11. Erscheinung (16. Juli 1984)
Kasimir Domanski: "Am Montag, den 16. Juli 1984, kam ich in der Früh zu meiner Parzelle. Vor dem Gartentor beteten einige Personen. Ich öffnete das Tor und die Laubentüre, kniete mich hin und betete. Nach einer Weile trat die Muttergottes ein. Sie hatte einen blauen Mantel und ein himmelblaues Kleid an. Ihre Hüften waren umgürtet mit einer breiten blauen Schärpe, die bis zur Erde reichte. An der rechten Hand hing ein heller großer Rosenkranz, der über die Knie herab reichte. Ich kniete nieder, die Muttergottes segnete mich, legte Ihre Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, du sollst nun auch Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir."
Ich fragte Sie, ob ich Ihre Anweisungen gut ausführe, was Sie mit "Ja" beantwortete. Sie sagte noch, es sei gut, daß ich die Menschen an die hl. Beichte und an die hl. Kommunion erinnert habe und auch an den Besuch der hl. Messe, dann würden mehr Gnaden und Heilungen an Seele und Leib geschehen. Die Muttergottes erinnerte dreimal, daß die Frauen und Mädchen nicht in Hosen kommen sollten: "Diejenigen, die in Hosen kommen, erhalten keinen Segen, der durch Jesus und Mich erteilt wird!" Es gäbe viele Leute, die nicht auf Ihre Mahnungen hören.
Ich fragte Sie, ob in der Kapelle die Fatima-Statue vom "Unbefleckten Herzen Mariä" stehen solle. Sie antwortete mit "Ja". Ich fragte weiter über die "Mariawiten". Die Muttergottes antwortete: "Diese beten auch, aber das ist ein anderer Glaube, der einen anderen Bischof hat. Sie sind vom Römisch-Katholischen Glauben getrennt. Die Mariawiten dürfen an diesem Ort keine Messe zelebrieren. Hier dürfen nur römisch-katholische Priester die hl. Messe feiern. Zum Kapellenbau sagte Sie, daß ich zum Bischof fahren und ihm Ihre Anweisungen übermitteln solle. Am Erscheinungsort müßte eine Kapelle gebaut werden. Die Muttergottes erinnerte mich daran, daß Sie mir im September 1983 den ganzen Kreuzweg Jesu gezeigt hat. Ich solle nicht verzagen, wenn ich verfolgt werde. Sie sagte mir: "Halte dich nur an den Glauben, den du hast! Es wird alles nach Gottes Plan mit dir geschehen, denn mit dir sind Jesus und Ich, Seine Mutter."
Sie sprach auch vom Gebet: Man soll immer den Rosenkranz beten, auch den Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit, die Herz-Jesu-Litanei und die Muttergottes-Litanei. Sie teilte auch mit, daß es Menschen gebe, die bei den Erscheinungen in Ohlau stören wollen. Ich berichtete Ihr, daß zu mir Priester gesagt haben, es seien dies nur Privatoffenbarungen. Die Muttergottes korrigierte diese Aussage und betonte: "Das sind keine Privatoffenbarungen! Diese Erscheinungen sind für die ganze Menschheit! Die Aufträge sollen erfüllt werden, auch von den Bischöfen und Priestern! Es kann Privatoffenbarungen geben, bei denen keine Anweisungen für alle von Jesus und Mir gegeben werden." Die Muttergottes wies daraufhin, daß an diesem Tag das Skapulierfest sei. Im August sei die nächste Erscheinung. Sie gab mir auch den Hinweis, daß ich vor jeder Erscheinung ein Zeichen erhalten würde. Dann soll ich zum Erscheinungsort gehen. Sie bemerkte, daß die Erscheinungen so lange dauern würden, bis alle Ihre Anweisungen erfüllt würden. Es müsse viel gebetet werden. Durch diese Erscheinungen würden sich viele Völker zu Gott und zum Glauben bekehren."
12. Erscheinung (15. August 1984)
Kasimir Domanski: "Am 15. August 1984, einem Mittwoch, kam ich am Morgen auf meine Parzelle. Gemeinsam mit den angekommenen Pilgern betete ich den Rosenkranz, Unter Deinen Schutz und die Muttergottes-Litanei. Ungefähr um 11.15 Uhr ging ich in die Laube und betete dort. Während dem Gebet trat die Muttergottes ein. Ich besprengte Sie mit Weihwasser. Sie berührte mich mit Ihrer Hand an der Schulter. Sie war bekleidet wie zuvor mit einem blauen Mantel und einem hellblauen Kleid. Die Hüfte war umgürtet mit einer breiten blauen Schärpe. Am rechten Ellbogen hing ein großer heller Rosenkranz, der bis über die Knie reichte. Ich kniete nieder. Die Muttergottes segnete mich, legte Ihre Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst nun Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Sie weinte und teilte mir mit, daß über uns schwarze Wolken hingen. Ich fragte Sie, ob ich die Aufträge Ihres Sohnes und Ihre Anweisungen gut ausführe. Die Muttergottes sagte: "Ja."
Sie teilte mit, daß in der Pfarrei einige Priester über die Erscheinungen spotten. Jeder Priester, der auf die Empfehlungen der Muttergottes nicht höre, werde zur Verantwortung gezogen, auch dafür, daß Leute vom Erscheinungsort abgehalten werden. Die Muttergottes sagte, daß bei manchen Priestern der Glaube (die echte religiöse Überzeugung) fehle. Sie betonte: "Die hl. Kommunion soll man nur kniend empfangen! Den Priestern, die diese Anweisung nicht erfüllen, werden nach ihrem Tode zwei Finger im Feuer brennen! Alle Anweisungen, die Ich gebe, sollen auch von den Priestern befolgt werden!" Ich berichtete der Muttergottes, daß ich dem Herrn Pfarrer die Hefte mit dem Verzeichnis der Danksagungen und Heilungen ausgehändigt habe. Sie gab mir nochmals den Auftrag, mit dem Herrn Pfarrer zum Bischof zu fahren. Sie ändere nichts bei Ihren Anweisungen. Er (der Pfarrer) solle alle Anweisungen (Botschaften) dem Bischof übermitteln. Ich berichtete der Muttergottes auch, daß manche Priester nicht an die Erscheinungen glauben und behaupten, sie seien nicht wahr.
Sie sagte: "Es kommt die Zeit, wo sie es glauben wollen, aber es wird dann zu spät sein!" Weiters sagte die Muttergottes, daß diese Erscheinungen für die ganze Menschheit sind. Durch diese Erscheinungen hätten sich schon viele Menschen aus vielen Ländern zu Gott und zum Glauben bekehrt. Damit die Leute glauben, habe Sie schon fünf Zeichen gegeben. Sie empfehle weiterhin das Rosenkranzgebet, den Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit (Barmherzigkeitsrosenkranz), die Litanei vom Heiligsten Herzen Jesu (Herz-Jesu-Litanei) und die Muttergottes-Litanei. Es gäbe Priester, die den Leuten verbieten, an den Erscheinungsort zu pilgern. Man dürfe den Pilgern nicht verbieten, an diesen Ort zu kommen, denn dieser Ort sei allen Menschen gegeben!"
13. Erscheinung (15.September 1984)
Kasimir Domanski: "Am 15.September 1984 kam ich morgens auf meine Parzelle. Vor der Laube betete eine Pilgergruppe. Wir beteten gemeinsam den Rosenkranz und den Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit und sangen. Nach dem Erteilen des Segens beteten wir den Schmerzhaften Rosenkranz. Ich kniete allein in der Laube. Beim dritten Sätzchen trat die Muttergottes ein. Sie war wie zuvor bekleidet mit einem blauen Mantel und einem hellblauen Kleid. Die Hüfte war umgürtet mit einer breiten blauen Schärpe, die bis zur Erde reichte. Am rechten Arm hing ein großer heller Rosenkranz bis über die Knie herab. Die Muttergottes segnete mich, legte die Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, du sollst nun auch Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Die Muttergottes weinte und sagte: "Auf der ganzen Welt sollen die Leute beten, dann wird Gottes Friede auf der ganzen Welt sein. Es ist viel Gebet nötig. Man möge doch den Rosenkranz beten, den Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit, die Herz-Jesu-Litanei und die Muttergottes-Litanei. Man soll an Sonn- und Feiertagen die hl. Messe nicht versäumen (auslassen), auch nicht an den aufgehobenen Feiertagen!"
Sie berichtete, daß 12.650 Heilungen an Seele und Leib erfolgt seien. Es seien aber noch nicht alle gekommen, um Jesus und Ihr für die erhaltenen Gnaden zu danken. Ich fragte Sie, ob sich alle, die hierher kämen, ehrfürchtig verhielten. Die Muttergottes antwortete, daß ein Teil der Menschen, die an diesen Ort kommen, nicht betet. Die Menschen möchten zwar an Seele und Leib geheilt werden. Sie bekämen diese Gnaden aber nicht, weil sie nicht beten. Ich sprach von jenen Gläubigen, die an Samstagen während der Nacht Gebetsstunden halten. Da sagte Sie mir: "Es ist gut, daß sie beten. Es sollen aber noch mehr Menschen zum Gebet kommen. Während der nächtlichen Gebetsstunden sollen sehr viele Rosenkränze, auch der Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit, die Herz-Jesu-Litanei und die Muttergottes-Litanei gebetet werden." Die Muttergottes teilte mit, daß der Satan um den Erscheinungsort herumschleiche, der Erscheinungsort sei aber von Priestern geweiht. Der Satan habe daher keine Möglichkeit einzudringen. Als ich wegen der Kapelle fragte, berichtete Sie mir, daß die Menschen von Klein- und Großlipnica Baumaterialien für den Kapellenbau vorbereiten und sie und die Priester, welche die Leute zum Sammeln der Baustoffe ermuntert haben, viele Gnaden erhalten.
Die Muttergottes erklärte: "Je mehr Gebet und Bußwerke und damit verbundene Entsagungen und Kosten, desto mehr gibt es Gnaden. Dann wird auch die Kapelle schneller gebaut werden!" Sie teilte mit, manche Pilger würden sich bei Ihr beklagen, daß ihnen die Priester in der Kirche das Rosenkranzgebet erschweren. Sie sagte: "Die Priester sollen von sich aus die Gläubigen zum Rosenkranzgebet anhalten." Sie wisse auch, daß manche Taxifahrer, welche die Pilger zum Erscheinungsort bringen, schikaniert und bestraft würden. Für diese Verfolgungen würden sie viele Gnaden erhalten. Ich fragte die Muttergottes wegen meines Beichtvaters, der erkrankt ist. Sie antwortete: "Er erhält die Gnade der Gesundheit." Sie sagte auch, daß die Leute, die an diesen Ort kämen, durch die hl. Beichte und die hl. Kommunion vorbereitet sein sollten. Überall möge verkündet werden, daß die ganze Welt beten soll. Dann würde der wahre Frieden Gottes auf Erden sein. Wenn das ganze polnische Volk betet, werde es vor der Vernichtung verschont bleiben. Die Muttergottes machte auch darauf aufmerksam, daß heute das Fest der sieben Schmerzen Mariens sei. Die Priester sollten den Gläubigen die hl. Kommunion reichen, während diese knien!"
14. Erscheinung (7. Oktober 1984)
Kasimir Domanski: "Am 7. Oktober 1984 kam ich morgens um 11 Uhr auf meine Parzelle. Vor der Laube betete eine große Pilgergruppe. Gemeinsam beteten wir einen Teil des Freudenreichen Rosenkranzes. Danach erteilte ich im Namen Jesu und der Muttergottes den Segen. Die Pilger beteten weiter. Um 12 Uhr beteten wir gemeinsam den "Engel des Herrn". Als wir den Glorreichen Rosenkranz zu beten begannen, ging ich in die Laube. Die Türe stand offen. Beim vierten Sätzchen trat die Muttergottes ein. Sie war bekleidet mit einem grünen Mantel und einem weißen Kleid. Die Hüfte war umgürtet. Sie segnete mich, legte Ihre Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst nun Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Sie weinte. Ich fragte, ob ich Ihre Anweisungen gut verrichte. Sie antwortete mit "Ja" . Sie teilte mit, daß an diesen Ort manche Leute kämen und sagen, daß sie Erscheinungen hätten. Ich erzählte Ihr, daß eine Frau gekommen sei und behauptet habe, daß sie von der Muttergottes hergeschickt worden sei, um hier zu fragen, ob sie heilen dürfe. Ich habe zu dieser gesagt, daß die Muttergottes, wenn Sie erscheint, Anordnungen gäbe. Die Muttergottes erklärte mir, daß die "Erscheinungen" bei dieser Frau nicht echt seien. Der Satan nehme verschiedene Gestalten an.
In Polen seien echte Erscheinungen in Ohlau und Stettin. Es lebe in Polen auch eine stigmatisierte Frau, Katharina Szymon. Die Muttergottes warnte mich auch vor Leuten, die sich bei mir melden und erklären würden, sie hätten Erscheinungen. Man müsse auf der Hut sein, denn das sei ein Werk Satans. Sie informierte mich, daß 14.200 Heilungen an Seele und Leib stattgefunden hätten. Es seien aber nicht alle hergekommen, um für die erhaltenen Gnaden zu danken. Sie sagte, daß es auch Priester gäbe, die sich gegenseitig verfolgen. Bei ihnen würden Glaube und Demut fehlen. Über die ungeborenen Kinder sagte Sie, daß es Familien gäbe, in denen 2-3 Kinder abgetrieben worden seien. Diese Leute würden vor Gott zur Verantwortung gezogen werden. Die Ehe sei zur Vergrößerung der Familie da. Die Muttergottes sagte auch, daß sich durch die Pilgerreisen des Heiligen Vaters viele Menschen zu Gott bekehrt hätten und zum Glauben gekommen seien. Sie möchte, daß alle Völker inbrünstig den Rosenkranz und andere (von der Kirche genehmigte) Gebete beten. Dann werde der Friede Gottes auf der ganzen Erde herrschen. Nun sagte Sie zu mir: "Höre jetzt auf die Stimme Meines Sohnes!"
Jesus sagte: "Ich war auf der Erde verfolgt. Du wirst auch schon verfolgt, du wirst aber noch mehr leiden. Vertraue auf Mich und Meine Mutter. Erfülle alle Anweisungen Meiner Mutter. Im Himmel erhältst du dafür Gnaden!" Die Muttergottes sagte, Sie würde für uns bei Ihrem Sohn bitten, wir müßten aber inständig beten. Alle Geheilten an Leib und Seele müßten Jesus und Ihr danken. Jene, die nicht an diesen Ort kommen könnten, sollten in ihrer Kirche für alle empfangenen Gnaden danken. Die nächste Erscheinung werde im November sein. Dann würden neue Anordnungen gegeben."
15. Erscheinung (1. November 1984)
Kasimir Domanski: "Am 1. November 1984 kam ich auf meine Parzelle. Vor der Laube beteten einige Leute. Wir beteten gemeinsam den Glorreichen Rosenkranz. Als wir dann den schmerzhaften Rosenkranz begannen, ging ich in die Laube und betete dort weiter. Beim dritten Sätzchen trat die Muttergottes ein. Es war ungefähr um 11 Uhr. Ich besprengte Sie mit Weihwasser. Sie war bekleidet mit einem blauen Mantel und einem weißen Kleid. Am Arm hing ein heller Rosenkranz, der bis über die Knie reichte. Ich kniete nieder, die Muttergottes segnete mich, legte die Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst nun Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Sie weinte. Ich fragte Sie, ob ich Ihre Anweisungen gut ausführe. Sie antwortete: "Gut." Es werde immer noch zu wenig gebetet. Nicht alle, die an diesen Ort kämen, würden beten. Es sei gut, daß ich die Leute daran erinnere, zur hl. Messe zu gehen und zu beten. Die betenden Menschen würde Sie vor dem Eintreten in die Laube segnen. Sie berichtete, daß 16.828 Personen an Seele und Leib geheilt worden seien.
Nun fragte ich wegen der Reise nach Rom. Sie sagte, daß es zu einer Begegnung zwischen meinem Beichtvater, mir und dem Heiligen Vater durch die Vermittlung des Bischofs Grocholewski und einer Nonne, die den Erscheinungsort besucht habe und die im Moment in Rom sei, kommen werde. Ich solle dem Heiligen Vater die Botschaften übergeben. Sie empfiehlt erneut das Rosenkranzgebet: "Wenn der Rosenkranz viel gebetet wird, wird Satan besiegt." Die Muttergottes sagte, daß an diesen Ort Eltern kämen, die ihre Kinder abgetrieben hätten. Nicht alle würden hier beten. Sie müßten aber andächtig beten, den lieben Gott um Verzeihung bitten für das, was sie getan haben.
Sie sagte: "Du wirst von den Menschen verfolgt, du darfst aber nicht aufgeben. Erfülle die Anweisungen Meines Sohnes Jesus und Meine." Je mehr gebetet werde, um so weniger Verfolgungen würde es geben. Die Priester, die an diesem Erscheinungsort die hl. Messe feiern, würden große Gnaden erhalten. Ich fragte die Muttergottes nach der Weihe des Grundsteines für die Kapelle. Sie antwortete, daß man sich in dieser Angelegenheit an den Heiligen Vater wenden solle. Sie teile dem Heiligen Vater, allen Kardinälen, Bischöfen und Priestern mit, daß auf der ganzen Welt Unruhe entstanden sei. Dies sollten sie allen Gläubigen mitteilen. Wenn sich die Völker zu Gott bekehren, werde Gottes Frieden auf Erden entstehen. Das könnten wir aber nur durch das Rosenkranzgebet und andere Gebete erhalten. Die nächste Erscheinung sei im Dezember. Da werde es weitere Anweisungen geben."
16. Erscheinung (8. Dezember 1984)
Kasimir Domanski: "Am 8. Dezember 1984 kam ich um 11 Uhr auf meine Parzelle. Vor der Laube betete eine große Pilgergruppe den Freudenreichen Rosenkranz. Die ganze Zeit über wurde gebetet. Ungefähr um 15 Uhr wurde eine hl. Messe zelebriert. Davor besprengten die Priester die Gläubigen mit Weihwasser. Sie gingen von der Laube bis zum Kreuz an der Hauptstraße (Straßenkreuzung). Nach der hl. Messe erteilte ich den Segen im Namen Jesu und Mariens. Es waren einige tausend Pilger da. Ungefähr um 17.15 Uhr kniete ich in der Laube und betete gemeinsam mit den Pilgern einen Teil des Freudenreichen Rosenkranzes. Beim vierten Sätzchen trat die Muttergottes ein. Ich besprengte Sie mit Weihwasser. Bekleidet war Sie mit einem hellblauen Kleid, einem blauen Mantel und einer Schärpe. In der Hand hielt Sie einen langen hellen Rosenkranz. Sie segnete mich, legte Ihre Hände auf meine Schultern und sprach: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst nun Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir."
Die Muttergottes weinte. – Sie sagte, daß Sie zusammen mit den Priestern gegangen sei, als diese die Gläubigen mit Weihwasser besprengt haben. Sie sei bis zum Kreuz mitgegangen. Sie sei die ganze Zeit über unter den Gläubigen gewesen. Sie sagte auch: "Gut, daß du die Aufträge erfüllt hast und alle Botschaften mit deinem Beichtvater dem Heiligen Vater übergeben hast, damit er über den Erscheinungsort Ohlau informiert ist."
Als ich nach der Heilung von P. Ratajewski fragte, antwortete Sie mir, daß alles nach dem Willen Gottes geschehen würde. Sie erwähnte auch, daß die Verfolgungen schon begonnen hätten, ich aber solle auf Gott, Jesus und auf Sie vertrauen. Sie sagte: "Halte dich an den Glauben, den du hast. Alles wird nach dem Willen Gottes geschehen." Die Muttergottes sagte: "Hier sind Wächter (Polizisten), um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Sie sind nicht Jesu und Meine Diener. Manchen fehlt der Glaube, aber durch Gebet wird alles überwunden werden. Auch kommen Leute, um die Gnade der Gesundheit zu erhalten, sie sind aber nicht vorbereitet. Sie bitten um Gebet für ihre Kranken, es fehlt aber am Gebetsgeist. Sie sollen eifrig beten, denn durch das Gebet erhält man mehr Gnaden (als bei nur körperlicher Anwesenheit)."
Die Priester, die am Erscheinungsort der Muttergottes die hl. Messe feiern, erhielten viele Gnaden. An diesem Ort sollten öfter hl. Messen gefeiert werden, dann habe der Satan keinen Zutritt zum Erscheinungsort. Sie sagte: "Das Fundament für die Kapelle wurde durch Satan entfernt." Viel Gebet sei nötig. Alles werde nach dem Willen Gottes geschehen. Je mehr Gläubige und Priester kommen, desto größer sind die Heilungsgnaden. Sie berichtete, daß 18.200 Heilungen an Seele und Leib eingetreten seien. Allen Kardinälen, Bischöfen und Priestern teile die Muttergottes mit, daß überall auf der Welt der Rosenkranz gebetet werden soll. Durch den Rosenkranz würde man alles überwinden und der Frieden Gottes würde dann auf der ganzen Welt sein. Die nächste Erscheinung sei im Jänner. Dann gebe es neue Anweisungen."
17. Erscheinung (1. Jänner 1985)
Kasimir Domanski: "Am 1. Jänner 1985 kam ich ungefähr um 12 Uhr auf meine Parzelle. An der Laube standen einige Personen. Wir begannen den Schmerzhaften Rosenkranz zu beten. Als wir dann mit dem Glorreichen Rosenkranz anfingen, trat ich in die Laube ein. Ich kniete nieder und betete mit den Pilgern weiter. Beim vierten Sätzchen trat die Muttergottes ein. Auf dem Haupt trug sie eine Krone. Bekleidet war Sie mit einem blauen Mantel. In der Hand hatte Sie einen Rosenkranz. Ich besprengte Sie mit Weihwasser. Sie segnete mich, legte Ihre Hände auf meine Schultern und sprach: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst nun Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Ich fragte, ob ich nach Gottes Willen Ihre Anweisungen ausführe. Sie antwortete mit "Ja" und bestätigte, daß die Verfolgungen begonnen hätten. Es werde aber alles nach dem Willen Gottes geschehen, wenn mehr gebetet würde.
Ich erzählte der Muttergottes, daß mir eine Frau einen Brief geschrieben hat, in dem sie mir berichtete, daß sie mit einem kranken Kind schon viermal in Ohlau war und das Kind nicht geheilt worden sei. Sie höre nun auf zu beten. Die Muttergottes antwortete, daß bei dieser Frau der Glaube fehle. Das Kind habe diese Leiden wegen seiner Mutter zu ertragen. Wenn die Mutter beten würde, dann würde das Kind die Gnade der Gesundheit erhalten. Sie sagte auch, daß Sie in der Neujahrsnacht um 4 Uhr in meinem Haus gewesen sei. Ich wachte damals auf und spürte die Berührung der Muttergottes. Sie erzählte mir, daß am 8. Dezember das Zeichen des Kreuzes am Himmel über Ohlau zu sehen gewesen sei, damit die Leute an Ihre Erscheinungen glaubten. – Nun gebe es schon 20.400 Heilungen an Seele und Leib. Ich sprach über die Kapelle. Sie sagte mir, daß die Kapelle und das Kloster an diesem Ort gebaut würden. Die Gläubigen sollten beten. Durch das Gebet werde der Satan besiegt. Sie sagte auch, daß alles einmal durch den Heiligen Vater bestätigt würde. Die Priester sollten an diesen Erscheinungsort kommen. Je mehr Priester und Gläubige hierher kämen, und hl. Messen – besonders an Sonn- und Feiertagen – gefeiert würden, desto mehr Gnaden werde Gott schenken. Es gäbe an diesem Ort auch Wächter (Polizisten), denen der Glaube fehlt. Man müsse für sie beten.
Die Muttergottes sagte: "Für die erhaltenen Gnaden der Gesundheit an Seele und Leib haben nicht alle Jesus und Mir gedankt. Bei manchen Gläubigen, die hierher kommen, fehlt das Vertrauen. Im neuen Jahr sollen mehr Gläubige kommen. Pilger von verschiedenen Gegenden des Landes kommen hierher, aber die hiesigen Bewohner kommen nicht, weil es ihnen am Glauben fehlt. Jene, die kommen, erwerben große Verdienste. Alle Gläubigen sollen zum Segen kommen, der für die ganze Welt so nötig ist. Unruhe herrscht auf der ganzen Welt. Den Frieden Gottes kann man nur durch das Gebet erhalten." Sie erwähnte, daß es in den Familien viele Alkoholiker gebe. Sie müßten hierher kommen und zu Gott um Bekehrung beten. Es gebe wegen dem Alkohol viele Waisenkinder. Die Angehörigen dieser Alkoholiker müßten zur hl. Beichte und zur hl. Kommunion gehen. Sie sollten auch nicht die hl. Messe versäumen (auslassen). Auf der ganzen Welt sollten alle beten. Im Februar würde die nächste Erscheinung mit weiteren Anweisungen sein."
18. Erscheinung (2. Februar 1985)
Kasimir Domanski: "Am 2. Februar 1985 kam ich um 10.50 Uhr auf meine Parzelle. Bei der Laube standen viele Pilger. Wir begannen den Rosenkranz zu beten. Ungefähr um 11 Uhr wurde eine hl. Messe gefeiert. Danach begann ich im Namen Jesu und der Muttergottes den Segen zu erteilen. Es wurde dauernd gebetet. Um 15 Uhr ging ich in die Laube und betete kniend mit den Pilgern den Rosenkranz. Beim zweiten Sätzchen trat die Muttergottes ein. Sie war bekleidet mit einem blauen Mantel und einem weißen Kleid. Ihre Hüften waren mit einer blauen Schärpe umgürtet. An der rechten Hand hing ein langer heller Rosenkranz. Sie segnete mich, legte die Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst nun Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Sie weinte und gab mir Anweisungen. Sie sagte, daß Sie zwei Stunden unter den Gläubigen gewesen sei. Nicht alle Gläubigen würden hier den Rosenkranz beten, 20 % der Menschen würden nicht beten. Es seien Männer da gewesen, die während dem Rosenkranzgebet die Mütze auf dem Kopf hatten. Die Gläubigen müßten an diesem Ort andächtig den Rosenkranz beten.
Ich stellte eine Frage zur Marianischen Priesterbewegung. Die Muttergottes antwortete: "Die Marianische Priesterbewegung soll auf der ganzen Welt verbreitet werden. Nach jeder hl. Messe soll in allen Kirchen gemeinsam mit dem Priester der Rosenkranz gebetet werden. Jeder Priester soll sich am Heiligen Vater ein Beispiel nehmen. Er betet in den Nächten den Rosenkranz, damit der Frieden Gottes auf diese Erde komme möge. Die Erzbischöfe, Bischöfe und Priester sollen mit den Gläubigen zusammen den Rosenkranz beten." Sie sagte, Sie könne bei Ihrem Sohn alles erbitten, wenn die ganze Welt inbrünstig beten würde. Dann könne der Frieden Gottes eintreten. Sie sagte, daß der Satan ein Attentat auf den Heiligen Vater plane. Während jeder hl. Messe solle inbrünstig für den Heiligen Vater gebetet werden, dann würde der Satan keinen Zutritt zu ihm haben. – Der Satan würde auch die Bekehrung zu Gott stören, wenn es an Glauben und am Gebet fehle. – Bei den Pilgerfahrten des Papstes sollte sich die ganze Welt bekehren. – Die Kardinäle müßten den Gläubigen den Rosenkranz empfehlen, denn alle sollten ihn beten. Jeder Priester habe das Recht, am Erscheinungsort die hl. Messe zu feiern. Es sei gut, daß hier schon 18 hl. Messen gefeiert wurden. Wenn mehr hl. Messen hier dargebracht würden, werde die Kapelle schneller (früher) gebaut.
Ich fragte die Muttergottes über die Kapelle. Sie sagte dazu, der Pfarrer solle sich wegen des Kapellenbaues an den Bischof wenden. Die Gläubigen mögen sich wegen des Kapellenbaues an die Stadtbehörden wenden, dann werde die Kapelle schneller entstehen. Sie sagte wieder: "Es soll viel gebetet werden. Durch das Gebet kann man alles erreichen." Sie gab bekannt, daß schon 24.200 Heilungen an Seele und Leib erfolgt seien. Nicht alle Kranken seien geheilt worden, denn bei manchen fehle das Gebet. Die Muttergottes sagte: "Man verfolgt dich jetzt schon. Du wirst aber noch mehr verfolgt werden. Vertraue Meinem Sohn und Mir. Ich habe dich auserwählt, damit du Meine Anweisungen ausführst. Halte dich an den Glauben, den du besitzt, und du wirst alles überstehen. Die Heilungen an Seele und Leib sind für die Menschen, damit sie sich bekehren. Gut, daß du sagst, daß du kein Heiler bist. Es heilen Jesus und Ich, Seine Mutter! Durch deine Hände geben Jesus und Ich den Segen. Es ist auch gut, daß du alle Gläubigen an die hl. Beichte und die hl. Kommunion erinnerst und daß sie an Sonn- und Feiertagen die hl. Messe nicht versäumen (nicht auslassen) sollen. Dann wird es noch mehr Heilungen an Seele und Leib geben!"
Sie sagte, daß viele Gläubige unvorbereitet hierher kommen. Jetzt würden auf der ganzen Welt viel mehr Kinder ermordet als je zuvor. Die Väter und Mütter würden für die getöteten Kinder von Gott zur Verantwortung gezogen werden. Man müßte viel beten für die ungeborenen Kinder und für die Eltern, welche die Kinder nicht haben wollten. Sie wüßten nicht, was sie tun. Man solle auch für die Armen Seelen im Fegefeuer beten. Diese Seelen bräuchten viel Gebet. Man solle für sie auch die hl. Kommunion aufopfern. Man solle auch für jene beten, die Jesus und Sie verfolgen. Wenn mehr gebetet würde, gäbe Gott mehr Segen, und auf der ganzen Welt wäre Frieden. Manche Erzbischöfe würden den Anordnungen des Heiligen Vaters nicht gehorchen."
19. Erscheinung (25. März 1985)
Kasimir Domanski: "Am 25. März 1985 kam ich ungefähr um 9 Uhr auf meine Parzelle. Bei der Laube und auf dem Weg standen sehr viele Pilger. Sie beteten den Rosenkranz. Um etwa 12.30 Uhr wurde eine hl. Messe gefeiert. Es wurde dauernd gebetet. Ich erteilte im Namen Jesu und der Muttergottes den Segen. Um 15.50 Uhr ging ich in die Laube hinein und betete dort gemeinsam mit den Pilgern. Beim zweiten Sätzchen des Schmerzhaften Rosenkranzes trat die Muttergottes ein. Sie war bekleidet mit einem blauen Mantel, einem weißen Kleid und mit einer blauen Schärpe. Am rechten Arm hing ein großer heller Rosenkranz. Ich kniete, und die Muttergottes segnete mich. Sie legte Ihre Hände auf meine Schultern und sagte: "Ich habe dich geheilt, du sollst nun auch Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir."
Sie sagte, daß 26.600 Heilungen an Seele und Leib erfolgt seien und teilte mir mit, daß in Brdowo während des Segens 200 Personen an Seele und Leib geheilt wurden, denn die Gläubigen seien durch die Pauliner Patres vorbereitet gewesen. Die Pauliner Missionare hätten innigst gebetet, um viele Heilungen an Seele und Leib zu erlangen. Sie sagte, Sie sei während der hl. Messe 3 1/2 Stunden unter den Gläubigen gewesen. Sie sagte: "In Tschenstochau (auf der Jasna Gora) soll man ohne Unterlaß, bei Tag und Nacht, den Rosenkranz beten. Der Heilige Vater betet dauernd den Rosenkranz. Alle Erzbischöfe, Bischöfe, und Priester sollen sich nach dem Vorbild des Heiligen Vaters richten und den Rosenkranz auf der ganzen Welt verbreiten. Es gibt Priester, die nicht an die Erscheinungen glauben. Jeder Priester soll ehrlich Jesus und Mir dienen. Wenn alle Priester und Gläubigen zusammen den Rosenkranz beten, kann Ich von Meinem Sohn den Frieden für die ganzen Welt erbitten. Dann kann ich den Frieden erlangen. Jetzt ist aber Satan in die Kirche eingedrungen, weil das Rosenkranzgebet unterlassen wird. Wenn in den Kirchen der Rosenkranz gebetet wird, hat der Satan keine Macht über die Kirche. Es ist gut, daß an Meinen Erscheinungstagen hl. Messen gefeiert werden. Dadurch werden noch mehr Gnaden und Heilungen geschenkt." Sie teilte mit, Sie habe, als Sie vom Himmel gekommen sei, alle Priester und Gläubigen gesegnet. Sie sende Priester, um diesen Erscheinungsort zu stärken und zu bestätigen durch die hier gefeierten hl. Messen.
Sie sagte weiter: "Du wirst bereits verfolgt. In Zukunft wirst du aber noch mehr verfolgt werden. Jene, die dich verfolgen, sollen hierher kommen und Jesus und Mich um Verzeihung bitten. Niemand hat das Recht, diesen Ort zu verachten, denn es ist eine Stätte, die Jesus und Ich auserwählt haben. Ich ändere niemals Meine Anweisungen!" Die Muttergottes mahnte zur Vorsicht, denn es kämen unechte Seher, die behaupten, sie hätten auch Erscheinungen. Man solle aufpassen, denn es könnte ein Werk Satans sein. Der Satan umkreise den Erscheinungsort, habe aber keine Macht, wenn ohne Unterbrechung der Rosenkranz gebetet werde. Zum Kapellenbau sagte Sie, es solle sehr viel gebetet werden. Als ich Ihr sagte, daß ich sehr viele Briefe mit der Bitte um Segen erhalte, meinte Sie, wenn Sie auf die Erde komme, gebe Sie mir die Segenskraft Gottes, damit ich den Segen an andere weitergeben könne, auch an jene, die nicht hierher kommen könnten. Diese sollten aber inbrünstig beten, dann könnten sie auch brieflich die Gnade der Heilung der Seele und des Leibes erhalten. Die Gläubigen, die an diesen Ort kämen, seien nicht alle vorbereitet. Es fehle am Gebet der Eltern für ihre kranken Kinder. Es mangle auch am Gebet jener, die geheilt wurden.
Die Muttergottes verlangte: "Ermahne alle Gläubigen, zu beichten und zu kommunizieren. Sie sollen an Sonn- und Feiertagen die hl. Messe nicht versäumen (nicht auslassen)!" Sie sagte, man solle für die Schwerkranken beten, die nicht hierher kommen könnten. Durch unsere Gebete könnten sie die Gnade der Gesundheit bekommen. Sie teilte auch mit: "Es kommen viele junge Eheleute hierher, die ihre Kinder umgebracht haben. Sie sollen viel beten für die Heilung von Seele und Leib. Erst dann können sie diese Gnaden erhalten." Die nächsten Anweisungen würden im April gegeben."
20. Erscheinung (5. April 1985)
Kasimir Domanski: "Am 5. April 1985 – Karfreitag – kam ich ungefähr um 11 Uhr auf meine Parzelle. Eine Gruppe Menschen befand sich dort. Wir begannen den Rosenkranz zu beten. Wir beteten den Freudenreichen und Schmerzhaften Rosenkranz. Nachdem wir angefangen hatten, ging ich in die Laube hinein. Kniend beteten wir gemeinsam den Rosenkranz. Am Ende des dritten Sätzchens des Glorreichen Rosenkranzes trat die Muttergottes ein. Bekleidet war sie mit einem weißen Kleid und einem blauen Mantel. Ihre Hüften waren umgürtet mit einer blauen Schärpe. An der Hand hing ein großer heller Rosenkranz. Die Muttergottes segnete mich und sprach: "Ich habe dich geheilt, auch du sollst nun Kranke heilen – durch Berührung! Die Kraft dazu hast du von Meinem Sohn und von Mir." Ich fragte die Muttergottes, ob ich Ihre Aufträge gut erfülle. Das bejahte Sie.
Sie sagte: "Jetzt kommen viele Verfolgungen. Sei nicht verzagt. Halte dich an deinen Glauben. Sie werden dir auf furchtbare Weise Schrecken einjagen, du wirst aber alles überstehen! Mit dir sind Mein Sohn und Ich. Jene, die mit dir Mir dienen, werden auch verfolgt werden. Sie sollen wie du an ihrem Glauben festhalten! Alles wird durch das Rosenkranzgebet überwunden." Die Muttergottes sagte: "Es nähern sich die Tage der Finsternis! Auf der ganzen Welt sollen die Gläubigen mit Herz und Seele beten. Die Priester sollen alle Gläubigen zum Gebet und zur Buße ermahnen." Sie mahnt wieder: "Auf der ganzen Welt soll die hl. Kommunion auf den Knien empfangen werden! Die hl. Kommunion soll nur in den Mund gereicht werden! Viele Gläubige empfangen die hl. Kommunion unwürdig!"
Sie sagte, daß Sie am Karfreitag auf die Erde gekommen sei wegen der Grablegung Jesu. Er sei am dritten Tag von den Toten auferstanden. Auch wir würden durch Sein Leiden auferstehen. Jesus leide weiter für alle unsere Sünden. Die ganze Menschheit müsse sich bessern! Wenn sich die ganze Menschheit bessere, könne Sie bei Ihrem Sohn den Frieden für die ganze Welt erflehen. Sie sagte auch, daß Sie Staaten kenne, wo man im Wohlstand lebe, aber der Glaube fehle. Die Kirchen seien leer, es fehlen die Gläubigen. Jesus wohne einsam im Tabernakel der Kirchen. Das gebe es im Osten wie im Westen. Wenn nicht gebetet werde, drohe eine Strafe Gottes für die ganze Welt. Wenn das polnische Volk weiterhin inbrünstig bete, könne es gerettet werden. Durch Ihre Erscheinungen in Ohlau würden sich viele Völker bekehren, wenn sie an diesen Ort kämen und hier die Gnade der Gesundheit des Leibes und der Seele erhalten. Man müsse an diesem Erscheinungsort andächtig beten.
Die Muttergottes sagte: "In der Karwoche leidet Jesus sehr wegen der Trunksucht und der Unzucht auf der ganzen Welt. Die Trunksucht verbreitet sich durch den Satan. Viele Menschen sind durch den Alkohol geisteskrank geworden. Ihnen fehlt der Glaube. Der Satan benutzt diese Gelegenheit. Durch die Trunksucht werden behinderte Kinder geboren. Sie leiden wegen ihrer Väter und Mütter, die Alkoholiker sind und die hl. Sakramente nicht empfangen." Weiters sagte Sie: "Viele Menschen leben ohne das Sakrament der Ehe. Viele Ehen sind geschieden. Für jene, die das Sakrament der Ehe am Altar empfangen haben, gibt es keine Ehescheidung. Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen!" Ich sagte zur Muttergottes, daß hierher viele Leute kämen, die nicht an Ihre Erscheinung glauben. Es gebe darunter auch Priester. Sie verlangten von Ihr ein Zeichen. Sie antwortete: "Jeder Priester soll an die Erscheinungen glauben. Manchen fehlt der Glaube deshalb, weil sie stolz sind. Jeder Priester wird es vor Gott verantworten müssen, wenn er die Gläubigen vom Erscheinungsort abhält. Ein Zeichen wird gegeben, damit sich die Priester und Gläubigen bekehren. Es fehle am Glauben an die Offenbarung. Wegen jener, die nicht an Ihre Botschaften glauben, leidet Jesus weiterhin. Ich, die Muttergottes und eure Mutter, komme auf die Erde und mahne, daß sich alle zu Gott bekehren sollen. Die Leute halten sich aber nicht an Meine Empfehlungen."
Sie sagte, Sie werde weiter Priester an diesen Ort schicken, um hier hl. Messen zu feiern. Auf der ganzen Welt werde die hl. Kirche verfolgt. Man müsse inbrünstig beten und den Exorzismus (Verbannungsgebete gegen die Dämonen) anwenden, dann habe der Satan keinen Zutritt. In allen Kirchen auf der ganzen Welt müßte der Rosenkranz gebetet werden. Durch den Rosenkranz sei der Satan entmachtet. Für den Heiligen Vater solle viel gebetet werden. Er pilgere durch die ganze Welt, so wie Jesus umhergezogen sei und gelehrt habe. Dadurch sollen sich alle Völker bekehren, und der Heilige Vater soll sie in den einen Schafstall zurückführen. Die Muttergottes teilte mit: "Dort, wo du mit der Gabe der Heilung bist und durch Jesus und Mich den Segen spendest, erhalten viele Menschen Heilung an Seele und Leib. Sie sollen aber Jesus und Mir für die erhaltene Gnade der Gesundheit durch Gebet danken. – Alle Völker sollen sich in dem einen Glauben (röm.-kath. Glaube!) vereinen, dann wird der Frieden Gottes herrschen. Auf der Jasna Gora (im Heiligtum von Tschenstochau) sollen sich alle Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe und Priester versammeln und inbrünstig beten. Durch das Gebet wird das polnische Volk vor dem Untergang bewahrt werden. Sie (Bischöfe und Priester) sollen allen Gläubigen mitteilen, daß alle inbrünstig beten sollen. Die Rettung (bei der Revolution) habt ihr Gott, Jesus und Mir zu verdanken!"
Sie sagte: "Das Ende der Macht Satans kommt bald, daher rächt er sich noch mehr. In jeder Schule, in den Kindergärten und Kinderkrippen, in den Krankenhäusern soll das Kreuz aufgehängt werden. Betet inbrünstig, denn durch das Gebet kann man alle Schwierigkeiten überwinden. Betet für die Kinder. Es kommen Leute hierher, die nicht beten und nicht vorbereitet sind. Es kommen viele Menschen, die keine kirchliche Trauung haben. Sie sind nur zivil getraut. Die Gnade der Gesundheit erhalten solche nicht. Sie werden vor Gott einmal Rechenschaft ablegen müssen." Die Muttergottes wünschte, es sollten noch mehr Menschen zur nächtlichen Anbetung kommen, besonders an Samstagen. Jene, die am Karfreitag bei Ihrer Erscheinung anwesend waren, erhielten die Gnade der Gesundheit an Seele und Leib. Die nächste Erscheinung sei im Mai."
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