• Das Leben zur Ehre des Vaters
  • Novene zu Ehren des Vaters

Eugenia RavasioWer war Mutter Eugenia? Wer war dieses Geschöpf, das der Vater "meine bevorzugte Tochter ..., mein Bäumchen", zu nennen pflegte? Wir meinen, dass Mutter Eugenia ein großes, hellstrahlendes Licht dieser Zeit ist: Die kleine Prophetin einer neuen Kirche, in der der Vater im Mittelpunkt allen Glaubens steht, und in der Einheit, als größtes Ideal jeder Spiritualität. Sie ist das Licht, das der Vater der Welt geschenkt hat, damit man in dieser chaotischen und finsteren Zeit den richtigen Weg erkennt.

Mutter Eugenia kam in San Gervasio d'Adda (jetzt Capriate San Gervasio), einer kleinen Provinzstadt in der Nähe von Bergamo, am 4. September 1907, zur Welt. Ihre Familie war sehr bescheiden und bäuerlicher Herkunft.

Sie besuchte nur die Grundschule und – nach einigen Jahren in der Fabrik – trat sie in die "Kongregation Unserer Frau der Apostel" ein. Dort entwickelte sich ihre große, charismatische Persönlichkeit. Mit nur 25 Jahren wurde sie zur Generaloberin der Kongregation gewählt.

Abgesehen von ihrer Geistesgröße, würden nur ihre Taten im sozialen Bereich genügen, um ihr einen Platz in der Geschichte zu sichern: Innerhalb von 12 Jahren missionarischer Tätigkeit eröffnete sie mehr als 70 Zentren – mit Kapelle, Schule, Krankenabteilung – in den verlassensten Orten Afrikas, Asiens und Europas.

Sie entdeckte das erste Medikament gegen Lepra, das sie aus dem Samen einer tropischen Pflanze gewann: Ein Mittel, das später vom Pasteur-Institut in Paris erforscht und bearbeitet wurde. Mutter Eugenia stürzte sich dann in das Apostolat von Raoul Follereau, der ihrer Spur folgend, als der Apostel der Leprakranken gilt.

In den Jahren 1939 bis 1941 plante und verwirklichte sie die Idee, in Azoptè (Elfenbeinküste), die "Stadt der Leprakranken" zu errichten. Mit einer Ausdehnung von 200.000 qm wurde sie zu einem riesigen Sammelzentrum dieser Kranken, das auch heutzutage als eines der modernsten in Afrika und in der Welt angesehen wird. Der "Kongregation der Missionsschwestern Unserer Frau der Apostel", deren Generaloberin Mutter Eugenia von 1935 bis 1947 war, gewährte die französische Regierung für die Verwirklichung die höchste Staatsanerkennung für Werke mit sozialem Charakter.

Das Bedeutendste aber, was uns Mutter Eugenia hinterlassen hat, ist die Botschaft des Ewigen Vaters ("Der Vater spricht zu Seinen Kindern"), die einzige, vom Vater persönlich kommende Offenbarung. S. E. Mgr. Alexandre Caillot, Bischof von Grenoble hatte 1935 eine Expertenkommission aus ganz Frankreich zusammengerufen, um ein diözesanes Verfahren einzuleiten. Die Kirche hat die Botschaften, nach zehn Jahren strengster Prüfungen, als authentisch erklärt. Zu bemerken ist, dass der Ewige Vater ihr die Botschaft 1932 in Lateinisch diktiert hatte. Diese Sprache war ihr völlig fremd.

Als Papst Pius XII. von Madre Eugenia sprechen hörte, sandte er einen Priester seines Vertrauens, Pater Girard Matthieu, zu ihr, damit er ihm über die Vorkommnisse Bericht erstatte. Dieser sprach bei ihr vor und ließ sie rufen. Während er noch auf sie wartete, sah er auf einmal Madre Eugenia vom Ende des Korridors auf ihn zukommen; sie schwebte einen halben Meter über dem Boden, und ein strahlendes Licht ging von ihr aus. Gott gab ihm dieses Zeichen; und wie er selber sagt: "Durch dieses und anderes dazu habe ich die Bestätigung von Gottes Wirken in Madre Eugenia bekommen."

Mutter Eugenia durfte am 10. August 1990 zum Vater heimkehren. Sicher wird diese Botschaft den Menschen helfen, die tiefe Zärtlichkeit zu verstehen, die der Vater für jeden von uns empfindet und wir hoffen, dass sie größtmögliche Verbreitung findet.