Die Erscheinungen von Heroldsbach: November 1950.
Mittwoch, 1. November 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Sämtliche Kinder einschließlich Hildegard und Rosl sind auf dem Berg. Die Kinder sehen die Muttergottes über dem Birkenwald. Sie schwebte zum Mast hinüber. Die Kinder holen die Muttergottes am Mast ab. Unterwegs nach dort sagt die Muttergottes zur Maria: "Liebe Kinder, seid andächtig. Es sind wieder einige Spötter da." Zur Hildegard sagt sie: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Zur Maria: "Am Mast will ich euch einzeln segnen. Dann gehst du, Gretel und Antonie zur Himmelswiese." Am Mast begrüßen die Kinder die Muttergottes, sie segnete die Andachtsgegenstände. Nach der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Gretel: "Geht zum Berg." Unterwegs nach dort hört Maria die Muttergottes sagen: "Liebe Kinder, singt meinem lieben Kind ein Lied vor." Die Kinder taten dies. Am Podium sagt die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt will ich die Andachtsgegenstände segnen und weihen." Dann gab die Muttergottes ihren Krankensegen. Schmitt und Schlötzer gingen mit Gretel, Maria und Antonie zur Himmelswiese. Dort erschien das Jesukind mit drei Engeln. Die Kinder unterhielten sich mit den Engeln, während Schmitt und Schlötzer beteten das Gebet: Jesus, Jesus, komm zu mir. Die etwa fünf Meter entfernten Kinder sagten: Der Kelchengel ist da und reicht ihnen (Schmitt und Schlötzer) die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Danach ging das Jesuskind mit den Kindern in Richtung Berg. Nach etwa 50 Meter blieb das Jesukind stehen, segnete und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen dann heim.

Mittwoch, 1. November 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind wiederum am Berg und holen die Muttergottes am Mast ab. Nach der Begrüßung der Muttergottes gingen Schmitt mit Gretel und Maria und Antonie zur Himmelswiese. Am Mast verblieben Erika, Betti, Irma, Rosl, Kuni und Hildegard. Schlötzer ging mit letztgenannten Kindern zum Berg in Begleitung der Muttergottes. Zur gleichen Zeit hören Kuni und Erika die Muttergottes sprechen: "Liebe Kinder, macht das Kreuzzeichen andächtig." Auf dem Weg zum Podium sagte die Muttergottes zur Kuni: "Das kranke Kind darf mir auch die Hand geben." (Ein etwa dreizehnjähriges Mädchen aus dem Allgäu, das sehr schwer gehen konnte, saß in der Nähe des Podiums.) Als die Kinder mit der Muttergottes beim kranken Kind vorbeikamen, segnete die Muttergottes das Kind. Am Podium sagte die Muttergottes zur Kuni: "Das Kind darf mir jetzt die Hand geben." Das kranke Kind wurde herbeigeholt und durfte, geführt durch die Hand eines Seherkindes, die Hand der Muttergottes berühren. Danach segnete die Muttergottes durch einen besonderen Segen das ganze Volk und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim. Nach der Begrüßung der Muttergottes am Mast gingen Antonie, Gretel und Maria mit Schmitt zur Himmelswiese. Von ferne sahen die Kinder das Jesukind in der Mitte der Wiese stehen. Es wartete schon auf die Kinder. Die Kinder blieben lange Zeit beim Jesukind, sie beteten und sangen. Das Jesukind fragte die Kinder, ob sie nicht mit den Englein spielen wollten: Die Kinder sagten darauf: "Liebes Jesulein, wir wollen heute bei dir bleiben, denn du wirst ja nicht mehr lange zu uns kommen." Die Kinder fragten, ob es nicht mit ihnen zum Berg gehen wolle. Das Jesukind sagte darauf: "Jetzt nicht, ich komme um sieben Uhr auf den Berg." Das Jesukind segnete mehrmals die Kinder, fuhr dann in den Himmel auf. Bei der Auffahrt sagte das Jesukind zur Maria: "Geht jetzt heim."

Mittwoch, 1. November 1950, abends 19.00 Uhr. Wiederum sind sämtliche Kinder auf dem Berg und sehen über dem Birkenwald die Muttergottes. Die Kinder holen die Muttergottes am Mast ab, die ganz in weiß gekleidet ist. Am Mast sagte die Muttergottes zur Gretel: "Liebe Kinder, betet drei 'Ave Maria' für die Bekehrung der Sünder." Zur Antonie sagte die Muttergottes während der Begrüßung: "Gretel und du, geht mit Schlötzer und Schmitt auf die Himmelswiese." Nach der Begrüßung am Mast gingen die übrigen acht Kinder mit der Muttergottes auf den Berg. Dort segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab ihren Krankensegen. Nach dem besonderen Segen fuhr sie wieder in den Himmel auf. Nachher kam der Kelchengel und die Kinder empfingen der Reihe nach die mystische Kommunion. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "An meinen Festtagen komme ich wieder." Die Kinder blieben weiterhin am Podium knien In der Zwischenzeit gingen Schmitt und Schlötzer mit den beiden oben genannten Kindern zur Himmelswiese. Dort sahen die Kinder das Jesukind mit blauem Kleidchen. Es sagte zur Gretel: "Liebe Kinder, ich muss euch etwas Trauriges sagen... Ich komme nicht mehr lange zu euch." Darüber waren die Kinder sehr traurig. Dann sagte das Jesukind: "Wenn ihr auf die Himmelswiese kommt, dann werde ich manchmal auf kurze Zeit zu euch kommen. Ich bin immer bei euch, auch wenn ihr mich nicht seht. Ich will euch helfen." Dann sagte das Jesukind weiter: "Liebe Kinder, jetzt spielt mit mir und seid freudig. Dann seid wieder ernst und geht mit mir auf den Berg." Das Jesukind schwebte von der Himmelwiese zum Altar am Baum. Dort versteckte sich das Jesukind. Die beiden Kinder sahen es hinter Blumen stehen. Plötzlich war das Jesukind wieder verschwunden, die Kinder hörten eine Stimme: "Liebe Kinder, ich bin auf dem Acker der Erika." Die zwei Kinder sahen dort das Jesukind hinter einem höheren Grasbüschel. Das Jesukind sagte zu den zwei Kindern: "Geht etwas weiter. Dort werden Englein kommen. Spielt mit ihnen. Ich bleibe bei Herrn Schlötzer und Schmitt." Die Kinder kommen nach kurzer Zeit mit zwei Englein zum Jesukind zurück. Bald darauf sagt das Jesukind wieder: "Geht noch einmal fort, ihr werdet dann etwas Schönes sehen." Die Kinder folgten und gingen etwa zehn Meter auf den Altar zum Baum zu. Nach kurzer Zeit kamen sie singend wieder zu Schlötzer und Schmitt, die inzwischen beim Jesukind geblieben waren, und sagten: "Die Muttergottes ist bei uns." Die Muttergottes nahm das Jesukind auf den Arm. Gleichzeitig kamen mit der Muttergottes vier Engel. Davon waren zwei Engel nach Angabe der Kinder etwa 1,80 Meter groß und die zwei anderen Engel waren etwa 1,50 Meter groß. Alle vier Engel, sowie die Muttergottes waren ganz in weiß gekleidet. Das Jesukind hatte ein blaues Gewand, mit goldenen Sternlein darauf. Die Kinder sowie die zwei Herren durften die Muttergottes lange Zeit umarmen. Die Kinder beteten das Gebet: 'Unter deinen Schutz und Schirm...' und bildeten mit den zwei Herren einen Kreis um die Muttergottes herum. Die vier Engel standen hinter den Kindern und den zwei Herren und hielten ihre Hand ausgestreckt über deren Häupter. Die Kinder fragten die Engel, wer sie seien. Alle vier Engel sagten gleichzeitig (die Kinder hoben dies besonders hervor), indem sie die Hände falteten: "Wir sind eure Schutzengel." Die Muttergottes sagte zu den Kindern: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg dorthin sangen die Kinder: 'Gegrüßet seist du, Maria...' Am Berg segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände und gab dann den Krankensegen. Danach durften alle Kinder der Muttergottes die Hand geben, dann berührten sie die Muttergottes und das Jesukind. Danach gab die Muttergottes und das Jesukind den besonderen Segen und fuhren in den Himmel auf. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht jetzt heim."

Nachtrag zum 1. November 1950, 19.00 Uhr abends. Sämtliche Kinder sind am Berg und beten den Rosenkranz. Keines der Kinder sah oder hörte eine Erscheinung. Die Kinder gingen um 20.00 Uhr wieder heim. Frau Waha sah ebenfalls nichts, keine Erscheinung.

Donnerstag, 2. November und Freitag, 3. November 1950, Allerseelen: Keine Erscheinung.

Samstag, 4. November 1950. (Schmitt) Um 18.50 Uhr gingen Maria, Kuni, Betti und Irma zum Berg. Alle vier Kinder gingen in die Kapelle, da es leicht regnete. Schmitt stand beim Eingang und wartete auf die übrigen drei Kinder. (Erika, Gretel, Antonie.) Da kam Maria wieder aus der Kapelle und sagte: Ich warte hier auch auf die anderen. Plötzlich lauschte sie und sagte dann, eine Stimme sagt eben: "Wenn Gretel, Antonie und Erika da sind, dann geht mit Herrn Schmitt auf die Himmelswiese." Maria sagte daraufhin: "Gelobt sei Jesus Christus" und die Stimme antwortete: "In Ewigkeit. Ich bin das liebe Jesuskind." Als die vier Kinder beisammen waren, gingen diese mit Schmitt zur Himmelswiese. Dort angekommen sahen die Kinder zuerst nichts. Sie knieten sich nieder und beteten. Plötzlich lächelte Gretel und Erika, denn sie sahen in etwa 30 Meter Entfernung fünf Engel. Die vier Kinder gingen hin zu ihnen, aber die Engel schwebten davon. Die Kinder gingen noch etwa 50 Meter. Da blieben die Engel am halben Hang stehen und die Kinder knieten sich um diese herum. Sie gaben den Englein die Hand. Antonie sagte, dass eben ihr Englein (welches vor ihr stand) sagte: "Wir haben euch heute schon einmal beschützt, als ihr im Wald waret." (Erika, Gretel und Antonie waren nachmittags um 15.00 Uhr auf dem Berg und gingen von da aus in den Wald zum Kreuz, um dort zu beten. Da kam auf sie ein Mann zu mit Furcht erregendem Aussehen. Sie sind ausgerissen und der Mann ging ihnen ein Stück Weg nach.) Die fünf Engel hatten weiße Kleider an und ein Silberband um die Haarlocken und Stirne. Die Kinder baten die Engel, sie möchten das Jesukind doch bitten, dass es zu ihnen kommen möchte. Die Kinder beteten mehrere 'Gegrüßet seist du, Mariä...' Während des Zweiten sagte Gretel, dass das Jesukind aus dem Himmel schaut und segnet. Die Kinder baten mit erhobenen, bittenden Händen das Jesuskind, dass es doch zu ihnen kommen möge und wenn auch nur auf einen Augenblick. Da sagte Erika: "Ich sehe das Jesukind, dass es immer näher herkommt." Plötzlich stand es vor den Kindern. Diese hatten eine große Freude und begrüßten das Jesukind. Das Jesukind war ebenfalls ganz weiß gekleidet. Schmitt und zwei Eltern durften auch dem Jesukind die Hand geben. Danach sagte das Jesukind: "Jetzt will ich euch meinen besonderen Segen geben und wieder auffahren." Es geschah so. Die (fünf) Engel blieben aber zurück und gingen mit den Kindern zum Berg. Die Kinder nahmen die Engel auf die Hände und trugen sie eine Strecke Weges. Als sie von der Wiese auf den festen Weg kamen, schwebten die Engel voraus zum Berg. Zur Maria sagte ein Engel: "Sagt niemand etwas, dass wir da sind." Am Podium stellten sich die Engel auf und die Kinder knieten sich hin. Nur kurz blieben die Engel auf dem Berg. Sie schwebten zum Mast hinunter und sagten zu den Kindern: "Wenn ihr wollt, dann folgt uns nach." Die vier Kinder eilten hinterher. Am Mast versteckten sich die Engel. Gretel fand sie hinter Blumen versteckt. Die Engel kamen auf Bitten der Kinder hervor. Da sagten alle vier Engel: "Das Jesukind hat uns erlaubt, euch zu segnen." Sie segneten. Da baten die Kinder, dass sie doch auch Pfarrer Gailer und Schlötzer segnen möchten. Die Engel antworteten: "Da müssen wir zuerst das Jesukind fragen." Die vier sahen die Engel hinaufschweben und hörten auch deren Fragen an das Jesukind. Die Kinder sagten, dass die Engel ganz hoch sprechen. Man kann das gar nicht nachmachen. Nach sechs bis acht Sekunden kamen die Engel wieder zurück und sagten, dass das Jesukind ihnen erlaubt hat zu segnen. Sie segneten. Gretel sah die Muttergottes aus dem Himmel schauen. Sie sagte: "Die Muttergottes segnet." Gleich darauf verschwand sie aber wieder. Kuni, Betti und Irma kommen von der Kapelle eilends herbei. Sie kamen jedoch zu spät. Die Engel entschwebten in Richtung Grotte und sagten zur Maria: "Sucht uns." Die vier Kinder liefen eilends zur Grotte hin und sahen von ferne schon die Engel damit beschäftigt, das Bildstöckl der Antonie zu schmücken. Erika und Antonie sehen, dass es Rosen sind, mit denen die Engel das Bildstöckl schmückten. Als die Kinder hinkamen, waren die Englein schon fertig. Sie hatten mit Rosen das Bildstöckl geschmückt. Plötzlich tat Gretel einen Freudenruf und sagte: "Das Jesukind sitzt ja auf den Blumen." Maria, Erika und Antonie sahen es auch. Maria hörte das Jesukind sagen: "Folgt mir zur Grotte." Das Jesukind schwebte voraus mit den vier Englein und die Kinder folgten eiligst nach. An der Altarstufe stellte sich das Jesukind auf einen Blumenstrauß und die Kinder begrüßten es. Das Jesukind sagte: "Jetzt segne ich euch besonders", und dann segnete es Pfarrer Gailer und Schlötzer. Das Jesukind sagte auch, dass es die Eltern segne und die Leute auf dem Berg. Die Kinder sagten, dass das Jesukind sehr dem Jesuskind ähnlich sehe, das der heilige Josef (Statue an der Grotte) auf dem Arm habe. Nur seien die Haare schöner und gelockt. Um das Jesukind standen die vier Engelein. Das Jesukind segnete noch einmal und fuhr inmitten der vier Englein in den Himmel auf. Die Kinder gingen danach zur Kapelle auf dem Berg und blieben dort noch über eine Stunde.

Sonntag, 5. November 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Alle sieben Kinder einschließlich Hildegard sind am Berg. Die Kinder beteten den Glorreichen Rosenkranz. Sie sahen keine Erscheinung, hörten auch keine Stimme. Schlötzer ging nach Beendigung der Andacht mit Gretel zum Birkenwald, von dort zum Birnbaum. Beide beteten gemeinsam zum Jesukind. Nach einigen Minuten sagte Gretel: "Das Jesukind ist da. Es segnet die Andachtsgegenstände und das Volk auf dem Berg vom Birnbaum aus." Dann sagte das Jesuskind zur Gretel: "Jetzt dürft ihr die heilige Kommunion empfangen." Das Jesukind verschwand nach Aussage von Gretel kurz, kam dann mit dem Kelch, worin das heilige Blut war, zurück. Das ganze dauerte etwa zwei bis drei Sekunden, und reichte Schlötzer, dann Gretel den Kelch. Dann verschwand das Jesukind nochmals kurz und kam dann mit einem Kelch mit heiligen Hostien zurück, reichte zuerst Schlötzer, dann Gretel die heilige Hostie. Danach sah Gretel, wie der Kelch selbst in den Himmel schwebte. Das Jesukind blieb noch einige Minuten da, segnete und fuhr wieder in den Himmel auf.

Sonntag, 5. November 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder mit Hildegard sind am Berg und beten den Rosenkranz. Während des Rosenkranzgebetes sah Erika am Apfelbaum den Kelchengel stehen. Da es regnete und der Boden stark aufgeweicht war, bat Erika, der Engel möchte zum Podium kommen. Kurz darauf sah Erika, wie der Engel nicht zum Podium, sondern zum Mast schwebte. Der Engel sagte zur Erika: "Kommt herunter." Alle Kinder gingen zum Mast, dort empfingen sie die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann hörte Erika den Engel sagen: "Die liebe Gottesmutter hat mir aufgetragen: Du, Maria, Antonie und Gretel, geht zum Baum." Die Kinder gingen hin und sahen dort das Jesukind stehen. Es segnete und sagte: "Wenn euch der Engel etwas aufträgt, tut dies, wie er es euch sagt." (Am Mast war die Mutter von Kuni beleidigt, weil Kuni nicht mitgehen sollte.) Dann sagte das Jesukind zur Erika: "Jetzt will ich Herrn Schlötzer und Herrn Schmitt meinen besonderen Segen geben." Dann verschwand das Jesukind. Die Kinder gingen dann zum Podium, auch Kuni kam inzwischen hinzu. Unterwegs nach dort erschien das Jesukind nochmals und ging mit den Kindern zum Podium. Am Podium sahen die Kinder, wie die Muttergottes am Himmel erschien, sie segnete und verschwand wieder. Das Jesukind gab am Podium den Krankensegen, dann den besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf.

Am Montag, 6., Dienstag, 7. und Mittwoch, 8. November 1950 waren keine Erscheinungen.

Donnerstag, 9. November 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder außer Rosl und Waltraud gehen zum Berg. Nachdem sie am Podium angekommen waren, sahen die Kinder und Frau Waha die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Altar am Mast abzuholen. Auf dem Weg dorthin sahen die Kinder mehrmals, dass die Muttergottes segnete. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid sehr andächtig." Am Mast während der Begrüßung sagte die Muttergottes zur Gretel: "Heute will ich fragen, ob ihr euer Kreuzchen bei euch habt." Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid nicht so unruhig." Zur Gretel, dass auch die Eltern ihr die Hand geben dürfen. Danach gingen die Kinder mit der Muttergottes zum Berg. Auf dem Weg dorthin ließ die Muttergottes durch Gretel die Kinder fragen, ob sie sich freuen, dass sie heute gekommen sei. Sie antworteten alle mit einem freudigen "Ja." Die Kinder sangen in ihrem Auftrag ein Lied und zwar: Gegrüßet seist du... Am Podium gab die Muttergottes zuerst ihren Krankensegen, wie sie zur Hildegard sagte, dann ihren besonderen Segen dem ganzen Volk. Anschließend sagte Gretel, dass die Muttergottes die Andachtsgegenstände weiht. Zur Maria sagte die Muttergottes: "Ich will die segnen, die weit hergekommen sind und auch diejenigen, die heute Nacht durchbeten." Danach sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ihr habt noch schwere Stunden vor euch." Die Kinder geben der Muttergottes die Hand und berührten alles. Hildegard sah den Kelchengel kommen. Gemeinsam beteten die Kinder das Vorbereitungsgebet und dann empfingen sie die mystische Kommunion. Jedes Kind, soweit sie den Kelch sahen, nahm ihn in die Hand und trank selber. Die Hostie reichte der Engel. Hildegard, Kuni, Maria, Gretel und Frau Waha sahen den Kelchengel, Erika, Antonie, Betti und Irma nicht. Zur Maria sagte die Muttergottes: "Nach der Kommunion geht mit Schmitt auf die Himmelswiese, Gretel, Antonie, Erika und du. Mein liebes Kind wird zu euch kommen." Die Kinder gingen mit Schmitt auf die Wiese. Die Muttergottes blieb bei den übrigen Kindern zurück. Sie gab nochmals ihren besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder bekamen den Auftrag, zu den anderen auf die Wiese zu gehen. Gretel und Frau Waha sahen das Jesukind schon von ferne. Als sie jedoch näher kamen, sahen sie es nicht mehr. Gretel hörte eine Stimme, die sagte: "Sucht mich." Alle Kinder, sie waren nun beisammen, sahen sich um, da sah Frau Waha wieder zuerst das Jesukind am Südhang der Himmelswiese stehen. Auch Gretel, Antonie, Erika und Maria sahen es. Die Kinder liefen eiligst darauf zu. Dort begrüßten sie das Jesukind. Es hatte ein blaues Kleid an und silberne Sternchen darauf. Zur Antonie sagte das Jesukind während der Begrüßung: "Gretel und du, geht mit Schmitt etwas weiter, dort werdet ihr was Schönes sehen." Beide Kinder gingen mit Schmitt 10 bis 15 Meter gegen Osten. Da blieben die zwei Kinder plötzlich stehen und Gretel sagte in einem Ausruf des Erstaunens: "Die Muttergottes steht vor uns. Die ist aber heute schön. Wie die Himmelskönigin schaut sie aus!" Die Kinder begrüßten die Muttergottes, die eine goldene Krone aufhatte. Das Haar war blond und lang herabwallend. Das Kleid war rosafarben und der Mantel außen himmelblau und innen rot. Die Muttergottes segnete. Die Kinder freuten sich sehr. Sie knieten sich nieder und beteten: 'Unter deinen Schutz...' und anschließend das Gebet: 'Maria, breit den Mantel aus...' Die Muttergottes legte ihren Mantel um die Kinder und Herrn Schmitt. Die Kinder sahen nichts mehr, was außen vor sich ging. Sie schmiegten sich eng an die Muttergottes und baten sie, sie möge doch Pfarrer Gailer, die geistlichen Herren und Herrn Schlötzer segnen. Nun fiel es den Kindern ein, dass sie gar nicht unter dem Mantel sehen konnten, ob die Muttergottes segnete. Antonie meinte, die Muttergottes hat jetzt bestimmt gesegnet, wenn wir es auch nicht sehen konnten. Die Kinder beten noch das Gebet: Sei Mutter der Barmherzigkeit, das Schmitt ihnen vorbetete. Danach sagte die Muttergottes: "Geht jetzt mit mir zu den anderen Kindern." Bei der Begrüßung der Muttergottes durch die zwei Kinder sahen die Kinder auch zwei Engel neben der Muttergottes stehen, die gelbliche Kleider anhatten. Hinter der Muttergottes standen noch weitere neun Engel in Prozessionsform, von denen jedes ein anderes Kleid anhatte, je eines in gold, silber, rosa, rot, blau, lila, grün, weiß und gelb. Als die Muttergottes zu den anderen Kindern zurückschwebte, gingen die Engel mit. Das Jesukind war in der Zwischenzeit bei den übrigen Kindern und Frau Waha geblieben. Bevor die Muttergottes zu ihnen kam, schwebte das Jesukind über die Wiese zum Berg hin. Es sagte zur Frau Waha: "Kommt mit mir zum Berg." Nachdem die Muttergottes die Kinder und ihre Eltern gesegnet hatte, fuhr sie inmitten der Engel zum Himmel. Die Kinder gingen nun zum Berg. Zuerst sahen sie das Jesukind nicht, nur Frau Waha sah es. Kurz vor dem Podium hörte Maria eine Stimme, die sagte: "Bete ein 'Vater unser' andächtig, dann seht ihr mich." Die Kinder knieten sich in den Schmutz und beteten. Gegen Ende des 'Vater unser' sahen Erika, Kuni und Frau Waha das Jesukind wieder. Bevor die Kinder von der Wiese auf den Weg kamen, hörte Antonie eine Stimme: "Gretel und du, bleibt mit Schmitt etwas zurück und geht dann zum Baum." Dort angekommen, sagten Gretel und Antonie gleichzeitig, dass jemand an ihren Zöpfen gezogen habe. Sie schauten sich gegenseitig an und Gretel meinte, ob das nicht Englein waren. Sie drehte sich um und sah eines hinter sich stehen. Auch sagte sie zu Schmitt, dass hinter ihm und auch hinter der Antonie eines steht. Antonie sah das ihrige auch. Die Kinder hoben das Englein vor sich auf die Altarstufen. Sie sangen das Lied: 'Ihr Engel allzumal...' Danach sagten die Englein zu ihnen: "Liebe Kinder, spielt etwas mit uns." In der Zwischenzeit ging das Jesukind mit den anderen Kindern zum Berg. Dort durften sie das Jesukind auf den Arm nehmen und sangen dabei: 'Schlaf wohl...' Danach segnete das Jesukind und fuhr in den Himmel. Die Leute auf dem Berg hielten danach eine Lichterprozession. Bei den beiden Kindern blieben die Englein, bis das Jesukind auf dem Berg in den Himmel fuhr. Die Kinder fragten ihr Englein, ob die Engel, die vorhin bei der Muttergottes mit waren, aus den neun Chören der Heiligen waren. Die Englein antworteten mit: "Nein", und sagten weiter: "Es waren Englein wie wir." Nachdem die drei Engel plötzlich verschwunden waren, sahen die Kinder sich um und sahen, wie sie zum Altar am Mast hinüberschwebten. Sie folgten ihnen dorthin nach. Mitten auf dem Feld blieben sie stehen. Die Kinder knieten sich kurz nieder, plötzlich schauten sie sich an und lächelten. Sie sagten: "Das Jesukind steht vor uns." Das Jesukind segnete nochmals besonders und fuhr in den Himmel auf inmitten der drei Englein. Es sagte zu den Kindern: "Wenn ihr wollt, könnt ihr heimgehen." Die Kinder beteten am Berg mit dem Volk weiter, das gerade von der Prozession zurückkam.

Freitag, 10. November 1950, abends 19.00 Uhr. Alle sieben Kinder sind am Berg und beten den Rosenkranz. Erika und Maria hören die Stimme der Muttergottes, die sagt: "Erika, Maria, Gretel, Antonie geht zur Himmelswiese, die anderen drei Kinder dürfen ein andermal hinübergehen und ihr bleibt dann da." Schlötzer ging mit den vier Kindern zur Wiese. Dort sah Erika das Jesukind, welches sagte: "Wenn die anderen Kinder mich bitten, dann dürfen sie mich auch sehen." Kurz darauf sah auch Maria das Jesukind. Gretel und Antonie sahen nichts. Das Jesuskind sagte zur Maria: "Liebe Kinder, ich wollte euch eine kleine Freude machen, deshalb bin ich gekommen." Nach etwa zwei bis drei Minuten gab das Jesukind seinen besonderen Segen und fuhr wieder in den Himmel auf. Die Kinder beteten: 'Jesu, Jesu, komm zu mir...' Nach etwa fünf Minuten sahen alle vier Kinder den Kelchengel kommen, der den Kindern, Schlötzer, sowie Frau Gügel und Frau Saam die heilige Kommunion in beiden Gestalten reichte. Anschließend begaben sich die Kinder wieder auf den Berg. Erika und Maria sahen zwei kleine Engel vor sich schweben. Die Kinder blieben plötzlich stehen und sagten: "Die Engel gehen wieder zurück zur Himmelswiese." Alle vier Kinder gingen auch wieder zurück. Maria und Erika baten die Engel, es möchten auch für Gretel und Antonie zwei Engel kommen. Kurz darauf sahen die vier Kinder, wie drei Engel vom Himmel schwebten. Vor alle vier Kinder und vor Schlötzer stellte sich ein kleiner Engel. Nach etwa zehn Minuten schwebten die fünf Engel wieder in den Himmel. Die Kinder gingen zum Berg und beteten bis 20.00 Uhr in der Kapelle weiter und gingen anschließend heim.

Samstag, 11. November 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder, mit Ausnahme von Antonie, sind am Berg. Maria hört die Stimme des Jesukind: "Du, Erika und Gretel, geht zur Himmelswiese." Auf die Frage, ob die übrigen Kinder mitdürfen, hörte Maria: "Wenn sie wollen, können sie mitgehen." Schlötzer ging mit allen Kindern zur Wiese. Dort sahen Maria, Gretel und Erika das Jesukind, auch Kuni sah kurz darauf das Jesukind. Die Kinder durften das Jesukind auf den Arm nehmen, dann gab das Jesukind allen seinen Segen und sprach hierbei zur Gretel: "Jetzt will ich auch eure Eltern und die Herren segnen, damit ihr aushaltet." Dann gab das Jesuskind seinen besonderen Segen. Die Kinder baten das Jesukind inständig, es möge doch mit zum Berg kommen. Zur Kuni das Jesukind: "Ich gehe mit, ihr müsst mir aber ein Opfer bringen." Die Kinder versprachen freudig heute noch ein Kreuz zu tragen. Zur Maria sagte das Jesukind: "Liebe Kinder, ihr müsst zum Berg." Zur Gretel sagte das Jesukind: "Es ist nicht schön, dass Hildegard bei den anderen Leuten über euch schimpft." Zur Gretel sagte das Jesukind: "Wenn ihr heute Abend ein Kreuz tragt, werden einige Engel kommen, vielleicht komme ich auch." Die Kinder baten das Jesukind, es möge doch auch Betti und Irma die Gnade geben, dass diese auch wieder die Erscheinung sehen dürfen. Sie selbst wollen gerne einige Male darauf verzichten. Das Jesukind sagte zur Maria: "Wenn Betti und Irma auf Erden nicht so viel Gnaden haben, dann werden sie einmal im Himmel viel, viel mehr Gnaden haben als die anderen." Am Podium angekommen, segnete das Jesukind, es gab den Krankensegen und besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Um 20.30 Uhr gingen Gretel, Maria und Kuni zum Berg. Die übrigen Kinder konnten nicht kommen. Die Kinder nahmen ein Kreuz auf die Schultern und zogen hinab zum Birkenwald. Unterwegs nach dort sahen die Kinder drei Engel herabschweben. Kurz darauf sagten sie: "Jetzt holen wir das liebe Jesukind ab. Wir kommen aber nicht mehr mit." Die Engel verschwanden wieder. Die Kinder sahen, wie das Jesukind herabschwebte. An der Grotte beteten die Kinder ein Gesätz vom Rosenkranz, dann schwebte das Jesukind weiter in Richtung zum Apfelbaum,. Die Kinder beteten den Rosenkranz weiter. Nach etwa fünf Minuten gab das Jesukind seinen Segen und fuhr in den Himmel. Dabei sagte das Jesukind: "Geht zum Podium." Die Kinder gingen mit den Erwachsenen in Richtung zum Berg. Plötzlich sahen alle drei Kinder über dem Podium die Muttergottes, sie baten mit aller Inbrunst die Muttergottes, sie möge ihnen doch entgegenkommen. Die Erscheinung kam den Kindern entgegen. Nach der Begrüßung begleiteten die Kinder die Muttergottes zum Podium. Unterwegs nach dort fragten die Kinder, ob die Muttergottes am 21. November zum letzten Male erscheine. Die Muttergottes sagte zur Maria: "Das hängt von eurem Gebet und von meinem lieben Sohn ab. Vielleicht komme ich am 8. Dezember." Am Podium gab die Muttergottes ihren Kranken- und besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder beteten den Schmerzhaften Rosenkranz weiter. Gretel und Maria sahen über dem Birkenwald den gekreuzigten Heiland mit seiner Mutter und Johannes. Vier Engel fingen mit Kelchen das heilige Blut auf. Gretel frug die Muttergottes, warum sie weine. Die Muttergottes sagte: "Weil die Menschen meinen lieben Sohn so viel beleidigen." Der Heiland sagte zur Gretel: "Betet, betet, betet, dann könnt ihr viel von dem Unheil abwenden." Der Heiland löste die rechte Hand und segnete. Nach etwa zehn Minuten verschwand diese Erscheinung und an derselben Stelle erschien Christus-König am Kreuz, ganz weiß. Diese Erscheinung sahen die beiden Kinder fünf Minuten. Anschließend gingen die Kinder heim.

Sonntag, 12. November 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Die sieben Kinder und Hildegard gehen zum Berg. Sie knien während der Andacht am Podium, während des zweiten Gesätzes des Rosenkranzes hört Maria eine Stimme: "Antonie, Gretel und du, geht zur Himmelswiese." Maria sagte darauf: "Gelobt sei Jesus Christus", und die Stimme antwortete: "In Ewigkeit." Die drei Kinder gingen zur Wiese. Dort sahen sie aber nichts, sondern Gretel hörte nur eine Stimme: "Hier bin ich." Gretel und die anderen zwei Kinder gingen dem Schall nach. Es ging den Abhang der Wiese hinauf. Dort sahen die Kinder neben einer kleinen Eichenstaude das Jesukind ganz in weiß gekleidet. Sie eilten darauf zu und begrüßten das Jesukind. Sie sangen, beteten und spielten mit dem Jesukind. Dieses blieb etwa zehn bis zwölf Minuten bei den Kindern. Es segnete mehrmals. Vor der Auffahrt sagte es noch: "Jetzt will ich euch meinen besonderen Segen geben. Auch die Leute auf dem Berg will ich segnen." Das Jesuskind machte es so und fuhr dann auf. Die Kinder gingen über den Berg nach Hause.

Sonntag, 12. November 1950, abends 19.00 Uhr. Gretel, Erika, Maria und Betti gingen mit Schmitt zum Berg. Antonie und Kuni waren bereits mit Schlötzer vor dem Podium, wo die Antonie die Muttergottes und den Baron über dem Birkenwald sah. Nach dem ersten Gesätz des Rosenkranzes sagte Gretel, dass über dem Birkenwald ein großer Engel steht, der in der Hand einen Kelch hält, und darüber schwebte eine große weiße Hostie. Aus ihr quillt Blut heraus und träufelt herunter. Erika und Maria sehen unterdessen nur zehn kleine Engel über dem Wald. Die Engel stellten sich im Kreis um das Jesukind. Erika sagte: "Die Muttergottes weint." Erika fragte sie, warum sie denn weint. Die Muttergottes sagte darauf: "Es tut mir sehr leid, dass die Menschheit so schlecht ist und an meinem lieben Sohn und an mich in Heroldsbach nicht glaubt, nicht glaubt, dass ich den Kindern erscheine." Die Muttergottes fuhr darauf gleich weiter und sagte: "Tuet Buße und betet viel, mein lieber Sohn kann es nicht mehr länger aufhalten. Wenn sich die Menschheit nicht bessert, muss mein lieber Sohn zuschlagen." Plötzlich sehen Erika und Maria auch den Baron über dem Birkenwald in betender Stellung. Er hält einen Rosenkranz zwischen den gefalteten Händen und betet. Dann breitete er seine Hände aus in Orantenstellung. Erika sieht, wie das Himmelstor sich öffnet und drei Engel herauskommen und zu den übrigen schweben, so dass dreizehn Engel über dem Wald schwebten. Zur Erika sagte das Jesuskind: "Es wird eine schreckliche Zeit über euch kommen." Gretel sieht, nachdem der große Engel verschwunden war, einen alten Mann über dem Birkenwald auf einem Thron sitzen. Sie frug diesen, wer er sei. Antwort: "Ich bin Gott Vater." Bald darauf sagte er: "Ich bin ein strenger Richter." Er segnete mehrmals und verschwand dann wieder. Erika sagte: "Die Muttergottes hat jetzt drei Tränen geweint, die als Sternlein herabfielen." Erika fragte wieder die Muttergottes, warum sie weine. Antwort: "Weil mein göttlicher Sohn so viel für die Menschheit leiden muss." Gretel sieht, nachdem Gott Vater entschwunden war, eine Gestalt über dem Birkenwald mit einem Kreuz, etwa 40 cm lang, im Arm. Sie war als Nonne gekleidet in braunem Habit, und vorne ging ein breiter, weißer Stoffstreifen (Skapulier) herunter. Gretel fragte diese Gestalt: "Liebe Frau, wer bist du?" Diese antwortete: "lch bin Theresia vom Kinde Jesu." Gretel sagte darauf: "Liebe heilige Theresia, hilf mir bitte, dass ich auch zu dir in den Himmel komme." Antwort: "Wenn du brav bleibst, kommst du auch zu Jesus und Maria, zu mir und zu allen lieben Heiligen in den Himmel." Plötzlich kamen drei Engel hinzu. Einer streichelte der heiligen Theresia die Wange, Theresia lächelte und sagte: "Eine andere Heilige wird jetzt kommen." Sie verschwand dann. Gretel sah dann eine andere Frauengestalt im faltenreichen Gewand. Ihr zur Seite war ein großes Tier mit Krallen und Flügeln. Die Flügel bewegte das Tier auf und nieder, sie waren nicht sehr groß. Gretel fragte diese Gestalt, wer sie sei. Die Frau antwortete: "Ich bin die heilige Margareta, deine Namenspatronin." Währenddessen sahen Erika und Maria die Muttergottes, den Jesusknaben und den Baron über dem Birkenwald. Die Muttergottes sagte zur Erika: "Der Baron betet viel für sein Vaterland." Plötzlich sehen die beiden Kinder eine Frauengestalt (Elisabeth) über dem Wald mit einem Körbchen in der Hand. Ärmlich gekleidete Kinder und Bettler kamen herbei. In dem Korb sahen Erika und Maria obendrauf drei Brötchen. Das andere konnten sie nicht deutlich sehen. Zur Erika sagte die Muttergottes: "Geht jetzt zum Mast!" (Die Kinder bekamen vielleicht deshalb diesen Befehl, weil die umstehenden Leute nur noch auf die Kinder schauten, die bei dem Geschauten immer lauter und lebhafter werden und auf die Leute ringsherum gar nicht mehr achteten.) Die sechs Kinder (Erika, Maria, Gretel, Antonie, Kuni und Betti – letztere sah gar nichts von alledem) gingen mit Schlötzer und Schmitt zum Altar am Mast. Es regnete andauernd, so dass nur unterm Schirm die Aufzeichnungen gemacht werden konnten. Erika, Maria und Antonie sahen den Baron weiterhin über dem Wald. Er sagte zu ihnen: "Ich bete für Thurn und Heroldsbach, dass sich die beiden Gemeinden einigen." Maria und Erika sehen auch die Muttergottes und zu ihren Füßen das Jesuskind, das halb in Windeln eingewickelt war. Das Jesuskind hatte eine Lilie in der Hand, etwa 50 cm lang. Im Kreise herum standen zehn Englein. Das Jesuskind segnete mehrmals. Gretel sah während dieser Erscheinung den heiligen Georg. Die Muttergottes sagt zu den drei Kindern: Der Baron bittet mich fast alle Tage für Heroldsbach-Thurn, dass sie sich einigen. Zur Antonie sagte der Baron: "Ich will euch beschützen auf allen euren Wegen." Dann sagte er zu den drei Kindern weiter: "Liebe Kinder, kommt näher, ich werde euch auch entgegenkommen." Der Baron schwebte vom Birkenwald herunter und stellte sich vor die Grotte hin. Die Kinder gingen bis zum ersten Mast. Da befahl er ihnen, sie sollen jetzt stehen bleiben. Auf dem Weg zum Mast sagte die Muttergottes zur Maria: "Mein lieber Sohn muss für einige Personen schwer leiden." Maria fragte darauf die Muttergottes, wer denn diese Personen seien. Die Muttergottes antwortete: "Es sind die, die an meinen lieben Sohn und an mich nicht glauben, dass wir hier erscheinen." Am Mast sagte der Baron zur Maria: "Ich wusste drei Jahre vor meinem Tod, dass die Muttergottes in Thurn-Heroldsbach erscheinen wird." Zur Antonie sagte der Baron darauf: "Ich bete alle Tage für Thurn und Heroldsbach und für mein Vaterland." Anschließend fragte er Maria: "Liebe Kinder, wollt ihr wissen, wer mir gesagt hat, dass die Muttergottes hier erscheinen wird?" Die Maria sagte "Ja" und der Baron fuhr fort: "Es ist eine Begnadigung Gottes und der lieben Gottesmutter gewesen. Ich bete auch für euch, damit ihr die Gnade bewahrt. Sagt es niemand." Die Kinder sagten, der Baron fängt neu an, den Rosenkranz zu beten. Der Baron schwebte wieder zum Birkenwald hin und die Kinder gingen zum Altar am Mast zurück, da sie die Muttergottes und den Baron nicht gut sehen konnten. Antonie sagt plötzlich: "Ich sehe den Teil vom Innern einer Kirche." Auch Maria und Erika sehen dies. Ein großer Altar, sagte Antonie, steht vorne in der Kirche, ein schöner großer goldener Tabernakel mit Edelsteinen besetzt ist darauf. Darüber eine lebensgroße Statue der Muttergottes. Links und rechts ist ein Aufgang zu einem noch größeren Altar, der an der Chorwand steht. Darauf ist ein großes Bild von der Heiligsten Dreifaltigkeit. Einen Nebenaltar sehen die Kinder auch. Darauf ist die heilige Familie. Plötzlich sehen die Kinder nicht mehr. Der Kelchengel kommt vom Birkenwald herübergeschwebt und reicht den drei Kindern, wie auch Schmitt, die heilige Kommunion. Dann sagte die Muttergottes: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder taten dies. Die Muttergottes segnete und verschwand. Die drei Kinder gingen nach Hause.

Nachtrag: Zu Sonntag, den 12. November 1950, abends 19.30 Uhr. Antonie und Kuni waren bereits um 18.55 Uhr am Podium. Antonie sah nach einigen Minuten über dem Birkenwald den Herrn Baron in Lebensgröße mit gefalteten Händen und Rosenkranz. Antonie hörte den Baron sprechen: "Ich bete und flehe für mein Vaterland." Links erhöht vom Baron sieht Antonie die Muttergottes, die zu ihr sagt: "Jetzt segne ich die Andachtsgegenstände und weihe sie." Herr Schmitt kommt mit den übrigen Kindern hinzu. Hildegard war nicht dabei. Der Baron sagt zur Antonie: "Liebe Kinder, bleibt der lieben Muttergottes und ihrem süßen Kinde treu, denn es wird noch was Schlimmes über euch kommen." Antonie fragt, ob das für die Kinder gemeint ist. Der Baron antwortete: "Das ist für alle gemeint, die für die Muttergottes kämpfen." Antonie sieht links von der Muttergottes das Jesuskind stehen mit ausgebreiteten Händen. Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, betet, betet, betet fest. Herr Schlötzer soll es den Leuten sagen." Auch Kuni sieht nun die Muttergottes. Der Baron sagt zur Antonie: "Ich bete noch immer im Himmel für mein Vaterland und dass sich die beiden Dörfer vereinigen, das ist mein Wunsch." Die Muttergottes sagt zur Antonie: "Die Geistlichkeit wird es noch erkennen, dann ist es aber zu spät, betet, betet, betet, das Unheil ist nicht mehr fern. Herr Schlötzer soll es den Leuten sagen." Weiter sagt die Muttergottes zur Antonie: "Liebe Kinder, tragt alle geweihten Sachen bei euch, denn es lauert überall Gefahr auf euch." Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Tut viel Buße." Antonie hört von der Muttergottes: "Das Lieht, das ihr vorgestern gesehen habt, war von mir geschickt." Als Schlötzer am 10. November gegen 18.50 Uhr mit dem Rad nach Heroldsbach fuhr, bemerkte er vor dem Ortseingang, wie am Himmel ein auffallend grünes Licht aufleuchtete, die Gemeinde Thurn war einige Sekunden hellgrün erleuchtet. Am Berg sagte Frau Saam mit Antonie, sie hätten auch dasselbe Licht gesehen. Zur Antonie sagte die Muttergottes: "Wenn du heute Abend um viertel nach neun zum Kreuz kommst, wird das liebe Jesulein kommen, die anderen Kinder dürfen auch mitkommen." Die Muttergottes sagt zur Antonie: "Mein lieber Sohn wird nicht mehr lange seinen strafenden Arm zurückhalten können." Zur Kuni sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, ihr müsst noch sehr schwer leiden." Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, geht nachts nicht mehr allein, denn Gefahr lauert auf euch." Das Jesuskind sagt zur Kuni: "Liebe Kinder, ich würde euch gerne zu mir in den Himmel nehmen. Aber das geht noch nicht, ihr habt noch nicht genügend gelitten." Die Muttergottes sagt zur Kuni: "Ich sage es noch einmal: Betet, betet fest. Herr Schlötzer soll es den Leuten sagen." Die Muttergottes zur Antonie: "Ich werde am 8., am 24. und 25. Dezember erscheinen." Zur Kuni: "Euer Leiden ist noch nicht groß, es wird noch größer werden." Zur Antonie sagt die Muttergottes: "Liebe Kinder, haltet fest zusammen. Jetzt will ich die Geistlichkeit segnen, die für mich und mein süßes Kind kämpfen. Herr Schlötzer soll es den Leuten sagen, sie sollen es nicht versäumen, auf den Berg zu kommen, ich werde nicht mehr lange erscheinen." Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Die Leute, die nicht auf den Berg kamen, werden es einmal bereuen, denn der Segen, den ich gegeben habe, hat großen Wert." Zur Antonie die Muttergottes: "Liebe Kinder, erschreckt nicht, wenn die Leute auf dem Berg zu einem kleinen Häuflein zusammenschmelzen." Die Kinder gehen zum Mast. Die Kinder gingen nach etwa 15 bis 20 Minuten heim.

Sonntag, 12. November 1950, abends 21.30 Uhr gingen Erika, Kuni, Gretel, Maria und Antonie mit Schlötzer und Schmitt zum Waldkreuz. Das Jesuskind erschien und ging mit den fünf Kindern zum Bildstock. Gretel und Kuni sehen das Jesuskind nicht. Das Jesukind stellte sich vor die Statue und sagte zur Erika: "Wenn ihr brav seid, dürft ihr etwas von der Kapelle sehen." Darauf gingen die drei Kinder: Erika, Maria und Antonie etwa sechs bis acht Meter nach Westen zu. Da stand in Verkleinerung ein Turm vor ihnen. Es war ein Zwiebelturm. Ein Meter daneben stand ein weiterer Turm, aber ganz spitz. Zwischen den beiden Türmen schwebte frei eine Glocke, etwa 40 cm groß Antonie fuhr mit der Hand die Form der Türme und Glocke nach. Etwa einen weiteren Meter entfernt sahen die Kinder eine Statue des heiligen Josef mit dem Jesuskind auf dem Arm. Die Statue war so groß wie die Kinder selbst. Plötzlich war wieder alles verschwunden. Die drei Kinder gingen zum Bildstock zurück. Das Jesukind war noch da. Sieben Engel standen um das Jesuskind herum. Antonie, Maria und Erika nahmen je einen auf und gaben Gretel, Kuni, Schlötzer und Schmitt einen auf den Arm. Etwa fünf Minuten blieben das Jesuskind und die Engel da. Dann gab das Jesuskind seinen besonderen Segen und fuhr inmitten der Engel in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim.

Montag, 13. November 1950, Fatimatag, nachmittags 15.00 Uhr. Alle Kinder sind auf dem Berg. Sie erfüllen einen Wunsch der Muttergottes: Holt mich ab. Am Mast berühren die Kinder die Muttergottes. Zur Gretel sagt sie: "Begleitet mich zum Berg." Unterwegs sagte die Muttergottes zur Gretel: "Schaut immer auf mich, heute sind wieder einige Spötter hier." Am Berg segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände, gab den Krankensegen, die Kinder durften alles berühren, auch Herr Rathmann und Koch. Der Geistlichkeit gab sie ihren besonderen Segen und fuhr dann in den Himmel auf.

Montag, 13. November 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Alle Kinder sind auf dem Berg und holen die Muttergottes wie gewohnt ab. Sie gehen mit ihr zum Berg. Dort gibt sie den Krankensegen, den besonderen Segen, weiht die Andachtsgegenstände und fährt in den Himmel auf. Erika und Gretel wollten mit Herrn Koch zum Jesuskind am Apfelbaum. Das Jesuskind kam ihnen entgegen. Es war furchbar schlechtes Wetter. Das Jesuskind ging zum Berg. Die Kinder sangen das Wiegenlied, durften das Jesuskind in die Arme nehmen. Es segnete und fuhr in den Himmel auf.

Montag, 13. November 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder gehen zum Berg. Beim Podium sehen die Kinder die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Kinder werden von der Muttergottes aufgefordert, sie am Mast abzuholen. Dort begrüßen die Kinder die Muttergottes. Gretel, Maria, Erika und Antonie gehen mit Schlötzer zum Baum. Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg nach dort segnete die Muttergottes sehr oft. Kuni sagt: "Die Muttergottes segnete nach beiden Seiten wie ein Bischof." Am Podium segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab dann den Krankensegen. Zur Hildegard sagte die Muttergottes: "Mich erfreut euer Gebet." Bald darauf sagte sie weiter: "Mein lieber Sohn erhört euer Gebet." Zur Kuni sagte dann die Muttergottes: "Berührt alles und gebt mir eure Hand. Auch die Herren dürfen mir die Hand geben." Danach sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich gebe meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf. Geht dann nach Hause." Um 19.30 Uhr nach der Auffahrt der Muttergottes in den Himmel gingen Gretel und Antonie mit Schlötzer und Schmitt zum Mast. Dort hört Gretel eine Stimme: "Geht etwas auf das Feld." Die Kinder folgten der Stimme des Jesuskindes. Etwa 30 Meter vom Mast entfernt kam das Jesuskind. Gretel sah es zuerst. Die Kinder begrüßten es. Antonie und Gretel sagten plötzlich: Auch die Muttergottes ist da. Diese sagte: "Gelt Kinder, ich halte mein Wort." Dann sagte sie weiter: "Ihr dürft mich umarmen, betet dabei ein 'Gegrüßet seist...' Macht es der Reihe nach." Danach segnete die Muttergottes und fuhr in den Himmel auf. Gretel und Antonie bedauerten, dass auch das Jesuskind mit auffuhr und nicht mit zum Berg ging, wie es an diesem Abend den Kindern schon versprochen war. Als die Muttergottes in den Himmel eingegangen war, kam das Jesuskind wieder herabgeschwebt und sagte: "Ich habe meine Mutter in den Himmel begleitet." Die Kinder und die beiden Herren durften daraufhin das Jesuskind umarmen. Bevor die Muttergottes in den Himmel auffuhr, machte sie jedem ein Kreuzlein auf die Stirne. Nach der Umarmung schwebte das Jesuskind zum Berg hin, die Kinder folgten nach. Auf dem Weg zum Berg sagte das Jesuskind zur Gretel: "Wenn ihr in die Nähe der Leute kommt, dann singt mir zu Ehren ein schönes Lied." Die Kinder taten so. Am Podium angekommen, durften die Kinder das Jesuskind auf den Arm nehmen. Sie sangen: 'Schlaf wohl...' Danach segnete das Jesuskind die Andachtsgegenstände, gab den Krankensegen und fuhr dann in den Himmel auf. Es segnete bei der Auffahrt noch besonders. Die Kinder gingen heim.

Dienstag, 14. November 1950. Schlötzer und Schmitt sind nicht anwesend. Ein eventuell von anderer Seite eingehender Bericht folgt im Nachtrag.

Mittwoch, 15. November 1950, abends 19.00 Uhr. Vier Kinder gehen zum Berg. Da es nicht regnete, stellten sich die Kinder vor das Podium. Zu Beginn des Rosenkranzes hörte Maria eine Stimme: "Geht auf die Himmelswiese." Die vier Kinder gingen mit Schmitt, zwei Müttern und Frau Waha zur Himmelswiese. Von ferne sahen sie vier Engel darauf. Die Kinder eilten darauf zu. Frau Waha sieht nur zwei Engel. Zur Gretel sagt ein Engel: "Kinder, seid fröhlich und lustig mit uns, es wird noch eine Zeit über euch kommen, wo ihr traurig seid." Die Kinder spielten mit den Engeln. Bald kommen sie zu den Erwachsenen zurück. Da sagte plötzlich Frau Waha, sie sehe von ferne auf der Wiese gegen Osten die Muttergottes. Gretel, Kuni, Maria und Erika sehen auch dorthin. Gretel sieht von den vier Kindern zuerst die Muttergottes, dann Kuni und Maria. Alle baten die Muttergottes, sie möge doch zu ihnen herkommen. Sie schwebte immer näher. Erika sah die Muttergottes nicht. Während der Begrüßung baten die Kinder die Muttergottes, sie möge es doch machen, dass Erika sie auch sehen darf. Nach kurzer Zeit sagte Erika freudestrahlend, sie sehe nun auch die Muttergottes und reichte ihr ohne Hilfe die Hand. Die Kinder und Frau Waha baten die Muttergottes, sie möge doch mit ihnen auf den Berg gehen. Die Muttergottes kam der Bitte nach und sagte: "Ich gehe mit zwei Kindern auf den Berg. Zwei mögen zurückbleiben, denn mein göttlicher Sohn wird kommen und mit ihnen zum Berg gehen." Die Kinder wussten nicht, wer nun mit der Muttergottes gehen darf. Sie fragten die Muttergottes und diese sagte zur Frau Waha, dass Erika und Kuni mit ihr gehen sollen, während Gretel und Maria ihren göttlichen Sohn begleiten sollen. Die Muttergottes, Kuni und Erika und Frau Waha gehen zum Berg. Dort gab die Muttergottes den Krankensegen, segnete die Andachtsgegenstände und gab dann ihren besonderen Segen. Die Kinder sangen ihr zu Ehren ein Lied. Dann fuhr sie in den Himmel auf. Unterdessen kam das Jesukind auf die Himmelswiese. Zur Gretel sagte das Jesukind: "Englein werden kommen und mit euch spielen. Ich bleibe hier bei Schmitt." Frau Gügel war anwesend. Nach etwa sechs Minuten kamen die beiden Kinder und sagten, dass die Englein ihnen ein Lied vom Jesukind gelernt hätten mit Text und Melodie.

Das Lied heißt: 'Jesulein lieb und zart. Jesulein, lieb und zart, Dein Bettlein ist hart, Jesulein, Jesulein, Jesulein zart. Jesulein wunderschön, kommst von den Himmelshöhn, Jesulein, Jesulein wunderschön.' Darauf sagte das Jesukind: "Die Engel werden euch jetzt ein Lied von meiner lieben Mutter lehren." Beide Kinder entfernten sich zehn Meter, wo die Englein geblieben waren, und diese lernten den Kindern folgendes Lied: 'Wer hütet den Heiland bei Tag und bei Nacht, das war die Muttergottes, sie hielt die treueste Wacht. Wer blieb beim armen Jesus in Kreuz und Spott und Hohn. Das war die Muttergottes, sie weinte um ihren Sohn.'

Das Jesukind sagte, als die Kinder zurückkamen, dass sie das erste Lied jetzt auf dem Berg ihm zu Ehren singen sollen. Die Erika, Kuni, Antonie und Frau Waha kommen vom Berg wieder auf die Himmelswiese. Die ankommenden Kinder begrüßten das Jesukind. Dieses ging dann mit Gretel, Maria und Frau Waha und Schmitt zum Berg. Die anderen drei Kinder blieben jetzt bei den Englein mit Herrn Rathmann. Diese spielten mit den Kindern noch etwas und fuhren in den Himmel auf. Auf dem Weg zum Podium segnete das Jesukind öfters. Am Podium mussten die zwei Kinder das Lied dem Jesuskind vorsingen. Dann durften sie das Jesukind auf den Arm nehmen und sangen dabei: 'Schlaf wohl...' Dann segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände und gab den Krankensegen. Zur Frau Waha sagte das Jesukind: "Das kleine Mädchen bei Ihnen darf mir auch die Hand geben, weil es so andächtig betet." Das Jesukind gab dem Volk seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Zur Maria sagte es noch: "Wenn ihr wollt, könnt ihr zum Mast gehen. Dort dürft ihr etwas Schönes sehen." Die Kinder gingen dann gleich zum Mast und nicht zu den anderen auf die Himmelswiese. Dort sahen die Kinder gar nichts. Sie beteten. Plötzlich sagen Gretel und Maria, dass sie über dem Wald eine Frau sehen, als Nonne gekleidet, im braunen Habit und Skapulier. Sie hat ein Kreuz, etwa 40 cm groß, in den Armen. Die Arme hat sie über der Brust gekreuzt. Die Kinder fragen diese Schwester, wer sie sei. Sie sagte: "Ich bin die heilige Theresia vom Kinde Jesu." Die Kinder baten die heilige Theresia: "Liebe heilige Theresia, lehre uns das Jesuskind so zu lieben, wie du es liebtest." Die heilige Theresia lächelte. Auf einmal sagten die Kinder, dass das Jesukind bei ihr sei. Es blieb aber nicht lange. Bald darauf kamen mehrere Englein und eines nach dem anderen streichelten Theresia. Inmitten der Engel sahen die Kinder das Jesukind wieder. Es hatte eine Weltkugel in der Hand. Bald darauf war es wieder verschwunden. Die heilige Theresia fragte nun beide Kinder: "Wollt ihr auch so werden wie ich?" Die Kinder bejahten es und sagten weiter: "Wir haben es doch dem Jesuskind und der Muttergottes versprochen, dass wir Schwestern werden wollen, wenn uns unsere Eltern lassen." Die anderen Kinder kommen von der Himmelswiese herbei. Sie sahen nichts. Sie gingen zum Berg zurück. Die heilige Theresia war plötzlich verschwunden. Gretel und Maria blieben noch am Altar am Mast knien. Gretel sagte: "Ich gehe noch nicht heim, mir ist es, als dürften wir noch etwas sehen." Nach etwa fünf Minuten hört Gretel eine Stimme: "Liebe Kinder, schaut zum Birkenwald, erschreckt aber nicht." Da traue ich nicht hinzuschauen, sagt Gretel. Nur durch ernstes Zureden von Schmitt schaute sie hin, um aber gleich die Augen zu verdecken, denn sie sah, und Maria ebenfalls, kämpfende Soldaten mit Dolchen in der Hand und blutbefleckt. Nur ungern verfolgten die Kinder die schrecklichen Szenen. Die Soldaten stachen nieder, was ihnen in den Weg kam. Eine Frau und einen Mann sahen die Kinder schon erstochen am Boden liegen. Nun drangen sie in ein Haus ein, das gleich darauf in Flammen aufging. Die Flammen schlugen aus den Fenstern und Türen heraus. Die Kinder meinten, es müsse doch der ganze Wald brennen. Die Soldaten stürzten aus dem Haus und die Kinder, einige Männer, Frauen und Kinder beten. Kleine Kinder sprangen herunter und schrien: "Nun sind die Soldaten tot, das hat bestimmt die Gottesmutter gemacht." Maria rief auf einmal, dass sie einen der Männer jetzt deutlich erkenne: "Es ist ja Herr Schlötzer." Auch Gretel sah ihn jetzt deutlich und fügte gleich hinzu, dass der andere Herr Schmitt sei. Schmitt, der neben Gretel und Maria stand, sagte zu den beiden Kindern, sie meinten das nur so, weil sie immer bei ihnen sind. Sie antworteten aber nein, man sieht sie doch so deutlich. Die Kinder sagten weiter, dass wir auf dem Boden jetzt knieten und beteten mit erhobenen Händen. Die Muttergottes kam hernieder und segnete. Sie breitete über das alles den Mantel aus. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "So wird es kommen, aber wenn ihr fest betet, könnt ihr manches abwenden." Plötzlich war alles verschwunden. Maria hörte noch die Stimme: "Sagt niemandem etwas davon." Die Kinder gingen heim.

Donnerstag, 16. November 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder, außer Antonie, sind am Berg. Da es stark regnete, gehen die Kinder in die Kapelle. Am Schluss des Rosenkranzes hört Maria eine Stimme, die Stimme des Jesukind: "Du und Gretel, geht zum Mast." Erika wird hinzugerufen. Frau Waha geht ebenfalls mit zum Mast. Sie sieht die Muttergottes vom Himmel herab segnen. Gretel und Maria sehen über dem Birkenwald die heilige Theresia vom Kinde Jesu. Gretel, die sonst bei Nacht nicht allein geht, verlässt spontan die übrigen Anwesenden in Richtung Birkenwald. Kurz darauf kommt Gretel wieder zurück, sehr langsam und machte den Eindruck, als wenn sie eine Erscheinung begleite. Am Mast sagte Gretel: "Als ich vorhin am Mast stand, sagte die heilige Theresia: Komm mir entgegen." Ich sagte: "Soweit traue ich allein nicht gehen, heilige Theresia, komme du mir entgegen." Daraufhin, sagte Gretel, schwebte mir die heilige Theresia entgegen. Etwa 20 Meter vor dem Mast blieb die Erscheinung stehen und ich holte sie jetzt ab. Am Mast baten die beiden Kinder die heilige Theresia, sie möge die Anwesenden segnen. Die Kinder hörten: "Da muss ich erst das liebe Jesulein fragen." Die heilige Theresia verschwand kurz, kam wieder, segnete die beiden Kinder, sowie Frau Waha und Herrn Schlötzer einzeln. Die Kinder hörten, wie die Erscheinung sagte: "Sagt nichts davon, dass ich da war, die Leute würden es doch nicht glauben." Dann fuhr die heilige Theresia wieder in den Himmel auf. Während die Kinder die vorgenannte Erscheinung sahen, sahen sie weiter keine andere Erscheinung. Frau Waha jedoch sah zu gleicher Zeit die Muttergottes am Mast stehen, sah aber nicht die heilige Theresia. Nachdem die heilige Theresia in den Himmel aufgefahren war, sahen die Kinder auch die Muttergottes. Die Muttergottes segnete in Richtung zum Berg hinauf und gab ihren besonderen Segen. Zur Gretel sagte sie: "Sagt es nicht, dass ich da war, ich komme nur zu euch, nicht zu den Leuten." Die Muttergottes fuhr anschließend in den Himmel auf. Der Kelchengel kam und reichte den beiden Kindern und den beiden Erwachsenen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Erika sah allein den Herrn Baron über den Birken kniend beten. Nach etwa 15 Minuten gingen die Kinder heim.

Freitag, 17. November 1950, abends 19.00 Uhr. Sechs Kinder gehen zum Berg und knien sich am Podium nieder. Eine Stimme sagt während des ersten Rosenkranzgesätzes: "Geht zum Mast." Die Kinder begrüßten dort das Jesuskind und gingen dann zum Berg. Zur Gretel sagt das Jesuskind: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen das neue Lied: 'Jesulein...' Danach segnete das Jesuskind die Andachtsgegenstände und gab den Krankensegen. Dann fuhr es wieder in den Himmel auf. Zuvor sagte es noch zur Gretel: "Jetzt will ich die Kuni segnen." Kuni war krank. Zur Erika sagt eine Stimme: "Gretel und du, geht auf die Himmelswiese." Maria hört eine Stimme: "Antonie und du, geht zum Mast." Die Kinder gehen gemeinsam zum Mast. Dort kam nochmals das Jesuskind, das nach der Begrüßung zum Altar am Baum schwebt. Die Kinder kommen nach. Während die Kinder kurz beteten, verschwand das Jesuskind. Die Kinder gehen mit ihren Eltern auf die Himmelswiese. Vier Englein waren bereits da und forderten die Kinder auf, mit ihnen zu spielen. Nach etwa fünf Minuten fuhren die Engel in den Himmel auf. Die Kinder gingen zum Berg zurück. Auf dem Weg hört Maria die Stimme des Jesukind: "Wenn Antonie und du wollen, so könnt ihr nochmals zum Mast gehen." Beide Kinder gingen mit Schmitt dorthin. Am Mast sahen die beiden Kinder wiederum kämpfende Soldaten über dem Wald. Ein ganzes Dorf brannte. Von der Kirche konnten sie nur den Kirchturm sehen. Diese Erscheinung währte etwa fünf Minuten. Dann verschwand sie. Die Kinder gingen heim.

Samstag, 18. November 1950, abends 19.00 Uhr. Sieben Kinder gehen zum Berg. Am Podium hört Maria eine Stimme: "Antonie, Gretel und du, geht zum Mast." Das Jesuskind kam nicht, die Kinder sahen zuerst die kleine heilige Theresia mit dem Kreuz im Arm über dem Birkenwald. Etwa sieben Minuten bleibt diese Erscheinung da. Danach sahen Antonie und Maria den heiligen Antonius und das Jesuskind auf seinem Arm. Gretel sah nur das Jesuskind in einer gewissen Höhe schweben. Bald darauf sah sie auch den heiligen Antonius mit dem Jesuskind. Er hatte eine braune Kutte an, mit Kapuze daran und war umgürtet mit einem weißen Strick. Nach etwa zehn Minuten verschwand diese Erscheinung. Die Kinder gingen dann nach Hause.

Sonntag, 19. November 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Antonie, Gretel, Erika, Maria und Betti und Waltraud gehen zum Berg. Während des ersten Gesätzes des Rosenkranzes sagte eine Stimme zur Erika: "Antonie, Gretel, Maria und du, geht mit Schmitt auf die Himmelswiese." Von der Ferne sehen die Kinder schon fünf Engel auf der Wiese stehen. Antonie sagt: "Jedes Englein ist anders gekleidet. Meines ist weiß, das der Maria ist gelb, das der Gretel ist blau, Erika ihres ist rosa und das von Schmitt ist hellblau." Die Kinder begrüßen die Engel. Erika sagte zu den Englein: "Liebe Englein, wisst ihr nicht, ich habe heute Geburtstag." Da sagen die anderen drei Kinder: "Unsere Englein gehen alle zur Erika und gratulieren ihr." Erika gab jedem die Hand. Die Kinder werden von den Englein aufgefordert, mit ihnen zu spielen. Sie gingen mit den Englein in westlicher Richtung. Schmitt schrieb noch und wollte nachkommen, da drehten sich die Kinder um und sagten: "Herr Schmitt, Sie können doch das Jesuskind nicht allein lassen. Es ist eben zu Ihnen gekommen." Die Kinder gingen 60 bis 70 Meter weit. Schmitt blieb beim Jesuskind. Nach etwa fünf bis sieben Minuten kamen die Kinder näher und Schmitt wollte zu ihnen. Von ferne riefen die Kinder: "Herr Schmitt, Sie haben das Jesuskind jetzt allein gelassen, es schwebt aber schon nach." Die Kinder begrüßten das Jesuskind, das zu ihnen geschwebt war. Erika fing auf einmal das Kommuniongebet zu beten an. Der Kelchengel kam und alle vier Kinder empfingen die Kommunion. Gretel sagt: "Der Engel habe eben gesagt: Ihr empfangt deshalb die heilige Kommunion, damit ihr aushaltet..." Antonie, Maria und Erika waren zerstreut. Da sagte das Jesukind zur Gretel: "Bittet mich um Verzeihung und tut Buße." Dann beteten die Kinder drei 'Vater unser' und rutschten etwa zehn Minuten. Das Jesuskind blieb solange allein bei Schmitt. Jedes Kind rutschte in eine andere Richtung. Sie beteten den Herz-Jesu-Rosenkranz. Gretel rutschte den Hang hinan. Plötzlich stutzte sie. Sie sah vor sich einen Rosenstrauch und darunter den Eingang zu einer Höhle. Sie ging hinein. Der Gang erweiterte sich zu einer Höhle. Darin stand ein Altar und darauf der heilige Josef, hinter dem Altar ging der Gang weiter zu einer zweiten Höhle. Hier stand auf dem Altar der heilige Antonius. Sie blieb kurz knien und rutschte dann durch einen Gang weiter in eine dritte Höhle. Dort stand der heilige Erzengel Michael auf dem Altar. Schmitt verfolgte mit den Blicken die Gretel und wunderte sich, dass sie sich ab und zu bückte, dann kurz knien blieb und wieder weiterrutschte. Auf die Frage, was sie denn gemacht habe, erzählte sie Obiges. Die anderen Kinder sahen nichts. Nachdem die Kinder zum Jesukind zurückgekehrt waren, sagte das Jesukind zur Gretel: "Ich segne euch ganz besonders. Ich will auch die Leute auf dem Berg segnen und fahre dann in den Himmel auf. Geht dann heim."

Sonntag, 19. November 1950, abends 19.00 Uhr. Sechs Kinder gehen zum Berg und Frau Waha. Während des ersten Rosenkranzgesätzes sah Frau Waha die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Kinder sahen nichts. Maria hört eine Stimme: "Die Kinder von heute Nachmittag sollen auf die Himmelswiese." Gretel, Maria, Antonie und Erika gingen mit Schmitt und ihren Eltern auf die Wiese. Vier Engel stehen bereits da und als die Kinder hinkamen, schwebte auch das Jesuskind aus dem Himmel herab. Die Kinder bekamen am Tage vorher den Auftrag, für diesen Abend ihre Muttergottes-Statue mitzubringen, da es sie besonders segnen werde. Das Jesuskind segnete jede Statue einzeln. Zur Gretel sagte es: "Wenn du die Statue als wundertätige hergeben willst, dann tue es." Das Jesuskind küsste auch jede Statue. Bald darauf segnete das Jesuskind nochmals jede Statue ganz besonders. Die Kinder baten das Jesukind, es möge doch mit ihnen zum Berg gehen, da viele Leute von weit hergekommen sind. Maria schlug vor, weil das Jesuskind ihrer Bitte nicht nachkam, doch zu rutschen, um so dem Jesuskind ein Opfer zu bringen. Die vier Engel gingen den Kindern voraus. In einem großen Kreis rutschten die Kinder um das Jesuskind herum. Auf dem Weg blieben die Engel mehrmals stehen und lehrten die Kinder zwei kurze Gedichte. Zum Jesuskind zurückgekehrt sagt Gretel, dass das Jesuskind ein blaues Kleid anhabe mit goldenen Sternen darauf.

Das Jesuskind war ohne Abschied plötzlich verschwunden. Die Kinder hörten eine Stimme: "Geht zum Mast!" Die Kinder folgten. Dort kam nochmals das Jesuskind. Die Kinder baten es, es möge mit ihnen zum Berg gehen. Das Jesuskind sagte: "Wenn ihr mir ein Opfer bringt." Die Kinder versprachen es. Das Jesuskind ging mit ihnen zum Berg. Dort durften es die Kinder auf den Arm nehmen. Danach weihte das Jesuskind die Andachtsgegenstände und gab dann den Krankensegen. Darauf gab es noch seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen nochmals zum Mast, weil das Jesuskind bei der Auffahrt sie dazu aufforderte. Auf dem Weg zum Mast sahen Gretel, Antonie, Maria und Erika die kleine heilige Theresia über dem Birkenwald. Daneben stand der heilige Antonius. Und die heilige Margareta. Am Mast sahen Erika und Maria auch die heilige Elisabeth, die Brote austeilte. Antonie und die übrigen sahen auch den Herrn Baron. Er sagte: "Betet! Betet! Ich kann den strafenden Arm des lieben Heilands nicht mehr zurückhalten." Die Kinder sahen auch einen älteren Ordensmann in brauner Kutte und Kapuze. Er teilte Brote aus. Sie fragten ihn. Er sagte, er sei der heilige Bruder Konrad. Erika sieht einen Ordensmann auf einem Berg sitzend. Auf der Hand sitzt ein Vögelein. Sie fragte auch diesen, wer es sei. Er antwortete: "Ich bin der heilige Franziskus." Es kommen viele Vögel herbeigeflogen. Auch Tauben sind darunter, sagt Erika weiter. Gretel fragte den heiligen Antonius, warum er ihnen so oft erscheine. Dieser gab aber darauf keine Antwort. Das Jesuskind, das die Kinder auf dem Arm des heiligen Antonius sehen, segnete öfters von dieser Stelle aus. Maria sagt auf einmal, dass noch eine Frau über dem Wald jetzt erschienen ist, die sie noch nie gesehen habe. Sie fragte nach ihrem Namen. Diese sagte dann, dass sie die heilige Barbara sei. Der Herr Baron sagte noch zu Erika: "Ich bete für euch sehr viel." Maria sagte noch, dass bei der heiligen Elisabeth ein Engel stand, der folgendes sagte: "Zur Wartburg eine Kirche steht, erbaut zu Preis und Ruhm der heiligen Elisabeth, einst Deutschlands schönste Blume."

Montag, 20. November 1950, abends 19.00 Uhr. Gretel, Maria, Erika und Antonie gehen zum Berg. Sie stellen sich am Podium hin. Der Baron erschien über dem Birkenwald. Die Kinder beteten mit ihm den Rosenkranz. Danach gingen sie zum Mast, weil der Baron zu ihnen sagte: "Kommt näher." Die Kinder beteten den Rosenkranz zu Ende. Am Podium erschien der heilige Antonius mit dem Jesuskind. Das Jesuskind segnete öfters. Bald darauf verschwand diese Erscheinung und die Kinder gingen heim. (Gretel und Maria sahen auch die heilige Bernadette und den kleinen Franziskus von Fatima. Davon dürfen die Kinder niemandem etwas sagen.)

Dienstag, 21. November 1950, abends 19.00 Uhr. Maria-Opferung. Alle zehn Kinder gingen zum Berg. Kurz am Podium angekommen, sehen sie die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte sie auf, am Mast sie abzuholen. Während des Herüberschwebens segnete die Muttergottes mehrmals. Zur Maria sagte die Muttergottes: "Nach der Begrüßung gehen Erika, Antonie, Gretel und du auf die Himmelswiese mit Schlötzer und Schmitt." Antonie, obwohl von Maria getrennt, sagte zu Schmitt am Mast dasselbe. Während der Begrüßung sagt die Muttergottes zu Hildegard: "Wenn ihr fest betet, dann bleibe ich bei euch, wenn ihr in schweren Stunden seid. Ihr Kinder, ihr müsst noch viel leiden. Es freut mich, dass so viele Leute auf dem Berg sind." Frau Waha sagt: Gretel, Antonie, Maria und Erika dürfen auf die Himmelswiese. Am Mast segnete die Muttergottes die mitgebrachten Andachtsgegenstände der Kinder. Sie segnete auch ganz besonders die Kinder und anschließend die Leute, die herumstanden. Dann sagte die Muttergottes, dass die Kinder mit auf den Berg sollen. Auf halbem Wege dorthin gingen die genannten vier Kinder mit Schlötzer und Schmitt auf die Himmelswiese. Antonie und Erika sehen auf dem Wege dorthin den Baron über dem Birkenwald. Er sagte: "Wenn das Jesuskind in den Himmel aufgefahren ist, dann geht auf den Berg und betet den Rosenkranz." Auf der Wiese warteten die Englein bereits auf die Kinder. Das Jesuskind kommt vom Himmel herabgeschwebt. Nach der Begrüßung forderten die Englein die Kinder auf, mit ihnen zu spielen. Das Jesuskind bleibt bei Schmitt und Schlötzer. Schlötzer geht aber zu den Kindern. Nach etwa zehn Minuten kamen die Kinder mit den Engeln zurück zum Jesuskind. Sie baten das Jesuskind, es möge doch mit ihnen zum Berg gehen. Das Jesuskind sagte: "Wenn ihr mir ein Opfer bringt." Gretel sagte: "Wir bringen dem Jesukind gleich ein Opfer und rutschen." Die Engelein schwebten voraus. Während Gretel und Maria westlich rutschten, rutschten Erika und Antonie südlich den Hang hinunter. Nach 20 Metern sagte auf einmal Erika, dass vier Engel noch gekommen sind. Einer hat eine Geige, zwei haben Flöten. Horcht, jetzt spielen sie und singen. Danach sagte ein Englein: Das Jesuskind bleibt noch etwas, dann geht es mit euch. Das Lied lautete: 'Liebes Jesulein, fromm und gut, Hilf allen Armen du. Jesulein, lieb und fein, Deine Englein sind so rein.' Das zweite Lied: 'Liebes Himmelssöhnchen du, schlafe sanft in süßer Ruh, deine Englein wiegen Dich sacht am Himmelstisch.'

Erika sagt: "Ein Englein sagt: Das Lied müsst ihr schon besser lernen." Dann sagte es: "Nehmt mich auf euren Arm." Auf einmal stand das Jesuskind vor den zwei Kindern. Es forderte diese auf, mit ihm zum Berg zu gehen. Auf dem Weg dorthin sagte es zu den zweien: "Übt nur jetzt fleißig das Lied, damit ihr es auf dem Berg singen könnt." Etwa 20 Mal wiederholten die Kinder das Lied: 'Liebes Himmelssöhnchen du...' Auf dem Berg durften beide Kinder das Jesuskind auf den Arm nehmen und sangen dieses neue Lied. Auch Rosl Bradl, die am Podium kniete, durfte das Jesuskind auf den Arm nehmen. Danach segnete das Jesuskind die Andachtsgegenstände, gab dann den Krankensegen und darauf den besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Zur Erika sagte es bei der Auffahrt: "Geht zur Grotte." Die Kinder gingen über den Altar hinweg am Baum zur Grotte. An der Grotte hörte Erika eine Stimme: "Es freut mich, dass ihr gefolgt habt. Ich bin die liebe Muttergottes. Geht jetzt wieder auf den Berg." Die Kinder gingen zum Berg und später mit ihren Eltern heim.

Mittwoch, 22. November 1950, abends 19.00 Uhr. Sieben Kinder und Waltraud gehen um 19.00 Uhr zum Berg. Als die Kinder kurz am Podium knieten, hört Erika eine Stimme: "Geht alle zur Himmelswiese." Die Kinder gingen mit Schmitt und ihren Eltern dorthin. Antonie sah bereits am Podium schon den Baron über dem Birkenwald. Sie sagte, dass der Baron schon beim zweiten Gesätz des Rosenkranzes erschienen ist. Auf halbem Weg zur Himmelswiese sahen auch Gretel, Erika und Maria den Baron. Die Kinder beteten den Rosenkranz mit. Als sie jedoch die Engel sahen auf der Wiese, liefen sie zu diesen. Antonie betete jedoch mit dem Baron weiter. Als sie den Rosenkranz beendet hatten, sagte der Baron zur Antonie: "Wollt ihr meinen Wunsch nicht erfüllen und mit mir den Rosenkranz zu Ende beten?" Die Kinder ließen von den Engeln und beteten den Rosenkranz zu Ende. Danach gingen sie zum Berg zurück. Nach kurzer Zeit hörte Erika eine Stimme, es war die Muttergottes, die sagte: "Gretel, Betti, Antonie und du, geht zum Mast." Auf dem Wege sahen die Kinder die heilige Theresia. Bald verschwand sie wieder. Als sie kam, sagte sie: "Es freut mich, dass ihr gekommen seid." Theresia segnete mit ihrem Kreuzlein und verschwand. Gretel sieht die heilige Margareta. Auch diese schwebte zu den Kindern herüber und sagte zur Gretel, dass sie sie abholen soll. Die Gretel ging ihr entgegen und begleitete sie zum Mast. Die Kinder begrüßten die heilige Margareta. Zur Gretel sagte sie: "Meine liebe Betti ist auch dabei." Die heilige Margareta war blau gekleidet und trug eine Toga. Das Haar fiel in Wellen auf die Schulter. Sie blieb nicht lange und war plötzlich verschwunden. Antonie sieht immer noch den Baron. Er sagte: "Die Leute können so viel zu mir beten. Warum tun es die Leute nicht?" "Ihr habt nicht mehr lange Zeit zur Umkehr", fuhr er kurz darauf fort. Nachdem die heilige Margareta verschwunden war, sah sie die heilige Barbara. Auch diese kam zu den Kindern herübergeschwebt und sagte zur Gretel: "Hol mich mit Betti ab." Am Mast begrüßten die Kinder die heilige Barbara. Sie hatte ein rosa Kleid an und trug eine Toga wie die heilige Margareta. Maria kommt hinzu. Erika, Antonie und Maria sehen den heiligen Antonius. Er kam mit dem Jesuskind auf dem Arm zum Mast und die drei Kinder holten ihn ab. Das Jesuskind segnete öfters. Als der heilige Antonius verschwunden war mit dem Jesukind, sehen die drei Kinder die heilige Elisabeth mit einem Engel über dem Birkenwald. Nach dieser Erscheinung sahen die Kinder nichts mehr und gingen zum Berg. Nach und nach gingen sie nach Hause.

Donnerstag, 23. November 1950, abends 19.00 Uhr. Sieben Kinder gehen zum Berg. Antonie sieht zuerst den Baron. Er sagte zu ihr: "Maria und du, kommt näher." Die übrigen Kinder gingen zur Himmelswiese, denn Erika hörte jene Stimme, die sagt: "Geht zur Himmelswiese." Dort erschienen die Engelein und sie durften mit ihnen etwas spielen. Antonie und Maria gingen zum Mast. Maria sieht ebenfalls den Baron über dem Birkenwald. Die beiden Kinder beten mit ihm den Rosenkranz. Zur Maria sagte der Baron: "Es freut mich, dass ihr meinen Wunsch erfüllt habt." Nach dem Rosenkranz sehen die zwei Kinder den heiligen Antonius mit dem Jesuskind auf dem Arm. Dieser sagte zur Maria: "Tretet etwas näher." Das Jesuskind kommt zum Mast. Auch der Kelchengel kam. Das Jesuskind stand mit bloßen Füßen auf den Blumen. Das Jesuskind forderte die Kinder auf, mit ihm auf den Berg zu gehen. Auf dem Weg dorthin sangen sie mehrere Lieder. Dort angekommen, segnete das Jesuskind die Andachtsgegenstände, gab seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Es forderte die zwei Kinder noch auf, zu den anderen auf die Himmelswiese zu gehen. Dort spielten sie mit den Englein. Auf dem Rückweg sahen Antonie und Maria den Baron, den heiligen Antonius und das Jesukind wieder – das Jesukind segnete. Dann sahen die Kinder ein großes Tor. Der Baron sagte: "Vor diesem Tor habe ich lange warten müssen, bis ich in den Himmel gekommen bin. Betet jetzt schon, dass ihr einmal in den Himmel dürft." Das Jesukind ging auch zum Tor hinein. Zur Maria sagte der Baron: "Ich bete sehr viel für mein Vaterland. Solche große Gnaden ist mein Vaterland gar nicht wert." Antonie hörte ihn sagen: "Wenn ihr meinen Rosenkranz betet, betet noch dazu: 'O Maria, hilf, dass ich einmal in den Himmel hineinkomme.'" Dann sahen beide wieder den Heiland und fünf Englein, die ein großes Schwert hatten. Der Baron sagte: "Lieber Heiland, halte doch deinen strafenden Arm noch eine Zeit lang zurück. Wenn sich die Menschheit nicht bessert, muss der liebe Heiland zuschlagen." Zur Maria sagte der Baron: "Der liebe Heiland hatte schon lange genug zugesehen, wie die Menschheit so schlecht ist." Die Englein verschwinden langsam. Der Heiland hat ein weißes Kleid an. Er sagte: "Liebe Kinder, kommt auch untertags hieher und betet viel und helft mir mein Kreuz tragen." Maria hörte den Baron sagen: "Lieber Heiland, ich bitte dich, mach doch, dass sich mein Vaterland bessert. Ich muss besonders für einige viel beten." Zur Antonie sagte der Baron: "Das Auge des Menschensohnes hat schon vieles gesehen." Antonie fragte: "Lieber Heiland, willst du uns einen Krieg schicken?" "Ja, wenn sich die Menschheit nicht bessert." Der Baron sagte: "Liebe Kinder, erzählt nicht viel davon in der Öffentlichkeit." Da kam die Muttergottes und sagte: "Ach, was muss mein Sohn für die sündige Menschheit leiden." Zur Antonie sagte der Baron: "Liebe Kinder, ihr dürft nicht denken, dass ihr schon rein seid, ihr begeht noch viele kleine Fehler." Zur Maria sagte er: "Liebe Kinder, ich hatte viel beten müssen, bis ich in den Himmel gekommen bin zum lieben Jesus." Der Heiland sagte zur Antonie: "Liebe Kinder, hängt alles Geweihte, was ihr habt, an euch, denn der Böse wird euch in nächster Zeit wieder einmal versuchen." Zur Maria sagte der Heiland: "Liebe Kinder, nehmt von den Blumen beim Lichtmast, wo ich gerade daraufgestanden bin, ein paar mit nach Hause und hängt sie euch um." Weiter sagte er zur Maria: "Die Menschheit muss sich noch viel bessern." Zur Antonie sagte der Baron: "Ach, was ist die Menschheit so schlecht." Maria hörte ihn sagen: "Der liebe Heiland muss für einige Personen viel leiden." Maria frug gleich: "Für welche?" Er sagte: "Für diejenigen, die an den lieben Heiland und seine liebe Mutter nicht glauben, dass sie euch Kindern in Thurn-Heroldsbach erscheint." Das hörte auch Antonie. Zur Maria sagte der Heiland: "Das Unheil ist nicht mehr fern. Ich sage es deshalb so oft, dass sich die Menschheit bessert." Dann sagte die Muttergottes zur Antonie: "Wenn ihr alle eure religiösen Sachen noch nicht weihen habt lassen, dann lasst sie weihen am 8. Dezember, damit ihr sie geweiht habt, wenn das Unheil kommt." Nun ging das Tor auf. Die Muttergottes, der Heiland, der heilige Antonius, der Baron und die fünf Engelein mit dem Schwert gingen hinein. Die Kinder sahen nichts mehr und gingen dann nach Hause.

Freitag, 24. November 1950, abends 19.00 Uhr. Gretel, Maria, Kuni, Irma und Waltraud gehen zum Berg. Antonie ist bereits schon oben. Sie sieht den Baron über dem Wald. Er sagte zur Antonie: "Wenn Maria kommt, geht zum Mast." Nach dem ersten Rosenkranzgesätz sehen beide Kinder den heiligen Antonius über dem Birkenwald mit dem Jesuskind. Sie gehen zum Mast. Der Baron fordert die beiden Kinder auf, noch näher zu kommen. Sie gehen über den Altar am Lichtmast noch etwas hinaus. Die anderen Kinder kommen vom Berg zum Mast. Gretel sieht die heilige Sophie, die sie aufforderte zu ihr zu kommen. Die Kinder gingen bis zum zweiten Mast. Der Baron forderte Antonie auf, wieder auf den Platz von gestern Abend zu gehen. Dieser Platz liegt zwischen dem Berg und der Himmelswiese auf halbem Weg. Antonie und Maria sehen von da aus ein großes Tor. Dann kam das Jesukind und die Muttergottes heraus und dahinter fünf Engel. Diese halten ein großes Schwert in der Hand, das etwa einen Meter lang ist. Maria sagte: "Das Tor glänzt ganz golden." Das Jesukind sagte: "Liebe Kinder, soll ich mit euch auf den Berg gehen? Ich komme nach dem Rosenkranz." Zur Maria sagte der Baron: "Es freut mich, dass ihr meinen Wunsch erfüllt und mit mir betet." Der Kelchengel kommt und reichte die mystische Kommunion. Hernach sagte der Herr Baron wiederum zur Maria: "Wenn ihr den Rosenkranz zu Ende gebetet habt, werde ich nicht mehr da sein." Plötzlich sehen Antonie, Maria und Frau Waha den Heiland über dem Wald. Die anderen vier Kinder kommen in diesem Augenblick mit dem Jesuskind vom Lichtmast zum Berg. Schmitt ging hin und fragte Gretel, ob das Jesukind bei ihnen sei. Sie bejahte es. Also konnte genau festgestellt werden, dass Antonie, Maria und Frau Waha den Heiland über dem Birkenwald sahen und gleichzeitig ging das Jesukind mit Gretel, Kuni, Irma und Waltraud zum Berg. Am Podium segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände, gab seinen Krankensegen. Die Kinder nahmen das Jesukind auf den Arm und sangen: 'Schlaf wohl...' Dann gab das Jesukind seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Es trug den Kindern auf, zur Himmelswiese zu gehen. Sie gingen mit Schmitt dorthin. Maria, Antonie und Frau Waha schließen sich an, denn sie sahen den Heiland und den Baron nicht mehr. Diese gingen mit den Engeln wieder ins Tor ein, das sich hinter ihnen schloss. Erika kommt hinzu. Die Kinder gingen zum Altar am Baum. Dort kam wieder das Jesukind, das zur Gretel sagte: "Wenn ihr brav seid, dürft ihr noch Schönes sehen." Nach der Begrüßung schwebte das Jesuskind hinüber zur Himmelswiese. Dort angekommen, sagte es wieder zur Gretel: "Geht weiter zu den Englein, die lehren euch einen neuen Rosenkranz. Ich bleibe hier bei euren Eltern." Erika hörte auch das Jesukind sagen: "Wenn ihr brav seid, dürft ihr noch Schönes sehen, was Schmitt gar nicht alles niederschreiben kann." Antonie und Maria sehen auf der Wiese Gott Vater. Die Kinder durften Gott Vater die Hand geben und ihn berühren. Er segnete mehrmals. Die Kinder betrugen sich sehr andächtig. Plötzlich war er wieder verschwunden. Die übrigen fünf Kinder gingen zu den Engeln. Diese lehrten die Kinder folgenden Rosenkranz! Sie beteten ihn zuerst vor wie folgt: Zuerst Glaube, Hoffnung und Liebe (wie beim Herz-Jesu-Rosenkranz) dann:

1. Ich gehe, wenn ich traurig bin, zur lieben Muttergottes hin.

2. Du stehst mir bei in großer Not.

3. Du kannst uns helfen in allen Gefahren.

4. Maria hilf mit uns beten.

5. Auch dein göttlicher Sohn soll mitbeten.

Bei den zwei Kindern Maria und Antonie ist die heilige Maria Goretti. Diese kleine Heilige blieb etwa drei bis vier Minuten da. Die anderen fünf Kinder kommen mit ihren Engeln und dem Jesukind herbei. Das Jesukind segnete noch einmal und schwebte mit einer Anzahl Engel in den Himmel. Nur für jedes Kind blieb ein Engel zurück. Zur Gretel sagte ihr Englein: "Geh du mit mir." Maria kommt hinzu und Gretel und Maria sehen die heilige Maria Goretti. Diese Heilige hatte ein rosafarbenes Gewand an mit Sternchen darauf. Um das Haupt hat sie einen Schleier. In der Hand hält sie einen Strauß aus lauter Lilien. Nach zwei Minuten verschwand die Erscheinung. Das Englein der Gretel schwebte den Wiesenhang hinan. Gretel folgte im raschen Lauf mit Schmitt. Da blieb Gretel plötzlich stehen und sagte: "Dort oben steht ja die Muttergottes mit blauem Mantel und einer Krone auf dem Haupt." Eiligst ging Gretel darauf zu. Gretel begrüßte die Muttergottes. Kuni kommt auch heran, sieht aber die Muttergottes nicht. Die Muttergottes lächelte und segnete mehrmals. Dann verschwand sie wieder. Maria und Erika kommen auch herbei, aber die Muttergottes war schon fort. Die Kinder zerstreuten sich mit ihren Englein. Zur Erika sagte eine Stimme: "Geh mit Gretel etwas weiter nach rechts." Beide Kinder folgten mit Schmitt dieser Stimme. Nach etwa 40 Meter sahen beide Kinder einen Dornbusch, darunter sahen sie den Eingang zu einer Höhle. Die Kinder schlüpften hinein und blieben wie gebahnt stehen, denn sie sahen eine Höhle, die ganz von Gold glitzerte. Von der Decke herab strahlte ein großer silberner Stern. An der Rückwand stand ein großer Engel mit einem großen Kelch in der Hand und darüber eine frei schwebende große Hostie. Plötzlich verschwand der Engel und der Heiland kommt herein und stellt sich vor den beiden Kindern auf ein Podest. Er forderte die beiden Kinder auf, nachdem sie ihn begrüßt hatten: "Schaut einmal unter den Altar." Die Kinder zögerten zuerst und dann schauten sie nur einen ganz kurzen Moment unter den Altar, indem sie die weiße Linnendecke etwas emporhoben. Ein Ausdruck des Erstaunens entrang sich ihren Lippen. Unter dem Altar erstrahlte eine wunderbare Monstranz. Immer wieder schauten die Kinder hinunter und konnten sich nicht genug wundern über den Glanz der heiligen Gefäße. Sie sahen nämlich auch eine zweite Monstranz und zwei schöne Kelche. Auch ein Weihrauchfass sahen sie noch. Von der Höhle aus konnten die Kinder durch ein Fenster ins Freie sehen. Sie sahen, wie Maria herankam. Beide Kinder riefen laut: "Maria, komm herein! Warte aber, wir gehen hinaus und führen dich, denn sonst kommst du nicht herein!" Die beiden Kinder liefen durch den Gang zurück. (Es war genau der Weg, den sie genommen hatten beim Eintritt.) Maria sah Gretel und Erika, dass sie auf der Wiese standen, und sonst nichts. Als die beiden aber vor ihr standen, wunderte sie sich, dass ein Dornbusch vor ihr stand. Sie ging gebückt durch den Eingang der Höhle und folgte den übrigen. Drinnen sagte sie zu Schmitt: "Ich bin ja in einer Höhle. Vorhin habe ich doch Gretel und Erika anders gesehen." Maria begrüßte auch den Heiland und schaute unter den Altartisch, von den beiden ersten aufgefordert. Sie zählte drei Monstranzen und drei Kelche. Dann forderte der Heiland sie auf, mit ihm zu gehen. Es ging in eine Kirche. Diese war verschlossen. Die Kinder mussten sich aufbäumen, um die Tür öffnen zu können. Gebannt blieben sie stehen, denn sie befanden sich in einer regelrechten Kirche. Vorne ein großer Altar. Das Altarbild stellt die fünf Kreuzwegstationen dar. Der Heiland ging in eine Bank und sagte dabei zu den Kindern: "Gretel darf jetzt den Priester machen und Maria und Erika die Ministranten." Die drei Kinder gingen in die Sakristei. Erika läutete eine große Glocke. Als die Kinder aus der Sakristei kamen, war der Heiland nicht mehr da. Sie wunderten sich überhaupt, dass sie plötzlich auf der Wiese standen. Sie gingen zum Berg zurück und beteten den Wundenrosenkranz. Danach gingen sie nach Hause.

Samstag, 25. November 1950, abends 19.00 Uhr. Sechs Kinder gehen zum Berg. Betti war nicht dabei. Erika sieht den Baron über dem Birkenwald. Er forderte Erika, Antonie und Maria auf, zum Mast zu gehen. Dort sehen die drei Kinder den heiligen Antonius mit dem Jesukind auf dem Arm über dem Wald. Das Jesukind kommt zu den Dreien am Mast herübergeschwebt. Zur Antonie sagte das Jesuskind: "Liebe Kinder, geht ihr mit mir auf den Berg?" Sie antworteten: "Ja." Auf dem Weg zum Berg sagte das Jesukind wieder zur Antonie: "Wenn ich die Andachtsgegenstände geweiht habe und in den Himmel aufgefahren bin, so geht dann auf die Himmelswiese." Das Jesukind blieb sehr kurz am Podium. Es segnete die Andachtsgegenstände und fuhr dann segnend in den Himmel auf. Die Kinder gehen auf die Himmelswiese. Auf der Himmelswiese erschien das Jesukind den Kindern. Es sagte zur Erika: "Jetzt wird ein Engel kommen und auf eure Rosenkranzkreuzchen einen Blutstropfen aus einem Kelch fallen lassen." Gleich darauf stand der Engel mit Kehlchen vor ihnen. Dann sagte das Jesukind weiter: "Spielt jetzt mit den Englein, ich bleibe bei euren Eltern." Auf der Himmelswiese kommt auch der Kelchengel und reichte den Kindern die heilige Kommunion. Nach einer Weile gingen die Kinder zum Jesukind zurück. Es sagte: "Liebe Kinder, gebt mir eure Hand und berührt nochmals alles an mir. Ich gebe euch meinen besonderen Segen und fahre mit meinen Englein in den Himmel auf." Die Kinder gingen danach zum Berg zurück und nach einer Weile heim.

Sonntag, 26. November 1950, 15.00 Uhr. Sämtliche Kinder mit Hildegard sind am Berg. Hildegard sieht den gekreuzigten Heiland über dem Birkenwald mit je zwei Engeln rechts und links vom Heiland. Etwas später sieht Gretel das Jesukind am Himmel, hinter dem Jesukind einen Thron, darauf sitzt die Gottesmutter, rechts und links mehrere Englein. Die Muttergottes sagt zur Gretel: "Jetzt will ich euch segnen, dass ihr einig bleibt." Die Muttergottes und das Jesukind segneten gleichzeitig. Maria sieht den Herrn Baron, der sagt: "Betet, betet, betet, dass ihr in den Himmel kommt." Hildegard sieht einen Engel mit einer Kerze, der sagt: "Es brennt immer eine Kerze bei uns." Gretel sieht zwei Engel, die einen Kelch, darüber eine Hostie, in der Hand halten. Dann sieht Gretel nur noch die Muttergottes, die ihren Mantel ausbreitet, etwa zwei bis drei Minuten lang. Maria hört, wie der Baron betet: "Lieber Heiland, lass mein Vaterland nicht zugrunde gehen." Gretel und Kuni sehen, wie viele Engel mit Instrumenten sich um die Muttergottes stellten, auch sahen die beiden Kinder wieder das Jesukind bei der Muttergottes. Das Jesukind sagte: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben und in den Himmel fahren." Dann sehen Gretel und Kuni, wie das Jesukind, die Muttergottes und alle Engel in den Himmel fahren. Maria sieht immer noch den Baron. Dann sieht Maria noch dazu die Muttergottes, den Heiland und fünf Engel. Die Engel trugen ein Schwert in der Hand und zwar gemeinsam. Maria fragte nach der Bedeutung des Schwertes. Die Muttergottes sagt: "Ich kann den strafenden Arm meines Sohnes nicht mehr zurückhalten, wenn sich die Menschen nicht bessern." Maria hört, wie der Baron den Heiland bittet: "Mach doch, dass sich mein Vaterland bessert!" Um 15.45 Uhr sehen die Kinder die Erscheinung nicht mehr und gehen heim.

Sonntag, 26. November 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder, ohne Hildegard, sind am Berg. Antonie sieht über dem Birkenwald das Jesukind. Alle Kinder gehen zum Mast, weil das Jesukind zum Mast herüberschwebt. Maria und Erika sehen den Baron. Die Kinder begleiten das Jesukind zum Podium, dort segnet das Jesukind die Andachtsgegenstände, erteilt den Krankensegen und fährt wieder in den Himmel. Antonie und Gretel hören eine Stimme: "Geht nochmals zum Mast." Alle Kinder gehen nochmals zum Mast. Gretel sieht die Muttergottes vom Birkenwald herüberschweben. Alle Kinder begrüßen die Muttergottes. Antonie sieht den gekreuzigten Heiland mit der heiligen Magdalena und dem heiligen Johannes. Antonie hört sagen: "Das alles muss der liebe Heiland für die sündige Menschheit leiden." Dann hörte Antonie den Baron sagen: "Es wird eine schreckliche Zeit über euch kommen. Aber ich bete, dass ihr diese schreckliche Zeit übersteht." Antonie und Erika bleiben bei Schlötzer am Mast, die übrigen Kinder begleiten die Muttergottes zum Podium. Auch Maria sieht die Muttergottes. Der Baron ist wieder verschwunden. Antonie und Erika werden vom Heiland zum nächsten Lichtmast gerufen. Dort fangen zwei Engel das heilige Blut aus den Wunden vom Heiland auf, schweben herüber zu den beiden Kindern und reichen ihnen und Schlötzer das heilige Blut, jeder Engel für sich. Die Engel schweben zurück zum Heiland. Inzwischen kommen die Kinder in Begleitung der Gottesmutter vom Podium wieder zurück zu den anderen beiden Kindern Antonie und Erika. Dort fährt die Muttergottes in den Himmel auf. Vorher lehrte die Muttergottes der Gretel folgendes Gebetchen, das auf Wunsch der Gottesmutter nach jedem Gesätzchen Rosenkranz gebetet werden soll: 'O Maria, lass uns unter deinem Mantel stehen, denn das ist das Haus, da können wir nicht zugrunde gehen.' Bevor der Baron verschwand, sagte er noch zur Antonie: "Ich habe die Muttergottes gebeten, dass sie in Thurn-Heroldsbach erscheint, aber mein Vaterland verdient es nicht." Die Erscheinung verschwand. Die Kinder gehen heim.

Montag, 27. November 1950, abends 19.00 Uhr. Sechs Kinder gehen zum Berg. Antonie kommt nach. Erika sieht den Baron über dem Birkenwald. Er sagt zur Erika: "Liebe Kinder, kommt näher." Alle Kinder gehen zum Mast. Dort angekommen sagte der Baron zur Erika: "Liebe Kinder, wenn ihr fleißig betet, könnt ihr einiges vom Unglück abwenden. Die Sünde in der Welt ist erbarmungslos." Bald darauf sagte er weiter: "Der liebe Heiland kann der sündigen Menschheit nicht mehr länger zusehen." Gretel sieht währenddessen die kleine heilige Theresia über dem Wald. Zur Erika sagte nochmals der Baron: "Betet, betet! Durch euer Gebet könnt ihr manches vom Unglück abwenden." Antonie, die hinzukommt, sieht fünf Engel über dem Wald mit einem großen Schwert in der Hand. Erika sieht jetzt den leidenden Heiland über dem Birkenwald. Er sagte zu ihr: "Seht, Kinder, das muss ich für die sündige Menschheit leiden." Maria sieht auch den Baron und dieser sagt ebenfalls zu ihr: "Betet, betet, dass ihr einmal in den Himmel kommt." Antonie sieht den Heiland ganz weiß gekleidet über dem Wald mit gefalteten Händen. Nach vier Minuten sieht Antonie den Heiland nicht mehr. Alle Kinder stehen beim untersten Lichtmast. Zur Erika sagte der Baron: "Liebe Kinder, betet viel, denn der Teufel fängt bei kleinen Dingen an, bei euch und bei euren Eltern." Nachdem die Erscheinungen vorbei waren und die Kinder gemeinsam zum Podium zurückgingen, sah Gretel den Heiland aus dem Himmel schauen. Er segnete mehrmals. Auch sagte er, dass er dem Volk auf dem Berg seinen besonderen Segen gibt. Am Berg angekommen, trugen alle Kinder ein Kreuz zur Grotte und wieder zurück und beteten den Wundenrosenkranz gemeinsam. Als sie auf den Berg zurückkamen, sah die Muttergottes aus dem Himmel. Gretel allein sah sie. Sie sagte zur Gretel, dass sie die Andachtsgegenstände segne und dem Volk ihren Segen gebe. Dann ging sie wieder in den Himmel ein.

Dienstag, 28. November 1950, 19.00 Uhr. Alle Kinder sind am Berg. Antonie sieht über dem Birkenwald den Herrn Baron. Fünf Engel halten zusammen ein langes Schwert in der Hand. Gretel und Maria sehen das Jesukind über dem Birkenwald, es spricht: "Holt mich ab." Alle Kinder gehen zum Mast. Dort begrüßen die Kinder das Jesukind, das inzwischen herüberschwebte. Antonie sieht den Baron nicht mehr. Die Kinder begleiten das Jesukind zum Podium. Vorher kam der Kelchengel und reichte den Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Am Podium segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände, gab den Krankensegen und fuhr (dabei segnend) in den Himmel auf. Die Kinder trugen noch ein Kreuz vom Podium zur Grotte und zurück und gingen dann heim.

Mittwoch, 29. November 1950, abends 19.00 Uhr. Gretel, Kuni, Maria, Erika, Betti und Antonie kommen zum Berg. Während des zweiten Gesätzchens des Rosenkranzes schaute das Jesukind aus dem Himmel. Nur Gretel sah es. Es ging ein Tor auf und das Jesukind kam heraus. Es segnete die Andachtsgegenstände und anschließend gab es seinen Krankensegen. Dann segnete es die Leute auf dem Berg. Dann kamen zwei Englein aus dem Himmelstor und stellten sich links und rechts neben das Jesukind. Bald darauf kam der Kelchengel, der sich hinter das Jesukind stellte. Nach einer Minute kam er zu den Kindern und reichte ihnen die heilige Kommunion. Dann fuhr er in den Himmel auf und stellte sich wieder hinter das Jesukind. Das Jesukind sagte zur Gretel: "Ich will jetzt die Priester segnen, die an mich glauben." Nach drei Minuten ging das Jesukind mit den drei Engeln wieder in den Himmel ein und das Tor schloss sich. Antonie sieht den Baron. Nach einer Weile sahen die Kinder das Jesuskind am untersten Mast. Sie liefen darauf zu und begrüßten das Jesuskind. Die anderen Kinder kamen ebenfalls vom Berg. Das Jesuskind blieb etwa fünf Minuten da. Es regnete in Strömen. Die Kinder sangen mehrere Lieder. Plötzlich war das Jesuskind verschwunden. Die Kinder gingen in die Kapelle.

Donnerstag, 30. November 1950, 19.00 Uhr abends. Alle Kinder sind am Berg. Eine Stimme sagt zur Gretel: "Geht zum Mast." Unterwegs nach dort sieht Gretel, Antonie und Maria einen Schein am Mast. Kurz darauf erkannten die Kinder die heilige Maria Goretti, sie segnete die Kinder. Anschließend fuhr die Erscheinung wieder in den Himmel. Danach erschien den Kindern das Jesuskind, aber nur kurze Zeit. Nachdem das Jesukind gesegnet hatte, fuhr es wieder in den Himmel. Die Kinder trugen anschließend ein Kreuz wie am 28. November. Dabei erschien das Jesuskind nochmals am Himmel und segnete. Die Kinder gingen heim.

(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 2)

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