Die Erscheinungen von Heroldsbach: Juli 1950.
Samstag, 1. Juli 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Um 15.00 Uhr waren, außer Antonie und Hildegard, alle Kinder auf dem Berg. Es wurden der Wundenrosenkranz und der gewöhnliche Rosenkranz gebetet. Während des Gebets kam ein Geistlicher mit einer Wünschelrute auf den Berg. (Schenkel aus der Rheinpfalz.) Er störte die Andacht sehr, so dass sich viele Andächtige darüber empörten. Nach dem Rosenkranzgebet gingen die Kinder gleich nach Hause.

Samstag, 1. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder gehen zum Berg. Die Kinder sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sagte zur Erika: "Geht zum Baum!" Unterwegs dorthin sagt Erika: "Der Kelchengel kommt heruntergeschwebt." Die Muttergottes sagt zur Erika: "Wenn ihr beim Baum seid, komme ich zu euch herunter." Die Kinder empfingen beim Baum die heilige Kommunion und gingen dann etwa 40 Meter weiter südlich auf den Wald zu. Die begleitenden Männer empfingen ebenfalls die heilige Kommunion. (Die Kinder begrüßten die Muttergottes und Gretel nahm die Krone dann vom Haupt und setzte sich diese auf. Jedes Kind setzte sich die Krone aufs Haupt. Danach gab sie die Krone der Muttergottes zurück.) Die Muttergottes sagte daraufhin: "Geht jetzt zum Podium!" Auf dem Weg zum Berg sagt die Muttergottes zur Erika: "Ich will jetzt Pfarrer Gailer, Professor Walz, Pfarrer Bauer und Pfarrer Bierfelder segnen." Danach fuhr sie fort: "Ich will jetzt die segnen, die für mich kämpfen." Am Podium angekommen, sagt Erika, die Muttergottes wünscht, dass Gretel, Maria, Antonie und ich zum Mast gehen. Die Kinder gehen dorthin. Alle sehen, wie ein großer Engel herabkommt vom Himmel. Antonie sieht allein vier Blumenkörbe am Mast stehen. Dazu kamen noch zwei kleine Engel. Dann sagte Gretel: "Das Jesukind kommt vom Himmel heruntergeschwebt." Die Kinder begrüßten es und das Jesukind sagte zu ihnen: "Geht jetzt mit mir zum Berg! Antonie und Erika sollen am Mast zurückbleiben." Schlötzer ging zu den beiden letztgenannten Kindern. Diese sagten: "Gott Vater steht vor uns und segnet uns. Darüber eine Taube, die ein Kreuz fliegt." (Die beiden Kinder sehen über dem Birkenwald ein Dorf, darinnen kämpfende Soldaten. Nach einigen Minuten verschwand diese Vision wiederum.) Gott Vater sagt: "Gretel und Maria sollen auch kommen." Während Antonie und Erika bei Gott Vater waren, gingen Maria und Gretel mit dem Jesukind zum Podium. Auf dem Weg dorthin sagte es zur Maria: "Singt mir das Lied: 'Wir kommen von ferne auf Heroldsbach's Au und grüßen von Herzen die himmlische Frau. Singt fern, singt nah, Ave Maria.'" Zur Gretel sagt das Jesukind: "Die Leute sollen das Lied lernen und jeden Tag singen." Dann sagte es weiter am Podium: "Gebt mir die Hand und berührt meine Krone, mein Haar und den Saum meines Kleides. Ich will meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Es geschah so. Während der Auffahrt sagt das Jesukind zur Gretel: "Geht alle zum Mast!" Dort wurden Gretel und Maria zur Erika und Antonie gerufen. Die übrigen Kinder blieben knien. Gott Vater segnete die vier Kinder und verschwand sodann. Zur Erika sagte Gott Vater noch: "Es freut mich, dass die beiden Kinder gleich gekommen sind." Maria und Gretel hörten eine Stimme: "Geht dorthin, wo die anderen zwei Kinder eben waren." Zur Antonie sagte eine Stimme: "Du und Erika, geht mit Schlötzer etwas weiter." Etwa zehn Meter weiter weg sehen die beiden Kinder ihren Schutzengel. Kurze Zeit darauf gingen die Engel zu den übrigen Kindern bei Schmitt. Zu den Kindern bei Schmitt sagte eine Stimme: "Ich habe euch nur prüfen wollen. Im Namen Jesu, ich bin die Muttergottes." Bald darauf hörte Gretel noch einmal die Stimme: "Weil ihr gefolgt habt, kommen zwei Engel zu euch." Maria sieht vor sich zwei Engel stehen, Gretel nicht. Gretel sagt: "Dem Jesuskind zulieb will ich die Engel gar nicht sehen." Doch etwas später sieht sie die zwei Engel und freute sich sehr. Zur Maria sagte einer der zwei Engel: "Ich kann es gar nicht erwarten, bis Gretel mich sieht." Als nämlich Gretel ihren Engel sah, reichte er ihr die Hand und beglückwünschte sie zu ihrem Geburtstag.

Nachtrag: Bevor das Jesukind am Podium in den Himmel auffuhr und die Kinder ihm die Hand gaben, hielt das Jesukind die Hand der Gretel auffallend lange in seiner Hand. Das Jesukind sagte zur Gretel: (Maria hörte das auch) "Weißt du, warum ich deine Hand so lange halte?" Das Jesukind sagte weiter, indem es lächelte: "Ich gratuliere dir zu deinem heutigen Geburtstag."

Samstag, 1. Juli 1950, abends 22.30 Uhr – Lichterprozession. Maria, Erika und Kuni sind am Berg. Bei Beginn des Rosenkranzes um 23.00 Uhr hörte Gretel eine Stimme: "Beginnt jetzt die Prozession!" Als die Prozession, mit den Kindern an der Spitze, an der Grotte vorbeizog und zum Waldkreuz einbog, stand das Jesukind plötzlich vor den Kindern. Es sagte zur Kuni: "Es freut mich, dass ihr vier (Erika, Maria, Gretel und Kuni) gekommen seid." Es sagte weiter: "Wenn ihr brav seid, kommen vier Engel am Kreuz zu euch." Etwa 30 Meter vor dem Kreuz sehen die Kinder, wie vier Engel bereits dort stehen. Sie sagten: "Wir konnten es gar nicht erwarten, bis wir zu euch kommen durften." Die Prozession machte am Kreuz kehrt und zog zum Podium zurück. Kurz vor dem Podium sagte das Jesukind zu den Kindern: "Ich habe euch sehr lieb, ich habe euch so lieb, dass ich euch am liebsten jetzt in meine Arme nehmen möchte, aber es kann noch nicht sein, ihr müsst noch viel leiden." Am Podium gaben die Kinder dem Jesukind die Hand. Das Jesukind gab dem Volk seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Würzburger Omnibusse hatten sich verspätet und kamen mit drei großen Omnibussen etwa eine halbe Stunde nach der Lichterprozession. Sie machten dann eine halbe Stunde später noch einmal eine Lichterprozession zum Kreuz im Wald. Dr. Heil hielt dort über den Festgedanken des heiligen Blutes eine Ansprache.

Sonntag, 2. Juli 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Die Kinder sind auf dem Berg. Hildegard und Erika sehen über dem Birkenwald die Muttergottes. Sie sagt: "Holt mich ab!" Die Kinder gingen zum Mast und begrüßten dort die Muttergottes. Die Muttergottes kam inzwischen herübergeschwebt. Am Mast sagte die Muttergottes zur Maria und Antonie: "Geht zum Baum! Es dürfen nur eure Eltern mit, außerdem Schmitt, Koch und Rathmann." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Wenn ich aufgefahren bin, dann geht heim!" Dann sagte die Muttergottes zur Antonie: "Geht jetzt zum Berg!" Auf dem Weg zum Berg sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Geht öfter in weißem Kleid und tragt auch euer Kränzchen." (Die Kinder tragen ungern bei den Erscheinungen das weiße Kleid.) Am Berg segnete die Muttergottes die Statuen, Bilder, Rosenkränze, Kerzen und Zündhölzer. Kuni und Maria sagen: "Die Muttergottes segnet jetzt das Bild der Schönstatt Madonna ganz besonders." (Das Bild stammt von Lichtenfels.) Die Muttergottes sagt: "Gebt mir eure Hand, berührt meine Krone, mein Haar und meinen Kleidersaum. Ich will meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Während der Auffahrt sagte die Muttergottes: "Geht jetzt zu Dr. Heil!"

Sonntag, 2. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder gehen gemeinsam auf den Berg. Gretel und Kuni sagen, als sie vor dem Podium knieten, die Muttergottes schwebt über dem Birkenwald und fordert die Kinder auf, zum Mast zu kommen. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Kuni: "Die Leute sollen zum Berg gehen oder zur Grotte." Nach der Begrüßung der Muttergottes sagte diese zur Maria: "Gretel, Kuni, Erika und du, geht zum Baum! Holt dort mein süßes Kind ab und geht zum Berg!" Auf dem Weg dorthin sagte das Jesukind, das die Kinder am ersten Baum stehen sahen: "Kommt morgen Nachmittag um drei Uhr alle vier auf den Berg!" Die Kinder sagen: "Wir haben Unterricht, liebes Jesuskind, und können deshalb nicht kommen." Das Jesuskind sagt darauf: "Kommt morgen um neun Uhr!" Dann sagte Maria zum Jesukind: "Liebes Jesuskind, da habe ich Unterricht." Darauf antwortete das Jesukind: "Kommt dann morgen früh um sieben Uhr. Herr Pfarrer soll euch die heilige Kommunion schon um halb sieben reichen." Als die Kinder zum Baum kamen, stand das Jesukind auf dem Altar in der dortigen kleinen Kapelle. Nachdem die vier Kinder das Jesukind begrüßt hatten, schwebt es auf den Boden herab und ging mit den Kindern seiner Mutter entgegen. Etwa zehn Meter vor dem Baum trafen sich beide, die Muttergottes und das Jesukind. Die Muttergottes ging nämlich mit Hildegard, Betti, Irma, Waltraud und Antonie vom Mast zum Baum hinüber. Die Kinder gingen mit dem Jesukind und der Muttergottes zum kleinen Baum. Dort empfangen die Kinder die heilige Kommunion durch den Kelchengel. Zur Erika sagte das Jesukind: "Geht jetzt zum Berg, dort dürft ihr mich auf die Arme nehmen!" Die Muttergottes und das Jesukind gingen mit den Kindern auf den Berg. Bevor die Kinder zum Berg gingen, sagte das Jesukind zur Maria: "Du und Gretel, singt das neue Lied: 'Heroldsbach...!'" Danach sagt die Muttergottes zur Antonie: "Geht jetzt zum Berg!" Zwanzig Meter vom Baum entfernt, sagte das Jesukind zur Maria: "Du und Gretel und Hildegard, geht noch einmal zurück zum Altärchen!" Dort kamen drei Engel, die nur Maria sah. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Du darfst deinen Engel heute nicht sehen. Ich will dich prüfen." (Schlötzer fragte Gretel, warum sie ihren Engel nicht sehen darf.) Dann sagte der Engel zur Maria: "Jetzt wollen wir zur lieben Muttergottes und zum lieben Jesukind gehen." Der Engel sagte noch zur Maria: "Der Mann am Berg betet sehr schön vor." Die drei Kinder gingen mit Schlötzer zum Berg. Unterwegs sahen die Kinder plötzlich ihre drei Engel zum Berg bzw. Podium hinschweben. Die Kinder sehen zugleich, wie die Muttergottes am Podium mit den drei Engeln in den Himmel auffuhr. Während die drei Kinder zum ersten Baum zurückgingen, ging die Muttergottes und das Jesukind mit den übrigen Kindern zum Berg. Unterwegs dorthin sagte das Jesukind zur Kuni: "Liebe Kinder, kommt heute Abend um zehn Uhr zur Prozession und nehmt eure Kreuze mit." Am Podium angekommen, segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gibt dem Volk ihren besonderen Segen und fährt in den Himmel auf. Das Jesukind sehen die Kinder auf einmal am Podium nicht mehr. Es war verschwunden. Antonie sieht nach der Auffahrt der Muttergottes über dem Birkenwald einen Korb mit Rosen. Bald darauf sah Maria die Muttergottes über dem Birkenwald, sie segnete. Erika hörte die Muttergottes sprechen: "Du, Antonie, Maria und Gretel, geht zur Grotte!" Zwischen dem zweiten und ersten Lichtmast sehen die Kinder auf einmal, wie die Muttergottes vom Birkenwald herunter zur Grotte schwebt. Etwa 40 Meter vor der Grotte hört Maria die Muttergottes sagen: "Kommt zur Grotte und geht dann zum Bildstock der Antonie." Die vier Kinder begrüßen die Muttergottes an der Grotte, die dann mit den Kindern zum kleinen Bildstock ging. Dort sagte die Muttergottes zu den Kindern: "Liebe Kinder, wollt ihr nicht fragen, wann ich wieder erscheine?" Die Kinder fragten die Muttergottes, die antwortete: "Am 9. und 10. Juli komme ich wieder." Dann sagte die Muttergottes. "Gebt mir eure Hand, berührt meine Krone, mein Haar und den Saum des Kleides. Dann will ich in den Himmel auffahren. Auch Herr Schmitt soll mir die Hand geben." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Wenn ich aufgefahren bin, geht sofort heim!" Auf dem Heimweg sehen die Kinder zwischen dem ersten und zweiten Lichtmast, außer Antonie, wie die Muttergottes in den Himmel auffährt. Nachdem Schmitt eine Zeit lang mit Erika, Antonie, Maria und Gretel zur Grotte gegangen war, sahen Hildegard und Kuni die Muttergottes noch einmal vom Birkenwald zum Mast herunterkommen. Die Kinder am Podium gingen zum Mast, holten die Muttergottes noch einmal ab. Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Ich bin noch einmal gekommen, um euch eine Freude zu machen – macht mir auch eine. Freude, das freut dann mein süßes Kind." Am Podium angekommen, segnet die Muttergottes nochmals alle Gläubigen und fuhr in den Himmel auf.

Sonntag, 2. Juli 1950, abends 22.00 Uhr. Maria, Gretel, Erika und Kuni sind am Berg. Kurz darauf hört Gretel eine Stimme: "Beginnt jetzt die Lichterprozession!" Es waren etwa 1.000 bis 1.500 Personen. Die Lichterprozession zog hinunter zum Birkenwald. Von da aus zum Kreuz. Etwa 80 Meter vor dem Kreuz sehen alle vier Kinder das Jesukind vor dem Kreuz stehen. Es hatte auch ein Licht in der Hand und lächelte den Kindern zu. Es brachte seine Freude zum Ausdruck, dass so viele Leute da waren. Zur Kuni sagte das Jesukind: "Es freut mich, dass mehrere Tage jetzt eine Lichterprozession abgehalten wurde." Kurz vor dem Kreuz sagte das Jesukind zur Gretel: "Macht jetzt eine schöne Kniebeuge!" Die Kinder gaben dem Jesukind die Hand. Es sagte dann: "Geht wieder auf den Berg, ich gehe mit euch zum Berg. Dort gebe ich meinen besonderen Segen." Es gab oben seinen Segen und fuhr in den Himmel auf. Es fügte noch hinzu: "Geht jetzt heim. Ich will euch prüfen!" Die Kinder gingen sofort nach Hause.

Montag, 3. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder gehen alle vor das Podium auf den Berg. Auch Rosl Bradl war heute anwesend. Bald darauf sahen die Kinder über dem Wald die Muttergottes. Sie sagte zu den Kindern: "Holt mich am Mast ab!" Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Gretel: "Bleibt heute beisammen." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Auch die die Kinder begleitenden Herren durften der Muttergottes die Hand geben. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Du, Gretel, Erika, Maria und Rosl, bleiben jetzt hier! Mein süßes Kind kommt zu euch und geht mit euch dann zum Berg." Die Muttergottes geht mit den übrigen Kindern zum Berg. Der Kelchengel kommt am Mast zu den fünf dort weilenden Kindern und reicht ihnen die heilige Kommunion. Auch Schmitt durfte sie empfangen. Die anderen Kinder, sagte der Kelchengel, sollen sich auf die heilige Kommunion vorbereiten. Nachdem die Kinder die heilige Kommunion empfangen hatten, kam das Jesukind herniedergeschwebt. Die Kinder begrüßten es. Es ging mit ihnen zum Berg. Inzwischen gingen die übrigen Kinder mit der Muttergottes zum Berg. Unterwegs sagte die Muttergottes: "Es freut mich, dass Rosa Bradl gekommen ist." Am Berg sagte Hildegard: "Es kommt der Kelchengel. Wir bekommen die heilige Kommunion." Dann sieht, nachdem die Kinder die heilige Kommunion empfangen hatten, Kuni den Kelchengel nicht mehr. Inzwischen kam gerade Herr Schmitt mit dem Jesukind und den übrigen Kindern am Podium an. Auf dem Weg vom Mast zum Berg sagt das Jesukind zur Gretel: "Warum ist Erika heute morgen um halb sieben nicht in der Kirche gewesen?" Zur Maria sagt das Jesukind: "Erika soll zu mir kommen und mich um Verzeihung bitten." Erika ging aus der Reihe der übrigen Kinder, kniete sich vor das Jesukind hin, reichte die Hand hin und bat um Verzeihung. Auf dem Berg sagte das Jesukind zur Antonie: "Ich will jetzt die Andachtsgegenstände segnen und weihen." Zur Erika sagte dann das Jesukind: "Geht jetzt alle zum ersten Baum!" Auf dem Weg dorthin sagte wieder das Jesukind zur Erika: "Der heilige Erzengel Michael wird heute aus Liebe zu euch kommen." Zur Gretel sagt das Jesukind: "Wenn ihr morgen früh um halb sieben in die Kirche geht, dann kniet euch vor den Tabernakel hin." Etwa 50 Meter vor dem Baum hört Erika den Erzengel Michael sprechen: "Ich gebe euch meinen Segen und fahre in den Himmel auf." Am ersten Baum sagt das Jesukind zur Antonie: "Du, Gretel, Erika und Maria, geht einige Meter weiter, euer Engel wird zu euch kommen." Antonie und Maria sehen ihren Engel, während Erika und Gretel keinen sehen. Erika hört eine Stimme: "Geht zum Birnbaum!" Der Maria fiel auf, dass diese Stimme nicht vom Jesukind oder der Muttergottes oder von dem Engel kommen konnte, da diese ja bei ihnen bzw. bei den Kindern am Baum waren. Maria fragte deshalb die beiden Engel, die vor ihnen standen: "Liebe Engel, habt ihr zur Erika etwas gesagt?" Diese verneinten es. Darauf sagte Maria: "Lieber Engel, frag das Jesukind, ob dieses zur Erika sagte, wir sollen zum zweiten Baum." Maria und Antonie hörten, wie der Engel das Jesukind fragte. Der Engel sagte: "Das Jesukind hat nichts gesagt." Darauf sagt Maria wieder zum Engel: "Frage doch bitte die Muttergottes, ob sie zur Erika etwas gesagt hat." Der Engel sagte: "Die Muttergottes sprach: Nein." Es war offenbar die Stimme des Bösen, denn Erika fügte nicht gleich hinzu: 'Sage es noch einmal im Namen Jesu oder der Unbefleckten Empfängnis.' Schmitt belehrte dann die vier Kinder eingehend, doch niemals zu unterlassen, zu sagen: 'Im Namen Jesu oder im Namen der Unbefleckten Empfängnis', wenn sie fragen. Die Kinder sahen ein, dass sie immer sagen müssen 'im Namen Jesu', da sie selbst diesmal gesehen haben, wie auch der Böse sie belügt. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Liebe Kinder, kommt doch zu mir." Die Kinder gingen eilends zum Altar am ersten Baum zurück. Inzwischen warten die übrigen Kinder am Altar des ersten Baumes zurückgeblieben. Auf Bitten von Hildegard segnete die Muttergottes ein Kind von Forchheim. Darauf sagte sie: "Wenn ihr mit dem Rosenkranz fertig seid, dann singt mir ein Lied." Dann gab die Muttergottes jedem Anwesenden einzeln den Segen. Der Reihe nach zuerst Koch und Dr. Heil, dann Kuni, Betti, Rosa, Hildegard und Irma. Inzwischen kamen die übrigen Kinder wieder zurück. Das Jesukind sagte zur Maria: "Ich gebe meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Vier Engel begleiteten das Jesukind bei der Auffahrt in den Himmel. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Nach dem Wundenrosenkranz geht ihr heim." Die Muttergottes gibt den besonderen Segen, wie sie zur Antonie sagt, und fährt danach in den Himmel auf. Die Kinder gingen sofort über dem Berg nach Hause. Während die Muttergottes in den Himmel auffuhr, gab sie noch Herrn Pfarrer Gailer und Herrn Schlötzer ihren besonderen Segen, wie Antonie sagte.

Dienstag, 4. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder sind ohne Kuni am Berg. Antonie, Gretel, Erika und Maria sehen über dem Birkenwald die Muttergottes. Die Kinder holen sie am Mast ab. Nach der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Erika: "Geht etwas weiter!" Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich alle die segnen, die für mich und mein süßes Kind kämpfen." Die Kinder gehen zur Grotte. Unterwegs nach dort sagt die Muttergottes zur Erika: "Du, Maria, Antonie und Gretel, geht zum kleinen Bildstock der Antonie. Die anderen sollen zur Grotte gehen!" Kurz darauf sagte die Muttergottes zur Gretel: "Ein Kind soll mit zur Grotte gehen, da ja die übrigen mich nicht sehen." Gretel sagte: "Liebe Muttergottes, dir zu liebe gehe ich mit zur Grotte." Die Muttergottes freute sich darüber. Maria, Antonie und Erika gehen zum kleinen Bildstöcklein. Dort stand bereits das Jesukind und segnete die Kinder. Die übrigen Kinder von der Grotte kommen ebenfalls mit der Muttergottes hin zum Bildstock. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Geht jetzt zum Berg!" Unterwegs nach dort sagte die Muttergottes zur Maria: "Jetzt will ich die ganze Gemeinde segnen." Zur Erika sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich auch den Primizianten segnen." Dann sagt die Muttergottes zur Maria: "Betet jetzt ein 'Vater unser' für die Gemeinde." Weiterhin sagte die Muttergottes zur Maria. "Jetzt will ich alle Kinder einzeln segnen, auch die anwesenden Herren einschließlich des Pallotiner-Fraters." Bevor die Kinder zum Mast kamen, sah Maria am Mast den Kelchengel stehen. Die Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann sagt die Muttergottes zur Gretel: "Geht jetzt zum Berg!" Dort sagt die Muttergottes zur Gretel und Maria: "Jetzt will ich alle die mitgebrachten Andachtsgegenstände weihen." Dann sagte die Muttergottes zur Maria: "Du, Gretel, Antonie und Erika, geht zum Mast!" Die Muttergottes blieb oben am Podium. Die vier Kinder gingen mit Schlötzer zum Mast. Am Mast hörten die Kinder die Muttergottes vom Podium aus sprechen: "Liebe Kinder, richtet auch dieses Altärchen am Mast wieder einmal her. Auch die anderen Altärchen schmückt wieder einmal." Schlötzer sagte zu den Kindern: "Bittet die Muttergottes, dass sie uns segnet." Im gleichen Moment schwebte die Muttergottes, wie die Kinder sagen, etwas nach vorne und segnete die Kinder. Nach etwa zehn Minuten sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, ich habe euch prüfen wollen. Geht jetzt wieder auf den Berg!" Die Muttergottes kam den Kindern entgegengeschwebt und ging dann mit den Kindern zum Podium. Während der ganzen Muttergotteserscheinung war die Muttergottes nach Aussage der Kinder sehr freundlich und lächelte mehrmals. Auf dem Podium gab die Muttergottes mehrmals ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel. Zur Maria sagte sie: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"

Nachtrag: Als Schlötzer mit den drei Kindern am Bildstock war, segnete zuerst das Jesukind die Maria für den morgigen Tag zum Ausflug und fügte hinzu: "Liebe Maria, sei brav!" Als die Muttergottes hinzukam, segnete diese ebenfalls die Maria und sagte: "Liebe Maria, sei brav!" Als dann Schlötzer am Podium mit Antonie, Maria und Erika zum Mast ging, drehten sich die Kinder auf halbem Weg um und sahen hin zum Podium zur Muttergottes. Die Kinder sagten: "Die Muttergottes lächelte jetzt die übrigen Kinder am Podium an und sagt: Sie sehen mich nicht." Die Kinder gingen, nachdem die Muttergottes in den Himmel aufgefahren war, heim.

Dienstag, 4. Juli 1950, nachts 23.30 Uhr. Koch und Rathmann waren am Mast. Auf dem Berg beteten vorzugsweise fromme Leute aus Forchheim. Hildegard kam vom Berg mit einer Frau aus Forchheim zum Mast und sagt, hier ist die Muttergottes. Hildegard berührte alles an der Muttergottes. Die Muttergottes sagte: "Geh' mit mir auf den Berg!" Am Berg kam Dr. Heil dazu, der zufällig auf den Berg zum Gebet gekommen war. Die Muttergottes gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Es wurde der Rosenkranz gebetet. Währenddessen segnete die Muttergottes mehrmals über dem Birkenwald. (Zweites Mal.) Nach dem Rosenkranz hielt Dr. Heil eine kleine Ansprache. Währenddessen sieht Hildegard vom Mast aus die Muttergottes zum Berg heraufkommen. (Drittes Mal.) Die Muttergottes sagte zur Hildegard: "Ich komme deswegen noch einmal, weil tiefgläubige Menschen da sind." Die Muttergottes gab dann Herrn Dr. Heil einen besonderen Segen. Auch sagt die Muttergottes: "Dr. Heil soll öfter die Kinder belehren, dann würden sie besser standhalten." Die Muttergottes gab nochmals einen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Vorher sagte sie noch: "Dr. Heil soll auch auf dem Berg öfters so den Leuten Erklärungen geben." Die Leute beteten den glorreichen Rosenkranz. Währenddessen erschien die Muttergottes aufs neue (zum vierten Mal) kurz über dem Birkenwäldchen. Am Schluss des Rosenkranzes sprach Dr. Heil noch einmal einige Worte. Die Muttergottes kam zum fünften Mal, stand vor dem Podium und sagte: "Die drei Herren sollen nach Hause gehen, sie seien zu sehr angegriffen." Zum Schluss wurde das 'Te Deum' gesungen als Zeichen treu ergebener Anhänglichkeit an den Heiligen Vater.

Mittwoch, 5. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder, außer Maria, sind auf dem Berg. Während des ersten Gesätzes des Rosenkranzes sehen Antonie, Gretel und Kuni die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes sagt zur Gretel: "Holt mich am zweiten Mast ab!" Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Gretel: "Warum ist heute Hildegard nicht gekommen?" Am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes. Danach sagt die Muttergottes zur Kuni: "Geht zum Apfelbaum!" Auf dem Weg dorthin sagen die Kinder: "Der Kelchengel kommt!" Am Baum sagt die Muttergottes zur Erika: "Der Mann neben Schmitt soll weggehen." (Pfarrer aus Dachau; aus Schlesien.) Nach der Kommunion sagte die Muttergottes zur Gretel: "Geht jetzt zum Berg!" Auf dem Weg dorthin hört Kuni die Muttergottes sprechen: "Ich segne heute noch einmal den Primizianten." Schmitt ließ durch Gretel die Muttergottes fragen, ob auch ihr Widersacher (Teufel) in Hintermeidlingen erscheint. (Diözese Limburg a. d. Lahn.) Gretel sagt: "Die Muttergottes nicht nur." Zur Kuni sagt danach die Muttergottes: "Liebe Kinder, verhaltet euch auf der Primiz sehr brav! Viele Leute beobachten euch dabei! Schmitt soll das den Kindern sagen." Am Podium segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Zur Kuni und Gretel sagt die Muttergottes: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen. Begleitet mich danach zum Mast." Auf dem Weg zum Mast segnete die Muttergottes Pfarrer Gailer und Herrn Schlötzer. Am Mast sagt die Muttergottes zu den Kindern: "Gebt mir eure Hand, berührt mein Haar, die Krone und den Saum des Kleides. Auch die begleitenden Herren sollen mir die Hand geben." Zur Erika sagt sie noch: "Nach meiner Auffahrt geht zu Dr. Heil!" Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Ich gebe euch meinen besonderen Segen und fahre dann auf." Die Kinder gingen danach zu Dr. Heil.

Donnerstag, 6. Juli 1950, abends 19.40 Uhr. Die Kinder gehen zum Berg. Antonie war bereits am Podium und sagt: "Die Muttergottes ist schon über dem Birkenwald, längere Zeit." Auch Maria, Gretel und Erika sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Antonie sagt sie: "Holt mich ab!" Die Kinder gehen zum Mast. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, warum haltet ihr eure Zeit nicht ein, warum kommt ihr nicht pünktlich?" Die Kinder begrüßten am Mast die Muttergottes. Zur Gretel sagt sie: "Geht zum Berg!" Unterwegs dorthin sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, wenn ihr bei der Primizfeier seid, dann seid sehr andächtig, es sind sehr viele Geistliche dabei, die nicht an mich glauben." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Seid sehr brav bei der Primizfeier!" Zur Antonie: "Liebe Kinder, seid heute sehr brav. Gebt den anderen Mädchen und Buben, die hier sind, ein gutes Beispiel." Die Muttergottes segnete am Berg und sagte zur Kuni: "Geht zum Baum!" Die Kinder gehen zum Baum. Unterwegs nach dort sagt die Muttergottes zur Maria: "Es würde mich freuen, wenn mehr Gläubige als Ungläubige da wären. Jetzt will ich Hildegard Lang meinen besonderen Segen geben." Zur Maria sagte die Muttergottes weiter: "Ich sage es noch einmal, seid immer so brav wie heute." Zur Erika: "Seid bei der Primizfeier sehr andächtig, es sind sehr viele Ungläubige dabei." Am Baum sehen nur Maria, Erika und Gretel den Kelchengel, der den Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten reicht. Danach sagt die Muttergottes zur Kuni: "Berührt alles, dann will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel fahren." Die Kinder und die anwesenden Herren gaben der Muttergottes die Hand, berührten die Krone und den Saum des Kleides. Dann sagte die Muttergottes zur Maria: "Habt ihr, liebe Kinder, euer Kreuz dabei? Habt ihr euren Bußgürtel? Tragt ihr einen Rosenkranz bei euch?" Einige Kinder hatten das Kreuz nicht dabei. Die Muttergottes sagte zur Maria: "Liebe Kinder, warum macht ihr das nicht, was ich euch sage?" Dann sagte die Muttergottes noch zur Maria: "Betet den Wundenrosenkranz noch fertig und betet dann den neuen Rosenkranz." Die Muttergottes segnete und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen zum Berg. Unterwegs hörte Gretel die Stimme der Muttergottes: "Geht heim!" Darauf gingen die Kinder heim.

Freitag, 7. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder sind um 19.30 Uhr auf dem Berg vor dem Podium. Bei Beginn des Rosenkranzes sagt Gretel: "Die Muttergottes ist über dem Wald. Alle sollen kommen und sie abholen am zweiten Mast." Nachdem die Kinder die Muttergottes begrüßt hatten, ging die Muttergottes mit ihnen zum Berg. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Gretel: "Faltet immer die Hände, wie ich. Schaut auf mich."

Als die Kinder vor dem Podium knieten, sagt Antonie: "Das Jesukind schwebt über dem Birkenwald." – "Du, Gretel, Erika, Maria, holt mich ab!" Auf dem Weg zum Mast sagt das Jesukind zur Gretel: "Seid heute wieder so brav wie gestern." Die Kinder begrüßten das Jesukind. Es sagt zu ihnen: "Seid auch bei der Primiz so brav wie gestern." Während das Jesukind am Mast weilte, segnete und weihte die Muttergottes auf dem Berg die Andachtsgegenstände, Kreuze, Rosenkränze usw. Dann gab sie dem Volk ihren besonderen Segen. Am Mast sagte das Jesukind zu den Kindern: "Die übrigen Kinder sollen mit meiner Mutter zu mir kommen, Herr Schmitt soll sie holen." Die Kinder kamen. Währenddessen mussten die vier beim Jesukind weilenden Kinder um den Mast herumrutschen im Auftrag des Jesuskindes. Am Mast angekommen, sagt Hildegard: "Die Muttergottes wünscht, dass die Kinder ihr zu Ehren ein Lied singen." Die Kinder sangen: 'O Maria, lieb und traut...' Während des Liedes mussten die vier Kinder Erika, Gretel, Maria und Antonie lachen. Auf die Frage, warum sie lachen, sagen sie: "Das Jesuskind lächelt so viel und freut sich und da können wir nicht anders wie uns auch freuen und das Jesukind anlachen." Zur Maria sagen die Muttergottes und das Jesukind: "Liebe Kinder, habt ihr auch euer Kreuz bei euch?" Außer Hildegard hatten es alle bei sich. Danach segnete die Muttergottes alle und fuhr in den Himmel auf. Bald darauf tat das Jesukind dasselbe. Antonie hörte eine Stimme: "Liebe Kinder, geht gleich nach Hause!" Antonie sagt darauf: "Im Namen Jesu." – Antwort: "Ich habe es gesagt, das Jesuskind."

Samstag, 8. Juli 1950, abends um 19.30 Uhr sind Hildegard und Antonie auf dem Berg. Die anderen Kinder verweilten noch in der Kirche. Bei Beginn des Rosenkranzes sagt Antonie: "Die Muttergottes schwebt über dem Birkenwald. Schwebt herunter, sagt aber nicht, ob wir sie abholen sollen." Gleich darauf hört Antonie die Muttergottes sprechen: "Holt mich ab!" Bei der Begrüßung kam der Kelchengel und bei der Austeilung der heiligen Kommunion sieht Antonie auch das Jesukind zum Mast herunterschweben. Hildegard sieht das Jesukind nicht. Das Jesukind segnete und fuhr gleich mit dem Kelchengel in den Himmel auf. Danach ging die Muttergottes mit den Kindern zum Podium. Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes: "Es freut mich, dass so viele fromme Beter hier sind. – Ich komme morgen um drei Uhr, fünf Uhr und halb acht", sagte sie zur Antonie. Auf dem Berg sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich will die Andachtsgegenstände, Kerzen und Zündhölzer weihen." Danach sagt sie weiter zur Hildegard: "Ich gebe jetzt Pfarrer Gailer, Bauer und Bierfelder und Professor Walz meinen besonderen Segen." (Es wurde nicht eigens darum gebeten.) Dann sagt die Muttergottes weiter: "Ich gebe euren Familien meinen Segen." Zur Antonie sagt darauf die Muttergottes: "Die anderen Kinder sollen auch kommen." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Ich verzeihe ihnen, wenn sie jetzt nicht da sind." (Die anderen Kinder waren in der Kirche wegen Begrüßung des Primizianten.) Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Geht jetzt zum Baum!" Dort segnete sie. Die übrigen Kinder kommen zum Baum, und zwar eilends. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Ich will jetzt in den Himmel auffahren. Gebt mir eure Hand, berührt alles, dann gebe ich meinen besonderen Segen." Die Kinder taten so. Währenddessen kam nochmals der Kelchengel. Die Kinder, die noch nicht die heilige Kommunion empfangen hatten, kommunizierten. Zur Antonie sagte der Engel: "Auch du und Hildegard dürfen noch einmal die heilige Kommunion empfangen." Danach war der Engel plötzlich verschwunden. Antonie hörte eine Stimme: "Liebe Kinder, geht jetzt nach Hause." Die Kinder gehorchten.

Samstag, 8. Juli 1950, abends 21.00 Uhr. Gretel und Erika gehen mit der Lichterprozession, welche die Forchheimer durchführten. Es waren ungefähr 500 Forchheimer da. Die Prozession ging von dem Gemeindeweiher aus zum Berg und von da zur Grotte und von da zum Wald. Auf dem Rückweg sieht auf einmal Gretel etwa 20 Meter vor dem Waldkreuz das Jesukind über dem Boden schweben. Erika sah noch nichts. Gretel bat das Jesukind, es möge doch zu ihnen herunterkommen. Das Jesukind sagte: "Ich komme schon noch zu euch. – Es freut mich, dass ihr gekommen seid. Ihr zwei kommt aber oft." Erika und Gretel hören dann gleichzeitig das Jesukind sagen: "Euch werde ich dafür ganz besonders belohnen." Auf dem Weg sagte das Jesukind weiter zur Gretel: "Ihr habt heute Locken wie ich, aber nur nicht so schöne. Ich habe gehört, ihr habt heute weiße Kleider angehabt. Zieht sie morgen wieder an, wenn ihr auf den Berg geht und setzt auch das Kränzchen auf das Haupt. Ich will jetzt den Primizianten ganz besonders segnen." Zur Gretel sagt das Jesukind: "Ich sage es euch, seid morgen bei der Primiz besonders andächtig." Gleich darauf hört Erika das Jesukind sagen: "Morgen bei der Primiz sind viele Priester da, aber lasst euch nichts merken, dass ihr mich und meine Mutter seht." Dann sagte es weiter zur Gretel: "Auf dem Berg gebt mir eure Hand und berührt mich. Ich gebe dem Volk meinen besonderen Segen. Es freut mich, dass so viele Leute heute gekommen sind, aber es sind viele Leute gekommen wegen der Primiz." Gretel sagt zum Jesukind: "Dir und Deiner Mutter zuliebe tragen wir morgen die weißen Kleider auch auf dem Berg." Das Jesukind sagte darauf: "Das freut mich aber sehr." Dann sagte das Jesukind zur Erika: "Morgen werde ich meine Engelein schicken." Darauf sagt Schmitt zur Gretel: "Sag' dem lieben Jesuskind, wir sind aber nicht so rein wie diese." Das Jesukind erwiderte darauf: "Aber noch nicht ganz. Kommt morgen um drei Uhr auf den Berg, ihr braucht nur eine Viertelstunde kommen." Es sagte noch weiter zur Erika: "Wenn ihr morgen bei der Primiz in der Kirche nicht mehr stehen könnt, dann kniet euch hin." Zur Erika sagte das Jesukind: "Der Primiziant soll morgen um drei Uhr auch auf den Berg zu kommen." Schmitt sagte darauf zur Erika: "Sagt dem lieben Jesuskind, er darf von seinen Oberen aus nicht auf den Berg gehen. Er muss ihnen gehorchen." Das Jesukind erwiderte: "Ich werde ihn morgen öfters segnen und dieser Segen wird ihm für sein Priesterleben von großem Nutzen sein." Kurz vor dem Berg sagt das Jesukind zur Gretel: "Jetzt gebe ich der Stadt Forchheim meinen Segen. Schmitt soll das gleich sagen." Auf dem Berg gaben die Kinder dem Jesukind die Hand, berührten alles. Es gab dann seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder mussten gleich nach Hause gehen, wie das Jesukind ihnen während der Prozession bereits gesagt hat. Als die Kinder das Jesukind am Waldrand begrüßten, sagte es zu ihnen: "Die drei weiß gekleideten Mädchen vor euch dürfen bei euch bleiben und mir jetzt die Hand geben."

Samstag, 8. Juli 1950, abends 22.00 Uhr. Kuni allein ging mit Schmitt auf den Berg, um an der Prozession teilzunehmen. Die Prozession war bereits auf dem Weg von der Grotte zum Kreuz. Etwa 150 bis 200 Personen standen noch auf dem Berg. Kuni blieb mit Schmitt beim Podium stehen. Etwa fünf Minuten nachher sagte eine Stimme zur Kuni: "Macht auch ihr eine Lichterprozession." Kuni sagte: "Gelobt sei Jesus Christus." Antwort: "Ich bin die Muttergottes." Schmitt verkündete das und alle Leute, bis auf etwa zehn Personen, formierten sich zu einer Lichterprozession. Auf dem Weg zur Grotte hört Kuni abermals eine Stimme: "Am Kreuz werde ich dir erscheinen. Geh' nur durch die Reihen der Leute zum Kreuz. Ich freue mich, dass du so spät noch gekommen bist." Kuni antwortete darauf: "Liehe Muttergottes, ich komme ja gerne zu dir." Darauf sprach die Muttergottes: "Mein liebes Kind, ich komme auch gerne zu euch." Weiter sagte die Muttergottes: "Wenn ihr am Kreuz seid, gebe ich meinen besonderen Segen." Etwa 80 Meter vor dem Kreuz sieht Kuni bereits die Muttergottes unter dem Kreuz stehen – sie lächelte. Schmitt verkündete den Leuten, dass die Muttergottes bereits hier sei. Die Leute freuten sich sehr und knieten sich alle nieder. Die Muttergottes gab ihren besonderen Segen. Schmitt musste dies verkünden. Dann beteten die Leute auf Veranlassung von Schmitt das Gebet: 'Unter deinen Schutz und Schirm...' Kuni sagte: "Die Muttergottes breitet über die Leute weit ihren Mantel aus. Alle stehen darunter." Auch dies verkündete Schmitt. Die Leute waren davon tief ergriffen und sangen das Lied: 'Sei Mutter der Barmherzigkeit...' Dann sagt die Muttergottes zur Kuni: "Jetzt geht zum Berg!" Etwa 100 Meter vom Kreuz entfernt kommt Gretel mit Schlötzer der Prozession entgegen. Gretel sieht sogleich die Muttergottes und begrüßt sie. Am Berg angekommen, sagt die Muttergottes: "Gebt mir eure Hand, berührt alles. Ich gebe dann meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Es geschah so.

Sonntag, 9. Juli 1950, 15.00 Uhr nachmittags. Alle Kinder gehen zum Berg. Bald darauf sehen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Holt mich ab!" Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Maria: "Weil ihr mir gefolgt habt und um drei Uhr gekommen seid, braucht ihr um fünf Uhr heute nicht kommen. Schmitt soll dies den anderen Kindern auch sagen." Weiter sagt die Muttergottes zur Maria: "Wenn ich aufgefahren bin, dann geht heim." Am Mast begrüßen die Kinder (Antonie, Gretel, Kuni, Maria, Betti, Irma, Hildegard, Waltraud, Rosl und Erika) die Muttergottes. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Die anderen weiß gekleideten Kinder auf dem Berg sollen auch herkommen. Sie dürfen mir ebenfalls die Hand geben." Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Wo bleiben Dr. Heil und Schlötzer?" Die Kinder berührten die Krone, das Haar und den Saum der Muttergottes und gingen zum Berg. Am Berg weihte und segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, die die Gläubigen mitgebracht haben. Plötzlich sagen die Kinder: "Der Kelchengel steht vor uns." Sie empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Zur Gretel sagt die Muttergottes während der Kommunion: "Um fünf Uhr braucht ihr nicht zu kommen." (Dasselbe, was sie zur Maria gesagt hat.) Auf dem Weg zum Berg verlangte die Muttergottes noch einmal: "Wo bleiben Dr. Heil und Schlötzer? Ich habe doch gesagt, sie sollen kommen!" Die Muttergottes gab dem Volk ihren Segen. Zur Antonie sagt sie: "Du, Hildegard, Waltraud und Rosl, kommt um fünf Uhr auf den Berg." Segnend fuhr die Muttergottes dann in den Himmel auf. Zur Maria sagte sie noch: "Geht jetzt heim!" (Die Muttergottes war genau eine Viertelstunde anwesend, wie das Jesukind Tags zuvor angekündigt hatte, dass die Kinder nur eine Viertelstunde auf den Berg kommen sollen.)

Sonntag, 9. Juli 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Hildegard, Antonie, Rosl und Waltraud sind auf dem Berg. Hildegard sieht über dem Birkenwald die Muttergottes. Sie sagt zu ihr: "Holt mich am Mast ab!" Nach der Begrüßung geht die Muttergottes zum Berg. Am Podium segnet sie einzeln die Kinder und die sie begleitenden Herren. (Koch, Rathmann und Schmitt.) Dann sagt Hildegard: "Die Muttergottes gibt jetzt den Krankensegen." Dann segnete die Muttergottes den Primizianten, der nicht auf dem Berg war. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Schlötzer und Frau Höppner (?) sollen auch kommen." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die vier Kinder sangen: 'Sei gegrüßet...' Nachdem die Kinder zwei Strophen gesungen hatten, forderte sie die Muttergottes auf, mit ihr in die Kapelle zu gehen. Darin forderte die Muttergottes durch Hildegard alle Leute auf, das Lied zu singen: 'Segne du, Maria...' Nach der dritten Strophe ging die Muttergottes mit den Kindern zum zweiten Mast. Auf dem Weg dorthin gibt die Muttergottes ihren besonderen Segen. Am Mast dürfen die Kinder ihr die Hand geben. Ebenso die begleitenden Männer, sowie Herr Schlötzer und Frau Göppner, die auf dem Weg zum Mast hinzukam.

Sonntag, 9. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Rosl, Hildegard und Waltraud gehen zum Berg. Hildegard sieht kurz darauf die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Nach der Begrüßung gingen die Kinder mit der Muttergottes zum Berg. Dort segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab dem Volk dann ihren besonderen Segen. Hierauf segnete die Muttergottes Pfarrer Gailer, Bauer und Bierfelder. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Warum kommen die Kinder nicht? Sie haben doch versprochen, um halb acht zu kommen. Ich komme am 13. Juli wieder." Die anderen Kinder kommen. Hildegard sagt: "Die Muttergottes wünscht, dass die angekommenen Kinder ihr die Hand geben." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Auch die Nicht-Seherkinder dürfen mir die Hand geben." Die Muttergottes segnete jedes Kind einzeln. (Die Nichtseherkinder.) Es waren 15 Kinder. Danach segnete die Muttergottes die die Kinder begleitenden Männer: Dr. Heil, Schlötzer, Dr. Fuchs, Rathmann, Schmitt, Koch und Franz Kind (Schauspieler von Aachen). Hierauf durften die Nichtseherkinder die Krone, das Haar und den Saum des Gewandes der Muttergottes berühren. Hildegard war mit den Kindern dabei behilflich. Hernach sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen: 'Sei gegrüßet...' Nach dem Lied sagte die Muttergottes zur Maria: "Gebt mir eure Hand, berührt mich. Ich gebe jetzt dem Volk meinen besonderen Segen." Hernach ging die Muttergottes mit den Kindern zum Mast. Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes noch zur Gretel: "Heute will ich meine lieben Engelein schicken." Die Muttergottes segnete nochmals und fuhr in den Himmel auf.

Sonntag, 9. Juli 1950, abends 21.00 Uhr. Gretel, Erika, Maria, Kuni, Hildegard und Antonie gehen mit der Lichterprozession. Zwischen dem zweiten und ersten Lichtmast sagt Antonie: "Neben mir läuft ein kleiner Engel, auch neben der Gretel und Maria." Schmitt sagte dies zur Gretel. Diese erwiderte: "Ja, ich sehe die Engel auch." Hildegard sieht kurz darauf die Muttergottes über dem Birkenwald, die langsam herunterschwebt, etwa zehn Meter von der Grotte entfernt, und geht den Kindern langsam entgegen. Gretel, Maria, Erika und Antonie sehen nun die Muttergottes auch, wie sie ihnen entgegenkommt. Die Kinder nahmen die Muttergottes in die Mitte und gehen zur Grotte. Dort blieb die Muttergottes stehen und sagt zur Gretel: "Gebt mir eure Hand und berührt mich." Gretel sagt zu Schmitt: "Die Muttergottes ist heute weiß gekleidet wie wir, sie hat keinen Mantel um. Auf dem Haupt hat sie die Krone und auf den Füßen rote Rosen. An der Seite hängt der Rosenkranz." Gretel sagt: "Als die Muttergottes kam, verschwanden die kleinen Engel." Nachdem die Kinder die Muttergottes begrüßt haben, ging diese mit ihnen zum kleinen Bildstock, verweilten kurz dort und gingen dann weiter auf dem Weg zum Kreuz. Unterwegs sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Der Teufel will Heroldsbach zerreißen. Er haust zur Zeit auf dem Berg, auch in den Leuten." Schmitt ließ durch Hildegard fragen: "Liebe Muttergottes, was sollen wir dagegen tun?" Die Muttergottes antwortet darauf: "Nur beten! Für euch ist jetzt die schlimmste Zeit. Ihr werdet viel aushalten müssen, ich werde euch immer beschützen. Ich bin ja bei euch." (Schmitt ließ durch Hildegard der Muttergottes sagen: "Liebe Muttergottes, beschütze uns, die wir angeklagt sind: Dr. Heil, Schlötzer, Schmitt und Koch." Darauf sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Es ist ja nur der Teufel.") Die Muttergottes blieb kurz vor dem Kreuz stehen und ging dann hinter das Kreuz zum Erscheinungsort vom 5. Februar 1950, blieb dort ebenfalls nur kurz und ging dann auf den Berg zurück. Etwa 50 Meter vom Kreuz entfernt, sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Die Herren und die Eltern sollen neben den Kindern jetzt gehen." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Geht nicht mehr so viel in den Wald, weil der Böse wieder da ist." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Die Eltern sollen ihre Kinder heute heimführen." Zur Gretel sagt die Muttergottes anschließend: "Liebe Kinder, fürchtet euch nicht." Hildegard sieht, nachdem die Prozession aus dem Wald heraustrat, Teufel auf dem Feld und etwa zehn Meter neben ihr am Lichtmast vorbeischreiten. Schmitt betet den Exorzismus, worauf Hildegard sie nicht mehr sah. Am Berg sagt dann die Muttergottes zur Hildegard und Gretel: "Gebt mir eure Hand, berührt mich, ich gebe meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Segnend fährt die Muttergottes auf. Zur Maria sagte sie: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"

Montag, 10. Juli 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Alle sieben Kinder gingen mit Hildegard und Waltraud zum Berg. Am Podium sehen sie dann, kurz nach Beginn des Rosenkranzes, und zwar Gretel, Antonie, Maria, Erika, Hildegard und Kuni, die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, holt mich am Mast ab!" Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes und berührten alles. Zur Maria sagte dann die Muttergottes: "Geht mit mir zum Berg!" Beim Hinaufgehen sagte die Muttergottes zur Erika: "Geht sehr andächtig!" Die Muttergottes segnete einige Male unterwegs. Am Podium sagte sie zur Maria: "Jetzt will ich die Kerzen, Streichhölzer, Rosenkränze und Statuen segnen und weihen." Zur Erika sagte die Muttergottes: "Du, Gretel und Maria, geht zum Mast, mein süßes Kind abzuholen." Am Mast begrüßt die Erika das Jesukind. Sie sieht das Jesukind ganz allein. Es war sehr klein. Sie sagt: "Gelobt sei Jesus Christus", und erhielt die Antwort: "Ich bin das liebe Jesulein." – "Ihr dürft mich auf den Arm nehmen", sagte es zur Erika. Dann sagte es: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen und werde dann in den Himmel auffahren." So geschah es. Erika hörte dann eine Stimme: "Geht zu den anderen Kindern!" Die anderen Kinder waren unterwegs zum Baum. Die Muttergottes war bei ihnen. Inzwischen sagte die Muttergottes am Berg oben zur Antonie: "Geht zum Baum!" Am Baum stand der Kelchengel. Die Kinder und die drei begleitenden Herren empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die Muttergottes wurde gefragt, wann wir heute wieder kommen sollen. Sie sagte: "Kommt um fünf Uhr nicht, sondern um halb acht." Maria berührt auch das Kreuz an der Krone der Muttergottes. Darauf sagte die Muttergottes: "Berührt auch von meiner Krone das Kreuz." Alle Kinder taten es. Dann sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich jedes Kind einzeln segnen." – "Liebe Kinder, singt mir ein Lied vor", hörte Maria die Muttergottes sagen. Dann sagte die Muttergottes: "Kinder, geht zum Berg!" Unterwegs spricht die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid sehr andächtig!" Etwas später sagte sie: "Liebe Kinder, passt auf, wenn ich segne." Dann: "Lauft nicht so schnell, je langsamer ihr lauft, je länger bin ich da. – So wie jetzt sollt ihr immer sein. Macht es immer so. Lasst euch nicht so viel mahnen." Am Podium sagte hierauf die Muttergottes: "Jetzt will ich die Kranken segnen." Dann: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren. Berührt alles, begleitet mich dann zum Lichtmast." Unterwegs sagte sie dann zur Maria: "Liebe Kinder, geht nicht mehr allein in den Wald. Es ist überall der Böse!" Am Lichtmast berührten die Kinder alles an der Muttergottes. Die Muttergottes sagte zur Maria: "Wenn ein Kind fertig ist, dann erst soll das nächste kommen." Zuletzt sagte die Muttergottes zur Maria: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren. Dann geht heim!" So geschah es.

Montag, 10. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder sind auf dem Berg. Sie sehen über dem Birkenwald die Muttergottes. Sie forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Die Kinder folgten und begrüßten die Muttergottes am Mast. Zur Maria sagte sie: "Du, Erika, Gretel und Antonie, geht zum Baum und begleitet mein süßes Kind zum Berg!" Antonie und Maria sehen auf dem Weg über das Kartoffelfeld das Jesukind bereits vor dem kleinen Altar am ersten Baum stehen. Die Kinder begrüßten es. Doch plötzlich war es wieder verschwunden. (Die Kinder stritten kurz wegen Kleinigkeiten.) Die Kinder sahen, dass sie das Jesukind betrübt hatten, baten um Verzeihung und beteten ein 'Vater unser'. Plötzlich stand das Jesukind wieder vor ihnen. Auch Gretel und Erika sahen nur das Jesukind. Es forderte die Kinder auf, mit ihnen zum Berg zu gehen. Unterwegs sagt das Jesukind zur Gretel: "Geht schön langsam." Kurz darauf: "Bleibt jetzt stehen und betet den Rosenkranz (zum süßen Herzen Jesu und Mariä) zu Ende." Nach dem Rosenkranz sagte das Jesukind zur Erika: "Jetzt will ich dem Herrn Schmitt seine Familie, dann Herrn Schlötzer seine Familie und Herrn Koch seine Familie segnen." Das Jesukind ging dann noch weiter zum Berg. Auf dem Weg dorthin sagte es zur Maria: "Liebe Kinder, seid recht andächtig!" Am Berg dann hörten Gretel und Maria das Jesukind sagen: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände segnen und weihen." Während die letztgenannten Kinder zum Baum gingen, um das Jesukind abzuholen, begleiteten Hildegard, Kuni, Betti und Irma die Muttergottes zum Podium. Zur Hildegard sagt die Muttergottes auf dem Weg zum Podium: "Liebe Kinder, betet zwei Tage für die höhere Geistlichkeit." Kurz darauf sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Die höhere Geistlichkeit möchte bis Donnerstag nach hier kommen." Hildegard fragt: "Liebe Muttergottes, wer ist damit gemeint?" Antwort: "Exzellenz." Am Podium dann sagt die Muttergottes: "Sie sollen wenigstens um drei Uhr kommen." Hildegard fragt weiter: "Liebe Muttergottes muss dies am Donnerstag sein, oder kann es auch in den nächsten Tagen sein?" Die Muttergottes sagte: "Nein, dann ist es zu spät. Es steht etwas Schreckliches bevor." Weiter sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich und mein Sohn sehen, wann sie sich einfinden." Hildegard fragte: "Liebe Muttergottes, wie meinst du das?" Die Muttergottes sagte: "Ob sie zu euch kommen." Auf die Frage, wer dies Herrn Erzbischof mitteilen soll, sagte die Muttergottes: "Die drei Herren sollen an den Erzbischof schreiben." Hildegard fragt die Muttergottes: "Steht uns das bevor, was die Kinder über dem Birkenwald geschaut haben?" Die Muttergottes sagte: "Ja, vielleicht noch Schwereres." Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Kommt am Donnerstag, weiß gekleidet, um drei Uhr, fünf Uhr und halb acht." Zur Hildegard sagte sie weiter: "Jetzt will ich das kranke Kind segnen." (Ein sechs- bis siebenjähriger Knabe aus Bamberg saß mit seiner Mutter hinter den Seherkindern. Hände und Füße sind gelähmt.) Die Muttergottes verlangte auch, dass der Knabe ihr seine Hand gibt. Sie machte dem Kind ein. Kreuzlein auf die Stirn. Das Jesukind, das inzwischen mit den vier Kindern vom Baum herübergekommen war, segnete ebenfalls das kranke Kind und forderte Erika auf, das Kind möge ihm die Hand geben. Danach sagte das Jesukind zur Maria: "Begleitet mich jetzt zum Lichtmast. Du, Erika, Gretel und Antonie sollen mitgehen." Auf dem Weg dorthin sagte das Jesukind zur Gretel: "Es ist nicht schön, dass Maria und Erika über das Kind gelacht haben." Das Jesukind forderte am Mast Gretel auf, mit Maria und Schmitt abseits zu gehen, während Antonie, Erika, ebenfalls abseits gehen mussten auf die andere Seite. Antonie und Erika sehen Gott Vater in Mannesgröße stehen. Nach Angabe der beiden Kinder hatte Gott Vater einen gelben Mantel, vorne sah ein weißes Kleid hervor. Erika sagte: "Gelobt sei Jesus Christus." Sie hörte: "In Ewigkeit, ich bin Gott Vater." Kurz darauf verschwand Gott Vater wieder. Zur Hildegard sagt die Muttergottes am Podium: "Begleitet mich hinunter zum Mast." Die Kinder gingen mit der Muttergottes zum Mast. Dort berührten die Kinder noch einmal alles. Die Muttergottes fuhr segnend in den Himmel. Erika und Antonie sahen an der Grotte die Muttergottes stehen. Sämtliche Kinder, mit Ausnahme der Gretel und Maria, gingen zur Grotte und begrüßten dort die Muttergottes, gingen dann zum kleinen Bildstock und von dort wieder zurück zum Mast. Dann fuhr sie in den Himmel auf. Während Antonie und Erika Gott Vater sahen, blieb das Jesukind bei Maria und Gretel. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Ich will euch jetzt ganz rein machen." Beide Kinder sahen, wie Strahlen vom Himmel aus auf die Erde herabfielen und jedes sah auf dem Kopf des anderen den Strahl – auch auf Herrn Schmitt seinem Kopf. Der Strahl verschwand wieder, und drei Engel kamen vom Himmel herabgeschwebt. Herr Schlötzer, der in der Menge stand, wurde von zwei Kindern herbeigerufen, durfte das Jesukind begrüßen und das Jesukind machte auch ihn rein und sein Engel erschien ebenfalls. Dann sagte das Jesukind wieder: "Liebe Kinder, geht mit mir noch weiter abseits. Ich will mit euch spielen." Hinter dem Roggenfeld verborgen, blieb das Jesukind stehen und die zwei Kinder knieten sich vor das Jesukind nieder. Das Jesukind fragte: "Wallt ihr, dass ich euch ein Gedicht vorsage oder ein Lied vorsinge?" Die Kinder sagten darauf: "Liebes Jesuskind, mache es so, wie du willst." Das Jesukind antwortet: "Jetzt sage ich euch erst das Gedicht vor und dann singe ich das Lied." Die drei Engel knieten ebenfalls um das Jesukind herum: "Einmal saß ich mit meinen kleinen lieben Engelein, droben im Himmel auf einem Thrönelein. Alle Engel, groß und klein, sitzen um mich herum. Wenn ihr einmal hinauf in den Himmel kommt, dann werdet ihr auch so herumsitzen wie diese. Jetzt ist es aus." Gretel sagte darauf: "Liebes Jesulein, was für ein Lied lernst du uns jetzt." Das Jesuskind sagte darauf: "Jetzt passt gut auf! Morgen müsst ihr das Gedicht und das Lied auswendig können, sonst muss ich euch strafen." Die drei Engel bildeten einen Kreis und das Jesukind stellte sich hinein. Es sang folgendes: 'Ihr seid meine lieben Engelein, kommt zu mir herein!' Darauf sang ein Engel: 'Mein liebes Jesulein, was willst du von mir?' Das Jesukind sang weiter: 'Ich habe dich gerufen, um dich zu prüfen. Komm, komm, geb' nur wieder hinaus! Komm, komm, geh' wieder hinaus!'

Die Kinder umarmten das Jesuskind und küssten es immer wieder vor Freude. Das Jesukind forderte dann die Kinder auf, mit ihm zum Mast zu gehen. Auf dem Weg dorthin fragte das Jesukind die zwei Kinder: "Kommt ihr heute Abend wieder zur Prozession?" Die Kinder bejahten es. Die Kinder fragten dann das Jesukind: "Kommst du, liebes Jesulein, heute Abend?" Antwort: "Vielleicht komme ich, vielleicht kommt auch meine Mutter." Am Mast gaben die Kinder dem Jesukind die Hand, berührten es noch einmal. Auch die übrigen Kinder mussten herbeikommen und ihm die Hand geben. Die begleitenden Herren wurden ebenfalls aufgefordert, dem Jesukind die Hand zu geben. Danach segnete das Jesukind noch einmal und fuhr in den Himmel auf. Schlötzer gab noch sämtlichen Kindern den Wunsch der Muttergottes bekannt, dass alle Kinder in den nächsten beiden Tagen die heilige Kommunion für den Herrn Erzbischof aufopfern möchten.

Montag, 10. Juli 1950, abends 21.00 Uhr. Kuni, Gretel, Hildegard, Maria, Erika und Waltraud nahmen um 21.00 Uhr an der Lichterprozession teil. Auf dem Weg vom zweiten zum ersten Lichtmast sahen Gretel, Maria und Kuni die Muttergottes über dem Birkenwald. Hildegard sagt: "Die Muttergottes kommt heruntergeschwebt und geht auf mich zu." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Gelt, mein liebes Kind hat sein Wort gehalten, ich bin gekommen." An der Grotte begrüßten die Kinder die Muttergottes. Hildegard fragte sie: "Wird das Unheil noch in dieser Woche eintreffen?" Die Muttergottes sagte: "Das meiste wird noch in diesem Monat kommen." "Wenn das Unheil nicht bei euch ist, dann ist es wo anders. Seid froh, dass es noch nicht bei euch ist."

Die Kinder gehen weiter von der Grotte zum Bildstock. Dort verweilte die Muttergottes ebenfalls kurz und ging weiter in Richtung zum Waldkreuz. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich werde über euch meinen Mantel weit ausbreiten." Zur Maria sagt die Muttergottes anschließend: "Geht jetzt in folgender Reihenfolge: Du und Gretel; Hildegard und Erika; Waltraud und Kuni. Wenn die anderen Kinder da sind: Antonie und Betti; Irma und Rosa. So sollt ihr immer gehen, auf dem Berg und bei der Prozession." Weiter sagte die Muttergottes zur Maria: "Ich will denen jetzt meinen besonderen Segen geben, die für mich kämpfen." Kurz vor dem Kreuz sagt die Muttergottes zur Erika: "Macht vor dem Kreuz eine schöne Kniebeuge!" Dann gehen wir weiter zum Bildstock. Von dort wieder zurück zum Mast. Unter dem Kreuz blieb die Muttergottes kurz stehen und Maria sagt: "Aus den Augen der Muttergottes rinnen Tränen." Maria fragt die Muttergottes: "Liebe Muttergottes, warum weinst du?" Sie antwortet: "Weil mein Sohn so viel leiden muss." Zur Erika sagt sie: "Es ist mir so schwer." Erika sah, wie die Muttergottes weint. Die Muttergottes sagte zur Erika: "Liebe Kinder, das Unheil ist sehr nahe, Herr Schlötzer soll es den Leuten sagen." Zur Hildegard sagt sie: "Bevor die Russen kommen, werde ich euch noch ein Zeichen geben." Die Muttergottes sagt zur Maria am Bildstock: "Macht öfters eine Prozession." Auf dem Weg vom Altar zum Mast sagt die Muttergottes wieder zur Maria: "Liebe Kinder, betet, betet nur!" Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Wenn ihr in den Wald geht, habt immer euer Kreuzlein in der Hand." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Der Böse hat auch eine große Macht." Hildegard sieht am Bildstock den Teufel stehen, der auf den Exorzismus hin plötzlich verschwand. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Die Leute sollen besser zusammenhalten, die mir bisher geholfen haben." Hildegard sieht den Teufel am Waldrand stehen und sagt: "Er macht ein böses Gesicht." Auf den Exorzismus hin verschwand er. Dann sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Fürchtet euch nicht, ich bin bei euch." Hildegard sah etwa 30 Meter lang eine Hand mitwandern. Auf den Exorzismus hin, der zweimal gebetet werden musste, verschwand diese Hand. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, ich würde euch gerne den Tag sagen, wann die Russen kommen. Ich sage es euch nicht, ihr würdet sehr erschrecken." Dann sagte die Muttergottes zur Erika: "Jetzt will ich die Familie von Herrn Schlötzer segnen." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Der Segen, den ich jetzt gegeben habe, galt der Familie von Schlötzer." Zur Gretel sagt die Muttergottes weiter: "Wenn ihr um drei Uhr, fünf Uhr und halb acht zum Berg geht, dann sammelt euch an einem Platz. Auch Erika und Antonie sollen hinkommen." Auf dem Weg zur Grotte hörte Gretel ein feines Glockengeläute mit abwechselndem Gesang. Die Muttergottes sagte zur Gretel: "Das sind die lieben Engel." Gretel hörte den Text: 'Guten Abend, gute Nacht...' Gretel sagte: "Die Melodie ist anders, als wie wir sie singen." Auch Erika hörte anschließend das Glockengeläute und den Gesang der Engel. Dies hörten die Kinder etwa fünf Minuten lang. Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Maria: "Wenn ich in den Himmel aufgefahren bin, dann geht gleich heim!" Die Kinder gingen am Mast vorbei. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Ich habe doch gesagt, ich fahre am Mast in den Himmel auf. Warum seid ihr weitergegangen?" Schmitt sagt zur Hildegard: "Sag' zur Muttergottes, liebe Muttergottes, wir haben dich doch so gern bei uns." Darauf antwortet die Muttergottes: "Ich bin so gern bei euch." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Am Podium berührt mich noch einmal. Ich gebe meinen besonderen Segen und fahre dann in den Himmel auf." Es geschah so.

Dienstag, 11. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder sind am Berg. Antonie sagt: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald und sagt, holt mich ab." Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Kuni: "Liebe Kinder, lauft so wie gestern bei der Lichterprozession, da habt ihr mir gefallen. Den Dank dafür habe ich gestern nicht mehr ausgesprochen, dafür tue ich es heute." Zur Antonie und zur Gretel sagt die Muttergottes: "Du, Erika und Maria, geht zum Baum!" Unterwegs sieht Antonie das Jesukind herunterschweben, vom Himmel zum Baum hin. Es kam den Kindern mit ausgebreiteten Händen entgegen und sagte zur Gretel: "Die anderen Kinder sollen auch kommen!" Gretel sagt: "Jetzt kommt der Kelchengel." Am Baum empfingen die vier erstgenannten Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die übrigen Kinder vom Mast kommen ebenfalls nach zum Baum in Begleitung der Muttergottes. Dort berührten alle Kinder die Muttergottes wie sonst. Das Jesukind sagt zur Gretel und Maria: "Liebe Kinder, geht jetzt zum Podium!" Dort berührten die Kinder noch einmal alles. Dann sagt das Jesukind zur Maria: "Du, Gretel Und Antonie, begleitet mich zum Mast!" Die Muttergottes segnete inzwischen und fuhr in den Himmel auf. Schlötzer ging mir den drei letztgenannten Kindern zum Mast. Die übrigen kamen ebenfalls zum Mast nach. Am Mast sagte das Jesukind zur Maria: "Du, Gretel und Antonie, geht mit Herrn Schlötzer etwas weiter, wo wir gestern waren. Die übrigen Kinder sollen am Mast bleiben." Auch das Jesukind blieb bei den Kindern. Schlötzer ging mit den Kindern zum gewünschten Platz. Dort sehen die drei Kinder vier Engel kommen. Der vierte Engel war nach Angabe der Kinder der Schutzengel von Herrn Schlötzer. Es regnete sehr stark. Maria sagt zu den Engeln: "Kommt unter den Regenmantel, ihr werdet ja nass!" Die Engel sagten: "Das macht uns nichts, wir sind ja himmlische Geister." Die Engel sagten: Wir wollen euch ein Lied lernen." Plötzlich aber waren die vier Engel verschwunden. Die Kinder suchten und fanden die Engel etwa zehn Meter entfernt aus dem Kornfeld schauen. Die Kinder begleiteten die vier Engel auf den alten Platz. Der Engel sagte: "Liebe Kinder, das Lied lernen wir euch erst morgen. Wir fahren jetzt wieder in den Himmel auf." Dann verschwanden die Engel. Inzwischen gab das Jesukind am Mast den übrigen Kindern seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel. Antonie, Maria und Gretel sahen das Jesukind aus dem Himmel schauen. Es segnete und sagte: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!" Das Jesukind und die vier Engel waren blau gekleidet. Die Kinder gingen anschließend heim.

Mittwoch, 12. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder, außer Betti, gehen auf den Berg um 19.30 Uhr. Bei Beginn des Gebetes sehen Hildegard, Antonie und Gretel die Muttergottes über dem Birkenwald. Gretel sagt, die Muttergottes fordert sie auf, zum Mast zu kommen und sie abzuholen. Dort begrüßen die Kinder die Muttergottes. Während der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Maria: "Du, Gretel und Antonie, geht dorthin, wo ihr gestern wart. Engelein werden kommen und mit euch spielen und singen. Vorher geht mit mir auf den Berg." Alle Kinder gehen mit der Muttergottes zum Berg. Zur Erika sagte die Muttergottes auf dem Weg dorthin: "Liebe Kinder, seid heute sehr brav, damit die Kinder ein Beispiel nehmen können." Auf dem Berg segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Gretel, Erika, Maria und du, geht zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sehen die Kinder, wie sich der Himmel öffnet und das Jesukind in Begleitung des Kelchengels kommt. Das Jesukind sagt zu den Kindern: "Wenn ihr brav seid, dürft ihr heute noch etwas Schönes sehen." Ungefähr 50 Meter vom Altärchen am ersten Baum kommen fünf Engel vom Himmel heruntergeschwebt und gesellen sich zu den Kindern und Schmitt. Am Baum teilt der Kelchengel selbst die heilige Kommunion in beiden Gestalten aus. Der Kelch schwebte aus der Hand des Kelchengels zu jedem Kind hin, das dann, ohne den Kelch mit der Hand zu greifen, daraus trank. Während das einzelne Kind daraus trank, brach der Kelchengel ein Stück von der heiligen Hostie herunter und reichte nach dem Genuss des Kelches dem Kind die heilige Hostie. Bevor die Kinder zum Altar kamen, etwa zehn Meter davor, schwebte der Schutzengel der Gretel zum Kelchengel hin und schaute in den Kelch hinein. Die Kinder begrüßten das Jesukind. Maria und Gretel streckten gleichzeitig dem Jesukind ihre Hand entgegen. Das Jesukind streckte ebenfalls seine beiden Hände den Kindern hin. Dann legte das Jesukind diesen beiden auf ihre zur Erde geneigten Köpfe die Hände auf und ließ die Hände etwa eine halbe Minute darauf liegen. Dann segnete es die Kinder. Es sagte: "Jetzt seid ihr wieder ganz rein." Anschließend machte es das Jesukind auch so bei Antonie und Erika. Und dann bei Schmitt. Das Jesukind forderte die Kinder auf, jetzt mit ihm zum Berg zu gehen. Etwa 20 Meter vom Baum entfernt sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, ich will mit euch spielen, geht hinüber zum Mast!" Das Jesukind blieb hinter einem Haferfeld stehen, etwa 30 Meter vor dem Mast, und die Kinder setzten sich um das Jesukind. Die Schutzengel waren bisher immer bei den Kindern. Sie setzten sich zu den Kindern. Diese sagten dem Jesukind das Gedicht vor, das es sie vor zwei Tagen gelehrt hatte. Auch sangen sie das Lied, das sie vom Jesukind gehört hatten. Das Jesukind sagte darauf: "Das habt ihr schön gemacht, doch die Melodie stimmt nicht ganz." Danach ging das Jesukind weiter, hinter ein Kornfeld, und die Kinder setzten sich mit ihren Schutzengeln wieder um das Jesukind. Plötzlich waren die Schutzengel verschwunden und riefen: "Sucht uns!" Die Kinder suchten sie und fanden sie hinter dem Kornfeld. Sie führten ihre Engel zum Jesukind hin. Die Engel sangen den Kindern dann vor: "Auf einer kleinen Wiese, da sitzen vier Kinderlein und ein Mann dazu." Dann sangen die Engel: 'Wir sind die Engelein groß und klein, und wollen mit euch lustig und freudig sein. Wir sitzen beim lieben Jesulein und dienen ihm zu jeder Stund', o meine lieben Kinder.' Danach fragten die Engel: "Habt ihr heilige Namen?" Die Kinder bejahten es und die Engel nannten jedes Kind beim Namen. Zur Gretel sagte ihr Engel: "Ich bin zweimal heilig." Gretel fragte darauf das Engelein: "Wieso zweimal heilig?" Es antwortete: "Weil ich im Himmel bin und einen heiligen Namen habe." Zu Maria sagte ihr Engel: "Es sind viele heilige Namen im Himmel. Ein Engelein sagte dann, so dass alle vier Kinder es hörten: Es kam einmal ein kleiner Knabe in den Himmel. Er war ein kleiner Spitzbube. Er kam vor Gottes Gericht. Gott Vater sagte: Ich bin ein strenger Richter. Der Knabe fürchtete sich sehr! Der Engel sagte weiter: Ich war auch dabei und horchte zu und sah, wie der Knabe vor Gottes Gericht stand. Er fürchtete sich so sehr, ich musste mehrmals lachen." Plötzlich sagten die fünf Engel: "Wir gehen jetzt in den Himmel." Die Kinder gaben den Engeln die Hand, auch dem Jesuskind, da dieses sagte, dass es in den Himmel auffährt. Das Jesuskind segnete und fuhr in den Himmel auf. Während die vier Kinder mit Herrn Schmitt zum Altar des ersten Baumes gingen, blieben Hildegard, Kuni, Erika und Waltraud auf dem Berg bei der Muttergottes. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Ich werde jetzt meinen besonderen Segen geben." Einige Minuten später sagte sie wieder zur Hildegard: "Ich werde jetzt den Krankensegen geben." Danach gab die Muttergottes einen besonderen Segen der Geistlichkeit. Zur Kuni sagte sie: "Begleitet mich jetzt zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Kommt morgen um drei Uhr, fünf Uhr und halb acht – weiß gekleidet. Seid morgen andächtig und brav. Dadurch macht ihr mir große Freude." Am Baum sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich werde jetzt meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren."

Donnerstag, 13. Juli 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Antonie sieht schon unterwegs den Schein über dem Birkenwald. Am Berg angekommen, sehen die Kinder die Muttergottes, die sie am Mast abholen. Die Kinder begrüßten die Muttergottes und gingen zum Berg. Dort sagt die Muttergottes zur Maria: "Du und Gretel, geht zum Baum und holt mein süßes Kind ab!" Schlötzer geht mit den beiden Kindern zum Baum. Das Jesukind schwebt vom Himmel herunter zum Altärchen. Nach der Begrüßung am Altärchen des ersten Baumes sagt das Jesukind zu den beiden Kindern: "Jetzt gehen wir zum Berg. Jetzt segne ich die Familie vom Herrn Schlötzer im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit. Dann die Familien von Herrn Schmitt und Herrn Koch." Dann sagte das Jesukind zu den beiden Kindern: "Heute seid ihr ganz brav. Jetzt will ich die ganze Gemeinde segnen." Inzwischen kam Dr. Heil mit Hildegard, Rosa, Kuni und Irma in Begleitung der Muttergottes zum Baum. Am Podium hatte die Muttergottes zur Hildegard gesagt: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Baum!" Als die Kinder mit Dr. Heil sich mit den beiden Kindern, die mit Schlötzer waren, trafen, sahen Hildegard und Kuni nur die Muttergottes, das Jesukind nicht. Die Muttergottes kam mit ihnen vom Podium. Die Kinder gingen zum Baum. Als Herr Schlötzer mit den zwei Kindern vom Podium ging, sagte kurz zuvor das Jesukind zur Maria: "Der kranke Knabe soll herkommen und mir die Hand geben." (Von Bamberg, Veitstanz; Dr. Palm war mit Zeuge.) Dann weihte die Muttergottes die Andachtsgegenstände, Kerzen und Zündhölzer. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Vielleicht kommt die höhere Geistlichkeit heute Abend. Ich nehme sie noch an. Wenn sie kommt, möchte sie sich mit euch auf das Podium stellen." Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Du, Erika und Herr Schmitt, geht zum Mast!" Dort kam der Kelchengel und reichte diesen drei die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Erika hört eine Stimme, die sagt: "Geht weiter zur Grotte!" Etwa 50 Meter vor der Grotte sehen die beiden Kinder einen Engel stehen mit einem Korb Rosen. Die Kinder begrüßten ihn und gingen dann mit diesem Engel zum kleinen Bildstock neben der Grotte. Auf dem Weg dorthin sagt der Engel: "Verratet einander nicht! Wir tun das im Himmel auch nicht." Vom Bildstock aus gingen die Engel mit den Kindern zum Altar am ersten Baum. Auf dem Weg dorthin fragte der Engel: "Liebe Kinder, wisst ihr, wer ich bin?" Die Kinder verneinten es. Der Engel sagte: "Ich bin Johannes." Auf die Frage der Kinder: "Zu welchem Chor der heilige Engel gehörst du?", gab er keine Antwort. Am Altar angekommen, streuten die Kinder Rosen aus. Es waren gelbe, rosarote und rote Rosen. Das Jesukind und die Muttergottes kommen vom Berg her zum Altar. Zur Antonie sagt das Jesukind: "Berührt mich, dann gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Danach sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Nach dem Lied forderte die Muttergottes durch Hildegard die Kinder auf, ihr die Hand zu geben, sie nochmals zu berühren. Die Muttergottes segnete und fuhr ebenfalls in den Himmel auf. Zur Kuni sagte eine Stimme, als sie mit den Kindern vom Baum zum Berg zurück ging: "Liebe Kinder, ihr habt mir und meinem süßen Kind jetzt schon eine Freude bereitet. Herr Schmitt soll es jetzt oder heute Abend den anderen sagen. Mein süßes Kind wünscht es, dass ich dies euch säge."

Donnerstag, 13. Juli 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Die Kinder gehen um 17.00 Uhr auf den Berg. Vor dem Podium sehen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sollen sie am Mast abholen. Bei der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Erika: "Seid jetzt so brav wie heute Nachmittag um drei Uhr." Die Kinder gingen mit der Muttergottes anschließend zum Berg. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Opfert diesen Rosenkranz für S. Exzellenz auf." Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Du, Gretel, Maria und Erika, geht mit Schlötzer zum Baum!" Dort sehen die Kinder den Kelchengel kommen, der den Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten reicht. Dann kam das Jesukind und sagte zur Antonie: "Liebe Kinder, geht zur Grotte. Wenn ihr wollt, dann kommt der Erzengel Michael mit einem Korb voll Rosen." Die Kinder gingen nach dort. Bei der Grotte sah Erika allein den Erzengel Michael rot gekleidet stehen mit einem Korb voll Rosen. Jedes Kind nahm eine Rose in die Hand. Dann verschwand der Engel wieder. Das Jesukind sagte: "Geht zum Mast!" Unterwegs kamen wir auch bei der bekannten Frau vorbei, welche die Andächtigen vom Gebet abhielt. Zur Gretel sagte das Jesukind: "Diese Frau wird einmal vor Gottes Gericht stehen, dann wird sie es einsehen." Zur Erika sagte das Jesukind: "Wenn die Russen kommen, will sich die Frau bekehren. Sie wird auf den Berg gehen und beten, aber ich erhöre ihre Gebete nicht." Als wir bei der Frau vorbeikamen, blieb das Jesukind stehen, deutet mit dem Finger auf die Frau: "Diese Frau wird einmal vor Gottes Gericht stehen." Dann sagte das Jesukind: "Geht zum Berg!" Zur Maria sagte das Jesukind: "Am Berg werde ich alle Andachtsgegenstände weihen und segnen." Am Berg weihte das Jesukind alle Gegenstände und sagte anschließend: "Der Mann, der hier vorbetet, betet sehr schön vor. Ich werde ihm meinen besonderen Segen geben." Das Jesukind fuhr dann in den Himmel auf. Nachdem Schlötzer mit den vier Kindern vom Berg zum Baum ging, sagte die Muttergottes zur Kuni: "Geht mit mir jetzt zum Baum!" Auf dem Weg dorthin gibt die Muttergottes dem Volk ihren besonderen Segen. Dann sagte die Muttergottes weiter: "Wenn ihr so brav bleibt wie heute Mittag, dann wird mein süßes Kind zu euch kommen und eure Freude wird groß sein." Hildegard und Kuni hörten die Muttergottes sagen: Ich gebe der Geistlichkeit meinen besonderen Segen." Etwa 20 Meter vom Baum sah Hildegard den Kelchengel stehen. Die Kinder bereiteten sich auf die heilige Kommunion vor, die sie am Baum empfangen. Die Eltern durften dann der Muttergottes die Hand reichen. Hierauf mussten die Kinder der Muttergottes die Hand geben und sie berühren. Die Muttergottes fährt in den Himmel auf. Zur Kuni sagt die Muttergottes noch: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"

Donnerstag, 13. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder sind alle mit Rosl auf dem Berg. Die Muttergottes erscheint über dem Birkenwald und fordert die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg dorthin singen die Kinder das Lied: 'Wir kommen von ferne...' Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Das Lied erfreut mich." Während der Begrüßung am Mast sagt die Muttergottes zur Antonie: "Gretel, Maria, Erika und du, sowie Schlötzer und Schmitt sollen zum Baum gehen." Etwa 50 Meter vor dem ersten Baum sehen die Kinder das Jesukind. Es sagte zu ihnen: "Geht mit mir zum Berg!" Etwa zehn Meter vom Baum entfernt sagte das Jesukind zur Erika: "Du und Antonie, geht zum Baum zurück!" Dort vor dem kleinen Altar hört Erika das Jesukind sprechen: "Antonie und du, kommt morgen nach der Kirche zum Berg." Die Kinder sahen ihre Schutzengel neben sich stehen. Sie waren besonders klein. Sie fragten daher die zwei kleinen Engel, warum sie so klein sind. Sie antworteten: "Damit ihr mehr Freude habt." Die beiden Engel sagten zu den Kindern: "Wir sind zum ersten Mal da. Wir wollen den Altar ansehen." Antonie fragte ihr Engelein: "Wie heißt du?" Dieses antwortet: "Maria Immaculata." Danach fragte Erika das ihrige. Dieses sagte: "Kunigunda." Plötzlich sagt Erika: "Jetzt kommt ein großer Engel, es ist der heilige Johannes." Dieser sagt: "Ich komme aus Liebe zu euch." Danach gingen die Kinder mit den Engeln zum Jesukind, das auf halbem Weg zum Berg war. Schlötzer ging mit Gretel und Maria vom Baum etwa 50 Meter in Richtung zum Berg mit dem Jesukind. Dieses blieb stehen, gab den Krankensegen sowie dem Vorbeter am Berg seinen besonderen Segen. Maria sagt: "Das Jesukind war sehr traurig. Es hat Tränen in den Augen." Maria fragte, warum es so traurig sei. Das Jesukind antwortet: "Weil es so viele Spötter und Ungläubige gibt, die nicht an mich glauben. Auf dem Berg sind Ungläubige." Dann sagt das Jesukind zur Gretel: "Singt mir das neue Lied vor, das euch die beiden Frauen gelernt haben. ('Still, still...')" Das Jesukind sagte zur Gretel: "Liebe Kinder, singt auf dem Berg das neue Lied, aber langsamer und schöner. Ich singe es euch vor, summt ihr mit." Danach gehen die Kinder weiter zum Berg. (Es waren vier Kinder: Gretel, Maria, Antonie und Erika.) Zur Maria sagt das Jesukind: "Seid jetzt ganz andächtig. Schaut immer auf mich, nicht zu den Leuten." Zur Erika sagt das Jesukind: "Ich hätte euch so sehr lieb, wenn ihr nicht immer lachen würdet. Geht jetzt nicht so schnell und nicht zu langsam. Macht euer Kreuz, wie ich es euch gelernt habe." Auf dem Berg singt jedes Kind einzeln das Lied 'Still, still...' und nimmt dabei das Jesukind auf die Arme. In der Zwischenzeit, als Schmitt und Schlötzer beim Mast mit den vier Kindern weggegangen waren, blieb Dr. Heil mit den übrigen noch einige Zeit am Mast. Dann sagte die Muttergottes, die am Mast blieb: "Ich gehe zum Berg." Am Podium dann erteilte sie ihren besonderen Segen. Sie weihte und segnete die Andachtsgegenstände. Dann sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Ich habe es das letzte Mal gesagt, dass die höhere Geistlichkeit kommen soll, aber jetzt ist es aus, ich habe es heute gut gemeint. Ich werde jetzt den Krankensegen erteilen. Auch die Geistlichkeit, die auf dem Berg sich befindet, segne ich." Hierauf sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Baum!" Unterwegs sagt sie zur Hildegard: "Bleibt mir auch weiter noch treu. Ihr habt mir heute große Freude bereitet. Aber ihr müsst euch auch noch bessern." Dann sagte sie: "Es sind viele Gläubige da, aber auch Ungläubige. Aber das Gebet dringt heute durch die Wolken." Die Kinder gingen mit der Muttergottes zum Baum. Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, berührt alles, dann will ich in den Himmel auffahren." Nachdem die Kinder das getan hatten, sagte sie: "Ich will jetzt meinen besonderen Segen geben." – "Kinder, geht jetzt heim!" sagte sie und verschwand. Die Kinder gingen dann zum Podium, wo noch das Jesukind war und nahmen einzeln das Jesukind, wie die schon anwesenden Kinder es getan haben, auf den Arm, indem sie das Lied sangen: 'Still, still...' Danach sagt das Jesukind zur Maria: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände weihen und segnen." Dann gab das Jesukind noch einmal den Krankensegen und fuhr in den Himmel auf. Bei der Auffahrt segnete es noch einmal.

Nachtrag: Vor Beginn der Andacht war Rosl bereits mit ihrer Mutter auf dem Berg. Sie sah über dem Birkenwald die Muttergottes mit dem Jesukind auf dem Arm. Während das Jesukind mit den Kindern vom Baum zum Podium ging, sagte das Jesukind zur Maria: "Jetzt will ich den Erzbischof und seine Kommission segnen."

Donnerstag, 13. Juli 1950, abends 21.00 Uhr. Es fand eine Lichterprozession statt. Als die Kinder 30 Meter vor der Grotte waren, sahen sie die Muttergottes vom Birkenwald herunterschweben. Sie ging den Kindern entgegen. Von der Grotte, bei der die Kinder die Muttergottes begrüßten, bewegte sich die Lichterprozession in Richtung zum Kreuz. Die Prozession war so lang, dass die letzten Teilnehmer noch unten am Berg waren, als die ersten bereits zum Waldkreuz hinuntergingen. Es waren ungefähr fünf bis sechstausend Teilnehmer. Auf dem Weg zum Kreuz sagte das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, schaut nur auf mich." Die Gretel sagte zur Muttergottes: "Liebe Muttergottes, für dich tragen all' die vielen Leute ihre Kerzen bei der Prozession." Die Muttergottes sagte darauf: "Das erfreut mich aber sehr." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Es freut mich sehr, dass mich so viele Leute verehren." Zur Gretel sagt dann die Muttergottes: "Liebe Kinder, lauft so wie ich, nicht zu schnell und nicht zu langsam." Dann sagte sie zur Kuni: "Das Gebet dringt bis in den Himmel hinauf." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Das freut mich, dass heute so viele Leute gekommen sind", und zur Kuni: "So eine große und lange Lichterprozession war auf dem Berg noch nie. Darum erfreut es mich." Auf dem Rückweg sagt die Muttergottes zur Gretel: "Es erfreut mich, dass einige Männer euch lieben Kindern Platz machen. Ich will sie besonders segnen." Auf dem Weg zum Berg segnete die Muttergottes die Kinder einzeln. Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich sage den Herren Vergeltsgott, dass sie sich für die Kinder abgemüht haben. Auch dem Vorbeter sage ich Vergeltsgott!" Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Am Sonntag komme ich wieder. Berührt alles. Ich gebe dann meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Vorher sagte die Muttergottes noch: "Zu euch komme ich auch unter der Woche."

Freitag, 14. Juli 1950, früh 7.30 Uhr. Um 7.30 Uhr waren Antonie und Erika zum Hügel bestellt. Sie fanden sich um diese Zeit ein. Am ersten Baum kamen ihre beiden Engelchen, mit denen sie zum Kreuz in den Wald gingen. Dort kam das Jesukind. Die Kinder berührten alles beim Jesukind. Das Jesukind gab ihnen den besonderen Segen und fuhr dann in den Himmel auf. Um 9.00 Uhr vormittags gingen Maria und Gretel mit Herrn Koch in das kleine Kapellchen zum Beten auf den Berg. Nach einiger Zeit sah Gretel zum Fenster hinaus und sah über dem Birkenwald das Jesukind. Es sagte: "Kommt zum oberen Lichtmast!" Das Jesukind schwebte herunter. Die Kinder begrüßten das Jesukind und stellten einige Fragen. Das Jesukind segnete die Kinder und fuhr wieder in den Himmel auf.

Freitag, 14. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Die sechs Kinder, außer Betti, gehen mit Dr. Heil zum Hügel. Auch Waltraud war anwesend. Beim ersten Gesätz des Rosenkranzes hörte Erika eine Stimme: "Geht zum Baum!" Erika sagte: "Gelobt sei Jesus Christus" und erhielt die Antwort: "Ich bin das Jesukind." Am Baum beteten die Kinder den begonnenen Wundenrosenkranz fertig. Sie hatten keine Erscheinung. Es hat während dieser Zeit leicht geregnet. Erika hörte eine Stimme: "Jetzt geht wieder auf den Berg! Ich wollte euch nur prüfen, ob ihr auch kommt." Während die Kinder sich anschickten, zum Berg zu gehen, hörte Antonie eine Stimme: "Gretel, Erika und du, geht zum Bildstöckchen!" (Zweiten Baum.) Die anderen Kinder gingen weiter zum Podium. Unterwegs hörte Kuni eine Stimme: "Geht zum oberen Lichtmast!" Die Kinder gingen dorthin und Kuni und Maria sahen die Muttergottes. Sie begrüßten die Muttergottes und berührten alles. Diese sagte: "Geht zum Podium!" Unterwegs dorthin segnete die Muttergottes einige Male, gab den Leuten einen besonderen Segen und fuhr, nachdem die Kinder alles an ihr noch einmal berührt hatten, in den Himmel auf. Währenddessen gingen die vorgenannten drei Kinder mit Dr. Heil zum Bildstöckchen. Dort sahen alle drei Kinder das Jesukind. Die Kinder baten das Jesukind fünf Minuten lang um den Segen für die verschiedensten Personen und Anliegen. Dr. Heil ließ auch um den Segen bitten für die Protestanten, die den Rosenkranz und den Wundenrosenkranz beten. Das Jesukind segnete und sagte: "Ich will sie dreimal segnen." Die Kinder gaben dem Jesukind einige Male die Hand und berührten alles. Dann fuhr das Jesukind segnend in den Himmel auf. Es sagte zuvor noch: "Geht jetzt nach Hause!" Das Jesukind sagte zur Erika: "Ich habe deswegen Maria nicht mitgehen lassen, weil sie ungezogen war." (Beim Unterricht.) Zur Erika sagte das Jesukind: "Mache es nur schön der Gretel nach." (Nämlich das Bravsein.) Erika hat sich schon sehr gebessert: Gretel sagt: "Ich opfere meine Kommunion weiter für den Erzbischof auf." Das Jesukind sagte: "Das freut mich aber sehr." Die Kinder gingen dann nach Hause.

Samstag, 15. Juli 1950. Um 3.30 Uhr früh ging Gretel Gügel mit ihrer Mutter auf den Berg. Sie knieten sich in den zweiten Stuhl in der Halle. Nach dem Rosenkranz sangen wir: 'Milde Königin gedenke...' Nach dem Rosenkranz des süßen Herzens-Jesu und des süßen Herzens-Mariä sangen wir: 'Segne du, Maria...' Nach dem glorreichen Rosenkranz betete Gretel Gügel die Lauretanische Litanei vor. Frau M. Schleicher (Zenkenroth) hat in der Kapelle einen Altar hergerichtet. Gretel sah nach der Litanei die Muttergottes über dem Birkenwald: Blauer Mantel, weißes Kleid, goldene Krone und Rosen auf den Füßen. Die Muttergottes segnete. Alle knieten sich nieder. Dann sagte die Muttergottes: "Es freut mich, dass du und deine Mutter gekommen seid." Die Muttergottes segnete im ganzen viermal. Dann sagte sie noch etwas, was Gretel aber nicht verstanden hat. Dann sagte sie: "Ich will deine Eltern segnen und Herrn Pfarrer Gailer." Kurz darauf sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich den Leuten meinen besonderen Segen geben und wieder in den Himmel auffahren." Die Leute beteten noch bis 6.45 Uhr.

Samstag, 15. Juli 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Kurz vor 15.00 Uhr waren schon Gretel und Antonie auf dem Berg. Das Jesukind kam zum ersten Mast. Sie gaben dem Jesukind die Hand. Es fuhr wieder in den Himmel auf. Dann kam die Muttergottes zum ersten Mast: "Es freut mich, dass ihr zwei gekommen seid." Etwa 15.04 Uhr kamen die übrigen Kinder, außer Betti, am Podium an. Sie sahen, wie gerade Antonie und Gretel mit der Muttergottes vom Lichtmast unterwegs zum Podium waren. Am Podium segnete die Muttergottes. Eine Stimme sagt zur Antonie: "Gretel und Antonie sollen zum Mast gehen!" Am Mast sehen die beiden Kinder das Jesukind vom Himmel herunterkommen. Das Jesukind fragte: "Warum sind die anderen Kinder nicht dagewesen um drei Uhr?" Dann sehen die Kinder den Kelchengel dastehen. Sie empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten, auch Dr. Heil und eine Frau, die herbeigerufen wurden. Die Kinder durften alles berühren, auch Dr. Heil. Dann fuhr das Jesukind in den Himmel auf. Dann standen auf einmal zwei Engelchen bei den Kindern. Die Muttergottes sagt zur Kuni: "Geht zum Baum!" Unterwegs sagt die Muttergottes: "Kinder, seid anständig!" Am Baum erschien der Kelchengel. Die Kinder und Herr Rathmann empfingen die heilige Kommunion unter beiderlei Gestalt. Kuni und Erika sagten: "Die Muttergottes segnet jeden einzeln, auch Herrn Rathmann." Dann: "Berührt mich noch einmal, dann fahre ich in den Himmel auf." Vorher sagte sie: "Ein Engel wird kommen und euch etwas geben." (Kommunion in Brotsgestalt.) Eine Stimme sagt: "Geht heim!" Inzwischen waren die anderen Kinder mit der Muttergottes zum ersten Baum gegangen. Auch Antonie und Gretel gingen mit ihren Engelein zum ersten Baum. Dort berührten sie an der Muttergottes noch einmal alles. Die zwei Engelein von Antonie und Gretel gingen auf den Weg zum Wald hin. Antonie und Gretel folgten ihnen nach. Gleich darauf fuhr die Muttergottes in den Himmel auf. Sie sagte zu den übrigen Kindern: "Geht nach Hause und kommt um halb acht wieder!" Antonie und Gretel hatten ihre Engelchen eingeholt. Sie schwebten einzeln zum Himmel empor. Die zwei Kinder gehen nach Hause.

Samstag, 15. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Sechs Kinder, außer Betti, waren am Berg (Podium) und ebenso Hildegard. Die Muttergottes erschien über dem Birkenwald und schwebte zum obersten Lichtmast. Sie ließ sich von den Kindern abholen. Die Kinder begrüßten die Muttergottes und berührten an ihr alles, wie sonst. Die Muttergottes sagte zur Antonie: "Wenn ihr alles berührt habt, sollen Gretel und Antonie zum Graben gehen." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Die vier Kinder, Gretel, Antonie, Maria und Erika sollen zum Baum gehen und das Jesukind holen." Darauf sagt Gretel, die Muttergottes sagt: "Zwei sollen mit mir gehen, zwei sollen graben und zwei mein süßes Kind abholen." Dr. Heil ging mit Maria und Erika zum Baum. Dort stand der Kelchengel. Die beiden Kinder mit Dr. Heil empfingen die heilige Kommunion in zwei Gestalten. Dann sagt das Jesukind: "Geht zum Podium!" Unterwegs sagt das Jesukind zur Erika: "Opfert eure heilige Kommunion für den Herrn Erzbischof auf!" Zur Maria sagt das Jesukind: "Wenn Gretel und Maria mit Herrn Koch nach Bamberg fahren, werden sie zwei Engelchen begleiten." Kurz vor dem Podium treffen die zwei Kinder mit den übrigen Kindern zusammen, die mit der Muttergottes vom Podium kamen. Inzwischen gingen vom oberen Lichtmast Antonie und Gretel zum Graben. Ebenso gingen die übrigen Kinder mit der Muttergottes zum Podium. Nach etwa fünf Minuten gehen Antonie und Gretel zum Podium, während Hildegard und Kuni zum Graben gehen. Die Muttergottes sagt zur Antonie am Podium: "Du, Gretel und Irma, geht zur Himmelswiese!" Unterwegs nach dort kommen Dr. Heil mit Maria und Erika mit dem Jesukind vom Baum her hinzu. Diese Kinder zogen nun zur Himmelwiese. Es kamen vier Engelein hinzu. Antonie und Gretel sahen das Jesukind nicht. Nach etwa zehn Minuten sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben." Das Jesukind fuhr in den Himmel auf. Dann sagte die Muttergottes, nachdem sie sich hingekniet hatte: "Ihr dürft meine Krone aufsetzen." Gretel nahm die Krone vom Haupt der Muttergottes und setzte sie sich selbst auf. Dann nahm Antonie die Krone vom Kopf der Gretel und setzte sich die Krone auf. Die übrigen Kinder waren erstaunt darüber, weil Maria die Krone den Kindern verkehrt (mit dem Kreuz hinten) aufgesetzt hatte und stellten die Maria zur Rede. Maria sagt: "Ich sehe ja die Krone auf meinem Kopf nicht, wie sie darauf sitzt." Das daneben kniende Kind nahm die Krone vom Haupt der Maria und setzte sich selbst die Krone auf. Die begleitenden Herren beobachteten, wie das Kind beim Aufsetzen eine Drehung mit der Krone machte, so dass die Krone wieder verkehrt aufgesetzt war. Ohne dass den Kindern irgendeine Bemerkung gemacht wurde, dass sie die Krone wieder falsch auf hatten, sagten spontan die übrigen drei Kinder: "Jetzt hast du wieder die Krone falsch auf, mit dem Kreuz auf der Seite." Das Kind sagte: "Ich sehe es ja nicht." Dann fuhr die Muttergottes in den Himmel auf. – Wieder herrliches Zeugnis für Echtheit der Erscheinungen! – Um 22.00 Uhr gingen Gretel, Antonie, Maria, Irma und Kuni mit der Lichterprozession zum Berg, zur Grotte, zum Kreuz. Auf dem Rückweg beim Ausgang des Waldes sahen die Kinder das Jesukind stehen: "An der Grotte soll bekannt gegeben werden, dass ich hier bin." An der Grotte gab das Jesukind seinen besonderen Segen, fuhr in den Himmel und sagte: "Geht heim!"

Sonntag, 16. Juli 1950, nachmittags 15.00 Uhr, 3.000 bis 4.000 Menschen. Alle Kinder sind um 15.00 Uhr auf dem Berg, auch Rosl. Schon bei Beginn des Rosenkranzes erscheint die Muttergottes über dem Birkenwald. Gretel sagt, wir sollen die Muttergottes am Mast abholen. Während der Begrüßung sagt die Muttergottes zur Gretel: "Wenn ihr mich berührt habt, dann geht mit mir zum Berg!" Dort erteilt die Muttergottes den Krankensegen. Antonie, Gretel, Erika und Maria gehen mit Herrn Schlötzer zum Baum. Dort sehen die Kinder den Kelchengel herniederschweben, der den vier Kindern und H. Schlötzer die heilige Kommunion reichte. Dann kam das Jesukind hinzu. Die Kinder begrüßten es. Dann ging das Jesukind mit den Kindern in Richtung zum Berg. Nach etwa 40 bis 50 Meter blieb das Jesukind stehen und sagte zu den Kindern: "Liebe Kinder, singt mir das Lied: 'Still, still...' und nehmt mich dabei auf den Arm." Dann sagte das Jesukind: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel. Liebe Kinder, geht heim!" Die Kinder gingen heim. Während die vier Kinder beim Jesukind waren, blieben Hildegard, Kuni, Rosl und Irma, bei der Muttergottes am Berg. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Geht mit mir in die Kapelle!" Dort segnete die Muttergottes die darin befindliche Statue ganz besonders. Dann sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich die Leute segnen" und segnete nach drei Seiten. Beim Verlassen der Kapelle gab die Muttergottes nochmals den besonderen Segen. Auf dem Weg zum Podium zurück sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Um fünf Uhr komme ich heute wieder." Am Podium sagte die Muttergottes wieder: "Liebe Kinder, der Gang zum Mast soll frei bleiben." (Die Leute bildeten um das Podium einen Halbkreis.) Dann segnete die Muttergottes jedes Kind einzeln. Zur Kuni sagt sie: "Jetzt gebe ich allen (dem Volk) meinen besonderen Segen." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, begleitet mich zum Mast!" Auf dem Weg dorthin gab die Muttergottes wieder den Krankensegen. (Ein Wagen mit einer gelähmten Frau fuhr näher an die Kinder heran.) Am Mast sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Ich gebe nochmals meinen Krankensegen und dem Volk meinen besonderen Segen. Dann fahre ich in den Himmel auf." So geschah es. Nach der Auffahrt der Muttergottes gingen die Kinder zum Podium zurück. Kuni hört dort eine Stimme: "Geht jetzt heim!"

Sonntag, 16. Juli 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Alle Kinder gehen um 17.00 Uhr zum Berg. Dort sagt Erika: "Die Muttergottes ist schon über dem Birkenwald, wir sollen sie abholen!" Am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes und lassen von ihnen mitgebrachte Andachtsgegenstände segnen. Dann sagt die Muttergottes zur Maria: "Geht jetzt zum Berg!" Dort weihte die Muttergottes Kerzen und Zündhölzer. Zur Maria sagt sie dann: "Bringt heute Abend Andachtsgegenstände mit, ich werde sie segnen und weihen." Danach mussten die Kinder der Muttergottes die Hand geben, sie berühren. Die Muttergottes gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel.

Sonntag, 16. Juli 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 5.000 Menschen. Um 19.30 Uhr kommen die Kinder alle zum Berg, außer Betti. Gretel sagt, wir sollen die Muttergottes am Mast abholen. Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes zur Gretel: "Du, Gretel, Erika und Antonie, geht mit Schmitt und Schlötzer zum Baum, um mein süßes Kind abzuholen!" Am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes, die die mitgebrachten Andachtsgegenstände weiht und segnet. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Geht jetzt zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sehen die vier Kinder das Jesukind am Altärchen beim Baum stehen. Das Jesukind sagt: "Ich werde eure Andachtsgegenstände einzeln weihen und segnen." Das Jesukind legt dann jedem Kind und den zwei Herren die Hand auf das Haupt und segnet sie. Auf die Frage von Gretel, was das bedeutet, sagt das Jesukind: "Dass ich eure Seele jetzt ganz rein gemacht habe." Dann sagt das Jesukind weiter: "Geht jetzt meiner Mutter entgegen!" Auf dem Weg vom Baum zum Berg sagt das Jesukind zur Erika: "Wenn ihr brav wäret, würdet ihr noch viel mehr sehen." Weiterhin sagt das Jesukind: "Jetzt will ich Frau Göppner segnen." Dann sagt das Jesukind zur Antonie: "Du, Gretel und Schlötzer, geht zur Himmelswiese!" Das Jesukind sagt zur Antonie: "Bleibe immer so brav, so wie du jetzt bist." Auf der Wiese sehen die Kinder drei Engel kommen. Die Engel sagten: "Liebe Kinder, sollen wir euch ein Liedlein lernen?" Die Kinder bejahten dies. Darauf sangen die Engel den Kindern folgenden Vers vor: 'Jesulein, komm' herein, in mein kleines Kämmerlein, ich hab' dich so gern, ich hab' dich so gern, ich hab' dich so gern, mein liebes Jesulein.' Weiterhin sagten die Engel zur Gretel und Antonie: "Wenn Erika und Maria brav gewesen wären, hätten sie auch mit euch gedurft." Inzwischen kommt Herr Schmitt hinzu und sagt: Wir möchten zu den anderen Kindern zur Muttergottes kommen, weil sie Abschied nehmen will von den Kindern. Während Gretel und Antonie auf die Himmelswiese gingen, sind Maria und Erika den Kindern entgegengegangen, die bei der Muttergottes sind. Sämtliche Kinder gingen zum Baum mit der Muttergottes. Am Baum sagte die Muttergottes zur Erika: "Die anderen zwei Kinder sollen auch kommen und von mir Abschied nehmen!" Schmitt holte sie. Vierzig Meter vor dem Mast treffen die zwei Kinder mit den zwei Herren auf die übrigen Kinder, die bei der Muttergottes waren. Als die vier Kinder mit Schmitt und Schlötzer zum Baum gingen, ging die Muttergottes mit Hildegard, Kuni, Irma und Rosl zum Berg. Auf dem Weg zum Berg segnete die Muttergottes ununterbrochen. Am Podium spendete die Muttergottes den Krankensegen. Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich die gelähmte Frau und das gelähmte Kind segnen." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Es sind viele Gläubige hier, aber auch Ungläubige. Das Gebet des Volkes dringt durch die Wolken." Die Muttergottes sagt weiter zur Hildegard: "Liebe Kinder, bleibt mir treu. Ich komme lange Zeit nicht mehr. Es steht große Gefahr bevor." Die Muttergottes weiht anschließend die Andachtsgegenstände, Kerzen und Zündhölzer. Zur Kuni sagt sie: "Wir nehmen heute auf einige Zeit Abschied. Geht mit mir zum Baum!" Dr. Heil ließ durch Hildegard fragen: "Liebe Muttergottes, gibst du uns ein Zeichen, bevor die Russen kommen?" Darauf sagt die Muttergottes: "Ja, ich gebe euch ein Zeichen." Zur Kuni sagt die Muttergottes auf dem Weg zum Baum: "Liebe Kinder, singt mir heute noch ein Lied!" Die Muttergottes segnete dann jedes Kind einzeln und die Begleiter und gab denen, die für sie kämpfen, ihren besonderen Segen. Das Jesukind segnete dann auch jedes einzelne Kind und fing bei Kuni an. Die Kinder sangen dem Jesukind zu Ehren ein Lied. Vierzig Meter vor dem Mast treffen die vier Kinder, Schlötzer und Schmitt auf die übrigen Kinder, die bei der Muttergottes sind. Diese geht weiter zum Mast. Zur Kuni sagt sie: "Liebe Kinder, geht recht andächtig!" Vom Mast zum Berg segnet die Muttergottes immer während und wünscht, dass sich die Leute knien. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Du, Gretel und Schlötzer, geht morgen wieder an den Platz von heute!" (Himmelswiese.) Vor dem Podium sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Die Herren dürfen mir die Hand geben und auch eure Eltern." Dann geben die Kinder der Muttergottes noch einmal die Hand und berühren den Saum ihres Gewandes. Die Muttergottes sagt zu ihnen, sie sollen auf das Podium gehen. Die Muttergottes segnete nochmals und fährt in den Himmel auf. Nachtrag: Als das erste Mal die Muttergottes vom Mast zum Podium ging, kam am Podium der Kelchengel und reichte den vier Kindern die heilige Kommunion.

Prozession am Sonntag, 16. Juli 1950, abends 21.00 Uhr, ca. 5.000 Menschen. Alle Kinder, mit Hildegard und Rosl, beginnen die Lichterprozession vom Ausgangspunkt: Wohnung der Gretel Gügel in Richtung zum Berg und weiter zur Grotte. Nach etwa fünf Minuten sagt Antonie: "Ich sehe viele Engel in der Luft schweben und zwar vom Ausgangspunkt der Prozession bis nach vorne zu den Kindern." Kurz darauf sah auch Erika diese Engel. Die übrigen Kinder sahen diese Engel nicht. Erika schildert die Engelserscheinungen, wie Antonie sie sah, ohne dass die zwei Kinder Genaueres hierüber wussten. Nach Aussage von Antonie und Erika schwebten die Engel vom Beginn der Prozession bis zum Schluss über den Häuptern der Leute. Es war eine sehr lange Prozession. Erika sagte: "Die Engel sind nicht zu zählen." (Genau so viel Engel wie Menschen waren es. Weiß und rot gekleidet. Kleine, große und mittlere. In der Mitte der Engelsprozession sah Antonie das Jesukind schweben. In der Nähe der Grotte schwebte das Jesukind zu den Kindern nach vorne, aber nicht auf den Boden, sondern über den Kindern. Von diesem Zeitpunkt an sah Erika die Muttergottes am Ende der Prozession über den Leuten schweben. Kurz vor der Grotte schwebte die Muttergottes nach vorne zu den Kindern, was Hildegard zuerst sah. (Erika sah die Muttergottes und das Jesukind und die Engel, während Hildegard nur die Muttergottes sah.) An der Grotte begrüßten die Kinder die Muttergottes und das Jesukind. Erika führte die Hand der nicht sehenden Kinder dem Jesukind entgegen, während Hildegard die Hand der nicht sehenden Kinder zur Muttergottes hinführte. Zur Antonie sagte das Jesukind: "Auch Frau Göppner habe ich einen Engel auf der Heimreise geschickt." Erika sieht hinter den Kindern einen großen Engel schweben, der rot gekleidet war. Sie fragte, wie er heiße Der Engel antwortet: "Ich bin der Erzengel Michael." Die Muttergottes sagt zur Erika: "Es sind viele hohe Engel da." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Ich und mein süßes Kind gehen jetzt mit euch." Schmitt ließ durch Hildegard die Muttergottes fragen: "Liebe Muttergottes, erscheinst du auch in Etzel, Diözese Limberg?" Die Muttergottes sagt: "Ich erscheine in Limburg." Erika sieht auf dem Weg von der Grotte zum Kreuz nur noch das Jesukind und die Engel, während Hildegard nur die Muttergottes sieht. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich die Geistlichen segnen, die heute auf dem Berg waren." Beim Kreuz sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Singt mir und meinem süßen Kind zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen das neue Lied: 'O Jesulein, ich hab' dich so lieb...' und: 'O Maria, lieb und traut...' Darauf ging die Muttergottes zum Erscheinungsort vom 5. Februar 1950. Dort blieb die Muttergottes kurz stehen und ging dann zum Kreuz zurück. In der Mitte des Weges zwischen Erscheinungsort und Kreuz blieb die Muttergottes mit dem Jesukind stehen. Hildegard sagte: "Die Kinder und die sie begleitenden Männer dürfen der Muttergottes die Hand geben und am Gewand der Muttergottes von oben nach unten streifen." Dann durften die Genannten den Rosenkranz der Muttergottes küssen, den Hildegard entgegenhielt. Gretel, Maria, Erika und Kuni sagten, sie spürten das Gewand der Muttergottes, als sie es berührten. Auf dem Weg vom Kreuz zum Berg sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Wenn es euch auch schwer fällt, wenn ich von euch gehe, ich verlasse euch nicht, ich bin bei euch." Zwischen Grotte und Mast sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Liebe Kinder, geht doch andächtig. Gebt acht, wenn ich segne!" Kurz vor dem Mast sahen Antonie und Erika die Engel in den Himmel auffahren. Dann sah Erika über dem Podium einen großen Engel mit ausgebreitetem Mantel schweben. Der Engel hatte einen Kranz aus Rosen auf dem Haupt und sagt: "Ich bin der Rosenengel. Das liebe Jesukind hat mir erlaubt, dass ich euch segnen darf." Er segnete dann. Erika konnte nicht unterscheiden, ob der Mantel weiß oder bläulich war. Am Mast gaben die Kinder der Muttergottes die Hand und berührten den Saum ihres Gewandes. Die Muttergottes fährt dann in den Himmel auf. Hierbei sah Gretel zum ersten Mal während der abendlichen Lichterprozession die Muttergottes für kurze Zeit. Dann gingen die Kinder zum Podium. Dort hielt Dr. Heil eine kurze Ansprache. Während derselben sah Hildegard die Muttergottes am Himmel stehen und sagte: "Die Muttergottes segnet und spritzt Weihwasser. Sie merkt die Tropfen auf ihrer Hand." Dann sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!" Die Kinder gingen nach Hause.

Montag, 17. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Schlötzer ging mit Gretel und Antonie zum Berg. Herr Rathmann ging mit Hildegard, die am Podium eine Stimme hörte: "Kinder, kommt zum Mast!" Maria, Erika, Irma und Rosa gehen zum Mast. Dort sagt die Muttergottes, deren Stimme sie zum Mast gerufen hat: "Ich komme heute nur für euch, Kinder!" Die Muttergottes lässt alles von den Kindern berühren, segnet und sagt: "Geht zum Baum!" Sie geht dann mit den Kindern und Herrn Rathmann zum Baum. Dort segnet sie, lässt wieder alles berühren und segnet auch die mitgebrachten Andachtsgegenstände. Erika und Maria lachten. Die Muttergottes sagt: "Versprecht mir, dass ihr anständig seid!" Sie segnet und fährt in den Himmel auf. Erika hört eine Stimme: "Du und Maria, geht zur Himmelswiese!" Wir gingen dann mit den übrigen Kindern zum Podium und beteten mit der Menge mit. Hildegard hört eine Stimme: "Geht jetzt heim!" Am Podium hörte Antonie eine Stimme: "Liebe Kinder, warum habt ihr mir nicht gleich gefolgt?" Antonie sagte: "Im Namen Jesu." Die Stimme sagte darauf: "Gelobt sei Jesus Christus. Ich bin die liebe Muttergottes. Du und Gretel, geht auf die Himmelswiese!" Unterwegs nach dort sehen die zwei Kinder drei Engel vom Himmel herunterschweben, weiß gekleidet. Die Kinder begrüßen die Engel. Sie fragten die Engel: "Liebe Engel, wo seid ihr her?" Sie sagten: "Vom Himmel." Dann sagten die Kinder: "Liebe Engel, wir meinen, wo ihr gelebt habt." Da sagte ein Engel: "In Heroldsbach." Der andere sagte: "In Thurn", und der dritte: "In Hausen." Darauf fragten die Kinder: "Habt ihr keinen Engel von Forchheim dabei?" Darauf schwebte ein Engel in die Höhe und kam kurz darauf wieder mit fünf anderen Engeln zurück. Die Kinder fragten, wo nur diese Engel her seien. Der Engel sagte: "Aus Forchheim." Einer von diesen Engeln sagte: "Ich bin noch nicht lange im Himmel." Inzwischen kamen Maria und Erika auch hinzu. Beide Kinder sehen anfangs keine Engel. Kurz darauf sah Erika zwei Engel. Maria sagte: "Jetzt sehe ich acht Engel in verschiedenen Kleidern: Rosa, weiß und blau." Schlötzer sagt zur Maria: "Du bildest dir das ein, Maria, Antonie und Gretel sehen doch alle acht Engel in rosa Kleidern." Die erstgenannten acht Engel, die Antonie und Gretel sahen, versteckten sich im daneben liegenden Weizenfeld. Beide Kinder baten dann die Engel, sie möchten doch wieder herauskommen. Diese folgten auch kurz darauf. Sie spielten mit den Engeln weiter. Maria war über die Lüge von Schlötzer sehr betrübt und weinte heftig. Sie beteuerte immer wieder, dass sie acht Engel in verschiedenen Kleidern sehe. Schlötzer aber schenkte ihr bewusst keinen Glauben. Da sagte Gretel: "Ich höre die Stimme der Muttergottes: Maria hat wirklich acht Engel gesehen, es waren weitere acht Engel da." Das Jesukind kam kurz darauf vom Himmel zu den Kindern heruntergeschwebt. Die Kinder begrüßten das Jesukind und baten es anschließend mit auf den Berg zu gehen. Das Jesukind sagte: "Liebe Kinder, ich gehe nicht mit auf den Berg. Wenn ich mit auf den Berg gehe, dann sagen die Leute, ich habe mich doch gestern von euch verabschiedet. Ich habe euch eine Freude bereiten wollen, weil ihr brav wart."

Dann sagte das Jesukind: "Jetzt will ich euch meinen ganz besonderen Segen geben, dann fahre ich in den Himmel auf." Inzwischen kam noch der Kelchengel und reichte den vier Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten, zweimal hintereinander – auch Schlötzer. Das Jesukind segnete nochmals, fuhr in den Himmel und sagte: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!" Schlötzer hatte einige Medaillen von der heiligen Maria Goretti, die er vom Jesukind weihen lassen wollte. Erst als das Jesukind in den Himmel aufgefahren war, bemerkte er, dies unterlassen zu haben. Die Kinder baten auf den Knien das Jesukind, es möchte nochmals kommen und diese Medaillen weihen. Das Jesukind kam zur Freude der Kinder nochmals, segnete und weihte diese Medaillen. Dann sagte es: "Liebe Kinder, ich will euch meinen ganz, ganz besonderen Segen geben." Dann fuhr das Jesukind in den Himmel auf.

Dienstag, 18. Juli 1950, abends um 19.30 Uhr gehen Gretel, Antonie, Maria, Hildegard, Irma und Waltraud zum Berg. Bei Beginn der Andacht hört Maria eine Stimme: "Antonie, Gretel, du, geht auf die Himmelswiese!" Die Kinder beten auf dem Weg dorthin den Rosenkranz zum süßen Herzen Jesu und Mariä. Etwa 50 Meter von der Wiese entfernt sehen die Kinder mehrere Engel vom Himmel auf die Erde herabschweben. Die Kinder begrüßen die Engel und setzen sich um diese herum. Erika kommt hinzu, Schmitt will sie wegschicken, weil sie nicht genannt wurde, auf die Himmelswiese zu kommen. Da sagten die Engel der drei Kinder: "Auch Erika darf mitkommen." Schmitt forderte die Kinder auf, den unterbrochenen Rosenkranz weiter zu beten. Plötzlich sagen die Kinder, ihre Engel beten mit. Auf die Frage, ob die Engelein auch die Hände falten, sagen alle Kinder: "Ja, und wie andächtig beten die Engel!" Jetzt sagen die Engel, wir (die Kinder) sollen langsamer beten! Maria sagt: "O, die Engelein haben ja einen Rosenkranz!" und sie macht vor, wie die Engelein den Rosenkranz handhaben: Gefaltete Hände und sie schieben mit den Daumen die Perlen weiter. Auf einmal sagen die Kinder: "Der Kelchengel kommt!" Sie machen den Kreis größer. Der Kelchengel sagt: "Jedes Kind darf heute zweimal die heilige Kommunion empfangen, auch Herr Schmitt." Erika sagt: "Ich habe fünf Schluck gemacht vom heiligen Blut." Die anderen Kinder setzten während des Trinkens einmal ab. Der Engel reicht auch zweimal die Brotsgestalt. Als der Kelchengel wieder aufgefahren war, sagt der Engel der Erika: "Geht zum kleinen Bildstock beim zweiten Baum!" Die kleinen Engel schwebten voraus. Schmitt kam etwas nach. Als er etwa 40 Meter vom Bildstock entfernt war, sagen alle Kinder: "Der Engel von Schmitt sitzt auf seiner Schulter. Er hat auch ein blaues Gewand an im Gegensatz zu ihren Engeln, die ein rosa Gewand anhatten." Am Baum sagt Gretel zu ihrem Engel: "Lieber Engel, kannst du nicht meine Medaillen segnen?" Darauf sagte der Engel: "Da muss ich erst das Jesukind fragen." Gretel sagt: "Jetzt fährt mein Engel in den Himmel hinauf. Ich höre die Frage, die er ans Jesukind richtet und auch die Antwort des Jesukind: Ja." Nun kam der Engel wieder herabgeschwebt und segnete die Medaillen. Es kam auch ein schöner Engel herunter, den Erika zuerst als das Jesukind ansah, wegen seiner Schönheit. Er war blau gekleidet mit goldenem Stirnband. Der kleine Engel sagt auf die Frage, wo er her sei: "Ich war einmal bei armen Leuten und heiße Maria." (Diese Engel-Menschenseelen haben keine Flügel, während die anderen Flügel besitzen.) Gretel fragte: "Lieber Engel, wirst du mich beschützen, wenn die Russen kommen?" Darauf die Antwort: "Das wirst du schon sehen." Nun kommen Irma, Hildegard und Waltraud mit Dr. Heil dazu. Diese knieten sich zu den anderen Kindern. Plötzlich sagen Erika, Antonie und Gretel: "Hinter Hildegard, Irma und Waltraud stehen auch kleine Engel." Der fünfte Engel, der bei den Kindern war, ein schöner Engel, stellte sich zu Irma. Gretel fragte den Engel der Irma: "Wie alt bist du?" Dieser antwortet: "Dreiviertel Jahr." Der Engel der Waltraud war rosa gekleidet und war ein Vierteljahr alt. Insgesamt sind nach Aussage der Kinder acht Engel hier. Je ein Engel für ein Kind und einer für Schmitt. Gretel fragte die Engel von Schmitt und Irma: "Warum seid ihr blau gekleidet?" Sie antworteten: "Weil das Jesukind auch blau angezogen ist, wenn es zu euch kommt." Auf die Frage, warum die anderen rosa sind, kommt die Antwort: "Weil das Jesukind auch ab und zu ein rosarotes Kleid anhat und der Erzengel Michael auch ein rosa Kleid trägt." Dr. Heil ließ fragen, warum die Engel manchmal rote, manchmal blaue Kleider anhaben. Die Antwort der Engel lautet: "Das braucht ihr nicht zu wissen." Danach sagt Dr. Heil: "Kinder, sagt jetzt zu den Engeln: 'Gelobt sei Jesus Christus.'" Die Engel antworteten: "In Ewigkeit. Amen." Die Kinder hören die Stimme der Engel verschieden. Die Engel von Erika und Antonie sprechen in höherer Tonlage, die Engel von Maria und Gretel in niederer. Alle Kinder hören diesen Unterschied. Bei der Antwort: "In Ewigkeit. Amen." falten die Engel ihre Hände nach Aussage der Kinder. Sonst haben die Engel ihre Hände über die Brust gekreuzt. Erika sagt: "Die Engel nehmen sich gegenseitig bei der Hand und bilden einen Kreis." Sie gehen im Kreis herum und die Kinder machen es ebenso. Die Kinder sagen: "Der Engel von der Irma ist der schönste von den Engeln." Das sagen Gretel und Antonie. Keine von ihnen hätte einen so schönen Engel. Plötzlich sagen Gretel, Antonie und Erika: "Unsere Engel schweben in den Himmel hinauf." Sie kamen aber gleich darauf wieder und hatten je einen schönen Engel bei sich. Erika sagt: "Der mitgekommene Engel ist kleiner und hat ein weißes Kleid an." Gretel sagt: "Mein zweiter Engel ist blau angezogen." Antonie sagt: "Mein zweiter Engel hat ein silbern-betupftes Kleid an." Danach sagte der Engel der Maria: "Liebe Kinder, geht mit uns zum Baum. Dort wollen wir in den Himmel auffahren. Geht anständig und lacht nicht!" (Leute waren auf dem Weg dorthin.) Die Kinder nehmen ihren Engel auf den Arm. (Der zweite Engel war ungefähr 35 cm, während die anderen 45 bis 50 cm groß waren.) Der Engel sagt zur Maria weiter: "Geht der Reihe nach! Gretel soll vorausgehen!" Am Baum sagt der Engel zur Gretel: "Liebe Kinder, gebt uns die Hand, berührt unser Kleid und die Haarlocken." Die Kinder sagen: "Die Engelein schweben jetzt hintereinander in den Himmel hinauf." Als die Engel in den Himmel hineingingen, sah das Jesukind heraus und sagt zur Gretel: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"

Mittwoch, 19. Juli 1950, abends um 19.30 Uhr gingen Hildegard, Gretel, Erika, Maria, Waltraud, Irma und Antonie zum Berg. Eine Stimme sagt zur Erika: "Du, Maria, Gretel und Antonie, geht zur Himmelswiese!" Auf dem Weg zur Wiese hört Gretel die Stimme des Jesukind: "Die anderen Kinder sollen auch kommen!" Gretel verständigt die Kinder. Bei der Wiese sehen die Kinder den Kelchengel herabschweben. Er reicht den Kindern zweimal die heilige Kommunion, Herrn Schlötzer einmal. Dr. Heil ging mit den übrigen Kindern zum Baum. Dort war der Kelchengel. Er reichte den Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die Kinder gingen hernach zu den übrigen Kindern, die bei Herrn Schlötzer waren. Die Kinder beteten noch den Rosenkranz und gingen dann nach Hause.

Donnerstag, 20. Juli 1950, abends um 19.30 Uhr gehen Antonie, Gretel, Erika, Maria, Irma und Hildegard zum Berg. Zur Maria sagt kurz nach Beginn des Rosenkranzes eine Stimme: "Geht zum Baum! Ich habe es gesagt, das liebe Jesuskind." Auf halbem Weg dorthin sagt Hildegard: "Der Kelchengel kommt zum Baum!" Die Kinder beten das Vorbereitungsgebet und empfangen am Baum die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Maria, Erika, Hildegard und Gretel sehen den Kelchengel, Antonie und Irma nicht. Nach dem Empfang der heiligen Kommunion beten die Kinder den Rosenkranz zu Ende und gehen danach zum Berg zurück. Auf halbem Weg dorthin sagt Hildegard: "Die Muttergottes sieht aus dem Himmel und segnet." Die Muttergottes segnete öfters und verschwand dann wieder. Am Podium angekommen, sagt Hildegard nach etwa zwei bis drei Minuten: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald." Vorher sagte eine Stimme zur Maria: "Wenn der Rosenkranz zu Ende ist, geht heim! Ich habe es gesagt, das liebe Jesuskind." Nachdem Hildegard die Muttergottes sah, hört Maria wieder eine Stimme: "Wenn meine Mutter wieder fort ist, geht dann heim!" Hildegard sagt weiter: "Die Muttergottes gibt uns den besonderen Segen." Auf Wunsch weihte die Muttergottes die mitgebrachten Andachtsgegenstände. Bald darauf hörte Hildegard die Muttergottes sagen: "Geht zum Mast, ich will einige Minuten bei euch sein!" Die Kinder begrüßen am zweiten Mast die Muttergottes. Nur Hildegard allein sieht sie und führt die Hand der anderen Kinder. Danach sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Liebe Kinder, wollt ihr mir versprechen, dass ihr einander gut seid?" Darauf sagten die Kinder alle: "Ja!" Hildegard sagt zur Muttergottes: "Liebe Muttergottes, alle haben dir jetzt versprochen, dass sie zueinander gut sind. Gib ihnen deine Gnade dazu." Darauf sagte die Muttergottes: "Es freut mich, dass ihr das mir versprecht." Zur Hildegard sagt die Muttergottes weiter: "Die hohe Geistlichkeit hat nicht an mich geglaubt, jetzt muss sie es durchhalten!" Dr. Heil ließ durch Hildegard fragen: "Was müssen sie durchhalten?" Die Muttergottes antwortet: "Weil sie an mich nicht geglaubt haben, müssen sie das Unheil durchhalten." Dr. Heil fragte weiter durch Hildegard: "Warum?" Die Muttergottes antwortet: "Weil ich sie aufgefordert habe zu kommen und sie nicht gekommen sind." Dr. Heil sagt zur Hildegard: "Sage doch zur Muttergottes, liebe Muttergottes, halte das Unheil von uns ab! Wir wollen dir auch folgen und fest beten!" Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Ich werde die einzelnen beschützen. Durch das Gebet könnt ihr einzelne Dinge abhalten! Betet fleißig nachts!" Die Kinder durften die Muttergottes noch einmal berühren. Sie segnete öfters. Auch die begleitenden Männer dürfen sie berühren. Dann fuhr sie in den Himmel auf. Am Mast fragte sie noch: "Wollt ihr mir versprechen, den Herren, die bei euch sind, zu folgen und ihnen gut zu sein?" Alle Kinder versprachen dies.

Freitag, 21. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Dr. Heil hielt vor der Andacht Unterricht. Es waren Hildegard, Gretel, Maria, Irma und Waltraud erschienen. Danach gingen sie zum Berg. Erika kam dazu. Eine Stimme sagt: "Geht zum Baum!" Am Baum sehen die Kinder schon von ferne den Kelchengel stehen. Dort erhielten die Kinder und die anwesenden Herren die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Der Kelchengel sagte: "Das liebe Jesuskind freute sich sehr, dass Hildegard, Gretel, Maria, Irma und Waltraud zu Dr. Heil gekommen sind, und es betrübte das liebe Jesukind sehr, dass die anderen Kinder nicht kamen. Dr. Heil soll es den Kindern sagen." Antonie kam ebenfalls hinzu. Der Kelchengel segnete dann den Altar am ersten Baum. Der Kelchengel sagte weiter: "Das liebe Jesukind hat noch gesagt, wenn Dr. Heil sagt, ihr sollt kommen, dann folgt. Auch den anderen Kindern soll das gesagt werden." Das Jesukind schaute zum Himmel heraus und segnete. Währenddessen verschwand der Kelchengel. Das Jesukind sagte: "Jetzt will ich den Kindern, die bei Dr. Heil waren, meinen besonderen Segen geben." "Es soll dem Herrn Pfarrer noch gesagt werden: Der Herr Pfarrer soll euch in der Kirche einen Stuhl geben, weil er es nicht machte", so sagte der Kelchengel vor seinem Weggehen zur Maria. Die Muttergottes erschien über dem Birkenwald und segnete. "Die Kinder sollen zum Mast gehen!" Unterwegs kommt das Jesuskind vom Himmel herunter und sagte: "Liebe Kinder, seid sehr andächtig! Ich habe doch vor Tagen Abschied von euch genommen. Jetzt will ich aber wieder zu euch kommen. Das soll den Leuten gesagt werden." Die Muttergottes kam auf dem Weg, der hin zum Mast führt. Ein Teil der Kinder trennte sich vom Jesukind, das zum Mast ging, und ging der Muttergottes entgegen und zwar Maria, Gretel und noch ein Kind, mit Dr. Heil. Die Kinder mussten der Muttergottes die Hand geben, auch Dr. Heil, und mussten der Muttergottes ins Antlitz schauen, auch Dr. Heil. Dann gingen wir mit der Muttergottes zu den übrigen Kindern beim Jesukind zum Mast. Die Muttergottes sagte: "Wenn ihr zu Dr. Heil kommt, müsst ihr zusammenhalten und dürft niemals einander böse sein." Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Wir gehen für kurze Zeit zum Podium." Das Jesukind sagte: "Liebe Kinder, berührt noch einmal alles, dann will ich in den Himmel auffahren." Das geschah auch. Das Jesukind segnete noch einmal und fuhr in den Himmel auf. Unterwegs zum Podium sagte die Muttergottes: "Auch ich komme jetzt wieder zu euch." – "Fast alle Tage komme ich", sagte sie auf die Frage, wie oft sie käme. Die Muttergottes sagte: "Ich gebe einen besonderen Segen, wenn ich am Podium bin." Dort weihte die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab ihren besonderen Segen. Maria sagte, die Muttergottes sagt: "Berührt alles, dann will ich in den Himmel auffahren." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Haltet alle fest zusammen, denn der Böse hat es gern, wenn ihr manchmal zerstreut seid." Zur Maria sagte die Muttergottes vor ihrer Himmelfahrt: "Liebe Kinder, ich will euch alles verzeihen, was ihr bisher nicht recht gemacht habt. Seid jetzt immer brav und anständig!"

Samstag, 22. Juli 1950, abends um 19.30 Uhr sind alle Kinder vor dem Podium. Antonie und Gretel sehen über dem Birkenwald die Muttergottes, die sagt: "Holt mich ab!" Am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes. Danach begleiten die Kinder die Muttergottes zum Berg. Unterwegs nach dort sagt die Muttergottes zur Antonie: "Du, Erika und Kuni, geht mit Schlötzer zum Baum. Dort holt mein süßes Kind ab!" Auf halbem Weg nach dort sehen die Kinder am Baum das Jesukind und den Kelchengel vom Himmel herunterschweben. Am Baum begrüßen die Kinder das Jesukind. Der Engel reicht den Kindern selbst den Kelch und dann die heilige Hostie. Nach der Kommunion der Kinder reichte der Engel nochmals die heilige Kommunion unter beiden Gestalten, auch Herrn Schlötzer. Dann sehen die Kinder vier kleine Engel kommen. Bei jedem Kind und auch bei Schlötzer stand je ein Engel. Das Jesukind sagte zur Erika: "Liebe Kinder, wollt ihr beichten?" Die Kinder bejahten die Frage des Jesukind. Das Jesukind sagte: "Nehmt eine Kerze in die Hand!" Antonie ging etwas abseits mit dem Jesukind und beichtete. Nach einer Weile kam Antonie wieder und sagte: "Das Jesukind machte mir ein Kreuz auf die Stirn mit den Worten: Liebes Kind, deine Sünden sind dir vergeben. Zur Buße bete ein Gesätz vom schmerzhaften Rosenkranz und rutsche einmal um den Baum zur Buße für die Sünder." Dann beichtete Erika. Sie erhielt dieselbe Buße wie Antonie. Dann beichtete Kuni Schleicher. Sie erhielt als Buße drei 'Ave Maria' und musste ebenfalls um den Baum rutschen. Zur Erika sagte das Jesukind: "Herr Schlötzer darf auch beichten." Kuni hörte nach der Beichte die Worte vom Jesukind: "Zur Buße soll Herr Schlötzer eine Woche lang täglich ein Gesätz vom schmerzhaften Rosenkranz beten" und es machte ihm ein Kreuzchen auf die Stirne. Dann sagte das Jesukind zur Erika: "Liebe Kinder, kommt morgen früh um halb zwölf wieder hierher. Dann werden auch die Engel kommen!" Die Kinder sagten: "Wir müssen morgen um neun Uhr in den Gottesdienst gehen." Darauf sagte das Jesukind: "Dann geht um sieben Uhr in die Kirche." Weiter sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, auf den Berg gehe ich nicht mit. Ich gebe euch meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel." Nach der Auffahrt des Jesukind in den Himmel gingen die Kinder über den Berg nach Hause. Während die drei Kinder mit Schlötzer zum Baum gingen, ging die Muttergottes mit den übrigen Kindern (Gretel, Maria, Hildegard, Irma und Waltraud) zum Podium. Etwa 25 Meter vor dem Podium sieht Gretel den Kelchengel stehen. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Die Leute möchten gemeinsam und andächtig beten." Am Podium empfingen die Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Danach weihte die Muttergottes die Andachtsgegenstände, Kerzen, Rosenkränze, Zündhölzer. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Ich will jetzt meinen Krankensegen geben." Dann sagte die Muttergottes zur Maria: "Ich erscheine jetzt täglich wieder. Es soll das verkündet werden." Hildegard sagt: "Die Muttergottes segnet jetzt die Geistlichkeit." Dann sagte die Muttergottes zur Maria: "Jetzt segne ich die, die für mich kämpfen und die Nacht durchbeten." Hierauf segnete die Muttergottes die Eltern der Kinder, dann diejenigen, die gerne hier bleiben wollen, aber nicht können, und die die Kinder begleitenden Herren. Diese mussten auch der Muttergottes die Hand geben und durften ihr Kleid berühren. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Wenn eines von den Kindern auf den Berg kommt, dann erscheine ich oder mein süßes Kind." Danach sagte die Muttergottes zur Maria: "Begleitet mich zum Mast! Dort berührt mich! Ich gebe euch meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Gretel sagt: "Die Muttergottes segnet beim Hinuntergehen zum Mast immer." Die Muttergottes sagt auf dem Weg zum Mast zur Maria: "Macht heute Abend eine Lichterprozession." Zur Gretel sagt sie dann: "Seid immer so brav und andächtig wie heute Abend" Kurz vor dem Mast sagt die Muttergottes zur Maria: "Ich freue mich, dass du, Gretel und Herr Koch, mir Blumen mitgebracht habt. Ich segne euch dafür besonders." Am Mast sagt die Muttergottes zur Gretel: "Auf das Unterrichtsbüchlein, das ihr habt, macht ein Schild mit der Aufschrift 'Unterricht' und drinnen schreibt ihr hinein, wie ihr euch benehmen sollt – das werdet ihr schon wissen." Danach sagt die Muttergottes weiter zur Gretel: "Gebt mir eure Hand, berührt mich. Auch die begleitenden Herren dürfen mir die Hand geben. Dann fahre ich in den Himmel auf."

Um 21.00 Uhr war Lichterprozession. Es waren ca. 800 Personen anwesend. Die Leute zogen vom Berg zur Grotte und von dort zum Kreuz. Vom Kreuz wieder zurück zum hinteren Baum, von dort zum ersten Baum und wieder zum Berg hinauf. Am Podium sagt Gretel: "Die Muttergottes schaut aus dem Himmel und segnet." Auch Kuni sieht die Muttergottes. Nachdem der größte Teil der Leute angelangt war, sagt die Muttergottes zur Gretel: "Es soll den Leuten bekannt gegeben werden, dass ich jetzt dem Volk meinen besonderen Segen gebe und dann auffahre in den Himmel." Die Muttergottes segnete dreimal, verschwand wieder und sagte noch: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!" Die Kinder taten so.

Sonntag, 23. Juli 1950, vormittags 9.30 Uhr. (Schlötzer) Erika, Kuni und Antonie gingen um 9.30 Uhr zum Altärchen am ersten Baum. Dort, sehen die Kinder kurz darauf das Jesukind kommen. Die Kinder begrüßen es. Danach kam der Kelchengel und reichte den Kindern sowie den Begleitpersonen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Das Jesukind sagte dann zur Kuni: "Jetzt gehen wir zum hinteren Baum!" Dort kamen mehrere Engel, so dass für jede Person ein Engel da war. Die anwesenden Personen mit den Kindern durften ihre Engel auf den Arm nehmen. (Die Engel waren ca. 60 cm groß.) Schlötzer ließ die Kinder fragen, ob diese Engel ihre Schutzengel wären. Darauf antworteten die kleinen Engel den Kindern: "Wir sind Begleitengel." Weiter fragten die Kinder: "Liebe Engel, seid ihr immer bei uns?" Darauf antworteten die kleinen Engel: "Nein, das liebe Jesuskind schickt abwechselnd immer andere." Einige Engel gaben auch ihre Namen an, zum Beispiel Peter, Josef, Andreas. Dann sahen die Kinder weitere Engel herunterkommen. Es stelle sich je ein Engel hinter die Kinder und die dabei anwesenden erwachsenen Personen. Die Kinder fragten, welche Engel die hinzugekommenen Engel seien. Die Kinder hörten: "Wir sind Schutzengel." Kurz darauf hebt Erika ihre Hand hoch und sagt: "Ich spüre da Hände!" Sie schaut rückwärts nach oben und sagt: "Hinter mir steht ein großer Engel." Auch die anderen beiden Kinder sahen diesen Engel. Schlötzer ließ durch die Kinder das Jesukind fragen, wie dieser Engel heiße. Das Jesukind gab darauf keine Antwort. Nach einigen Minuten sagte der Engel zu den Kindern: "Ich bin der heilige Erzengel Michael." Er war rot gekleidet. Die Füße waren geschnürt bis oberhalb des Knöchels. Die Kinder baten den Erzengel Michael um seinen Segen. Dieser sagte: "Da muss ich erst um Erlaubnis bitten beim lieben Jesuskind." Hierauf sahen die Kinder den Engel mit auf der Brust gekreuzten Armen sich tief vor dem Jesuskind verneigen und hörten ihn fragen: "Liebes Jesuskind, darf ich die Kinder segnen?" Das Jesukind sagte: "Ja." Dann segnete der Erzengel Michael jedes Kind einzeln, wie auch die Begleitpersonen. Dann beteten die Kinder das Kirchengebet: 'Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe!' (Mit den anwesenden Begleitpersonen.) Dann sagten die Kinder noch: "Heiliger Erzengel Michael, mache uns zu Streitern und Kämpfern für Christus und Maria." Hierauf legte der Erzengel Michael allen Kindern und den übrigen Anwesenden seine beiden Hände auf das Haupt der Kinder und den erwachsenen Personen. Dann sagte das Jesukind: "Jetzt gebe ich euch meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Dies erfolgte. Die Kinder sagten: "Liebe Engel, grüßt die liebe Muttergottes von uns vielmals!" Sie hörten die Antwort: "Dies werden wir tun." Das Jesukind fuhr zuerst in den Himmel auf, dann alle Engel – in der Mitte der Erzengel Michael. Kurz darauf sehen die Kinder die Muttergottes aus dem Himmel schauen. Sie sagte zu den Kindern: "Die Engelein kamen mir im Himmel gleich entgegen und richteten mir eure Grüße aus." Die Muttergottes segnete nochmals und verschwand wieder. Die Kinder gingen dann heim.

Sonntag, 23. Juli 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Die Kinder sind alle am Berg mit Ausnahme von Betti. Die Kinder sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sagt: "Holt mich ab!" Die Kinder gingen zum Mast und begrüßten dort die Muttergottes. Danach gingen die Kinder mit der Muttergottes zum Berg. Auf dem Weg dorthin hörte Maria die Worte der Muttergottes: "Du, Antonie, Erika und Gretel, sollen zum Baum gehen!" Schlötzer ging mit den vier Kindern nach dort. Die übrigen Kinder gehen mit Dr. Heil zum Podium. Am Baum sehen die Kinder das Jesukind vom Himmel herunterkommen. Die Kinder begrüßten das Jesukind und gehen mit dem Jesukind in Richtung zum Berg den anderen Kindern entgegen. Auf halbem Weg trafen die beiden Kindergruppen zusammen, gingen mit der Muttergottes und dem Jesukind zum ersten Baum. Unterwegs nach dort verschwand das Jesukind plötzlich. Am Baum segnete die Muttergottes und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim.

Sonntag, 23. Juli 1950, abends 17.00 Uhr. Die Kinder sind um 17.00 Uhr am Podium. Sie sehen die Muttergottes über dem Birkenwald, außer Irma und Rosl. Die Kinder holen die Muttergottes beim Mast ab. Dort sagt die Muttergottes zur Kuni: "Antonie und Erika, geht zum Baum!" Schlötzer begleitet die Kinder zum ersten Baum. Am Baum sangen die Kinder das Lied: 'Liebes Jesulein...' Dann sehen die Kinder das Jesukind aus dem Himmel kommen. Die Kinder begrüßten das Jesukind. Dieses gab seinen besonderen Segen und fuhr wieder in den Himmel auf, nachdem es Herrn Pfarrer Gailer und Herrn Schmitt gesegnet hatte. Die übrigen Kinder gingen mit Dr. Heil vom Mast zum Berg. Am Podium sagte die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt erteile ich meinen Krankensegen." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Es soll andächtig gebetet werden!" Dann gingen die Kinder auf Wunsch der Muttergottes zum Baum zu den Kindern bei Schlötzer. Unterwegs nach dort sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich will der Geistlichkeit meinen besonderen Segen geben." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, wollt ihr mir versprechen, dass ihr immer so brav und andächtig bleiben wollt wie jetzt (wenn ihr nicht auf dem Berg seid). Ihr könnt auch froh und lustig sein, aber wenn ihr auf dem Berg seid, dann seid ernst und andächtig." Am Baum segnete die Muttergottes und fuhr in den Himmel und sagte: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"

Nachtrag: Als die Kinder vom Podium zum Mast gingen, sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Es freut mich, dass der Lichtmast so schön geschmückt ist."

Sonntag, 23. Juli 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 600 bis 700 Personen. Um 19.30 Uhr stehen die Kinder vor dem Podium und sehen über dem Birkenwald die Muttergottes, mit Ausnahme von Irma und Rosl. Rosl sagt: "Etwa um sieben Uhr habe ich über dem Birkenwald die Muttergottes weiß gekleidet gesehen, ohne Mantel, mit Krone, etwa fünf Minuten lang." Zur Erika sagt die Muttergottes: "Holt mich ab!" Zur Kuni sagt die Muttergottes am Mast stehend: "Du, Erika und Antonie, geht zum Baum!" Nach der Begrüßung der Muttergottes ging Schlötzer mit den Kindern zum Baum. Die übrigen Kinder gehen mit Herrn Rathmann zum Podium. Auf dem Weg zum Berg sagt die Muttergottes zur Maria: "Bereitet euch auf die heilige Kommunion vor." Der Kelchengel kam zum Podium und reichte den Kindern die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich alles Laub segnen. Es soll bekannt gegeben werden." Weiterhin sagt die Muttergottes zur Maria: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben." Dann fuhr die Muttergottes in den Himmel, nachdem sie gesegnet hat. Die Kinder gingen heim. Die Kinder am Baum sehen fünf kleine Engel kommen. Zur Erika sagte ein Engel: "Das liebe Jesuskind wird auch bald kommen und noch fünf Engelein mitbringen." Die Kinder freuten sich sehr darauf. Kurz darauf kam das Jesukind mit fünf kleinen Engeln hinzu. Die Kinder spielten etwa zehn Minuten mit den Engeln. Dann sagte das Jesukind: "Berührt jetzt noch einmal alles, dann fahre ich in den Himmel." Das Jesukind segnete und fuhr mit den Engeln in den Himmel. Die Kinder fragten das Jesukind, ob um neun Uhr eine Lichterprozession stattfinden soll. Sie erhielten keine Antwort und gingen heim. Unterwegs zum Berg hörten Kuni die Stimme des Jesukind: "Kommt um neun Uhr und haltet eine Lichterprozession!"

Die Kinder gingen um 21.00 Uhr bei strömendem Regen zum Berg. Kurz darauf sahen die Kinder das Jesukind über dem Birkenwald. Es kam herüber zu den Kindern und sagte zur Kuni und Gretel: "Es hat uns sehr gefreut, dass ihr gekommen seid. Bei diesem Wetter braucht ihr keine Lichterprozession zu halten. Kinder, geht heim!"

Montag, 24. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Hildegard, Maria, Erika, Gretel, Irma und Kuni sind am Berg. Die Kinder sehen die Muttergottes über dem Birkenwald außer Irma. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Holt mich ab!" Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Gretel: "Auf dem Berg weihe und segne ich die Andachtsgegenstände. Herr Schlötzer soll dies verkünden." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Dort standen auch zwei Blumentöpfe mit Edelweiss. Die Muttergottes sagte zur Gretel: "Liebe Kinder, nehmt ein Edelweiss, ich will es segnen. Tragt es immer bei euch, in eurem Säckchen. Das hat großen Wert." Anschließend gingen die Kinder mit der Muttergottes zum Berg. Dort weihte und segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Dann sagte die Muttergottes zur Maria: "Jetzt segne ich das Laub." Weiterhin sagte die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt gehen wir zum Baum." Unterwegs nach dort sehen die Kinder den Kelchengel kommen. Die Kinder sowie Rathmann und Schlötzer empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, ich habe mein Wort gehalten. Entweder komme ich oder mein süßes Kind alle Tage. Aber nur dann, wenn ihr ganz brav seid." Maria und Erika waren nicht brav. Die Muttergottes sagt zur Kuni: "Liebe Kinder, mein süßes Kind wäre gekommen, wenn ihr brav gewesen wäret." Schlötzer mahnte die beiden Kinder scharf. Sie mussten die Muttergottes um Verzeihung bitten und zur Buße um den Baum rutschen. Anschließend kam auch das Jesukind. Die Muttergottes sagte zur Erika: "Bietet auch mein süßes Kind um Verzeihung!" Zur Kuni sagt das Jesukind: "Wenn ihr nicht braver werdet, erscheine ich nicht mehr." Das Jesukind sagte: "Ich verzeihe euch alles." Das sagte das Jesukind zur Gretel. Dann gab das Jesukind Betti Büttner den Krankensegen. Die Muttergottes segnet und fährt in den Himmel auf. Das Jesukind sagt zur Gretel: "Jetzt will ich euch einzeln segnen." Dann segnet das Jesukind die Eltern der Kinder und die Familien der begleitenden Herren. Zur Gretel sagt das Jesukind: "Jetzt will ich die Dörfer und die Städte segnen, in denen die Herren wohnen, die euch begleiten." Zur Erika sagt das Jesukind: "Jetzt will ich noch einmal Forchheim und Reuth segnen." Dann sagt das Jesukind zur Kuni: "Berührt nochmals alles!" Das Jesukind segnete anschließend und fuhr in den Himmel auf. Zur Gretel sagt das Jesukind hierbei: "Herr Schlötzer soll den Leuten sagen, dass ich und meine Mutter und der Kelchengel da waren." Dann gingen die Kinder heim.

Dienstag, 25. Juli 1950, abends um 19.30 Uhr gehen Gretel, Hildegard, Waltraud, Irma und Kuni zum Berg. Hildegard, Gretel und Kuni sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Diese forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Die Kinder begrüßten die Muttergottes. Danach forderte die Muttergottes alle auf, mit ihr zum Podium zu gehen. Auf dem Weg dorthin segnete die Muttergottes heute sehr oft. Am Podium weihte und segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und das Laub. Gretel sagt: "Die Muttergottes segnet jetzt besonders die Betti, ohne Aufforderung." (Betti ist krank.) Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Singt das Lied: 'Segne du, Maria...'" Das ganze Volk sang das Lied. Während des Liedes segnete die Muttergottes sehr oft. Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Baum. Dort werden die, die heute Nachmittag die heilige Kommunion nicht empfangen haben, sie jetzt empfangen." (Kuni, Gretel und Erika haben Nachmittag die heilige Kommunion vom Kelchengel empfangen.) Ungefähr fünfzig Meter vom Podium entfernt streute ein Mädchen der Muttergottes Blumen auf den Weg und kniete sich neben hin. Die Muttergottes blieb nach Aussage der Kinder stehen und segnete das Kind. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Es freut mich, dass das Mädchen hier Blumen gestreut hat." Dann fragte die Muttergottes die Kuni: "Warum sind heute Abend Erika und Maria nicht bei euch?" Schmitt sagte zur Muttergottes: "Sie müssen jetzt Buße tun in der Kirche, weil sie gestern Abend nicht artig waren." Darauf antwortete die Muttergottes zur Kuni: "Sie sollen nur Buße tun. Sie waren gestern sehr unartig. Sie sollen braver werden, damit mein Sohn und ich länger kommen können. Ich hätte gestern bald geweint." Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, heute Abend seid ihr sehr brav. So sollt ihr immer sein." Zwanzig Meter vor dem ersten Baum sagt Kuni: "Der Kelchengel kommt." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Es freut mich, dass ihr mich mit brennenden Kerzen begleitet." Zur Kuni sagt der Kelchengel: "Liebe Kinder, geht schneller. Ich will bald wieder in den Himmel hinauf." Während der heiligen Kommunion sagt der Engel: "Wer heute Nachmittag die heilige Kommunion empfangen hat, darf jetzt noch einmal kommunizieren, wenn er will." Durch die Gretel lässt die Muttergottes fragen: "Liebe Kinder, geht ihr alle Tage zur heiligen Messe und zur heiligen Kommunion?" Die Kinder antworteten alle mit: "Ja." Anschließend gab die Muttergottes den begleitenden Herren, die auch die heilige Kommunion empfangen durften, die Hand. Sie durften auch die Rosen küssen und sie berühren. Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Gretel soll mir ihren Brief, den sie an meinen lieben Sohn geschrieben hat, sehen lassen." (Inhalt: Heroldsbach, 25. Juli 1950. "Liebes Jesulein, liebes Jesulein, nun will ich dir auch ein paar Zeilen schreiben. Ich habe dich doch so lieb. Wie gut bist du, liebes Jesulein, und lasse dich von mir sehen. Auch deine liebe Mutter habe ich so lieb. Auch die anderen Kinder, die dich sehen, haben dich so lieb. Liebes Jesukind, ich möchte dich am liebsten mit nach Hause in mein Bett hineinnehmen. Liebes Jesulein, auf Wiedersehen!") Die Kinder beten mit den begleitenden Herren das Preisgebet der Heiligsten Dreifaltigkeit feierlich und langsam. Danach sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, es freut mich, weil ihr das Gebet so schön gebetet habt. Dafür segne ich euch besonders. Mein Sohn segnet euch jetzt als Gott." Alle Anwesenden machten jetzt das Kreuzzeichen. Es waren fünf Kinder und drei Herren. Die Muttergottes sagt dabei: "Als ihr das Kreuzzeichen machtet, segnete euch mein süßes Kind." Die Muttergottes gab noch einmal ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Zur Gretel sagte sie: "Geht jetzt heim!"

1. Nachtrag: Während die übrigen Kinder am Berg waren, taten Maria und Erika Buße in und außer der Kirche. Sie gingen zum Kriegerdenkmal und beteten den schmerzhaften Rosenkranz vor der Figur des kreuztragenden Heilandes. Maria Heilmann sah den Kelchengel vor dem kreuztragenden Heiland. Er selbst gab den Kindern die heilige Kommunion, wie auch die anderen Kinder am Berg von dem Engel selbst die heilige Kommunion gespendet erhielten. Maria fragte: "Lieber Engel, wer hat dich hierher geschickt?" Er spricht: "Die liebe Muttergottes." Erika hörte das auch. Dann fuhr er wieder in den Himmel auf.

2. Nachtrag: Gestern gingen, nachmittags 16.00 Uhr, Gretel, Maria und ein Kind aus Wuppertal auf den Berg. Jedes der Kinder nahm ein Kreuz und trug es bis zum Lichtmast. Am Lichtmast erschien das vom Himmel herabkommende Jesukind und sagte: "Liebe Kinder, berührt mich." Dann fragte Gretel, ob das fremde Kind auch das Jesukind berühren darf. Das Jesukind antwortete: "Ja." Die Kinder berührten dann das Jesukind. Das Kind erzählte später ihrem Onkel, dass sie auch die Hand des Jesukind gespürt hat. Die Muttergottes kam vom Himmel herunter, was nur Maria allein sah. Die Muttergottes gab den Kindern einen besonderen Segen. Sie durften die Muttergottes berühren. Dann sind drei Engelein gekommen, welche die beiden Kinder sahen. Die drei Engelein sagten zur Gretel: "Wir sind eure Schutzengelein." Dann gaben die Muttergottes und das Jesukind uns ihren besonderen Segen. Dann fuhren das Jesukind, die drei Engel und die Muttergottes in den Himmel hinauf. Wir trugen unser Kreuz zum Berg hinauf. Nachdem wir das Kreuz außen an der Kapelle hinlegten, kamen die Leute heraus. Dann nahmen drei Erwachsene, je einer ein Kreuz. Die Kinder gaben ihnen das Kreuz. Die Erwachsenen trugen das Kreuz bis zum Lichtmast, während über ihnen fünf Engelein schwebten. Die Kinder gingen zu den Leuten hinunter und sagten ihnen, dass über ihnen fünf Engelein schweben. Die Leute weinten vor Rührung und hielten eine Prozession zum Waldkreuz.

3. Nachtrag: Gretel und Erika gingen heute Nachmittag auf den Berg, um 15.00 Uhr. Zuerst kam Erika, Gretel kam später. Desgleichen kam später auch Kuni an mit dem Silberhochzeitspaar ... aus Forchheim. Kuni und Erika sahen die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sagte: "Liebe Kinder, holt mich ab!" Sie gingen zum Lichtmast. Die Muttergottes sagte zur Kuni: "Nur die Forchheimer dürfen mit zum Mast gehen!" Alle Forchheimer samt dem Hochzeitspaar und die Kinder durften die Muttergottes berühren. Ein kleines Mädchen aus Forchheim, Bärbel, das noch nie kommuniziert hat, war auch dabei. Alle durften das Jesukind berühren. Das Jesukind und die Muttergottes sagten: "Geht mit uns zum Baum!" Als wir am Baum angelangt waren, erschien der Kelchengel mit sechs Engelein. Die zwei Kinder von Wuppertal und die Bärbel aus Forchheim durften die heilige Kommunion in zwei Gestalten empfangen. Dann fuhr der Kelchengel wieder in den Himmel hinauf. Die Muttergottes, das Jesukind und die sechs Engel waren noch da, von denen drei blaue und drei rosa Kleider anhatten. Die Muttergottes sagte: "Berührt jetzt alles an mir. Dann werde ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Wir taten das. Danach berührten wir am Jesukind alles, gaben ihm die Hand. Danach fuhr das Jesukind in den Himmel auf. Wir gaben den sechs Engeln die Hand und berührten an ihnen alles. Dann fuhren die sechs Engel in den Himmel auf. Alle Leute verrichteten dann ihre besonderen Andachten.

Mittwoch, 26. Juli 1950, nachmittags 16.00 Uhr. (Koch.) Gretel, Kuni, Maria, waren auf dem Berg mit Herrn Koch und Rathmann. Kuni sah die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sagte: "Holt mich am Mast ab!" Dort berührten sie alles bei der Muttergottes. Dann sagte die Muttergottes zur Kuni: "Begleitet mich zum Berg!" Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Das freut mich, dass ihr gekommen seid. Wisst ihr auch, dass meine Mutter heute Namenstag hat?" Die Kinder ließen durch die Muttergottes gratulieren. Die Muttergottes sagte: "Der Gruß an meine Mutter erfreut mich." Dann sagte die Muttergottes zur Maria: "Ich werde jetzt alle Gegenstände weihen und segnen." Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Begleitet mich zum Baum." Unterwegs sehen sie den Kelchengel. Am Baum empfingen die Kinder die heilige Kommunion, ebenso auch die Begleitpersonen. Dann sagte die Muttergottes zur Kuni: "Warum sind die anderen Kinder nicht gekommen?" Die Kinder beteten dann das Preisgebet zur Heiligsten Dreifaltigkeit (von Pfaffenhofen) auf Wunsch der Muttergottes. Sie sagte zur Maria: "Es freut mich, dass ihr das Preisgebet so schön gebetet habt." Die Muttergottes gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf.

Mittwoch, 26. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. (Dr. Heil) Es waren am Podium Antonie, Maria, Gretel, Hildegard, Waltraud, Erika und Irma. Gleich bei der Ankunft sahen die Kinder, mit Ausnahme von Irma und Waltraud, die Muttergottes in Lebensgröße. Sie schwebte zum Lichtmast. Die Kinder gingen dorthin, gaben ihr die Hand, ebenso die begleitenden Herren: Koch, Rathmann, Dr. Palm aus der Rheinpfalz und Dr. Heil. Es waren noch einige Kinder dabei. Die Muttergottes sagte: "Kinder, seid heute andächtig, brav und anständig." Etwas später: "Beleidigt mich nicht wie vorgestern. Dr. Heil soll es sagen." – "Liebe Kinder, bildet einen großen Kreis", sagte die Muttergottes am Mast, wo die Kinder sehr eng nebeneinander knieten. Sie fragte: "Habt ihr auch euer Kreuz und euren Bußgürtel dabei? Ich will jetzt jedes Kreuz segnen. Wenn das nächste Mal ein Kind das Kreuz nicht dabei hat, werde ich eine kleine Strafe verhängen." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Gretel, Kuni, Antonie und du, sollen zum Baum gehen. Dort wird mein süßes Kind kommen." Zur Kuni sagte sie: "Es werden vier Engel kommen und das Jesukind kommt auch." Die vier Kinder gingen mit Dr. Heil zum Baum hin. Unterwegs sehen sie, wie vier Engel zum ersten Baum hinkamen und das Jesukind. Dann kam noch ein kleiner Engel, der zu Dr. Heil hinkam. Am Altar segnete das Jesukind Irma mit einem besonderen Segen. (Sie hatte Namenstag.) Auch Betti erhielt den Krankensegen. Dann sagte das Jesukind: "Meine Mutter hat doch gestern gesagt, ihr sollt das Kreuzzeichen schön machen." Gretel fragte: "Wie sollen wir das Kreuzzeichen machen?" – "So, wie die Engel es euch gelehrt haben", sagte das Jesukind. (Drei Kreuze.) Die Kinder sagen: "Das Jesukind lächelt immer." Sie fragen, warum es so lächle. Es sagte: "Weil ihr mir eine Freude bereitet." Dann sagte das Jesukind: "Nehmt eine Blume, wo meine liebe Mutter als Statue steht und mich auf dem Arm hat." Die Kinder nahmen Blumen, die das Jesukind segnete. Dr. Heil ließ durch die Kinder fragen, wie das Engelein heiße, das bei ihm steht. Es sagte: "Seppel." Es hat ein rosa Kleidchen an. Er ließ weiter fragen, woher es sei, Es sagte: "Sei doch nicht so neugierig!" Dann fragten die übrigen Kinder, wie ihre Engel heißen. Sie sagten: "Ihr seid aber neugierig!" Darauf ließen die Kinder das Fragen gehen. Das Jesukind hatte ein blaues Kleid mit silbernen Sternlein drauf. Zu den Kindern sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, wenn ihr im Himmel seid, dürft ihr mit meinen lieben Engelein spielen." Die Kinder nahmen das Jesukind und verschleppten es hinter den Altar. Dabei stieß Maria einen belanglosen Fluch aus – aus Protest. Maria musste um Verzeihung bitten. Das Jesukind sagte: "Ich werde es dir verzeihen." Die Kinder gingen hinter den Altar und spielten dann mit dem Jesukind und den Engeln. Das Jesukind schwebte an der Hinterwand des Altars empor, kam wieder vorne herunter und versteckte sich an den verschiedenen Stellen des Altars hinter Blumen. Dann kam es immer wieder hervor und die Kinder trugen es immer wieder hinter den Altar. Die Kinder spielten fröhlich mit den Engeln weiter. Das Jesukind schwebte an der Rückwand des Altars empor und setzte sich oben hin und schaute dem Spiel zu. Währenddessen kamen die übrigen Kinder mit den Erwachsenen zum Altar mit Herrn Koch. Diese gingen vor den Altar hin und knieten sich nieder. Erika sah fünf Engel. Sie blieben einige Zeit bei den Kindern und fuhren dann wieder in den Himmel auf. Währenddessen schwebte das Jesukind vom Sitz über dem Altar herunter und sagte zu den Kindern: "Stellt euch schön hin und seid leise. Singt jetzt den anderen Kindern, die kommen, ein Lied vor." (Das sagte das Jesukind, bevor die anderen Kinder gekommen waren.) Sie sangen: 'Still, still...' Während die anderen Kinder mit ihren Engelein vor dem Altar spielten, sagte das Jesukind: "Ich singe euch jetzt ein neues Lied vor. Singt es ganz leise mit." Da jedoch Maria immer laut schrie, sagte das Jesukind: "Lasst uns ein Stück weggehen, dann singt es recht laut den anderen vor." Die Kinder gingen ein Stück weg vom Altar. Dort sangen ihnen erst das Jesukind und dann immer wieder die Engelein das Lied vor, dessen Melodie sich die Kinder nicht merken konnten. Der Text lautete: 'Es sassen einst vier Kinderlein hinter einem Kapellelein. Sie waren so überfreudig vor lauter Lust und Fröhlichkeit.' Das Jesuskind sagte: "Jetzt werde ich gleich in den Himmel auffahren." Die Muttergottes schaute aus dem Himmel heraus und segnete. Das Jesukind gab noch auf Bitten seinen Segen und sagte dann: "Berührt nochmals alles, dann fahre ich in den Himmel auf." Es geschah so. Die Engelein sangen den Kindern nochmals das Lied vor. Dabei blitzte es, weil ein Gewitter heranzog. Da sagten die Engelein: "Auch wir fahren jetzt in den Himmel." Es läutete gerade den Engel des Herrn, den die Kinder beteten. Am Schluss desselben fuhren die Engelein einzeln in den Himmel auf.

Nachtrag: Während die vier Kinder zum Baum gingen, ging Herr Koch mit, den übrigen Kindern und der Muttergottes zum Podium. Am Berg berührten die Kinder an der Muttergottes alles. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Es freut mich, dass ihr heute so brav seid" und zur Hildegard: "Ich werde jetzt alle Andachtsgegenstände segnen und weihen. Ich werde jetzt meinen besonderen Segen geben." Zur Erika: "Ich werde jetzt die Kranken segnen." Dann kam der Kelchengel und alle Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten – ebenso die begleitenden Herren. Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Begleitet mich zum Mast!" Dort berührten die Kinder noch einmal alles an der Muttergottes. Sie gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Erika hörte eine Stimme: "Geht jetzt zu den anderen Kindern!" (Koch)

Donnerstag, 27. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Außer Antonie und Betti gehen sämtliche Kinder um 19.30 Uhr auf den Berg zum Podium. Die Kinder sehen gleich darauf die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie fordert die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Erika: "Liebe Kinder, seid so brav wie gestern. Passt auf, wenn ich segne!" Während der Begrüßung am Mast sagt die Muttergottes zur Maria: "Du, Gretel, Kuni und Antonie, (die inzwischen auch gekommen war) geht zum Baum!" Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Birkenwald." (Es waren Hildegard, Erika, Irma und Waltraud.) Auf dem Weg zum Podium sagte die Muttergottes zur Erika: "Liebe Kinder, ich werde heute nicht lange dableiben. So brav wie jetzt sollt ihr immer sein." Am Podium weihte die Muttergottes die Andachtsgegenstände und das Laub. Sie gab dem anwesenden Volk ihren besonderen Segen und segnete dann jedes einzelne Kind, indem sie ihm ein Kreuzlein auf die Stirne machte. Auch die begleitenden Herren werden von der Muttergottes besonders gesegnet. Danach sagt Hildegard: "Die Muttergottes gibt jetzt den Krankensegen." Zur Erika sagt die Muttergottes: "Jetzt segne ich die kranke Betti besonders." Danach gaben die Kinder der Muttergottes die Hand und durften sie berühren. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Jetzt gebe ich der Geistlichkeit den Segen." Danach forderte die Muttergottes die Kinder auf, sie zum Mast zu begleiten. Auf dem Weg dorthin segnete die Muttergottes sehr oft. Sie gab auch den Eltern den besonderen Segen. Zur Erika sagt die Muttergottes am Mast: "Besucht auch die Betti!" Danach sagt Erika: "Der Kelchengel ist da. Es dürfen auch die Herren die heilige Kommunion empfangen." Während der Austeilung der heiligen Kommunion fragt die Muttergottes die Erika: "Liebe Kinder, habt ihr euer Kreuz bei euch? Tragt ihr den Bußgürtel? Und die Blätter in einem Beutel?" Die Kinder antworteten alle: "Ja." Danach sagte die Muttergottes wieder zur Erika: "Alle Kinder und die Herren sollen mir die Hand geben und mich berühren." Danach fuhr die Muttergottes in den Himmel auf. Schlötzer ging mit Antonie, Maria, Kuni und Gretel zum Baum, ebenso Dr. Heil. Unterwegs nach dort sehen die vier Kinder das Jesukind und sechs Engel zum Baum schweben. Dort begrüßten die Kinder das Jesukind und, die Engel. Dann begleiteten die Kinder das Jesukind und die Engel zum hinteren Baum. Dort kam der Kelchengel und reichte den vier Kindern sowie den beiden Herren die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Gretel sagte zu Dr. Heil und Schlötzer: "Sie machen beim Nehmen des Kelches den Mund auf und nehmen ohne zu schlucken anschließend gleich die Zunge heraus. (Zum Empfang der heiligen Kommunion.) Sie müssen erst schlucken und dann die Zunge herausnehmen. Ich habe gesehen, dass Ihre Zunge noch blutig war und Blutstropfen herunterfielen." Am hinteren Baum kommen noch zwei Geistliche und nähern sich den Kindern. Gretel fragt das liebe Jesuskind: "Liebes Jesuskind, sollen wir weitergehen, wenn die Geistlichen kommen?" Das Jesukind sagt: "Die Geistlichen sollen fortbleiben. Ihr bleibt da!" (Einer von den Geistlichen war ein uns bekannter Zweifler.) Die Kinder spielten mit dem Jesukind und den Engeln noch etwa eine halbe Stunde. Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, gebt den Engeln die Hand, sie werden jetzt bald in den Himmel auffahren. Berührt an mir alles, dann werde ich euch meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Die Kinder sahen, wie das Jesuskind, umgeben von den Engeln, in den Himmel schwebte und nochmals segnete. Maria hörte das Jesukind sagen: "Liebe Kinder, geht heim!"

Nachtrag: Auf dem Weg vom Mast zum Baum sagt Antonie: "Ich habe heute die Krone der Muttergottes genau angesehen, sie hat dreizehn Zacken: Vorne fünf große und nach rückwärts acht kleine." Gretel und Kuni hörten dies mit an und fragten daraufhin das Jesukind, ob das, was Antonie sagt, stimmt. Das Jesukind sagte: "Ja", die Krone meiner Mutter hat vorne fünf große Zacken und nach rückwärts acht kleine."

Freitag, 28. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. Kuni, Erika, Maria, Hildegard, Antonie und Gretel sehen die Muttergottes über dem Birkenwald, als sie zum Podium gingen. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Die Kinder begrüßten die Muttergottes und lassen die mitgebrachten Gegenstände segnen. Während des Segnens sagt Antonie: "Die Muttergottes sagt, du, Gretel, Erika, Kuni und Maria, geht zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes zur Erika: "Liebe Kinder, wenn ihr jetzt sehr brav seid, dann dürft ihr heute in den Himmel gehen." Die Kinder sehen von ferne schon das Jesukind am Altärchen stehen, sowie sechs kleinere Engel. Kurz vor dem Altar sehen die Kinder den Kelchengel herabschweben. Der Kelchengel teilt selbst die heilige Kommunion in beiden Gestalten aus. Zur Maria sagt das Jesukind: "Wer nicht brav ist, den soll Herr Schmitt nur wegschicken." Nach der heiligen Kommunion sagen die Engelein zu den Kindern: "Liebe Kinder, spielt mit uns. Geht mit uns zum Birnbaum!" Auf dem Weg dorthin sagt das Jesukind zur Antonie: "Bei meiner lieben Mutter sind nur zwei Kinder. Von euch Kindern soll eins oder zwei zum Podium gehen!" Antonie, Gretel und Maria wollten gleichzeitig gehen. Schmitt ließ nur Antonie und Gretel zum Podium. Das Jesukind sagt zur Erika: "Wenn meine liebe Mutter in den Himmel aufgefahren ist, dann sollen die zwei Kinder gleich wieder zu euch kommen." Kuni, Erika und Maria gingen mit dem Jesukind und ihren Engeln etwa 50 Meter vom Altärchen entfernt und knieten sich dort im Kreis um das Jesukind herum. Erika und Kuni hören ihre Engelein sagen: "Was ist denn mit euch heute los? Ihr seid gar nicht lustig heute. Seid ihr traurig, weil die zwei anderen Kinder nicht da sind?" Nach einiger Zeit wiederholten die Englein: "Liebe Kinder, spielt doch mit uns, streitet nicht miteinander. Wir sind im Himmel einander so gut. Wir wollen gar nicht auseinander gehen." Mariä sah öfters zum Podium und sagte auf einmal: "Die Kinder gehen mit der Muttergottes zum Mast. Die Muttergottes segnet, aber die Kinder knien sich nicht einmal hin. Die passen gar nicht auf." Erika sah dies auch und sagte noch hinzu: "Die Muttergottes ist heute so schön. Ich wäre auch gerne dort. Ihre Krone glitzert heute bis herüber." Das Jesukind sagte zur Maria: "Ich fahre jetzt in den Himmel auf und hole eine Kugel." Alle drei Kinder sehen, wie das Jesukind plötzlich emporschwebt und gleich darauf wieder mit einer Kugel herabkam. Maria und Erika sagen: "Die Kugel ist blau und hat zwei goldene Streifen, die senkrecht auf einander standen. Auf der Kugel war ein kleines Kreuzchen, etwa 12 bis 15 cm groß. Die Kugel hatte auch einen Durchmesser von etwa 15 bis 20 cm." Doch bald darauf fuhr das Jesukind wieder in den Himmel auf. Die Kinder verfolgten es mit ihren Blicken und sagen plötzlich: "Das Jesukind bleibt vor den Wolken stehen. Es kommt ein Engel heraus und nimmt die Kugel entgegen und verschwindet danach." Das Jesukind kommt wieder zu den Kindern herunter und verweilt kurz bei ihnen. Die anderen Kinder kommen vom Mast herüber und knien sich im Kreis um das Jesukind herum. Das Jesukind segnete und fährt danach in den Himmel auf. Die Engelein begleiteten das Jesukind. Zur Kuni sagt das Jesukind bei der Auffahrt: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!" Während die fünf Kinder zum Baum gingen, blieben Hildegard und Waltraud bei der Muttergottes beim Altar am Mast zurück. Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Begleitet mich zum Berg!" Dort sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Ich werde jetzt die Kranken segnen." Dann kam der Kelchengel und Hildegard und die Herren empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und das Laub. Inzwischen waren Gretel und Antonie oben beim Podium angekommen. Die Muttergottes sagte zur Gretel und Antonie: "Begleitet mich zu dem neuen Kapellchen!" Unterwegs sagte die Muttergottes zur Gretel: "Ich werde dem Stifter dieses Kapellchens meinen besonderen Segen geben." Gretel sah kurz vor dem Kapellchen einen Engel mit einem Fläschchen herunterschweben. Am Kapellchen nahm die Muttergottes das Fläschchen und besprengte das Kapellchen mit Weihwasser. Danach fuhr der Engel mit dem Fläschchen in den Himmel auf. Zur Hildegard sagte dann die Muttergottes: "Berührt noch einmal alles an mir." Sie gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Eine Stimme sagte zur Gretel: "Geht jetzt zu den anderen Kindern!" und zur Antonie sagte eine Stimme: "Es hat mich gefreut, dass ihr beide gefolgt habt."

Samstag, 29. Juli 1950, nachmittags 15.00 Uhr. (Dr. Heil.) Gretel, Maria und Kuni gingen mit Dr. Heil zum Podium. Die Muttergottes war sogleich über dem Birkenwald zu sehen. Sie schwebte zum Altärchen am ersten Lichtmast. Die Kinder gingen dorthin, gaben der Muttergottes die Hand, berührten den Saum und die Krone. Die Muttergottes fragte: "Warum sind die anderen Kinder nicht gekommen?" Dann sagte sie: "Liebe Kinder, geht zum Baum. Am Baum werden vier Engel kommen und auch mein süßes Kind." Zur Gretel sagte sie: "Dort am Baum werdet ihr die heilige Kommunion empfangen. Ich fahre mit dem Kelchengel in den Himmel auf." Zur Maria sagte die Muttergottes noch einmal: "Warum sind die anderen Kinder nicht gekommen? Ich freue mich, dass wenigstens ihr gekommen seid." Zur Kuni sagte sie: "Es werden noch drei andere Engel kommen." Zur Maria sagte sie: "Wir wollen das Kommuniongebet beten." Kurz vor dem Baum sagte die Muttergottes zur Kuni: "Lauft etwas schneller!" Nachdem die Kinder und die Herren die heilige Kommunion empfangen hatten, schwebte die Muttergottes mit dem Kelchengel in den Himmel. Sie segnete dabei. Jetzt kam das Jesukind vom Himmel, das die Kinder begrüßten. Die Engel sagten dann zu den Kindern: "Liebe Kinder, spielt ein wenig mit uns!" Das Jesukind sagte: "Die Leute, die gerade kamen, sollen entweder zum Birkenwald oder zum Berg gehen." (Es waren Frau Baronin mit Enkelkind Mechthild und noch ein Herr und eine Dame.) Diese gingen nicht weg. Darauf sagte das Jesukind: "Geht jetzt zum zweiten Baum!" Beim Weggehen sagte es wiederum: "Die Leute möchten entweder auf den Berg oder zum Birkenwald gehen." Auf nochmalige Aufforderung weigerten sich die oben genannten Leute wieder. Die Frau Baronin sagte: "Wir sind doch genau so katholisch wie die Kinder." Die Kinder kamen beim zweiten Baum an. Die oben genannten Leute näherten sich wieder. Dann sagte das Jesuskind zur Kuni: "Wenn die Leute nicht weggehen, dann fahre ich in den Himmel auf." Die Engelchen spielten jetzt mit den Kindern. Die Leute blieben dann in der Ferne stehen. Die Engel sagten, sie seien Spielengelchen, und nannten auf Anfrage alle ihre Namen. Die Kinder sangen dem Jesukind ein Lied. Zur Maria sagte das Jesukind: "Wenn das Lied zu Ende ist, dann singt das Lied: 'Es sassen vier Kinderlein...'" Das eine Spielengelchen langte an das Kreuz des Rosenkranzes des Sohnes von Herrn Koch und spielte lange Zeit damit. Zur Gretel sagte das Jesukind: "Wenn die anderen Kinder gekommen wären, hätten sie auch so viel Gnade empfangen wie ihr. Die anderen Kinder wissen, dass sie am Samstag um drei Uhr kommen sollen. Warum sind sie nicht gekommen?" Da die Leute nicht weggingen, ging dann das Jesukind mit den Kindern in den Wald hinein. Dort war plötzlich das Jesukind mit den Engeln verschwunden. Da hörten die Kinder rufen: "Kommen!" Die Kinder liefen auf den Ruf zu und fanden die Engelchen. So spielten sie einige Zeit mit den Engeln und dem Jesukind. Als die Engel und das Jesukind wieder beisammen waren, setzten die Kinder die Engel und das Jesukind auf einen Mantel. Es regnete etwas. Sie spannten die Schirme auf und setzten sich daneben. So sassen sie eine Zeit lang mit dem Jesukind und den Engeln und unterhielten sich mit ihnen. Unter anderem fragten sie die Engel: "Was tut ihr im Himmel?" Antwort: "Wir spielen und beten." Dann fragten die Kinder: "Wie lange spielt und betet ihr?" Die Engel sagten: "Zur Hälfte beten wir und dann singen wir auch." Die Kinder sangen verschiedene Lieder. Dann sagte das Jesukind: "Berührt nochmals alles. Jetzt werde ich mit den Engeln in den Himmel auffahren." Das Jesukind fuhr mit den sieben Engeln in den Himmel auf. Es waren auch dort, hinten im Wald, verschiedene Neugierige anwesend.

Samstag, 29. Juli 1950, abends 19.30 Uhr. (Dr. Heil und Schlötzer.) Um 19.30 Uhr waren alle Kinder am Podium anwesend mit Ausnahme der kranken Betti. Die Muttergottes erschien gleich über dem Birkenwald und schwebte zum Altar am ersten Lichtmast. Die Muttergottes sagt: "Holt mich ab!" Dann sagte sie: "Liebe Kinder, heute aber seid ihr sehr brav!" Am Mast gaben sie der Muttergottes die Hand und berührten alles. Die Muttergottes sagte: "Seid andächtig und brav, es sind Leute da, die euch scharf beobachten." Herr Schlötzer ging mit Antonie und Gretel zum ersten Baum. Die Muttergottes ging mit den übrigen Kindern zum Podium. Dort segnete sie Kerzen und Streichhölzer. Dann sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Baum!" Unterwegs sagte sie: "Liebe Kinder, macht euer Kreuzzeichen wie die lieben Engelein! Schaut auf mich, macht das Kreuzzeichen andächtig. Die Herren brauchen das Kreuzzeichen nicht so zu machen wie die Engelein." Dann sagte die Muttergottes: "Wenn ihr in der heiligen Messe seid, dann sollt ihr eine schöne Kniebeuge machen!" Am Baum stand der Kelchengel. Inzwischen war Schlötzer mit Antonie und Gretel am Baum angekommen. Das Jesukind kam mit drei Engeln. Die Kinder begrüßten das Jesukind und die Engel und gingen einige Meter abseits vom Altärchen. Das Jesukind und die Engel spielten mit den Kindern. Nach etwa fünf Minuten sagte das Jesukind zur Gretel: "Geht zum Altärchen, dort wartet der Kelchengel auf euch." Die beiden Kinder und Schlötzer empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Inzwischen kommt Herr Dr. Heil mit den übrigen Kindern zum Altärchen. Auch diese Kinder empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann sagt das Jesukind zur Gretel: "Berührt noch einmal alles, dann gebe ich meinen besonderen Segen." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Die Eltern sollen mir die Hand reichen. Auch die anwesenden Herren." Die Kinder, die mit Dr. Heil kamen, sahen das Jesukind nicht. Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich gebe der Betti meinen besonderen Segen." Dann segnete die Muttergottes die Eltern. Die Kinder sollen bei der Muttergottes noch einmal alles berühren. Sie gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Das Jesukind erteilte seinen besonderen Segen und fuhr ebenfalls anschließend in den Himmel. Die drei Engelchen sagten zur Antonie und Gretel: "Gebt auch uns die Hand, wir fahren auch in den Himmel." Die Engel segneten die Kinder und fuhren in den Himmel. Dabei sagten die Engel: "Das Jesukind hat uns erlaubt, euch zu segnen." Dann gingen die Kinder heim.

Samstag, 29. Juli 1950, abends 21.15 Uhr. (Schlötzer) Gretel, Kuni und Maria zogen mit der Lichterprozession hinunter zur Grotte. Von dort zum Kreuz. Etwa 50 Meter vor dem Kreuz sehen die drei Kinder die Muttergottes vor dem Kreuz stehen. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Am Kreuz gebt mir die Hand, macht eine schöne Kniebeuge, geht um das Kreuz herum und geht dann wieder hinauf zum Berg." Auf dem Rückweg sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, wenn ihr und die Leute fest weiterbeten, werde ich euch unter meinen Schutz nehmen." Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Wenn ihr mir jeden Tag so eine Freude macht, wie heute, dann komme ich alle Tage."

Zur Maria: "Es freut mich, dass ihr drei heute um drei Uhr und jetzt zur Lichterprozession gekommen seid. Ich gebe euch jetzt meinen besonderen Segen. Warum sind die anderen nicht gekommen? Sie wussten doch auch, dass Lichterprozession ist?" Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Seid jetzt so andächtig, wie um halb acht, ihr werdet beobachtet!" Zur Maria sagt die Muttergottes: "Weil ihr drei gekommen seid, bin ich auch gekommen, um euch eine Freude zu machen." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Singt mir das Lied: 'Wunderschön prächtige...'" Am Podium sagte die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt will ich die segnen, die heute Nacht durchbeten, und die, welche nachts nicht beten können." Zur Maria sagte sie: "Berührt nochmals alles, dann werde ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Dies geschah. Die Muttergottes sagte noch: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"

Sonntag, 30. Juli 1950, nachmittags 15.00 Uhr. (Schmitt) Alle Kinder, mit Ausnahme der kranken Betti, sind am Podium. Sie sehen gleich vom Anfang an die Muttergottes. Zur Hildegard sagt sie: "Holt mich ab!" Die Muttergottes schwebte zum Mast herüber. Auf dem Weg zum Mast segnete sie öfters. Zur Kuni sagte sie: "Die Leute sollen auf den Berg, mit Ausnahme von denen, die am Mast das Kapellchen gestiftet haben." Am Mast sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, bildet einen großen Kreis!" Weiter sagt sie: "Das erfreut mich, dass die Frau schon zum zweiten Mal Kerzen gestiftet hat." Die Muttergottes segnete verschiedene Andachtsgegenstände. Zur Kuni sagte die Muttergottes noch: "Ich will jetzt die Stifterin dieses Altares besonders segnen." Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Du und Gretel, geht zum Baum!" Beide Kinder gehen mit Schmitt zum Baum. Von ferne sehen die zwei Kinder, Antonie und Gretel, wie das Jesukind vom Himmel zum Altärchen am Baum herniederschwebt. Sie begrüßen das Jesukind dort. Dieses sagte zur Gretel: "Liebe Kinder, erzählt mir etwas!" Einige Zeit darauf sagte das Jesukind: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen: 'Liebes Jesulein...' Danach stellte Gretel am Fuß des Altars Blumen herum. Auf die Frage von Schmitt, warum sie die Blumen verstelle, sagte Gretel: "Das Jesukind wünscht das. Es will sich auf diese Blumen hier stellen." (Es war ein Asparagus.) Plötzlich stand der Kelchengel vor den Kindern. Er sagte zu ihnen: "Wenn ihr wolltet, dürftet ihr zweimal die heilige Kommunion empfangen." Der Engel reichte die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Auch Schmitt und Dr. Palm durften zweimal kommunizieren. Gretel und Antonie sagen auf einmal: "Herr Dr., an ihrem Mund läuft Blut herunter. Sie müssen, wenn sie die Kommunion empfangen, schlucken." Nach der Kommunion sagt das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, nehmt mich auf euren Arm und singt das Lied: 'Still, still...'" Auch die beiden Herren durften das Jesukind auf die Arme nehmen. Danach sagt Schmitt zur Gretel: "Frage das Jesukind, wohin gestern Abend die Seele des Sünders kam, die vor Gottes Thron abgeurteilt wurde." (Siehe Abendbericht vom 29. Juli 1950, abends 21.00 Uhr.) Das Jesukind sagte zur Gretel: "Sie ist bei mir, soll ich sie holen?" Das Jesukind schwebte gleich in den Himmel hinauf und kam kurz darauf mit einem Engel wieder herunter. Antonie, die von dem Gespräch nichts wusste, war erstaunt, wie das Jesukind plötzlich in den Himmel hinauffuhr und mit einem Engel herunterkam. Die Kinder begrüßten dieses Engelein. Antonie sagt: "Es hat ein blaues Kleid an, wie das Jesukind, aber kein Stirnband. Auf den Füßen hat es Rosen." Danach sagt das Jesukind zur Gretel: "Gebt mir eure Hand. Berührt mich. Ich gebe euch meinen besonderen Segen. Ich will auch eure Eltern segnen." Das Jesukind machte es so und fuhr dann in den Himmel auf. Beim Auffahren sagte es noch zur Gretel: "Geht jetzt heim!" Während Schmitt mit den zwei Kindern zum Baum ging, ging Dr. Heil mit den Kindern zum Podium. Die Muttergottes sagte am Podium zur Hildegard: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen." Dann sagte sie zur Hildegard: "Jetzt gebe ich den Krankensegen." Kurz vor dem Podium sagt die Muttergottes zur Kuni: "Seid andächtig, ihr werdet beobachtet!" Zur Maria sagt die Muttergottes am Podium: "Jetzt segne ich die Geistlichkeit." Weiterhin zur Maria: "Jetzt will ich den besonderen Segen geben denen, die für mich kämpfen." Weiterhin sagte sie zur Maria: "Jetzt segne ich die, die die ganze Nacht durchbeten und auch die, die nicht in der ganzen Nacht hier durchbeten können." Zur Kuni sagt dann die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht auf das Podium!" Dann sagt die Muttergottes zur Hildegard nach einiger Zeit: "Kinder, geht wieder herunter! Die begleitenden Herren dürfen mich berühren." Die Männer gaben der Muttergottes die Hand, berührten Saum, Krone und Haar. Dann segnete die Muttergottes noch die Andachtsgegenstände und ging dann mit den Kindern zum Lichtmast. Unterwegs fragte Hildegard: "Liebe Muttergottes, kommst du um fünf Uhr wieder?" Die Muttergottes sagte: "Ihr könnt einmal heraufkommen!" Dann sagte sie zur Hildegard am Mast: "Die Eltern dürfen mir die Hand reichen." Auf die Bitte von Hildegard, ob der Herr von Fehrbach ihr auch die Hand geben darf, bejahte dies die Muttergottes. Dann sagte sie: "Die Kinder sollen alles berühren, dann fahre ich in den Himmel auf." Bevor die Muttergottes auffuhr, kamen Antonie und Gretel vom Baum herüber zum Mast. Sie gaben der Muttergottes die Hand. Die Muttergottes fuhr in den Himmel auf. Sie segnete noch einmal und sagte: "Liebe Kinder, geht heim!"

Sonntag, 30. Juli 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Alle Kinder gehen auf den Berg. Beim Podium sehen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie wurden aufgefordert, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast segnete die Muttergottes öfters. Bei der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Antonie: "Gretel und du, geht zum Baum!" Zur Maria sagt die Muttergottes: "Du darfst auch mitgehen!" Die drei Kinder gehen mit Schmitt zum Baum. Von ferne sehen die Kinder schon das Jesukind in Begleitung von vier Engeln vom Himmel herabschweben. Nach der Begrüßung am Baum kam der Kelchengel und reichte den drei Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Zur Maria sagte das Jesukind nach der Kommunion: "Geht zum Birnbaum, ich will mit euch allein sein." Auf dem Weg dorthin kamen mehrere Frauen und auch Männer. Das Jesukind sagt zur Maria: "Ich hab' doch gesagt, ich will mit euch allein sein. Nur Herr Schmitt darf mit euch gehen." Auf der Himmelswiese bleibt das Jesukind stehen und die Kinder knieten sich um das Jesukind herum. Die Kinder zeigten ihm ein mit Blut überströmtes Bildchen (Herz-Jesu-Bild) und fragten: "Hast du einmal so ausgesehen?" Darauf antwortet das Jesukind: "Ja." Danach ließen die Kinder ihr Armkettchen segnen und sagten dabei: "Liebes Jesulein, kette du uns an dich." Das Jesukind antwortete: "Ja, ich werde es tun, es freut mich sehr." Danach ging das Jesukind mit den Kindern und den vier Engeln weiter zum Birnbaum. Abseits vom Birnbaum blieb es stehen und die vier Kinder knieten sich um das Jesukind herum. Die Begleitengel setzten sich zu den Kindern. Die Kinder fragten das Jesukind: "Liebes Jesulein, werden wir auch im Himmel einmal so um dich herumsitzen?" Das Jesukind sagte zur Maria: "Wenn ihr einmal im Himmel seid, werdet ihr öfter an die schönen Tage denken, die ihr auf Erden mit mir verlebt habt." Die Kinder herzten und küssten das Jesukind und erzählten ihm alles, was sie heute gesehen und erlebt haben. Die Kinder freuten sich alle sehr. Immer wieder umarmten und herzten sie das Jesukind, das sich zu den Kindern setzte. Das Jesukind legte jedem Kind die Hand aufs Haupt und segnete es. Auch Schmitt musste sich tief niederbeugen. Das Jesukind segnete ihn. Es machte durch den Segen die Kinder und Schmitt ganz rein. Die Kinder baten das Jesukind, ob nicht auch seine liebe Mutter zu ihnen herunterkommen möge. Maria sagte auf einmal: "Schaut zum Himmel, die Wolken gehen auf!" Antonie und Gretel sehen empor und sie merkten diese Erscheinung: Sie sahen, wie Engel einen großen Kreis bilden. Währenddessen sagt das Jesukind zur Gretel: "Wenn ihr morgen Nachmittag das Opfer bringt und auf den Berg kommt und nicht auf die Kirchweih geht, dann werde ich mit meiner Mutter und mit vielen Engelein kommen." Die Kinder versprachen dem Jesukind, um 14.00 Uhr schon auf den Berg zu gehen, um recht lange bei ihm weilen zu können. Zur Maria sagt das Jesukind: "Ich möchte euch am liebsten jetzt schon in den Himmel nehmen, aber ihr müsst noch viel leiden." Die Kinder umarmten das Jesukind immer wieder und küssten es. Dann sagte das Jesukind zu den Kindern: "Jetzt muss ich aber in den Himmel gehen. Ich segne euch – dann geht heim." Das Jesukind segnete und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen über den Berg heim. Während die drei Kinder mit Herrn Schmitt zum Baum gingen, blieben Hildegard, Kuni und Erika bei der Muttergottes am Mast. Die Muttergottes sagte zur Hildegard: "Begleitet mich zum Berg. Es freut mich, dass ihr so brav seid." Am Berg berührten die Kinder bei der Muttergottes alles. Dann sagte die Muttergottes zur Kuni: "Begleitet mich zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sagte sie zur Hildegard: "Ich hätte mich gefreut, wenn ihr in weißen Kleidern mich begleitet hättet, denn eure Seele ist doch rein." Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ihr kommt nächsten Sonntag in weißen Kleidern und auch am dreizehnten." Kurz vor dem Baum sehen die Kinder den Kelchengel. Dort empfangen alle Kinder und die begleitenden Herren die heilige Kommunion in beiden Gestalten, auch Herr Vetter von Fehrbach. Die Muttergottes gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Eine Stimme sagte zur Kuni: "Geht jetzt heim und kommt um halb acht wieder!"

Sonntag, 30. Juli 1950, abends 19.30 Uhr, ca. 800 Personen. (Schmitt, Dr. Heil.) Die Kinder gehen gemeinsam zum Berg. Am Podium sehen sie die Muttergottes bereits über dem Birkenwald. Sie forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast sagte die Muttergottes zur Kuni und Gretel: "Passt gut auf, wenn ich segne!" Zur Maria sagt die Muttergottes: "Wenn ihr mich am Mast berührt habt, dann sollen Maria, Antonie, Erika und Gretel zum Baum gehen." Während der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Antonie: "Geht jetzt zum Birnbaum. Herr Schlötzer soll auch mitgehen!" Auf dem Weg dorthin sehen die Kinder von weitem schon, wie sich der Himmel öffnet und das Jesukind mit sechs Engeln herunterschwebt. Die Kinder freuten sich schon sehr darauf. Nach der Begrüßung des Jesukind am Baum nahmen sie es auf ihren Arm und sangen: 'Still, still...' Schlötzer hatte Bilder von Christus von Limpias bei sich, die er segnen ließ. Das Jesukind sagte nach der Segnung der Pilger zur Gretel: "Liebe Kinder, küsst mein Bild." Zur Erika sagte ein Engelein: "Liebe Kinder, spielt mit uns!" Erika und Maria führten ihre Engelein um den Baum herum, während Antonie und Gretel beim Jesukind blieben. Auf einmal sagt Erika: "Seht einmal zum Himmel, dort gehen die Wolken auseinander." Die Kinder sehen dies alle und sagten: "Es werden Tore sichtbar, die jetzt weit auseinander stehen." Die Engelein stellten sich im Kreis auf und gingen dann im Kreis herum. Das Jesukind sagt: "Wenn ihr brav seid, kommen sie zu euch." Die Kinder beten den Rosenkranz zum süßen Herzen-Jesu und -Mariä. Zur Gretel sagt das Jesukind: "Es freut mich, dass ihr zu beten angefangen habt." Die Kinder hören sodann, wie die Engelein im Himmel und die bei ihnen auf der Erde mitbeten. Nach dem Rosenkranz kamen viele Engel vom Himmel. Erika sagte: "Wir sind von lauter Engelein umgeben." Die Engel waren weiß, blau und rosa gekleidet und hatten keine Flügel. Außer den sechs Engeln kamen 22 vom Himmel. Gretel sagte dem Jesukind leise etwas ins Ohr und die anderen Kinder machten es ebenso. Sie baten das Jesukind um besondere Gnaden. Dann forderte das Jesukind die Kinder auf, ihm die Hand zu geben und es zu berühren. Es sagte weiter: "Ich will euch meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Mit dem Jesukind fuhren alle Engel in den Himmel auf.

Dr. Heil: Nachdem Schlötzer und Schmitt, mit den vier Kindern zum Baum gegangen waren, sagte die Muttergottes am Altärchen beim Mast zur Hildegard: "Nehmt es licht so tragisch, wenn euch die Leute beneiden!" Dann sagte die Muttergottes: "Die Kinder sollen mir die Hand geben, auch die Herren, die dabei waren." (Dr. Heil, Schöls, Koch, Rathmann, Dr. Fuchs, Lehrer Vetter aus Fehrbach und die Eltern der Kinder.) Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Wir gehen zum Podium. Dort werde ich alles weihen." Unterwegs sagte sie zur Kuni: "Liebe Kinder, seid andächtig, ihr werdet scharf beobachtet!" Weiterhin: "Ich hätte mich gefreut, wenn ihr in weißen Kleidern gekommen wäret. Liebe Kinder, schaut schön auf mich." Kurz vor dem Podium segnete die Muttergottes eigens eine kranke Frau, an der sie vorüberging. Die Muttergottes segnete überhaupt sehr häufig beim Hinaufgehen. Am Podium segnete sie sogleich die mitgebrachten Andachtsgegenstände und ging gleich danach mit den Kindern zum Altar beim ersten Baum. Unterwegs sagte sie zur Hildegard: "Singt mir doch einmal ein Lied!" Die Kinder sangen ein Marienlied. Weiterhin zur Hildegard: "Liebe Kinder, seid tapfer und treu! Haltet aus! Es wird noch vieles über euch kommen." Am Altar stand der Kelchengel dort. Alle, Kinder, Eltern und Begleitherren erhielten die mystische Kommunion. Die Kinder waren sehr andächtig. Es herrschte in dieser kleinen Gemeinschaft eine sehr ergreifende Stimmung. Alle durften bei der Muttergottes alles berühren. Dann gab sie einen besonderen Segen. Hernach den Krankensegen und fuhr in den Himmel auf. Zuletzt sagte sie noch: "Kinder, geht nach Hause!"

Sonntag, 30. Juli 1950, abends 21.00 Uhr, Lichterprozession. Um 21.00 Uhr bildeten die Gläubigen auf dem Berg eine Lichterprozession. Diese ging vom Weiher bei Gügel zum Haus des Simon und von dort über den Berg zur Grotte. Es waren folgende Kinder dabei: Gretel, Maria, Hildegard, Erika, Kuni und Waltraud. Kurz vor dem Altärchen, vor dem Lichtmast, sagt Hildegard: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald... sie schwebt herüber." Etwa zehn Meter nach dem Mast ging sie zwischen den Kindern mit zur Grotte. An der Grotte durften die Kinder der Muttergottes die Hand geben und sie berühren, auch die Begleitherren. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben denjenigen, die für mich kämpfen." Danach ging sie mit zum Waldkreuz weiter. Unterwegs nach dort sagt die Muttergottes zur Gretel: "Ich segne deshalb so oft, weil mir euer Gebet so gefällt. Euer Gebet dringt durch die Wolken bis zum Himmel." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, passt gut auf, wenn ich segne." (Damit sie den Gnadensegen nicht übersehen.) Weiter zur Hildegard: "Liebe Kinder, seid doch nicht so ernst. Wenn ihr mich begleitet, seid ihr meine lieben Englein." Dann sagte sie weiter zur Hildegard: "Ich freue mich, wenn Betti wieder kommt. Ich war an ihrem Fenster, wenn sie mich auch nicht gesehen hat, so war ich doch bei ihr. Richtet ihr Grüße aus." Am Kreuz blieben die Kinder eine Zeit lang davor knien und gingen dann mit der Muttergottes weiter zum Erscheinungsort des 5. Februar 1950. Dort sagt die Muttergottes, zur Hildegard: "Ich würde mich freuen, wenn eine Kapelle hier herkäme" (Erlanger haben eine Kapelle am Mast gestiftet.) Zur Maria sagt sie: "Die Leute sollen andächtiger singen. Es freut mich, dass Hildegard und Waltraud heute Abend hier geblieben sind." Zur Hildegard sagt sie: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'O Maria, lieb und traut...' Inzwischen sangen die Leute Marienlieder weiter. Die Muttergottes sagte zur Gretel: "Die Leute sollen schöner singen!" Danach sagte die Muttergottes zur Gretel: "Singt jetzt leise meinem lieben Kind ein Lied." Zur Hildegard sagte die Muttergottes noch, als die Prozession aus dem Wald zog: "Liebe Kinder, ihr sollt doch zueinander so lieb sein. Es tut mir weh, wenn ihr miteinander streitet." Auf dem Weg von der Grotte zum Mast sagt die Muttergottes: "Die Leute singen und beten aber nicht schön." Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich auch Frau Göppner meinen Segen geben." Am Podium sagt Gretel: "Das Jesukind kommt vom Himmel herunter." Antonie und Maria sehen es ebenfalls und begrüßen es. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Gebt mir eure Hand, ich will in den Himmel auffahren." Die Muttergottes segnete noch einmal, fuhr dann mit dem Jesukind in den Himmel auf. Kurze Zeit darauf sieht die Muttergottes aus dem Himmel. Hildegard, Gretel und Antonie sehen sie auch. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Die Leute sollen es wissen, dass der Gesang heute nicht schön war." Dann sagte sie noch: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"

Montag, 31. Juli 1950, nachmittags 14.00 Uhr. Die Kinder haben gestern versprochen, nicht zum Eierringstanz zu gehen. Sie hielten ihr Wort. Um 14.00 Uhr gingen Erika, Maria, Antonie und Gretel zum Birnbaum. Dort kam gleich das Jesukind herunter und stellte sich auf den Lilienstrauß. Die Kinder berührten das Jesukind und gaben ihm die Hand. Darauf kamen zehn Engelein vom Himmel. Vier hatten weiße Kleider, die anderen sechs hatten blaue Kleider. Die Kinder waren von fünf Herren und einem Buben begleitet. Insgesamt waren es zehn Personen. Das Jesukind sagte: "Nehmt mich auf den Arm und singt das Lied: 'Still, still...'" Dann sagte das Jesukind: "Spielt mit den Engelein." Die Kinder spielten lange Zeit mit den Engelchen. Gretel und Antonie gingen etwas abseits mit ihren Engelein. Nach einiger Zeit kam die Muttergottes vom Himmel herunter. Die Kinder gaben ihr die Hand und brachten Blumen, die die Muttergottes segnete. Die Muttergottes war etwa 15 Minuten da. Da sagte das Jesukind: "Berührt jetzt alles. Dann will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren, ebenso die Engelein und meine liebe Mutter." Das Jesukind segnete und fuhr zuerst mit den Engelein in den Himmel und dann die Muttergottes. Danach gingen die Kinder nach Hause. Das Jesukind sagte zur Maria: "Geht jetzt nach Hause!"

Montag, 31. Juli 1950, abends um 19.30 Uhr gehen alle Kinder, außer Hildegard und Betti, zum Berg. Auf dem Weg zum Podium sehen sie schon die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sagt: "Holt mich ab!" Beim Altar am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Du und Gretel, geht zum Baum!" Auf dem Weg vom Mast zum Podium sagt die Muttergottes noch einmal zur Maria: "Geht jetzt zum Baum!" Maria sieht auf halbem Weg schon das Jesukind mit drei Engeln am Altärchen vor dem Baum stehen. Auch der Kelchengel kam heruntergeschwebt, den Gretel sah. Am Baum empfingen beide Kinder und Herr Schmitt die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Gretel sah das Jesukind und die Engelein nicht. Nach der Kommunion sagt Maria: "Das Jesukind schwebt auf das Kapellchen und sagt zu mir: Geh hinter das Kapellchen." Dort standen auch die drei Engel, die Maria nicht mehr sah, als das Jesukind emporschwebte. Das Jesukind stand auf dem First des Kapellchens und Maria bat es, es möge zu ihnen herunterkommen. Die anderen Kinder kommen vom Podium eilends zur Kapelle am Baum. Die Kinder sehen inzwischen, wie die Muttergottes mit ihnen zum Podium ging. Dort durften die Kinder der Muttergottes die Hand geben und sie berühren. Sie gab dann auch ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Geht zum Baum, dort werdet ihr die heilige Kommunion empfangen." Auf dem Weg dorthin hörte Antonie den Kelchengel sprechen: "Liebe Kinder, beeilt euch!" Am Baum empfingen sie die heilige Kommunion, die der Engel ihnen in beiden Gestalten reichte. Zur Maria sagt das Jesukind hinter dem Kapellchen: "Kuni soll zu euch herkommen!" Kuni aber sah weder das Jesukind noch die drei Engel. Auch Gretel sah das Jesukind und die drei Engel hinter der Kapelle nicht. Maria fragte ihr Engelein, warum Gretel und Kuni sie und das Jesukind nicht sehen dürfen. Auf einmal sagt Gretel: "Ich sehe das Jesukind vor mir stehen." Kuni sagt: "Ich höre eine Stimme: Es ist eine Prüfung für sie." Doch bald darauf sieht sie auch das Jesukind. Die drei Kinder sangen das Lied: 'Von dem Thron der Glorie wende.' Währenddessen gingen Antonie, Irma und Waltraud mit Dr. Heil zur Himmelswiese. Während des Liedes sagt das Jesukind zur Maria: "Ihr drei Kinder und Schmitt, geht mit mir etwas weiter!" Unterwegs sangen die Kinder das Lied zu Ende. Das Jesukind sagt darauf: "Das Lied gefällt mir sehr. Singt es noch einmal. Jedes Kind eine Strophe allein." Als die sechs Strophen beendet waren, forderte das Jesukind noch einmal die Kinder auf, das Lied zu singen, da es ihm so gefalle. Die Kinder sangen es noch einmal. Als es zu Ende war, blieb das Jesukind stehen und sagte zur Kuni: "Singt das Lied jetzt gemeinsam und recht andächtig." Am Schluss sagt das Jesukind zur Maria: "Singt die zwei letzten Strophen noch einmal." Nach der letzten Strophe sagte das Jesukind: "Singt die letzte Strophe noch einmal." Und: "Mich erfreut das Lied sehr." Während des Absingens der Strophe kam Erika von der Himmelwiese zu den drei Kindern zurück, bei denen das Jesukind war, und sagte: "Wir sind im Himmel. Wir sehen Gott Vater!" Die drei Kinder sangen das Lied zu Ende. Dann kam Irma und sagt: "Gott Vater sagt, die Kinder sollen mit seinem Sohn zu ihm kommen." Auf dem Weg dorthin ging das Jesukind den drei Kindern voraus, indem sie das Lied zu Ende sangen. Währenddessen gingen vom Kapellchen am Apfelbaum Antonie, Erika, Irma und Waltraud mit Dr. Heil ungefähr zwei Meter von diesem weg zum Wald hin. Dort kamen vier Engelein, die sagten: "Liebe Kinder, geht jetzt mit uns in den Himmel!" Die Kinder gingen mit Dr. Heil in der Richtung zur Himmelswiese. Unterwegs wurde es ganz neblig. Die Kinder sehen sich ganz in Nebel bzw. in Wolken gehüllt. Auf der Himmelswiese angekommen, sagten Antonie und Erika, die beide nur sehen: "Wir sehen ein großes Tor." Die Türklinke war sehr hoch angebracht. Das Tor hatte goldene Farbe. Die Kinder öffneten das Tor, welches zwei Flügel hatte. Sie traten ein und sahen eine hohe Treppe. Die einzelnen Stufen waren etwa 20 bis 25 cm hoch. Also war die Treppe sehr steil. Die Kinder machten sehr große Schritte beim Hinaufgehen. Sie zählten 124 Stufen. Sie gingen beim Hinaufgehen an dem Hang der Himmelwiese entlang zum oberen Weg. Kurz bevor sie dort oben ankamen, sagten Antonie und Erika: "Wir sehen einen Thron, darauf sitzt Gott Vater mit braunem Mantel, gelbem Kleid, grauem Bart. Daneben war ein Platz frei. Darüber schwebte eine weiße Taube. Neben dem freien Platz saß die Muttergottes. Sie hatte einen blauen Mantel an, trug ein weißes Kleid, hatte eine goldene Krone und trug auf ihren Füßen goldene Rosen. Weiterhin sehen die Kinder zu beiden Seiten dieses Thrones, auf dem Gott Vater und die Muttergottes sassen, der etwa 2,50 Meter breit war, fünf kleine Throne, neben diesen kleinen Thronen waren zu beiden Seiten fünf große Throne. Der große Thron von Gott Vater war hellbraun mit grünen Edelsteinen besetzt und in der Mitte ein großer roter Edelstein. Die Einfassung des Thrones war goldig. Der Sitz des großen Thrones war weich." Die Muttergottes sagte zur Erika: "Kinder, setzt euch einzeln auf meinen Thron." Die Muttergottes ging vom Thron. Die zehn kleinen und zehn großen Throne hatten auch eine Rückenlehne. Die Muttergottes sagte zur Antonie: "Setzt euch auf die kleinen Throne. Dann dürft ihr euch einmal darauf setzen, wenn ihr im Himmel seid." Auf die Frage, wer auf dem großen Thron sitzen wird, sagte die Muttergottes zur Antonie: "Da dürfen sich die Herren darauf setzen." Gegen Osten sehen die Kinder viele Engel im Himmel. Darunter ein großer schöner Engel, der Erika besonders auffiel. Er hatte dunkelblondes Haar. Die Engel hatten keine Flügel und waren von verschiedener Größe. Die Kinder gingen zum Thron vor Gott Vater hin und verbeugten sich bis auf die Erde. Sie beteten den Lobgesang der Engel an die Heiligste Dreifaltigkeit. Bei dem Lob auf Gott Vater segnete Gott Vater und beim Lob auf den Heiligen Geist flog der Heilige Geist ein Kreuz. Gott Sohn war nicht auf dem Thron. Er war als Jesukind bei den anderen drei Kindern. Gott Vater steht vom Thron auf, geht etwas seitwärts. Die Kinder beugten sich mit dem Gesicht zur Erde, als Gott Vater vorbeiging. Gott Vater sagte zu den Engelchen: "Die Engelein sollen mit den Kindern spielen." Dann sagte Gott Vater: "Holt doch die anderen Kinder ab, bei Herrn Schmitt." Gott Vater setzte sich wieder auf den Thron. Er segnete und küsste die Kreuze der Kinder und die Rosenkränze. Dann sagte er: "Es würde mich freuen, wenn auch mein lieber Sohn käme." Irma lief die Wiese hinunter zu den übrigen drei Kindern, und holte sie herauf. Oben am Throne Gottvaters angekommen, knieten die drei Kinder, Gretel, Maria und Kuni, nieder. Sie sahen weder den Himmel, noch die Muttergottes, noch die Throne. Den drei Kindern mussten die Hände geführt werden, als sie Gott Vater begrüßten. Bei der Begrüßung des Heiligen Geistes, bzw. der Taube, sagen die drei Kinder, dass sie etwas Weiches mit Federn berühren. Erika bat die Muttergottes, sie möge sich der Gretel, Maria und Kuni zeigen. Die drei Genannten sehen auch plötzlich die Muttergottes sitzen, ohne den Thron selbst zu sehen. Erika und Antonie sehen bei der Ankunft des Jesuskindes dieses nicht, erst etwas später sehen sie das Jesukind und bald darauf sehen sie es als Heiland mit braunem Haar und kleinem Bart. Der Heiland saß auf dem Thron neben Gott Vater. Gretel, Kuni und Maria sehen Gott Vater, die Engel aber nicht, wie sie auch den Himmel nicht sahen, sondern nur starken, weißen Nebel. Die Kinder beteten, indem sie sich vor Gott Vater niederknieten, langsam und andächtig das 'Vater unser', wobei sie sich mehrmals tief verbeugten. Auf die Frage, warum sie das tun, sagten Erika und Antonie: "Jedes Mal, wenn Gott Vater die rechte Hand ausstreckt, die er sonst mit der anderen Hand gekreuzt über der Brust hielt, verneigten wir uns." Die Kinder verneigten sich bei folgenden Stellen des 'Vater unser': In dem Himmel... Dein Wille... führe uns... – also dreimal beim 'Vater unser'. Beim 'Ave Maria' verneigten sie sich zweimal und zwar bei: 'Der Herr... deines Leibes Jesus.' Ebenso verneigten sie sich beim: 'Ehre sei Gott Vater...' und beim Beten des Kreuzzeichens, also im ganzen siebenmal. Danach sangen die Kinder: 'Großer Gott, wir loben Dich...' Die Engel, die den Thron Gottes umstanden, sangen mit. Dann sagte Gott Vater: "Liebe Kinder, bleibt eine Zeit lang in dieser Verbeugung." Danach sangen die Kinder: 'Sei gelobt und hochgepriesen...' Nach dem Lied stand Gott Vater auf und ging vom Thron herab. Die Kinder stellten sich in Spalierform auf und verbeugten sich tief zur Erde. Erika sagt: "Gott Vater will jedem Kind die Hand auflegen." Nach der Handauflegung sollen sich die Kinder tief verbeugen bis zur Erde. Gott Vater legte dann den einzelnen Kindern die Hand auf und segnete sie dabei. Ebenso tat er es mit den beiden Herren. Danach ging Gott Vater zu seinem Thron zurück. Dann sagte Antonie: "Jetzt sehe ich den Himmel nicht mehr, ich sehe nurmehr die Muttergottes." Kurze Zeit darauf sagte sie: "Jetzt sehe ich auch die Muttergottes nicht mehr." Erika sah jedoch noch den ganzen Himmel. Gott Vater sagte zur Erika: "Steigt wieder hinab zur Erde." Erika, Antonie, Irma und Waltraud gingen mit Dr. Heil wieder die steilen Treppen hinab bis zum Tor. Dann sagten die Engel: "Liebe Kinder, macht das Tor auf und geht hinaus." Erika wurde zu dem Türdrücker hinaufgehoben und machte das Tor auf. Dann sagten die Engel: "Liebe Kinder, geht jetzt nach Hause!" Plötzlich sah sich Erika auf die Wiese versetzt und sagte: "War jetzt auf der Wiese der Himmel?" Gretel, Maria und Kuni blieben mit Herrn Schmitt bei der Muttergottes und dem Heiland zurück. Die Muttergottes sagte zur Kuni: "Liebe Kinder, verbeugt euch vor meinem Sohn und bereut alle eure Sünden." Nach einiger Zeit sagt die Muttergottes zur Kuni: "Berührt uns, dann gehen wir fort." Die Muttergottes und der Heiland segneten und waren plötzlich verschwunden, während Maria dem Heiland die Hand geben wollte. Kuni sagt: "Ich höre eine Stimme, die uns auffordert, heimzugehen."

Nachtrag: Die Muttergottes und der Heiland kreuzten die Hände auf der Brust, als sie auf dem Thron sassen. Die Stimme Gottvaters war tiefer als die des Gottsohnes.

(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 1)

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