Freitag, 1. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder außer Antonie gehen zum Berg. Am Podium hört Maria eine Stimme, die sagt: "Gretel und du, geht mit Schmitt zum Mast!" Als die beiden Kinder auf dem Wege dorthin waren, liefen plötzlich zwei Englein vor ihnen her. Am Altar am Mast angekommen, knieten sich die Englein mit zwei Knien und neigen andächtig den Kopf. Den beiden Kindern fiel das gleich auf. Danach gingen die Englein mit den Kindern weiter zum ersten Mast. Dort kam das Jesukind zu ihnen. Es blieb nur ganz kurze Zeit. Nach der Begrüßung fuhr es gleich wieder auf. Die Englein forderten die Kinder auf, ihnen zu folgen. Sie gingen zur Grotte und von da zum Altar am Baum. Bald darauf stand das Jesuskind wieder vor ihnen. Dann sagte es zur Gretel: "Jetzt will ich Schlötzer und Schmitt besonders segnen, weil sie so viel mitzumachen haben." Es sagte weiterhin, dass es mit ihnen zum Podium gehen werde. Die Kinder beteten den neuen Rosenkranz, das Jesuskind segnete nochmals und fuhr wieder auf. Darüber wurden die beiden Kinder ganz traurig, weil das Jesuskind nicht mit ihnen ging, sondern in den Himmel auffuhr. Aber die Kinder erstaunten darüber, dass das Jesuskind nicht einging, sondern am Himmel blieb und kurz darauf wieder herniederschwebte. Es sagte: "Weil ihr so lieb und so gut seid, bin ich nochmals gekommen."
Plötzlich wurde das Jesuskind vor ihnen größer und größer, bis es ihre Größe hatte. Es sagte: "So groß war ich, als ich zwölf Jahre alt war." Die Kinder baten das Jesuskind, es möge doch mit ihnen zum Podium gehen. Es kam ihrer Bitte nach. Auf dem Wege dorthin segnete das Jesuskind mehrmals. Am Podium musste Schmitt im Auftrag des Jesuskindes sagen, dass es vor den Kindern als Jesusknabe stehe. Der Jesusknabe segnete dann die Andachtsgegenstände und gab seinen Krankensegen. Nach diesem durften die übrigen Kinder, Betti, Irma, Erika, Hildegard, dem Jesuskind die Hand geben. Dann segnete dieses nochmal und fuhr in den Himmel. Die Kinder blieben weiter am Podium. Hildegard sah über dem Birkenwald ein Englein. Auch ein Buch hatte es bei sich. Es sagte: "Daraus lesen wir immer." Hildegard frug, wie dieses Buch heiße. Der Engel sagte: "Die lieben Kinder und der Heiland." Hildegard bat den Engel, er möge einen Satz daraus vorlesen. Dieser sagte: "Es waren viele Kinder, die eine Mutter so lieb hatten..." Während dieser Schauung sah Gretel am Himmel den gekreuzigten Heiland und daneben seine heilige Mutter, den heiligen Johannes und die Maria Magdalena. Der Heiland segnete und es verschwand diese Erscheinung danach. Hildegard sah, nachdem der Engel verschwunden war, die Muttergottes über dem Wald. Sie gab ihren besonderen Segen und segnete auch anschließend die Andachtsgegenstände. Etwa drei Minuten blieb sie über dem Birkenwald, dann verschwand sie wieder. Die Kinder gingen danach nach Hause.
Samstag, 2. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Gretel, Maria und Antonie sind am Berg. Die Kinder sehen vom Birkenwald herüber zum Mast das Jesuskind schweben. Am Mast erkannten die Kinder das Jesuskind als zwölfjährigen Knaben. Zur Hildegard sagte der Jesusknabe, Herr Schlötzer soll es den Leuten sagen, dass ich als zwölfjähriger Knabe bei euch bin. Am Podium angekommen, segnete der Heiland die Andachtsgegenstände und gab den Krankensegen. Danach fährt der Jesusknabe wieder in den Himmel. Gretel und Maria sehen am Mast einen Lichtschein. Antonie, Gretel und Maria gehen zum Mast. Dort stand die heilige Maria Goretti mit einem Lilienstrauß in der Hand. Die Erscheinung segnete die Kinder und fährt in den Himmel. Dann sehen die drei Kinder den Baron über den Birken. Zur Gretel sagt der Baron: "Ich bete Tag und Nacht für mein Vaterland." Nach einigen Minuten sieht Gretel die heilige Theresia mit einem Kreuz in der Hand. Der Baron ist wieder verschwunden. Gretel hört die Stimme der heiligen Theresia, die sagt: "Kommt mir entgegen, bis ich Halt sage." Kurz vor der Grotte hörte Gretel von der heiligen Theresia, sie sollen halten. Die heilige Theresia schwebte zu den Kindern herunter. Die Kinder begleiten die Heilige zur Grotte. Von dort sahen die Kinder, wie die heilige Theresia zum Bildstock schwebte. Dort kam auch das Jesuskind hinzu. Die heilige Theresia segnete die Kinder einzeln und fuhr in den Himmel auf. Das Jesuskind schwebt in Begleitung der Kinder zum Apfelbaum, von dort zur Himmelswiese. Nach etwa fünf Minuten segnete das Jesuskind die Kinder und fuhr in den Himmel. Die Kinder trugen anschließend noch ein Kreuz und gingen dann heim. Schlötzer besuchte noch Kuni daheim, die krank war. Kuni erzählte folgendes: Ich betete vorhin mit meiner Mutter den Rosenkranz, da hörte ich dreimal klopfen, ganz sonderbar. Ich frug: "Wer bist du?" Ohne dass ich etwas sah, hörte ich eine Stimme: "Ich bin Maria Goretti, das liebe Jesulein hat mir erlaubt zu kommen, um dich zu segnen." Sonst hörte Kuni nichts.
Sonntag, 3. Dezember 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Sieben Kinder, außer Kuni, kommen zum Berg. Maria hört eine Stimme, die sagt: "Gretel, Antonie und du, geht mit Schlötzer oder Schmitt auf die Himmelswiese." Gretel und Antonie sehen einen kleinen Schein über dem Birkenwald. Kurz darauf sehen sie das Jesukind darinnen. Es segnete und schwebte dann zur Himmelswiese hinüber. Die drei Kinder gingen mit Schlötzer auf die Himmelswiese. Die anderen Kinder blieben mit Schmitt am Podium. Erika sieht den Baron über dem Wald. Er sagte zu ihr: "Betet gerne diesen Rosenkranz." Es wurde der Wundenrosenkranz gebetet. Bald sagte der Baron weiter: "Betet viel für die Bekehrung Russlands! Betet viel, dass der Heiland viel vom Unglück zurückhalten kann." Das Jesuskind kommt mit den drei Kindern und Schlötzer zum Podium. Es segnete die Andachtsgegenstände, gab seinen Krankensegen und fährt dann nach dem besonderen Segen in den Himmel auf. Hildegard sieht nach der Auffahrt des Jesuskindes die Muttergottes eine Zeit lang über dem Birkenwald. Sie segnete mehrmals und verschwand dann wieder. Sechs Engel standen um die Muttergottes herum. Die Kinder gingen später nach Hause.
Sonntag, 3. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Maria, Erika, Gretel, Antonie und Hildegard gehen zum Berg. Dort hört Maria eine Stimme, die sagt: "Geht zum Lichtmast." Die Kinder gingen hin. Erika, Maria, Gretel und Antonie sehen die heilige Maria Goretti über dem Wald. Sie kommt herübergeschwebt und fordert die Kinder auf, zum untersten Lichtmast zu kommen. Die Kinder begrüßten sie. Antonie sieht auf einmal die heilige Maria Goretti nicht mehr, sondern den Heiland, weiß gekleidet, die Muttergottes und den Baron über dem Wald. Etwa fünf Minuten sah Antonie diese Erscheinung. Als Maria Goretti aufgefahren war, hörte Maria eine Stimme, die sagte: "Antonie und du, geht zum Bild der Grotte." Irma und Betti kommen zu den Kindern am Mast. Antonie sah zuerst am Bildstock neun Engel stehen. Maria zündete eine Kerze an der Grotte an und kam dann zum Bildstock. Als die Maria herbei kam, sagte sie gleich, dass viele Englein da seien. Ein Englein sagt: "Geht mit uns zum Berg." Maria sagte, in der Mitte sei ein 'Englein', das eine kleine Kugel in der Hand hatte und darauf ein goldenes Kreuzlein. Maria meinte, dass dies bestimmt das Jesuskind sei. Da die Englein vor ihnen liefen, wollte sie etwas vorgehen und näher hinschauen. Da knieten sich alle Englein hin, denn das 'Englein' mit der Kugel segnete. Nun erkannten beide Kinder, dass es das Jesuskind ist. Am ersten Mast schlossen sich die anderen Kinder an. Am Podium segnete das Jesuskind die Andachtsgegenstände, gab seinen Krankensegen und fuhr nach dem besonderen Segen in den Himmel auf. Auf dem Wege zum Berg sangen die Kinder zu Ehren des Jesuskindes einige Lieder.
Montag, auf Dienstag, 4./5. Dezember 1950, nachts 0.00 Uhr. Etwa 300 Wallfahrer aus Forchheim, Reuth, Burk kommen zu Fuß um 0.30 Uhr zum Berg. Antonie, Gretel, Erika und Maria, die um 0.00 Uhr zum Berg gegangen waren, gingen mit der Lichterprozession der Wallfahrer. Auf dem Wege von Forchheim nach Heroldsbach sah Herr Roth von der Ortsgrenze Burk an bis zum Bahnhof Hausen die Muttergottes vor der Wallfahrt herschweben. Zwei Frauen trugen Kreuze, die die Wallfahrer stifteten. Beim Bahnhof Hausen fuhr die Muttergottes wieder in den Himmel und kam aber wieder, als die Wallfahrt Hausen verließ, und schwebte wieder mit der Wallfahrt bis zum Kreuz an der Straßenkreuzung. Dort kamen drei Engel vom Himmel hernieder und holten die Muttergottes ab. Die Muttergottes segnete öfters die Wallfahrer. Während der Lichterprozession an der Erscheinungsstätte kamen auf dem Rückwege vom Waldkreuz zum Berg vier Englein, die vor den vier Kindern herschwebten. Als die Kinder am Podium knieten, sahen sie einen kleinen Schein über dem Wald. Bald darauf sahen sie das Jesuskind darin, das segnete und forderte sie auf zum Lichtmast zu kommen, um es abzuholen. Nach der Begrüßung ging das Jesuskind zum Berg. Auf dem Wege sagte das Jesukind zur Gretel, dass es am Berg die Wallfahrer segnen werde. Am Berg angekommen, weihte es die Andachtsgegenstände, gab seinen Krankensegen und sagte dann, dass es nun die Wallfahrer besonders segne. Dann fuhr es in den Himmel auf. Es sagte noch: "Liebe Kinder, geht jetzt heim."
Mittwoch, 6. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sechs Kinder, außer der kranken Kuni, gehen zum Berg. Gretel sieht zuerst das Jesukind über dem Birkenwald. Es forderte die Kinder auf, es am Lichtmast abzuholen. Die Kinder begrüßten das Jesukind, das mit ihnen dann zum Berg ging. Dort segnete das Jesuskind die Andachtsgegenstände und gab den Krankensegen. Dann segnete es nochmals besonders und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder blieben noch einige Zeit am Podium knien. Maria hörte eine Stimme, die sagte: "Geht zum Bildstock der Antonie. Gretel, Erika und du." Die drei Kinder folgten. Von der Seite sahen sie die Muttergottes dort stehen, ganz in weiß gekleidet, einen Schleier auf dem Haupt und eine goldene Krone darauf, neben ihr stand der heilige Antonius, die heilige Margareta, die heilige Regina und die heilige Elisabeth. Nach der Begrüßung waren die Heiligen verschwunden. Die Muttergottes blieb etwas länger und war plötzlich dann auch verschwunden. Die Kinder gingen zum Berg zurück. Auf dem Weg dorthin sah Gretel die Heiligste Dreifaltigkeit am Himmel. (Gnadenstuhl.) Gott Vater segnete zuerst, dann flog der heilige Geist ein Kreuz. Nach dieser Erscheinung gingen die Kinder heim.
Donnerstag, 7. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder sind am Berg einschließlich Hildegard. Die Kinder, außer Irma und Betti, sehen am Mast die heilige Maria Goretti. Sämtliche Kinder gehen zum Mast. Über dem Birkenwald erschien das Jesuskind, das ebenfalls her über zum Mast schwebte. Die heilige Maria Goretti segnete die Kinder und fuhr wieder in den Himmel auf. Die Kinder begleiteten das Jesuskind zum Berg. Dort segnete das Jesuskind die Andachtsgegenstände, gab den Kranken- und besonderen Segen und fuhr wieder in den Himmel auf. Hildegard sah allein den Kelchengel am Podium, der allen Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten reichte. Antonie und Erika blieben bei Schlötzer noch eine Weile, die anderen Kinder gingen heim. Die beiden Kinder Antonie und Erika sahen über dem Birkenwald den Herrn Baron. Schlötzer ging mit den Kindern zum Birkenwald zum kleinen Bildstock. Dort schwebte der Herr Baron bis auf zwei Meter herunter zu den Kindern. Die Kinder erfasste erst der Schrecken, da sie es noch nicht gewohnt waren, so nah den Herrn Baron zu sehen. Kurz darauf kam auch das Jesuskind hinzu. Es sagte zu den beiden Kindern: "Herr Schlötzer darf jetzt auch die heilige Kommunion empfangen." Nach Aussagen der Kinder kam ein Engel und reichte die heilige Kommunion. Kurz darauf verschwand das Jesuskind wieder, der Baron sagte zu den beiden Kindern: "Liebe Kinder, kommt morgen um zwölf Uhr auf den Berg, da werdet ihr was Schönes erleben. Geht allein mit Schlötzer, wo ihr nicht gesehen werdet." Dann verschwand auch der Herr Baron. Die Kinder gingen heim.
Freitag, 8. Dezember 1950, nachmittags 15.00 Uhr. (400 Omnibusse, etwa 50.000 Personen.) Alle Kinder, außer Rosl und Waltraud, gehen zum Berg. Kurz beim Podium angekommen, sehen die Kinder außer Irma und Betti die Muttergottes mit dem Jesukind auf dem Arm über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Lichtmast abzuholen. Die Muttergottes segnete öfters beim Herüberschweben zum Mast. Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes, die danach mit ihnen zum Berg ging. Hildegard sagte: "Die Muttergottes segnete nach beiden Seiten." Am Podium segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab dann ihren Krankensegen und anschließend den besonderen Segen für das Volk. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Es darf verkündet werden, dass ich als Königin da bin mit meinem lieben Sohn auf dem Arm." Die Muttergottes weilte längere Zeit am Podium, und segnete mehrere kranke Kinder, die herbeigebracht wurden. Die Muttergottes sagte zur Gretel: "Mein Sohn und ich geben nochmals unseren besonderen Segen und fahren dann in den Himmel auf." Die Kinder blieben danach noch weiter am Podium. Nach zehn Minuten sah Hildegard die Muttergottes nochmals über dem Wald. Sie segnete mehrmals und verschwand wieder.
Freitag, 8. Dezember 1950, 12.05 Uhr. Schlötzer ging mit Erika und Antonie auf die Himmelswiese. Die Kinder sahen über dem Bildstock am Birnbaum einen großen Schein. Beim Näherkommen erkannten die Kinder die Muttergottes. Das Jesuskind hatte die Muttergottes auf dem Arm. Drei Engel erschienen mit. Die Kinder sahen auch den Herrn Baron in der Nähe der Grotte auf einer Wolke schweben. Er sagte zur Antonie: "Liebe Kinder, betet, betet, betet, das Unheil ist sehr nahe." (NB! Nicht veröffentlichen.) Das Jesuskind sagte zur Antonie: "Betet, betet viel für die Bekehrung Russlands." Die Muttergottes und das Jesukind schwebten weiter zum Wald, da die Beter vom Berg die Kinder erkannten und herbeiströmten. Um 12.15 Uhr fuhr die Muttergottes und das Jesuskind am Waldrand wieder in den Himmel. Die Kinder sahen noch die Erscheinung der heiligen Elisabeth und die des heiligen Antonius mit dem Jesukind. Alle beiden Heiligen sagten gleichzeitig: "Liebe Kinder, wenn ihr wollt, dann kommt heute Abend an einen Platz, wo ihr allein seid, da werden wir euch wieder erscheinen." Die Kinder gingen heim.
Freitag, 8. Dezember 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Alle Kinder, auch Rosl, gingen zum Berg. Die Muttergottes ist über dem Birkenwald ohne das Jesuskind diesmal. Die Kinder gehen zum Lichtmast und begrüßen dort die Muttergottes, die inzwischen vom Birkenwald herübergeschwebt war. Zur Gretel sagte die Muttergottes: "Auch die Herren, die bei euch sind, dürfen mir die Hand geben." Es waren Schmitt, Schlötzer, Dr. Sigl, Dr. Heil, Koch, Dr. Fuchs und Rathmann. Danach ging die Muttergottes zum Berg mit den Kindern. Die Kinder sangen ihr zu Ehren ein Lied: 'Sei gegrüßet...' Zur Kuni sagte die Muttergottes: "Liebe Kinder, seid recht brav, es sind viele Spötter da." Am Podium segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gab ihren Krankensegen. Nachdem sie ihren besonderen Segen gegeben hatte, fuhr sie in den Himmel auf. Antonie, Gretel und Maria gingen mit Schlötzer zur Himmelswiese. Dort kam das Jesukind und verweilte längere Zeit bei ihnen. Die anderen Kinder am Podium gingen nach dem Rosenkranz heim. Bevor die Muttergottes in den Himmel auffuhr, sagte sie zur Hildegard: "Liebe Kinder, ihr werdet heute noch eine schwere Stunde haben. Ich werde mich nur den Kindern zeigen an Weihnachten. Ich werde Abschied heute nehmen."
Freitag, 8. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder gehen zum Berg. Die Muttergottes ist über dem Birkenwald und fordert die Kinder auf, sie am Mast abzuholen. Auch diesmal segnete die Muttergottes mehrmals, als sie vom Wald zum Mast herüberschwebte. Nach der Begrüßung ging die Muttergottes gleich mit den Kindern zum Berg. Am Mast sagte sie zur Maria: "Gretel, Antonie und du, geht mit Schlötzer und Schmitt gleich auf die Himmelswiese, dort wird mein liebes Kind kommen." Am Podium sagte die Muttergottes zur Hildegard: "Ich werde jetzt von euch Abschied nehmen. Aber Weihnachten werde ich mich euch allein zeigen. Singt mir zu Ehren ein Lied." Die Kinder sangen: 'Sei gegrüßt...' Der Kelchengel kommt und reicht den Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann weihte die Muttergottes die Andachtsgegenstände und segnete die Kranken. Dann durften die Kinder die Muttergottes umarmen. Inzwischen gingen Gretel, Maria und Antonie mit Schmitt und Schlötzer zur Himmelswiese. Dort sahen die Kinder von der Ferne schon einen kleinen Schein. Sie gingen darauf zu, sahen aber noch nicht das Jesuskind. Beim Schein angekommen, knieten sie sich hin und beteten. Nun sahen sie erst das Jesukind, das sie dann begrüßten. Das Jesuskind forderte die Kinder auf, mit ihm zum Berge zu gehen. Gretel sagte: "Das Jesuskind sagt ganz traurig: Heute werde ich auf einige Zeit von euch Abschied nehmen. Wenn ihr in Not seid, werde ich bei euch sein." Bald darauf sagte das Jesuskind weiter: "Liebe Kinder, seid ihr nicht traurig? Ich werde euch nicht verlassen. Betet nur viel und bringt viele Opfer." Das Jesuskind kommt zum Podium. Die Muttergottes ist noch da. Gretel, Antonie und Maria dürfen die Muttergottes ebenfalls umarmen, wie auch Schlötzer, Schmitt und Norbert Langhojer. Dann kam der Kelchengel und reichte den drei Kindern die heilige Kommunion. Hildegard führte den Kelch den drei Kindern an den Mund. Die heilige Hostie reichte der Engel selbst. Das Jesuskind, das die anderen Kinder inzwischen auch begrüßt hatten, war verschwunden. Nun segnete die Muttergottes nochmals besonders und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim.
Samstag, 9. Dezember 1950. Nachmittags 15.00 Uhr waren die sieben Kinder und Hildegard und Cäcilia aus Rodalben bei Fehrbach, Freundin von Senta Roos, mit Rathmann, Randsberger und Dr. Fuchs und Elisabeth Schindler beim Podium. Die Kinder knien nieder und kurz darauf gehen Maria, Gretel und Antonie bis zum ersten Lichtmast und knieten sich dort nieder. Kurz darauf gingen Erika und Betti mit Rathmann zu diesen Kindern. Erika sagte: Maria hat ihr zugewinkt, sie und Betti sollen kommen. Rathmann ging mit diesen beiden Kindern zu den anderen Kindern am ersten Lichtmast. Um 15.06 Uhr kommt eine Kreuzträgergruppe zu den Kindern am Lichtmast, darauf liefen die fünf Kinder in Richtung Birkenwald davon und ließen Herrn Rathmann stehen. Um 15.08 Uhr sehen Hildegard und Kuni beim Apfelbaum vom Podium aus die Maria Goretti ganz weiß, mit fünf weißen Lilien in der Hand. Kuni, Hildegard und Cäcilia gehen mit Randsberger, Fuchs und Elisabeth Schindler zum Apfelbaum. Um 15.12 Uhr beim Apfelbaum angelangt, knien alle nieder. Die Kinder gaben der Maria Goretti die Hand. Elisabeth Schindler dankt der Maria Goretti für ihr Erscheinen. Sie antwortet durch Kuni: "Ich wäre nicht da, wenn es mir das liebe Jesukind nicht erlaubt hätte." Frau Schindler bittet dann Maria Goretti, da sie aus Italien stamme, beim Heiligen Vater für uns einzutreten. Maria Goretti sagte zur Hildegard: "Weil ihr nicht zu den anderen dürft, komme ich zu euch." Randsberger betet dann: Wir wollen der Muttergottes Freude machen durch ein reines Leben. Anschließend gemeinsames 'Gegrüßet seist du, Maria...' Um 15.15 Uhr kommt Rathmann dazu. Maria Goretti sagt zur Kuni: Das Jesulein hat gesagt: "Ich soll nicht länger bleiben." Sie fügt kurz darauf hinzu: "Das liebe Jesulein hat mir erlaubt, dass ich euch segnen darf." Sie segnete. Irmgard sagt zur Kuni: "Sie soll der Maria Goretti sagen, dass sie der Muttergottes und dem Jesukind einen Gruß ausrichten möge." Maria Goretti antwortet: "Ich werde es tun." Etwa gleichzeitig sagte Frau Schindler, die von der Äußerung der Irma nicht gehört hatte: "Wir danken dir. Grüße das liebe Jesulein." Maria Goretti antwortet zur Kuni: "Das werde ich tun." Um 15.16 Uhr fährt Maria Goretti in den Himmel auf.
Sonntag, 10. Dezember 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Sämtliche Kinder mit Hildegard sind am Berg. Antonie, Maria, Erika und Gretel gehen zum Lichtmast. Über dem Birkenwald war die heilige Maria Goretti und segnete mehrmals und verschwand dann wieder. Dann sahen die Kinder, wie das Jesukind vom Himmel herab segnete und dann wieder verschwand. Vorher sagte das Jesukind zur Erika: "Du, Maria, Antonie und Gretel, geht zur Himmelswiese." Erika sah dort vier kleine Engel kommen. Sie sagten: "Liebe Kinder, wenn ihr nicht brav seid, dann werden wir wieder in den Himmel auffahren." Sie sprachen weiter: "Das liebe Jesuskind hat uns erlaubt, euch zu segnen." Danach gingen die Kinder heim.
Sonntag, 10. Dezember 1950, nachmittags 17.00 Uhr. Hildegard, Gretel und Maria sind am Berg. Alle drei Kinder sahen über dem Birkenwald die heilige Maria Goretti, kurz darauf sah auch Hildegard die heilige Theresia nebenan. Beide Erscheinungen schwebten herüber zum Mast. Die Kinder begrüßten die beiden Erscheinungen, sie segneten und verschwanden wieder. Anschließend erschien den Kindern der gekreuzigte Heiland. Zu beiden Seiten waren je ein Engel. Die Kinder hörten von den Engeln, wie sie sagten: "Wir beten beständig für euer Vaterland, dass es verschont bleibe." Der Heiland segnete und verschwand mit den Engeln. Die Kinder gingen heim.
Sonntag, 10. Dezember 1950, 19.00 Uhr. Alle Kinder sind am Berg. Hildegard sieht am Mast zwei Gestalten, sie hört die Stimme: "Kommt näher." Die Kinder gehen zum Mast. Am Mast erkannte Hildegard die heilige Theresia und die heilige Maria Goretti. Die beiden Erscheinungen sagten: "Es freut mich, dass ihr gekommen seid." Sie segneten die Kinder und fuhren um 19.20 Uhr wieder in den Himmel. Über dem Birkenwald sahen die Kinder für einige Minuten einen großen Engel mit einem Kelch in der Hand und darüber eine Hostie. Die Kinder gingen dann wieder heim.
Montag, 11. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Antonie, Gretel, Maria, Erika, Kuni, Betti und Irma gehen zum Berg. Während den ersten Gesätzen vom Rosenkranz sieht Maria die heilige Maria Goretti über dem Birkenwald. Diese sagte zur Maria: "Kommt zum Mast." Alle Kinder gingen zum Altar am Mast. Erika sieht den Baron über dem Wald. Maria hört am Mast eine Stimme, die sagt: "Antonie und du, geht zum ersten Mast." Beide Kinder gingen hin. Dort sah Maria allein nur den Heiland im weißen Kleide. Die Kinder begrüßten ihn. Er blieb aber nur sehr kurz und war plötzlich verschwunden. Daraufhin gingen beide Kinder wieder zu den anderen am Lichtmast zurück. Nach zwei Minuten sah Gretel den Heiland am Kreuz über dem Wald. Er forderte Gretel auf, mit Kuni zum ersten Mast zu kommen. Der Heiland kommt herübergeschwebt und bleibt etwa zwei Meter vor den Kindern. Beide Kinder küssten die Fußwunden des Heilandes und umarmten das Kreuz. Die anderen Kinder kommen nach und gehen weiter zur Grotte. Dort kamen Englein. Etwa zehn Minuten blieben die Englein, die mit den Kindern zum Bildstöckchen auch gegangen waren, dann fuhren sie in den Himmel auf und die Kinder gingen zum Berg zurück und trugen unter dem Wundenrosenkranzgebet ein Kreuz zur Grotte. Gretel und Kuni blieben am ersten Mast beim gekreuzigten Heiland. Gretel und Kuni sahen auch rechts des Kreuzes die Muttergottes und links des Heilandes den heiligen Johannes. Die Kinder sangen mit Schmitt das Lied: 'Sei gegrüßet, sei geküsset...' und beteten ein 'Vater unser' dazwischen. Während der zweiten Strophe sagte der Heiland: "Ihr dürft meine Wunden küssen. Ich reiche euch meine Hände vom Kreuz herab." Die beiden Kinder und Schmitt durften zuerst die Fußwunden küssen (die Füße waren übereinander genagelt), dann die rechte Hand und dann die linke. Die heilige Seitenwunde berührten die Kinder, mit der Hand zuerst ihren Mund und dann die Wunde, da der Heiland am Kreuze hing, etwa 80 cm über dem Boden. Der Heiland forderte die Kinder auf, zu beten. Er sagte auch: "Ich muss viel, viel leiden. Seht Kinder, was ich leiden muss." Die Erscheinung dauerte etwa fünf Minuten. Der Heiland segnete mehrmals. Die Muttergottes und der heilige Johannes weinten. Dann fuhren sie in den Himmel auf. Ein Englein stand plötzlich vor den Kindern und sagte: "Der Heiland wird im Grab zu euch kommen, kommt mit mir." Das Englein ging voraus. Gretel sagte: "Jetzt deutet das Englein nach links mit der rechten Hand." Die Kinder gingen vom Wege auf dem mit Schnee bedeckten Acker etwa 20 Meter weiter. Dann blieb das Englein stehen. Die beiden Kinder staunten auf einmal, dass vor ihnen ein kleiner Hügel ist und ein Tuch darüber. Das Englein sagt: "Seht, hier liegt der Heiland im Grab." Es kamen plötzlich vier Englein herbei und hoben das Tuch auf. Vor den Kindern lag der Heiland im Grab mit einem weißen Gewand bekleidet. Sein Gesicht war ganz bleich. Die Hände sind über die Brust gekreuzt. Die Füße sind frei. Gretel frug das erste Englein, ob sie den Heiland auf die Stirne und auf die Füße küssen dürfen. Das Englein sagte: "Ja, tut das nur." Mit wirklicher Andacht und Ergriffenheit taten dieses die beiden Kinder. Die Kinder gerieten nun ganz außer sich, als sie inne wurden, dass sie nichts mehr von der Umwelt sehen. Um sie ist eine Wand gezogen. Die Decke ist nur zwei Meter hoch, da sie sagten: "Herr Schmitt, wenn sie sich ausstrecken, dann können sie hinauflangen." Die beiden Kinder sehen den Lichtmast nicht mehr, obwohl dieser nur 20 Meter entfernt ist, und hören auch ihre Eltern nicht mehr beten. Schmitt sagte zur Gretel, sie möge einmal an der Wand entlang gehen, damit er feststellen kann, wie groß der Raum ist. Gretel ging ringsherum. Der Raum war oval und hatte einen Durchmesser in der Länge von etwa zwölf Meter. Das Grab lag in der Mitte. Noch mehr gerieten die Kinder ins Staunen, als der Raum immer kleiner wurde. Sie bekamen es mit der Angst zu tun, da sie der Meinung waren, er drückt sie zusammen, wenn es so weiter geht. Schmitt versuchte durch die Wand zu gehen, denn er sah ja nichts. Die Kinder hielten ihn krampfhaft fest und sagten: "Sie können uns doch nicht alleine lassen in dem Raum." In der Größe einer Grabkammer von etwa drei Meter Länge und 1,50 Meter Breite blieb der Raum. Als die Kinder wieder ihre Aufmerksamkeit dem Grabe zuwenden wollten, war es nicht mehr da, auch die Englein waren nicht mehr da. Die Kinder wunderten sich, dass sie auf der Erde im Schnee standen. Die anderen Kinder kamen herbei und alle gingen zum Berg.
Mittwoch, 13. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Neun Kinder, außer Waltraud, gehen zum Berg. Zur Maria sagte beim Podium während des ersten Gesätzes des Rosenkranzes eine Stimme: "Gretel, Kuni und du, geht zur Himmelswiese mit Schmitt." Von weitem sahen die drei Kinder das Jesukind auf der Wiese. Sie begrüßten das Jesukind. Die Eltern der Kinder, sowie Frau Waha kommen auch hinzu. Während diese dem Jesuskind die Hand geben durften, sagte das Jesukind zur Gretel: "Schau dich einmal um!" Gretel kniete so, dass sie den Hang hinaufsah. Sie drehte sich um und sagte plötzlich, dass Engel weiter unten auf der Wiese sind. Das Jesukind sagte wieder zu ihr: "Ihr drei Kinder geht zu ihnen, während die Eltern bei mir bleiben sollen." Etwa zehn Minuten blieben die Kinder bei den Englein. Es sagte das Jesukind zu Frau Waha, die bei ihm kniete und es auch sah: "Die Kinder sollen kommen, ich gehe mit ihnen zum Berg." Gretel sieht auf dem Wege zum Berg das Jesukind eine Zeit lang nicht mehr. Kurz vor dem Podium sah Gretel es wieder, das zu ihr dann sagte: "Ich habe dich nur prüfen wollen." Am Berge durften die Kinder, die nicht mit auf der Himmelswiese waren, dem Jesukind die Hand geben. Danach segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände, gab seinen Krankensegen und fuhr, nachdem es nochmals besonders gesegnet hatte, in den Himmel auf. Hildegard sieht danach über dem Birkenwald die kleine heilige Theresia. Nach zwei Minuten verschwand sie wieder. Die Kinder blieben noch eine Zeit am Podium und gingen dann heim.
Donnerstag, 14. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Die sieben Kinder gehen zum Berg. Maria hört am Podium eine Stimme, die sagt: "Gretel, Antonie und du, geht zum Mast." Gretel sieht die heilige Maria Goretti, während Maria die heilige Theresia sieht. Maria sieht jedoch bald darauf auch die heilige Maria Goretti, die zum Bildstock hinschwebte und über diesem blieb, aber über den Baumspitzen. Die anderen Kinder kommen vom Berg und gehen mit Norbert zur Grotte. Erika sieht dabei den Baron über dem Birkenwald. Beim Weggehen vom Berg sieht Erika das Jesukind über dem Wald. Am Bildstock sehen Maria, Antonie und Gretel nichts mehr. Da kamen auf einmal drei kleine Englein. Sie beten und singen mit den Kindern. Ein Englein sang folgendes Lied vor: 'Liebes Jesulein, kehre ein in mein Herzelein, liebes Jesulein.' Nach fünf Minuten gehen die drei Engel mit den Kindern zum Berg zurück. Die Kinder vor der Grotte schließen sich an. Kaum waren die Kinder beim Podium und die Engel aufgefahren, hörte Maria eine Stimme sagen: "Gretel, Antonie und du, geht nochmals zum Mast." Sie folgten. Die kleine heilige Theresia erschien nochmals über dem Wald und blieb etwa zwei Minuten dort. Dann verschwand sie. Die Kinder gingen heim.
Freitag, 15. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind mit Herrn Schlötzer am Berg. Gretel, Maria und Erika, sehen die heilige Maria Goretti über dem Birkenwald. Sie sagt zur Gretel: "Kommt näher!" Die Kinder gehen zum Mast. Die heilige Maria Goretti schwebt zu den Kindern und segnet. Um 19.10 Uhr fährt die heilige Maria Goretti wieder in den Himmel auf und sagt: "Sollen Englein zu euch kommen?" Die Kinder sagten: "Ja." Kurz darauf kamen vier Englein zu den Kindern. Die Kinder hörten, wie die Englein folgende Lieder sangen:
1. 'Liebes Jesulein, wie bist du so gut und kommst zu den Kindern in jeglicher Not. Jesulein, Jesulein, Jesulein lieb.'
2. 'Liebes Jesulein, liebes Jesulein, kehr in mein Herzelein ein. Jesulein, Jesulein, Jesulein.'
Vorgenannte zwei Liedchen hörten Gretel und Antonie. Maria und Erika hörten: 'Liebes Jesulein, wie bist du so gut, ich schließe dich in mein Herz hinein, in mein kleines Herz hinein.'
Das Jesulein kam zu den Kindern und reichte ihnen und Herrn Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Die Englein fuhren in den Himmel, anschließend auch das Jesuskind. Hierbei sagte das Jesuskind: "Meine liebe Mutter wird euch segnen." Kurz darauf sahen die Kinder die Muttergottes aus dem Himmel schauen. Sie sagte zur Gretel und Maria: "Ich gebe euch meinen besonderen Segen und weihe die Andachtsgegenstände der Leute."
Samstag, 16. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Alle Kinder gehen zum Berg. Antonie, Gretel und Maria sehen bald darauf Maria Goretti. Diese sagte zu ihnen: "Diejenigen, die mich sehen, sollen zu mir kommen." Alle Kinder gehen zum zweiten Lichtmast. Die drei Genannten gehen weiter zum ersten Lichtmast. Am ersten Lichtmast kam Maria Goretti vom Birkenwald herüber. Die drei Kinder gaben ihr die Hand. Es kommen auch drei Englein noch, die sich Johannes, Franz-Josef und Peter nennen. Sie lernen den Kindern ein Liedchen folgenden Inhaltes: 'Liebes Himmelssöhnchen du, bist so hold und bist so gut. Liebes Jesulein, liebes Jesulein, liebes Jesulein!'
Die Kinder gehen mit den Engeln auf den anliegenden Acker. Maria Goretti war plötzlich weg. Die Kinder bitten die Englein, sie möchten doch das Jesuskind bitten, dass es herunterkommt. Sie schwebten zum Himmel auf. Gleich darauf kommt wirklich das liebe Jesulein. Die Kinder begrüßen es. Während die Kinder mit den Englein spielen durften, blieb das Jesukind bei den Eltern und Herrn Rathmann. Diese beten den Herz-Jesu-Rosenkranz. Die Kinder kamen bald zurück und baten das Jesukind, es möge doch mit ihnen auf den Berg gehen. Es geht aber nicht mit. Es segnete jedoch die Andachtsgegenstände und gab seinen besonderen Segen. Dann fuhr es in den Himmel auf. Die Kinder gingen danach nach Hause.
Samstag, 16. Dezember 1950, abends 21.00 Uhr. Gretel, Kuni und Maria gingen mit der Wallfahrt, die von Reuth kam (100 Personen), zum Berg und von da zur Grotte. An der Grotte kamen drei Englein, die mit den Kindern zum Berg zurückgingen. Auf dem Weg zum Berg sagt Gretel zu ihrem Englein: "Sei so gut und sage dem Jesukind, es möge doch zu uns herunterkommen." Das Englein lächelte nur. Am Podium baten die drei Kinder ihre Engel, sie möchten das Jesukind bitten, dass es doch zu ihnen und den Wallfahrern herunterkomme. Auf einmal fuhren die drei Englein in den Himmel auf und kamen bald darauf wieder herunter. Die Kinder hörten, wie sie das Jesukind baten. Das Jesukind schaute aus dem Himmel und segnete. Die Kinder baten das Jesukind innig, es möge doch einen Augenblick zu ihnen kommen. Das Jesukind willfahrte ihrer Bitte und schwebte zum Podium hernieder. Dort begrüßten die Kinder das Jesukind. Das segnete danach die Andachtsgegenstände und sagte zur Gretel, dass es die Wallfahrer besonders segnet. Es gab auch seinen Krankensegen. Die Kinder durften das Jesukind auch auf den Arm nehmen. Sie sangen das Lied: 'Schlaf wohl...' Danach segnete das Jesukind noch zweimal und fuhr in den Himmel auf. Es forderte bei der Auffahrt die Kinder auf, nun heimzugehen. Die Wallfahrer blieben bis nachts 2.00 Uhr und gingen dann wieder zurück.
Sonntag, 17. Dezember 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind am Berg. Nach etwa 15 Minuten sahen Gretel, Maria und Kuni die heilige Maria Goretti über dem Birkenwald. Die Heilige segnete und verschwand wieder. Nachdem die Kinder einige Zeit am Berg gebetet hatten, gingen sie wieder heim.
Sonntag, 17. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder mit Hildegard sind am Berg. Hildegard sieht die Muttergottes über den Birken und sagt: "Jetzt gebe ich meinen besonderen Segen." Antonie, Gretel, Maria und Kuni sehen über den Birken die heilige Maria Goretti. Die vier Kinder gingen zum Mast. Maria Goretti verschwand wieder und zwei Englein kamen zu den Kindern. Gretel und Kuni hörten, wie die Engel sagten: "Muttergottes, ich hab dich so lieb, ich will dich loben und preisen in alle Ewigkeit." Die übrigen Kinder vom Berg kommen hinzu. Antonie sah das Himmelstor sich öffnen, zwei Engel mit Fackeln in der Hand standen davor. Zwei Gestalten kamen heraus – eine Frau und ein Mann. Antonie sagte: "Die Engel jagen die zwei Gestalten aus dem Himmel, sie meinen, es seien Adam und Eva." Maria und Antonie frugen die zwei Engel, wie sie heißen. Das eine Englein sagte: "Ich heiße Andreas-Franz." Das andere sagte: "Herr Schlötzer weiß es schon." Schlötzer sagte: "Ich sehe euch doch nicht, seid ihr meine Geschwisterlein?" Die Kinder hörten von den Engeln: "Ja." Zum besseren Verständnis der folgenden Dinge muss ich einige Daten meiner verstorbenen Angehörigen angeben. 1915 verstarb meine Mutter Eva Schlötzer, 1938 verunglückte mein einziger Bruder mit 30 Jahren. 1917 heiratete mein Vater wieder, aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor, die aber im Alter von acht bzw. zehn Tagen starben. Meine zweite Mutter, Maria Schlötzer, starb 1947 und mein Vater 1948. Die beiden oben genannten Engel waren also die verstorbenen Kinder aus zweiter Ehe meines Vaters. Schlötzer sagte zu den Kindern: "Fragt einmal, ob die Mutter der beiden Engel schon im Himmel ist." Die Kinder fragen – sie hörten: "Sollen wir sie holen?" Die Kinder sagten: "Ja." Die beiden Engel schwebten nach oben. Nach einer Weile sagten die Kinder: "Jetzt kommen die beiden Engel wieder, ein größerer Engel ist dabei." Nun standen die drei Engel vor den Kindern. Schlötzer frug: "Bist du meine Mutter?" Der Engel verneinte dies. Darauf frug Schlötzer: "Bist du die Mutter der beiden kleinen Engel?" Der große Engel sagte: "Ja." Dann bedankte sich Schlötzer, zum großen Engel hingewendet, für alle Mühe und Sorgen, die seine zweite Mutter für ihn aufwendete. Daraufhin trat nach Aussagen der Kinder, der große Engel näher, zeichnete ein Kreuz auf die Stirn von Herrn Schlötzer und verschwand wieder. Die beiden Engel blieben da. Bemerkt sei noch, dass der große Engel blondes Haar trug. Antonie, Maria gingen mit ihren beiden Englein etwas weiter. Da sagten die Kinder: Herr Schlötzer, dort steht ein großer Engel mit rosa Kleid und schwarzem Haar. Die Kinder traten hinzu. Dann frugen die Kinder: "Wer bist du?" Die kleinen Engel sagten: "Das ist Herrn Schlötzer seine..." Weiter sprachen die Engel nichts. Die Kinder sagten: "Herr Schlötzer, Ihre Mutter war doch schon da, haben Sie eine Schwester gehabt?" Schlötzer sagte, nein. Schlötzer sagte: "Kinder, ich habe eine zweite Mutter gehabt, vielleicht ist dies meine erste Mutter." Die Kinder frugen nochmals, bist du Herrn Schlötzer seine Mutter? Der große Engel sagte: "Ja." Dann zeichnete der Engel nach Aussage der Kinder ein Kreuz auf die Stirne und verschwand wieder. Meine Mutter trug zu Lebzeiten schwarze Haare. Nach einer Weile sahen die Kinder wieder einen großen Engel mit blondem Haar, dieser Engel war größer als der der letzten beiden Erscheinungen, er hatte ein weißes Kleid an, das Haar war kürzer als bei den beiden anderen. Die Kinder frugen wieder, wer der Engel sei. Die beiden kleinen Englein sagten: "Das ist Herrn Schlötzer sein..." Weiter sprachen die kleinen Engel wieder nichts. Die Kinder frugen Schlötzer: "Haben Sie einen Bruder gehabt?" Schlötzer sagte: "Ja." Die Kinder frugen die beiden Englein nochmals, wer der große Engel sei. Darauf sagten die beiden Engel: "Es ist Herrn Schlötzer sein Bruder." Danach verschwand der große Engel. Dann kam zu den beiden Kindern das Jesukind hinzu. Die Kinder frugen: "Liebes Jesulein, war das Herrn Schlötzer seine erste und zweite Mutter, sowie sein Bruder?" Die Kinder hörten vom Jesuskind: "Ja." Dann sagte Schlötzer den Kindern, dass auch sein Vater gestorben ist. Die Kinder frugen dann das Jesukind, ob der Vater von Herrn Schlötzer schon im Himmel sei. Das Jesukind sagte: "Nein, für den muss noch gebetet werden." Bevor das Jesuskind in den Himmel auffuhr, sagte es zu Antonie und Maria: "Am Heiligen Abend werde ich Herrn Schlötzer eine besondere Freude machen." Die beiden Kinder sahen das Jesukind nicht mehr. Gretel und Kuni sahen die heilige Maria Goretti mit dem Jesukind auf dem Arm. Antonie und Maria sahen das Herz-Mariä mit Schwert und Dornenkrone. Antonie und Maria sahen den Herrn Baron mit fünf Engeln, die ein Sehwert in der Hand hielten. Kurz darauf verschwand auch diese Erscheinung wieder. Alle Kinder gehen nun zum Mast zurück. Dort sah Hildegard den Kelchengel kommen, der reichte allen die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Der Engel sagte: "Betet noch kurz, dann geht heim." Die Kinder gehen zum Podium. Dort sah Hildegard am Himmel die Muttergottes, die sagte: "Ich segne die Andachtsgegenstände und gebe den Krankensegen." Dann verschwand die Erscheinung. Die Kinder gingen heim.
Montag, 18. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Gretel, Maria, Kuni, Erika, Irma und Betti gehen zum Berg. Während des zweiten Gesätzes des Rosenkranzes sieht Gretel die Maria Goretti über dem Wald. Erika sieht den Baron über dem Wald. Gretel wird aufgefordert, mit allen Kindern zum Mast zu kommen. Auf dem Wege dorthin sieht Gretel das Jesuskind neben der heiligen Maria Goretti. Das Jesukind schwebt vom Wald herüber zum ersten Mast. Die Kinder eilen schnell dahin: Sie begrüßen das Jesukind. Während der Begrüßung verschwand die heilige Maria Goretti. Zur Gretel sagte das Jesuskind: "Ich gehe mit euch zum Berg." Auf dem Wege dorthin sagte es wiederum zur Gretel: "Wo ist meine kleine Antonie?" Niemand wusste es. 30 Meter vor dem Podium sagte das Jesukind zur Gretel: "Singt mir zu Ehren ein Lied." Auf dem Berg segnete das Jesukind mehrmals. Die Kinder durften es nacheinander auf den Arm nehmen und sangen das Lied: 'Schlaf wohl...' Etwa fünf Minuten blieb das Jesukind da. Es segnete auch die Andachtsgegenstände, gab den Krankensegen anschließend Nachdem es seinen besonderen Segen gegeben hatte, fuhr es in den Himmel auf. Die Kinder blieben weiterhin am Berg. Gretel sieht nach einiger Zeit einen großen Engel über dem Birkenwald, der in der Hand einen großen Kelch mit einer großen Hostie darüber hält. Kleine Englein kommen und stellen sich herum. Es sind 21 Englein. Maria dagegen sieht Maria Goretti über dem Wald und Erika die kleine heilige Theresia. Gretel sagt, dass die kleinen Englein um den großen Engel gehen und singen. Sie hört das Lied: 'Liebes Himmelssöhnchen du, schlafe...' Erika sieht hinter der heiligen Theresia die kleine Hyazintha stehen. Gretel sieht auf einmal die Engel nicht mehr, sondern eine Kirche über dem Wald. Sie hat zwei Türme. Engel kommen und ziehen hinein. Kuni sieht dies auch. Die anderen beiden Kinder sehen nichts mehr. Gretel und Kuni sehen, wie die Kirche sich dreht, und sehen auch, dass die Kirche vier Türme hat, zwei waren vorher verdeckt gewesen. Nach einiger Zeit verschwand diese Erscheinung. Es kam zuvor noch ein großer Engel, der über der Kirche schwebte. Er hatte ein Spruchband in der Hand, worauf stand: "Liebe Kinder, geht jetzt heim, ihr habt was Schönes gesehen."
Mittwoch, 20. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sechs Kinder, außer Antonie, gehen zum Berg. Gretel sieht Maria Goretti über dem Wald. Sie kommt zum Altar am Mast geschwebt und alle Kinder gehen nach dort, um sie zu begrüßen. Maria Goretti segnete auch und fuhr wieder in den Himmel auf. Das Jesukind sah auf Bitten der Kinder, die zum Berg wieder zurückgegangen waren, aus dem Himmel und segnete. Es segnete auch die Andachtsgegenstände und gab seinen besonderen Segen, dann ging es wieder in den Himmel ein. Die Kinder gingen daraufhin in die Kapelle. Nach etwa einer Viertelstunde sahen Gretel und Kuni ein Englein vor sich in der Kapelle stehen. Das Englein ging zur Tür hinaus und sah draußen zum Fenster herein. Es winkte den beiden Kindern. Diese folgten und gingen hinaus. Das Englein ging vor ihnen her zum Altar am Mast. Dort kam noch ein zweites Englein. Die Kinder beten und singen am Mast. Da sagt ein Englein zur Gretel: "Es ist doch schön, wenn ihr uns auch einmal Lieder vorsingt und wir nicht immer euch. Singt nur weiter." Nach etwa fünf Minuten sagt ein Englein zur Gretel: "Das Jesukind und die Muttergottes haben uns erlaubt, dass wir euch segnen dürfen." Sie segneten mit drei Fingern. Da sagte Gretel zu ihrem Englein: "Liebes Englein, so schön wie das Jesukind kannst du doch nicht segnen." Darauf antwortete dieses ganz traurig: "Das wissen wir schon." Die Englein gingen dann voraus zum Berg und stellten sich dort auf die Blumen, die neben der Muttergottes auf dem Steinsockel stehen. Bald kamen sie aber heruntergeschwebt vor das Podium und fuhren von da in den Himmel auf. Die Kinder baten sie, doch das Jesukind nochmals zu bitten, dass es aus dem Himmel schauen und sie segnen möge. Das Jesukind kam auf ihre Bitten hin und segnete mehrmals. Dann ging es in den Himmel ein und sagte zur Gretel: "Liebe Kinder, wenn ihr wollt, könnt ihr heimgehen." Sie beteten noch den Wundenrosenkranz.
Donnerstag, 21. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder, außer Irma, sind am Berg. Maria sieht über den Birken die heilige Maria Goretti, daneben eine weitere Gestalt, die sie nicht erkennen kann. Maria frug diese Gestalt, wer sie sei. Diese sagte: "Ich bin die Mutter von Herrn Schlötzer." Die heilige Maria Goretti kommt näher. Die Kinder gehen zum Mast. Dort war bereits die heilige Maria Goretti, daneben die Mutter von Schlötzer. Die heilige Maria Goretti segnete und verschwand mit dem Engel wieder. Dann sahen Antonie und Maria das Jesukind vom Birkenwald herüberschweben zum Mast. Die Kinder begleiteten das Jesukind zum Podium. Unterwegs nach dort sagte es zur Maria: "Meine liebe Mutter und ich kommen am 24., 25., 26., auch am 6. Januar." Die Kinder gingen anschließend heim.
Freitag, 22. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Neun Kinder (außer Rosl) gehen zum Berg. Als die Kinder vor dem Podium knieten, hörte Maria eine Stimme, die sagt: "Geht zum Mast." Antonie, Gretel und Maria mussten vom zweiten Mast zum ersten Mast gehen. Dort kamen die Englein, die zuerst nur Maria sah. Hildegard sieht die heilige Theresia über dem Birkenwald. Die drei Kinder gingen vom ersten Mast weiter zur Grotte und dann auf den Acker am ersten Mast. Dort kamen wiederum drei Engel. Sie beteten und sangen mit ihnen. Die Engel blieben nur kurz. Die Kinder gingen zum Altar am Mast zurück und auf dem Wege dorthin kamen die übrigen Kinder, die ebenfalls an der Grotte waren, wo die heilige Theresia bei ihnen war, zu den drei hinzu. Am Altar am Mast stand vor den Kindern plötzlich das liebe Jesukind. Die Kinder begrüßten es und dann ging das Jesukind mit ihnen zum Berg. Dort segnete es die Andachtsgegenstände, dann gab es den Krankensegen und anschließend den besonderen Segen und fuhr wieder in den Himmel auf. Die Kinder blieben weiter am Podium knien. Da sagte eine Stimme zur Gretel: "Geh mit Erika und Kuni nochmals zum Mast." Dort sehen die Kinder nochmals drei Engel. Sie frugen die Engel nach ihren Namen. Gretels Englein hieß Maria Goretti, Erika ihres Maria Theresia und Kuni ihres Maria Kunigunda. Am Mast sehen die Kinder über dem Birkenwald die heilige Maria Goretti. Maria Goretti blieb nur kurz, segnete die Kinder und fuhr in den Himmel, währenddessen sah Hildegard am Podium die heilige Theresia über dem Birkenwald, wie schon eingangs erwähnt. Sie ging mit Rathmann und Norbert und den übrigen Kindern zum Mast, wohin die heilige Theresia schwebte. Frau Waha sieht das Jesukind über dem Wald, das segnete und wieder verschwand. Vom Altar am Mast gingen sie, nachdem die heilige Theresia verschwunden war, zum ersten Mast. Dort sah sie die Maria Goretti. Diese sagte: "Wenn ihr braver seid, kommt die Gottesmutter zu euch." Die Muttergottes kam auch kurz zu den Kindern auf dem Wege vom ersten Mast zur Grotte. Sie segnete mehrmals und fuhr wieder in den Himmel auf. Der Kelchengel kam und die Kinder empfingen die heilige Kommunion. Sie gingen dann wieder zur Grotte und bald darauf wieder zum Berg zurück. Sie begleiteten dann mit den ersten drei Kindern das Jesukind zum Berg.
Samstag, 23. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind am Berg, außer Antonie. Maria hört die Stimme des Jesukind: "Du und Gretel, geht zum Mast." Nach einer Weile bekamen Kuni und Erika ebenfalls vom Jesukind den Auftrag, zum Mast zu gehen. Antonie stand bereits am Mast und wartete auf die anderen Kinder. Antonie sieht über dem Birkenwald den Heiland in Lebensgröße, er sagt zur Antonie und Maria: "Heute will ich euch selbst die heilige Kommunion bringen." Der Heiland schwebte herüber und reichte den beiden Kindern und Schlötzer die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann sagte der Heiland: "Jetzt will ich euch ganz rein machen, bereitet euch auf den Heiligen Abend vor." Die Kinder sahen drei Strahlen vom Himmel herab auf die drei Anwesenden kommen, dies sahen die Kinder einige Sekunden. Der Heiland verschwindet wieder, die Kinder sahen einen großen Engel kommen mit rosa Kleid, es war die zweite Mutter von Herrn Schlötzer. Sie zeichnete ein Kreuz auf die Stirn von Herrn Schlötzer und verschwand wieder. Antonie und Maria sahen über dem Birkenwald einige Flammen auflodern, darinnen kniend eine Gestalt mit grauen Haaren und nach oben ringenden Händen. Daneben sahen die beiden Kinder den gekreuzigten Heiland, der aus allen Wunden blutete. An den Handwunden und an der Seitenwunde schwebte je ein Engel mit einem Kelch in der Hand, ebenso stand an den Fußwunden ein Engel. Die Engel fingen mit dem Kelch das Heilige Blut auf. Die Kinder sagten, wenn der Kelch voll ist, schütten die Engel den Kelch über die Flammen. Die Kinder hörten, wie die Gestalt in den Flammen sagte: "Durch das kostbare Blut Jesu-Christi werde ich am Heiligen Abend erlöst." Die Kinder fragten: "Bist du Herrn Schlötzer sein Vater?" Die Gestalt sagte: "Ja." Dann sagte der Vater von Schlötzer: "Ich kann den morgigen Tag nicht mehr erwarten." Schlötzer ließ die Kinder fragen: "Sind die Eltern der Frau Schlötzer schon im Himmel?" Der Heiland antwortete: "Morgen Nacht um zwölf Uhr kommen sie in den Himmel." Die Mutter von Frau Schlötzer starb 1947, der Vater 1925. Da der Vater und die Mutter ein vorbildliches Leben führten, ließ Schlötzer die Kinder nochmals fragen, warum die Eltern seiner Frau verhältnismäßig lang im Fegfeuer dulden mussten. Der Heiland antwortete: "Für die ist nicht genug gebetet worden." (Eine Mahnung für uns alle, für unsere Verstorbenen viel zu beten.) Nach etwa 10 bis 15 Minuten verschwand die Erscheinung wieder. Das Jesukind kam nochmals zu den Kindern und sagte: "Geht mit mir auf den Berg." Am Podium gab das Jesukind seinen besonderen Segen, den Krankensegen, ferner den Segen für die Andachtsgegenstände. Dann begleiteten die Kinder das Jesukind zum Mast, das Jesukind segnete und fuhr in den Himmel. Schlötzer betete mit den Kindern noch kurz zum Dank für alle erhaltenen Gnaden, da sahen Gretel und Antonie die heilige Theresia und Maria Goretti am Himmel segnen. Beide Heiligen sagen zugleich: "Wenn ihr wollt, dann geht heim." Die Kinder gingen heim.
Heiliger Abend, 24. Dezember 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Sämtliche Kinder mit Hildegard sind am Berg. (Rathmann Begleiter.) Die Muttergottes erscheint über dem Birkenwald mit dem Jesukind auf dem Arm. Die Muttergottes ist weiß gekleidet mit Schleier, ohne Krone. Sie schwebt zum Lichtmast. Die Kinder holen die Muttergottes am Mast ab. Die Kinder berühren die Muttergottes, auch die Herren durften die Muttergottes berühren. Die Muttergottes sagt: "Begleitet mich zum Podium." Unterwegs segnet die Muttergottes mehrmals nach rechts und nach links. Weiter sagte die Muttergottes: "Singt mir ein Lied." Am Podium segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gibt den Krankensegen. Das Jesukind segnet die Schweizer. Die Muttergottes und das Jesukind geben ihren besonderen Segen und fahren in den Himmel auf.
Sonntag, 24. Dezember 1950, Heiliger Abend, 19.00 Uhr. Alle neun Kinder (außer Waltraud) gehen zum Berg. Es waren an die 3.000 Menschen dort versammelt. Am Podium angekommen, sehen die Kinder bald darauf die Muttergottes über dem Birkenwald. Rosl, Irmgard und Betti sahen die Muttergottes nicht. Die Muttergottes schwebte über dem Birkenwald zum Mast herüber und die Kinder gingen dahin. Sie begrüßten die Muttergottes. Maria und Antonie hörten die Muttergottes sagen: "Geht nach der Begrüßung mit Schlötzer und Schmitt zum ersten Mast weiter." Als die Muttergottes mit den übrigen Kindern zum Berge ging, gingen Maria und Antonie zum ersten Mast und von da auf den Acker. Beide Kinder sahen auf dem Acker im Schnee zwei große Engel stehen. Diese blieben nur kurz, denn Antonie sah plötzlich auf dem Wege vom Waldkreuz zur Grotte einen Engel schweben und hinter diesem einen älteren Mann, der einen Esel führte. Auch sah sie, dass auf dem Esel eine Frau saß, die ein Bündel vor sich hielt. Sie machte Maria darauf aufmerksam, da Maria mit dem Rücken zur Grotte kniete. Maria sah hin und sagte gleich darauf, das ist ja die Muttergottes. Die Kinder baten den heiligen Josef, denn sie sahen, dass es die heilige Familie ist, dass er doch nicht vorbeiziehen, sondern zu ihnen kommen möchte. Als der Engel auf der Höhe des Weges war, bog er auf den Acker ein, auf dem die Kinder knieten. Die Kinder liefen nun eiligst der heiligen Familie entgegen. Sie gaben zuerst der Muttergottes, dann dem Jesukind, das in den Windeln eingewickelt war, die Hand und dann dem heiligen Josef. Maria nahm den Esel am Zaum und führte ihn etwa 15 Meter weiter, wo Schlötzer noch kniete. Auch Schlötzer und Schmitt begrüßten die heilige Familie. Währenddessen hörten sie vom Berg her die Stimme des Herrn Koch, der gerade ausrief, dass die Muttergottes die Andachtsgegenstände segnete und dann den Krankensegen erteilte. Beide Herren wurden dadurch stutzig und frugen die Kinder, sie mögen die Muttergottes fragen, ob sie jetzt bei ihnen sei oder auf dem Berg. Die Kinder taten dies sogleich und frugen die Muttergottes, ob das möglich sei. Die Muttergottes sagte: "Ja, bei Gott ist kein Ding unmöglich." Antonie sah auf einmal hinter der Maria in zehn Meter Entfernung drei Hirten und viele Schafe. Als die Kinder sich der heiligen Familie wieder zuwandten, sahen sie nur noch das Jesukind vor sich stehen, die übrigen heiligen Personen waren verschwunden. Das Jesukind schwebte hinüber zum zweiten Mast. Die übrigen Kinder kamen gerade mit der Muttergottes vorn Berg herunter zum Mast. Antonie und Maria liefen zum Altar am Mast. Dort sahen sie aber nicht die Muttergottes, die bei den Kindern noch stand, sondern nur das Jesukind zwischen den übrigen Kindern. Das Jesukind schwebte aber gleich weiter zwischen Antonie und Maria zum Berg. Zur Antonie sagte das Jesukind auf dem Wege zum Berg: "Wenn ihr nach der Mette nochmals kommen wollt auf den Berg, dann kommt zu mir." Am Berg segnete das Jesukind die Andachtsgegenstände, gibt seinen Krankensegen und anschließend seinen besonderen Segen und fährt in den Himmel auf. Bevor es auffuhr, sagte das Jesukind noch zur Maria: Singt das Lied: 'O du fröhliche...' Nach der Auffahrt des Jesukind sehen die beiden Kinder den Baron über dem Birkenwald. Zur Maria sagte der Baron: "Das Gebet der Leute dringt durch die Wolken. Es freut mich, dass so viele gekommen sind heute am Heiligen Abend. Heute am Heiligen Abend haben viele Seelen aus dem Fegfeuer herausdürfen." Bald darauf sagte der Baron wieder zur Maria: "Ich bete viel für mein Vaterland." Danach sah Maria ihn nicht mehr. Zur Antonie sagte der Baron sehr viel. (Schlötzer schrieb es auf, da Antonie etwas weiter wegkniete.) Nachdem Antonie und Maria mit Schlötzer und Schmitt vom ersten Mast kommend auf dem Acker angekommen waren, sahen die beiden Kinder über dem Birkenwald zwei große Engel, die kurz darauf auf die Kinder zukamen. Die Kinder erkannten den einen Engel aus den Vortagen her, er war rosa gekleidet, der andere Engel weiß gekleidet. Die Kinder fragten den Engel, den sie nicht erkannten, wer er sei. Er sagte: "Ich bin der Vater von Herrn Schlötzer." Die Kinder und Schlötzer begrüßten die Erscheinungen – nach etwa fünf Minuten waren sie wieder verschwunden. Die Kinder sahen den Herrn Baron über den Birken. Baron zur Antonie: "Wenn ich nicht für Herrn Schlötzer seinen Vater gebetet hätte, wäre er noch nicht erlöst. Ich bete für Herrn Schlötzer." Weiter sagte der Herr Baron: "Es ist nicht mehr lange Zeit Reue zu erwecken, die Menschheit wird von Tag zu Tag schlechter. Ich bete auch für die, die sich in mein Gebet einschließen." Der Baron verschwand wieder, die Kinder gingen gegen 21.00 Uhr heim, um später zur Christmette zu gehen.
Heiliger Abend, 24. Dezember 1950, nachts 1.40 Uhr. Erika, Gretel, Maria und Kuni gehen nach der Mette mit Schmitt und Schlötzer zum Berg. Die vier Kinder sehen das Jesuskind über dem Wald. Es forderte die Kinder auf, zum Mast zu kommen. Die Kinder kamen nach dort. Nach der Begrüßung ging das Jesuskind nochmals mit ihnen zum Berg, wohin die Leute von der Kirche aus wieder geströmt waren. Es waren etwa 800 Personen. Das Jesuskind segnete nochmals alles. Zur Maria sagte es: "Wenn ich aufgefahren bin, dann, liebe Kinder, geht heim." Es segnete nochmals besonders und fuhr auf. Die Kinder gingen heim.
Montag, 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Sämtliche Kinder, einschließlich Hildegard, sind am Berg. Die Muttergottes erscheint über dem Birkenwald. Die Kinder gehen zum Mast, dort wartet bereits die Muttergottes auf die Kinder. Die Muttergottes ist weiß gekleidet, mit Schleier, ohne Krone. Frau Waha, die ebenfalls die Muttergottes sieht, reicht ein blindes Kind hin, das auch am Abend den Segen der Muttergottes bekommt. Die Kinder begleiten die Muttergottes auf den Berg. Sie segnet sehr oft. Unterwegs sagt die Muttergottes zur Gretel: "Jetzt will ich meinen besonderen Segen geben für die Familie des Herrn Schmitt und des Herrn Schlötzer, jetzt will ich Marianne Schlötzer meinen besonderen Segen geben." (Das Knochenmarkleiden am linken Bein meiner Tochter ist nach den Röntgenaufnahmen vollständig geheilt. Sie verspürt keinerlei Schmerzen mehr, während ein ebenfalls zwölfjähriges Mädchen, das schon vor meiner Tochter in das Krankenhaus Forchheim kam und heute sich noch dort befindet, bis jetzt noch nicht geheilt wurde.) Erika, die ganz am Schluss der Kinder sich befand, die nichts von dem hören konnte, was Gretel und Schlötzer sagte, hörte ebenfalls zur gleichen Zeit, jetzt will ich meinen besonderen Segen geben für die Familie des Herrn Schmitt und des Herrn Schlötzer, sowie für Dr. Sigl. Anschließend: "Jetzt will ich meinen ganz besonderen Segen geben für Herrn Pfarrer Gailer." Am Berg angekommen, hörte Gretel von der Muttergottes: "Jetzt segne ich die Andachtsgegenstände, ich gebe den Krankensegen, jetzt will ich den Eltern der Kinder meinen besonderen Segen geben." Nach diesem sagt die Muttergottes zur Gretel: "Berührt mich, dann gebe ich meinen besonderen Segen, und begleitet mich zum Lichtmast." Nach dem Berühren gibt die Muttergottes ihren besonderen Segen und sagt: "Kommt um sieben Uhr wieder, wenn ihr wollt, auch um fünf Uhr." Die Kinder begleiten die Muttergottes zum Mast, unterwegs nach dort hört Kuni die Worte von der Muttergottes: "Wenn ihr immer schön brav seid, habe ich eine große Freude." Am Mast fuhr die Muttergottes in den Himmel auf, die Kinder gingen heim.
Montag, 25. Dezember 1950, 17.00 Uhr. Antonie, Maria, Gretel und Hildegard, sind am Berg. Sämtliche Kinder sehen die Muttergottes vom Birkenwald herüberschweben zum Mast. Auf dem Weg zum Mast sagt die Muttergottes zur Antonie: "Betet, betet, betet, die Zeiten sind sehr ernst." Nach der Begrüßung am Mast begleiten die Kinder die Muttergottes zum Berg. Dort segnet die Muttergottes die Andachtsgegenstände und gibt den Krankensegen. Zur Hildegard sagt die Muttergottes: "Ich will alle segnen, die für mich kämpfen, und die nicht auf dem Berg sein können. Jetzt will ich die Gläubigen segnen auf dem Berg. Jetzt will ich die Herren segnen, die die Kinder begleiten." Gretel hört von der Muttergottes: "Berührt mich, dann will ich in den Himmel auffahren." Nach dem Berühren segnet die Muttergottes und fährt in den Himmel auf. Antonie sieht über den Birken den Herrn Baron, er sagt: "Betet, betet, betet, die Zeiten sind sehr ernst, es soll den Leuten gesagt werden, aber nicht, wer es sagte. Der Heiland ist sehr traurig, sagt der Baron zur Antonie, weil sich die Menschheit nicht bessert, sondern immer schlechter wird. Thurn und Heroldsbach sind es nicht wert, dass die Muttergottes und ihr liebes Kind erscheinen." Hildegard sieht am Lichtmast vom Podium aus die Muttergottes, nachdem sie kurz vorher in den Himmel aufgefahren war. Hildegard und Kuni sollen die Erscheinung abholen. Am Lichtmast segnet die Muttergottes eine kranke Frau und sagt: "Ich bin nochmals gekommen, weil mich das Gebet der Leute erfreut hat." Die Kinder begleiten die Muttergottes zum Podium. Die Herren durften der Muttergottes die Hand geben. Kuni sah zwei kleine Engel vor der Erscheinung stehen. Vor dem Podium stand ein von den Leuten geschmückter Weihnachtsbaum, darauf sah Gretel acht kleine Englein, daneben einen großen Engel stehen. Die Muttergottes segnete nochmals und fuhr in den Himmel auf. Der Baron sagte zur Antonie: "So schlecht wie die Welt heute ist, war sie noch nicht." Der Baron verschwand wieder.
Maria und Antonie sahen am Podium ebenfalls zwei Engelchen, die Geschwister von Herrn Schlötzer, heute Abend darf seine Mutter kommen. Zur Gretel sagt der große Engel: "Du und Kuni begleitet mich zum Mast." Kuni kam inzwischen auch auf den Berg. Am Mast sagte der Engel: "Geht weiter." (Die anderen Kinder am Berg gingen heim.) Der Engel sagte: "Jetzt bitte ich das Jesulein, dass die Krippe kommen darf." Kurz darauf sahen die Kinder einen höhlenartigen Eingang, der nicht hoch sein konnte, da sich die Kinder kleiner machten und dies auch von den begleitenden Herren verlangten. Dann sahen die Kinder einen großen Raum, etwa 15 mal 25 Meter. Engel, die sie nicht sahen, sangen Lieder. Die Kinder sagten, so wie der Herr Pfarrer in der Kirche, offensichtlich lateinisch. Dann hörten die Kinder, wie die Engel ein deutsches Lied sangen, das sie verstanden: 'Liebes Himmelssöhnchen du...' Die Kinder erkannten den Schnee nicht, sondern behaupteten felsenfest, nur Wolken zu sehen und zwar so lange, als die Erscheinung währte. Obwohl es bei Mondlicht sehr hell war, erkannten die Kinder Personen, die neu hinzukamen, nicht. So erkannten sie Dr. Heil erst, als dieser etwa zwei Meter vor den Kindern stand. (Das heißt, als diese Personen erst die Wand durchschritten hatten.) Im Raum selbst sehen die Kinder die Krippe stehen, dann baten die Kinder das Jesuskind, ob nicht auch die Muttergottes und der heilige Josef kommen dürfen. Das Jesuskind deutete auf den Birkenwald zu und sagte: "Holt meine Mutter und meinen Pflegevater dort ab."
Etwa 80 Meter entfernt sahen die Kinder die heilige Familie ohne das Jesuskind mit Esel und Ochs. Die Kinder führten nach ihren Aussagen den Esel. Als Schlötzer mit den Kindern zu den übrigen Herren, Dr. Heil, Dr. Sigl und Herrn Vetter zurückkam, knieten sich die Kinder nicht mehr an den alten Platz und machten den Herren Vorhaltungen, warum sie sich nicht zum Jesuskind hinknieten. Die Herren wechselten inzwischen absichtlich ihren Platz, um zu sehen, ob die Kinder zum Standplatz der Krippe sich hinknien, oder automatisch zu den Herren laufen. Beides war nicht der Fall. Nach meinen früheren Erfahrungen bleibt die Erscheinungen nicht an dem Platz, wo der Mensch sie willkürlich hinstellt, sondern man muss die Erscheinung erst darum einmal, manchmal öfters, darum bitten. Schlötzer sagte nun zu den Kindern, bitte das liebe Jesulein, dass ich die Krippe wo anders hinstellen darf, ohne dass ihr es bemerkt. Das Jesuskind gab keine Antwort darauf. Gretel meinte: "Na, nehmen sie halt die Krippe, geben's aber Obacht, dass sie's auch tragen können." Ich machte die Bewegung, als würde ich die Krippe wo anders hinstellen. Dr. Sigl ging mit den Kindern fast zum Birkenwald, um eine Beobachtung auszuschalten. Die Kinder wurden dann wieder gerufen, doch schon von weitem riefen die Kinder: "Ei, Herr Schlötzer, das Jesuskind hat Sie doch ausgeschmiert, es ist bei uns." Dies ist an und für sich kein Beweis für uns Nichtsehende. Nochmals baten die Kinder demütig das Jesuskind, es möge doch Schlötzer die Gnade geben, dass er es verstellen darf. Gretel gab Schlötzer die Krippe in die Hand, dann nahm Dr. Sigl wiederum die Kinder mit. Schlötzer stellte die Krippe hinter Dr. Heil. Dann kamen die Kinder wieder zurück und sagten zum alten Platz hindeutend, hier ist das Jesuskind nicht mehr. Doch auf den cm genau fanden sie sofort die Stelle, wo Schlötzer die Krippe abstellte. Die Muttergottes und der heilige Josef waren inzwischen verschwunden. Die Kinder sahen noch Hirten und Schäfchen, die die Krippe umstanden. Die Erscheinung sagte: "Jetzt segne ich alle guten Herzen." Nachdem die Krippe verschwunden war, gingen die Kinder um 18.15 Uhr heim. Das Jesuskind sagte: "Kommt um sieben Uhr wieder." Hier sei kurz die Begebenheit mit meinem Notizbuch erwähnt. Gegen 18.45 Uhr bemerkte ich den Verlust meines Notizbuches, in dem ich meine Aufzeichnungen habe. Ich habe den Verlust sofort auf dem Berg bekannt gegeben. Alles Suchen war vergebens, dazu lag noch tiefer Schnee.
Inzwischen wurde es 19.00 Uhr, die letzte Andacht beginn. Ich forschte fieberhaft nach dem Buch, doch vergebens. Sämtliche Kinder sind am Berg. Die Muttergottes schwebte vom Birkenwald herüber zum Mast. Die Kinder begrüßen die Muttergottes, sie segnet die Leute am Mast. Die Muttergottes sagte zu Antonie: "Du und Maria geht mit Schlötzer weiter." Auch Dr. Heil ging mit. Wir gingen zum Apfelbaum. Dort erschienen kurz die Eltern von Schlötzer. Antonie und Maria gingen ein Stück weiter. Dort sah Antonie über dem Birkenwald die Geburtsszene im Stall mit Maria und Josef. Antonie sah einen Engel hinzukommen, der sagte zum heiligen Josef: "Nimm das Kind und fliehe." Darauf sah Antonie die Flucht der heiligen Familie. Kurz darauf verschwand die Erscheinung wieder. Die Kinder gingen zum Mast. Vorher begleiteten die Kinder vom Berg die Muttergottes zum Apfelbaum, dort fuhr die Muttergottes in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim. Auf dem Heimweg sagte Schlötzer zur Maria und Erika: "Wollen wir noch drei 'Vater unser' zum heiligen Antonius beten, damit ich mein Notizbuch wieder finde." Dr. Heil, H. Randsberger waren Zeugen. Beim zweiten 'Vater unser' sagten die beiden Kinder: "Über dem Birkenwald erscheint der heilige Antonius." Und kurz darauf sagten die Kinder freudestrahlend: "Der heilige Antonius hat ein Notizbuch in der Hand mit einem weißen Schild, er zeigt uns das Buch." Nach den drei 'Vater unser' gingen wir weiter. Ich sagte zu den Kindern: Ja, was nützt es mir, wenn der heilige Antonius das Buch in der Hand hat und ich hab es aber nicht." Doch wir alle betrachteten diese Erscheinung als einen großen Hoffnungsstrahl. Wir gingen noch etwa 60 Meter weiter und wir fanden im Schnee mein Buch, ich konnte mich erinnern, dass ich gegen 18.30 Uhr dort vorbei ging. Viele Menschen gingen inzwischen ebenfalls dort vorbei.
Dienstag, 26. Dezember 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Acht Kinder mit Hildegard gehen zum Berg. Antonie sieht zuerst die Muttergottes über dem Wald. Die Kinder bekommen den Auftrag, die Muttergottes am Mast abzuholen. Außer Irma und Betti sehen alle anderen die Muttergottes. Sie begrüßen die Muttergottes am Mast. Danach ging die Muttergottes mit ihnen zum Berg. Auf dem Wege zum Berg wünscht sie ein Lied zu ihrer Ehre. Am Berg segnete die Muttergottes die Andachtsgegenstände und anschließend segnete sie die Kranken. Zur Antonie und Erika sagte die Muttergottes: "Gebt mir eure Hand und berührt mich, ich gebe meinen besonderen Segen und fahre in den Himmel auf." Nach der Auffahrt sieht Antonie den Baron über dem Birkenwald. Erika sieht Maria Goretti über dem Wald, während Gretel und Kuni die heilige kleine Theresia über dem Wald sehen. Zur Maria sagte der Baron: "Die, die mich sehen, sollen näher kommen." Es gehen Antonie, Erika und Maria zum ersten Mast. Dort hört Maria eine Stimme, die sagt: "Geht zur Grotte!" Auf dem Weg dorthin sahen die Kinder den Baron nicht mehr. An der Grotte kamen drei Englein, eines sagte zur Erika: "Wenn ihr brav seid, dürft ihr noch Schönes sehen." Die Kinder beteten den Herz-Jesu-Rosenkranz. Das Englein sagte: "Wollt ihr zum Kreuz gehen?" Zuerst wollten die Kinder aus Furcht vor dem Bösen nicht. Dann aber folgten sie, denn der Engel sagte weiter: "Ihr dürft dort den Gekreuzigten sehen." Auf dem Weg zum Kreuz sagten die Engel zur Erika: "Das freut uns, dass ein so schöner Kreuzweg da ist." Am Kreuz angekommen, sah Erika den gekreuzigten Heiland. Er blieb nur kurz da. Er segnete und verschwand wieder. Eine Stimme sagte zur Erika: "Kommt heute Abend alle drei zum Mast." (Ersten Mast.) Vom hintern Bildstock gingen die Kinder über den Berg heim.
In dieser Zeit sahen Gretel und Kuni die heilige Theresia. Sie forderte die beiden Kinder auf, näher zu kommen. Sie war über dem Wald und kam dann zur kleinen Grotte. Hildegard sah unterwegs die Muttergottes über dem Wald mit ausgebreiteten Armen. Sie segnete mehrmals. Beim Bildstock am Waldrand stand die kleine heilige Theresia und fünf kleine Englein. Die Kinder begrüßten die heilige Theresia. Gretel sah einen größeren und schöneren Engel vor den anderen stehen. Gretel fragte: "Bist du das Jesuskind?" Er sagte: "Ja, ich bin das Jesuskind." Es war ganz weiß gekleidet und hatte ein blaues Mäntelchen an und eine Krone auf dem Haupt. Es sagte: "Geht mit mir zum Berg." Auf dem Weg zum Berg mussten die Kinder Lieder ihm zu Ehren singen. Am Berg segnete es die Andachtsgegenstände, dann gab es den Krankensegen und anschließend den besonderen Segen. Dann sagte es: "Begleitet mich zum Lichtmast." Dort gab es den Kindern nochmals die Hand. Es segnete nochmals und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen heim.
Dienstag, 26. Dezember 1950, abends 17.00 Uhr. Gretel und Kuni gingen mit Schmitt zum Berg. Beide Kinder gingen gleich zum Altar am Mast, um hier ungestört den Rosenkranz zu beten. Während des zweiten Gesätzes des Wundenrosenkranzes zündeten die beiden Kinder auf dem am Mast stehenden Christbaum die Kerzen an. Als Gretel in Kopfhöhe die Kerzen anzünden wollte, zuckte sie zurück und sagte: "Beinahe hätte ich jetzt ein Englein angezündet. Es sitzt hier auf dem Ast." Nachdem die Kerzen angezündet waren, holte Gretel und Kuni, deren Englein ebenfalls auf dem Baume saß, sie herab und stellten diese vor sich hin. Auf die Frage, wie sie heißen, sagte das Englein von der Gretel: "Ich heiße Heinrich und bin das Brüderlein von Herrn Schmitt." (Der Bruder von Herrn Schmitt starb 1907, zehn Tage nach der Geburt.) Herr Schmitt ließ durch Gretel fragen, ob die Eltern auch im Himmel seien. (Mutter starb am 25. Februar 1941 und Vater am 26. Juni 1948.) Darauf sagte Heinrich: "Ja, ich werde das Jesuskind bitten, dass sie einmal herunter dürfen." Gretel und Kuni sahen es daraufhin auffahren. Bald kam es wieder und sagte, dass das Jesuskind es erlaubt habe, dass sie heute Abend um sieben Uhr kommen. Die Kinder sangen mehrere Weihnachtslieder. Gretels Englein sagte: "Es freut uns, dass ihr uns auch einmal etwas vorsingt und wir nicht immer euch." Nach etwa 30 Minuten fuhren die beiden Englein in den Himmel auf und die Kinder gingen nach Hause.
Dienstag, 26. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sechs Kinder, außer Irma, gehen zum Berg. Antonie und Gretel sehen kurz darauf die Muttergottes über dem Birkenwald. Die Muttergottes forderte die Kinder auf, sie am Lichtmast abzuholen. Auch Maria, Kuni und Erika sehen die Muttergottes. Am Mast begrüßten die Kinder die Muttergottes und gingen danach mit ihr zum Berg. Die Muttergottes segnete am Berg die Andachtsgegenstände und gibt ihren Krankensegen. Danach fordert die Muttergottes die Kinder auf, sie nochmals zu berühren. Dann gab sie ihren Krankensegen und fährt in den Himmel auf. Gretel und Kuni sahen dies aber nicht mehr, denn sie bekamen den Auftrag, zum ersten Lichtmast zu gehen. Antonie, Maria, Erika und Betti folgten bald darauf nach. Auf dem Acker neben dem ersten Mast bleiben die Kinder. Vom Altar am Mast bis zum Acker gingen vor Gretel und Kuni zwei Englein her. Gretel frug nach ihren Namen. Die Englein sagten: "Wir sind doch dieselben, die schon um fünf Uhr bei euch waren." Es waren Heinrich und Reinhold. An der Krippe im Acker sagte Heinrich zu den zwei Kindern: "Geht etwas weiter." Etwa zehn Meter weiter sagte Gretel auf einmal, dass vier große Engel in etwa 30 Meter Entfernung auf dem Acker stehen. Zwei haben rosa Kleider und zwei blaue Kleider an. Die zwei Englein und die zwei Kinder gingen darauf zu. Die Kinder knieten sich nieder und fragten der Reihe nach nach ihren Namen und wer sie sind. Der erste Engel sagte: "Ich heiße Adelheid." Frau Gügel war ebenfalls dabei. Sie sagte zur Gretel: "Frag den Engel, ob er nicht meine Schwester sei." Diese tat es und der Engel sagte: "Ja, ich bin es, ich bin deine Tante." Dann fragten Gretel und Kuni gemeinsam den zweiten. Dieser sagte, dass er Johannes heiße. Der dritte Engel sagte: "Ich heiße Barbara." Beide gaben sich als die Eltern von Herrn Schmitt zu erkennen. Der vierte Engel hieß wiederum Johannes und war der Bruder von Frau Schleicher, der Mutter der Kuni. Auf die Frage der Kinder an die Eltern von Schmitt, ob sie schon lange im Himmel seien, lächelten sie nur und sagten nichts. Unbefragt sagten sie zur Kuni, dass sie sich freuen, dass ihr Sohn Philipp für die Muttergottes hier arbeite. Sie haben die Erlaubnis, ihn besonders zu segnen. Kuni sah,wie die Engel Barbara und Johannes ihre Hände ausstreckten über Schmitt und ihn segneten. Sie sagten noch, dass sie viel im Himmel für ihn beten. Kunis Onkel sagte zu ihr, dass es im Himmel sehr, sehr schön sei. Gretel sieht das Jesukind aus dem Himmel schauen. Es winkte den vier Engeln und sagte: "Kommt!" Gleich fuhren die vier in den Himmel auf. Das Jesuskind segnete und ging wieder in den Himmel ein. Die zwei Kinder gingen danach zu der Krippe auf dem Acker zurück. Dort hörte Gretel eine Stimme, die sagte: "Geht etwas weiter." Die beiden Kinder gingen einige Schritte nach Osten mit Schmitt und den beiden Müttern. Nach zehn Metern etwa sagte Gretel, dass sie einen Schein sehe, aber noch nicht erkennen könne, was darin sei. Beim Näherkommen erkannten die beiden Kinder eine Krippe. Das Jesuskind lag darin. Das Jesuskind hatte die Hände auf der Brust gefaltet. Es sagte zu den zwei Kindern: "Habe ich euch nicht eine Freude bereitet, dass ich die vier zu euch gesandt habe?" Die Kinder sagten freudig: "Ja, sehr!" Dann sagte das Jesuskind weiter: "Geht ihr beiden hurtig fort und holt meine Mutter und meinen Pflegevater ab. Herr Schmitt und eure Eltern sollen bei mir bleiben." Nach etwa fünf Minuten kamen Gretel und Kuni zurück und führten nach ihrer Aussage einen Esel, auf dem die liebe Muttergottes saß und der heilige Josef.
Am Kripplein angekommen, stellten sich die heiligen Personen neben demselben und der Esel legte sich nahe an die Krippe nieder. Kuni sagte zu Schmitt: "Herr Schmitt, sehen Sie einmal, der Hauch des Esels geht bis zum Jesuskind. Er will's damit wärmen." Nun streckte das Jesuskind seine Hand aus und streichelte ihn sogar. Die Muttergottes nahm ein kleines Kissen aus ihrem Mantel, hob das Köpfchen des Jesuskindes auf und legte es darunter. Dann sagte das Jesuskind: "Liebe Kinder, eilt geschwind und holt die Schäflein auf der Weide herbei." Die zwei Englein, die immer noch dabei sind, gehen auch mit den Kindern. Die Schäflein werden von den Kindern herbeigeholt und stellten sich in einem Kreis um das Jesuskind. Auch hier waren die Kinder etwa fünf Minuten fort. Die beiden Engel lernten ihnen ein kurzes, entsprechendes Lied. Abermals sagte das Jesuskind zu den Kindern: "Geht hinaus hurtig und geschwind und weckt die Hirten auf." Kuni und Gretel liefen etwa 20 Meter und knieten sich dort hin. Die zwei Engel lehrten ihnen folgendes Lied: "Ihr Hirten, kommet geschwind, ihr Hirten, kommet geschwind zum Krippelein, zum Jesulein, kommt, ihr Hirten, geschwind zum Jesulein." Fünf Hirten kamen herbei und stellten sich um die Krippe. Nochmals schickte das Jesuskind die Kinder fort und sagte: "Holt die Englein herbei, welche musizieren." Die Kinder liefen gegen Westen etwa 25 Meter und knieten sich dort hin: Die zwei Engel lehrten ihnen folgendes Lied (Text wie Melodie): 'Ihr Engelein kommet geschwind, ihr Engelein kommet geschwind zum Krippelein, zum Krippelein und singt dem Jesuskind zu seiner Ehre ein Liedlein.' Die Engel kamen und stellten sich ebenfalls um die Krippe. Sie sangen und spielten. Unter anderem sangen sie auch lateinisch folgendes dreimal: 'Dona nobis pacem.' Die Kinder fragten Schmitt, was das für eine Sprache ist und was es heißt. Dann sangen die Englein noch: 'Liebes Himmelssöhnchen du, schlafe sanft in süßer Ruh, Deine Englein wiegen Dich, sacht am Himmelstisch. Bist so mild, bist so gut, bis an mein Ende.' Plötzlich fingen die Kinder vor Freude an zu lachen, denn das Jesuskind sang: "Amen." Kuni meinte, das Jesuskind singt so schön, dass man es gar nicht sagen kann, es hat seine Händchen dabei ausgebreitet. Dann sagte das Jesuskind: "Jetzt will ich euch meinen besonderen Segen geben und dann in den Himmel gehen." Gretel sagte: "Ich sehe keine Engel, Hirten und Schafe mehr." Das Jesuskind segnete und fuhr in den Himmel auf mit Maria und Josef. Die Kinder gingen heim.
Mittwoch, 27. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Die Kinder knien am Podium. Über dem Birkenwald erscheint ein großer Engel mit einem Spruchband (welches aber die Kinder nicht lesen können) und drei kleine Engel. Der große Engel spricht: "Wer mich sieht, soll näher kommen." Die Kinder sagen: "Gelobt sei Jesus Christus." Der Engel: "In Ewigkeit, Amen, liebe Kinder." Wir gingen auf die Wiese (welche wir bei uns die Weihnachtswiese nennen) links vom Lichtmast. Der große Engel kommt näher und steht nach den Angaben der Kinder unmittelbar vor uns. Inzwischen gesellt sich Frau Waha zu uns. Für jede der anwesenden Seherinnen kommt ein kleines Englein. Alle springen, um sie zu holen. Auch Frau Waha. Alle, auch Frau Waha, zeigen, wie groß das Spruchband des großen Engels ist. Etwa 80 cm. Zwei Kinder sagen: "Jetzt lesen wir das Spruchband." Und sie lesen langsam (beinahe buchstabierend): 'Gloria in excelsis Deo.' Man hat unbedingt den Eindruck, dass sich dieses die Kinder nicht ausdenken, sondern mühsam ablesen. Sie fragen den großen Engel nach seinem Namen. Er sagt: "Maria Theresia." Die kleinen Engel heißen Eugenie, Reinhold... Die anderen Namen habe ich nicht behalten, da es zu dunkel war zum Notieren. Als zwischen den Kindern und den Müttern gesprochen wird, ob es Engel waren, welche schon früher anwesend gewesen sind, sagte eines der Englein im Dialekt: "Ich war a scho do." (Ich war auch schon da.) Die Englein wurden auf die Arme genommen und weitergegeben. Bei der Bewegung stieß man an ein Englein hin. Ein Kind rief: "Ihr stoßt mir doch mei Engel runter." Da habe das Englein gesagt, als man es stieß: "Ich bin doch auch noch da." Die kleinen Englein waren offenbar selige Kinder. Als der große und die kleinen Englein manches gefragt wurden, auf das diese keine Antwort gaben, sagten die Kinder des öfteren: "Der secht nix." (Der sagt nichts.) Der große Engel verschwand sodann. Die Kinder baten darum, mit ihren kleinen Englein abseits springen zu dürfen, was ihnen gewährt wurde. Später, nachdem sie ein Stück weit ausgeschwärmt waren, kehrten sie zu einer Gruppe zurück und die seligen Kinder sangen mit ihnen. Die Kinder gaben an, dass sie das Lied noch nie gehört hätten. Der Text war sehr primitiv, aber die Melodie klang ansprechend. Sie sangen: 'Bald ist das alte Jahr zu End, zu End, zu End. Da beginnt das neue Jahr, da beginnt das neue Jahr. Da sind wir lustig und fröhlich, da sind wir lustig und fröhlich.'
Währenddessen stand ich mit Frau Waha etwas abseits. Sie sah über dem Wald Johannes den Täufer, er stand mit den Beinen im Wasser, trug braunes Gewand und in der Hand eine Schale. Außer den Worten, dass er Johannes der Täufer sei, sagte er nichts. Inzwischen kamen die Kinder mit dem Jesulein und bewegten sich zum Podium. Wir schlossen uns an. Das Jesuskind segnete die Andachtsgegenstände, es gab den Krankensegen, gab allen Gläubigen auf dem Berg den Segen, dann den besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Frau Waha sah noch immer Johannes den Täufer. Die Kinder aber sahen ihn nicht. Das tat Frau Waha leid und sie sagte den Kindern, dass sie doch beten möchten dafür, dass sie diesen Heiligen auch sehen dürften. Frau Waha bekreuzigte sich sodann, ich fand aber keine Gelegenheit mehr, sie zu fragen, ob in diesem Augenblick Johannes der Täufer gesegnet habe. Sodann wurde von mehreren Kindern der heilige Bruder Konrad gesehen, auch von Frau Waha. Er habe eine Schüssel in der Hand gehabt und daraus Brot an die ihn umgebenden Kinder ausgeteilt. Es seien Mädchen gewesen. Sie sagten: "Vergelt's Gott." Bruder Konrad sagte: "Allen, die frieren, gebe ich." Er habe eine bräune Kutte angehabt mit einem kleinen Käppchen hinten dran hängend, offenbar eine Kapuze, und als Gürtel eine weiße Schnur. Die Kinder knien und bitten. Er gibt ihnen Bildchen, also den Erscheinungen, nicht etwa den Seherkindern. Alles spielt sich über dem Birkenwald ab und wir sind am Podium. Bruder Konrad sagt: "Kinder, seht ihr, wie die armen Kinder hungern und frieren müssen?" Er sagte, dass er, bevor er weggeht, den Segen geben wird, was geschieht. Beim Weggehen winken die Kinder der Erscheinung den Seherkindern zu, was diese erwidern. Die Kinder behaupten, Bruder Konrad habe ihnen gesagt, dass sie niemandem sagen dürften, dass er dagewesen sei. Wir fragen, ob wir für die armen, frierenden und hungernden Kinder beten dürften mit den Pilgern. Er sagt: "Jetzt nicht, ein andermal." Von den Seherkindern waren etwa fünf anwesend. (Protokoll von Elisabeth Schindler Ruzicka aufgenommen.)
Donnerstag, 28. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sieben Kinder gehen zum Berg. Antonie und Erika gehen zum Mast. Gretel, Kuni und Maria sehen den heiligen Bruder Konrad über dem Birkenwald. Er sagte zur Gretel: "Geht vom zweiten Mast zum Acker." Dort angekommen, sagte der heilige Bruder Konrad wieder zur Gretel: "Spielt mit den Englein, dann komme ich später wieder." Dort sangen die Kinder folgendes Lied, das ihnen die Engel einen Tag vorher gelernt hatten: 'Das alte Jahr ist bald zu End...' Danach gingen die Englein wieder in den Himmel und die Kinder sahen gleich darauf den heiligen Bruder Konrad über dem Wald. Auf Bitten der Kinder kam er herüber. Die Kinder begrüßen den heiligen Bruder Konrad. Er sagt zur Gretel: "Wenn ich aufgefahren bin, kommt das Jesuskind vielleicht zu euch." Es geschah so. Das Jesuskind ging aber mit ihnen auf den Berg, es segnete die Andachtsgegenstände und gab seinen besonderen Segen. Auf dem Weg zum Berg ließ Schmitt das Jesuskind durch Gretel folgendes fragen: "Sieht der Mann aus Amberg deine liebe Mutter?" Das Jesuskind sagte: "Nicht mehr, weil er sie einige Male gesehen hat, meint er, er sieht sie immer. Sagt es aber niemandem." Zweite Frage: "Dürfen wir dem Manne glauben, was er sagt?" Antwort: "Ihr braucht nicht alles glauben." Dritte Frage: "Hat der Mann von deiner lieben Mutter den Auftrag bekommen, mit sieben Mann einen Bund zu gründen?" – KeineAntwort, obwohl zweimal die Frage gestellt wurde. (Die Erfahrung lehrt, dass auch hier das nicht geglaubt werden braucht, wenn das Jesukind keine Antwort gibt.) Nachdem das Jesuskind am Podium gesegnet hatte, durften es die Kinder auf den Arm der Reihe nach nehmen, die Kinder sangen dabei das Lied: 'Schlaf wohl...' Danach gab das Jesuskind seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Gretel hört dann eine Stimme, die sagt: "Geht nochmals alle beide zum Mast." Dort kamen nun drei Englein. Eins davon hieß Maria Goretti. Sie blieben nur kurz und fuhren dann in den Himmel wieder auf. Antonie und Erika sahen bei Beginn der Andacht am Podium den Baron über dem Birkenwald. Sie sollen zum Lichtmast. Der Baron forderte sie auf, noch näher zu kommen. Sie gingen zur Grotte. Dort beteten beide Kinder den Rosenkranz. Währenddessen sahen sie den Baron über der Grotte schweben. Beim dritten Gesätz des Rosenkranzes gingen die Kinder zum Bildstock. Dort kam der Baron ganz nah zu den Kindern. Die Kinder beteten dort weiter. Zur Erika sagte der Baron: "Ich will, dass sich die beiden Gemeinden einigen. Betet sehr viel den Rosenkranz." Nach kurzer Pause sagte er wieder: "Betet den Immaculata-Rosenkranz." Zur Antonie sagte der Baron: "Die Zeiten sind sehr ernst." Auf die Frage der Antonie, was sollen wir tun, um die Menschen zu retten, antwortete der Herr Baron: "Betet sehr viel." Danach war der Baron verschwunden. Die Kinder gingen zum Berg zurück und später heim.
Freitag, 29. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Die sieben Kinder gehen zum Berg. Maria sieht drei Englein über dem Birkenwald. Gretel sieht zwei Engel am Mast. Diese sagten zu ihr, dass sie und Erika gleich herunterkommen wollen. Beide Kinder folgten dem Rufe mit Schmitt. Kaum kamen die zwei Kinder zum Mast, schwebten die zwei Englein zur Schneekrippe auf dem Acker. Dort brannten Kerzen um das Jesuskind, das in Windeln gewickelt im Schnee lag. Vom Mast aus sahen die Kinder, wie die Englein winkten und die Hände rangen. Schmitt sah, dass aus der Krippe Rauch und ein größeres Feuer schlug. Schnell liefen die Kinder mit ihm hin. Das Stroh, auf dem die Statue des Jesuskindes lag, hatte durch die Kerzen Feuer gefangen. Auch die Windeln hatten Feuer gefangen und mit Schnee konnte es wieder gelöscht werden. Die Statue war schon angeschwärzt. Die Kinder warfen Schnee auf das brennende Stroh. Als das Feuer gelöscht war, sagte Gretel zu den Englein: "Warum habt ihr nicht gleich das Feuer gelöscht?" Ganz traurig gaben die Englein zur Antwort: "Wir können doch nicht." Maria und Kuni kommen ebenfalls vom Berg auf den Acker. Maria Goretti, die nur Maria und Kuni sahen, kam vom Birkenwald herüber. Sie begrüßte die Kinder am Kripplein. Gretel und Erika sahen sie nicht. Danach verschwand sie wieder. Die zwei Englein von Gretel und Erika gingen weiter nach Osten. Gretel und Erika folgten nach. Das Jesuskind kam zu den zwei Kindern und blieb lange bei ihnen. Maria und Kuni sahen es nicht. Die zwei Engel sagten nun zur Gretel und Kuni: "Ihr kommt nun in einen Raum, der weder aus Stein, noch aus Holz besteht, sondern aus Glas. Auch die Schränke, die darin sind, sind aus Glas." Als die Kinder eintraten, sagten sie auch gleich, dass sie alles außerhalb des Raumes sehen können, aber durchlangen können sie nicht. Maria und Kuni sahen nichts und wollten gerne dabei sein. Maria ging einfach durch den von der Gretel und Erika bezeigten Raum. Beide Kinder waren erstaunt darüber, wie Maria einfach hereinkam. Gretel meinte ganz bestürzt: "Maria, Du kannst doch nicht durch die Glaswand gehen?" Durch einen Gang kamen die Kinder in einen anderen Raum. Darin stand ein Tisch und darauf stand die Statue der lieben Muttergottes, die das Jesukind auf dem Arm hatte. Zur Erika sagte das Jesuskind, das immer mit ihnen ging: "Liebe Kinder, ihr seid in einem Saal, wo nur wenige waren." Die Kinder, die weitergegangen waren, sahen in diesem Raum einen Schrank, in dem verschiedenfarbige Kleider hingen. Das Jesuskind sagte wieder zur Gretel: "Von diesen Kleidern dürft ihr eines anziehen." Beide Kinder nahmen je eines und zogen sie gleich an. Gretel meinte zu Schmitt: "Sehen's Herr Schmitt, ich hab mir ein schönes herausgesucht. Blau mit goldenen Sternchen darauf." Dann gingen zwei Engel mit dem Jesuskind in einen weiteren Raum. Die Kinder folgten nach. Darin hingen an den Glaswänden folgende Bilder:
1. Bild: Die heilige Maria Goretti.
2. Bild: Der heilige Antonius mit dem Jesuskind auf dem Arm.
3. Bild: Die heilige Theresia.
4. Bild: Die heilige Irmgard. (Dieses erkannten die Kinder nicht, ein Englein sagte es ihnen, indem es sagte: "Ein Mädchen von euch heißt so.")
5. Bild: Der heilige Bruder Konrad, wie er Brot unter die Kinder verteilt.
6. Bild: Der brennende Dornbusch. (Das Englein musste es sagen.)
7. Bild: Die Heiligste Dreifaltigkeit.
8. Bild: Die heilige Margareta. (Gretels Namenspatronin.)
9. Bild: Die heilige Erika. (Sie hat ein kleines Kirchlein auf dem Arm, hatte blaues Kleid an und Schärpe um.)
10. Bild: Die heilige Angela. (Der Engel musste es sagen.)
11. Bild: Der heilige Wendelin als Hirte.
12. Bild: Die heilige Cäcilia. (Englein sagte es, da dies die Kinder nicht erkannten.)
13. Bild: Die zwei Kinder selbst. (Darüber mussten sie sehr lachen.)
Plötzlich sagte Gretel: "Ich stehe ja im Schnee." Auch Erika wunderte sich selbst darüber, dass sie nicht mehr in einem Raum sind. Sie fing an zu frieren, was sie bisher nicht gespürt hatte. Maria und Kuni, die aus der Nähe alles verfolgt hatten, kamen heran. Das Jesuskind war noch bei Gretel und Erika. Einen Ausruf des Staunens tat Gretel, als sie dem Jesuskind mehr Aufmerksamkeit nun schenkte. Gretel sagte: "Das Jesuskind hat ein goldenes Kleid an und ein silbernes Mäntelchen um. Ach ist das schön! Die Krone glänzt auch golden." Das Jesuskind sagte zu den zwei Kindern, sie sollen mit zum Berg gehen. Das Jesukind ging aber nur bis zum Mast, segnete von da aus die Leute auf dem Berg und fuhr in den Himmel, nachdem die vier Kinder dem Jesuskind die Hand gegeben hatten. Es gab bei der Auffahrt noch allen seinen besonderen Segen. Antonie und Hildegard sahen bei Beginn der Andacht den Herrn Baron über dem Birkenwald. Rechts vom Baron erschien die Muttergottes. Darüber sahen die Kinder ein großes Tor, das aufging. Der Heiland trat mit fünf Englein heraus. Die zwei Kinder wurden aufgefordert, näher zu kommen. Am ersten Mast kam der Kelchengel und beide Kinder empfingen die heilige Kommunion. Nach der heiligen Kommunion sahen sie immer noch den Heiland und die Muttergottes über dem Wald. Kurze Zeit darauf verschwand der Heiland, die Engel, der Baron und das Tor. Die heilige Theresia trat an diese Stelle. Sie kam vom Wald herüber zu den Kindern. Antonie sah sie aber nicht, sondern nur Hildegard. Die beiden Kinder begrüßten die heilige Theresia. Sie segnete mit ihrem Kreuz und fuhr in den Himmel auf. Die Muttergottes schwebte noch über dem Wald. Sie segnete und verschwand. Die Kinder gingen zum Berg zurück und dann heim.
Samstag, 30. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder ohne Antonie sind am Berg. Gretel, Maria, Erika und Kuni sehen über dem Birkenwald einen Engel. Kuni hörte, wie dieser sagt: Das liebe Jesulein lässt durch mich fragen, ob ihr eure Kreuze und den Bußgürtel bei euch tragt. Gretel sieht den Engel mit einem Spruchband in der Hand, darauf geschrieben stand: 'Gloria in excelsis Deo.' Kuni hört vom Engel die Frage: "Geht ihr alle Tage zur heiligen Messe?" Der Engel bringt den Kindern die heilige Kommunion in beiden Gestalten. Dann sagte die Erscheinung: "Wenn ihr wollt, geht heim." Gretel und Erika beteten in der Kapelle, die übrigen Kinder gingen heim.
Sonntag, 31. Dezember 1950, nachmittags 15.00 Uhr. Sieben Kinder gehen zum Berg. Kurz darauf sehen Gretel und Maria einen kleinen Schein über dem Birkenwald. Bald darauf sehen sie das Jesukind darin, Maria Goretti und zwei Engel erscheinen ebenfalls über dem Wald. Nach kurzer Pause kam ein großer Engel mit einem Spruchband in der Hand. Maria konnte 'Ehre sei Gott in der Höhe' lesen, während Gretel 'Gloria in Excelsis Deo' las. Nach einer Weile sagte Maria, dass das Jesukind immer unklarer wird, bis es ganz fort ist. Auch Gretel sah dies. An die Stelle trat kurz darauf eine andere Gestalt, so groß wie Maria Goretti ist. Gretel frug, wer sie sei. Diese Gestalt sagte dann: "Kennst du mich nicht mehr? Ich bin doch der Jesusknabe." Drei Engel kamen zum Altar am Lichtmast und forderten Maria auf, mit Gretel, Kuni und Erika zur Krippe auf dem Acker zu kommen. Maria Goretti und das Jesukind sind verschwunden. Die Englein forderten die Kinder an der Krippe auf, das Lied zu singen, das sie ihnen gelernt hatten, nämlich 'Das alte Jahr ist bald zu End...' Danach sah Maria wieder Maria Goretti über dem Birkenwald. Gretel sah das Jesukind über dem Wald und auch Kuni. Erika sah den Herrn Baron über dem Wald. Er sagte zu ihr: "Die Zeiten, liebe Kinder, sind jetzt ernst. Ich habe schon gesagt, ihr sollt den Immaculata-Rosenkranz beten. Ich kann den strafenden Arm des Heilands nicht zurückhalten." Erika sieht auch den heiligen Bruder Konrad über dem Wald. Er sagt zu ihr: "Heute Abend werde ich länger kommen." Zur Kuni sagte das Jesukind: "Es betrübt mich sehr, dass ihr so unandächtig waret." Dann sagte das Jesukind zur Gretel: "Ich .kann nicht kommen, da ihr gelacht habt." Das Jesukind gab seinen besonderen Segen und fuhr in den Himmel auf. Die Kinder gingen nach Hause.
Sonntag, 31. Dezember 1950, abends 19.00 Uhr. Sämtliche Kinder sind am Berg. Maria und Kuni sehen über dem Birkenwald die heilige Maria Goretti, sowie am Mast drei Englein. Gretel und Erika sehen den heiligen Franziskus, dann den heiligen Wendelin. Der heilige Wendelin sagt: "Wenn ihr brav seid, dürft ihr einen Blick in den Himmel tun." Zur Gretel sagt der heilige Wendelin: "Ich bete viel im Himmel für euch." Der heilige Antonius war inzwischen wieder verschwunden. Kurz darauf sahen die Kinder den Himmel offen. Die Kinder sahen nicht mehr ihre Umgebung, sondern nur Wolken. Plötzlich sah Erika die Muttergottes mit dem Jesukind auf dem Arm. Die Muttergottes sagte zur Erika: "Wenn ihr jeden Tag zur heiligen Messe und zur heiligen Kommunion geht, dann dürft ihr noch viel Schönes sehen und erleben." Kurz darauf verschwand die Erscheinung wieder, Erika sah den heiligen Josef mit dem Jesuskind. Auch diese Schauung dauerte nur kurz, die Kinder gingen wieder heim.
(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 2)
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