Dienstag, 1. August 1950, abends 19.30 Uhr. Sechs Kinder gehen zum Berg, um 19.30 Uhr abends. Unterwegs sehen die Kinder bereits über den Birken die Muttergottes. Sie schwebte herunter zum ersten Lichtmast. Die Kinder gehen der Muttergottes entgegen und begrüßten sie am Mast. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Du, Gretel und Maria, geht mit Herrn Schlötzer zum Baum!" Dort sehen die Kinder den Kelchengel kommen. Derselbe reicht den Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Der Kelchengel fragt die Kinder: "Liebe Kinder, wollt ihr heute den Himmel wieder sehen?" Die Kinder sagten "Ja" und gingen dann alle drei zur Himmelswiese. Unterwegs nach dort sehen die Kinder bereits, wie sich der Himmel öffnete. Ebenfalls öffnete sich ein großes Tor. Die Kinder sagten: "Wir sind jetzt im Himmel." Sie machten die Bewegung, als würden sie eine Treppe hinaufsteigen. Sie zählten 134 Stufen. Zu Schlötzer sagte Gretel: "Heben Sie ihre Füße auf, sie stehen ja auf einer Treppe." Schlötzer sagte zu den Kindern: "Gebt doch auf die Wiese obacht!" Die Kinder sagten: "Hier ist doch keine Wiese."
Oben an der Wiese angekommen, sehen die Kinder plötzlich Gott Vater und Gott Sohn auf einem Thron sitzen, drei Engel kamen hinzu. Rechts und links vom Thron sehen die Kinder je fünf kleine und fünf große Throne. Die Kinder begrüßten Gott Vater und verneigten sich tief. Sie geben Gott Vater die Hand. Kurz darauf kam Dr. Heil mit den anderen Kindern hinzu. Nachdem Schlötzer mit den drei Kindern vom Altar am Mast weggegangen war, sagte die Muttergottes: "Wir gehen heute nicht zum Berg." Auf die Bitte der Kinder hin, sie möge die Kerzen und Streichhölzer weihen, sagte sie: "Ich gehe am Podium vorbei und weihe Kerzen und Streichhölzer. Dr. Heil soll es sagen." Beim Vorbeigehen am Podium weihte die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Dann sagte die Muttergottes zur Kuni: "Frau Schlötzer darf auch mitgehen." Auf dem oberen Weg zum ersten Baum kam der Kelchengel. Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Wenn der Kelchengel da ist und ihr die heilige Kommunion empfangen habt, dann werde ich verschwinden und ihr geht zu den anderen Kindern." Der Kelchengel kam. Nachdem die Kinder in beiderlei Gestalten die heilige Kommunion empfangen hatten, gingen sie zu den übrigen Kindern zu Schlötzer. Die Kinder waren teilweise sehr laut. Sie mussten mehrmals zur Andacht gemahnt werden. Gott Vater und Gott Sohn verschwanden wieder, was durch das sehr laute und unandächtige Verhalten der Kinder eventuell bedingt war. Schlötzer sagte den Kindern, sie möchten alles bereuen und zur Buße den Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Rosenkranz beten. Ein Engel sagte zur Gretel: "Du, Maria und Antonie, geht mit Schlötzer etwas weiter!" Dies geschah. Auch die drei Engel gingen mit. Die Kinder sahen plötzlich wieder den Himmel sich öffnen und die Heiligste Dreifaltigkeit auf einem großen Thron erscheinen. Der Heilige Geist schwebte in Gestalt einer Taube zwischen Gott Vater und Gott Sohn. Kurz darauf kam auch die Muttergottes dazu. Währenddessen blieben die übrigen Kinder mit Dr. Heil an der ursprünglichen Stelle, wo der Thron der Heiligsten Dreifaltigkeit stand. Die Kinder sahen nur noch die Muttergottes. Die Muttergottes sagt zur Kuni: "Liebe Kinder, berührt noch einmal alles, dann werde ich euch entschwinden und dann geht heim." Nachdem die Kinder alles berührt hatten, war die Muttergottes plötzlich verschwunden. Gott Vater sagt zu den drei Kindern: "Antonie, Gretel und Maria: Wollt ihr wissen, warum ich so bald weggegangen bin?" Kurz darauf sagte Gott Vater: "Weil einige von euch nicht andächtig waren." Anschließend segnete Gott Vater die drei Kinder und Schlötzer einzeln. Dabei verneigten sich die Kinder tief bis auf den Boden. Die Kinder nahmen die Taube in die Hand und sagten: "Wie sie flattert!" Dann flog die Taube zurück auf ihren Platz und flog hierbei ein Kreuz. Die Kinder sahen neben dem großen Thron, auf dem Gott Vater, Gott Sohn und die liebe Gottesmutter sassen, drei kleine Throne und links einen großen Thron. Gott Vater sagte zur Gretel: "Die drei kleinen gehören für euch und der große für Schlötzer." Plötzlich sahen die Kinder den Himmelsgarten mit vielen Blumen: Maiglöckchen, Rosen, Tulpen, Vergissmeinnicht, und eine Blumenart benannten die Kinder die Herzblume, weil die Blüten die Form eines Herzens hatten. Kleine Engel spielten im Himmelsgarten. Die Heiligste Dreifaltigkeit und die Muttergottes verschwanden wieder. Nach einer Weile sahen die Kinder im Himmelsgarten das Jesukind auf sie zukommen: "Berührt an mir alles. Dann fahre ich in den Himmel mit den Engeln auf." Dies geschah. Das Jesukind segnete und sagte: "Kinder, geht heim!"
Dienstag, 1. August 1950, abends 21.15 Uhr. Antonie, Gretel, Kuni, Maria und Erika gehen vom Haus Gügel aus hinauf zum Berg mit der Lichterprozession. Auf dem Berg sehen die Kinder die Muttergottes vom Birkenwald herüberschweben zum ersten Mast mit drei Engeln. Die Muttergottes sagt zur Gretel und Antonie: "Liebe Kinder, seid andächtig, sonst gehe ich wieder fort." Kurz darauf wiederholt die Muttergottes nochmals diese Mahnung und sagt zur Maria: "Es ist nicht schön, dass ihr so gemahnt werden müsst." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Wenn ihr das Kreuzzeichen macht, macht es langsam und andächtig und denkt immer dabei. Macht es so wie die Engel es euch gelehrt haben." Am hinteren Bildstock sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, berührt mich nacheinander." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, betet andächtig mit. Das Gebet des Vorbeters erfreut mich sehr." Sie segnete den Vorbeter. Auf dem Rückweg hört Gretel einen Engelgesang. Gretel sagt: "Die Engel singen ein Lied: 'Liebes Jesulein, ich habe dich so lieb...'" Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, freut ihr euch, dass ich gekommen bin?" Die Kinder bejahten dies freudig. Dann sagte die Muttergottes zur Antonie: "Jetzt segne ich Herrn Pfarrer Gailer und den Vorbeter, der das Lied: 'Wunderschön prächtige...' vorsagt." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Habt ihr euren Bußgürtel und euer Kreuz dabei?" Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Haltet ihr eure Stunde in der Kirche und auf dem Berg?" An der Grotte beim Birkenwald angekommen, sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, berührt alles an mir!" Dann ging die Muttergottes mit den Kindern weiter in Richtung zum Berg. Dabei schwebt die Muttergottes auf einer kleinen Wolke. Bei einer der Strophen vom Lied: 'Wunderschön prächtige...' sagt die Muttergottes: "Das Lied dringt durch die Wolken." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Das erfreut mich sehr, dass ihr nochmals gekommen seid zur Lichterprozession." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Bei jeder Lichterprozession soll das Lied gesungen werden: 'Wunderschön prächtige...'" – "Der Vorbeter soll es vorsagen." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Herr Schlötzer soll auf dem Berg einige Worte sagen, den Vorbeter soll er nicht nennen. Er soll es ihm allein sagen, dass er mehrere Male den Segen bekam." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Wenn ich auf dem Berg angekommen bin, berührt alles, dann gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Warum kommt Hildegard schon zwei Tage nicht mehr? Sie soll morgen kommen!" Weiterhin sagt die Muttergottes zur Gretel kurz vor dem Podium: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Krankensegen." Die Muttergottes segnete. Die Kinder berührten nochmals alles wie sonst. Die Muttergottes fuhr in den Himmel, segnete hierbei nochmals und sagte: "Liebe Kinder, geht heim!"
Mittwoch, 2. August 1950, abends 19.30 Uhr. (Schmitt) Gretel, Erika, Maria, Kuni, Antonie und Irma gehen zum Berg. Kaum beim Podium angekommen, sehen alle Kinder außer Irma die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie forderte die Kinder auf, sie möchten sie abholen. Auf dem Weg zum Mast segnete die Muttergottes vom Birkenwald aus öfters. Zur Gretel sagte die Muttergottes auf dem Weg: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Sei gegrüßet...' Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Zur Maria und Gretel sagte die Muttergottes: "Reicht mir eure Hand nacheinander, der Reihe nach." Nach der Begrüßung ging die Muttergottes mit den Kindern zum Berg. Zur Erika sagte sie: "Macht das Kreuzzeichen immer, wie meine lieben Engelein." Am Podium sagt die Muttergottes zur Kuni: "Jetzt will ich die Rosenkränze, Kerzen, Kreuze und Zündhölzer weihen." Danach sagt die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt gebe ich den Krankensegen." Nach einiger Zeit sagt die Muttergottes zur Erika: "Berührt alles! Dann begleitet mich zum Mast!" Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes zur Gretel: "Es sollen keine fremden Leute mit euch gehen!" Am Mast segnet die Muttergottes und blieb noch kurze Zeit bei den Kindern. Danach forderte die Muttergottes die Kinder auf, ihr die Hand zu geben und nochmals alles zu berühren. Die Muttergottes segnete noch einmal und fuhr in den Himmel auf. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"
Mittwoch, 2. August 1950, (Lichterprozession), abends 20.30 Uhr. Gretel und Maria gehen mit Schmitt zum Berg, um an der Lichterprozession teilzunehmen. Während die Kinder am Podium standen, hörte Gretel eine Stimme: "Macht jetzt die Prozession!" Etwa 150 Personen gingen mit. Zwischen dem ersten und zweiten Lichtmast sagt Gretel: "Von der Grotte her kommt das Jesuskind." Etwa beim ersten Lichtmast von unten herauf traf das Jesukind auf die Kinder und ging mit ihnen zur Grotte. Zur Gretel sagt das Jesuskind: "Liebe Kinder, es freut mich, dass ihr gekommen seid." Zur Maria sagt es darauf: "Am Waldkreuz dürft ihr mir die Hand geben und mich berühren, auch die drei Kinder, die hinter euch gehen." Das Jesuskind ging hernach den Kindern voraus bis zur Grotte. Auf dem Weg zum Waldkreuz sagt das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, lasst mich wieder in eure Mitte!" Zur Maria sagt das Jesukind: "Berührt mich am Waldkreuz!" Zur Gretel sagt das Jesukind: "Berührt mich am Waldkreuz, dann gebe ich euch meinen besonderen Segen. Hernach geht um das Kreuz herum und ich gehe wieder mit euch zum Berg zurück." Zur Gretel sagt das Jesuskind nach dem Rosenkranz: "Singt das Lied: 'Wunderschön prächtige...'" Währenddessen kam die Prozession am Waldkreuz an. Das Jesukind blieb am Kreuz stehen, die Kinder reichten ihm die Hand und berührten alles. Kuni kommt jetzt ebenfalls zu den anderen Kindern am Waldkreuz. Zur Gretel und Maria sagt das Jesukind: "Es freut mich sehr, dass Kuni noch gekommen ist. Ich wusste, dass sie gerne zu mir kommt." Weiter sagt das Jesukind zur Gretel: "Es freut mich, dass ihr drei so oft an der Prozession teilnehmt." Ein heftiges Gewitter, ein Wolkenbruch, entlädt sich über dem Birkenwald und dem Berg. Das Jesukind ging eine Zeit lang mit und verschwand dann plötzlich. Die Kinder gingen nach Hause.
Donnerstag, 3. August 1950, abends 19.30 Uhr, 300 Personen. (Schmitt und Dr. Heil) Die Kinder, außer Betti, gehen auf den Berg. Beim Podium sahen sie bereits die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte die Kinder auf zum Mast zu gehen und sie abzuholen. Auf dem Weg dorthin segnete sie öfters und sagte zur Maria: "Du, Gretel und Antonie, geht nach der Begrüßung zum Baum." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, macht euer Kreuz recht andächtig, so wie die Engel!" Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Seid heute sehr andächtig!" Beim Mast gaben die Kinder der Muttergottes die Hand und begrüßten sie, berührten den Saum, die Krone und das Haar. Während ein Mädchen der Muttergottes die Hand gab, fing schon ein Mädchen an (Hildegard), die Muttergottes zu berühren. Da sagte die Muttergottes zur Kuni: "Ich sagte doch, ihr sollt mir nacheinander die Hand geben." Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Gretel, Maria und Du, geht jetzt zum Baum!" Die Muttergottes ist heute sehr streng in ihren Forderungen gegenüber den Kindern. (Sie bringt nachdrücklich zum Ausdruck, dass ihre Forderungen sofort durchgeführt werden.) Schmitt ging mit Gretel, Antonie und Maria zum Baum. Als die Kinder ungefähr zehn Meter vor dem Altar (am ersten Baum) entfernt waren, sagen Antonie und Gretel gleichzeitig: "Das Jesuskind steht drüben auf der Himmelwiese." Die Kinder gingen zuerst zum Altar, denn der Kelchengel wartet bereits auf sie. Sie empfingen mit Schmitt die heilige Kommunion in beiden Gestalten, die der Engel heute selbst reichte. Hernach gingen die Kinder zur Himmelswiese. Sie sahen das Jesukind plötzlich nicht mehr. Die Kinder sahen auf einmal den Himmel vor sich. Sie sahen von ferne ein Tor, gingen durch das Tor. Sie sehen sich im Himmel um und fühlen sich im Himmel. Vor ihnen war eine große Treppe. Die Kinder zählten beim Hinaufgehen die Stufen. Es waren 157, die in Absätzen waagrecht weitergehen und zickzack links und rechts (die Kinder waren völlig entrückt und sahen nicht mehr das Gras, die Wiese, noch Bäume und Sträucher, noch den Birkenwald, auch nicht die Kapelle am Berg und nicht Heroldsbach, hören auch nicht das Beten der Leute) in die Höhe weiterführten. (Diese völlige Entrückung war immer der Fall in den letzten Tagen, an denen sie die Himmelsvision hatten.) Den Himmel sahen sie als einen Raum, ganz golden und weiß. Er war durch weiße Wolken begrenzt. Im Himmel war heute die Heiligste Dreifaltigkeit auf einem Thron, gegenüber früheren Berichten, wo auch Engel, die Muttergottes und verschiedene Throne gesehen wurden. Die Kinder waren da bereits im Himmel. Sie wunderten sich, dass Schmitt zu ihnen kam, ohne über die Treppe zu gehen wie sie. Schmitt sagte zu ihnen: "Ich bin heraufgeflogen." Die Kinder sagen: "Dann fliegen auch wir hinunter." Sie breiteten ihre Arme aus und schwebten den Berg hinunter. Plötzlich blieben sie stehen und verbeugten sich tief. Sie sagten zu Schmitt: "Die Heiligste Dreifaltigkeit sitzt vor ihnen auf dem Thron." (Wie im Bericht vor zwei Tagen.) Die Kinder begrüßten die Heiligste Dreifaltigkeit, indem sie Gott Vater und Gott Sohn die Hand reichten und die Gestalt des heiligen Geistes als Taube an der Seite streichelten. Die Kinder sangen danach das Lied: 'Sei gelobt und hochgepriesen.' Der Heiland forderte sie auf, im Himmelsgarten zu spielen. Die Kinder sagten: "Wie du willst." Nachdem der Heiland nichts mehr sagte, beteten die Kinder das Preisgebet zur Heiligsten Dreifaltigkeit. Hernach forderte sie der Heiland auf, im Himmelsgarten zu spielen, und die Kinder folgten und gingen etwa zehn Meter nach Westen. Maria sagte beim Weggehen zu Schmitt: "Gott Vater ist ja noch hier." Gretel fing an, im Himmelsgarten Blumen zu pflücken, die sie sah. Plötzlich sagte Antonie: "Ich sehe den Himmelsgarten und den Himmel nicht mehr." Dagegen sagt Gretel: "Ich sehe noch alles. Auch Gott Vater ist noch bei Herrn Schmitt." Die Kinder kamen wieder zu Schmitt zurück. Dann sagte Gretel plötzlich: "Ich stehe ja auf einer Wiese." Die Kinder gingen dann heim.
Donnerstag, 3. August 1950, abends 21.30 Uhr. Gretel, Maria, Kuni, Hildegard und Erika gehen abends mit der Lichterprozession. Diese ging von den Weihern bei Gügel ab, an Neuner vorbei auf den Berg. Als die Kinder zum ersten Mast kamen, sagen alle Kinder: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald." Bald darauf sagen sie: "Die Muttergottes kommt herunter." Die Kinder bleiben bei dem Altärchen stehen und geben der Muttergottes die Hand und berührten alles. Die anderen Kinder durften ebenfalls der Muttergottes die Hand geben und alles berühren. Danach ging die Muttergottes zwischen den Seherkindern weiter zur Grotte. Auf dem Weg sagte sie zur Gretel: "Es freut mich, dass die Leute von selbst das Lied singen: 'Wunderschön prächtige...'" Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid brav und andächtig." Beim ersten Mast sieht Gretel, wie eine Anzahl Engel von der Grotte her der Prozession entgegenkommen. Gretel zählt die Engel, es waren acht, sie waren alle weiß gekleidet, hatten die Hand über der Brust gekreuzt, die Kleider schimmern wie Seide, auf dem Kopf glitzerte es. Gretel sagt: "Wenn die Muttergottes segnet, knien sich die Engel alle nieder." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Die kleinen Engel vor euch zeigen euch den Weg, geht ihnen nach." Gretel sagt weiter: "Das erste Englein dort vorne dreht sich immer um, damit sie nicht übersehen, wenn die Muttergottes segnet." Die Engel sangen allein das Lied: 'Liebes Jesulein...' Gretel sagt: "Es spielt etwas mit, ich sehe aber keinen Musikanten." Dann sagte die Muttergottes zu ihr: "Es sind Engel, die im Himmel spielen." Gretel fragte darauf einen Engel: "Liebe Engel, warum seid ihr heute zu acht?" Darauf antwortet ein Engelein: "Weil das Jesuskind nur uns erlaubt hat herunterzukommen." Auf dem Weg von der Grotte zum Waldkreuz fragte die Muttergottes durch Gretel die Kinder: "Liebe Kinder, geht ihr täglich in die heilige Messe, empfangt ihr täglich die heilige Kommunion, haltet ihr eure Betstunden ein? Diejenigen, die eines davon unterlassen haben, sollen bei mir um Verzeihung bitten." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Hast du dein Edelweiss bei dir?" Gretel sagte gleich zur Muttergottes: "Liebe Muttergottes, verzeih mir, ich habe es vergessen." Am Waldkreuz angekommen, machen die Englein, die immer vor den Kindern gingen, eine Kniebeuge und gehen weiter. Die Kinder geben beim Kreuz der Muttergottes die Hand und berühren alles. Die Muttergottes segnete wiederholt. Dann fragte Gretel die Muttergottes: "Liebe Muttergottes, du segnest aber heute sehr oft." Diese antwortete darauf: "Ich segne deswegen so oft, weil mich euer Gebet erfreut." Auf dem Weg vom Erscheinungsort zurück zur Grotte sagte ein Englein zur Gretel: "Liebe Gretel, siehst du nichts bei uns?" Gretel sah näher hin und sagte: Nein. Schmitt forderte sie auf, doch zu den Engeln hinzugehen, um nachzusehen. Da sagte Gretel plötzlich: "O ja, das Jesuskind ist zwischen den Engeln." Bald darauf sahen das Jesuskind Kuni und Erika, die nichts davon wussten, dass Gretel das Jesukind sah. Sie sahen ebenfalls plötzlich das Jesukind zwischen den Engeln. Gretel sagt: "Die Muttergottes geht jetzt zum Jesuskind hin." Nach etwa 20 Metern sagt die Muttergottes zur Gretel: "Geht jetzt wieder auseinander, denn ich will mit meinem lieben Sohn zwischen euch gehen." Zur Gretel sagte das Jesukind: "Es freut mich, dass ihr, liebe Kinder, zur Prozession gekommen seid. Herr Schmitt soll dies auch den anderen Kindern sagen." Plötzlich sagt Gretel: "Ein Engel geht zum Jesuskind hin und bittet, ob er die Kinder segnen dürfe." Das Jesukind erlaubt es, sagt Gretel. Der Engel segnete dann die Kinder. Zur Gretel sagt das Jesukind: "Ach, liebe Kinder, singt mir zu Ehren doch ein Lied. Danach singt auch meiner lieben Mutter zu Ehren ein Lied." Als die Kinder gesungen hatten, sagte das Jesukind wieder zur Gretel: "Weil ihr so schön gesungen habt, deshalb gebe ich euch meinen ganz besonderen Segen." Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Das Lied hat mich sehr erfreut." Danach sagt die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, heute habt ihr mir und meinem lieben Kinde eine große Freude bereitet." Die Muttergottes sagt weiter zur Gretel: "Liebe Kinder, betet sehr viel für den Herrn Erzbischof, damit er zur Einsicht kommt." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Betet viel für die Bekehrung der Ungläubigen. Betet auch für die Kommission." Die Engel segnen zwischen dem ersten und zweiten Mast die Kinder und fahren in den Himmel auf. Zur Erika sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich alle Dörfer und Städte segnen." Zur Gretel: "Diese Lichterprozession gefällt mir heute sehr." Danach sagt das Jesuskind zur Gretel: "Ich gebe euch jetzt meinen ganz besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Die Muttergottes sagte nach der Auffahrt des Jesukind: "Am Podium gebt mir die Hand, dann will ich in den Himmel auffahren." Sie segnete und fuhr in den Himmel auf.
Freitag, 4. August 1950, 19.30 Uhr. (Schlötzer) Die Kinder sind um 19.30 Uhr auf dem Berg angekommen und sehen über dem Birkenwald die Muttergottes, außer Irma und Betti. Zur Antonie sagt die Muttergottes: Holt mich ab. Unterwegs sagt die Muttergottes zur Gretel: "Es freut mich, dass Blumen auf dem Weg gestreut sind." Kurz vor dem Mast sagt die Muttergottes nochmals zur Gretel: "Jetzt will ich die Leute segnen, die die Blumen gestreut haben." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Diese sagte zur Antonie: "Wenn du, Maria und Gretel mich berührt haben, dann geht mit Schlötzer zur Himmelswiese." Unterwegs zum ersten Baum sehen die drei Kinder am Altärchen den Kelchengel stehen. Er reichte den Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Daraufhin gehen die Kinder weiter zur Wiese. Unterwegs nach dort sagen die Kinder: "Der Himmel öffnet sich. Ein großer Engel öffnet das Himmelstor." Dann steigen die Kinder nach ihrer Aussage Treppen empor. Sie zählten 164 Treppen. Auf der Anhöhe der Wiese angekommen, sagten die Kinder: "Jetzt müssen wir hinunter laufen, unten wartet die Heiligste Dreifaltigkeit." Die Kinder sehen auf einem Thron Gott Vater, Gott Sohn und in der Mitte der Heilige Geist in der Gestalt einer Taube. Die Kinder begrüßen die Heiligste Dreifaltigkeit und sangen die erste Strophe von: 'Sei gelobt und hochgepriesen.' Kurz nachher kam Dr. Heil auch mit den übrigen Kindern zu Schlötzer hinzu. Zur Gretel sagte Gott Sohn: "Liebe Kinder, geht jetzt auf die Himmelswiese!" Sämtliche Kinder gingen etwas westwärts. Die Begleitpersonen, außer Schlötzer, blieben bei der Heiligsten Dreifaltigkeit knien. Nach etwa zehn Minuten sagten Maria, Gretel und Antonie: "Jetzt sehen wir die Heiligste Dreifaltigkeit nicht mehr." Zur Antonie sagte die Stimme der Muttergottes: "Du und Gretel geht mit Herrn Schlötzer etwas weiter." Die übrigen Kinder gingen zu Dr. Heil. Etwa 20 Meter westwärts von den übrigen Kindern hielten sich Antonie und Gretel mit Schlötzer auf der Wiese auf. Plötzlich sahen die Kinder drei Engel kommen und das Jesuskind. Dieses sagte: "Liebe Kinder, jetzt will ich euch ganz rein machen." Die beiden Kinder sahen vom Himmel herunter drei Strahlen kommen, die sich auf Antonie, Gretel und Schlötzer verteilten. Dann sahen die Kinder plötzlich vor dem Jesuskind einen Kelch schweben, darüber eine Hostie. Das Jesuskind reichte selbst Herrn Schlötzer und den beiden Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Nach Aussage der Kinder war das Jesuskind sehr klein und konnte Schlötzer selbst die heilige Kommunion nicht ganz reichen. Gretel sagte: "Ich sah, wie die geteilte Hostie von selbst in den Mund von Schlötzer schwebte." Außerdem sagte Gretel: "Bevor uns das Jesuskind die Hostie reichte, schwebte der Kelch in der Luft. Das Jesukind brach die Hostie in drei Teile." Nach dem Empfang der heiligen Kommunion sagte das Jesukind zu den beiden Kindern: "Liebe Kinder, ich habe euch ein Lied gelernt, jetzt will ich euch noch eines lernen." Das Jesukind sang nun folgende Strophen, die Kinder sangen leise mit:
1. Strophe: O Maria, komm doch zu mir, ich hab dich so lieb, o Maria. (Nochmalige Wiederholung.)
2. Strophe: O Maria, du bist das Licht der Welt, o Maria, du bist das Licht der Welt, du bist das Licht der Welt.
3. Strophe: O Maria, ich hab dich so lieb, dich will ich loben und preisen in alle Ewigkeit, in alle Ewigkeit.
4. Strophe: O Maria, Muttergottes, wir flehen zu dir, wir flehen zu dir, dich loben alle Engel, o Maria.
5. Strophe: O Maria, reinste Jungfrau, keusch und rein, o Maria, reinste Jungfrau, keusch und rein, o Maria.
6. Strophe: O Maria, du bist die himmlische Frau, dir jubeln und jauchzen alle Engel zu.
7. Strophe: O Maria, du bist so mild, o segne mich mit deiner milden Hand, o Maria, du bist so mild, o segne mich mit deiner milden Hand.
Dann sagte das Jesuskind: "Liebe Kinder, lernt bis morgen dieses Lied! Berührt noch einmal alles an mir, dann fahre ich in den Himmel." Das Jesukind gab seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel. Es sagte noch: "Liebe Kinder, geht heim!" Unterdessen blieben die übrigen Kinder mit Dr. Heil am ersten Altar beim Mast. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, ich werde heute nicht auf den Berg gehen." Zur Kuni sagte sie: "Nur im Vorbeigehen werde ich die Rosenkränze und die Andachtsgegenstände weihen und segnen." Vorher sagte sie noch zur Erika: "Meine liebe Betti ist auch wieder da." Dann sagte die Muttergottes: "Die Herren dürfen mir auch die Hand geben. Geht mit mir zum Baum. Dr. Heil soll vorgehen und es den Leuten sagen." Die Muttergottes ging zum Berg hinauf, bis sie in der Nähe der Leute war, und bog dann zu dem oberen Weg nach dem ersten Baum ab. An der Abbiegungsstelle segnete sie die Andachtsgegenstände und sagte zur Kuni, nachdem sie ein Stückchen weitergegangen war: "Bleibt stehen, ich will meinen besonderen Krankensegen geben." Zur Erika sagte sie: "Jetzt will ich der Geistlichkeit meinen besonderen Segen geben." Danach gingen die Kinder weiter. Sie beteten den Wundenrosenkranz. Die Muttergottes sagte: "Liebe Kinder, das Gebet erfreut mich." Dann sahen die Kinder am Ende des Weges den Kelchengel stehen. In der Mitte des Weges angekommen, schwebte der Kelchengel zu den Kindern und reichte ihnen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Plötzlich sahen die Kinder die Muttergottes und den Kelchengel nicht mehr. Die Muttergottes sagte noch vorher: "Geht zu den anderen Kindern." Dort war gerade die Heiligste Dreifaltigkeit da, die aber keines der Kinder bei Dr. Heil sah. Die Erwachsenen beteten vor der Heiligsten Dreifaltigkeit den Lobpreis der Engelchöre und den süßen Herz-Jesu und -Mariä-Rosenkranz. Danach verschwand nach Angabe der Antonie die Heiligste Dreifaltigkeit. Nachdem der Wundenrosenkranz noch gebetet wurde, sagte eine Stimme zur Kuni: "Geht jetzt heim."
Freitag, 4. August 1950, abends 21.00 Uhr. Die Lichterprozession nahm ihren Anfang von Gügel an Saam vorbei zum Berg, von dort zum Lichtmast. Kurz vor dem Mast sahen Kuni, Erika, Gretel, Maria die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes schwebte zum Mast herüber. Nach der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Maria: "Auch die anderen Kinder dürfen mich berühren, wenn sie wollen." (Es standen ca. 20 Kinder außer den Seherkindern am Mast.) Die Kinder dürfen der Muttergottes die Hand geben. Danach bewegte sich die Prozession weiter zur Grotte. Unterwegs nach dort sagt die Muttergottes zur Erika: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel." Vorher sagte Gretel: "Ich sehe die Muttergottes nicht mehr." Kurz darauf sagt Gretel: Eine Stimme sagt: "Ich will dich nur prüfen." Es war die Stimme der Muttergottes. Die Muttergottes segnete und fuhr zurück zum Podium. Dort sangen die Leute: 'Segne du, Maria...' Dabei sahen die Kinder, wie die Muttergottes aus dem Himmel schaute und dreimal segnete.
Samstag, 5. August 1950, früh 1.00 Uhr. In der Frühe um 1.00 Uhr gingen Schlötzer auf Bitten von Gretel und Maria und Kuni zum Berg. Bei Beginn des Rosenkranzgebetes sahen alle drei Kinder die Muttergottes über den Birken. Die Muttergottes segnete mehrmals. Nach 15 Minuten sagte die Muttergottes zu den Kindern: "Jetzt will ich dem Volk meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Dies geschah so. Die Kinder gingen um 2.30 Uhr wieder heim.
Samstag, 5. August 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Alle Kinder außer Hildegard sind auf dem Berg. Gretel und Antonie sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes sagte: "Holt mich ab." Am Mast berührten die Kinder alles an der Muttergottes. Gretel und Antonie hörten eine Stimme: "Geht mit Herrn Koch zum Baum!" Vor dem Baum sahen die Kinder bereits den Kelchengel kommen. Antonie, Gretel und Koch empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten.
Sonntag, 6. August 1950, nachmittags 15.00 Uhr, ca. 1.500 Personen. (Schmitt) Alle Kinder gehen zum Berg. Beim Podium sehen Gretel, Kuni, Antonie, Maria und Hildegard die Muttergottes über dem Birkenwald und sagen alle gleichzeitig: "Wir sollen die Muttergottes am Mast abholen." Sie schwebt vom Birkenwald herüber, und als die Kinder etwa 20 Meter vom Mast entfernt waren, wartet sie bereits auf die Kinder. Gretel sagt: "Die Muttergottes wünscht, dass wir sie nacheinander berühren und sagt auch, dass wir sehr andächtig sein sollen." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Wenn ihr mich berührt habt, dann geht ihr, Antonie, Maria und Gretel, zum Baum." Etwa 40 Meter vom Baum entfernt sehen die Kinder bereits den Kelchengel vom Himmel herunterschweben. Als die Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten empfangen hatten, kam das Jesuskind herabgeschwebt. Es forderte durch Gretel die Kinder auf, mit ihm zum Berg zu gehen. Auf dem Weg dorthin sagte das Jesuskind zur Gretel: "Betet jetzt ein 'Vater unser' für den Herrn Erzbischof." Anschließend beteten die Kinder aus eigenem Antrieb ein 'Vater unser' für die Erzbischöfliche Kommission. Zur Gretel sagt das Jesuskind: "Es freut mich, dass ihr heute in weißen Kleidern gekommen seid." Darauf sagte Schmitt zu den Kindern: "Bittet, dass es auch euer Herz so weiß und rein machen möge." Das Jesuskind antwortet darauf den Kindern: "Bald seid ihr so rein." Das Jesukind blieb stehen und segnete jedes Kind dann einzeln, auch Herrn Schmitt. Die Muttergottes kommt vom Podium her den Kindern und dem Jesukind entgegen. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Ein Kind von den anderen Kindern soll mit euch gehen." Betti schloss sich daraufhin den drei Kindern an. Das Jesuskind sagte weiter zur Gretel: "Wenn ich durch die Reihen der Leute gehe, erteile ich meinen besonderen Segen." Am Podium weihte das Jesukind die Andachtsgegenstände, Kerzen und Zündhölzer. Dann sagte das Jesukind weiter: "Jetzt will ich das Laub segnen." Zur Maria: "Nehmt euch von dem Laub mit! Geht mit mir zum Mast!" Auf dem Weg dorthin sagte das Jesukind zur Gretel: "Der Kelchengel wird kommen und Betti und dem Geistlichen die heilige Kommunion bringen." (Kaplan Robert Ernst aus Eupen/Belgien, der viel über Marienerscheinungen schrieb und mit Erlaubnis seines Bischofs ca. acht Tage die Erscheinungen prüfte, und wie er dem Verfasser brieflich 1958 mitteilte, sich positiv entschieden hat. R. Ernst hat dem Verfasser erlaubt, von dieser seiner Prüfung und positiven Entscheidung im vorliegenden Werk auch Erwähnung zu tun. Schmitt und die anderen drei Kinder hatten bereits am Baum die heilige Kommunion empfangen.) Am Mast angekommen kam der Kelchengel. Danach sagt das Jesuskind zur Antonie: "Gebt mir eure Hand und berührt alles. Ich will dann meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Das Jesuskind fuhr dann in den Himmel.
Bericht von Dr. Heil: Als Schmitt mit den drei Kindern weg war, ging die Muttergottes mit den übrigen Kindern (Hildegard, Kuni, Erika, Irma und Betti) zum Podium. Sie segnete unterwegs mehrere Male. Am Podium sagte die Muttergottes zur Kuni: "Jetzt will ich die Kerzen, Streichhölzer usw. segnen." Dann sagte sie zur Kuni: "Geht jetzt zum Baum!" Auf dem oberen Weg kam Herr Schmitt mit dem Jesuskind und den übrigen Kindern entgegen. Die Kinder, die bei der Muttergottes waren, sahen das Jesukind nicht. Betti geht mit dem Jesuskind zum Podium. Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, wenn ihr am Baum angekommen seid, dann berührt alles. Ich werde danach in den Himmel auffahren." Am Baum angekommen war der Kelchengel da – zweimal nacheinander. Die Muttergottes gab ihren Segen und fuhr, nachdem die Kinder und Begleitpersonen alles berührt hatten, in den Himmel auf. Eine Stimme sagte zu den Kindern: "Geht nach Hause!"
Sonntag, 6. August 1950, nachmittags 17.00 Uhr, ca. 1.200 Personen. (Schmitt und Dr. Heil.) Alle Kinder gehen zum Berg, außer Irma und Betti sehen die übrigen Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald bei ihrer Ankunft am Podium. Gretel sagt: "Wir sollen die Muttergottes am Mast abholen." Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes: "Maria, Gretel, Antonie und du, geht nach der Begrüßung zum Baum!" Am Mast wartet die Muttergottes bereits auf die Kinder. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Rosl soll auch kommen!" Zur Maria sagte die Muttergottes anschließend: "Wenn auch Rosl kein weißes Kleid anhat, soll sie doch kommen. Es freut mich, dass Rosl heute hergefahren ist." Rosl wurde aus der Reihe der Andächtigen geholt. Am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes und Erika sagt: "Auch die Begleitherren dürfen der Muttergottes die Hand geben." Danach geht die Muttergottes zum Berg. Schmitt ging mit Gretel, Antonie, Maria und Erika, wie befohlen, zum Baum. Auf 50 Meter Entfernung sehen die Kinder bereits das Jesukind am Altärchen vor dem Baum stehen. Antonie sah das Jesukind nicht. Gretel, Erika und Maria sagen zugleich: Das Jesukind hat ein blaues Gewand an mit silbernen Sternchen darauf. (Heute: Verklärung Christi?) Zu Gretel sagte das Jesukind: "Dass Antonie mich nicht sehen darf, ist eine Prüfung für sie." Zur Maria sagt danach das Jesukind: "Ihr müsstet eigentlich weinen, wenn ihr mich oder meine Mutter nicht sehen dürft." Zur Gretel sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, nehmt Blumen von diesem Altar. Ich will sie segnen und ein Engel wird mit einem Kelch kommen, in dem Blut ist. Er wird davon auf jede Blume ein Tröpfchen fallen lassen." Der Engel kommt und Erika allein sieht nur, wie der Engel auf jede Blume (rosafarbene Gladiolen) einen Tropfen Blut fallen lässt. Die vier Kinder sehen die Muttergottes von ferne mit den übrigen Kindern kommen. Die Muttergottes segnete oft. Die Kinder sagen: Die Kinder bei der Muttergottes (Hildegard, Kuni, Irma, Betti und Rosl) passen aber gar nicht auf, wenn sie segnet. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Ich segne so oft bis die Kinder bei mir es sehen." Sie segnete zehnmal. Die Muttergottes sagte weiter: "Sagt es den Kindern, wenn sie zu euch kommen." Die fünf Kinder kommen mit der Muttergottes zum Altar am Baum. Das Jesukind war inzwischen verschwunden.
Bericht von Dr. Heil: Die fünf Kinder gingen vom Lichtmast zum Podium. Unterwegs sagte die Muttergottes zu Hildegard: "Es hätte mich erfreut, wenn alle Kinder ihr Kränzchen aufgehabt hätten." Auch über die weißen Kleider freute sie sich. Am Podium sagten Hildegard und Kuni: "Die Muttergottes will jetzt die Kerzen und Andachtsgegenstände weihen." Darauf gibt sie den Krankensegen und noch einen besonderen Segen und sagt dann zur Kuni: "Geht zum Baum!" Vor dem Weggehen sagt sie zur Hildegard: "Das Gebet dringt in den Himmel." (Die Leute beteten sehr gut.) Unterwegs zum Baum sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ihr macht mir eine große Freude mit euren weißen Kleidern." Weiterhin zur Hildegard: "Liebe Kinder, bleibt immer so, wie ihr heute seid." Hildegard bat die Muttergottes, die Lichtenfelser und Fürther zu segnen. Dann bat sie noch darum, sie möge die Protestanten segnen, die auch den Rosenkranz beten. Die Muttergottes segnete. Am ersten Baum sagte die Muttergottes zur Maria: "Gebt mir die Hand und berührt alles. Auch die Herren dürfen mir die Hand geben." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Auch die anderen Kinder sollen eine Blume nehmen. Ich will sie segnen." Danach sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Die Muttergottes fuhr in den Himmel auf. Herr Kaplan Robert Ernst ließ durch Hildegard die Muttergottes fragen: "Soll Herr Kaplan noch hier bleiben oder abfahren?" Die Muttergottes sagte: "Es würde mich freuen, wenn er hier bliebe." Herr Kaplan ließ der Muttergottes "Vergelts Gott" sagen. Dann gab die Muttergottes ihm einen besonderen Segen. Auch Dr. Fuchs ließ die Muttergottes durch Kuni bitten, sie möge ihm den Krankensegen und seiner Familie den heiligen Segen geben. Sie gab den besonderen Segen Herrn Dr. Fuchs und seiner Familie.
Sonntag, 6. August 1950, abends 19.30 Uhr. (Schmitt und Schlötzer.) Alle Kinder gehen auf den Berg. Beim Podium angekommen, sahen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie forderte durch Gretel die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, seid sehr andächtig." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Es würde mich sehr freuen, wenn ihr heute Abend eine Lichterprozession halten würdet." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Wenn du, Gretel und Antonie mich berührt habt, dann geht mit Schlötzer zum Baum!" Nach der Begrüßung am Mast gehen die drei letztgenannten Kinder mit Schlötzer zum Baum in Begleitung von Herrn Kaplan Robert Ernst aus Belgien. Am Baum kam kurz darauf das Jesuskind zu den Kindern. Die Kinder begrüßten das Jesukind. Antonie zog den Blumentopf, der am Altärchen stand, etwas nach vorne. Auf die Frage, warum sie das tue, antwortet Antonie: "Damit das Jesuskind, das über dem Blumenstock schwebte, näher bei uns ist." Zur Gretel sagt das Jesukind: "Liebe Kinder, seid immer so brav und andächtig, wenn ihr auf den Berg kommt und wenn ihr in der Kirche seid." Zur Antonie sagt das Jesukind: "Jetzt will ich Frau Göppner aus Schweinfurt segnen und ihre Familie." Dann fragte das Jesukind die Maria: "Liebe Kinder, richtet ihr auch manchmal die Altärchen am Berg her? – Betet jetzt das letzte Gesätz vom Wundenrosenkranz gemeinsam!" Die Kinder beteten eben den Wundenrosenkranz. "Wenn ihr damit fertig seid, betet das Preisgebet gemeinsam." Inzwischen sagte das Jesukind zur Gretel: "Geht jetzt zu den anderen Kindern." Die übrigen Herren und die übrigen Kinder kamen vom Podium herunter in Richtung zum Baum. Bei der Stelle des Preisgebetes: 'Der du wehest Kraft...' segnete das Jesukind. Als Schlötzer mit den drei Kindern zum Baum hinüberging, durften auch die Eltern und die Begleitherren der Muttergottes die Hand geben. Zur Kuni sagt die Muttergottes, als diese sich anschickte mit den Kindern zum Berg zu gehen: "Liebe Kinder, seid sehr andächtig, es sind viele da, die euch beobachten." Auf dem Weg zum Berg sagt die Muttergottes wiederum zu Kuni: "Liebe Kinder, es würde mich freuen, wenn ihr heute Abend eine Lichterprozession halten würdet. Habt ihr kein Verlangen nach mir? Wenn ihr ein Verlangen nach mir habt, dann komme ich." Kuni sagte darauf zur Muttergottes: "Ja, liebe Muttergottes, wir freuen uns schon gar sehr." Die Muttergottes sagte darauf: "Ich freue mich so sehr auf euch, wenn ich im Himmel bin." Am Podium sagt die Muttergottes zur Erika: "Der Vorbeter soll mir die Hand geben." Zur Hildegard und Kuni sagt danach die Muttergottes: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände weihen." Danach segnete die Muttergottes das ganze Volk mit ihrem besonderen Segen. Dann gab sie den besonderen Krankensegen. Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Geht jetzt zum Baum." Auf dem Weg dorthin segnete die Muttergottes die Geistlichkeit. Auf dem Weg zum Baum sieht die Kuni den Kelchengel kommen. Zuvor fragte die Muttergottes die Kuni: "Liebe Kinder, soll der Kelchengel nochmals kommen, damit ihr gestärkt werdet?" Kuni sagte darauf: "Wie du willst, liebe Muttergottes." Die Muttergottes antwortete: "Es freut mich, dass ihr (und nicht die begleitenden Herren) das sagt." Der Kelchengel steht an der Ecke zum Baum. Zur Erika sagt die Muttergottes: "Auch die Herren und eure Eltern dürfen die heilige Kommunion empfangen." Nach der Kommunion sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Jetzt gebe ich euch meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Es soll verkündet werden, dass ich da gewesen bin und eine Lichterprozession abgehalten werden möchte." Das Jesukind kommt mit den drei Kindern und Herrn Schlötzer zu den Kindern bei Schmitt. Diese sehen das Jesukind nicht. Es musste ihnen bei der Begrüßung die Hand geführt werden. Kuni sagt: "Ich spüre vom Jesuskind das Haar und den Saum des Kleides, aber nicht die Hand." Erika sagt: "Ich habe alles gespürt, aber nichts gesehen." Das Jesukind gab seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf und sagte: "Liebe Kinder, geht heim."
Sonntag, 6. August 1950, abends 20.30 Uhr, Lichterprozession, etwa 1.000 Personen. Die Prozession nimmt ihren Weg vom Haus Gügel aus an Simon (Schleicher) vorbei zum Berg. Als die Kinder den Birkenwald sehen können, sagen Gretel und Antonie: "Über dem Birkenwald ist die Muttergottes." Sie segnete oft, bis die Kinder auf den Berg kamen. Auf dem Weg zur Kapelle am Mast sagte Antonie: "Die Muttergottes kommt jetzt langsam herübergeschwebt." Beim ersten Mast kommt die Muttergottes zu den Kindern und schwebt in etwa 80 cm Höhe zu den Kindern. Die Muttergottes sagt zur Gretel: "Es freut mich, dass ihr zur Lichterprozession gekommen seid." Hildegard wollte am Altärchen beim Mast nicht weitergehen. Sie sagt: "Die Muttergottes ist hier." Hildegard ging aber doch weiter. Sie fragte, als die anderen Kinder sagten: "Jetzt ist die Muttergottes bei uns", was sie (Hildegard) am Altar beim Mast gesehen habe. Die Muttergottes sagte: "Was du gesehen hast, war mein Schein. Er reichte bis zur kleinen Kapelle am Mast." Die Muttergottes sagte noch weiter zur Hildegard: "Ich verzeihe dir." (Hildegard war sehr erregt.) Zur Kuni sagte die Muttergottes, als sie fragte, ob sich Hildegard getäuscht hat: "Hildegard hat sich getäuscht." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Ihr macht mir alle Tage mehr Freude. Mit eurem Gebet könnt ihr viel Gutes tun." Die Muttergottes sagte weiter: "Wenn ein Kind mich einmal wo anders sieht, so bin ich doch hier." Die Muttergottes sagte weiter zur Hildegard: "Liebe Kinder, tut einander nichts Unrechtes. Ihr müsst auch anderen Glauben schenken, wenn ich hier bin oder dort. Es kann auch meine Seele sein. Das schickt (bewirkt) mein lieber Sohn." Dr. Heil ließ durch Hildegard fragen: "Liebe Muttergottes, bist du mit deinem Leib bei uns?" Die Muttergottes sagte: "Ja." Dann ließ Dr. Heil durch Hildegard weiter fragen: "Der Sekretär des Herrn Erzbischof hat geschrieben, du könntest mit deinem verklärten Leib nicht weinen." Die Muttergottes sagte darauf: "Ja, wenn es der Heiland selber schickt." (Durch Bewirkung des göttlichen Heilands.) Die Muttergottes sagt zur Antonie und Gretel: "Jetzt will ich die Geistlichkeit segnen, die für mich kämpft." Zur Erika sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich Herrn Koch und seine Familie segnen." Auf dem Rückweg vom Erscheinungsort vom 5. Februar 1950 (beim Eichbäumchen zur Grotte) sagte die Muttergottes zur Antonie: "Heute habt ihr mir eine große Freude gemacht." Antonie fragte: "Warum?" Die Muttergottes antwortet: "Weil ihr alle mit der Prozession gegangen seid." Die Muttergottes sagte zur Erika: "Es würde mich freuen, wenn alle Tage eine Lichterprozession sein würde, solange ich erscheine." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Wenn ein Kind böse ist, soll es von den Herren weggeschickt werden. Es soll sich dann schämen vor den Leuten. Das Kind soll dann gleich heimgehen." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, bewahrt die Rosenkränze auf, die auf dem Berg geweiht wurden, für spätere Zeiten!" Zur Erika sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, liebt euch genau so, wie ich euch liebe. Ich verstoße kein Kind. Ich habe das eine Kind, das nicht so viel sieht, genau so lieb wie das andere." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich Herrn Kaplan Robert Ernst segnen. Jetzt gebe ich Jürgen Koch meinen Segen." Anschließend sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich Dr. Öttinger und Herrn Koch meinen besonderen Segen geben." Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich die Familie von Schlötzer und Schmitt segnen. Herrn Schlötzer und Herrn Schmitt will ich jetzt meinen besonderen Segen allein geben." Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Ich würde mich freuen, wenn ihr mir zu Ehren ein Lied singen würdet." Nach dem Absingen des Liedes sagte die Muttergottes zur Gretel: "Für das schöne Lied, das ihr mir gesungen habt, will ich euch segnen." Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, betet auch andächtig! Jedes Wort, das unandächtig gebetet wird, tut meinem Kind und mir weh. Wenn ihr singt, schreit nicht so. Singt leise und andächtig. Haltet aber auch, was ich euch sage!" Zur Kuni sagte die Muttergottes weiter: "Singt auch meinem süßen Kind ein Lied." Antonie sagte beim Hinausgehen aus dem Wald: "Ein großer Engel schwebt vom Himmel herunter und geht mit neben der Muttergottes." Erika, die auch diesen Engel sah, fragte ihn, wie er heiße Er sagte: "Ich bin der heilige Michael." Er hatte ein rotes Gewand an. Und vorher sagte Hildegard: "Bei der Muttergottes ist ein großer Engel in ganz rotem Kleid." (Auch diese wusste nichts von den anderen Kindern.) Der heilige Erzengel Michael sagte zur Hildegard: "Ich begleite die Muttergottes, bis sie in den Himmel auffährt." Kurz vor der Grotte sagte Erika: "Ich sehe über dem Podium einen großen Engel, der seinen Mantel weit ausbreitet." Erika fragt den Engel, wer er sei. Dieser antwortet: "Ich bin der Engel, der alles beschützt." Antonie sah ebenfalls diesen Engel und wusste nicht, dass Erika ihn auch sah. (Die Prozession ist eben an der Kurve bei der Grotte!) Antonie sagt: "Es sind zwei kleine Engel hier, der eine geht vor mir und der andere vor der Gretel." Gretel sah zuerst ihren Engel nicht, bis sie von Antonie darauf aufmerksam gemacht wurde. Gretel sagt aber: "Die Muttergottes würde sich freuen, wenn die Leute das Lied singen: 'Ihr Engel allzumal.'" Plötzlich entstand bei den Kindern eine Art Aufregung und sie sagten: "Jedes Kind hat einen Engel vor sich." Gretel sagt: "Zwei Engel sind auf die Wolke der Muttergottes gestiegen, nämlich die Engel der beiden vordersten Kinder Gretel und Antonie." Erika sieht immer noch den Engel über dem Podium. Er hat ein blaues Gewand an. Antonie sieht ihn nicht mehr. Beim Altar am Mast bleibt die Muttergottes stehen, ebenfalls der heilige Michael bei der Muttergottes. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, ihr die Hand zu geben und auch dem heiligen Engel Michael. Hildegard sagt: Der heilige Michael sagte: "Liebe Kinder, gebt mir eure Hand." Hildegard und Erika führten den anderen Kindern, die den heiligen Michael nicht sahen, die Hand. Zur Maria sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, heute habt ihr mir eine sehr, sehr große Freude gemacht." Die Muttergottes segnete und fuhr in den Himmel auf in Begleitung des Erzengel Michael und der übrigen Engel.
Montag, 7. August 1950 abends 19.30 Uhr. (Schmitt und Schlötzer.) Um 19.30 Uhr gehen Gretel, Maria, Kuni, Irma zum Berg. Am Podium angekommen sagen Gretel und Kuni gleichzeitig: Die Muttergottes ist über dem Birkenwald, wir sollen sie am Mast abholen. Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Kuni: "Seid brav und andächtig!" Zur Maria sagt die Muttergottes danach: "Warum ist Antonie noch nicht gekommen?" (Antonie kommt von der Grotte herauf.) Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, passt auf, wenn ich segne." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Nach der Begrüßung gehst du, Antonie und Gretel mit Herrn Schmitt zum Baum." Nach der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Erika: "Liebe Kinder, geht zum Baum." Die Muttergottes geht mit. Auf dem Weg zum Baum sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, geht langsam. Je langsamer ihr geht, je länger bin ich bei euch." Die Muttergottes geht den Kindern voraus und sagt zur Gretel: "Geht jetzt geschlossen zwei zu zwei." Am Baum kommt der Kelchengel herab und reicht den Kindern in beiden Gestalten die heilige Kommunion. Zur Maria sagt der Kelchengel: "Die Begleitherren dürfen auch die heilige Kommunion empfangen, auch der Herr Kaplan." Nach der heiligen Kommunion gingen Antonie, Maria, Gretel und Schmitt zum Birnbaum. Kaum waren die Kinder etwa zehn Meter vom Altärchen am Baum entfernt, sagt Maria: "Das Jesuskind steht schon am Birnbaum." Auch Gretel sieht das Jesukind, Antonie sah nichts. Gretel sah das Jesukind nur ganz kurz. Plötzlich sah sie das Jesukind nicht mehr und hörte nur eine Stimme: "Das ist eine Prüfung für dich, dass du mich nicht mehr siehst." Maria sagt: "Das Jesuskind kommt vom Birnbaum zur Himmelswiese geschwebt." Die Kinder gingen auf das Jesukind zu, knieten sich um dieses herum und begrüßten es. Maria führte die Hand von Antonie und Gretel. Das Jesukind segnete und fuhr in den Himmel auf. Maria fragte auf Drängen von Herrn Schmitt: Warum es sogleich wieder fortgeht. Das Jesukind sagte: "Ich gehe zu meinen lieben Engeln." Die anderen Kinder kommen vom Altärchen beim Baum zu den drei Kindern. Die Muttergottes, die bei diesen Kindern am Altärchen war, sagte: "Ich gebe meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf. Geht zu den anderen Kindern bei Herrn Schmitt." Die Kinder gingen über den Berg nach Hause.
Montag, 7. August 1950, abends 20.15 Uhr. Lichterprozession. Um 20.15 Uhr ging die Prozession vom Podium aus weg. Es waren ungefähr 80 Personen. Kuni und Gretel waren am Podium und gingen mit der Prozession. Als die zwei Kinder am Altärchen beim Mast vorbeigingen, sagte Kuni: "Über den Birken schwebt die Muttergottes." Am ersten Mast sagt Gretel: "Vor uns gehen zwei Engelein." Die Muttergottes ist immer noch über den Birken. Bei der Grotte kam die Muttergottes herabgeschwebt. Gretel sagt, nachdem sie an der Grotte vorbeiging: "Die Muttergottes steht vor uns." Sie forderte durch die Gretel die Kinder auf (Antonie kam bei der Grotte zu den zwei Kindern hinzu): "Geht zu zweien, liebe Kinder." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, es hat mich gefreut, dass ihr zur Prozession gekommen seid." Zur Kuni sagt sie: "Liebe Kinder, geht zusammen voraus." (Die Muttergottes ging eine Zeit lang zwischen Gretel und Kuni.) Etwa 50 Meter im Wald sagt die Muttergottes zur Gretel: "Ich gebe meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Danach sagen die Engel zur Gretel: "Liebe Kinder, geht immer uns nach, wir bleiben weiterhin bei euch." Am Kreuz knieten sich die Engel nieder und gingen dann zum Bildstock. Beim Bildstock blieben die Kinder einen Augenblick knien und gingen dann den zwei Engeln nach, die den neuen Weg zum Berg zurückgingen. Bei der Grotte sagte Gretel: "Die Engel singen das Lied: 'Wunderschön prächtige...' mit." Auch Kuni hört die Engel singen. Beim ersten Mast sagen die Engel zur Gretel: "Wir fahren jetzt in den Himmel auf. Geht weiter zum Podium. Macht dort das Kreuzzeichen und geht heim."
Dienstag, 8. August 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder sind am Podium. Kuni, Gretel, Maria und Antonie sehen über den Birken die Muttergottes, die zur Antonie sagt: "Holt mich ab." Unterwegs zum Mast sagt die Muttergottes zur Antonie: "Wenn Gretel, Maria und du mich berührt haben, kommt mit Schlötzer zur Himmelswiese." Am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes. Schlötzer ging mit den drei letztgenannten Kindern zum Baum. Da sagte die Muttergottes zur Kuni: "Ich werde heute nicht zum Podium gehen, sondern die Kerzen und Andachtsgegenstände beim Vorübergehen weihen. Dann geht zum Baum. Es wird der Kelchengel kommen. Dort werde ich euch dann entschwinden." Die Muttergottes geht am Podium vorbei und weiht und segnet beim Vorbeigehen Kerzen, Streichhölzer und Andachtsgegenstände. Am oberen Weg zum Baum sagt die Muttergottes: "Geht etwas schneller." Dann sagte sie zur Erika: "Geht zusammen." Der Kelchengel war am Ende des Weges an der Ecke, wo der Weg zum Baum geht, zu sehen. Dort empfingen die Kinder und auch Herr Kaplan Ernst und Dr. Heil die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Dann entschwand die Muttergottes. Sie sagte zuvor noch: "Geht dann zu den anderen Kindern." Hernach gingen die Kinder zu den drei Kindern, die bei Schlötzer waren, Schlötzer kommt mit den drei Kindern beim Baum an, dort wartet bereits der Kelchengel und reicht den Kindern die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Dann gehen die Kinder weiter zur Wiese. Die Kinder sähen das Jesuskind bereits auf der Wiese stehen. Sie begrüßten das Jesuskind und sangen ihm ein Lied vor. Das Jesuskind fragte: "Könnt ihr auch das Lied, das ich euch gelernt habe?" Die Kinder baten um Verzeihung, weil sie es noch nicht können. Darauf sagte das Jesukind: "Schreibt es ab, in zwei Tagen sollt ihr es können." Inzwischen kommt Dr. Heil mit den übrigen Kindern dazu. Gretel, Maria und Antonie sahen das Jesukind mit weißem Kleid. Als Erika hinzukam, fragten die Kinder, ob sie das Jesukind sehe. Sie sagte: "Ja, es hat ein blaues Kleid an." Darauf sagte Antonie zu Schlötzer: "Neben dem Jesukind steht noch ein schöner kleiner Engel, blau gekleidet." Diesen Engel verwechselte Erika mit dem Jesuskind. Kurz darauf sagt Erika: "Der Engel sagt: Du und Antonie geht etwas weiter. Ihr dürft etwas Schönes sehen." Nach etwa 30 Meter Entfernung von den übrigen Kindern sahen Antonie und Erika das Herz Mariä. Der Engel sagte: "Auch Gretel soll noch kommen." Die Muttergottes hat einen weißen Schleier auf dem Haupt und das Herz auf der Brust war mit sieben Schwertern durchbohrt. Das Herz war mit einer Dornenkrone umgeben. Aus dem Herzen sahen die Kinder Flammen hervorbrechen. Darinnen war ein kleines Kreuz. Gretel und Antonie zogen vom Herz Mariä je ein Schwert aus dem Herzen Mariens, das sie kurz darauf wieder auf Bitte der Gottesmutter zurückgaben. Die drei Kinder fragten die Muttergottes, warum sie heute als Herz-Mariä erscheine. Darauf sagte die Muttergottes: "Damit ihr, liebe Kinder ehrfürchtiger werdet." Kurz darauf erschien auch das Herz-Jesu mit der Dornenkrone auf dem Haupt. Zur Gretel sagte das Herz-Mariä: "Jetzt will ich meinen Dank aussprechen und die segnen, die mit dir heute auf den Berg gerutscht sind." Die Kinder fragten das heiligste Herz Mariä: "Was wünschest du von uns?" Zur Gretel und Antonie sagte die Erscheinung: "Betet fest." Zur Erika: "Betet fest und tuet Buße." Die Kinder fragten in gleicher Weise das Herz-Jesu. Erika erhielt die Antwort: "Betet zweimal den Wundenrosenkranz jeden Tag." Zur Antonie und Gretel: "Betet fest und tuet Buße!" Dann sagte das Herz-Jesu zur Gretel: "Jetzt wollen wir euch einzeln segnen." Zuerst segnete das Herz-Mariä und darauf das Herz-Jesu jedes Kind einzeln und dann Schlötzer, Dr. Heil und Herrn Kaplan Ernst aus Eupen auch einzeln. Kurz darauf verschwand das Herz-Jesu und -Mariä. Eine Stimme sagte: "Geht heim!"
Dienstag, 8. August 1950, abends 20.30 Uhr, Lichterprozession. Die Kinder waren außer Irma und Betti auf dem Berg und zogen mit der Lichterprozession herunter zum Wald, dann zum Kreuz und zum letzten Bildstock und von da wieder zum Berg. Schlötzer sagt zur Gretel: "Bittet die Muttergottes, ob sie nicht selbst oder das Jesukind oder ein Engel heute Abend zu uns kommen möchten." Gretel bekam keine Antwort. Dann sagte Schlötzer zur Gretel: "Verspreche der Muttergottes, dass du morgen ein Opfer auf dem Berg bringst." Darauf hörte die Gretel die Stimme der Muttergottes: "Versprichst du mir das auch fest, dass du dieses Opfer bringst?" Gretel sagte: "Ja." Die Muttergottes sagte zu ihr: "Ich werde zwei Engel schicken." Dies geschah auch anschließend. Zwei Engel schwebten vor den ersten beiden Kindern und sagten zur Gretel: "Beim Altärchen fahren wir wieder in den Himmel." Ein Engel sagte zur Gretel: "Die liebe Gottesmutter hat zu uns gesagt: Kommt doch noch etwas hinunter zu den Kindern, dass sie zufrieden sind." Am Altärchen fahren die beiden Engel wieder in den Himmel auf. Die Kinder sagten: "Das Jesuskind schaut aus dem Himmel und segnet." Beim Mast angekommen, sagte eine Stimme zur Gretel: "Wenn du morgen das Opfer nicht bringst, was du versprochen hast, werde ich dir nicht mehr erscheinen. Wenn ihr auf dem Berg seid, geht heim und kommt morgen um halb acht wieder." Dies befolgten die Kinder und gingen heim.
Mittwoch, 9. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder gehen zum Berg. Beim Podium sagt Gretel und Hildegard: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald." – "Holt mich ab." Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, seid sehr andächtig." Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Wenn du und Gretel mich berührt haben, dann geht mit Schlötzer zum Baum." 30 Meter vor dem Mast sagt Gretel: "Die Muttergottes steht schon vor dem Altärchen." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Antonie und Gretel gehen mit Schlötzer zum Baum. Dort wartet bereits das Jesukind und der Kelchengel. Dieser reichte den Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Gretel hört die Stimme der Muttergottes: "Wenn du heute deine Buße nicht getan hättest, wäre ich dir nicht mehr erschienen." Plötzlich ist das Jesukind verschwunden und der Kelchengel auch. Die Kinder stehen auf und sehen auf der Himmelwiese in etwa 80 Meter Entfernung das Jesuskind stehen. Die Kinder hörten die Stimme des Jesuskindes: "Liebe Kinder, kommt!" Die Kinder liefen eilends hin. Bereits unterwegs sehen sie das Jesukind mit einer Wolke umgeben. Darinnen sehen die Kinder ein Tor. Das Jesuskind öffnete das Tor, ging den Kindern mehrere Stufen voran. Dann sahen die Kinder das Jesuskind nicht mehr. In 20 Meter Entfernung sahen sie die Heiligste Dreifaltigkeit auf einem Thron sitzen. (Gott Vater und Gott Sohn und zwischen ihnen die Taube.) Die Kinder gaben Gott Vater und Gott Sohn die Hand und berührten die Taube. Gott Vater sagt zur Antonie: "Die Menschen beleidigen meinen Sohn sehr." Anschließend sagte Gott Vater: "Jetzt will ich und mein lieber Sohn Frau Göppner segnen." Die zwei Kinder fragten die Heiligste Dreifaltigkeit: "Was wünschest du von uns?" Gott Vater sagt: "Betet fest und tut Buße!" Dann fragten die Kinder: "Kann das Unheil von den Menschen abgewendet werden?" Gott Vater antwortete: "Wenn die Menschen fest beten und Buße tun." Zur Antonie sagt Gott Vater: "Ich bin ein sehr strenger Richter." Dann sagt Gott Vater: "Berührt uns noch einmal." Dies taten die Kinder und sehen plötzlich die Heiligste Dreifaltigkeit nicht mehr. Die übrigen Kinder kommen jetzt mit Herrn Schmitt zu den Kindern bei Schlötzer. Kurz darauf gingen die Kinder heim. Während Gretel und Antonie mit Schlötzer zum Baum gingen, ließen die übrigen Kinder von der Muttergottes Andachtsgegenstände segnen und weihen. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Geht jetzt alle zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich hätte mich längst der Waltraud gezeigt, aber das Kind fürchtet sich vor mir. Deswegen zeige ich mich ihrer Mama. Wenn doch jedes Kind so viel beten würde wie dieses!" Von ferne sehen Maria und Hildegard den Kelchengel zum Baum herniederschweben. Die Kinder empfingen am Baum die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Auch die Begleitherren und die Eltern durften die heilige Kommunion empfangen. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid andächtig." Anschließend zur Erika: "Liebe Kinder, berührt noch einmal alles, dann will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Die Kinder beteten den Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Rosenkranz. Die Muttergottes sagt zur Maria: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf. Geht zu den anderen Kindern."
Mittwoch, 9. August 1950, abends 21.00 Uhr. Hildegard, Gretel, Antonie, Maria, Irma und Waltraud gehen vom Berg aus mit der Prozession in Richtung zur Grotte, nachdem die Muttergottes zur Gretel gesagt hatte: "Liebe Kinder, macht jetzt die Lichterprozession." Auf halbem Weg zum Birkenwald sah Hildegard die Muttergottes über dem Birkenwald. Hildegard bat die Muttergottes, herunterzukommen und die Muttergottes schwebte herunter zu den Kindern. Die übrigen Kinder außer Hildegard sahen die Muttergottes nicht. Deshalb führte Hildegard die Hand der Kinder bei der Begrüßung der Muttergottes. Die Muttergottes sagte zur Hildegard: "Beim Kreuz werde ich wieder in den Himmel auffahren." Kurz vor dem Kreuz sangen die Leute das Lied: 'Wunderschön prächtige...' Vor dem Kreuz sagt die Muttergottes noch zur Hildegard: "Liebe Kinder, wenn ihr die Hand nicht zusammenlegen könnt (wegen des Haltens der Kerzen), dann legt die rechte Hand auf die Brust." Am Kreuz sagt die Muttergottes: "Das Lied: 'Wunderschön prächtige...' hat mich erfreut." Dann sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Jetzt will ich den Leuten meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Die Muttergottes segnete und fuhr in den Himmel auf. Die Prozession ging weiter zum hinteren Bildstock. Von dort kehrte sie zurück zum Berg. Auf dem Hinweg sangen die Leute: 'Segne du, Maria' – auf dem Berg schaute die Muttergottes aus dem Himmel und segnete noch zweimal und sagte: "Liebe Kinder, geht heim!" Die Kinder taten dies.
Donnerstag, 10. August 1950, abends um 19.30 Uhr gingen alle Kinder zum Berg. Beim Podium angekommen, sehen Hildegard, Gretel, Antonie, Maria und Erika die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Holt mich am Mast ab." Zur Maria: "Es freut mich, dass du, Gretel und Hildegard sich so verteidigt haben." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Der Kleine von Herrn Koch soll keine Angst haben, ich werde ihm schon helfen. Jürgen darf mir am Podium die Hand geben." Gretel, Maria, Antonie gehen nach der Begrüßung mit Herrn Schlötzer zum Baum. Auf dem Weg zum Berg sagt die Muttergottes zur Erika: "Liebe Kinder, verteidigt mich, wenn die Leute über mich schimpfen." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid tapfer. Es wird noch schlimmer kommen. Ich helfe euch schon. Sie werden selber wieder gehen." Am Berg weiht die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, sagt niemand mehr etwas als Schlötzer und Schmitt und denjenigen, die für mich kämpfen. Ich gebe jetzt Pfarrer Gailer meinen besonderen Segen." Zur Erika sagt die Muttergottes: "Berührt alles an mir." Währenddessen sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Ihr werdet noch schlimmer angegriffen werden. Ich gebe jetzt den Herren meinen besonderen Segen." Die Muttergottes fährt fort: "Ich stehe auf eurer Seite, fürchtet nichts." Schmitt ließ durch Hildegard die Muttergottes fragen: Die Resl von Konnersreuth hat aber gesagt: 'Heroldsbach ist unecht.' Die Muttergottes antwortet darauf zur Hildegard: "Die Resl ist aufgehetzt worden." Hildegard fragte die Muttergottes im Auftrage von Schmitt: Aber Resl hat das doch in der Ekstase gesagt. Hildegard sagt: "Die Muttergottes gibt keine Antwort, macht aber ein ganz ernstes Gesicht." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Begleitet mich jetzt zum Mast." Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Liebe Kinder, bleibt brav und haltet fest zusammen." Am Mast durften die Kinder und Herr Schmitt nochmals alles berühren. Die Muttergottes gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Sie sagte während der Auffahrt zur Erika: "Liebe Kinder, geht jetzt heim und kommt um neun Uhr zur Lichterprozession wieder." Maria, Gretel und Antonie gehen vom Mast mit Schlötzer zum Baum. Dort wartet der Kelchengel und reichte den Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die Kinder sehen bereits von ferne auf der Himmelswiese das Jesukind stehen. Die Kinder gehen zur Himmelswiese. Dort verschwand plötzlich das Jesukind. Etwa 30 Meter weiter weg erkannten die Kinder die Heiligste Dreifaltigkeit: Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Die Kinder begrüßten die Heiligste Dreifaltigkeit. Gott Sohn sagt zur Maria: "Jetzt will ich euch meinen ganz besonderen Segen geben, dass ihr aushaltet." Schlötzer ließ die Kinder fragen: "Lieber Heiland, hast du der Resl in der Ekstase gesagt, dass Heroldsbach nicht echt ist?" Die Kinder sagten: "Der Heiland hat einen sehr ernsten Gesichtsausdruck und schüttelt mit dem Haupt nach rechts und links." Etwas später sagte Gott Vater zur Gretel: "Berührt an uns alles, dann werdet ihr uns nicht mehr sehen." Gott Sohn sagte: "Ich werde dann als kleines Kind kommen." Die Heiligste Dreifaltigkeit segnete nochmals und verschwand plötzlich. Etwa 20 Meter von dieser Stelle entfernt, sehen dann die Kinder das Jesukind. Das Jesukind sagt zur Maria: "Jedes Kind soll zu mir einzeln kommen." Zur Antonie sagt das Jesukind: "Wenn du einmal im Himmel bist, darfst du mit den Engeln spielen." Zur Gretel sagte das Jesukind: "Komme morgen um ein Uhr auf den Berg. Dann werde ich, meine liebe Mutter und viele Englein kommen. Ich werde dir ein Lied lehren." Zur Maria sagt das Jesukind: "Wenn du einmal im Himmel bist, darfst du mit den Englein spielen. Das wird schön sein." Zum Schluss sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, betet viel und tut Buße. Berührt nochmals alles, dann fahre ich in den Himmel. Kommt um neun Uhr wieder zur Lichterprozession."
Donnerstag, 10. August 1950, abends 21.00 Uhr. Gretel, Antonie und Maria gehen um 21.00 Uhr zur Lichterprozession auf den Berg. Als die Kinder kurze Zeit am Podium knieten, sagte eine Stimme zur Gretel: "Macht jetzt eine Prozession." Hinter den drei Kindern gingen etwa 60 bis 80 Personen. Die Prozession nahm ihren Weg zur Grotte und von da zum Waldkreuz. Auf dem Weg vom Waldkreuz auf den Berg zurück sagt eine Stimme zur Gretel: "Es freut mich, dass ihr gekommen seid. Wo sind denn die anderen geblieben?" Gretel sagte zur Muttergottes: "Liebe Muttergottes, kommst du nicht zu uns? Wir warten doch schon alle auf dich." Die Muttergottes antwortet darauf: "Ich kann nicht kommen, ich werde einige Engel schicken." Maria und Gretel sagen gleich darauf: "Vor uns gehen drei Engel." Antonie sah die Engel noch nicht. Nach etwa 20 Meter sagt auch Antonie, dass sie die Engel sehe. Einige Schritte weiter sagt Antonie wieder: "Ein Engel sagt zu ihr: Berührt uns, wir werden jetzt wieder in den Himmel auffahren." Zwischen dem ersten und zweiten Mast sagt Gretel zu Schmitt: "Ich sehe oben über dem Podium eine Gestalt, ich kann sie aber noch nicht deutlich erkennen." Nach etwa 20 Metern sagt Gretel wieder: "Jetzt kann ich die Gestalt erkennen. Es ist die liebe Muttergottes. Sie kommt auf uns zu." Zur Gretel sagt die Muttergottes, als sie zwischen den Kindern ging: "Ich bin deshalb gekommen, weil mich das Gebet so erfreut." Zur Maria sagt die Muttergottes am Podium: "Wenn Antonie auch dageblieben wäre (Antonie ging von der Grotte aus heim), hätte ich mich ihr auch gezeigt." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Anita und Jürgen dürfen mir auch die Hand geben." Die übrigen Seherkinder berühren die Muttergottes noch einmal, die dann segnend in den Himmel auffährt. Während der Auffahrt sagt die Muttergottes zur Gretel: "Geht jetzt heim."
Heute waren Dr. Palm und Dr. Öttinger bei Pfarrer Gailer. Sie brachten durch ihre Aussagen alles im Dorf in Aufruhr. Die Seherkinder verbaten sich eine derartige ungerechte und unberechtigte Einmischung und stehen mit ihren Eltern und Angehörigen, mit der Bevölkerung und mit auswärtigen Getreuen wie eine deutsche Eiche mit und vor der Gottesmutter.
Freitag, 11. August 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder gehen alle zum Berg. Nachdem sie kurze Zeit am Podium knieten, sagen Gretel und Hildegard: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald. Sie fordert die Kinder auf, sie am Mast abzuholen." Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, seid andächtig." Einige Schritte weiter hört Gretel wieder die Muttergottes sagen: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Sei gegrüßt...' Während der Begrüßung am Mast sagt die Muttergottes zur Kuni: "Du, Antonie und Gretel, geht zum Baum." Auf dem Weg dorthin sehen die Kinder von ferne den Kelchengel kommen. Auch das Jesukind schwebte vom Himmel herab. Die Kinder waren etwa 60 Meter vom Baum entfernt. Sie liefen sehr rasch zum Jesuskind. Nachdem die Kinder die heilige Kommunion empfangen hatten, begrüßten sie das Jesukind. Die anderen Kinder kommen mit der Muttergottes vom Mast zum Baum herüber. Das Jesukind sagt zu den drei Kindern: "Liebe Kinder, geht mit mir auf die Himmelswiese." Zuvor sagte das Jesukind zu Kuni: "Ich werde jetzt die besonders segnen, die für mich kämpfen." Die anderen Kinder kommen zum Baum und empfangen dort die heilige Kommunion. Sie durften die Muttergottes nochmals berühren. Sie gab ihren besonderen Segen und fuhr dann in den Himmel auf. Zu den Kindern sagt sie noch: Geht zu den anderen Kindern auf der Himmelswiese. Während die Muttergottes am Baum war, gelangten die anderen Kinder an der Himmelswiese an. Das Jesukind blieb stehen und die Kinder knieten sich um das Jesukind herum. Zur Kuni sagt das Jesukind: "Liebe Kinder, es wird noch Schlimmeres über euch kommen. Bleibt mir treu." Die Kinder gaben dem Jesukind die Hand, versprachen ihm treu zu bleiben und ihm Freude zu machen. Antonie sah das Jesukind nicht mehr. Plötzlich sagt auch Gretel und Kuni: "Das Jesuskind ist nicht mehr da." Gretel sagt: "Etwa 30 bis 40 Meter von hier glitzert etwas wie Gold." Die Kinder erkannten gleich darauf die Heiligste Dreifaltigkeit. Sie gingen darauf zu, verbeugten sich, wie die Engel es ihnen gezeigt hatten, gaben Gott Vater und Gott Sohn die Hand und berührten die Taube. Nach der Begrüßung war die Heiligste Dreifaltigkeit plötzlich wieder entschwunden. Die anderen Kinder kommen vom Baum her zu den drei Kindern. Zur Antonie sagt eine Stimme: "Gretel und du, geht etwas weiter!" Kaum zehn Meter entfernt, sagen Gretel und Antonie gleichzeitig: "Sie sehen Englein, etwa 20 Meter von ihnen weg auf der Wiese stehen." Antonie sagt: "Ich sehe nur zwei Engel." Während Gretel fünf Englein sah. Gretel fragte die Engel: "Warum sie zu fünf seien." Die Engel sagten: "Wenn die anderen Kinder brav sind, dürfen auch von ihnen welche herkommen." Ein Engel sagte: "Kuni soll auch zu euch kommen!" Diese wurde herbeigerufen. Die Kinder knieten sich um die vier Engel herum und spielten mit ihnen. Die Kinder sagen zu den Engeln: "Liebe Englein, helft ihr uns, wenn Schlimmes über uns kommt?" Sie antworteten: "Das werdet ihr schon sehen." Die Engel sind ganz weiß gekleidet, das Haar ist blond. Sie hatten kein Stirnband. Die Kinder fragten die Engel weiter: "Liebe Englein, wart ihr schon oft bei uns?" Sie sagen: "Ja, schon sehr oft." Alle drei Kinder hörten das und machten den Stimmfall der Engel nach. Schmitt forderte die Kinder auf zu Ehren der Muttergottes das Lied zu singen: "Von dem Thron der Glorie wende." Nach dem Lied sagen die Engel, die zugehört hatten: "Das Lied gefällt uns aber sehr." Die Muttergottes sah aus dem Himmel und segnete. Sie sagte: "Das Lied gefällt mir sehr. Es würde mich freuen, wenn ihr es auf dem Berg singen würdet." Die Kinder gingen gleich darauf zum Berg und sangen es unterwegs immer wieder. Am Podium angekommen, hört Antonie eine Stimme: "Geht zum Mast und singt dort das Lied." Die drei Kinder gingen mit Schmitt zum Altar am Mast. Während der zweiten Strophe sagt Antonie plötzlich: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald und segnet." Auch Gretel und Kuni, die mit dem Rücken zum Birkenwald knieten, sahen hinüber und erblickten die Muttergottes. Während der dritten Strophe schwebte die Muttergottes zum Mast herüber. Die Kinder sangen weiter und begrüßten dann die Muttergottes. Während des Liedes sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, soll ich mit euch zum Berg gehen?" Gretel sagte: "Ja, wenn du willst, liebe Muttergottes." Auf dem Weg zum Berg sangen die Kinder das Lied zu Ende. Die Muttergottes segnete dort mehrmals. Die Kinder sangen das Lied am Podium nochmals. Die Muttergottes freute sich darüber sehr. Sie spendete noch ihren besonderen Segen. Die Kinder mussten ihr die Hand geben und nochmals alles berühren. Danach fuhr sie in den Himmel auf. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!"
Freitag, 11. August 1950, abends 21.00 Uhr, Lichterprozession. Kuni und Gretel gehen auf den Berg zur Prozession. Gretel hörte eine Stimme: "Liebe Kinder, macht jetzt die Prozession." Auf dem Weg von der Grotte zum Waldkreuz erschienen zwei Engel, die vor den Kindern gingen. Gretel sagt zu Schmitt: "Es zupfte auf einmal etwas an meinem Mantel. Als ich hinsah, sah ich zwei Engel vor mir." Kuni sah ebenfalls die zwei Engel. Diese fragten: "Wo sind die anderen Kinder heute? Es freut uns, dass ihr zwei gekommen seid." Maria und Erika kommen zur Prozession, als die vom Kreuz zur Grotte zurückgingen. 20 Meter vor der Grotte sagen die Engel zur Gretel und Kuni: "Berührt uns noch einmal, wir fahren dann in den Himmel auf." Das Jesukind schaute aus dem Himmel und segnete mehrmals. Dann war alles fort. Am Podium sagt eine Stimme zur Gretel: "Liebe Kinder, geht jetzt heim. Ich bin die Muttergottes."
Samstag, 12. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder sind am Podium. Die Muttergottes ist über dem Birkenwald und schwebt herüber zum Mast. Die Kinder holen sie ab. Am Mast sagt die Muttergottes zur Kuni: "Du, Gretel, Antonie und Maria, geht mit Schlötzer zum Baum." Unterwegs zum Baum sehen die Kinder das Jesukind bereits dort stehen und drei Engel. Das Jesukind sagt nach der Begrüßung durch die Kinder zur Antonie: "Du und Gretel, geht mit Schlötzer zur Wiese!" Die übrigen beiden Kinder blieben mit dem Jesukind beim Baum. Auf der Wiese angekommen, sah Antonie allein Gott Vater. Kurze Zeit darauf kamen Maria und Kuni mit dem Jesukind zur Antonie und Gretel hinzu. Gott Vater verschwand wieder. Es kamen zwei weitere Engel hinzu. Die Kinder singen das Lied: 'Von dem Thron der Glorie...' Nach Beendigung der zweiten Strophe sehen die Kinder, wie der Himmel sich öffnet und im Kreis dreizehn Engel aus dem Himmel schauen. Die Engel, die bei den Kindern waren, sagten zur Gretel: "Wir würden dies Lied am liebsten noch einmal hören." Die Kinder sangen noch einmal das vorgenannte Lied. Währenddessen kamen die dreizehn Engel vom Himmel herunter. Nach etwa fünf Minuten fuhren sämtliche Engel in den Himmel auf. Das Jesukind fuhr bereits vorher bei Maria und Kuni in den Himmel. Nachdem die Engel und das Jesukind in den Himmel aufgefahren waren, sagte eine Stimme zur Gretel: "Geht auf den Berg!" Dort war inzwischen die Muttergottes vom Mast zum Podium durch Hildegard, Betti und Irma hinaufbegleitet worden. Die Muttergottes blieb kurze Zeit auf dem Berg und fuhr dann in den Himmel. Sämtliche Kinder gingen anschließend heim. Um 20.30 Uhr abends beteiligten sich die Kinder an der Lichterprozession, die vom Berg beginnend zum Birkenwald hinunter zum Kreuz und zum hinteren Bildstock führte, anschließend wieder zurückging, am Mast vorbei und zum Podium hinführte. Dort sagten Hildegard und Gretel: "Die Muttergottes schwebt vom Himmel herunter zum Podium." Dort gab die Muttergottes den Krankensegen für die Waltraud. Dann sagte die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt berührt noch einmal alles an mir, dann gebe ich euch und allen Leuten meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Dies erfolgte. Die Kinder gingen anschließend heim.
Sonntag, 13. August 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Alle Kinder gehen in weißen Kleidern zum Berg. Beim Podium sehen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Gretel sagt: "Wir wollen die Muttergottes beim Mast abholen." Auf dem Weg zum Mast segnete die Muttergottes vom Birkenwald aus öfters. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Wenn du, Gretel und Kuni an mir alles berührt habt, dann geht mit Schlötzer zum Baum." Die Muttergottes segnete am Mast die mitgebrachten Andachtsgegenstände der Kinder und ging nach der Begrüßung zum Berg. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich will der lahmen Frau im Auto meinen besonderen Segen geben." Kurz vor dem Auto bogen die Kinder vom Weg ab und nach Aussage der Hildegard ging die Muttergottes etwa einen Meter bis zum Auto und gab der Frau ihren besonderen Segen. Am Podium sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Die Begleitherren dürfen mir die Hand reichen." Danach kam der Kelchengel und die Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Danach verschwand der Kelchengel. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich dem Volk meinen besonderen Segen geben." Danach gab die Muttergottes den Krankensegen und weihte und segnete dann die mitgebrachten Andachtsgegenstände des Volkes. Zur Antonie sagt sie: "Begleitet mich wieder zum Mast." Als die Kinder vom Podium weggingen, kam das Jesuskind mit den drei Kindern mit Schlötzer vom Baum herüber an das Podium. Das Jesukind segnete. Die Muttergottes blieb stehen und segnete ebenfalls. Am Mast sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Wenn ich in den Himmel aufgefahren bin, dann geht zum Berg zu meinem süßen Kind und bleibt bei ihm, bis es ebenfalls in den Himmel aufgefahren ist. Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen und fahre auf." Die Kinder gingen zum Berg. Schlötzer geht mit Gretel, Maria und Kuni vom Mast zum Baum. Unterwegs sehen die Kinder, wie das Jesuskind mit dem Kelchengel herunterschwebt zum Baum. Dort empfangen die Kinder die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Zur Gretel sagt das Jesukind: "Liebe Kinder, geht mit mir zu meiner lieben Mutter auf den Berg." Unterwegs sagt das Jesukind zur Gretel: "Heute seid ihr wieder meine lieben Engelein." (Auch die Herren, die euch begleiten, sind meine lieben Engel, auch wenn sie keine weißen Kleider tragen.) Zur Maria sagt das Jesukind: "Wenn ich durch die Reihen der Leute gehe, will ich meinen besonderen Segen geben. Es soll bekannt gegeben werden." Am Podium sagt das Jesukind zur Maria: "Jetzt will auch ich die Andachtsgegenstände weihen und segnen." Zur Gretel sagt das Jesukind: "Jetzt will ich meinen besonderen Krankensegen geben." Hernach nahmen die Kinder einzeln das Jesukind in die Arme und sangen auf Wunsch des Jesuskindes das Lied: 'Schlaf wohl, du Himmelsknabe, du.' Sodann sagt das Jesukind zur Maria: "Jetzt will ich dem Volk meinen besonderen Segen geben und fahre in den Himmel auf." Dies geschah, während das Jesukind in den Himmel auffuhr, segnete es noch einmal und sagte: "Geht jetzt heim und kommt um fünf Uhr wieder." Die Kinder gingen heim.
Sonntag, 13. August, nachmittags 17.00 Uhr, etwa 4.000 Personen. Alle Kinder gehen zum Berg. Beim Podium angekommen, sehen die Kinder die Muttergottes bereits über dem Birkenwald. Sie segnete. Dann forderte sie die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Zur Erika sagt die Muttergottes: "Du, Maria, Gretel und Antonie, geht zum Baum!" Nach der Begrüßung sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Berg!" Auf dem Weg zum Berg sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Ich will jetzt der kranken Frau im Auto meinen besonderen Segen geben." Die Muttergottes geht vom Weg abseits zum Auto hin. Die Kinder begleiteten sie. Die Muttergottes segnete und ging dann wieder auf dem Weg zurück zum Berg. Dort gibt die Muttergottes dem Volk ihren besonderen Segen und anschließend, sagt Kuni, gibt sie den Krankensegen. Danach forderte die Muttergottes die Kinder auf, alles an ihr zu berühren. Die Muttergottes sagte zur Kuni: "Jetzt will ich das kranke Kind besonders segnen." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Geht mit mir zu dem Kind, ich will ihm meine Hand reichen." Die Kinder gingen etwa fünf Meter zu dem Kind hin und Hildegard nahm die Hand des kleinen epileptischen Kindes und führt die Hand zur Hand der Muttergottes hin. (Ein Weinen und Schluchzen ging durch das Volk.) Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes: "Wenn ihr heute Abend um halb acht wiederkommt, dann soll das kranke Kind auch da sein. Ich will es nochmals segnen und ihm meine Hand geben." Am Mast angekommen, gab die Muttergottes ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Zur Kuni sagte sie beim Hinauffahren: "Liebe Kinder, geht jetzt heim." Am Mast ging Schlötzer mit Erika, Maria, Gretel und Antonie zum Baum. Dort war das Jesukind. Es segnete die Kinder. Nur Antonie sah diesmal das Jesukind nicht. Zur Gretel sagt das Jesukind: "Wenn mich Antonie inständig bittet, dann darf sie mich sehen." Dann sagte das Jesukind zu den Kindern: "Liebe Kinder, wir gehen zum Berg." Unterwegs nach dort sagte das Jesukind zur Maria: "Jetzt will ich den Vorbeter (Norbert Langhojer) besonders segnen." Danach sagte das Jesukind: "Jetzt will ich Herrn Pfarrer Gailer, Pfarrer Bauer und Professor Walz meinen besonderen Segen geben." Am Podium angekommen, sagte Antonie: "Jetzt sehe ich auch das Jesuskind." Das Jesukind sagte zur Maria: "Berührt noch einmal alles an mir, dann will ich in den Himmel auffahren." Dies erfolgte. Das Jesukind segnete, fuhr in den Himmel und sagte: "Liebe Kinder, geht heim!"
Sonntag, 13. August 1950, abends 19.30 Uhr, etwa 6.000 Personen. Alle Kinder gehen zum Berg und sehen bereits die Muttergottes, als sie vor das Podium gingen. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Die Kinder begrüßten am Mast die Muttergottes. Kuni, Gretel und Maria gehen mit Schlötzer zum Baum. Nach Segnung der mitgebrachten Andachtsgegenstände ging die Muttergottes mit den Kindern zum Berg. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Liebe Kinder, singt mir zu Ehren ein Lied!" Am Podium gibt die Muttergottes ihren besonderen Krankensegen. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände weihen." Danach forderte die Muttergottes durch Erika die Kinder auf, sie zu berühren und ihr die Hand zu geben. Zur Erika sagt die Muttergottes noch: "Jetzt will ich noch einmal meinen Krankensegen geben." Danach sagen Antonie und Erika: "Die Muttergottes gibt ihren besonderen Segen und fährt in den Himmel auf." Während der Auffahrt sagt die Muttergottes zur Erika: "Liebe Kinder, geht jetzt heim." Am Mast sagt die Muttergottes zur Maria: "Du, Gretel und Kuni, geht zum Baum." Am Baum erwartet das Jesukind bereits die Kinder. Nach der Begrüßung sagt das Jesuskind: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Berg!" Am Podium segnete dann das Jesukind und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim.
Lichterprozession abends 20.45 Uhr. Die Kinder gehen zum Berg. Die Kinder warteten auf die Prozession, die von Thurn (Schloss) über die Grotte zum Berg gehen wollte. Die Muttergottes sagte zur Gretel: "Beginnt jetzt mit der Lichterprozession." Die Prozession der Thurner war noch nicht zu sehen, darauf sagte Schlötzer zur Gretel: "Sagt der Muttergottes, wir wollen doch auf die Thurner warten." Darauf sagt die Muttergottes zur Gretel: "Hört auf meine Worte, beginnt jetzt die Lichterprozession." Darauf bewegte sich die Prozession in Richtung zum Birkenwald. Inzwischen kam mit Musik die Prozession von Thurn zum Birkenwald. Beide Prozessionen vereinigten sich bei der Grotte. Die Kinder zogen voraus zum Kreuz. Unterwegs fragte die Kuni die Muttergottes: "Sollen wir am Kreuz länger verweilen?" Die Muttergottes sagte: "Nein, macht eine schöne Kniebeuge, geht weiter zum hinteren Bildstock und von dort zum Berg." Kurz vor dem Kreuz ließ Schmitt durch Gretel und Kuni fragen: "Liebe Muttergottes, kommst du heute nicht zu uns?" Die Muttergottes sagte darauf: "Ich schicke zwei Engel." Auf dem Rückweg vom hinteren Bildstock sehen Kuni und Gretel plötzlich vor sich zwei kleine Engelchen. Diese blieben bei der Prozession bis zum Altar am Baum. Etwa 50 Meter vom Baum entfernt auf dem Weg zum Podium sagt Hildegard: "Die Muttergottes sieht aus dem Himmel." Auf dem oberen Weg kommt die Muttergottes vom Himmel herab und schwebte zwischen den Kindern zum Baum. Dort berührten die Kinder die Muttergottes. Die Muttergottes gab dem Volk ihren besonderen Segen und fuhr dann in den Himmel auf. Die Kinder gingen danach nach Hause.
Montag, 14. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder außer Waltraud gehen zum Berg. Vor dem Podium sehen die Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Zur Gretel sagte die Muttergottes auf dem Weg zum Mast: "Ich freue mich über den schönen Blumenteppich. Ich segne die jetzt, die so schön geschmückt haben." Am Mast angekommen sagt die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, gebt mir nacheinander die Hand und berührt mich." Antonie sagt: "Die Muttergottes hat heute das Jesuskind auf dem Arm." Die Muttergottes segnete die mitgebrachten Andachtsgegenstände und sagt zur Maria: "Geht mit mir zum Berg!" Gretel sagt: "Das Jesuskind, das die Muttergottes auf dem Arm trägt, ist klein. Um die Stirn hat es ein goldenes Band und darauf steht ein goldenes Kreuzchen." Zur Kuni sagt die Muttergottes auf dem Weg zum Berg: "Jetzt will ich die segnen, die die Kränze gebunden und so schön geschmückt haben. Schmitt soll es auf dem Berg verkünden, dass ich sie gesegnet habe." Zur Gretel sagt die Muttergottes auf dem Berg: "Ich will jetzt die Andachtsgegenstände, Kerzen und Zündhölzer segnen." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Geht mit mir zum Baum!" Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes zur Gretel: "Ihr macht mir heute eine große Freude, weil ihr so brav seid." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Es freut mich, dass die Kinder mir heute wieder Blumen gestreut haben." Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Du und Gretel, geht mit meinem süßen Kind." Das Jesukind ging von den Armen der Mutter herunter und schwebte ungefähr 30 Meter über dem Boden vor den Kindern ziemlich schnell einher. Zuletzt mussten die Kinder laufen, um ihm folgen zu können. Am Baum dann stand bereits der Kelchengel und reichte den Kindern und Schmitt die heilige Kommunion. Die Kinder umarmten und herzten das Jesukind. Plötzlich war es verschwunden. Antonie sagt: "Das Jesukind hat sich bestimmt versteckt." Sie gingen hinter den Altar am Baum, Gretel folgte. Das Jesukind stand hinter dem Altar. Gretel nahm es auf die Arme und trug es wieder vor. Es fragte die Kinder: "Liebe Kinder, soll ich mit euch zum Berg gehen?" Darauf sagte Gretel: "Wie du willst, liebes Jesuskind." Das Jesukind sagte: "Dann geht mit mir!" Das Jesukind ging vom Altar am Baum über den Acker zum Mast. Auf halbem Weg sagte das Jesukind zur Gretel: "Soll ich durch den Acker der bösen Frau gehen?" (Prüfung der Kinder.) Die Kinder sagten: "Dahin können wir dir nicht folgen, liebes Jesuskind." Dieses antwortet darauf: "Geht nur mit!" Das Jesukind ging aber nicht über den Acker der bösen Frau, sondern auf einem anderen Acker. Vom Mast aus ging das Jesukind über den Blumenteppich zum Berg. Auf dem Weg dorthin sagte das Jesukind zur Gretel: "Am Berg will ich die Andachtsgegenstände, Kerzen und Zündhölzer weihen. Herr Schmitt soll verkünden, dass ich da bin und alles weihe." Am Berg nahm dann jedes Kind das Jesukind am Arm und sang dabei das Lied: 'Still, still...' Danach segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände sowie Kerzen und Zündhölzer. Zur Antonie sagte es: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Während der Auffahrt sagte das Jesukind zur Gretel: "Haltet um neun Uhr eine Lichterprozession." Die Kinder blieben noch längere Zeit am Podium knien. Zur Gretel sagte eine Stimme: "Geht jetzt zu den anderen Kindern." Als Gretel und Antonie mit Herrn Schmitt das Podium verließen, gingen auch die übrigen Kinder mit der Muttergottes zum Baum. Dort sahen die Kinder schon von ferne den Kelchengel stehen. Dort angekommen empfingen sie die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Auch die Herren und die Eltern bekommen die heilige Kommunion. Hernach sagte die Muttergottes zur Maria: "Berührt noch einmal alles, dann werde ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Es dürfen mir auch die Herren die Hand reichen." Dann: "Ihr sollt euch gegeneinander nicht so anschreien." (Beim Handreichen.) Die Muttergottes gab dann auch den Segen, fuhr in den Himmel auf und sagte: "Geht heim!"
Lichterprozession um 21.00 Uhr. Gretel, Maria, Erika und Kuni gehen mit der Prozession. Diese ging vom Berg zur Grotte, von dort zum Kreuz und wieder zurück über die Grotte zum Berg. Die Muttergottes schaut auf dem Weg zwischen dem ersten und zweiten Lichtmast zum Himmel heraus und segnet. Gretel bittet die Muttergottes, sie möge doch herunterkommen – sie freue sich doch so auf sie. Die Muttergottes antwortet darauf: "Ich freue mich auch, liebe Kinder, und komme dann herunter." Sie schwebt zwischen den Kindern zum Berg. Dort gibt sie allen anwesenden Leuten ihren besonderen Segen und fährt wieder in den Himmel auf. Die Kinder gingen dann heim.
Dienstag, 15. August 1950, nachmittags 15.00 Uhr, Mariä Himmelfahrt. Etwa 40.000 Personen. Alle Kinder gehen in weißen Kleidern geschlossen zum Berg. Am Podium sehen die Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte sie auf, sie am. Mast abzuholen. Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes und ließen die mitgebrachten Andachtsgegenstände segnen. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht mit mir auf den Berg." Auf dem Weg zum Berg sagte die Muttergottes zur Antonie: "Liebe Kinder, seid andächtig." Am Podium segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Antonie sagte danach: "Der Kelchengel steht vor uns." Die Kinder empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Reicht mir eure Hand und berührt alles." Die Muttergottes fährt segnend in den Himmel auf. Antonie und Gretel sagen: "Viele Engel kommen und holen die Muttergottes ab."
Dienstag, 15. August 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Die Kinder gehen geschlossen zum Berg. Es waren mit Waltraud zehn Kinder. Am Podium sehen die Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Holt mich am Mast ab!" Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Gretel: "Es sind heute viele Spötter da." "Außer euch zehn Kindern soll niemand mitgehen", sagte die Muttergottes zur Maria. Antonie sagt, nachdem alle Kinder beim Mast waren: "Die Muttergottes hat das Jesukind auf dem linken Arm." Dies sehen außerdem noch Gretel, Maria, Erika und Kuni. Die anderen nicht. Hildegard sah nur die Muttergottes. Zur Gretel und Maria sagt die Muttergottes: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg zum Berg sagt die Muttergottes zur Gretel: "Die Leute möchten andächtiger singen." Am Berg weihte die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Danach gab die Muttergottes ihren besonderen Krankensegen. Zur Gretel und Hildegard sagt die Muttergottes hernach: "Geht mit mir zum kranken (epileptisch) Kind!" (Eichfelder von Bamberg.) Die Muttergottes ging mit beiden Kindern etwa sechs bis acht Meter vom Podium entfernt zurück zum Mast, blieb stehen und segnete das kranke Kind. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Das kranke Kind soll mir die Hand geben." Hildegard nahm die Hand des kranken Kindes und führte sie der Muttergottes zu. Die Muttergottes segnete dreimal das kranke Kind. Die anderen Kinder kamen herbei und gingen mit der Muttergottes zum Mast. Die Muttergottes forderte durch Maria die Kinder auf, sie zu berühren, gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Zuvor sagte die Muttergottes noch zur Hildegard: "Es sind viele Ungläubige hier, aber auch gläubige Menschen. Das Gebet dringt durch die Wolken." Das Jesukind fuhr mit der Muttergottes zugleich in den Himmel auf.
Dienstag, 15. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder gingen geschlossen zum Berg. Nachdem sie kurze Zeit vor dem Podium knieten, erschien die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Nach der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, seid sehr andächtig. Es sind viele Spötter da." Zur Erika sagt die Muttergottes: "Du, Gretel, Maria, Antonie und Kuni, geht zum Baum und begleitet mein süßes Kind zum Berg." Die fünf Kinder gingen mit Schmitt zum Baum hinüber. Auf dem Weg sehen die Kinder das Jesukind aus dem Himmel herabschweben. Maria sagt: "Das Jesukind kann gar nicht auf den Boden kommen, weil so viele Leute dort stehen." (Es schwebte über den Leuten.) Zur Gretel sagt das Jesukind: "Wenn die Leute nicht folgen und nicht auf ihren Plätzen bleiben, dann fahre ich und meine liebe Mutter in den Himmel auf." Die Leute wurden ernstlich ermahnt, doch Ordnung zu halten. Nur unter äußerster Anstrengung gelangte es vor den Altar. Zur Antonie sagt das Jesukind: "Die Leute machen mir und meiner lieben Mutter keine Freude." Zur Gretel sagt das Jesukind: "Wenn die Leute nur aus Schaulust kommen, dann brauchen sie gar nicht kommen. Wenn sie kommen, sollen sie beten." Zur Gretel sagt das Jesukind weiter: "Liebe Kinder, ich will gar nicht auf den Berg gehen. Die Leute sind ungehorsam." Zur Maria sagt das Jesuskind: "Geht mit mir zum Birnbaum!" Das Jesuskind schwebte über den Leuten weg. Mühsam konnten die Kinder sich durch die Leute zwängen und sehen plötzlich das Jesuskind nicht mehr. Als die Kinder freien Blick hatten, sahen sie das Jesuskind bereits drüben am Birnbaum. Die Kinder gaben dem Jesukind nochmals die Hand und berührten alles an ihm. Zur Kuni sagt das Jesuskind: "Wenn wenig Leute kommen, die andächtig beten, dann ist es mir lieber, als wenn viele kommen, die neugierig sind." Zur Maria sagt das Jesuskind: "Liebe Kinder, soll ich mit euch zum Berg gehen?" Die Kinder baten das Jesukind, doch den Leuten zu verzeihen und zum Berg zu gehen. Das Jesukind ging daraufhin mit den Kindern zum Berg. Auf dem Weg dorthin sagte das Jesukind zur Maria: "Wenn die Leute nachlaufen, dann fahre ich gleich wieder in den Himmel auf!" Kuni und Antonie sehen das Jesukind nach etwa 50 Metern nicht mehr. Auch Gretel sah das Jesuskind kurz darauf nicht mehr. Bevor es verschwand, sagte es zur Gretel "Weil mir die Leute nicht folgen, gehe ich fort." (Die Leute strömten von allen Seiten herbei und liefen über die Felder.) Erika und Maria sehen das Jesukind nur allein noch. Das Jesukind geht mit den Kindern zum ersten Baum zum Altar hin, dort bog es ab zum Mast. Nach zehn Metern sagte das Jesukind zur Maria und Erika: "Jetzt kann ich nicht mehr länger bleiben. Ich fahre in den Himmel auf." Ohne zu segnen schwebte das Jesuskind empor. Die Kinder gingen heim: Auf dem Weg nach Hause kamen die anderen Kinder, die bei der Muttergottes waren, den Kindern, die beim Jesukind waren, entgegen. Schlötzer ging vom Mast aus mit Hildegard, Betti, Waltraud, Irma und Rosl zum Berg. Am Podium sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Bereitet euch auf die heilige Kommunion vor." Hildegard sagt: "Der Kelchengel ist da." Sie reicht Rosl, Betti, Waltraud und Irma den Kelch. Die Kommunion selbst reichte der Kelchengel den Kindern unter Anleitung von Hildegard. Danach schwebte der Engel wieder in den Himmel. Hildegard sagt: "Die Muttergottes gibt jetzt dem Volk ihren besonderen Segen." Die Muttergottes geht mit den Kindern wieder hinunter zum Mast und sagt zur Hildegard: "Ich will die beiden kranken Kinder, bevor ich in den Himmel auffahre, segnen." Im Vorbeigehen segnet die Muttergottes zwei schwer kranke Kinder. Am Mast sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich will nochmals meinen Krankensegen geben." Die Muttergottes fährt in den Himmel auf und sagt zur Hildegard: "Geht zu den übrigen Kindern." Schlötzer ging mit den Kindern in Richtung Baum, wo bereits die übrigen Kinder mit den Begleitherren entgegen kamen. Sämtliche Kinder gingen heim.
Dienstag, 15. August 1950, abends 20.30 Uhr, Lichterprozession, ca. 30.000 Personen. Beichtstuhl heute 1.800! (Eine solche gewaltige Lichterprozession war bisher noch nie!) Die Prozession ging vom Haus Gügel an Simon vorbei auf den Berg und von dort zur Grotte. Vom Schloss Thurn her kam ebenfalls eine lange Prozession mit Musik. Zwischen zweitem und erstem Mast sagt Kuni zur Muttergottes, ohne sie zu sehen: "Liebe Muttergottes, dir zuliebe sind wir Kinder heute Abend zur Prozession gekommen. Wir wollen gutmachen, was die Leute um halb acht gefehlt haben." Darauf hört Kuni eine Stimme: "Liebe Kinder, ihr macht mir eine große Freude, weil ihr gekommen seid. Es freut mich, weil ihr mir das sagt." Später sagte Gretel auch dasselbe zur Muttergottes. Diese sagte zur Gretel das Gleiche. Gretel und Kuni waren voneinander getrennt. Zur Gretel sagt danach die Muttergottes: "Wenn es so ist, kann ich und mein liebes Kind nicht kommen." Auf die Frage der Gretel: "Liebe Muttergottes, meinst du mit dem 'wenn es so ist', die Ordnung, die die Leute nicht halten?" Die Muttergottes antwortet darauf: "Ja, das meine ich." Bald darauf sagt eine Stimme zur Gretel auf dem Weg von der Grotte zum Kreuz: "Die Leute sollen miteinander singen und beten und nicht verschiedene Lieder singen." Vom Kreuz zum Birnbaum sah die Muttergottes aus dem Himmel und segnete. Dies sah Hildegard nur allein. Die Hildegard bat zwischen Birnbaum und dem Altar am Apfelbaum die Muttergottes, sie möge doch zu den Kindern kommen. Kurze Zeit darauf kam die Muttergottes langsam vom Himmel heruntergeschwebt. Gretel, Maria, Erika und Kuni sahen die Muttergottes etwa 50 Meter vor dem ersten Baum, wie sie zwischen jenen schwebte. Die Muttergottes segnete die Ordner, anschließend den Vorbeter und dann die Begleitung der Kinder. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Weil die Leute vernünftig geworden sind, bin ich jetzt gekommen." Zur Maria sagt die Muttergottes anschließend: "Singt und betet mit den Leuten, die auf dem Berg sind." Weiter sagt die Muttergottes zur Maria: "Wenn ich in den Himmel aufgefahren bin, dann geht gleich nach Hause." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Das Gebet eines Teiles des Volkes dringt durch die Wolken. Es hat mich erfreut. Ich bin deshalb nochmals gekommen." Die Muttergottes sagte einige Male zur Hildegard: "Die Kinder möchten sehr ernst sein und nicht auf die Leute schauen." Kurz vor dem Podium sagte die Muttergottes zur Maria: "Es ist aber nicht schön, dass die Leute mir alle Blumen weggenommen haben." Am Podium sagt die Muttergottes zur Hildegard und Gretel (Hildegard war links und Gretel in der Mitte): "Berührt noch einmal alles an mir, dann gebe ich dem Volk meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel." (Dies sagten die zwei Kinder zugleich miteinander.) Nachdem die Muttergottes in den Himmel aufgefahren war, gingen die Kinder heim. Die Muttergottes sagte zur Hildegard: "Dr. Heil soll eine Ansprache halten!" Er tat dies. (Nach der Lichterprozession.)
Mittwoch, 16. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder gehen geschlossen um 19.30 Uhr zum Berg. Auch Rosl Bradl ist seit vergangenem Sonntag täglich dabei. Am Podium sagen gleich darauf die Kinder: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald – sie segnet." Auch Maria und Hildegard sehen die Muttergottes. Gretel sagt: "Wir sollen die Muttergottes am Mast abholen." Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, sammelt euch an einem Ort und geht miteinander auf den Berg!" (Betti kam etwas hintennach, etwa 50 Meter.) Antonie läuft neben der Muttergottes etwa 20 Meter weit. Antonie sagte das anschließend zu Herrn Schmitt, dass sie ein Stück Wegs mit der Muttergottes gegangen ist. Zur Maria sagte die Muttergottes während der Begrüßung am Mast: "Gretel, Antonie, Rosl und du, geht jetzt zum Baum!" Die Kinder sehen auf halbem Weg zum Baum, wie das Jesuskind in Begleitung des Kelchengels zum Mast herunterschwebt. Am Altar empfangen die Kinder dann die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Danach begrüßten die Kinder das Jesukind, das ein weißes Gewand mit goldenen Sternchen darauf anhatte. Es sagte zur Gretel: "Geht mit mir zum Berg!" Nach 40 Metern sagt Antonie plötzlich: "Ich sehe das Jesuskind nicht mehr." Kurz darauf sah auch Gretel das Jesuskind nicht mehr. Nur Maria sah es allein noch. Das Jesukind segnete auf dem Weg viermal. Nach dem vierten Segen sagte plötzlich Maria: "Das Jesuskind ist auf einmal verschwunden." Es kamen die Kinder, die bei der Muttergottes waren, vom Podium her den Kindern bei Schmitt entgegen. Die Kinder gingen gemeinsam zum Berg zurück und beteten dort mit dem Volk den Rosenkranz. Nach etwa fünf Minuten sagt Maria: Eine Stimme sagt zu ihr: "Liebe Kinder, geht jetzt nach Hause. Ich bin das liebe Jesuskind."
Es war 19.50 Uhr abends. Nachdem die vier Kinder mit Schmitt zum Baum gingen, sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht auf den Berg, wenn ihr alle mich berührt habt." Beim Weggehen zum zweiten Mast sagt Erika: Ich sehe die Muttergottes nicht mehr. Nur Hildegard und Kuni sehen die Muttergottes noch. Zur Kuni sagt sie: "Ich gehe nicht zum Podium. Ich segne die Andachtsgegenstände und fahre dann in den Himmel auf. Geht hernach zu den anderen Kindern." Die Muttergottes ging nur wenige Meter zum Berg hinan, segnete und fuhr in den Himmel auf.
Lichterprozession am 16. August 1950, abends 21.00 Uhr. Gretel, Rosl, Maria, Antonie, Kuni, Erika, Irma und Betti gehen um 20.10 Uhr zur Prozession auf den Berg. Nachdem sie etwa zwei Minuten am Podium knieten, hört Gretel eine Stimme: "Macht jetzt die Prozession! Gelobt sei Jesus Christus. Ich bin die Muttergottes." Die Prozession ging zur Grotte, dann zum Waldkreuz und zum letzten Bildstöcklein und wieder zurück zum Berg. Beim zweiten Mast auf dem Rückweg sah die Muttergottes aus dem Himmel. Maria und Gretel sehen sie. Am Podium sagt Gretel: "Die Muttergottes segnet." Kurz darauf sagt die Muttergottes zur Gretel: "Ich gebe jetzt allen meinen besonderen Segen und gehe wieder in den Himmel hinauf." Es geschah so. Zu den Kindern sagt die Muttergottes noch: "Geht jetzt nach Hause."
Donnerstag, 17. August 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder, außer Erika, gehen auf den Berg. Kurz darauf sahen Antonie, Gretel, Kuni, Maria und Hildegard die Muttergottes über den Birken. Die Kinder holen die Muttergottes beim Mast ab. Nach der Begrüßung am Mast sagt die Muttergottes zur Antonie: "Du, Maria und Gretel, geht zum Baum!" Unterwegs nach dort sehen die Kinder den Kelchengel und das Jesuskind vor dem Baum stehen. Die Kinder und Schlötzer empfangen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Bevor schon das Jesuskind zum Baum kam, sagten sie: "Das Jesuskind hat einen sehr traurigen Gesichtsausdruck. Es fallen Tränen aus seinen Augen." Nach Empfang der heiligen Kommunion fragen die Kinder das Jesuskind, warum es so traurig ist. Das Jesukind sagte zur Antonie: "Weil die ganze Hölle gegen mich und meine Mutter kämpft." Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, wollt ihr mit mir zum Berg gehen?" Die Kinder begleiteten das Jesuskind in Richtung zum Berg. Auf halbem Weg sagt das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, ich gehe nicht mehr mit euch zum Berg, ich will mich hier von euch verabschieden." Die Kinder verabschiedeten sich vom Jesukind. Es segnete nochmals und fuhr in den Himmel. Dr. Heil kam mit den übrigen Kindern hinzu. Als Schlötzer vom Baum mit den Kindern weggegangen war, ging Dr. Heil mit den übrigen Kindern auf den Berg. Die Muttergottes sagte nämlich zur Kuni: "Geht mit auf den Berg." Beim Hinaufgehen sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich Herrn Koch und seiner Familie meinen besonderen Segen geben. Liebe Kinder, betet für Herrn Koch und seine Familie." Dann gab die Muttergottes Herrn Randsberger und seiner Mutter ihren besonderen Segen. Danach Dr. Heil auch ihren besonderen Segen. Am Podium angekommen, weihte und segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und sagte zu den Kindern: "Liebe Kinder, berührt an mir alles, dann werde ich in den Himmel auffahren." Die Muttergottes fuhr dann in den Himmel auf, gab nochmals Herrn Koch ihren besonderen Segen und segnete auch das ganze Volk vom Himmel aus nochmals. Sie sagte zum Schluss: "Geht zu den anderen Kindern." Danach fand eine Lichterprozession statt. Bei der Rückkehr zum Podium schaute die Muttergottes nochmals aus dem Himmel heraus, segnete die Leute und sagte: "Liebe Kinder, geht heim!"
Freitag, 18. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle sieben Kinder mit Rosl Bradl waren 19.40 Uhr am Podium. Kurz darauf erschien die Muttergottes über dem Birkenwald und schwebte zum zweiten Lichtmast. Die Muttergottes sagt zur Erika."Holt mich ab!" Unterwegs sagte sie zur Gretel: "Passt auf, wenn ich segne!" Zur Maria sagt sie: "Es dürfen nur die Herren mit, die gerufen sind, und die Eltern." Am zweiten Mast angekommen, geben die Kinder der Muttergottes die Hand und berühren alles. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Erika und Antonie, geht zum Baum und holt mein liebes Kind ab." Dr. Heil ging mit den beiden Kindern zum Apfelbaum. Dort war das Jesuskind. Sie begrüßten es – es segnete. Dann kam der Kelchengel und gab den beiden Kindern, sowie Dr. Heil die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Das Jesuskind gab nochmals seinen besonderen Segen und schwebte zum Himmel auf. Währenddessen war der Kelchengel noch da und sagte: "Ihr dürft heute zweimal die heilige Kommunion empfangen." Die zwei Kinder und Dr. Heil empfingen sie zum zweiten Mal. Das Jesukind schaute beim Hinaufgehen zum Berg vom Himmel heraus und sagte: "Es würde mich freuen, wenn alle Kinder zur Lichterprozession mitgehen würden." Ferner sagt es: "Jetzt segne ich die anderen Kinder." Die Kinder gingen zum Podium. Die Muttergottes sagt zur Maria und Gretel: "Ich will jetzt die Rosenkränze, Kerzen und Andachtsgegenstände weihen." Die Kinder sagten: "Der Kelchengel ist da." Die Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die Muttergottes sagte zu mehreren Kindern: "Jetzt will ich noch meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren. Wenn die beiden anderen Kinder da sind, macht die Lichterprozession!" Vom Himmel schaute die Muttergottes noch einmal heraus und segnete, als die anderen Kinder kamen.
Lichterprozession am 18. August 1950. Die Lichterprozession wurde durchgeführt. Bei der Rückkunft zum Podium schaute die Muttergottes nach Beendigung des Liedes und eines 'Vater unser' zum Himmel heraus und segnete das Volk. Zu den Kindern sagte sie: "Geht jetzt nach Hause!"
Samstag, 19. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder gehen zum Berg, auch Rosl ist dort. Vor dem Podium beten die Kinder mit dem Volk den Rosenkranz. Beim fünften Gesätz sagt eine Stimme zur Gretel: "Macht jetzt die Lichterprozession!" Die Prozession nahm ihren Weg über die Grotte zum Kreuz und zum hinteren Bildstock. Auf den Berg zurückgekehrt, sah die Muttergottes aus dem Himmel und segnete zweimal. Dies sahen Gretel, Maria und Erika. Beim Zurückgehen in den Himmel sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!" Auf dem Heimweg erzählt Gretel Herrn Schmitt folgendes: Heute Mittag um zwei Uhr hielt ich meine Anbetungsstunde in der Kirche. Ich klopfte auf die Bank und fragte: "Liebes Jesuskind, bist du da?" Keine Antwort. Ich ging daraufhin zu den Altarstufen und klopfte an die Stufe und fragte wieder: "Liebes Jesuskind, bist du da?" Wieder keine Antwort. Dann klopfte ich an den Tabernakel und fragte nochmals: "Liebes Jesuskind, bist du da?" Darauf kam die Antwort: "Ja, ich bin da." Gretel sagt weiter: Ich bat das Jesuskind, es möge doch aus dem Tabernakel zu mir kommen. Darauf die Antwort: "Bete ein 'Gegrüßet seist du, Maria' und 'Jesukindlein, komm zu mir'." Letzteres sang ich aber. Plötzlich schob eine unsichtbare Hand die Kanontafel auf die Seite. Die Tabernakeltür ging auf und das Jesukind trat daraus hervor. Es blieb vor dem Tabernakel stehen. Ich bat das Jesukind wieder: "Liebes Jesuskind, komm doch zu mir herunter." Daraufhin schwebte das Jesukind auf die Altarstufe herab. Ich begrüßte es und berührte alles an ihm. Das Jesukind segnete und blieb längere Zeit vor mir stehen. Ich fragte das Jesuskind: "Liebes Jesuskind, was soll ich werden?" Das Jesuskind sagte: "Du hast mir doch schon versprochen, was du werden willst." (Gretel versprach vor einiger Zeit dem Jesuskind, dass sie eine Ordensschwester werden will.) Das Jesukind gab ihr darauf den besonderen Segen und schwebte in den Tabernakel zurück, der sich schloss. Die Kanontafel ging wieder an den alten Platz zurück. Eine Stimme sagte später zu ihr: "Geh jetzt heim, damit du nicht zu spät auf den Berg kommst."
Sonntag, 20. August 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Etwa 500 Personen. Alle Kinder, außer Hildegard, gehen auf den Berg. Am Podium sehen die Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Holt mich ab." Auf dem Weg zum Mast hört Gretel die Muttergottes sagen: "Liebe Kinder, seid sehr andächtig, es sind viele Spötter hier." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Nachdem Gretel der Muttergottes die Hand gegeben hatte, sagte sie zu Schmitt: "Ich sehe die Muttergottes jetzt nicht mehr." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Geht zum Berg." Auf dem Weg zum Berg sagte die Muttergottes zur Maria: "Am Podium gebe ich meinen besonderen Segen und fahre dann gleich in den Himmel auf." Am Podium segnete die Muttergottes und fuhr sofort auf. Kurze Zeit darauf hört Kuni eine Stimme: "Liebe Kinder, geht heim und kommt um halb acht wieder." Die Muttergottes hatte ein weißes Kleid, blauen Mantel, Rosen auf den Füßen und trug eine Krone auf dem Haupt.
Sonntag, 20. August 1950, abends 19.30 Uhr, etwa 800 Personen. Alle Kinder außer Waltraud und Hildegard gehen auf den Berg. Kaum beim Podium angekommen, sehen Gretel, Maria und Kuni die Muttergottes über dem Birkenwald. Erika und Antonie sehen die Muttergottes nicht. Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Gretel: "Wenn ich aufgefahren bin, dann haltet die Prozession." Am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes. Gretel als erste, die nach der Begrüßung die Muttergottes nicht mehr sieht. Als Maria, die die letzte war, ihr die Hand gegeben und alles berührt hatte, sah diese auch nichts mehr. Es wurde die Prozession wie gewöhnlich gehalten. Die Muttergottes erschien nicht mehr, auch nicht das Jesukind, auch kein Engel.
Montag, 21. August 1950, abends 19.30 Uhr. (Omnibus von Amberg.) Alle Kinder sind am Podium mit Waltraud. Nach einiger Zeit sagt Maria: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald. Sie kommt herübergeschwebt zum Lichtmast und sagt: Holt mich ab." Beim Heruntergehen, kaum vom Podium entfernt, sagt Gretel: "Ich sehe die Muttergottes nicht mehr." Am Lichtmast gaben dann der Muttergottes Maria und drei Kinder die Hand. Darauf sagt Kuni: "Ich sehe die Muttergottes nicht mehr." Maria allein sah sie noch. Sie bat die Muttergottes, die Andachtsgegenstände zu weihen. Sie segnete und war auf einmal verschwunden. Die Muttergottes ist von der Maria, Gretel und Kuni gesehen worden. Die Kinder gingen zum Podium. Dann sagte eine Stimme zur Gretel: "Macht es so wie gestern, macht jetzt gleich eine Lichterprozession." Die Leute taten das. Sie gingen hinüber zum Wald. Bei der Rückkehr zum Podium sagt eine Stimme zu den Kindern: "Geht jetzt nach Hause." Auf den Anruf: "Gelobt sei Jesus Christus", erhielt Maria die Antwort: "Ich bin das Jesuskind." Nach Beendigung der Lichterprozession sagt Schlötzer zur Kuni und Maria: "Kinder, würdet ihr nicht noch etwas mitgehen zum Apfelbaum, um kurz zu beten? Ich habe einige Leute aus meiner früheren Heimat Freiburg-Kenzingen dabei. Vielleicht gibt uns die Muttergottes oder das Jesukind den Segen." Die Kinder gingen mit Schlötzer und seinen Bekannten in Richtung Apfelbaum. Auf halbem Weg sagten Maria und Kuni: "Am Baum ist es ganz weiß." Kurz darauf sagten sie: "Es ist die Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Arm. Sie lächelt uns an." Die Muttergottes sagte zu beiden Kindern: "Liebe Kinder, ich wollte euch eine Freude machen." Am Baum angekommen, begrüßten die zwei Kinder die Muttergottes und das Jesukind. Hierbei schwebte das Jesukind auf den Boden herunter. Die Muttergottes sagte: "Jetzt will ich euch meinen ganz besonderen Segen geben." Die Kinder und die Anwesenden beteten: 'Unter deinem Schutz und Schirm'. Kurz vor Beendigung dieses Gebetes sagten die zwei Kinder: "Die Muttergottes breitet jetzt ihren Mantel über uns aus – er ist innen rot." Danach segnete die Muttergottes nochmals. Die Kinder berührten nochmals die Muttergottes wie sonst. Dann fuhr sie in den Himmel auf. Während die Muttergottes in den Himmel auffuhr, blieb das Jesukind zurück und sagte: "Liebe Kinder, ich bleibe noch etwas länger da als meine liebe Mutter." Die Kinder nahmen das Jesukind auf den Arm. Zuerst die Kuni und dann die Maria. Während Maria das Jesukind auf dem Arm hatte, sagte sie: Jetzt ist das Jesukind auf einmal verschwunden. Kurz darauf sagten die Kinder: Jetzt kommt das Jesuskind wieder und bringt zwei Engel mit. Die Kinder begrüßten auch die zwei kleinen Engel. Die Kinder sangen das Lied: Liebes Jesulein, ich habe dich so lieb. Dann sagte das Jesukind: "Jetzt gebe ich euch meinen besonderen Segen." Dies geschah. Dann segnete das Jesukind jedes Kind einzeln und legte dabei seine Hand auf das Haupt des Kindes. Maria sagt: Das Jesukind ist etwa 30 cm dabei vom Boden hochgeschwebt. Danach schwebten die zwei Engel in den Himmel. Das Jesuskind sagt: "Liebe Kinder, jetzt gebe ich nochmals meinen besonderen Segen und fahre auf in den Himmel." Die Kinder beteten noch ein kurzes Dankgebet und gingen dann heim.
Dienstag, 22. August 1950, abends 19.30 Uhr. (Etwa 500 Personen.) Alle Kinder gehen geschlossen zum Berg. Nachdem sie zwei bis drei Minuten vor dem Podium knieten, sagen Hildegard und Gretel: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald, sie segnet." Gretel sagt: "Wir sollen sie abholen." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes der Reihe nach. Zur Gretel sagt sie: "Die Leute sollen auf den Berg oder in den Birkenwald gehen." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg dorthin sagt die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, seid andächtig. Es sind viele Spötter da." Am Podium segnet die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Dann gab sie den Krankensegen. Hildegard sagt: "Die Muttergottes will jetzt einzeln jeden Herrn segnen." Zur Erika sagt die Muttergottes: "Gebt mir eure Hand und berührt alles." Auch die Herren und die Eltern der Kinder durften der Muttergottes die Hand geben und sie berühren. Maria fragte die Muttergottes, warum sie heute allen die Hand gibt. Die Muttergottes lächelte nur, sie sagte nichts. Sie segnete und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder formierten sich zur Lichterprozession, die vom Berg zur Grotte, von da zum Kreuz ging. Auf dem Weg zum Kreuz sieht Hildegard die Muttergottes über den Bäumen schweben, die um das Waldkreuz stehen. Die Muttergottes kam 30 Meter vor dem Kreuz zur Erde herab und ging zwischen den Kindern bis zum Kreuz mit. Hildegard allein sah die Muttergottes. Als Hildegard die Muttergottes über den Bäumen sah, sagte die Muttergottes zu ihr: "Am Kreuz werde ich meinen besonderen Segen geben." Am Kreuz verweilte die Muttergottes längere Zeit zwischen den Kindern. Die Kinder gaben der Muttergottes die Hand und berührten alles an ihr. Sie sahen die Muttergottes nicht. Hildegard führte die Hand. Auch die begleitenden Herren durften der Muttergottes die Hand geben. Auch ein Geistlicher aus dem Rheinland. Danach segnete die Muttergottes besonders und fuhr in den Himmel auf. Die Prozession ging weiter zum hinteren Bildstock und von da zurück zur Grotte und zum Berg. Zwischen dem ersten und zweiten Lichtmast sagt Hildegard: "Die Muttergottes schaut aus dem Himmel." Sie sagt zur Hildegard: "Wenn ihr am Podium seid, dann breite ich meine Hände über euch aus und gebe euch meinen besonderen Segen." Auf dem Weg zwischen dem zweiten Lichtmast und Podium segnete die Muttergottes mehrmals. Am Podium sagte Hildegard: "Die Muttergottes breitet ihre Hände aus und segnet." Dann sagte die Muttergottes: "Jetzt segne ich das ganze Volk." Nur Hildegard sah die Muttergottes wieder. Plötzlich steht der Kelchengel vor den Kindern, den nur Hildegard allein sah. Hildegard nahm den Kelch, und reichte ihn den Kindern, dann auch den Herren: Schlötzer, Schmitt, Dr. Heil, Rathmann, Randsberger und dem Kaplan Cohn, Mönchengladbach. Bevor der Kelchengel verschwand, sagte er noch zur Hildegard: "Ich darf euch heute auch segnen." Er segnete und fuhr in den Himmel auf. Dann hielt Dr. Heil eine Ansprache an die Leute. Während seiner Ansprache sah die Muttergottes aus dem Himmel und sagte zur Hildegard: "Jetzt will ich Dr. Heil besonders segnen, weil er so schön von mir spricht." Dr. Heil sprach gerade vom heiligen Land, bzw. von Nazareth. Die Muttergottes verschwand kurz darauf und sagte zur Hildegard: "Geht jetzt nach Hause."
Nachtrag: Als Hildegard zum Podium ging, sagte zu ihr die Muttergottes: "Warum glaubt man dir nicht, dass du mich siehst?" Darauf sagte Dr. Heil zur Hildegard: "Wir glauben es doch, dass du die Muttergottes siehst." Die Muttergottes sagte: "Ja, einzelne, aber nicht alle." Ferner, als die Lichterprozession sich zum Podium hinbewegte, sagte Hildegard zwischen den zwei Lichtmasten: "Jetzt schaut die Muttergottes zum Himmel heraus und sagt: Wenn ihr am Podium angekommen seid, breite ich meine Hände aus und gebe euch meinen besonderen Segen." Auf dem Weg zum Podium sah Hildegard dauernd die Muttergottes, wie sie vom Himmel herunterblickte.
Dienstag, 22. August 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Erika, Gretel und Kuni gingen mit Dr. Heil, Rathmann und Randsberger zum Berg. Nach einiger Zeit sagte Erika: "Die Muttergottes ist über den Birken." Auch Gretel sieht die Muttergottes. Sie sagt: "Geht zum Lichtmast." Kuni sieht unterwegs auch die Muttergottes. Sie sagt zur Kuni: "Es freut mich, dass ihr drei gekommen seid." Am Lichtmast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Dann sagte sie: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Baum." Dort kam der Kelchengel, die drei Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Unterwegs zum Baum sagt die Muttergottes: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Sie sangen: 'Sei gegrüßt...'Die Muttergottes sagte: "Kuni soll auch mitsingen." Dann sagte sie: "Berührt mich und gebt mir die Hand. Dann gebe ich meinen Segen und werde in den Himmel auffahren." Das geschah so. Zuletzt sagte die Muttergottes noch: "Liebe Kinder, geht jetzt nach Hause."
Nachtrag zu Dienstag, 22. August 1950, 19.30 Uhr. Gretel sagt: 'Wir sollen sie abholen. Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, passt schön auf, wenn ich segne. Es sind wieder Leute da, die nichts glauben. Liebe Kinder, seid sehr andächtig." Am Mast begrüßen... Über den Bäumen schweben, die um das Waldkreuz stehen: Kurz vorher sagte Schlötzer zur Gretel und Kuni: "Bittet die Muttergottes um Verzeihung eurer Fehler. Bittet sie, dass sie heute am Herz-Mariä-Fest noch einmal zu uns kommen möge." Schmitt, der von dieser Bitte nichts wusste, kam von der Hildegard, die am Schluss der Kinder ging, nach vorne und sagte: "Die Muttergottes schwebt herunter zum Kreuz." Die Muttergottes kam 30 Meter vor dem Kreuz zur Erde herab.
Mittwoch, 23. August 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder sind außer Erika am Berg. Nach einigen Minuten kommt auch Erika hinzu und sieht kurz darauf über den Birken die Muttergottes. Die Muttergottes segnete und sagte zur Erika: "Holt mich ab." Die Kinder gehen der Muttergottes bis zum Lichtmast entgegen. Als die Kinder dort ankamen, verschwand plötzlich wieder die Muttergottes. Außer Erika sah vorher ein Kind die Muttergottes. Etwas später sagte Maria: Eine Stimme sagt: "Beginnt jetzt die Lichterprozession." Maria sprach: "Gelobt sei Jesus Christus." Die Stimme antwortet: "In Ewigkeit, Amen. Ich bin das Jesuskind." Die Kinder gingen zum Berg, die Anwesenden schlossen sich den Kindern an und führten die Lichterprozession zum Kreuz und zurück durch. Auf dem Rückweg am Podium angelangt, sagt Erika: "Die Muttergottes schaut vom Himmel herab und segnet." Sie sagte dann noch einmal zur Erika: "Jetzt gebe ich allen Leuten meinen besonderen Segen." Danach sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht heim!"
Donnerstag, 24. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder außer Rosl und Waltraud gingen zum Berg. Beim Podium angekommen, sehen Erika, Maria, Gretel, Antonie, Hildegard und Kuni die Muttergottes über dem Birkenwald. Gretel sagt: "Wir sollen die Muttergottes abholen." Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Maria: "Wenn du, Gretel und Antonie mich berührt habt, geht dann mit Herrn Schmitt zum Baum." Am Mast angekommen, begrüßten die Kinder die Muttergottes und berührten alles. Währenddessen sagt die Muttergottes zur Gretel: "Es dürfen nur die Herren sein, die ich bestellt habe." (Die begleitenden Herren und die Eltern.) Gretel, Antonie und Maria gehen mit Schmitt zum Baum. Etwa 60 Meter vor dem Baum sagt Maria: "Der Kelchengel kommt herabgeschwebt." Gretel und Antonie sehen ihn nicht. Maria sagt: "Der Engel teilt heute zuerst die heilige Brotsgestalt aus und dann reicht er den Kelch." Maria sagt: "Der Kelchengel ist wiederum entschwunden und ich höre eine Stimme." – "Soll ich zu euch kommen?" Maria sagt darauf: "Gelobt sei Jesus Christus." Die Antwort lautet: "In Ewigkeit, Amen. Ich bin das liebe Jesuskind." Die Kinder antworteten auf die Frage vom Jesuskind: "Liebes Jesuskind, dein Wille geschehe. Wir freuen uns aber, wenn du kommst." Gretel hört eine Stimme, die sagt: "Singt mir und meiner Mutter zu Ehren ein Lied! Gelobt sei Jesus Christus. Ich bin das liebe Jesuskind." (Die Kinder sehen nämlich das Jesukind noch nicht.) Während des Liedes: 'Von dem Thron der Glorie wende', bei der letzten Strophe, kam das Jesukind vom Himmel heruntergeschwebt. Antonie sah es zuerst und machte die anderen darauf aufmerksam. Das Jesukind segnete und sagte dann zu den Kindern: "Liebe Kinder, wollt ihr mir ein Opfer bringen?" Die Kinder sagten alle drei: "Ja", und Antonie sagte als erste: "Ich rutsche dir zuliebe." Maria sagt: "Ich rutsche bis zum Berg, wenn du mitgehst, liebes Jesukind." Gretel sagt: "Ich rutsche auch mit und schau dabei nicht um." Das Jesuskind sagt nach etwa zehn Metern Rutschen zur Maria: "Das ist aber ein großes Opfer, das ihr bringt." Zur Gretel sagte das Jesuskind: "Rutscht nicht zu langsam und nicht zu schnell." Plötzlich sagt Maria: "Das Jesuskind ist zu mir hergekommen und streichelte mich an den Backen." Auch Antonie und Gretel wurden vom Jesukind gestreichelt. Die anderen Kinder kommen vom Berg herüber und rutschen mit den anderen drei Kindern. Diese waren 40 bis 50 Meter vom Baum entfernt. Zur Gretel sagt das Jesuskind: "Meine Mutter und ich sind deswegen gekommen, weil wieder mehr Friede ist." Antonie, Kuni und Gretel sagen: "Das Jesuskind segnet und fährt in den Himmel auf." Die Kinder rutschen weiter zum Berg. Eine Stimme sagt zur Gretel: "Singt mir zu Ehren das Lied: 'Von dem Thron der Glorie wende...' Gelobt sei Jesus Christus. Ich bin die liebe Muttergottes." Die Kinder rutschten bis zum Podium. Während des Liedes: 'Segne du, Maria, segne mich, dein Kind...' sagt eine Stimme zur Maria: "Bildet jetzt die Prozession, ich habe es gesagt, das liebe Jesuskind." Nachdem die drei Kinder mit Herrn Schmitt weggegangen waren, sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Die Herren dürfen mir die Hand geben und alles berühren. Dann geht zum Podium." Unterwegs sagte die Muttergottes zur Kuni: "Liebe Kinder, passt gut auf, wenn ich segne, und seid andächtig. Es sind Leute da, die nicht glauben." Dann sagte sie zur Kuni und Hildegard: "Oben am Berg werde ich alle Andachtsgegenstände weihen und segnen, meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Am Podium angekommen tat die Muttergottes so wie gesagt. Zur Erika sagte sie: "Geht jetzt mit den anderen Kindern." Die Kinder gingen dann zum ersten Baum. Die Prozession ging den bekannten Weg. Am Podium zurückgekommen sagt eine Stimme zur Maria: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!" Maria sagte darauf: "Gelobt sei Jesus Christus." Antwort: "In Ewigkeit, Amen, ich bin das liebe Jesuskind."
Freitag, 25. August 1950, abends um 19.30 Uhr waren alle Kinder mit Hildegard am Podium. Die Muttergottes war kurz über dem Birkenwald zu sehen. Sie gab zweimal den Segen und verschwand wieder. Maria, Gretel und Antonie sollen zum Baum kommen, sagte die Muttergottes. Am Baum war der Kelchengel. Sie empfingen die heilige Kommunion. Dann, nachdem die drei Kinder weggegangen waren, sagte die Muttergottes: "Auch die übrigen Kinder sollen zum Baum kommen!" Dort angekommen, erzählte Maria, dass sie dem Jesukind versprochen habe, ein Opfer zu bringen, damit es zu ihnen käme. Alle Kinder fingen an zu rutschen. Dann sagte eine Stimme zur Maria: "Du, Gretel und Antonie geht zum Birnbaum, ich bin das Jesuskind. Es soll Dr. Heil mitgehen." Die drei Kinder gingen dorthin und fingen einzeln an zu rutschen. Dann sagte auf einmal Maria: "Das Jesuskind kommt herunter. Jetzt steht es vor mir." Gretel, die etwa sechs Meter entfernt auf den Knien rutschte, sah nichts. Da sagte Maria: "Da kommen ja noch zwei Jesuskinder", zur Gretel und Antonie. Dann sah Gretel den Engel bei sich und sagte zur Maria: "Das ist ja ein Engel." Maria nahm jetzt wahr, dass es nicht das Jesuskind war, das bei ihr war, sondern ein Engel. Dr. Heil fragte leise die Gretel, welche Farbe das Kleid der beiden Engel habe. Sie sagte: "Weiß." Dann ging Dr. Heil zur Maria, die nichts von dieser Frage hören konnte, und stellte die gleiche Frage. Auch sie sagte, sie trügen ein weißes Kleid. Gretel fragte nun ihren vermeintlichen Engel: Wer bist du, lieber Engel? Da sagte dieser: "Ich bin das Jesuskind." Da erst erkannte Gretel, dass es das Jesuskind war. Zur Maria sagte sie nichts davon, dass das Jesuskind bei ihr sei. Maria hielt dieses bis zum Schluss für einen Engel. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf. Berührt alles an mir." Das geschah so. Dann bat Maria auch ihren Engel, er möchte ihr den Segen geben. Der Engel sagte: "Das Jesukind hat es mir erlaubt zu segnen." Nachdem das Jesukind in den Himmel aufgefahren war, sagte erst Gretel zur Maria: "Der vermeintliche Engel bei ihr sei das Jesuskind gewesen." Auch der Engel, der bei Maria war, verschwand. Das Jesukind sagte noch, bevor es verschwand: "Macht jetzt die Lichterprozession." Die Lichterprozession wurde abgehalten. Am Podium angekommen, war die Muttergottes nicht zu sehen. Dr. Heil sagte zur Gretel: "Sie möchte doch die Muttergottes bitten, dass sie die Leute segnen möge." Da sah sie, wie die Muttergottes vom Himmel heraussieht und ihren Segen erteilt. Dann sagte die Muttergottes: "Jetzt segne ich die Andachtsgegenstände." Danach sagte sie: "Jetzt geh ich nochmals meinen ganz besonderen Segen." Dann war sie in den Himmel verschwunden, nachdem sie noch den Kindern gesagt hatte: "Geht jetzt nach Hause!"
Samstag, 26. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder gingen zum Berg und stellten sich vor das Podium. Während des dritten Gesätzes des Rosenkranzes sagte eine Stimme zur Gretel: "Haltet jetzt die Lichterprozession." Gretel sagte darauf: "Gelobt sei Jesus Christus", und die Antwort lautete: "In Ewigkeit, Amen. Ich bin die liebe Muttergottes." Kurz darauf sagte Maria auch dasselbe. Die Prozession wurde wie bisher abgehalten. Am Podium angekommen, bat Gretel die Muttergottes um ihren Segen. Kurz darauf schaute die Muttergottes aus dem Himmel und Gretel und Maria und Kuni sagen: "Die Muttergottes segnet jetzt." Die Muttergottes segnete dreimal. Dann sagte sie zur Gretel: "Jetzt will ich meinen ganz besonderen Segen geben und dann wieder in den Himmel eingehen, geht dann heim!"
Sonntag, 27. August 1950, 15.00 Uhr nachmittags, etwa 800 Personen. Die Kinder gehen zum Berg. Kurz nach der Ankunft am Berg sieht Hildegard die Muttergottes über den Birken. Sie sagte: "Holt mich ab." Unterwegs zum Mast sehen auch Gretel, Maria, Kuni und Hildegard die Muttergottes. Erika sieht die Muttergottes nicht. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Seid andächtig, heute sind wieder Spötter da." Am Mast angekommen, begrüßten die Kinder die Muttergottes. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Wenn ihr mich berührt habt, geht mit mir zum Berg." Am Berg segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Anschließend gab sie den Krankensegen und danach dem ganzen Volk ihren besonderen Segen. Die Muttergottes fuhr anschließend wieder in den Himmel auf und sagte zur Maria: "Kommt um halb acht wieder!" Die Kinder gingen heim.
Sonntag, 27. August 1950, abends 19.30 Uhr. 600 bis 800 Personen. Die Kinder gehen geschlossen zum Berg. Am Podium sah Hildegard die Muttergottes über dem Birkenwald. Gretel sah ebenfalls kurz darauf die Muttergottes und sagt: "Wir sollen sie am Mast abholen." Auf dem Weg zum Mast segnete die Muttergottes mehrmals. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Warum ist Antonie nicht da?" Dies sagte sie ebenfalls zur Gretel. (Antonie war verreist.) Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Erika, Waltraud, Betti und Irma sehen sie nicht. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Geht jetzt zum Berg." Auf dem Weg dorthin segnete die Muttergottes wiederholt. Am Podium sagte die Muttergottes zur Gretel: "Ich gebe jetzt meinen Krankensegen." Dann segnete die Muttergottes ein krankes Kind, dann die Andachtsgegenstände. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Berührt noch einmal alles an mir." Gretel sagte: "Die Muttergottes gibt ihren besonderen Segen und fährt in den Himmel auf." Die Muttergottes sagte zur Gretel und Maria noch: "Haltet jetzt die Lichterprozession!" Die Lichterprozession nahm den Weg wie bisher. Nach der Prozession sagen die Kinder, nämlich Kuni und Maria: "Die Muttergottes schaut aus dem Himmel und segnet." Sie sagt zu den Kindern: "Ich gebe meinen Krankensegen und segne das Volk besonders." Darauf entschwindet die Muttergottes in den Himmel. Die Kinder gingen heim.
Montag, 28. August 1950, abends 19.30 Uhr. Etwa 100 Personen. Alle Kinder außer Hildegard, Waltraud, gingen auf den Berg. Während des ersten Rosenkranzgesätzes (Schmerzhafter Rosenkranz) hört Maria eine Stimme: "Haltet die Lichterprozession!" Maria sagt darauf: "Gelobt sei Jesus Christus." Und die Stimme antwortet: "In Ewigkeit, Amen. Ich bin die liebe Muttergottes." Die Prozession nahm wie üblich den Weg. Nach der Prozession knieten die Kinder vor dem Podium. Gretel, Maria und Kuni sagen: "Die Muttergottes schaut aus dem Himmel und segnet." Maria sagt: "Die Muttergottes segnet dann die Andachtsgegenstände." Danach sagt die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen und gehe in den Himmel ein. Geht nach Hause."
Dienstag, 29. August 1950, abends 19.30 Uhr. Auf dem Berg waren Gretel, Maria und Waltraud. Die anderen Kinder hatten heute einen Schulausflug. Gretel und Maria hören eine Stimme: "Kinder, holt mich ab!" Unterwegs hört Gretel die Muttergottes sagen: "Es dürfen nur die Seherkinder mitgehen." Am Lichtmast angekommen, sehen beide Kinder das Jesuskind und die Muttergottes. Die Kinder berühren alles, wie immer, bei der Muttergottes und beim Jesukind. Auch die beiden Herren Dr. Sigl und Rathmann und die Eltern dürfen dasselbe tun. Das Jesukind und die Muttergottes segnen die Andachtsgegenstände. Die Muttergottes sagt: "Jetzt will ich auch den anderen Kindern, die nicht hier sind, meinen besonderen Segen geben." Sie segnete. Die Muttergottes sagte: "Begleitet mich zum Podium." Unterwegs sagte die Muttergottes zur Gretel: "Für das Opfer, das du gebracht hast, (weil du nicht mitgefahren bist) will ich dir meinen besonderen Segen geben." Beim Weggehen nimmt die Muttergottes das Jesukind auf den linken Arm, wie beide Kinder es sehen. Beim Podium sagt dann die Muttergottes: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände weihen." Das Jesukind sagte zur Gretel und Maria: "Nehmt mich auf den Arm." Die Kinder nahmen das Jesukind auf ihren Arm (auch Waltraud) und singen dabei das Schlaflied: 'Still, still...' Dann sagte die Muttergottes: "Kinder, berührt noch einmal alles, dann will ich meinen Segen geben und in den Himmel auffahren." Die Kinder tun das, die Muttergottes segnete noch einmal vom Himmel aus. Im Anschluss daran fand die Lichterprozession statt. Zum Podium zurückgekommen, segnet die Muttergottes vom Himmel aus. Die Kinder hören eine Stimme: "Kinder geht jetzt heim."
Mittwoch, 30. August 1950, abends 19.30 Uhr. Alle Kinder gehen zum Berg. Am Ende des ersten Gesätzes hört Maria eine Stimme: "Haltet jetzt die Lichterprozession ab!" Maria sagt darauf: "Gelobt sei Jesus Christus." Die Stimme antwortet: "In Ewigkeit, Amen. Ich bin die Muttergottes." Nachdem die Prozession wieder auf den Berg zurückgekommen war und die Kinder vor dem Podium knieten, schaute die Muttergottes vom Himmel heraus über die Kinder und segnete. Maria hört die Muttergottes sagen: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände segnen." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Jetzt gebe ich allen meinen ganz besonderen Segen und gehe wieder in den Himmel ein." Dann sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht nach Hause."
Donnerstag, 31. August 1950, abends 19.30 Uhr. Die Kinder waren mit Hildegard am Berg. Maria sieht über dem Birkenwald die Muttergottes und hört, wie die Muttergottes sagt: "Liebe Kinder, holt mich ab!" Auch Gretel, Erika, Antonie und Hildegard sehen die Muttergottes, wie sie vom Birkenwald aus zum Mast herunterschwebt. Die Ankunft der Muttergottes sagte Maria Herrn Schlötzer ganz leise, so dass die übrigen Kinder nichts davon hörten, ob und welche Erscheinung da ist. Unterwegs zum Mast fragte Schlötzer jedes Kind einzeln ganz leise, was es sehe. Kein Kind konnte über die Aussage und Frage der einzelnen Kinder hören. Hierbei bestätigte Gretel, Erika, Antonie und Hildegard, dass sie die Muttergottes vom Birkenwald zum Mast herüberschweben sehen. Die Muttergottes sagte zur Maria: "Wenn Du, Antonie und Gretel, mich berührt habt, dann geht zum Baum." Am Mast angekommen, begrüßten die Kinder die Muttergottes. Danach sehen Antonie, Erika und Gretel die Muttergottes nicht mehr. Auch hierbei sagten die Kinder dies einzeln leise Herrn Schlötzer. Schlötzer geht mit den drei Kindern zum Baum. Am Baum beten die Kinder den Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Rosenkranz. Am Schluss desselben sah nur Gretel den Kelchengel kommen. Dieser reichte den drei Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dabei gab Gretel den anderen beiden Kindern Anleitung, dass jetzt der Engel bei ihnen stehe und ihnen die Kommunion reiche. Der Engel schwebte wieder in den Himmel. Dabei sahen alle drei Kinder das Jesukind am Himmel stehen und segnen. Die Kinder baten das Jesukind inständig, es möge doch herunterkommen. (Die Kinder waren heute sehr brav und andächtig.) Kurz darauf sagten die drei Kinder folgenden Vers: "Jetzt schwebt es herunter, jetzt steht es vor uns." (Die Kinder sagten dies, wie aus einem Mund gesprochen, laut und freudig erregt.) Die Kinder begrüßten das Jesukind. Danach war es plötzlich wieder verschwunden. Die Kinder fragten: "Liebes Jesuskind, wo bist du?" Die Kinder hörten eine Stimme: "Liebe Kinder, sucht mich!" Dabei sehen die Kinder nach rückwärts, da sie von dort die Stimme zu hören glauben. Alle drei Kinder sagten übereinstimmend: "Das Jesuskind schwebt auf den Berg über die Köpfe der Leute hinweg." Die Kinder knieten sich hin und baten wiederum das Jesukind: "Liebes Jesuskind, komm doch zu uns hieher!" Darauf sahen die Kinder plötzlich das Jesukind etwa zehn Meter vor sie hinschweben. Das Jesuskind schwebte in das Altärchen vor dem Apfelbaum. Hier sahen die Kinder zugleich vier Engel bei dem Jesuskind. Je ein Engel war rechts und links vom Kreuz, das in der Kapelle hängt. Die anderen zwei Engel standen je einer rechts und links neben der Muttergottesstatue. Das Jesukind und die Engel verschwanden plötzlich wieder aus der Kapelle. Die Kinder standen rechts von der Kapelle. Nach kurzer Zeit sagten die drei Kinder auf einmal: "Das Jesuskind steht wieder in der Kapelle." Dabei sahen die Kinder durch das seitliche Glasfenster in die Kapelle. Das Jesukind wechselt etwa 20 bis 25 mal während der ganzen abendlichen Erscheinung seinen Standort, aber immer wieder sehen die Kinder, alle drei gleichzeitig, das Jesukind an einem anderen Ort. Gretel fragte das Jesukind, nachdem es wieder verschwunden war: "Liebes Jesuskind, sage uns, wo du bist?" Hierauf hörte Gretel die Stimme des Jesuskindes: "Das sage ich euch nicht, wo ich bin. Ihr müsst mich suchen, liebe Kinder." Die Schallwellen der Stimme des Jesuskindes ließen die Kinder den jeweiligen Standort des Jesuskindes finden.
Gegen 20.00 Uhr sagte das Jesuskind zu den Kindern: "Jetzt gehen wir zum Mast." Am Mast berührten die Kinder noch einmal das Jesukind, es segnete, schwebte in den Himmel und sagte zu den drei Kindern: "Beginnt jetzt die Lichterprozession." Unterwegs zum Birkenwald sagten Gretel, Erika und Maria zu Schlötzer, dass sie unterwegs vom Baum zum Mast etwas verloren hätten. (Andachtsgegenstände.) Die Kinder gingen mit Herrn Rathmann zurück zum Baum. Schlötzer ging mit den übrigen Kindern und den Teilnehmern zum Kreuz und hinteren Bildstock mit Betti, Kuni und Irma. Von dort wieder zurück in Richtung Berg. Bei der Grotte kamen Gretel, Erika und Maria wieder zu den übrigen Kindern und sagten: Als wir am Baum waren, kam noch einmal das Jesuskind und die Muttergottes. Das Jesuskind und die Muttergottes blieben nur kurze Zeit bei den Kindern und fuhren dann wieder in den Himmel auf. Die Kinder waren überfreudig von dem nochmaligen Erscheinen. Gretel sagte zu Schlötzer: "Ich habe die Muttergottes gebeten, dass ich doch wieder meine kleine Jesuskindfigur finde, die sie aus Amerika geschenkt erhielt." Erika fand deren Jesuskindfigur wieder. Nachdem die Prozession wieder am Berg angelangt war, hörte Maria die Stimme des Jesuskindes: "Liebe Kinder, geht heim."
Nachtrag: Nachdem Schlötzer mit den Kindern zum Baum ging, war Rathmann mit den übrigen Kindern und der Muttergottes noch kurze Zeit am Mast. Sie gingen dann zum Podium mit der Muttergottes hinauf. Dort segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gab ihren Krankensegen und ihren besonderen Segen an die Leute und fuhr dann vom Podium aus in den Himmel. Danach gingen die Kinder zum Baum, wo die übrigen Kinder waren.
(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 1/2)
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