Die Erscheinungen von Heroldsbach: 25. Dezember 1949.
Die Weihnachtsvisionen. Augenzeugenbericht von Professor Dr. Johannes Baptist Walz, Frensdorf bei Bamberg, den 25. Dezember 1949. Bericht über die Muttergottesvision aus der Kindheitsgeschichte Jesu zu Heroldsbach-Thurn am Heiligen Weihnachtsabend, 24. Dezember 1949, abends 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr. Bemerken muss ich im voraus, dass ich meine folgenden Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen mache und bereit bin, sie jederzeit unter Eid zu nehmen. Der Unterzeichnete wollte an diesem Tage nicht nach Heroldsbach-Thurn, weil er durch besondere Strapazen in dieser Woche die Folgen seiner Kriegsleiden heftig verspürte. Eine innere Stimme aber ließ mir keine Ruhe und drängte mich, trotz aller körperlichen Schwierigkeiten, nach Heroldsbach hinauszufahren, damit ich wenigstens Zeuge der Vorgänge sei.

So kam ich gegen Nachmittag, 16.30 Uhr, in Heroldsbach an. Um 17.15 Uhr begab ich mich mit Herrn Pfarrer Gailer und dem Kaplan von Heroldsbach auf den Erscheinungshügel, wo bereits einige Tausende von Betern versammelt waren und die Kinder auf dem Wagen sich wieder mit ihren Eltern eingefunden hatten. Diesmal war beabsichtigt, den freudenreichen Rosenkranz zu beten und dann die Litanei und Andacht zur allerseligsten Jungfrau Maria und noch einige Gebete und Lieder anzufügen. Kaum hatten wir mit dem Beten des freudenreichen Rosenkranzes begonnen, als schon die Kinder meldeten, dass sie wieder die Gottesmutter, anfangs diese allein, aber schon bald darauf diese wieder mit dem Jesukind sehen würden. Ich beschäftigte mich heute während des Rosenkranzbetens besonders mit der Antonie Saam, durch die ich während des Rosenkranzes sogleich mehrere Fragen an die Gottesmutter-Erscheinung richten ließ. Meine erste Frage lautete: "Liebe Gottesmutter, hast Du noch eine Botschaft an uns zu richten?", worauf die Antwort kam: "Ja, die Menschen sollen mehr Buße tun." Nach längerem Überlegen ließ ich folgende Fragen stellen: "Liebe Gottesmutter, dürfen wir auch unseren Hochwürdigen Herrn Erzbischof von Bamberg einladen, einmal hierher zu kommen?", worauf die Antwort lautete: "Ja, wenn er will. An einem meiner Feste soll er herkommen." Inzwischen ließ Herr Pfarrer Gailer durch die Saam die Bitte um den heiligen Segen an die Gottesmutter richten, weil wir nicht wissen, wie lange die Erscheinung dableibt: "Liebe Gottesmutter, segne uns!", worauf sofort die Kinder und die übrigen Gläubigen anschließend niederknieten, weil Antonie sagte: "Das Jesuskind segnet." Nachher teilte mir Saam in kurzen Zeitabständen von wenigen Minuten öfters besondere Antworten oder Aufträge mit, welche ihr die Gottesmutter unaufgefordert gegeben habe. So: "Thurn und Heroldsbach sollen fest zusammenhalten und nicht streiten." ('Nicht' hat sie besonders betont.) Ferner: "Mit dem Bau der Kapelle soll sobald wie möglich begonnen werden, noch vor dem Straßenbau." Ferner: "An allen Marienfesten sollen die Leute hierher kommen und fest beten." ('Fest' war besonders betont.) "Ich sag es noch einmal, die Leute sollen fest beten. Es langt immer noch nicht." ('Fest' und 'immer' waren besonders betont nach eigener Angabe von Saam.) Ich selbst ließ dann die Frage an die Erscheinung richten: "Liebe Gottesmutter, sollen wir wiederkommen?", worauf die Antwort erfolgte: "Ja, alle Tage sollen wir wiederkommen und beten." Von sich selbst aus stellte Saam die Frage: "Sollen wir auf dem Berge beten?", worauf die Erscheinung sagte: "Nein, einen Tag am Birkenwäldchen und einen Tag auf dem Berg. Wenn sie das nicht tun, dann wolle sie keine Grotte und keine Kapelle. Dann sollen sie lieber zu beten aufhören (statt zu streiten). Wenn sie das tun, einen Tag am Birkenwäldchen beten und einen Tag auf dem Berg, dann werde sie Heroldsbach-Thurn beschützen!"

Inzwischen war mir von den übrigen Kindern gesagt worden, dass sie ebenfalls die Gottesmutter und kurz nachher auch das Jesuskind während des Rosenkranzbetens sehen würden. Saam bekam nun, ohne weitere Bitten an die Erscheinung zu richten, noch folgende Antworten oder Aufträge, die sie mir sogleich mitteilte: "In der Weihnachtszeit sollen die Leute die heilige Familie verehren. Sie sollen alle Tage den Rosenkranz beten und dazu auch eine Andacht zum Herzen Mariens. Die Grotte soll an der Stelle gebaut werden, wo sie erschienen ist. Eines der sieben Mädchen solle mit hingehen und die Stelle bezeichnen." Inzwischen war der Rosenkranz schon fast zu Ende gebetet, da entstand auf einmal eine große Aufregung unter allen Leuten auf dem Wagen. Die Kinder und der Herr Kaplan, welcher weit außen rechts von mir auf dem Wagen stand, sagten ganz erregt: "Die Erika Müller sieht auch den heiligen Josef." (Es ist das erste Mal, dass der heilige Josef den Kindern erscheint!) Ich fragte sie sofort, worauf sie sagte, dass sie in diesem 'Mann' neben der Muttergottes den heiligen Josef jetzt deutlich erkenne, und eine genaue Beschreibung der Erscheinung gab. (Siehe Einzelbericht der Kinder!) Dann sagte sie erregt zu uns Umstehenden (Kaplan und ich, auch andere erwachsene Männer und Frauen, sowie die Kinder, die auf dem Wagen waren, ganz laut. Der heilige Josef hat jetzt zu mir gesagt: "Wenn ihr fest weiter betet, dann zeigt sich noch mehr." Alles war in größter Erregung und Spannung, ob das wohl zutreffen werde. Da hörte die Erregung unter den Kindern und Leuten nicht mehr auf bis zum Schlusse der Visionen. Man erwartete ein Zeichen am Himmel, ähnlich wie am 8. Dezember. Doch da meldete plötzlich Erika Müller, sie sehe jetzt über dem Birkenwald auch die Krippe mit dem Jesuskind drinnen und rechts und links davon die Muttergottes und den heiligen Josef, und zwar in Lebensgröße.

Gleich darauf meldeten Ähnliches auch die übrigen Kinder ganz erregt und freudigst mitteilend. Es kamen rasch aufeinander von allen Kindern nun Meldungen über ihre neuen, noch nie da gewesenen Erscheinungen, die sie heute in ziemlich schneller Aufeinanderfolge hätten. Bald ruft mich ein Kind hier, bald dort, ich konnte es nicht mehr aufschreiben, so viel war es und so von allen Seiten wollten die Kinder ihrem Erlebnis mir Ausdruck geben. So sehen sie – ich konnte in der Eile die Einzelheiten nicht mehr feststellen, welches Kind diese oder jene Aussage machte – die ganze biblische Darstellung der Kindheitsgeschichte Jesu nach Mt. und Lk., und zwar in der Zeit, als die Andacht zur allerheiligsten Jungfrau gebetet wurde mit Beifügung der Muttergotteslitanei und einiger anderer Gebete und Gesänge. ('Gegrüßet seist Du, Königin' u. a.) Näherhin das Kind in der Krippe in einem Stalle mit den heiligen Eltern Maria und Josef, an der Krippe stehend und dann niederkniend, einen Engel hinter der Krippe oben schwebend, welcher ein Spruchband darüber hielt, auf dem die Worte standen: 'Ehre sei Gott in der Höhe.' Diese Darstellung zeigte sich etwa zehn Minuten. Dann schauten sie die Verkündigung der Geburt an die Hirten auf freiem Felde durch einen Engel, welcher sprach: "Ihr werdet ein Kindlein finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Krippe liegt." Nachher erschienen mehrere Engel, welche "nicht so groß und nicht so schön wie der Verkündigungsengel waren", und welche sangen: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden." Sie sehen da auch die Hirten (drei Hirten, einer sitzend, zwei stehend) und die Anbetung des göttlichen Kindleins durch die Hirten. Die Kinder haben jeweils während der Erscheinungsdauer genaue Beschreibungen der Erscheinungsszenen bis ins Einzelne gegeben, die ich aber nicht gleich niederschreiben konnte, da sie mich dauernd zu sich riefen und in freudigster Erregung ihre Aussagen über die immer neu folgenden außergewöhnlichen Erscheinungen machen wollten. Ferner sahen die Kinder dann die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige. "Der letzte von ihnen ist ganz schwarz im Gesichte, die zwei anderen sind weiß im Gesichte, sie haben eine goldene Krone auf dem Kopfe und einen roten Mantel um. Sie knien nieder vor dem Kinde in der Krippe und beten es an. Sie geben ihm auch etwas. Es kommen jetzt auch andere Leute herbei, die haben Körbe und legen Gaben aus den Körben hin vor die Krippe." Diese Anbetung durch die drei Könige dauert ebenfalls mehrere Minuten. (sechs bis zehn Minuten.) "Da auf einmal tat es einen großen Krach, ich glaubte es donnert, der Stall stürzte zusammen und die Erscheinung verschwand."

Dann erschien plötzlich die Szene von der Flucht nach Ägypten, wobei ein Engel vor der heiligen Familie flog und ihnen den Weg zeigte und bahnte. Auch hier geben die Kinder eine genaue Beschreibung. Die Gottesmutter sitzt mit weißem Gewand und blauem Mantel (übereinstimmender Bericht) auf einem Esel, hat das Jesuskind auf ihrem Schoss, breitet ihren blauen Mantel darüber, und der heilige Josef, der um einen halben Kopf größer ist als die Gottesmutter, führt den Esel. (Nähere Einzelheiten siehe in den folgenden Einzelberichten!) Diese Erscheinungen dauerten jeweils etwa zehn Minuten oder etwas länger, bis wir nach Abbeten der Muttergottesandacht (nach dem Bamberger Diözesangebetbuch) und nach verschiedenen anderen Gebeten, auch für Kranke usw. und nach verschiedenen Weihnachtsliedern, die auch die Musik begleitete, und nach gesanglichen Vorträgen des Kirchenchores um etwa 19.00 Uhr den Wagen verließen. Wir begaben uns nun sofort zum Verhör der Kinder ins Pfarrhaus, wo ich mit Herrn Pfarrer Gailer, sowie Herrn Dr. med. Heil (Bad Kissingen) die Kinder gesondert und eingehend bis gegen 22.00 Uhr verhörte. Der Eindruck der heutigen Ereignisse auf die betende Menschenmenge, welche nach Schätzung von verschiedenen Erwachsenen im Verhältnis zu den übrigen Tagen etwa 4.000 bis 5.000 Menschen betragen haben dürfte, war ein gewaltiger und überzeugender – ähnlich wie am 8. Dezember. Die Gebete der Gläubigen am Hügel und an der Grotte dauerten nach unserem Weggang noch lange fort, bis tief in die Nacht hinein, bis gegen 4.00 Uhr morgens. Dieser Weihnachtsabend ist für alle Betenden ein unvergessliches Erlebnis, ähnlich wie der 8. Dezember.

Verhör der Kinder zu Heroldsbach-Thurn am Vigiltag von Weihnachten, 24. Dezember 1949, unmittelbar nach der Andacht 19.10 Uhr bis 22.00 Uhr. Heute waren außerordentlich viele Erscheinungen. Außer der gewöhnlichen Muttergottesvision während des Rosenkranzgebetes haben die Kinder die ganze Kindheitsgeschichte Jesu anschließend gesehen in der Zeit von etwa einer Stunde, nämlich 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

1. Antonie Saam: "Als wir auf den Wagen stiegen, sah ich die Muttergottes mit dem Jesukind, mit weißem Mantel, weißem Schleier über dem Haupte. Jesukind hat weißes Kleid und lange Ärmel. Die Muttergottes hatte schwarzen Rosenkranz an der rechten Seite. Ich habe sie bis zur Litanei gesehen. Dann gab sie den christlichen Gruß 'Gelobt sei Jesus Christus' und verschwand. Nun sah ich einen Engel, der aus den Wolken kam, mit weißem langem Gewand, weißen Flügeln. Der Engel schwebte wieder zurück. Jetzt kam die heilige Familie. Jesukind in der Mitte, die Muttergottes war rechts und der heilige Josef links. Dieser hatte braunen Mantel, einen Stock in der rechten Hand, einen grauen langen Bart, ohne Hut; sein Aussehen nicht so alt. Die Muttergottes war weiß mit blauem Mantel, mit weißem herabhängendem Schleier. Das Jesukind hatte langes, weißes Kleid, Füße nicht mehr sichtbar, mit gefalteten Händen, freundlich. Diese Erscheinung dauerte etwa fünf Minuten. Dann verschwand sie und der Engel kam wieder. Eine Taube von grauer Farbe schwebte rechts vom Engel. Dann verschwand der Engel und die Taube. Hierauf erschien die Krippe (ein Stall). Das Jesukind in der Krippe liegend, die Muttergottes kniete rechts an der Krippe, der heilige Josef stand auf der anderen Seite. Im Stalle stand ein Ochse; hauchte das Jesukind an den Füßen an. Ein Esel stand daneben; hauchte ebenfalls das Jesukind an den Füßen an. Der Hauch war sichtbar, es war also kalt. Das Jesukind war in Windeln gewickelt bis zur Brust. Dann kamen die drei Könige, der eine, der letzte, war im Gesichte ganz schwarz mit rotem Mantel und einer goldenen Borte. Die anderen hatten blauen Mantel mit einer goldenen Borte, Gesicht war weiß. Alle drei hatten eine goldene Krone. Beim Jesukind haben sie ihre Hände zusammengelegt. Sie beteten das Jesukind an. Die Krippe mit den dargestellten Personen verschwand nach etwa zehn Minuten wieder. Nun kam die Flucht nach Ägypten. Der heilige Josef mit braunem Mantel, grauem Bart und einem Stock, einen halben Kopf kleiner als die Muttergottes auf dem Esel, führte den Esel. Das Jesukind war ebenfalls auf dem Esel. Die Muttergottes hatte das Jesulein auf dem Arm und überdeckte es mit ihrem blauen Mantel. Sie schwebten über den Birken. Ein Engel ging vor dem Esel. Der Engel sah aus wie der erste. Er hatte langes, weißes Gewand, weiße Flügel und schönes Aussehen. Nach etwa fünf Minuten verschwand die Erscheinung der Flucht nach Ägypten. Dann sah ich wiederum einen Engel und die Hirten von Bethlehem. Der Engel hat zu den Hirten gesagt: "Gehet nach Bethlehem, dort werdet ihr ein kleines Kindlein finden, das in Windeln eingewickelt ist und in einer Krippe liegt." Zu dem Engel kamen dann noch mehrere Engel, sie hatten weißes langes Gewand wie der erste Engel, der zu den Hirten kam, war aber schöner, hatte eine goldene Borte um sein Kleid. Die mehreren Engel waren etwas kleiner und nicht so schön gekleidet. Die Engel sangen: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden." (Nicht war hinzugefügt: 'Die eines guten Willens sind.') Es waren drei Hirten. Sie hatten einen braunen Mantel an, Männer im mittleren Alter, ein größerer und zwei kleinere. Ein Hirte saß, die zwei anderen standen. Dann verschwanden sie nach zwei Minuten. Später sah ich beim Birkenwäldchenaltar am Boden unten rechts einen Esel in natürlicher Gestalt – die Flucht nach Ägypten. Auf dem Esel war die Muttergottes sitzend in menschlicher Gestalt und hatte das Jesukind im Arm. Der heilige Josef führte den Esel. Der heilige Josef war so groß wie ein großer Mann. Er ging mit dem Esel in den Birkenwald. Nun verschwand die Flucht nach Ägypten. Ich sah nochmals das Krippenbild vor der Erscheinung der Flucht nach Ägypten. Zwei Engel waren beim Jesukind rechts und links und haben das Jesukind eingesungen." (Genauer Wortlaut der Antonie unmittelbar nach der Vision!) Fragen:

1. "Liebe Gottesmutter, hast Du noch eine Botschaft an uns zu geben?" Antwort: "Ja, die Menschen sollen mehr Buße tun."

2. "Dürfen wir auch unseren Hochwürdigen Herrn Erzbischof einladen hierher zu kommen?" Antwort: "Ja, wenn er will. An einem meiner (Marien-) Feste soll er herkommen."

3. Ohne zu fragen – Aufträge: "Thurn und Heroldsbach sollen fest zusammenhalten und nicht streiten." ('Nicht' hat sie besonders betont.) – "Mit dem Bau der Kapelle soll so bald wie möglich begonnen werden." – "An allen Marienfesten sollen die Leute hieher kommen und fest beten." ('Fest' war besonders betont.) "Ich sag es noch einmal, die Leute sollen fest beten, es langt immer noch nicht." ('Fest' und 'immer' waren besonders betont nach ausdrücklicher unbefragter Aussage der Antonie.)

Am Oktavtag von Maria Empfängnis hat sie gesagt: "Ich sage es noch einmal, die Leute sollen noch mehr beten, es ist noch nicht genug – für die Bekehrung der Sünder." (Nur Antonie Saam sah am Oktavtag 15. Dezember die Gottesmutter mit Jesukind wie im Oktober.)

4. "Ob wir auf dem Berg weiter beten sollen?" – Antwort: "Nein, einen Tag am Birkenwäldchen und einen Tag auf dem Berg." Wenn sie das nicht tun, dann will sie keine Grotte und keine Kapelle und sie sollen lieber zu beten aufhören.

5. "Liebe Gottesmutter, sollen wir wiederkommen?" – Antwort: "Ja, alle Tage sollen wir hierher kommen und beten."

6. Aufträge: Während der heiligen Weihnachtszeit sollen wir die heilige Familie verehren. Die Kapelle soll vor dem Straßenbau gebaut werden. Die Leute sollen alle Tage den Rosenkranz beten und die Andacht zum Herzen Mariens. Die Grotte soll an der Stelle der Erscheinung gebaut werden. Eines der sieben Mädchen soll mitgehen und die Stelle bezeichnen. "Muttergottes, segne uns!" – Segen des Jesusknaben.

2. Irmgard Mehl: "Beim zweiten Gesätz vom freudenreichen Rosenkranz habe ich einen weißen Schein gesehen, von dem manchmal weiße Strahlen ausgingen. Am Ende der Litanei habe ich den Schein nicht mehr gesehen."

3. Maria Heilmann: "Beim Beginn des ersten Gesätzes des Rosenkranzes sah ich zuerst einen weißen Schein, dann die Muttergottes; ganz weiß, mit weißem Kleid und weißem Schleier wie im Oktober. Zehn Minuten nachher das Jesuskind auf dem rechten Arm der Muttergottes. Das Jesuskind hatte ein Lockenköpfchen. Nach dem Rosenkranz bei Beginn der Muttergottesandacht sah ich wieder einen Schein. Dann ein Schäflein. Dann wieder die Muttergottes und die Krippe. Das Jesuskind lag drin. Die Muttergottes stand auf der rechten Seite (von der Krippe aus gesehen) und der heilige Josef stand links. Alle in Lebensgröße. Die Krippe war auf dem Birkenwäldchen, etwas rechts vom Altar (von uns aus gesehen). Das Jesuskind war ganz weiß gekleidet, hatte ein Lockenköpfchen, zwei goldene Bändchen um die Brust und die Hände auf der Brust quer zusammengefaltet übereinander. Die Muttergottes hatte ein weißes Kleid und einen blauen Mantel. Der heilige Josef hatte einen langen grauen Bart, eine graue Hose und gräuliche Kleidung. Die Muttergottes und der heilige Josef hatten die Hände gefaltet, standen an der Krippe. Die Krippe war so groß wie die Tischbreite. (Ein Meter.) In der Krippe lag das Jesuskind. Stall, Ochs und Esel sah ich nicht. Das Schaf verschwand vor dem Erscheinen der Krippe. Als diese Krippe mit dem heiligen Josef und der Muttergottes weg war, da kam ein Engel mit langem weißem Kleid, zwei weißen Flügeln nach hinten in Schulterhöhe. Der Engel war in Lebensgröße eines erwachsenen Menschen. Er war auch über den Birken wie die Krippe, und verschwand nach einigen Minuten. Die Krippenerscheinung war auch nur einige Minuten da. Nach dem Engel kam ein Stern, der schräg nach oben ging und weiße Strahlen ringsum aussandte. Nach einigen Minuten verschwand der Stern. Die Flucht nach Ägypten, auch die Hirten habe ich nicht gesehen. Fragen habe ich keine gestellt."

4. Kuni Schleicher: "Beim Rosenkranzbeten nach einer Viertelstunde habe ich einen hellen Schein gesehen. Dann nach etwa fünf Minuten die Muttergottes mit weißem Kleid und weißem Schleier; gesehen bis zum Beginn der Litanei. Dann sah ich die Krippe mit Jesuskind über dem Birkenwald. Es lag in der Krippe und hatte die Händchen ausgebreitet wie der Priester am Altar, breite Handfläche aber nach vorn gerichtet. Die Muttergottes stand rechts von der Krippe, der heilige Josef links, von der Krippe aus gesehen. Der heilige Josef hatte hellbraunes langes Kleid, bis zum Boden reichend, eine breite lila Schärpe von der rechten Schulter bis zur linken Seite hinunter. Dann sah ich hinter der Krippe einen Engel, welcher ein weißes langes geschlungenes Band mit schwarzer Schrift hielt, auf dem stand: 'Ehre sei Gott in der Höhe.' Dann verschwand, der Engel mit dem beschriebenen Band, worauf der heilige Josef mir zulächelte und sagte: "Du musstest voriges Jahr bei den Schwestern ein Krippenspiel mitspielen und den heiligen Josef spielen, der aber ich bin." Nach etwa fünf Minuten sagte er: "Die Antonie musste die Mutter unseres Kindes machen." Ich fragte die Muttergottes nach dem Vater der Betti Büttner, der vermisst ist. Sie gab aber keine Antwort. (Wie auch bei den übrigen Kindern.) Hirten und Flucht nach Ägypten habe ich nicht gesehen, auch den Stall nicht, nur die Krippe."

Fragen (durch Dr. Heil gestellt):

"Soll der 'Ruf Mariens' wieder erscheinen?" – Antwort: "Ja."

"Soll er jetzt erscheinen?" – Antwort: "Wie die Herrn wollen."

"Wo soll er herauskommen?" – Antwort: "Am alten Ort."

"Wer soll die Schriftleitung übernehmen, Hölz, Heil oder Fuchs?" – Antwort: "Hölz."

"Will die Muttergottes unsere Gebets- und Opferfront?" – Antwort: "Ja."

"Ob sie unsere Form will?" – Antwort: "Ja, aber sie müssen mehr beten und Buße tun."

"Ob in Verbindung mit Heroldsbach eine große Gebets- und Opferfront des deutschen Volkes entstehen soll?" – Antwort: "Ja."

"Ob die Zeitschrift in Verbindung mit Heroldsbach herauskommen soll?" – Antwort: "Ja, aber in die Zeitschrift keine Lügen schreiben."

"Ob die Muttergottes unser Weihegebet durch das Herz Jesu wünscht?" – Antwort: "Ja."

5. Gretel Gügel: "Als wir auf den Wagen gingen, habe ich noch nichts gesehen. Nach fünf Minuten sah ich einen hellen Schein fünf Sekunden lang. Nach weiteren fünf Sekunden war die Muttergottes drinnen im hellen Schein gestanden ohne Jesuskind. Ganz weiß gekleidet wie sonst, mit weißem Schleier über dem Kopf, an der rechten Seite einen schwarzen Rosenkranz. Dann verschwand die Muttergottes zwei Sekunden. Dann stand sie wieder da mit dem Jesuskind auf ihrem rechten Arm sitzend. Das Jesuskind hatte Locken, einen goldenen Streifen auf der oberen Brust, auf dem Kopfe einen goldenen Ring. Hier sah ich die Muttergottes lange so bis zum Ende des Gebetes 'Engel des Herrn'. (Nach dem Rosenkranz.) Dann verschwand sie. Nach zehn Sekunden stand die Krippe da mit Jesuskind allein, mit gekreuzten Armen auf der Brust. Es hatte weißes Kleidchen mit goldenen Streifen auf der Brust. Nun kamen die Muttergottes und der heilige Josef zur Krippe. Sie standen anfangs, dann knieten sie an der Krippe nieder, die Muttergottes rechts, der heilige Josef links. Die Muttergottes hatte blauen Mantel, weißes Kleid und blauen Schleier über dem Haupte. Der heilige Josef hatte grauen Mantel, grauen langen Bart – etwa 25 cm, gräulichen Hut, einen Stock, oben eingeringelt. An der Krippe war hinter dem Jesuskind der Esel, welcher das Jesuskind anschaute. Später kam noch eine große Herde Schafe, welche vor der Krippe stehen blieb. Der Schäfer hat sich hingekniet und die Hände zusammengefaltet und das Jesuskind angebetet. Dann verschwanden diese Erscheinungen. Nach einigen Sekunden erschien die Flucht nach Ägypten. Die Muttergottes setzte sich auf den Esel und nahm das Jesuskind, das der heilige Josef auf den Schoss der Muttergottes setzte. Die Muttergottes legte ihren blauen Mantel darüber. Das Jesuskind hatte eine Weltkugel in der rechten Hand mit einem Kreuzchen oben darauf. Die Muttergottes hatte einen blauen Mantel und blauen Schleier. Der heilige Josef hat den Esel geführt. Dann kam während der Flucht ein Engel. Die Muttergottes und der heilige Josef haben dann umgewendet und sind wieder zurück, wo sie waren. Sie gingen wieder in den Stall. Die Muttergottes hat dann das Jesuskind genommen und es in die Krippe gelegt. Bei der Krippe sehe ich auch gleich den Stall. In der Krippe hat das Jesuskind von sich aus gesegnet (ohne Aufforderung); die drei letzten Finger gestreckt, Daumen und Zeigefinger berührten sich. Dann knieten die Muttergottes und der heilige Josef wieder nieder. Diese Erscheinung sah ich lange Zeit bis zuletzt. Selbst als wir den Wagen verließen, habe ich die Erscheinung noch gesehen. Dann hat das Jesuskind nochmals gesegnet und die Erscheinung verschwand."

Fragen: "Ob die Fräulein Gretel wieder gesund wird?" (Schwester von Pfarrer Gailer.) Antwort: "Ja."

6. Erika Müller: "Bei dem Beten des Rosenkranzgesätzes 'Der in uns den Glauben vermehre' habe ich einen Schein gesehen, so groß, wie einen ganzen Menschen umgebend. Bei dem Gesätz 'Den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast' sah ich zuerst die Muttergottes, sie hatte weißes Kleid und blauen Mantel und eine goldene zackige Krone, die Muttergottes in Größe von ungefähr ein Meter. Später sah ich die Muttergottes mit dem Jesuskind, es auf beiden Armen haltend; das Jesuskind ganz klein. Beim Ausgang des Rosenkranzes sah ich auch den heiligen Josef. (NB! Es gab eine große Aufregung auf dem Wagen. Es war das erste Mal, dass der heilige Josef den Kindern erschien.) Er war etwas größer wie die Muttergottes. Der heilige Josef sprach zu mir unaufgefordert: "Wenn ihr fest weiter betet, dann zeigt sich noch mehr." (Die Aufregung auf dem Wagen wurde noch größer.) Auf einmal war das Bild verschwunden. Nun stand eine Krippe da und das Jesuskind lag drinnen; saß in der Krippe und hob beide Hände auf. Auf der rechten Seite (von der Krippe aus) war die Muttergottes und links der heilige Josef. Die Muttergottes kniend, der heilige Josef stand aufrecht und lehnte sich auf seinen Stecken. Neben der Krippe war die Muttergottes und der heilige Josef in Lebensgröße. Plötzlich wurde es hinten ganz hell. Es erschien ein Engel in Menschengröße, und der hatte ein Band in der Hand, auf dem geschrieben stand: 'Ehre sei Gott in der Höhe.' Dann kam ein Schaf herein und schnupperte an der Krippe herum. Kurz darauf kamen die Hirten und andere Leute, die in Körben Geschenke für das Jesuskind hatten. Hinter den Hirten war ein Esel und eine Kuh. Die Tiere hauchten in die Krippe, den Hauch sah man. Hierauf ging der heilige Josef hinaus, kam wieder herein und hatte ein Bündel Holz auf seinem Buckel. Den warf er hinten hin. Dann nahm er die Muttergottes und das Jesuskind und setzte beide auf den Esel – die Flucht nach Ägypten. Als sie aus dem Stalle waren, flog ein Engel auf und flog immer voraus auf dem Weg nach Ägypten. Nach kurzer Zeit flog die Hütte zusammen, es gab einen großen Krach, so dass ich dachte, es donnert. Später war ein Engel auf den Trümmern des Stalles und die Muttergottes war schon weit im Birkenwald drinnen und gab zuletzt mit dem Jesuskind auf dem Arme schnell noch den Segen. Fragen habe ich keine gestellt."

7. Betti Büttner: "Bei Beginn des Rosenkranzes sah ich die Muttergottes ganz weiß, sie hatte blauen Mantel, Jesuskind auf dem rechten Arm. Das Jesuskind hatte oben am Kleid goldene Streifen gehabt. Die Muttergottes hat eine Krone aufgehabt. Das Jesuskind einen goldenen Ring um das Haupt, wie am Feste der Unbefleckten Empfängnis. Neben der Muttergottes stand ein Engel. Die Muttergottes war in Lebensgröße ganz ober den Birken. Ich sah die Muttergottes, dann auch den Esel und das Jesuskind auf ihrem Schoss. (Flucht nach Ägypten.) Der heilige Josef ist nebendran gegangen und hat den Esel geführt. Dann sah ich die Hirten, alles über den Birken, hierauf den Stall, die Muttergottes neben der Krippe und ebenso den heiligen Josef, beide hatten sich hingekniet. In der Krippe war das Jesuskind. Hinter der Krippe stand ein Esel und eine Kuh. Vor der Krippe sind kleine Kinder und Hirten gekniet. Später sah ich einen Hirten, der über den Schultern ein kleines Bätzela (Lamm) getragen hat. Dann ist ein ganz großer Stern über dem Stalle gestanden. Danach ist die Muttergottes auf dem Esel gesessen und hatte das Jesuskind auf ihrem Schoss. Hierauf sah ich, wie die Heiligen Drei Könige gekommen sind. Dann sah ich die Muttergottes und den heiligen Josef. Die Muttergottes hat das Jesuskind in ihren blauen Mantel eingewickelt. Zuletzt sah ich einen Bretterhaufen. Alle Personen sah ich in Lebensgröße, nur den Engel neben der Muttergottes, der immer bei ihr war, sah ich bloß einen Meter hoch. Die Muttergottes war schneeweiß gekleidet mit blauem Mantel, ohne Rosenkranz."

Frage: "Ob mein Vater noch lebt oder schon gestorben ist." (Vermisst seit neun Jahren.) – Keine Antwort.

Die Erscheinungen vom 'schwarzen Mann', aufgenommen von H. H. Pfarrer Welsch, Leutzendorf, Ufr.

Maria Heilmann:

24. Dezember 1949, Heiliger Abend. Nach Beginn der Andacht einen Mann gesehen. Bräunlich angezogen, gut ausgesehen, blondes Haar und Scheitel in der Mitte. Die Hände hingen herunter; Brustbild.

29. Dezember 1949. An der Grotte nur einen Schein und einen aufblitzenden Stern. An der Stange: Zuerst einen runden Kranz und ringsum Sternlein; dann Brustbild eines Mannes (Mann halblich). Blondes Haar, längliches und dickliches Gesicht. Zuerst auf- und abgeschwebt mit ausgebreiteten Händen, dann mit gefalteten Händen. Dann in Himmel aufgeschwebt mit gefalteten Händen; hierauf verschwunden. Kein Schnurrbart (Schnörrla). – Maria Heilmann fürchtete sich. – Teufel?

Erika Müller:

25. Dezember 1949. Erster Weihnachtsfeiertag an der Grotte: Elf Sterne.

29. Dezember 1949. An der Grotte einen Schein mit zwölf Sternen außenherum. Die zwölf Sterne sind die zwölf Nächte, so hat Erika Müller es sich gedacht. Als der Rosenkranz aus war, gingen wir rauf an die Stange und haben da den Schein gesehen, in dem der schwarze Mann war. Da ging ein Lichtstrahl vom Himmel aus auf den schwarzen Mann zu. Ein Engel stand hinterm Mann; aber nur Flügel gesehen. Glaubte, dass er in den Himmel ging. (Auf meine Frage: "Warum glaubst du, dass es ein Engel war?", sagte sie: "Ich sah eine Gestalt in weißem Kleid und glaubte, es sei ein Engel.") Der schwarze Mann hatte blondes Haar, Scheitel in der Mitte, Schnörrla, blaue Augen, schwarze Joppe, weißes Hemd. Habe gefragt, ob wir beten sollen, da hat er "Ja" genickt und dann hat er freundlich gelächelt – unterm Beten. Erika Müller hat sich die ganze Nacht hindurch gefürchtet. An der Stelle des in ihrem Zimmer stehenden Christbaumes sah sie die ganze Nacht den schwarzen Mann.

Gretel Gügel:

29. Dezember 1949. Die anderen Kinder sahen bereits den schwarzen Mann. Ich und die Mutter waren in der Bretterhütte und beteten den Rosenkranz. Ein großes Mädel holte mich. Nach einer Viertelstunde sah ich ihn auch. Er war in einem ganz hellen Schein gestanden. Hab' ihn nur halb gesehen. Hatte blondes Haar und Scheitel in der Mitte, Schnorren, vielleicht so wie die Zigarre (unter Hinweis auf eine auf dem Tische liegende Zigarre), schwarze Joppe, vorne ausgeschnitten wie Mantel, weißes Hemd mit Kragen gleich am Hemd. Gesicht und Hände ganz weiß. Später, nach Armenseelen-Rosenkranz, ging er, die gefalteten Hände immer auf und ab bewegend, immer höher in den Himmel. Sehr weit beim Himmel hat's 'nen Pumperer gemacht und dann hat er noch ein bissel in der Luft gestanden und dann auf einmal weg. Hierauf habe ich die schwarze Bahn, worauf er nauf gegangen ist, von den Birken ab bis in den Himmel gesehen, d. h. wie er hinauf ging, verschwand sie hinter ihm und blieb immer nur ein Stückchen zurück. Der Himmel war blau, mondhell. Nur einmal gesehen, ich war wohl mit den andern Kindern da. Betti Büttner war auch da und hat auch nichts gesehen. Ich hatte nachts Angst.

Maria Lindenberger:

29. Dezember 1949. Ganz schwarzer Mann, mit Lichtschein umgeben, über den Birken, über der Grotte. Scheitel in der Mitte, blondes Haar, nur Brustbild. Kam immer näher. Leute haben gesagt, wir sollen stehen bleiben, er tut uns nichts. Haben gefragt, ob wir beten sollen, da hat er mit gefalteten Händen mit dem Kopf "Ja" genickt. Wenn er rauf ging (in den Himmel), dann blieb schwarze Bahn zurück, ganz gerade Bahn, nicht zackig. (Auf meine Frage: "Wie breit", zeigte Maria Lindenberger mit den Händen etwa 80 cm Bahnbreite.) Himmel war mondhell – blaugrau. Wie er oben war, hat man die Bahn noch ein bisschen gesehen. Dann sind wir heim.

30. Dezember 1949. Maria Frank kam später, weil Cousine geholt. Mit Erika Müller gesehen. Wieder dasselbe. Haben auseinander gestanden. Zwei Männer dabei: Braun von Heroldsbach bei mir und Johannes Diebacher bei Erika. Schwarzer Mann gleich in Himmel, ohne Bahn. Maria Frank kam und hat auch gesehen. Dann auch Maria Heilmann. Hierauf kam schwarzer Mann wieder zurück vom Himmel. Die zwei Männer gingen fort und wir blieben beieinander. Wieder Armenseelen-Rosenkranz gebetet und der Mann hat mit dem Kopf genickt und gelächelt. Immer Schnorrn. Wieder in Himmel auf Bahn.

31. Dezember 1949. Schwarzer Mann mit Joppe, weißes Hemd herausgeschaut. Mit (liturgisch) gefalteten Händen. Nicht so lange gesehen. Armenseelen-Rosenkranz gebetet. Wie ein Blitz hinaufgefahren. Es fielen lauter Blitze auf ihn herunter.

1. Januar 1950. Nichts gesehen. – Maria Lindenberger hat sich ebenfalls gefürchtet.

Maria Frank:

29. Dezember 1949. An der Grotte ein Schein mit 12 Sternen außenherum. Die 12 Sterne sind die 12 Nächte, so hat sie es sich gedacht. Eine Frau hat das ebenfalls gesehen! Als der Stern aufblitzte, glaubte ich, er müsste runterfallen. Dies war beim Rosenkranzbeten. Als der Rosenkranz aus war, gingen wir rauf an die Stange und haben den Schein gesehen, in dem der schwarze Mann drinnen war. Zuerst goldgelbe Kugel und darauf kleines Kreuz – dann weißen Schein und schwarzer Mann drin. Zunächst kein Gesicht und Hände gesehen. Dann wurde er ganz deutlich: Blondes Haar, Scheitel in der Mitte und kleines Schnörrla. Er kam mit ausgebreiteten Händen auf uns zugeschwebt. Wir haben uns recht gefürchtet und sind fortgelaufen. Wieder zurück ans Geländer, war er noch dort. Wir beteten: "Herr gib ihm die ewige Ruhe", da ging der Mann wieder zu den Birken. Ausgesetzt mit Beten, weil wir uns fürchteten und Maria Heilmann immer sagte, es wäre der Teufel. Gleich wieder 'Vater unser' gebetet, da kamen die Leute hinzu. Wir beteten dann 'Vater unser' für die Armen Seelen und 'Gegrüßt seist Du, Maria' für den Baron: "Gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus – Baron von Thurn bitt für uns! Heilige Maria..." Dann ging der Mann wieder zurück auf die Birken. Nun kamen Maria Lindenberger, ihre Großmutter und ihre Cousine. Wir haben es gleich der Maria gesagt und da haben sie es auch gesehen. Der schwarze Mann kam wieder auf uns her. Wir haben den Armenseelen-Rosenkranz gebetet mit der Einlage: "Dein heiliges Blut komme den armen Seelen zugut." Zuerst blieb er mit gefalteten Händen da und dann immer so (d. h: mit liturgisch gefalteten Händen!) zum Himmel schauend, ist er immer höher gestiegen. Dann Hände wieder gefaltet und mit gefalteten Händen am Himmel gepocht und ist verschwunden. Ob er gepocht hat, weiß ich nicht, aber er hat so die Hände hin und her bewegt.

Am gleichen Tag vom Westrand des Birkenwaldes her helle Streifen. Über dem Fürstenberg war eine silberne Sichel wie der Mond, währenddessen der Mond über uns stand.

30. Dezember 1949. Auf halbem Berge schon im Schein gesehen. An der Rampe einen Augenblick nicht gesehen, dann wieder. Ob ich ihn aus dem Auge verloren habe, weiß ich nicht bestimmt. Hat wieder mit gefalteten Händen gebetet.

31. Dezember 1949. Schwarzer Mann hat dann weißes Hemd unter der Joppe, am Hals. (Sichtbar.)

1. Januar 1950. Beim Rosenkranz an der Rampe wieder gesehen. Wo er hinaufgegangen (in den Himmel), hat er schwarze Bahn zurückgelassen. Himmel war blaugrau; es war Mondschein. Auch Maria Frank hat sich gefürchtet.

(Quelle: Prof. Dr. Walz: Die Muttergotteserscheinungen von Heroldsbach-Thurn, Bd. 1)

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