1. Erscheinung (8. Juni 1983)
Kasimir Domanski: "Am Mittwoch, den 8. Juni 1983, kam ich (Domanski) um 8 Uhr mit meinem Fahrrad zur Arbeit auf meinen Acker. In der Laube (Gartenhütte), die auf meinem Acker steht, kniete ich vor einem Bildchen der Muttergottes von Tschenstochau (größter Wallfahrtsort Europas) nieder. Dieses Bildchen hatte ich von einem Neupriester in der Kapelle des Spitales erhalten während meines Aufenthaltes im Krankenhaus, in Breslau, in der Traugutta-Straße. Nach dem Gebet ging ich an die Arbeit. Ich war mit dem Anbinden von Tomaten beschäftigt. Nach einiger Zeit ging mir der Bindfaden aus, daher kehrte ich in die Laube zurück. Als ich mich in der Tür der Laube befand, sah ich auf einer Bank in der Laube die Muttergottes sitzen. Ich fiel auf die Knie und fing an zu beten mit den Worten: Vater unser; Gegrüßet seist Du, Maria; Unter Deinen Schutz und Schirm. Mitten im Gebet "Unter Deinen Schutz" berührte mich die Muttergottes am Oberarm und sagte: "Ich habe dich geheilt. Du sollst nun auch Kranke heilen." Nachdem Sie das gesagt hatte, verschwand Sie. Um 9 Uhr desselben Tages benachrichtigte ich davon den Herrn Pfarrer."
2. Erscheinung (26. August 1983)
Kasimir Domanski: "Am Freitag, den 26. August 1983, weckte mich um 2 Uhr nachts die Muttergottes, indem sie mich anrührte, und sagte zu mir, ich solle noch am gleichen Tag um 14 Uhr in die Laube kommen. Da fuhr ich mit meinem Fahrrad dorthin. In der Laube betete ich und wartete. Ich ging auch heraus und spazierte umher, dann kniete ich wieder in der Laube nieder und betete. Um 15.30 Uhr kehrte ich nach wiederholtem Spaziergang in die Laube zurück und sah die Muttergottes auf dem Rand der kleinen Bank sitzen. Sie trug ein Kleid in hellen Farben mit einem hellbraunen Umhang. Auf dem Haupte hatte Sie eine Krone ähnlich jener der Muttergottes von Lichen (polnischer Marienerscheinungsort aus dem vorigen Jahrhundert). An Ihrer Hand hing ein großer heller Rosenkranz.
Ich kniete nieder und fragte die Muttergottes, was ich tun solle und wie ich beten solle. Sie befahl mir, aufzustehen, legte beide Hände auf meine Oberarme und sagte: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst nun Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Ich fragte die Muttergottes, ob ich Ihre Aufträge gut erfülle. Sie bejahte das. Sie sagte, daß jetzt viele Verfolgungen kommen würden und ich verhöhnt werden würde. Zu meiner Beruhigung sagte Sie mir, daß ich alles überwinden werde, denn Sie sei mit mir. Sie erwähnte auch, daß heute Ihr Festtag sei. (Fest der Schwarzen Madonna von Tschenstochau.)"
3. Erscheinung (4. Oktober 1983)
Kasimir Domanski: "Am Dienstag, den 4. Oktober 1983, geleitete ich eine Rosa Mystica-Statue von meinem Haus zu einer anderen Familie. Nachher fuhr ich mit Blumen für die Muttergottes zu meinem Acker. Die Blumen steckte ich in eine Vase. Während ich die letzten Blumen hineinsteckte, sah ich die Muttergottes an der rechten Seite des Altares (in der Laube) stehen. Sie legte Ihre Hände auf meine Arme und sagte: "Ich habe dich geheilt, du sollst auch Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir."
Sie sagte weiter: "Wer an diesen Ort kommt, erhält die Gnade der Gesundheit und Gottes Segen, aber nur derjenige, der einen starken Glauben hat!" Dann wandte Sie sich zu mir und sprach: "Du bist aus dem polnischen Volke auserwählt. Du sollst Meine Anweisungen ausführen. An diesen Ort kommen Leute aus Städten und Dörfern. Hier soll eine Kapelle gebaut werden." Ich fragte Sie, warum hierher noch kein Priester gekommen sei. Sie antwortete und sagte noch: "Das polnische Volk ist am gläubigsten von allen Nationen, aber das Rosenkranzgebet läßt nach. Nur wenige Männer beten den Rosenkranz." Am Ende sagte Sie, daß Sie mit mir in inniger Verbindung bleiben werde."
4. Erscheinung (8. Dezember 1983)
Kasimir Domanski: "Am Donnerstag, den 8. Dezember 1983, fuhr ich um 9.20 Uhr zu meinem Acker und betete in der Laube verschiedene Gebete und den Rosenkranz. Nach dem Rosenkranzgebet blieb ich noch knien. Da hörte ich das Öffnen der Laubentüre. Darauf trat die Gottesmutter ein. Sie stellte sich an die rechte Seite des Altares. Dann wandte Sie sich mir zu und sagte: "Steh auf!" Hierauf legte Sie Ihre Hände auf meine Arme und sprach: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst Kranke heilen – durch Berührung. Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir."
Am Anfang fragte ich, ob ich Ihre Anweisungen gut ausführe. Sie antwortete: "Du führst alles gut aus." Die Muttergottes sagte weiters: "Die Priester, die hierher kommen, erhalten eine große Gnade." Auf meine Frage, ob ein Priester, der in der Marianischen Priesterbewegung ist, seine Pflichten gut erfülle, antwortete die Muttergottes: "Ein solcher wird im Himmel große Verdienste haben." Ich sagte Ihr, daß 25 Heilungen im Buch notiert seien. Darauf gab Sie bekannt: "Es sind 582 Heilungen an Seele und Leib erfolgt. Die Leute sollen an diesem Ort für die erhaltenen Gnaden Jesus danken."
Ich fragte die Muttergottes, ob ich Kranke im Krankenhaus besuchen dürfe. Sie bejahte und trug mir auf, beim Austeilen des Segens im Krankenhaus so wie in der Laube die Medaille um den Hals zu tragen. Sie hat auch angeordnet, daß jeder, der an diesen Ort kommt, vorher beichten und die hl. Kommunion empfangen soll (kommunizieren)! Auf die Frage, ob ich an Sonntagen Ihre Anordnungen erfüllen könne, im Namen Jesu und in Ihrem Namen zu segnen und zu heilen, erhielt ich die Antwort: "Ja, aber jeder muß vorher der hl. Messe beiwohnen!"
Sie kündigte an, daß im Jänner die nächste Erscheinung sein werde. Im Jahre 1984 möge mit Gottes Hilfe eine Kapelle gebaut werden. Sie gab mir die Erlaubnis, auch in neu errichtete Kirchen zu gehen, um dort zu heilen. Die gesammelten Opfergaben müßten jedoch für den Kirchenbau verwendet werden. Weitere Worte der Muttergottes: "Ein Flügel wurde dem Satan schon gebrochen. So kann es nicht mehr weiter gehen! Wenn der Glaube stark ist, werden mehr Gnaden verteilt. Die hl. Kommunion soll man kniend empfangen!" Sie warnte auch vor den "Gesundbetern" (Sektenanhänger), die nicht an diesen Ort kommen dürfen, weil diese von Jesus keine Gnaden erhalten. Sie dürften hier nicht eingelassen werden."
5. Erscheinung (13. Jänner 1984)
Kasimir Domanski: "Am Freitag, den 13. Jänner 1984, kam ich etwa um 9 Uhr in meine Laube. Wie immer betete ich dort zuerst. Plötzlich öffnete sich die Tür, und die Muttergottes trat ein. Sie begab sich wie schon früher an die rechte Seite des Altares. Unter dem blauen Mantel trug Sie ein himmelblaues Kleid. Ihre Hüften waren umgürtet mit einer dunkelblauen Schärpe, die bis zur Erde herabhing. An der rechten Hand trug Sie einen Rosenkranz, der bis zu den Knien reichte. Das Haupt war umgeben von einem Strahlenkranz ähnlich einer Monstranz. Der Rand der Kopfbedeckung war blendend golden. Das Gesicht war wie schon bei den vorhergehenden Erscheinungen ähnlich der Muttergottes von Tschenstochau auf der Jasna Gora. (Die Jasna Gora ist der "Strahlende Berg" mitten in der Stadt, auf dem die große Basilika der Muttergottes, der Königin Polens, steht.)
Die Muttergottes legte Ihre Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst Kranke heilen – durch Berührung. Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Ich brachte die Anliegen von Geistlichen vor, die mich darum gebeten und sich der Muttergottes empfohlen hatten und um Ihren Schutz baten. Die Muttergottes antwortete, daß diese ihrer Pflicht in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes nachkommen sollten. In deren Namen fragte ich Sie, ob sie der Marianischen Priesterbewegung beitreten sollten. Die Muttergottes antwortete: "Wenn sie in diesem Sinne arbeiten, erlangen sie große Gnaden."
Ich fragte Sie, an wen ich mich wegen der Kapelle wenden sollte. Sie sagte: "Es gehört sich, daß man sich in solchen Angelegenheiten an den Pfarrer wendet." Er aber solle es dem Bischof mitteilen, daß die Muttergottes wünscht, daß im Jahr 1984 hier eine Kapelle gebaut werde. In der nachfolgenden Unterredung sagte Sie, daß im Jahre 1984 am Erscheinungsort ein "Klostergebäude" errichtet werden solle. Die Betreuung soll die Gemeinschaft der "Tröster von Getsemani" übernehmen. Ähnlich wie im Dezember wiederholte Sie, daß ich mit der Gnade der Heilung dorthin gehen solle, wo neue Kirchen gebaut würden. Ich fragte die Muttergottes, ob Ihr die Gebete und das Betragen der Menschen, die hier an diesen Ort kommen, gefallen.
Sie sagte: "Ja. Je mehr gebetet wird – besonders der Rosenkranz – desto mehr wird das Volk beschützt!" Die Muttergottes nannte mir auch einen Priester, der mein Beichtvater sein soll. Dieser Priester habe große Gnaden. Auf die Frage, unter welchem Titel die "Kapelle" errichtet werden solle, antwortete Sie, daß Sie dies bei der Erscheinung im Februar mitteilen werde. Da würde sie auch weitere Anordnungen geben. Ich bemerkte, daß es viele kranke Kinder gebe, die nicht gehen könnten. Sie antwortete, daß für diese viel gebetet werden müsse, dann würde es mehr Heilungen geben. Darauf brachte ich Ihr Bitten von Klosterschwestern vor. Sie antwortete: "Viele Bitten werden erhört, aber es muß viel gebetet werden!" Schließlich erklärte Sie, daß bis jetzt 1.660 Heilungen an Seele und Leib erfolgt seien."
6. Erscheinung (24. Februar 1984)
Kasimir Domanski: "Am Freitag, den 24. Februar 1984, kam ich um etwa 8 Uhr auf meine Grundstücksparzelle. Dort waren schon Menschen und beteten vor der Laube. Nach dem Rosenkranz und anderen Gebeten erzählte ich kurz den Versammelten von den Erscheinungen. Um 10 Uhr war ich wieder allein in der Laube. Die Tür stand offen. Da trat die Muttergottes ein und begab sich wieder auf die rechte Seite des Altares. Sie war so bekleidet wie bei der Erscheinung im Jänner. Ich kniete nieder. Sie legte wieder Ihre Hände auf meine Arme und sagte wie früher: "Ich habe dich geheilt, nun sollst auch du Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Ich fragte, ob ich Ihre Wünsche gut erfülle. "Ja!" sagte Sie und wies darauf hin, daß diejenigen, die am Sonntag hierher kämen, zuerst der hl. Messe beiwohnen sollten. Sie teilte auch mit, daß ein Fräulein, das jahrelang bettlägrig war, geheilt worden sei. Die Geheilte sei noch nicht gekommen, um Jesus und Ihr zu danken.
Auf meine Frage zum Kapellenbau sagte Sie: "Empfiehl diese Angelegenheit dem Herrn Pfarrer und der geistlichen Behörde." Weiters sagte Sie, daß die Bischöfe den Priestern nicht verbieten sollten, diesen Ort zu besuchen, wenn sie nämlich das verhindern, würden die Wirkungen jener Gnade vermindert, die das Unglück abwehren, das die Menschen in Polen bedroht. Die Muttergottes ermahnt zum Gebet. Am meisten empfiehlt Sie den Rosenkranz. Von den Gebeten hänge Ihre Fürsprache bei Gott ab. Als ich Ihr die Anliegen der Menschen übermittelte, erklärte die Muttergottes, daß Sie alle kenne. Sie empfahl noch einmal das Gebet. Ich fragte weiter über die Kerzen, die Pilger nach Rom mitnehmen wollten. Sie sagte, daß man nur soviele mitnehmen solle, wie Perlen am Rosenkranz seien, um aus den brennenden Kerzen einen Rosenkranz zu formen. Auf die Frage nach dem Titel der Kapelle, die gebaut werden solle, antwortete Sie, daß dies unter dem Titel "Unbeflecktes Herz Mariens" geschehen soll. Sie versprach Ihre Hilfe beim Bau der Kapelle. Zum Schluß erklärte Sie, daß die nächste Erscheinung im März sein werde, dann gäbe es weitere Anweisungen."
7. Erscheinung (25. März 1984)
Kasimir Domanski: "Am Mittwoch, den 25. März 1984, kam ich wie immer auf meine Parzelle. Vor der Laube beteten viele Leute. Wir beteten gemeinsam den Rosenkranz. Nach erteiltem Segen waren die Leute am Weggehen. Ich betete in der Laube weiter. Nach einer Weile trat die Muttergottes ein und legte Ihre Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, nun sollst auch du Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Nach diesen Worten sagte Sie: "Steh auf!" Als ich Ihre Bitte erfüllte, teilte Sie mir mit: "An diesen Ort kommen Menschen, die andächtig beten. Aber 30 % der Kommenden beten nicht. Es sind auch solche hier, die beim Beten stören!" Sie erklärte, daß das Böse auf der ganzen Welt herrsche und daß uns ein Strafgericht bevorstehe. Weiters sagte Sie: "Wenn es am Beten mangelt, dann wird sich das Böse auf der ganzen Welt verbreiten. Es kommt die angekündigte Strafe und Hungersnot. Die Gebete, die hier verrichtet werden, können das Strafgericht abwenden!"
Die Muttergottes rät, daß die Bischöfe, Priester und Gläubigen inbrünstig zu Gott beten sollten. Auf die Frage zum Kapellenbau antwortete Sie: "Es muß viel gebetet werden, dann wird sie schneller gebaut." Ich übermittelte die Frage eines Priesters, ob in der Kapelle ein Bild oder eine Statue sein soll. Die Muttergottes antwortete: "In der Kapelle soll eine Herz-Mariä-Statue stehen." Sie empfahl mir, in der Laube zu beten, wenn die Pilger kämen. Am Ende der Erscheinung teilte Sie mir mit, daß es 4.800 Heilungen an Seele und Leib gegeben habe. Die nächste Erscheinung sei im April, vor Ostern. Sie sagte auch: "Je mehr Demut, desto mehr Gnaden gibt es!" Am Ende des Gespräches richtete die Muttergottes ihre Schritte zur Tür der Laube und ging hinaus. Sie schritt durch die noch ruhig stehende Menschenmenge hindurch und Ihre Gestalt löste sich langsam auf."
8. Erscheinung (20. April 1984)
Kasimir Domanski: "Am Karfreitag, den 20. April 1984, kam ich mit dem Fahrrad auf meine Parzelle. In der Laube (Gartenhütte) betete ich das Vater unser, Gegrüßet seist Du, Maria, Unter Deinen Schutz und ein Sätzchen des Rosenkranzes. Ungefähr um 8 h 40 trat die Muttergottes in die Laube ein und blieb an der rechten Seite des Altares stehen. Während ich vor Ihr kniete, legte Sie Ihre Hände auf meine Schultern und sprach: "Ich habe dich geheilt, du sollst nun auch Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Die Muttergottes erschien so wie früher in einem hellblauen Kleid, bedeckt mit einem blauen Mantel. Die Hüften waren umgürtet mit einer blauen Schärpe. An der rechten Hand hing ein heller langer Rosenkranz. Ihr Gesicht glich wie bei den anderen Erscheinungen jenem der Muttergottes von Tschenstochau, die Gesichtsfarbe war leicht bräunlich, aber an den Wangen waren keine Narben. (Die Muttergottes von Tschenstochau trägt an der rechten Wange zwei Narben, die von der Schändung des Gnadenbildes im Mittelalter stammen.)
Das Haupt war umgeben von Glanz, verstärkt durch helle Strahlen, die den Strahlen einer Monstranz ähnlich sind. Sie teilte mir mit, daß zwei Mädchen aus Trzebnica geheilt worden seien, aber sie seien noch nicht gekommen, um Jesus und Ihr für die Gnade der Heilung zu danken. Weiters machte die Muttergottes aufmerksam, daß Kranke, die hier an diesen Ort kämen, ein starkes Vertrauen haben müßten. Diejenigen, die einen starken Glauben hätten, erhielten die Gnade der Gesundheit. Ich sagte Ihr, daß zur Laube unvorbereitete Menschen kämen. Sie mahnte und empfahl, daß die Leute, die hierher kämen, vorher beichten und die hl. Kommunion empfangen sollen. Sie verlangt, daß andächtig zu Gottes Barmherzigkeit gebetet werden solle. Der Rosenkranz soll gebetet werden! Man soll ihn besonders für die Sünder beten und für jene, die nicht an die Erscheinungen glauben. Sie versprach, daß unser Volk gerettet werde, aber man müsse sehr viel beten, besonders den Rosenkranz. Viel soll vor allem im Mai und Juni gebetet werden.
Voll Trauer klagte Sie, daß die Menschen nicht beten und dem Satan erlauben, daß er unter ihnen umherschweife. Sie wiederholte erneut, daß viel gebetet werden müsse, besonders der Rosenkranz, um den Satan zu besiegen. Mit dem Rosenkranz sind wir imstande, den Satan zu bezwingen. Weiters erwähnte die Muttergottes, daß 5.400 Heilungen an Seele und Leib erfolgt seien. Zum Kapellenbau am Erscheinungsort hat Sie mir empfohlen, dem Herrn Pfarrer ein Buch mit dem Verzeichnis der Heilungen und Danksagungen auszuhändigen. Dieses Buch solle dieser dem Bischof geben. Dieses Vorgehen beschleunige den Bau der Kapelle. Auf die Frage, ob das Bild des hl. P. Maximilian Kolbe in dieser Kapelle angebracht werden solle, erhielt ich eine zustimmende Antwort. Weiters machte die Muttergottes aufmerksam, daß Frauen nicht in Hosen hierher kommen sollten. Sie müßten sich so kleiden, wie es sich geziemt, nämlich mit einem Kleid. Ich klagte Ihr, daß viele Leute nicht an die Erscheinungen glaubten. Sie antwortete: "Es ist schon ein Wunder, daß so viele Leute die Gnade der Gesundheit erhalten haben. Zahlreich sind die Heilungen der Seele von Menschen, die jahrelang nicht gebeichtet haben. Das ist die Gnade der Bekehrung, die ihnen Jesus gab." Schließlich sagte Sie zu mir: "Es beginnen schon deine Sorgen."
9. Erscheinung (25. Mai 1984)
Kasimir Domanski: "Am Freitag, den 25. Mai 1984, kam ich ungefähr um 10.35 Uhr auf meine Parzelle. Vor der Laube beteten einige Personen. Ich öffnete die Laube. Dann begannen wir den Rosenkranz zu beten. Nach erteiltem Segen gingen die Leute weg. Ich war allein in der Laube und betete kniend weiter. Danach kam die Muttergottes und blieb wieder an der rechten Seite stehen. Bekleidet war sie wie bei der letzten Erscheinung. Sie segnete mich, legte Ihre Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, du sollst nun auch Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Ich übermittelte die Bitten von zwei Geistlichen und wiederholte die Fragen eines Seelenhirten wegen der Tröster-Nonnen unseres Herrn. Die Unbefleckte antwortete, daß alle Bitten erhört würden. Die Zeit dafür komme noch. Aber viel Gebet und Geduld seien nötig. Ich fragte, ob ich Ihre Anordnungen gut ausführe, was Sie bejahte. Ich brachte erneut vor, daß an diesen Ort viele Menschen unvorbereitet hierher kämen, um Gnaden zu erhalten. Sie würden vorher nicht beichten und auch nicht die hl. Kommunion empfangen (kommunizieren).
Die Gottesmutter sagte: "Die Leute müssen vorbereitet sein, wenn sie Gnaden erhalten möchten! Ich sende Gnaden und Jesus sendet Gnaden. Jene, die würdig sind, erhalten sie." – Sie sagte auch, daß 7.200 Heilungen an Seele und Leib erfolgt seien. Sie bestätigte mir, daß Jesus und Sie die Welt vor Unheil bewahren wollten, aber viel Gebet sei nötig, daran erinnert Sie ständig. Besonders verlangt Sie den Rosenkranz. Sie empfiehlt auch den Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit (Barmherzigkeits-Rosenkranz der Sr. Faustine). Sie warnte mich mit den Worten: "Du hast viele Feinde. Sie bemühen sich, dir zu schaden. Aber alles wirst du überwinden. Ich und Jesus sind mit dir." Sie sprach weiters: "Die Priester, die am Erscheinungsort die hl. Messe gefeiert haben, erhalten eine große Gnade. Die Bischöfe dürfen sie dafür nicht bestrafen, denn die Strafe kann die Bischöfe ereilen. Sie dürfen die Gläubigen nicht vom Erscheinungsort abhalten. Dieser Ort in Ohlau ist für alle da, damit sich die Sünder bekehren. Dann wird auf der Welt Friede sein." Sie verlangte wieder, daß die Kapelle gebaut werde. Die Heilungen an Seele und Leib seien ein Beweis für die Echtheit der Erscheinungen. Ich sagte der Muttergottes, daß sich Leute versammelt hätten und auf ein Wunder warteten. Sie antwortete: "Diese Zeit kommt noch."
Immer wieder empfiehlt Sie das Gebet. Dadurch werde alles in Erfüllung gehen. Sie kündigte die nächste Erscheinung für Juni an, dann werde es eine Anweisung geben. Die Muttergottes teilte mir mit, daß mein Beichtvater Leiden und Verfolgungen des Bischofs zu ertragen habe, aber er werde alles überwinden, denn mit ihm seien Jesus und Sie. Der Bischof solle demütig sein und den Priestern alle Ihre Anweisungen (Botschaften) übermitteln, die für die ganze Menschheit gegeben würden. Was der Bischof gegen die Erscheinungen gesprochen habe, solle er widerrufen. Er könne nicht den Priestern verbieten, an diesen Gnadenort zu kommen. Die Muttergottes gab mir den Auftrag, mit meinem Beichtvater zum Heiligen Vater (Papst) zu fahren, um ihm Ihre Anweisungen zu übermitteln."
10. Erscheinung (11. Juni 1984)
Kasimir Domanski: "Am Montag, den 11. Juni 1984, kam ich ungefähr um 9 Uhr an meine Parzelle. Weil ich beim Eingang (Gartentor) eine Gruppe betender Leute vorfand, öffnete ich das Tor und erlaubte ihnen, bis an die Laube zu kommen. Wir beteten gemeinsam den Rosenkranz. Ich erteilte nach dem Gebet den Segen, dann verließen die Leute die Stätte. Ich betete in der Laube allein weiter. Ungefähr um 9 h 40 trat die Muttergottes mit dem Rosenkranz in der Hand ein. Bekleidet war Sie wie vorher. Sie legte die Hände auf meine Schultern und sagte die bekannten Worte: "Ich habe dich geheilt, du sollst nun auch Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Dann teilte Sie mir mit, daß 8.460 Heilungen an Seele und Leib erfolgt seien. Sie sagte mir, daß die Kapelle in diesem Jahr gebaut werden solle.
Der Herr Pfarrer müsse das Buch mit dem Verzeichnis der Heilungen und Danksagungen dem Bischof überreichen. Das beschleunige den Bau der Kapelle. Die Laube solle aber auf dieser Stelle stehen bleiben. Sie empfahl, in dieser Angelegenheit nicht zu zögern, denn der Satan würde versuchen, dieses Vorhaben zu zerstören. Mit dem Rosenkranz, den Sie zu beten wünschte, werde der Satan besiegt. Über die Menschen, die zum Erscheinungsort kommen, sagte die Muttergottes: "Sie beten mehr, aber es ist immer noch zu wenig. Wenn mehr gebetet wird, dann wird es noch mehr Heilungen geben. Das Gebet und die hl. Kommunion werden der Schutz Polens in allen Gefahren sein. Es hängt nun vom polnischen Volk ab."
Weiters sagte Sie, daß die Priester, die am Jahrtag der Erscheinungen die hl. Messe zelebriert haben, eine große Gnade erhalten hätten. Gerade diese Priester sollten den Rosenkranz und den Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit weiter verbreiten. Man solle besonders für die kranken Kinder beten, auch die Eltern sollen für sie beten. Auch für Kranke und Leidende soll man sehr viel beten, auch für jene, die nicht an diesen Ort kommen könnten. Durch das Gebet würden sie weniger leiden. Sie sagte mir auch, daß die Behörden schon begonnen hätten, mich zu verfolgen. Ich sei von Menschen umgeben, die Jesus und Ihr nicht dienten. Sie empfiehlt, für diejenigen zu beten, die Jesus und Sie verfolgen und hierher kämen, um den Frieden zu stören.
Die Muttergottes sagte: "In der Laube muß das Bild vom hl. P. Maximilian Kolbe hängen." Sie sagte weiter, daß Papst Johannes XXIII. die Menschheit zum Glauben vorbereitet habe. Papst Johannes Paul II. bringe Jesus zu den Menschen. Durch ihn würden sich viele Menschen bekehren. Er sei Jesus und Ihr sehr ergeben, deshalb würden alle Angriffe auf sein Leben abprallen. Er werde alles überstehen. Man müsse aber viel für ihn beten. Die Muttergottes bestätigt, daß manche Bischöfe an die Erscheinungen in Ohlau nicht glauben. Sie dürften aber nicht stören und sich den Pilgerfahrten nach Ohlau nicht widersetzen. Jeder Bischof und Priester würde zur Rechenschaft gezogen werden, wenn er die Gläubigen abhält, an die Erscheinungen in Ohlau zu glauben. Durch die Erscheinungen in Ohlau und den Glauben des polnischen Volkes würden sich andere Völker bekehren. Bei den Völkern, wo der Glaube fehlt und es an Priestern mangelt, werde durch die Erscheinungen in Ohlau die Rückkehr zu Gott und zum Glauben beginnen. Wir sollten aber von Herzen um die Bekehrung der Menschheit auf der ganzen Welt beten. Nach der Ankündigung der nächsten Erscheinung, die im Juli sein werde, ging Sie durch den Garten zum Eingangstor und entschwand."
nach oben