Donnerstag, 1. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. (Schlötzer) Um 19.30 Uhr abends sind Antonie, Gretel, Maria, Kuni, Hildegard auf dem Berg. Antonie hörte eine Stimme: "Geht zum Baum!" (Es war die Stimme des Jesuskindes.) Die Kinder gingen zum Baum. Auch Erika kommt noch dazu. Unterwegs zum Baum sehen Antonie, Gretel und Maria den Kelchengel kommen. Die Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Auch Herr Hölz, Dr. Schöls und Schlötzer dürfen die heilige Kommunion empfangen. Zur Maria sagte der Engel: "Ihr dürft alle Tage die heilige Kommunion empfangen." Der Kelchengel sagte zur Antonie: "Das Jesukind selbst wird nicht kommen. Ich werde euch aber einen Spielkameraden schicken." Darauf verschwand der Kelchengel wieder. Die Kinder sahen aus dem Himmel einen kleinen Engel herunterschweben. Vom Baum gingen die Kinder noch etwa 20 Meter weiter dem kleinen Engel entgegen. Zur Gretel sagte er: "Liebe Kinder, das Jesukind hat mir gesagt, ich darf euch segnen." Daraufhin segnete der Engel die Kinder und gab ihnen die Hand. Zur Gretel sagte der kleine Engel: "Auch die Herren, die dabei sind, dürfen mir die Hand geben." Die Kinder sehen, wie das Jesukind aus dem Himmel schaut, lächelt und wieder verschwand. Anschließend sagte der kleine Engel: "Geht zum Berg, ich fahre wieder in den Himmel." Dies geschah. Die Kinder gingen zum Berg. Auch Betti, Irma, kamen auf dem Weg zum Berg zu den anderen Kindern.
Freitag, 2. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. (Schmitt) Die Kinder waren alle, mit Ausnahme von Betti, auf dem Berg vor dem Podium mit Herrn Schmitt, Dr. Heil, Koch und Rathmann. Der Rosenkranz wurde gebetet. Es waren wenig Leute dort. Anscheinend ist der Termin zu früh. Die Kinder haben gar nichts gesehen.
Samstag, 3. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Dr. Heil ging mit Gretel, Antonie, Kuni, Hildegard, Waltraud und Maria-Lena zum Berg. Betti Büttner war auch anwesend. Es wurde der Rosenkranz gebetet. Maria sieht einen Kelchengel zum Mast kommen. Die Kinder sollen zum Mast. Dort empfingen alle Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Maria sagt zum Engel: "Gelobt sei Jesus Christus." Er erwiderte: "In Ewigkeit. Amen." Der Kelchengel sagte weiter: "Die heilige Muttergottes hat mich heruntergeschickt." Etwas später sagte er: "Ihr bekommt nicht alle Tage die heilige Kommunion." Dann verschwand der Kelchengel.
Sonntag, 4. Juni 1950 – Keine Erscheinung.
Montag, 5. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. (Schlötzer) Antonie, Gretel, Maria, Kuni und Hildegard sind am Berg. Antonie hört eine Stimme: "Geht zum Baum!" Sie erkannte die Stimme der Muttergottes. Unterwegs zum Baum sehen Antonie und Gretel den Kelchengel kommen. Der Engel sagt zur Antonie: "Warum kommen die Kinder nicht alle Tage? Das liebe Jesuskind und die Muttergottes haben sich schon beschwert darüber." Inzwischen kommt noch Erika hinzu. Die Kinder empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Auch Betti kommt noch nach. Der Kelchengel war bereits fort. Als Erika hinzukam, stellte Schlötzer Erika auf die Probe und fragte sie: "Siehst du auch die zwei anwesenden Engel?" Erika sagte: "Nein, ich sehe nur den Kelchengel." (Prüfung glänzend bestanden!) Antonie sieht über dem Birkenwald kämpfende Soldaten. Die eine Gruppe hatte schwarze und die andere braune Uniformen an. Im Hintergrund sah sie ein Dorf. Darüber die Muttergottes mit ausgebreitetem Mantel, mehrmals segnend. Jetzt sieht Antonie, wie die schwarzen Soldaten gegen das Dorf stürmen. Sie gehen in das Pfarrhaus, das sie erkannten, und fragen: Wo sind die Erscheinungskinder? Dr. Heil kommt aus dem Haus heraus. Die Soldaten fragen: Glaubst du an die Erscheinungen? Die Antwort hörte Antonie nicht mehr. Die Erscheinung verschwand wieder. Nur die Muttergottes blieb über dem Birkenwald. Daraufhin bat Antonie: "Liebe Muttergottes, komm doch zu uns herüber!" Die Muttergottes sagte: "Holt mich ab!" Sie schwebte inzwischen vom Birkenwald herunter. Die Kinder gingen nun 100 Meter vom Baum entfernt, zum Wald. Die Muttergottes sagte zur Antonie: "Ich werde nur kurze Zeit dableiben, euch meinen besonderen Segen geben und wieder in den Himmel auffahren. Auch die Herren, die dabei sind, dürfen mich berühren." Die Kinder gaben der Muttergottes die Hand und berührten ihren Saum. Auch die anwesenden Herren taten dies. Die Muttergottes gab ihren besonderen Segen und fuhr wieder in den Himmel auf. Darauf sah wiederum Antonie die Vision mit den Soldaten über dem Birkenwald, wie oben angeführt. Soldaten kamen aus den Häusern heraus mit Lebensmitteln. Andere gingen ins Pfarrhaus. Hier sah sie Herrn Dr. Heil und Herrn Pfarrer aus dem Haus kommen. Die Soldaten fragen Dr. Heil: "Glaubst du auch an den Schwindel von Heroldsbach?" Er sagte: "Ja." Anschließend sah Antonie Herrn Schmitt und Herrn Schlötzer aus dem Pfarrhaus kommen. Die ganze Vision dauerte etwa 30 Minuten! Antonie fragte die Muttergottes: "Soll das, was ich gesehen habe, schon bald geschehen?" Die Muttergottes sagte: "Ich gebe euch einen Hinweis." Dann sagte sie: "Betet den Wundenrosenkranz fertig und geht heim." Die Muttergottes verschwand wieder. Die Kinder gingen auf den Berg, beteten eine Weile und gingen heim.
Dienstag, 6. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. (50 Personen.) Um 19.30 Uhr waren alle Kinder, Herr Schmitt und Dr. Heil am Berg. Die Kinder hörten nur eine Stimme, die zur Erika sagte, sie sollen zum Baum gehen, wo die kleinen Engel waren. Erika sagte: "Im Namen Jesu." Die Stimme: "Gelobt sei..." Die Kinder sahen sonst nichts. Die Kinder gingen zum Baum hinüber und beten dabei den Wundenrosenkranz. Nach Beendigung desselben hört Antonie eine Stimme, die sagt: "Betet eure Wunden nicht nochmals auf dem Berge." (Die Kinder hatten gewöhnlich noch einmal mit den Leuten gemeinsam die Wunden gebetet.) Die Stimme sagt: "Geht gleich heim, wenn ihr die drei 'Vater unser' gebetet habt!" Die Kinder gingen danach nach Hause. Es beteiligte sich ein Geistlicher aus Belgien, Daniel Goens, 93 Rue de Molenbeck, Bruxelles, mit einer französischen und einer spanischen Dame an dem abendlichen Rosenkranz.
Mittwoch, 7. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Heute Nachmittag wurde die neue Unterkunftshalle gebaut. Die erste Hälfte ist halb vollendet. Für die Beter zur Nachtzeit, damit sie Unterkunft haben. Um 19.30 Uhr gingen die sieben Kinder mit Dr. Heil und Rathmann. (Von Lichtenfels, Oberlehrer i. R.) zum Berg. Nach einiger Zeit hörte Antonie eine Stimme: "Liebe Kinder, geht zum Baum!" Auf dem Weg dorthin beteten die Kinder den Wundenrosenkranz. Dann sah Antonie den Kelchengel. Die Kinder waren sehr unandächtig. Da sahen auf einmal Antonie und die anderen Kinder nicht mehr den Kelchengel. Am Baum angekommen, ermahnte Dr. Heil die Kinder, dass sie andächtiger beten sollen. Nach kurzer Zeit sahen sie wieder den Kelchengel, wie er mitten unter den Kindern stand. Hildegard war auch dabei. Die Kinder durften heute zweimal die heilige Kommunion unter beiden Gestalten empfangen. Dr. Heil und Herr Rathmann durften sie einmal empfangen. Dann sagte eine Stimme zur Antonie und Erika: "Geht ein Stück weiter!" Antonie sagte: "Gelobt sei Jesus Christus." Und erhielt die Antwort: "In Ewigkeit. Amen." Erika und Antonie sahen über dem Birkenwald einen furchtbaren Kampf. Sie sahen das Dorf, wie die Muttergottes es schützte. Dann sahen sie die Russen in das Dorf gehen. Währenddessen hörte der Kampf auf. Als diese im Dorf waren, wurde der Kampf draußen fortgesetzt. Um das Dorf herum sahen sie lauter Schutthaufen. Die beiden Kinder sehen dann das Pfarrhaus. Eine Menge Russen standen davor. Dr. Heil und der Pfarrer kamen heraus. Die Russen fragten Dr. Heil: "Glaubst du an den Schwindel?" Dr. Heil antwortete: "Ja, ich glaube daran." Dann kamen Herr Schlötzer und Herr Schmitt heraus. Daraufhin wurde Herr Pfarrer Gailer gefragt: "Wo sind die Kinder der Erscheinung?" Die Antwort darauf: "Sie sind verreist." Etwas später sahen die Kinder über dem Birkenwald finstere Häuser. Darinnen brannte eine Kerze hinter den Fenstern. An den Fenstern guckten eine Menge Teufel herum. Es roch draußen sehr stark nach Schwefel, so dass die Kinder sich die Nase zuhielten. Wiederum später sahen die Kinder neun Kinder: Hildegard und Rosl mit den sieben Heroldsbacher Kindern. Sie waren ganz, abgemagert. Die neun Kinder kamen herüber zu uns. Antonie gab sich selbst die Hand. Ebenso die anderen Kinder, die nichts sahen und inzwischen zu uns gekommen waren und denen die zwei Seherkinder die Hand führten. Auch Dr. Heil kam herüber. Er war ganz abgemagert. Er hatte Stiefel an. Sie sahen ihn nur kurze Zeit, während die Kinder längere Zeit da waren. Dann verschwand das Gesicht. Wir gingen nun zur Wiese, wo der Himmelsgarten war, und suchten das Kreuz von Irma, das sie verloren hatte. Es waren besonders Irma und Maria, die etwas übermütig waren, ebenso Antonie und Gretel. Dr. Heil sagte: "Zur Strafe rutscht ihr jetzt in die Wiese." Während die anderen Kinder mit Dr. Heil zum zweiten Baum gingen und dort den gewohnten Rosenkranz beteten. Herr Rathmann blieb bei den vier Kindern auf der Wiese. Dann sahen diese vier Kinder das Jesukind aus dem Himmel herausschauen. Es gab den besonderen Segen den Fünf. Alle vier, mit Herrn Rathmann, bekamen den besonderen Segen. Die Kinder riefen Dr. Heil zu: "Das Jesukind segnete uns. Wir bekamen den besonderen Segen und ihr nicht." Dr. Heil ließ fragen: "Haben auch die anderen Kinder den Segen bekommen?" Sie hörten eine Stimme: "Auch die anderen Kinder wurden gesegnet." Nach einiger Zeit schaut die Muttergottes zum Himmel heraus und kam zu den vier Mädchen auf die Wiese hin. Sie sagte: "Es freut mich, dass ihr gesagt habt: Gehen wir wieder auf die Wiese und rutschen auf den Stoppeln." Die Muttergottes sagte: "Jetzt will ich euch Fünf einen ganz besonderen Segen geben." Die Muttergottes segnete und sagte zur Gretel: "Betet andächtiger wie die Kinder da drüben." Maria sagt: "Gelobt sei Jesus Christus", und erhielt die Antwort: "In Ewigkeit. Amen. Ich bin die Muttergottes." Dann sagte die Muttergottes: "Geht auf den Berg hinauf, berührt alles, dann will ich einen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Die Kinder taten so, auch Herr Rathmann. Unterdessen kamen auch die übrigen Kinder mit Dr. Heil vom zweiten Baum. Auch sie gaben der Muttergottes die Hand und berührten alles. Die Muttergottes gab dann ihren besonderen Segen und stieg in den Himmel auf. Dann gingen alle zusammen auf den Berg, wo die Leute beteten. Dann sah Hildegard über den Birken die Muttergottes ohne Jesukind. Die Muttergottes segnete vom Birkenwald aus. Sie sagte darauf: "Liebe Kinder, seid andächtig." Dann sagte sie: "Ich will den Leuten meinen besonderen Segen geben. Dr. Heil soll das verkünden." Dann verschwand die Muttergottes. Antonie hörte eine Stimme: "Antonie, Maria und Gretel sollen morgen um zwölf Uhr zum Berg kommen!" Weiterhin hörte Antonie: "Antonie, Maria und Gretel sollen zum zweiten Lichtmast kommen. Dort liegen Rosen herum. Sie sollen die Rosen aufräumen und ein anderes Altärchen damit schmücken. Auch dürfen sie sich eine nach Hause mitnehmen." Hierauf gingen die Kinder nach Hause.
Fronleichnam, 8. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. (Schlötzer, Schmitt.) Alle Kinder, außer Erika, gehen zum Berg und stellen sich vor der kleinen Kapelle auf. Zur Antonie sagte eine Stimme: "Gretel, Maria und du, geht zum Baum!" Die Kinder gingen und sehen unterwegs die Muttergottes vom Himmel herunterschweben. Diese sagte zur Gretel: "Die anderen Kinder sollen auch mitgehen, wenn sie wollen." Auf der Wiese begrüßen die Kinder die Muttergottes. Erika kommt jetzt auch hinzu. Es sehen Antonie, Gretel, Maria, Erika und Hildegard die Muttergottes. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Gretel, Erika, Maria und du, geht jetzt weiter zum Baum, wo die kleinen Engelein waren." Von Ferne sehen die Kinder, alle vier, das Jesukind, wie es vom Himmel herunterschwebt und mit ausgebreiteten Armen vor dem Baum stand. Gretel und Maria liefen voraus mit offenen Armen auf das Jesukind zu, während Erika und Antonie sich knieten und zum Jesukind etwa 50 Meter hinrutschten. Die Kinder hatten eine große Freude, dass das Jesukind zu ihnen kam. Die Kinder grüßten das Jesukind. Inzwischen kamen nun die anderen vier Kinder mit der Muttergottes zum Baum. Zur Antonie sagte das Jesukind: "Rutscht jetzt wieder!" Und zur Erika: "Ihr müsst heute viel Buße tun. Rutscht bis zum Wald und dann zur Grotte!" Zur Maria sagte die Muttergottes: "Die anderen Kinder sollen mit mir zum Podium gehen. Dr. Heil soll bei euch bleiben." Die vier Kinder rutschten auf den Knien vom zweiten Baum in Richtung zum Wald hin. Das Jesukind sprach auch unterwegs sehr viel mit den Kindern. Die Kinder hatten eine sehr freudige Stimmung, weil sie mehrere Tage das Jesukind nicht gesehen hatten. Unter anderem sagte das Jesukind: "Bittet mich noch einmal um Verzeihung!" (Zur Orientierung der heutigen Vorgänge muss gesagt werden, dass die sieben Kinder mit Dr. Heil und Herrn Rathmann heute Nachmittag 14.00 Uhr zusammen waren, wo sie über ihre Fehler belehrt wurden, ihnen Ermahnungen und Anweisungen gegeben wurden und einem jeden Kind eine Gabe des Heiligen Geistes zur besonderen Verehrung übertragen wurde. Die Kinder sollen sich immer bewusst sein: Eine Einheit im Heiligen Geist durch die Braut des Heiligen Geistes – Maria; Vorbild, zu bilden.) Weiterhin sagte Antonie, ich bitte um Verzeihung, weil ich die Zunge herausgestreckt habe. (Als sie untereinander waren.) Das Jesukind sagte: "Ich will es dir noch einmal nachsehen." In ähnlicher Weise baten die Kinder das Jesukind wegen ihrer Fehler um Verzeihung. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Ihr sollt euren Eltern und Vorgesetzten gehorchen." Weiterhin sagte es: "Wenn ihr viel sehen wollt, müsst ihr viel Buße tun." Zur Antonie sagte das Jesukind: "Ihr vier lieben Kinderlein, kommt manchmal nachmittags und rutscht her zum Baum." Die Kinder trugen das Jesukind abwechselnd während des Rutschens auf dem Arm. Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, lauft ein bisschen." Dann: "Liebe Kinder, wenn ihr wollt, könnt ihr ein bisschen mit mir spielen, aber geht noch etwas weiter. Wenn ihr alle vier immer so brav seid, wird euch die Gnade nicht abgenommen werden." Dann sagte das Jesukind: "Jetzt könnt ihr mit mir spielen." Die Kinder nahmen das Jesukind einzeln auf den Arm. Dann sagte das Jesukind: "Ihr sollt mehr mit mir spielen." Dann lief es ihnen immer wieder davon. Es ging einmal rechts, einmal links ein Stück in das Getreide hinein. Dann zogen die Kinder das Jesukind immer wieder heraus. Dann lief es ihnen einige Male durch (ausgerissen), dann sagte es: "Ich werde jetzt in den Wald gehen. Ich werde mich verstecken." Auf einmal war das Jesukind nicht mehr zu sehen. Die Kinder sprangen zum Wald hin und sahen nach allen Himmelsrichtungen, ob sie nicht etwas sehen würden. Dann rief eines der Mädchen: "Ich meine, hinter dem Busch da ist es." Und wirklich, hinter dem Busch war das Jesukind versteckt. Dann verschwand es wieder. Sie entdeckten es auf dem Baum, später auf dem Acker, dann wieder hinter einem Busch am Weg, dann versteckte sich das Jesukind an verschiedenen Orten im Wald. Die Kinder gingen wieder aus dem Wald. Dann sagte das Jesukind: "Jetzt werde ich in den Himmel auffahren und vier Engelein holen." Es kamen vier Engelein. Zwei trugen blaue und die anderen rosa Kleider. Die Kinder fragten die Engel, wer sie seien. Sie sagten, sie seien die Schutzengel. Das Jesukind sagte: "Liebe Kinder, ich will jetzt noch mit euch spielen. Ich wollte euch nur prüfen, ob ihr auch zum Baum rutscht. Ihr habt mir eine Freude gemacht. Geht zum Berg und versprecht, dass ihr immer brav und treu bleibt." Als die Kinder am Baum angekommen waren, kam der Kelchengel. Sie empfingen zweimal die heilige Kommunion. Auch die anderen Kinder wurden geholt mit Herrn Schmitt, Schlötzer und Rathmann, die ebenfalls zweimal die heilige Kommunion empfingen. Während Antonie, Erika, Gretel, Maria, am Baum beim Jesukind waren, gingen Hildegard, Kuni, Betti und Irmgard mit der Muttergottes zum Podium. Unterwegs sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen das Lied: 'Sei gegrüßt...' Kurz vor dem Podium sieht auch Kuni die Muttergottes, die außer Hildegard keines der Kinder sah. Am Podium sagt die Muttergottes zur Kuni: "Herr Schmitt soll verkünden, dass ich heute hier bin." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Ich komme deswegen auf den Berg, dass ich euch eine Freude bereiten kann." Dann wiederum zur Hildegard: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben." Gleich darauf: "Jetzt will ich eure Familien segnen." Zur Kuni: "Ich bin auch gekommen, um euch zu trösten." Dann zur Hildegard: "Begleitet mich zum Mast." Dort mussten die Kinder ihr zum Abschied die Hand geben und alles berühren. Auch Schlötzer, Schmitt und Rathmann. Zur Kuni sagte sie beim Hinaufschweben: "Ich will allen noch einmal meinen besonderen Segen geben." Danach fuhr sie in den Himmel auf. Die Kinder gingen zum Podium zurück.
Eine Stimme sagte zur Kuni: "Bleibt noch ein Stück hier und geht dann zu den anderen Kindern." Kuni sagt: "Gelobt sei Jesus Christus." Und darauf die Antwort: "In Ewigkeit. Amen. – Ich bin die Muttergottes." Nach etwa drei Minuten sagt Kuni, sie hört eine Stimme, die sie auffordert, zu den anderen Kindern zu gehen. Auf dem Weg dorthin sieht Hildegard die Muttergottes aus dem Himmel schauen. Sie sagt: "Liebe Kinder, ihr wart heute sehr brav und habt mir eine große Freude bereitet." Dann gab sie den Segen und verschwand. Die Kinder kommen jetzt zu den übrigen zum zweiten Baum. Nachdem diese vier Kinder und die drei Herren die heilige Kommunion dort empfangen haben, sieht Hildegard wiederum die Muttergottes aus dem Himmel schauen. Sie sagt zur Hildegard: "Ich sage es noch einmal: Es freut mich, dass die Kinder so brav gewesen sind. Ich habe euch deswegen noch weiter lieb." Danach gingen die Kinder etwa 50 Meter vom Baum gegen den Wald zu mit ihrem Schutzengel. Das Jesukind verschwand am Baum. Erika, Antonie, Gretel und Maria sehen auch die Schutzengel der übrigen vier Kinder und die der Herren. Die Kinder nahmen ihren Schutzengel auf den Arm. Danach fuhr dieser in den Himmel auf. Die Kinder gingen dann zum Berg zurück und dann heim.
Nachtrag: Das Jesukind sagte am Baum: "Ein jedes Kind soll die Gabe des Heiligen Geistes nennen, die heute Nachmittag Dr. Heil einem jeden Kind übertragen hat." Beim Rutschen sagte das Jesukind: "Ihr müsst nicht wegen eurer Fehler rutschen, sondern wegen der Sünder."
Donnerstag 8. Juni 1950, mittags 12.00 Uhr. (Dr. Heil) Am Vortag wurden die vier Kinder: Antonie, Maria, Erika und Gretel bestellt. Antonie hörte eine Stimme, dass die vier Kinder um 12.00 Uhr kommen sollen. Um 12.00 Uhr gingen Antonie und Maria über den Herrengarten zum zweiten Baum. Auf dem Weg dorthin ging der Himmel auf und das Jesukind schaute aus dem Himmel heraus und schwebte herunter zum zweiten Baum. Antonie und Maria gingen zum Jesukind zum zweiten Baum. Auf dem Weg dorthin hörte Maria das Jesukind sagen: "Das betrübt mich sehr, dass Erika und Gretel nicht gekommen sind. Ich habe ja gestern zur Antonie gesagt: Gretel, Erika, Maria und Antonie sollen heute um zwölf Uhr auf den Berg kommen." Etwas später sagte das Jesukind zur Maria: "Ich habe gestern zur Antonie gesagt, ihr sollt alleine kommen und das erfreut mich sehr, dass ihr auf meine Worte gehört habt und allein gekommen seid." Antonie hörte unterwegs das Jesukind sagen: "Wollt ihr wohl eure Gnade verscherzen? Folgt ihr mir nicht weiter?" Es sagte dann: "Liebe Kinder, ich wäre, wenn ihr zu viert da gewesen wäret, nicht erschienen. Ich habe euch nur prüfen wollen, aber weil ihr zwei gekommen seid, bin ich erschienen, um euch dies zu sagen." Erika kam, nachdem das Jesukind da war, um 12.30 Uhr, kurz nachdem Dr. Heil gekommen war, dazu. Er machte Erika Vorhaltungen. Erika sagte: "Es sei ihr so schlecht gewesen und sie sei eingeschlafen." Da sagte eine Stimme: "Erika soll nur Buße tun. – Ich bin das Jesuskind."
Donnerstag, 8. Juni 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Die sieben Kinder gingen zum Herrengarten mit Dr. Heil und Rathmann. Eine Stimme sagte: "Betet den Wundenrosenkranz." Nach einiger Zeit sah Antonie den Kelchengel am Baum stehen. Wir beteten den Wundenrosenkranz weiter. Da sagte der Kelchengel vom Baum her: "Diejenigen, die die Wunden gebetet haben, sollen herkommen." Vier Kinder, außer Antonie, Erika und Gretel, gingen vom Podium zum ersten Baum. Die drei Letzten beteten ihre Wunde fertig. Da schwebte der Kelchengel zum Podium, reichte ihnen die Kommunion in beiden Gestalten. Dr. Heil ging dann mit den drei Wunden zu den übrigen vier zum ersten Baum. Diese hatten noch nicht die Kommunion empfangen. Dann wurde auf einmal der Kelchengel gesehen. Er reichte den vier Kindern, die noch nicht kommuniziert hatten, die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Der Kelchengel sagt: "Das Jesukind hat durch mich sagen lassen, wenn ihr eure Wunde und das Preisgebet der Heiligsten Dreifaltigkeit gebetet habt, könnt ihr heimgehen." Dann sagte auf einmal eine Stimme: "Wenn ihr der Muttergottes eine Freude machen wollt, dann betet noch einmal den Wundenrosenkranz." Die Muttergottes sagte durch eine Stimme zur Maria: "Antonie, Erika, Gretel und Maria, sollen zum Baum kommen, wo die lieben Engelein waren." Nach kurzer Zeit sagte wiederum die Stimme der Muttergottes: "Warum hört ihr nicht auf meine Worte? Ich habe gesagt, dass ihr Vier zum Baum kommen sollt. – Ich bin die Muttergottes." Unterwegs sagte die Stimme der Muttergottes: "Liebe Kinder, seid andächtig!" Am Baum angekommen, sagte Maria: "Das Jesukind sieht aus dem Himmel und sagt: Gretel Gügel soll sich entschuldigen, weil sie heute Mittag um zwölf Uhr gefehlt hat." Gretel sagt: "Ich habe schon einmal um Verzeihung gebeten." Das Jesukind sagte dann zur Gretel: "Ich verzeihe es dir. Aber ein anderes Mal, wenn ich wieder zur Antonie oder zu einem anderen Kind von den vieren sage, sie sollen heraufkommen, dann sollt ihr das tun!" Zur Erika sagte das Jesukind: "Noch einmal lasse ich es vorübergehen."
Freitag, 9. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. (Dr. Heil.) Während Herr Schmitt mit Maria und Gretel am zweiten Baum waren, war Dr. Heil parallel dazu auf der Höhe der Wiese mit den übrigen Kindern und Hildegard. Die Kinder waren etwas übermütig. Hildegard hatte Herzschmerzen bekommen. Die Kinder und Hildegard rutschten auf den Knien freiwillig die Wiese hinan, die frisch gemäht war. – Die Kinder hatten teils blutige Kniee. Dann kam Herr Schmitt mit den zwei anderen Kindern und dem Jesukind herauf zu den übrigen. Alle Kinder und auch Herr Schmitt, Dr. Heil und Rathmann, durften dem Jesukind die Hand geben, die Krone berühren, die Rosen an den Füßen küssen und den Saum berühren. Darauf sagte eine Stimme: "Die Kinder, die oben bei Dr. Heil waren, sollen nach Hause gehen." Beim Weggehen ermahnte Dr. Heil die Kinder. Sie sahen ihre Fehler auch ein und versprachen, sich zu bessern. Dann sagten Antonie und Erika: "Dort vorne steht der Kelchengel. Er sagt, die Kinder sollen kommen, sie erhalten die heilige Kommunion." Das geschah auch – ebenso Dr. Heil und Herr Rathmann. Dr. Heil ließ zur Buße und Reue fünf 'Vater unser' zu Ehren der heiligen Wunden beten. Kurz darauf schaute die Muttergottes zum Himmel heraus und schwebte herunter. Die Kinder durften ihr die Hand geben, die Krone berühren, die Rosen an den Füßen küssen, den Saum des Kleides berühren. Gleich darauf schwebte die Muttergottes wieder zum Himmel auf und segnete. Der Kelchengel stand noch mitten unter den Kindern. Er ging dann, während noch gebetet wurde, aus dem Kreis der Kinder heraus und schwebte ein kleines Stück die Wiese hinab. Er sagte: "Die Kinder sollen noch einmal kommen. Sie bekommen noch einmal die heilige Kommunion, auch Dr. Heil und Herr Rathmann." Der Kelchengel verschwand dann. Dann sagten Antonie und Erika: "Dort unten in der Wiese sind fünf Engelchen. Jetzt kommt noch eines dazu." Die beiden Kinder rannten hinunter und holten die sechs Engelchen, während die anderen oben beteten. Die beiden Kinder kamen mit den Engelchen zurück und übergaben die einzelnen Engelchen an die Kinder. Zwei Engel gingen dann wieder eine Strecke Wegs zurück. Die übrigen Kinder folgten diesen. Dort spielten die Kinder etwas mit den Engeln, worauf die Engel bald wieder verschwanden. Der Engel der Antonie sagte: "Geht jetzt nach Hause!"
Bericht von Herrn Schmitt von der Abenderscheinung abends 19.30 Uhr. Freitag, 9. Juni 1950. (Schmitt: Bisher das Schönste!) Um 19.30 Uhr gingen alle Kinder zum Berg. Sie stellten sich vor das Podium. Bald darauf hörten Antonie und Erika eine Stimme: "Geht zum Baum hinüber und tut Buße!" Auf dem Weg zum ersten Baum hörte Maria eine Stimme: "Antonie, Gretel, Erika und du, geht zum Baum, auf dem einmal die Engelchen sassen." Während Hildegard, Kuni, Betti und Irmgard beim Baum bleiben sollen. Am zweiten Baum angekommen, hört Maria wieder eine Stimme: "Rutscht zur Buße. Und wieder zurück! – Rutscht in größeren Abständen voneinander!" Die anderen Kinder kommen vom ersten Baum hinzu. Sie schlossen sich den bereits rutschenden Kindern an. Gretel und Maria rutschten zum Baum zurück, während die übrigen über die Wiese den Berg hinanrutschten. Maria hört eine Stimme: "Es freut mich nicht, dass die anderen Kinder lachen." Gretel, Maria und Schmitt knieten vor dem Bildstöckchen am zweiten Baum. Schmitt wollte zum Berg hinauf und den Kindern dort sagen, was das Jesukind zur Maria gesagt hat. Dann riefen Gretel und Maria ihn zurück und sagten: "Das Jesukind schaut aus dem Himmel herunter und kommt immer näher." Plötzlich stand es vor ihnen. Sie begrüßten das Jesukind und berührten alles. Dann sagte das Jesukind zur Maria: "Jetzt gehen wir zu den anderen Kindern." Doch bald darauf sagte das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, geht nicht zu den anderen, sondern nur bis zum Weg. Gebt mir die Hand und berührt alles. Ich will dann in den Himmel auffahren." Das Jesukind tat es. Dach gleich darauf kam es wieder herunter und sagte: "Ich bin wiedergekommen weil ihr so brav gewesen seid." Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, ich habe euch so lieb. Am liebsten möchte ich euch zu mir und meiner lieben Mutter in den Himmel nehmen, zu den lieben kleinen und großen Engeln." Dann sagte das Jesukind wieder zur Gretel: "Liebe Kinder, wenn ihr in zwei Teile getrennt seid und ich und meine Mutter bei euch und den anderen Kindern sind, so dürft ihr nicht sagen, dass bei euch der Teufel gewesen ist." (Bilokation, zweimal gegenwärtig, zugleich an verschiedenen Orten.) Dann sagte das Jesukind wieder zur Gretel, nachdem die zwei Kinder beteten: Liebes Jesukind, mach mich fromm, dass ich zu dir in den Himmel komm, und dies mehrmals wiederholten: "Liebe Kinder, ich werde euch fromm machen, dass ihr auch in den Himmel kommt." Das Jesukind blieb stehen und segnete die zwei Kinder und Schmitt. Gretel sagte danach dem Jesukind etwas ins Ohr, doch darf sie die Frage und Antwort niemand sagen. Dann sagte das Jesukind der Gretel ein Geheimnis, das ihr Leben betrifft, und hernach der Maria eines. Zur Maria sagte das Jesukind: "Wenn ich und meine Mutter am Dreizehnten komme, dann schmückt alle Altäre!" Antonie und Kuni kommen vom Berg herab, um ihre Schuhe, die am Wege standen, zu holen. Sie wurden herbeigerufen und begrüßten dann das Jesukind, ohne es zu sehen. Kuni sagt zur Gretel: "Hildegard ist krank geworden." Gretel bittet das Jesukind, der Hildegard seinen Segen zu geben. Das Jesukind segnete mehrmals. Währenddessen sah Maria eine kleine Gestalt über die Wiese auf die anderen Kinder zuschweben. Maria fragte das Jesukind, was dies sei. Das Jesukind sagte, es ist ein Engelein. Zur Maria sagte das Jesukind: "Jetzt gehen wir zu den anderen Kindern." Auf dem Wege dorthin sagte das Jesukind zur Gretel: "Wenn ich droben bin bei der Hildegard, will ich ihr ein Kreuzlein auf die Stirne machen." Doch bevor das Jesukind weiterging, durften die zwei Kinder und Schmitt nochmals alles berühren. Beim Berühren der Haare nahm Maria ein Haar des Jesuskindes zwischen ihre Finger und hielt es fest. Maria nahm das Haar zu sich. Gretel bittet das Jesukind um ein Haar von ihm. Das Jesukind gab ihr eines. Gretel reichte es Schmitt und bat das Jesukind um ein Haar für sich. Auch diese Bitte gewährt das Jesukind. Gretel steckt es in ihre Blusentasche und zu Hause angekommen, sahen sie und Maria das Haar noch. Oben am Berg angekommen, bekam Hildegard einen besonderen Segen und ein Kreuzchen auf die Stirne. Danach forderte das Jesukind die Kinder auf, ihm die Hand zu geben und alles zu berühren. Erika spürte den Händedruck und den Saum, sah aber das Jesukind nicht. Das Jesukind gab noch einmal einen besonderen Segen und schwebte in den Himmel auf. Darauf gingen die Kinder zum betenden Volk auf den Berg zurück. Schmitt hielt Gretel und Maria zurück, um etwas zu fragen. Die anderen Kinder gingen weiter. Dann sagen Gretel und Maria: "Die Muttergottes schaut aus dem Himmel und lächelt. Sie segnete uns." Gretel sagt: "Die Muttergottes kommt immer näher." Auf einmal stand sie vor ihnen. Die zwei Kinder begrüßten die Muttergottes und berührten alles. Auch Schmitt durfte ihr die Hand geben. Dann sagt die Muttergottes zur Gretel: " Jetzt will ich euer Haupt, eure Füße und Hände segnen und dann in den Himmel auffahren, um ein Fläschchen zu holen, um euch mit Weihwasser zu bespritzen." Die Muttergottes tat so – sie schwebte alsbald hinauf. Ein kleiner Engel kam ihr entgegen mit einem goldenen Fläschchen in der Hand und reichte es ihr. Die Muttergottes kam wieder heruntergeschwebt und bespritzte Maria mit Weihwasser, dann Schmitt und Gretel. Die Kinder beteten: 'Unter deinen Schutz und Schirm...' Dann nahm die Muttergottes Gretel in ihre Arme und Gretel schlang ihre Arme um die Muttergottes. Maria sagt: "Ich sehe die Gretel nicht mehr, die Muttergottes steht vor mir." Dann breitet die Muttergottes ihren Mantel über die Gretel. Gretel sagt: "Der Mantel der Muttergottes war innen ganz rot." Danach sagte Maria: "Die Muttergottes breitet über uns Drei ihren Mantel aus – wir sind jetzt alle darunter." Danach sieht das Jesukind aus dem Himmel. Die zwei Kinder sagen: "Es verneigt sich dreimal. Dabei gehen Strahlen vom Haupt des Jesukind auf die Erde herunter." Gretel sagt: "Maria, auf deinen Kopf geht ein Strahl." Sie schaut auch Schmitt an und sagt: "Auch auf Ihren Kopf geht ein Strahl." Maria sagt: "Gretel, du hast fei auch einen Strahl auf deinem Kopf." Danach beten die Kinder: 'Jungfrau, Muttergottes mein...' Dann sagt die Muttergottes zur Maria: "Ich bin die Königin der Rosen. Ich bin die Rosenkönigin." Dann sahen die Kinder, wie die Krone, die die Muttergottes auf dem Haupt hatte, zum Himmel emporschwebte und ein Kranz von Rosen vom Himmel herunterkam und sich um das Haupt der Muttergottes legte. Es waren gelbe, rosa und rote Rosen und Gretel sagt, sie sind so angeordnet: Eine gelbe, eine rosarote, eine rote. Dann eine rosarote, eine gelbe. Dann eine rosarote, rote. Danach gaben die Kinder der Muttergottes noch einmal die Hand und berührten alles, Die Muttergottes gab ihren besonderen Segen und fuhr dann in den Himmel auf. Die anderen Kinder kommen hinzu und sagen, bei ihnen war die Muttergottes und der Kelchengel. (Bilokation, die vorausgesagt war, was die Kinder nicht ahnen konnten. Die zwei Kinder Gretel und Maria hatten heute durch ihre Bußübungen ganz besondere Gnadenerlebnisse!) Beim Auffahren sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, ihr und Herr Schmitt habt heute besondere Gnaden empfangen, die andere nicht empfangen haben." (Weil sie heute besonders brav waren und Buße taten.) Als die anderen Kinder herangekommen waren, sagten sie: "Bei uns sind die Engelein." Da sehen sich jetzt erst Gretel und Maria um, die noch von der Muttergottes ganz eingenommen waren, und sagen: "Ja, bei uns stehen sie (Engel) ja auch!" Beide Kinder nahmen ihre Engelein auf den Arm. Zur Maria sagt das Engelein: "Geht zum kleinen Bildstock hinunter am zweiten Baum!" Gretel Gügel gab auch Herrn Schmitt das Engelein, das hinter ihm stand, und die zwei Kinder nahmen das ihrige und gingen zum Baum. Auf dem Weg dorthin fragte Gretel ihr Engelein: "Wie heißt du?" Es sagte: "Maria-Margareta." Maria fragte darauf ihren Engel und dieser sagte: "Maria-Regina." Beim Baum angekommen, waren die drei Engel auf einmal verschwunden. Gleich darauf kamen sie wieder vom Himmel und hatten Musikinstrumente bei sich: Das Engelein von Maria hatte eine Geige, das der Gretel eine kleine Orgel und das von Schmitt eine Posaune. Die drei Engel spielten und sangen: 'Ehre sei Gott...' Gretel und Maria baten die Engel, ihnen das neue Lied vorzuspielen, das die Muttergottes sie gelehrt hatte. Die drei Engel spielten es und die zwei Kinder sangen es laut mit. Gretel bat ihr Engelein, sie doch auf seiner Orgel spielen zu lassen. Sie durfte darauf spielen, sie spielte das neue Lied: 'O du liebes Jesulein...' Am Schluss sagte der Engel: "Du hast es richtig gespielt!" Auf einmal sagt Maria: "Auf dem Baum seh' ich noch drei Engel. Sie sagen: Schaut auch zu uns herauf!" Ein Engel hatte eine Mundharmonika. Die Kinder baten die Engel, vom Baum zu ihnen herabzukommen. Sie kamen herbei. Die Kinder gaben ihnen die Hand. Bald darauf fuhren sie in den Himmel auf. Die zwei Kinder sahen nun nichts mehr. Sie gingen heim. Als sie auf dem Berg am Kapellchen vorbeigingen und die Muttergottes (Statue in der Kapelle) noch einmal durch eine Kniebeuge begrüßten, da sagt Gretel: "Mich zupft jemand am Kleid!" Sie sah sich um und da sieht sie hinter sich ein Engelein. Maria sagt: "Ich habe schon mehrmals ein solches Zupfen gespürt, mich aber nicht darum gekümmert. Gretel nahm ihr Engelein auf den Arm und trug es den Berg herunter. Auf einmal war es auf ihrem Arm verschwunden. Nachtrag:
1. Bevor die Muttergottes in den Himmel auffuhr, sagte sie zur Gretel: "Ich werde in einer Nacht vor Maria ihrem Bett und vor deinem Bett erscheinen.
2. Maria sah beim Heruntergehen vom Berg auch ihren Engel und trug ihn etwa 30 Meter. Darauf verschwand er wieder.
3. Als das Jesukind zu den zwei Kindern sagte: "Ich habe euch so lieb... Wenn ihr einmal in den Himmel kommt, dann wird euch der Engel alles zeigen."
4. Als die zwei Kinder vom Berg herabgingen, sagten sie wiederholt zu Schmitt: "Wir sind heute so glücklich und froh, am liebsten möchten wir sterben, um beim Jesukind zu sein." Zu Hause sagte Gretel: "Ich kann gar nicht ruhig sitzen, ich weiß nicht, wie es mir ist." Ferner sagten Gretel und Maria: "Uns ist es, als seien wir gar nicht mehr auf der Erde, sondern im Himmel."
Der die Kinder begleitende Herr Schmitt sagte: "Das Schönste war heute seit Anfang!" Das Geheimnis der Gretel ist etwas Herrliches, sagte Schmitt, der es wissen durfte.
Samstag, 10. Juni 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Kurz nach 15.00 Uhr gingen Kuni und Erika zum Berg und beteten den Wundenrosenkranz im Kapellchen im Herrengarten. Da schaute Erika zum Fenster hinaus und sah am ersten Baum den Kelchengel. Dann kam gerade Dr. Heil dazu und ging mit den beiden Kindern zum Baum. Die beiden Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiderlei Gestalten. Der Engel sagte: "Dr. Heil soll auch die anderen Kinder holen. Nachher wird das Jesukind kommen und euch etwas Schönes sagen." Dr. Heil ging fort und holte die anderen Kinder, außer Antonie, die nicht zu Hause war. Inzwischen entfernte sich der Engel von den beiden Kindern. Erika sah, wie der Himmel aufging und das Jesukind herunterschaute. Es schwebte dann herunter auf den zweiten Baum auf das Bildstöckchen und die davorstehenden Blumen. Die beiden Kinder gingen in Richtung zum zweiten Baum. Unterwegs hörte Erika das Jesukind sagen: "Am dreizehnten werde ich wieder mit meiner lieben Mutter kommen. Auch mit vielen Engelein. Da dürft ihr mit mir spielen." Hierauf verschwand das Jesukind. Die anderen Kinder kamen hernach. Sie schmückten noch etwas das Altärchen und beteten den Wundenrosenkranz und gingen dann nach Hause.
Samstag, 10. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Um 19.40 Uhr abends sind sechs Kinder am Berg. Antonie fehlt. Maria hört eine Stimme: "Geht zum Baum!" Dort bekommen vier Kinder die heilige Kommunion. Zwei Kinder haben die heilige Kommunion bereits nachmittags empfangen. Am Baum war bereits der Kelchengel und reichte Maria, Gretel, Irma und Betti die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann sagte der Kelchengel zur Maria: "Geht zum anderen Baum, dort wo die Engelein immer waren, und rutscht. Die Muttergottes hat es mir anbefohlen." Die Kinder gehen zum hinteren Baum. Unterwegs sagt das Jesukind zur Maria: "Betti soll mit Kuni rutschen, Erika mit Irma, Gretel mit dir. Jedes Kind soll allein beten." Maria und Gretel rutschen mit Schlötzer zur Wiese hinauf. Die übrigen Kinder rutschen mit Dr. Heil. Das Jesukind sagt zur Gretel und Maria: "Liebe Kinder, seid heute so brav und andächtig wie gestern!" Die Kinder hören nur die Stimme des Jesukind. Nach einer Weile sehen die Kinder oben den Kelchengel im Gras stehen. Die beiden Kinder empfangen noch einmal die heilige Kommunion und auch Schlötzer. Darauf sagt eine Stimme: "Geht etwas weiter!" Gretel sagt: "Das ist die Stimme der Muttergottes." Die Kinder sahen in etwa zehn Meter Entfernung die Muttergottes stehen und ihren Schutzmantel ausbreiten. Die Kinder gehen hin zur Muttergottes und fühlen sich unter dem Schutzmantel der Muttergottes geborgen. Dann segnete die Muttergottes das Haupt, die Hände und die Füße von Schlötzer und fuhr wieder in den Himmel auf. Kurz darauf kam die Muttergottes mit einem kleinen Engel wieder, der ein goldenes Fläschchen trug. Die Muttergottes sagte: "Ich will jetzt die Seele von Herrn Schlötzer ganz rein machen." Von dem Fläschchen spritzte die Muttergottes Weihwasser aus. Gretel sagt: "Jetzt schwebt die Krone von der Muttergottes in den Himmel. Eine Rosenkrone schwebt herab auf das Haupt der Muttergottes." Die Muttergottes sagt: "Ich bin die Rosenkönigin. Verwechselt es nicht mit der Rosenkranzkönigin..." Die Muttergottes sagte zur Gretel: "Ich freue mich, dass die anderen Kinder heute auch brav sind. Geht jetzt mit mir weiter hinauf zur Wiese." Unterwegs sagt die Muttergottes: "Betet den schmerzhaften Rosenkranz. Ein Gesätzlein lang dürft ihr laufen, das andere rutschen. Die anderen Kinder sollen auch eine Pause machen." Oben angekommen, sehen die Kinder zwei kleine Engelein sitzen. Der eine Engel spielt mit einer Geige, der andere Engel hat nach Aussage der Kinder ein Instrument in der Hand, das aussieht, wie ein kleines Klavier. Sie spielen das Lied: 'Liebes Jesulein...' Die Muttergottes sagt: "Das singen die Engelein im Himmel." Dann nahmen die beiden Kinder die Musikinstrumente auch in die Hand und spielen das Lied: Liebes Jesulein... Dann sagt die Muttergottes: "Die anderen Kinder dürfen auch zu mir kommen, wenn sie brav sind." Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Berührt alles an mir! Dann will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren. Auch die Eltern dürfen mich berühren, wenn sie wollen." Die Muttergottes gibt ihren besonderen Segen und fährt in den Himmel auf. Maria hört die Stimme der Muttergottes: "Geht jetzt heim!" Kurz darauf hörte sie noch einmal die Stimme der Muttergottes: "Das freut mich nicht, dass ihr untereinander streitet. Das habe ich gar nicht gerne." Die Kinder beten am, Berg noch kurze Zeit. Dann hören Maria und Gretel die Stimme der Muttergottes noch einmal: "Ich bin traurig, wenn ihr nicht folgt. Geht heim!" (Schlötzer und Dr. Heil.)
Sonntag, 11. Juni 1950, nachmittags 15.00 Uhr. (Schmitt) Um 15.00 Uhr gehen alle Kinder zum Berg. Während des ersten Gesätzes des Rosenkranzes hört Maria eine Stimme: "Geht zum Baum hinüber! Dort empfangt ihr die heilige Kommunion." Auf dem Weg dorthin hört Antonie eine Stimme: "Erika und du, geht auf die Wiese. Dort steht ein Engel und wartet auf euch!" Erika sagt: "Im Namen der unbefleckten Empfängnis." Darauf die Stimme: "Gelobt sei Jesus Christus." Die beiden Kinder trennten sich von den übrigen und gingen zu der Wiese, während die übrigen zum Baum gingen und dort die heilige Kommunion vom Kelchengel in beiden Gestalten empfingen. Danach gingen die Kinder zum zweiten Baum. Antonie und Erika gingen etwa 40 Meter in die Wiese hinein und sahen vor sich einen kleinen Engel. Auch der Kelchengel kam vom Himmel und reichte ihnen die heilige Kommunion in Seiden Gestalten, auch Herrn Schmitt. Danach verschwand der Kelchengel. Der kleine Engel sagt zur Antonie: "Die Gretel soll auch kommen!" Diese wurde herbeigeholt. Die Kinder folgten dem kleinen Engel, der über die Wiese gegen Westen ging. Nach etwa 40 Metern sehen die Kinder die Muttergottes bis zur Brust, denn sie war in einer noch nicht gemähten Wiese. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie sollen um die Wiese herumgehen, und die Muttergottes kam ihnen auf dem Weg entgegen. Die Kinder freuten sich sehr und begrüßten die Muttergottes. Maria kommt hinzu. Sie sah schon von weitem, als sie noch bei den übrigen Kindern war, die zum zweiten Baum gingen, die Muttergottes, die zu ihr sagte, sie soll auch zu den drei gehen. Nach der Begrüßung der Muttergottes sehen die Kinder in etwa 20 Meter Entfernung hinter der Muttergottes das Jesukind stehen. Der kleine Engel, der die Kinder führte, stand bereits beim Jesukind. Die Muttergottes ging zu ihrem Kinde und die Kinder folgten ihr nach. Die Muttergottes sagt zur Gretel: "Heute will ich euch Vier etwas Besonderes sagen." Das Jesukind sagt anschließend dasselbe zu den Kindern. Gretel wurde zuerst aufgefordert, mit der Muttergottes abseits zu gehen, da sie ihr etwas sagen will. Sie ging etwa 20 Meter den Abhang hinunter. Auf dem Weg segnete die Muttergottes mehrmals die Gretel. Dann sagte sie zur Gretel etwas, was sie selber anging. Die anderen Kinder blieben beim Jesukind. Gretel rief dann Maria herbei und kam zum Jesukind zurück. Auch der Maria sagte die Muttergottes etwas, was nur die Maria selbst betrifft. Dann kamen Antonie und Erika an die Reihe. Nachdem die Muttergottes allen vier ihr Geheimnis gesagt hatte, forderte das Jesukind die Gretel auf, mit ihnen etwas abseits zu gehen. Die drei zurückgebliebenen Kinder sehen, wie das Jesukind etwa 15 Meter weit südwestlich ging, stehen blieb und der Gretel etwas sagte. Gretel kam zu den übrigen Kindern zurück und Maria ging zum Jesukind. Anschließend gingen Antonie und Erika zum Jesukind. Alle Kinder waren voll Freude von dem erfüllt, was das Jesukind ihnen sagte. Dann kam das Jesukind wieder zu seiner Mutter zurück. Die Muttergottes ging mit Gretel und, Antonie zum Berg hinunter etwa 50 Meter und Antonie und Gretel sahen dort einen Teil des Himmelsgartens. Die Kinder sahen im Garten eine Grotte stehen. Sie sagten: "In der Grotte steht eine Muttergottes-Statue, die sieht aus, wie die Heroldsbacher Muttergottes im Oktober: Blauer Mantel, eine Krone auf dem Haupt, den Rosenkranz an der Seite und das Jesukind auf dem Arm." Erika und Maria gehen auch zum Himmelsgarten mit dem Jesukind. Das Jesukind stellte sich links und die Muttergottes rechts. Die Kinder standen in der Mitte und schauten in die Grotte hinein, die etwa zwei Meter breit war. An den Wänden hingen Edelsteine – sie hatten kleine Häkchen. Die Kinder nahmen davon und hefteten sie an ihren Rosenkranz. Dann sagte das Jesukind: "Wenn ihr etwas Buße tun wollt, dann rutscht etwas." Es forderte Gretel und Maria auf, mit ihm etwas zu gehen, während Antonie und Erika mit seiner lieben Mutter gehen sollen. Zur Maria sagte das Jesukind: "Sagt niemand etwas davon, was ich und meine liebe Mutter euch besonders gesagt haben. Herrn Schmitt dürft ihr es gleich sagen. Herrn Heil und Schlötzer und Herrn Pfarrer dürft ihr es noch sagen. Sonst niemand." (So viel ich, Professor Walz, mir notiert habe, soll dieser Inhalt der Worte des Jesukind sehr ernst gewesen sein, vom "Sterben der Kinder" handeln.) Die Muttergottes, die bei Erika und Antonie war, fuhr in den Himmel auf. Danach kamen beide Kinder zur Gretel und Maria, die beim Jesukind sind. Das Jesukind sagt: "Gebt mir eure Hand, berührt alles. Ich will euch einzeln segnen und dann besonders alle insgesamt und dann in den Himmel auffahren." Das Jesukind tat so. Vorher sagte es noch: "Ich will die drei Kinder, die beim Baum drüben beten, auch besonders segnen." Danach fuhr es in den Himmel auf. Die vier Kinder rutschten von dieser Stelle aus bis zum zweiten Baum etwa 50 Meter und beteten dort den Wundenrosenkranz zu Ende. Während das Jesukind (wie oben gemeldet) Antonie und Erika deren Geheimnis sagte, beteten Maria und Gretel: 'Unter deinen Schutz und Schirm...' Die Muttergottes breitet daraufhin ihren Mantel aus und bedeckte die Kinder damit. Auch Herrn Schmitt, der bei ihnen war. Die Kinder sehen den Mantel der Muttergottes innen mit roter Seide gefüttert. Die Muttergottes sagte zu den Kindern: "Wenn ihr brav seid, dürft, ihr noch viel mehr und Schöneres sehen."
Sonntag, 11. Juni 1950. Nachtrag vom Nachmittag, 15.00 Uhr. Während Schmitt mit den Kindern auf die Wiese ging, war Dr. Heil mit den übrigen Kindern Kuni, Betti und Irmgard am ersten Baum. Dort stand der Kelchengel. Die Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiderlei Gestalt. Dann gingen wir zum zweiten Baum. Dort beteten wir den Wundenrosenkranz weiter und sangen Lieder, bis die übrigen Kinder mit Herrn Schmitt zurück zum zweiten Baum kamen.
Sonntag, 11. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Während Schmitt und Schlötzer mit den fünf Kindern auf die Wiese bzw. zum Wald gingen, ging Dr. Heil mit Hildegard, Irmgard und Betti zum zweiten Baum. Dort beteten sie den Wundenrosenkranz und begannen dann den Rosenkranz für das Vaterland. Dann sah Hildegard die Muttergottes über dem Wald. Die Muttergottes sagte zur Hildegard, wir sollen sie abholen. Das geschah. Die Muttergottes schwebte auf halbem Weg entgegen. Dort durften die drei Kinder mit Dr. Heil und Rathmann der Muttergottes die Hand geben, die Krone berühren, das Haar, den Saum des Kleides berühren und die Rosen an den Füßen küssen. Die Muttergottes sagte: "Geht zum Podium." Unterwegs segnete einmal die Muttergottes. Am Podium sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Jetzt gebe ich den Leuten meinen besonderen Segen." Dann: "Jetzt will ich die Rosenkränze segnen." Die Kinder sollen nochmals ihr die Hand geben, alles berühren und sie dann zum Mast begleiten. Dort will sie in den Himmel auffahren. Beim Weggehen segnete die Muttergottes nochmals. Am Mast durften die Kinder noch einmal alles berühren und ihr die Hand geben. Unterwegs sagte die Muttergottes: "Mich erfreut das Gebet von den Leuten. Dr. Heil darf einige Worte sprechen." Dann fuhr die Muttergottes in den Himmel auf und segnete noch einmal. Als wir wieder zum Podium zurückkamen, wo die Leute den Wundenrosenkranz beteten, sah Hildegard die Muttergottes noch einmal über dem Birkenwald, sie segnete. Sie sagt: "Geht nach Hause!" Nach der Andacht sprach Dr. Heil noch einige Worte zu den Leuten.
Sonntag, 11. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. (Bericht Schlötzer und Schmitt.) Alle Kinder gehen geschlossen zum Berg vor das Podium. Bald hört Antonie eine Stimme, dass Gretel, Maria, Erika, Schlötzer und Schmitt auf die Wiese gehen sollen und die anderen zum Baum. Unterwegs dorthin sagt Erika, sie hört eine Stimme: "Auch Kuni darf mit euch gehen." Als die Kinder an der Wiese vorbeikommen, sehen sie fünf Engelchen vom Himmel herunterkommen. Die Kinder begrüßten die Engelein, die zu ihnen sagen: "Geht zum Wald, wo heute Nachmittag, das Jesukind war und mit euch spielte." (Nachmittags um 18.00 Uhr war Schmitt mit Erika, Gretel und Hildegard im Wald.) Die Kinder durften mit ihren Engeln spielen. Dann sahen sie auf der Wiese die Heiligste Dreifaltigkeit und später den leidenden Heiland. Zur Maria sagte der Heiland: "Rutscht noch eine Viertelstunde, das könnt ihr auf heute, morgen und übermorgen verteilen und zwar je fünf Minuten." Zur Antonie sagte während des Rutschens die Muttergottes: "Euer Schutzengel wird bei euch sein und euch aufmerksam machen, wenn euch Gefahr droht." Zur Kuni sagte sie: "Euer Gebet erfreut mich." Zur Maria sagte das Jesukind, welches, wie vorher die Muttergottes, aus dem Himmel schaute: "Die Bernadette zitterte immer mit ihren Händen, wenn meine liebe Mutter vor ihr stand." Ferner sagte das Jesukind noch zur Maria: "Liebe Kinder, seid immer in der Schule brav und lernt fleißig" Das Jesukind hob am Schluss seine Hand in die Höhe und sagte: "So nehme ich einmal eure Seele auf." Dabei sahen die Kinder Strahlen vom Jesukind heruntergleiten, auf jedes einzelne Kind. Das Jesukind sagt noch: "Liebe Kinder, rutscht bis zum Weg, macht eine Kniebeuge und geht heim."
Montag, 12. Juni 1950, abends 19.30 Uhr, Bericht von Dr. Heil. Dr. Heil blieb, nachdem Schlötzer mit den fünf Mädchen beim ersten Baum weggegangen war, mit den übrigen, nämlich Hildegard, Irmgard, Betti und Waltraud und Rathmann am Baum. Der Kelchengel gab noch den Kindern die heilige Kommunion in beiderlei Gestalt. Auch die beiden Herren empfingen die heilige Kommunion. Wir beteten den Wundenrosenkranz. Nach einiger Zeit sah Hildegard die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes sagte: "Hildegard und Irmgard sollen mich abholen." Die Muttergottes schwebt auf dem halben Weg herüber. Dr. Heil begleitet die Kinder. Die zwei Kinder durften mit Dr. Heil alles berühren und ihr die Hand geben. Dann ging die Muttergottes mit ihnen zum ersten Baum, wo die übrigen Kinder waren. Dort segnete die Muttergottes alle Kinder und die beiden Herren einzeln. "Ich gebe den Leuten meinen besonderen Segen", sagt daraufhin die Muttergottes. Sie segnete vom Baum aus zum Podium hinauf. Dann sagte sie: "Geht ein Stücklein hinauf. Dort will ich in den Himmel auffahren." Unterwegs segnete sie noch einmal und sagte: "Ich freue mich, dass ihr so brav seid." Wir beteten nach Beendigung des Wundenrosenkranzes den Rosenkranz mit: 'Süßes Herz Mariä, sei meine Rettung', und das Gebet: 'Lobpreis der Engel zu Ehren der Heiligsten Dreifaltigkeit.' Da sagte die ,Muttergottes: "Es freut mich euer Gebet." Auf drei viertel Weg vom Baum zum Berg stieg die Muttergottes in den Himmel auf. Wir gingen dann hinüber zum zweiten Baum. Das letzte Stück Weg rutschten wir hin zum Bildstöckchen. Dort beteten wir den schmerzhaften Rosenkranz. Dann kamen die Kinder, die mit Herrn Schlötzer waren, vom Wald. Antonie sagt: "Bei euch steht das Jesuskind." Schlötzer mit den anderen Kindern kam. (Siehe unten Bericht von Schlötzer.) Alle Kinder gingen dann zum Wald. Dort waren Engelchen, und zwar 17 an der Zahl. Herr Schlötzer ging mit Gretel und Antonie ein Stück weiter in den Wald hinein. Später gingen auch Maria und Waltraud dorthin. Erika, die die Engel sah, sagte, dass die Engel sich unterhielten. Sie sassen um uns herum. Nach einiger Zeit liefen sie weiter in den Wald hinein und kamen mit uns wieder am Waldrand weiter hinten heraus. Dort setzen sie sich wieder hin. Die Kinder unterhielten sich dann mit ihnen. Irmgard fragte das Engelchen mit rosa Kleid: "Wie heißt du?" Antwort: "Barbara." "Woher bist du?" Antwort: "Aus Forchheim." Dann fragte es das Engelein mit blauem Kleid: "Wie heißt du und woher bist du?" Antwort: "Margareta von Hausen." Das Engelchen mit weißem Kleid hieß Kunigunda aus Heroldsbach. Als die nächsten Engel gefragt wurden, sagten sie: "Wir verraten nichts mehr." Erika zeigte uns, wo die Engel sind. Dann zog Dr. Heil seinen Fuß zurück und dann schimpft Erika: "Jetzt haben Sie das Engelchen, das auf ihrem Fuß gewesen war, heruntergeschmissen. Es macht ein ganz verdutztes Gesicht." Dann streckte Dr. Heil den Fuß wieder aus. Erika schimpfte jetzt erst recht und sagte: "Jetzt haben sie ihm einen Fußtritt gegeben, dass es nach vorne fiel. Es macht ein ganz ernstes Gesicht." Erika macht es vor. Da kamen zwei Eltern der Kinder. Da sagten die Engel: "Jetzt fahren wir in den Himmel hinauf." Beim Hinauffahren rief das eine Engelchen noch herunter: "Ich bin die Barbara." Etwas später sahen die Kinder Engel über uns, wie sie mit den Flügeln schlagen.
Bericht von Herrn Schlötzer: Um 19.30 Uhr sind sämtliche Kinder am Berg. Antonie hört die Stimme der Muttergottes: "Geht zum Baum! – Die fünf Kinder von gestern sollen mit Schlötzer zur Wiese gehen!" Am Baum angekommen, erhielten die Kinder die heilige Kommunion. Schlötzer ging mit Erika, Maria, Gretel, Antonie und Kuni zur Wiese. Auf der Wiese waren Bauern beschäftigt mit dem Mähen. Die Kinder sahen aus dem Himmel Engelein herunterkommen. Sie sagten: "Kommt in den Wald, wo wir gestern gespielt haben." Im Wald angekommen, zählten die Kinder 17 Engel, das Jesukind war auch dabei. Die Engelein spielten mit den Kindern. Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Wenn ihr immer so brav bleibt wie heute, dann habe ich eine große Freude." Das Jesukind fragte dann weiter: "Geht ihr alle Tage zur heiligen Messe und zur heiligen Kommunion? Haltet ihr auch eure Gebetsstunde, wie sie Herr Koch eingeteilt habt?" Anschließend sagte das Jesukind zu den Kindern: "Geht mit zum Baum!" Die Engel schwebten wieder in den Himmel auf. Am Baum waren auch die übrigen Kinder mit Dr. Heil und Rathmann. Dort gab das Jesukind den Segen und fuhr in den Himmel auf. Vorher sagte das Jesukind noch zur Antonie: "Geht wieder in den Wald, dort werden die Engelein wiederkommen. Die übrigen Kinder dürfen auch mitgehen." Im Wald angekommen, unterhielten sich die Kinder eine Weile mit den Engeln. Kurz darauf sah Antonie wiederum das Jesukind unter den Engeln stehen. Es sagte zu ihr: "Du und Gretel, geht mit mir etwas weiter!" Auf einer Wiese blieb das Jesukind stehen und sagte zu den beiden Kindern: "Pflückt mir ein Sträußchen Blumen. Ich werde den Blumen einen besonderen Segen geben." Die Kinder führten dies aus. Das Jesukind segnete ihre Blumen. Zur Antonie sagte das Jesukind: "Holt auch Eichenblätter. Diese werden euch einmal in späteren Zeiten helfen. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch ein Blatt bei euch tragen." Auf die Frage, was mit diesen Eichenblättern gemacht werden soll, sagte das Jesukind zur Antonie: "Steckt diese an das Kreuz und an die Heiligenbilder." Weiterhin sagte das Jesukind zur Antonie: "Schmückt morgen alle Altäre. Zieht weiße Kleider an und setzt auch ein Kränzchen auf. Morgen werde ich euch wieder ganz rein machen, aber erst um halb acht. Da ist auch Herr Schmitt und Herr Schlötzer da." Nachdem das Jesukind die Eichenblättersträuße gesegnet hatte, segnete es und schwebte in den Himmel. Dann kam noch einmal der Kelchengel und reichte den Kindern und den anwesenden Herren die heilige Kommunion. Erika hatte den Kelch in der Hand und sagte, er sei noch zur Hälfte gefüllt. Der Kelchengel war nicht zu sehen. Sie wusste nicht, was zu machen war. Wir beteten. Dann sagte eine Stimme: "Trinkt ihn aus." Dann sah Erika auf einmal den Kelchengel und, während Erika den Kelch herumreichte, teilte der Kelchengel die heilige Hostie aus. Als der Kelch leer war, schwebte der Kelch in die Hand des Engels. Dieser sagte: "Liebe Kinder, geht jetzt heim und kommt morgen um drei Uhr wieder." Die Kinder gingen heim.
Dienstag, 13. Juni 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 1.000 Personen. Alle Kinder, außer Antonie und Rosa, gehen zum Berg. Die beiden Genannten waren vor dem Podium. Antonie sagt: "Die Muttergottes schwebt bereits über dem Birkenwald." Kurz darauf sagt Antonie wieder: "Die Muttergottes kommt vom Birkenwald herübergeschwebt zum Mast. – Wir sollen sie abholen." Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Antonie: "Gretel, Erika, Kuni, Maria und du, sowie Schlötzer und Schmitt, geht nach der Begrüßung zur Wiese." Als die Kinder zur Wiese kamen, wartet bereits das Jesukind an der Wiesenecke auf sie. Zur Kuni sagte das Jesukind: "Es freut mich, dass ihr mir gefolgt und weiße Kleider angezogen habt." Darauf ging das Jesukind mit den Kindern zum Baum. Dort sagte es zur Maria: "Kuni, Erika und Antonie sollen mit Schmitt zum Wald gehen." Auf dem Weg dorthin sehen die Kinder viele Engel vom Himmel schweben. Die Kinder durften mit den Engelein im Wald spielen. Nach etwa zehn Minuten sagen die Engel, sie haben den Befehl vom Jesukind, jetzt wieder in den Himmel aufzufahren. Die Engel sagen: "Liebe Kinder, geht zu den anderen Kindern." Daraufhin gingen Antonie, Kuni und Gretel zum zweiten Baum zurück. Dort knieten Hildegard, Betti, Irma und Rosl beim Jesukind. Zur Kuni sagt eine Stimme: "Geht über die Wiese zum Berg!" Als alle Kinder beisammen waren, hörte Antonie eine Stimme: "Gretel und du, geht weiter, etwas abwärts!" Beide Kinder gingen etwa 10 bis 15 Meter von den übrigen fort. Auf einmal bleiben sie stehen. Gretel und Antonie sagen, vor ihnen steht eine Frau, die das Herz vorne auf der Brust hat. Um das Herz war eine Dornenkrone geschlungen und im Herzen steckte ein Schwert. Gretel war von Mitleid gerührt und zog das Schwert aus dem Herzen. Plötzlich sahen die Kinder etwa zehn Meter entfernt eine Gestalt auf einem Thron sitzen. Sie erkennen den Heiland, der ebenfalls das Herz auf der Brust, auf dem Haupte die Dornenkrone hatte. Die Kinder sagen: "Das ist das Herz-Jesu und das Herz-Mariä." Die Muttergottes ging zum Heiland und setzte sich neben ihn auf einen leeren Thron. Die Kinder durften die Krone vom Heiland und vom Herzen Mariä nehmen und sich aufsetzen. Dann forderte die Muttergottes die Kinder auf, neben ihr und ihrem göttlichen Sohn Platz zu nehmen. Die Kinder sehen in etwa zwei Meter Entfernung das Kreuz des Heilands. Dieser forderte sie auf, wenn sie ihm eine Freude machen wollen, das Kreuz etwas zu tragen. Die Kinder sprangen begeistert auf und Antonie und Gretel trugen das Kreuz etwa fünf Minuten lang herum. Sie sagen, es drückt schwer auf die Schultern. Die Muttergottes und der Heiland begleiteten die Kinder auf ihrem Kreuzweg. Dann befahl der Heiland den Kindern, das Kreuz hinzulegen und in den Wald zu gehen und Blumen und Laub zu sammeln, das er segnen wolle. Auf dem Weg zum Wald sagte der Heiland: "Ich will eure Kreuze segnen." Die Kinder reichten ihm ihr Kreuzlein, der Heiland segnete sie, auch seine Mutter. Die Kinder durften ihre Kreuzlein am Herzen Jesu und Mariens berühren. Auch das Kreuz von Schmitt und Schlötzer segnete der Heiland und die Muttergottes. Als die Kinder ihre Kreuzlein berührt hatten, sahen sie Blutspuren, die an ihren Kreuzlein vom Herzen-Jesu und -Mariens zurückblieben. Auf dem Weg beteten die Kinder den Herz-Mariä-Rosenkranz. Nach dem ersten Gesätz sagte die Muttergottes zur Gretel: "Ich will euch einen neuen Rosenkranz lehren. Betet immer ein Gesätzlein, indem ihr sagt: – ein Gesätz – Süßes Herz-Mariä, sei meine Rettung. Sodann ein Gesätz mit wiederum: Süßes Herz-Jesu, sei meine Rettung." (Anstelle von 'Ave Maria'.) Nachdem die Kinder einige Blumen gepflückt und Eichenlaub von den Bäumen genommen, sagte der Heiland: "Ich will diese Blumen und Blätter besonders segnen. Tragt sie bei euch, sie werden euch von großem Nutzen sein." Die Kinder berührten auch die Blätter am Herzen Jesu und Mariä, wobei Blutstropfen auf die Blumen fielen und daran haften blieben. Dann sagte der Heiland: "Meine Mutter und ich segnen euch noch einmal und fahren dann in den Himmel auf." Gretel bat die Muttergottes, ob sie nicht ihr süßes Herz küssen darf. Die Muttergottes gestattete es ihr. Danach fuhren der Heiland und die Muttergottes in den Himmel auf. Nachtrag: Zur Antonie sagte der Heiland auf dem Weg zum Wald: "Kinder betet, betet, betet, das Unglück ist sehr nahe."
Nachtrag zum Fatimatag, 13. Juni 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Hildegard sieht auf dem Berg die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sagt: "Holt mich am Mast ab." Dort berührten die Kinder alles an der Muttergottes, auch Dr. Heil und Koch. Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Die Kinder sollen nicht so spät kommen." Ferner: "Ihr habt mir heute Mittag eine große Freude bereitet." Dann segnete die Muttergottes die Kinder von der Kinderschule, die vor dem Mast knieten. Wir gingen mit der Muttergottes auf den Berg zum Podium hin. Die Muttergottes gab den Gläubigen ihren besonderen Segen. Dann sagte sie zur Hildegard: "Begleitet mich zum Kapellchen." Von da aus gingen die Kinder mit der Muttergottes zum Mast, berührten alles und die Muttergottes fuhr dann in den Himmel auf.
Nachtrag zum Fatimatag, 13. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Hildegard, Betti und Irmgard blieben am Mast bei der Muttergottes. Zur Betti sagte die Muttergottes: "Geht mit mir zum Podium!" Dort gab die Muttergottes dem Volk den besonderen Segen, weihte Kreuze, Rosenkränze und Streichhölzer. Dann sagte sie zur Hildegard: "Singt mir ein Lied." Sie sangen: 'Sei gegrüßet...' Da sagte die Muttergottes: "Mich erfreut das Gebet der Gläubigen. – Auch dass die Kinder so brav sind. Begleitet mich zum Kapellchen." Dort segnete die Muttergottes ein Marienbild und ein Kreuz. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Ich werde jetzt einen besonderen Segen geben den Eltern der Kinder, Herrn Koch, Pfarrer Gailer, Professor Walz, Pfarrer Bauer, Bierfelder und allen, die für mich kämpfen." Auch den Gläubigen gab sie noch einmal einen besonderen Segen. Dann sagte sie zur Hildegard: "Begleitet mich zum Mast." Am Mast berührten die Kinder, Koch und Messbacher an der Muttergottes noch einmal alles. Die Muttergottes sagte: "Ich freue mich, dass sich Herr Messbacher so aufopfert." Dann fuhr sie in den Himmel auf.
Mittwoch, 14. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr gehen die Kinder zum Berg. Kaum oben angekommen, sieht Antonie den Kelchengel vom Himmel zum ersten Baum herabschweben. Antonie hört eine Stimme: "Kommt zum Baum!" Die Kinder empfangen dort die heilige Kommunion, in beiden Gestalten. Zur Maria sagt eine Stimme: "Wenn Gretel, Antonie und du die heilige Kommunion empfangen habt, dann geht mit Herrn Schmitt zum zweiten Baum!" Auf dem Weg dorthin sieht Antonie die Muttergottes mit dem Herzen auf der Brust auf der Wiese stehen. Sie sagt zur Antonie: "Kommt hierher zu mir!" Das Jesukind sieht aus dem Himmel und sagt zur Maria: "Ich werde auch zu meiner Mutter kommen." Die Kinder begrüßten die Muttergottes. Antonie nahm den Dornenkranz vom Herzen der Muttergottes und setzte sich diesen aufs Haupt. Der Heiland kam in Lebensgröße, ebenfalls das Herz auf der Brust und die Dornenkrone um das Haupt. Die Kinder begrüßten ihn. Gretel nahm seine Dornenkrone vom Haupt und setzte sich diese selber auf. Der Heiland sagt zu den Kindern: "Meine Mutter und ich bleiben nicht lange hier. Berührt an mir noch einmal alles. Dann fahren meine Mutter und ich in den Himmel auf." Der Heiland und die Muttergottes segneten danach die Kinder. Diese baten noch um den Segen für ihre Angehörigen und für die, die um sie sind. Der Heiland und die Muttergottes segneten. Die Muttergottes sagte noch während des Hinaufgehens: "Liebe Kinder, geht zum Baum. Dort betet den Wundenrosenkranz und den neuen Rosenkranz, dann geht heim!" Die Kinder beteten beim ersten Baum, bei dem die übrigen Kinder geblieben waren. Während des Gebetes sah das Jesukind aus dem Himmel und sagte zur Antonie: "Betet auf dem Berg den Rosenkranz und geht dann heim." Am Berg hörte Maria eine Stimme: "Liebe Kinder, geht jetzt heim. Gelobt sei Jesus Christus. Ich habe es gesagt, das liebe Jesuskind."
Donnerstag, 15. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr sind die Kinder auf dem Berg. Erika kommt nach etwa zehn Minuten nach. Um 19.50 Uhr sagte Erika, der Kelchengel steht am Baum. Wir sollen hinuntergehen. Am Baum empfangen alle Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Außer Erika sieht niemand den Kelchengel. Die Kinder beteten anschließend den Wundenrosenkranz und gingen wieder zum Podium. Antonie sagt am Podium, eine Stimme sagt: "Geht zur Grotte!" Es war die Stimme der Muttergottes. Sämtliche Kinder gingen hinunter zur Grotte. Unterwegs sagt Antonie: "Die Muttergottes schwebt vom Birkenwald herunter und steht jetzt vor der Grotte." Die Muttergottes sagt zur Antonie: "Die zwei Kinder, die heute nicht gefolgt haben, sollen mir die Hand geben und mich um Verzeihung bitten." Antonie fragt, wer die zwei Kinder seien. Die Muttergottes sagt: "Maria und Erika." An der Grotte geben die beiden Kinder der Muttergottes die Hand und baten die Muttergottes um Verzeihung. Die Muttergottes hatte weißes Gewand, blauen Mantel und weißen Schleier und eine Krone auf dem Haupt. Die Muttergottes segnete und fuhr anschließend wieder in den Himmel auf. Die Kinder gingen wieder auf den Berg und gingen nach dem Rosenkranz nach Hause.
Freitag, 16. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr gehen alle Kinder mit Schmitt zum Berg. Antonie sieht den Kelchengel vom Himmel zum ersten Baum herunterschweben. Er forderte die Kinder auf, zu ihm zu kommen. Auf dem Weg dorthin sieht Antonie von der Wegkurve aus das Jesukind vom Himmel zum zweiten Baum herunterschweben. Dieses sagt zur Antonie: "Gretel, Erika, Maria und du, kommt zu mir!" – "Ihr empfangt hier die heilige Kommunion." Die Kinder sahen auf dem Weg über die Wiese das Jesukind größer werden und bald darauf sahen sie auch die Muttergottes neben dem Heiland stehen. Der Heiland hatte ein Herz auf der Brust. Aus der Wunde sehen die Kinder Blut heraustropfen. Von weitem begrüßten die Kinder das Herz Jesu und das Herz Mariä. Als sie den Heiland und die Muttergottes begrüßt hatten, sagte der Heiland zur Erika: "Liebe Kinder, betet, betet, betet nur und tut Buße. Es kommt bald ein Krieg." Schmitt ließ durch die Kinder fragen: "Lieber Heiland, gibst du uns ein Zeichen?" Da hörten Erika und Antonie: "Ja." Der Heiland fügte noch hinzu: "Wenn die Leute fleißig beten und Buße tun, werde ich ein Zeichen geben. Herr Schmitt darf mir auch die Hand geben. Herr Schlötzer soll gleich herkommen. Beide werden die heilige Kommunion empfangen." Danach sagt das Jesukind zur Antonie: "Berührt noch einmal alles, dann wollen wir in den Himmel auffahren." Zur Erika sagte der Heiland noch: "Geht in den Wald!" Der Heiland und die Muttergottes gehen den Kindern voraus zum Wald. Auf dem Weg dorthin sehen die Kinder viele Engel vom Himmel zum Wald herunterschweben. Der Heiland und die Muttergottes waren auf einmal kurz vor dem Wald verschwunden. Kurz darauf schaut der Heiland aus dem Himmel und sagt zu den Kindern: "Spielt etwas, meine Mutter und ich kommen später wieder." Der Heiland hatte während der Erscheinung ein weißes Gewand an. Er war nach der Beschreibung der Kinder etwa 1,80 Meter groß. Sein Gesicht ist schön und oval. Das Haar ist blond. Das weiße Gewand fällt in Falten herab bis zu den Füßen. Auf der Brust trägt er das Herz. Aus der Seitenwunde tropft Blut. Über, dem Herz steht ein kleines Kreuzchen und aus den Ecken des Kreuzleins gehen Flammen hervor. Die Hände hat der Heiland unter dem Herzen gefaltet. Die Muttergottes, ebenfalls in Lebensgröße, hatte ein weißbläuliches Gewand an. Über das blonde Haar, das über die Schulter herabfiel, hing ein weißer Schleier. Das Gewand fiel in Falten. Weder der Heiland noch die Muttergottes hatten einen Gürtel. Vorne auf der Brust hatte die Muttergottes ein Herz, das mit einer Dornenkrone umgeben war. In ihrem Herzen steckte das Schwert. Aus den Wunden der Dornenkrone und des Schwertes tropft Blut. Die Kinder begannen mit den Engeln zu spielen. Die Englein sagten: "Liebe Kinder, wir lernen euch heute schöne Spiele und Gedichte." Die Engel standen 10 bis 15 Meter gestaffelt in verschiedener Größe vor den Kindern. Mehrere Engel spielten mit den Kindern und die übrigen schauten zu. Dann sagten die Engel: "Je ein Kind soll mit einem Engel gehen. Dieser wird ihnen ein Lied lernen." Die Kinder sangen mit den Engeln abwechselnd mehrere Lieder. Dann sagten die kleinen Engel zu den Kindern: "Geht mit uns zum Spielplatz wieder zurück." Dort kamen nun auch große Engel. Einer von den großen Engeln nahm Erika bei der Hand und führte sie. Wenn er Erikas Hand ausließ, kreuzte er seine Hand über die Brust. Erika sagt: "Der Engel ist ernst und hat ein rosa Gewand an, das in Falten bis zu den Füßen herabfällt." Schmitt ließ Erika fragen, wie er heißt, er antwortete: "So wie der heilige Johannes." Darauf die weitere Frage: "Lieber Engel, zu welchem Chor der heiligen Engel gehörst du?" Antwort: "Seid nicht so neugierig!" Eine weitere Frage: "Lieber Engel, wir bitten dich herzlich im Namen des lieben Jesuskindes, sage uns, zu welchem Chor der heiligen Engel gehörst du denn?" Er sagte: "Ich will es nicht verraten." Kurz darauf fuhr er in den Himmel auf. Er sagte noch zur Erika: "Die kleinen Engel werden bald nachkommen." Schmitt, Schlötzer und Erika gingen zu den anderen Kindern, die bereits mit ihren Engeln spielten und Lieder sangen. Schmitt sagte zu den Kindern: "Bittet eure Engel, sie sollen ein Gedicht über das auffallend schöne Abendrot machen." Die Kinder hörten, alle vier gleichzeitig, was nun ein Engel zu ihnen sagte: "Der Himmel ist schön rosarot. Die blauen Wölkchen ziehen vorbei mit ihrem grauen Schimmelfleck. Ein schwarzer Wald steht stumpf daneben. Der Himmel leuchtet durch das Wäldchen. Die Wölkchen sehen wie Schneeberge aus. Der Himmel ist weit da oben (der Engel machte mit seinen Fingern nach oben eine Bewegung und betonte 'weit' sehr stark), die grauen Schimmelwolken ziehen über das Firmament. Die Abendröte ist ganz rot und klar. Dicke Wolken stehen davor. Schön sieht das aus, wenn die blauen Wolken durch den rosaroten Flecken ziehen. Kein Stern ist am Himmelszelt zu sehen, auch kein einziger. Der Mond hat sich hinter den Wolken versteckt. Einsam ruht die Welt. Herrlich ist es, da draußen in der Natur zu sitzen. Ein schöner Wald ist ringsum. Wie herrlich ist die Abendröte! Es ist ein Wunder Gottes! Die Abendröte verzieht sich bald. Sie verzieht sich hinter den dicken Wolken. Es ist nur noch ein dunkelroter Flecken da. Die grünen Kornähren neigen sich euch zu. Wie herrlich stehen die Kornähren, wie herrlich ist das Firmament. Auf der grünen Wiese stehen die Blumen in voller Pracht. Sie sind mit Tau bedeckt. Es wird immer dunkler. Die Nacht bricht schon herein. Die Abendröte ist bald zu Ende. Die dunklen Wälder grüßen uns von Ferne. Wie herrlich ist all' diese Pracht!" Der Engel (ein ganz kleiner Engel) beschreibt den Wald: "Wie schön sind die Wälder. Durch die dunklen Fichten ragen die Eichenbäume hervor. Wenn Reh' und Häslein durch den düsteren Wald springen und sich ein Nestchen unter einem Büschchen bauen, so freuen sie sich. Auch wenn die Vöglein im Wald ihre Nester bauen, so freuen sie sich auch. Und alle Tierlein, die im Wald leben, freuen sich. – Liebe Kindlein! Jetzt aber ist es aus und ihr geht fröhlich nach Haus." Die Engel sagen noch: "Jetzt werden wir in den Himmel hinauffliegen und Engel werden uns abholen und wir werden freudig in den Himmel einziehen." Bevor die Engel in den Himmel eingingen, lehrten sie die Kinder noch ein Lied, es heißt: 'Leise, leise, leise ruht die Welt...' Die Engel sangen das Lied vor und die Kinder mussten es mehrmals nachsingen, bis sie es konnten. Weiter sagte ein Engel: "Liebe Kinder, ihr müsst es solange singen, bis ihr es könnt." Sie mussten es noch mehrmals wiederholen. Jedes Kind musste einzeln dieses Lied singen. Die Kinder sangen es dann auf Anordnung des Engels vierstimmig, danach gingen die Kinder zum zweiten Baum zurück und nahmen, am Waldrand vorbeigehend, noch Eichenblätter mit, wie ihnen vorher von der Muttergottes befohlen wurde. Auf dem Weg dorthin beteten die Kinder den neuen Rosenkranz: 'Süßes Herz-Mariä, sei meine Rettung. Süßes Herz-Jesu, sei meine Rettung.' Als die Kinder am Baum ankamen, stand bereits der Heiland und die Muttergottes davor. Beide segneten die mitgebrachten Blätter und Zweige. Die Kinder durften diese an dem Herzen des Heilands und der Muttergottes berühren. Der Heiland sagte während des heutigen Abends zu den Kindern: "Versprecht mir, immer ein Blatt bei euch zu tragen." Der Heiland sagte noch: "Berührt alles. Meine Mutter und ich fahren in den Himmel auf." Es geschah so. Jesus sagte zu den Kindern: "Geht jetzt heim und kommt morgen wieder." Zur Antonie sagte ein Engel: "Kommt morgen früh bei Sonnenaufgang auf den Berg."
Samstag, 17. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr gehen alle Kinder, außer Erika und Maria, auf den Berg. Droben sagte eine Stimme: "Gretel, Hildegard und du (zur Antonie), geht zum zweiten Baum!" Unterwegs dorthin kam Erika. Nachdem sie nicht genannt war, wurde sie zu den zurückgebliebenen Kindern geschickt. Eine Stimme sagte zur Antonie: "Erika darf mitgehen und Maria soll nachkommen." – Am zweiten Baum kommt der Kelchengel und reicht ihnen die heilige Kommunion. Er sagt zu Erika: "Wer die heilige Kommunion empfangen hat, soll zum Wald gehen." Die Kinder sehen darauf viele Engel vom Himmel kommen. Die Kinder spielten darauf mit den Engeln im Walde. Ein kleiner Engel sagt zu Maria: "Liebe Kinder, seid brav, es schauen euch Leute zu." Weiter sagt der kleine Engel zu Maria: "Singt das Lied, das ich euch gestern gelernt habe. Singt es vierstimmig und dann jedes allein!" Zu Erika sagte ein kleiner Engel: "Die schönste Pracht auf Erden ist der grüne Wald. Ein Hase sprang in den Wald." Die Kinder baten ihren kleinen Engel darüber ein Gedicht zu machen. Ein kleiner Engel sagt: "Der Has' und das kleine Häschen. Ein Häschen springt in den Wald hinein, so ein lustiges Häschen." Dann sagte der kleine Engel: "Liebe Kinder, wir können schon bald nicht mehr." Er fährt sich mit der Hand über die Stirne. Dann fährt der Engel weiter: "Das Häschen ist in ein Loch gesprungen, das Häschen hat ein braunes Fell." Zu Erika sagt ein Engel: "Ach, Kinder! Wir sind doch genau so lustig wie ihr." (Die Kinder waren lustig und freudig gestimmt.) Zu Kuni sagt ein kleiner Engel: "Wir machen im Himmel so viele Spiele." Je zwei Kinder gingen mit ihren Engeln nach einer anderen Himmelsrichtung. Dort sangen die Engel ihnen kurze Lieder vor. Zu Gretel sagt ihr Engelein: "Ihr seid zwei schöne Kinderlein, halli, hallo. Wir sind eure lieben Engelein, halli, hallo! Wir sitzen in dem Gräselein, halli, hallo – und spielen mit euch Kinderlein, halli, hallo!" Antonie und Gretel sangen: 'Halleluja, Christus ist da, Halleluja!' Kuni und Hildegard sangen: 'Liebe Kinderlein, wir haben euch so lieb, valleria-ha. Wir wollen euch immer hilfreich sein, valleria-ho. Auf der Erde ist es gar nicht schön, valleria-ho. Im Himmel ist es schöner als hier, valleria-ho!' Ein Engel sagt zu Maria: "Dort unten im Gräselein, hüpft ein Häselein in den Wald hinein, halleli-hallo." Die Engel sagten, als die Kinder zusammensaßen: "Jetzt reißen wir aus!" und in Windeseile sprangen die Kinder schnurstracks über die lange Wiese zum Wald, den Waldesrand entlang, hinauf zur Höhe der Wiese. (Den Engeln nachgesprungen!) Zu Gretel sagt ein Engel: "Liebe Kinder, geht jetzt zu Dr. Heil und zu Schmitt." Dr. Heil fand im Wald eine Erdbeere und sagte zu den Kindern: "Gebt diese Erdbeere einem Engel." Dieser nahm sie aber nicht an. Auf die Frage: "Lieber Engel, esst ihr auch im Himmel?" sagte dieser: "Das braucht ihr nicht zu wissen!" Auf die weitere Frage: "Wir wollen doch auch in den Himmel hinein und freuen uns darauf, sage es uns doch, bitte", antwortete der Engel: "Das werdet ihr schon sehen." Daraufhin gingen die Kinder mit ihren Engeln weiter. Auf einmal knien Gretel und Maria sich nieder und sagen: "Der Engel segnet." Der Engel sagte zu den Kindern: "Wir Engel haben die Erlaubnis vom Jesukind erhalten, euch zu segnen." Die Kinder gingen daraufhin vom Wald zum Baum zurück. Gretel sah von Ferne am zweiten Baum das Herz-Jesu und das Herz-Mariä stehen. Sie sagten: "Wir bleiben nicht lange da, die anderen Kinder sollen auch kommen (Kuni, Antonie und Erika) mit Schmitt." Dann reichte Dr. Heil Gretel sieben Kreuze zum Weihen. Sie hatte vier Kreuze in der einen und drei Kreuze in der anderen Hand. Das Herz Jesu legte seine Hand über die vier und das Herz Mariä über die drei Kreuze. Dann musste Gretel die Hände umwechseln mit den Kreuzen. Dann sagte die Muttergottes: "Jetzt segne ich die Kreuze im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit und im Namen meines Sohnes." Danach segnete der Heiland die Kreuze der Kinder. Zwei hatten ihre Kreuze nicht dabei. Er frug sie, warum sie ihre Kreuze nicht tragen. Die zwei Kinder hatten vergessen, es umzuhängen. Der Heiland sagte: "Ich lasse einen Tropfen meines Blutes auf jedes Kreuz fallen." Danach fragte der Heiland: "Tragt ihr auch euren Bußgürtel?" Die Kinder bejahten es. Zur Gretel sagte der Heiland: "Wenn ihr euer Kreuz umhängt, küsst es vorher." Er und seine Mutter gaben nochmals den Segen und fuhren in den Himmel hinauf. Die Kinder gingen über den Berg heim.
Bemerkungen des Herausgebers: Bezüglich des Spielens des Jesuskindes bzw. der Engel mit den Visionskindern: Wenn das Spielen des Jesukind oder der Engel mit den Visionskindern manchem Leser vielleicht allzu kindlich oder gar unwürdig erscheinen mag, so dürfte man den theologischen Satz erwägen, dass der Gottmensch Jesus Christus, also auch das Jesuskind, uns in allem gleich geworden ist, mit Ausnahme der Sünde (Phil. 2,7; Hebr. 4,15), dass er nicht bloß wahrer Gott, sondern auch wahrer Mensch (perfectus homo: 'Athanasianisches', Glaubensbekenntnis, Denzinger, n. 40) gewesen ist, somit als Kind wohl auch gespielt hat ähnlich wie die anderen Kinder. Um so mehr dürfte dies von den 'Engeln' gelten, die einst als Kinder auf Erden weilten und in der Unschuld des Lebens im Stande der heiligmachenden Gnade abgeschieden sind. Von solchen 'Engeln' ist ja wiederholt die Rede im Bericht der Heroldsbacher Erscheinungsvorgänge, wobei sie oft auch ihre Namen und Herkunft angeben. Selbst 'eigentliche' Engel als reine Geister können mit Gottes allmächtigem Wirken in Visionen Menschengestalt annehmen, wie sich aus der heiligen Schrift ergibt, wonach bei Genesis, Kapitel 18, dem Abraham drei Männer erschienen sind. Von diesen nehmen die Theologen noch heute zum Teil eine Theophanie der drei Göttlichen Personen an (vgl. Heinisch, Erklärung der Genesis, zur Stelle, Bonner Bibelausgabe; O. Procksch: Die Genesis übersetzt und erklärt, 1924, S. 118, sagt in der Erklärung zur Stelle, dass "Delitzsch und Skinner mit einigem Recht Jahve in allen Dreien repräsentiert sehen"), zumindest aber eine Erscheinung von drei Engeln oder Jahve mit zwei Engeln. Von diesen drei Männern werden ganz auffallende menschliche Tätigkeiten berichtet. So bietet Abraham diesen drei Personen (Engeln) nach altorientalischer Gastfreundschaft Wasser an, damit sie sich die Füße waschen, und dann lässt er ihnen ein Essen bereiten, damit sie sich stärken könnten. Die drei Männer lassen ihm gewähren: "Tut, wie du gesagt hast!" Abraham ließ dann für diese drei übernatürlichen Wesen durch seine Frau Sara Kuchen backen, ein Kalb schlachten und zubereiten und setzte das Kalb, dazu noch Dickmilch und Süßmilch ihnen vor und sie setzten sich unter einen Terebinthenbaum mit Abraham zu Tische. (Genesis, 18,1-8.) Wenn also nach der heiligen Schrift selbst die drei Göttlichen Personen oder drei Engel sich die Füße waschen und mit Abraham zu Tische sitzen, dann dürfte man es nicht mehr als eine theologische Unmöglichkeit oder als Widerspruch mit der Glaubenslehre empfinden, wenn Kinder in einer Vision sehen, wie ein Engel beim Spielen 'stolpert' oder von dem beim Hinfallen zugezogenen Schmutz der Hände gereinigt, 'gebadet' wird.
Übrigens ist das Spielen des Jesukind oder von Engeln in der Mystik nicht unbekannt. Ähnliches z. B. wird berichtet vom seligen Hermann Josef. "Bekannt ist, wie er als Kind sich von seinen Gespielen absonderte und seine liebsten Stunden in der Kirche (St. Maria bei Köln) zubrachte. Einst reichte er in kindlicher Unschuld dem steinernen Jesuskinde seinen Apfel zum Geschenke dar und dieses streckte das Ärmchen aus, um die Gabe in Empfang zu nehmen. Seit dieser Zeit fand er öfter in der einsamen Kirche Maria mit Jesus und auch mit dem heiligen Johannes zugegen, und durfte mit dem kleinen Heiland daselbst spielen, solange er freie Zeit hatte." (Wetzer und Welte's Kirchenlexikon, V, 1888, Sp. 1806, Artikel: Hermann, der selige, Hermann Josef genannt, von Kaulen.) Andere Beispiele bei Katharina Emmerich, Maria von Agreda, Marina von Eskobar, Brigitta von Schweden u. a. Wer Kinderpsychologie studiert hat, findet in diesen kindlichen Gedichten nichts Absurdes, Außergewöhnliches oder gar Lächerliches oder Unwürdiges. Herrliche Beispiele, wie die kindliche Psyche denkt und "dichtet", finden sich in "Des Knaben Wunderhorn", von Clemens Brentano herausgegeben, eine selbst von dem großen Goethe glänzend beurteilte Dichtung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine aus der neuesten Zeit stammende, mit dem kirchlichen Imprimatur versehene Schrift über die Mystikerin Anna Moes. Die Stigmatisierte von Luzemburg (1955, S. 17), berichtet von dieser Seherin, die sehr viele Erscheinungen der Heiligsten Dreifaltigkeit, des Göttlichen Heilandes, des Jesuskindes, der Mutter Gottes und von Engeln und Heiligen hatte, auch Teufelserscheinungen: "Als Entschädigung für alle Entbehrungen und Kränkungen versetzte der Schutzengel sie oft in die Mitte einer Schar himmlischer Geister, welche mit ihr spielten wie mit Kindern ihres Alters."
Bei einem Besuch bei Herrn Schlötzer in Forchheim am 13. April 1958 erklärte dieser dem Verfasser:
1. Dass er hundertprozentig sicher ist, dass die Seherkinder niemals, weder früher noch bei den Visionen auf der 'Himmelswiese', die bei ihren Visionen begleitenden Herren absichtlich irgendwie getäuscht oder irregeführt haben. Weihnachten 1957 haben Gretel Gügel und Erika Müller dies ausdrücklich ihm in seiner Wohnung versichert und sich bereit erklärt, diese Aussagen auch jederzeit beeiden zu wollen. Schlötzer sei bereit, jederzeit bei der kirchlichen Behörde für diese seine Aussagen hundertprozentig einstehen.
2. Schlötzer ließ früher bei den Visionen der Himmelswiese die Muttergotteserscheinung fragen, warum die Kinder solche Spiele mit dem Jesukind und den Engeln erleben? Die Erscheinung sagte: "Liebe Kinder, Ihr müsst noch sehr viel Schweres mitmachen. Ihr sollt auch schöne Stunden mitmachen."
3. Schlötzer ließ ferner die Erscheinung fragen, warum die Kinder die Visionen von den verschiedenen Räumen auf der Himmelswiese hätten, wo sie verschiedene Zimmer sehen, auch Küche, Badezimmer, usw.? Die Erscheinung antwortete: "Das sind Beispiele für spätere caritative Einrichtungen, Anstalten, die einmal auf dem Berge später (nach der kirchlichen Anerkennung?) erstehen werden."
Nachtrag zum Samstag, 17. Juni 1950. Die Kinder waren längst im Wald, da kam erst Maria auf den Berg. Sie stand kurze Zeit bei Betti und Irma, die nicht mitgehen durften. Da sah das Jesukind aus dem Himmel und sagte zur Maria: "Geh' auch du mit den anderen Kindern auf die Waldwiese." Maria kam eine Viertelstunde später zu den Kindern mit den Engeln. Als die Kinder auf der Höhe der Wiese waren, sagte Maria: "Habt ihr schon die heilige Kommunion empfangen?" Die Kinder sagten: "Ja." Da sagte Maria zu den übrigen Kindern: "Schaut in den Himmel hinauf!" Der Himmel ging auf, es kam der Kelchengel heraus und schwebte hernieder. Auch Kuni sieht den Kelchengel kommen und sagt, der Engel sagt: "Maria und Dr. Heil dürfen die heilige Kommunion empfangen." Beide empfingen die heilige Kommunion und danach verschwand der Kelchengel wieder. Bei dem Vorbereitungsgebet auf die heilige Kommunion kniete sich der Engel der Kinder neben diese nieder. Zur Gretel sagte ihr Engel: "Während des Gebetes dürfen wir nicht schwätzen, sonst kommt der Hauptengel." Antonie sprach nämlich in das Gebet hinein.
Sonntag, 18. Juni 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 200 bis 300 Menschen! Um 19.30 Uhr gehen alle Kinder zum Berg. Vor dem Podium hört Antonie eine Stimme: "Gretel, Erika, Maria und du, Herr Schlötzer und Schmitt, sollen zum Baum hinübergehen." Hildegard, Betti, Irmgard und Waltraud bleiben mit Dr. Heil beim Podium stehen. Nach einiger Zeit sagt Hildegard, die Muttergottes ist über den Birken, sie segnete. Die Muttergottes sagt: "Ich will euch heute eine Freude machen. Holt mich ab!" Die Kinder gehen zum zweiten Lichtmast. Die Muttergottes ist schon dort. Sie segnet. Die Kinder geben ihr die Hand. Wir gehen dann zum Berg hinauf. Unterwegs segnete die Muttergottes. Am Podium sagt sie: "Jetzt weihe ich die Kerzen, Streichhölzer, Rosenkränze und Statuen." Dann segnete die Muttergottes die Kinder einzeln. Hierauf sagt sie: "Jetzt gebe ich den Leuten meinen besonderen Segen." Sie segnete. Die Muttergottes sagt: "Wenn ich in den Himmel aufgefahren bin, sollen die Kinder zu den übrigen Kindern gehen." Wir begleiteten die Muttergottes zum zweiten Lichtmast. Die Kinder geben ihr noch einmal die Hand und berühren alles. Die Muttergottes sagt: "Ich gebe allen Anwesenden den besonderen Segen." Dann fuhr sie in den Himmel auf. Unterwegs zum Baum sahen die ersten vier genannten Kinder, wie sich der Himmel öffnete und der Kelchengel herabschwebte. Dieser sagte zu den Kindern: "Nur Schlötzer und Schmitt dürfen jetzt die heilige Kommunion empfangen." (Die Kinder hatten bereits nachmittags um 15.00 Uhr die heilige Kommunion empfangen.) Der Kelchengel kam den Kindern entgegen. Die beiden Herren empfingen die heilige Kommunion. Die Kinder gingen dann über die Wiese auf den zweiten Baum zu. Erika blieb plötzlich stehen und sagt: "Das Jesukind sieht aus dem Himmel und segnet." Auch die anderen Kinder sehen jetzt das Jesukind. Die Kinder sehen, wie das Jesukind vom Himmel herunterkommt und vor ihnen steht. Die Kinder hatten Rosenblumensträuße. Das Jesukind drückte seine Freude über diese Blumen aus und sagt: "Jedes Kind soll eine Rose nehmen. Ich will sie besonders segnen und küssen. Ein Blatt davon sollt ihr immer bei euch tragen und die anderen trocknen und aufheben." Zur Erika sagt das Jesukind: "Am 21. Juni kommt der Himmel auf die Erde." Zur Gretel sagt das Jesukind: "Berührt noch einmal alles, dann will ich euch einen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Dies geschah so. Die Kinder gingen weiter und sahen schon von ferne die Englein im Wald. Diese winken den Kindern zu und rufen: "Kommt!" Am zweiten Baum legten die Kinder ihre Blumen nieder und gingen zum Wald. Dort spielten sie mit den Engelein. Es kam ein großer Engel, der Erika an die Hand nahm. Sie fragte nach dem Namen: "Ich bin Michael." Auf die Frage, ob er der Erzengel Michael sei, sprach er zur Erika: "Ja." Der Erzengel war weiß gekleidet, um den Hals hatte er zwei goldene Bortenstreifen, ebenso um die Arme und den Saum. Um die Stirne trug er ein breites Goldband. Er war sehr ernst. Wenn er die Erika nicht führte, kreuzte er die Hand über die Brust. Der Engel wurde gebeten, alle die zu segnen, die für die Muttergottes kämpfen. Er segnete. Dann segnete der Erzengel noch einmal und verschwand. Antonie, Maria und Gretel sahen ihn kurz vorher schon nicht mehr. Die Kinder setzen sich mit ihren Engeln in einem Kreis zusammen und spielen. Inzwischen kamen die anderen Kinder (Betti, Irmgard) mit Dr. Heil und Rathmann. Die Engel der Erika, Maria und Irmgard waren von Heroldsbach. Sie hießen: Johannes, Maria und Georg. Auf die Frage der Maria, wie lange sie schon im Himmel sind, sagten sie: "Schon sehr lange." Die Kinder baten ihre Engel, sie sollen ihnen das Kreuzzeichen vormachen, wie sie es im Himmel machen. Sie streckten ihre Hand waagrecht und machten mit dem Daumen das Kreuzzeichen auf Stirne, Mund und Brust. Dann falteten sie ihre Hände und neigten das Haupt bis auf die Fingerspitzen. Dann baten die Kinder, sie mögen ihnen eine Kniebeuge vormachen, wie sie es im Himmel machen. Die Engel knieten sich mit beiden Knien nieder und verneigten tief das Haupt. Danach machten sie vor, wie sie die Muttergottes begrüßen. Sie gaben der Muttergottes die Hand, verneigten das Haupt und sagen: "Ich begrüße Dich, du liebe Himmelmutter, gelobt sei Jesus Christus." Beim katholischen Gruß verneigen sie das Haupt. Dann machten sie vor, wie sie Gott Vater begrüßen. Sie knien nieder, rutschen kurz, kreuzen die Hände auf der Brust, verneigen sich bis zum Boden und strecken die Hände nach außen. Danach gingen die Kinder mit ihren Engeln zum Wald. Von dort aus zum Baum zurück. Dort sagten die Engel zu den Kindern: "Gebt uns die Hand und berührt uns." Dann fuhren sie in den Himmel auf. Die Kinder gingen über dem Berg nach Hause.
Sonntag, 18. Juni 1950, nachmittags um 15.05 Uhr gingen bei strömendem Regen Gretel, Maria, Betti, Irmgard, Erika mit Dr. Heil und Rathmann zum Berg. Antonie stand schon dort. Nach einiger Zeit sagte eine Stimme zur Antonie: "Geht zum Baum." Beim Hinübergehen sah Antonie den Kelchangel, den später auch Erika, Maria und Gretel sahen. Sie empfingen am Baum die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Zur Maria sagte der Kelchengel: "Das Jesukind hat sich sehr gefreut, dass ihr trotz schlechten Wetters gekommen seid. Wenn ihr den Wundenrosenkranz gebetet habt, geht gleich heim!"
Montag, 19. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr sind die Kinder auf dem Berg, ohne Kuni, die noch krank ist. Antonie hört eine Stimme: "Geht zum Wald!" Es war die Stimme des Jesukind. Das Jesukind schaut aus dem Himmel, segnet und verschwindet anschließend wieder. Erika sieht am Baum den Kelchangel. Erika, die ihn allein sieht, reicht den übrigen fünf Kindern, Dr. Heil und Schlötzer den Kelch, während der Engel die heilige Hostie ihnen reicht. Dann gehen alle Kinder zum Wald. Unterwegs sieht wiederum nur Erika das Jesukind aus dem Himmel schauen. Es sagte: "Jetzt will ich Kuni Schleicher meinen besonderen Segen geben." Am Wald angekommen, sehen Antonie, Gretel, Erika und Maria ihre Engel und spielten mit ihnen. Zur Gretel sagte der Engel: "Heute bleiben wir nicht so lange bei euch." Die Kinder fragten die kleinen Engel: "Wo ist denn heute der Hauptengel?" Erikas Engel sagt: "Wenn ihr nicht brav seid, wird er schon kommen." Erika sah auch die beiden Engel von Betti und Irmgard, die ihre Engel selbst nicht sahen. Auch die übrigen drei Seherkinder sahen die beiden letztgenannten Engel nicht. Die Kinder waren am heutigen Abend sehr zerstreut und hörten wenig auf die Ermahnung der Erwachsenen. Die Engel sprachen und spielten heute auffallend wenig mit den Kindern, was wohl auf das unruhige und unfolgsame Verhalten zurückzuführen ist. Schlötzer ließ die Engel der Kinder bitten, sie möchten dem Jesuskind sagen, dass es zu den Kindern kommen möge. Die Kinder beteten ein 'Vater unser' und ein 'Ave Maria' und den neuen Rosenkranz. Während des Rosenkranzgebetes sah Erika den Hauptengel kommen, der weiß gekleidet war. Nur Erika allein sieht ihn. Am Schluss des Rosenkranzgebetes sagt der Engel: "Jetzt will ich alle Kinder segnen." Er segnete. Erika fragte den Engel: "Warum bist du zu uns gekommen?" Der Engel gab zur Antwort: "Weil ihr vorher gelacht habt." Erika fragte weiter: "Bist du der Erzengel Michael?" Der Engel sagte: "Ja." Er hatte einen sehr strengen Ausdruck. Nun sieht Antonie viele Engel vom Himmel herunterkommen, voraus ein glitzernder oder strahlender Engel. Beim Näherkommen erkannte Antonie diesen Engel als das Jesukind. Es sagte zur Antonie: "Ich will mit euch etwas spielen. – Geht zum Baum!" Vom Baum aus gehen die Kinder mit dem Jesukind weiter zur Wiese. Die Kinder waren weiterhin unandächtig und lachten verschiedene Male, besonders Maria und Erika. Dann sagt das Jesukind zur Antonie: "Du und Gretel, geht allein auf die Wiese mit Schlötzer." (Die Kinder waren indessen in der Nähe des ersten Baumes angekommen.) Dr. Heil ging mit den übrigen Kindern weiter zum ersten Baum. Das Jesukind war bei ihnen, während Schlötzer mit Gretel und Antonie auf die Wiese ging. Am ersten Baum knieten die Kinder kurz nieder. Das Jesukind machte Halt. Dann ging das Jesukind weiter, in Richtung Wald. Etwa zehn Meter vom Baum entfernt wurden Maria und Erika von der Muttergottes, die bei Schlötzer war, weggerufen. Die beiden anderen Kinder blieben bei Dr. Heil, die das Jesukind nicht sahen. (Irmgard und Betti.) Das Jesukind blieb bei ihnen. Dr. Heil erklärte den Kindern genau die Wundbetrachtung des Hauptes und gab ihnen dementsprechende Ermahnungen, dass sie auch danach leben sollen. Dann kamen am Schluss noch Erika und Maria wieder zurück. Sie hörten auch noch die Schlussermahnungen mit an. Antonie und Gretel sahen währenddessen das Heiligste Herz-Mariä auf der Wiese. Die Muttergottes sagte zur Antonie: "Maria und Erika sollen auch kommen und mich um Verzeihung bitten, dann sollen sie wieder zum Jesukind gehen." (Während der ganzen Zeit waren Irmgard und Betti brav gewesen.) Die vier Kinder (Maria, Gretel, Erika und Antonie) baten nun die Muttergottes um Verzeihung. Die Muttergottes sagt zur Antonie: "Ich will es euch noch einmal verzeihen, aber meinen lieben Sohn hat es sehr betrübt." Maria und Erika gingen wieder zu den übrigen Kindern bei Dr. Heil. Dann durften Antonie und Gretel und Schlötzer die Muttergottes berühren und ihr heiliges Herz küssen. Dann gab die Muttergottes ihren besonderen Segen, fuhr in den Himmel und sagte vorher noch: "Geht zu den anderen Kindern. Dort wird mein süßes Kind auch in den Himmel auffahren." Schlötzer ging mit den beiden Kindern zu Dr. Heil. Als die beiden Kinder (Gretel und Antonie) beim Baum ankamen, schwebte das Jesukind zum Baum hin in Höhe der Äste. Dort gab es noch einmal den besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf.
Dienstag, 20. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr gehen alle Kinder, außer Erika und Kuni, zum Berg. Erika kam auf den Berg zu den übrigen Kindern. Maria hörte eine Stimme: "Geht alle zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sagte zu ihr eine Stimme: "Nach der heiligen Kommunion heute sollen Antonie und du zum zweiten Baum gehen." Die Kinder empfingen am Rand der Wiese die heilige Kommunion. Antonie, Gretel und Maria gingen danach mit Dr. Heil und Schmitt zum zweiten Baum, während die anderen: Erika, Irmgard und Betti mit Herrn Koch zum ersten Baum gingen. Erika reichte Irmgard und Betti, Koch und Rathmann die heilige Kommunion. Anschließend gingen wir zu dem ersten Baum. Auf dem Weg über die Wiese zum zweiten Baum sehen Maria, Antonie und Gretel vier Engel, die bereits am zweiten Baum auf sie warteten. Die Kinder fragten die Engel, warum sie zu viert sind, während es nur drei Kinder sind. Da hörten sie eine Stimme: "Ein Engel ist für Herrn Schmitt." Kurz (etwa 30 Meter) vor dem Baum sehen die Kinder plötzlich den Heiland und die Muttergottes mit dem Herzen auf der Brust. Die Kinder begrüßten beide. Der Heiland sagt zu den Kindern: "Schmückt morgen alle Altäre!" Weiter sagte er noch: "Wir bleiben nicht lange hier. Berührt alles, dann fahren wir in den Himmel auf." Es geschah so. Antonie sah auch den Erzengel Michael. Er sagte: "Ich bin nicht gekommen, um heute auf euch aufzupassen, sondern um mit euch zu spielen." Der Erzengel machte heute ein nicht so strenges Gesicht wie bisher. Antonie begrüßt den Erzengel. Die anderen Kinder sehen ihn nicht mehr. Nach der Begrüßung sah auch Antonie den Erzengel nicht mehr. Die Kinder beteten danach den Wundenrosenkranz. Die kleinen Engel knieten dabei neben ihnen. Nach dem Wundenrosenkranz sagt ein Englein zur Antonie: "Geht mit uns jetzt in den Wald!" Kurz vor dem Wald waren die Engel verschwunden und die Kinder hörten, wie sie riefen: Kommt! Sie suchten die Englein, die auf einem Baum sich versteckt hatten. Die Kinder baten, sie mögen doch herunterkommen. Gleich darauf kamen sie auch. Die Kinder spielten dann mit den Engeln. Nach geraumer Zeit kamen Betti und Irma zu den drei Kindern. Erika sagt: "Es kommen vom Himmel viele Engel herunter." Die Kinder gingen den Engeln entgegen und führten die ersten Engelein an der Hand. Sie bildeten einen großen Kreis um die Kinder. Dann gingen die Kinder mit ihren Engelein in den Wald. Der Kreis löste sich auf und die Engelein gingen zwei zu zwei ebenfalls in den Wald. Sie waren abgestuft, von großen bis zu kleinsten Engeln. Erika sagt, es sind so viele Engel, dass sie sie gar nicht zählen kann; doch bald fuhren sie in den Himmel auf. Es blieben nur noch fünf Engelein zurück. Diese spielten und sangen mit den Kindern weiter. Nach kurzer Zeit fuhren auch diese kleinen Engelein in den Himmel auf und die Kinder gingen vom Wald aus betend zum zweiten Baum zurück. Auf dem Weg dorthin sahen sie, wie der Heiland und die Muttergottes vom Himmel zum Baum herunterschwebten. Die Kinder beteten den neuen Rosenkranz. Die Muttergottes sagt zur Gretel und Maria: "Es freut mich, dass ihr so oft diesen Rosenkranz betet." Auf die Frage, wie dieser neue Rosenkranz, den sie den Kindern gelernt hat, heißen soll, sagte die Muttergottes: "Süßes Herz-Jesu und süßes Herz-Mariä-Rosenkranz." Die Kinder durften am Baum den Heiland und der Muttergottes die Hand reichen, alles berühren, das Heiligste Herz-Jesu und -Mariä küssen, auch die sie begleitenden Herren. Erika und Antonie nahmen die Dornenkrone vom Haupt des Heilandes und vom Herzen der Muttergottes und setzten sie sich aufs Haupt. Bevor der Heiland und die Muttergottes in den Himmel auffuhren, gaben die Kinder die Dornenkronen zurück. Der Heiland und die Muttergottes segneten nochmals und fuhren in den Himmel auf. Die Kinder sangen aus Dankbarkeit für den neuen Rosenkranz, nachdem sie drei 'Vater unser' zur Heiligsten Dreifaltigkeit gebetet hatten, das Lied: 'Großer Gott, wir loben Dich', und gingen dann nach Hause.
Mittwoch, 21. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr gingen alle Kinder, außer Antonie, zum Berg. Diese war bereits vor dem Podium. Sie sagt: "Die Muttergottes schwebt über dem Birkenwald." Kurz darauf sagt die Muttergottes zur Antonie: "Holt mich am Mast ab!" Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Erika: "Heute nehmen mein göttlicher Sohn und ich Abschied von euch." Am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes. Zur Hildegard sagt sie: "Es wird eine bittere Zeit über euch kommen. Liebe Kinder, betet und fleht zu mir." Zur Maria und Antonie sagt die Muttergottes: "Gretel, Erika, Kuni und ihr beide, geht mit Schlötzer und Schmitt auf die Wiese." Die Muttergottes sagt ferner: "Am 30. Juni werden wir wiederkommen. Das Jesukind wird in der Zwischenzeit öfters zu euch kommen." Die fünf Kinder gehen mit den beiden Herren zur Wiese, während die Muttergottes mit Hildegard, Betti, Irma und Waltraud und Rosa zum Podium gehen. Als die Kinder vom ersten Baum aus zur Wiese gingen, sehen sie schon von ferne, wie sich die Wolken wie ein dichter Nebel über die Wiese ausbreiten. An der Spitze der Wiese blieben die Kinder stehen. Antonie sagt: "Jetzt wird ein großes Tor geöffnet." Die Kinder mussten hindurch gehen und gehen etwa zehn Meter weiter. Plötzlich ließen sie sich auf die Kniee nieder, verneigten ihr Haupt bis zur Erde nieder und sagen, Gott Vater sitzt vor ihnen auf dem Thron. Die Kinder geben ihm die Hand. Er ist weiß gekleidet, um die Hüften hat er einen breiten, goldenen Gürtel. Auf dem Haupt trägt er eine Krone. (Ähnlich der Stephanskrone.) Außer Gott Vater sehen die Kinder niemand. Es kommt ein Engel und führt die Kinder im Himmel weiter. Plötzlich hören die Kinder von ferne Engelsgesang. Sie sehen beim Näherkommen einen großen Engelchor, der singt: 'Halleluja, Christus ist da.' Sie wiederholen dreimal diesen Gesang. Die Kinder sangen dann: 'Liebes Jesulein...' Darauf sagen die Engel: "Wir singen dieses Lied schon lange und viel schöner als ihr. Jedes von euch soll dieses Lied allein singen." Die Kinder sangen es einzeln. Während des Singens sagt Antonie: "Der Himmel wackelt, die Wolken zittern. Da kommt bestimmt Gott Vater." Die Kinder drehen sich um und sehen auch, wie Gott Vater näher kommt. Auch Erika spürte dieses Zittern und Wackeln. (Diese Angabe über Gott Vater soll nach Angabe der Antonie nur Herr Pfarrer und Dr. Heil erfahren.) Gott Vater sagt zur Gretel: "Wenn die Engel euch etwas befehlen, dann befolgt das." Die Kinder holen ihre Engel ab, die nach ihnen riefen. Gott Vater sagte noch: "Bald ist der Himmel wieder fort. Mein Sohn wird dann zum Baum kommen und dann zum Podium gehen, um von euch Abschied zu nehmen." Zur Gretel sagte Gott Vater: "Liebe Kinder, spielt jetzt mit den kleinen Engeln. Sie kommen morgen nicht." Als die Kinder eine Zeit lang gespielt hatten, waren sie auf einmal wieder auf der Wiese und waren darüber sehr verwundert. Sie gingen dann zum Baum. Von ferne sehen sie schon das Jesukind vor dem Baum stehen. In etwa 60 Meter Entfernung kamen die übrigen Kinder mit der Muttergottes zum zweiten Baum. Antonie, Gretel, Erika, Maria und Kuni begrüßten das Jesukind am Baum. Die Muttergottes kam nun mit den übrigem Kindern hinzu und sagt zur Hildegard: "Ich bin gekommen, um meinen lieben Sohn abzuholen." Die Kinder gingen dann mit der Muttergottes und dem Jesukind zum Berg. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes folgendes zur Hildegard: "Die Geistlichkeit wird es noch einsehen, aber zu spät. Es tut mir das so weh. Ich werde meinen Mantel über euch ausbreiten. Ich habe euch schon ein Zeichen gegeben. Es ist jetzt Zeit, sich zu bekehren. Sie wollen es nicht glauben, aber ich werde es noch zeigen durch das Unheil. Ich komme noch weiter. Ich freue mich, dass ihr Kinder heute so brav gewesen seid." Kurz darauf sagt sie wieder zur Hildegard: "Herr Schmitt soll einige Worte am Podium sprechen. Es sind nicht nur Gläubige, sondern auch Ungläubige da." Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Das Gebet der Gläubigen dringt durch die Wolken, auch wenn Ungläubige da sind." Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Betet eure Wunden am Podium durch den Lautsprecher vor!" Kurz darauf sagt die Muttergottes noch zu ihr: "Singt mir droben noch ein Lied vor!" Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Es soll verkündet werden, dass mein lieber Sohn, und ich heute Abend Abschied nehmen und in den Himmel auffahren." Etwa 50 Meter vor dem Podium sagt die Muttergottes zur Maria: "Wenn ich durch das Volk gehe, gebe ich meinen besonderen Segen. Es soll dies dem Volk gesagt werden." Zuvor sagt die Muttergottes noch zur Hildegard: "Wenn sich nur in Heroldsbach die Geistlichkeit zeigen würde, auch wenn sie nicht auf den Berg dürfen. Wie würde mich das freuen, dass sie an mich glauben." Am Podium segnete die Muttergottes die Rosenkränze, Kreuze, Statuen, Kerzen und Zündhölzer. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Geht auf das Podium!" Die Kinder befolgen diesen Wunsch. Sie beteten dann den Wundenrosenkranz vor. Während des Gebetes sagt die Muttergottes zur Erika: "Maria, Gretel und du, geht schnell zum Baum hinüber!" Schlötzer geht mit den drei Kindern zum zweiten Baum. Die Kinder sehen zuerst ihre eigenen Engel und dann kamen noch elf weitere Engel hinzu. Ein Engel sagte: "Geht mit uns zum Berg! Dort werden die Engel die Muttergottes begleiten, wenn sie zum Himmel fährt." Die Kinder gingen mit den Engeln zum Berg. Als die drei Kinder zum Berg zurückkamen, sagt die Muttergottes zur Antonie: "Gebt mir eure Hand und berührt alles, ich will jetzt in den Himmel auffahren." Danach sagt das Jesukind zur Erika dasselbe. Nach Beendigung des Wundenrosenkranzes sprach Schmitt ein paar Worte über den Verlauf des Abends. Zur Hildegard sagte die Muttergottes aus dem Himmel: "Liebe Kinder, ich habe euch so lieb. Ich möchte euch umarmen. Die Worte, die Herr Schmitt gesprochen hat, haben mich erfreut." Nach Schmitt sprach Dr. Heil. Während dieser Ansprache erschien die Muttergottes über dem Birkenwald, blieb einige Minuten dort, segnete und fuhr in den Himmel auf. Hildegard sah dies alles. Zur Antonie sagt eine Stimme: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!" Während die fünf Kinder vom Mast aus zur Wiese gingen mit den zwei Herren, gingen die übrigen Kinder mit der Muttergottes zum Podium. Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Das Gebet des Vorbeters gefällt mir." Am Berg sagt die Muttergottes zur Hildegard, sie will jetzt die Kerzen, Rosenkränze, Streichhölzer, Kreuze und Bilder segnen und weihen. Dann sagt sie zur Hildegard: "Wir wollen zu den anderen Kindern gehen." Auf dem Weg zum Baum gab sie Herrn Messbacher einen besonderen Segen.
Mittwoch, 21. Juni 1950, nachmittags um 15.00 Uhr waren alle Kinder auf dem Berg. Hildegard sieht die Muttergottes über dem Birkenwäldchen. Dann sagt die Muttergottes: "Holt mich am Mast ab!" Am Mast berührten die Kinder alles an der Muttergottes. Dann sagte die Muttergottes: "Geht jetzt in zwei Reihen zu je fünf auf den Berg." Am Berg sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Wo ist der kranke Knabe. Er soll mich berühren." (Der kranke Bub' aus Bobstadt.) Der Knabe tat dies. Die Muttergottes sagt: "Erika, Gretel, Maria und Antonie sollen zum Baum gehen!" Unterwegs dorthin sehen die Kinder den Kelchengel am Baum. Dort empfingen die Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten, auch die beiden Herren Dr. Heil und Herr Koch. Dann sagt der Kelchengel: "Die Kinder sollen zum zweiten Baum weitergehen." In einiger Entfernung zum zweiten Baum sehen alle vier Kinder schon das Herz-Jesu stehen. Dort fragte das Herz-Jesu: "Tragt ihr auch eure Blätter bei euch?" Die Kinder hatten sie nicht alle dabei. Dann ließen sie noch einmal eine Rose weihen, auf die ein Blutstropfen fiel. "Morgen sollt ihr die Blätter dabei haben", sagte das Herz-Jesu. Die Kinder gaben die Hand, berührten die Hand und küssten das Herz. Ebenso durften dies die anwesenden Herren Schöls usw. tun. Dann verschwand das Herz-Jesu. Es sagte zuvor noch: "Die Kinder sollen in den Wald gehen!" Es regnete dauernd. Im Wald sehen Gretel und Erika dreizehn Engel. etwas später sah auch Maria diese dreizehn Engel. Nach kurzer Zeit sehen die Kinder nur mehr vier Engel. Mit diesen spielten sie etwas und suchten dann mit denselben unter einem Eichenbaum vor dem Regen Schutz. Die Engel sagten dann: "Berührt noch einmal an uns alles. Wir fahren in den Himmel auf." Die Engel segneten die Kinder und sagten: "Das Jesukind hat es uns erlaubt."
Donnerstag, 22. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder waren ohne Antonie auf dem Berg und beteten den Rosenkranz. Nach dem Rosenkranz ging Schlötzer mit den Kindern auf Umweg zum Baum, da es noch sehr früh war. Gretel sagte beim dritten Rosenkranzgesätz: "Ein großer Engel schwebt über dem Birkenwald mit einem Spruchband in der Hand: Lobet den Herrn." Gretel sah diesen Engel bis zum Schluss des Rosenkranzes. Die übrigen Kinder sahen nichts. Die Kinder beteten am ersten und zweiten Baum den Wundenrosenkranz und gingen dann heim.
Freitag, 23. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr gehen alle Kinder auf den Berg vor das Podium. Es fehlten Kuni, Erika, Hildegard. Während des ersten Gesätzchens des Rosenkranzes hörte Antonie eine Stimme: "Maria, Gretel und du, geht zum zweiten Baum!" Auf dem Weg dorthin sehen die Kinder, wie der Himmel sich öffnet, aber nicht der Kelchengel herauskam, wie die Kinder vermuteten, sondern der Heiland als Herz-Jesu. Er schwebte zum zweiten Baum hernieder auf den Boden. Bald darauf kam auch der Kelchengel ebenfalls zum zweiten Baum und vier kleinere Engel. Am Baum begrüßten die Kinder das Herz-Jesu, indem sie sich niederknieten, die Hände auf der Brust falteten, das Haupt tief verneigten und dann die Hand reichten. Danach küssten die Kinder das Herz-Jesu auf der Brust. Danach empfingen die Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Den Kelch nimmt jedes Kind in die Hand. Sie gaben dann jedes Mal den Kelch dem Engel zurück und der Engel gibt die heilige Hostie jedem Kind. (Bricht von der einen Hostie einen Teil – von der über dem Kelch schwebenden Hostie.) Der Kelchengel verschwand danach. Die Kinder ließen jetzt die mitgebrachten Statuen, Rosenkränze und Bilder segnen. Nach dem Segen berühren dann die Kinder die geweihten Gegenstände am Herzen Jesu und auch an seinem Gewand, auch unten am Saum. Unterdessen verschwanden auch die kleinen Engel. Das Herz-Jesu segnete die Kinder mit der Hand ohne Weihwasser und fuhr dann in den Himmel auf. Auch während der Auffahrt sehen die Kinder das Herz-Jesu segnen. Bevor der Heiland in den Himmel einging, sagte er: "Liebe Kinder, geht jetzt nach Hause!" Auf dem Weg zum Berg bzw. über den Berg sagte Schmitt zu den Kindern: Bittet den Heiland, ob ihr nicht länger auf dem Berg bleiben dürft zum Beten. Gretel hörte darauf die Antwort: "Wenn ihr wollt, könnt ihr bleiben."
Samstag, 24. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder sind am Berg. Erika hörte eine Stimme: "Du, Gretel, Kuni und Antonie, geht zum zweiten Baum!" Unterwegs zum Baum sehen die Kinder ihre Engel aus dem Himmel kommen. Am Baum steht bereits der Kelchengel und reicht den Kindern sowie Dr. Heil und Schlötzer die heilige Kommunion. Anschließend gehen die Kinder wieder weiter zum Wald. Kurz nach der Ankunft im Wald kommen noch zehn Engel, die sie vorher am Baum stehen sahen, auch nach. Erikas Engel sagte: "Heute Abend bei der Prozession kommen noch mehr Engel." Zur Antonie sagt ein Engel: "Heute Abend werden wir eine Lichterprozession machen." Im Wald sehen die Kinder außer den zehn Engeln noch weitere fünf Reihen Engel, aus je sieben Engeln bestehend. Jede Reihe Engel hatte kleine, mittlere und größere Engel. Inzwischen kommen noch weitere Engel heruntergeschwebt. Diese legten Spruchbänder auf den Boden. Die Spruchbänder hatten verschiedene Beschriftung. Auf dem Spruchband, das die Kuni aufhob, stand: 'Gloria in excelsis Deo.' Auf dem der Maria: 'Agnus Dei.' Auf dem der Gretel: 'Ecce Agnus Dei.' Auf dem der Erika und Antonie: 'Ehre sei Gott in der Höhe.' Nachdem die Engel mit Spruchbändern da waren, kamen weitere Engel mit Musikinstrumenten und gaben sie den Kindern. Maria und Kuni hatten eine Geige in der Hand. Antonie eine Trompete, Erika eine Posaune. Gretels Instrument musste nach ihrer Angabe eine Klarinette sein. Die Kinder setzten sich auf die Wiese und machten die Geste, als spielten sie mit den Instrumenten und sangen dabei Lieder. Die Engel versteckten sich inzwischen. Gretel sagt: "Wir wollen in den Wald gehen, da hört man den Ton der Trompeten besser." Antonie hört einen Engel, der sagt: "Die anderen Kinder sollen auch kommen. Ebenfalls Herr Koch, Rathmann und Randsberger." Sie wurden herbeigeholt. Nachdem alle Kinder beisammen waren, gingen sie vom Wald wieder auf die Wiese heraus. Dort warteten bereits zehn Engel. Davon hatten drei Engel ein rosa Kleid und vier ein blaues Kleid. Die Engel spielten den Kindern ein Lied vor – dann vierstimmig: 'Leise, leise, ruht der Wald.' Schlötzer sagt zu den Kindern: "Bittet die Engel, sie sollen euch ein Kirchenlied vorsingen, vielleicht: 'Ihr Engel allzumal.'" Darauf spielten die Engel: 'Großer Gott, wir loben dich.' Darauf sangen die Kinder von sich aus das Lied: 'Ihr Engel allzumal.' Kurz darauf setzten auch die Engel mit der Musik ein und spielten dasselbe Lied. Danach spielten die Engel wieder: 'Ehre sei Gott in der Höhe.' Antonie, Erika und Kuni gehen mit ihren Engeln etwas weiter weg, weil die Engel ihnen das gesagt haben. Inzwischen sagten die Engel, die die Instrumente hatten: "Die Kinder sollen nicht so schreien!" Maria ging weg und sagte das den Kindern. Währenddessen sagte die Gretel zu den musizierenden Engeln, sie möchten etwas Schönes spielen. Die Engel spielten nach der Aussage der Gretel etwas sehr Schönes, das sie aber nicht kannte. Die drei anwesenden Kinder hörten andächtig zu: Da kam das Jesukind. Es sagte: "Es freut mich nicht, dass die anderen Kinder fortgelaufen sind. Wenn ihre lieben Englein gesagt haben, sie sollen mit ihnen gehen, dann hätten sie die Engel bitten sollen, dass sie hier bleiben sollen." Die anderen Kinder waren etwa 150 Meter vom Jesukind entfernt und spielten sehr laut. Da sagte das Jesukind: "Die anderen Kinder sollen nicht so schreien!" Die anderen drei Kinder kommen mit Herrn Schlötzer zum Jesukind. Das Jesukind segnete und blieb noch kurz da. Es fuhr dann in den Himmel auf. Dann sprangen die anderen Kinder mit ihren Engelchen wieder in den Wald. Beim Ave-Läuten beteten sie den Engel des Herrn und traten kurz hernach den Rückweg in Richtung zum Berg an in Begleitung ihrer Engel. Gretel und Maria blieben mit ihren beiden Engeln mit Herrn Koch und Schlötzer in der Nähe des ersten Baumes knien und spielten mit den Engeln. Die übrigen Kinder liefen etwa 50 Meter weiter. Schlötzer sagt zu den Kindern: "Sagt euren Engeln, wenn sie wieder hinauf zum Himmel kommen, möchten sie viele Grüße an die Muttergottes und an das Jesukind ausrichten." Sie sagten: "Das werden wir tun." Plötzlich sagen die Kinder: "Der Himmel geht auf. Das Jesukind kommt herunter." Das Jesukind geht etwa zehn Meter weiter auf die Wiese. Das Jesukind sagt zu den beiden Kindern: "Berührt den Saum, das Haar, das Band der beiden Engel und von mir und gebt mir die Hand. Auch Herr Koch und Herr Schlötzer. Dann will ich euch vier alle einzeln segnen und anschließend meinen besonderen Segen geben." Danach fuhr das Jesukind wieder in den Himmel auf. Schlötzer sagte zu den Kindern: "Sagt dem lieben Jesukind, es möchte auch Herrn Pfarrer Gailer zu seinem Namenstag segnen." Als das Jesukind bereits in den Himmel aufgefahren, war, schaute es noch einmal aus dem Himmel und sagte: "Einer der Herren möchte Herrn Pfarrer meine Glückwünsche überbringen." Danach verschwand das Jesukind. Die Kinder gingen in Richtung zum Berg weiter. Nach etwa fünf bis zehn Meter sagten die beiden Kinder: "Jetzt schaut die Muttergottes aus dem Himmel und segnet und sagt: Überbringt Herrn Pfarrer auch meine Glückwünsche!" Die Kinder gingen heim.
Samstag, 24. Juni 1950, nachts um 23.30 Uhr kamen von Würzburg zwei Omnibusse mit etwa 80 Personen. Sie wurden nach einer kurzen Begrüßung mit Musik unten am Berg abgeholt. Sie bildeten eine Lichterprozession. An der Bergkapelle angekommen, wurde der Rosenkranz begonnen. Beim zweiten Gesätz des Rosenkranzes sagen Gretel und Maria: "Zwei Engel kommen vom Himmel heruntergeschwebt auf uns zu." Dann sagen die Engel: "Macht jetzt die Prozession." Die Leute formieren sich zu einer Prozession und ziehen in Richtung Wald hinunter zur Grotte. Unterwegs sagt ein Engel zur Maria: "Das erfreut das liebe Jesuskind und die Muttergottes, dass so viele Leute da sind." Weiterhin fragt ein Engel die Maria: "Wo sind die anderen Kinder?" Von der Grotte ziehen die Leute weiter in Richtung zum Kreuz. Als die Kinder in den Wald einbogen, sagen Maria und Gretel: "Jetzt kommt das Jesukind herunter und segnet." Zur Gretel sagt das Jesukind: "Ich bin gekommen, weil so viele Leute gekommen sind. Dr. Heil soll das den Leuten sagen." Weiterhin sagt das Jesukind zur Gretel: "Ich bin sehr betrübt, weil die anderen Kinder nicht gekommen sind. Sie sagten doch, sie wollen kommen. Meine Mutter sagte ihnen, sie sollen heute kommen!" (Bei der Abendandacht um 19.30 Uhr hörte Antonie die Stimme der Muttergottes: "Sie sollen heute Abend nicht kommen." Deshalb kamen auch die übrigen fünf Kinder nicht. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Muttergottes sagte, sie sollten kommen.) Die Lichterprozession ging weiter zum Kreuz im Wald. Am Kreuz blieb das Jesukind stehen. Herr Randsberger hielt eine kurze Ansprache. Danach sagte das Jesukind zur Gretel: "Jetzt will ich den Leuten meinen ganz besonderen Segen geben. Es soll verkündet werden." Daran anschließend ging das Jesukind weiter zur Erscheinungsstätte hinter dem Kreuz. Zur Maria sagte das Jesukind: "Es soll verkündet werden, dass hier einmal meine liebe Mutter erschienen ist." Dann sagte das Jesukind: "Geht jetzt wieder zum Berg." Die Prozession ging wieder zurück zur Grotte. Dort sagten die Kinder: "Jetzt steht das Jesukind auf den Lilien, die vor der Muttergottes-Statue stehen." Rechts und links vom Jesukind stand ein Engel. Das Jesukind sagte zur Maria: "Der neue Rosenkranz heißt: 'Süßes Herz-Jesu- und süsses Herz-Mariä-Rosenkranz.'" Das Jesukind segnete noch einmal alle Anwesenden und fuhr in den Himmel auf. Dabei sagte es zu den beiden Kindern: "Betet den Wundenrosenkranz zu Ende und geht dann heim!" Um 0.20 Uhr nachts gingen die Kinder heim.
Nachtrag zum Samstag, 24. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Nachdem die Kinder auf dem Heimweg sich befanden, sahen plötzlich Antonie, Kuni, Erika, Betti und Irma gegen 21.20 Uhr die Muttergottes vom Himmel herabkommen. Nach Aussage der Kinder kamen noch sehr viele Engel dazu. Die Muttergottes machte mit den Engeln und Kindern eine Lichterprozession. Dabei bemerkten die Kinder, dass der Muttergottes aus den Augen Tränen fielen. Auf die Frage, warum sie weine, sagte sie nichts. Nach etwa zehn Minuten verschwand die Muttergottes wieder und die Kinder gingen heim.
Sonntag, 25. Juni 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Gretel und Maria gehen zum Berg. Maria sagt: "Während des neuen Rosenkranzes zum süßen Herz-Jesu und -Mariä schaut das Jesukind aus dem Himmel." Zur Gretel sagt das Jesukind: "Geht zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sagt das Jesukind zu den beiden Kindern: "Herr Koch, Rathmann, Randsberger dürfen auch mitgehen und am Baum die heilige Kommunion empfangen." Die Kinder sehen danach das Jesukind vom Himmel zum ersten Baum herunterschweben. Auch der Kelchengel kam kurz darauf zum Baum. Die Kinder bereiteten sich auf den Empfang der heiligen Kommunion vor. Etwa 50 Meter vor dem Baum sagt das Jesukind: "Ich bin gekommen, weil ihr zwei auch gekommen seid." (Die übrigen Kinder waren nach Burk gefahren.) Die zwei Kinder und die Herren empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Das Jesukind stand auf dem Boden vor dem kleinen Altärchen. Die Kinder geben ihm die Hand, berührten den Saum, die Krone und das Haar. Das Jesukind sagt zur Maria und Gretel: "Ich will jetzt Herrn Pfarrer Bauer segnen." Auf Bitten von Maria durfte eine Frau mit ihrem Kind zum Jesukind herkommen. Das Jesukind forderte durch Maria die Frau und das Kind auf, ihm die Hand zu geben und seinen Saum zu berühren. Nach der Kommunion sagt das Jesukind zur Maria: "Betet den Wundenrosenkranz und geht dann nach Hause." Das Jesukind blieb während des Rosenkranzes vor dem kleinen Altärchen stehen. Beim letzten Gesätz sagte es zur Gretel und Maria: "Betet auch das Preisgebet zur Heiligsten Dreifaltigkeit. Gretel soll den ersten Absatz, Maria den zweiten und Herr Schmitt den dritten Absatz beten." Während dieses Gebetes schwebt das Jesukind von der Erde auf einen Buchsbaumstrauch. Das Jesukind sagt dann zur Gretel: "Jetzt will ich Herrn Pfarrer Gailer segnen." Anschließend segnete das Jesukind alle, die für das Jesukind kämpfen und das Volk auf dem Berg. Nach dem Gebet sagte es zur Gretel und Maria: "Gebt mir noch einmal die Hand, berührt meinen Saum, die Krone und das Haar. Ich will in den Himmel auffahren." Zur Gretel sagte es noch: "Herr Dr. Heil soll sich beeilen, dann kann er mir noch die Hand geben." Das Jesukind fuhr darauf in den Himmel auf. Während der Auffahrt sagte es noch zur Gretel und Maria: "Zwei Engel werden euch auf der Fahrt nach Burk im Auto begleiten." Daraufhin entschwand das Jesukind.
Sonntag, 25. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder sind um 19.30 Uhr abends auf dem Berg. Kurz nach der Ankunft sagt Erika: "Eine Stimme sagt, wir sollen zum Baum gehen." Am Baum dort sieht Gretel und Maria den Kelchengel. Die Kinder, die um 15.00 Uhr die heilige Kommunion nicht empfangen hatten, empfingen jetzt die heilige Kommunion. Erika allein sah den Kelchengel und reichte den übrigen Kindern, die nachmittags nicht kommuniziert hatten, die heilige Kommunion. Antonie sagt: "Jetzt kommen fünf Engel herunter." Einer sagt zur Antonie: "Geht mit uns in den Wald!" Kurz darauf kommen noch zwei weitere Engel nach, so dass auch Gretel und Maria einen Engel hatten. Zur Maria sagte der Engel: "Du und Gretel, bleibt am zweiten Baum. Herr Schlötzer soll bei euch bleiben! Die übrigen Kinder gehen mit Schmitt zum Wald." Zur Maria sagt ein Engel: "Dr. Heil, Koch und Rathmann sollen auch zu den Kindern zum Wald hingehen." Kurz darauf sagen Gretel und Maria: "Jetzt geht der Himmel auf, das Jesukind kommt herunter." Das Jesukind sagt zu den beiden Kindern: "Ihr dürft mit euren Engeln weiterspielen." Darauf gingen die Kinder mit ihren beiden Engeln auf die Wiese. Das Jesukind blieb am Baum stehen. Nach etwa zehn Minuten sagen Gretel und Maria: "Wir sehen jetzt nur einen Nebel auf der Wiese – jetzt sind wir im Himmel!" Schlötzer blieb von den Kindern etwa 15 Meter entfernt stehen. Schlötzer rief den beiden Kindern zu: "Kinder! Schaut mal her, hebe ich einen oder zwei Arme in die Höhe?" Darauf sagten die Kinder: "Wir sehen Sie doch nicht!" Dann ging Schlötzer näher zu den Kindern hin, die beide plötzlich sagten: "Wie kommen Sie denn her?" Sie sagten zu Schlötzer: "Sie sind jetzt auch im Himmel hier." Die Kinder verbeugten sich tief und sagten: "Gott Vater sitzt hier auf dem Thron." Die Kinder dürfen Gott Vater die Hand geben und dann darf auch Schlötzer das tun. Hinter dem Gott Vater steht ein großer, weißgekleideter Engel mit ausgebreiteten Händen. Nach etwa 15 Minuten verschwand Gott Vater wieder. Die Kinder sagen: "Wir sind jetzt ja wieder auf der Wiese!" Sie sehen das Jesukind vom Baum herüberkommen. Es wurde immer größer. Als das Jesukind bei ihnen war, war es in Mannesgröße. Der Heiland geht mit den Kindern in Richtung zum Baum. Gretel sagt: "Jetzt ist das Jesukind auf einmal als Herz-Jesu da." Es sagt zur Gretel: "Geht mit zum Wald!" Maria hört, wie der Heiland sagt: "Ich bin das Herz der Rettung." Etwa 50 Meter vor den übrigen Kindern sagte der Heiland zu den beiden Kindern: "Jetzt gebe ich euch meinen Segen im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit." Anschließend ging der Heiland mit den Kindern zu den übrigen fünf Kindern. Kurz darauf ging der Heiland mit den beiden Kindern wieder weg, zurück zum Baum. Plötzlich war der Heiland verschwunden und die Kinder sehen vier kleine Engel im Kornfeld stehen. Die beiden Kinder gehen mit den Engeln zum zweiten Baum. Ein Engel sagt zur Maria: "Gebt uns die Hand und berührt den Saum, dann fahren wir in den Himmel." Schlötzer sagt zur Maria: "Sage den Engeln, wenn sie in den Himmel kommen, sie möchten einen Gruß an den Schutzengel des Herrn Schlötzer sagen." Darauf sagte Maria: "Ich höre eine Stimme: Ich bin doch auch hier!" Ein Engel sagt zur Maria: "Liebe Kinder, geht jetzt heim. Das liebe Jesuskind hat es mir befohlen!" Vom zweiten Baum aus gingen die Kinder mit ihren Engeln zum Wald. Auf dem Weg dorthin sagte der Engel zur Erika: "Heute wird der Erzengel Michael kommen, aber nicht als Aufpasser, sondern aus Liebe." Die Kinder spielten etwa fünf Minuten mit ihren Engeln, dann setzten sie sich in einen Kreis. Es kamen noch sieben Engel hinzu, so dass bei den Kindern noch zwölf sassen, die auf ihre ausgebreiteten Mäntel sich setzten. Erika und Antonie hörten die Engel singen: "Hopsasa, trallala, wir sind alle da." Auf einmal sprang Erika auf und sagt zu den übrigen: "Dort kommt der heilige Erzengel Michael!" Die Kinder gingen ihm entgegen, begrüßten ihn, indem sie sich niederknieten, die Hand gaben und sagten: "Wir grüßen Dich, Erzengel Michael, mit dem Gruß: 'Gelobt sei Jesus Christus.'" Danach sagte der Erzengel zu den Kindern Antonie und Erika: "Wir gehen zu den anderen Engeln." Erika und Antonie sehen in etwa 30 bis 40 Meter Entfernung elf Engel mit Musikinstrumenten stehen. Erika und Betti holten diese Engel herbei. Sie blieben neben den Kindern stehen und spielten das Lied: 'Ich sitze am Brünnlein...' Dann spielten sie: 'Leise, leise, leise ruht die Welt...' Auf einmal sagen Antonie und Erika, jetzt hören sie, wie sie singen: 'Stille, stille, stille ruht die Welt...' (als zweite Strophe ged.) Die Kinder hörten die Engel vierstimmig singen. Erika und Antonie sagen: "Die Engel singen so wunderschön." Der Erzengel Michael, der neben Erika stand, hatte ein rotes Kleid an. Am Halsausschnitt, am Ärmel und am Saum hatte er zwei Reihen goldene Borten, auf dem Haupt einen goldenen Reif. Die Hand hielt er auf der Brust gefaltet. Zur Antonie sagt ihr Engel: "Geht mit auf die Wiese!" Die Kinder gingen mit ihren Engeln dorthin. Der Erzengel Michael führte die Erika an der Hand. Auf halbem Weg blieb er stehen und sagte zur Erika: "Ich will jedes Kind einzeln segnen." Nachdem er dies getan hatte, sagte er weiter: "Ich will jedem Kind einzeln die Hand auflegen." Danach musste jedes Kind ihm die Hand geben und durfte sein Gewand und sein Haar berühren. Die Kinder küssten auch die Füße des Erzengels. Erika und Antonie sagen: "Er ist barfuß." Plötzlich sagen Erika und Antonie, sie riechen Rosenduft. Antonie und Erika hören ihre Engel sprechen: "Liebe Kinder, geht mit uns in den Himmelsgarten." Die zwei Kinder kamen mit dem Heiland eben zu den übrigen Kindern. Schmitt sagte zur Antonie: "Sage zu den Engeln, wir können nicht mit euch gehen, weil der Heiland jetzt hier ist." Darauf sagten die Engel: "Bittet den Heiland, ob er nicht mitgehen will." Maria und Gretel sagten das zum Heiland, erhielten aber keine Antwort. Die fünf Kinder gingen dann mit ihren Engeln und dem Erzengel Michael auf die Wiese. Antonie und Erika sehen einen Blumengarten und darin die Muttergottes. Zur Erika sagte der Erzengel Michael: "In diesem Garten bin ich schon oft herumgegangen." Die Kinder begrüßten die Muttergottes mit den Worten: "Wir grüßen Dich, liebe Mutter. Gelobt sei Jesus Christus." Der Heiland kam mit den zwei Kindern nach und blieb kurze Zeit bei seiner Mutter stehen. Antonie, die bisher die Engel und den Erzengel sowie die Muttergottes sah, sah plötzlich diese nicht mehr, sondern nur den Heiland. Der Erzengel Michael begrüßt die Muttergottes, indem er seine Hand etwa 20 cm in Orantestellung, mit den Handflächen nach außen, hielt. Die Muttergottes machte es ebenso. Antonie und Erika sehen, wie von der Hand der Muttergottes Strahlen ausgingen auf die fünf Kinder. Drei Strahlen gingen zum Himmel empor. Beide Kinder sehen in diesen Strahlen Bilder. Antonie sagt: "Auf den Bildern ist die Muttergottes." Antonie sieht plötzlich nichts mehr, sondern nur den Heiland. Darauf sagte die Muttergottes zur Antonie: "Betti, Irma und du sollen mit Dr. Heil, Koch und Rathmann zu den übrigen Kindern gehen zur Himmelwiese am zweiten Baum." Erika und Schmitt blieben bei der Muttergottes und dem Erzengel Michael zurück. Plötzlich war der Erzengel verschwunden. Die Muttergottes sagt, sie gibt ihren besonderen Segen und fährt in den Himmel auf. Danach ging Erika mit Schmitt zu den übrigen Kindern auf die Himmelwiese. Dr. Heil ging mit den vier Kindern auf die Himmelwiese. Dort sagt Antonie: "Es kommen Engel. Wir sollen mit ihnen eine Lichterprozession machen." Es kam eine sehr große Anzahl von Engeln. Sie formierten sich zu einer Lichterprozession. Voraus gingen die kleinen Engel, dann die Kinder und hinter diesen die großen Engel. Die Prozession reichte vom Weg unten an der Wiese bis hinauf zum Berg. Die Prozession bewegte sich dann zum Berg, von da zum Mast, von da hinüber zum Baum. Unterwegs, beim Mast, sehen Antonie und Erika, wie die Muttergottes oben auf der Wiese steht und weint. Während des ganzen Weges vom Mast bis zum Standort der Muttergottes sehen die Kinder diese ständig weinen. Ihre Tränen waren wie silberne Sterne, die zu Boden fielen. Ihre Füße waren mit lauter Dornen umgeben. Auf die Frage: "Warum weinst du, liebe Muttergottes?" gab sie keine Antwort. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, heute will ich es euch sagen, dass ihr mir gestern Abend eine Freude bereitet habt, indem ihr bei mir wart." Danach fuhr die Muttergottes in den Himmel auf und segnete dabei. Die Kinder gingen über den Berg nach Hause.
Nachtrag: Als Gretel und Maria auf dem Weg vom Wald zum Baum schritten, erfreute sich Gretel sehr über das schöne Abendrot. Gretel sagte: "Jetzt sagt ein Engel: Ich weiß schon, was ihr wollt. Wir sollen ein Gedicht machen. Wir machen aber heute keines." Die Engel sangen noch: "Wir sind jetzt alle acht allein, trallalala, trallalala." Darauf stellte Schlötzer Maria zur Rede und sagte: "Es sind doch nur vier Engel da." Sofort sagte ein Engel zur Maria: "Zweifelt doch nicht daran, wir sind mit euch doch acht." Außerdem sagte vorher das Jesukind zu den beiden Kindern: "Gelt, liebe Kinder, gestern Abend war es sehr schön." – Gemeint war die Lichterprozession.
Montag, 26. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr gehen die Kinder mit Hildegard auf den Berg. Antonie hörte eine Stimme: "Du, Maria, Gretel und Erika, geht mit Schlötzer zum Wald!" – "Es war die Stimme der Muttergottes" sagt Antonie. Kuni, Hildegard, Irma und Betti blieben am Podium stehen. Die Muttergottes erschien über dem Birkenwald, kam zum zweiten Mast und sagte: "Holt mich ab!" Am Mast sieht auch Kuni die Muttergottes. Die Kinder begrüßten die Muttergottes und gehen zum Podium. Die Muttergottes sagt: "Jetzt will ich Dr. Heil segnen, dann alle hier, Rathmann, Koch und Dr. Sigl." Dann erhielt jedes Kind einzeln den Segen. Die Muttergottes segnete die Leute. Hildegard fragte die Muttergottes: "Warum hast du am Samstag und Sonntag so geweint?" Sie antwortete: "Weil sie mich und meinen Sohn so verstoßen." Hildegard sagt, der Kelchengel kommt. Die Kinder und auch die anwesenden Herren empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die Muttergottes sagt: "Ich gebe jetzt einen besonderen Segen den Priestern, die an mich glauben." Dann sagt die Muttergottes zur Kuni: "Liebe Kinder, begleitet mich zum Mast. Dort will ich in den Himmel auffahren." Am Mast segnete die Muttergottes, gibt dann nochmals allen ihren besonderen Segen und fährt in den Himmel auf. Die Kinder warteten etwas, ob die Muttergottes sie nach Hause schickt. Daraufhin gehen sie zum Podium zurück. Dann sagt die Muttergottes am Podium zur Kuni, die die Muttergottes nicht sieht, während Hildegard sie kurz über dem Birkenwald sieht: "Sie sollen nach Hause gehen!" – "Ich wollte euch prüfen." (Ob die Kinder warten, bis ich etwas sage.) Inzwischen gehen die vier erstgenannten Kinder mit Schlötzer zum Wald. Am zweiten Baum sehen die Kinder das Jesukind und vier Engel kommen. Das Jesukind und die Engel gehen mit den Kindern zum Wald. Dort versteckte sich das Jesukind mit den Engeln und rief den Kindern zu: "Liebe Kinder, kommt und suchet mich!" Nachdem die Kinder das Jesukind und die Engel gefunden hatten, sagte das Jesukind zur Antonie und Erika: "Heute dürft ihr etwas Schönes und etwas Trauriges sehen." Weiterhin sagte das Jesukind zur Erika: "Das freut mich, dass die Musikanten und das Brautpaar auf den Berg kamen. Das war ein großes Opfer, dass sie nicht Tanz gehalten haben. Ich werde sie besonders segnen." Die Kinder sagen: "Jetzt segnet das Jesukind die Leute auf dem Berg." Das Jesukind sagt zur Maria: "Sage es du den Leuten." Das Jesukind segnete nun jedes Kind einzeln und legte seine Hand auf das Haupt eines jeden Kindes, auch bei Schlötzer. Dann geht das Jesukind mit den Kindern zur hinteren Wiese. Dort sah Antonie allein über dem Wald kämpfende Soldaten. Über dem Wald ein Dorf und über dem Dorf die Muttergottes mit ausgebreitetem Mantel. Antonie sagt: "Die Soldaten plündern in den Häusern." Nach etwa drei Minuten verschwanden diese Bilder wieder. Das Jesukind sagte zu den Kindern: "Jetzt bekommt ihr die heilige Kommunion." Der Kelchengel kam und reichte den Kindern sowie Schlötzer die heilige Kommunion. Dann ging das Jesukind mit den Kindern in den Wald. Erika setzte das Jesukind auf den Ast einer kleinen Linde. Die Kinder pflückten Heidelbeeren. Schlötzer nahm das Jesukind in Gegenwart der Erika auf den Arm und sagte zur Erika: "Geh' mal weg!" Inzwischen trug Schlötzer das Jesukind ungefähr zehn Meter weiter und stellte es auf den Boden. Dann rief Schlötzer Erika wieder herbei, ebenfalls die anderen Kinder. Erika und die anderen Kinder sagten: "Das Jesukind schwebt soeben wieder auf den Ast der Linde." Schlötzer holte es wieder weg mit allen vier Kindern und trug das Jesukind weg. Das Jesukind blieb nicht an dem Platz, wo es Schlötzer vermeintlich hinstellt. Dann sagte das Jesukind zur Antonie: "Jetzt will ich mich von Herrn Schlötzer verstecken lassen und ihr sucht mich dann." Schlötzer nahm das Jesukind wieder vom Ast herunter. Alle vier Kinder bezeugten, dass das Jesukind auf seinem Arm ist. Dann schickte er die Kinder etwa 20 Meter weit fort und stellte das Jesukind hinter eine Staude, was die Kinder nicht beobachten konnten. Schlötzer ging nun allein zurück zum Ausgangspunkt und rief die Kinder herbei. Die Kinder fanden das Jesukind ganz genau an der Stelle, wo es Schlötzer hinstellte. Das wiederholte er drei- bis viermal mit den Kindern und dem Jesuskind. Nun ging das Jesukind mit den Kindern zum Berg. Auf halbem Weg sagte es: "Jetzt will ich euch meinen besonderen Segen geben, dann fahre ich in den Himmel; geht dann heim!" Nachdem die Kinder alles berührten, segnete das Jesukind und fuhr in den Himmel. Bemerkt wird noch, dass die Kinder am heutigen Abend sehr brav gewesen sind. Auf dem Berg beteten die Kinder noch ein 'Vater unser' für ihre kranke Tante. Gretel sagte zu Beginn des 'Vater unser': "Ich höre eine Stimme, es war die Stimme des Jesukind: Kinder, ich habe euch gesagt, geht heim!" Gretel sagte: "Gelobt sei Jesus Christus." Sie hörte darauf: "In Ewigkeit. – Ich bin das Jesukind." Die Kinder gingen dann heim.
Dienstag, 27. Juni 1950, abends um 19.30 Uhr gehen Gretel und Irma zum Berg. Die anderen Kinder waren bereits oben und schmückten die neue Kapelle am ersten Baum, sie kamen auf den Berg zurück. Erika hörte eine Stimme: "Geht zum Baum!" Darauf sagt Erika: "Gelobt sei Jesus Christus" und die Stimme: "In Ewigkeit. Amen. Ich bin die Muttergottes." Auf halbem Weg zum Baum hört Antonie eine Stimme: "Erika, Gretel, Maria und du, geht zum Wald!" Nachdem die Kinder am zweiten Baum kurz halt gemacht hatten, um dort zu beten, gehen die Kinder weiter zum Wald. Auf dem Weg dorthin sehen Gretel und Antonie vier Engel auf sie zukommen. Am Waldrand sieht Gretel die Muttergottes als Herz-Mariä auf der Waldwiese stehen. Sie sagt zur Gretel: "Spielt jetzt etwas mit euren Engeln, dann komme ich wieder." Die Kinder gehen zur Waldwiese und sehen am Waldrand das Jesukind stehen und die Muttergottes. Eilends liefen sie darauf zu. Das Jesukind schwebt durch den Wald und die Kinder liefen hinterher. Dann setzte sich das Jesukind auf Gretels Jacke, und die Kinder rings herum. Schmitt bat durch Erika das Jesukind, ob er es nicht auch auf den Arm nehmen darf. Das Jesukind erlaubte es und Schmitt ging mit dem Jesukind fort. Später folgten die Kinder und suchten das Jesukind. Als die Kinder in die Nähe des Versteckes kamen, hörte Maria das Jesukind sprechen: "Ich bin nicht mehr dort, wo mich Herr Schmitt hingestellt hat." Gretel sieht plötzlich das Jesukind auf einem anderseitigen Eichenstrauch stehen. Die Kinder hoben es herunter. Zur Maria sagte das Jesukind: "Herr Schmitt soll mich nicht mehr verstecken. Ich will heute bei euch bleiben." Das Jesukind setzte sich unter die Kinder. Nach etwa fünf Minuten sagte es: "Geht jetzt mit mir auf die Wiese!" Erika sah auf der Wiese das Jesukind, wie es stehen blieb und seine Hände in Orantenstellung ausbreitete. Dann sagte das Jesukind zur Erika: "Liebe Kinder, ihr dürft mir jetzt in die Augen schauen." Erika, Gretel und Maria sehen dem Jesukind in die Augen und sagen, dass sie ganz blau sind und strahlend. Antonie sieht die Augen des Jesukind nicht. Sie sagt: "Die Augen sind geschlossen." Antonie sagt weiter: Sie hat bisher überhaupt noch nicht die Augen der Muttergottes und des Jesukind gesehen, weil dieselben immer geschlossen waren. Antonie bat das Jesukind, dass sie auch seine Augen sehen darf. Zur Erika sagte darauf das Jesukind: "Antonie soll laut ein 'Gegrüßt seist du, Maria' beten." Antonie tat dies, doch nicht andächtig und würdevoll genug. Sie sah die Augen nicht. Darauf sagte das Jesukind wieder zur Erika: "Antonie soll laut ein 'Vater unser' beten – und zwar allein!" Auch danach sah sie Antonie nicht. Darauf sagte Schmitt zur Antonie: "Antonie, sage doch dem Jesukind: Liebes Jesuskind, ich habe dir gleich gefolgt und gebetet. Lass' mich nun; auch in deine Augen sehen!" Plötzlich jubelt Antonie voller Freude auf: "Ich sehe sie! Ich sehe sie! O sind die schön!" Das Jesukind sagt darauf zur Erika: "Spielt jetzt mit mir." Die Kinder umarmen das Jesukind und küssen es. Dann sagt das Jesukind wieder zur Erika: "Ich will jetzt allein mit euch vier Kindern sein." Es ging darauf mit den Kindern etwa 60 Meter weiter auf die Wiese hinauf, blieb stehen und die Kinder setzten sich um das Jesukind herum. Zur Maria sagte das Jesukind: "Erzählt mir nun etwas von euch." Die Kinder blieben etwa zehn Minuten dort sitzen. Danach legte sich das Jesukind hin und schlief auf den Armen der Kinder. Die Kinder erzählten dem Jesukind aus ihrem Leben, zum Beispiel die Gretel sagt: "Gestern und vorgestern habe ich geträumt, der Erzbischof wäre bei ihr gewesen. Dann fragte der Erzbischof ganz scharf. Er schlug schroff die Türe zu. Er sagte dann: 'Bist du die Gretel Gügel? Hast du die Muttergottes gesehen? Erzähle mir etwas!' Die Gretel antwortete: 'Ja, ich habe die Muttergottes gesehen, und wenn ich geköpft würde, muss ich sagen, dass ich die Muttergottes und das Jesukind gesehen habe.' Der Erzbischof sagt: 'So, ich will es glauben, weil du es sagst.' Dann ging der Erzbischof hinaus und sie schlich dem Erzbischof nach. Er ging hinauf zum Berg. Gretel ging ihm nach. Auf einmal schaut der Erzbischof um. Er ging dann in die Kapelle, wo die Muttergottes steht, blieb dort kurz stehen und darauf ging er in die Mitte des Podiums. Er kniete sich nieder. Die Gretel kniete in der Kapelle und schaute einmal zum Bischof und einmal zum Birkenwald. Plötzlich sah sie über dem Birkenwald die Muttergottes mit dem Jesukind. Die Muttergottes sagte zum Bischof: 'Warum glaubst du nicht an mich und meinen Sohn, die hier den Kindern erschienen? Wirst du jetzt glauben, nachdem du mich und meinen Sohn gesehen hast?' Darauf sagte der Bischof: 'Ja, ich glaube an dich und deinen Sohn, zur Sühne will ich den Rosenkranz beten.' Gretel erwachte. Bereits zweimal hatte sie diesen Traum, vom 25. auf 26. und vom 26. auf den 27. Januar."
Das Jesukind lächelte, nachdem sie dieses dem Jesukind auf der Wiese erzählt hatte. Nach der Gretel erzählte Erika sowie Maria und Antonie dem Jesukind aus ihrem Leben. Danach spielte das Jesukind mit den Kindern noch etwas. Nach etwa fünf Minuten sagte es zur Gretel: "Ich will jetzt in den Himmel auffahren. Gebt mir die Hand und berührt meine Krone, das Haar und mein Kleid." Das Jesukind segnete noch einmal und fuhr in den Himmel auf. Zur Gretel sagte es noch: "Geht jetzt nach Hause!" Die Kinder taten so. NB: Solche Berichte können die Kinder nicht erfinden. Das kann nicht eidetisch sein. Kann auch nicht vom Teufel stammen.
Donnerstag, 29. Juni 1950, abends um 18.00 Uhr gingen Hildegard und Gretel zum ersten Baum, um dort bei der neuen Kapelle zu beten. Bald darauf sahen die beiden Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes schwebte von den Birken zur Erde hernieder. Die Kinder gingen an den Waldrand, begrüßten die Muttergottes. Darauf ging die Muttergottes zum Waldkreuz und von da zum ersten Erscheinungsort im Park. Die Muttergottes sprach auf dem Weg zum Kreuz nichts zu den Kindern. Nachdem die Kinder eine Zeit lang gebetet hatten an beiden Plätzen, ging die Muttergottes mit ihnen an den Waldrand zurück. Bevor sie in den Himmel hinauf fuhr, sagte Hildegard zur Muttergottes: "Liebe Muttergottes, was sollen wir heute Abend tun? Sollen wir alle zusammenbleiben, wenn die Kinder zur Wiese gehen, oder nicht?" Die Muttergottes sagte darauf: "Bleibt heute Abend alle beisammen!" Sie gab den beiden Kindern die Hand, segnete sie und fuhr in den Himmel auf. Beide Kinder sagen übereinstimmend aus: Die Muttergottes habe heute nur ein weißes Kleid, auf dem Haupte die Krone, an der Seite einen schwarzen Rosenkranz und auf den Füßen zwei Rosen.
Donnerstag, 29. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder gehen geschlossen zum Berg vor das Podium. Kurz darauf sah zuerst Hildegard die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sagte zur Hildegard: "Kommt alle zum Mast und holt mich ab!" Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Geht alle zum Baum! Es wird der Kelchengel kommen!" Die Kinder sahen von ferne schon den Engel über der kleinen Kapelle schweben. Die Kinder empfingen vor der Kapelle kniend die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Nach der heiligen Kommunion geht zum Berg!" Antonie sieht das Jesukind am zweiten Baum. Es sagte zu ihr: "Erika, Gretel, Maria und du, kommt zu mir!" Gretel sagte zur Muttergottes: "Liebe Muttergottes, was sollen wir tun? Sollen wir zu deinem lieben Sohn zum Baum hinübergehen?" Die Muttergottes sagte darauf: "Antonie, die das Jesukind allein sah, soll meinen lieben Sohn bitten, dass er zu euch kommt." Schmitt sagte dies zu Antonie. Antonie bat darauf das Jesukind, es möge doch so gut sein und zu ihnen und zu seiner lieben Mutter kommen. "Das Jesukind ist", sagt Antonie, "auf einmal verschwunden." Schmitt ließ darauf durch Gretel und Maria die Muttergottes fragen, ob das Jesukind ihnen böse ist, weil es auf Antonies Bitte nicht gekommen. Die Muttergottes gab darauf nicht sofort Antwort. Während die Kinder an der Muttergottes die Krone, das Haar und den Saum berühren durften, hörte Maria die Muttergottes zu sich sprechen: "Mein Sohn ist in den Himmel gefahren." Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Jetzt gehen wir zum Berg." Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes wieder zur Gretel: "Kinder, seid recht andächtig!" Zur Antonie sagte sie darauf: "Faltet die Hände, wie ich sie falte! Schaut während des Gehens immer auf mich!" Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Es fehlt ein Kind." Hildegard tat ganz erstaunt und schaute sich um, wer fehlt. Tatsächlich war Betti nicht dabei. Dasselbe sagte die Muttergottes auch zur Erika. Erika wusste, dass Betti verreist ist. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Kommt morgen weiß gekleidet, wie am Dreizehnten!" Zur Antonie sagte die Muttergottes ebenfalls, dass sie morgen dreimal erscheinen werde. Antonie war von der Hildegard etwa fünf Meter entfernt, auf der anderen Seite und konnte das mit Hildegard Gesprochene nicht verstehen. Auf dem Berge angekommen, segnete die Muttergottes die Kreuze und die Rosenkränze. Sie sagte dies zur Maria. Danach forderte sie durch Erika die Kinder auf, ihre Krone, ihr Haar und den Saum zu berühren. Hildegard, Maria und Erika hörten gleichzeitig, wie die Muttergottes sagte: "Begleitet mich zum zweiten Lichtmast." Auf dem Wege dorthin sprach die Muttergottes zur Maria: "Am Lichtmast dürft ihr nochmals meine Krone, das Haar und den Saum berühren. Dann will ich euch meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Zur Erika sagt die Muttergottes auf dem Wege zum Mast: "Es freut mich, dass ihr heute so brav gewesen seid."
Freitag, 30. Juni 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder gingen alle zum Berg in ihren weißen Kleidern. Am Podium sehen Hildegard, Gretel und Erika die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Erika sagt die Muttergottes: "Holt mich am Mast ab!" Die Kinder gingen gemeinsam hinab. Die Kinder begrüßten die Muttergottes, sie gaben ihr die Hand und sagten: "Wir grüßen dich, liebe Mutter. Gelobt sei Jesus Christus." Die Muttergottes war weiß gekleidet, blauen Gürtel, Krone auf dem Haupt und Rosen auf den Füßen. Auch die begleitenden Männer durften der Muttergottes die Hand geben. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Gretel, Maria, Erika und du, Herr Schlötzer, Dr. Heil und Schmitt, geht jetzt zum Baum! Dort werdet ihr die heilige Kommunion empfangen." Zur Hildegard sagte die Muttergottes dasselbe. Vorher sagte die Muttergottes noch zur Erika: "Jetzt will ich das lahme Kind segnen." Zur Erika sagte die Muttergottes auf dem Weg zum Baum: "Am 9. und 10. Juli komme ich wieder." Zur Erika sagt der Kelchengel: "Heute will ich euch selbst den Kelch und die heilige Hostie reichen." Nach dem Empfang der heiligen Kommunion sieht Erika am hinteren Baum das Jesukind stehen. Sämtliche Kinder gingen nach dort. Das Jesukind kam den Kindern mit ausgebreiteten Armen entgegen. Nach der Begrüßung des Jesukind ging dasselbe mit den Kindern zum ersten Baum. Inzwischen kamen die übrigen Kinder vom Berg mit der Muttergottes zum Baum. Kurz darauf ging die Muttergottes und das Jesukind mit allen Kindern wieder zum Podium. Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Das Gebet des Volkes dringt zum Himmel, mich erfreut das Gebet. Es freut mich, dass ihr so andächtig seid." Hildegard fragt die Muttergottes: "Wann soll Rosl wiederkommen?" Antwort: "Bis dahin gebe ich noch Bescheid." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Schließt euch dem Gebet des Volkes an." "Das Jesukind", sagt Gretel, "geht jetzt neben seiner Mutter." Es lief sonst etwa zwei Meter hinter der Muttergottes, zwischen den zwei letzten Kindern. Die anderen Kinder sehen es auch, dass das Jesukind hinter der Muttergottes ging, dann zu seiner Mutter sich gesellte. Am Berg angekommen, sagt Hildegard: "Das Jesuskind will jetzt die Kerzen, Zündhölzer, Statuen, Rosenkränze, Kreuze segnen und weihen." Danach durften die Kinder das Jesukind der Reihe nach auf die Arme nehmen und sangen dabei das Lied: 'Schlaf' wohl, du Himmelsknabe du.' Die Kinder sehen, wie die Muttergottes in den Himmel auffährt und das ganze Volk segnet. Kurz darauf segnet das Jesukind und fuhr ebenfalls in den Himmel auf. Es sagte dabei: "Betet den Wundenrosenkranz fertig." Während des Wundenrosenkranzes sah Hildegard nochmals die Muttergottes über dem Birkenwald, wie sie segnete. Dann verschwand sie wieder, die Kinder gingen heim.
Freitag, 30. Juni 1950, abends 22.10 Uhr. Erika, Maria und Gretel waren um 22.10 Uhr auf dem Berg. Es formierte sich eine Prozession zum Birkenwald und von dort zum Kreuz. Vom Kreuz bewegte sich die Prozession wieder zurück in Richtung zum Berg. Unterwegs hörte Erika eine Stimme: "Wenn ihr brav seid, werde ich kommen." Darauf sagte Erika: "Gelobt sei Jesus Christus." Die Stimme antwortet: "Ich bin das Jesuskind." Kurz darauf sehen alle drei Kinder das Jesukind vom Himmel herunterschweben. Es segnete auf dem Weg zum Berg mehrmals. Auf halbem Weg zum Berg sehen Erika und Gretel die Muttergottes oben am Podium stehen. Am Berg angekommen, sagte die Muttergottes zur Gretel: "Berührt noch einmal alles, dann will ich meinen besonderen Segen den Leuten geben und in den Himmel auffahren." Eine große, andächtige Menge kniete nieder bei starkem Gewitter und empfing den Segen. Die Muttergottes fuhr in den Himmel und sagte: "Liebe Kinder, bleibt noch etwas da." Nach etwa drei bis fünf Minuten sagte das Jesukind zur Gretel: "Auch ich will jetzt in den Himmel auffahren und den Leuten meinen besonderen Segen geben. Geht dann heim, aber folget mir." Dann gingen die Kinder heim.
(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 1)
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