Der Immakulata-Rosenkranz (Marienfried Botschaften)

Zuerst: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

Darauf folgt: Das Apostolische Glaubensbekenntnis

 

An der ersten Perle: Vater unser

Dann: 3 x Ave Maria

beim 1. Ave Maria wird eingefügt: ... Jesus, der in uns den Glauben vermehre ...
beim 2. Ave Maria wird eingefügt: ... Jesus, der in uns die Hoffnung stärke ...
beim 3. Ave Maria wird eingefügt: ... Jesus, der in uns die Liebe entzünde ...

Dann: 1 x Ehre sei dem Vater

 

Jedes Rosenkranzgesätz besteht aus einem Vater unser und zehn Ave Maria und ein Ehre sei dem Vater.

Dabei wird bei jedem Ave Maria eingefügt:

... durch Deine Unbefleckte Empfängnis rette unser Vaterland ...
... durch Deine Unbefleckte Empfängnis schütze unser Vaterland ...
... durch Deine Unbefleckte Empfängnis leite unser Vaterland ...
... durch Deine Unbefleckte Empfängnis heilige unser Vaterland ...
... durch Deine Unbefleckte Empfängnis regiere unser Vaterland ...

 

Das jeweilige Gesätz schließt mit dem Fatimagebet (gegeben vom Engel an die Seherkinder von Fatima):

"O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen."

 

Entstehung

Am Pfingstmontag, dem 13. Mai 1940, machte Bärbel Rueß aus Pfaffenhofen einen Spaziergang in den Wald. Sie war damals 16 Jahre alt. Bei ihren Wanderungen die sie häufig unternahm, zog es sie oftmals zu dem Waldgrundstück, das ihrem Vater gehörte. Dieses liegt in der Nähe von Marienfried. Tags zuvor, am Pfingstsonntag, war sie ebenfalls diesen Weg gegangen und hatte während des Spaziergangs den Rosenkranz gebetet. Ohne es zu merken, verlor sie jedoch dabei ihren Rosenkranz. Nun legte sie wieder den gleichen Weg wie am Vortag zurück, um ihn zu suchen.

Während sie auf ihrem Spaziergang überlegte, ob sie nun den glorreichen oder den freudenreichen Rosenkranz beten sollte, gesellte sich eine Frau zu ihr. Nach kurzer Begrüßung sagte sie zu Bärbel: "Du überlegst, welchen Rosenkranz du beten sollst. Ich will dich einen anderen Rosenkranz lehren und mit dir beten." Bärbel fragte: "Woher wissen Sie, was ich eben gedacht habe, und wer sind Sie?" Die Frau antwortete: "Das zu wissen ist nicht wichtig. Wenn du diesen Rosenkranz fleißig betest, wirst du mich besser kennenlernen." Dann lehrte sie Bärbel den Immaculata-Rosenkranz. An Stelle der bekannten Rosenkranzgeheimnisse sollen folgende Anrufungen eingefügt werden:

Durch deine Unbefleckte Empfängnis rette uns!
Durch deine Unbefleckte Empfängnis schütze uns!
Durch deine Unbefleckte Empfängnis leite uns!
Durch deine Unbefleckte Empfängnis heilige uns!
Durch deine Unbefleckte Empfängnis regiere uns!

Die Frau aber wollte mit Bärbel diesen Rosenkranz für das 'Vaterland' beten, da zu der Zeit der zweite Weltkrieg wütete, und Hitler Land um Land in seine Gewalt brachte. In diesem großen Anliegen bat die Frau, Bärbel möge mit ihr den Immaculata-Rosenkranz für das Vaterland beten.

Die Frau sagte, man könne die Intention jedes Mal gleich miteinfügen und betete mit Bärbel wie folgt: "Gegrüßet seist du Maria ... durch deine Unbefleckte Empfängnis rette unser Vaterland!" Nachdem die zehn Ave Maria gebetet waren, folgte das zweite Gesätzchen mit der Einfügung: "Durch deine Unbefleckte Empfängnis schütze unser Vaterland!" und dann nachfolgend jeweils die anderen Einfügungen. Die Frau sagte auch, dass man je nach Anliegen die Intention wählen könne, ob nun für eine einzelne Person oder für eine Gemeinschaft. (Also den Namen jeweils miteinfügen, wenn man privat für eine Person oder eine bestimmte Gemeinschaft betet. Für gewöhnlich genügt das Wort 'uns', in welches beim Gemeinschaftsgebet jeder selbst seine Intention legen kann.)

Während des Rosenkranzgebetes fiel Bärbel auf, daß die Frau nur einen Teil des Rosenkranzes betete: das Vater unser und das Ehre sei dem Vater. Nachdem sie den Rosenkranz gebetet hatten, entfernte sich die Frau und ging auf einem Seitenweg in eine andere Richtung.

Das Gesicht dieser einfach gekleideten Frau hinterließ bei Bärbel einen unvergesslichen Eindruck. Die Reinheit und Güte übten eine ungewöhnliche geistige Anziehungskraft auf Bärbel aus, so daß sie das Verlangen verspürte, diese Frau nochmals wiederzusehen und sie näher kennenzulernen. Sie betete nun häufig den Immaculata-Rosenkranz. Das Erlebnis mit der Frau behielt sie still für sich und sprach mit niemandem darüber. Erst etwa fünf Jahre später erzählte sie ihrer Freundin Anna Humpf davon.

(Aus dem Buch: Die Erscheinung in Marienfried)