Die Erscheinungen von Heroldsbach: Oktober 1950.
Sonntag, 1. Oktober 1950, nachmittags 15.00 Uhr, ca. 3.000 Menschen. Alle Kinder, außer Rosl, gehen zum Berg. Vor dem Podium sehen kurz darauf alle Kinder, außer Betti, Irma und Waltraud, die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes segnete und fordert die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast segnet die Muttergottes wiederholt. Während der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Maria: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg zum Berg segnete die Muttergottes sehr oft. Am Podium sagte die Muttergottes zur Gretel: "Ich will die Andachtsgegenstände segnen." Anschließend segnete die Muttergottes das Laub. Danach sagt die Muttergottes zur Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Gegrüßt seist du, Maria...' Am Ende des Liedes sagt die Muttergottes zur Maria: "Jetzt will ich meinen Krankensegen geben." Gretel fragte die Muttergottes: "Kommst du täglich im Monat Oktober zu uns?" Die Muttergottes antwortet darauf: "Das werdet ihr schon sehen." Gretel, Antonie und Maria hören, wie die Muttergottes sagt: "Berührt alles an mir!" Zur Maria sagt die Muttergottes: "Ich will die segnen, die die vergangene Nacht durchgebetet haben und die, die heute Nacht durchbeten." Danach sagt die Muttergottes weiter zur Maria: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen und fahre dann in den Himmel auf. Geht dann heim." Die Kinder gingen heim.

Sonntag, 1. Oktober 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Gretel und Hildegard gehen mit Schmitt zum Bildstock am Birnbaum. Dort beteten die Kinder den Rosenkranz zum süßen Herzen Jesu und Mariä und sangen einige Lieder. Danach gingen sie über die Himmelswiese zum Berg. Am oberen Rand der Himmelswiese blieben Gretel und Hildegard stehen und sangen das Lied: 'Von dem Thron der Glorie wende...' Während des Liedes sehen beide Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald stehen. Sie baten die Muttergottes, sie möge doch heute an ihrem Festtag einen Augenblick zu ihnen kommen. Die Muttergottes antwortete darauf: "Ich kann jetzt nicht zu euch kommen, aber mein süßes Kind wird zu euch kommen." Die Muttergottes segnete und fuhr in den Himmel auf. Gleich darauf stand das Jesukind vor den beiden Kindern. Doch nur Gretel allein sah es. Die Kinder und Schmitt begrüßten das Jesuskind. Gretel bat es, dass doch Hildegard es auch sehen dürfe. Darauf antwortet das Jesukind: "Wenn Hildegard drei Gegrüßet seist du, Maria, betet und mich schön bittet, dann darf sie mich vielleicht sehen." Hildegard und Gretel beteten und baten das Jesuskind wiederholt, doch Hildegard sah es nicht. Darauf bat Gretel das Jesukind, es möge doch unser Herz ganz rein machen. Plötzlich wendete sich Gretel der Hildegard und Schmitt zu und sagte: "Auf eure Häupter gehen Strahlen hernieder." Gretel fragte das Jesukind, ob sie selber auch so einen Strahl habe. Das Jesukind bejahte es und sagte: "Ihr seid jetzt ganz rein." Es segnete darauf. Die Kinder sangen das Lied: 'Jesukindlein...' Während des Liedes sagt Gretel: "Der Kelchengel steht vor uns." Er reichte zuerst Gretel, dann Schmitt und dann Hildegard die heilige Kommunion und verschwand danach wieder. Das Jesuskind blieb noch etwa fünf Minuten bei den Kindern. Die Kinder sangen und beteten. Dann sagte das Jesuskind: "Jetzt will ich Pfarrer Gailer und alle die segnen, die für mich kämpfen." Danach segnete es die Kinder und Schmitt und fuhr in den Himmel auf. Bei der Auffahrt sagte das Jesuskind zur Gretel: "Geht jetzt nach Hause." (Als das Jesuskind da war, sagte das Jesuskind zur Gretel: "Liebe Kinder, fragt meine Mutter, wenn sie zu euch kommt, nicht so viel, sie hat es nicht gerne.")

Sonntag, 1. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr, 2.500 Menschen. Acht Kinder gingen zum Berg. Antonie wartet bereits auf diese. Sie sieht bereits seit 18.40 Uhr in Begleitung Schlötzers die Muttergottes über dem Birkenwald. Als die Kinder kurz vor dem Podium knieten, sahen alle Kinder, außer Betti, Irma und Waltraud, die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes segnete und forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Liebe Kinder, geht andächtig und langsam." Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid andächtig. Es sind wieder Spötter da." Während der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Streift an meinem Kleid herunter." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Geht jetzt mit mir zum Berg!" Zur Antonie sagt sie: "Du, Gretel, Marie und Erika, geht zum Baum." Zur Hildegard sagt die Muttergottes anschließend: "Liebe Kinder, nehmt nicht soviel von den Leuten an. Ich habe es nicht gerne." Am Berg sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Sei gegrüßet...' Danach segnet die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gibt ihren Krankensegen und ihren besonderen Segen. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Gebt mir eure Hand und berührt alles! Auch die Herren dürfen mich berühren und mir die Hand geben." Danach segnet die Muttergottes und Kuni und Hildegard sagen gleichzeitig: Wir sehen die Muttergottes nicht mehr. Die Prozession begann jetzt ihren Weg zur Grotte. Kurz vor dem Mast sagt Hildegard: "Der Himmel geht auf und die Muttergottes schwebt zum Mast hernieder." Die Muttergottes segnete und geht zwischen Kuni und Hildegard auf dem Weg zur Grotte mit. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Wenn die Leute Ordnung halten, bleibe ich bei euch." Auf dem Weg zur Grotte sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen an dieser Stelle, wo mein göttlicher Sohn am Kreuz erschienen ist. Dieses Grundstück soll ein Grundstück werden. Ich zeige an, wie groß es sein soll." Die Muttergottes ging mit den Kindern etwa 40 Meter weiter zur Grotte zu und blieb dort stehen. Von dieser Stelle aus waren noch etwa 40 Meter bis zur Grotte. Die Muttergottes ging mit den Kindern bis zur Grotte. Kurz vor der Grotte segnete die Muttergottes mehrmals. Bei der Grotte selber sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Liebes Jesulein...' Am Schluss sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Singt von mir ein Lied." Die Kinder sangen: 'Sei gegrüßt...' Danach sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Berührt mich nochmals, dann gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Es geschah so. Zur Hildegard sagte die Muttergottes, bevor sie in den Himmel auffuhr: "Die anderen Kinder (Betti und Irma) sollen mir auch die Hand geben und mich bitten, dass sie mich sehen dürfen." Beide Kinder gingen aber nicht mit der Prozession. Danach gingen die Kinder mit der Prozession zum Berg zurück. Dort standen bereits Gretel, Antonie, Erika und Marie mit Herrn Schlötzer. Am Mast ging Schlötzer mit Antonie, Gretel, Marie und Erika zum Baum. Dort sahen die vier Kinder das Jesuskind vor dem Altärchen stehen. Nach der Begrüßung des Jesuskindes kam der Kelchengel und reichte den vier Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion in beiderlei Gestalten. Danach schwebte das Jesuskind zum Podium und sagte zu den Kindern: "Geht mit mir." Unterwegs nach dort sagte das Jesukind zur Gretel: "Schlötzer soll den Leuten sagen, dass ich bei euch bin." Am Podium sagte das Jesuskind zur Gretel: "Singt mir das Lied: 'Still, still...'" Danach segnete das Jesukind nach Angabe der Gretel die Andachtsgegenstände und anschließend das Laub. Dann fuhr das Jesuskind in den Himmel und segnete das ganze Volk nochmals. Nachdem Dr. Fuchs, Schmitt, Rathmann und Randsberger zum Podium zurückkamen, segnete die Muttergottes noch einmal vom Himmel aus und gab den Leuten ihren besonderen Segen nach der Aussage der Antonie und Gretel. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Geht jetzt heim!"

Montag, 2. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind auf dem Berg. Antonie war bereits früher oben und sah seit etwa 18.50 Uhr die Muttergottes über dem Birkenwald. Zur Gretel, Maria und Erika sagt die Muttergottes: "Holt mich ab." Unterwegs zum Mast sagt die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, passt gut auf, wenn ich segne, besonders die ersten Seherkinder." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Nach der Begrüßung hört Gretel die Muttergottes sagen: "Geht mit mir zum Berg!" Am Berg war auch Hildegard inzwischen dort eingetroffen. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände segnen." Anschließend gab die Muttergottes den Krankensegen. Danach hörte Gretel die Muttergottes sagen: "Liebe Kinder, berührt mich jetzt, dann will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Während die Muttergottes in den Himmel auffuhr, sagte sie zur Gretel: "Beginnt jetzt die Lichterprozession." Die Kinder gehen mit Dr. Fuchs, Rathmann, Randsberger und Schlötzer zur Grotte. Unterwegs nach dort sehen Hildegard und Gretel über dem Birkenwald den gekreuzigten Heiland mit der Muttergottes und dem heiligen Johannes. Zur Hildegard sagt der Heiland: "Liebe Kinder, ihr macht mir viel Freude, die Menschen aber viel Leid." Antonie hörte die Stimme der Muttergottes: "Du, Maria, Erika und Gretel, geht zum Baum." Zur Gretel sagt der Heiland: "Wenn ihr an der Grotte seid, dann komme ich mit meiner lieben Mutter und dem heiligen Johannes herunter, damit ihr mich seht." Die Erscheinung kam herunter bis zum Giebel des Altärchens. Gretel sah fünf Engel mit Kelchen je an einer heiligen Wunde des Heilandes das Blut auffangen. Gretel hörte den Heiland sagen: "Liebe Kinder, seht ihr, wie ich leiden muss?" Nach etwa zehn Minuten sehen Gretel und Hildegard die Erscheinung nicht mehr. Die Kinder gehen wieder zum Podium zurück. Dort sieht Hildegard die Muttergottes vom Himmel herab segnen. Die Erscheinung verschwand wieder. Sie gab den Krankensegen und ihren besonderen Segen und ging in den Himmel ein. Kuni hört eine Stimme: "Kinder, geht jetzt heim!" Schlötzer ging kurz vorher mit Maria, Gretel, Antonie und Erika in Richtung Baum. Etwa 20 Meter vom Podium entfernt sahen die Kinder bereits das Jesuskind vom Baum herüber zu ihnen schweben. Die Kinder baten das Jesuskind um die heilige Kommunion. Kurz darauf sahen sie den Kelchengel kommen, der ihnen die heilige Kommunion spendete. Der Kelchengel verschwand wieder. Die Kinder baten das Jesukind: "Mach unsere Seelen ganz rein." Gretel sagte: "Jetzt kommen Strahlen vom Himmel herunter, ganz weiß, etwa 10 cm breit." Auf allen Häuptern der Kinder sehe ich Strahlen. Gretel sagte zu den übrigen Kindern: "Schaut einmal, ob bei mir auch Strahlen auf dem Kopf sind." Die übrigen Kinder sahen auch bei Gretel die Strahlen. Dann segnete das Jesukind jedes Kind einzeln und sagte: "Eure Seele ist ganz rein." Danach fuhr das Jesuskind in den Himmel auf und sagte: "Liebe Kinder, geht heim."

Nachtrag: Bei der Austeilung der heiligen Kommunion fing der Kelchengel bei Schlötzer an. Die Kinder wunderten sich sehr, dass nicht eines von ihnen zuerst daran kam. Dies sagen die vier Kinder, die bei Schlötzer waren.

Dienstag, 3. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder, außer Antonie gingen mit Hildegard zum Berg. Kurze Zeit, nachdem sie am Podium knieten, sagt Gretel: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald, wir sollen sie abholen." Die Kinder begrüßen am Mast die Muttergottes. Erika und Hildegard sagten gleichzeitig: "Die Muttergottes sagt: Auch die euch begleitenden Herren dürfen mir die Hand reichen und mich berühren." Der heute anwesende H. H. Pater Gäbelein, der nach sechszehnjähriger Missionstätigkeit im Zululand auf Urlaub war (aus Weismain), wurde durch Hildegard aufgefordert, der Muttergottes die Hand zu geben und sie zu berühren. Dabei führte ihm Hildegard die Hand. Zur Gretel sagt die Muttergottes danach: "Geht mit mir zum Berg." Vor dem Podium sagte die Muttergottes zur Gretel: "Ich will jetzt alle Andachtsgegenstände segnen." Anschließend sagte die Muttergottes wieder zur Gretel: "Jetzt will ich meinen Krankensegen geben." Zur Erika sagt die Muttergottes: "Ich gebe meinen besonderen Segen. Ich fahre wieder in den Himmel auf." Während der Auffahrt in den Himmel sagt die Muttergottes: "Geht zur Grotte. Am Mast wird der Kelchengel zu euch kommen." Die Prozession zog zum Mast. Dort empfingen, wie die Muttergottes vorausgesagt hatte, die Kinder die heilige Kommunion, auch die begleitenden Herren, nämlich Rathmann, Dr. Fuchs, Randsberger und Schmitt. Maria sagt: "Der Kelchengel ist heute ganz in weiß gekleidet." Zur Hildegard sagt der Engel: "Ich darf euch heute segnen." Er nahm den Kelch in die linke Hand und segnete mit der rechten Hand. Auch Maria sagte nachher, sie habe dies gesehen. Über dem Kelch schwebte keine Hostie mehr. Die Kinder gingen, nachdem der Engel aufgefahren war, mit der Prozession zur Grotte weiter. An der Grotte wurde der Wundenrosenkranz gebetet. Während des ganzen Rosenkranzes, sagt Hildegard, schwebt das Kreuz mit dem Heiland ein klein wenig rechts von der Grotte, einige Meter darüber. An der rechten Seite der Grotte stand ein großer Engel in weißem Gewand. Gretel sah zwei kleine Engel statt der Erscheinung, die links und rechts auf den Kreuzbalken saßen und mitbeteten mit gefalteten Händen. Als der Wundenrosenkranz zu Ende war, verschwand auch die Erscheinung. Die Prozession kehrte zum Berg zurück. Während des Liedes: 'Segne du, Maria' auf dem Berg, sahen Gretel, Kuni, Maria, Hildegard und Antonie die Muttergottes aus dem Himmel schauen. Die Muttergottes segnete mehrmals – sie sagte zu den Kindern: "Ich will meinen besonderen Segen denen geben, die heute Nacht durchbeten." Die Muttergottes segnete und ging wieder in den Himmel ein.

Mittwoch, 4. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Es fand die Andacht, wie herkömmlich, statt. Die Herren Schmitt und Schlötzer waren an der Teilnahme verhindert. Herr Rathmann und Randsberger betreuten und leiteten die Seherkinder. Die Ereignisse waren ohne besondere Vorkommnisse.

Donnerstag, 5. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Neun Kinder gehen zum Berg. Kurz nachdem sie am Podium angekommen waren, sehen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Maria sagt: "Wir sollen sie abholen." Die Kinder begrüßen am Maste die Muttergottes. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Auch die euch begleitenden Herren und eure Eltern dürfen mir die Hand geben." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Die Kinder sollen sich besinnen, wer von ihnen ins Kloster gehen will, und mir das versprechen. Sie haben bis Sonntag Zeit darüber nachzudenken." Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Gretel, Maria und du geht nach der Begrüßung zum Baum mit Schmitt." Als Frau Waha die Muttergottes am Maste begrüßte, ohne von den Kindern die Hand geführt zu bekommen, sagen Gretel, Kuni, Maria und Hildegard wie aus einem Munde: "Sie macht alles recht und genau." (Frau Waha.) Die Muttergottes geht mit den Kindern nach der Begrüßung zum Berge. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, ich wäre jetzt schon in den Himmel aufgefahren, aber ich bin noch nicht aufgefahren, weil ihr so andächtig und brav seid und mir eine große Freude macht." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, ihr macht mir heute eine ganz, ganz große Freude." Am Podium angekommen, segnet die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gibt anschließend den Krankensegen. Danach kommt der Kelchengel und die Kinder beten laut und gemeinsam: 'Jesu, Jesu, komm zu mir.' Die Kinder empfangen am Podium die heilige Kommunion. Danach forderte die Muttergottes die Kinder auf, ihr zu Ehren ein Lied zu singen. Die Kinder sangen: 'Gegrüßt seist du, Maria...' Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Es freut mich, dass ihr heute so brav seid. Wenn ihr weiter so brav bleibt, komme ich gerne zu euch." Danach forderte die Muttergottes die Kinder auf, sie zum Mast zu begleiten.

Während die Kinder mit der Muttergottes zum Berge gingen, gingen Antonie und Maria mit Schmitt zum Baum. Als die Kinder 20 bis 30 Meter vom Maste entfernt waren, blieben sie plötzlich stehen und sagen: "Das Jesuskind schwebt vom Baume herüber zu uns." Die beiden Kinder begrüßen das Jesukind. Plötzlich verschwand das Jesuskind. Sie sahen es noch zum Altare am Maste hinschweben und dann hinter dem Altare verschwinden. Maria dreht sich dem Birkenwald zu. Plötzlich sagt sie: "Drüben über den Birken schwebt auf einmal das Jesuskind. Vier kleine Engel sind dabei und ein großer Engel. Sie haben Körbchen in der Hand. Sie kommen herüber zu uns geschwebt. Der große Engel geht voraus." Als die Engel mit dem Jesuskind bei den Kindern angekommen waren, sagten die vier Engel: "Geht mit zum Berg." Die zwei Kinder gingen links und rechts vom Jesuskind und die fünf Engel fingen an, Rosen aus ihren Körbchen auf die Erde zu streuen. Je näher die Kinder dem Berge zukamen, umso breiter wurde der von den Engeln mit Rosen bestreute Weg. Er erreichte oben die Breite von etwa zehn Metern. Von Ferne sahen die zwei Kinder einen großen Korb vor dem Blumenkreuz auf dem Berge stehen. Als die Engel dorthin kamen, blieben sie stehen, auch das Jesuskind. Die Kinder knieten sich hin, denn vor ihnen stand der Kelchengel. Beide Kinder empfingen die heilige Kommunion. Danach schwebte der Kelchengel zu den Kindern am Podium, welche am Podium knieten. Als die beiden Kinder kommuniziert hatten, standen sie auf, da die vier Engel sie aufforderten, die Rosen wieder in den leeren Korb zu sammeln. Der Korb schwebte in 50 cm Höhe über dem Boden zum Lichtmast hinunter. Das Jesuskind schwebte voraus und blieb beim Lichtmast stehen. Maria und Antonie baten Schmitt, er solle hinuntergehen, damit das Jesuskind nicht allein ist, während sie die Rosen sammeln. Das Jesukind blieb am Maste stehen, bis die zwei Kinder kamen. Der große Engel stand vor dem Altare am Mast, zwei Engel links und rechts vom Jesuskind, welches sich auf den Blumenkorb stellte, den die Kinder mit Rosen gefüllt hatten. Weitere zwei Engel stellen sich auf die Erde vor dem Korbe hin. Plötzlich sagen die Kinder: "Die vier kleinen Engel schweben mit dem Blumenkorb und dem Jesuskind darauf zum Himmel." Bald darauf kommt der leere Korb mit den Engeln und dem Jesuskind wieder zurück. Die Kinder schauten sich gegenseitig an und sagten: "Warum kommt denn der leere Korb zurück?" Sie schauen um sich und sehen, dass noch viele Rosen auf dem Boden lagen. Die vier kleinen Engel fingen an, die auf dem Boden liegenden Rosen zu sammeln. Die zwei Kinder blieben beim Jesuskind knien Als die vier Engel den Korb voll hatten, kamen die Engel zum Maste zurück. Das Jesuskind stellte sich wieder auf die Rosen. Zur Maria sagte das Jesuskind: "Liebe Kinder, soll ich bei euch bleiben?" Die Kinder sagten: "Wie du willst, liebes Jesuskind." Das Jesuskind sagte darauf: "Ich werde mit euch zur Grotte gehen." Die anderen Kinder kommen mit der Muttergottes in ihrer Mitte zum Altar am Maste. Das Jesukind ging seiner Mutter und den Kindern entgegen und kam wieder zum Maste zurück. Die Muttergottes sagte zur Gretel: "Gebt mir eure Hand und berührt alles an mir. Ich will in den Himmel auffahren." Maria sieht jetzt am Altar am Maste ebenfalls die Muttergottes. Maria sagt: "Das Jesuskind steht neben seiner Mutter." Antonie sah die Muttergottes nicht, und die die Muttergottes begleitenden Kinder sehen das Jesukind nicht. Nachdem die Muttergottes in den Himmel aufgefahren war, ging das Jesukind mit den fünf Engeln voraus zur Grotte. Die Leute bildeten die Prozession. Zwischen dem zweiten und ersten Maste sagt Erika: "Das Herz Mariä ist über dem Birkenwald." Antonie und Maria sagen: "Das Jesuskind schwebt sehr schnell zur Grotte und ist auf einmal verschwunden." Nach weiteren zehn Metern Gehen sagt Antonie: "Über dem Birkenwald ist das Herz Jesu und das Herz Mariä." Auch Gretel und Hildegard, die von diesen Gesprächen nichts gehört hatten, sagten, sie sehen über dem Birkenwald das Herz-Jesu und das Herz-Mariä. Drei Engel sind noch bei ihnen. Herz-Jesu und -Mariä schweben vom Birkenwald herunter zur Grotte. Sie schweben hinüber zum Bildstock der Antonie. (20 Meter rechts von dem Birkenwaldaltar, über diesem Bildstock oben am Birkenwald erscheint immer die Muttergottes.) Bald darauf sagt Antonie: "Sie schweben wieder zur Grotte zurück. Es kommen noch mehr Engel vom Himmel heruntergeschwebt." Hildegard zählte sie: "Es waren noch fünf Engel." Zur Maria sagt ein Engel: "Bildet einen großen Kreis mit uns um die Grotte!" Das Herz-Jesu und das Herz-Mariä blieben vor dem Altar stehen. Fünf Engel bildeten einen Halbkreis um das Herz-Jesu und Mariä. Die Kinder knieten sich hinter die Engel. Die Leute beteten den Wundenrosenkranz. Hildegard sagte: "Es kommen noch zehn kleine Engel vom Himmel herunter." Sie schweben in etwa drei Meter Höhe über uns. Zwei Engel davon haben rote Kleider, drei blaue, vier haben weiße und ein Engel hat ein lila Kleid an. Zur Antonie sagt das Herz-Jesu: "Maria, Hildegard und du, geht mit mir etwas weiter zurück!" Das Herz-Jesu schwebte den Kindern voraus bis zum ersten Lichtmast. Etwa 20 Meter vor dem Lichtmast blieben die drei Kinder plötzlich stehen und Maria sagt: "Beim Lichtmast steht ein rotgekleideter Mann. Das Herz-Jesu schwebt weiter bis zum Maste. Die Kinder getrauten sich nicht den Mann zu fragen, der bald darauf entschwand. Die Kinder begrüßten das Herz-Jesu. Nach der Begrüßung schwebt das Herz-Jesu gegen Westen und fährt in den Himmel auf. Die Kinder gerieten plötzlich außer sich, als das Herz-Jesu sich ihnen zuwendete, seine Arme weit ausbreitete, mit freundlichem Gesichte sie anschaute und in den Himmel auffuhr. Die Kinder riefen vor Erstaunen aus: "O, ist das Herz-Jesu so schön!" Der Himmel geht wieder auf. Das Herz-Jesu kam nochmals herunter und die Kinder singen das Lied: 'Jesu Herz, dich preist mein Glaube...' Währenddessen schwebt das Herz-Jesu wieder zum Himmel. Nach etwa zwei Minuten sehen die Kinder vom Westen herüberkommend das Jesuskind. Nachdem sie dasselbe begrüßt hatten, schwebt das Jesukind am Altar zum Lichtmaste. Auf dem Wege dorthin sehen die Kinder, wie das Jesuskind immer größer wird. Maria blieb auf einmal stehen und sagt: "Jetzt ist es so groß wie wir." Es erreichte dann die Größe eines Mannes. Je näher die Kinder dem Maste kamen, umso kleiner wurde der Heiland. Und am Maste war er wieder das Jesuskind. Zur Maria sagt das Jesuskind: "Gebt mir eure Hand und berührt mich. Ich fahre in den Himmel auf." Das Jesukind segnete und fuhr dann in den Himmel auf. Während der Auffahrt sagte das Jesuskind zur Maria: "Geht zum Podium!" Vor dem Blumenkreuz am Podium blieben die Kinder stehen und sehen den Kelchengel kommen, der nun auch Herrn Schmitt die heilige Kommunion in beiden Gestalten reichte. (Die Kinder hatten darum gebeten.) Etwa zehn Meter vor dem Podium sehen die Kinder drei kleine Engel unten am Fuße der Muttergottesstatue stehen. Antonie nahm eines der kleinen Englein und stellte es vor sich auf die Blumen. Hildegard tat dasselbe. Hildegard holte auch für die Maria, die sich nicht getraute, das dritte Engelchen herbei. Zur Hildegard sagte ihr Engel: "Gebt uns eure Hand. Wir fahren in den Himmel auf." Beim Hinauffahren sehen die Kinder, wie die Engel ihnen zuwinkten. Hildegard sagt: "Mein Engel war ganz weiß gekleidet, hatte ein goldenes Stirnband um seine hellblonden Haare." Antonie und Maria sagten: "Unsere Engel hatten Röslein in den Kleidern, Stirnband hatten sie keines." Währenddessen kam die Prozession mit den übrigen Kindern zum Podium zurück. Nach etwa fünf Minuten sagt Hildegard: "Die Muttergottes schaut aus dem Himmel. Sie breitet ihre Arme aus." Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Jetzt will ich jedes von euch Kindern einzeln segnen." Anschließend segnet die Muttergottes auch die die Kinder begleitenden Herren. Danach gibt die Muttergottes dem ganzen Volk ihren besonderen Segen. Die Muttergottes war plötzlich verschwunden und das Jesuskind schaute zum Himmel heraus. Es segnet vom Himmel aus. Zur Maria sagt das Jesuskind, die ebenfalls das Jesuskind sah: "Ich will jetzt das ganze Volk segnen, geht dann nach Hause!"

Freitag, 6. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder mit Hildegard sind auf dem Berg. Die Kinder sehen über den Birken die Muttergottes und hören die Worte: "Holt mich ab." Die Kinder gingen zum Mast. Dort begrüßten sie die Muttergottes. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, haltet zusammen, kommt weiterhin zu mir." Nach der Begrüßung begleiten die Kinder die Muttergottes zum Podium. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände segnen." Weiterhin: "Ich freue mich, dass ihr so brav wart wie gestern." Dann sah Hildegard den Kelchengel kommen, der sämtlichen Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten reichte. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Du, Gretel und Maria, geht mit Schlötzer zum Baum. Schlötzer ging mit den drei Kindern in Richtung Baum. Unterwegs nach dort hört Maria eine Stimme: "Geht zum Mast." Die Kinder kehrten um und gingen zum Mast. Hierbei sahen die drei Kinder gleichzeitig über den Birken das Jesuskind mit vier kleinen und einem großen Engel herüberschweben. Die Engel hatten je einen Korb mit Rosen. Vom Mast aus streuten die Engel bis hinauf zum Podium Rosen. Das Jesuskind schwebte über den Rosen zum Podium. Die Kinder folgten nach. Unterwegs zum Podium hörten die Kinder eine Stimme: "Schmückt das Blumenbeet am Podium." Die Kinder sammelten auf Geheiß des Jesukind die Rosen wieder in die Körbe hinein. Nachdem die Kinder das Blumenbeet geschmückt hatten, sahen sie, wie die drei Körbe wieder in den Himmel hinaufschwebten. Dann schwebte das Jesuskind etwas westlich vom Podium vorbei an der Halle auf das freie Feld. Die Kinder folgten nach. Die Kinder baten das Jesuskind, es möge Herrn Schmitt und Schlötzer segnen. Nach Aussage der Kinder segnete das Jesuskind und sagte dann zur Gretel: "Jetzt darf Herr Schlötzer auch die heilige Kommunion empfangen." Die drei Kinder sahen einen Kelch herunterschweben ohne Engel. Über dem Kelch war eine große Hostie. Die Kinder sagten: "Sie war so groß wie die Hostie, die der Priester beim heiligen Messopfer hat." Gretel sagte zu Schlötzer: "Öffnen Sie Ihren Mund." Das Jesuskind reichte ihm den Kelch. Darauf nahm Schlötzer die Zunge heraus, in dem Glauben, er bekäme jetzt die heilige Hostie gereicht. Doch die Kinder sagten: "Tun Sie Ihre Zunge hinein! Das Jesuskind reicht Ihnen noch einmal den Kelch." Dies geschah viermal. Dann sagte Gretel: "Jetzt ist der Kelch leer. Jetzt reicht Ihnen das Jesuskind die heilige Hostie." Danach berührten die Kinder das Jesuskind noch einmal. Das Jesuskind segnete und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen wieder zum Podium. Nach Aussage des Herrn Koch sagte die Muttergottes zur Kuni, die mit den übrigen Kindern am Podium verblieben war: "Bringt ihr mir auch noch Blumen?" Die Kinder mussten eingestehen, dass sie in den letzten Tagen keine Blumen brachten, weil die fremden Leute selbst schmückten. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Jetzt gebe ich den Krankensegen." Dann segnete die Muttergottes einzeln alle Kinder, wie auch Rathmann, Dr. Fuchs, Koch sowie die anwesenden Eltern. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Berührt noch einmal alles, dann fahre ich in den Himmel auf." Dies geschah. Sodann bildete sich die Lichterprozession zum Birkenwald, und wieder zurück zum Podium. Dort segnete die Muttergottes vom Himmel aus und verschwand wieder. Die Kinder gingen heim.

Samstag, 7. Oktober 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Alle Kinder, außer Hildegard, sind auf dem Berg. Die Muttergottes stand über dem Birkenwald und sagte: "Holt mich ab." Am Mast berührten die Kinder alles an der Muttergottes. Dann sagte die Muttergottes: "Begleitet mich zum Berg." Auf dem Weg sagte sie zur Kuni: "Singt mir zu Ehren ein Lied!" Die Kinder sangen: 'Gegrüßet seist du, Maria...' Am Berg sagte die Muttergottes zur Gretel: "Ich werde jetzt alle Andachtsgegenstände segnen." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Ich werde jetzt den Krankensegen geben." Dann zur Kuni: "Liebe Kinder, berührt an mir noch einmal alles. Ich gebe dann den besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Kommt heute Abend wie seither."

Samstag, 7. Oktober, abends 19.00 Uhr. Antonie und Gretel stehen um 18.45 Uhr auf dem Berg vor dem Podium. Beide Kinder sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie blieb dort längere Zeit schweben. Kurz vor 19.00 Uhr schwebte sie vor den Altar am Mast. Antonie und Gretel holten die Muttergottes dort ab. Auf dem Weg zum Podium segnete die Muttergottes mehrmals. Am Podium segnete sie die neue Statue. Es kam ein Engel vom Himmel und übergab der Muttergottes ein goldenes Fläschlein. Damit besprengte die Muttergottes die Statue. Nun kommen Maria, Kuni, Erika, Irma und Betti zum Podium. Sie begrüßen dort die Muttergottes. Kuni, Maria und Erika sehen die Muttergottes gleich. Zur Gretel sagt sie: "Gebt mir eure Hand und berührt noch einmal alles an mir." Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid recht brav. Es sind Leute hier, die nicht an mich glauben." Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Gretel und du, geht mit Schmitt nach meiner Auffahrt zum Baum." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Begleitet mich jetzt zum Mast." Zur Gretel: "Bevor ich weggehe, will ich dem Volk noch einmal meinen besonderen Segen geben." Während dieser ganzen Erscheinung hatte die Muttergottes das Jesukind auf dem Arm. Zur Maria sagt das Jesuskind auf dem Weg zum Mast: "Liebe Kinder, ich habe lange Geduld. Wenn es mir aber zu bunt wird, schlage ich zu, weil viele meine liebe Mutter und mich ausspotten und nicht an mich glauben." Am Mast fährt die Muttergottes, nachdem sie noch einmal segnete, in den Himmel auf. Sie sagte noch während der Auffahrt zu den Kindern: "Haltet jetzt die Prozession." Antonie und Gretel gehen mit Schmitt zum Baum. Als die zwei Kinder vom Mast weggingen, sagten sie: "Das Jesuskind ist mit der Muttergottes gar nicht aufgefahren, wo es nur hin ist?" Plötzlich sagen die zwei Kinder: "Herr Schmitt, vor uns schwebt das Jesuskind." Dieses ging mit den Kindern etwa 30 Meter in Richtung Baum. Das Jesuskind blieb stehen und die Kinder knieten sich hin. Die Kinder gaben dem Jesuskind die Hand, berührten Saum und Haar. Das Jesuskind hatte ein weißes Kleid an mit silbernen Sternen darauf und um die Stirne ein goldenes Band. Hildegard, Waltraud und Rosl kamen herbei. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Die drei Kinder sollen hier bleiben." Diese drei Kinder gaben dem Jesuskind die Hand und berührten es. Während des Gebetes kam der Kelchengel und reichte den Kindern sowie Schmitt, Randsberger und Frau Waha die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die Kinder sangen anschließend das Lied: 'Liebes Jesulein...' Nach dem Lied sagte das Jesuskind zur Gretel: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Berg. Dort will ich die Statue weihen." Auf dem Weg zum Berg segnete das Jesuskind sehr oft. Am Berg angekommen, sagen die Kinder: "Das Jesuskind schwebte etwa einen Meter über dem Boden auf die Statue zu und segnete sie. Danach berührt es die Statue mit seinem Kleidchen. Auch spritzt das Jesuskind Weihwasser hin." Zur Antonie sagt das Jesuskind: "Berührt alles an mir. Ich will jetzt in den Himmel auffahren." Während der Berührung sagt das Jesuskind zur Gretel: "Liebe Kinder, heute seid ihr sehr andächtig." Die Kinder beten und singen mit dem Volk, das am Podium zurückgeblieben war. Nach etwa fünf Minuten sagt Antonie: "Die Muttergottes ist über dem Birkenwald und ist so gekleidet, wie im Oktober vorigen Jahres." Die Muttergottes kommt herübergeschwebt zum Podium. Dort begrüßen die Kinder die Muttergottes. Auch Hildegard, Rosl und Waltraud, die die Muttergottes heutigen Abends das erste Mal sahen, begrüßten die Muttergottes. Die beiden anderen sahen sie aber nicht. Die anderen Kinder kommen von der Prozession zurück zum Berg. Sie sahen die Muttergottes nicht mehr. Diese war plötzlich verschwunden. Die Kinder beten den Wundenrosenkranz vor. Während des Wundenrosenkranzes sieht Hildegard eine Zeit lang den Heiland am Kreuz über dem Birkenwald. Vier Engel waren bei ihm. Hildegard hörte den Heiland sprechen: "Euer Gebet dringt heute durch die Wolken. Heute habt ihr mir eine große Freude gemacht. Es soll einer von den Herren einige Worte zu den Leuten sprechen." Weitere vier Engel kamen hinzu und holten den Heiland wieder ab. Nach dem 'Engel des Herrn' gingen die Kinder wieder heim. Dr. Wetzel, Rathmann und Koch begannen die Lichterprozession zum Birkenwald. Von dort zum Apfelbaum und wieder zurück zum Podium. Kuni, Maria und Erika sahen bei Beginn der Prozession fünf Engel vom Himmel herunterschweben, die sich auf die einzelnen Kinder verteilten. Kurz vor dem Podium auf dem Rückweg sagte ein Engel zur Kuni: "Wenn ihr nicht brav seid, werden wir gleich wieder in den Himmel auffahren." Am Podium schwebten die Engel wieder in den Himmel.

Sonntag, 8. Oktober 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Alle Kinder gehen zum Berg. Auch Rosl, Waltraud und Hildegard. Als sie kurze Zeit am Podium knieten, erschien die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie sagte: "Holt mich am Mast ab." Auf dem Weg zum Mast segnete die Muttergottes häufig. Die Kinder begrüßen die Muttergottes am Mastaltar. Die Muttergottes war ganz in weiß gekleidet und mit einem Schleier auf dem Haupt. Waltraud, Rosl, Betti und Irma sahen die Muttergottes nicht. Nach der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Maria: "Geht mit mir zum Berg." Zur Gretel sagte die Muttergottes auf halbem Weg zum Berg: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Gegrüßet seist du, Maria...' Am Podium sagte die Muttergottes zu Gretel: "Ich will die Andachtsgegenstände jetzt segnen." Anschließend zur Gretel: "Ich gebe jetzt meinen Krankensegen." Zur Kuni: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen." Danach sagte die Muttergottes zur Erika: "Berührt alles an mir. Auch die jetzt begleitenden Herren sollen das tun." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Über euch ist jetzt der heißeste Kampf entbrannt. Ich werde schon eingreifen." Danach forderte die Muttergottes die Kinder auf, sie zum Altar am Mast hinunter zu begleiten. Am Mast gaben die Kinder der Muttergottes die Hand. Sie segnete noch einmal und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim.

Sonntag, 8. Oktober 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Alle Kinder, außer Antonie, kommen zum Podium. Hildegard, Erika, Maria und Gretel sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Kinder werden von der Muttergottes aufgefordert, sie am Altar am Mast abzuholen. Betti und Irma, Waltraud und Rosl, sehen die Muttergottes nicht. Nach der Begrüßung am Mast sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes wiederum zur Hildegard: "Schmitt soll den Kindern einzeln sagen, was ich wünsche. Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen das Lied: 'Gegrüßet seist du, Maria.' Auf dem Berg angekommen, sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Gebt mir eure Hand und sagt mir eure Versprechen." Einzeln geben die Kinder der Muttergottes die Hand und die Muttergottes hielt sie länger wie sonst fest. Jedem Kind gab die Muttergottes ihren besonderen Segen. Zur Hildegard sagt sie weiter: "Diejenigen, die mir das Versprechen gegeben haben, ins Kloster zu gehen, sollen jetzt zum Baum hinübergehen und dort meinem süßen Kind dasselbe sagen wie mir." Erika, Hildegard, Maria, Gretel, Rosl, und Waltraud gehen zum Baum. Etwa 50 Meter vom Baum entfernt sahen die Kinder das Jesuskind schon vor dem Altar am Baum stehen. Die Kinder sagen auch: "Es kommen mehrere Engel vom Himmel herabgeschwebt mit einem Kelch in der Hand." Als die Kinder vor dem Altar standen, sagen sie: "Es sind sechs Engel mit Kelchen da." Die Kinder begrüßten das Jesuskind und sagten ihm dasselbe, was sie der Muttergottes auf dem Berg in die Hand versprachen. Danach nahm jedes der Kinder einen Kelch von den Engeln und trank daraus. Zur Gretel sagt das Jesukind: "Jedes von euch soll auch Herrn Schmitt die heilige Kommunion reichen." Schmitt musste also aus sechs Kelchen trinken. Herr Schlötzer kam hinzu und bekam ebenfalls von den sechs Kindern den Kelch gereicht. Nach der Kommunion waren die sechs Engel plötzlich verschwunden und das Jesuskind sagt zur Gretel: "Jetzt will ich euch noch einmal meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Rosl, die bisher das Jesukind nicht gesehen hatte, sah dieses zum ersten Mal in den Himmel auffahren. Sie sagte: "Das Jesuskind war ganz weiß angezogen." Diese Aussage stimmt auch mit den Aussagen der übrigen Kinder überein. Zur Maria sagte das Jesuskind bei der Auffahrt: "Geht jetzt heim." Während die sechs Kinder zum Baum gingen, blieben Kuni, Betti und Irma am Podium bei der Muttergottes zurück. Sie gab ihren besonderen Segen und fuhr dann in den Himmel auf. Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Geht zu den anderen Kindern am Baum." Als die Kinder dort ankamen, fuhr das Jesuskind in den Himmel auf.

Sonntag, 8. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Außer Antonie gehen alle Kinder zum Berg. Kurz darauf erscheint die Muttergottes über dem Birkenwald und fordert die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Die Kinder begrüßten dort die Muttergottes. Antonie kommt hinzu. Während der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Betet für die hohe Geistlichkeit." Nach der Begrüßung gingen die Kinder mit der Muttergottes zum Berg. Zur Hildegard sagte die Muttergottes auf dem Weg dorthin: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Gegrüßet seist du, Maria.' Zur Hildegard sagt dann die Muttergottes: "Ich will jetzt am Podium meinen Segen geben." Dann segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gibt anschließend den Krankensegen, dann ihren besonderen Segen. Zur Hildegard sagt sie dann noch: "Liebe Kinder, ihr habt mir eine große Freude bereitet. Euer Gebet dringt durch die Wolken." Schlötzer ging mit Maria, Antonie, Gretel und Erika zum Baum. Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf. Haltet die Prozession." Die Kinder gaben der Muttergottes nochmals die Hand, auch die begleitenden Herren Koch, Rathmann, Dr. Heil, Dr. Fuchs, Randsberger und Schmitt. Die Muttergottes segnete und fährt auf. Als die Lichterprozession am Mast ankam, sah Hildegard die Muttergottes über dem Birkenwald, gekleidet wie im Oktober 1949. Etwa 20 Meter vor der Grotte kommt die Muttergottes zu den Kindern heruntergeschwebt. Die Muttergottes ging mit den Kindern zur Grotte. Dort sagt sie zur Hildegard, die als einzige die Muttergottes sieht: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder taten dies. Dann gaben die Kinder der Muttergottes die Hand, berührten ihre Kleider und ihren Schleier. Die Muttergottes gab nochmals ihren besonderen Segen und fuhr dann in den Himmel auf. Die Prozession ging weiter zum Altar am Baum. Dort sieht Hildegard den Kelchengel kommen und die Kinder, die heute noch nicht die heilige Kommunion empfangen hatten, erhielten sie jetzt. Nach der Kommunion ging die Prozession zum Berg weiter. Kurz nachdem die Prozession am Berg angekommen war, sahen Kuni und Hildegard die Muttergottes aus dem Himmel schauen. Die Muttergottes segnete abermals und forderte die Kinder auf, jetzt heimzugehen und entschwand.

Nachtrag: Auf dem Weg vom Mast zum Podium hörte Erika die Muttergottes sagen: "Du, Gretel, Maria und Antonie, geht mit Schlötzer zum Baum." Als die Muttergottes am Podium ihren Krankensegen gegeben hatte, ging Schlötzer mit den vier letztgenannten Kindern zum Baum. In der Nähe des Baumes hörte Maria eine Stimme: "Geht in die Nähe zum Lichtmast." Dort sehen alle vier Kinder das Jesukind vor sich stehen. Erika hörte, wie das Jesuskind sagte: "Liebe Kinder, wenn ihr brav seid, dürft ihr heute noch Schöneres sehen." Die Kinder beteten den Herz-Mariä- und Herz-Jesu-Rosenkranz. Der Kelchengel kam und reichte den Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die Kinder wurden mehrmals von Erwachsenen gestört. Das Jesukind sagte: "Ich werde euch ein andermal das zeigen, was ich euch heute sagte." Dann gab das Jesuskind seinen Segen. Die Kinder berührten noch einmal alles. Das Jesuskind fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim.

Montag, 9. Oktober 1950, nachmittags 15.00 Uhr, 3.000 Menschen. (Jahrestag der Erscheinungen. – Ein Karfreitag für Heroldsbach.) Alle Kinder, ohne Maria, sind auf dem Berg am Podium. Die Leute beteten den Rosenkranz. Die Muttergottes erschien über dem Birkenwald und ließ sich am Altar am Mast abholen. Die Kinder reichten ihr die Hand und begleiteten die Muttergottes zum Podium. Dort gab die Muttergottes dem Volk den besonderen Segen, spendete den Krankensegen, weihte die Kerzen und alle Andachtsgegenstände. Die Kinder und die begleitenden Herren, Dr. Heil, Koch, Rathmann, Randsberger, Dr. Wetzel gaben der Muttergottes die Hand. Die Muttergottes segnete noch einmal das Volk und fuhr am Podium in den Himmel auf. Um 15.20 Uhr kamen dann der Domkapitular Georg Mann mit einem Präfekten vom Aufsessianum und gab die Erlasse des Römischen Offiziums und des Erzbischöflichen Ordinariates bekannt, desgleichen verlas der Pfarrer eine kurze Erklärung. Das Pfarramt Heroldsbach hat Kenntnis genommen von dem Erlass der höchsten Kongregation des heiligen Offiziums in Rom vom 28. September 1950 sowie vom Erlass des Erzbischöflichen Ordinariates vom 5. Oktober 1950. Das Pfarramt mahnt die Gläubigen, in Gehorsam die Anordnungen der kirchlichen Oberbehörde zu beachten. Die Betreuer der Kinder und deren Eltern hielten am Podium strengste Disziplin. Nur Herr Jakob Maisch von Württemberg versuchte die Rede des Kapitulars dauernd zu stören. Der Erzbischöfliche Kommissar entfernte sich mit dem Pfarrer. Nach einiger Zeit sehen die am Podium zurückgebliebenen Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie ließ sich am Lichtmast abholen. Beim Hinuntergehen sagte sie: "Die Leute sollen zurückbleiben." Zur Kuni sagte sie: "Liebe Kinder, betet, betet." Die Muttergottes ließ sich von den Kindern die Hand geben und alles berühren wie sonst. Dann begleiteten die Kinder die Muttergottes zum Podium. Dort segnete die Muttergottes das Volk. Maria Heilmann bat die Muttergottes, den Herrn Erzbischof zu segnen, was die Muttergottes auch tat. Dann sagte die Muttergottes zur Maria: "Das, was ich einem Kind gesagt habe, betet, betet, Kinder, soll den Leuten gesagt werden." Die Kinder sagten dem versammelten Volk den Spruchchor: "Liebe Muttergottes, wir geloben dir Treue." Etwas später sagte die Muttergottes: "Es freut mich, dass ihr mir die Treue gelobt habt." Dann sagten die Kinder: "Liebes Jesuskind, wir geloben dir die Treue." Dann sagte die Muttergottes: "Berührt nochmals alles." Zur Maria Heilmann sagte sie: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen, dann fahre ich in den Himmel auf." Zur Erika sagte eine Stimme: "Geht jetzt heim." Anwesend war Dr. Heil und Herr Randsberger. Dr. Heil ging mit den Kindern zu Gügel 115. Dort weinten die Kinder ganz bitterlich und ließen sich nicht trösten. Sie weinten etwa 45 Minuten lang, bis sie dann in die Kirche gingen und dort um 16.30 Uhr den Rosenkranz zu beten anfingen. Es waren eine Menge Leute in der Kirche anwesend. Hildegard hörte in der Kirche eine Stimme: "Sie solle mit Gretel und Maria zur Lourdesgrotte kommen." Dort stand die Muttergottes. Sie war gekleidet wie im Oktober 1949. Die Muttergottes segnete die Kinder. Es waren auch viele Leute an der Grotte. Hierauf ging die Muttergottes mit den Kindern und Dr. Heil zu den übrigen Kindern. Dort sahen auch Erika und Kuni die Muttergottes. Antonie sah die Muttergottes erst, als ihr die Hand geführt wurde. Es gaben alle Kinder der Muttergottes die Hand. Die Muttergottes segnete an den Stufen des Hochaltars stehend, die Leute in der Kirche und zog dann mit den Kindern wieder zur Grotte. Während des Auszuges aus der Kirche sangen die Leute: 'Großer Gott, wir loben dich...' An der Grotte angekommen, gab die Muttergottes nochmals ihren Segen und schwebte hinüber zum Berg. Die Kinder stellten sich noch auf die Zehenspitzen und sahen ihr bis zum Verschwinden nach und winkten mit ihrer Hand.

Montag, 9. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr: In der Pfarrkirche zu Heroldsbach. Alle Kinder gingen in die Kirche zum Rosenkranz. Von da aus zogen die Kinder zur Lourdesgrotte neben dem Kriegerdenkmal. Die Kinder beteten mit dem versammelten Volk. Plötzlich sah Hildegard zuerst die Muttergottes vor sich stehen. Sie begrüßte die Muttergottes. Auch Maria, Erika, Antonie und Gretel. sahen die Muttergottes. Zur Maria sagte die Muttergottes: "Auch die Herren dürfen mir die Hand geben." Während der Begrüßung der Muttergottes kommt der Kelchengel und die zehn Kinder empfangen die heilige Kommunion. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, betet fest weiter, ich verlasse euch nicht." Weiterhin zur Hildegard: "Nach der Begrüßung begleitet mich in die Kirche." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid nicht traurig, ich bin ja bei euch. Opfert eure Kerzen hier an der Grotte." Die Muttergottes geht mit den Kindern in die Kirche. Auf dem Weg sagt die Muttergottes: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Gegrüßet seist du, Maria.' In der Kirche vor dem Hochaltar gibt die Muttergottes hinter dem Pfarrer, der auf der untersten Altarstufe kniet, ihren besonderen Segen. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Berührt alles an mir. Gretel soll anfangen." Gretel sagt: "Die Muttergottes ist ganz weiß und trägt einen weißen Schleier auf dem Kopf wie im Oktober 1949." Gretel sagt weiter: "Die Muttergottes sieht auf das Kind, das ihr gerade die Hand gibt." Nachdem die Kinder die Muttergottes berührt haben, sagt Gretel, die Muttergottes sagt zu ihr: "Ich gebe jetzt meinen besonderen Segen, begleitet mich danach durch die Kirche zur Grotte hin." Zur Hildegard sagt die Muttergottes vor der Grotte: "Jedes Kind soll mich jetzt umarmen. Singt mir dabei ein Lied." Die Kinder sangen: 'Sei gegrüßet...' Danach segnete die Muttergottes noch einmal und fährt in den Himmel auf. Die Muttergottes fährt gegen den Süden zum Berg hinauf. Die Kinder gingen danach durch die Sakristei wieder in die Kirche. Während des letzten Rosenkranzgesätzes hört Hildegard die Stimme des Heilandes vom Hochaltar her, die sagt: "Du und Gretel, geht hinaus aus der Kirche." Die Kinder gingen hinaus und Hildegard sucht draußen. Plötzlich steht der Heiland vor ihnen etwa zwei Meter vor dem Ausgangstor zum Pfarrhaus hin. Er forderte die Kinder durch Hildegard auf, mit ihm um die Kirche zu gehen. Der Heiland segnete mehrmals. Hildegard sagt: "Der Heiland ist ganz in weiß gekleidet." Der Heiland geht mit den Kindern zur Lourdesgrotte. Dort fordert er sie auf: "Sie sollen ihm versprechen, ihm treu zu bleiben, auch die begleitenden Herren." Es waren dies: Dr. Heil, Schlötzer. Zur Hildegard sagt der Heiland an der Grotte: "Ich will sehen, was sie (Bamberg) jetzt sagen." Danach gibt der Heiland seinen Segen und fährt gegen Süden zum Berg hin, in den Himmel auf. Gretel sieht während der Auffahrt erst den Heiland. Er segnete mit drei Fingern, sagen Gretel und Hildegard. Die Kinder gingen danach in die Sakristei und blieben dort, bis die Andacht aus war.

Dienstag, 10. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder kommen zur Kirche zum Rosenkranzgebet. Bevor die Kinder die Kirche betraten, begeben sie sich zur Grotte und beten dort kurz. Hildegard sah den gekreuzigten Heiland bis zur Höhe der Baumgipfel herunterschweben. Nach etwa fünf Minuten war der Heiland da. Dann schwebte die Erscheinung wieder in Richtung zum Wald. Erika, Hildegard, Maria und Gretel und Antonie sehen die Muttergottes vor der Grotte stehen, weiß, wie im Oktober 1949. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, begleitet mich in die Kirche." Die Muttergottes ging mit den Kindern bis an die unterste Stufe des Hochaltars, wo Pfarrer Dück die Rosenkranzandacht hielt. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Jetzt gebe ich meinen Kranken- und besonderen Segen." Nach etwa zehn Minuten schwebte die Erscheinung in Begleitung der Kinder zurück zur Grotte. Dort segnete die Muttergottes nochmals und schwebte in die Höhe, Richtung Berg. Antonie hört eine Stimme: "Du und Maria, geht etwas weg von der Grotte." Die beiden Kinder gingen mit Schlötzer in die Sakristei, um dort den Rosenkranz zu beten. Die übrigen Kinder gingen ebenfalls in die Kirche zum Rosenkranzgebet. Die beiden Kinder beteten mit der Menge den Rosenkranz. Nach einigen Minuten stand das Jesuskind vor den beiden Kindern. Diese beteten das Gebet: 'Jesu, Jesu, komm zu mir!' Danach kam der Kelchengel und reichte Schlötzer und dann den beiden Kindern die heilige Kommunion. Dabei waren die Kinder sehr erstaunt, weil der Engel zuerst Schlötzer die heilige Kommunion reichte und dann erst den Kindern. Der Engel verschwand wieder. Das Jesuskind sagte zu Gretel, die ebenfalls in der Sakristei war und das Jesuskind sah: "Liebe Kinder, kommt morgen wieder auf den Berg!" Die Kinder baten das Jesukind, es möge seinen Wunsch zurückstellen, da sonst das Verbot der Kirchenbehörde durchbrochen wird. Das Jesuskind sagte: "Wollt ihr mir nicht folgen?" Daraufhin baten nochmals die beiden Kinder und Schlötzer das Jesuskind inständig, es möge doch diesen Wunsch zurückstellen. Das Jesuskind sagte nichts darauf und nickte zweimal mit dem Kopf. Darauf baten die Kinder das Jesukind, doch wenigstens einige Tage nicht auf den Berg gehen zu müssen. Das Jesuskind sagte zu Gretel: "Geht mit mir!" Das Jesuskind schwebte zur Türe hinaus ins Freie. Von hier aus begleiteten die Kinder das vorausschwebende Jesuskind in den Pfarrgarten. Hier waren sie ungestört. Das Jesuskind sagte zu den beiden Kindern: "Holt auch meine liebe Erika!" Maria ging in die Sakristei und holte Erika. Nach einigen Minuten kam Erika an. Das Jesuskind segnete alle und verschwand. (Gretel war nicht bei den zwei Kindern. Sie war in der Kirche.)

Mittwoch, 11. Oktober 1950, Mutterschaft Mariens, 18.00 Uhr abends. Gretel und Erika kamen um 18.00 Uhr von der Schule und gingen mit Schmitt zum Berg, von da über die Himmelswiese zum Bildstock am Birnbaum. Die Kinder sangen das Lied: 'Liebes Jesulein...' Nach der ersten Strophe sagte Erika plötzlich: "Das Jesuskind steht vor uns." Gretel sagt: "Ich sehe es auch" und sagt: "Es hat ein blaues Kleid an." Die Kinder fragten das Jesuskind: "Liebes Jesuskind, sollen wir heute abends zu dir und deiner lieben Mutter auf den Berg kommen?" Das Jesukind antwortete: "Ich habe es euch schon gestern Abend gesagt. Ihr sollt heute auf den Berg kommen." Das Jesukind segnete die Kinder. Erika sagt plötzlich: "Die Muttergottes ist auch da." Gretel sah sie nicht gleich. Nach fünf Minuten etwa sagt Gretel: "Ich sehe die Muttergottes mit dem Jesukind auf dem Arm." Die Muttergottes sagte zu den Kindern: "Kommt heute Abend auf den Berg." Die Kinder versprachen ihr die Freude zu machen und zu folgen. Danach segneten die Muttergottes und das Jesukind. Danach fuhr sie mit dem Jesuskind auf dem Arm in den Himmel auf.

Mittwoch, 11. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Es waren ca. 30 Personen anfangs auf dem Berge, da sie nicht wussten, dass die Kinder auf dem Berge sind. (Und nicht in der Kirche wie gestern.) Dann kamen immer mehr. Alle Kinder außer Waltraud und Rosl gehen zum Berg. In der Kirche war Rosenkranzandacht. Kaum sahen sie den Rand der Birkenspitzen, als sie sagten: "Ein großer Lichtschein ist über dem Birkenwald." Am Podium angekommen, sehen die Kinder im Schein die Muttergottes. Diese forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, es freut mich, dass ihr mir und meinem süßen Kind gefolgt habt." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes, die zur Gretel sagte: "Die begleitenden Herren (Rathmann und Schmitt) und eure Eltern dürfen mir auch die Hand geben." Nach der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Gretel: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg zum Berg sagte die Muttergottes zur Erika: "Antonie und du geht mit Schmitt zum Baum." Am Berg angekommen segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Anschließend gibt die Muttergottes ihren Krankensegen und dann den besonderen Segen. Danach fuhr die Muttergottes in den Himmel auf und sagte zur Maria: "Gretel und du, geht zu den Kindern zum Baum." Während die Muttergottes zum Berg ging, gingen Erika und Antonie zum Baum. Als die Kinder vor dem Altar am Baum knieten und anfingen, den Rosenkranz vom süßen Herzen Jesu und Mariä zu beten, stand das Jesuskind plötzlich vor ihnen. Erika fiel es sofort auf, dass das Jesuskind heute einen silbernen Rosenkranz dabei hatte. Die Kinder begrüßten das Jesuskind. Maria und Gretel kommen hinzu. Nachdem beide das Jesuskind begrüßt hatten, sehen die Kinder sich gegenseitig an, denn sie sehen das Jesuskind plötzlich nicht mehr. Maria drehte sich um und sagte: "Das Jesuskind steht am Altar beim Mast drüben." Die Kinder liefen eiligst zum Mast. Das Jesuskind lächelte, als die Kinder ankamen. Die Kinder knieten sich vor das Jesuskind hin und beteten den Rosenkranz vom Herzen Jesus und Mariä zu Ende. Danach sangen sie: 'Jesukindlein, komm zu mir.' Während des Liedes kam der Kelchengel und die Kinder durften zweimal die heilige Kommunion empfangen in beiden Gestalten. Alle Kinder sahen den Kelch und nahmen ihn nacheinander. Gretel reichte Schmitt die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Danach fuhr der Engel wieder in den Himmel auf. Die Kinder beteten den Rosenkranz mit den Leuten, die auf dem Berg waren, weiter. Auf einmal sagt Antonie: "Das Jesuskind ist fort und ich sehe es, wie es hinter die Kapelle am Mast schwebt." Maria bestätigte dies, indem sie sagt: "Zwischen mir und dem Pfosten der Kapelle schwebte das Jesuskind hindurch." Die Kinder schauten hinter die Kapelle, konnten aber das Jesuskind nicht finden. Sie gingen deshalb wieder vor den Altar und knieten sich dort nieder um zu beten, dass es doch wieder kommen möge. Gretel sieht auf einmal das Jesuskind hinter den Blumen, die auf dem Altar standen. Sie bat das Jesuskind, es möge doch wieder zu ihnen herunterkommen. Darauf antwortet das Jesukind: "Wenn ihr recht andächtig ein 'Vater unser' betet, komme ich zu euch." Die Kinder tun das und das Jesukind schwebte zu ihnen herunter. Es sagte zu ihnen: "Ich will euch jetzt einzeln segnen." Die Kinder baten danach das Jesuskind: "Liebes Jesuskind, segne auch Herrn Pfarrer Gailer und die übrigen Geistlichen hier und auch Herrn Schlötzer." Das Jesukind willfahrte ihrer Bitte. Danach schwebte es zum Himmel empor und sagte noch: "Bleibt noch etwas am Altar knien." Die Kinder folgten dem Jesuskind und sahen plötzlich, wie vom Himmel zehn Kelche herabschwebten. Jedes Kind nahm zwei Kelche. In dem einen war Blut, in dem anderen Hostien. Die Kinder tranken zuerst den Kelch mit dem heiligen Blut und genossen dann die Hostien. Antonie sah die Kelche nicht und Gretel führte ihre Hand. Zwei Kelche waren für Herrn Schmitt. Nachdem die Kinder das heilige Blut und die Hostien genossen hatten, schwebten die zehn Kelche wieder empor. Gretel hörte eine Stimme: "Liebe Kinder, geht jetzt heim!" NB! Die Leute beten auf dem Berg weiter, auch die Nacht hindurch.

Donnerstag, 12. Oktober 1950, nachmittags 19.00 Uhr. Neun Kinder gehen zum Berg. Als sie beim Podium ankamen, sahen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Kinder wurden aufgefordert, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast sagte die Muttergottes zur Maria: "Wenn ihr mich begrüßt habt, dann gehen Gretel, Antonie, Erika und du mit Schmitt zum Baum." Am Mast sagt die Muttergottes zur Gretel: "Die euch begleitenden Herren und Eltern dürfen mir auch die Hand geben." Die Muttergottes geht mit den Kindern zum Berg. Antonie, Gretel, Maria und Erika gehen mit Schmitt zum Baum. Auf dem Berg segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gibt den Krankensegen und dann ihren besonderen Segen und fährt dann in den Himmel auf. Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Geht zu den anderen Kindern." Währenddessen gingen die vier Kinder zum Baum mit Schmitt. Dort wartete bereits das Jesukind auf die Kinder. Diese begrüßten es. Danach sagte das Jesuskind zur Gretel: "Geht mit mir zum Mast." Das Jesuskind schwebte weit voraus zum Mast. Als die Kinder dort ankamen, beteten und sangen sie abwechselnd. Die anderen Kinder kommen vom Berg zum Mast. Das Jesuskind war plötzlich verschwunden, sagen Erika, Antonie und Maria. Auch Gretel sah das Jesukind nicht mehr. Die vier Kinder hören die Stimme des Jesuskindes: "Suchet mich!" Die Kinder schauten hinter den Altar am Mast und, als sie dort das Jesukind nicht sahen, gingen sie in Richtung zum Apfelbaum. Als die Kinder etwa 30 Meter vom Mast entfernt waren, knieten sie sich hin und baten das Jesuskind, es möge doch zu ihnen kommen. Erika sagte: "Das Jesuskind steht zwischen uns." Die vier Kinder sahen es alle. Sie baten das Jesuskind, es möge den heiligen Vater segnen, dann den Erzbischof und die Priester und brachten noch andere Anliegen vor. Dann sagte das Jesuskind zu ihnen: "Soll ich eure Eltern auch segnen?" Gretel war ganz bestürzt und sagt: "Das Jesukind denkt doch an alles." Sie baten das Jesuskind, es möge ihre Eltern segnen, was dieses dann tat. Maria fragte, ebenso Antonie, das Jesukind, ob sie immer auf den Berg kommen sollen und ob sie ihm dadurch Freude machen, wenn sie kommen. Beide Kinder hören, wie das Jesuskind "Ja" sagt. Nach einer Weile sagt das Jesuskind: "Jetzt segne ich euch als Gott." Danach kam der Kelchengel und die Kinder empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Der Kelchengel verschwand danach. Das Jesuskind sagte darauf: "Ich will euch nochmals segnen und dann in den Himmel auffahren." Die vier Kinder gehen zu den anderen Kindern am Mast und beteten miteinander den Wundenrosenkranz. Dann gingen sie nach Hause.

Freitag, 13. Oktober 1950, 15.00 Uhr nachmittags. Alle Kinder, außer Waltraud und Rosa, sind am Berg. Sie holten die Muttergottes am Lichtmast ab. Dort begrüßten sie die Muttergottes und berührten alles. Dann begleiteten sie die Muttergottes zum Podium. Dort erteilt die Muttergottes den Segen. Auf dem Weg herauf segnete sie das Volk mehrmals. Nach dem Segen gab die Muttergottes den Krankensegen. Dann weihte sie die Andachtsgegenstände, gab ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen sofort heim.

Freitag, 13. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder, außer Waltraud und Rosl, waren auf dem Berg. Die Muttergottes erschien über dem Birkenwald und kam zum Mast herübergeschwebt. Die Kinder holten sie ab. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Gretel: "Die Leute beim Mast sollen zum Berg gehen!" Die Kinder begrüßen die Muttergottes, die zur Gretel sagte: "Auch die Herren und eure Eltern dürfen mir die Hand geben!" Danach sagte die Muttergottes zur Gretel: "Geht mit mir zum Berg!" Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Erika: "Antonie, Gretel, Maria und Du, geht zum Baum! Dort wird mein süßes Kind zu euch kommen!" Die Kinder sehen schon auf dem Hinweg das Jesuskind vor dem Altar am Baum stehen. Es schwebte ihnen entgegen. Sie begrüßten das Jesuskind. Antonie und Erika sehen das Jesuskind zuerst nicht. Maria und Gretel baten das Jesuskind, es möge sich der Erika und Antonie doch auch zeigen. Die Kinder beteten mehrere Gegrüßet seist du, Maria. Erika und Antonie durften während des Gebetes das Jesuskind sehen. Das Jesuskind sagte danach zur Gretel: "Soll ich mit euch zum Berg gehen?" Die Kinder sagten: "Wie du willst, liebes Jesuskind! Es würde uns aber freuen, wenn du mitgingst!" Das Jesukind ging zwischen den Kindern zum Mast und dann weiter zum Berg. Auf halbem Weg dorthin befahl das Jesuskind Gretel und Antonie zum Mast zurückzugehen. Erika und Maria gingen mit dem Jesuskind weiter zum Berg. Dort segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände, gab den Krankensegen und seinen besonderen Segen. Danach ging es mit den beiden Kindern wieder zum Mast zurück. Unterdessen waren Gretel und Antonie zum Mast gegangen und sahen dort um den Altar viele Rosen liegen, es waren rosarote, rote und gelbe Rosen. Auch ein großer leerer Korb stand vor dem Altar am Mast. Gretel fragte das Jesukind, was damit geschehen solle. Gretel sah das Jesuskind vom Mast aus am Podium stehen. Das Jesuskind sagte: "Sammelt die Rosen in den Korb und schmückt das Bild meiner Mutter am Podium." Antonie und Gretel sammelten die Rosen in den Korb. Das Jesukind kam mit Erika und Maria vom Berg und ging zum Mast. Dort sagte das Jesukind zur Maria: "Helft den beiden Kindern beim Sammeln!" Erika und Maria folgten sogleich. Als sie den Korb mit Rosen gefüllt hatten, gingen die vier Kinder zum Podium und schmückten dort die Statue und die nähere Umgebung. Als die zwei Körbe leer waren, gingen die Kinder zum Mast zurück. Das Jesuskind stand dort. Die Kinder sahen sich um und sehen noch andere Blumen auf dem Weg zum Berg liegen. Auch der Weg zur Grotte war mit Rosen bedeckt. Um den Altar lagen vier goldene Rosen. Die Kinder hoben sie auf und steckten sie ein. Die Kinder fragten das Jesuskind, ob sie auch die übrigen noch sammeln sollen oder ob Englein sie aufheben wollen. Das Jesuskind sagte darauf: "Die Rosen zur Grotte braucht ihr nicht aufheben. Sammelt die Blumen zum Berg und schmückt damit das Bild meiner lieben Mutter in der Kapelle." Die Kinder sammelten die Blumen. Sie sagen, es sind Tulpen. Auf halbem Weg zur Kapelle kommen Hildegard, Betti, Irma und Kuni entgegen. Sie trugen dann die beiden Körbe, während Antonie, Erika, Maria und Gretel sammelten. Als die Körbe voll waren, gingen sie in die Kapelle und steckten dort um den Altar herum die Blumen. Plötzlich waren die leeren Körbe verschwunden. Beim Sammeln der Tulpen war das Jesukind dabei. Es schwebte einmal über dem Korb der Erika und Maria und dann wieder über dem der Antonie und Gretel. Nachdem die Körbe verschwunden waren, gingen die Kinder zum Podium zurück. Sie beteten mit dem Volk. Kurze Zeit darauf schaute die Muttergottes aus dem Himmel. Dies sahen Hildegard, Gretel, Maria, Antonie und Kuni. Die Muttergottes segnete mehrmals und forderte dann die Kinder auf, heimzugehen. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Herr Schmitt soll einige Worte zum Volk sagen!" Die Kinder gingen heim.

Samstag, 14. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind auf dem Berg. Maria, Gretel, Erika und Antonie sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Kinder holen die Muttergottes am Mast ab und begrüßen sie. Zur Erika sagt die Muttergottes: "Du, Gretel, Maria und Antonie, geht zum Baum!" Kuni bleibt mit den übrigen Kindern am Mast. Dort segnet die Muttergottes die Andachtsgegenstände und fährt danach in den Himmel auf. Während der Auffahrt sagt die Muttergottes zur Kuni: "Geht zu den anderen Kindern." Schlötzer ging inzwischen mit Erika, Gretel, Maria, Antonie und Dr. Wetzel in Richtung Baum. Etwa 15 Meter vom Mast entfernt, sahen die vier Kinder bereits das Jesuskind auf sie warten. Kurz darauf kamen auch die übrigen Kinder, die noch am Mast waren, hinzu. Antonie sagte: "Am Baum stehen viele Engel." Auch Erika und Gretel sahen diese. Eine Engelstimme sagt zur Erika: "Du und Antonie geht zum Baum." Die übrigen Kinder gingen mit dem Jesuskind zum Berg. Dort segnete das Jesuskind die Andachtsgegenstände und gab den Krankensegen. Zur Gretel sagt das Jesuskind: "Nehmt mich auf den Arm und singt mir das Lied: 'Still, still...'" Danach gab das Jesuskind seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Maria hörte, wie das Jesuskind sagte: "Wenn ich in den Himmel aufgefahren bin, dann gehst du, Gretel und Antonie zu den anderen Kindern." Betti, Irma, Waltraud begleiteten die Lichterprozession zum Wald und zurück. Erika und Antonie sahen beim Apfelbaum viele Rosen regnen. Nach Angabe der Erika und Antonie erreichten die herabfallenden Rosen eine Höhe von etwa 1,50 Meter. In einer Breite von vier Metern bildeten diese Rosen eine Wand, sodass die Kinder nichts sehen konnten in Richtung Berg, auch nicht die Lichterprozession, die dort soeben vorbeigeht. Oben auf den Rosen schwebten einige Engel. Erika sagte: Herr Schlötzer, heben sie mich auf, damit ich den Engel herunterholen kann. Sie selbst konnte nicht hinauflangen. Nach etwa zehn Minuten beobachten Antonie und Erika, wie die Rosen immer weniger wurden. Die Rosen schwebten in den Himmel auf. Maria, Gretel, Antonie und Erika sahen den Kelchengel kommen, der ihnen und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten reichte. Sämtliche Kinder knieten vor dem Altärchen auf einer Kniebank. Das Jesuskind stand vor ihnen. Schlötzer rief Gretel ungefähr einen Meter zurück. Sie kniete auf dem Boden hinter Maria. Gretel konnte das Jesuskind nicht mehr sehen. Sie musste sich nach links beugen, um das Jesuskind wieder zu sehen. Das Jesuskind segnete alle Kinder, schwebte in den Himmel auf und sagte: "Liebe Kinder, geht heim."

Sonntag, 15. Oktober 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Sämtliche Kinder mit Hildegard sind auf dem Podium. Die Kinder sehen über dem Birkenwald die Muttergottes und holten sie am Mast ab. Unterwegs zum Mast sagt die Muttergottes zur Maria: "Wenn du, Gretel, Erika und Antonie mich berührt habt, geht mit Schlötzer zum Baum." Nach der Begrüßung am Mast geht Schlötzer mit den vorgenannten vier Kindern zum Baum. Unterwegs nach dort sehen die Kinder das Jesuskind auf der Himmelswiese. Die Kinder gingen vom Apfelbaum weiter auf die Wiese. Antonie, Maria und Erika sehen kleine Engel mit je einem Korb Rosen. Der Kelchengel kam, reichte den drei Kindern und Gretel die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Gretel stand etwas abseits und sah das Jesuskind vor sich stehen. Die anderen drei Kinder streuten Rosen auf dem Weg zum Jesuskind. Die drei Kinder sahen einen leeren Thron mit Edelsteinen besetzt vor sich stehen. Kurz darauf sahen alle drei Kinder das Herz-Mariä auf dem Thron sitzend, weiß gekleidet mit weißem Schleier.

Die Muttergottes faltet die Hände. Das heiligste Herz-Mariä war in roter Farbe mit einer Flamme nach oben und mit einem Dornenkranz umgeben. Der Thron war umgeben mit mehreren weiß gekleideten Engeln. Herr Schmitt kommt mit den übrigen Kindern hinzu. Erika sah allein noch das Herz Mariä. Kurz darauf verschwand die Erscheinung. Gretel war etwa 20 Meter entfernt, mit dem Jesukind allein. Antonie, Maria und Erika gingen zur Gretel. Das Jesuskind sagte zur Gretel: "Liebe Kinder, berührt noch einmal alles, dann gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel." Nachdem das Jesuskind aufgefahren war, sagte es: "Jetzt will ich auch die anderen Kinder segnen." Zur Maria sagte das Jesuskind: "Du, Gretel und Antonie, geht etwas weiter." Erika, die bis jetzt auch dabei war, ging mit den übrigen Kindern, die bei Herrn Schmitt waren, zum Berg. Kurz darauf sah Antonie den Kelchengel noch einmal kommen, der Gretel und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten reichte. Herr Schmitt kam inzwischen allein vom Berg zurück. Die Kinder sahen plötzlich drei kleine Engel vor sich stehen. Maria sagte: "Ach wenn nur das Jesuskind auch da wäre." Ein Engel sagte zur Maria: "Liebe Kinder, wen sollen wir holen, die Muttergottes oder das Jesuskind?" Die Kinder sagten: "Alle beide." Die Engel verschwanden und kamen lange Zeit nicht mehr zurück. Darüber waren die Kinder sehr traurig, weil keine Erscheinung mehr kam. Die Kinder beteten ein andächtiges 'Gegrüßet seist du, Maria'. Sie sahen den Himmel aufgehen und die Muttergottes mit dem Jesuskind kam zu den Kindern herunter in Begleitung von fünf Engeln mit fünf Körben. Drei Körbe waren mit Rosen gefüllt, ein Korb mit silbernen und goldenen Rosen. Ein Korb war mit Edelsteinen gefüllt. Die Kinder flochten einen Kranz aus Rosen. Als sie mit dem Flechten fertig waren, zählten sie je dreizehn Rosen. Insgesamt waren es 39 Rosen. Diesen Kranz von Rosen setzten die Kinder der Muttergottes auf das Haupt. Die Krone entschwebte nach oben. Das gleiche taten die Kinder beim Jesuskind. Dieser Kranz setzte sich aus goldenen und silbernen Rosen zusammen. Gretel hörte von der Muttergottes: "Du, Maria, und Antonie, geht etwas weiter. Dort werdet ihr einen Garten mit schönen Blumen finden. Damit schmückt mein süßes Kind und mich." Gretel fragte, wer von den beiden Herren mit den Kindern gehen soll. Die Muttergottes sagte: "Beide Herren sollen bei mir und meinem lieben Kind bleiben, damit ich nicht alleine bin." Kurz darauf kamen die Kinder mit Vergissmeinnicht-Sträußen zurück und schmückten damit die Muttergottes und das Jesuskind. Zur Maria sagt das Jesukind: "Du, Gretel und Antonie, geht mit Schlötzer etwas weiter." Die Kinder sehen wieder einen schönen Garten. Kurz darauf sehen die Kinder einen großen breiten Strauch aus Rosen. Der Strauch hatte einen höhlenartigen Eingang. Die Kinder mussten in gebückter Stellung gehen, bis sie plötzlich vor einer Muttergottesstatue standen. Die Kinder berührten das Gewand der angeblichen Statue und bemerkten hierbei, dass es keine Statue war, sondern das Gewand der Muttergottes. Auch fühlten sie die warme Hand der Muttergottes. Plötzlich war diese Erscheinung auch wieder verschwunden. Die Kinder bogen nach links ab, gingen zehn Meter weiter und sahen das Jesuskind auf einem Altar stehen. Die Kinder gaben dem Jesuskind die Hand und gingen dann zehn Meter weiter nach Osten. Sie standen plötzlich vor einem Altar, auf dem der heilige Josef stand. Auf dem Sockel stand die Inschrift: 'Heiliger Josef.' Die Kinder gingen durch einen Gang weiter und kamen vor einen Altarsockel, auf dem der heilige Erzengel Michael stand. Der Name war auf dem Sockel in Blockschrift geschrieben. Die Kinder begrüßten den Erzengel Michael. Er war ganz in weiß gekleidet. Danach gingen die Kinder weiter nach Osten, etwa zehn Meter. Gretel sagt plötzlich: "Ich stehe auf einer Wiese." Auch Antonie und Maria nahmen diese wahr. Erika, die inzwischen hinzugekommen war, sagt: "Ich sehe ein großes Tor." Sie öffnete dies und ging hinein. Sie blieb stehen und sagte: "Vor uns steht die Muttergottes." Die Muttergottes segnete und sagte zur Erika: "Liebe Kinder, kommt heute abends wieder. Dann dürft ihr noch etwas Schöneres sehen." Gretel, Antonie und Maria sehen nun ebenfalls die Muttergottes, die das Jesuskind auf dem Arm hatte. Beide segneten und fuhren in den Himmel auf. Während die Kinder sich in den Hohlgängen befanden, sahen sie von der Außenwelt nichts. Die Wände glitzerten nach ihrer Schilderung in Gold und Silber. Die Kinder gingen heim.

Sonntag, 15. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. (Herrlicher Bericht! Lang dauernde Erscheinungen.) Um 19.00 Uhr gehen die Kinder zum Berg. Antonie und Rosl waren bereits beim Podium. Kurz nachdem die Kinder dort knieten, erschien die Muttergottes über dem Birkenwald und forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast segnet die Muttergottes etwa sechs bis sieben Mal. Zur Erika sagte sie auf dem Weg zum Mast: "Wenn Gretel, Antonie, Maria und du mich berührt habt, geht auf die Himmelswiese." Frau Waha gab alleine der Muttergottes die Hand und führt auch die Hand ihrer Tochter Waltraud. Die anderen Kinder beobachten alles genau. Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Auch die Herren durften ihr die Hand geben, wie Hildegard von ihr gesagt erhielt. Die Muttergottes geht zum Berg, während Antonie, Maria, Gretel, Erika und Schlötzer, Schmitt, Dr. Heil und Dr. Fuchs in Richtung Baum gingen. Am Podium segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, segnete die Kranken und gab ihren besonderen Segen. Dann fuhr sie in den Himmel auf. Anschließend war die Lichterprozession. Als Antonie, Maria, Gretel und Erika mit den vier Herren zum Baum kamen, stand bereits das Jesuskind dort. Die Kinder begrüßten es. Maria wollte noch die Herren berühren lassen, da blieb ihr vor Staunen der Mund offen. Sie schaute sich um und sagte: "Das Jesuskind ist ja nicht mehr da." Auch die anderen drei Kinder waren verwundert, dass es so schnell wegging. Die Kinder gingen mit den Herren weiter zur Himmelswiese. Nach etwa 50 Metern blieben die Kinder stehen und sagten: "Dort auf der Wiese ist ein großer heller Schein." Die Kinder liefen eiligst darauf zu und sahen beim Näherkommen, dass das Jesuskind auf der Wiese stand. Die Kinder gaben noch einmal dem Jesuskind die Hand. Auch die Herren durften das tun. Danach schwebte das Jesuskind gegen Norden der Himmelswiese zu. Die Kinder folgten eiligst. Plötzlich bückten sich die Kinder und gingen hintereinander. Sie sagten, dass sie jetzt in einer goldenen Staude gehen und in einen niedrigen Gang kommen. Nach etwa fünf bis acht Metern blieben sie stehen und stellten sich auf. Die Höhle wurde höher, je weiter sie hineingehen. Die Kinder stellten sich im Halbkreis auf und sagten: Vor ihnen steht auf einem kleinen Sockel der heilige Josef mit dem Jesuskind auf dem Arm. Als sie ihm die Hand gaben, fühlte sich die Hand an, als sei sie von Fleisch (genau wie eine Menschenhand), auch dem Jesuskind gaben sie die Hand. Das Jesuskind hatte in einer Hand eine Lilie. Der heilige Josef war deshalb so schnell erkenntlich, weil auf dem Sockel der Name 'Heiliger Josef' in Blockschrift eingemeißelt war. Nur kurz blieben die Kinder knien und gingen dann in einem schmalen Gang hintereinander weiter. Der Gang ging hinter der Statue des heiligen Josefs weiter und zog in einem Bogen nach Osten zu. Nach etwa zehn Metern blieben die Kinder abermals stehen und sagten: "Vor uns steht auf einem niedrigen Altar die Muttergottes, genauso wie heute Nachmittag um drei Uhr." Den Kranz aus Rosen, den sie heute Nachmittag geflochten hatten, hatte die Muttergottes auf. Gretel zählte gleich die Rosen, es waren dreizehn Stück in drei Lagen übereinander, so dass es insgesamt 39 Rosen waren in den Farben gelb, und rosarot. Die Kinder gaben der Muttergottes die Hand und berührten sie. Auch hier sagten die Kinder, dass sie die Hand der Muttergottes nicht als die von einer Statue spürten, sondern, wie immer, wenn sie dieselbe beim Mast oder auf dem Berg berührten. Die Muttergottes war ganz in weiß gekleidet. Die Kinder blieben kurze Zeit bei der Muttergottes knien. Da sagte Maria, dass hinter der Muttergottes ihrem Rücken der Gang weiter geht. Die Kinder standen auf und gingen hintereinander weiter in diesen Gang. In einem halben Bogen führte er wieder in eine erweiterte Höhle und vor den Kindern stand der Erzengel Michael. Sein Name stand in Blockschrift auf dem kleinen Altar. Der Erzengel Michael war ebenfalls wieder ganz in weiß gekleidet. Er ging von seinem Altar und ging den Kindern voraus. Erika hörte eine Stimme: "Folgt mir nach." Die Kinder liefen daraufhin eiligst, von den Herren aus gesehen, den Hang hinunter. Die Kinder sahen aber keine Wiese. Sie sagen: "Wir laufen ja auf den weißen Wolken." Sie sind ganz umgeben von Wolken. Die Kinder sahen auch die Lichterprozession nicht, obwohl die Nacht klar war und das Beten und Singen deutlich zu hören war. Auch sahen die Kinder nicht den wunderbaren Sternenhimmel, der sich an diesem Abend besonders schön und klar zeigte. Erika, die vorauslief, blieb plötzlich stehen und sagte: "Vor uns die heilige Familie." Das Jesuskind ist so groß, dass es mir bis zum Kinn ungefähr geht. Antonie, Maria und Gretel sahen die heilige Familie nicht. Diese blieben daher nicht stehen und gingen etwa 15 Meter weiter und sagten langsamer gehend, dass vor ihnen die Heiligste Dreifaltigkeit steht. Erika kam hinzu und alle vier Kinder warfen sich auf die Knie und verneigten sich mit dem Haupt ganz tief. Dann gaben sie Gott Vater, dann dem Sohn und dem Heiligen Geist die Hand. Beim Heiligen Geist sagten die Kinder, dass er als Taube zwischen Gott Vater und Gott Sohn schwebt. Sie berührten die Federn und die Füße. Zur Erika sagte Gott Vater: "Ich bin ein strenger Richter." Die Kinder verneigten sich abermalig sehr tief und beten andächtig ein 'Vater unser' und 'Ehre sei dem Vater' usw. Die Heiligste Dreifaltigkeit gab den Segen. Gott Heiliger Geist, sagen die Kinder, schwebt in Kreuzform. Die Kinder sangen dann mit den vier Herren das Lied: 'Großer Gott, wir loben Dich...' Während des Liedes war diese Erscheinung verschwunden. Die Kinder standen auf und blieben verwundert stehen. Gretel sagte ganz freudestrahlend und verwundert: "Da singen doch welche. Ach, singen die schön!" Maria konnte vor Verwunderung nur 'Au weh' sagen. Die Kinder liefen eiligst dort hin, woher der Gesang kam. Sie liefen gegen den Westen, etwa 20 Meter. Plötzlich blieben sie stehen und hatten eine große Freude, denn Engel hatten verschiedene Instrumente. Einige hatten Flöten und Klarinetten, während einige in etwas blasen, sagen Antonie und Maria, was man aus- und einziehen kann. (Wohl Posaunen.) Die Kinder baten die Engel, ob sie nicht auch einmal auf den Instrumenten spielen dürften. Der Dirigentenengel erlaubte es und auch die kleinen Engel. Die Kinder bliesen und spielten. Erika hatte wohl eine Trompete erwischt, da sie sagte, es sind Knöpfe darauf, die kann man leicht herunterdrücken. Maria versuchte es mit der Posaune. Gretel zählt die Engel. Es waren mit dem Dirigentenengel 16 und zwar standen die Engel in drei Reihen, je fünf Engel. Etwa fünf Meter entfernt sahen die Kinder eine kleine Orgel (wohl ein Harmonium), ein Engel spielte darauf. Gretel bat diesen, ob sie nicht auch einmal spielen dürfe. Die anderen Kinder kamen hinzu und sangen mit. Gretel spielt mit einem Finger das Lied: 'Maria zu lieben...' Bevor die Kinder die Instrumente nahmen um zu spielen, fragten sie den Dirigentenengel, wie er heiße. Er sagte: "Ich bin der Erzengel Michael." Erika versuchte ebenfalls auf der kleinen Orgel zu spielen. Aber sie brachte nichts fertig und die anderen drei Kinder lachten darüber. Danach baten alle vier Kinder, der Engel möchte ihnen was vorspielen. Er tat es. Zuerst konnten die Kinder es nicht erkennen, ob er ein Lied spielt oder nicht. Die Herren forderten sie auf, doch bestens nachzusummen, was sie hörten. Obwohl die Kinder nicht alle nebeneinander standen, summten sie mit, was der Engel spielte, und zwar ganz richtig, sowohl im Rhythmus wie auch im Ton. Maria, die gerade nicht als gute Sängerin bekannt ist und die von den anderen durch zwei Herren getrennt war, summte ganz richtig mit. Plötzlich fanden die Kinder eine Melodie und zwar von dem Lied: 'Ihr Engel allzumal...' Nach der ersten Strophe konnten sie nicht weiter, denn der Engel spielte wieder etwas ganz Unbekanntes. Dann hörten sie das Lied: 'Liebes Jesulein...' Anschließend gleich darauf das Lied: 'Still, still...' Der Engel sagte zur Erika: "Liebe Kinder, ihr dürft nicht zu hoch, nicht zu tief singen!" Er spielte wieder etwas Unbekanntes (scheinbar waren es Zwischenspiele, wie Herr Schmitt meint), dann die Melodie: 'O Maria, lieb und traut...' Gleich darauf das Lied: 'Ave, Maria, klare...' Es kamen noch mehrere Marienlieder, so zu sagen ein Bund Marienlieder. Gretel hörte auf einmal eine Stimme: "Liebe Kinder, kommt zu uns!" Die vier Kinder liefen eiligst dort hin, woher diese Stimme kam. Sie liefen etwa 50 Meter gegen Osten. (Die Kinder waren etwa 10 bis 15 Meter von dem Weg entfernt, der vom Apfelbaum zum Birnbaum führt, auf der Himmelswiese.) Die Kinder blieben auf einmal stehen und sagen: "Vor uns sitzen vier Engelein auf kleinen Thronen." Diese Throne waren nach Angaben der Kinder etwa 25 cm hoch und aus Gold und Edelsteinen, die verschiedenfarbig waren. Die Kinder nahmen die Englein auf ihren Schoss und setzten sich auf deren Thron. Kurz darauf gingen die Kinder etwas weiter und sahen einen großen breiten Thron, auf dem sie alle vier Platz hatten, er war von rotem Purpur. Plötzlich sahen die Kinder etwa zehn Meter nach dem Osten hin, eine Schar Engel, die die Kinder herbeiriefen. Die Engel sagten zu ihnen: "Wir spielen euch nur etwas vor. Macht es uns dann nach!" Die Engel spielten etwa fünf verschiedene Spiele vor. Nach jedem Spiel, das sie machten, mussten die Kinder dies nachspielen. Als die Kinder von dem breiten Thron zu den Engeln gerufen wurden, sagten alle vier auf einmal: "Hier ist es aber warm." (Die Umgebung war schon recht kalt und das Gras sehr feucht von dem leichten Nebel, der langsam näher von der Erde ausging.) Gretel wollte unbedingt ihre Schuhe ausziehen, während Erika und Maria schon ihren Mantel auszogen. Nur auf Befehl von Schlötzer und Schmitt ließen sie von dem weiteren Ausziehen ab. Die Kinder wussten noch nicht, was die Engel von ihnen wollten. Die Engel begannen ein Ringspiel. Es waren 20 Engel da. Die Kinder spielten etwa 25 Minuten lang den Engeln nach, was diese vormachten, sagten und sangen. Bald konnten die Kinder nicht mehr und sagten: "Liebe Engel, könnt ihr noch mehr spielen?" Diese sagten im Chor darauf: "Noch viel, viel mehr." Weiter fragten die Kinder: "Melange seid ihr schon im Himmel?" Die Engel sagten darauf: "Schon sehr lange." Bei dem Spiel legten die Kinder sich auch auf den Boden. Als sie von den Herren aufgefordert wurden, sich doch nicht ins nasse Gras zu legen, sie würden sonst krank, sagten die Kinder: "Wir liegen doch auf den Wolken. Diese sind so schön weiß." Nur auf den Hinweis, dass sie doch dem Jesuskind zuliebe aufstehen möchten, standen sie gleich auf. Gretel sah auf einmal einen Schein vom Westen her. Sie lief darauf zu und die anderen Kinder hinterher. Sie liefen etwa, 60 Meter weit. Da sahen sie die Muttergottes. Die Kinder gaben ihr die Hand und dankten der Muttergottes, dass sie heute so viel und Herrliches sehen und erleben durften. Die Muttergottes lächelte. Dann gab sie ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Sie forderte die Kinder auf, nun heimzugehen. Die Kinder folgten sogleich. Antonie und Erika gingen mit Schmitt voraus. Gretel und Maria folgten in 20 Meter Abstand. Da sie nicht mehr nachkamen, gingen die drei ersten zurück und sahen Gretel, Maria und Schlötzer auf dem Boden knien Das Jesuskind war bei ihnen. Antonie und Erika sahen es auch. Das Jesuskind gab den Kindern ebenfalls die Hand und segnete sie. Dr. Heil kam auch noch hinzu. Dann fuhr das Jesuskind auf und die Kinder gingen gemeinsam zum Berg.

Nachtrag: Als die Muttergottes von den Kindern schied und die Kinder sie nicht mehr sahen, waren alle auf einmal verdutzt, dass sie nicht auf den Wolken waren, sondern auf der Erde, im Gras knieten, sie konnten das gar nicht begreifen. Diese Erscheinung war um 19.00 Uhr, dauerte etwa eineinhalb Stunden und war wohl bisher die längste aller Erscheinungen.

Montag, 16. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Acht Kinder gehen zum Berg. Am Podium sehen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Irma, Betti und Kuni sehen die Muttergottes nicht. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Auch die Herren (Schmitt und Rathmann) und eure Eltern dürfen mir die Hand geben." Danach sagte sie wiederum zur Gretel: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Maria: "Wenn ihr am Podium seid, dann gehen Gretel, Antonie und Erika und du mit Schmitt zum Baum." Die Muttergottes segnete die Andachtsgegenstände. Danach gab sie ihren besonderen Segen und ihren Krankensegen. Dann fuhr sie in den Himmel auf. Antonie, Gretel, Maria und Erika gehen mit Schmitt zum Baum. Die Kinder beteten auf dem Weg: 'Jesukindlein, komm zu mir...' Am Baum begrüßen die Kinder das Jesuskind, das sie schon aus einer Entfernung von 60 Metern vor dem Altar am Baum stehen sehen. Antonie sagte: "Das Jesuskind hat heute ein blaues Kleid, ein silbernes Stirnband an." Am Baum begrüßen die Kinder das Jesuskind. Dann kam der Kelchengel und sie empfingen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Danach sagte das Jesuskind zur Maria: "Geht jetzt zum Mast." Es schwebte voraus. Die Kinder beteten auf dem Weg zum Mast den Rosenkranz zum süßen Herzen-Jesu und Mariä. Am Mast sehen sie das Jesuskind nicht mehr. Die Kinder beteten dann anschließend den Wundenrosenkranz. Während dieses Rosenkranzes sah Maria das Jesuskind, die anderen Kinder sahen es nicht. Beim vierten Gesätz hörte Antonie eine Stimme: "Gretel und du, geht etwas weiter." Beide Kinder gingen mit Schmitt in Richtung zum Baum auf den nahe liegenden Acker. In 30 Meter Entfernung vom Mast stand das Jesuskind plötzlich vor ihnen. Beide Kinder freuten sich sehr. Sie gaben dem Jesuskind die Hand und küssten das Jesuskind. Die zwei Kinder beteten den Wundenrosenkranz weiter. Maria und Erika kamen herbei, wurden aber von Schmitt weggeschickt, weil sie nicht gerufen worden waren. Da sagte das Jesuskind zur Gretel: "Lasst die beiden nur herkommen." Frau Waha sah vom Berg aus das Jesuskind bei den Kindern, sie kam ebenfalls herbei. Beim siebten Gesätz des Wundenrosenkranzes sagt das Jesuskind zur Gretel: "Berührt mich noch einmal, ich gebe euch meinen besonderen Segen und fahre dann in den Himmel auf. Geht dann heim." Es geschah so.

Dienstag, 17. Oktober 1950, abends um 19.00 Uhr sind sämtliche Kinder am Berg. Die Kinder sehen die Muttergottes vom Birkenwald zum Mast herüberschweben. Die Kinder gehen zum Mast und begrüßen die Muttergottes. Zur Maria sagt die Muttergottes: "Wenn du, Antonie und Gretel mich berührt habt, dann geht zum Baum." Am Mast standen zwei Frauen, angeblich aus Nürnberg-Höchstadt und verhielten sich sehr aufreizend gegen die Erscheinung am Mast. Schlötzer musste die zwei Frauen energisch vom Platz verweisen. Sie gebrauchten die Worte Schwindel und Gauner. Maria, Antonie und Gretel gingen mit Schlötzer etwas weiter in Richtung zum Baum. Auf halbem Weg sahen die Kinder das Jesukind und drei Engel vor sich stehen. Gretel fragte das Jesukind: "Liebes Jesuskind, die Erzbischöfliche Kommission sagt: Wir sollen ihr folgen und nicht dir, du willst uns nur auf die Probe stellen, ob wir dem Erzbischof folgen." Gretel hörte die Antwort vom Jesukind: "Tut das, was meine liebe Mutter und ich euch sagen. Folget nur meiner Mutter und mir." Das Jesukind gab seinen besonderen Segen und fuhr mit den drei Engeln in den Himmel. Die übrigen Kinder am Mast begleiteten die Muttergottes zum Podium. Dort segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und fuhr ebenfalls dann in den Himmel auf. Herr Rathmann kam mit diesen Kindern vom Berg zu Schlötzer. Sämtliche Kinder gingen zum Podium. Unterwegs hörte Antonie die Stimme des Jesukind: "Du und Gretel, geht etwas weiter, die anderen Kinder sollen heimgehen." Gretel und Antonie gingen mit Schlötzer zum Baum. Unterwegs nach dort sahen die Kinder das Jesukind am Baum stehen. Es kam der Kelchengel und reichte beiden Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Nachdem der Kelchengel wieder verschwunden war, schwebte die Muttergottes herab zu den Kindern. Etwa drei bis fünf Minuten lang blieb die Muttergottes vor den Kindern. Gretel richtet an die Muttergottes dieselbe Frage wie an das Jesukind betreffs Kommission. Die Muttergottes sagte: "Mein süßes Kind hat es euch schon gesagt." Dann segnete die Muttergottes und schwebte wieder in den Himmel. Das Jesukind sagte: "Liebe Kinder, ich weiß, ihr müsst jetzt viel leiden. Habt ihr mich lieb? Spielt mit mir." Nach etwa einer viertel Stunde sagte das Jesukind zu den Kindern: "Berührt mich noch einmal." Dann segnete das Jesukind und fuhr in den Himmel auf und sagte: "Geht jetzt heim." Auf dem Heimweg sehen die beiden Kinder die Muttergottes von dem Himmel rausschauen, sie sagte: "Jetzt gebe ich euch meinen ganz besonderen Segen." Danach verschwand die Muttergottes wieder, die Kinder gingen heim.

Mittwoch, 18. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Gretel, Maria, Kuni und Erika gehen zum Berg. Hildegard und Antonie waren bereits am Podium und hatten die Muttergottes vom Altar am Mast zum Podium begleitet. Die ankommenden Kinder begrüßten die Muttergottes. Alle vier sahen sie. Irma und Betti kommen nun nach. Die Muttergottes segnete nach der Begrüßung der Kinder die Andachtsgegenstände und gab anschließend ihren besonderen Segen. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Gretel und du, geht mit Herrn Schmitt zum Baum. Dann segnete die Muttergottes noch einmal besonders das Volk. Zur Maria sagte die Muttergottes noch: "Geh auch du mit Antonie und Gretel zum Baum." Die Muttergottes segnete nochmals und fährt in den Himmel auf. Die drei Kinder gehen mit Schmitt zum Baum. Das Jesukind war schon da, als die Kinder ankamen. Sie begrüßten das Jesukind. Dieses bleibt längere Zeit bei den Kindern. Dann sagte es zur Gretel: "Geht mit mir zum Mast." Dort segnete das Jesuskind den Altar. Die Kinder sangen ein Lied. Danach sagte das Jesukind zur Gretel: "Berührt mich noch einmal. Ich gebe meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Als das Jesukind aufgefahren war, gingen die Kinder zum Podium. Dort knieten noch die übrigen Kinder. Es wurde eben die Litanei vom Allerheiligsten Altarsakrament vorgebetet. Gretel sah vom Anfang der Liturgie bis zum 'Sei uns gnädig' die Kreuzigungsgruppe am Himmel und fünf Engel mit Kelchen, die das Blut des gekreuzigten Heilandes auffingen. Hildegard, Antonie, Erika und Maria sahen die Muttergottes, wie sie aus dem Himmel sieht. Die Muttergottes segnete mehrmals und forderte durch Hildegard die Kinder auf heimzugehen. Die Muttergottes ging in den Himmel ein.

Donnerstag, 19. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind am Berg, einschließlich Hildegard. Die Kinder holen die Muttergottes am Mast ab. Kuni, Maria, Antonie, Hildegard und Gretel sehen die Muttergottes. Auf dem Weg zum Mast hört Antonie die Muttergottes sprechen: "Wenn du, Gretel und Maria mich berührt habt, geht mit Schlötzer zum Baum." Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Eure Eltern und die Herren dürfen mir auch die Hand geben." Zur Hildegard: "Jetzt will ich Herrn Schlötzer meinen besonderen Segen geben." Antonie, Maria und Gretel gehen gemeinsam mit Schlötzer zum Baum und zwar auf dem oberen Weg, nicht über das Grundstück von Müller. (Das Amtsgericht war heute am Erscheinungsplatz und hat durch einen Ausgleich zwischen der Klägerin und der Beklagten das Begehen des Fahrweges auf ihrem Grundstück vom Mast zum Apfelbaum verbieten lassen.) Am Baum begrüßten die Kinder das Jesukind. Es sagte: "Liebe Kinder, singt mir ein Lied vor." Das Jesukind segnete mehrmals. Die übrigen Kinder, die vom Mast die Muttergottes zum Podium begleiteten, die dort in den Himmel auffuhr, kamen mit Herrn Rathmann ebenfalls zum Baum hinzu. Das Jesukind segnete alle Kinder und fuhr darauf in den Himmel auf. Die Kinder gingen zum Berg. Unterwegs hörte Antonie die Stimme des Jesukind: "Du und Gretel, geht noch einmal zum Baum zurück." Dort sehen die beiden Kinder das Jesukind. Es sagte zur Gretel: "Geht zum Mast." Die Kinder gingen dort hin. Das Jesukind sagte: "Liebe Kinder, wollt ihr mit mir auf den Berg gehen?" Die Kinder sagten: "Liebes Jesuskind, wie du willst." Daraufhin schwebte das Jesukind in Richtung zum Berg. Die beiden Kinder begleiteten es. Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände segnen." Danach sagte das Jesukind zur Gretel: "Nehmt mich auf den Arm." Dabei sangen die Kinder das Lied: 'Still, still...' Anschließend gab das Jesukind seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel. Gretel sah am Himmel etwa zehn Minuten lang die Kreuzigungsgruppe. Die Muttergottes weint. Etwas später sah Hildegard die Muttergottes am Himmel, die sagte: "Kinder, betet, betet." Sie gab ihren besonderen Segen und verschwand wieder. Die Kinder gingen heim bis auf Gretel und Maria. Dann war Lichterprozession zur Grotte und wieder zurück. Nach Beendigung derselben knieten Gretel und Maria mit Schlötzer seitlich auf einer Wiese und beteten: 'Jesu, Jesu, komm zu mir...' Der Kelchengel kam nach einigen Minuten und reichte den beiden Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Danach hielt der Kelchengel, nach Angabe der beiden Kinder, den Kelch in der linken Hand und sagte: "Das liebe Jesuskind hat mir erlaubt, euch zu segnen." Der Engel hatte eine weiße Schleife um den Körper, die an der rechten Seite herunterhing. Als der Engel wieder in den Himmel auffuhr, sahen die beiden Kinder am Himmel die Muttergottes und das Jesukind, welche sagten: "Jetzt will ich euch meinen besonderen Segen geben." Gleichzeitig mit dem Jesukind segnete auch die Muttergottes. Dann sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, geht heim!"

Nachtrag: Bemerkenswert war, dass Gretel, während sie das Jesukind auf den Armen hatte, das segnete, ihre Hand in derselben Stellung behielt, sich nach rückwärts wandte und zu Schlötzer sagte: "Das Jesuskind segnet." Gretel ließ sich dabei nicht in ihrer Stellung mit dem Jesuskind auf den Armen irre machen.

Freitag, 20. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Neun Kinder gehen zum Berg. Beim Podium sehen sie schon die Muttergottes über dem Birkenwald. Auf dem Weg zum Mast sagte die Muttergottes zur Maria: "Wenn Gretel, Antonie, Erika und du mich begrüßt habt, dann geht zum Baum." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes. Zur Gretel sagte diese: "Die begleitenden Herren und eure Eltern dürfen mir auch die Hand geben." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Ich will die besonders segnen, die hier jetzt um den Altar knien." Dann sagte die Muttergottes weiter zur Hildegard: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg dorthin hören Gretel und Hildegard, obwohl sie durch zwei andere Kinder voneinander getrennt waren, die Muttergottes sprechen: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Am Podium gibt die Muttergottes ihren besonderen Segen. Dann segnete sie die Andachtsgegenstände und dann gab sie ihren besonderen Krankensegen. Zur Maria sagte die Muttergottes: "Ich will jetzt noch einmal alle segnen und dann wieder in den Himmel auffahren." Nach der Auffahrt der Muttergottes gingen Antonie, Gretel, Erika und Maria mit Schmitt zum Baum. Dort begrüßten sie das Jesukind. Die Kinder beten nach der Begrüßung den Herz-Jesu und Herz-Mariä Rosenkranz. Während des Gebetes sagte das Jesukind zur Maria: "Wenn ihr noch braver werdet, dürft ihr noch Schöneres sehen." Dann sagte das Jesukind weiter zur Maria: "Tut noch mehr Buße und betet noch mehr, besonders für die Bekehrung der Sünder und für die Ungläubigen." Dann sagte das Jesukind weiter zur Maria: "Am liebsten möchte ich euch heute schon in den Himmel nehmen. Ihr müsst noch viel leiden." Die Kinder beten: 'Jesu, Jesu, komm zu mir...' Während dieses Gebetes stand der Kelchengel vor ihnen und reichte den Kindern mit den Eltern und Schmitt die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Danach sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, geht mit mir zum Mast." Dort sagte das Jesukind: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg dorthin sagte das Jesukind zur Maria: "Am Podium dürft ihr mich auf den Arm nehmen." Auf dem Weg zum Berg sangen die Kinder zu Ehren des Jesukind das Lied: 'Liebes Jesulein...' Am Podium kamen die vier Kinder an und nahmen nacheinander das Jesuskind auf den Arm und sangen das Lied: 'Still, still...' Danach weihte das Jesukind nach Aussage der Gretel die Andachtsgegenstände. Dann gab es den Krankensegen und dann den besonderen Segen. Zur Maria sagt das Jesukind: "Begleitet mich zum Mast." Auf dem Weg zum Mast sagte das Jesukind zur Maria: "Ich will jetzt die Herren segnen." Und zur Gretel sagte das Jesukind: "Ich segne jetzt eure Eltern." Am Mast segnet das Jesuskind noch einmal und fährt gleich in den Himmel auf. Während der Auffahrt sagte das Jesukind zur Gretel: "Liebe Kinder, geht heim." Die Kinder gingen heim.

Samstag, 21. Oktober 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Gretel, Kuni, Maria, Erika, Betti, Irma und Antonie gehen zum Berg. Nachdem sie kurz vor dem Podium knieten, sahen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Die Kinder begrüßten die Muttergottes. Während der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Antonie: "Gretel und du, geht dann mit Schmitt zum Baum!" Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Die begleitenden Herren dürfen mir auch die Hand geben." Es waren dies Dr. Fuchs, Rathmann und Schmitt. Zur Gretel sagte die Muttergottes danach: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg zum Berg sagte die Muttergottes wiederum zur Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Am Podium angekommen sagte die Muttergottes dann zur Gretel: "Ich will jetzt die Andachtsgegenstände segnen." Danach gab die Muttergottes ihren Krankensegen, dann ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Gretel und Antonie gingen mit Schmitt zum Baum. Während die Kinder dort beteten, kam das Jesukind zu ihnen. Sie begrüßen das Jesukind. Das Jesukind segnete mehrmals. Plötzlich stand vor den Kindern der Kelchengel. Das Jesukind blieb, nachdem die Kinder die heilige Kommunion empfangen hatten, noch einige Minuten bei den Kindern. Dann sagte es zur Gretel: "Ich will euch jetzt meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Nach der Auffahrt kamen vier Engel. Jeder hatte ein anderes Kleid an. Der Engel der Antonie war weiß, der der Gretel rosa, der von Schmitt blau und der vom Kind Christine des Herrn Schmitt gelblich. Die Engel blieben nur kurze Zeit bei den Kindern und fuhren dann wieder in den Himmel auf. Als sie in den Himmel eingingen, sah das Jesukind heraus, segnete und sagte zur Gretel: "Geht jetzt heim."

Samstag, 21. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sieben Kinder gehen auf den Berg. Antonie und Frau Waha waren bereits am Podium und die Muttergottes war bei ihnen. Beide holten die Muttergottes am Lichtmast ab, nachdem sie vom Birkenwald herübergeschwebt war. Die ankommenden sieben Kinder begrüßten die Muttergottes. Außer Betti und Irma sahen alle die Muttergottes. Während der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Antonie: "Wenn Gretel, Maria und du mich berührt habet, dann geht mit Schmitt zum Baum." Auch Maria hörte dies von der Muttergottes. Diese gab ihren Krankensegen und segnete die Andachtsgegenstände. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Auch die Herren und eure Eltern dürfen mich begrüßen." Die Muttergottes wünschte auch, dass der Herr Pfarrer, der bei den Herren stand, ihr die Hand gebe. (Pfarrer Nussbaum aus Steinhausen, Kanton Zug, Schweiz.) Nach der Begrüßung gingen Marie, Antonie und Gretel mit Schmitt zum Baum. Als die Kinder zum Baum abbogen, sahen sie auf der Himmelswiese beim Zwetschgenbaum das Jesukind. Die Kinder liefen eilends auf das Jesukind zu und begrüßten es dort. Zur Antonie sagte es: "Geht auf die Wiese, holt Blumen und schmückt mich damit." Die Kinder schauten sich um und sahen drei Engel, die Blumen pflückten. Die Eltern von zwei Kindern kamen herbei und die Kinder baten diese und Schmitt, beim Jesukind zu bleiben, damit sie zu den Engeln gehen können, Blumen zu holen. Die Engel machten aus Blumen ein Herz mit einem Schwert darin. Antonie nahm dieses Herz zu sich. Gretel nahm einen Kranz, den die Engel gebunden hatten, und Maria nahm einen Blumenteppich. Die drei Kinder trugen diese Blumen zum Jesuskind. Maria legt zuerst ihren Teppich nieder und Antonie legte darauf das Blumenherz. Gretel setzte den Kranz dem Jesuskind auf das Haupt. Die drei Kinder schauten sich wieder um und sahen die Engel immer noch im Himmelsgarten. Sie liefen auf sie zu und sahen, wie die drei Engel einen großen Kranz banden. Der Kranz war so groß und schwer, dass die drei Kinder daran zu tragen hatten. Er hatte einen Durchmesser von etwa 1,20 Metern. Die Kinder trugen den Kranz zum Jesuskind hin. Auf halbem Weg blieben sie erstaunt stehen, denn der Kranz entschwebte ihrer Hand und schwebte zum Jesuskind hin. Über dem Jesuskind blieb er schweben. Die Kinder gingen zum Jesuskind hin und sagten: "Auf dem Kranz brennen vier Kerzen." Das Jesuskind steht mitten darunter. Abermals gingen die Kinder zur Wiese und sehen dort sieben Engel, die Rosen in den Händen hatten. Die Kinder langten in die Rosenkelche mit ihren Fingern und kosteten davon. Die Engel forderten die Kinder auf, auch eine Rose zu nehmen, die auf dem Tisch des Himmelsgartens lagen, und kosteten davon. Sie sagten: "Es ist so braun wie Honig und schmeckt so ähnlich." Antonie sah etwa 15 Meter gegen Süden noch andere sieben Engel, die Kelche in der Hand hatten. Die drei Kinder liefen dorthin und die Engel gaben ihnen die Kelche. Es war Wein darin. Die Kelche waren klein und etwa 8 bis 10 cm hoch. Als die Kinder getrunken hatten, sahen Maria und Antonie 20 Meter gegen Norden wiederum sieben Engel, die unter einem Baum standen, der auf einem Tisch stand. Er sah aus wie ein Christbaum. Die Kinder assen Gebäck von diesem Baum herunter. Etwa zehn Meter gegen Westen sah Antonie wieder andere sieben Engel, die um einen Tisch herumstanden, auf dem Kerzen brannten. Die Kerzen waren in einer gewissen Höhe von einem Kranz umgeben. Die Kinder assen davon. Antonie sagte: "Mir schmeckt das nicht." Danach forderten die Englein die Kinder auf, mit ihnen eine Lichterprozession zu halten. Die Engel gingen voraus und die Kinder gingen zum Jesuskind hin. Am Baum angekommen, war das Jesuskind immer noch bei den Eltern der zwei Kinder. Es sagte zu den drei Kinder: "Berührt noch einmal alles an mir. Ich will euch meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Die Kinder baten das Jesuskind, es möge doch mit ihnen zum Berg gehen, denn viele Leute sind da, die so gerne seinen Segen hätten. Das Jesuskind willfahrte ihrer Bitte und schwebte über die Wiese zum Berg hin. Auf halbem Weg blieb es stehen und wartete, bis die Kinder nachkamen. Es sagte zur Antonie: "Wenn ihr in die Nähe der Leute kommt, dann singt mir zu Ehren ein Lied." Maria und Antonie sagten: "Das Jesuskind steht auf dem Herzen, das auf dem Teppich liegt, welchen wir vorhin zu ihm ausbreiteten." Gretel fügte hinzu: "Das Jesuskind trägt ihren Kranz." Die Kinder singen zum Podium gehend das Lied: 'Liebes Jesulein, ich habe dich so lieb...' Am Podium durften sie das Jesuskind auf ihren Arm nehmen und sangen nochmals dasselbe Lied. Das Jesuskind segnete danach die Andachtsgegenstände, gab seinen Krankensegen und segnete besonders das ganze Volk. Zur Maria sagte das Jesuskind: "Ich will jetzt die besonders segnen, die heute Nacht durchbeten und auch die, die nicht durchbeten können." Danach fuhr es in den Himmel auf. Antonie hörte eine Stimme: "Wenn ihr wollt, dann geht noch einmal zum Baum." Auf dem Weg dorthin kamen drei Englein und neckten die Kinder. Die Kinder gingen zum Baum. Maria sagte: "Jetzt geh ich aber fort, man kann es nicht aushalten, wie es einem gemacht wird." Maria bat darauf die Englein: "Liebe Englein, wenn ihr es seid, treibt es nicht zu toll." Darauf hörte sie eine Stimme: "Wir wollen es nicht mehr so oft tun." Nach etwa fünf bis zehn Minuten sehen die Kinder, wie die Englein zum Altar am Mast schwebten. Gretel hörte ein Englein sagen: "Kommt zu uns." Die Kinder gingen zum Mast, sehen aber dort die Englein nicht mehr, sondern das Jesuskind stand vor ihnen. Die Kinder freuten sich, dass das Jesuskind noch einmal zu ihnen kam. Es segnete die Kinder und fuhr dann in den Himmel auf. Zur Gretel sagte das Jesuskind: "Geht jetzt heim."

Sonntag, 22. Oktober 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Sämtliche Kinder mit Rosl und Hildegard sind am Berg. Ein Teil der Kinder sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie holen die Muttergottes am Mast ab. Nach der Begrüßung hört Antonie die Muttergottes sagen: "Du, Gretel und Maria, geht zur Himmelswiese." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Geht zum Berg." Sämtliche Kinder begleiten die Muttergottes zum Podium. Dort segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab den Kranken- und besonderen Segen. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, berührt mich noch einmal, dann fahre ich in den Himmel auf." Dies geschah. Schlötzer, Dr. Heil, Gretel, Antonie und Maria gehen zur Himmelswiese. Dort sahen die Kinder den Rosenbusch mit Eingang zu einer Höhle wie am vergangenen Sonntag, 15. Oktober 1950. In der Höhle selbst sahen die Kinder das Jesuskind. Nach etwa fünf Minuten war der Höhlengang wieder verschwunden. Das Jesuskind schwebte zum Birnbaum. Die übrigen Kinder vom Berg kamen hinzu. Das Jesuskind segnete noch einmal und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim. Unterwegs sah Erika das Herz-Jesu. Es sagte zur Erika: "Du, Antonie, Gretel und Maria, bleibt noch hier." Nur Erika sah das heiligste Herz-Jesu. Kurz darauf sah auch Erika diese Erscheinung nicht mehr. Es kam der Kelchengel und gab den Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Das Jesuskind war plötzlich wieder bei den Kindern. Nach etwa 15 Minuten gab das Jesuskind den Kindern seinen Segen und fuhr in den Himmel auf.

Sonntag, 22. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind am Berg einschließlich Rosl und Hildegard. Antonie war schon vor dem Podium und sah die Muttergottes über den Birken. Die Kinder sahen die Muttergottes über den Birken und holten sie am Mast ab. Dort segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und sagte zur Antonie: "Du und Gretel, geht auf die Himmelswiese." Nach der Begrüßung der Muttergottes geht Schlötzer mit den beiden Kindern zur Wiese. Dort sehen die Kinder das Jesuskind mit sechs Engeln. Nach einiger Zeit reichte das Jesuskind den Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten selbst. Das Jesuskind hielt sich bei den Kindern etwa eine Viertelstunde auf. Dann segnete das Jesuskind und fuhr in den Himmel auf. Es sagte: "Geht jetzt heim!"

Nachtrag: Nach Schilderungen der Kinder schwebte das Jesuskind ihnen voraus. Sie wurden vom Jesuskind in verschiedene Räume geführt. Darinnen spielten und musizierten Engel, diese Vision dauerte etwa eine halbe Stunde. Die Kinder sagten erstaunt: "Jetzt sind wir wieder auf der Wiese."

Montag, 23. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder außer Waltraud und Rosl gehen zum Berg. Am Podium sahen außer Kuni, Betti und Irma alle übrigen Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast sagte die Muttergottes zur Antonie: "Gretel und du, geht nach der Begrüßung auf die Himmelswiese." Während der Begrüßung am Mast sagte die Muttergottes zur Frau Waha: "Kuni wird nicht geprüft aus Bosheit, sondern um ihre Liebe und Sehnsucht immermehr zu steigern." Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Ich will jetzt die Geistlichkeit ganz besonders segnen." Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Auch die Herren und eure Eltern dürfen mir die Hand geben." Auf dem Weg zum Berg sagt die Muttergottes wiederum zur Gretel: "Es sind viele Spötter da. Seid recht andächtig." Zur Hildegard sagt die Muttergottes auf dem Weg zum Berg: "Liebe Kinder, sagt nichts, wenn ihr ausgefragt werdet. Singt mir zu Ehren ein Lied." Kurz vor dem Podium sagt die Muttergottes zur Gretel: "Ich werde am Podium das kranke Kind besonders segnen." Am Podium angekommen, segnete die Muttergottes das Kind, dann die Andachtsgegenstände, gab ihren Krankensegen für alle. Zur Erika und Hildegard sagte die Muttergottes: "Berührt alles an mir." Danach gab die Muttergottes ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Während der Begrüßung der Muttergottes gingen Antonie und Gretel mit Schmitt zum Baum. Am Baum wartet bereits das Jesuskind auf die Kinder. Die Kinder begrüßten das Jesuskind. Die anderen Kinder kommen vom Berg her zum Baum. Auch diese durften dem Jesukind die Hand geben. Sie sahen aber das Jesuskind nicht. Nach der Begrüßung schwebte das Jesuskind zur Himmelswiese. Gretel und Antonie folgten Schmitt dorthin. Die anderen Kinder blieben am Baum und beteten den Rosenkranz zum süßen Herzen Jesu und Mariä. Am oberen Rand der Himmelswiese blieb das Jesuskind stehen und Gretel und Antonie knieten sich um das Jesuskind herum. Die andern Kinder suchten nach dem Rosenkranz die beiden Kinder, fanden sie aber nicht, und gingen danach zum Podium zurück. Die beiden Kinder blieben etwa zehn Minuten noch knien. Da sagte das Jesuskind: "Geht mit mir zum Baum." Das Jesuskind schwebte voraus. Am Podium gaben die Kinder dem Jesuskind noch einmal die Hand. Sie berührten alles und das Jesuskind fährt in den Himmel auf.

Nachtrag: Als die Kinder mit ihren Eltern zum Baum kamen und das Jesuskind begrüßt hatten, kam der Kelchengel und gab den Kindern und den Eltern die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Gretel, Antonie und Schmitt erhielten die Kommunion auf der Himmelswiese.

Dienstag, 24. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Hildegard, Gretel, Kuni, Betti und Irma gehen mit Schlötzer zum Berg. Antonie, Maria und Erika waren schon vorher am Berg. Die drei letztgenannten Kinder sehen die Muttergottes über dem Birkenwald und holten sie am Mast ab. Die Kinder sagten aus, dass die Muttergottes vom Birkenwald herüber zum Mast schwebte. Dann wartete die Muttergottes auf die Kinder. Erst dann gingen die drei Kinder zum Mast. Hildegard, Gretel und Kuni sahen die Muttergottes vom Berg aus am Mast ganz in weiß stehen wie im Oktober 1949. Bevor die Kinder vom Berg mit den übrigen drei am Mast in Berührung kamen, fragte Schlötzer die Kinder am Mast, wie sie die Muttergottes sahen. Alle drei Kinder sagen einstimmig aus, so, wie die am Berg: Die Muttergottes sei ganz weiß, so wie im Oktober 1949. Am Mast segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände. Zur Antonie sagte sie: "Du und Gretel, geht zur Himmelswiese." Die übrigen Kinder begleiteten die Muttergottes zum Berg. Dort gab die Muttergottes ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Schlötzer ging mit Gretel und Antonie zur Himmelswiese. Zur Hildegard sprach die Muttergottes bei ihrer Auffahrt. Dort erhielten diese Kinder die mystische Kommunion in beiden Gestalten. Auf der Himmelswiese kamen das Jesuskind und der Kelchengel. Letzterer reichte den beiden Kindern und Schlötzer die mystische Kommunion. Nach Aussage der zwei Kinder befanden sich diese in einem Raum, der etwa fünfzehn mal zehn Meter sein musste und wie Gold glänzte. Die Muttergottes kam hinzu, nahm das Jesuskind auf den Arm und sprach: "Jetzt will ich euch meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel auffahren." Die Muttergottes segnete und gleichzeitig auch das Jesukind. Darauf schwebten beide zum Himmel. Die Muttergottes winkte noch den Kindern zu. Auf dem Heimweg begegnete den Kindern bei der Kapelle auf dem Berg ein etwa 25-jähriger Mann mit seiner Mutter aus Schongau. Von Mitleid gerührt gingen die beiden Kinder mit Schlötzer und dem blinden Mann etwas seitwärts, um zu beten. Nach kurzer Zeit sahen die Kinder die Muttergottes vom Birkenwald herüberschweben. Die Muttergottes sagte zur Gretel: "Diesem kranken Mann will ich meinen besonderen Segen geben." Der blinde Mann durfte der Muttergottes auch die Hand geben. Danach schwebte die Muttergottes in den Himmel hinauf und segnete nochmals.

Mittwoch, 25. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Acht Kinder gehen zum Berg. Beim Podium sehen die Kinder schon die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Dort begrüßen die Kinder die Muttergottes. Zur Gretel sagt sie: "Auch die Herren und eure Eltern dürfen mir die Hand geben." Danach sagte die Muttergottes zur Gretel: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg zum Berg sagte die Muttergottes zur Erika: "Antonie, Maria und du, geht mit Schmitt zum Baum. Herr Schmitt soll es jetzt schon den Kindern sagen, damit oben beim Podium kein Tumult entsteht." Durch Gretel lässt die Muttergottes die Kinder fragen: "Habt ihr eure Kreuze bei euch und tragt ihr den Bußgürtel?" Die Kinder bejahten es. Dann sagt die Muttergottes zur Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Beim Podium angekommen, segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gibt ihren Krankensegen und anschließend ihren besonderen Segen. Danach fuhr sie in den Himmel auf. Antonie, Gretel, Maria und Erika gehen mit Schmitt zur Himmelswiese. Die Kinder sehen von ferne schon das Jesuskind, das den Kindern vorausschwebt auf einem Rübenacker. Dort blieb es stehen und die Kinder knieten sich um das Jesuskind herum. Sie sangen leise das Lied: 'Liebes Jesulein...' Danach erzählten sie dem Jesuskind von der Anbetung und von der heute Abend stattfindenden Prozession. Das Jesuskind segnete die Kinder mehrmals und sagte: "Kommt morgen wieder." Das Jesuskind gab nochmals seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen zum Podium zurück. Auf dem Weg dorthin kam der Kelchengel und reichte ihnen die Kommunion in beiden Gestalten. Gretel sah, nachdem der Kelchengel aufgefahren war, die Muttergottes aus dem Himmel herausschauen. Sie sagte: "Ich will euch jetzt ganz besonders segnen, damit ihr durchhaltet." Danach verschwand die Erscheinung und die Kinder gingen heim.

Donnerstag, 26. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Neun Kinder gehen zum Berg. Nach kurzem knien vor dem Podium sahen sie die Muttergottes vor dem Birkenwald. Diese forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast sagt Hildegard: "Der gekreuzigte Heiland ist über dem Birkenwald." Die Muttergottes kommt langsam herübergeschwebt, während der Heiland bleibt. Frau Waha, die einige Meter hinter der Hildegard ging, sah ebenfalls den Heiland am Kreuz über dem Birkenwald. Zur Hildegard sagte der Heiland: "Liebe Kinder, betet fest. Wenn ihr fest betet, wird sich noch Vieles ereignen." Schmitt ließ durch Hildegard fragen, ob Böses oder Gutes sich ereignen wird. Der Heiland antwortete darauf: "Das werdet ihr schon sehen." Er sagt weiter zur Hildegard: "Liebe Kinder, ihr müsst noch viel leiden." Während der Begrüßung der Muttergottes am Mast sahen Hildegard und Frau Waha, dass der Heiland am Kreuz weint. Hildegard bat den Heiland, er möge doch herüberkommen. Darauf sagte der Heiland: "Ich bleibe nur kurze Zeit über dem Wald." Während der Begrüßung der Muttergottes durch die Eltern und die begleitenden Herren verschwand der Heiland über dem Wald. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Geht zum Berg." Auf dem Weg zum Berg sagt die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, tragt ihr euer Kreuz immer bei euch? Euren Bußgürtel und das Laub?" Weiter fragt die Muttergottes durch Gretel: "Habt ihr mich lieb? Liebt ihr mein süßes Kind?" Die Kinder bejahten diese Frage. Danach sagte die Muttergottes zur Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Am Podium angekommen, segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gab ihren Krankensegen, segnete die Leute, die aus Österreich/Vorarlberg kamen, und gab allen, die auf dem Berg waren, ihren besonderen Segen. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Gretel, Antonie, Maria und du, geht zum Baum." Erika bat die Muttergottes, ob auch Irma mitgehen darf. Die Muttergottes bejahte es. Am Baum kam der Kelchengel und reichte den Kindern sowie Schmitt und zwei Müttern der Kinder die mystische Kommunion. Danach verschwand der Kelchengel wieder. Die Kinder beteten dann den Rosenkranz zum süßen Herzen-Jesu und Mariä. Während dieses Gebetes stand plötzlich das Jesuskind vor den Kindern am Altar des Baumes. Die Kinder begrüßten es. Danach schwebte das Jesuskind auf die Himmelswiese. Die Kinder folgten.

Als sie zum Jesuskind kamen, sahen sie um das Jesuskind auch sechs Engel herumknien. Das Jesuskind sagte zu den Kindern: (Irma sah das Jesuskind nicht) "Ihr dürft mit den Englein etwas spielen, während ich euch zuschaue." Frau Waha kommt vom Berg her direkt auf die Kinder zu, denn sie sah das Jesuskind schon von ferne bei den Kindern stehen. Die Kinder spielten mit den Englein, während Frau Waha und Schmitt mit zwei Müttern beim Jesuskind blieben und beteten. Die Kinder hielten auch mit den Engeln eine Lichterprozession. Engel begleiteten sie. Die anderen vier Kinder kamen vom Berg auf die Himmelswiese. Die Kinder baten das Jesuskind, es möge doch mit ihnen zum Berg gehen. Das Jesukind willfahrte ihrer Bitte und schwebte zum Berg hin. Die Kinder folgten. Am Podium segnete das Jesuskind die Andachtsgegenstände, die bei der Prozession dabei waren. Dann sagte das Jesuskind zu den Kindern: "Berührt mich noch einmal, dann will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel auffahren." Es geschah so. Die Kinder blieben weiter am Podium und sangen mit dem Volk das Lied: 'Segne du, Maria...' Während dieses Liedes sah Hildegard neuerdings den Heiland über dem Birkenwald am Kreuz hängend, diesmal waren auch fünf Engel dabei. Das versammelte Volk sang das Lied: 'Sei gegrüßet, sei geküsset...' und beteten die fünf Wunden. Der Heiland segnete vom Kreuz aus und verschwand wieder während des Gebetes. Bei der Litanei zum Leiden Christi sah Gretel über dem Birkenwald einen großen Engel mit einem Kelch in der Hand und eine große Hostie darüber. Der Engel verschwand kurze Zeit und drei Engel kamen an seine Stelle. Der mittlere Engel war in Lebensgröße und die anderen zwei so groß wie Gretel selber. Die drei Engel waren weiß gekleidet. Der große Engel hatte außerdem noch einen Gürtel um. Diese drei Engel schwebten vom Birkenwald zum Podium herüber. Diese drei Engel hatten ein Spruchband in der Hand und auf dem Spruchband des großen Engels stand: 'Gloria in excelsis Deo.' Auf dem Spruchband des rechten Engels stand: 'Liebet das Jesuskind.' Auf dem Spruchband des linken Engels stand: 'Liebet die Muttergottes.' Zu diesen drei Engeln kamen vom Himmel noch dreizehn andere herabgeschwebt. Die Engel sangen das Lied: 'Liebes Jesulein, ich hab dich so lieb.' Während des Liedes kamen noch sechs Engel mit Musikinstrumenten. Die Engel spielten und sangen einige Minuten. Dann schwebten die Engel zum Himmel empor. Die Muttergottes schaute danach aus dem Himmel und segnete das ganze Volk besonders. Die Kinder forderte sie auf, heimzugehen. Die Muttergottes ging in den Himmel ein.

Freitag, 27. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind am Berg. Die Kinder sahen die Muttergottes über den Birken weiß, wie im Oktober 1949. Die Muttergottes schwebte nach Aussage der Kinder herüber zum Mast, wo die Kinder sie abholten. Die Kinder begrüßten die Muttergottes, ebenfalls die Eltern und die Begleitherren dürfen der Muttergottes die Hand geben. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Du und Gretel, geht dorthin, wo ich gestern war." Sämtliche Kinder begleiten die Muttergottes zum Podium. Dort segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gab den Kranken- und besonderen Segen und fuhr anschließend in den Himmel auf. Gretel, Antonie gehen mit Schlötzer zur Himmelswiese. Die Kinder sahen dort sechs Engelchen und das Jesuskind. Auch die übrigen Kinder vom Podium kamen hinzu. Zur Gretel sagte das Jesuskind: "Wir gehen zum Berg." Kurz darauf sagte das Jesuskind: "Ich gehe deshalb mit euch auf den Berg, weil meine liebe Mutter nicht lange da war." Die Kinder begleiten das Jesuskind auf den Berg. Das Jesuskind segnete ebenfalls die Andachtsgegenstände, gab den Krankensegen und den besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Gretel und Frau Waha sahen am Himmel den gekreuzigten Heiland mit der Muttergottes und dem Johannes und einigen Engeln. Gretel hörte den Heiland sprechen: "Liebe Kinder, betet, betet, betet." Die Leute beten die heiligen fünf Wunden. Der Heiland sagte zur Gretel: "Das Gebet hat mich sehr gefreut." Nach Angabe der Gretel löste sich eine Hand vom Kreuz los. Der Heiland segnete und verschwand. Diese Vision dauerte etwa 10 bis 15 Minuten. Ein Teil der Kinder ging nun heim, während Gretel, Maria, Kuni und Antonie noch einmal verlangten, auf die Himmelswiese mit Schlötzer zu gehen. Schon von der Kapelle aus sahen die Kinder das Jesuskind und sechs Engel. Die Kinder spielten mit den Engeln. Sie verschwanden immer wieder und riefen: "Liebe Kinder, sucht uns." Die Kinder sahen eine Grotte. Die Muttergottes stand darinnen und sagte zur Erika: "Liebe Kinder, nützt die Zeit, ich komme nicht mehr lange." Erika fragte: "Kommst du denn überhaupt nicht mehr?" Die Muttergottes sagte: "Dazwischen werde ich noch kommen." Die Muttergottes segnete und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim.

Samstag, 28. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder mit Hildegard, außer Gretel, die vom Vater aus nicht mitgehen durfte, sind am Berg. Die Kinder mit Ausnahme von Betti und Irmgard sehen alle die Muttergottes über den Birken, weiß wie 1949. Die Kinder holen die Muttergottes am Mast ab. Unterwegs sah Hildegard den gekreuzigten Heiland am Himmel. Am Mast angekommen, begrüßten die Kinder die Muttergottes. Sie segnete die Andachtsgegenstände. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, ich habe euch doch so sehr lieb. Ihr wisst doch, dass euch mein lieber Sohn gesagt hat, dass ich nicht mehr lange kommen werde. Liebe Kinder, ihr müsst viel beten, der Kampf wird sehr schwer, aber ich werde euch beschützen. Ich gebe jetzt Herrn Pfarrer Gailer meinen besonderen Segen." Zur Maria sagte die Muttergottes: "Du, Betti und Antonie, geht zur Himmelswiese." Schlötzer ging mit den drei Kindern zur Wiese. Dort stand das Jesukind mit fünf Engeln und wartete auf die Kinder. Das Jesuskind gab Gretel, die nicht dabei war, den besonderen Segen. Die übrigen Kinder begleiteten die Muttergottes vom Mast zum Berg. Am Berg segnet die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gab heute ihren ganz besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder vom Berg gingen ebenfalls zur Himmelswiese. Das Jesuskind sagte zur Antonie: "Liebe Kinder, wir gehen zum Berg." Dort segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände, gab den Kranken- und besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Als das Jesukind nach oben schwebte, sagte es: "Jetzt komme ich zur Gretel mit einem Engel. Liebe Kinder, geht heim." Die Kinder gingen anschließend heim. Hildegard sah die Muttergottes vom Himmel aus einige Minuten. Die Muttergottes segnete zweimal und verschwand wieder.

Sonntag, 29. Oktober 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Alle Kinder, außer Antonie und Rosl, gehen gemeinsam zum Berg. Kurz darauf sahen sie vor dem Podium die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Kinder hohen sie ab. Auf dem Weg zum Mast sahen die Kinder, wie die Muttergottes beim Herniederschweben sehr oft segnete. Am Mast fragte Erika die Muttergottes, ob sie um fünf Uhr kommen sollen. Die Muttergottes antwortet: "Wenn ihr wollt, könnt ihr kommen." Nach der Begrüßung der Muttergottes ging diese mit ihnen zum Berg. Auf dem Weg dorthin forderte die Muttergottes durch Gretel die Kinder auf, ihr zu Ehren ein Lied zu singen. Am Podium sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich will jetzt die Andachtsgegenstände segnen." Anschließend hören Hildegard und Maria, wie die Muttergottes sagt: "Jetzt gebe ich meinen Krankensegen." Zur Maria sagte danach die Muttergottes: "Berührt alles noch einmal an mir." Durch Erika ließ die Muttergottes sagen: "Auch die Begleitherren dürfen mir die Hand geben." Dann sagte die Muttergottes zur Erika: "Ich will alle Gläubigen hier auf dem Berg heute segnen." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Jetzt will ich besonders die Geistlichkeit segnen." Danach segnete die Muttergottes das ganze Volk und fuhr in den Himmel auf. Erika hört die Muttergottes bei der Auffahrt sagen: "Liebe Kinder, geht heim!"

Sonntag, 29. Oktober 1950, nachmittags um 17.00 Uhr gehen sieben Kinder zum Berg. Nachdem die Kinder kurz vor dem Podium knieten, sahen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Frau Waha, die schon lange dort kniete, sah die Muttergottes schon lange vorher über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auf dem Weg zum Mast sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Es freut mich, dass ihr ohne Befehl zu mir auf den Berg kommt. Ihr habt mir eine große Freude gemacht." Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes, die zur Hildegard sagte: "Die Leute möchten besser beten." (Es war ein Durcheinander beim Beten.) Kuni, Gretel und Maria sahen die Muttergottes am Mast nicht. Nach der Begrüßung ging die Muttergottes mit den Kindern zum Berg. Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Der Ordner (Ott) darf mir auch die Hand geben." Am Podium segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab ihren Krankensegen. Gretel und Maria sehen die Muttergottes am Podium. Zur Gretel sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, bleibt mir treu!" Dann sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Es freut mich, dass sich so viele für mich einsetzen." Dann sagte sie weiter zur Hildegard: "Stellt keine Frage mehr an mich von den Leuten. Nur was euch bedrückt. Die Herren dürfen mir auch die Hand geben." Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Wenn ihr mich berührt habt, dann begleitet mich zum Mast." Auf dem Weg dorthin sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Liebe Kinder, schreibt euch manches auf. Ihr braucht es einmal für eure Akten." Auf dem Weg zum Mast segnete die Muttergottes besonders die Eltern der Kinder. Zur Gretel sagt sie: "Singt meinem süßen Kind zu Ehren ein Lied." Am Mast sieht Frau Waha auch das Jesukind. Die Muttergottes sagt zur Hildegard: "Ich gebe euch jetzt meinen besonderen Segen, dann fahre ich in den Himmel auf." Frau Waha sah mit der Muttergottes auch das Jesukind in den Himmel auffahren.

Sonntag, 29. Oktober 1950, abends 19.00 Uhr. Neun Kinder gehen gemeinsam zum Berg. Am Podium sehen die Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Zur Erika sagte die Muttergottes, als die Kinder zum Mast gingen: "Wenn Gretel, Kuni, Maria und du mich berührt habt, dann geht mit Schmitt auf die Himmelswiese." Maria hörte dasselbe von der Muttergottes. Nach der Begrüßung gehen die vier Kinder mit Schmitt zum Baum. Auf dem Weg zum Berg sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Gegrüßt seist du, Maria...' Oben am Berg sagt die Muttergottes: "Mich erfreut das Gebet der Leute." Danach segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab ihren Krankensegen. Die Kinder mussten noch ein Lied singen. Während des Gesangs gaben sie ihr noch einmal die Hand und berührten sie. Danach sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Begleitet mich zum Mast." Am Mast segnete die Muttergottes die dort Anwesenden nach links und rechts. Dann schwebte sie in den Himmel hinauf. Während die Muttergottes auf den Berg und wieder zum Mast zurückging, gingen Gretel, Kuni, Maria und Erika mit Schmitt auf die Himmelswiese. Die Kinder sahen zuerst das Jesukind dort nicht. Sie sprachen zu einander: "Sollen wir zum Bildstock gehen oder hier bleiben und beten?" Maria, die einige Schritte nachkam, sagte auf einmal: "Das Jesuskind geht ja schon mit uns." Die drei ersteren Kinder drehten sich um und sahen das Jesuskind nieder hinter sich schweben. Die Kinder begrüßten das Jesukind. Dieses schwebte daraufhin an das Südende der Himmelswiese und hernach zum Altar am Baum. Die Kinder folgten nach. Vom Baum aus schwebte das Jesukind auf den Acker, der zwischen Baum und Mast liegt. Mitten auf dem Acker blieb es stehen und die Kinder knieten sich um das Jesukind herum. Dieses fragte die Kinder: "Sollen meine lieben Englein auch zu euch kommen?" Die Kinder sagten: "Wie du willst, liebes Jesuskind." Erika und Maria sahen zuerst die Englein vor sich stehen. Auch Gretel und Kuni sahen gleich darauf ein Englein vor sich. Das Jesuskind sagte zu den Kindern: "Spielt mit meinen lieben Englein, ich bleibe bei Herrn Schmitt." Plötzlich stand vor den Kindern noch ein Engel. Erika fragte: "Zu wem gehörst denn du, liebes Englein?" Es antwortete: "Ich gehöre zur Antonie." Antonie ist auf dem Berg. Die Kinder baten das Englein, es möge doch zum Podium hinfliegen und die Antonie rufen. Die Kinder sahen darauf, wie dieses Englein zum Berg hinschwebte und bald wieder zurückkam. Ohne befragt zu werden, sagte das Englein: "Antonie hört nicht auf mich. Herr Schmitt möge doch Antonie herbeiholen." Antonie kam mit der Muttergottes vom Berg zum Mast. Nachdem die Muttergottes dort aufgefahren war, ging Antonie mit Schmitt zu den Kindern beim Jesukind. Antonie sah das Jesukind und auch ihren Engel. Die Kinder baten das Jesukind, es möge doch mit ihnen zum Berg gehen, da viele Leute von ferne gekommen sind. Das Jesuskind erfüllte ihre Bitte und schwebte zwischen den Kindern zum Berg. Frau Waha war mit ihrer Tochter Waltraud zum Jesukind auf den Acker gekommen. Sie sah nämlich das Jesukind, nachdem sie vom Mast weggegangen war, zwischen den Kindern auf dem Acker. Die Kinder waren nämlich 60 Meter vom Mast entfernt. Die Kinder sangen auf dem Weg vom Acker zum Berg: 'Schlaf wohl, du Himmelsknabe, du...' Am Podium sagte das Jesukind zur Maria: "Jedes Kind von euch darf mich auf seine Arme nehmen." Die Kinder taten dies und sangen: 'Still, still...' Danach segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände und gab den Krankensegen. Hernach sagt das Jesuskind zur Gretel: "Jetzt will ich das ganze Volk ganz besonders segnen." Die Kinder sahen das Jesuskind, wie es in einem großen Kreis herumschwebend über den Häuptern der Menge die Leute segnete. Die Kinder sahen dem Jesuskind nach und zeigten, wo das Jesukind eben segnet. Dies sagten Kuni, Gretel, Antonie, Erika und Frau Waha. Als das Jesukind wieder vor den Kindern stand, sagte es zu den Kindern: "Herr Schmitt soll die Leute fragen, ob sie mich und meine liebe Mutter lieben." Es geschah so. Die Leute riefen alle laut: "Ja." Darauf sagt das Jesukind: "Das freut mich aber sehr." Die betende Menge sang das Christkönigslied. Während der zweiten Strophe sagte das Jesukind zu Gretel: "Die Leute sollen mit euch das Lied singen: 'Liebes Jesulein...'" Nach dem Lied sagt das Jesukind zur Gretel: "Es freut mich, dass so viele mitgesungen haben." Dann sagte das Jesukind zur Maria, Gretel und Kuni: "Herr Schmitt soll den Leuten heute sagen, wie ihr mich seht." Die Kinder beschrieben das Jesuskind folgendermaßen: Um das Haar und die Stirne hat das Jesukind ein silbernes Bändlein mit einem goldenen Kreuzlein drauf. Es hat hellblondes Haar, ein blaues Kleid mit silbernen Sternlein darauf. Es ist barfüßig und auf den Füßen hat es einen blauen Rosenkranz. Das Jesukind sagte zu den Kindern: "Berührt mich noch einmal, dann gebe ich meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Bei der Auffahrt hört Maria das Jesukind sagen: "Winkt mir nach." Kuni hört danach eine Stimme: "Liebe Kinder, geht jetzt heim."

Montag, 30. Oktober 1950, 19.00 Uhr abends. Sämtliche Kinder einschließlich Rosl und Hildegard sind am Berg. Die Kinder sehen die Muttergottes außer Betti, Irma und Rosl. Die Muttergottes schwebt zum Mast herüber. Sie wird von den Kindern abgeholt. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Mein lieber Sohn wird eingreifen, wenn es Zeit ist." Nach der Begrüßung am Mast begleiten die Kinder die Muttergottes zum Berg. Auf dem Weg, zum Berg sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Ich werde der kranken Frau am Berg meinen besonderen Krankensegen geben." Am Berg segnete die Muttergottes mit dem Blick zum Auto hingewandt die kranke Frau. Dann sah Hildegard den Kelchengel kommen, der den Kindern und den Begleitherren die mystische Kommunion in beiden Gestalten reichte. Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Jetzt werde ich meinen besonderen Segen der Geistlichkeit geben, die für mich kämpfen." Darauf gab die Muttergottes dem betenden Volk ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel. Vor ihrer Auffahrt gab sie noch den Eltern der Kinder und den Begleitherren ihren besonderen Segen. Zur Erika sagte sie: "Du, Gretel, Antonie und Maria, geht dorthin, wo ihr gestern wart." Schlötzer ging mit den vier Kindern nach dort. Die Kinder sehen das Jesukind mit den vier Engeln auf der Wiese stehen. Kurz darauf kam der Kelchengel und reichte allen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Kurz darauf sagt das Jesukind: "Geht zum Mast." Die übrigen Kinder vom Berg kamen hinzu. Auf dem Weg zum Mast verschwand das Jesukind. Schlötzer ging nochmals mit den vier Kindern auf die Wiese zurück. Das Jesukind kam noch einmal zu den Kindern und blieb etwa zehn Minuten unter den Kindern. Anschließend begleiteten die Kinder das Jesukind zum Berg. Dort gab das Jesukind den Krankensegen und anschließend dem ganzen Volk den besonderen Segen. Die vier Kinder nahmen das Jesukind einzeln in den Arm und sangen: 'Schlaf wohl...' und das Lied: 'Still, still...' Danach gaben die Kinder dem Jesukind noch einmal die Hand. Es fuhr in den Himmel auf und segnete. Zur Maria sagt das Jesukind: "Liebe Kinder, geht heim."

Dienstag, 31. Oktober 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Alle zehn Kinder gehen zum Berg. Beim Podium sehen die Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Kinder holen sie beim Mast ab. Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Hildegard: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Zur Maria sagt die Muttergottes: "Gretel, Erika, Antonie und du, geht mit Schmitt zum Bäum, wenn ihr mich begrüßt habt." Maria bat die Muttergottes, sie möge ihnen erlauben, mit ihr zum Berg zu gehen. Die Kinder begrüßen am Mast die Muttergottes. Danach ging die Muttergottes mit den Kindern zum Berg. Auf dem Weg sangen die Kinder das Lied: 'Gegrüßt seist du, Maria...' Am Podium segnete und weihte die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab anschließend ihren Krankensegen. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Auch die Herren dürfen mir die Hand geben." Zur Maria,sagte die Muttergottes und am Mast zur Hildegard: "Ihr dürft mich am Podium umarmen." Die Kinder umarmten, nachdem die Begleitherren und die Eltern der Muttergottes die Hand gegeben hatten, die Muttergottes. Die Kinder sangen dabei ein Lied. Als Gretel, Antonie, Maria und Erika die Muttergottes umarmt hatten, gingen sie mit Schlötzer und Schmitt zum Baum. Die Muttergottes gab am Berg ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder sahen das Jesukind vom Weg aus auf der Himmelswiese stehen. Sie liefen eiligst darauf zu und begrüßten es. Das Jesukind segnete sehr oft und segnete anschließend jedes Kind, sowie Schlötzer und Schmitt einzeln. Danach kam der Kelchengel. Er sagte zu den Kindern: "Ihr dürft heute zweimal die heilige Kommunion empfangen." Dr. Heil kommt zu spät. Die Kinder baten das Jesukind, dass doch der Engel nochmals kommen möge. Das Jesukind willfahrte ihrer Bitte und Dr. Heil empfing die heilige Kommunion. Dann machte das Jesukind jedem Kind, sowie den drei Herren, ein Kreuzlein auf die Stirn. Zur Maria sagt das Jesukind danach: "Geht mit mir zum Berg. Dort dürft ihr mich auf die Arme nehmen." Zur Maria und Gretel sagt das Jesukind: "Wenn ihr zu den Leuten auf den Berg kommt, dann singt ein Lied." Auf dem Weg zum Berg baten die Kinder um den besonderen Segen für Pfarrer Gailer, für den Heiligen Vater und für den Herrn Erzbischof. Das Jesukind kam ihrer Bitte nach und segnete. Zur Erika sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, bleibt mir treu." Am Berg nahmen die Kinder das Jesukind auf den Arm und sangen: 'Still, still...' Danach sagt das Jesukind zur Gretel: "Gebt mir eure Hand. Und berührt noch einmal alles. Auch die Herren dürfen mir die Hand geben." Frau Waha sieht währenddessen die Muttergottes über dem Birkenwald und ebenfalls Antonie. Auf die Frage, wann die Muttergottes wiederkäme, hörte Frau Waha die Antwort: "Morgen." Das Jesukind gab seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Frau Waha und Antonie sahen auch die Muttergottes zugleich mit dem Jesukind auffahren. Zur Erika sagte das Jesukind: "Wenn ihr wollt, könnt ihr heimgehen."

Nachtrag: Um 23.00 Uhr nachts gingen Gretel, Maria und Kuni zum Berg. Als sie vor dem Mast beteten, kam die Muttergottes. Maria sagte: "Die Muttergottes war heute so schön wie noch nie bisher. Sie ist ganz in weiß gekleidet und goldene Strahlen gehen von ihr aus." Die Muttergottes ging mit den Kindern zum Berg. Gab mehrmals ihren Segen, dann ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder blieben weiterhin bis 1.00 Uhr nachts auf dem Berg. Am 31. Oktober waren etwa 1.000 bis 1.500 Personen anwesend. Am ersten November waren es etwa 2.000 bis 2.500.

(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 2)

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