann sagte das Jesukind zur Antonie: "Wenn Herr Schmitt, Schlötzer und Dr. Heil nicht da sind, bittet mich darum, dass ich sie dann segne." Weiterhin sagte es zur Antonie: "Die Kinder und die drei vorgenannten Herren sollen fünf Rosen mitnehmen. Auch die übrigen Leute, die dabei sind, sollen eine Rose mitnehmen." Antonie und Gretel führten diesen Auftrag aus. Rosa Bradl spürte alles, auch die heilige Kommunion. Auf dem Weg vom Baum zum Podium verlangte das Jesukind von den Kindern, dass sie das neue Lied singen sollen. Die Kinder sangen die erste Strophe richtig, aber die zweite falsch. Die Muttergottes sang ihnen dann das Lied noch einmal vor. Zuerst die erste Strophe, dann mussten die Kinder die erste Strophe nachsingen. Dann die zweite Strophe, die ebenfalls die Kinder nachsingen mussten. Da die Kinder diese Strophe nicht fehlerfrei nachsingen konnten, sagte das Jesukind: "Singt mir auf dem Berg nur die erste Strophe." Am Berg mussten die Kinder dann die erste Strophe des Liedes vor dem ganzen Volk singen. Es musste dies dem Volk verkündet werden, dass die Muttergottes den Kindern den Text und die Melodie gelernt hat. Danach sagte das Jesukind: "Die Leute sollen eine breite Bahn machen, denn ich gehe mit meiner Mutter zum Mast und fahre dort in den Himmel auf." Auf dem Weg zum Mast segnete das Jesukind wiederholt das Volk. Am Mast durften dann die Kinder ihre Krone, das Haar, das Kleid und den Saum berühren und die Rosen auf den Füßen der Muttergottes und des Jesukind küssen. Danach sagte die Muttergottes: "Ich will meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Kurz danach tat das Jesukind dasselbe.

Dienstag, 2. Mai 1950, abends 19.30 Uhr. Schlötzer ging mit den Kindern zum Berg. Antonie war bereits oben und sah die Muttergottes und das Jesukind über den Birken. Maria Heilmann sagt, wir sollen zum Baum, das Jesukind sagt es: "Du, Gretel und Erika, gehet zum Graben! Die übrigen Kinder gehen zum Baum!" Unterwegs nach dort sehen die Kinder den Kelchengel kommen. Die Muttergottes sagt zur Antonie: "Die anderen sollen auch kommen!" Diese wurden herbeigeholt. Auch die kleine Waltraud Waha musste mit ihrer Mutter mitkommen. Die Muttergottes sagt zur Antonie: "Jetzt segne ich Dr. Heil und H. Schmitt." Am Baum empfangen die Kinder, einschließlich Waltraud, die heilige Kommunion. Dann weihte und segnete die Muttergottes die Rosenkränze. Anschließend sagte die Muttergottes (zur Antonie): "Holt mich ab!" Die Kinder sahen, wie die Muttergottes vom Wald herüberkam. Sie holten die Muttergottes und das Jesukind und berührten alles wie sonst. Dann sagte das Jesukind zur Kuni: "Jetzt gehen wir zum Baum und dann zum Berg." Am Baum angekommen, sagte die Muttergottes zur Gretel: "Betet jetzt den 'Engel des Herrn'!" (Es läutete gerade in der Kirche.) Das Jesukind sagte zur Erika: "Herr Hölz und Schlötzer dürfen mich in den Arm nehmen." Die Kinder gingen jetzt zum Berg. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Es freut mich, dass du, Betti, Erika und Maria heute das Altärchen am Baum und am Mast hergerichtet habt. Singt mir das Lied!" Die Kinder sangen einige Male das Lied. Am Berg angekommen, nahmen die Kinder das Jesukind in den Arm und sprachen auf Anordnung des Jesukind den ersten Satz: 'Schlaf' wohl, du Himmelsknabe, du.' Zur Gretel sagte das Jesukind: "Es täte mich freuen, wenn ihr jeden Tag eine Kerze mitbringen würdet, dann mache ich mit euch eine Lichterprozession!" Zur Maria sagte das Jesukind: "Kommt alle Tage um halb acht!" Zur Antonie sagte es: "Es sind einige Gesandte des Teufels da." Tatsächlich mussten einige räsonierende Männer durch Schlötzer am Lichtmast abgewiesen werden. Gretel und Maria erzählten Schlötzer nach der Andacht: Das waren dieselben Männer, die am Nachmittag uns ausfragen wollten über die Erscheinungen, wir sagten aber nichts. Zur Maria sagte das Jesukind: "Wenn ihr das Lied gesungen habt 'Sei gegrüßet...', dann kommt zum Mast!" Zur Gretel sagte das Jesukind: "Am Mast werde ich das kleine Altärchen segnen." Die Kinder gehen zum Mast. Dort angekommen sagt die Muttergottes zur Gretel: "Singt jetzt das Lied 'Milde Königin'." Zur Kuni sagte das Jesukind: "Ich will jetzt allen Leuten meinen besonderen Segen geben und dann fahre ich in den Himmel auf." Es segnete und fuhr in den Himmel. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Berührt an mir nochmals alles, dann fahre ich in den Himmel." Auch die Eltern durften alles berühren. Dann fuhr die Muttergottes in den Himmel. Die Kinder gingen heim.

Mittwoch, 3. Mai 1950. Als die Kinder um 19.30 Uhr abends am Berg ankamen, sahen Gretel, Hildegard und Erika die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Erika sagte das Jesukind (das sie allein sah): "Geht jetzt zum Baum! Es wird dort ein Engel kommen und euch die heilige Kommunion reichen." Die Kinder gingen zum Baum. Unterwegs segneten die Muttergottes und das Jesukind vom Birkenwald aus und die Muttergottes sagte zur Gretel: "Antonie und Betti sollen auch kommen!" Diese kamen bald darauf an. Zur Gretel sagte weiterhin die Muttergottes: "Es freut mich, dass ihr heute Kerzen mitgebracht habt." Die Kinder sahen den Kelchengel kommen. Betti, Irmgard und Kuni sahen ihn nicht. Diese sahen auch nicht die Muttergottes und das Jesukind. Als die Kinder etwa 50 Meter vom Baum entfernt waren, sagte Gretel: "Die Muttergottes kommt vom Wald langsam auf den Baum zu herübergeschwebt." Als die Kinder beim Baum ankamen, empfingen sie die heilige Kommunion. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Wer die heilige Kommunion empfangen hat, soll kommen und mich abholen!" Die Kinder gingen dann vom Baum etwa 50 Meter auf den Wald zu, wo die Muttergottes stand und auf sie wartete. Die Kinder begrüßten die Muttergottes. Darauf gingen sie in Prozessionsform zum Baum zurück. Unterwegs sagte die Muttergottes zur Antonie: "Am Samstag (Fest Patrona Bavariae) komme ich um drei Uhr schon." Ferner: "Am Baum will ich Dr. Heil und Schlötzer segnen." Am Baum angekommen, machte die Muttergottes kurz Halt, segnete und sagte dann zur Erika: "Gretel, Maria und du gehen jetzt graben." Die Kinder gingen gleich fort. Die Muttergottes ging langsam zum Berg. Zur Antonie sagte sie noch unterwegs: "Morgen um zwölf Uhr kommt alle zum Berg. Ich will euch die zweite Strophe des Liedes lehren!" Kuni sagte: "Ich sah das Jesukind vom Berg aus so lange, bis wir beim Baum ankamen und die heilige Kommunion empfingen. Dann war es verschwunden." Auch Erika sah das Jesukind nicht mehr. Am Podium angelangt, segnete die Muttergottes und sagte dann zur Antonie: "Geh' jetzt mit Gretel zum Mast hinunter!" Als Antonie die Gretel mitnahm, sagte Erika am Grabloch: "Maria und ich sollen auch mitgehen, sagte die Muttergottes." Die Kinder wussten nicht, warum sie zum Mast gehen sollten. Die Muttergottes blieb ja am Podium zurück. Sie gingen trotzdem zum Mast hin und dort hörten sie die Stimme, die sagte: "Es wird jetzt Rosen regnen und ein Korb herniederschweben. Sammelt die Rosen in den Korb!" Die Kinder taten dies. Es regnete Rosen vom zweiten Lichtmast bis zur Grotte hinunter. Die Kinder fingen an, eifrig die Rosen zu sammeln. Inzwischen kam die Muttergottes mit den übrigen Kindern vom Berg zum Mast herunter. Gretel sagt: "Das Jesukind, das bei der Muttergottes ist, sagt zu mir: Es soll dies Rosensammeln eine Prüfung für euch sein!" Am zweiten Lichtmast blieb die Muttergottes mit den Kindern stehen. Vier Kinder sammelten weiterhin Rosen. Als sie beim ersten Lichtmast ankamen und der Korb, der inzwischen von gesammelten Rosen gefüllt war, zum Himmel schwebte und verschwand, sah in einem Moment die Heiligste Dreifaltigkeit aus dem geöffneten Himmel. Die Kinder sehen sie nur einen Augenblick. Der Korb schwebte leer zur Erde zurück. Die Kinder sammelten weiter bis etwa 30 Meter vor der Grotte. Dann kam Kuni gelaufen und sagte: "Die Muttergottes fährt in den Himmel auf. Wir sollen gleich zum zweiten Lichtmast zurückkommen." Als die Kinder etwa 30 Meter vom zweiten Lichtmast entfernt waren, segnete die Muttergottes und schwebte zum Himmel empor. Die Kinder kamen zu spät, um Abschied zu nehmen.

Donnerstag, 4. Mai 1950, 500 Personen etwa. Schlötzer geht mit den Kindern um 19.30 Uhr auf den Berg. Antonie kommt mit ihrer Mutter kurz danach. Die Kinder sehen einen Schein über dem Birkenwald und kurz darauf die Muttergottes ohne Jesukind. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Holt mich ab!" Die Kinder gehen zum Lichtmast. Antonie sagt: "Jetzt regnet es Rosen. Ein Korb kommt heruntergeschwebt." Erika und Antonie lesen die Rosen auf Geheiß der Muttergottes auf. Dann sagte die Muttergottes zur Antonie: "Jetzt will ich Dr. Heil und Herrn Schmitt segnen." Gretel holt Antonie und Erika zum Rosenauflesen zurück zum Mast. Die Muttergottes sagt: "Ich will sehen, ob Antonie folgt." Die Kinder sehen, wie die übrigen Rosen in den Himmel schweben. Sie liegen bis hinunter zum Birkenwald. Auf dem Rückweg zum Mast sehen Antonie und Erika die Heiligste Dreifaltigkeit. Am Mast angekommen, sagt die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt wollen wir zum Berg." Auf dem Weg zum Podium sehen die Kinder, außer Irmgard und Betti, plötzlich das Jesukind kommen. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Wenn ich durch die Reihen der Leute gehe, werde ich meinen besonderen Segen geben." Die Muttergottes segnete mehrmals. Oben angekommen dürfen die Kinder, Hölz und Schlötzer das Jesukind in den Arm nehmen. Die Kinder berühren das Jesukind und die Muttergottes wie sonst und gehen anschließend mit der Muttergottes und dem Jesukind wieder hinab zum Mast. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, wenn ihr so brav bleibt wie jetzt, dann komme ich alle Tage mit meinem süßen Kind." Das Jesukind sagte zur Gretel: "Singt mir das neue Lied, das meine Mutter euch heute gelernt hat! Könnt ihr es?" Anschließend sangen die Kinder die zwei Strophen, fast fehlerlos. Zur Maria sagte das Jesukind: "Berührt alles an mir, dann fahre ich in den Himmel. Auch Herr Schlötzer darf mich berühren und die Rosen küssen." Schlötzer küsste nur eine Rose. Zur Maria sagte das Jesukind: "Herr Schlötzer soll die beiden küssen!" Dann fuhr das Jesukind in den Himmel und segnete. Dann berührten die Kinder und Herr Schlötzer wie immer alles bei der Muttergottes. Sie fuhr ebenfalls in den Himmel, segnete und sagte: "Wenn die Litanei zu Ende gebetet ist, geht heim und kommt morgen wieder!" Unmittelbar sehen die Kinder die Heiligste Dreifaltigkeit in drei Personen. Gretel Gügel sah den Gnadenstuhl. Die übrigen Mädchen, außer Irmgard und Betti, sehen die Heiligste Dreifaltigkeit in zwei Personen und über ihnen die dritte Person, den Heiligen Geist in Gestalt der Taube. Die Kinder sangen das Lied 'Sei gelobt und hochgepriesen...' Das Bild verschwand. Dann sehen die Kinder das Jesukind aus dem Himmel schauen mit einem Korb Rosen, den es umschüttet und acht Rosen in den Kreis der Kinder fallen lässt. Sämtliche Kinder sollen auf Geheiß des Jesukind eine Rose mitnehmen. (Waltraud Waha war auch noch dabei.) Nachtrag: Schlötzer versicherte an Eidesstatt, den starken Rosenduft in der Tasche der Waltraud einwandfrei wahrgenommen zu haben.

Nachtrag zu Donnerstag, 4. Mai 1950: Alle Kinder waren auf den Berg bestellt für mittags um 12.00 Uhr zum Erlernen des neuen Liedes. Die Muttergottes erschien und ließ sie das Lied öfters singen und hörte zu. Sonst nichts Besonderes.

Freitag, 5. Mai 1950, um 19.30 Uhr abends gingen Kuni, Gretel, Hildegard zum Berg. Antonie, Erika, Irmgard und Maria waren bereits am Mast und zündeten dort die Kerzen an. Sie gingen von da aus zum Baum hinüber. Diese vier Kinder sehen die Muttergottes und das Jesukind noch nicht. Auf dem Wege vom Berg zum Baum sieht Gretel die Muttergottes zuerst über dem Birkenwald – sie segnete. Auf halbem Weg sagt die Muttergottes zur Gretel: "Der Mann vor euch soll zum Berg gehen!" Beim Baum angekommen, empfingen die Kinder die heilige Kommunion. Zur Antonie sagte das Jesukind, das über dem Birkenwald schwebte: "Auch Schmitt darf die heilige Kommunion empfangen." Bei der Austeilung der heiligen Kommunion sagte das Jesukind wieder zur Antonie: "Wer mich empfangen hat, soll kommen und mich abholen!" Antonie und Hildegard gingen zuerst etwa 50 Meter südlich des Baumes, wo das Jesukind und die Muttergottes standen. Hildegard nur sah die Muttergottes. Die anderen Kinder folgten nach. Sie begrüßten das Jesukind und die Muttergottes. Maria, Erika und Gretel nur sehen die Muttergottes. Irmgard, Betti und Kuni sehen nichts. Zur Antonie sagt das Jesukind: "Jetzt geht zum Baum!" Dort sagt das Jesukind wieder zur Antonie: "Gretel und du sollen jetzt zum Mast hinuntergehen!" Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Ich habe doch vorhin gesagt, der Mann soll zum Berg gehen!" (Der Mann ging auf die erste Aufforderung nicht von der Stelle. Jetzt erst bequemte er sich, fortzugehen.) Zur Erika sagt die Muttergottes: "Du und Kuni sollen auch zum Mast gehen!" Bevor Antonie zum Mast ging, sagte das Jesukind: "Seid heute recht andächtig, denn es sind Sendlinge des Teufels hier." Am Baum sagt die Muttergottes nach etwa fünf Minuten: "Geht jetzt zum Berg!" Unterwegs sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich werde dich im Auto beschützen, weil ihr (die mitfahrenden Leute) so viel betet." Maria sah die Muttergottes, wie sie herüberschwebte und bis zum Baum ging. Dann sah sie nichts mehr. Zur Hildegard sagte die Muttergottes auf dem Weg zum Berg: " Jetzt will ich meinen besonderen Segen Pfarrer Gailer, Bauer, Bierfelder, Herrn Professor Walz, Herrn Schlötzer geben und alle die segnen, die für mich kämpfen." Die Muttergottes hat in Richtung Forchheim gesegnet mit drei Fingern. Auf dem Berg angekommen, gab die Muttergottes ihren besonderen Segen. Dann sagte sie: "Geht jetzt zum Mast!" Vom Berg aus sah auch Betti jetzt die Muttergottes und das Jesukind. Am Mast sagte die Muttergottes zur Betti: "Kommt morgen um drei Uhr auf den Berg hinauf! Die anderen Kinder sollen jetzt auch kommen, mir die Hand geben, da ich mit meinem süßen Kind in den Himmel auffahren will." Die vier blumensammelnden Kinder kommen gerade zum Mast. Während Hildegard, Maria, Irma und Betti mit der Muttergottes vom Baum zum Berg und von da zum Mast gehen, mussten Antonie, Gretel, Erika und Kuni zum Mast geben, da dort Tulpen vom Himmel herunter fielen. Diese mussten sie in einen herabschwebenden leeren Korb sammeln. Die Kinder sammelten etwa 20 Minuten. Dort geben sie der Muttergottes die Hand und streuen aus dem mitgebrachten vollen Blumenkorb Tulpen auf das Altärchen am Mast. Dann fuhr die Muttergottes und gleich darauf das Jesukind in den Himmel auf. Bevor sie in den Himmel auffuhren und verschwanden, gaben sie noch einmal den Segen. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Nehmt den Korb mit Tulpen und schmückt die kleine Kapelle auf dem Berg!" Die Kinder gingen hin. Als sie am Grabloch vorbeikamen, hört Kuni eine Stimme, die sagt: "Nur Antonie, Gretel, Erika und du sollen zur kleinen Kapelle gehen, die anderen sollen hier bleiben!" Die Kinder schmückten mit den mitgebrachten Tulpen die kleine Kapelle und gingen danach zu den übrigen Kindern zurück. Auf dem Weg dorthin hört Gretel eine Stimme, die sagte: "Ihr dürft euch ein paar Tulpen mit nach Hause nehmen." Die Kinder teilten unter sich die Tulpen aus. Der Korb, noch gefüllt mit Tulpen, schwebt zum Himmel empor.

Samstag, 6. Mai 1950, nachmittags 15.00 Uhr, ca. 1.200 Personen. Um 15.00 Uhr gehen alle Kinder, außer Antonie und Erika, die bereits oben waren, auf den Berg. Vor dem Podium angekommen, segnete die Muttergottes, welche Antonie über dem Birkenwald schweben sah. Gleich darauf sagte Gretel: "Ich sehe die Muttergottes auch über dem Birkenwald." Durch Antonie forderte die Muttergottes die Kinder auf, zum Baum zu gehen. Auf dem Weg dorthin segnete die Muttergottes, die parallel mit den Kindern über dem Wald nach Westen zog. Auf halbem Weg sagte Antonie: "Der Kelchengel kommt!" Kurz vor dem Baum sagte die Muttergottes zur Antonie: "Wer die heilige Kommunion empfangen hat, soll kommen und mich abholen." Die Muttergottes schwebte vom Birkenwald herüber und blieb 50 Meter südlich des Baumes stehen. Am Baum empfingen dann die Kinder die heilige Kommunion. Auch Schlötzer durfte sie empfangen. Die Kinder gingen nach der heiligen Kommunion zur Muttergottes und begrüßten sie. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, schaut nach, ob die Tulpen noch dort sind, wo ihr sie gestern hingesteckt habt!" Darauf ging Schlötzer mit Antonie, Gretel und Kuni zum eigentlichen Erscheinungsort in den Birkenwald. Dort sehen die Kinder verschiedenfarbige Tulpen. Von dieser Stelle gingen sie zur Grotte. (Grotte ist "Birkenwaldaltärchen") Auch hier sehen die Kinder verschiedene Tulpen, die in den Blumenstöcken eingesteckt waren – sechs sind noch frisch. Von dort gingen die Kinder zum Mast. Hier sehen sie keine Tulpen mehr. Anschließend gingen die Kinder zum Altärchen auf dem Berg. Dort sehen sie wieder verschiedenfarbige Tulpen in den dortigen Blumenstöcken stehen. Dann gingen die Kinder wieder zum Baum zurück zu den übrigen Kindern. Die Kinder gaben der Muttergottes die Hand und berührten alles. Erika sagt: "Die Muttergottes wünscht, dass auch Schmitt ihr die Hand gibt." Dann ging die Muttergottes zum Baum. Dort sagt sie zur Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Danach verlangt die Muttergottes auch, dass sie ihrem süßen Kind das neue Lied singen. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Die zwei kleinen Kinder bei euch dürfen mir auch die Hand geben." (Es waren fremde Kinder.) Schlötzer kommt mit den drei Kindern zurück. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Geht jetzt zum Baum!" Auf dem Weg sagte die Muttergottes zur Maria: "Liebe Kinder, passt gut auf, wenn ich segne!" Zur Antonie sagte das Jesukind: "Wenn ihr am Berge seid, sollen Gretel und du zum Mast gehen!" Zur Erika sagte die Muttergottes: "Es freut mich, dass sich die zwei pflügenden Bauern beim Segnen niederknieten." Am Berg angekommen, gingen Antonie und Gretel zum Mast mit Schlötzer. Am Mast sehen die Kinder Blumen liegen, über deren Aussehen sie sich sehr verwunderten und sagten: "Solche Blumen haben wir noch nie gesehen!" Kurz darauf kommt ein Korb herunter geschwebt und die Kinder haben die Blumen in den Korb gesammelt. Die Kinder sehen bis hinunter zum Birkenwäldchen diese Blumen liegen. Antonie fragt die Muttergottes, wie diese Blumen heißen. Die Muttergottes sagt: "Osterglocken." (Gelblich, in der Mitte ein schwarzer Tupfen und ein grüner Stängel ragt heraus.) In der Nähe des Birkenwäldchens kommt Kuni und sagte: "Die Kinder sollen sofort zum Mast kommen, die Muttergottes will weggehen." Unterwegs zum Mast sagte die Muttergottes zur Gretel: "Kinder, lauft etwas schneller!" Während die zwei Kinder die Blumen einsammelten, kam das Jesukind aus dem Himmel heruntergeschwebt und blieb beim zweiten Mast stehen. Zur Erika sagt das Jesukind: "Maria, Betti und du sollen zu mir kommen! Die anderen sollen bei meiner lieben Mutter am Berg bleiben." Die drei Kinder gingen eilends zum Mast. Nach der Begrüßung des Jesukind sagte Erika: "Wir dürfen das Jesukind auf die Arme nehmen." Antonie und Gretel, die noch in der Nähe des Mastes waren, nahmen ebenfalls das Jesukind auf den Arm, sahen aber das Jesukind nicht. Dann sagte das Jesukind zur Erika: "Holt die anderen Kinder vom Berg. Meine liebe Mutter wird mitkommen." Als diese am Mast ankamen, durften Hildegard, Irma und Kuni das Jesukind auf den Arm nehmen und Erika sagt, auch Schmitt und Dr. Heil dürfen das tun. Weiter sagte das Jesukind zur Erika: "Betti und du sollen zur Gretel gehen, um Blumen zu sammeln." Auch Maria forderte das Jesukind auf, sie soll sammeln helfen. Nach etwa zehn Minuten sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Die Kinder sollen kommen, mir die Hand geben, denn ich gehe fort." Kuni holt die blumensammelnden Kinder herbei. Die Kinder durften ihr nochmals die Hand geben, ihre Krone, das Haar und den Saum des Kleides berühren. Dann sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich die Rosenkränze und Kreuze segnen, dann fahre ich in den Himmel auf." Es geschah so. Das Jesukind blieb noch zurück. Es forderte durch Erika alle Kinder auf, ihm die Hand zu geben und sagte: "Berührt mich noch einmal, dann fahre ich in den Himmel auf." Als Gretel Gügel dem Jesukind die Hand gab, obwohl sie das Jesukind selber nicht sah, spürte sie den Handdruck des Jesukind, das ihre Hand nicht los ließ, etwa eine Minute lang. Erika sagte: "Das Jesukind schaute dabei die Gretel zuerst ernst an und dann lächelte es." Zur Maria sagte das Jesukind: "Schlötzer soll verkünden, dass ich und meine Mutter da waren und dass ihr am Baum die heilige Kommunion empfangen habt." Danach fuhr das Jesukind in den Himmel auf. Es gab noch seinen besonderen Segen.

Samstag, 6. Mai 1950, abends 19.00 Uhr. Die Kinder gehen mit Schlötzer zum Berg. Antonie und Erika fehlen noch. Gretel sieht über dem Birkenwald einen Schein. Kurz darauf die Muttergottes. Antonie kommt hinzu und sagt, dass die Muttergottes spricht: "Du und Gretel geht jetzt zum Mast!" Nach zwei Minuten wurden Erika und Betti aufgefordert, zum Mast zu gehen. Kurz darauf wurde auch Maria aufgefordert, zu sagen: Alle Kinder sollen zum Mast gehen! Hildegard sagt: "Die Muttergottes kommt vom Birkenwald herübergeschwebt zum zweiten Lichtmast." Die Muttergottes sagt zur Maria: "Die Leute sollen zum Berg weitergehen!" Am Mast angekommen, sehen die Kinder Blumen liegen und den Korb leer vor dem Mast stehen. Die Muttergottes sagt zu den Kindern: "Sammelt die Blumen ein!" Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Wenn der Korb voll ist, tragt ihn zum Podium und schmückt dort den Platz!" Antonie und Gretel tragen den Korb zum Mast. Dort schmücken sie den Platz und stecken Blumen in die Blumenstöcke hinein, die dort stehen. Dann gehen sie wieder hinunter zum Mast zu den anderen Kindern und geben der Muttergottes die Hand und anschließend gehen sie wieder zum Blumensammeln. Kuni kommt zu den Kindern zum Mast und sagt: "Gretel und Antonie sollen zum Mast kommen!" Dort begrüßten Hildegard, Maria, Irma und Waltraud die Muttergottes. Hildegard und Maria hörten die Muttergottes sprechen: "Auch Schmitt und der amerikanische Pfarrer dürfen mir die Hand geben!" Später musste auch Herr Hölz herbeikommen und durfte der Muttergottes die Hand geben. Zur Kuni sagte dann die Muttergottes: "Geh' auch du und Betti zur Gretel, wenn ihr auch die Blumen nicht seht!" Auch Maria und Erika müssen zu den blumensammelnden Kindern gehen. Nach etwa zehn Minuten kamen Antonie und Gretel vom Blumensammeln zum Mast zurück und bald darauf auch die übrigen Kinder: Kuni, Betti, Erika und Maria. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Geht jetzt zum Berg!" Auf dem Weg dorthin segnete die Muttergottes öfters. Vor dem Podium angekommen, forderte die Muttergottes die Antonie auf, mit Gretel zum Baum hinüberzugehen. Die anderen Kinder sollen bei ihr bleiben. Zur Hildegard sagte dann die Muttergottes: "Es freut mich, dass so viele Leute da sind. Aber es sind auch viele Neugierige hier." Zur Erika sagte die Mutter Gottes: "Berührt nochmals alles an mir!" Dann forderte die Muttergottes die Erika auf, mit Betti und Kuni zum Graben zu gehen. Nach etwa zwei Minuten sagte die Muttergottes zur Maria: "Wenn diese Kinder eine Zeit lang gegraben haben, dann sollen Irma und du graben." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Es sind viele Ungläubige hier." Nach etwa zwei Minuten sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Die Leute sollen eine gerade Bahn machen!" Zur Erika sagte die Muttergottes: "Geht zum Baum!" Antonie und Gretel wurden durch die Muttergottes aufgefordert, zum Baum zu gehen, sie sagte aber nicht, was sie tun sollen. Die übrigen Kinder gingen mit der Muttergottes zum Baum hinüber. Auf dem Weg dorthin segnete die Muttergottes mehrmals. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Du, Betti und Kuni, geht voraus zu den anderen Kindern!" (Gretel und Antonie.) Antonie und Gretel liefen mit Herrn Hölz ziemlich schnell zum Birkenwäldchen und machten ständig eine bückende Bewegung. Beim Birkenwaldaltärchen trafen Schlötzer, Herr Hölz, sich mit den beiden Kindern. Schlötzer stellte Antonie zur Rede, warum sie so schnell und hastig sich immer bücke. Antonie sagte: "Wir machen das deswegen, weil die Maiglöckchen, sobald wir sie anfassen, von selbst in den Korb hineinschweben." Antonie hielt ein Maiglöckchen in der Hand und vernahm folgende Worte: "Ich bin vom duftenden Himmelsgarten." Auch hörten die inzwischen nachgekommenen anderen Kinder (Erika, Betti und Kuni) einige Male die Maiglöckchen läuten. Sie vernahmen einen feinen zarten Klang. Hölz erzählte Schlötzer, dass auf dem ganzen Weg vom Berg zum Baum, vom Baum zum Birkenwaldaltärchen bis zum Mast hinauf überall Maiglöckchen lagen. Die Kinder hörten unterwegs eine Stimme, die sagte: "Liebe Kinder, weil es Mai ist, habe ich meine Glöckchen schneien lassen." Hildegard, Maria, Irmgard und Waltraud gingen mit der Muttergottes langsam zum Baum. Dort sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Sie sangen: 'Maria zu lieben.' Danach gab die Muttergottes nochmals den Segen und fuhr in den Himmel auf.

Sonntag, 7. Mai 1950, nachmittags 15.00 Uhr, ca. 3.000 Menschen. Um 15.00 Uhr gingen die Kinder mit Schmitt, außer Antonie, zum Berg. Antonie war bereits oben und sah über dem Birkenwäldchen die Muttergottes. Als die Kinder zum Podium kamen, segnete die Muttergottes. Durch Antonie forderte sie die Gretel und Erika auf, zum Mast zu gehen. Die anderen Kinder sollen zum Baum hinüber! Auf dem Weg zum Baum sagte Maria Heilmann: "Die Muttergottes sagt vom Birkenwäldchen herüber: Ihr sollt auch mit den übrigen drei Kindern zum Mast gehen." Sie gingen hin. Die Muttergottes schwebte über dem Wald nach Westen parallel mit den Kindern, die auf dem Weg zum Baum gingen. Etwa 50 Meter vor dem Baum stand ein Mann, der die Kinder fotografieren wollte. (Schwiegersohn von Höcht.) Die Muttergottes sagte zur Kuni: "Dieser Mann soll auf den Berg gehen!" Als die Kinder am Baum ankamen, schwebte die Muttergottes vom Wald herüber und blieb etwa 50 Meter südlich des Baumes auf dem Weg stehen. Durch Kuni forderte sie die übrigen Kinder auf, es sollen Kuni, Hildegard, Betti, Irma und Waltraud sie abholen. Die Kinder gehen hin und begrüßen die Muttergottes, indem sie ihr die Hand geben und sprechen: "Ich grüße dich, du holde Frau." – "Gelobt sei Jesus Christus." Zur Kuni sprach dann die Muttergottes: "Jetzt will ich eure Rosenkränze segnen." Dann sprach sie wieder zur Kuni: "Die Leute sollen zum Berg gehen. Es gefällt mir nicht, dass sie hier bleiben." Dann sagte die Muttergottes zur Kuni: "Geht jetzt zum Baum! Dort gebe ich meinen besonderen Segen. Dann geht weiter zum Berg und, was weiter geschieht, sage ich noch." Am Baum segnete dann die Muttergottes. Durch Kuni forderte sie die Leute auf, doch zum Berg zu gehen. Auf dem Weg vom Baum zum Berg sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Es freut mich, dass so viele Leute hier sind. Es sind aber viele Spötter dabei." Vor dem Podium sagte die Muttergottes zur Kuni: "Erika und du sollen jetzt graben gehen." Dann sagte die Muttergottes zur Antonie: "Ich will jetzt Rosenkränze segnen und weihen." Zur Gretel: "Mir gefällt es nicht, wenn dieser Mann fotografiert." Zur Antonie sagte dann die Muttergottes: "Du und die Gretel sollen zum Mast, dort kommt das Jesuskind." Dann sagte die Muttergottes zur Kuni: "Geht mit mir zum Mast." Dort mussten die Kinder die Hand geben und alles berühren. Auch Dr. Heil und Schmitt durften dem Jesukind die Hand geben. Zur Antonie sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, gebt mir die Hand langsam!" Dann sagte die Muttergottes zur Antonie: "Gebt mir die Hand, berührt alles, dann gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Zur Erika sagte das Jesukind dasselbe und fuhr in den Himmel auf.

Nachtrag: Gretel und Antonie mussten schon vom Berg aus beim Beginn der Andacht zum Mast gehen, um dort Blumen zu sammeln. Erika und Maria wurden auf dem Weg zum Baum hin zum Mast gerufen. Diese mussten mithelfen. Die Kinder sammelten Vergissmeinnicht. Sie fragten die Muttergottes: "Liebe Muttergottes, haben deine lieben Engel die schönen Blumen in den lieben Himmelsgarten eingepflanzt?" Die Muttergottes lächelte und sagte: "Ja." Maria sagte, dass die Blumen sprechen: "Wir sind vom Himmelsgarten." Als die Kinder vom Mast zum Baum gingen, empfingen sie dort die heilige Kommunion. Danach gingen sie zum Berg, wo die Muttergottes und die übrigen Kinder waren.

Sonntag, 7. Mai 1950, abends 19.00 Uhr. Etwa 1.500 Menschen. (Himmelsgarten.) Die Kinder gingen um 19.30 Uhr zum Berg und stellten sich vor das Podium. Gretel sagte: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwäldchen." Antonie und Kuni kommen nach. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Gretel, Erika, Antonie und du sollen zum Mast gehen." Kuni kam später und wurde von der Muttergottes aufgefordert, ebenfalls zu den genannten Kindern zu gehen. Unten am Mast sehen die Kinder den leeren Korb stehen, auch sind Nelken gestreut. Erika und Maria sollen die Nelken auflesen. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Erika und Maria müssen die Blumen zur Buße auflesen." Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Geht zum Baum! Dort seht ihr etwas!" Unterwegs nach dorthin sehen die Kinder den Himmel offen. Sie sagen: "Das ist der Himmelsgarten." Sie sahen im Himmelsgarten, wie kleine Engel mit Gießkannen gegossen, gehackt und gerecht haben. Gretel sagt: "Das Jesukind hat jetzt zu einem Engel gesagt: "Du, Engel, machst das!" Der Engel pflanzte dann Blumen ein. Die Kinder sehen alle Blumenarten im Himmelsgarten, die bis jetzt herunterschwebten. Das Jesukind geht im Garten spazieren. Maria hört, wie das Jesukind zu einem Engel sagt: "Diese Blumen hast du nicht richtig eingepflanzt." Zur Antonie sagt das Jesukind: "Ich will euch den Himmelsgarten einmal zeigen auf Erden." Inzwischen sagte die Muttergottes zur Hildegard, die mit Betti, Irma und Waltraud vor dem Podium stand: "Kommt zum Mast und holt mich ab!" Die Muttergottes schwebte vom Birkenwäldchen zum zweiten Mast herüber. Die Kinder begrüßten die Muttergottes. Sie geben ihr die Hand, auch Dr. Heil, Hölz und Schmitt durften der Muttergottes die Hand geben. Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Geht jetzt zum Berg!" Während sie durch die Volksmenge schwebte, segnete sie. Die Leute sangen ein Lied, aber es war unschön. Die Muttergottes sagte darauf zur Hildegard: "Die Leute sollen schöner singen, das gefällt mir nicht." Nach etwa fünf Minuten sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Jetzt geht zum Baum hinüber." Nach wieder etwa fünf Minuten kamen Maria, Erika und Kuni zum Baum und sagten, sie sollen die Muttergottes abholen und zum Himmelsgarten führen. Am Baum sagte das Jesukind zur Maria: "Geht weiter!" Die Kinder laufen mit Schlötzer etwa 50 Meter weiter und bogen am nächsten Feldweg vom Baum nach rechts ein. Gretel und Antonie sehen in etwa 30 Meter Entfernung Vergissmeinnicht stehen. Die Kinder laufen eilends hin. Dort sehen sie auf einmal verschiedene Blumenfelder. Nebenan, am Kornfeld, standen sechs Engel, die Gartenarbeiten verrichteten. In der nächsten Nähe war ein Brunnen. Jetzt kamen Schmitt mit den übrigen vier Kindern zum Baum. Antonie und Gretel sehen, wie die Engel die Blumen gegossen haben. Antonie und Gretel sagen gleichzeitig: "Jetzt ist im Gießer kein Wasser mehr." Ein Engel geht zum Brunnen und holt wiederum Wasser zum Blumengießen. Die Muttergottes sagt zur Antonie: "Du und Gretel, geht etwas weiter!" Die Kinder sehen in etwa 60 Meter Entfernung auf einer Wiese schöne Blumen und Engel. Mehrere Brunnen sind da. Ein Engel steht am Brunnen und pumpt. Er sagt: "Trinkt daraus!" Gretel und Antonie trinken von dem Wasser und sagen, das schmeckt sehr gut. Ein anderer Engel sagte: "Kinder, pflanzt mit mir Blumen." Antonie und Gretel machen die Pumpbewegung, wie bei einer Flügelpumpe. Dabei sagt Antonie: "Herr Schlötzer, jetzt spritze ich sie voll." Erika war weiter weg und kommt herbeigelaufen. Sie sagte: "Du spritzt doch Herrn Schlötzer so voll! Hör' doch auf!" Inzwischen schwebte die Muttergottes vom Baum in Begleitung von sieben Kindern zum ersten Blumengarten.

Etwa 60 Meter vom Baum entfernt. Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Gebt mir eure Hand und berührt meinen Saum, dann fahre ich in den Himmel auf." – "Dr. Heil, Hölz und Schmitt sollen das auch tun." Sie gab noch ihren besonderen Segen und fuhr dann in den Himmel auf. Dr. Heil kommt zu den Kindern, die bei Schlötzer sind. Etwa 20 Meter vorher sagten Antonie und Gretel: "Hinter Dr. Heil läuft sein Schutzengel." Auch sehen die Kinder ihren Schutzengel und den von Herrn Schlötzer. Schlötzer ließ Antonie fragen: "Lieber Engel, wie lange bist du schon bei Herrn Schlötzer?" Er sagte: "Solange Herr Schlötzer auf der Welt ist." Die Freude der Kinder über das Leben im Himmelsgarten kannte keine Grenzen. Sie jubelten, jauchzten und frohlockten und achteten nicht mehr auf ihre Umgebung. Die übrigen Kinder kamen mit ihren Eltern nun auch heran. Sie nahmen an diesem Treiben teil, sahen aber nichts. Erika sieht eine Grotte stehen. Die Kinder nehmen Steine von der Grotte, die wie Diamanten leuchteten. Die Kinder steckten Dr. Heil und Schlötzer einen Stein in die Tasche. (Etwa zwei Stunden später stellten die Kinder das Vorhandensein der Steine in der Tasche immer noch fest.) Hildegard sah das Jesukind auf der Wiese stehen. Sie ging auf das Jesukind zu und nahm es auf den Arm. Das Jesukind blieb einige Zeit bei ihr und fuhr dann in den Himmel auf. Erika sagt: "Drüben vom Wald her kommt das Jesukind mit vielen Engeln in Prozession auf uns zu und blieb dauernd da, bis ungefähr zehn Uhr." Die Kinder gingen mit dem Jesukind und den Engeln in die Wiese. Dort sehen die Kinder eine Bank und einen Tisch. Das Jesukind setzt sich auf die Bank. Antonie sagt: "Dort steht ein Treibhaus." Während die Kinder das sahen, stand Hildegard auf dem Weg am Rande der Wiese. Sie sagte: "Die Muttergottes schaut aus dem Himmel herunter und sagt zu mir: Heute müsst ihr eine große Freude haben", und lächelte dabei. Dann forderte sie auf, die Leute sollen auf den Berg gehen, denn viele spotten nur. Die Muttergottes sagte: "Ich freue mich, dass die Kinder so lustig sind." Diese Erscheinung dauerte etwa drei Minuten. Antonie und Gretel sagen: "Hier ist es sehr warm im Treibhaus." Es standen verschiedene Blumenarten dort. Von hier aus gingen die Kinder wieder in den Garten und betraten ein Gartenhaus. Etwa 30 bis 40 Meter westlich sagen Antonie und Gretel: "Hier steht eine Kirche." Antonie wollte die Türe aufmachen, konnte aber den Drücker nicht erreichen. Sie sagte: "Herr Schlötzer, heben sie mich auf!" Inzwischen kamen auch die anderen Kinder hinzu. Sie betraten die Kirche. Sie sehen einen Hochaltar mit Leuchtern, den Tabernakel und darüber ein geschnitztes Kreuz mit dem Corpus darauf. Dann sagten Antonie, Gretel, Erika und Maria: "Wir sollen ministrieren." Sie liefen noch einige Meter nach vorne und knieten sich auf die unterste Stufe. Sehr auffallend hierbei, dass die Kinder, bevor sie die Kirche betraten, sehr freudig und lustig waren. Beim Betreten der Kirche waren sie still und andächtig. Sie machten die Gebärden wie andächtige Menschen in der Kirche. Zur Antonie sagte das Jesukind: "Ein Engel wird jetzt das heilige Messopfer feiern." Ihr dürft die heilige Kommunion empfangen. Antonie sagte: "Ich muss das Messbuch hinüber tragen." Gretel sagt: "Jetzt ist das Evangelium." Dann hören sie eine Glocke wunderschön läuten. (Opferung.) Kurz darauf vernahmen sie nicht ganz wahrnehmbare Worte, wahrscheinlich Sanctus. Anschließend sahen die Kinder die heilige Hostie durch den Engel hochheben, dann auch den Kelch. Etwas später nahm Antonie einen Teller vom Altar. "Jetzt dürfen wir hier am Altar kommunizieren und das heilige Blut empfangen." Danach sagte sie: "Kniet euch alle in einer Reihe hinter uns an die Kommunionbank." Sie kam mit dem Engel an die Kommunionbank und sagte zu jedem einzelnen: "Jetzt empfangt ihr das heilige Blut und dann die heilige Kommunion." Kurz danach sangen die Kinder auf das "Ite, missa est" des Engels "Deo gratias." Der Engel gab den Segen. Vorher war dabei auffallend, wie die Kinder einstimmig antworteten: "Et cum spiritu tuo." Danach sagte Antonie: Jetzt geht der Engel-Pfarrer auf den Predigtstuhl und hält eine Predigt und sagt: "Liebe Kinder, folgt euren Eltern, seid anständig und folgsam! Besucht jeden Tag die heilige Messe und empfangt die heilige Kommunion. Betet zwei bis drei Rosenkränze und seid anständig, wenn ihr beim Jesuskind seid und besucht untertags öfters die Kirche." Dann las der Engel aus dem Evangeliumbuch das 13. (?) Kapitel des heiligen Lukas: Als Jesus aus dem Wasser stieg... Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe. (Bei Lk. 3 und Mt. 3 – siehe Bericht vom 8. Mai 1950.) Danach stieg der Engel vom Predigtstuhl herab und ging in die Sakristei. Die Kinder gingen ebenfalls in die Sakristei, sahen aber den Engel nicht mehr. Dann gingen sie aus der Kirche, nahmen das Weihwasser in der üblichen Weise und verließen die Kirche. Darauf liefen sie in das Wohnhaus, das zunächst der Kirche stand. Dort hatte ein Engel eine Suppe bereitet und zwar schmeckt sie so wie eine Nudelsuppe. Dann liefen die Kinder aus dem Haus und gingen weiter im Garten, bis sie in ein Gartenhaus kamen. Darin standen auf dem Tisch Kaffeetassen, daneben Himmelsbrote. Antonie ging auf Anweisung der Muttergottes zum ersten Haus zurück und musste dort in der Küche kochen: Antonie kochte einen Grießbrei und Johannisbeeren. Kuni musste auf die kleinen Engel aufpassen. Die übrigen Kinder mussten die Betten machen und die Zimmer reinigen. Dann holte die Antonie die übrigen Kinder herbei und sagte: "Setzt euch hin auf den Stuhl." Engel waren auch mit anwesend. Antonie sagt: "Die Engel stehen auf und beten." Den Wortlaut verstand sie nicht. Dann beteten die Kinder: 'O Gott, von dem wir alles haben...' Ein Engel sagt zu Maria: "Wir im Himmel beten länger." Nach dem Essen gingen Gretel und Antonie Betten machen, in die sich die Kinder vorher gelegt hatten. Sie gingen aus dem Haus durch den Garten und kamen daraufhin in ein zweites Haus. Dort gingen sie durch die Schlafzimmer und kamen in die Wohnstube. Als die Kinder im Schlafzimmer waren, sagten sie, sie sehen in der Stube zwei alte Leute. Sie trauten sich nicht hinein. Erst in Begleitung von Schlötzer und Schmitt gingen sie in die Wohnstube und waren freudig überrascht, als sie in den zwei Leuten den heiligen Josef und die Muttergottes erkannten. Letztere hatte auf dem Arm das Jesuskind, das schlief. Die Muttergottes und der heilige Josef sassen auf der Ofenbank an den Ofen angelehnt. Sie begrüßten die heilige Familie und verhielten sich ruhig, um das Jesukind nicht zu wecken. Danach gingen sie aus dem Haus und Maria und Erika liefen zur Kirche, um zur Andacht zu läuten. Die anderen Kinder kamen herbei, Gretel ging zur Orgelempore, um dort die Orgel zu spielen. Sie wollte das Lied spielen: 'Jesus, dir leb' ich...' brachte es aber nicht fertig. Ein Engel stand am Altar, nahm die Monstranz in die Hand und gab den Segen damit. Danach verließen sie wieder die Kirche. Sie gingen wieder zur heiligen Familie zurück. Gretel und Maria nahmen ihre Engel in die Hand und waren auf einmal erstaunt, dass sie wohl den kleinen Engel sahen, aber nicht mehr das Haus und den Himmelsgarten. Gretel und Maria sagten: "Wir stehen ja auf einer Wiese." Sie konnten es nicht fassen, dass sich alles auf dieser Wiese abgespielt hatte. Die Kinder gingen daraufhin zum Berg zurück und danach heim.

Montag, 8. Mai 1950, abends 18.30 Uhr. Die Kinder, einschließlich Hildegard, sehen den Schein über dem Birkenwäldchen und kurz darauf die Muttergottes, mit Ausnahme von Irmgard. Die Muttergottes sagt zur Antonie: "Geht hinüber zum Baum! Dort dürft ihr das sehen, was ihr gestern gesehen habt. Seid heute schön brav und lauft nicht umher wie gestern. Wenn ihr brav seid, dürft ihr noch mehr sehen." – Vgl. Bericht vom 24. Dezember 1949! – Unterwegs zum Baum sagte die Muttergottes zur Antonie: "Du, Gretel, Maria und Erika, geht voraus. Die anderen sollen mich abholen!" Hildegard, Betti, Kuni und Irmgard gehen mit Herrn Hölz und Dr. Heil die Muttergottes abholen. Hildegard sieht hier allein die Muttergottes unterhalb des Baumes auf den Birkenwald zu. Die vorhandenen Kinder, ebenso Annemarie Kühnlein aus Forchheim, Dr. Heil und Herr Hölz gaben der Muttergottes die Hand. Hierauf gingen die Genannten den Weg rechts wie am Abend vorher bis ungefähr vom ersten Himmelsgarten mit der Muttergottes, jedoch auf die Wiese rechts des Weges. Hier machten wir eine Zeit lang Halt. Die Muttergottes segnete zweimal. Die Kinder sangen Marienlieder. Die Muttergottes gab Herrn Hölz besonders noch den Segen für seine Fahrt am nächsten Tag nach Bamberg. Die Muttergottes sagte zur Hildegard: "Herr Pfarrer Gailer, Pfarrer Bauer, Professor Walz, Herr Schmitt haben meinen besonderen Segen empfangen und die, die für mich kämpfen." Danach gingen die Kinder und Herr Hölz zu den anderen Kindern, die bei Schlötzer und bei Dr. Heil waren. Letztere waren schon etwas früher zu Herrn Schlötzer gegangen. Schlötzer geht inzwischen mit Antonie, Gretel und Erika zum Baum und dann weiter westlich zur großen Wiese. Die letztgenannten Kinder sehen bereits den Himmelsgarten, zwei Häuser, die Grotte und die Kirche wie am Vortag. Die Kinder betreten das erste Haus, das kleiner ist als die anderen. Sie sahen darin kleine Engel. Schlötzer fragte die Kinder: "Wie sieht das andere Haus aus?" Die Kinder sagten: "Das können wir hier im Zimmer nicht sehen, wir müssen erst das Fenster aufmachen." Sie machten die Bewegung, als öffneten sie ein Fenster. Das gleiche taten sie beim Öffnen der Türe. Dann beschreiben alle vier Kinder das nächste Haus, sowie das Aussehen der Kirche. Schlötzer machte beim Verlassen die Kinder aufmerksam, sie sollen doch das Gras schonen. Die Kinder sagten: "Hier ist kein Gras, hier sind Wege und Blumen." Dann sagten die Kinder: "Wir gehen in die Kirche." Antonie musste hochgehoben werden, damit sie die Türklinke erreichen konnte. Sie benahmen sich wieder wie am Vortag. Ein Engel hielt das heilige Messopfer ohne Predigt und reichte den Kindern, Dr. Heil und Schlötzer die heilige Kommunion. Erika, Antonie und Maria erhielten auch das heilige Blut. Gretel sagte, sie habe nur die heilige Kommunion empfangen, ebenfalls die beiden Herren, Dr. Heil und Schlötzer. Der Engel sagte: "Die übrigen Kinder bekommen die heilige Kommunion, wenn sie zurückkommen." Diese waren bereits unterwegs mit der Muttergottes zum Himmelsgarten. Sie empfingen anschließend nur die heilige Kommunion. Hildegard fragte die Muttergottes, ob gestern der Engel das dritte oder dreizehnte Kapitel vorgelesen hat. Die Hildegard hörte, wie die Muttergottes sagte: "Kapitel drei." (Richtig!) Hildegard, Betti, Kuni und Irmgard sehen nichts von dem Himmelsgarten. Hildegard frug die Muttergottes: "Warum dürfen wir nichts sehen?" Sie bekam keine Antwort. Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Du, Erika, Betti und Irmgard, geht zum Berg, dort will ich den Leuten meinen besonderen Segen geben." Schlötzer geht mit den Kindern zum Berg. Unterwegs sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Es sind die auserwählten Kinder, die den Himmelsgarten sehen dürfen." (Also eine rein charismatische Gnade der göttlichen Auserwählung.) Am Berg angekommen, gibt die Muttergottes den besonderen Segen. Schlötzer musste dies bekannt geben. Betti sah die Muttergottes und das Jesukind vor sich stehen. Nach dem Segen fuhr die Muttergottes und das Jesukind in den Himmel. Die Kinder am Berg gingen dann den Kindern vom Himmelsgarten entgegen. Diese waren ebenfalls unterwegs zum Berg. Antonie war noch mit Dr. Heil zurückgeblieben, kamen aber kurz darauf ebenfalls nach. Sämtliche Kinder gingen nun noch kurz zum Berg. Dort hörte Antonie eine Stimme, die sagte: "Du und Gretel geht zum Baum!" Dr. Heil und Schlötzer gingen mit. Herr Hölz, der auf Einladung der Muttergottes mit Herrn Schlötzer zum Berg gegangen war, blieb mit ihnen auf dem Berg. Maria wollte unter allen Umständen der Antonie und der Gretel nach. Als Hölz sie zurückhalten wollte, sagte sie, eine Stimme habe ihr gesagt, sie solle mit Erika auch zur Antonie und Gretel. Sie konnte nicht angeben, was es für eine Stimme sei. Herr Hölz forderte die Maria und die Erika auf, still ein 'Ave Maria' um Klarheit zu beten. Plötzlich sagte Hildegard, die etwas abseits stand und von dem Vorgang mit Maria und Erika nichts gemerkt hatte: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald und sagt: Es sollen alle auf dem Berg bleiben!" Maria wollte trotzdem zu Antonie und Gretel. Die Muttergottes sagte zur Hildegard, sie sollen folgen und sollen bleiben! Hierauf segnete die Muttergottes noch einmal und verschwand. Dann kam die Muttergottes vom Himmel herab zum Baum und gab ihren besonderen Segen mit einer Anweisung für den nächsten Tag, die aber nicht aufgeschrieben werden soll, und fuhr dann wieder in den Himmel auf.

Dienstag, 9. Mai 1950, nachmittags um 17.30 Uhr waren Antonie und Gretel zum Baum bestellt. Sie gingen mit Dr. Heil dorthin. Schon oben an der kleinen Kapelle hörte Antonie eine Stimme, die sagt: Sie sollen zum Baum gehen. Am Baum angekommen, sehen die beiden kurz darauf den Himmelsgarten. Das Jesukind saß auf einer Bank im Garten. Bei ihm waren die zwei Engelein der Kinder. Wir gingen nun in den Garten. Die Kinder liefen die Umfassung des Gartens ab, 20 Meter lang und 20 Meter breit. Sie sahen viele Brunnen in verschiedenen Beetenreihen. Außerdem sahen sie zwei Häuser und die Kirche. Wir gingen in das größere Haus. Dort traten wir in die Küche ein. Die Kinder fingen gleich das Kochen an. Ein Gewitter zog herauf, da fragte Antonie das Jesukind, ob wir nach Hause gehen sollen. Sie erhielt keine Antwort. Antonie machte einen Pfannkuchen und stellte ihn auf den Herd. Gretel holte aus dem Schrank im oberen Zimmer ein blaues Kleidchen und zog dieses über dem rosa Kleid des Engels an (am Abend hatte dies Engelchen noch das blaue Kleid über dem rosa Kleidchen an), dann fing es zu regnen an. Auf Anfrage sagte das Jesukind: Wir können nach Hause gehen. Es regnete sehr stark, sodass wir durchnässt wären. Als am Abend die Kinder wieder in dies Haus gingen, stand noch der begonnene Pfannkuchen auf dem Herd und war etwas angebrannt.

Dienstag, 9. Mai 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder gingen alle auf den Berg. Beim Podium sehen Gretel und Antonie die Muttergottes bereits über dem Birkenwäldchen. Sie forderte die Kinder auf zum Baum zu gehen. Auf halbem Weg dorthin sagte Antonie: "Erika, Gretel und ich sollen zum Himmelsgarten. Die übrigen Kinder, nämlich Hildegard, Maria, Betti und Kuni gehen mit Schlötzer zum Baum." Dort sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Holt mich ab." Die Kinder gehen etwa 100 Meter weiter zum Wald. Dort wartet bereits die Muttergottes auf die Kinder. Sie gaben der Muttergottes die Hand und berührten alles wie sonst. Ebenfalls Hölz und Schlötzer. Hildegard sieht vom Himmel kleine Engel herausschauen, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Geht zum Podium. Dort werde ich meinen besonderen Segen geben." Unterwegs dorthin sieht Maria auch den Himmelsgarten, wo die anderen Kinder waren. Am Podium angekommen, gab die Muttergottes den besonderen Segen. Die Kinder mussten noch einmal alles berühren, ebenfalls Hölz und Schlötzer. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Geht zum Mast. Dort werde ich in den Himmel auffahren." Die Kinder taten dies. Die Muttergottes segnete noch einmal und fuhr in den Himmel auf und sagte: "Geht jetzt zu den anderen Kindern!" Schlötzer ging zu den übrigen Kindern. Dort sehen sie nichts vom Himmelsgarten. Etwa 50 Meter davor sagten alle drei Kinder: "Es stehen acht Häuser im Garten." Antonie frug die Muttergottes, die über dem Birkenwäldchen schwebte: "Liebe Muttergottes, bekommt jedes Kind von uns ein Haus?" Die Muttergottes sagte: "Ja." Die drei Kinder gingen durch die Pforte in den Blumengarten und von da in ein Treibhaus. Sie gingen dort hindurch und kamen in ein großes Haus. Sie gingen in die Küche. Als sie auf den Herd sahen, bemerkten sie, dass in der Pfanne der Pfannkuchen noch war, den sie bei ihrem Besuch um 17.30 Uhr dort stehen ließen Die Kinder sagten: "Hier ist etwas angebrannt." Von der Küche aus gingen sie über die Treppe zum ersten Stock und gingen dort in ein Schlafzimmer. Es lagen dort drei Engel in den Betten. Von da aus gingen sie wieder zurück zur Küche, ließen dort die drei kleinen Engel am Tisch Platz nehmen und liefen dann über einen langen Gang in den Keller hinunter. Dort sehen sie sich um und beobachten viele Einmachgläser mit Kirschen, Äpfeln, Pfirsichen. Erika nahm ein Pfirsichglas und alle drei Kinder gingen dann zur Küche zurück. Dort kostet jedes Kind davon, sie gibt auch ihren Engeln und Herrn Dr. Heil und Schmitt. Die Kinder sagen: "Die Pfirsiche sind sehr gut und süß" Auf die Frage von Dr. Heil: "Wollt ihr kein Tischgebet beten?" fingen die Kinder an zu beten. Sie sahen gegen Norden auf einen bestimmten Punkt. Auf die Frage, was dort sei, sagten alle drei Kinder: "Es hängt der Krucifixus an der Wand." Erika lief dann noch einmal in den Keller, um Tee zu holen und Gretel nahm den Eimer und holte Wasser aus dem Garten. Antonie sieht der Gretel nach. Auf die Frage, ob sie denn durch die Wand sähe, sagte sie: Nein, sie sieht zum Fenster hinaus, öffnet das Fenster und sprach auch zur Gretel. Dr. Heil und Schmitt stellten fest: So oft die Kinder zum Keller gingen, liefen sie immer denselben Weg. Dabei vergaßen sie niemals die Türe zu öffnen und zu schließen Die Küche selbst ist nach Angabe der Kinder weiß getüncht und von oben nach unten sind grüne Streifen gezogen. Der Boden ist gebrettert und um den Herd mit Plättchen belegt.

Von der Küche aus gingen die Kinder, nach Westen gehend, einen Gang entlang. Dabei schob Gretel einen Vorhang auseinander. Sie kamen in einen dreckigen Raum mit kleinen Fensterchen. Im Raum selbst lag Holz herum. Dann gingen sie wieder den Gang zurück und öffneten die nächste Türe, die in ein Bad führte. Drinnen stand ein Badeofen mit Wanne. Eine Waschschüssel war an der Wand befestigt. Im Bad war eine Wasserleitung gelegt, während die Küche keine Wasserleitung hatte. Gretel holt Streichhölzer aus der Küche und heizte den Badeofen an, um ihr Englein später baden zu können. Vom Baderaum aus ging es in einen großen Saal, der mehrere lange Tische aufwies. Das war der Speisesaal. Gretel Gügel schritt den Raum ab. Er war ungefähr sieben zu neun Meter, die Kinder zählten sieben Fenster. Von da aus gingen die Kinder in einen Schlafsaal, zu dem eine Treppe heraufführte. Im Saal standen acht Betten. Aus dem Kleiderschrank holten die Kinder Hemdchen und Kittelchen heraus, um ihre Engelchen damit neu zu kleiden. Dann gingen sie wieder zurück zur Küche und von da in den Garten zu den Engeln. Die Engelchen spielten im Garten und machten sich dabei schmutzig, Die Kinder gingen mit ihnen zum Brunnen und wuschen dort ihre Hände. Als Gretel Wasser pumpt, machte Schmitt eine Bewegung, als wollte er den Wasserstrahl gegen die Gretel spritzen. Gretel machte einen Schritt zurück und sagte, Schmitt hätte sie voll Wasser gespritzt und die anderen Kinder lachen, weil sie sehen, wie Gretel nass geworden war.

Anmerkung: Auf die Frage der Begleiter an die Erscheinungen durch die Kinder, was diese sonderbaren Bilder zu bedeuten hätten, kam die Antwort, das beziehe sich auf künftige caritative Einrichtungen (Kinderheime etc.) auf dem Berg. Vom Brunnen aus gingen die Kinder zur Kirche. Es läutete von der Pfarrkirche in Heroldsbach den Engel des Herrn. Die Kinder fangen mit beiden Herren an zu beten. Dazwischen sagen die Kinder: "Auch vom Turm der Kirche, die im Himmelsgarten steht, läutet die Glocke." Bei der Kirche sprang Erika in die Höhe, um die Türe zu öffnen. Sie gingen hinein, nahmen Weihwasser und gingen dann zum Altar. Gretel holte aus der Sakristei Licht zum Anzünden der Kerzen. In der Sakristei stand bereits ein Engel, der sich zum heiligen Messopfer ankleidete. Nur Erika sah diesen anfangs. Bei Beginn der heiligen Messe sahen dann auch Gretel und Antonie den Engel am Altar. In der Kirche selbst hing nur der Kreuzweg an den Wänden, sonst keine Statue oder ein Heiligenbild. Gretel schritt die Kirche entlang auf Wunsch der beiden Herren, um feststellen zu können, wie lange diese ist. Sie ging etwa zehn Meter. Währenddessen kam der Engel aus der Sakristei und las die heilige Messe. Antonie ging zur Orgelempore, um die Orgel zu spielen, kam aber gleich wieder herunter, da sie nicht spielen kann. Während der Opferung sagte Antonie: "Es klopft jemand an der Kirchentüre." Sie ging hin, öffnete. Es standen die drei kleinen Engel draußen Diese gingen herein und knieten sich in eine Kirchenbank. Gretel ging zur Orgel, um dort zu spielen. Bei der heiligen Kommunion kam sie herbei und empfing mit den anderen beiden Kindern und den zwei Herren die heilige Kommunion, aber nur die heilige Hostie. Nach der heiligen Messe ging der Engel auf den Predigtstuhl. Er las aus einem Buche vor. Doch die Kinder konnten diese fremde Sprache nicht verstehen. Dann hielt er eine Predigt in der deutschen Sprache. Er sagte: "Liebe Kinder, jetzt will ich euch predigen, wie ihr euch betragen sollt. Seid brav und anständig, geht oft in die heilige Messe, empfangt alle Tage die heilige Kommunion, folgt euren Eltern und Vorgesetzten, besucht die Kirche öfter untertags. Seid anständig, geht oft auf den Berg, in der Kirche sollt ihr nicht lachen! Amen." Er segnete dann und ging wieder herunter in die Sakristei. Die Kinder folgten ihm nach. Er ging in ein kleines, angrenzendes Häuschen. Die Kinder gingen ihm nach. Er setzte sich an einen Tisch und schrieb in ein großes Buch. Er zeigte den Kindern das Buch her. Es war ein Bild der heiligen Rita darin, unter dem Bild stand der Name der heiligen Rita. Die Kinder gingen danach wieder durch die Sakristei und durch die Kirche in den Garten. An der Kirchentüre sagte der kleine Engel, den Antonie von der Kirchenbank mitnahm: "Tauche ein in den Wasserkessel." Die Kinder gingen in das Haus neben der Kirche. Es war klein wie das zuerst beschriebene Haus. Sie gehen dort in die Küche. Auf einem Kästchen lagen Schokolade und Bonbons. Sie gaben den Engeln davon. Erika nahm auch einen Bonbon, der schmeckte sehr bitter. Auch die Schokolade war bitter, während sie bei den übrigen Kindern süß war. Dann gingen sie in das Schlafzimmer. Sie legten sich dort in die drei Betten. Da bemerkten sie, dass sie ihre Schuhe anhatten und die Betten beschmutzten. Sie nahmen die Betttücher und gingen in die Waschküche, um sie dort gleich zu waschen. Dort brannte bereits der Waschkessel. Dr. Heil stellte sich unbewusst auf den Waschkessel. Die Kinder stießen ihn an und sagten, er brenne ja an. Nach dem Waschen hingen sie die Wäsche zum Trocknen auf. Sie sprangen dabei in die Höhe, da sie sonst nicht das Seil erreichen können, wie sie sagen. Von der Waschküche aus gingen sie zu dem Garten, zu einer Grotte, die etwa zehn Meter südlich der Kirche, in der Gartenecke, stand. In der Grotte stand eine Muttergottes-Statue mit weißem Gewand und blauem Mantel. Die Kinder knieten sich davor nieder und beteten. Etwa zehn Meter dahinter stand ein Baum. Antonie schüttelte an den Ästen. Auf die Frage des Herrn Schmitt, was sie da tue, sagte sie, sie schüttle ihr Engelein herab, das hinaufgestiegen war. Auch die anderen zwei Kinder kamen heran und taten dasselbe. Nun kamen die übrigen Kinder heran. Es waren dies: Maria, Kuni, Betti, Irmgard, Hildegard und Waltraud. Diese Kinder sehen vom Himmelsgarten nichts. Sie schlossen sich den drei Kindern an. Von der Grotte aus gingen die Kinder zum großen Haus zurück, denn aus der Küche des großen Hauses drang dichter Qualm aus den Fenstern. Als die Kinder hineingingen, sahen sie, dass das Holz am Ofen Feuer gefangen hatte. Sie löschten es. Erika riss das Fenster auf, damit der Rauch hinaus kann. Danach ging Erika mit den übrigen Kindern zur Kirche, denn sie hörte eine Stimme, die sagt: "Der Engel wird jetzt für die nicht da gewesenen Kinder die heilige Messe lesen und ihnen die heilige Kommunion reichen." Gretel und Antonie blieben in der Küche zurück, um für diese Kinder zu kochen. Sie sehen in den Schränken nach und fanden nur Butter und Brot. Gretel ging in den Keller und brachte Wurst. Antonie schaute vom Küchenfenster hinaus. Die drei kleinen Engel spielten im Garten. Dann sahen sie, dass aus der Waschküche Rauch herauskam. Eilends gingen sie dorthin. Dort stellte sich heraus, dass zwei Paar kleine Söckchen für die Engel angebrannt sind. Sie löschten das Feuer und gingen zur Küche zurück. Die anderen Kinder kommen nun mit Erika aus der Kirche. Sie kamen herbei und Gretel und Antonie boten ihnen Essen an. Doch diese Kinder sahen nichts. Nach dem Essen gingen Gretel, Antonie und Erika zum Bad, um ihre kleinen Engelein darin zu waschen. Danach brachten sie die drei kleinen Engelein in das Schlafzimmer. Die Kinder gingen dann in den Garten. Schmitt sagte zu ihnen: "Jetzt geht nochmals in die Kirche und betet das Abendgebet und geht dann heim." Dann schauten sich Gretel, Antonie und Erika um und sagten, sie sehen die Kirche nicht mehr. Auf einmal sagte Gretel: "Ich stehe ja auf einer Wiese." Auch Antonie und Erika sagten dies. Vom Himmelsgarten sahen sie nichts mehr und gingen heim.

Mittwoch, 10. Mai 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder gehen mit Schlötzer auf den Berg. Gretel, Erika und Antonie sehen zugleich die Muttergottes über dem Birkenwald. Zu Antonie sagte die Muttergottes: "Du, Gretel, Erika und Maria, geht zum Baum. Die anderen Kinder sollen zum Mast gehen!" Mit letztgenannten Kindern geht Herr Hölz, mit erstgenannten Schlötzer. Kuni, Irmgard, Betti und Waltraud gingen zum Mast. Kuni sieht am Mast die Muttergottes vom Birkenwald herüberschweben. Unterwegs sagt die Muttergottes: "Es freut mich, dass die Leute Blumen gestreut haben." Nach einer Weile sagt die Muttergottes zur Kuni: "Liebe Kinder, geht jetzt mit mir zu den anderen Kindern! Und gleich danach, wenn ihr bei den Leuten vorbei geht, werde ich meinen besonderen Segen geben – dies soll verkündet werden." Dr. Heil gab dies bekannt. Auf dem Weg zu den anderen Kindern sagt die Muttergottes: "Es gefällt mir, dass ihr, ohne dass ich es euch befohlen habe, immer den Wundenrosenkranz betet." Als die Kinder in die Nähe der anderen kamen, sieht Kuni die Muttergottes nicht mehr. Unterwegs zum Himmelsgarten sehen Antonie, Gretel, Erika und Maria die Kirche, die Grotte, das Wohnhaus und zwei Häuser stehen. Gretel und Maria betreten die Kirche. Erika und Antonie gehen ins Wohnhaus und machen die Bewegung, als würden sie waschen. Sie kommen ebenfalls nach zur Kirche. Gretel fragte Schlötzer: "Schau' mal herunter zu Antonie, was die für eine Wäscherei macht. Ich kann doch nicht durch die Mauer sehen." Schlötzer sagte: "Gebt auf das Gras mehr obacht!" Gretel sagte: "Hier ist doch Steinpflaster und kein Gras." Die Kinder sehen von der Sakristei einen Engel herauskommen und auf den Altar hinschreiten. Er begann nach ihrer Angabe die heilige Messe. Der Engel hatte ein rosa Kleid an mit blauem Gürtel. Nach der Kommunion des Engels teilte dieser nach Angabe der Kinder, die den Teller trugen, an die Kinder die heilige Kommunion aus. Nach Beendigung der heiligen Messe sagten die vier Kinder: "Jetzt besteigt er den Predigtstuhl und hält eine Predigt." Die Kinder fragten, wie der Engel heute heißt, da er ein anderes Aussehen hatte als gestern. Antonie sagte, ich habe verstanden: "Erzengel Michael." Der Engel begann mit der Predigt. Die Kinder verstanden folgende Worte: "Folgt euren Eltern und euren Vorgesetzten! Betet andächtig! Geht alle Tage in die heilige Messe und empfangt die heilige Kommunion! Denkt auch untertags an die Muttergottes und an das liebe Jesuskind." Er fragt die Kinder: "Betet ihr auch alle Tage eure drei Rosenkränze? Geht auch tagsüber öfters auf den Berg und in die Kirche!" Der Engel sagte: "Amen", und segnete, verließ den Predigtstuhl und ging in die Sakristei.

Bei den Bewegungen der Kinder fiel noch folgendes auf. Gretel ging zum Glockenstrang und sagte: "Ich muss läuten." Dabei rief sie den Kindern zu, dies ist zu schwer, ich kann alleine nicht. Antonie sagte: "Die macht etwas zusammen." Daraufhin eilte Maria ihr zu Hilfe und half der Gretel. Nun hörten die übrigen zwei Kinder ein kräftiges Läuten. Nach dem Läuten sagten die Kinder: "O, jetzt ist ja wieder das Gras unter uns, wir sehen nichts mehr." Die Kinder verließen die Kirche und wollten zum Berg, gehen. Da sagte Antonie: "Ich sehe den Himmelsgarten. Eine Stimme sagt: Wir sollen gießen." Antonie sah auch das Jesuskind im Himmelsgarten stehen. Kurz darauf verschwand das Jesukind wieder und die Kinder sehen nichts mehr. Dann gingen die Kinder zum Baum. Auf dem Weg dorthin sagte Antonie: "Eine Stimme sagt: Du und Gretel, geht zum Mast!" Schlötzer und Dr. Heil gingen mit den beiden Kindern zum Mast. Herr Hölz ging mit den übrigen Kindern zum Berg. Unterwegs zum Baum musste Schlötzer die Maria und die Erika wegen ihres schlimmen Betragens scharf rügen. Antonie sagt, die Muttergottes schaut aus dem Himmel und sagt: Maria und Erika sollen nicht so bösartig sein, sonst werde ich mit meinem lieben Kind nicht mehr kommen. Dr. Heil, Schlötzer, Antonie und Gretel kamen inzwischen beim Mast an. Antonie und Gretel sahen am Mast Rosen liegen und den Korb stehen. Die Muttergottes erschien am Mast noch einmal und gab ihren besonderen Segen und fuhr anschließend in den Himmel auf. Die Rosen und der Korb waren ebenfalls verschwunden. Darauf sagte Gretel: "Die Heiligste Dreifaltigkeit sehe ich im Himmel." Gretel fragte, ob den Leuten etwas verkündet werden solle. Sie hörte die Stimme von Gott Vater, der sagte: "Nein, die Leute verdrehen es nur." Anschließend gingen die Kinder heim. Von den Kindern am Berg oben sah auch Erika am Hast die Rosen und den Korb.

Donnerstag, 11. Mai 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder außer Gretel und Antonie gehen mit Schmitt zum Berg. Kurz nach der Ankunft sagt Maria: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald." Sie kommt näher und forderte durch Maria die Kinder auf, zum Mast zu kommen. Kuni sagt: "Das Jesuskind steht beim Mast." Das Jesukind sagte: "Es freut mich, dass die Leute wieder Blumen gestreut haben." (Blumen lagen vom Mast bis zum Podium.) Nach der Begrüßung am Mast sagte das Jesukind zur Kuni: "Ich will gleich wieder in den Himmel auffahren und jetzt gebe ich meinen besonderen Segen." (Kuni allein nur sah das Jesukind, die Muttergottes sah sie aber nicht.) Maria sagte dann: "Die Muttergottes geht zum Baum. Schmitt soll verkünden: Wenn ich durch die Reihen der Leute gehe, gebe ich meinen besonderen Segen." Am Podium angekommen, sagt die Muttergottes zur Maria: "Jetzt will ich die kranke Frau besonders segnen." (Eine Frau von Unterfranken mit Multiple Sklerose kam mit Sanitätsauto her. Sie ist dem Pfarrer Welsch gut bekannt.) Die Muttergottes segnete dann noch einmal eine kranke Frau, die am Podium saß, dann sagte die Muttergottes zur Maria: "Jetzt will ich dem Volk meinen besonderen Segen geben." Zur Erika sagte sie: "Ihr dürft mir die Hand geben und alles berühren." Zur Maria sagte die Muttergottes dann: "Ich will die Rosenkränze segnen." Dann sagte sie zur Erika: "Betti, Maria und du, geht zum Mast, dort kommt mein süßes Kind vom Himmel herunter." Am Mast angekommen, sieht nur Erika, wie das Jesukind aus dem Himmel herunterschwebt. Nach der Begrüßung baten die Kinder das Jesukind, es möge Gretel und Antonie und die zwei Herren beschützen, die fortgefahren sind. Dann bat Erika das Jesukind um den Empfang der heiligen Kommunion. Das Jesukind sagte darauf: "Der Engel wird kommen, die Kinder sollen vom Podium herkommen." Erika ging hinauf und holte die Muttergottes und die Kinder ab. Am Podium angekommen, stand bereits der Kelchengel da. Die Kinder empfingen die heilige Kommunion. Zur Erika sagte das Jesukind dann: "Die Kinder, die hergekommen sind, sollen mir die Hand geben, auch Herr Schmitt." Maria sagt: "Ich sehe jetzt die Muttergottes und den Kelchengel nicht mehr", dann: "Das Jesukind will jetzt seinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Maria, Betti und Erika sehen das Jesukind auffahren. Die Muttergottes sagt dann zur Erika: "Gebt mir die Hand und berührt alles, denn ich will in den Himmel fahren." Erika allein sieht die Muttergottes in den Himmel auffahren. Maria hörte eine Stimme, die sagt: "Liebe Kinder, geht jetzt heim, und kommt morgen wieder."

Freitag, 12. Mai 1950, abends um 19.30 Uhr abends gehen alle Kinder, außer Antonie, zum Berg. Dort sieht Antonie, die schon oben war, die Muttergottes über dem Birkenwald. Auch Gretel und Maria sehen die Muttergottes. Maria und Antonie hören, wie die Muttergottes sagt: "Geht mit Gretel zum Mast!" Die drei Kinder gingen dorthin. Dort sehen sie, wie die Muttergottes segnet. Dann sagen die drei Kinder: "Wir sehen die Muttergottes nicht mehr." Antonie sieht, wie aus dem Himmel Blumen runter fallen. Sie hebt eine davon auf, kennt aber diese Blumen nicht. Antonie hört nun eine Stimme, die sagt: "Geht jetzt zum Baum, dort werdet ihr die heilige Kommunion empfangen." Es geschah so durch den Kelchengel. Erika kommt jetzt hinzu. Sie hatte sich verspätet. Nach der heiligen Kommunion hört Maria eine Stimme, die sagt: "Geht jetzt etwas weiter!" Die Kinder gingen etwa 40 Meter südlich des Baumes. Dort hörte Antonie eine Stimme, die sagte: "Geht etwas weiter!" Gretel und Antonie mussten allein gehen. Nachdem sie 50 Meter nach Westen gegangen waren, sah Antonie eine Grotte im Himmelsgarten stehen. Jetzt kommen Maria und Erika nach. Auf die Frage von Schmitt, warum sie gekommen sind, sagt Maria: Ich hörte eine Stimme, die sagt: "Du und Erika sollen auch mitgehen." Antonie sieht jetzt die Grotte nicht mehr. Die Kinder blieben stehen und beteten den Wundenrosenkranz. Antonie sagt: "Ich hörte eine Stimme, die sagt: Gretel und du, kommt morgen um halb eins auf den Berg allein. Sagt niemand etwas davon! Auch Dr. Heil nicht." Die Muttergottes kommt mit den übrigen Kindern zu den vier Kindern herüber zum Baum. Nur Hildegard allein sah die Muttergottes. Die Kinder beteten den Immaculata-Rosenkranz. Maria hörte nun eine Stimme, die sagt, sie sollen weitergehen zum nächsten Baum und zwar: "Du, Antonie und Gretel." Die Kinder taten dies, sahen dort aber nichts. Schmitt sagte zu den Kindern, wenn ihr wieder eine Stimme hört, dann sagt: "Sage es noch einmal im Namen Christi." Erika und Betti kamen nach. Erika sagte auf die Frage, warum sie nachkommen: "Ich hörte eine Stimme. Betti und ich sollen auch hinkommen." Antonie sieht am Baum, wie das Jesukind aus dem Himmel heruntersah, segnete und sprach: "Ich habe euch befohlen. Ich wollte euch nur prüfen, ob ihr mir folgt." Dann verschwand das Jesukind wieder. Die Kinder blieben noch am Baum knien Dann hörte Antonie eine Stimme: "Im Namen Christi geht jetzt auf den Berg!" Die übrigen Kinder gingen bereits mit den anderen Kindern zum Berg. Dort forderte die Muttergottes durch Erika und Hildegard alle auf, ihr noch einmal die Hand zu geben und alles zu berühren. Hildegard, die allein die Muttergottes sah, führte die Hand der Kinder. Nach etwa fünf Minuten sagt Hildegard: "Die Muttergottes geht jetzt zum Mast und will dort in den Himmel auffahren." Die Kinder begleiteten die Muttergottes dorthin. Dort durften die Kinder ihr noch einmal die Hand geben und alles berühren. Dann segnete die Muttergottes und fuhr in den Himmel auf. Auf dem Rückweg vom Baum zum Berg hörte Antonie eine Stimme: "Ich wünsche, dass Herr Koch auch immer dabei ist." Während die übrigen Kinder zum Lichtmast gingen, stand Dr. Heil mit Irmgard, Betti, Waltraud, Kuni und Hildegard am Hügel. Hildegard sah die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes sagt: Wir sollen zum zweiten Lichtmast, um sie abzuholen. Dort begrüßten die Kinder die Muttergottes durch Handgeben. Auch Dr. Heil und Hölz durften ihr die Hand geben und den Saum berühren. Die Muttergottes ging mit uns zu den übrigen Kindern in Richtung Wiese. Wir beteten unterwegs den Wundenrosenkranz. Wir trafen dann mit den anderen Kindern zusammen, die schon einen Teil des Wundenrosenkranzes gebetet hatten. Wir begannen den Immaculata-Rosenkranz zu beten: "Rette unser Vaterland." Die Kinder, die mit Herrn Schmitt waren, mussten wieder zum Baum. Auch Betti sollte mitgehen. Die Muttergottes sagte: "Während des Betens des Immaculata-Rosenkranzes betet den Wundenrosenkranz fertig!" Während dieses Gebetes gingen wir zum Hügel, wie uns die Muttergottes durch Hildegard sagen ließ. Nach Beendigung des Wundenrosenkranzes sollten wir ein Lied singen: 'Segne du, Maria', und dann: 'Sei gegrüßet.' Am Podium angekommen, segnete die Muttergottes und später sagte sie: "Ich will jetzt meinen besonderen Segen geben." Sie weihte Rosenkränze. Die Kinder mussten ihr die Hand geben, die Krone berühren und den Saum ihres Kleides. Hernach noch einmal extra die Rosen an den Füßen küssen. Jetzt sagt die Muttergottes: "Begleitet mich zum zweiten Mast!" Dort geben die Kinder ihr noch einmal die Hand, auch die anwesenden Herren Dr. Heil, Schmitt und Schöls, Die Muttergottes segnete noch einmal und fuhr dann in den Himmel auf.

Samstag, 13. Mai 1950, nachmittags 12.30 Uhr und 15.00 Uhr, ca. 1.000 Menschen. Um 12.30 Uhr waren Gretel und Antonie von der Muttergottes bestellt. Die Muttergottes kam auf den Berg und lernte ihnen ein Lied. Zuerst sagte sie den Text und dann sang sie das Lied: 'O mein liebes Jesulein, ich bin so arm, gib mir Kraft zu aller Zeit!' Antonie konnte die Melodie nicht behalten. Um 15.00 Uhr gingen Gretel, Maria und Dr. Heil auf den Hügel. Antonie war schon dort am Podium, auch Rosa Bradl. Die Kinder sehen bei der Ankunft beim Hügel einen Schein, bald darauf die Muttergottes über den Birken. Die Muttergottes sagte, wir sollen sie beim zweiten Mast abholen. Die Kinder gingen zum zweiten Mast und begrüßten die Muttergottes. Sie sagte zweimal zu den umstehenden Leuten, sie sollen zum Berg oder zum Birkenwald gehen. Sie musste es ihnen zum dritten Mal sagen. Dann gingen wir zum Podium. Die Muttergottes sagte dann am Podium: "Die Leute sollen eine gerade Bahn machen." Zur Maria sagte sie nach einiger Zeit: "Geht zum Baum!" Wir gingen zum Baum und beteten den Wundenrosenkranz. Dort kam ein Kelchengel gleich nach der Ankunft. Gretel, Antonie und Maria sahen den Kelchengel, während Rosa nichts sah. Alle durften der Muttergottes die Hand geben, die Krone berühren, das Haar und den Saum ihres Kleides. Rosa fühlte das Haar. Die vier Kinder empfingen die heilige Kommunion unter beiderlei Gestalten – auch Dr. Heil und Herr Koch. Die Muttergottes sagte dann: "Singt mir das Lied, das ich euch gelehrt habe!" Die Kinder sangen es. Die Muttergottes erteilte ihren besonderen Segen. Sie sagte zum zweiten Mal, die Leute sollen doch zum Birkenwald zugehen. (Sie standen einmal zu nahe am Baum.) Die Muttergottes sagte: Wir sollen den Wundenrosenkranz zu Ende beten, auch die Wunde von den anderen Kindern. Kurz vor dem Baum sagte die Muttergottes: "Auch die anderen Kinder sollen kommen!" Sie erteilte nochmals ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Nach Beendigung des Wundenrosenkranzes gingen die Kinder zurück zum Berg. Die Muttergottes hatte ihnen gesagt, sie sollen dann gleich nach Hause gehen. Unterwegs schaute das Jesukind zum Himmel heraus. Die Kinder baten das Jesukind, auch Herrn Schmitt und Herrn Schlötzer zu segnen. Das Jesukind segnete. Dann sagte es: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben." Der Himmel schloss sich. Die Muttergottes sagte: Dr. Heil soll verkünden, dass sie da war, dass der Kelchengel gekommen ist und dass die Andacht um 19.30 Uhr stattfindet.

Samstag, 13. Mai 1950, etwa 3.000 Menschen anwesend. Um 19.30 Uhr gehen Gretel, Irmgard, Betti und Hildegard zum Berg. Antonie und Rosa waren bereits vor dem Podium. Kuni kam gleich darauf. Antonie sagte: Die Muttergottes ist über dem Birkenwald. Zur Antonie sagte dann die Muttergottes: "Ich will jetzt die Rosenkränze segnen und weihen!" Dann: "Gretel und du sollen jetzt zum Mast gehen." Die Kinder gingen jetzt mit Schmitt hinunter. Dort sehen sie das Jesukind, das bereits auf sie wartet. Die Kinder begrüßen das Jesukind, dieses sagt: "Jetzt gehen wir zum Baum." Die anderen Kinder, die oben am Berg waren, kamen uns entgegen. Sie gingen weiter zum Mast, um dort die Muttergottes zu begrüßen Das Jesukind ging mit Antonie und Gretel vor das Podium. Dort sagte Gretel, das Jesukind fordert sie auf, ihm die Hand zu geben und alles zu berühren. Währenddessen kamen Erika und Maria eiligst zum Berg. Maria sagte, sie soll mit Erika zum Podium kommen. Auch diese beiden Kinder begrüßten das Jesukind und durften alles berühren. Nun kamen die übrigen Kinder mit der Muttergottes vor das Podium. Zur Maria sagte das Jesukind: "Antonie, Gretel und Erika sollen mit mir zum Berg gehen!" Auf halbem Weg dorthin sagte das Jesukind: "Singt mir das neue Lied!" Die Kinder sangen: 'Lieb Jesulein...' Schmitt als Begleiter sang mit. Gretel sagt, das Jesukind sagt, Schmitt soll nicht mitsingen: "Ich will sehen, ob ihr das Lied allein könnt." Nach Beendigung des Liedes sagte das Jesukind zur Gretel: "Ich habe Herrn Schmitt nur prüfen wollen, ob er mir auch folgt." Dann forderte das Jesukind die Kinder auf, das Lied zu singen, das seine liebe Mutter sie heute gelehrt hat. Die Kinder sangen es. Nach dem Lied sagte das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, ihr habt es nicht ganz richtig gesungen. Ich werde es euch vorsingen." Etwa 30 Meter vor dem Baum sagte das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, ich bleibe heute nicht lange bei euch. Am Baum fahre ich in den Himmel auf." Dort angekommen, mussten die Kinder dem Jesukind die Hand geben und durften noch einmal alles berühren. Gretel hört, wie das Jesukind sagt: "Jetzt will ich euch meinen ganz besonderen Segen geben." Das Jesukind segnete und fuhr dann in den Himmel auf. Mariä hörte eine Stimme: "Geht jetzt zum Baum hinüber bei dem Himmelsgarten." (Etwa 100 Meter hinter dem ersten Baum nach Westen zu.) Die Kinder gingen hin zum Baum. Unterwegs beteten sie den Wundenrosenkranz und sangen: 'Maria, Maienkönigin.' Maria sagt, ich höre eine Stimme: "Gelobt sei Jesus Christus, ich bin die Maienkönigin." (Damit jede Täuschung mit Satan unmöglich ist, sagt die Stimme "Im Namen Christi" oder "Gelobt sei Jesus Christus" und dann den Wunsch oder den Befehl.) Am Baum angekommen, sehen die Kinder noch nichts. Schmitt fragte die Kinder: "Habt ihr heute schon die heilige Kommunion empfangen?" Gretel, Maria und Antonie sagten: "Ja." Erika verneinte. Maria und Gretel sahen zum Himmel, ob der Kelchengel kommen würde. Dann hörte Maria eine Stimme: "Der Kelchengel kommt." Gretel sieht ebenfalls zum Himmel empor und sagt: "Der Himmel geht auf und das Jesukind schaut heraus." Die Kinder, die unter dem Baum standen, gingen etwa fünf Meter vom Baum weg, um das Jesukind besser sehen zu können. Dieses gab seinen Segen und verschwand. Dann sagen die Kinder: "Der Kelchengel kommt." Die Kinder beteten gemeinsam: 'Jesuskindlein, komm zu mir.' Erika nahm den Kelch und trank daraus. Sie reichte ihn auch Herrn Schmitt. Nachdem beide die heilige Kommunion (in beiden Gestalten) empfangen hatten, verschwand der Kelchengel wieder. Jetzt sahen die Kinder, wie aus dem geöffneten Himmel das Jesukind herausschwebte. Erika sah auf dem Baum vier kleine Engel sitzen. Als das Jesukind in der Mitte der Kinder war, kamen diese vier Engel auch vom Baum herab und stellten sich um das Jesukind. Nur Erika sah die kleinen Engel. Das Jesukind segnete alle. Danach sahen Gretel, Antonie und Maria das Jesukind nicht mehr. Maria sagte, sie höre eine Stimme: "Ich will eure Medaillen, die ihr von Herrn Koch empfangen habt, segnen." Das Jesukind segnete und küsste die Medaillen von der Gretel und Maria, da Antonie und Erika noch keine Medaillen hatten. Maria hörte eine Stimme: "Dreht die Medaille um", und Erika sah, wie das Jesukind beide Medaillen auch auf dieser Seite küsste. Schmitt forderte die Kinder auf, sie sollen dem Jesukind versprechen, heute Abend noch ein kleines Opfer ihm zuliebe zu bringen, da es auch vom Himmel noch einmal herunterkam. Die Kinder sagten das dem Jesukind und Maria hörte eine Stimme: "Es freut mich, dass ihr das tun wollt." Gretel, ganz begeistert, dass das Jesukind gekommen ist, streckte ihm beide Hände entgegen und sagte: "Liebes Jesulein, ich habe dich so lieb." Da sagt Erika, das Jesukind habe die Hand der Gretel in seine Hand genommen und sie festgehalten. Gretel aber sah und spürte nichts. Nach etwa einer Minute ließ das Jesukind die Hand der Gretel wieder fahren. Dann streckten die übrigen Kinder ihre Hand hin. Maria hörte eine Stimme: "Liebe Kinder, ich will jetzt euer Haupt, eure Füße, eure Ohren, eure Augen und euren Mund segnen." Das Jesukind legte dann zuerst der Gretel die Hand auf das Haupt, dann segnete es ihre Füße, Ohren Augen und Mund. Erika, die alles allein sah, sagte ganz bestürzt: "Das Jesukind küsste die Gretel auf den Mund." Gretel sagte, sie spürte, wie etwas auf ihre Lippen drückte. Das Jesukind tat dies dann auch bei Maria, Antonie und Erika. Dann segnete das Jesukind die mitgebrachten Blumen und Rosenkränze, forderte die Kinder auf, ihm noch einmal die Hand zu geben, noch einmal alles zu berühren und fuhr dann in den Himmel auf. Die Kinder blieben beim Baum noch zurück. Dann sagte eine Stimme zu Antonie: "Im Namen Christi, Kinder, geht jetzt zum Berg zurück." Auf halbem Weg hörte Maria eine Stimme: "Liebe Kinder, geht jetzt nach Hause und kommt morgen wieder." Während Antonie und Gretel beim Mast waren und das Jesukind begrüßten und es dann zum Berg begleiteten, kamen die anderen Kinder vom Berg zum Mast, nämlich Erika, Maria, Hildegard, Rosa, Betti, Irma und Waltraud mit Dr. Heil. Die Muttergottes schwebte herüber zum Mast, die Kinder gaben der Muttergottes die Hand. (Rosa sah die Muttergottes vorher von 19.00 Uhr bis 19.25 Uhr, die Muttergottes sagte zur Rosa, sie würde sie solange sehen, bis die anderen Kinder kommen. Die Muttergottes war weiß gekleidet, blondes Haar und auf der rechten Hand das Jesukind mit rosa Kleid, es lächelte.) Dr. Heil und Herr Hölz durften auch der Muttergottes die Hand geben und den Saum berühren. Die Muttergottes sagte: "Ich will jetzt auch herauf zum Podium." Beim Podium segnete die Muttergottes die Statue, die vor dem Podium im Blumenschmuck stand. Betti und Irmgard sollten graben gehen. Die Muttergottes erteilte den besonderen Segen. Nach einiger Zeit sagte die Muttergottes: "Ich erteile jetzt noch einmal meinen besonderen Segen und fahre beim Mast in den Himmel auf." Die Kinder gingen jetzt mit der Muttergottes zum Lichtmast herunter, die im Loch grabenden Kinder schlossen sich an. Am Mast durften alle Kinder und Dr. Heil und Hölz Krone, Haar und den Saum berühren und ihr die Hand geben. Dann fuhr die Muttergottes in den Himmel auf und segnete noch einmal. Nach einiger Zeit sagte die Muttergottes, die Kinder sollen nach Hause gehen und morgen wieder kommen, auch die anderen Kinder, wenn sie zurückkommen.

Nachtrag: Bevor Gretel, Maria und Hildegard um 19.20 Uhr zum Berg gingen, konnte man die Sonne sich drehen sehen und die drei Kinder sahen in der Sonne die Muttergottes, die ihren Schutzmantel ausbreitete. Die drei Kinder sahen die Muttergottes in der Sonne, bis sie oben am Bergrand ankamen. (Maria, Hildegard und Gretel.)

Sonntag, 14. Mai 1950, nachmittags 15.00 Uhr, etwa 2.000 Menschen. Um 15.00 Uhr gingen alle Kinder, außer Antonie, zum Berg. Sie nahmen vor dem Podium Aufstellung. Erika sagte, schon beim Hinaufgehen, sie sieht einen Schein über dem Birkenwäldchen. Vor dem Podium angekommen, sagen Gretel und Erika: "Die Muttergottes steht über dem Birkenwald." Zur Erika sagte die Muttergottes: "Maria, Gretel und du, geht jetzt zum Mast!" Antonie kam ihnen auf halbem Weg entgegen, und Maria sagte: "Ich höre eine Stimme. Antonie soll mit euch gehen!" Die Kinder begrüßten beim Mast die Muttergottes und das Jesukind. Gretel sagte: "Die anderen Kinder, die noch beim Podium sind, sollen herunterkommen." Herr Koch holt sie herbei! Unterdessen sagt das Jesukind: "Geht jetzt zum Baum hinüber!" Die anderen Kinder begleiteten die Muttergottes und das Jesukind dorthin. Unterwegs sagte die Muttergottes zur Maria: "Ich bin die Mutter aller Menschen." Dann: "Es freut mich, dass ihr Blumen dabei habt und auch die anderen Kinder ein Sträußchen." Am Baum empfangen dann die Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten, auch die anderen Kinder, die inzwischen vom Berg heruntergekommen sind. Anschließend durften Dr. Heil, Hölz, Schöls und Koch die Kommunion empfangen. Währenddessen sagte das Jesukind zur Antonie: "Ich bleibe nicht länger hier. Ich will jetzt segnen und dann in den Himmel auffahren." Erika und Antonie sehen die Muttergottes am Baum jetzt wieder, die sie seit dem Weggang vom Mast nicht mehr gesehen hatten. Gretel gratulierte der Muttergottes zum Muttertag, ebenso Maria und die anderen Kinder. Die Muttergottes sagte zur Maria: "Es freut mich, dass ihr daran gedacht habt." Zur Erika: "Dr. Heil soll auf dem Berg verkünden, dass ich die Rosenkränze segnen werde." Durch Erika forderte die Muttergottes die Kinder auf: "Singt zu meiner Ehre jedes einzeln das neue Lied!" Sie sangen: 'Liebes Jesulein, ich habe dich so lieb...' Zur Antonie sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, berührt jetzt alles an mir. Ich gebe dann meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Während der Berührung des Jesukind hörte Erika eine Stimme: "Gretel, Antonie, Maria und du sollen zur Himmelswiese gehen." (Nachtrag: Als die Kinder zum Podium zurückgingen, sagte die Muttergottes: "Die Erde gefällt mir nicht. Die Leute singen sehr schlecht 'O mein Christ, lass Gott nur walten'. Ich gebe noch meinen besonderen Segen." Dann kamen die anderen Kinder zurück.) Die genannten Kinder gingen mit Schmitt dorthin. Dort sahen die Kinder nichts. Von Ferne sahen sie nur, wie die Muttergottes und das Jesukind mit den zurückgebliebenen Kindern vom Baum zum Berg gingen. Auf dem Weg zum Berg sagte die Muttergottes zur Kuni: "Ich werde dem kranken Kind meinen besonderen Segen geben." (Heribert Cornelius von Bobstadt/Hessen.) Nach etwa zwei Minuten sagte Antonie: "Ich höre eine Stimme: Ich habe euch nur prüfen wollen, geht jetzt zurück zum Berg!" Kurz vor dem Baum hörte Erika eine Stimme: "Geht jetzt zum Mast hinüber!" Auf dem Weg dorthin hören Maria und Erika wieder eine Stimme: "Wenn ihr mich oft sehen wollt, müsst ihr viel beten, Opfer bringen und brav sein." Am Mast angekommen, sagte Gretel: "Ich höre eine Stimme. Wir sollen zum Berg gehen. Dort ist die Muttergottes und das Jesukind." Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie sollen alles berühren, dann will sie in den Himmel auffahren. Nachdem die Kinder dies getan haben, ging die Muttergottes mit ihnen zum Lichtmast hinunter, gab noch einmal den Segen und fuhr dann in den Himmel auf. Während der Auffahrt hörten Erika und Kuni eine Stimme: "Liebe Kinder, geht jetzt nach Hause und kommt um halb acht wieder."

Sonntag, 14. Mai 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 3.500 Menschen. Um 19.30 Uhr gingen alle Kinder, außer Antonie und Erika, zum Berg. Vor dem Podium sehen Gretel und Maria die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie segnete. Dann forderte sie durch Maria auf: "Gretel und du, geht zum Mast!" Auf dem Weg zum Mast kam Erika entgegen, die sich zu den anderen Kindern am Berg gesellte. Am Mast dann sagen die Kinder: "Die Muttergottes schwebt vom Birkenwald herüber." Sie begrüßten die Muttergottes. Zur Gretel sagte sie: "Die anderen Kinder sollen auch kommen." Dr. Heil holte die Kinder vom Berg herbei. Antonie kam von der Grotte aus zum Mast. Als die Kinder vom Berg kamen, hörte Erika eine Stimme: "Antonie, Gretel und Maria sollen zur Grotte gehen." Sie gingen eiligst dorthin. Von ferne sehen die Kinder eine kleine Gestalt auf dem Bildstöckel, 20 Meter westlich der Grotte. Beim Näherkommen erkannten die Kinder, dass es das Jesukind ist. Etwa fünf Meter vor diesem Bildstock schwebt das Jesukind zur Erde hernieder. Die Kinder begrüßten es und durften alles berühren. Zur Maria sagte das Jesukind: "Ich will dieses kleine Altärchen und die Statue segnen. Geht mit mir zum Kreuz und folgt mir überall hin, wohin ich gehe." Kaum waren die Kinder vom Bildstock zehn Meter entfernt, so spielte die Musik auf dem Berg das Dreifaltigkeitslied. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Es freut mich, dass jeden Tag die Musik spielt. Ich will den Musikern jetzt meinen besonderen Segen geben." Die Kinder gingen zum Kreuz. Auf dem Weg dorthin sagte das Jesukind zur Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen das neue Lied. Danach sagte das Jesukind zur Antonie: "Jetzt will ich Herrn Koch und seine Familie segnen." Dann zur Erika: "Geht zum Kreuz, dann zum Baum 50 Meter hinter dem Kreuz und dann zum Erscheinungsberg!" Am Kreuz sagte das Jesukind zur Maria: "Schlötzer und Schmitt sollen mir auch die Hand geben!" Auf dem Weg vom Kreuz zum Baum sagte das Jesukind zur Erika bei der Statue am Baum: "Gebt mir die Hand und berührt alles", dann auf dem Weg vom Baum zum Berg zur Antonie: "Liebe Kinder, jetzt gehen wir zum Berg zu meiner lieben Mutter." Auf dem Rückweg zum Berg sagte das Jesukind zur Erika: "Wo habt ihr heute eure Kreuze gelassen? Ich habe doch gesagt, ihr sollt alle Tage das Kreuz mitbringen." Als die Kinder beim Mast ankamen, blieb das Jesukind dort stehen und sagte zur Antonie: "Nehmt mich jetzt auf euren Arm!" In der Zwischenzeit war Dr. Heil mit den übrigen Kindern am zweiten Lichtmast mit der Muttergottes und diese sagte: "Geht auf den Hügel, beim Hinaufgehen werde ich meinen besonderen Segen geben." Nachdem wir oben eine Zeit lang angekommen waren, sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich das kranke Kind segnen, das ich heute Mittag schon gesegnet habe." Dann sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen zum Birkenwald schauen." Später sagte sie: "Ich will euch einzeln segnen, dann auch Dr. Heil, Hölz, Koch und Schlötzer", den wir holen sollen. Das Jesukind sagte zur Kuni: "Die anderen Kinder sollen sich schicken, weil ich in den Himmel auffahren will. Gehen wir zum Mast, den anderen Kindern entgegen!" Am Mast durften alle Kinder das Jesukind auf die Arme nehmen und sprechen: 'Liebes Jesulein, schlaf' auf den Armen ein.' Auch Dr. Heil, Schlötzer und Schmitt durften das Jesukind auf die Arme nehmen. Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Gebt mir die Hand und berührt alles. Ich will in den Himmel auffahren." Dasselbe sagte auch das Jesukind. Die Kinder gingen dann nach Hause. Nachtrag: Auf dem Weg von der Grotte zum Kreuz und dann zurück zum Berg gab das Jesukind oft den Segen.

Montag, 15. Mai 1950. Die Kinder sehen um 19.30 Uhr abends den Schein über dem Birkenwald. Die Muttergottes sagt zur Erika: "Geht zum Mast, du, Antonie, Gretel und Maria." Alle vier Kinder sehen die Muttergottes. Am Mast sieht Antonie Rosen und Maiglöckchen. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Jetzt gehen wir zur Grotte, die anderen sollen auch kommen!" Zur Antonie dann: "Ich werde heute nicht lange dableiben. Die anderen Kinder kommen nach zum Mast und gehen gemeinsam mit den ersten zur Grotte." Dort gab die Muttergottes ihren Segen und sagte zur Antonie: "Geht mit mir zur kleinen Kapelle." (Bildstöckchen.) Dort berühren die Kinder alles wie sonst. Weiter sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich Herrn Schmitt segnen." Kurz darauf sagte sie: "Jetzt segne ich Herrn Koch und seine Familie." Zur Erika: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Sie sangen: 'Sei gegrüßt...' Die Muttergottes segnet und weiht die Rosenkränze und sagt anschließend zur Antonie: "Begleitet mich zum Mast, dort fahre ich in den Himmel auf." Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Antonie: "Liebe Kinder, bleibt mir treu. Es wird euch was großes bevorstehen." Schlötzer ließ Antonie fragen: "Liebe Muttergottes, wie meinst Du das?" Die Muttergottes sagte zur Antonie: "Es werden die Russen kommen und eine große Hungersnot. Bringt mir morgen Kerzen und Streichhölzer mit, ich will sie weihen." Dann sagte die Muttergottes: "Jetzt gebe ich Marianne Schlötzer meinen besonderen Segen." Am Mast geben die Kinder der Muttergottes noch einmal die Hand, segnet sie und fährt in den Himmel auf. Kurz vorher sehen Antonie und Gretel, wie das Jesukind vom Himmel herabkommt zum Mast. Die Kinder berühren das Jesukind wie sonst. Es segnet die Kinder und fährt ebenfalls in den Himmel auf und sagt: "Kinder, geht heim!"

Nachtrag: Antonie fragt das Jesukind, ob die Kinder noch bleiben sollen bis zur Beendigung der Andacht, da dies der Wunsch der Leute sei. Darauf sagte das Jesukind: "Wenn ich sage: Geht heim, dann geht auch heim! Wenn ich nichts sage, dann könnt ihr hier bleiben." Die Kinder gehen vom Mast herauf zum Berg und beten mit der Menge noch mit. Antonie sieht die Heiligste Dreifaltigkeit. Kurz darauf verschwindet sie wieder. Die drei Personen waren dargestellt wie sonst. Die Mehrzahl der Kinder verlässt nun den Berg und geht heim. Antonie bleibt mit ihrer Mutter noch am Berg. Um 20.15 Uhr sagt Antonie zu Schlötzer: "Ich sehe über dem Birkenwäldchen Männer, die kämpfen gegeneinander. Es fließt Blut." Schlötzer fragte Antonie, wie die Männer ausschauen. Antonie: "Die einen sind braun angezogen, die anderen schwarz." Nach den Ausdrücken der Antonie haben die Männer furchtbar gegeneinander gekämpft. Dies dauerte etwa zehn Minuten. Dann sah Antonie ein Dorf. Über dem Dorf erschien die Muttergottes und breitete ihren Mantel aus. Schlötzer ließ Antonie fragen: "Liebe Muttergottes, was soll das bedeuten?" Die Muttergottes sagte zur Antonie: "So wird es einmal bei euch aussehen. Das kleine Dorf ist Heroldsbach-Thurn." Kurz darauf verschwand die Muttergottes wieder. Antonie hörte eine Stimme: "Leute betet, betet, betet! Schlötzer soll dies den Leuten sagen." Nachdem die Muttergottes aufgefahren war, sagte Antonie: Schlötzer soll den Leuten sagen, dass morgen Kerzen und Streichhölzer geweiht werden und dass die Leute fest beten sollen.

Die Berichte vom Dienstag, 16. Mai und Mittwoch, 17. Mai 1950 dürfen nicht vervielfältigt werden! – Russenvisionen! – Russen-Visionen am 16. und 17. Mai 1950! Im Auftrag der Muttergotteserscheinung nicht veröffentlichen! Streng geheim! (Jedoch zur kirchlichen Prüfung drucken!)

Dienstag, 16. Mai 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 2.000 Personen. (Vgl. Bericht vom 26. Mai 1950.) 19.30 Uhr gingen alle Kinder zum Berg außer Antonie. Die Kinder sehen über dem Birkenwald die Muttergottes. Sie segnete. Dann forderte die Muttergottes durch Maria auf, Gretel und Erika sollen zum Maste gehen. Diese gingen mit Schmitt dorthin. Bald darauf kamen alle Kinder nach. Hildegard sagt: "Die Muttergottes sagt zu ihr: Sie sollen alle zum Maste gehen!" Antonie trifft mit den übrigen Kindern am ersten Mast zusammen. (Von unten hinauf der erste Mast!) Hildegard sagt: "Alle sollen der Muttergottes die Hand geben und dann mit ihr zum Baum gehen!" Zu Antonie sagt die Muttergottes: "Gretel, Erika, Maria und du sollen hier bleiben!" Antonie sagt: "Ich sehe über den Birkenbäumen braune Gestalten, die kämpfen. Es ist der Kampf, wie ich schon gestern sah." Erika erschrickt auf einmal und sagt zu Schmitt: "Über den Birken ist ein schrecklicher Kampf." Auch Maria und Gretel sehen jetzt diesen Kampf. Auf die Frage, was sie alles sehen, sagen die Kinder gemeinsam folgendes: "Männer, grünlich-braun gekleidet, stürzen auf schwarz gekleidete Männer. Sie haben Gewehre und kleinere Waffen wie Revolver in der Hand. Diese Soldaten gehen auch in die Häuser hinein und zerren die Einwohner hinaus. Ein brauner Mann erschießt vor einem Haus einen alten Mann. Jetzt sehen wir, wie diese braunen Soldaten Leute zusammentreiben. Es sind Kinder dabei, Frauen und Männer. Sie treiben sie vor ein Tor und schießen jetzt auf die Leute. Die Soldaten haben kurze Waffen und schießen damit. Jetzt sehen wir ein Dorf mit sieben Häusern, und dann sagen die Kinder: Jetzt plündern sie ein Dorf. Sie erkennen das Dorf als Heroldsbach. Häuser brennen keine." Zu Erika sagt die Muttergottes: "Am Donnerstag darfst du auch dein Geheimnis veröffentlichen. (Zu Gretel sagte die Muttergottes dies am Montag 15. Mai 1950, wie Gretel zu mir, Professor Walz, am 18. Mai 1950 ausdrücklich sagte.) Dann sagte Erika weiter: "Die Soldaten stehen bis zu den Knöcheln im Blute." Die übrigen drei Kinder sahen dies auch. Sie waren ganz erschrocken und wollten nicht mehr hinschauen. Zu Erika sagt die Muttergottes: "Es wird nicht mehr lange dauern." Erika fragte dann: "Liebe Muttergottes, wie meinst du das?" Diese sagte darauf: "Die Russen werden kommen." Die Kinder sehen ein Dorf von Soldaten umstellt. Sie erkennen: Es ist Heroldsbach. Erika sagte: "Wir (die Kinder) gehen an ihrem (Erika) Haus vorbei, um die Kinder zu verstecken. Die Kinder weinen sehr." Erika sieht sich selbst, wie sie die Faust vor die Augen hält und weint. Auch sieht sie, wie Gretel, Antonie und Maria weinen. Antonie sagt: "Ich habe mein Gesicht mit der Hand ganz verdeckt." Sie erkennen nun auch die Personen, die sie verstecken. Zuerst erkannten sie Herrn Schmitt. Dann war ein großer Herr dabei. Sie erkennen bei näherem Hinschauen, dass es Dr. Heil ist. Neben ihm geht ein kleiner, dicker Herr, den sie als Herrn Schlötzer erkennen. Sie werden in eine Höhle versteckt, sagen die Kinder, in die sie nicht hineinwollen. Herr Schmitt, sagt Erika, packt sie selber und steckt sie hinein, wo die anderen schon waren. Jetzt mauert er das Loch zu. Wie lange sie drinnen waren, wissen sie nicht. Auf die Frage von Herrn Schmitt hin, wann sie heraus dürfen, da sehen die Kinder, wie sie wieder befreit werden. Herr Schmitt macht sie wieder frei, auch Dr. Heil und Schlötzer waren dabei, und noch ein vierter Herr, sagen sie, den sie bei näherem Zuschauen als Herrn Koch von Worms erkennen. Als die Kinder aus dem Versteck hinausgehen, sehen die Kinder sich selber wieder. Erika sagt: "Sie hat die Hand in Kopfhöhe erhoben, wie wenn sie sich strecken wollte." Antonie sagt: "Ihr erster Blick war zum Berg." Voll Freude sind sie auch dann gleich dort hingeeilt. Erika sagt: "Ich höre eine Stimme, die sagt: Geht zur Grotte (Birkenwaldaltar)!" Die Kinder gingen hin, blieben etwa zwei Minuten dort, und Antonie sagt: "Ich höre eine Stimme, die uns auffordert zum Maste zu gehen." Beim Mast angekommen, sehen die Kinder über dem Wald einen großen Qualm aufsteigen. Gretel sagt: "Gehen wir weiter weg, da erstickt man ja!" Nun sehen die Kinder, wie eine große Kirche brennt mit zwei Türmen. Sie brennt ganz aus und fällt zusammen. Die Leute laufen herum und wollen löschen, es schreien die Leute und die Kinder. Gretel hört ein kleines Kind schreien: "Mei Kerchela (meine Kirche) ist weggebrannt." Die Kinder gingen zum zweiten Mast. Maria sagt: "Die liebe Muttergottes wünscht, dass wir hier unseren Flieder niederlegen und nur einen Zweig mit nach Hause nehmen." Erika hört eine Stimme, die sagt: "Geht jetzt zum Berg! Dort dürft ihr alles berühren und mir (der Muttergottes) die Hand geben." Am Berg angekommen, taten dies die Kinder. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Ich will jetzt die Rosenkränze segnen." Danach forderte die Muttergottes die Erika, Antonie, Gretel und Maria auf, zum Baum hinüberzugehen. Auf halbem Wege dorthin sagt das Jesukind zu den Kindern: "Es wäre mir lieb, wenn eure Eltern jetzt nicht mitgingen." Herr Schmitt bat die Eltern, zurückzubleiben. Als die Kinder etwa 60 Meter vom Baum entfernt waren, fingen sie an zu steigen (auf Treppen) und zu springen. Auf die Frage von Herrn Schmitt, was sie machen, sagen die Kinder: "Wir gehen über Trümmerfelder. Es sind eingestürzte und verbrannte Häuser hier." In der Mitte der Straße ist nur ein schmaler Weg frei. Etwa sieben Meter vor dem Baum sehen die Kinder auf einem Mauerreste einen Mann sitzen, den sie als einen russischen Soldaten erkennen. Er ist gekleidet wie die Männer die über dem Birkenwald kämpfen. Sie trauten sich nicht näher kommen und versteckten sich hinter Herrn Schmitt. Nur auf dessen gutes Zureden gingen die Kinder bis etwa zwei Schritte mit ihm vor den Russen hin. Die Kinder begrüßten zaghaft den Russen. Dieser fragte in ganz gebrochenem Deutsch, was die Kinder zuerst nicht verstehen konnten: "Was habt ihr in der Hand?" Die Kinder sagen: "Einen Rosenkranz." Der Russe sagte darauf: "Nicht verstehen. Was ist das?" deutet der Russe nochmals auf den Rosenkranz. Die Kinder sagen: "Wir verehren Maria." Der Russe darauf: "Nicht kennen Maronna! (Madonna?)" Die Kinder sagen: "Madonna! Wir", sagen die Kinder weiter "Madonna gesehen!" Russe darauf: "Ich auch Maronna sehen." Gretel Gügel holte einer Eingebung folgend, die kleine Statue, die auf dem Altärchen am Baume stand, herbei. Sie zeigte diese Statue dem Russen. Dieser sagte: "Ich auch Madonna verehren." Er kniete sich hin und betete. Es hörte sich an, sagen die Kinder, wie das 'Vater unser' – lallend gesprochen. Auf einmal sehen die Kinder, wie etwa in 20 Meter Entfernung ein anderer Russe herbeilief. Die Kinder sagen: "Er legt das Gewehr an und will auf uns schießen." Der Russe, der bei den Kindern schon war, rief ihm zu: "Lass die Kinder, es sind brave Kinder!" Der Russe fragte die Kinder: "Was tut ihr hier?" Die Kinder sagen: "Wir haben Madonna gesehen und das Jesukind." Dieser sagte darauf: "Nicht Maronna kennen, und nicht Jesus!" Die Kinder darauf: "Du auch Madonna sehen und verehren, wenn du betest!" Der Russe sagte: "Ich an Maronna glauben!" Er kniete sich hin wie der erste Russe. Die Kinder gehen dann mit den zwei Russen etwa 20 Meter weiter. Auf einmal sagen die Kinder: "Es kommt ein ganzer Haufen Soldaten." Diese gingen auf die Kinder zu und schrien sie an: "Was macht ihr?" Die Kinder sagten darauf ganz unerschrocken: "Wir haben Madonna gesehen und das Jesuskind. Wir Madonna verehren." (NB! Herr Schlötzer fragte am Sonntag 14. Mai 1950 Gretel Gügel abends 19.30 Uhr im Wald das Jesukind: "Wenn der Bischof befiehlt, dass sie nicht mehr auf den Berg sollen, ob sie ihm folgen sollen?" Antwort des Jesuskindes: "Wollt auch ihr mir und meiner Mutter untreu werden?" Er ließ dieselbe Frage an die Muttergottes stellen. Sie sagte die gleiche Antwort!) Dieser Haufen Russen sagen: "Wir glauben auch an Madonna und das Jesuskind. Durch euch vier Kinder haben wir uns bekehrt." Bevor die zwei Kinder zu dem Haufen Russen kamen, sagten sie: "Es werden noch andere Russen kommen, die nicht so gut sind wie wir. Aber wir werden euch beschützen, wenn wir können." Der Kelchengel kommt. Die Kinder empfangen die heilige Kommunion. Danach sind sie zu dem Haufen Russen gekommen. Dieser Haufen Russen fragten die Kinder: "Was sollen wir tun, um in den Himmel zu kommen?" Die Kinder sagten: "Betet und glaubt an die Muttergottes und das Jesuskind!" Die Russen sagten darauf: "Ja, wir glauben." Nun kommt ein anderer besser gekleideter Russe herbei. Er hatte eine Pistole in der Hand. Der Russenhaufen sagte: "Das ist unser Oberst. Sagt ihm nicht, dass wir uns bekehrt haben." Dieser russische Offizier schlägt auf die Kinder ein mit der Pistole. Zuerst traf er die Erika mit der Pistole auf den Kopf, dann die Antonie, Gretel und Maria. Erika schlug er das zweite Mal mit der Pistole auf den Kopf. Sie fiel seitwärts um. Den anderen Kindern war es zum Weinen. Auch zu diesem Offizier sagten die Kinder: "Wir haben Madonna gesehen und das Jesuskind. Wir verehren Madonna." Der Russe wurde noch wütender. Er stieß mit dem Fuß nach den Kindern und traf sie aufs Schienbein. Doch die Kinder blieben standhaft und sagten immer wieder: "Wir haben Madonna gesehen." Nun kniete sich auch der Oberst hin und bekehrte sich. Die Kinder sehen, wie auf einmal zwei Frauen mit zwei Mädchen und zwei Buben herbeikamen. Ein Mädchen sagte zu den Kindern: "Ich habe auch Madonna gesehen. Mir ist es aber schlecht gegangen. Euch wird es auch schlecht gehen." Die Russen geben den Kindern Brot. Erika nahm davon und biss hinein, die anderen trauten sich nicht. Der Russe, den die Kinder zuerst trafen, gab der Gretel Schokolade und der Antonie eine Hand voll Bonbons. Gretel biss hinein und sagte: "Das schmeckt aber gut!" Sie reicht darauf auch der Antonie. Antonie hatte ihre Bonbons in die Tasche gesteckt. Dann forderte der Russe auf, mit ihm in ein Russenhaus zu gehen. Die Kinder gingen mit, und nach etwa 30 Metern sagen sie: "Wir sind in einer ganz unbekannten Gegend und gehen jetzt in ein Blockhaus." Die Kinder standen auf einmal in der Stube. Darin stand ein wackeliger Tisch und Hocker. Diese waren schmutzig, sodass sich die Kinder nicht hinsetzen wollten. Sie fragten den Russen: "Wo sind wir jetzt?" Er sagt: "Krim, Schwarzes Meer." Darauf die Kinder: "Dann müsste ja das Meer zu sehen sein?" Sie liefen aus dem Hause und sehen eine große Eiswüste und dazwischen Löcher, aus denen das Wasser (heraus) sah. Die Kinder liefen etwa zwei Meter hin und standen am Ufer. Gretel und Erika sagen: "Wir gehen jetzt auf das Eis!" Antonie traute sich nicht. Als die Kinder etwas auf das Eis hinausgingen, bog sich das. Sie hatten großen Spaß daran. Sie kamen zurück und liefen dann nochmals etwa 30 Meter fort. Als sie zurückkehren wollten, waren größere Löcher im Eis. Sie machten einen kleinen Bogen um die Löcher. Doch von dem Ufer war das Eis schon getrennt und sie konnten nicht mehr heraus. Die Kinder liefen wieder zurück, etwa 30 Meter. Gretel Gügel fiel hin und schrie, sie sei ins Wasser gefallen. Erika zog sie heraus. Auf einmal schrien sie zum Ufer herüber, wo Maria, Antonie und Schmitt standen: "Wir stehen auf einer kleinen Insel!" Nirgends war ein Kahn zu sehen, um die Kinder herauszuholen. Auf einmal liefen die Kinder selber zum Ufer und Gretel sagt: "Sie laufen auf dem Wasser!" Erika lief hinter Gretel. Antonie und Maria beobachteten dies vom Ufer aus: Als sie am Ufer anlangten, fror es die Kinder sehr. Antonie kuschelte sich ganz zusammen und klapperte förmlich mit den Zähnen. Auch die anderen Kinder fror es sehr. Nun kam wieder der Russe herbei. Die Kinder sagten zu ihm: "Wir wollen nach Hause gehen." Dieser antwortete darauf: "Dorthin ist sehr weit!" Die Kinder fragten ihn: "Wo ist der Weg nach Heroldsbach?" Der Russe deutete nach Westen. Dann liefen die Kinder los. Sie gingen etwa bis zum Baum. Sie sahen sich immer wieder um und fragten Herrn Schmitt: "Wo sind wir jetzt?" Dieser sagte zu ihnen: "Wir sind doch in Heroldsbach, und dort drüben ist der Birkenwald!" Die Kinder sagen darauf (alle!): "Wir sehen keinen Birkenwald!" Beim Baum angekommen, sehen die Kinder ein Schild stehen, worauf stand: "Stadtgrenze Schweinfurt!" Die Kinder liefen auf dem Acker nach Westen entlang, auf einmal sagen sie: "Hier ist eine Notbrücke, und man kann nur mit größter Vorsicht hinübergehen." Die Kinder sprangen von Sprosse zu Sprosse. Herr Schmitt ging langsam hintennach. Als die Kinder drüben waren, sagen sie: "Herr Schmitt, Sie stehen ja im Main!" Sie eilten herzu und zogen an ihm, wie wenn sie ihn aus dem Wasser ziehen wollten. Als die Kinder noch etwa fünf Meter gelaufen waren, sagen sie: "Wir sehen den Berg von Heroldsbach!" Sie stürmten über eine Wiese auf den Berg zu vor lauter Freude. Am Podium angekommen sprach Dr. Heil zum Volk. Antonie war bereits heimgegangen. Dr. Heil forderte zum Gebet auf. Es wurde der Wundenrosenkranz gebetet. Auf einmal sagen die Kinder: "Das Jesuskind kommt vom Himmel herunter." Zur Erika sagte es: "Ihr dürft mir die Hand geben, alles berühren und meine Rosen auf den Füßen küssen." Zur Gretel sagte das Jesukind: "Die Leute sollen andächtiger beten! Dr. Heil soll das verkünden!" Nach etwa fünf Minuten sagt das Jesukind wieder: "Ich will jetzt meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Es tat so. Nach einiger Zeit schaute es wieder zum Himmel heraus und sagt zur Gretel: "Dr. Heil soll die letzte Wunde vorbeten!" – (NB! Im Berichte fehlen einige zusammenhängende Vorkommnisse, die der Berichterstatter Schmitt nicht mehr wusste. – Bericht von Schmitt.)

Herr Dr. Heil war bei der Muttergottes geblieben. Während die vier Kinder am Mast stehen blieben zu Beginn der Andacht, gingen Hildegard, Betti, Kuni, Irma, und Waltraud (Waha, ein Forchheimer Flüchtlingskind, dessen, Mutter sehr oft übereinstimmend mit den Kindern die Erscheinungen sah!) mit der Muttergottes und Dr. Heil zum Berg vor das Podium. Dort sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen die Kerzen hochheben! Sie weihte die Kerzen." Dann sagte sie zum zweiten Male: "Ich wiederhole noch einmal den Segen." Etwas später weiht sie auch die Statuen. Dann sagte sie: "Wir sollen ein 'Vater unser' für den Erzbischof beten, dann ein 'Vater unser' für die Kommission beten, wenn ihr später zum Maste heruntergehen müsst." Dann sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen zum Birkenwald hinschauen!" Es wurde gefragt: "Hast du auch die Streichhölzer gesegnet?" Antwort: "Ja." Dann sagte die Muttergottes: "Schließt auch die Ungläubigen ins Gebet ein!" Hierauf gab sie ihren besonderen Segen. Nun sagte sie: "Ich gebe jetzt Pfarrer Gailer, Pfarrer Bauer und Schlötzer und denen, die für mich kämpfen, meinen besonderen Segen." Die Kinder sehen, wie sich die Muttergottes nach rechts wendet und segnet. Wir sollen dann zum Maste gehen. Dort beten wir je ein 'Vater unser' für den Erzbischof und für die Kommission und für die Ungläubigen. Der Muttergottes wurden Kreuze zum Segnen gegeben. Sie küsste alle Kreuze. Die Kinder mussten ihr dann die Hand geben, die Krone berühren, und die Muttergottes wünschte dann ein Lied (zur Hildegard sprechend): 'Sei gegrüßt, o Mutter mein!' Dann segnete die Muttergottes noch einmal das ganze Volk, fuhr in den Himmel auf und segnete von oben nocheinmal. Sie sagte kurz zuvor: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"

Mittwoch, 17. Mai 1950, nachmittags um 15.30 Uhr gehen Antonie, Erika und Gretel auf den Berg und von da zum Baum hinüber. Antonie fragte eine Stimme: "Wird bald Krieg kommen?" Darauf sagte eine Stimme: "Sehr bald" Antonie fragte wieder: "Was sollen wir machen?" Die Stimme antwortete: "Grabt ein Loch!" Nun sehen die Kinder einen Engel auf dem Acker stehen, in etwa 80 Meter Entfernung. Die Kinder baten den Engel, ob nicht das Loch auf Erikas Acker gegraben werden kann? Dann kam dieser Engel näher und blieb etwa 10 bis 15 Meter vom Baum entfernt im Weizenfeld stehen. Die Kinder fragten: "Wann soll gegraben werden?" Sie hörten eine Stimme (!?): "Heute Abend noch um elf Uhr!" Dann verschwand der Engel. Die Muttergottes sah nur aus dem Himmel, sagte aber nichts.

Auf einmal sahen die Kinder, wie ein Russe zum Baum kommt. Er schlug auf die Kinder mit dem Gewehre ein. Und er verschwand wieder plötzlich. Die Kinder gingen nach Hause. – NB! Dieser Engel war im Gesichte dunkel, hatte die Hände nicht gefaltet, sondern ließ sie herabhängen. Er sprach nichts, die Kinder hörten nur eine Stimme! Dieser Engel war wohl der Böse?! – Um elf Uhr nachts (die Kinder waren bestellt um acht Uhr abends!) kamen die Kinder wieder auf den Berg zum Graben an dem Baum auf Erikas Acker mit Herrn Schmitt. Die Kinder (außer Irma und Hildegard) begannen zu graben, etwa eine Stunde. Während des Grabens kam auch Dr. Heil dazu, beide Herren gruben auch mit. Herr Schmitt ging vor Beendigung weg. Nach einiger Zeit fragte Dr. Heil die Kinder, wer sie denn beauftragt habe, gerade hier an dieser Stelle zu graben? Die Kinder zögerten mit der Antwort und sagten, sie haben nichts gehört! Dann nach einigem Hin und Her sagten sie: "Der Engel sei hieher gegangen und stehen geblieben. Damit habe er doch die Stelle für das Graben bezeichnet." Dann sagte Dr. Heil: "Wir beten jetzt drei 'Vater unser', und danach fragt ihr, ob wir zu graben aufhören sollen?" Als keine Antwort erfolgte, stellten alle das Graben ein und gingen nach Hause.

Mittwoch, 17. Mai 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder gingen, außer Antonie, zum Berg. Die Muttergottes war bereits am Mast und forderte Erika, Antonie, Maria und Gretel auf, sie sollen zum Mast kommen, ihr die Hand geben und alles berühren. Die anderen Kinder kamen nun auch herbei. Nachdem die vier erstgenannten Kinder die Muttergottes begrüßt hatten, sagte diese zu Antonie: "Geht jetzt alle vier zum Baum hinüber!" Auf dem Wege dorthin sehen die Kinder, etwa 50 Meter vom Baum entfernt, schon einen Russen am Baum stehen. Er fragt: "Was...?" (Nachtragen den Text!) Maria hört eine Stimme, die sagt: "Geht zum Baum hinüber, wo einmal kleine Engel darauf waren!" Antonie hört eine Stimme, die zu ihr sagt: "Erika und du sollen hier bleiben!" Gretel und Maria gingen zum Baum weiter. Unterwegs hört Maria eine Stimme, die sagt: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Sie sangen: 'Maria zu lieben...' Dabei drehten sie sich herum und sahen, wie die Muttergottes vom Maste aus mit den zurückgebliebenen Kindern (Hildegard, Kuni, Betti und Irma) zum Berge gehen. Die die Muttergottes begleitenden Kinder sahen diese nicht, worauf Gretel sagte: "Die da drüben (vier Kinder) knien sich nicht einmal hin, wenn die Muttergottes segnete!" Am Baum angekommen kam das Jesukind vom Himmel herab. Dieses sagte zur Gretel: "Liebe Kinder, hängt Kreuze und Medaillen um, auch wenn die Russen kommen!" Dann sagte sie wieder zur Gretel: "Jetzt will ich Schlötzer und Schmitt und deren Familien segnen. Euch müssen diese (Schlötzer und Schmitt) sehr verstecken, wenn die Russen kommen." Dieses sagte das Jesukind zur Erika, die inzwischen mit Antonie zum Baum herüberkam. Dann ließ Herr Schmitt durch Gretel mehrere Fragen an das Jesukind richten:

1. Frage: "Sind die Weihnachtsvisionen körperliche oder als bildhafte Visionen von dir gewirkt worden?" – Keine Antwort!

2. Frage: "Was sollen die Familien von Herrn Schlötzer und Schmitt tun, wenn die Russen kommen? Sollen sie nach Heroldsbach mit diesen gehen oder zu Hause bleiben?" – Das Jesukind sagte: "Sie sollen nach Heroldsbach kommen." Diese Antwort verstanden alle vier Kinder.

3. Frage: "Liebes Jesukind! Wenn wir fest beten, können wir dann das Unglück noch abwenden, dass die Russen nicht kommen?" – Keine Antwort!

Erika und Maria lachten immer wieder. Das Jesukind schickte sie zum ersten Baum zurück. Sie wollten anfänglich nicht gehorchen, gingen aber doch hin. Auf halbem Wege machten sie kehrt und gingen wieder zurück. Das Jesuskind sagte zur Gretel: "Wenn sie kommen sollen, dann rufe ich sie." Herr Schmitt schickte darum die beiden zum Baum zurück. Betti und Kuni kamen herbei. Auf die Frage, warum sie vom Berge herübergingen, sagte Kuni: "Wir bekamen von der Muttergottes den Auftrag." Zur Gretel sagte das Jesukind: "Wenn Erika und Maria lachen, dann werde ich die beiden anderen Kinder für sie erwählen. (Betti und Irma.) Schmitt soll das den Kindern sagen!" Dann forderte das Jesukind Gretel und Antonie auf, etwas wegzugehen und Fragen über den kommenden Krieg an es zu richten. Das Jesukind blieb bei Betti und Kuni zurück (scheinbar, damit diese beiden Kinder die Fragen nicht hören sollen?) Antonie und Gretel gingen mit Herrn Schmitt etwa 20 Meter weiter nach Süden dem Wald zu. Dort blieben sie stehen und Schmitt ließ durch Gretel und Antonie folgendes fragen:

1. Frage: "Sollen die Eltern sich verstecken, wenn der Russe kommt?" – Das Jesukind sagte: "Ja."

2. Frage: "Was soll Herr Pfarrer (Gailer) tun, wenn die Russen kommen?" – Antwort: "Auch er soll sich verstecken!"

3. Frage: "Sollen alle an einer Stelle sich verstecken?" – Keine Antwort.

4. Frage: "Wirst du uns ein Zeichen geben, wann wir uns verstecken sollen?" – Keine Antwort.

Danach gingen die Kinder zum Jesuskind zurück. Auf dem Wege dorthin sagte dieses zur Antonie: "Wenn ihr die Panzer von weitem hört, dann versteckt euch!" Zur Antonie sagte das Jesukind: "Ich gehe mit Betti und Kuni zum Berg. Gretel und du bleibt hier!" Die Kinder gingen zum Baum, der etwa zehn Meter entfernt war, und knieten sich dort hin. Gretel schält ein Stückchen Rinde vom Baum. Sie sagt: "Ich höre eine Stimme, die sagt: Nehmt eine Rinde von diesem Baum!" Gretel fragte dann: "Was sollen wir mit dieser Rinde tun?" Darauf sagte das Jesuskind: "Tragt sie immer bei euch! Ich werde sie besonders segnen und berührt sie an mir!" (Dieser Baum ist weiter weg als der Baum auf Erikas Acker!) Dann forderte das Jesukind Gretel auf, zum Baum zurückzugehen, wo der Altar steht. (Auf Erikas Acker.) Unterwegs sagte das Jesukind zur Gretel: "Wenn ihr ein kleines Büchlein zu Hause habt, nehmt es immer mit und betet daraus! Ich habe eine große Freude darüber." Am Baum angekommen, sagt das Jesukind zur Kuni: "Herr Schmitt soll es Erika und Maria sagen, was ich der Gretel vorhin gesagt habe (wegen des Lachens)!" Zur Maria sagte das Jesukind: "Ich will jedes Kind einzeln segnen." Zur Antonie sagt das Jesukind: "Erika, Gretel und Maria sollen etwas weiter weggehen!" Sie gingen vom Baum etwa 30 Meter südlich desselben. Zur Erika sagt das Jesukind: "Wenn ihr nicht fleißig betet, werden die Russen kommen und euch erschlagen." ('ihr': das Volk ist damit gemeint!) Die Kinder sehen auf einmal einen Russen vor sich stehen. Sie sagen zu ihm: "Wir haben Madonna gesehen. Wir verehren Madonna." Der Russe wurde böse. Er schlägt auf sie ein. Erika bekam einen Schlag, dass sie umfiel. Gretel ebenfalls. Sie konnte kaum stehen und hinkte. Gretel setzte sich auf den Boden und rollte ihre Strümpfe zurück und sagte: "Hier blute ich sehr!" Sie konnte nicht mehr gehen. Dann sagt der Russe: "Wenn ihr sagt: Ich sehe Madonna nicht, dann tue ich euch nichts (zuleide)." Die Kinder sagten darauf: "Wir glauben an die Madonna. Wir haben Madonna gesehen. Wir wollen für Madonna sterben!" Da wurde der Russe sehr böse und schlug auf sie ein. Auch Dr. Heil, der bei den vier Kindern und bei Schmitt stand, bekam nach Aussage der vier Kinder einen Schlag auf den Kopf. Die Kinder sahen, wie ein Teil seiner Brille zertrümmert wurde. Es kamen andere Russen herbei. Der böse Russe war auf einmal verschwunden. Die Kinder sehen auf einmal nichts mehr.

Schluss der Geheimberichte über die Russenvisionen am 16. und 17. Mai 1950. (NB! Die Eltern der Kinder, wie Frau Sophie Gügel usw., erzählten Herrn Schlötzer und Schmitt, dass sie vor dem Schlafengehen die blutigen Striemen an den Beinen der Kinder gesehen hätten!)

Donnerstag, 18. Mai 1950, Christi Himmelfahrt, nachmittags 15.00 Uhr, ca. 5.000 Menschen. Die Kinder gehen auf den Berg vor das Podium. Bald darauf sehen Maria und Gretel die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie forderte sie auf, zum Mast zu gehen. Die Kinder gingen dorthin. Die Muttergottes kam herübergeschwebt. Die Kinder begrüßten sie. Zur Erika sagte sie dann: "Wenn ihr auf dem Berg seid, dürft ihr das Geheimnis öffnen." Dann sagte die Muttergottes zur Gretel: "Die Leute sollen eine gerade Bahn machen!" Zur Antonie sagte sie: "Jetzt gehen wir zum Berg." Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Gretel: "Wenn ich durch die Reihen der Leute gehe, gebe ich meinen besonderen Segen." Am Podium angekommen, öffneten Erika und Gretel ihr Geheimnis und lasen es dann laut nacheinander vor. Danach forderte die Muttergottes Maria, Erika, Gretel und Antonie auf, zum Baum hinüberzugehen. Dort kam der Kelchengel. Die Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten, auch Herr Schmitt. Danach hörte Maria eine Stimme: "Geht zum Baum hinüber, wo die kleinen Engelein waren." Dort angekommen, stand das Jesukind bereits unter dem Baum. Die Kinder sehen es schon aus etwa 50 Meter Entfernung. Nachdem die Kinder das Jesukind begrüßt hatten, sagte dieses zur Maria: "Dein Geheimnis soll am Sonntag geöffnet werden" und fügte noch hinzu: "Wenn dein Geheimnis verkündet wird, dann sage noch dazu: Das ist ein Zeichen, dass ich Heroldsbach beschütze." Das Jesukind forderte die Kinder auf, es auf den Arm zu nehmen. Die Kinder sangen dazu: 'Schlaf wohl...' Herr Schlötzer, der hinzukam, empfing allein am Baum die heilige Kommunion. Es kam nämlich der Kelchengel herab. Dann sagte das Jesukind zur Erika: "Warum ist Herr Koch nicht da?" Zu Maria sagte es: "Ich will jedes Kind einzeln segnen, bei der Gretel fange ich an." Danach sagte das Jesukind zur Antonie: "Gebt mir die Hand und berührt alles!" Antonie sieht dann das Jesukind nicht mehr. Zur Gretel sagte es: "Liebe Kinder, geht mit mir etwas nach vorne, dann gebe ich meinen besonderen Segen." Die Kinder gingen etwa 50 Meter, dann blieb das Jesukind stehen, segnete und fuhr in den Himmel auf. Auf dem Weg zum Baum hörte Maria eine Stimme: "Lasst eure Blumen beim Altärchen am Baum oder bringt sie zum Mast." Die Kinder legten ihre Blumen beim Baum nieder. Auf dem Rückweg zum Berg hörte Maria wieder eine Stimme: "Es freut mich, dass ihr eure Blumen zurückgelassen habt." Kuni hörte auch eine Stimme: "Geht jetzt heim und kommt heute Abend wieder!" Dr. Heil war mit den übrigen Kindern und Hildegard unterdessen beim Podium. Er ließ durch Erika fragen: "Soll Dr. Heil zu dem verkündeten Geheimnis sprechen?" Die Muttergottes sagte: "Es wäre sehr notwendig." Dann sagte die Muttergottes: "Wenn ihr fleißig betet, werde ich euch (Forchheimer) beschützen. Die Leute sollen nach dem Birkenwald schauen!" Die Muttergottes sagte: "Betti und Kuni sollen zu den anderen Kindern gehen!" Dann sagte die Muttergottes, wir sollen sie fortbegleiten zum Mast. Beim Weggehen sagte sie: "Ich werde alle Rosenkränze segnen." Dann durften die Kinder, am Mast angekommen, ihr nochmals die Hand geben. Sie fuhr dann in den Himmel auf und sagte: "Geht zu den anderen Kindern!"

Bemerkung: Dr. Heil spricht zu den Geheimnissen. Eidesstattliche Erklärung. Es wird hiermit an Eidesstatt erklärt, dass die beigehefteten zwei Geheimnisse der Gretel Gügel und Erika Müller, die am 20. Februar 1950 vom Notariat Forchheim (Notar Dr. Weber) Urk. Rolle Nr. 334/1950 und 335/1950 amtlich versiegelt wurden, heute am 18. Mai 1950 auf dem Berg der Erscheinungen gemäß Aufforderung der Mutter Gottes vom 15. Mai 1950 (Gretel Gügel) und 16. Mai 1950 (Erika Müller) geöffnet wurden in Gegenwart der unterfertigten Zeugen. Heroldsbach, 18. Mai 1950.

Die Zeugen: Dr. Heil, Schmitt, Schlötzer, Dr. Gg. Schöls, H. P. Hölz, Wenzel Konopik. Der Vollzug der obigen Unterschriften durch die eigene Hand der Unterzeichneten bestätigt. Heroldsbach, den 18. Mai 1950. Siegel des Pfarramtes. Das kath. Pfarramt. Gailer

Inhalt der zwei Geheimnisse:

1. Geheimnis von der lieben Muttergottes. Die Muttergottes sagte zu mir: "Wenn die Russen kommen, werde ich Heroldsbach und Thurn beschützen. Sogar die Häuser werden vor (davor) zittern, wenn die Bomben stürzen. Aber ich werde doch Heroldsbach und Thurn beschützen." Margareta Gügel, Heroldsbach, 115 – Die Muttergottes sagte mir das Geheimnis am 9. Februar um 20.30 Uhr.

2. Geheimnis von der lieben Muttergottes. Die Muttergottes sagte zu mir: "Die Russen werden bald kommen, aber sie beschützt Heroldsbach und Thurn, sogar die Häuser werden zittern vor dem Anprall der Bomben, aber sie beschützen uns."

Erika Müller, Heroldsbach 142 – Die Muttergottes sagte mir am 9. Februar das Geheimnis. NB: Die eidesstattliche Erklärung über die amtliche Verwahrung beim Notariat Forchheim; siehe bei Professor Walz!

Donnerstag, 18. Mai 1950, ca. 500 Personen. Um 19.30 Uhr gehen die Kinder, außer Antonie und Erika, zum Berg vor das Podium. Erika und Antonie waren bereits anwesend und sahen die Muttergottes über dem Birkenwäldchen. Erika und Antonie hören die Muttergottes sagen: "Geht jetzt zum Baum. Gretel und Maria sollen mitgehen!" Diese vier Kinder gingen mit Schlötzer und Schmitt zum Baum. Auf dem Wege dorthin sehen sie die Muttergottes, wie sie mehrmals segnete. Als die Kinder etwa 50 Meter vom Baum entfernt waren, sehen sie, wie die Muttergottes vom Birkenwäldchen zum Mast herunterschwebte. Inzwischen sind die am Podium zurückgebliebenen Kinder mit Dr. Heil zum Mast gegangen. Hildegard und Kuni sehen die Muttergottes, die übrigen Kinder sehen nichts. Am Mast angekommen, geben die Kinder der Muttergottes die Hand, berühren die Krone und den Saum. Auch Dr. Heil, Hölz und Koch durften dasselbe tun. Die Muttergottes sagt: "Geht zum Podium!" Beim Heraufgehen segnete die Muttergottes das Volk. Am Podium segnet und weiht sie dann die Kerzen. Sie sagt: "Es freut mich, dass Blumen gestreut wurden." Sie wünscht ein Lied von den Kindern. Sie sangen: 'Sei gegrüßet...' Dann sagt die Muttergottes: "Ich erteile meinen besonderen Segen." Sie segnet und weiht danach die Rosenkränze. Die Leute sahen alle zum Podium hin. Da sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen zum Birkenwald sehen!" Kuni sagt: "Die Muttergottes geht mit mir zum Baum." Beim Heruntergehen sagte sie: "Ich gebe meinen besonderen Segen." Dann sagte die Muttergottes unterwegs zur Kuni: "Liebe Kinder, macht das Loch wieder zu, das ihr gestern gegraben habt. Das hat euch der Böse eingegeben." Am Baum sagte die Muttergottes zur Kuni: "Liebe Kinder, am Baum fahre ich in den Himmel auf. Dann macht das Loch wieder ein Stück zu." Die Muttergottes erteilte noch ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Sie sagte kurz zuvor: "Geht wieder zurück auf das Podium!" (Bericht von Herrn Dr. Heil)

Zusätze vom Donnerstag, 18. Mai 1950, morgens 8.30 Uhr zu Klärung dieser zweifelhaften Erscheinungsvorgänge. Antonie war unruhig über diese Vorgänge und sagte: "Wir fragen die Muttergottes, was mit dem Graben in Wirklichkeit sei." Irma und Betti gingen mit ihr um 8.30 Uhr früh zum Berg. Als sie zum Berg hinaufgingen, hörte Antonie eine Stimme, die sagt: "Liebe Kinder! Es war der Böse, der den Auftrag zu graben gab!" Antonie fragte: "Sollen wir das Loch wieder zumachen?" Die Stimme sagte: "Ja."

Freitag, 19. Mai 1950, abends 19.30 Uhr. Als Erika, Antonie, Gretel und Maria beim Baum ankamen, hörte Maria eine Stimme: "Geht zum Baum, wo die kleinen Engelchen waren." Die Kinder gingen hin. Schon von weitem sahen sie das Jesukind, wie es am Baum auf sie wartete. Es ging den Kindern etwa 30 Meter entgegen. Die Kinder freuten sich sehr und liefen alle dem Jesukind entgegen. Sie begrüßten es und gingen mit ihm zum Baum zurück. Nach etwa zwei Minuten sagte das Jesukind zur Antonie: "Ich will jetzt auf den Berg gehen zu meiner lieben Mutter." Auf dem Wege dorthin sagte das Jesukind zur Gretel: "Wenn ich bei euch bin, dann schaut nicht herum!" Kurze Zeit darauf sagte es wiederum zur Gretel: "Auf dem Berg dürft ihr mich in die Arme nehmen." Zur Antonie sagte das Jesukind: "Auf dem Berge will ich die Kerzen und die Zündhölzer weihen." Auf dem Berg angekommen, sagte das Jesukind zur Maria: "Es freut mich sehr, dass so schön geschmückt ist und viele Kerzen brennen." Dann segnete es die Kerzen, die Zündhölzer und die Rosenkränze. Hierauf durften die Kinder das Jesukind auf den Arm nehmen und mussten das Lied singen: 'Schlaf' wohl...' Danach sagte das Jesukind zur Maria: "Jetzt geht zum Mast. Dort will ich in den Himmel auffahren." Beim Mast gab das Jesukind nochmals seinen besonderen Segen. Die Kinder durften alles berühren an ihm, dann fuhr es in den Himmel auf. (Bericht von Herrn Schmitt.)

Samstag, 20. Mai 1950, 19.30 Uhr abends. Die Kinder kommen zum Berg vor das Podium um 19.30 Uhr. Gretel sagt: "Die Muttergottes ist über den Birken." Zur Hildegard sagt dann die Muttergottes: "Holt mich alle beim zweiten Mast ab." Dort begrüßen die Kinder die Muttergottes und beten danach abwechselnd aus ihren Kindergebetbüchlein. Antonie sagt: "Hildegard und ich sollen zum ersten Mast gehen, um dort das Jesukind abzuholen." Beide Kinder und Herr Schmitt gingen dorthin. Das Jesukind stand bereits dort und die beiden Kinder begrüßten es. Danach sagte das Jesukind zur Antonie: "Geht jetzt mit mir zum zweiten Lichtmast." Dort begrüßen die zurückgebliebenen Kinder das Jesukind. Als Gretel und Mariä das Jesukind begrüßt hatten, sagten beide, sie sehen die Muttergottes nicht mehr, sondern nur das Jesukind: "Hildegard und du sollen mit mir zum Baum hinuntergehen." Auf halbem Weg dorthin sieht Antonie, wie der Kelchengel vom Himmel herniederschwebt. Das Jesukind sagt zur Antonie: "Dr. Heil, Koch, Schöls und die Waltraud sollen ebenfalls zum Baum kommen. Sie dürfen dort die heilige Kommunion empfangen." Schmitt holte die genannten Personen. Diese empfangen am Baum alle, außer Antonie, die heilige Kommunion. Danach sagte das Jesukind: "Gebt mir die Hand und berührt alles, dann fahre ich in den Himmel auf." So geschah es. Während das Jesukind in den Himmel auffuhr, ging die Muttergottes mit den am Mast zurückgebliebenen Kindern von dort aus zum Berg. Als sie durch die Reihen der Menge ging, segnete sie öfters. Antonie hörte auf dem Weg vom Baum zum Berg eine Stimme: "Heute werde ich nicht lange hier bleiben." Antonie sagt, es war eine Frauenstimme. Am Podium sagte dann die Muttergottes zur Maria: "Geht jetzt auf das Podium." (Seit langem waren die Kinder nicht mehr auf dem Podium.) Danach sagte die Muttergottes zur Antonie: "Ich will jetzt die Statuen vor dem Podium segnen" und hierauf: "Ich will jetzt noch einmal die Kerzen und die Zündhölzer segnen." Zur Gretel: "Ich habe gesagt, ihr sollt alle Tage Kerzen mitbringen." Zur Antonie sagte sie: "Ich will jetzt jedes Kind einzeln segnen." Nach dem Segen forderte sie durch Gretel die Kinder auf, sie zum Mast zu begleiten. Dort sagt die Muttergottes zur Maria: "Ich will Herrn Dr. Heil, Koch, Schöls und Schmitt besonders segnen." Danach forderte sie durch Gretel die Kinder auf, noch einmal alles an ihr zu berühren, sie fahre dann in den Himmel auf. Es geschah so. Nachdem die Muttergottes aufgefahren war, hörte Hildegard eine Stimme: "Liebe Kinder, geht jetzt heim und kommt morgen wieder." Schmitt sagte zur Kuni: "Sagt zu dieser Stimme: Im Namen Christi." Darauf hörte Kuni die Stimme: "Glaubt mir nur, ich bin es. Geht nur ruhig nach Hause." Hildegard hört am Mast, bevor die Muttergottes auffuhr: "Wenn so weitergebetet wird, kann das Unglück noch abgewendet werden." Dr. Heil spricht am Schluss der Andacht zum betenden Volk – 800 bis 1.000 Personen – über die letzten Ereignisse und Aussprüche der Muttergottes und des Jesukind. Während seiner Rede stand Hildegard neben Herrn Schmitt. Sie sagt auf einmal: Ich höre eine Stimme: "Es freut mich sehr, dass Dr. Heil so schön spricht." Nachdem Dr. Heil geendet hatte, sah ein Kind, das neben ihm stand, die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie segnete und entschwand wieder.

Sonntag, 21. Mai 1950, nachmittags 15.00 Uhr, ca. 30.000 Menschen. Über 150 Omnibusse. Die Kinder sind auf dem Berg um 15.00 Uhr. Erika, die bereits anwesend war, sah die Muttergottes über dem Birkenwald. Hildegard hörte, wie die Muttergottes sagte: "Geht zum Mast." Dies hörte auch Erika. Nach der Begrüßung und Segnung der mitgebrachten Rosenkränze sagte die Muttergottes zur Erika: "Du, Maria, Gretel und Antonie, geht zum Baum!" Unterwegs nach dort sehen die Kinder das Jesukind am Baum stehen. Es sagte zur Gretel: "Die Leute möchten entweder zum Birkenwald oder zum Berg hinaufgehen." Dies wiederholte das Jesukind noch zweimal. Es sagte dann: "Wenn die Leute jetzt nicht folgen, dann fahre ich in den Himmel auf." Die Leute waren sehr hartnäckig und entfernten sich nur zögernd. Die Kinder sagten: "Jetzt fährt das Jesukind in den Himmel auf." Sie waren darüber traurig. (Sie beteten zur Sühne eine Andacht abwechselnd.) Maria hörte eine Stimme, die sagte: "Geht jetzt zum anderen Baum, wo ihr einmal die Engelein gesehen habt." Vorher sagte das Jesukind noch zur Maria: "Wenn die Leute weiterhin nicht folgen, werde ich gar nicht mehr erscheinen." Gretel und Erika hörten, wie das Jesukind sagt: "Wissen die Leute denn nicht, dass ich der große Gott bin?" Unterwegs zum anderen Baum sahen alle vier Kinder wiederum das Jesukind am Baum stehen. Es sagte zur Gretel: "Die Leute sollen nicht fotografieren!" Es waren tatsächlich etwa 50 Meter neben einem Kornacker drei Männer mit Fotoapparaten postiert. Inzwischen kommen die übrigen Kinder mit der Muttergottes zum Baum. Als die vier Kinder vom Mast aus zum Baum hinübergingen, sagte die Muttergottes zur Kuni: "Geht jetzt langsam zum Podium. Wenn ich durch die Reihen der Leute gehe, gebe ich meinen besonderen Segen. Herr Schmitt soll das verkünden!" Am Podium angekommen, sagt die Muttergottes wiederum, zur Kuni: "Ich will jetzt die Rosenkränze, Kerzen und Zündhölzer segnen. Es soll dies durch den Lautsprecher bekannt gegeben werden." Dann forderte die Muttergottes die Kinder auf, alles an ihr zu berühren und dann mit ihr zum Baum zu gehen. Auf dem Weg zum Baum sagte die Muttergottes zur Kuni: "Die Leute möchten auf den Berg gehen!" Kurz vor dem Baum sagt die Muttergottes wiederholt zur Kuni: "Die Leute sollen zurückgehen und nicht an den Baum gehen." Einige Leute folgten nur zögernd und die anderen überhaupt nicht. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Geht mit mir zu den anderen Kindern hinüber!" Unterwegs dorthin sagte die Muttergottes wiederum: "Wenn ihr bei den anderen Kindern am Baum seid, sollt ihr einen großen Kreis bilden. Die fremden Leute, die euch folgen, sollen zurückbleiben!" Nachdem einige dieser Aufforderung nicht folgten, sagte die Muttergottes zur Kuni: "Es sind doch Fremde dabei, die sollen zurückbleiben!" Das Kind, zu dem die Muttergottes das sagte, konnte nicht wissen, dass Fremde dabei waren, da es nicht auf den ganzen Weg zurückschaute. Dies beobachteten genau Dr. Sigl und Herr Schmitt. Am Baum angekommen, begrüßten die bereits dortgestandenen Kinder die Muttergottes. Sie sagte danach zur Hildegard: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Dann forderte die Muttergottes auf, es soll Dr. Heil, Herr Hölz und Koch ihr die Hand geben und alles berühren. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich Dr. Sigl segnen." Zur Maria sagte das Jesukind: "Um halb acht soll dein Geheimnis geöffnet werden!" Gretel sagt: "Ich habe gehört, wie das Jesukind sagte, Maria Heilmann kann es euch sagen, wann sie will. Den Leuten soll sie es erst heute Abend um halb acht sagen." Ein krankes Kind aus Fürth war ebenfalls bei den Kindern dabei. Die Muttergottes sagte zur Antonie: "Jetzt will ich das kranke Kind segnen." (Es war ein taubstummes Kind aus Fürth. Ein Flüchtlingskind aus dem Sudetenland.) Die Muttergottes sagte zur Kuni: "Berührt nochmals alles, dann gebe ich meinen besonderen Segen!" Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Jetzt gehen wir ein Stück weiter und dann fahre ich in den Himmel auf." Das Jesukind segnete und fuhr in den Himmel auf. Wir liefen noch etwa zehn Meter weiter. Die Muttergottes segnete und fuhr ebenfalls in den Himmel. Die Kinder gingen geschlossen zum Podium zurück. Dort hörten Kuni und Maria eine Stimme, die sagte: "Jetzt geht heim und kommt wieder um halb acht."

Sonntag, 21. Mai 1950, abends um 19.30 Uhr gehen die Kinder zum Berg vor das Podium. Antonie, Gretel und Hildegard sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Kommt zum Mast herunter!" Beim Heruntergehen sehen die Kinder, wie die Muttergottes herüberschwebt, konnten aber selbst den Standort der Muttergottes nicht sehen, da viele Leute um den Mast herum standen. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Die anderen Kinder sollen auch herunterkommen, nämlich Betti, Irmgard, Rosa und Waltraud." Nach der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Gretel: "Lest mir euer Gebet aus eurem Gebetbüchlein vor!" Gretel hörte dann die Muttergottes sprechen: "Erika soll auch kommen!" Danach sagte die Muttergottes zur Maria: "Gretel, du und Antonie, geht zum Baum hinüber!" Antonie sagt, die Muttergottes wünscht, dass ich hier bleibe. Danach gingen die übrigen zwei Mädchen mit Herrn Schmitt zum Baum. Dort hörte Gretel eine Stimme: "Antonie soll auch herkommen!" Gretel sagte darauf: "Gelobt sei Jesus Christus." Die Stimme sagt: "In Ewigkeit Amen. Ich bin es, die Muttergottes." Gretel hörte dann die Stimme: "Geht zu den anderen Kindern." Die Muttergottes sagt am Mast zur Hildegard: "Geht zum Podium!" Dort sagt die Muttergottes zur Antonie: "Ich will jetzt meinen besonderen Segen geben." Dann sagt sie zur Hildegard und Antonie: "Jetzt will ich die Kreuze, Zündhölzer, Medaillen und Rosenkränze segnen." Dann befiehlt die Muttergottes: "Die Kinder sollen zum Baum gehen." Unterwegs nach dort sagt die Muttergottes zur Maria: "Die Leute sind es nicht wert, dass ich an den Baum komme." (Sehr viel Neugierige stellten sich am Baum links und rechts auf.) Weiterhin sagte die Muttergottes zur Antonie: "Wenn die Leute weiterhin unanständig sind, dann kann ich das Unheil nicht abwenden." (Man hatte dort viele Spötter bemerkt.) Auf halbem Weg kamen die übrigen Kinder, vom Baum zum Berg gehend, auf die entgegenkommenden Kinder. Sie schlossen sich an, da die Muttergottes dabei war. Etwa 50 Meter vom Baum, sagte Erika: "Beim Baum regnet es Rosen." Auch Antonie und Hildegard sehen dies. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Die Leute sollen zum Berg gehen." Am Baum hob Erika, Hildegard und Antonie die geregneten Rosen auf und zeigten sie herum und ließen daran riechen. Dann forderte die Muttergottes Maria auf, die Kinder sollen zum Baum gehen, auf dem sie die Engelein sahen. Es dürfen nur folgende Personen mit: Die Eltern, Schlötzer, Koch, Hölz, Schöls, Schmitt, Dr. Sigl und vier Kinder. Die Kinder gingen mit der Muttergottes zum zweiten Baum. Unterwegs sagte die Muttergottes zur Maria: "Es dürfen nur die mit, die ich bestimmt habe." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Habt ihr mittags nicht in die Sonne gesehen?" Hildegard gab an, um 15.00 Uhr die Muttergottes in der Sonne gesehen zu haben. Auch andere Leute haben um 15.00 Uhr die Rotation der Sonne gesehen. Das Jesukind, das die Kinder am Baum stehen sahen, sagt zur Antonie und Hildegard: "Holt mich ab!" Gretel und Erika sehen ebenfalls das Jesukind bereits dort stehen, als die beiden genannten Kinder weggingen. Kurz vor dem Baum sagte die Muttergottes zur Gretel: "Wenn ich segne, macht eine schöne Kniebeuge. Auch dann, wenn mein göttlicher Sohn segnet." Kurz vor dem Baum kam das Jesukind seiner Mutter entgegen, die dann mit den Kindern gemeinsam zum Baum zurückging. Zur Antonie sagt das Jesukind: "Jetzt gebt mir die Hand, berührt alles und dann fahre ich in den Himmel auf." Dies sagte die Muttergottes auch zur Hildegard. Es geschah so. Danach gingen die Kinder zum Berg zurück. Auf dem Weg sieht Erika, wie die Muttergottes aus dem Himmel herausschaut. Sie fragte die Muttergottes: "Soll Maria heute Abend ihr Geheimnis öffnen?" Die Muttergottes sagte: "Ja..." Auf halbem Weg sagt eine Stimme: "Liebe Kinder, geht anständig!" Die Kinder gingen zum Berg zurück. Beim Podium angekommen, hörte Erika eine Stimme: "Maria soll durch den Lautsprecher ihr Geheimnis sagen." Erika sagt daraufhin: "Gelobt sei Jesus Christus" und die Stimme: "In Ewigkeit. Amen." Maria verlas dann ihr Geheimnis. Zur Antonie sagte eine Stimme: "Herr Schlötzer soll verkünden, dass mein Sohn und ich da waren." Herr Schlötzer war nicht anwesend, deshalb unterblieb diese Ansage. Antonie hörte kurz darauf die Muttergottes sagen: "Wenn ihr mir eine Freude machen wollt, dann kommt heute Abend zum Rosenkranzgebet auf den Berg." Während die Kinder am Lautsprecher den Wundenrosenkranz beteten, hörte Antonie eine Stimme: "Singt das neue Lied!" Die Kinder sangen nach dem Wundenrosenkranz in den Lautsprecher das neue Lied: 'Liebes Jesulein...' Zuvor mussten alle Kinder auf das Podium kommen. Antonie sieht während des Wundenrosenkranzgebetes das Jesukind über dem Birkenwald. Hildegard sagt darauf: "Auch die Muttergottes ist über dem Birkenwald und segnet jetzt." Die Muttergottes verschwand dann wieder. Maria sagt: "Die Muttergottes sieht aus dem Himmel und segnet die Rosenkränze, Kerzen, Zündhölzer und Statuen." Danach verschwindet die Muttergottes wieder. Vom Himmel herunter sagt das Jesukind: "Liebe Kinder, geht jetzt nach Hause!"

Geheimnis der Maria Heilmann: Heroldsbach, den 9. Februar 1950. Die Muttergottes sagte mir am 5. Februar 1950: "Ich zeige nochmals ein Zeichen." Die Muttergottes sagte, das darf ich nicht sagen, bis es da ist. Maria Heilmann. Nachtrag: Im Beisein von Professor Dr. Walz korrigiert Maria Heilmann den letzten Satz folgendermaßen: "Das darfst du nicht sagen, bis ich es sage."

Montag, 22. Mai 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder, ohne Erika, sind mit Schlötzer, Dr. Heil, Herrn Hölz und Herrn Koch am Podium gegen 19.40 Uhr angekommen. Maria sagt: "Über dem Birkenwald ist die Muttergottes." Die sagt zu ihr: "Du, Erika, Gretel und Antonie holt mich ab." Die Kinder gehen zum Mast, Erika kommt hinzu. Am Mast angekommen, sehen die Kinder die Muttergottes nicht mehr. Sie waren darüber sehr traurig und ihrer Schuld bewusst. Schlötzer rügte die Kinder, weil sie nicht pünktlich zum Berg gingen. Darauf knieten sich die vier Kinder hin, beteten und baten die Muttergottes um Verzeihung. Die Kinder waren plötzlich sehr erfreut, da sie die Muttergottes wieder über dem Birkenwald sahen und weil sie anschließend herüber zum Mast schwebte. Die Kinder berührten alles. Auch die übrigen Kinder vom Podium kommen vom Podium zum Mast. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Du, Gretel, Erika und Maria, geht zum Baum, wo die Engel immer waren." Dr. Heil ging mit den Kindern nach dort. Da die übrigen nichts sahen, ging Schlötzer ebenfalls mit den Kindern zum hinteren Baum. Dort spielten die Kinder mit dem Jesukind und trugen es auf dem Arm. Die Kinder sahen nur das Jesukind, nicht aber die Muttergottes. Kurz darauf hörte Antonie eine Stimme: "Du und Gretel, kommt zu mir an den Baum." (Gemeint war der vordere Baum.) Unterwegs nach dort sahen Antonie und Gretel die Muttergottes auf der Bank vor dem kleinen Altärchen knien Gretel fragte: "Liebe Muttergottes, warum kniest du hier?" Die Muttergottes sagte: "Ich kniee hier zur Buße für die Ungläubigen, dass sie an mich und meinen lieben Sohn glauben." Antonie hörte noch die Worte: "Auch für euch." Dr. Heil kommt mit den übrigen Kindern auch zum Baum. Maria durfte das Jesukind tragen. Es gingen nun sämtliche Kinder zum Podium. Dort segneten und weihten das Jesukind und die Muttergottes Statuen, die Kerzen und Rosenkränze. Zur Erika sagte das Jesukind: "Du und Gretel, begleitet mich zum Mast, dort gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Kurz darauf kamen auch die übrigen Kinder mit der Muttergottes zum Mast. Sie segnete und fuhr in den Himmel auf. Zur Erika sagte das Jesukind: "Du, Gretel, Maria und Antonie, begleitet mich noch zum Baum." Unterwegs nach dort durften die Kinder abwechselnd das Jesukind tragen. Beim kleinen Altärchen am Baum segnete das Jesukind und fuhr in den Himmel. Die Kinder sahen den Kelchengel kommen. Ein Teil der Kinder durfte mit Herrn Koch schon am Nachmittag die heilige Kommunion empfangen, die übrigen Kinder mit Schlötzer, Dr. Heil und Hölz empfingen jetzt die heilige Kommunion. Anschließend gingen die Kinder zum Berg, beteten den Wundenrosenkranz und gingen dann heim.

Montag, 22. Mai 1950, mittags 12.00 Uhr. (Koch) Antonie ging auf dem Weg zur Schule zum Birkenwald und sah am ersten Lichtmast einen Schein, darin eine Gestalt, die sagte: "Auch die anderen Kinder sollen kommen." Herr Jakob Maisch holte dieselben. (Der Herr ist von Württemberg.) Am Mast angekommen, sah Antonie die Muttergottes, wie sie zweimal segnete. Dann kam Gretel dazu. Sie sah auch die Muttergottes und den Kelchengel. Beide Kinder empfingen die heilige Kommunion. Gretel und Antonie gaben der Muttergottes die Hand und durften alles berühren. Dann segnete die Muttergottes die Kinder wieder und fuhr in den Himmel auf. Nach kurzer Zeit stand das Jesukind am Mast. Beide Kinder gaben ihm die Hand und berührten alles. Inzwischen kamen Kuni, Erika und Herr Koch dazu. Das Jesukind sagte, wir sollen nach dem Podium gehen. Dort will es den Leuten seinen ganz besonderen Segen geben. Am Podium dann segnete das Jesukind. Dann durften alle Kinder noch einmal alles berühren, auch Herr Koch. Das Jesukind bat alle, zum Baum zu gehen. Dort segnete das Jesukind und alle durften an ihm wieder alles berühren. Antonie und Gretel sahen die Muttergottes an dem hinteren Baum. Beide sollten die Muttergottes dort abholen. Auf halbem Weg kam die Muttergottes entgegen und ging mit den zwei Kindern zum zweiten Baum zurück. Die Kinder mit Herrn Koch durften an der Muttergottes alles berühren. Dann kamen Kuni, Erika und Frau Saam mit dem Jesukind zur Muttergottes. Das Jesukind segnete und alle Kinder durften am Jesukind wieder alles berühren. Dann sagte das Jesukind: "Nehmt mich alle auf den Arm und singt das Lied 'Schlaf' wohl, du Himmelsknabe, du'." Auch Koch und Frau Saam durften das Jesukind auf die Arme nehmen. Die Kinder sahen plötzlich die Muttergottes nicht mehr. Das Jesukind sagte: "Geht jetzt zur Wiese, wo einmal der Himmelsgarten war." Unterwegs segnete das Jesukind mehrmals. Die Kinder pflückten Blumen aus dem Himmelsgarten und machten Sträußchen, worüber sich das Jesukind freute. Das Jesukind segnete wieder und sagte zur Erika, wir sollen jetzt zum Bildstöckchen neben der Grotte gehen. Dann kam auch Maria Heilmann dazu. Das Jesukind segnete. Wir durften alles berühren. Wir gingen weiter zur Grotte. (Grotte – Birkenwaldaltärchen.) Dort segnete das Jesukind mehrmals. Dann gingen wir mit dem Jesukind zum, Lichtmast. Dort sagte das Jesukind zur Erika: "Jetzt werde ich noch einmal den Kelchengel schicken, damit auch Maria und Herr Koch die heilige Kommunion empfangen können." Der Kelchengel kam und die zwei Genannten empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Das Jesukind sagte: "Jetzt will ich Herrn Koch seine Familie segnen. Dann Herrn Pfarrer Gailer, Schlötzer, Schmitt, Dr. Heil, Koch, Dr. Schöls, Hölz, Pfarrer Bierfelder und Professor Walz meinen besonderen Segen geben." Das Jesukind fuhr dann in den Himmel auf. Jetzt kam sogleich die Muttergottes herunter. Die Kinder durften an ihr alles berühren. Die Muttergottes sagte: "Geht jetzt mit mir zum Podium! Dort dürft ihr noch einmal alles berühren." Die Muttergottes segnete und fuhr in den Himmel auf. Zu Maria Heilmann sagte die Muttergottes: "Geht jetzt heim, liebe Kinder, und kommt heute Abend um halb acht wieder."

Dienstag, 23. Mai 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 5.000 Menschen. Bericht von Dr. Heil. Am ersten Lichtmast blieb Dr. Heil mit Hildegard, Waltraud, Betti und Irmgard. Die Muttergottes sagte: "Geht zum Podium!" Beim Hinaufgehen sagte sie: "Ich werde das ganze Volk segnen." Dann sagte sie noch einmal: "Ich gebe meinen besonderen Segen." Am Podium: "Ich weihe und segne die Kerzen, Rosenkränze, Statuen und Kreuze." Hernach: "Ich gebe jetzt einem schwer kranken Kind aus Immenstadt den Krankensegen." Etwas später: "Ich segne alle Kranken." Dann: "Ich will jetzt eure Eltern und Geschwister segnen." Dann: "Hildegard soll um den Segen für die Armen-Schulschwestern in Forchheim bitten." Hildegard tat es und die Muttergottes segnete sie. Außerdem segnete sie die Angehörigen von Dr. Heil, Koch und Hölz. Sodann segnete sie die Kinder einzeln. Dann sagte sie: "Ich habe euch den Segen gegeben, dass ihr die Gefahren übersteht." Dann bat Dr. Heil, die Muttergottes möge diejenigen segnen, die sich für die Gebets- und Opferfront einsetzen. Sie sagte: "Ich erteile den besonderen Segen für alle, die sich für sie einsetzen." Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Geht jetzt zum Mast und singt mir dort ein Lied." Beim Hinuntergehen gab sie nochmals den besonderen Segen. Am Mast sangen die Kinder ein Lied. Die Muttergottes sagte: "Mich freut das Gebet heute von den Leuten." Die Kinder durften ihr die Hand geben und den Saum ihres Kleides berühren – auch Dr. Heil, Hölz und Koch. Dann sagte sie: "Jetzt gebe ich meinen Segen." Sie fährt in den Himmel auf. Wir gingen wieder zum Podium zurück. Dort beteten und sangen die Leute weiter. Dann erschien die Muttergottes nochmals über dem Birkenwald. Sie sagte: "Ich bin nochmals gekommen, weil mich das Gebet erfreut."

Dienstag, 23. Mai 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 800 Menschen. Bericht von Schmitt. Um 19.00 Uhr gehen alle Kinder, außer Antonie und Erika, zum Berg. Maria und Gretel sehen kurz darauf die Muttergottes über dem Birkenwald. Maria sagt: "Gretel und ich sollen zum Mast gehen." Sie gingen hin. Dort sahen sie immer noch die Muttergottes über dem Birkenwald. Gretel sagt: "Die Muttergottes wünscht, dass alle Kinder zum Mast kommen." Die übrigen werden herbeigerufen. Nun kommt die Muttergottes vom Birkenwald zum ersten Mast heruntergeschwebt. Antonie war noch nicht bei den Kindern. Als die Muttergottes segnete, knieten sich die Kinder hin und Antonie, die etwa 60 Meter entfernt war, tat dies nicht. Die Muttergottes sagte zur Gretel: "Es erfreut mich nicht, dass Antonie kein Kreuzzeichen macht, wenn ich komme." Die Kinder begrüßten die Muttergottes am Mast. Maria sagt, die Muttergottes fordert sie auf: "Antonie, Gretel und du (Maria), geht zum Baum hinüber." Die drei Kinder gingen mit Herrn Schmitt hin. Dort sieht Maria allein das Jesukind wie es vom Himmel herausschwebt auf das kleine Altärchen am Baum, dort stehen bleibt und sagt: "Ich gebe euch meinen besonderen Segen und fahre wieder in den Himmel auf." Erika, die dazukommt, wird von den drei Kindern aufgefordert, zum Mast hinüberzugehen, da die Muttergottes nicht ihren Namen nannte. Erika kam zu spät. Sie ging vom Baum zum Mast dann weiter, wurde aber wieder zurückgerufen, da Maria das Jesukind hörte, wie es sagte: "Erika soll bei euch bleiben." Als das Jesukind in den Himmel aufgefahren war, sagt Maria nach etwa einer Minute, sie hört die Muttergottes sprechen, die sagt: "Antonie, Gretel, Erika und du, geht zum Baum hinüber, wo die kleinen Engelein erschienen sind." Die Kinder folgten sofort. Auf halbem Weg dorthin sehen die Kinder, wie der Himmel sich öffnet und das Jesukind herniederschwebt. Es blieb über dem Baum stehen. Die Kinder gingen langsam und geordnet auf die Anregung von Schmitt hin. Da sagen alle Kinder auf einmal: "Das Jesukind sagt, liebe Kinder, beeilt euch!" Nun fingen diese an, schnell zum Baum zu laufen. Am Baum sagt das Jesukind zur Antonie: "Hole mich herunter!" Antonie versuchte mit Hilfe der Gretel auf den Baum zu steigen. Es gelang ihr nicht. Schmitt hob sie hinauf und Antonie nahm das Jesukind in ihre Hand und konnte aber schlecht mit dem Jesukind heruntersteigen. Gretel stand unterhalb von ihr und breitete ihre Schürze aus. Antonie nahm die Hand auseinander und das Jesukind schwebte in die Schürze von Gretel herunter. Die Kinder waren erstaunt, wie sie das Jesukind sahen, das auf dem Arm ein kleines Lämmlein hatte. Das Jesukind war etwa 45 bis 50 cm groß, nach übereinstimmender Aussage der Kinder. Es war weiß gekleidet und hatte ein himmelblaues Mäntelchen um. Um sein Haupt war ein heller, goldener Lichtschein; es lag in Gretels Schürze. Das Lämmchen stand neben dem Jesukind. Die Kinder kraulten mit den Fingern in dem weichen Fell des Lammes. Sie herzten und küssten das Jesukind alle miteinander. Auf einmal sehen die Kinder das Lamm nicht mehr und Gretel sagt, das Jesukind wird immer kleiner in ihrer Schürze. Zuerst schauten die Füße des Jesukind über die Schürze der Gretel hinaus. Die Füßchen lagen auf Gretels Arm. Gretel sagte darauf, das Jesukind passt jetzt schön (genau) in ihre Schürze. Herr Schmitt sagte zu den Kindern: "Liebe Kinder, ihr müsst fleißig beten, dann bleibt das Jesukind bei euch und es wird größer, statt kleiner, denn es wächst durch Gebet und Opfer, nicht nur in eurem Herzen, sondern ihr seht es auch größer." Doch gleich darauf sagen alle vier Kinder, sie sehen das Jesukind nicht mehr. Maria dreht sich halb herum und sagt: "Hier steht ein Mann, der schaut aus wie ein Schäfer." Die anderen Kinder sahen ihn sofort auch. Maria fragte: "Lieber Mann, wer bist du?" Sie hört zur Antwort: "Ich bin der gute Hirte." Die Kinder sahen bei diesem Hirten viele Schafe um ihn. Sie trauten sich im ersten Moment nicht hin, um den guten Hirten zu begrüßen. (Drei bis vier Meter stand er weg.) Auf Aufforderung von Herrn Schmitt gingen sie hin, gaben dem guten Hirten die Hand und sagten "Gelobt sei Jesus Christus" und er darauf: "In Ewigkeit, Amen." Erika sagte hierauf: "Es ist ja auch ein See da." Sie ging etwa fünf Schritte vor, bückte sich und plätscherte im See. Die anderen drei Kinder sahen dies auch. Während der gute Hirte sich auf eine Bank setzte, die hinter ihm war, setzten sich Gretel und Antonie daneben. Inzwischen zog Erika ihre Schuhe und Strümpfe aus und watete in den See hinein. Der See ist ganz warm, sagt Erika. Sie ging gleich wieder heraus und auf einen Holzkasten zu. Sie hob den Deckel herunter und schaute hinein. Auch Antonie und Mariä sahen hinein, die ihn ebenfalls schon gesehen hatten. Alle sagen, es ist Wasser darin. Wahrscheinlich ist es eine Zisterne. Maria hört, wie der gute Hirte sagt: "Ziehet eure Schuhe und Strümpfe aus und geht auf dem Wasser." Die Kinder taten es sogleich. Sie wateten dann in den See hinaus und schürzten dabei ihre Kleider hoch. Herr Schmitt forderte sie auf, doch das Kartoffelfeld, auf dem sie sich befanden, nicht zusammenzutrampeln. Die vier Kinder schauten ihn verständnislos an und ließen sich nicht abbringen und sagten, sie seien im See und nicht auf einem Feld. Herr Schmitt ging darauf auch zu den Kindern 'in den See', doch Erika und Maria stürzten auf ihn zu und sagten: "Herr Schmitt, gehen sie heraus. Sie stehen im Wasser. Sie werden ja nass." Sie zogen und schoben an ihm und zogen ihn heraus. Dann stand der gute Hirte von seiner Bank auf, er hatte einen großen Mantel um und einen Stab in der Hand. Auf die Frage von Schmitt, ob an dem Stab oben eine Schaufel sei, antworteten die Kinder einstimmig: "Nein, er ist oben mehrmals eingeringelt." Schmitt sagte darauf zu den Kindern: "Sieht der Stab vielleicht so aus, wie der Hirtenstab eines Bischofs?" Die Kinder bejahten dies sogleich. Der gute Hirte geht über dem Wasser, doch so rasch, dass die Kinder im Laufen ihm nicht folgen konnten, den Acker entlang, sie kehrten dann zurück und gingen ans Ufer. Sie schlenkerten mit den Beinen, um die Wassertropfen abzuschütteln. Gretel und Erika gingen auf Herrn Schmitt los und sagten: "Fassen sie unsere Füße einmal an, sie sind ganz nass." Doch Schmitt sagte zur Gretel: "Deine Füße sind ganz trocken." Darauf die Antwort: "Ich habe sie schon fest abgetrocknet, durch Schlenkern." Die Kinder zogen dann ihre Strümpfe und Schuhe wieder an. Währenddessen sagt Antonie: "Dort kommt aus dem Schilf ein Kahn und ein Mann steht darauf." Die Kinder erkannten ihn nicht, sie fragten: "Lieber Mann, wer bist du?" Er sagte: "Ich bin Petrus." Darauf sagt Herr Schmitt zu den Kindern: "Fragt ihn noch einmal: "Bist du der Petrus, der mit Christus auf dem See wandelte?" Der Mann antwortete: "Ja, der bin ich." Gleich darauf sahen die Kinder, wie neben Petrus mehrere Männer standen. Antonie sagt: "Hinter dem Schiff (Kahn) ziehen die Männer mehrere Stricke, daran sind Schnüre (Netz) befestigt." Das Schiff zog weiter und die Kinder beachteten es nicht mehr. Als Gretel sich angekleidet hatte, steht sie neben Schmitt und sagt auf einmal ganz verwundert: "Das ist ja ein Kartoffelacker." Auch Erika und Maria kommen hinzu und sehen diesen ebenfalls. Schmitt machte sie aufmerksam, dass sie das Kartoffelfeld überall zertreten haben. Die Kinder verwunderten sich darüber sehr und sagten, das hätte Herr Schmitt selber gemacht, wir waren in einem See. Danach beteten die Kinder am Baum den Wundenrosenkranz. Gretel sagt, sie hört eine Stimme: "Geht jetzt zum Berg!" Gretel sagt darauf "Gelobt sei..." – Die Stimme antwortet darauf: "In Ewigkeit, Amen. Ich bin die Muttergottes." Auf halbem Weg zum vorderen Baum sehen die vier Kinder, dass der Kelchengel herunterschwebt. Die Kinder empfangen am Wegrand die heilige Kommunion in beiden Gestalten und Gretel sagt: "Auch Herr Schmitt darf sie empfangen." Danach war der Engel verschwunden und das Jesukind kam vom Himmel heruntergeschwebt. Es ging mit den Kindern zum ersten Baum. Auf dem Weg dorthin sagt das Jesukind zur Maria: "Am Baum werde ich emporschweben und meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." So geschah es. Die Kinder gingen dann auf den Berg zurück. Auf dem Weg dorthin sieht Maria die Muttergottes aus dem Himmel schauen – sie segnete. Am Podium sah das Jesukind während der Ansprache von Dr. Heil aus dem Himmel und sagt zur Maria: "Auf dem Wege zum Berg hast du meine liebe Mutter gesehen, nachdem sie in den Himmel aufgefahren ist." Herr Schmitt hatte Maria vorher zur Rede gestellt, weil sie nicht klar sagen konnte, ob es die Muttergottes war oder nicht. Maria sagte darauf: "Es dauerte nur einen Augenblick und die Muttergottesgestalt war sehr klein." Die übrigen Kinder sahen die Muttergottes nicht. Das Jesukind verschwand.

Mittwoch, 24. Mai 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Erika, Gretel, Maria und Antonie sehen über dem Birkenwald die Muttergottes ganz kurz, dann sahen sie diese nicht mehr. Es wurde ihnen durch eine Stimme gesagt, sie sollen zum Mast. Vom Mast aus sahen sie das Jesukind auf dem zweiten (hinteren) Baum. Das Jesukind sagt, sie sollen zum Baum kommen. Unterwegs wurde der Wundenrosenkranz gebetet. Am Baum angekommen, stieg Gretel auf den Baum und holte das Jesukind herunter. Es glitt in die Arme von Maria Heilmann, die gab es an Erika weiter. Diese stellte es auf den Boden. Das Jesukind sagte: "Berührt noch einmal alles, dann werde ich in den Himmel auffahren." Auch die anwesenden Erwachsenen durften dem Jesukind die Hand geben, nämlich Dr. Heil, Schlötzer, Koch und ein Pallotinerpater aus Abenberg bei Roth/b. Nbg. Kurz vor dem Auffahren gab das Jesukind noch seinen besonderen Segen. Antonie hört eine Stimme: "Geht zum Berg!" Die Muttergottes schaute nach etwa 20 Meter vom Baum entfernt zum Himmel heraus und segnete. Etwas später sah auch das Jesukind noch einmal zum Himmel heraus, segnete und sagte: "Liebe Kinder, geht andächtig." Am Podium sah das Jesukind nochmals zum Himmel heraus und sagte: "Maria und Gretel sollen zum zweiten Mast kommen!" Dann kamen Antonie und Erika zum Mast. Eine Stimme sagte zur Antonie: "Wenn ihr den Rosenkranz fertig gebetet habt, dann geht heim."

Mittwoch, 24. Mai 1950, abends 19.30 Uhr. (Bericht von Schmitt und Dr. Heil.) Um 19.30 Uhr gingen die Kinder zum Berg. Erika und Antonie waren bereits anwesend. Antonie sah über dem Birkenwald die Muttergottes. Antonie sagte: "Gretel und ich sollen zum Mast kommen." Beide Kinder gingen hinunter. Dort sehen erst die Kinder, wie die Muttergottes vom Wald herüberschwebt. Hildegard kommt mit den übrigen Kindern ebenfalls vom Berg herunter. Die Kinder begrüßten die Muttergottes. Zur Maria sagte sie: "Erika, Antonie, Gretel und Maria, geht zum Baum!" Sie gingen hinüber. Dort sieht Maria das Jesukind vom Himmel zum Altärchen herunterschweben. Es segnete nur und fuhr dann gleich in den Himmel auf. Bald darauf hört Maria die Muttergottes sprechen: "Liebe Kinder, geht zum Baum, auf dem die kleinen Engelein waren." Die Kinder gingen hin. Unterwegs sahen nur Maria und Antonie das Jesukind bereits auf dem Baum stehen. Das Jesukind forderte sie auf, schneller zu gehen. Die beiden Kinder gingen rascher, während Gretel und Erika langsam daherkamen. Am Baum wollten dann Maria und Antonie auf den Baum, um das Jesukind herunterzuholen. Doch kamen sie nicht hinauf. Auf die Aufforderung von Schmitt hin, sie möchten das Jesukind herzlich bitten, dass es zum Boden herunterschwebte, sagte dies nur Maria zum Jesuskind. Es kam aber nicht, sondern war auf einmal verschwunden. Die Kinder beten dann am Baum kniend den Wundenrosenkranz. Nach etwa fünf Minuten hört Antonie eine Stimme sagen: "Erika und du, geht ein Stückchen weiter." Beide Kinder gingen auf den Weg zurück, etwa 50 Meter. Da sagten beide Kinder, dass auf der Himmelwiese das Jesukind auf einer Bank sitze und sie auffordere, zu kommen, und auch die beiden anderen Kinder zu rufen. Es geschah so. Maria und Gretel sahen auch hier das Jesukind nicht. Nach der Begrüßung ging das Jesukind mit den Kindern von der Wiese aus auf den nahen Weg. Es blieb dort stehen. Erika sagt: "Das Jesukind will jetzt seinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." So geschah es. Die Kinder gingen danach zum Berg zurück. Am Podium angekommen, mussten die Kinder der Muttergottes die Hand geben und durften alles berühren. Zur Maria sagte die Muttergottes: "Wenn ihr alles berührt habt, geht zum Mast, dort werde ich in den Himmel auffahren." Auch Hildegard hörte die Muttergottes dies sagen. Am Mast angekommen, mussten die Kinder der Muttergottes nochmals die Hand geben. Auch Schmitt, Dr. Heil, Dr. Schöls, Hölz und Dr. Fuchs und Koch durften der Muttergottes die Hand geben, wie diese durch Hildegard dazu aufforderte. Danach fuhr die Muttergottes in den Himmel auf. Die Kinder gingen auf das Podium zurück. Dort angekommen, sprach Dr. Heil ein paar Worte zu dem Volk. Während der Ansprache mussten die Kinder aufs Podium gehen. Sie sahen die Muttergottes über dem Birkenwald. Auch Gretel und Maria sehen außer Hildegard die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Ich werde jetzt meinen ganz besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren. Herr Schmitt soll das verkünden." Dr. Heil hörte eben auf zu reden. Die Muttergottes segnete und fuhr dann in den Himmel auf. Zuvor sagte sie noch zu Hildegard: "Ich gebe Dr. Heil meinen besonderen Segen." Etwa fünf Minuten später sah das Jesukind aus dem Himmel und sagte zu Maria: "Auch Hölz soll einmal wieder sprechen."

Donnerstag, 25. Mai 1950, abends um 19.30 Uhr gehen die Kinder auf den Berg. Antonie und Erika sind bereits oben. Zur Erika sagt die Muttergottes: "Du, Maria, Antonie und Gretel geht zum Mast!" Unterwegs sagte die Muttergottes zur Gretel: "Die anderen Kinder sollen auch kommen." Am Mast berühren dann die Kinder alles wie sonst bei der Muttergottes, die inzwischen vom Birkenwald zum Mast herübergeschwebt war. Sie segnete die mitgebrachten Rosenkränze, Kreuze und Kerzen der Kinder. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Du und Gretel geht zum Baum." Die beiden Kinder gehen mit Schlötzer dorthin. Etwa zehn Meter vor dem Baum sehen die beiden Kinder auf der Bank einen Kelch stehen, über dem eine Hostie schwebt. Der Engel selbst war nicht dabei. Die beiden Kinder waren nun zuerst unschlüssig, was sie tun sollten, da sie keinen Engel sahen. Antonie nahm den Kelch in die Hand, reichte ihn Gretel und trank dann selbst von dem Kelch. Gretel gab die Hälfte der Hostie der Antonie und hörte eine Stimme: "Auch Herr Schlötzer soll mich empfangen." Die andere Hälfte gab Gretel Herrn Schlötzer. Inzwischen sah Gretel eine weitere Hostie im Kelch, nahm sie heraus und genoss sie. Die Kinder sehen im Kelch noch den Rest vom heiligen Blut. Gretel trank ihn nach Empfang der heiligen Kommunion aus. Als Gretel den Kelch auf die Bank hinstellte, sah Antonie einen weiteren Kelch auf der Bank stehen, der mit einer gelben Flüssigkeit gefüllt war. Die Kinder fragten das Jesukind, was der Inhalt dieses Kelches bedeute. Sie hörten eine Stimme: "Das ist Wein, den sollt ihr trinken!" Die beiden Kinder tranken die Flüssigkeit aus und sahen die beiden Kelche nicht mehr. Inzwischen kommen auch die übrigen Kinder mit Dr. Heil und Schmitt an. Zu Maria sagt die Muttergottes: "Du, Betti, Gretel und Antonie geht zum anderen Baum, wo der Engel war." Etwa 20 Meter vor dem hinteren Baum sieht Betti das Jesukind vor dem kleinen errichteten Altärchen stehen. Sie begrüßte das Jesukind am Baum und berührte alles. Daraufhin sah Betti den Kelchengel kommen. Die beiden Kinder Maria und Betti empfangen vom Engel die heilige Kommunion in beiden Gestalten, worauf der Engel wieder verschwand. Schlötzer ließ durch Maria das Jesukind fragen, warum die beiden Kinder Gretel und Antonie nicht die heilige Kommunion vom Engel empfangen durften. Darauf sagte das Jesukind zur Maria: "Die beiden Kinder Gretel und Antonie haben bereits die heilige Kommunion empfangen." (Schlötzer stellte diese Frage nur zur Probe. Er wusste wohl, dass Gretel und Antonie bereits am ersten Baum kommuniziert hatten.) Die Kinder sangen dem Jesukind das neue Lied. Anschließend sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, wir gehen zum Berg." Unterwegs zum Berg sagte das Jesukind zur Antonie: "Liebe Kinder, haltet einmal in der Woche eine Betstunde auf dem Berg." Kurz darauf sagte das Jesukind: "Haltet auch einmal in der Woche eine Stunde Anbetung in der Kirche." Zur Betti sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, geht alle Tage zur heiligen Messe! Wenn ihr krank seid, bleibt daheim, aber denkt an mich." Zur Maria sagte das Jesukind: "Heute wart ihr ernster als gestern am Baum." Dann sagte das Jesukind zu den Kindern: "Geht zur kleinen Kapelle, zündet eure Kerzen an und geht zum Podium. Ich habe es euch schon oft gesagt, bringt Kerzen mit, auch wenn es nur kleine Teile sind." Am Podium kamen auch die übrigen Kinder vom Mast herauf zum Podium. Die Muttergottes kam noch einmal kurz zum Podium und verschwand wieder, wie Antonie berichtet. Dann berührten alle Kinder nocheinmal alles am Jesukind, das zur Maria sagte: "Du, Betti, Antonie und Gretel, geht zum Mast." Schlötzer kam mit den vier Kindern zum Mast hinunter. Unterwegs sagte das Jesukind zur Betti: "Liebe Kinder, ich habe euch so lieb. Ich möchte euch in den Himmel mitnehmen. Das kann aber noch nicht sein, ihr müsst noch viel leiden." Dann durften die Kinder und die anwesenden Herren noch einmal am Jesukind alles berühren, welches sagte: "Jetzt gebe ich den Leuten meinen besonderen Segen, Dr. Heil soll dies verkünden." Das Jesukind segnete, fuhr in den Himmel auf und die Kinder gingen hinauf zum Podium. Dort sprach Dr. Heil noch einige Worte zu den Leuten und empfahl anschließend den Wundenrosenkranz zu beten. Während Antonie, Gretel, Maria und Betti mit Herrn Schlötzer vom Mast aus zum Baum gingen, blieben Hildegard, Kuni, Irmgard und Erika am Mast bei der Muttergottes zurück. Bald darauf sagt Hildegard: "Alle Kinder sollen zum Baum gehen." Die Muttergottes ging mit. Während Gretel, Maria, Antonie und Betti zum hinteren Baum gingen, sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Geht jetzt zum Berg!" Darauf hörte Erika, wie die Muttergottes sagte: "Hildegard und du sollt jetzt zum Mast gehen." Erika sagte darauf: "Gelobt sei Jesus Christus. Hast du das gesagt, liebe Muttergottes?" Die Muttergottes sagte darauf: "In Ewigkeit. Amen. Ja, geht zum Mast." Beide Kinder gingen darauf eiligst zum Mast. Die Muttergottes blieb bei Kuni und Irmgard und den sie begleitenden Männern zurück, die langsam zum Berg gingen. Am Mast dann empfingen Hildegard und Erika sowie Dr. Heil durch den Kelchengel die heilige Kommunion. Unterdessen gelangten Kuni und Irmgard vor dem Podium an. Beide Kinder sehen die Muttergottes nicht. Als Hildegard und Erika vom Mast zum Berg zurückgingen, knieten diese sich öfters hin, da die Muttergottes vom Berg aus den Segen gab. Zur Hildegard sagte die Muttergottes auf dem Berg: "Jetzt will ich die Statuen, Rosenkränze und Kreuze weihen. Dies soll verkündet werden." Dann sagte die Muttergottes zur Erika: "Schmitt, Koch, Dr. Heil und Hölz dürfen mir die Hand geben und alles berühren." Dann sagte Hildegard: "Die Muttergottes sagt, sie will jetzt Dr. Heil, Pfarrer Gailer und den übrigen Pfarrern, die für mich kämpfen, ihren besonderen Segen geben." Vorher, sagte Hildegard, segnete die Muttergottes alle ihre guten Bekannten. Dann sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht jetzt zum Mast." Auf dem Weg dorthin sagt sie wieder zur Hildegard: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen denen, die heute Nacht hier auf dem Berg durchbeten. Wenn ihr weiter so fleißig betet, werde ich euch beschützen." Am Mast mussten die Kinder der Muttergottes noch einmal die Hand geben und alles berühren. Zur Erika sagte sie: "Singt mir ein Lied." Danach fuhr sie in den Himmel auf. Die Kinder gingen dann zum Berg zurück. Vor dem Podium trafen sie mit den vier Kindern zusammen, die jetzt vom Baum herüberkamen. Das Jesukind war bei den vier Kindern. Hildegard und Erika sehen es vor dem Podium stehen. Auch Kuni sah das Jesukind jetzt, während sie es den ganzen Abend über nicht gesehen hat. Hildegard, Erika, Kuni und Irmgard durften dem Jesukind die Hand geben und alles berühren. Danach ging das Jesukind mit allen Kindern zum Mast und fuhr dort in den Himmel auf. Hierauf gingen alle Kinder zum Podium zurück. Nach der Ansprache von Dr. Heil beteten die Kinder den Wundenrosenkranz vor. Erika hörte eine Stimme: "Antonie, Gretel, Maria und du, geht jetzt zur Grotte!" Erika sagt daraufhin: "Gelobt sei Jesus Christus", und eine Stimme antwortet: "In Ewigkeit. Amen." Auf halbem Weg sehen die Kinder jetzt die Muttergottes über dem Birkenwald. Je näher sie kommen, desto mehr sehen sie, wie die Muttergottes langsam am Wald herunterschwebt und direkt über, der Grotte stehen blieb. Die Kinder fragten die Muttergottes: "Liebe Muttergottes, warum bist du noch einmal gekommen?" Sie antwortete: "Liebe Kinder, ich bin deshalb gekommen, weil so fromm gebetet wurde und weil die Kinder heute so brav waren. Wenn ihr bei der Grotte seid, gebt mir die Hand und berührt alles. Ich will jetzt die Grotte ganz besonders segnen." Die Kinder begrüßten an der Grotte die Muttergottes. Diese ging danach zur kleinen Grotte, die Antonie errichtet hatte. In der kleinen Grotte kam auf einmal das Jesukind vom Himmel herunter. Die Kinder freuten sich sehr darüber. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Herr Schmitt soll den Leuten an der Grotte sagen: Mein göttlicher Sohn ist hier. Ich bin hier noch einmal gekommen, weil so fromm gebetet wurde." Als Schmitt zur Grotte zurückkam, sagte Gretel: "Die Muttergottes wünscht, dass Herr Schmitt ihr die Hand gibt und alles berührt." Die Muttergottes hielt dessen Hand etwa zwei bis drei Minuten fest. Danach ging sie mit dem Jesukind und den Kindern weiter. Erika sagt, das Jesukind wünscht, dass wir zum Kreuz gehen. Die Kinder trauten sich im ersten Moment nicht weitergehen. Doch fassten sie Mut und folgten dem Wunsch des Jesuskindes. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Ich habe euch prüfen wollen, ob ihr auch mir zum Kreuze folgt. Geht jetzt zum Berg!" Auf dem Weg dorthin drückte das Jesukind mehrmals seine Freude darüber aus, dass die vorübergehenden Leute sich niederknieten und sich bekreuzten, wenn es auch nicht segnete. Zur Antonie sagte es: "Ich gehe mit meiner Mutter nun zum Mast und fahre in den Himmel auf." Es sagte noch unterwegs dorthin: "Die anderen Kinder sollen vom Berg zum Mast herunterkommen!" Doch diese Kinder waren bereits heimgegangen. (Bericht von Schmitt.)

Freitag, 26. Mai 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder gehen zum Berg, außer Antonie. Die Kinder nahmen Aufstellung vor dem Podium. Nach einiger Zeit sagten Gretel und Hildegard: "Die Muttergottes sagt: Holt mich ab!" Die Kinder gingen zum Mast. Auf halbem Weg sahen sie schon, wie die Muttergottes dort auf sie wartet. Sie begrüßten die Muttergottes, die dann die mitgebrachten Kreuze und Rosenkränze segnete. Zur Gretel sagt dann die Muttergottes: "Die fremden Kinder und die Männer, die bei euch sind, dürfen mich auch berühren." Antonie kommt jetzt zu den Kindern. Sie sagt: "Ich sehe das Jesukind in der Sonne." Auch Hildegard sagt das Gleiche! Dann sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Geht jetzt zum Berg!" Zur Maria und Gretel sagte die Muttergottes: "Antonie, Betti und ihr beiden, geht zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sahen die vier Kinder in der Sonne das Jesuskind. Nach Aussage der Kinder hatte es auf dem Arm ein kleines Lamm. Gretel hörte eine Stimme: "Bleibt jetzt stehen!" Dann sagt Antonie: "Das Jesukind ist fort und ich sehe die Inschrift: JHS." Dann sehen alle vier Kinder die Heiligste Dreifaltigkeit in der Sonne, und zwar den Gnadenstuhl. Danach sehen die Kinder wieder das Jesukind in der Sonne. Antonie, Erika, Maria sagen: "Vom Haupt des Jesukind strahlt ein rosarotes Licht aus." Sie sagen zu Herrn Schmitt: "Sehen sie denn nicht unsere Gesichter davon glänzen?" Dann verschwand die Sonne hinter einer dicken Wolkendecke und die Kinder sehen nichts mehr. Sie gehen zum Baum. Etwa 20 Meter vor dem Baum sehen alle vier Kinder auf dem Betschemel den Kelch und die heilige Hostie. Die Kinder knieten nieder und Antonie nahm den Kelch und reichte ihn den vier Kindern und dann auch Kuni. Gretel teilte die heilige Hostie und gab davon jedem Kind. Betti sieht das Jesukind, wie es aus dem Himmel schaut. Das Jesukind sagt zu ihr: "Die anderen Kinder sollen auch vom Berg kommen!" Sie wurden herbeigerufen. Dann sagte Betti: "Jetzt kommt das Jesukind vom Himmel herunter und stellt sich neben die Kniebank hin." Die Kinder knieten sich um das Jesukind herum. Antonie sieht währenddessen ein großes Kreuz am Himmel. Die Gestalt daran konnte sie nicht erkennen. Dann sagte das Jesukind zur Antonie: "Gretel, Maria und du, geht zum Baum hinüber! Auch das fremde Kind, das bei euch ist, darf mitgehen." Als die Kinder etwa 30 Meter gelaufen waren, sahen sie etwa eine Minute lang die Heiligste Dreifaltigkeit in etwa 60 cm Größe über dem hinteren Baum. Nachdem die Heiligste Dreifaltigkeit entschwunden war, sagten Antonie und Maria: "Am Baum kämpfen Soldaten, braune und schwarze gehen durcheinander; sie schießen. Dann sieht Antonie, wie zwei Russen auf sie zugehen. Antonie erkannte in dem einen den guten Russen, dem sie vor zehn Tagen bei den am ersten Baum geschauten Kämpfen am Baum begegnete. Die Kinder gaben diesem die Hand. Da erkannte Antonie in dem zweiten Soldaten den bösen Russen (Oberst), Die Kinder sagen: "Wir haben die Madonna gesehen und das Jesukind. Wir glauben an die Madonna und die Heiligste Dreifaltigkeit." Der Russe sagte darauf: "Was ist die Heiligste Dreifaltigkeit?" Maria antwortete: "Es ist Gott Vater, Gott Sohn und Gott-Heiliger Geist." Der Russe herrschte sie an und sagt: "Schweigt, es ist alles Schwindel." Die Kinder gingen dann an diesen zwei vorbei zum Baum, nachdem eine Stimme zu ihnen sagte: "Geht weiter zum Baum." Dort sehen die Kinder auf dem Baum ein kleines Engelchen. Gretel und Maria wollten es herunterholen, es gelang ihnen nicht. Zur Antonie sagt eine Stimme: "Tut jetzt Buße, indem ihr rutscht." Zur Gretel sagte darauf die Stimme: "Wenn ihr Buße tun wollt, dann rutscht bis zur Straße und wieder zurück zum Baum und zwar mit gefalteten Händen!" Auf dem Weg dorthin sagte das Jesukind zur Gretel: "Es freut mich, dass das fremde Mädchen auch rutscht, wenn ich es auch nicht aufgefordert habe." (Das Kind war von Ermstätten, Diözese Münster, hatte sich einfach angeschlossen.) Nach etwa fünf Minuten sagte eine Stimme zur Gretel: "Liebe Kinder, rutscht jetzt jedes für sich." (Nicht hintereinander, sondern nach Belieben hin und her.) Gretel sagt darauf: "Gelobt sei Jesus Christus." Darauf die Antwort: "In Ewigkeit. Amen. Ich habe es gesagt, das liebe Jesuskind." Erika hörte eine Stimme: "Bete du jetzt: 'O Maria hilf...'" Erika sagte darauf: "Im Namen Jesu und der Muttergottes: Gelobt sei Jesus Christus." – "Ich habe es gesagt, die Muttergottes." Die Kinder rutschten einzeln umher, etwa eine Viertelstunde lang. Währenddessen beteten sie den schmerzhaften Rosenkranz. Bei dem Gesätz: 'Der für uns mit Dornen gekrönt worden ist', sagt Gretel: "Ich bin beim ersten 'Ave Maria' in einen Dorn gerutscht. Ich habe es dem Jesukind gleich aufgeopfert." Am Ende dieses Gesätzes steckten fünf Dornen in ihrem Knie. Auch Maria und Antonie hatten Dornen in ihrem Knie. Beim vierten Gesätz sagt Gretel: "Lieber Heiland, lass mich auch an deinem Kreuztragen teilnehmen." Sie spürte dreimal einen starken Druck auf die Schulter. Beim fünften Gesätz bat sie den Heiland, an seiner Kreuzigung teilnehmen zu dürfen. Sie spürte dann, wie die Hände und Füße und die Seite starke Stiche durchbohrten. Inzwischen kamen die übrigen Kinder vom zweiten Baum herüber, nachdem dort diese die heilige Kommunion empfangen hatten und das Jesukind und die Muttergottes in den Himmel aufgefahren waren. Nach etwa zehn Minuten sagte Hildegard: "Die Muttergottes ist wieder über dem Birkenwald. Sie sagt: Liebe Kinder, geht jetzt zum Berg! Seid andächtig dabei! Der Böse wird euch versuchen, wenn ihr zum Podium kommt." Die Kinder sammelten sich und gingen langsam betend zum Berg. Etwa 50 Meter vor dem ersten Baum sagte die Muttergottes zur Antonie: "Jetzt rutscht bis zum Berg!" Antonie sagte darauf: "Gelobt sei Jesus Christus, im Namen Christi." Die Stimme antwortete darauf: "Im Namen Christi, ich habe es gesagt." Während des Rutschens hörte Gretel das Jesukind sprechen: "Rutscht für die Ungläubigen und für die Bekehrung der Sünder!" Maria und Gretel sagen: "Wir können nicht mehr." Maria erklärte, ihre Kniee seien sehr geschwollen. (Etwa 600 bis 700 Meter waren sie gerutscht – keine Eidetik oder Fantasie!) Kuni hörte eine Stimme: "Rutscht bis zur Biegung, dann lauft wieder, bis ich es sage, dass ihr rutschen sollt." Die Kinder liefen dann etwa 30 bis 40 Meter, und Kuni, die an der Spitze lief, hörte eine Stimme: "Rutscht jetzt wieder!" Auf dem Berg sieht das Jesukind aus dem Himmel heraus und sagt zur Erika: "Heute macht ihr mir Freude." Hildegard sieht immer noch die Muttergottes über dem Birkenwald. Als die Kinder zur betenden Menge kamen, sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich will meinen besonderen Segen geben. Herr Schmitt soll es verkünden." Am Podium angekommen, sagt Hildegard: "Die Muttergottes will jetzt noch einmal segnen und dann in den Himmel auffahren." Kuni hörte eine Stimme: "Rutscht bis auf halbem Weg zum Mast, geht dann heim, denn ihr seid müde."

Samstag, 27. Mai 1950, abends um 19.30 Uhr gehen die Kinder mit Schlötzer auf den Berg. Erika war nicht dabei. Gretel sagt: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Geht zum Mast!" Dort berühren die Kinder die Muttergottes wie sonst. Inzwischen kommt auch Erika hinzu. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Du, Erika und Antonie, geht zum Baum, wo die Engel waren." Unterwegs zum Baum sah Antonie plötzlich das Jesukind auf ihrem Arm. Am Baum berührten die Kinder das Jesukind wie gewohnt. Es gab seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Zur Maria sagt das Jesukind: "Liebe Kinder, tut Buße für die Ungläubigen und Sünder." Ferner: "Liebe Kinder, geht zum Berg!" Auf dem Weg dorthin begegneten uns die übrigen Kinder mit Herrn Hölz. Diese Kinder begleiteten die Muttergottes zum Baum, wo vorher die anderen Kinder waren. Da die Kinder, die bei Schlötzer waren, nichts sahen, auch nicht die Muttergottes, glaubten sie sich den Kindern anschließen zu müssen, die bei Herrn Hölz die Muttergottes sahen. Hölz ließ ein Kind fragen, ob sie mitgehen sollen. Die Muttergottes sagte zur Kuni: "Was mein süßes Kind sagt, das tut." Darauf ging Schlötzer mit den Kindern weiter zum Berg. Unterwegs nach dort sahen die vier Kinder, wie das Jesukind herunter vom Himmel schwebte zum Podium. Die Kinder freuten sich sehr darüber, dass das Jesukind nocheinmal kam. Am Berg sagte das Jesukind zur Maria: "Ich will die Statuen, die Rosenkränze, die Bilder und die Kerzen segnen. Schlötzer soll das sagen." Danach sagte das Jesukind zur Antonie: "Begleitet mich zum Mast!" Das Jesukind gab sehr oft seinen besonderen Segen und ging mit den Kindern auffallend langsam zum Mast. Das Jesukind sagte zur Antonie: "Der Segen, den ich gebe, ist ein besonderen Segen. Herr Schlötzer soll das den Leuten sagen." Am Mast berühren die Kinder das Jesukind noch einmal. Auch die übrigen Kinder kamen hinzu, sowie die anderen Herren durften ebenfalls das Jesukind berühren. Es sagte dann zur Gretel: "Singt mir und meiner Mutter zu Ehren ein Lied." Anschließend segnete das Jesukind einzeln, erteilte seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Es sagte noch zur Gretel: "Kommt morgen um drei Uhr und halb acht wieder! Geht jetzt heim!"

Nachtrag zum Samstag, 27. Mai 1950. Nachmittags 15.00 Uhr gingen Maria, Kuni, Betti, zum Berg zum Podium. Die Muttergottes erschien über dem Birkenwald und sagte zur Kuni: "Geht zum Lichtmast!" Die Kinder gingen mit Herrn Hölz und Dr. Sigl hin. Während des Gehens kommt Antonie von dem Birkenwald her. Sie ist zuerst am Lichtmast, kniet sofort nieder und gibt der Muttergottes die Hand. Die Kinder geben der Muttergottes auch die Hand, berühren die Krone, den Saum des Gewandes. Auch die Herren Hölz, Dr. Sigl und Koch, durften es tun. Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Maria, Gretel, Antonie und Erika sollen jetzt zum Baum gehen, auf dem die Engel waren." Die vier genannten Kinder gehen mit Koch dorthin. Der Kelchengel kam und alle empfingen die heilige Kommunion unter beiden Gestalten, auch Herr Koch. Eine Stimme sagte, sie sollen zum zweiten Baum gehen. Unterwegs sahen Erika und Antonie über dem Baum einen roten Schein, der wieder verschwand. Am Baum war bereits das Jesukind. Alle durften alles berühren. Das Jesukind gab seinen besonderen Segen und fuhr wieder in den Himmel auf. Die anderen Kinder kamen mit der Muttergottes auch an den ersten Baum, empfingen ebenfalls durch den Kelchengel die heilige Kommunion in beiderlei Gestalt, auch Hölz und Dr. Sigl. Dann sagte die Muttergottes zur Kuni: "Ich segne jetzt diejenigen, die für mich kämpfen." Dann kam Kuni mit den anderen Kindern und der Muttergottes zum zweiten Baum. Die anderen Kinder gingen diesen entgegen und schlossen sich der Muttergottes an. Am zweiten Baum durften die Kinder bei der Muttergottes alles berühren. Sie sagte: "Geht jetzt ein Stückchen weiter, wo ich dann meinen besonderen Segen gebe und in den Himmel auffahren werde!" Zur Kuni sagte noch die Muttergottes: "Es freut mich, dass ihr gekommen seid, ohne dass ich es gesagt habe."

Pfingstsonntag, 28. Mai 1950, nachmittags 15.00 Uhr, 5.000 Menschen. Gretel, Maria, Betti, Erika und Kuni gehen mit Schlötzer auf den Berg. Gretel und Maria sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Maria sagt die Muttergottes, wir sollen sie abholen. Die Kinder gehen zum Mast, wo die Muttergottes bereits wartet. Die Kinder berühren alles wie sonst, ebenfalls die anwesenden Herren. Die Muttergottes fragt: "Wo ist Antonie?" Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Jetzt gehen wir auf den Berg." Dort sagt die Muttergottes zur Maria: "Jetzt will ich die Rosenkränze, Kreuze und Zündhölzer segnen." Weiterhin sagt die Muttergottes zur Maria: "Berührt noch einmal alles, dann geht zum Baum!" Unterwegs dorthin gab die Muttergottes mehrmals ihren besonderen Segen und sagte zur Maria: "Das freut mich, dass sich einige Leute auf dem Berg hinknien, wenn ich den Segen gebe. Schlötzer soll es den Leuten sagen." Am Baum berührten die Kinder noch einmal alles. Die Muttergottes segnet jedes Kind einzeln und fuhr in den Himmel auf und sagte den Kindern: "Geht heim und kommt um halb acht wieder."

Pfingstsonntag, 28. Mai 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 5.000 Menschen. Um 19.30 Uhr abends gehen Maria, Gretel, Erika und Kuni mit Schlötzer zum Berg. Kurz vorher regnete es noch sehr stark. Als die Kinder auf halbem Weg zum Berg waren, teilten sich die Wolken bei der untergehenden Sonne. Die Sonne gab ein sehr auffallendes Licht von sich. Die Kinder sowie die umstehenden Anwesenden konnten deutlich die rotierende Sonne beobachten, ohne geblendet zu werden. Die vier Kinder sahen dann in der Sonne die Muttergottes mit einem blauen Mantel, den sie ausbreitet. Zu ihren Füßen sehen die Kinder das Jesukind bei der Muttergottes stehen. Die Kinder hörten nach etwa fünf Minuten eine Stimme: "Kinder, geht jetzt zum Berg!" Etwas später konnte man die untergehende Sonne in ganz seltener Färbung beobachten. Am Berg sahen die Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sagte zur Gretel: "Holt mich ab!" Am Mast berühren die Kinder die Muttergottes wie sonst. Zur Erika sagte sie: "Geht zum Baum, wo die Engel waren!" Die Kinder gehen dorthin und berühren am Baum alles an der Muttergottes. Dann sagte diese zur Gretel: "Holt mich ab!" Am Mast berühren die Kinder die Muttergottes wie sonst. Zur Erika sagte sie: "Geht zum Baum, wo die Engel waren!" Die Kinder gehen dorthin und berührten am Baum alles an der Muttergottes. Dann sagte diese zur Gretel: "Geht jetzt zum Berg!" Etwa 20 Meter vom Baum entfernt zum Berg sagte die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Darauf gingen die Kinder weiter zum Berg. Dort beteten die Kinder mit der Menge den Engel des Herrn. Maria und Gretel sahen das Jesukind vom Himmel herabkommen zu den Kindern am Podium. Das Jesukind sagte zur Maria: "Jetzt will ich die Kreuze, die Rosenkränze und Streichhölzer weihen." Danach gab das Jesukind allen Leuten seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder beteten den Wundenrosenkranz und gingen heim.

Pfingstmontag, den 29. Mai 1950, nachmittags um 15.00 Uhr gehen alle Kinder zum Berg vor das Podium. Antonie stand bereits dort. Nach etwa fünf Minuten sagten Maria und Erika zu Schmitt: "Die Muttergottes ist über den Birken." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Holt mich alle am Mast ab!" Nach der Begrüßung der Muttergottes am Mast sagt zu Maria die Muttergottes: "Antonie, Gretel, Erika, du und Marlene (eine Verwandte von Herrn Hölz), geht zum Baum hinüber!" Erika hörte dasselbe, obwohl sie nicht neben Maria kniete. Unterwegs sagt Antonie: "Die Muttergottes sagt: Mein göttlicher Sohn und ich sind nicht hierher gekommen, damit die Leute Geschäfte machen. Wir sind gekommen, um die Leute zum Gebet und zur Buße aufzurufen. Schmitt soll das auf dem Berg verkünden." Die Kinder sehen das Jesukind vom Himmel auf den hinteren Baum herunterschweben. Es segnete mehrmals. Auf dem Weg vom ersten zum zweiten Baum sagte das Jesukind zur Erika: "Tut heute Buße." Auf dem Weg fordert das Jesukind die Kinder auf, heute andächtig und schön zu gehen. Am Baum wartet das Jesukind bereits am Boden stehend auf die Kinder. Die Kinder begrüßten das Jesukind wie immer mit: "Sei gegrüßt, o holder Himmelsknabe...", und: "Gelobt sei Jesus Christus." Die Kinder beteten danach den Wundenrosenkranz weiter. Zur Antonie sagte das Jesukind: "Erika und du, geht etwas weiter!" Beide Kinder gehen etwa 15 bis 20 Meter auf den Wald zu. Sie rufen Schmitt herbei und sagen: "Im Wald drüben kämpfen wieder so viele Soldaten." (Dauer etwa eine Minute.) Danach sehen die Kinder nichts mehr. Sie gingen zum Jesukind und zu den übrigen Kindern am Baum zurück. Zur Gretel sagt das Jesukind: "Geht zum Berg!" Als die Kinder 30 Meter vom Baum entfernt waren, sagt das Jesukind zur Erika: "Tut Buße." Erika fragte das Jesukind: "Sollen wir rutschen?" Antwort: "Ja, bis zum Baum." Nach etwa fünf Metern sagt das Jesukind wieder zur Erika: "Maria-Lena braucht nicht mitrutschen, wenn sie nicht will. Aber es wird mich freuen, wenn sie es tun würde." Die anderen Kinder kommen mit der Muttergottes entgegen. Während die fünf Kinder zum Baum gingen, blieben die anderen beim Mast zurück (Hildegard, Irmgard, Betti und Kuni) bei der Muttergottes, die zur Hildegard sagte, wir sollen nach oben zum Podium gehen. Dort will sie die Statuen, Kerzen, Rosenkränze und Streichhölzer weihen und segnen und heute Abend wird sie diese Gegenstände wieder segnen. Sie weiht und segnet. Dann sagt die Muttergottes zur Hildegard; wir sollen zum zweiten Baum gehen. Auf dem Weg zum ersten Baum sagt die Muttergottes: "Die Leute sollen auf den Berg gehen oder ins Birkenwäldchen." Am Baum sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht jetzt zu den anderen." Die Kinder begegneten einander zwischen dem ersten und zweiten Baum. Hildegard sagt: "Die Muttergottes sagt, die anderen Kinder, Erika, Antonie, Gretel, Maria, sollen mit zum Baum gehen." Herr Schmitt sagt: "Das Jesukind wünscht, dass diese Kinder jetzt mit ihm zum Berg gehen." Die vier Kinder, bzw. fünf – mit Maria Heilmann – gingen mit dem Jesukind weiter zum Berg. Jetzt sagt Hildegard: "Die Muttergottes sagt: Das tut mir so weh, dass die anderen Kinder nicht mitgehen." Kuni äußert, eine Stimme sagt zu ihr: "Ihr braucht nicht zum Baum gehen. Rutscht auch ihr mit den anderen Kindern." Herr Hölz sagt dies zu Herrn Schmitt und dieser ließ durch alle vier Seherkinder die Frage an das Jesukind richten: "Im Namen Jesu, sage uns: Sollen wir zum Baum gehen oder zum Berg?" Darauf hörten alle vier Kinder das Jesukind sprechen: "Im Namen Jesu, geht zum Berg!" Das Jesukind ging mit weiter und schwebte nach etwa fünf Metern auf den ersten Baum. Kuni kommt jetzt zu den vier Seherkindern, um dort zu rutschen. Die anderen Kinder und Hildegard, Irmgard und Betti, gingen zum zweiten Baum mit der Muttergottes. Hildegard sagt: "Ich sehe in den Augen der Muttergottes Tränen." Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Es tut mir so weh, weil die anderen Kinder nicht hören." Dann segnete die Muttergottes jedes einzelne Kind. Dann sagte die Muttergottes wieder zur Hildegard: "Ich bin ganz betrübt." Hölz versuchte Klarheit zu bekommen, ob die Muttergottes tatsächlich da sei und gesprochen habe. Er betete den Exorzismus und hielt ihr das vor längerer Zeit gesegnete Kreuz entgegen, das sie erneut segnete und küsste. Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Gehen wir ein Stückchen weiter, dann fahre ich in den Himmel auf." Während des Gehens ließ Hölz die Frage stellen: "Wer hat den anderen Kindern gesagt, dass sie rutschen sollen?" Antwort: "Mein Kind hat es nicht gesagt, der Teufel sei es gewesen." Zweite Frage: "Warum hat der Exorzismus, den Herr Schmitt gebetet hat, nichts genützt?" Antwort: Weil sich die Kinder nicht vertieft hätten. Es war die Sprache des Teufels. Die Kinder müssen auf die Sprache achten. Das Jesukind ist da gewesen, aber es ist die Sprache des Teufels gewesen. Sie sollen heute Abend nicht zum Baum gehen, nur wenn ich dabei bin. – "Ich freue mich, dass ihr so anständig gewesen seid. Bleibt heute Abend zusammen." Die letzten zwei Sätze hat sie gesagt, als sie bereits in den Himmel aufgefahren war und noch einmal herausschaute. – Dann noch einmal: "Der Teufel will euch versuchen, aber ich werde euch beschützen." Die Kinder gingen dann zum Podium und trafen unterwegs Herrn Schmitt mit den rutschenden Kindern. Die fünf Kinder bei Schmitt rutschten nach der Begegnung mit der Muttergottes bis zum ersten Baum. Das Jesukind sagt zur Maria Heilmann: "Beim Baum wartet ihr etwas." Als die Kinder etwa fünf Meter vom Baum entfernt waren, schwebte das Jesukind vom Baum herunter und stellte sich auf die sich dort befindliche Kniebank. Antonie nahm dort das Jesukind auf den Arm und stellte es danach auf den Boden. Gretel führte es mit Antonie. Nach etwa 20 Metern sagte Gretel: "Das Jesukind sagt: Ich will jetzt allein gehen." Gleich darauf sahen Antonie und Erika einen Kelch in etwa einen halben Meter vor sich über dem Boden schweben.

Erika nahm den Kelch und gab den Kindern zu trinken, während Antonie die heilige Hostie austeilte. Sie brach immer ein Stückchen von der Hostie ab und den Rest genoss sie danach selber. Gretel hörte das Jesukind sagen: "Wer die heilige Kommunion empfangen hat, soll mich weiter begleiten." Zur Kuni sagte das Jesukind: "Wenn ihr weiter Buße tun wollt, dann rutscht weiter." Jetzt sagt Antonie, sie hört eine Stimme: "Erika und ich sollen zum Baum gehen." Die Kinder folgten und sehen auf dem Weg zum Baum, wie es Rosen vom Himmel regnete und zwar nur um den Baum herum. Auch einen leeren Korb sehen sie herunterschweben. Am Baum angekommen, sammelten die beiden Kinder von den Rosen in den Korb. Antonie sagte zu Schmitt: "Die Rosen liegen etwa zehn cm übereinander." Nachdem die Kinder ihren Korb gefüllt hatten, gingen sie auf den Berg zurück. Sie trafen darauf die übrigen Kinder, die beim Jesukind waren und rutschten. Etwa zehn Meter rutschten sie mit. Dann sagte Antonie, dass eine Stimme sagt, sie sollen noch ein paar Körbe füllen und sie beim Podium ausstreuen. Beide Kinder gingen darauf zum Baum zurück. Während des Rutschens sagt das Jesukind zur Gretel: "Am Podium werde ich die Rosenkränze, Statuen, Kreuze und Zündhölzer weihen und segnen." Hildegard, Betti und Irmgard kamen vom Baum zurück zu den übrigen Kindern. Hildegard sagt: "Die Muttergottes sagt: sie sollen nicht rutschen." Die Kinder standen daraufhin auf und gingen etwa zehn Meter auf dem Weg zum Podium weiter. Das Jesukind sagt zur Kuni: "Rutscht jetzt bis zum Podium." Dort angekommen, sagt Maria: "Das Jesukind will jetzt die Rosenkränze, Kreuze, Statuen und Zündhölzer segnen. Es soll gleich verkündet werden." Danach sagte das Jesukind zur Maria: "Gretel und Maria-Lena und Schmitt sollen zum Mast gehen." Die drei Kinder gingen mit Schmitt hinunter. Am Mast fragten die Kinder das Jesukind, was sie tun sollen. Darauf sagte das Jesukind: "Ich wollte euch nur prüfen." Schmitt forderte die Kinder auf, jetzt wieder zum Berg zu gehen. Gretel hörte eine Stimme: "Herr Schmitt soll verkünden, dass ihr von meinem göttlichen Kind geprüft worden seid." Die Stimme sagte weiter: "Gelobt sei Jesus Christus. Ich habe es gesagt, die Muttergottes." Auf dem Weg zurück zum Podium kamen die anderen Kinder mit dem Jesukind entgegen. Am Mast angelangt, sagt das Jesukind zur Maria: "Berührt alles an mir, dann gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Zur Gretel sagt eine Stimme: "Herr Schmitt soll auf dem Berg verkünden, dass mein göttlicher Sohn und ich hier waren, alles segneten und in den Himmel wieder auffuhren."

Pfingstmontag, 29. Mai 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 3.500 Menschen. Um 19.30 Uhr gehen alle Kinder zum Berg auf das Podium außer Antonie. Darauf sehen Gretel und Maria die Muttergottes über dem Birkenwald. Auch Erika sieht sie und zu ihr sagt die Muttergottes: "Holt mich alle ab!" Am Mast stand bereits die Muttergottes und die Kinder begrüßten sie. Antonie kommt hinzu. Danach sagt die Muttergottes zur Maria: "Geht zum Berg! Antonie, Erika, Gretel, du und Maria-Lena (von Ermstätten) sollen zum Baum hinüberkommen." Schmitt ließ die Muttergottes durch Maria fragen: "Liebe Muttergottes, du hast heute Mittag zur Hildegard gesagt: Die Kinder sollen nicht zum Baum kommen, wenn du nicht dabei bist." Darauf die Antwort: "Die Kinder dürfen hinüber, wenn mein göttlicher Sohn dabei ist. Er kommt heute Abend zum Baum herunter." Daraufhin gingen die fünf Kinder mit Schmitt zum Baum, während die übrigen mit der Muttergottes vor das Podium gehen. Am Berg sagt die Muttergottes zur Kuni: "Jetzt will ich die Rosenkränze und Zündhölzer segnen." Anschließend berühren die Kinder und auch die begleitenden Herren alles wie sonst. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Geht zum Baum und betet den Wundenrosenkranz!" Am Baum sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Jetzt will ich die Kinder einzeln segnen." Anschließend gab die Muttergottes ihren besonderen Segen den Leuten und sagt: "Wenn ihr mit eurem Gebet (Wundenrosenkranz) fertig seid, dann singt mir ein Lied vor." Die Kinder führten dies aus. Weiterhin sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Die Gebete der Leute erfreuten mich." Sie segnete nochmals, fuhr in den Himmel auf und sagte dabei: "Geht jetzt zu den anderen Kindern." Während die Muttergottes zum Berg ging, gingen die übrigen Kinder zum Baum hinüber. Auf dem Weg dorthin sehen sie bereits, wie das Jesukind vom Himmel herausschwebt und über dem Baum stehen blieb. Als die Kinder näher kommen, stellte es sich auf die Kniebank. Die Kinder begrüßten es und dann ließ Schmitt von Gretel folgende Fragen stellen:

1. Liebes Jesuskind, hat deine liebe Mutter heute Nachmittag geweint? – Antwort: "Ja, aber nicht über euch."

2. Liebes Jesuskind, warum hat sie geweint? – Antwort: "Weil ich (Jesus) immer so viel leiden muss."

3. Liebes Jesuskind, hast du heute Nachmittag den Auftrag gegeben, zum Berg zu gehen? – Antwort: "Ja, ich sagte, geht zum Berg."

4. Hildegard sagt: "Deine liebe Mutter hat heute Nachmittag gesagt: Wir (die vier Kinder) hätten der Stimme des Teufels gefolgt." Das Jesukind antwortete: "Ihr habt mir gefolgt. Das hat meine liebe Mutter nicht gesagt." (Dies hörten alle vier Kinder – Schmitt.)

Danach, sagte das Jesukind zur Maria: "Geht mit mir zum zweiten Baum." Nach etwa 30 Metern sagt Antonie: "Erika und ich sollen zum ersten Baum zurückgehen." Die anderen Kinder gingen mit dem Jesukind weiter. Am zweiten Baum angekommen, sagt das Jesukind zur Gretel: "Richtet das kleine Altärchen etwas schöner her!" Zur Maria sagt das Jesukind: "Pflückt von den Feldblumen und schmückt damit das kleine Altärchen!" Danach kamen Antonie und Erika zum ersten und zweiten Baum. Dort sagten sie zu Schmitt: "Wir haben über dem Birkenwald einen Saal gesehen. Darinnen sassen auf einer Bank elf Männer und eine Frau, auf deren Köpfen waren feurige Flammen. Vor ihnen waren Tische. Alle schauten zum Himmel empor. Ein Mann ging danach aus dem Saal." Schmitt sagt zur Antonie: "Frage das Jesukind, das vor dir steht, wer diese elf Männer und diese Frau seien." Das Jesukind sagt: "Es waren die elf Apostel und die Frau war meine Mutter. Sie saß zwischen Johannes und Petrus. Der Mann, der aus dem Saal ging, war Petrus." Danach sagte das Jesukind zur Antonie: "Geht ein wenig weiter!" Das Jesukind ging mit und die Kinder gingen etwa 60 Meter südlich des Baumes auf den Wald zu. Dort blieb das Jesukind stehen. Antonie hörte das Jesukind sagen: "Geh' du etwas weiter zurück mit Erika." Bald darauf ging das Jesukind mit den übrigen Kindern zum Baum zurück. Antonie und Erika schlossen sich den übrigen Kindern an und gingen zum Baum zurück. Antonie sagt: "Am Waldrand steht eine Gestalt im weißen Gewand mit schwarzem Hut und dunklem Angesicht." Die übrigen Kinder kommen vom Berg ebenfalls zurück und schlossen sich an. Schmitt bat Herrn Hölz, den Exorzismus zu beten, ohne dass die Kinder es merken. Nach eineinhalb Minuten sahen Antonie und Erika zurück und sagten: "Die Gestalt ist verschwunden, ist nicht mehr da." Beim Baum angekommen, gab das Jesukind seinen Segen und fuhr in den Himmel auf. Auf dem Berg sollen die Kinder den Wundenrosenkranz beten. Dort hielt Hölz eine kurze Anspräche. Währenddessen sieht Antonie über dem Birkenwald ein Dorf mit einer Kirche und einem einzigen Kirchturm. In den Straßen gehen grau-grüne Soldaten. Sie essen und trinken. Unter den Türen der Häuser stehen Männer, Frauen und Kinder. Über dem Kirchturm stand die Muttergottes. Nach der Rede des Herrn Hölz wurde der Wundenrosenkranz gebetet. Hildegard sah über dem Birkenwald ebenfalls die Müttergottes. Während des Wundenrosenkranzes sahen Gretel und Erika das Jesukind aus dem Himmel kommen. Es schwebt zu den Kindern herunter und sagt zur Gretel: "Ich bin deshalb noch einmal zu euch gekommen, weil mich eure schönen Gebete erfreut haben. Euer Gebet dringt durch die Wolken. Schlötzer soll es den Leuten sagen." Darauf sagt das Jesukind zur Maria: "Jetzt will ich die Leute segnen, meinen besonderen Segen geben für die, die heute Nacht durchbeten." Etwas später sagt das Jesukind zur Maria: "Jetzt will ich auch die Leute segnen, die heute Nacht nicht dableiben können." Danach sagt Antonie: "Hildegard und ich sollen zum Mast kommen, um dort die Muttergottes abzuholen, die vom Birkenwald herüberschwebt." Beide Kinder begrüßen das Jesukind. Auch Schmitt muss ihm die Hand geben und alles berühren. Danach ging die Muttergottes zum Berg. Dort mussten auch die übrigen Kinder der Muttergottes die Hand geben und alles berühren. Dann fuhr das Jesukind in den Himmel auf und gleich darauf auch die Muttergottes.

Dienstag, 30. Mai 1950, abends 19.30 Uhr, 1.500 Menschen. Um 19.30 Uhr gehen alle Kinder, außer Erika und Antonie, zum Berg. Nachdem die Kinder etwa zwei Minuten am Podium standen, sahen Gretel, Hildegard und Maria die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Maria sagt sie: "Liebe Kinder, geht schön langsam." Dort begrüßten die Kinder die Muttergottes. Antonie kam auch hinzu. Nachdem die Muttergottes die mitgebrachten Rosenkränze und Medaillen gesegnet hatte, sagte sie zur Maria: "Gretel, Antonie und du, geht zum Baum!" Maria sagt darauf zur Muttergottes: "Liebe Muttergottes, sage es im Namen Jesu." Darauf antwortet die Muttergottes: "Gelobt sei Jesus Christus, ich habe es gesagt." Die anderen Kinder gingen mit der Muttergottes zum Berg vor das Podium. Dort angekommen, sagt die Muttergottes zur Hildegard und Kuni: "Es soll gesagt werden, dass die Muttergottes jetzt Statuen, Kerzen, Rosenkränze und Streichhölzer weihe und segne." Es geschah. Danach gab die Muttergottes jedem einzelnen Kind den Segen, auch Herrn Hölz und Koch. Zur Hildegard sagt die Muttergottes, die Kinder sollen ihr ein Lied singen. Sie sangen: 'Sei gegrüßt, du Gnadengarten.' Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Geht mit mir zum Baum!" Während die Muttergottes zum Berg ging, gingen Antonie, Maria und Gretel zum Baum hinüber. Dort sieht Maria, wie das Jesukind vom Himmel herunterschwebt. Gretel sieht ebenso das Jesukind. Das Jesukind gab den besonderen Segen und blieb etwa fünf Minuten vor dem Altärchen am Baum stehen. Erika kommt nun von zu Hause zum Baum. Das Jesukind sagt zur Maria: "Erika soll auf den Berg zu meiner lieben Mutter gehen." Die Muttergottes fragte Maria schon am Mast: "Wo bleibt heute die Erika? Sie soll auch kommen." Erika ging sofort weiter zum Berg. Zur Antonie sagt das Jesukind, das von ihr gesehen wurde: "Berührt alles, ich will dann meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Dann sagte das Jesukind zur Antonie: "Geht zum Baum hinüber!" Antonie sagt: "Sage es im Namen Jesu." Darauf die Antwort: "Gelobt sei Jesus Christus." Die Kinder gingen zum hinteren Baum. Dort sehen die Kinder bereits den Kelchengel auf sie warten. Schmitt betete den Exorzismus. Die Kinder empfingen durch den Engel die heilige Kommunion. Dann verschwand der Engel. Nach etwa fünf Minuten hörte Antonie die Stimme des Jesukind, die sagte: "Geht zum Berg! Gelobt sei Jesus Christus. Ich habe es gesagt." Auf dem Weg vom ersten Baum zum Berg begegneten sich die Kinder, die bei der Muttergottes waren. Sie schlossen sich der Muttergottes an und gingen gemeinsam zum Baum. Dort sieht auch Kuni, die während des Weges vom Berg zum Baum die Muttergottes nicht mehr gesehen hatte, die Muttergottes wieder. Die Muttergottes sagte dann zur Hildegard: "Ich will die Kinder besonders und einzeln segnen, die vorhin nicht auf dem Berg waren." Sie segnete dann diese Kinder. Dann sagte sie: "Ich will jetzt allen meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel fahren." Zuvor sagte die Muttergottes zur Erika: "Antonie und du sollen zum Mast hinuntergehen." Schmitt ließ durch Hildegard die Muttergottes fragen, ob sie das gesagt hätte. Die Muttergottes bejahte es. Beide Kinder gingen dann zum Mast, während die übrigen Kinder langsam zum Berg zurückgingen. Dort blieben die Kinder eine Zeit lang stehen, ohne dass sie etwas hörten und sahen. Erika fragte: "Liebe Muttergottes, wir haben dir gefolgt, was sollen wir hier jetzt tun?" Eine Stimme sagt: "Ich habe euch nur prüfen wollen." Darauf sagt Erika: "Sage es im Namen Jesu." Die Antwort der Stimme lautete: "Gelobt sei Jesus Christus. Ich habe es euch gesagt, die Muttergottes." Erika fragte nochmals: "Was sollen wir jetzt tun?" Antwort: "Geht zum Podium!" Die Kinder gingen hin und die anderen Kinder kamen ebenfalls vom Baum an. Die Kinder beteten am Podium den Wundenrosenkranz vor. Hildegard sieht während des ersten Gesätzes die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes sagt zu ihr: "Es soll verkündet werden, dass ich jetzt die besonders segne, die heute Nacht hier beten." Bald darauf sagte sie noch einmal: "Ich will auch die segnen, die heute Nacht nicht hier bleiben können." Maria sieht währenddessen, wie das Jesukind aus dem Himmel herausschaut und zu ihr sagt: "Ich will die Rosenkränze, Statuen, Kreuze und Kerzen segnen." Es geschah so. Dann kam das Jesukind vom Himmel heraus zum Podium heruntergeschwebt. Auch Gretel und Erika sahen das Jesukind auf den Blumen (große Hortensien) stehen. Die Muttergottes kommt von den Birken zum Mast herübergeschwebt und fordert Hildegard auf, mit Antonie zu kommen und sie abzuholen. Währenddessen sagt das Jesukind zur Gretel: "Herr Schmitt soll verkünden, dass ich hier bin." Die Muttergottes kommt mit den beiden Kindern zum Berg herauf. Zur Gretel sagt das Jesukind wieder: "Ich will jetzt meinen besonderen Segen geben und wieder in den Himmel auffahren. Schmitt soll das verkünden." Es geschah. Nachdem die Muttergottes vor dem Podium angekommen war, sagte sie zur Hildegard: "Gebt mir eure Hand und berührt alles, ich will dann in den Himmel auffahren." Sie fügte noch hinzu: "Das Gebet erfreut mich." Danach segnete die Muttergottes und fuhr in den Himmel auf.

Mittwoch, 31. Mai 1950, nachmittags 15.00 Uhr, 4.000 bis 5.000 Personen. Um 15.00 Uhr gehen alle Kinder mit Koch und Hölz zum Berg. Erika sieht die Muttergottes über dem Birkenwald. Diese sagt zur Erika: "Holt mich am Mast ab!" Am Mast durften die Kinder alles an der Muttergottes berühren. Sie sagte: "Geht mit mir langsam zum Berg!" Oben angekommen, sagt eine Stimme zur Antonie: "Erika und du und die eine Dame (Frau Göppner, angeblich Seherin von Schweinfurt) sollen mit Herrn Koch zum Baum gehen." Das Jesukind war bereits da. Sie durften alles berühren. Dann kam der Kelchengel hinzu und beide Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann sagte das Jesukind: "Geht mit mir zum anderen Baum." Dort angekommen, durften die Kinder wieder alles berühren. Die Kinder sahen Rosen regnen. Sie nahmen von diesen mehrere und schmückten damit das Altärchen am zweiten Baum. Sie steckten die Rosen in die Vasen. Erika versuchte, eine Rose zwischen die Hände der Muttergottes-Statue zu stecken, die Rose fiel aber herunter, weil nicht genügend Platz für das Anstecken der Rose da war. Dann kamen die anderen Kinder mit Herrn Hölz und der Muttergottes hinzu. (Es waren die Kinder: Gretel, Kuni, Hildegard, Irmgard und Betti.) Auch Antonie sieht die Muttergottes. Die Kinder dürfen bei der Muttergottes alles berühren, sie gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die oben genannten fünf Kinder, Gretel usw., durften ebenfalls beim Jesukind, das noch anwesend war, alles berühren. Das Jesukind sagte: "Kommt heute Abend um fünf Uhr wieder." Dann fuhr es in den Himmel auf. (Bericht von Koch.)

Mittwoch, 31. Mai 1950, 17.15 Uhr nachmittags, 5.000 bis 6.000 Personen. Um 17.15 Uhr nachmittags gingen die Kinder, außer Hildegard und Antonie, die später fegten, gemeinsam zum Berg. Während des ersten Gesätzes des Rosenkranzes sagt Hildegard: "Die Muttergottes schwebt über dem Birkenwald. Es sollen alle zum Mast gehen und sie abholen." Auf dem Weg dorthin sagt Gretel: "Die Muttergottes schwebt herüber." Die Kinder begrüßen die Muttergottes am Mast. Danach sagte sie zur Gretel: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg dorthin segnete sie öfters. Vor dem Podium sagte sie zur Maria: "Ich will alle Kranken segnen." Anschließend sagte sie zur Antonie: "Ich will jetzt die Rosenkränze, Statuen, Kerzen, Streichhölzer, Bilder und Kreuze segnen." Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Geht auf das Podium!" Zuvor sagt die Muttergottes zur Maria: "Wenn ich nicht mehr da bin, betet dann den Wundenrosenkranz." Antonie sagt: "Über dem Birkenwald ist das Jesukind." Und kurz darauf sagt das Jesukind zur Antonie: "Du und Hildegard, holt mich ab." Schlötzer ging mit den beiden Kindern zum Mast. Dort berührten sie alles am Jesukind wie sonst. Sie begleiteten das Jesukind zum Podium. Währenddessen sagt die Muttergottes zur Erika: "Ich will einer kranken Frau meinen besonderen Segen geben." (Hinter den Kindern waren einige kranke Personen, die vorher um den Segen der Muttergottes baten.) Dann sagte sie nochmals zur Erika: "Jedes Kind soll mir einzeln die Hand geben, alles berühren und die Rosen auf meinen Füßen küssen." Zur Maria sagt sie: "Liebe Kinder, bringt alle heute Abend Kerzen mit." Das Jesukind kommt mit den beiden Kindern an das Podium. Die Kinder mussten ihm die Hand geben. Dann sagt die Muttergottes zur Maria: "Jetzt will ich nochmals alles segnen und in den Himmel auffahren." Dasselbe sagte auch das Jesukind zur Antonie und fuhr bald darauf in den Himmel auf. Die Kinder beteten kniend den Wundenrosenkranz und gingen nachher nach Hause. (Bericht von Schlötzer und Schmitt.)

Mittwoch, 31. Mai 1950, abends 19.30 Uhr, 10.000 Menschen. Um 19.30 Uhr gehen alle Kinder auf den Berg, außer Antonie und Rosa, die bereits vor dem Podium standen. Antonie und Rosa sagen, sie sehen seit geraumer Zeit einen Engel über dem Birkenwald mit einem Korb Rosen. Es waren rote, rosarote und gelbe Rosen. Betti sagt: "Die Muttergottes schwebt über dem Birkenwald." Zur Erika sagt die Muttergottes: "Holt mich am Mast ab." Die Kinder gingen geschlossen zum Mast. Auf dem Wege sagte die Muttergottes zur Kuni: "Es freut mich, dass die Leute am Weg entlang Leuchter gestellt haben. Wenn ich zurück auf den Berg komme, werde ich die Kerzen, Zündhölzer, Rosenkränze, Kreuze und Bilder segnen." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, ich nehme von euch Abschied. An einem meiner. Feste werde ich wiederkommen und im Oktober alle Tage." Zur Erika sagt die Muttergottes ebenfalls, dass sie heute Abschied nehmen will. Das Jesukind schaut aus dem Himmel heraus und sagt zur Erika: "Ich nehme heute ebenfalls Abschied." Antonie und Rosa mussten auf dem Podium zurückbleiben. Sie sahen immer noch den Engel mit dem gefüllten Blumenkorb. Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes und ließen die mitgebrachten Rosenkränze und Kreuze segnen. Zur Maria sagte die Muttergottes: "Erika, Gretel und du, geht zum Baum, die anderen Kinder gehen mit mir zum Podium. Eure Eltern sollen auch mit mir gehen." Hildegard, Betti, Kuni und Irmgard berührten am Mast alles an der Muttergottes wie sonst. Anschließend begleiteten die Kinder die Muttergottes zum Berg. Sie gab oft auf dem Weg dorthin ihren besonderen Segen. Am Podium gab die Muttergottes durch Hildegard bekannt, dass sie jetzt ihren Krankensegen geben will und anschließend die Gegenstände wie sonst segnen. Betti fragt die Muttergottes: "Wird das liebe Jesukind auch im Monat Juni wiederkommen?" Die Muttergottes sagt zur Betti: "Vielleicht, wenn ihr brav seid." Betti fragte weiter: "Sollen wir alle Tage auf den Berg gehen?" Die Muttergottes sagte: "Ja, haltet auch eure Gebetsstunde!" Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich alle Kinder einzeln segnen, auch Dr. Heil, Schmitt, Schlötzer, Hölz, Koch und Schöls." Dann sagte die Muttergottes noch: "Auch den Vorbeter (Messbacher) will ich segnen." Weiter sagt sie zur Hildegard: "Jetzt will ich Herrn Gügel den Krankensegen geben." (Hausnummer 115, Heroldsbach – der Vater der Gretel Gügel soll morgen operiert werden.) Weiterhin sagte sie zur Hildegard: "Ich will von euch Kindern zusammen noch einmal ein Lied hören. Auch Waltraud will ich meinen besonderen Segen geben. Ich habe das Kind doch so lieb." Waltraud wurde von Schmitt und Schlötzer aus der Menge gerufen. Die Muttergottes erteilte ihren besonderen Segen. Während die Muttergottes vom Mast zum Berg ging, gingen Erika, Gretel und Maria zum Baum hinüber. Von weitem sahen die Kinder das Jesukind vom Himmel zum zweiten Baum hinunterschweben. Das Jesukind segnete mehrmals die Kinder auf dem Weg zu ihm. Als die Kinder etwa 50 Meter vom Jesukind entfernt waren, kam dieses mit ausgebreiteten Armen ihnen entgegen. Die Kinder sagten: "Liebes Jesuskind, bleibe doch bei uns!" Gretel Gügel kamen die Tränen. Das Jesukind sagte darauf: "Kommt doch zu mir!" Die Kinder fingen an zu laufen und ließen sich nicht mehr halten. Auf das Jesukind zueilend und beim Jesukind angekommen, gaben sie ihm die Hand und berührten alles. Das Jesukind lächelte. Auch Schmitt wurde aufgefordert, ihm die Hand zu geben und alles zu berühren. Dann sagte das Jesukind: "Ich will jetzt euch besonders segnen, eure Eltern, Herrn Schlötzer und seine Familie, Herrn Koch und seine Familie, Herrn Schmitt und seine Familie." Zur Maria sagte das Jesukind: "Antonie und Rosa sollen auch herbeikommen!" Schmitt holte sie vom Berg. Als die zwei Kinder zum Jesukind kamen, mussten auch diese ihm die Hand geben und alles berühren. Dann sagte das Jesukind: "Jetzt will ich jedes Kind einzeln segnen und zwar eure Hände, eure Füße und euer Haupt." Es segnete alle fünf Kinder und auch Schmitt nacheinander. Dann sagte das Jesukind: "Geht jetzt mit mir zum Berg!" Die Kinder gingen etwa 20 Meter. Dort stand auf einmal der Kelchengel vor ihnen. Maria trank zuerst aus dem Kelch. Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Jedes Kind soll den Kelch ganz austrinken." Der Kelchengel verschwand daraufhin und die Kinder sehen, wie das Jesukind sehr ernst wird und zu weinen beginnt. Die Kinder sehen, wie die Tränen zur Erde fielen und dort zu lauter silbernen Sternlein wurden. Das Jesukind forderte die Kinder auf, die Sternlein zu sammeln und mit nach Hause zu nehmen. "Sie sollen sie, wenn sie am Morgen aufstehen, immer küssen." Das Jesukind sagt: "Herr Schmitt soll auf dem Berg verkünden, dass meine Mutter und ich heute von euch Abschied nehmen. Ich komme am 21. Juni wieder. Dazwischen werde ich auch kommen, wenn ihr brav bleibt, um euch zu trösten. Auch der Kelchengel wird öfters kommen und euch die heilige Kommunion reichen." Dann sagte das Jesukind zur Maria: "Meine Mutter und die übrigen Kinder sollen auch zum Baum kommen." Schmitt holte diese herbei. Schlötzer ging mit den übrigen Kindern und der Muttergottes zum Baum. Dort kam diesen Schmitt mit den anderen Kindern und dem Jesukind entgegen. Am ersten Baum trafen alle zusammen. Von dort aus ging das Jesukind mit seiner Mutter und den Kindern zum Mast hinüber. Zur Gretel sagte das Jesukind auf dem Weg dorthin: "Kinder, es tut mir leid, dass meine Mutter und ich heute von euch Abschied nehmen müssen. Schmitt soll das den übrigen Kindern sagen." Zur Maria sagte das Jesukind: "Auch wenn ich nicht erscheine, soll Tag und Nacht durchgebetet werden – auch um halb acht abends soll der Rosenkranz gebetet werden." Etwa 30 Meter vor dem Lichtmast sagte das Jesukind zur Maria: "Jetzt will ich nochmals zu meinem schönen Lichtmast gehen." Dort am Mast blieben wir schweren Herzens stehen und gingen dann zum Berge weiter. Am Podium angekommen, sagte Gretel: "Dem Jesukind rollen die Tränen aus den Augen." Das Jesukind sagte weiter: "Ich will nochmals allen meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Während der Auffahrt winkte das Jesukind zum Abschied den Kindern nochmals zu und sagte: "Liebe Kinder, winkt mir nach." Hildegard sagt: "Die Muttergottes fährt mit dem Jesukind in den Himmel auf." Bald darauf sahen Antonie und Hildegard die Muttergottes über dem Birkenwald wieder erscheinen. Die Muttergottes schwebte von dort zum Podium herüber und sagte zur Hildegard: "Ich bin nochmals vom Himmel heruntergekommen, um von euch, liebe Kinder, Abschied zu nehmen." Die Kinder gaben der Muttergottes die Hand, berührten nochmals alles. Dann fuhr die Muttergottes in den Himmel auf und winkte ebenfalls den Kindern zu. Die Kinder weinten bitterlich und winkten der Muttergottes nach. (Herr Schmitt war so ergriffen, dass er sagte, es sei ihm, wie wenn er von einem Begräbnis käme, er möchte diese Stunde nie in seinem Leben missen.) Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Die Kinder sollen den Wundenrosenkranz vorbeten und danach soll Dr. Heil sprechen." Dann sagte sie: "Die Kinder sollen, bevor Dr. Heil sprechen wird, nach Hause gehen." Auch unten am zweiten Baum sagte das Jesukind zur Maria, bevor alle zum Berg gingen: "Wenn ihr auf dem Berg seid, betet den Wundenrosenkranz am Lautsprecher vor."

Herr Schlötzer sagte mir (Professor Walz), dass die Kinder noch zu Hause geweint hätten um den Weggang der Muttergottes. NB: Seit 31. Mai 1950: Aufforderung des Jesukind zu Maria Heilmann: "Auch wenn ich nicht erscheine, soll Tag und Nacht durchgebetet werden." – Wird Tag und Nacht ununterbrochen in Heroldsbach auf dem Erscheinungshügel gebetet. Heute schon über sechs Jahre. (Oktober 1956, auch heute noch Juni 1958.)

(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 1)

nach oben