Der polnische Familienvater Kasimir Domanski (pol.: Kázimierz Dománski), ein Maler von Beruf, erhält seit 08.06.1983 Marienbotschaften, die gemäß der 11. Botschaft der Muttergottes vom 16. Juli 1984 keine Privatoffenbarungen sind, sondern für die ganze Menschheit gelten! Darauf wird eigens hingewiesen, dies wird oft und oft betont! Auf der Heimfahrt von der Arbeit wurde das Auto, in dem Domanski mitgefahren war, von einem Lastauto gerammt. Er wurde dabei schwer verletzt. Wegen eines Blutergusses im Gehirn blickte er, halbseitig gelähmt, einer gefährlichen Gehirnoperation entgegen. Am Vorabend der Operation stand plötzlich die Muttergottes vor ihm, legte ihm die Hände auf und heilte ihn augenblicklich mit den Worten: "Sohn, steh auf, du bist gesund. Ich habe dich geheilt, nun mache du es bei den Kranken. Du hast die Gnade dazu von Jesus Christus, Meinem Sohn, und von Mir!" Er war sofort gesund und konnte zum Erstaunen der Ärzte aufstehen und gehen. Bei den Untersuchungen konnte man tatsächlich die vollständige Gesundheit feststellen. Da man aber an dieses Wunder nicht glauben wollte und von der dauerhaften Wirkung nicht überzeugt war, wurde er in Frühpension geschickt.
Nun widmete er sich der Gartenarbeit in seinem kleinen Schrebergarten, in dem eine etwa 8 qm große Gerätehütte (Gartenlaube) steht. Am 8. Juni 1983 kniete der 49-jährige Frühpensionist Domanski in seinem kleinen Gartenhäuschen vor einem Bildchen der Schwarzen Madonna von Tschenstochau, um kurz zu beten und wohl auch, um für seine Gesundheit und für seine plötzliche Heilung zu danken. Dieses Bildchen hatte er bei seinem Krankenhausaufenthalt in Breslau von einem Neupriester bekommen. Er ahnte nicht, daß ihm bald nachher hier die Muttergottes erscheinen werde.
Er war gerade damit beschäftigt, Tomatenpflanzen mit einer Schnur anzubinden, als es zur ersten Erscheinung in der Gartenlaube kam: Er wollte gerade in der Hütte eine neue Schnur holen, da sah er auf einer Bank im Häuschen die Muttergottes sitzen. Er fiel auf die Knie und fing an zu beten: "Vater unser, Gegrüßet seist du, Maria, Unter Deinen Schutz und Schirm." Mitten im dritten Gebet berührte ihn die Muttergottes am Oberarm und gab ihm erneut den Auftrag zu heilen mit den Worten: "Ich habe dich geheilt. Du sollst nun auch Kranke heilen."
Domanski begab sich sofort zum Pfarrer und berichtete diesem von seinem Erlebnis. Das war die erste Erscheinung im Schrebergarten. Im Jahr 1983 hatte er noch drei weitere Erscheinungen. Der Auftrag zur Heilung der Kranken wurde dem Seher bei vielen anderen Botschaften immer wieder in Erinnerung gerufen mit denselben Worten, die er schon bei seiner Heilung im Krankenhaus gehört hatte: "Ich habe dich geheilt, nun sollst du auch die Kranken heilen! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir!" Großes Aufsehen erregte dann die plötzliche Heilung eines über ein Jahrzehnt an den Rollstuhl gefesselten Kranken aus Ohlau auf offener Straße, den viele kannten. In den ersten Jahren fanden alle Erscheinungen und Begegnungen mit der Muttergottes im kleinen Gartenhäuschen (Gartenlaube) statt.
Als Domanski später im Auftrag Jesu oder der Muttergottes weite Reisen machen mußte, gab es auch an anderen Orten Erscheinungen mit ausführlichen Botschaften, die zumeist in den Kirchen oder Kapellen jener Orte stattgefunden haben, wo er hinfahren mußte. Am 7. Oktober 1984 hörte Domanski das erste Mal während der 14. Erscheinung die Stimme des Heilands. Darauf hat ihn die Muttergottes vorher aufmerksam gemacht mit den Worten: "Höre nun auf die Stimme Meines Sohnes!" Anschließend vernahm er eine Botschaft von Jesus, in der ihm Verfolgungen vorausgesagt wurden, aber auch die Gewährung vieler Gnaden durch das damit verbundene Leiden. Auch am 15.8.1985 hört er solche Worte aus dem Munde Jesu (24. Erscheinung).
7. Oktober 1985, Rosenkranzfest: Während einer hl. Messe, die von fünf Priestern in Konzelebration am Erscheinungsort gefeiert wurde, schaut Domanski während der hl. Wandlung das erste Mal den Heiland selbst in Lebensgröße und mit einem Zepter in der Hand, stehend beim Altar, in Anwesenheit Seiner hl. Mutter. Am gleichen Tag hört er während der Muttergotteserscheinung wieder die Stimme Jesu mit einer längeren Botschaft, bei der Jesus verlangt, daß die Anweisungen befolgt werden sollen, sonst drohe der ganzen Welt eine große Strafe. Die Botschaften sollten allen Bischöfen und Priestern übermittelt werden, sie seien sehr wichtig für die ganze Menschheit! Am Fest der Heiligen Drei Könige 1986 verlangt die Stimme Jesu, der Welt mitzuteilen, daß die Aufträge seiner Mutter so schnell wie möglich erfüllt werden sollen. Am Barmherzigkeitsfest (Weißer Sonntag), 6. April 1986, hörte er wieder während der Marienerscheinung die Stimme Jesu, die sich dieses Mal besonders über die Priester und Bischöfe beklagte, sie würden Ihm − Jesus − die größten Schmerzen bereiten. Nicht nur Maria gibt den Auftrag, diese Botschaften zu veröffentlichen, sondern immer wieder auch Jesus selbst. Jesus bestätigt auch mehrmals, daß diese Botschaften wahr sind.
Im Spätherbst 1989 mußte er im Auftrag der Muttergottes auch Deutschland und Österreich besuchen. Inzwischen erhielt er weitere Aufträge, dorthin zu fahren. Schon bei seinem ersten Aufenthalt in Deutschland und Österreich gab es bei seinen Vorträgen einen großen Andrang, aber sein eindringlicher Aufruf zur Umkehr blieb leider ungehört, was man klar und deutlich an der weiteren Ausbreitung der Steh- und Handkommunion erkennen kann.
Zu den Hauptanliegen der Botschaften von Ohlau zählt, wie schon früher erwähnt, die Wiederherstellung der Ordnung in der Heiligen Kirche Jesu. So wird schon bei der 4. Erscheinung (8.12.1983) durch die Muttergottes und später durch Jesus selbst und andere Begnadete sehr streng auf den unwürdigen Kommunionempfang hingewiesen und immer wieder der kniende Empfang der hl. Kommunion mit dem Mund verlangt! Nach fünf derartigen Forderungen hört Domanski während einer Erscheinung im Gartenhäuschen am 7. Juni 1986 auch die Stimme Jesu zu diesem Thema mit der Klage, wie er zu leiden habe, wenn man Seinen Leib und Sein Blut nicht kniend empfängt, und daß er dadurch schwer verwundet werde. Diese Botschaft über den würdigen Kommunionempfang wurde in den vergangenen 12 Jahren immer wieder gegeben durch die Muttergottes oder durch Jesus selbst oder andere Heilige. Im Herbst 1989, am 6. November, richtete Jesus selbst während seines ersten Österreichbesuches auch in diesem Land durch Domanski eine solche Botschaft an alle Menschen: "Sie sollen Meinen Leib nur kniend und in den Mund empfangen!" Auch in Deutschland wurde zuvor am 14. Oktober 1989 in Heroldsbach der kniende Kommunionempfang mit dem Mund von Jesus selbst verlangt, wobei Jesus auch darauf hingewiesen hat, daß die Bischöfe dem Papst nicht gehorchen, der wünsche, daß der Leib Christi nur Knienden in den Mund gereicht werde (78. Botschaft).
Bedauerlicherweise blieben diese Forderungen bis heute weitgehend unerfüllt. Die Muttergottes und Jesus selbst nennen in zahlreichen Ohlauer Botschaften viele echte Erscheinungsorte und bestätigen diese. So werden viele bisher von der Kirche noch nicht anerkannte Erscheinungsorte hervorgehoben. An manchen Orten wird auch die Errichtung einer Kirche gefordert. Das betrifft Heroldsbach in Deutschland, wo vor 40 Jahren die Muttergottes herabgestiegen ist, Eisenberg/St. Martin im Burgenland, Marienfried, wo am 7. Oktober 1989 die Muttergottes so schnell wie möglich den Bau einer großen Basilika gewünscht hat. In Marienfried würde einmal das größte Heiligtum Deutschlands sein. Immer wieder wird in den Botschaften an Domanski vor einem großen Strafgericht gewarnt für den Fall, daß sich die Welt nicht bekehrt. Diese Warnungen gibt sehr oft Jesus selbst. Ständig ergeht der Ruf zur raschen Umkehr, denn die Zeit dazu sei nur noch kurz. Die Botschaften in Ohlau an Domanski stehen auch in einem direkten Zusammenhang mit Fatima. Es gab auch mehrere Ereignisse und Botschaften, die dies zum Ausdruck bringen. So gab es einige Sonnenwunder, die jenem von Fatima genau geglichen haben und jeweils von zigtausenden Menschen gesehen wurden.
Am 8. Dezember 1985 sahen 28.000 Menschen ein solches Sonnenwunder. In der Botschaft dieses Tages heißt es: "Im Jahre 1917 wollte Ich in Fatima die Welt vor dem Zweiten Weltkrieg verschonen, aber man schenkte Mir kein Gehör. Von dieser von der göttlichen Barmherzigkeit in Polen auserwählten Stätte (Ohlau) aus warne Ich euch jetzt! Wenn ihr die Rettung, welche Ich vom Himmel für die ganze Menschheit gebe, nicht annehmt, werdet ihr im schrecklichen dritten Weltkrieg − einem Atomkrieg − umkommen!"
Am Lichtmesstag, 2. Februar 1987, hatte Domanski die erste Begegnung mit dem hl. Josef. Dieser begleitete ihn auf dem Weg zum Erscheinungsort. Domanski erkannte ihn aber nicht und erhielt erst bei der anschließenden Marienerscheinung Auskunft darüber. Der hl. Josef gab ihm unterwegs Botschaften über die dringend notwendige und rasche Bekehrung der Menschheit, über die Notwendigkeit des Rosenkranzgebetes, über den Kirchenbau, über die Gefahr des Dritten Weltkrieges, über den würdigen und knienden Kommunionempfang und das Knien beim Segen. Er forderte das Aufschreiben der Botschaften und verschwand noch vor dem Erreichen des Erscheinungsortes bei der Straßenkreuzung, an der ein großes Kreuz steht, wo man zum Erscheinungsort abzweigt. Vom Seher verlangte er zuvor das Ausziehen der Schuhe, sodaß er nur mit den Socken an den Füßen auf der frostigen, vereisten Straße die ganze Strecke unterwegs war, ohne jedoch schmutzig oder nass zu werden (42. Erscheinung).
Im darauffolgenden Sommer (August 1987) erschien dann plötzlich mit der Muttergottes der ermordete Arbeiterpriester Jerzy (Georg) Popiéluszko, der eine warnende Botschaft an alle Priester hinterließ und ebenfalls zum würdigen Kommunionempfang, kniend und mit dem Mund, aufforderte (48. Erscheinung). Später zeigten sich noch andere Heilige oder Begnadete: Maximilian Kolbe, der Märtyrer von Auschwitz, der mit dem Erscheinungsort Ohlau in ganz besonderer Beziehung steht, denn es wird in den Botschaften (Nr.66) erwähnt, daß sein Leib dreimal unverbrannt in der Asche des Krematoriums gelegen ist und begraben werden mußte. Sein Leib sei unverwest und werde in Kürze gefunden und soll in Niepokalanow (Franziskanerkloster 42 km westlich von Warschau, das er gegründet hat) beigesetzt werden. Dies sei ein wichtiger Beweis für die Echtheit der Erscheinungen von Ohlau.
Am Herz-Jesu-Fest, 10. Juni 1988, zeigte sich Jesus zum zweiten Mal und gab eine wichtige Botschaft mit einer sehr ernsten Warnung an die ganze Menschheit. Er sprach von einer furchtbaren Strafe, die kommt, wenn die Menschen nicht beten und Buße tun. Er forderte, öfter zu beichten und die hl. Kommunion zu empfangen. Er verwies auf Seine immerwährende Gegenwart im Tabernakel und verlangte viel Gebet für den Papst, die Sünder, die ungeborenen Kinder, die Armen Seelen, für die hl. Kirche, für die Jugend, die Missionare, um Abwendung des Strafgerichtes, für die Kranken und Sterbenden.
Der Seher Domanski hatte während seiner Ekstasen schon mehrere Schauungen vom Leiden Jesu auf dem Kreuzweg. Eine war gleich zu Beginn seiner Visionen im September 1983. Ihm wurde auch die Hölle gezeigt, der Ort der ewigen Qual und Pein, in die so viele Sünder fallen. Domanski muß sichtbar an der Brust ein Kreuz tragen und es bei den Segnungen der Pilger und Kranken verwenden. Durch dieses Kreuz segnet und heilt Jesus selbst, wie es immer wieder in den Botschaften heißt. Bischof Pázdur von Breslau ist Domanskis Betreuer und war zeitweise auch sein Beichtvater. Domanski muß laut dem Auftrag der Muttergottes jede zweite Woche zur hl. Beichte und täglich zum hl. Messopfer gehen und in inniger Verbindung mit der hl. Kirche leben.
In Ohlau/Polen haben Gott Vater, Jesus Christus, der Heilige Geist, die Muttergottes und mehrere andere Heilige (hl. Josef, hl. P. Kolbe, hl. P. Pio, hl. Faustyna u.a.) 14 Jahre lang Botschaften an die ganze Welt gerichtet und zu vielen aktuellen Themen, über die immer wieder in der Öffentlichkeit gesprochen und geschrieben wird, Stellung genommen. Der Seher Kasimir Domanski erhielt insgesamt 271 Botschaften für die ganze Welt. Die Muttergottes hat auch die Errichtung einer großen Kirche am Erscheinungsort verlangt, die nach Ihrer Anweisung gestaltet wurde. Sie hat dieser Kirche den Namen Frieden-Gottes-Heiligtum gegeben und die ganze Welt aufgefordert, dorthin zu pilgern, um dort den Weltfrieden zu erflehen. Dieser Erscheinungsort steht in direkter Verbindung mit dem Oberhaupt der Röm.-Kath.-Kirche, mit Papst Johannes Paul II., der für das neuerrichtete Frieden-Gottes-Heiligtum höchst persönlich zwei Grundsteine geweiht hat, und vom Papst beauftragte Boten mussten diese nach Ohlau bringen!
Im Herbst 1986 vergoss am Erscheinungsort Ohlau eine lebensgroße Marienstatue blutige Tränen. Diese Statue wurde im Kriminallabor der polnischen Polizei in Warschau amtlich untersucht und durchleuchtet − aber sogar während der Untersuchung floss das Blut aus den Augen! Es konnte keine Manipulation festgestellt werden! Man hat bei der Untersuchung sogar die Bemalung der Statue entfernt! Am 20. August 1992 bildete sich auf dem fast lebensgroßen Korpus eines Kreuzes, das der Seher vor dem Baubeginn der Kirche auf dem Baugrund errichten musste, ebenfalls echtes menschliches Blut, das zu Lebzeiten des Sehers immer zu sehen war. Nach dem Ableben des Sehers (21. Juni 2002) hat man bedauerlicherweise den Korpus restauriert und das Blut beseitigt. Es gab auch zahlreiche Sonnenwunder, die jenem von Fatima vom 13. Oktober 1917 geglichen haben: rotierende, sich über das ganze Firmament ausbreitende Sonne, die auf die Erde zu fallen schien, um sie zu verbrennen. Noch viele andere Aufsehen erregende Ereignisse hat es hier gegeben. So konnte eine Woche lang jeder Pilger in der Luft schwebend die Muttergottes mit dem Jesukind im Arm und neben ihr den hl. Josef sehen.
Kasimir Domanski ist am Sonnwendtag, am 21. Juni 2002, im Militärspital in Breslau im Alter von 67 Jahren an einer Gehirnblutung und stigmatisiert gestorben. An seinen Händen waren die Wundmale Jesu zu sehen. Er wurde im alten Ohlauer Friedhof unter der Teilnahme einer unzähligen Pilgerschar kirchlich bestattet. Gott hat durch Seinen treuen Diener Domanski der Welt täglich viele Gnaden geschenkt durch den Segen, den er jeden Tag mit seinem geweihten Kreuz in alle vier Himmelsrichtungen im Auftrag Gottes gespendet hat.
(Text: Philipp Unterguggenberger)
nach oben